Bücher mit dem Tag "historie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "historie" gekennzeichnet haben.

523 Bücher

  1. Cover des Buches Game of Thrones (ISBN: 9783734163968)
    George R. R. Martin

    Game of Thrones

    (5.526)
    Aktuelle Rezension von: H-Lsh

    Die Serie habe ich mit Begeisterung geschaut, und Freunde schwärmten mir von dem noch intensiveren Leseerlebnis, das die Bücher bieten. Nun kann ich das nur bestätigen. Die Figuren waren mir ständig präsent, was meine Vorstellungskraft noch einmal beflügelte. Ein Buch, das ich wärmstens empfehlen kann..

  2. Cover des Buches Inferno - Filmbuchausgabe (ISBN: 9783404174317)
    Dan Brown

    Inferno - Filmbuchausgabe

    (1.534)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Mittelpunkt der Handlung steht erneut der Symbolologe Robert Langdon, der mit einer Schusswunde am Kopf in einem florenzer Krankenhaus aufwacht, ohne jede Erinnerung an die letzten 36 Stunden. Bei einer rasanten Hetzjagd versucht er zusammen mit Ärztin Dr. Sienna Brooks die Rätsel des genialen aber radikalen Wissenschaftlers Bertrand Zobrist zu entschlüsseln, die Langdon von Florenz über Venedig bis nach Istanbul führen. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
    Bei den Protagonisten steht der clevere und analytische Robert Langdron erneut im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Sienna oder Betrand bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
    Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Kunstgeschichte, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und voller interessanter kunsthistorischer Detailinformationen.
    Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Nach Illuminati ist dies mein Lieblingsband.

  3. Cover des Buches SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit (ISBN: 9783328111245)
    Yuval Noah Harari

    SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit

    (415)
    Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerin

    Der Autor fasst in diesem unglaublichen Werk die Irrtümer und Irrwege der Menschen zusammen und gibt in dem Buch einen guten Überblick, dass wir mehr verlernen als erlernen. In überschaubaren Kapiteln wird der Mensch vom Beginn bis zur heutigen Zeit in seinem Denken und Handeln hinterfragt und gezeigt, dass wir im Laufe der Geschichte nicht viel gelernt haben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Beispiele waren sehr eindringlich und haben mich oftmals erschüttert zurück gelassen.

  4. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442717415)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    (1.093)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    1852, England: Samenhändler und Biologe William kann seit Wochen nicht mehr das Bett verlassen. Sein Mentor hat sich von ihm abgewendet, er fühlt sich als Forscher gescheitert und auch seinem Geschäft geht er nicht mehr nach. Doch mithilfe seiner Familie kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte - ein neuartiger Bienenstock. 

    2007, USA: Imker George arbeitet jeden Tag hart für seinen Traum und hofft, dass sein Sohn Tom eines Tages den Hof übernehmen wird. Tom jedoch sieht sich dem Journalismus deutlich näher. Doch dann Verschwinden die Bienen.

    2098, China: Bestäuben Tao muss täglich die Bäume per Hand bestäuben, denn die Bienen sind längst nicht mehr am Leben. Für ihren Sohn Wei-Wen wünscht sie sich ein besseres Leben. Dann kommt es zu einem mysteriösen Unfall ihres Sohns, der nicht nur sein Leben bedroht, sondern auch das der Menschen verändern könnte. 

    Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde erzählt eindrücklich die Wichtigkeit ihrer Existenz und schafft es, das Bewusstsein einmal mehr zu schärfen. Jede Perspektive ist auf ihre Weise eher trist und melancholisch gezeichnet und macht es gerade zu Beginn etwas schwer, den Anschluss ans Buch zu finden und die Stimmung auszuhalten. 

    Dennoch wachsen einen die Protagonist:innen mit jeder Seite ans Herz und vor allem die Frage nach dem Zusammenhang zwischen den einzelnen Strängen kommt immer wieder auf. Ein kleiner Wermutstropfen war für mich jedoch das Wissen, dass Taos Geschichte, und damit der große Aufhänger des Buchs, auf diese Weise eigentlich nicht passieren kann. 

    Trotzdem konnte mich die Geschichte der Bienen gut unterhalten und vor allem legt sie einen wichtigen Fokus auf kleine Insekten, die großes bedeuten! 

  5. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453503946)
    Noah Gordon

    Der Medicus

    (2.277)
    Aktuelle Rezension von: Stephan_Buttgereit

    Was an Der Medicus bis heute trägt, ist nicht allein die Opulenz seines historischen Schauplatzes. Noah Gordon lässt Rob Cole aus einem England der Angst und des Aberglaubens aufbrechen und macht seine Reise nach Isfahan zu einer Schule des Sehens. Medizin erscheint hier nicht als dekoratives Fachwissen, sondern als genaus hinsehen, zweifeln, lernen.


    Besonders stark ist die Spannung zwischen dem Wissensdurst des jungen Engländers und einer Welt, in der religiöse Zugehörigkeit, Herkunft und Krankheit über Leben und Tod entscheiden. Die Begegnung mit Avicenna gibt dem Roman seinen geistigen Mittelpunkt, ohne die Geschichte in eine Lehrstunde zu verwandeln. Pest, Hunger, die Gefahren der Reise und das Leben in Persien haben Gewicht, doch sie überlagern nie Robs Entwicklung.


    Natürlich arbeitet der Roman mit den großen Mitteln des historischen Erzählens. Abenteuer, Liebe, Verlust und Bewährung. Gerade weil Gordon sie so souverän ordnet, wird daraus kein bloßer Kostümroman, sondern ein mitreißendes Buch über Neugier und den Preis des Wissens. Ein Klassiker des Genres, der seine Länge verdient.

  6. Cover des Buches Animant Crumbs Staubchronik (ISBN: 9783959913935)
    Lin Rina

    Animant Crumbs Staubchronik

    (1.208)
    Aktuelle Rezension von: Shontelle_Books

    Bälle, Männer und Verlobungen – das sollte eigentlich im Kopf einer jungen 17-jährigen Dame aus dem Jahr 1890 in England herumschwirren. Doch bei Animant sind es Bücher, Bücher und noch mehr Bücher! (Wer kennt es nicht🫢) 


    Bälle sind nur gezwungenes Begleit, um die Güte ihrer Mutter nicht überzustrapazieren.

    Doch dann soll Animant nach London zu ihrem Onkel ziehen: Animant wittert Freiheit! Doch sie landet als Assistenz sie bei einem grimmigen jungen Bibliothekar ... der sie scheinbar so gar nicht leiden kann.

    Staubchronik ist seit 2018 mein Wohlfühlbuch – mein Zuhause, wenn ich mich in der Buchwelt verloren fühle. Mein Weg führt mich jedes Jahr mindestens einmal zurück zu dieser Geschichte. Eine Geschichte der selbstbewussten Animant und ihrer Ansicht der Welt in einem Zeitalter, welches … nun, wie soll ich sagen, doch gern gegen die Frauen gestimmt war.

    Lin Rinas Schreibstil ist so wohlig warm wie ein heißer Tee bei Regen. Diese Geschichte umhüllt mich jedes Mal, als würde ich sie das erste Mal lesen. Eine ruhige, cozy Liebesgeschichte, ungezwungen, gefühlvoll und verspielt. Die Geschichte kann man ohne Probleme mühelos weglesen, der Schreibstil ist bildhaft und charmant. Zurück bleibt: die kribbelnde Wärme der Worte und der Gefühle. 

    Lin hat hier ein Herzstück für mein Bücherregal gezaubert.

    Die Charaktere sind allesamt fantastisch – von der Protagonistin hin zu diversen kleinen Nebencharakteren, die ebenfalls so lebhaft sind, dass sie keine Statisten darstellen.

    Animant ist eine junge, freche Dame, welche so gar nicht in das damalige Zeitalter hineinpasst. Genau das macht sie so charmant und sehr humorvoll. Ihre Einstellung und ihr Hitzkopf sind großartig geschrieben, man kann sich in ihre Situationen des Erwachsenwerdens sehr einfühlen, und sie ist sehr nahbar. Ich wäre genauso 1890! 

    Mr. Reed ist genau nach meinem Geschmack – ein kalkühner, bissig dreinschauender, schöner Mann, der anfangs sehr einfach und naja … reserviert dargestellt wird. Mit der Zeit erweichen seine Gesichtszüge und seine Art (für Animant), und dennoch bleibt er genau so kühl wie am Anfang. Diese Balance ist unfassbar geschrieben, und ich habe das selten so gut dosiert gelesen. Er ist er, und niemand kann ihn ändern: Nur für manche lässt er sein Herz spielen, ein bisschen!

    Mein Herz hat ebenfalls Miss Hamilton erobert – sie ist einfach … unverbesserlich und unfassbar genial! Mein kleiner weiblicher Crush!

    Die Geschichte ist manchmal ein kleines Auf und Ab und so gefühlvoll geschrieben! Sucht ihr ein cozy Reading ohne Zwang und ohne großes Denken, aber mit viel Herz? Dann seid ihr genau richtig!

  7. Cover des Buches Die Tore der Welt (ISBN: 9783404178117)
    Ken Follett

    Die Tore der Welt

    (1.351)
    Aktuelle Rezension von: Yvihh85

    Die Tore der Welt hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ist für mich ein sehr gelungener zweiter Band der Kingsbridge-Reihe. Ken Follett schafft es erneut, eine vergangene Epoche lebendig werden zu lassen und historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen zu verbinden.

    Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung der Medizin und der Umgang mit Krankheiten im Mittelalter. An manchen Stellen musste ich unweigerlich an die Zeiten der Covid-Pandemie denken: die Angst vor einer unbekannten Krankheit, die Suche nach Erklärungen und die Hilflosigkeit vieler Menschen. Gerade diese Parallelen machen die Geschichte auch heute noch greifbar und zeigen, wie wenig sich manche menschlichen Reaktionen über die Jahrhunderte verändert haben.

    Caris Wooler ist für mich eine der stärksten Figuren des Romans. Ihre Klugheit, ihr Mut und ihr Wunsch, Menschen zu helfen, machen sie zu einer beeindruckenden Persönlichkeit. Besonders ihr Kampf gegen die Grenzen ihrer Zeit – sei es durch gesellschaftliche Erwartungen oder religiöse Vorgaben – hat mich sehr gefesselt.

    Auch die Gegenspieler sind Follett hervorragend gelungen. Anders als in manchen anderen Romanen wirken sie hier nicht nur als Hindernis, sondern als wirklich bedrohliche Figuren. Ihre Handlungen sorgen für Spannung und einige Momente, die tatsächlich Gänsehaut verursachen.

    Der Schluss des Romans hat mich besonders berührt. Ergreifend, emotional und passend zur Geschichte bringt Follett die vielen Handlungsstränge zu einem würdigen Ende.

    Die Tore der Welt ist für mich ein spannender, bewegender und historisch beeindruckender Roman, der zeigt, warum Ken Follett zu den großen Erzählern des historischen Romans gehört.

  8. Cover des Buches Shadow of Night - Wo die Nacht beginnt (ISBN: 9783764533359)
    Deborah Harkness

    Shadow of Night - Wo die Nacht beginnt

    (538)
    Aktuelle Rezension von: Butta

    Für mich war das Buch eine absolute Enttäuschung. Ich hatte mich auf die Zeitreise gefreut aber es war langweilig, verwirrend mit all den characteren, unlogisch was zeitreisen betrifft und hat sich extrem gezogen. Mathews verhalten gibt mir Schleudertrauma und meistens ging er mir mit seiner Bevormundung auf die Nerven, während ich von Dianas Naivität genervt war. Darüber hinaus haben die ewig nichts von dem in der Vergangenheit getan weswegen sie dort hin sind, haben einiges verändert und waren viel zu lang da. Auch diverse Nebencharaktere da d ich schrecklich (Kit). Nur die Väter und ysebeau haben ein bisschen was herausgerissen. Und wie sie mir der einen anderen Wissenschaft betrieben hat, auch Jack war ganz interessant und lustig. Ansonsten war es viel Reisen und Flucht und sinnloses alltägliches. Es gab noch einen Punkt der mir aufgestoßen ist aber ich möchte nicht Spoilern . Im Großen und Ganzen war dieses Buch ein frustrierendes Erlebnis 

  9. Cover des Buches Die Tuchvilla (ISBN: 9783734110177)
    Anne Jacobs

    Die Tuchvilla

    (535)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Die junge Marie kommt als Küchenmädchen in die sogenannte Tuchvilla, das Haus des Fabrikanten Johann Melzer. Von Beginn an hat sie es nicht leicht, aber dann stößt sie auf ein Geheimnis, dass sie selbst mit der Familie Melzer verbindet.

    In ruhigem, gemächlichem Erzählstil nimmt die Autorin den Leser mit ins beginnende 20. Jahrhundert. Sie erzählt die Geschichte der Waisen Marie, die eine Chance bekommt, als Küchenmädchen in einer noblen Villa zu arbeiten und zu leben. Stückchenweise wird das Leben und die Personen in der Tuchvilla beschrieben, die zwischenmenschlichen Beziehungen, ein erster Eindruck zur Tuchfabrik vermittelt. Obwohl die Geschichte selbst interessant ist und sich hervorragend lesen lässt, so kommt es gerade in der ersten Hälfte des Buches doch zu Längen, da einfach zu ausführlich über die kleinsten Kleinigkeiten berichtet wird. Als dann mehr Bewegung in die Geschichte kommt, wird es allerdings viel fataler, denn nun ist Schluss mit historischer Glaubwürdigkeit. Ein Küchenmädchen das innerhalb von Monaten zur Kammerzofe wird und zur Vertrauten und Ratgeberin der halben Familie, ist doch arg weit hergeholt.

    Mein Fazit: Auch wenn ich die Tuchvilla gerne gelesen habe, sollte dem Leser zumindest klar sein, dass der historische Anspruch hier doch eher ziemlich gering ist und ein paar Seiten weniger, hätten der Geschichte sicherlich auch nicht geschadet.


  10. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783733507275)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    (2.397)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Selbst wenn dieses Buch nicht auf Zustände zurückgreifen würde, wie sie in Deutschland einmal gewesen sind, wäre es eine der mitreißendsten Geschichten, die ich bisher gelesen habe. Das Buch fängt die kindliche Unschuld auf besondere Weise ein. Bruno, der Hauptprotagonist, kann weder „Führer“ noch „Auschwitz“ richtig aussprechen. Wir erleben die Nazizeit aus Kinderaugen – aus der Sicht eines Jungen, dessen Vater SS-Offizier ist und damit beauftragt wird, eines der bekanntesten Konzentrationslager zu leiten.


    Anfangs ist die Geschichte sehr rührend, und man muss sogar leicht lächeln, wenn man die kindliche Naivität und Hoffnung sieht, die Bruno trotz dieses bitteren Umfelds in sich trägt. Die Augen eines Kindes sind einfach dazu berufen, noch das Gute in der Welt zu sehen. Dann folgt die Begegnung mit Schmuel, dem Jungen auf der anderen Seite des Zauns, der angeblich nicht gut genug war, um mit Bruno spielen zu dürfen.


    Bruno, der gesunde Junge, der im Buch im Gegensatz zu Schmuel sogar etwas dicklich beschrieben wird, trifft auf den Jungen im gestreiften Pyjama, dessen Hände nur noch aus Knochen zu bestehen scheinen, dessen Haut grau geworden ist und dessen Adern deutlich hervortreten. Trotzdem entwickelt sich zwischen ihnen eine Freundschaft. Denn wie könnte es anders sein? Kinder entwickeln Freundschaften ganz selbstverständlich – es sind die Erwachsenen, die Unterschiede zwischen Menschen sehen.


    Obwohl einige Situationen entstehen, in denen Bruno erkennen könnte, dass er und Schmuel nicht gleich behandelt werden, bewahrt er bis zum Schluss seine kindliche Unschuld. Und dann folgt das Ende. Es hat mir schlichtweg die Sprache verschlagen. Für Kinder ist es ein unglaublich ungerechtes Ende. Doch für einen Vater, der verantwortlich ist für den Tod so vieler Menschen, der so viele Kinder zu Waisen und so viele Eltern kinderlos gemacht hat, wirkt es vielleicht sogar wie eine gerechte Strafe.


    „Der Junge im gestreiften Pyjama“ steht zwar auf dem Lehrplan vieler Schulen, doch eben nicht an jeder. Dabei sollte es Pflichtlektüre sein – bundesweit vereinheitlicht, sodass jeder dieses Buch einmal in seinem Leben lesen muss. Nicht nur wegen der Geschichte selbst, sondern um zu verhindern, dass sich solche Taten jemals wiederholen.


    Denn auch wenn dies eine fiktive Geschichte ist, wissen wir anhand der Videoaufnahmen und Berichte aus jener Zeit alle, dass die dargestellten Ereignisse keineswegs weit hergeholt sind, sondern der Realität erschreckend nahekommen.

  11. Cover des Buches Krabat: Roman (ISBN: 9783522202343)
    Otfried Preußler

    Krabat: Roman

    (1.963)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Der 14-jährige Waisenjunge Krabat wird von einer geheimnisvollen Stimme zur Mühle im Koselbruch gelockt und vom Meister als Lehrling für sowohl das Müllerhandwerk als auch die schwarze Magie aufgenommen. Als Krabat merkt, dass die Macht des Meisters jedes Jahr den Tod eines Jungen fordert, kann ihm beim Widerstand nur das Mädchen Kantorka helfen. Die atmosphärisch dichte Handlung behandelt zeitlose Themen wie Machtmissbrauch, Freiheit, Loyalität, Liebe und Selbstbestimmung und wirkt an manchen Stellen durch das ruhige Erzähltempo etwas zäh.
    Bei den Protagonisten steht Krabat im Mittelpunkt der Handlung, der eine interessante und glaubwürdige Entwicklung innerhalb der Handlung vollzieht. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Tonda oder der Meister bereichern die Geschichte und tragen zur Entwicklung Krabats gekonnt bei.
    Wer stille Geschichten mit einer dichten Atmosphäre und großer Figurenentwicklung mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist klar, mit märchenhaften Elementen und voller Symbolik.
    Einziger Minuspunkt: Das eher langsame Erzähltempo wirkt an manchen Stellen etwas zäh, was den Lesespaß mindert.
    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

  12. Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783352009518)
    Donna W. Cross

    Die Päpstin

    (4.403)
    Aktuelle Rezension von: BriniPanini

    Kurz vorweg: Ich fand die Geschichte und das Schicksal Johannas, als auch das aller Frauen zu der Zeit sehr ergreifend. Aber ich glaube auch, dass sich viele Leser daran stören könnten wie die Frauen damals behandelt, ja sogar übergangen wurden. Die Autorin schreckt auch nicht vor recht grafischen, brutalen Szenen zurück. Also für zartbesaitete Leser eher nichts.

    Für mich als Mensch mit religiösem Trauma hat sich das Buch prima lesen lassen. Es geht weniger um biblische Themen, als um das Erlebte und die menschlichen Kontakte.


    Ich habe es verschlungen und jede Sekunde geliebt! Es blieb durchgehend spannend und die Autorin hat sich viele interessante Situationen, Orte und Charaktere ausgedacht, mit denen Johanna verwickelt wurde und die sie geprägt haben. Auch solche, die wirklich existiert haben. Die Nacherzählung von Donna W. Cross ist durchaus nicht historisch belegt, aber sie hat so gut recherchiert und schreibt so glaubwürdig, dass man sich direkt in das 9. Jahrhundert versetzt fühlt.

    Ich hätte auch gerne mehr über das Volk von Johannas Mutter und deren Heidenbräuche erfahren. Aber ich verstehe warum dies nicht weiter aufgegriffen wurde, da Johanna später vollkommen von christlichen Religiösen umgeben war. Obwhol sie Ihre Mutter und deren Herkunft nie vergessen hat.


    Was ich am meisten von "Die Päpstin" mitnehme ist wohl, dass die Menschen schon immer Macht wollten. Egal wie. Damals haben sie es durch die Kirche versucht, selbst wenn sie nicht unbedingt an den religiösen Aspekt geglaubt haben mochten. Heute geht man in die Politik. Das Prinzip bleibt das Gleiche. Es wird bestochen und betrogen und eigentlich geht es nur darum seine eigenen Taschen zu füllen.

    Aber manchmal kommt wie durch ein Wunder eine gute Seele an die Macht. Johanna war eine dieser guten Seelen. Ich fand es wunderschön, wie sehr sie sich im Roman für ihre Mitmenschen eingesetzt hat, obwohl, oder gerade weil, sie selbst so viel gelitten hat. Und wie intelligent sie war! Ihr unstillbarer Durst nach Wissen und Gerechtigkeit hat mich tief beeindruckt.

    Wie viele Frauen mögen sich über die Jahrhunderte wohl als Mann ausgegeben haben, nur um eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu haben?


    Ein absolutes Highlight in meinem bisherigen Lesejahr. Ich freue mich schon darauf wenn ich es das nächste Mal lese.


  13. Cover des Buches Breaking News (ISBN: 9783596296958)
    Frank Schätzing

    Breaking News

    (199)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_Blaurock

    Für dieses Buch muss man sich Zeit nehmen, nicht nur, weil zwei Zeitstränge aufeinander zulaufen.

    Wer wirklich verstehen will, muss manchmal zurückblättern, manchmal mit geschlossenen Augen tief Luft holen.

    In diesem Buch geht es um Israel und Palästina .

    In diesem Roman wird Sensationsjagd und Faktentreue im Journalismus knallhart bloßgestellt.

    Hier wird über Flucht und Vertreibung, Ankommen und Abschied schonungslos berichtet.

    Dabei wird immer wieder klar Hass und Liebe passen in unsere beiden Herzkammern.

    Alles ist so weit weg und ganz nah, dass man manchmal einfach nur den Spiegel abhängen möchte.

    Wer Schätzing kennt, weiß, dass er es seinen Lesern nicht leicht macht. Hier präsentiert er ein Meisterstück. Nicht nur, dass man stets zwischen Zorn und Mitleid, Glauben und Staunen Schuld und Unschuld hin und hergerissen wird,, wie der Journalist selbst wird man immer wieder mitten ins Geschehen geworfen und manchmal auch kalt gestellt. Als wollte der Autor sagen, mach eine Denkpause. Dabei bin ich erschrocken,  wie lange ich diese Geschichte schon miterlebe und doch ratlos passiv bin.

    Mit diesen Familien habe ich gelacht und geweint, obwohl oder gerade weil die Sprache oft recht derb und ruppig ist und dann wieder ganz zart Sonnenuntergänge und Trauer sprachlich zelebriert wird.

    Danke für dieses aufregende Buch, dass einen anderen Titel verdient." Breaking News" ist wie ein Streifschuss  und trifft die Sache nicht

  14. Cover des Buches 1793 (ISBN: 9783492317931)
    Niklas Natt och Dag

    1793

    (443)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    1793 von Niklas Natt och Dag aus dem Piper Verlag

    ▪️

    Krimi im historischen Stockholm

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    Es werden menschliche Überreste gefunden. Zwei Männer schließen sich zusammen und ermitteln.

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    Es gibt Wendungen und unerwartete Erkenntnisse. Es gibt parallel Geschichten. Und alles spielt in einer düsteren, harten Zeit in Stockholm.

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    Dieses Buch berichtet schonungslos von der damaligen Zeit und dem brutalen Mord.

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    Hier ist nichts cosy und fröhlich.

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    Alle Protagonisten erleben Unglück und Schicksalsschläge.

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    Dieses Buch hat mich abgestoßen und überrascht. Genervt und gefesselt. Es war aber auch trübsinnig und dadurch anstrengend.

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    Ich denke diese spezielle Art muss man mögen. Ich muss das nicht noch einmal lesen.

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    Das Buch hat aber gar nichts anderes versprochen und nur, weil ich düstere Krimis nicht mehr mag, werde ich dieses Buch nicht schlecht beurteilen.

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    Die ganzen Straßennamen und örtlichen Hinweise waren mir zu viel und hätten dezenter sein können.

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    Ich vergebe 4 Sterne ⭐️ 

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  15. Cover des Buches Sternstunden der Menschheit (ISBN: 9783150206393)
    Stefan Zweig

    Sternstunden der Menschheit

    (213)
    Aktuelle Rezension von: Timo_Janca

    Manch ausgewähltes Ereignis mag bekannt sein, jedoch versteht es Stefan Zweig die Geschichten emotional und mit tiefer Anteilnahme zu begleiten. Ihn interessieren die persönlichen Beweggründe und was die Betroffenen in der Stunde des Schicksals empfunden haben. Detailverliebte Beschreibungen und dramatische Sprache lassen u.a. die Entdeckung zweier Ozeane oder eine Episode aus Goethes Leben vor dem geistigen Auge lebendig entstehen.  

  16. Cover des Buches NSA - Nationales Sicherheits-Amt (ISBN: 9783404179008)
    Andreas Eschbach

    NSA - Nationales Sicherheits-Amt

    (368)
    Aktuelle Rezension von: Buecherhexe

    NSA - Andreas Eschbach

    Andreas Eschbachs Roman NSA basiert auf einer ebenso faszinierenden wie beunruhigenden Grundidee: Was wäre geschehen, wenn dem nationalsozialistischen Deutschland bereits die technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters zur Verfügung gestanden hätten? Konkret entwirft Eschbach eine Welt, in der Computer, soziale Netzwerke und allgegenwärtige elektronische Überwachung schon während des Dritten Reiches existieren. Diese Prämisse macht NSA zunächst zu einem äußerst spannenden und beklemmenden Werk der Alternative History.

    Besonders zu Beginn überzeugt der Roman durch seine konsequente Ausarbeitung des Szenarios. Eschbach gelingt es eindrucksvoll, die Mechanismen moderner digitaler Überwachung mit den totalitären Strukturen des NS-Staates zu verknüpfen. Die Vorstellung, dass Gestapo und SS nicht mehr mühsam Akten durchsuchen müssten, sondern per Mausklick auf umfassende Datensätze zugreifen könnten, entfaltet eine enorme Wirkung. Gerade weil viele der geschilderten Technologien heutigen Lesern vertraut sind, wirkt die dargestellte Dystopie erschreckend plausibel.

    Auch die Figurenzeichnung ist zunächst gelungen. Die Protagonistin Helene Bodenkamp, eine talentierte Programmiererin, steht exemplarisch für Menschen, die sich in autoritären Systemen arrangieren, ohne deren Konsequenzen vollständig zu überblicken. Ihre Entwicklung verdeutlicht, wie technische Expertise und politische Verantwortung miteinander verknüpft sind – oder eben nicht. Eschbach stellt damit wichtige Fragen nach der moralischen Verantwortung von Informatikern und Technikern, die auch für die Gegenwart hochaktuell bleiben.

    Dennoch weist der Roman gerade aus Sicht der Alternative History für mich erhebliche Schwächen auf. Zwar ist die Ausgangsidee originell, doch erscheint die technische Entwicklung häufig zu wenig historisch eingebettet. Die digitale Revolution wird nahezu vollständig in die 1930er- und 1940er-Jahre transplantiert, ohne dass die tiefgreifenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Voraussetzungen ausreichend berücksichtigt werden. Dadurch entsteht stellenweise der Eindruck, dass weniger eine alternative historische Entwicklung beschrieben wird als vielmehr die heutige Gegenwart mit NS-Symbolik überzogen wird. Das eigentliche Potenzial alternativer Geschichtsschreibung – nämlich nachvollziehbar zu zeigen, wie sich historische Prozesse unter veränderten Bedingungen entwickeln könnten – wird nur teilweise ausgeschöpft.

    Hinzu kommt, dass der Roman im letzten Drittel zunehmend an Plausibilität verliert. Während die Handlung anfangs noch von ihrer beklemmenden Realitätsnähe lebt, steigert sich die Geschichte gegen Ende immer stärker in spektakuläre und teilweise abstrus wirkende Wendungen. Die Ereignisse überschlagen sich, Zufälle häufen sich, und einige Entwicklungen erscheinen eher konstruiert als organisch aus dem zuvor etablierten Szenario hervorgegangen. Dadurch büßt die Geschichte einen Teil jener Glaubwürdigkeit ein, die ihre größte Stärke ausmacht.

    Daher mein Fazit: trotz des anfänglichen spannenden Buchs, habe ich die letzten Seiten möglichst schnell hinter mich gebracht - 3 Sterne

  17. Cover des Buches Tyll (ISBN: 9783499268083)
    Daniel Kehlmann

    Tyll

    (321)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Wer bei dem furiosen Auftakt noch gedacht hatte, dass ein solches Niveau wohl nicht durchzuhalten sei, reibt sich am Ende der Lektüre verwundert die Augen: Ist das möglich? Welches vertiefende Lesen, welches Nachdenken über eine längst vergangene Zeit (30-jähriger Krieg) ist erforderlich, um so stilsicher, auf schwierigem Parkett, eine solche Geschichte zu erzählen, die so abstrus wie unterhaltsam, so voller Klamauk, bei immer auch vorhandenem Ernst (wenn auch meist mit einem Augenzwinkern), daherkommt? Wo Tod und Leben so nahe beieinander wohnen, dass sie nur durch eine solche Erzählweise einigermaßen zu ertragen sind. Es wird viel gelitten und viel gestorben in diesem aktuellen Roman von Daniel Kehlmann. Die Liebe wird in dieser Zeit noch etwas anders definiert, sie ist allerdings spürbar – trotz aller Wirrnisse. 

    Es ist dieser Schreibstiel voller Brillanz, makellos und hinterhältig zugleich, der diesen Roman auszeichnet. Mit dem allerdings Inhalte transportiert werden, die alles andere als elegant zu bezeichnen sind, eher abscheulich bis grotesk, teilweise oberhalb der Schmerzgrenze. Auch wenn damit zum Teil Nachdenkliches mitgeliefert wird und sogar neuere Erkenntnisse der Hirnforschung auftauchen: „Stattdessen [um vor lauter Hunger nicht immer nur an essbare Dinge zu denken] kann man ans Jonglieren denken, das sich nämlich auch in Gedanken üben lässt – man wird dadurch besser.“

    Man könnte den Inhalt dieses Buches allerdings auch anders sehen, beispielsweise so. Was passiert mit den historischen Ereignissen, wenn man die Handelnden zu tumben Hampelmännern degradiert, wenn die historischen Ereignisse verballhornt werden, nur um auf Seiten des Lesers Lacher (und damit Anhänger) zu generieren? Der größte Erfolg für denjenigen, der den Zeitgeist unterhaltsam trifft, wenn auch mit tiefsinnigem Nonsens? Zum Glück steht auf dem Buchdeckel „Roman“ und nicht Geschichtsbuch.

    (3.4.2018)

  18. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

    (570)
    Aktuelle Rezension von: H-Lsh

    In diesem Genre ist das vorliegende Buch eines von vielen. Jeder, der sich ein wenig auskennt, versteht meine Bemerkung. Die Erzählung und die Charaktere sind in Ordnung, aber als Ganzes empfinde ich es als etwas überladen und polemisch. Vielleicht ist das Pantheon auf Netflix oder ähnlich, nun kritisch zu sehen. 

  19. Cover des Buches Morton Rhue "Die Welle", Literaturseiten (ISBN: 9783956867842)
    Morton Rhue

    Morton Rhue "Die Welle", Literaturseiten

    (2.337)
    Aktuelle Rezension von: schnegge1998

    Wenn man an die heutige Zeit in der Schule denkt, wird wohl jeder sagen, dass mehr Disziplin und Respekt den Schülern gut tun würden. Dementsprechend finde ich das Buch sehr beeindruckend, wie schnell sowas aber auch ein anderes Format einnehmen kann. Das buch ist sehr gut geschrieben und kann den ernst der Lage gut rüberbringen. Den Film finde ich jedoch noch besser, deswegen ziehe ich ein Punkt ab.

  20. Cover des Buches Die versteckte Apotheke (ISBN: 9783365004517)
    Sarah Penner

    Die versteckte Apotheke

    (471)
    Aktuelle Rezension von: Connys_Buecherwelt

    London, 1791: Nur wenige kennen den versteckten Raum, in dem Apothekerin Nella Clavinger Frauen aus der Not und vor gewalttätigen Männern rettet. Denn ihre Arzneien sind tödlich. Als eine neue Klientin mit einem besonderen Auftrag kommt, werden dramatische Ereignisse in Gang gesetzt…

    Knapp 200 Jahre später stößt die Historikerin Caroline Parcewell auf die außergewöhnliche Geschichte der giftmischenden Apothekerin - nichtsahnend, dass sich dadurch Ihr Leben für immer verändert.

    “Die versteckte Apotheke” stammt aus der Feder von Sarah Penner, die mich kürzlich mit ihren Roman “Die Seehexen von Positano” begeistert hat. Umso gespannter war ich auf ihr Debüt, das mir mit kleinen Abstrichen ebenfalls spannende Lesestunden bescherte. 

    Schnell war ich mittendrin im Geschehen, das sich auf zwei Zeitebenen abspielt. In der Gegenwart folgen wir Caroline, die eigentlich in London ihren Hochzeitstag feiern wollte. Bis sie von der Affäre ihres Mannes erfuhr - und nun statt Zweisamkeit den Spuren einer versteckten Apotheke folgt. Deren Besitzerin ist Nella, die wir im Jahr 1791 begleiten, gemeinsam mit der 12-jährigen Eliza, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. 

    London als Schauplatz fand ich toll, ebenso den leichten Mysterytouch sowie den Einblick in das Apothekerhandwerk. Die Story bietet dazu reichlich Drama, Spannung und Frauenpower. Auch die Recherchen in der Londoner Bibliothek zu alten Karten und Manuskripten fand ich sehr interessant. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten und die Seiten flogen nur so dahin. 

    Allerdings ist Carolines Spurensuche doch von einigen Zufällen geprägt. Manches fand ich auch unglaubwürdig. Am Ende bleiben bestimmte Ereignisse auch etwas zu vage. Das sind aber alles nur kleine Kritikpunkte. “Die Seehexen von Positano” haben mit dennoch einen Tick besser gefallen.

    Insgesamt kann ich “Die versteckte Apotheke” empfehlen. Eine spannende Spurensuche in London, für die ich 4 Sterne vergebe. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von Sarah Penner.

  21. Cover des Buches Die Schokoladenvilla (ISBN: 9783328103226)
    Maria Nikolai

    Die Schokoladenvilla

    (258)
    Aktuelle Rezension von: dodo2025

    Ein schöner Auftakt über eine Familiensage aus Stuttgart. Es geht um die Schokoladenfabrik Rothmann. Die Protagonistin Judith ist die Tochter des Firmenchefs und sie ist sehr willensstark und durchsetzungsfähig. Sie soll einen Mann heiraten, damit die Firma gerettet werden soll, aber sie wehrt sich dagegen heftig, sie will in die Firma  einsteigen, engagiert sich auch schon mit eigenen Idee, lernt denn Victor Rheinberger kennen.....und  lieben. Durch viele Hochs und Tiefs gehen sie gemeinsam.

    Die Protagonisten sind sehr sympathisch und der Schreibstil von Maria Nikolai ist gut zu lesen. Ich freue mich auf den 2. Band.

  22. Cover des Buches Wilhelm Tell (ISBN: 9783872910066)
    Friedrich Schiller

    Wilhelm Tell

    (510)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks

    Inhalt (LB): "Auch in diesem Schauspiel ist Schillers grosses Anliegen die Freiheit. Im Freiheitskampf der Schweizer ist die zentrale Gestalt Wilhelm Tell, der zum Tyrannenmörder und Retter seines Volkes wird."

    Cover: Mit einem Mann mit Armbrust und den Bergen im Hintergrund ist dieses Cover passend zur Geschichte gestaltet.

    Meinung: Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. Es fiel mir immer mal wieder schwer, die Leute der richtigen Gegend zuzuordnen, wobei dann aber das Personenregister zu Anfang half. Tell scheint generell beliebt. Er ist hilfsbereit, mutig und einfach ein interessanter Charakter. Die Bergkulisse wird auch immer wieder eindrucksvoll beschrieben. Aber auch sonst gibt es literaturwissenschaftlich einiges zu entdecken (Reime, Epanalepsen, Zwillingsformeln, Geminatio, Anaphern etc.). In der Geschichte selbst passiert einiges, wodurch die Geschichte interessant, abwechslungsreich, spannend, unvorhersehbar und unterhaltsam ist, was diese wiederum kurzweilig gestaltet. Spannend ist natürlich auch, dass Schiller hier wahre historische Hintergründe anspricht. Alles in allem eine tolle Geschichte und da es eben auch ein Klassiker ist, einfach zu empfehlen!

  23. Cover des Buches Darm mit Charme (ISBN: 9783957131782)
    Giulia Enders

    Darm mit Charme

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Sunsy

    Dieses Thema ist faszinierend und wirklich wichtig für uns alle, denn wenn der Darm gesund ist, fühlt sich der ganze Mensch gut. Die Autorin bringt uns alles rund um den Darm so routiniert, einfühlsam und plastisch, oft sogar recht witzig zu Gehör, dass es wirklich Freude macht, zuzuhören.

    Ich befasse mich ja schon länger mit dem Thema, habe auch einem Kongress per Internet beigewohnt, bei dem ich viel gelernt habe und auch gleich das nötige Equipment bestellen konnte, um selbst fermentieren zu können. Vieles habe ich ausprobiert und bin bei drei Dingen hängen geblieben: selbstgemachtem Joghurt mit lebenden Kulturen, Kombucha und Kimchi. 

    Mir hat das Hörbuch wirklich ausgezeichnet gefallen, vieles kommt so auch viel verständlicher rüber, als wenn man auf einem Kongress den Wissenschaftlern zuhört. Die Autorin liest selbst und so gut, als würde sie nichts anderes tun, als Hörbücher einzulesen. Klasse, wirklich!

    Meine Bewertung: 10/10 Punkte.


    https://sunsys-blog.blogspot.com/2025/05/gehort-darm-mit-charme-giulia-enders.html

  24. Cover des Buches Wie man die Zeit anhält (ISBN: 9783423218108)
    Matt Haig

    Wie man die Zeit anhält

    (422)
    Aktuelle Rezension von: Iris1972

    Matt Haigs Roman „Wie man die Zeit anhält“ erzählt die Geschichte von Tom Hazard, einem Mann, der äußerlich wie Mitte vierzig wirkt, tatsächlich aber seit Jahrhunderten lebt. Aufgrund einer seltenen genetischen Besonderheit altert Tom extrem langsam. Dieses ungewöhnliche Leben führt ihn durch Epochen, Kontinente und historische Begegnungen. Tom ist ein Mann, der immer wieder Menschen verliert – durch Zeit, Krankheit, Gewalt oder die Notwendigkeit, weiterzuziehen. Seine große Liebe Rose bleibt der emotionale Kern seines Lebens. Ihr Verlust treibt ihn über Jahrhunderte an und verhindert, dass er sich neu öffnet.

    Er schließt sich der Albatros-Gesellschaft an, die Menschen wie ihn schützt, aber auch kontrolliert. Diese Organisation verstärkt seine innere Zerrissenheit: Sicherheit gegen Freiheit, Loyalität gegen Selbstbestimmung.

    Im London der Gegenwart versucht Tom, ein normales Leben zu führen. Er arbeitet als Geschichtslehrer, was ihm erlaubt, seine eigenen Erinnerungen als Unterrichtsstoff zu tarnen. Doch die Vergangenheit holt ihn immer wieder ein. Tom beginnt als Mann, der resigniert hat. Er lebt, aber er lebt nicht. Erst im Verlauf der Handlung – besonders durch seine Begegnungen in der Gegenwart – beginnt er, die Möglichkeit eines echten Lebens zuzulassen.

    Der Roman verbindet historische Episoden mit einer modernen Selbstfindungsgeschichte. Haig nutzt die Zeitreise‑ähnliche Struktur nicht als Effekt, sondern als Spiegel für Fragen nach Identität, Verlust und dem Wert des Augenblicks.

    Rezension

    Ich vergebe vier von fünf Sternen, denn „Wie man die Zeit anhält“ ist ein Roman, der mit einer faszinierenden Grundidee überzeugt und emotional nachhallt. Besonders stark ist Haigs Fähigkeit, historische Atmosphäre mit persönlicher Introspektion zu verbinden. Haig führt durch mehrere Jahrhunderte: Shakespeare-London, Paris der 20er Jahre, Prohibitionszeit, moderne Großstadt. Wer historische Kulissen schätzt, aber keine klassischen historischen Romane lesen möchte, wird hier gut abgeholt. Tom Hazard ist eine vielschichtige Figur: melancholisch, klug, vorsichtig – und trotz seiner Jahrhunderte voller Erfahrungen zutiefst menschlich.

    Der Mittelteil des Romans wirkt jedoch etwas langatmig. Die zahlreichen Rückblenden, so atmosphärisch sie sind, bremsen gelegentlich den Erzählfluss. Haig verweilt lange in historischen Episoden, die zwar interessant, aber nicht immer zwingend für die Handlung sind. Diese Passagen wirken wie ein bewusstes Innehalten, das Tom Hazards innere Zerrissenheit spiegeln soll, aber dem Tempo des Romans zeitweise die Dynamik nimmt.

    Um so stärker ist der Schluss: spannend, emotional verdichtet und mit ungewöhnlichen Wendungen, die Tom zu einer Entscheidung zwingen, die sein jahrhundertelanges Leben neu definiert. Haig gelingt es, die Fäden der Vergangenheit und Gegenwart zusammenzuführen und Tom eine Entwicklung zu schenken, die berührt und Hoffnung vermittelt.

    Stilistisch überzeugt der Roman durch Haigs klare, zugängliche Sprache und seine Fähigkeit, philosophische Gedanken leichtfüßig einzubetten. Es geht um Themen wie Zeit und Vergänglichkeit, Menschlichkeit und Empathie. Vor allem die Frage, was ein erfülltes Leben ausmacht, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte – ohne belehrend zu wirken.

    Haig verbindet existenzielle Tiefe mit einem klaren, leicht zu lesenden Schreibstil. Das Buch ist tröstlich, melancholisch aber hoffnungsvoll Insgesamt ist „Wie man die Zeit anhält“ ein Roman, der durch seine Idee glänzt, durch seine Figuren trägt und am Ende mitreißt. 

    Eine klare Empfehlung für Leserinnen und Leser, die Geschichten über Zeit, Identität, Freiheit und die Suche nach einem Platz in der Welt schätzen.

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