Bücher mit dem Tag "hippie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hippie" gekennzeichnet haben.

81 Bücher

  1. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

     (1.225)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Rezension geht es hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-t77ch-f687a4

    Vorsicht, Spoiler!

  2. Cover des Buches Gott bewahre (ISBN: 9783453675971)
    John Niven

    Gott bewahre

     (342)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Gott geht eine Woche auf Angelurlaub, als er zurückkehrt sind auf Erden rund 450 Jahre ins Land gegangen und das Ergebnis ist wenig erfreulich. Um wieder Ordnung zu schaffen gibt es nur 2 Alternativen, entweder alles ins Klo spülen und nochmal neu anfangen oder seinen Sohn erneut runter schicken.

    Nach ein paar inspirierenden Joint`s entscheidet sich Gott für die 2. Variante und „JC“ landet im heutigen New York und versucht mit einer Gruppe Gestrandeter den Menschen Gottes Botschaft rüberzubringen. Eigentlich ganz easy, sie lautet: SEID LIEB. Will nur keiner hören, also nimmt JC an einer Casting Show teil, erreicht ein großes Publikum, gründet ne Kommune, wird von staatlicher Seite argwöhnisch betrachtet, verraten und letztendlich hingerichtet – gemäß der Zeit mittels Giftspritze statt Kreuz.

    Soweit zur Handlung. Das Buch bricht Tabus, ist zynisch, sarkastisch, böse aber vor allem humorvoll und regt zum Nachdenken an. Der Mensch hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert in seiner recht kurzen Geschichte und der Glauben wird von Eiferern tagtäglich missbraucht. Wenn man statt Ge- und Verboten wirklich einfach lieb zueinander wäre….

    John Niven provoziert sicher mit diesem Buch, im Himmel ist Party, Gott genießt seinen Scotch und einen guten Joint, die Sprache ist vulgär und auch das Verhältnis zu Satan ist ganz o.k. – ich glaube das geht einigen zu weit, aber Niven hat recht und weiß seine Pointen zu setzen. Und wenn jeder Leser über das Grundthema ein wenig nachdenkt ein bisschen öfter „lieb“ ist wäre viel erreicht.

  3. Cover des Buches Wenn ich bleibe (ISBN: 9783442384044)
    Gayle Forman

    Wenn ich bleibe

     (1.177)
    Aktuelle Rezension von: Buch_Elfe

    Es gibt sogar einen Film dazu, jedoch hat mich das Buch mehr überzeugt.

    Es geht bei diesem Buch nur nebensächlich um eine Liebesgeschichte der Protagonistin. 

    Mia die Protagonistin, ist ein Wunderkind im Bereich Cello spielen und hat große Aussichten für ihre Zukunft. Doch bevor sie eine Ab- oder Zusage ihrer Traumuniversität Julliard erhalten kann, hat sie einen schweren Autounfall mit ihrer Familie. Ich verrate an dieser Stelle nicht, wer alles überleben bzw. sterben wird.

    Mia liegt ab dahin im Koma, kann jedoch ihre Umgebung als Geist sehen und hören. Sie bekommt also alles mit. Freunde und Familienmitglieder besuchen sie und erinnern sie an glückliche Zeiten aus der Vergangenheit, aber auch traurige. Der Leser erfährt dadurch sehr viel über Mia aber auch ihre Familie. Es ist extrem rührend und herzerwärmend geschrieben. Auch ihr Freund Adam versucht alles, Mia aus dem Koma zu wecken, wird es ihm oder jemanden gelingen, oder wird Mia loslassen, denn sie weiß, wie es um ihre Familie steht und somit ihre Zukunft aussehen könnte.


    Ich habe geheult in diesem Buch. Viel. Und das ist eigentlich gar nicht mein Stil. Dieses Buch hat mich emotional wirklich mitgenommen. Es ist traurig aber auch schön. Es zeigt, dass man vor allem die schönen Situationen im Leben genießen sollte und wie schnell doch alles vorbei sein kann. Tolles Buch, aber haltet die Taschentücher bereit.

  4. Cover des Buches Verheißung - Der Grenzenlose (ISBN: 9783423280488)
    Jussi Adler-Olsen

    Verheißung - Der Grenzenlose

     (452)
    Aktuelle Rezension von: AnasBuchsammlung

    Inhalt: Die Füße auf dem Tisch und die Zigarette in der Hand hängt Carl Mørck am Telefon. Der Anrufer sagt, sie hätten schon mal zusammengearbeitet und er brauche jetzt Carls Hilfe. Er bittet Carl, sich den Fall doch genauer anzuschauen, den er selbst jahrelang nicht lösen konnte. Damals wurde ein junges Mädchen tot in einem Baum gefunden, das Fahrrad wenige Meter entfernt. Was als Unfall behandelt wurde, war in Wahrheit ein Mord. Da ist sich der Anrufer sicher. Für Carl hört sich das nach einer Menge Arbeit an. Er ist nicht interessiert und verweist den Anrufer an eine andere Stelle. Der legt auf – und erschießt sich kurze Zeit später selbst. Damit zwingt er Carl und sein Team, sich dem Fall von dem toten Mädchen doch zu widmen und gemeinsam reisen Carl, Assad und Rose nach Bornholm um zu ermitteln.


    Meinung: Von diesem Band war ich ziemlich enttäuscht. Die Handlung war von Anfang an flach und es gab keine Spannungskurve, die sich nach oben oder unten bewegt hat. Erst auf den letzten 100 Seiten ist sie angestiegen, meiner Meinung nach aber nur leicht.

    Mit den Charakteren konnte ich diesmal auch nicht viel anfangen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sich die Hauptcharaktere irgendwie weiterentwickelt haben. Zwar gab es immer wieder Ansätze davon, aber am Ende ist nichts daraus geworden. Carls Sarkasmus und chronische Unlust gingen mir diesmal auch öfter auf den Keks, als dass ich sie lustig fand. Auch die Personen, um die sich dieser Fall dreht, fand ich ziemlich stereotypisch. Die Idee der Geschichte und ihrer Player war gut, aber meiner Meinung nach miserabel ausgeführt.

    Der Schreibstil ist konstant geblieben und das Ende kann man zwar für schlüssig halten, schien mir aber der „easy way out“ zu sein, also auch eher schwach. Wer die Reihe bereits kennt, kann sich den Band sicher durchlesen. Einsteigern möchte ich aber nicht empfehlen, mit „Verheißung“ zu beginnen, da man sonst schnell die Lust an der Reihe verlieren kann.

  5. Cover des Buches The Secret History (ISBN: 9780141013053)
    Donna Tartt

    The Secret History

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Worum geht’s?

    Durch eine glückliche Verkettung von Umständen bekommt Richard Papen die Chance, das prestigereiche Hampden College in New England zu besuchen. Froh, seiner mittellosen kalifornischen Familie entfliehen zu können, findet er sich bald darauf zwischen den reichen Schülern der Eliteuniversität wieder. Richard wird Teil einer exzentrischen Gruppe von Außenseitern, die alle bei dem ebenso exzentrischen Professor Julian Morrows antikes Griechisch studieren. Henry, Francis, Bunny, Carmilla und Charles bilden in Hampden College eine Art eigenen Kosmos, ohne viel Kontakt zu den anderen Studierenden. Was als intellektuelle Studien beginnt, wird schon bald im wahrsten Sinne des Wortes tödlicher Ernst. Richard findet sich in einem Netz aus Intrigen, Mord und Geheimnissen wieder, aus dem kein Ausweg in Sicht ist.

    Meine Meinung

    Es fällt mir schwer, meine Gedanken zu “The Secret History” in Worte zu fassen, weil es so vollkommen anders ist als alles was ich je gelesen habe. Der Roman ist mit über 600 Seiten nicht gerade kurz, doch ich hätte keine davon missen wollen. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und mich am Ende aufgewühlt zurückgelassen. Atmosphärisch und dicht erzählt entfaltet sie eine Sogwirkung, die einen bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Im Rückblick erzählt der Protagonist Richard Papen, wie es dazu kommen konnte, dass sein Leben innerhalb eines Jahres vollkommen aus den Fugen gerät.

    Einer der großen Plot-Twists wird bereits im Prolog verraten und die erste Hälfte des Romans über habe ich vor allem darauf hingefiebert, zu erfahren wie die Freunde an diesen Punkt kommen konnten. Der Einstieg, nach dem Prolog, ist im Grunde sehr ruhig und unspektakulär, mit der Behaglichkeit ist es dann aber schon bald vorbei. An sich passiert eigentlich gar nicht so viel: Weite Strecken des Romans bestehen darin, dass die Freunde Unmengen an Alkohol konsumieren, Lesen, endlose Dinner haben und zu unmöglichen Zeiten schlafen. Trotzdem kommt man als Leser genauso wenig zu Ruhe wie die Figuren. Im zweiten Teil ist die unter allem liegende Anspannung so hoch und omnipräsent, dass es nicht mehr wirklich “angenehm” zu lesen war. Trotzdem ist “The Secret History” ein faszinierendes Leseerlebnis. Donna Tartt lotet Themen wie Menschlichkeit, Schuld und Gerechtigkeit aus. Was den Roman so verstörend macht, ist, dass sie mit den Sympathien des Lesers spielt und ihn im Grunde in die Verschwörung mit hineinzieht. Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, sich nach dem Lesen zu fragen, wozu er oder sie selbst fähig wäre.

    Fazit

    “The Secret History” ist sicherlich ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde. Donna Tartts Studie der menschlichen Psyche ist fesselnd, komplex und aufwühlend im besten Sinne. 
  6. Cover des Buches Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr... (ISBN: 9783404608850)
    Per J. Andersson

    Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr...

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    P. K. Mahanandia (auch Pikay Mahanandia, eigentlich Pradyumna Kumar Mahanandia) ist ein in Indien geborener „Unberührbarer“. Das bedeutet soviel, dass er keiner Kaste angehört und somit in dessen Glaubensrichtung nichts wert ist. Doch diesem Schicksal möchte er sich nicht beugen. Er überredet seine Eltern, an eine Schule gehen zu dürfen, doch sein Lehrer und seine Klassenkameraden behandeln ihn trotz des politischen Wandels als Aussätzigen. Als er alt genug war und selbst entscheiden wollte, was er mit seinem Leben anfangen möchte, versuchte er sein Glück in Indien Hauptstadt Neu Delhi. Er war ein begabter Künstler und erhielt einen Studienplatz an einer guten Hochschule. Doch auch hier wurden ihm Steine in den Weg gelegt, denn das Geld reichte manchmal nicht mal für einen Schlafplatz. Um sich wenigstens ein paar Münzen zu verdienen, begann Pikay Portraits zu malen – mitten auf der Straße und erlangte so Anerkennung und Ruhm. Zu seinen Kunden zählten sich auch bald Adlige und Politiker.

    So traf er auch die Schwedin Charlotte von Schedvin (Lotta genannt), die sich schon als Kind für Indien interessierte und als sie alt genug war eine Reise gemeinsam mit ein paar Freunden antrat. Pikay und Lotta treffen sich ein paar Mal und genießen ihre gemeinsame Zeit und so verliebten sie sich ineinander. Doch als Lotta wieder abreisen muss, ist der Schmerz groß. Sie versprechen, dass sie in Briefkontakt bleiben und Lotta im Sommer zurück nach Indien kommen wird. Doch als dieser Plan nicht aufgeht, beschließt Pikay mit einem Fahrrad bewaffnet die lange Reise von Neu Delhi bis nach Boras (Lottas Heimatstadt) in Schweden anzutreten.

    Welche Strapazen, Rückschläge und Gefühlsausbrüche ihn auf diesem Weg begleiten, kannst du in dieser Biografie über Politik, Liebe und scheinbar unüberbrückbarer Probleme erfahren.

    Tatsächlich hatte ich mir das Buch etwas anders vorgestellt. Die Kindheit und Jugend und all die Strapazen, die Pikay vor seinem Entschluss, erlebte waren sehr ausführlich und nehmen einen großen Teil der Story ein. Es ging also bis über die Hälfte des Buches überhaupt nicht um die Reise selbst und das verwirrte mich etwas. Trotzdem bin ich total begeistert von diesem Buch. Es war die erste Biografie, die ich gelesen habe und ich freue mich, dass meine Wahl auf Pikays Geschichte gefallen ist.

    Es wurden Grenzen überwunden, große Taten vollbracht und definitiv Geschichte geschrieben. Ein ganz großer Liebesbeweis. Ich muss trotzdem ein Herz abziehen, da meiner Meinung nach die Gefühle der Protagonisten nicht so richtig zum Vorschein kamen. Lotta wirkte teilweise unterkühlt und ich hatte sogar ab und zu das Gefühl, dass sie ihn nicht so sehr liebte und seine Reise nur wenig unterstützte. Das nahm mir zwischendurch ein bisschen den Glauben an diese grandiose Geschichte der wahren Liebe. Letztendlich aber ein Buch, welches ich definitiv weiter empfehlen möchte.

  7. Cover des Buches Wie die Erde um die Sonne (ISBN: 9783736305700)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Erde um die Sonne

     (338)
    Aktuelle Rezension von: Zauberhafte_Buchseiten_x3

    》 Ich wollte wissen, was es hieß, ein Teil ihrer Welt zu sein. Ein Mann zu sein, der alles fühlte. 《 


    ▪︎Meinung: "Wie die Sonne um die Erde" ist der letzte Band der Romance Elements Reihe. Dieser Band hat mir wirklich gut gefallen. Die Grundidee der Geschichte fand ich sehr spannend. Aber vorallem war sie sehr emotional. Lucy und Graham habe ich geliebt. Bei ihnen passt der Satz, Gegensätze ziehen sich an, wie die Faust aufs Auge. Ich fand es schön zu sehen wie Lucy Grahams Herz immer mehr erweichte. Allgemein ist Lucy eine wundervolle und mutige Frau. Lyric und Parker habe ich gehasst, weil sie Dinge getan haben die unverzeihlich waren. Bei Mari fühlte ich mich mal so mal so. Aber die guten Seelen dieser Geschichte waren Mary und Ollie. Ich liebe die Beiden so sehr. Das Cover fand ich wunderschön und ich habe mir vorgestellt, dass Graham so aussehen musste. Brittainy schreibt mit so viel Gefühl und Leichtigkeit. Es ist immer wieder ein Genuss ihre Geschichten zu lesen

  8. Cover des Buches Die dunkle Seite des Mondes (ISBN: 9783257233018)
    Martin Suter

    Die dunkle Seite des Mondes

     (657)
    Aktuelle Rezension von: ahojpages

    Ein reicher Wirtschaftsanwalt lernt eine junge Frau kennen und lässt sich von ihr mit auf einen Drogentrip nehmen. Diesen macht er dafür verantwortlich, dass er sich danach noch mehr wie ein Arschloch verhält, als vorher eh schon. Es folgt eine Reihe gefühlloser Taten, aus denen er einen Ausweg im Einsiedlerleben im Wald findet.
    Weil der Protagonist so unsympathisch ist und das Buch sich viel Zeit lässt, bis es zur eigentlichen Handlung kommt, zieht sich die doch eher kurze Geschichte ewig lang. Vieles ist vorhersehbar. Erst auf den letzten 90 Seiten wird es spannend, weil die Geschichte dann eher wie ein sonntäglicher Tatort anmutet.

  9. Cover des Buches Elementarteilchen (ISBN: 9783832162788)
    Michel Houellebecq

    Elementarteilchen

     (420)
    Aktuelle Rezension von: fhaubold

    "Elementarteilchen" ist m. E. der beste und vielschichtigste Roman Houellebecqs. Vor allem schafft er es in diesem Buch, seine Figuren (zumindest einige davon) mit Wärme und Empathie zu beschreiben, was ihm sonst eher fernliegt. 

    Zwar treibt er mit dem ungleichen Brüderpaar gesellschaftliche Entwicklungen auf die Spitze, aber er tut dies, ohne die Handlungsträger bloßzustellen. Wohl niemand seiner Schriftstellergeneration hat die Neurosen und den Werteverlust der westlichen Gesellschaft so treffend beschrieben wie Houellebecq es in diesem Roman tut. 

    Die von ihm unterstellte  Unmöglichkeit für die meisten Menschen, wirkliches Glück zu finden, ist zweifellos angesichts der Verheißungen der every-thing-goes- Gesellschaft sicherlich unpopulär, hat aber einen wahren Kern. Und der Science Fiction-Teil des Romans ist zweifellos überzeichnet, führt seine Thesen aber konsequent zu Ende. Ich kann den Roman jedenfalls unbedingt zur Lektüre empfehlen.








  10. Cover des Buches Das Grab im Wald (ISBN: 9783442482665)
    Harlan Coben

    Das Grab im Wald

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Thema einer alten Schuld und deren Auswirkungen auf die Gegenwart ist ja schon des Öfteren thematisiert worden. In vorliegendem Fall hat der Autor dem aber eine neue, unverbrauchte Richtung gegeben und kann deshalb mit der Geschichte punkten. Ausserdem hat er in dieses Hauptstrang einen weiteren sehr interessanten Fall eingewoben bei dem es um eine Vergewaltigung geht und den Handlung schwerpunktmäßig vor Gericht spielt. Insgesamt ein gutes, durchdachtes Konzept, deren Handlungsstränge diesmal nicht (wie sonst so oft) schlussendlich zusammen laufen.

    Die Protagonisten sind gut gezeichnet, konnten mich aber nicht vollständig überzeugen. Eine wirkliche Verbindung konnte ich zu keiner der Figuren aufbauen.

    Der Spannungsbogen war nicht durchgängig, nur ab und an kam es zu Spannungsspitzen. Überhaupt ist echte Spannung nicht das Hervorstechende Merkmal des Buches, sondern eher eine gewisse angespannte Neugier. Man will erfahren, was nun wirklich vor langer Zeit geschehen ist....!

    Gutte Unterhaltung, die leicht über dem Durchschnitt anderer Bücher dieses Genres liegt.


  11. Cover des Buches Glück und Glas (ISBN: 9783764505431)
    Lilli Beck

    Glück und Glas

     (94)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Der Klappentext dieses Buches stimmt nicht ganz, denn er suggeriert, dass sich Marion und Hannelore fünfzig Jahre lang nicht sehen, um dann an ihrem 70. Geburtstag ein Wiedersehen zu feiern. In Wahrheit haben sich ihre Wege jedoch in den vergangenen Jahren mehr als nur einmal gekreuzt. Doch es stimmt, sie sind wohl einfach zu verschieden, um sich auf Dauer aneinander binden zu können. Eigentlich sah es doch erst so gut aus für Hannelore, die Marion in puncto Aussehen nie das Wasser reichen konnte, dafür aber mit ihrer Intelligenz und ihrer Strebsamkeit eine steile Karriere als Anwältin in Aussicht zu haben schien. Doch dann kam Robert. Marion hingegen konnte weder mit einer guten und glücklichen Familie noch mit guten Noten punkten. Aber sie wollte auch nie studieren, sie wollte Mode schneidern oder am besten gleich Modedesignerin werden. Sie wollte endlich genug Geld zum Leben haben. Und dann kam Joe. So kommt es dann auch, dass die beiden jungen Frauen getrennte Wege beschreiben. Zu unterschiedlich waren die jeweiligen Wünsche an das Leben. Doch immer wieder kreuzen sich ihre Pfade, bevor es schließlich zum großen Zerwürfnis kommt …

    Hört sich spannend an, doch mit diesem für mich dritten Buch aus ihrer Feder, konnte mich Lilli diesmal nicht ganz überzeugen. Sie präsentiert ihren Lesern eine wunderbare Zeitschiene, die einen Zeitraum von siebzig Jahren abdeckt und mit vielen Ereignissen und Gepflogenheiten der jeweiligen Zeit gespickt ist. Beim Lesen kam fehlte mir aber ein wenig Pepp. Fast las es sich manchmal wie eine Aneinanderreihung anstatt einer runden Geschichte. Dennoch war es flüssig zu lesen und oft musste ich ein wenig schmunzeln, wenn ich die Autorin in der Rolle von Marion sah. Sie gibt ja auch an, dass der Roman durchaus auch autobiografische Teile beinhaltet. Das hat mir gut gefallen. Ich werde Lilli Beck auf jeden Fall treu bleiben. 

  12. Cover des Buches Ich bin Tess (ISBN: 9783839001585)
    Lottie Moggach

    Ich bin Tess

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Fina

    Gestaltung:

    Ich habe das Buch, als es rauskam, auf der Verlagsseite gesehen und es hat mich irgendwie angesprochen. Ich kann nicht genau sagen, wieso, aber die ungewöhnlichen Farben, der ausdrucksstarke Titel und die Kreuze auf den Gesichtern der Frauen haben mich sehr neugierig auf das Buch werden lassen. Ich mag es sehr, dass es sich um ein Hardcover handelt und der Schutzumschlag ist ebenso wie das Buch sehr hochwertig. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für das pinke Lesebändchen!


    Darum geht's:

    Leila ist ein ziemlich einsames Mädchen, das nach dem Tod seiner Mutter die meiste Zeit in einer schäbigen, kleinen Wohnung vor dem PC hängt. Als sie auf die Webseite RedPill trifft, auf der sich Menschen über verschiedenste philosophische Themen austauschen, hat sie virtuell eine neue Familie gefunden und gerät regelrecht in einen Sog, den ganzen Tag dort zu verbringen. Bis der Admin der Seite auf sie zukommt und sie um einen sehr ungewöhnlichen Gefallen bittet. Sie soll für eine Frau, die sich umbringen möchte, die Identität übernehmen. Kann das gut gehen?


    Idee/Umsetzung:

    Ich finde die Idee des Buches sehr spannend und habe noch nie etwas ähnliches gelesen. Über das Thema der Sterbehilfe kommt Leila in diesen Strudel aus verzwickten Ereignissen und beginnt schließlich alles über Tess herauszufinden, um ihre Identität glaubhaft übernehmen zu können - um Freunde auf Facebook zu updaten, mit den Eltern Kontakt zu halten und E-Mails auszutauschen.

    Es gibt einen Erzählstrang in der Vergangenheit, in dem wir erfahren, wie Leila auf RedPill gekommen ist, wie sie Tess kennenlernte und begann, sie zu sein. Außerdem begibt sich Leila in der Gegenwart auf eine Reise nach Spanien, in der sie Tess sucht. Wieso, weshalb, warum führe ich jetzt nicht weiter aus.

    Mir haben die Zeitstränge gut gefallen, weil es abwechslungsreich war und der Vergangenheit auch deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

    Insgesamt habe ich das Buch vor allem bis zur Mitte als sehr spannend empfunden. Eine ominöse Webseite und diese seltsame Aufgabe mit Tess waren tolle Aspekte, die viele Fragen aufwarfen, die ich unbedingt beantwortet haben wollte. Nach dem meiner Meinung nach gelungenen Plot Twist hat die Geschichte ein wenig an Fahrt verloren, und plätschert eher zu Ende. Das war etwas schade, aber davor war es eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle.

    Die Figuren fand ich ebenfalls sehr interessant.

    Leila ist ein spezieller Charakter, mit dem ich mich nicht unbedingt identifizieren konnte, aber mit der ich viel Mitleid hatte und ihre Taten in Anbetracht ihrer Lage doch immer ein Stück weit nachvollziehen konnte. Ich glaube, das sie nicht vollkommen psychisch gesund war und man deshalb auch nicht erwarten konnte, dass sie immer richtig handelt. Über Tess lernt man eine Menge, aber immer durch die Augen von Leila, was auch mal eine gelungene Abwechslung war. Viele weitere Charaktere gibt es gar nicht, die man genauer kennenlernt, ein wenig Leilas Mitbewohner, Adrian, Connor und Tess' Mutter, aber diese andere Art der Figurenvorstellung und die Begrenzung auf wenige Figuren passen sehr gut zu dieser Geschichte. 

    Das letzte Drittel des Buches zog sich dann etwas, da die Geschichte irgendwie zu Ende gehen musste. Ich habe diesen Abschnitt als langatmig und holprig empfunden, kann aber nachvollziehen, was die Autorin vor hatte. Generell wäre vielleicht ein schnelleres Ende nach dem Plot Twist besser gewesen, aber wenn man die Idee des Buches mag, verzeiht man der Autorin diesen Abschnitt allemal und der Gedanke, wie es mit Tess enden soll, war meiner Meinung nach auch sehr tröstlich.


    Fazit:

    Lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, weil viele Leute das Buch nicht mögen. Ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe, weil mir die Idee und der Ablauf der Geschichte sehr gut gefällt. Besonders der Anfang ist sehr spannend und der Plot Twist super gelungen. Am Ende zieht es sich etwas, aber ich habe Leila und Tess beide mit ihrer sehr verqueren, nicht unbedingt gesunden Denk- und Lebensweise ins Herz geschlossen. Wenn ein Buch Spuren hinterlässt, ist es auch wert, gelesen zu werden...

  13. Cover des Buches Die Kinder von Eden (ISBN: 9783404174973)
    Ken Follett

    Die Kinder von Eden

     (429)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    In einem kleinen Tal in Kalifornien hat sich seit den 60er Jahren eine Sekte niedergelassen, die Wein anbaut und ihr Leben selbst organisiert. Nun soll aber das Tal einem Stausee weichen, was der Anführer der "Kinder von Eden", genannt "Priest", nicht zulassen kann. Er fasst einen wahnwitzigen Plan: er möchte ein Erdbeben auslösen und so die Regierung erpressen. Beim FBI nimmt zunächst keiner diese Drohung ernst. Als die Agentin Judy Maddox jedoch herausfindet, dass ein menschengemachtes Erdbeben durchaus möglich ist, beginnt eine gefährliche Jagd nach den Terroristen...

    Ken Follett wartet einfach immer wieder mit richtig guten Ideen zu Büchern auf. Wer kommt bitte darauf, sich eine Terroristengruppe auszudenken, die damit droht, ein Erdbeben auszulösen? Ich fand die Geschichte sehr abgedreht und cool. Außerdem setzt sich Follett auch damit auseinander, was passiert, wenn der Mensch über die Natur gebieten darf.

    Zwischendurch hat sich das Buch etwas gezogen und hatte einige Längen, gegen Ende wurde es aber immer besser und ich hab es mal wieder nicht aus der Hand legen können. Man merkt dem Buch natürlich an, dass es vor über 20 Jahren geschrieben wurde (auch was die Rollen von Männern und Frauen angeht - da musste ich schon öfter mal die Augen verdrehen und hab mich auch das ein oder andere mal geärgert), trotzdem war das Buch sehr spannend und behandelt eine außergewöhnliche Thematik.

    Ken Follett hat mich also wieder einmal überrascht und überzeugt. Ich vergebe 4 / 5 ⭐.

  14. Cover des Buches Schloss aus Glas (Filmausgabe) (ISBN: 9783453359680)
    Jeannette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

     (525)
    Aktuelle Rezension von: HeLo23

    Ich wurde per Zufall auf dieses Buch aufmerksam weil mich das Cover angesprochen hat. Zuvor hatte ich weder vom Buch noch vom Film gehört und ich war neugierig darauf die Lebensgeschichte von Jeannette Walls kennenzulernen.

    Was soll ich sagen? Bereits nach den ersten Sätzen war ich gefesselt, es liest sich super, mehr wie ein Roman als eine Autobiografie. Es ist tragisch und trotzdem schön geschrieben. Obwohl man so viele Gründe haben könnte gewisse Personen zu verabscheuen schafft man es nicht, weil man trotz der wirklich schrecklichen Vorfälle immer wieder auch liebevolle Züge sieht. Der Autorin ist es gelungen ihre Geschichte authentisch zu erzählen, die Wahrheit zu sagen und trotzdem nicht nur die negativen Seiten, von denen es jede Menge gab, zu erwähnen. Bestimmt hätte sie sich in den negativen Aspekten verlieren können, aufgrund ihres durchwegs offenen, freundlichen und positiven Charakters, schreibt sie aber auch viele schöne Erlebnisse und Erinnerungen nieder. Es ist erstaunlich und bewundernswert wie Jeannette Walls ihrer Vergangenheit entflohen ist und sich ein eigenes Leben aufgebaut hat. Eine wirklich starke und inspirierende Persönlichkeit.


    Absolute Leseempfehlung

  15. Cover des Buches Elchscheiße (ISBN: 9783423215084)
    Lars Simon

    Elchscheiße

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Torsten hatte schon lange den Eindruck, dass ihm in seinem Leben etwas fehlt. Als er überraschend erfährt, dass er von einer vergessenen Großtante einen Bauernhof in Schweden geerbt hat, ist er sich sicher, dass das die lang erhoffte Wendung ist. Er schlägt die Warnungen seines Vaters in den Wind, wirft seinen Job hin, lässt seine Freundin laufen und macht sich in einem altersschwachen VW-Bus in Begleitung eines bekifften Langzeit-Studenten auf den Weg ins Land seiner Träume – das schnell zu einem skurrilen Albtraum wird.

    So gar nicht meine Geschichte! Bereits der Schreibstil der ersten Seiten sagte mir nicht zu. Als dann schließlich der stereotype, wirklich von keinem Klischee verschont gebliebene, Student mit Sprachfehler dazu kam, wurde es endgültig zu einer Quälerei. Witzig war die Geschichte für mich gar nicht. Auch hier reiht sich Klischee an Klischee, jedes Motiv der niederen Comedy wurde herausgezerrt und hier mehr oder weniger gekonnt eingebaut. Gerne unter der Gürtellinie, gerne zum Fremdschämen – wer das unterhaltsam findet, ist hier genau richtig. Ich war nur dankbar, als ich das Buch zuschlagen konnte.

    Eine schöne Grundidee wird leider sofort von aufgewärmten Kamellen erstickt, denen ich noch nie etwas abgewinnen konnte. Dazu ein Schreibstil, der mir unsympathisch war und Charaktere, die mir bestenfalls gleichgültig blieben. 

    Nicht mein Buch!

  16. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783492250146)
    Tony Parsons

    Als wir unsterblich waren

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Linda-Odd
    Dieses Buch war für mich eine echte Enttäuschung. Der Klappentext hat mich darauf schließen lassen, dass das Buch die Liebe zur Musik und das Gefühl in den 70er dazu beschreibt. Die Todesnacht von Elvis wurde halt als Zeitpunkt gewählt, da er 1977 gestorben ist - dachte ich mir zumindest... Da mein Lieblingsfilm "Almost Famous" ist, habe ich mich gefreut etwas zu dem Thema in Buchform zu besitzen. Die Freude wurde schnell getrübt. Hauptsächlich geht es um 3 befreundete Jungs, die Jobs bezüglich Musik haben. Kurz: das war's eigentlich auch schon. Es gibt natürlich noch Mädchen, Liebe und Ärger und einen Haufen Enttäuschung für den Leser... Deswegen auch nur einen Stern.
  17. Cover des Buches Forrest Gump (ISBN: 0743453255)
    Winston Groom

    Forrest Gump

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Rain698
    Forrest Gump war für mich ein Muss. Der Film ist grandios und da ist es natürlich Pflicht das dazugehörige Buch zu lesen.Und ich wurde nicht enttäuscht.
    Forrest Gump war, finde ich, ein Buch, das nicht unbedingt einfach zu lesen ist. Durch die falsche Grammatik und den verschobenen Satzbau (und noch dazu durch Forrests Art die Dinge zu verstehen) ist es oft nicht leicht zu verstehen was er uns erzählen möchte. Die Geschichte an sich ist für mich super. Eine wirklich schöne Geschichte und noch besser erzählt.Forrest ist ein sehr besonderer Junge. Sein Leben verläuft dagegen sehr erfolgreich, auch wenn er oft nicht weiß wieso. Er gelangt an die verschiedensten Orte der Welt und lernt die verrücktesten Leute kennen. Jedoch ist das einzige was er immer wollte und wollen wird bei Jenny zu sein. Jenny ist Forrests Schulfreundin und trotz Höhen und Tiefen sind sie immer füreinander da und verlieren sich doch nie ganz aus den Augen.
  18. Cover des Buches Kings of Cool (ISBN: 9783518464885)
    Don Winslow

    Kings of Cool

     (119)
    Aktuelle Rezension von: NickiBorell

    Das ist echt mal etwas anderes. Die Story an sich nicht mal, aber der Schreibstil. Eine Kombination aus Belletristik und harter Sprache.

  19. Cover des Buches Drop City (ISBN: 9783423146760)
    T. C. Boyle

    Drop City

     (218)
    Aktuelle Rezension von: literat
    In dem Buch geht es um eine Hippie-Kommune, Ende der 60'er, die in Kalifornien ihren Traum von freier Liebe, Toleranz und Friedfertigkeit mit einem gewaltigen Drogenkonsum, lebt. Ihr charismatische Anführer Norm, dem die Ranch gehört auf der sie leben, bekommt aber Probleme mit den Behörden und die Kommune zieht kurzerhand mit einem Traum von naturverbundenem Leben in Alaska, genau dorthin. Sein Onkel besitzt dort nämlich Land und eine Hütte. Drop City zieht mit Sack und Pack und Ziegen in einem Schulbus und 3 Autos nach Alaska um. Parallel wird die Geschichte von Sess und Pamela erzählt, die genau hier bereits leben. Sess hat Pamela per Kontaktanzeige kennengelernt, sie hat inseriert, weil sie aus der Stadt raus wollte und ein naturverbundenes, einsames Leben in der Wildnid führen wollt. Und Bund zieht die Hippiekommune direkt in ihre Nachbarschaft. Ich hatte echt Angst weiterzulesen, weil ich davon ausging, dass das auch der Todesstoß für Sess und Pamela als Paar sei. Aber nein, sie führen ein größtenteils friedliches, ja sogar freundschaftliches Miteienander. Ich mag ja die Sprache des Autors, erinnert mich an Irving, wobei ich aber das Absurde in Irvings Geschichten nicht mag. Es dauert aber etwas bis man in der Geschichte drin ist, über einige langatmige Naturbeschreibungen muss man sich durchlesen und dran bleiben. Aber ich fand die Darstellung der Hippies sehr gut. Sie Predigten die Toleranz und Menschenliebe bis zum Exzess, wenns aber mal hart wird, dann ist sich plötzlich doch wieder jeder sich selbst der Nächste. Und dass es in solchen Zusammanschlüssen auch immer schwarze Schafe gibt, die vorgeben die Weltanschauung zu teilen und aber die Kommune nur ausnutzen, bzw. für ihren Vorteil nutzen, ist auch nachvollziehbar. Für mich später geborene ist es auch kaum nachvollziehbar, dass man sich als junger Mensch so sehr auflehnt, oder auflehnen muss gegen das Establishment und die Eltern-Generation. Da sind wir uns heute ähnlicher. Das Buch ist super, um diese Lebensgefühl der damaligen Hippies nachzuvollziehen, absolut lesenswert!
  20. Cover des Buches The Girls (ISBN: 9781784740450)
    Emma Cline

    The Girls

     (49)
    Aktuelle Rezension von: anena

    Dieses Buch erzählt die Geschichte von zwei Mädchen in Kalifornien, Suzanne und Evie, der Erzählerin. Sie treffen sich zufällig Anfang der 70er Jahre und Evie verfällt der Anziehungskraft von Suzanne, die auf einer Ranch in einer Hippie-Kommune lebt. Die Atmosphäre der Geschichte, die vor dem Hintergrund der Manson-Bluttaten spielt, ist dicht und fesselnd, die Sprache der Autorin zauberhaft. Erschreckend, wie junge Menschen in den Sog von Brutalität hineingezogen werden können - und dies ist nur ein Aspekt des großartigen Romans.

  21. Cover des Buches Die Brooklyn-Revue (ISBN: 9783499257926)
    Paul Auster

    Die Brooklyn-Revue

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    „Ich suchte nach einem ruhigen Ort zum Sterben. Jemand empfahl mir Brooklyn“… Es ist Nathan Glass, dem diese Gedanken durch den Kopf gehen. Er ist geschieden, lebt im Vorruhestand und hat (zumindest vorläufig) einen Lungenkrebs überstanden. Vor 59 Jahren wurde er in Brooklyn/New York geboren, dort soll nun auch der Kreislauf seines Lebens enden – so sein Plan. Doch es sollte anders kommen. Nathan trifft zufällig seinen Neffen Tom Wood, der in einer antiquarischen Buchhandlung arbeitet, lernt dessen Chef Harry Brightman kennen und nimmt Lucy, die neunjährige Nichte Toms, bei sich auf. Das Sterben muss vorläufig warten, da die Herren einen großen Coup vorhaben. Außerdem beabsichtigt Nathan noch „Das Buch menschlicher Torheiten“ zu schreiben, in dem er plant, jede Blamage, jede Peinlichkeit, jede Dummheit, jedes Unvermögen und jede Albernheit, die er im Laufe seines Lebens als Mann begangen hat, festzuhalten. Dafür sammelt er bereits eifrig Material, das auch entsprechende Anekdoten von Freunden und Bekannten mit einschließt. Doch zuerst müssen noch einige familiäre Probleme gelöst werden … 

    Paul Auster ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, dessen zahlreiche Werke in über vierzig Sprachen übersetzt worden sind. Er wurde 1947 in Newark (New Jersey) geboren. Nach seinem Studium der Literaturwissenschaft und der Anglistik verbrachte er zunächst einige Jahre in Frankreich und lehrte dann an der Columbia University. Sein großer Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 1987 mit seiner „New-York-Trilogie“.  Aus seiner ersten Ehe mit der Schriftstellerin und Übersetzerin Lydia Davis hat Auster einen Sohn. In zweiter Ehe ist er seit 1982 mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt verheiratet, mit der er eine Tochter hat. Außer seiner Tätigkeit als Schriftsteller ist Paul Auster auch als Regisseur, Kritiker, Übersetzer und Herausgeber tätig. Er lebt mit seiner Familie in Brooklyn. 

    Bereits die ersten Sätze beeindrucken, machen neugierig auf das Buch, überraschen und lassen uns schmunzeln. Brooklyn soll ein ruhiger Ort sein, ein Ort um in Ruhe zu sterben? Wie so oft bei Paul Auster kommt es auch in „Die Brooklyn-Revue“ ganz anders. Unserem Helden Nathan Glass kommt einiges dazwischen beim Plan zu sterben, der Zufall hat seine Hand im Spiel, unvorhergesehene Ereignisse treten ein und sein Leben nimmt eine ungeahnte Wendung. Nur wenige Personen sind Akteure in diesen mit Humor gespickten Anekdoten einer Familie, die der Autor als Erinnerungen des Protagonisten geschickt in die laufende Handlung einfließen lässt. Es sind Geschichten aus dem Leben, mal heiter, mal traurig, über Freud und Leid, über Hoffnung und geplatzte Träume, über Leben und Tod. 

    Die Ereignisse sind so lebendig geschrieben, als wäre man dabei. Die Personen, besonders natürlich Nathan, wirken sehr real und lebensnah, als würde es sich um Nachbarn handeln und in den Orten der Handlung, besonders in Brooklyn, findet man sich sehr schnell zurecht. Das Buch endet ähnlich überraschend, wie es begonnen hat – am 11. September 2001 um 8.oo Uhr, sechsundvierzig Minuten bevor das erste Flugzeug in den Nordturm des World Trade Center rast. 

    Fazit: Ein herrliches Buch über die Unwägbarkeiten im Leben, über Veränderungen und Neuerungen, über Hoffnungen und Wünsche – sehr empfehlenswert! 

  22. Cover des Buches Make love und spiel Football (ISBN: 9783499269332)
    Poppy J. Anderson

    Make love und spiel Football

     (230)
    Aktuelle Rezension von: AmaraSummer

    Meine Meinung

    „Make love und spiel Football“ stammt aus der Feder von Poppy J. Anderson und ist der dritte Band der „New York Titans“ Reihe. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Brian und Teddy. Brian ist der Quarterback der New York Titans. Abseits des Spielfeldes führt er das Leben eines Junggesellen, der absolut nichts anbrennen lässt. Brain liebt es wilde Partys zu feiern und ist für seine zahlreichen Frauengeschichten berühmt. Teddy ist die Tochter des Besitzers der New York Titans. Obwohl sie in den letzten Jahren nur selten Berührungspunkte mit Football hatte, hat sie eine enge Verbindung zu diesem Sport. Während ihrer Kindheit hat sie nämlich mehr Zeit mit den Spielern der New York Titans verbracht als mit ihren Klassenkameraden. Teddy weiß das sie irgendwann in die Fußstapfen ihres Vaters treten soll, doch als ihr Vater unerwartet stirbt, tritt dieser Fall schneller ein als ihr lieb ist.

    Auf Brains Geschichte habe ich mich ganz besonders gefreut, denn in den beiden Vorgängerbänden bekommt der Leser bereits ein sehr interessantes Bild von ihm geboten und mit jedem weiteren Moment wurde ich neugieriger. Brain könnte man wohl als den typischen Footballspieler bezeichne. Auf dem Spielfeld ist er der gefeierte Starspieler, dem die Fans zu Füßen liegen und Abseits führt er ein Leben in Saus und Braus. Das Spiel bedeutet ihm alles und wehe irgendeiner kommt auf die Idee seinem Team zu schaden. Da ist es kein Wunder, dass Brain und Teddy bei ihrem ersten Aufeinandertreffen ordentlich aneinandergeraten. Die Tatsache, dass Teddy die neue Teambesitzerin werden soll, ist für Brain unvorstellbar und so lässt er nichts unversucht, um seiner neuen Chefin Steine in den Weg zu legen. Von Brain konnte ich irgendwann gar nicht mehr genug kriegen und so war ich nach dem letzten Kapitel ein bisschen traurig, denn für mich hätte Brains Geschichte noch ewig weiter gehen können.

    Teddy konnte mich von der ersten Seite an faszinieren, denn sie ist definitiv nicht die typische Teambesitzerin. Mit Flip-Flops, zerrissenen Jeans, Bob Marley Shirt und Piercings gibt Teddy das farbenrohe Bild eines Hippies ab, dass bei den Spielern der New York Titans im ersten Moment für eine Menge Verwirrung sorgt. Dabei ist Teddy alles andere als dumm und weil Aufgeben für sie ein Fremdwort und setzt sie alles daran, die Jungs davon zu überzeugen, dass sie absolut fähig ist das Team zu führen. Für diese unerschütterliche Stärke habe ich Teddy sehr bewundert, denn zu Beginn des Buches steht nur der Coach hinter ihr und Teddy muss erst eine beachtliche Menge an Hürden überwinden, bevor sie von den Spielern akzeptiert wird. Ihre Leidenschaft für Football und ihre unkonventionelle Herangehensweise haben sie mir auf Anhieb sympathisch gemacht und es gab etliche Momente in den ich vor lauter Lachen Tränen in den Augen hatte. Teddy ist definitiv eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack.

    Ich bin ein großer Fan von „Sports Romance“ Büchern und je umfangreicher der Sport Faktor ist, desto mehr gefallen mir die Geschichten meistens. Bei der „New York Titans“ Reihe spielt Football zwar keine sehr große Rolle fließt aber immer wieder mit in die Handlung ein, sodass eine für mich stimmige Atmosphäre entstanden ist. Der Sport wird verständlich erklärt und dass nicht unnötig mit Fremdwörtern um sich geworfen wird hat mir gut gefallen.

    Die Beziehung zwischen Teddy und Brain entwickelt sich wie eine rasante Achterbahnfahrt und konnte mich wundervoll unterhalten. In regelmäßigen Abständen kriegen die beiden sich auf eine herrlich komische Art und Weise in die Haare, dass ich gegen die immer wieder kehrenden Lachanfälle völlig machtlos war. Am Ende war ich regelrecht süchtig nach diesem besonderen Humor.

    Das Buch wird abwechseln aus der Sicht von Brain und Teddy erzählt. Der flüssige Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Wortwahl ist typisch Poppy voller Witz und Charme. Zusammen haben diese drei Komponenten eine wundervolle Atmosphäre geschaffen, die mich von Beginn an in ihren Bann ziehen konnte und mir ein grandioses Leseerlebnis geschenkt hat.

     

    Fazit

    Poppy J. Anderson ist mit dem dritten Band der „New York Titans“ Reihe eine wundervolle Fortsetzung gelungen, die ich keine Sekunde aus der Hand legen konnte und die mich mal wieder neugierig auf den nächsten Band gemacht hat. Wer gerne „Sports Romance“ Bücher liest, die mit einer humorvollen Liebesgeschichte punkten, dem empfehle ich diese Reihe.

  23. Cover des Buches On the Wild Side (ISBN: 9783434505655)
    Martin Büsser

    On the Wild Side

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein vollständiger Einblick in die Entwicklung alternativer Rockmusik, auch Musikinteressierte finden noch viele interessante Neuigkeiten. Das Genze beginnt 1966 mit den Beatles, die das erste Album im modernen Sinne geschrieben haben, bis etwa 2002/03, als Buch erschienen ist. Martin Büsser lebt leider nicht mehr, RIP.
  24. Cover des Buches Der Electric Kool-Aid Acid Test (ISBN: 9783453406216)
    Tom Wolfe

    Der Electric Kool-Aid Acid Test

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ovidia
    Es war lang, es war verworren, es war überladen und es war vor allem großartig! Die Geschichte über Ken Kesey und seine völlig durchgedrehte und vollgedröhnte Kommune, eine wilde Gruppe, die sich selbst The Merry Pranksters nannte. Kesey dürfte einigen als Autor des Romans „Einer flog übers Kuckucksnest“ bekannt sein. Die Damen und Herren der Kommune experimentierten fröhlich mit dem noch nicht verbotenen LSD, natürlich nur um ihr Bewusstsein zu erweitern. Dabei tragen sie verdammt bunte Klamotten, bemalen sich, einen alten Schulbus und so ziemlich alles mit bunter Farbe und fahren dann von San Francisco nach New York. Dabei halten sie sogenannte Acid Tests ab, bei denen jeder mal LSD probieren darf. Zum Verhängnis wird der Gruppe ihre Vorliebe für Marihuana, so dass ein Teil der Pranksters sich zeitweilig nach Mexiko begibt. Mit dabei: Neal Cassady – der stets bei seinem Nachnamen genannt wird, natürlich nur, um mich zu verwirren! Daneben tauchen allerlei wirre Figuren auf, Männer und Frauen, Einsiedler und Hell’s Angels, eine Dame mit Vorliebe für einen gepflegten Gang Bang, eine britische Popgruppe, die wenig später auch mal mit einem lustigen Bus fahren will, ein Kind Namens Sunshine, verwirrte Unitarier, bestechliche Mexikaner, eine unbeschreibliche Ansammlung an Parasiten und viele andere, die mir im Moment entfallen sind. Der Schreibstil von Wolfe ist unglaublich, auch wenn es sich um eine Reportage handelt, basierend auf eigenem Erleben, späteren Interviews, Tonbändern, Filmaufnahmen, Briefen, Tagebüchern und Erlebnisberichten, findet man eine Vielzahl an Tropen, Figuren, Versen, die einen ganz taumelig werden lassen. Dabei wirkt das Buch nie aufgesetzt oder gekünstelt, sondern schafft es einfach, auch über 558 Seiten wahnsinnig lebendig zu wirken. Volle Punktzahl für Tom Wolfe und seine völlig durchgeknallten Hippies!

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