Bücher mit dem Tag "hippies"
45 Bücher
- Ken Follett
Kinder der Freiheit
(488)Aktuelle Rezension von: Yvihh85Ken Follett schafft es auch in diesem Teil der Jahrhunder Saga mich zu faszinierend und mit zu nehmen auf eine Reise durch Geschehnisse der Geschichte.
Auch wenn man denk kalter Krieg, Mauer und Vietnam, sind gut aufbereitet worden durch Dokus/Geschichtsunterricht in der Schule ich wurde eines besseren Belehrt.
Bis zur letzten Seite konnte ich das Buch nicht weglegen und war überrascht welcher Charakter noch sein Glück findet und wem das Schicksal noch eins ausrichten.
Einfach ein unfassbar gutes Buch
- T. C. Boyle
Grün ist die Hoffnung
(271)Aktuelle Rezension von: theoT.C. Boyles „Grün ist die Hoffnung“ ist eine urkomische, zynische Satire, die den amerikanischen Traum durch die Brille gescheiterter Hippie-Idealisten betrachtet. Boyle demontiert mit bissigem Humor die Illusion vom schnellen Reichtum und entlarvt die menschliche Gier. Ein Lesevergnügen für Liebhaber schwarzen Humors, das jedoch einen gewissen Zynismus voraussetzt.
Jedenfalls ist es einer der wenigen Romane, die sich mit dem Grasanbau beschäftigt - ein Thema, das in Deutschland ja nun eine gewisse Aktualität gewonnen hat (klar,, auch Drop City von Boyle hat Bezüge zu Mariahuana). Ansonsten kenne ich keine Bücher dazu, bin aber neulich über folgende Webseite gestolpert, die einen Text umfasst (in Teilen), der sich ebenfalls diesem Thema widmet: eine Gruppe Abiturienten gründet eine Band und zieht auf's Land um zu proben und Gras anzubauen: casvaine.art. Nett ist, dass die Titel der Band als mp3 verfübar sind.
Der Boyle ist insgesamt auch eher ein Thriller und sehr amerikanisch. Aber das Lesen hat Spass gemacht.
- T. C. Boyle
Das Licht
(112)Aktuelle Rezension von: berlinerkatzeWer hier nach einem spannenden Plot sucht, sucht vergeblich. Die Geschichte ist recht vorhersehbar und beschränkt sich inhaltlich auf klassische Themen der 60er Hippie-Bewegung: Sex und LSD. Dafür sind diese ausführlich und gut beschrieben, sodass ich das Buch flüssig lesen konnte und es an Personen weiterempfehlen würde, die sich für diese Themen interessieren
- Emma Cline
The Girls
(293)Aktuelle Rezension von: BillDoor"Dass ich aufsah, lag an dem Gelächter, dass ich weiter hinsah, an den Mädchen."
Mit „The Girls“ hat Emma Cline einen eindrucksvollen Roman über die aufgeladene Stimmung im Hollywood der späten 60er Jahre rund um die Verbrechen der Manson-Family verfasst (auch wenn Cline in ihrem Roman kleine Details wie Namen oder Umstände des Verbrechens variiert).
Nach Abschluss des Romans bin ich etwas hin- und hergerissen.
Einerseits schreibt Cline unbestritten in einem wunderbaren Stil, die deutsche Übersetzung von Nikolaus Stingl ist ebenfalls sehr gelungen. Die unheilvolle Stimmung, die in der trägen Hitze des Sommers 1969 flirrt, ist beim Lesen geradezu physisch nachzuvollziehen.
Auch die gewählte Perspektive von Evie Boyd, einer Teenagerin und Kult-Sympathisantin, eher Bystander und Mitläuferin als überzeugte Täterin ist interessant gewählt.
Die Beleuchtung der Umstände, die dazu führen, dass Evie in die Dunstkreise des Kults auf „der Ranch“ gelangt, macht „The Girls“ weniger zu einem Thriller (wie es etwa bei der naheliegenden Aufarbeitung der Thematik aus Sicht eines Cops oder Kultmitglieds der Fall wäre) sondern eher zu einem authentisch wirkenden, modern-historischen Coming-Of-Age Roman.
Auf der anderen Seite scheint es teilweise, als hätte Cline die eigentliche Handlung des Romans zugunsten der dichten Atmosphäre und den zahlreichen, geschickt eingewebten Reminiszenzen an das zeitliche Setting vernachlässigt.
Die Beschreibung von Evies Gedanken, Gefühlen und Sehnsüchten, ihres sozialen Umfelds und ihrer Fixierung auf Suzanne – eines der „Ranch Girls“ – nimmt viel Platz ein. Dadurch gewinnen sowohl Evie als Protagonistin sowie auch die zeithistorische Verortung der Geschichte an Tiefe.
Der Kult rund um Anführer Russel und „seine Mädchen“ bleibt dagegen blass. Ihre Idelogie wird lose in abgedrifteten Hippie-Phrasen und Drogenexzessen verankert; die Radikalisierung bis hin zu den grausamen Morden ist eher ein vorausgesetztes Faktum als ein nachvollziehbarer Prozess.
Es scheint, als würde sich Cline hier viel zu stark auf das Vorwissen ihrer Leser*innen um die reale Vorlage zum Roman zu verlassen anstatt diese Aspekte der Geschichte selbst auszuformulieren.
Das führt stellenweise leider dazu, dass die Geschichte nah an einer Romantisierung des Geschehens vorbeischrammt. So zum Beispiel, wenn das Handeln der "Mädchen" als weibliche Wut und Gegenwehr zum Patriachat interpretiert wird.
Trotz der Schönheit der Sprache hätte „The Girls“ zudem ein rigoroseres Lektorat vertragen. Gerade im Mittelteil wirken viele Kapitel aufgebauscht und zu lang für den eigentlichen Inhalt, den sie vermitteln. Leichte Kürzungen hätten hier sicherlich zu einer besseren Dynamik beigetragen.
Alles in allem ist „The Girls“ ein durchaus lesenswertes und wunderschön geschriebenes Buch. Als Leser*in sollte man allerdings Vorwissen zur Geschichte der Manson-Family und (noch viel wichtiger) ein wenig Geduld mitbringen.
- Ken Follett
Die Kinder von Eden
(446)Aktuelle Rezension von: MelLilaDie Idylle einer Kommune ist bedroht. Die Regierung will einen Staudamm bauen lassen und somit ihr friedliches Tal überschwemmen, in dem sie leben und auf dessen Bergen sie erfolgreich Wein anbauen.
Grundsätzlich kann ich die krassen Gegensätze nachvollziehen, die hier geschildert werden. Die Idylle des abgeschiedenen Lebens in einer kleinen Gemeinschaft Gleichgesinnter und die "böse Regierung", die dieses Idyll und damit zusammenhängend auch die Lebensweise der Kommune zerstören will.
Klingt erstmal wie Böse gegen Gut und die Kommunarden wehren sich.
Wenn man dann allerdings mal hinter die Kulissen guckt - nicht "offiziell" arbeiten, von daher auch keine Meldeadresse und keine Steuern zahlen, das funktioniert halt so auch nicht... Und in der Kommune verstecken sich auch Straftäter, und einige ihrer Taten waren keine Kleinigkeiten... Also selbst, wenn man sich als Leser auf die Seite der Friedliebenden gezogen fühlt, die haben eben auch (fast alle) Dreck am Stecken, auch wenn das lange her ist und sie zum aktuell erzählten Zeitpunkt niemandem was tun.
Der Anführer der Kommune, Priest, lässt dann auch nichts unversucht, um seine Gemeinschaft zu retten, geht hierbei aber viel zu weit und gibt der Regierung die komplette Schuld für sein Handeln und die Konsequenzen daraus.
Spannende Charaktere und Verstrickungen. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Was ich sehr naiv, von den Kommunarden, fand, war der Pachtvertrag, der immer nur für 1 Jahr verlängert wurde, das zwar 25 Jahre lang und die Kündigungsfrist von ein paar Wochen fand ich auch heftig kurz, aber andererseits kann ich mir auch nicht auf einem jährlich zu pachtendem Grundstück eine Existenz aufbauen und hoffen, dass das immer so gut gehen wird...
Interessant fand ich, dass später von mehreren Kommunen, also an anderen Standorten, kurz berichtet wurde. Ob es sowas wirklich heutzutage noch gibt und ob das wirklich die ersehnte Abgrenzung der zu eng gestrickten Gesellschaft mit sich bringt? Hätte ich gerne mehr drüber erfahren.
Interessant fand ich auch die Betonungen durch Kursiv-Schreiben, das hat den Text aufgelockert. Die Schlinge zieht sich immer enger um Priest und das steigert auch den Spannungsbogen. - T. C. Boyle
Drop City
(225)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchHippies in Alaska, ein paradoxer Gedanke. Es gelang T.C. Boyle stets gut einem diese zwei verschiedenen Lebensstile näher zu bringen und Verständnis für beide alternativen Lebensarten zu erzeugen. Über die Hälfte des Buches wird in 2 Handlungssträngen (immer im Wechsel) erzählt. Auf der einen Seite ist da die Hippie Kommune welche im Drogenrausch in den Tag hinein lebt und auf der andern Seite ein Trapper im tiefen Alaska der versucht eine Frau zu finden und sein Leben zu meistern.
Die einzelnen Charaktere werden einem im ersten drittel des Buches gut näher gebracht. Der ständige Wechsel zwischen den zwei Handlungssträngen (bis die zwei -Welten- aufeinander treffen) erzeugt eine große Spannung.
Als die Kommune im Sommer in Alaska ankommt und sich in der unmittelbaren Nachbarschaft des Einsiedlers niederlässt, hat sie nicht mehr viel Zeit um sich auf den harten Winter vorzubereiten. Hier wird dem Leser das wahre harte leben in Alaska nähere gebracht.
Zwischenmenschliche Konflikte unter den Hippies aber auch unter den Alaskanern bestimmen das letzte drittel des Buches. - Per J. Andersson
Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden
(206)Aktuelle Rezension von: SchaninVorweg: Der größte Teil des Buches handelt nicht von der Reise von Indien nach Schweden, sondern beschäftigt sich mit Pikays Leben in Indien. Mich hat es nicht gestört, da man einen spannenden Einblick in seinen Alltag und den Kastenwesen erhält. Wer sich also für die indische Kultur interessiert, wird mit diesem Roman auf jedenfall Lesefreude haben. Was ich persönlich ab und zu ein bisschen zu viel fand, waren Themen wie die politische Situation in Indien in den 70er Jahren. Man merkt hier, dass der Autor Per Andersson ein Journalist mit Schwerpunkt Indien ist, und sein Steckenpferd nicht die Liebesgeschichte zwischen Pikay und Lotta war. Auch die zahlreichen Erwähnungen wichtiger Persönlichkeiten, die Pikay porträtiert hat, fand ich irgendwann sehr eintönig. Ich verstehe, dass man sehr stolz darauf sein kann, und Pikay ist bestimmt ein großartiger Künstler, doch liefen diese Einladungen zum Porträtmalen in der Regel immer gleich ab bzw. hatte es für die Handlung keinen Mehrwert.
Nicht so verständlich war für mich auch, dass Pikay sein Leben so nach der Prophezeiung gerichtet hat. Im Grunde war es Glück für ihn, dass er dadurch wirklich die Liebe seines Lebens gefunden hat, aber ich denke das ist eher die Ausnahme. Generell wirken einige Passagen im Buch sehr "hollywoodreif", ich glaube hier wurde die Realität ein wenig abgeändert.
Pikay empfand ich als sehr sympatischen Charakter, Lotta konnte man schwer einschätzen, da das Buch aus Sicht von Pikay geschrieben wurde und somit Lottas Gefühlswelt dem Leser nicht offen gelegt wurde, so blieb sie ein wenig im Hintergrund.
Die zweite Hälfte über die Reise fand ich ebenfalls sehr eindrucksvoll und die Bilder am Ende des Buches ebenso. Der Schreibstil ist sehr angenehm.
- Emma Cline
The Girls
(54)Aktuelle Rezension von: Johann_BaierEin ungewöhnlicher Roman mit spannendem Ende vor dem Hintergrund eines realen Ereignisses: der Morde der satanischen Hippie-Kommune von Charles Manson im Jahr 1969.
Es empfiehlt sich, die realen Ereignisse parallel noch mal zu googeln. Es gibt bereits mehrere Sachbücher und Filme zu dem Thema. Das Neue an dem Roman ist, dass die Autorin eine (vermutlich fiktive) Randfigur kreiert, aus deren Sicht die kriminelle Kommune geschildert wird. Man erlebt, wie das 14-jährige Mädchen aus einer gerade sich auflösenden Mittelschichtfamilie in die fremdartige Welt der Kommune hineingezogen wird – eine wohl historisch einmalige Mischung aus Peace-and-Love-Rhetorik der Hippie-Welt, freiwillige Armut ohne Privateigentum, Alltagskriminalität zur Beschaffung von Lebensmitteln und Drogen, Verehrung des Sektenführers, der sich für Gott hält und früher ein brutaler Berufskrimineller mit einem rekordverdächtigen Vorstrafenregister war, freier Liebe, wobei die Freiheit sich auf den Sektenführer beschränkte, der sich frei bei seinen weiblichen Verehrern bediente.
Die 14-jährige Evie wechselt mehrfach zwischen der Kommune und ihrem alten Leben im Mittelstandsvorort, was wohl untypisch für die Kommune war - die anderen Mitglieder haben ihr Leben vollständig der Sekte gewidmet. Evie fühlte sich sowohl von dem trägen (drogenverstärkten) Leben im Hier und Jetzt, als auch von den Frauen angezogen, die sich dem Sektenführer unterwarfen, aber trotzdem starke, harte, selbstbewusste Frauen waren.
Jeder, der das Buch liest, weiß, dass es zu den Morden kommen wird. Die Spannung besteht darin, zu verstehen wie? Warum? Wer ist beteiligt? Macht Evie mit?
Der Roman versucht zu erzählen: wie sieht der Alltag in einer sektenartigen Hippie-Kommune aus, wie sind die Beziehungen der Bewohner untereinander, was geht in den Personen vor, warum kommen sie, warum bleiben sie, und natürlich schwebt über allem die Frage: warum wird dieser Mord begangen? Ich finde, diese Fragen werden teilweise beantwortet, aber nicht ganz. Ich konnte nicht vergessen, dass die Autorin 20 Jahre nach der Hippie-Bewegung geboren wurde, dass sie die Zeit nur aus Büchern kennt (vielleicht hat sie ein paar alternde Zeitzeugen befragt). Man konnte die Motive von Evie nachvollziehen, die anderen Figuren blieben mir aber immer noch fremd.
Die Motive für den Mord wurden in den 1970er Jahren in den Gerichtsverhandlungen, sowie in den Medien und Sachbüchern über das Verbrechen ausgiebig diskutiert. Es gibt verschiedene Theorien. Die Autorin lässt eine Hypothese anklingen (Rache für einen abgelehnten Plattenvertrag), aber widmet sich dem Thema weniger. Es geht ihr mehr um das Erleben von Evie, die fassungslos von dem Geschehen erfährt und versucht, danach wieder ein ‚normales‘ Leben zu führen. Das ist so eindrucksvoll geschildert, dass es auch egal ist, dass es vermutlich eine fiktive Nebenhandlung ist.
Die Autorin schreibt in einer sehr fantasievollen, kreativen, bilderreichen Sprache, alle Details inclusive der Gerüche werden ausgiebig beschrieben.
Der Roman bringt eine lang zurückliegende Zeit zurück, allerdings ist die Kommune von Charles Manson dann auch wieder untypisch für die Zeit: die Verbindung Hippie-Kultur mit einem hartgesottenen, psychopathischen Berufsverbrecher dürfte wohl einmalig in der Geschichte sein. Die Autorin lässt die übelsten Aspekte von Charles Manson weg: er war Rassist, wollte einen Rassenkrieg gegen die Schwarzen initiieren und tätowierte sich später ein Hakenkreuz ins Gesicht, weshalb er heute von Neo-Nazis verehrt wird.
- Adrian McKinty
The Chain - Durchbrichst du die Kette, stirbt dein Kind
(83)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueDie ersten Seiten in diesem Buch war so spannend. Was da überhaupt passiert ist und wie Rachel versucht ihre Tochter zu retten, fande ich wirklich fesselnd.
Ab etwa der Mitte nimmt der Spannungsbogen ab und es gab für mich keine spannende Wendungen und plätschert so ein bisschen vor sich zu Ende. Zudem kamen dann noch ein paar total unauthentische Szenen dazu. Welche Rettungsleitstelle sagt den bitte "bleiben sie in der Leitung, mein Junge. Hilfe ist unterwegs. " hä? Mein Junge? Sowas hat mich einfach so aus der Geschichte rausgeschmissen.
Tolle Idee aber für mich hat die zweite Hälfte noch Potenzial. Ein solider Thriller.
- Thomas Pynchon
Natürliche Mängel
(56)Aktuelle Rezension von: theoDer Roman ist in der späten Hippie-Ära angesiedelt, in der der Konsum von psychedelischen Drogen wie LSD und Marihuana weit verbreitet war. Diese Drogen sind ein fester Bestandteil der Lebensweise der Hauptfigur Doc Sportello und vieler anderer Charaktere.
Der Roman zeigt, wie Drogenkonsum in dieser Zeit ein Ausdruck des gesellschaftlichen Umbruchs und der Rebellion gegen das Establishment war.
Doc Sportello als Kiffer-Detektiv: Doc Sportello ist ein bekennender Kiffer, dessen Wahrnehmung der Realität oft durch Drogen beeinflusst wird.
Dies führt zu komischen und oft absurden Situationen, trägt aber auch zur Verwirrung der Handlung bei.
Die typischen Pynchon-Themen (Paranoia, Verschwörungstheorien) Die Verflechtung von Kriminalgeschichte und gesellschaftlicher Kritik ist aus meiner Sicht gelungen. Man braucht aber schon einen langen Atem und Spass am Chaos. Aber das kennt man ja aus seinen Büchern: auch Vineland ist da ähnlich.
Alle denen das Buch zusagt: werft doch mal nen Blick auf Denis Johnson: Schon tot - auch sehr kraftvoll.
Ich habe jüngst eine Recherche zum Thema "Kiffen und Literatur/Film" gemacht (besonders im deutschsprachigen Kontext) und bin nicht wirklich fündig geworden.
Es gab einen Film, Lammbock mit M. Bleibtreu, der ganz nett war - aber Bücher dazu fehlen (ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen).
Nett fand ich noch die Webeite casvaine.art (eine Gruppe Jugendlicher will nach dem Abi eine Band auf die Beine stellen und Gras anbauen).
Der Klassiker auf dem Gebiet "Kiffen und Grasanbau" bleibt natürich "Grün ist die Hoffnung" von T.C. Boyle.
- Thomas Pynchon
Vineland
(68)Aktuelle Rezension von: AiluqetMan muss schon ein gewisses USA-Friki sein, um in das Buch einzutauchen. Sorry, Pinchon-Fans - Loel Zwecker
Vom Anfang bis heute
(19)Aktuelle Rezension von: WolfhoundLoel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten.
Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen.
Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.
Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten.
Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.
Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat
- Paulo Coelho
Hippie
(160)Aktuelle Rezension von: ReisebaerenPaulo und Karla lernen sich 1970 in Amsterdam kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Gemeinsam starten sie mit dem "Magic Bus" nach Nepal. Doch unterwegs mit lauter Gleichgesinnten lernen sie viel über sich selbst, über den Anderen und über das Leben.
Aufgrund des Autors Paulo Coelho und dem spannenden Thema der Hippie- Phase habe ich dieses Buch ausgewählt. Doch es hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, wobei es auch gar nicht viel Geschichte gibt. Die philosophischen Weisheiten, die sich auf einzelnen Seiten verstecken, wirken für mich deplatziert. Auch den Figuren bin ich nicht nah gekommen, zu verworren war mir ihr Innenleben und zu wenig wurde von ihren Gedanken erzählt. Was mir gefallen hat, war die Darstellung der Hippie- Zeit.
Es gibt deutlich bessere Bücher von Paulo Coelho als dieses.
- Jonathan Lethem
Der Garten der Dissidenten
(9)Aktuelle Rezension von: sKnaerzleAngeblich erzählt der Roman eine "linke Geschichte der USA", aber ich finde die Hauptfiguren sind viel zu individualistisch, um etwas anderes als ihre eigene Geschichte zu verkörpern.
Es dauerte lange, bis ich in das Buch "reinkam", Ich interessierte mich nicht für die erste Hauptperson, Rose Zimmer, weil sie mir als ziemlich durchschnittliche Arbeiterin erschien, während der Erzähler immer behauptet, sie sei irgendwie dämonisch, und in der Tat versucht sie einmal ihre eigene Tochter umzubringen, was irgendwie hochsymbolisch ist, auf der Handlungsebene aber unmotiviert und doof.
Dann kommen viele Anspielungen auf Baseball und was Bob Dylan der Folk-Musik angetan hat, bzw. wie er sie weiterentwickelt hat, was mir alles aber nichts sagt.
Roses Tochter Miriam lebt als Hippe in einer Kommune in New York, kifft zu viel, weiß das auch und verbringt ihre Zeit bei Demonstrationen und der Besetzung einer Feuerwache, was wohl ein bedeutendes historisches Ereignis war.
Dann gibt es noch einen angepassten Universitätsdozenten, der seinen nicht vorhandenen Nonkonformismus pflegt - bzw. vielleicht steckt auch mehr dahinter und ein sehr einsames Kind.
Dieser Personen fand ich dann ganz interessant und damit ließ sich das Buch auch gut lesen.
In Wahrheit sind viele Figuren erstaunlich spießig. Miriam ist verheiratet und hat ein Kind und bleibt ihrem Mann treu, obwohl sonst jeder mit jedem schläft und Rose verschafft einem Jungen aus der Nachbarschaft ein Universitäts-Stipendium, der dann später, als sie in einem Pflegeheim lebt, Verantwortung für sie übernimmt und sie regelmäßig besucht.
Mehr gehört hätte ich gerne von der Gemeinschaftssiedlung Sonny-Side mit den Gemeinschaftsgärten. die am Ende privatisiert sind. Wie lebt es sich in solch einer Gemeinschaft? Aber für Gemeinschaften interessieren sich Letheems Superindividualisten nicht die Bohne - sie leben in einer möglch kleinen Zelle, in der sie sich paranoid einschließen und gehen zu recht unter
- Andrej Kurkow
Jimi Hendrix live in Lemberg
(11)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerMh…Genauso geht es mir jetzt nach der Lektüre von „Jimi Hendrix live in Lemberg“ von Andrej Kurkow :-).
Die Fragezeichen in oder über meinem Kopf sind sowohl während als auch jetzt im Nachhinein nicht verschwunden, weil ich mich ständig gefragt habe „Was bitteschön soll das Ganze?“
Klar, die Sprache Kurkow´s ist leicht, seine Figuren sind in der Hauptsache nett gezeichnet und – auf Deutsch gesagt – arme Schweine, aber reicht das für eine gute, teils skurrile Geschichte? Die Frage ist mit einem zwiespältigen „Jein“ zu beantworten.
Die zentrale Geschichte um den „medizinischen“ Fahrer Taras, der seine Kunden auf besondere Art und Weise von ihren Nierensteinen befreit und seine Liebe zu der Geldwechselstubenmitarbeiterin Darja, die eine Allergie gegen Geld hat und deshalb nur mit Handschuhen arbeiten darf, ist nett, bleibt es aber auch – sie ragt also nicht heraus aus der Verflechtung von Geschichten der insgesamt 7 Hauptprotagonisten. Auch die anderen Erzählstränge kommen über ein „Nett, aber warum?“ nicht hinaus.
Der gefakte Aufhänger der ganzen Geschichte (Jimi Hendrix live in Lemberg bzw. der Kult um Jimi Hendrix in der früheren Sowjetunion) kommt auch nur sporadisch zur Sprache, trotzdem wurde ich hier am Ende etwas entschädigt, da „Hey Joe“ im Buch zitiert wurde und ich sofort die damit verbundene Melodie im Ohr hatte.
Nichts desto trotz bin und bleibe ich ratlos ob dieser Geschichte…
3*
- Yvonne Kaeding
Warten auf Schmetterlinge (Ein Theater zum Verlieben)
(9)Aktuelle Rezension von: Bonny_SDas hübsch gestaltete Cover mit der glücklich lächelnden Frau und dem Schmetterling hat mich neugierig auf den Inhalt gemacht. Klappentext und Leseprobe taten ihr Übriges.
Karen ist enttäuscht, da der Urlaub mit Freundin Lisa ins Wasser fällt. So überlegt sie, sich einen Hund aus dem Tierheim anzuschaffen. Oder den Führerschein zu machen. Karens To-do-Liste ist lang. Doch dann tritt Philipp, der Aushilfstechniker mit Armen, die die Kraft haben, eine Frau die Treppe hochzutragen, in ihr Leben. Aber Karen hat die Sache mit den Schmetterlingen beschlossen: Die müssen nämlich erst im Bauch flattern, bevor da was mit ihm laufen kann. Nun bleiben ihr unterm Strich 15 Tage, um Schmetterlinge entpuppen zu lassen und es passiert allerhand ...
Schon auf der ersten Seite lässt mich die Autorin vergessen, dass ich eigentlich keine Freundin des personalen Erzählens bin. Sie lässt mich stets dicht an ihrer Figur sein, die mich in die Geschichte zieht und mir Einblicke in ihre Welt gibt. Ich sehe hinter die Kulissen eines Theaters, lerne Karens Freunde, Kollegen und sogar ein Althippiepärchen kennen und fühle mich ihnen allen zugehörig. Die Personen werden gut in die Geschichte eingeführt, haben ihren berechtigten und wichtigen Platz und tragen dazu bei, dass Karen einen wundervollen Sommer erlebt.
Es stecken viele schöne Ideen und Sätze im Text. Die fangen schon gleich mit dem Eisverkäufer an, der, mit den Augen voller Lebensfreude, der Karen Mandeleis anpreist, weil Mandel glücklich machen. Oder die Freundin mit Wattebauschantworten, die Karen immer dann braucht, wenn Lisas Worte mal wieder treffen wie ein Vorschlaghammer.
Yvonne Kaeding versteht ihr Handwerk. »Warten auf Schmetterlinge« überzeugt mit sympathischen Charakteren, witzigen Dialogen und überraschender Handlung.
- Tessa Hennig
Von wegen Dolce Vita!
(39)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Diese Geschichte ist eine Sommerlektüre zum Wegträumen, eine spannende Verfolgungsjagd, eine Liebeserklärung an die Insel Sardinien und ein Entwicklungsroman. Es geht um Familie und Liebe, um Freiheit und Verbundenheit, um das Alter und die Jugend. Ich hätte mir zwar eine etwas kritischere Haltung zu Social Media und konsequentere Gedanken zum Umweltschutz gewünscht (die armen Schildkröten und Delfine bedauern, aber CO2 mit Wohnmobil oder Flugzeug verschleudern), aber ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen.
- Alison Lurie
Ein ganz privater kleiner Krieg
(5)Aktuelle Rezension von: Ruby Summer„Ein ganz privater kleiner Krieg” dokumentiert die Ehekrise von Erica und Brian Tate. Das Ende bleibt offen und vielleicht ist es gut so. Denn nachdem Brian seine Frau mit einer Studentin betrogen hat und Erica mit einem alten Collegefreund auf einen LSD-Trip gegangen ist, kann nichts mehr so sein, wie es einmal war. Was als Ehekrieg begann, weitet sich in der kleinen Stadt Corinth zu einem Krieg zwischen Mann und Frau, alt und jung, Studenten und Professoren aus. Mit viel Humor und scharfsinnigen psychologischen Charakterstudien beschreibt die Autorin die Veränderungen und Herausforderungen, die ihre Protagonisten durchleben.
Alison Lurie schreibt im Präsens – das ist mutig, aber sie kann es sich leisten. Die Rückblicke im Präteritum lesen sich kurzweilig und sind geschickt über den Roman verteilt. Perspektivenwechsel sind meiner Meinung nach sowieso ihre große Stärke und sorgen auch bei vielen Rückblicken für einen lockeren Stil.
Einerseits ist der Roman mittlerweile wohl als historisch zu betrachten – immerhin liegt die Handlung gute fünfzig Jahre zurück. Andererseits sind die Probleme der Akteure universell und wenn Erica mit Ende dreißig plötzlich vor dem Spiegel „diese alte Frau” entdeckt oder wenn Brian die Angst vor der „vier Uhr morgens Fütterung” seines ungeborenen Kindes plagt, dann hat sich daran doch bis heute nicht viel verändert.
Ein wunderbarer, fetziger, abenteuerlicher Roman, der mich trotz des offenen Endes (was ich eigentlich nicht so gern mag) mit einem guten Gefühl zurück lässt.
- Rüdiger Bertram
Coolman und ich
(4)Aktuelle Rezension von: esposa1969Hallo meine lieben Leser,
da mein 10-jähriger Sohn immer mehr liest und vor allem aber Heldengeschichten mit viel Action, geht es in meinem jetzigen Bericht um dieses tolle Kinderbuch:
== COOLMAN und ich - Rette sich wer kann [Gebundene Ausgabe] ==
Text von Rüdiger Bertram
Einband und Illustrationen von Heribert Schulmeyer
welches Band 2 dieser Kinderbuch-Serie ist.
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== Der Autor und der Illustrator von COOLMAN und ich: ==
Rüdiger Bertram wurde 1967 in Ratingen geboren. Er studierte Geschichte, Volkswirtschaft und Germanistik und arbeitet als freier Journalist und Schriftsteller. Er schreibt satirische Kurzgeschichten, Drehbücher und Konzepte für Film und Fernsehen, vor allem für Komödien und Sitcoms, und hat bereits einige erfolgreiche Kinderbücher veröffentlicht, zum Teil mit Illustrationen von Heribert Schulmeyer.
Heribert Schulmeyer, 1954 geboren, fand schon als Kind Freude am Zeichnen von Comics, das er bis heute mit Ausdauer betreibt. Er studierte freie Graphik und Illustration an der Kölner Werkschule, machte sich einen Namen mit Comics für Erwachsene und illustriert sehr erfolgreich Kinderbücher. Heribert Schulmeyer arbeitet u.a. auch für die beliebte "Sendung mit der Maus" des WDR. Er ist Mitbegründer des Papiertheaters "Kölner Kästchentreffen" und kreiert seit einigen Jahren als freischaffender Künstler fantasievolle Kleinplastiken aus Ton, Papier, Bastelartikeln und Spielzeug. (quelle: www.coolmanundich.de/die-macher)
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== Buchbeschreibung lt. Verlag: ==
Keep cool! Nix passiert und Stonehenge kann man auch wieder aufbauen ...!
Zwei Wochen London! Klingt cool? Nicht, wenn man Kai heißt und von einem wandelnden Albtraum namens COOLMAN verfolgt wird. Dabei hätte der Sprachkurs eigentlich ganz lustig werden können, denn auch Kais Flamme Lena ist dabei. Die scheint sich allerdings mehr für den eingebildeten Adelsschnösel Charles zu interessieren. Anstatt Kai zu helfen, macht COOLMAN mit seinen klugen Ratschlägen alles noch schlimmer und bringt es fertig, dass Kai Charles Rolls-Royce zu Schrott fährt und ganz Stonehenge zu Bruch geht. Doch mit dem Diebstahl im Museum hat COOLMAN nichts zu tun: Jetzt sind seine und Kais detektivische Fähigkeiten gefragt! Der zweite Band der Serie - mit vielen Comics. Megalustig, selbstironisch und voller Slapstick!
Der zweite Band der Serie – mit vielen Comics und zum Weglachen lustig!
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== Buchdetails: ==
* Seitenzahl: 187 Seiten · gebunden
* Abmessungen: 14.5 x 21.0 cm
* Lesealterempfehlung: ab 10 Jahren
* ISBN-13: 978-3789131868
* EAN: 3789131865
* Verlag: Oetinger; Auflage: 1 (Februar 2011)
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== Preis: ==
[D] EUR 12,00
[CH] SFR 18,90
[A] EUR 12,40
Im letzten Herbst kamen die Taschenbücher zu dieser Reihe auf dem Markt, die dann wesentlich günstiger sein werden. Wir haben aber nunmal angefangen die Hardcover Bücher zu sammeln und werden das auch zu Ende sammeln.
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== Der Verlag: ==
Verlag Friedrich Oetinger GmbH
Poppenbütteler Chaussee 53
22397 Hamburg
Tel.: 040 - 607909-02
Fax: 040 - 6072326
E-Mail: oetinger@verlagsgruppe-oetinger.de
Internet: www.oetinger.de
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== Alle Coolman Bücher im Überblick: ==
* Coolman und ich - Band 01
* Coolman und ich - Rette sich, wer kann - Band 02
* Coolman und ich - Ganz großes Kino von - Band 03
* Coolman und ich - Ein Job für alle Fälle - Band 04
* Coolman und ich - Bonjour Baguette - Band 05
* Coolman und ich - Voll auf die Zwölf - Band 06
* Coolman und ich - Schlimmer geht immer - Sonderausgabe
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== Das sind Kai und Coolman: ==
"Darf ich vorstellen, ich bin Kai und das ist COOLMAN. COOLMAN begleitet mich auf Schritt und Tritt. Nur ich kann ihn sehen und das ist auch besser so.
Mein größter Fehler: Ich höre zu oft auf COOLMANs Ratschläge!"
So oder ähnlich beginnen diese Kinder-Comicromane, bei denen jeder Band eine abgeschlossene Geschichte für sich ist. Was ist ein Comicroman? Nun das ist ein Roman, bei dem zwischen dem Geschriebenem immer ein kleiner Comic Strip gezeichnet ist (in schwarz-weiss). In dem Buch - vielmehr in der gesamten Reihe - geht es um Kai, der als Sohn einen Schauspielerehepaares, meistens zusammen mit seinen Freunden Justin und Alex, lustige und spannende Abenteuer erlebt.
In diesem Band geht Kai, seine Freundin Lena, natürlich Justin & Alex, sowie seine Schwester Anti auf Klassenfahrt nach London... und natürlich ist Coolman ständig mit "guten" Tipps an seiner Seite. Coolman existiert nicht wirklich, sondern nur in Kais Fantasie, daher kann auch niemand Coolman sehen oder hören, nur eben Kai selbst. Coolman gibt ständig oberschlaue Ratschläge, die oftmals gar nicht so schlau sind und Kai von einem Schlamassel in den nächsten befördern.
Jedenfalls besuchen die Protagonisten in diesem Band London, oder vielmehr einen Vorort davon. Sie lernen Charles kennen, ein kleiner Snob, der in einer Burg lebt und vielleicht gar nicht so vermögend ist, wie er vorgibt. Ausserdem erfahren wir in diesem Buch auch zugleich viel über London: Was Fish & Chips sind, dass die Mützen der Britischen Leibgarde aus Bärenfell gemacht werden, über den Picadilly Circus, den Hyde Park und den Buckingham Palace ... Viele Abenteuer werden bestanden, es geht um Burg Geister, Freundschaft und viele viele Abenteuer!!
Der Text ist in großer Druckschrift verfaßt mit etwa maximal 27 Zeilen pro Seite, die mit den Comic-Stripes aufgelockert werden. Jedes Kapitel umfaßt etwa 12 Seiten.
Geeignet ist das Buch lt. Verlagsangaben und lt. Antolin ab 5. Klasse, mein Sohn kommt im Sommer in die 4. Klasse und konnte das Buch gut verstehen und lesen.
Dank der Comic-Skizzen kann man sich Kai und seinen Superhelden Coolman genau vorstellen und erlebt deren Abenteuer quasi mit ihnen. Ein wunderbares Jugendbuch, das viel Spaß macht zu lesen, sehr humorvoll verfaßt ist und jede Menge Action verspricht und hält.
Vielen Dank für´s Lesen,
by esposa1969
- Arne Ahlert
Moonatics
(30)Aktuelle Rezension von: SpreckelMoonatics – uff was soll ich zu dem Buch sagen. Fangen wir erstmal mit dem Inhalt an:
Wir werden in eine nahe Zukunft auf der Erde eingetaucht. Die Erde ist jedoch nicht mehr so wie wir sie derzeit kennen – sondern eher ziemlich am Ende – Klimawandel und Kriegen sei Dank.
Der Hauptcharakter „Darian“ erbt glücklicherweise ziemlich viel Geld. Sein Wunsch – ein Urlaub auf dem Mond. Denn hier hat sich die Menschheit mittlerweile langsam ausgebreitet – es gibt alles was man sich wünscht – Hotel, Spazierfahrten und weitere touristische Aktivitäten.
Doch aus einem 3 Wochen Urlaub wird für Darian auf einmal „Für immer“ – und so lernt er sich auf dem Mond einzugliedern und es sich gut gehen zu lassen.
Klingt von der Story erstmal nicht schlecht – so hätte ich es mir auch gewünscht. Auch der Erzählstil des im übrigen deutschen Autors ist nicht schlecht – alles fein detailliert und verständlich geschrieben.Die Ideen sind anfangs auch brilliant – man hat hier wirklich einen richtigen „Reiseführer“ in der Hand.
Jetzt folgt leider das aber:
Es gibt leider einige Stellen, die meines Erachtens keinen richtigen Sinn ergeben – es wirkt so, als hätte Arne Ahlert hier noch eine brilliante Idee gehabt, die er irgendwo mit einquetschen wollte – was ja auch völlig ok ist, muss dann halt nur richtig mit eingebaut werden. Daher wirkt es so ausgedacht – Zufälle die zu Unwahrscheinlich erscheinen.
Letztendlich wirkt es so als hätte hier einfach nochmal jemand Korrektur lesen müssen und dann wäre es auch echt ein Meisterwerk geworden – leider ziehen sich diese Stellen und damit wurde das Buch für mich ein kleiner Ritt.
Auch die Kapitellängen waren nicht fördernd – manchmal 30 40 Seiten – das ist dann eher schwierig :(
Auch das Ende wirkte ein wenig wie – „Ok, muss langsam nach über 500 Seiten mal zum Schluss kommen“
Von der Story her prinzipiell gut – auch von der Idee an sich – aber diese kleinen Baustellen zogen es leider runter.
Daher kann ich hier leider keine Empfehlung aussprechen – da gibt es leider bessere SciFis – vielleicht findet der ein oder andere das Buch aber auch wirklich toll – ist ja alles eine Geschmacksfrage ;)
- Emma Cline
The Girls
(22)Aktuelle Rezension von: kassandra1010Evie, eine junge unbedeutende Schönheit verfällt der jungen Suzanne vollständig. Aus Evies Sehnsucht nach einem normalen Leben flieht sie aus ihrem klassischen und normalen amerikanischen Zuhause mitten hinein in Suzannes Kommune.
Die Kommune stellt für Evie endlich die Familie dar, die sie schon so lange gesucht hat. Geborgenheit und Freiheit zugleich umgehen sie. Das Oberhaupt der Kommune, Russell, stellt sich als Guru dar. Evie jedoch, völlig geblendet von ihrem neuen Leben, ignoriert die deutlichen Anzeichen.
Russells Art bezirzt sie alle. Seine Gefolgschaft gehorcht ihm aufs Wort. Seine Macht in dieser Gruppe scheint grenzenlos. Bis zum Tag der Abrechnung.
Evie finden wir im Haus ihres Vaters und dessen neuer Lebensgefährtin wieder. Dort findet sie nach einem Aufenthalt im Gefängnis langsam wieder zu ihrem Selbst zurück.
Doch die Last der vergangenen Zeit in Russells Sekte wiegt schwer. Nur mühsam kann sie diese Zeit loslassen. Die nächtlichen Alpträume entpuppen sich nach und nach als Wahrheit und Evie muss sich damit abfinden, dass sie selbst große Mitschuld am Tod eines Menschen trägt…
Wir starten mit Emma Clines „The Girls“ ins Jahr 1969 und lernen Evie kennen, die sich als Teenie so durch den Alltag schleppt. Sie trifft eines Tages auf Suzanne, die für Evie die Verkörperung der Zukunft darstellt. Frei, mutig und voller Leben. Das erhofft sich auch Evie, als sie sich Suzanne und der kommunenhaften Verbindung Rund um Russell anschließt. Doch Evie blickt in dieser Geschichte auf sich und auf ihr bisheriges Leben zurück und stellt fest, dass Freiheit doch ein großer Begriff ist und war und sie diese immer noch nicht für sich gefunden hat.
Emma Clines Buch zeigt einen Ausschnitt in den damaligen American Dream mit seiner Sucht nach Freiheit, Drogen und einem Leben ohne Verbindlichkeiten. Für die einen endete es mit einem abrupten Aufwachen und für viele andere mit einem nicht enden wollenden Leben auf der Suche nach dem Sinn des eigenen Daseins.
- Ken Follett
Die Kinder von Eden, Roman, Aus dem Englischen von W. Neuhaus, T.R. Lohmeyer,
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Doris Dörrie
Alles inklusive
(72)Aktuelle Rezension von: Sookie70Von einer "herzzerreißend komischen" Geschichte ist im Klappentext zu lesen, von "Bauchweh vor Lachen und Herzschmerz vor Mitgefühl"...
Tatsächlich erwarten den Leser eine verschränkte Geschichte, die sich über Jahrzehnte hinzieht; recht belastete Charaktere, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählen und teiweise kaum Berührungspunkte miteinander haben und, vielleicht all dem voran, die bedrückende Schilderung von jeder Menge Beziehungsunfähigkeit... Die lustigste Szene könnte die Wiederbelebung des Mopses sein - wenn sie nicht in sich so tragisch wäre...
Facit: Vielleicht interessant für Spanien-Liebhaber...? Insgesamt ist "Alles inklusive" zwar ein leicht zu lesendes Buch, aber ohne große Höhepunkte, ohne das erwartete "Happy Feeling", und ganz sicher ohne die im Klappentext prophezeite "Sehnsucht nach dem Süden" zu wecken. Schade. Es bleibt letzten Endes nicht nur ein großes Fragezeichen stehen...























