Bücher mit dem Tag "historie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "historie" gekennzeichnet haben.

1.197 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 01 (ISBN: 9783442267743)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 01

     (5.356)
    Aktuelle Rezension von: Regina_Wolf

    Ich habe damals, Game of Thrones geschaut und fand die Serie einfach toll! Überwiegend toll! Und ich habe mir immer vorgenommen, die Bücher eines Tages mal durchzulesen. Ich bin einfach mal gespannt, was unterschiedlich war, ob es Details gibt, die es in der Serie nicht gab. 

    Jetzt habe ich es geschafft den ersten Teil zu lesen. Im Vergleich zur Serie, sehr sehr nah dran. Ich bin sehr gespannt, was noch auf mich zu kommt. 

    Abgesehen davon, ist es gut geschrieben. Es sind viele Namen und Figuren, die auftauchen, was anfangs vielleicht sehr verwirrend vorkommen kann. Zum Glück gibt es am Ende eine Liste, zumindest bei meiner e-book Version. Man ließt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, was ich sehr gut finde. Mag dem einen oder anderen vielleicht zu viele Seiten sein, aber mir gefällt es. 

  2. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442756841)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

     (884)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Kathrin_Matos

    Die Ausgangsidee von Maja Lunde für ihr Klima-Quartett finde ich erstmal klasse: Eigenständige Bücher, jeweils drei gesellschaftskritische Handlungen um drei Figuren und ihre Familien zu unterschiedlichen Zeiten und Orten, diesmal: England 1852, Ohio 2007 und China 2098, verbunden durch die Geschichte der Bienen.

    Das Hörbuch mit einer Länge von knapp 13 Stunden, welches ich gern auf dem Arbeitsweg und bei der Essenszubereitung hörte, wird gesprochen von drei Personen für die drei kapitelweise wechselnden Perspektiven. Ich meine, Bibiana Beglau, Markus Fennert und Thomas M. Meinhardt haben verständlich, mit passenden Betonungen und Pausen vorgelesen.

    Das Buch verströmt die meiste Zeit eine traurige Stimmung, denn alle drei Hauptfiguren befinden sich im Job und in der Elternrolle in schwierigen Ausgangssituationen, haben aufgrund von Enttäuschungen ein negatives Selbstbild, arbeiten hart und erleiden doch Schicksalsschläge. Ich mag die ehrlichen und authentischen Gefühlslagen, welche Hoffnungen und Ängste transportieren und mitfühlen lassen, auch wenn mir William streckenweise unsympathisch war, weil er sich oft ekelt und die meisten Mitmenschen geringschätzt. Entscheidungen, die getroffen werden, stimmen manchmal nicht mit meiner Haltung überein, sind aber nachvollziehbar abgebildet. Letztendlich bildet der Roman ohne Effekthascherei normale Menschen überwiegend in alltäglichen Situationen ab und regt erwartungsgemäß zum Nachdenken an.
    Am meisten Spannung, Dramatik und Action habe ich bei Tao wahrgenommen. Naturgemäß übt der Einblick in eine mögliche Zukunft zusätzlich besonderen Reiz aus. Tatsächlich wurden bei mir viel Erstaunen und Erschütterung ausgelöst, wodurch dies meine Lieblingsperspektive wurde.

    Der Erzählstil ist manchmal langatmig bei der Schilderung detaillierter Wahrnehmungen und einzelner Handgriffe. Immerhin lässt sich dadurch die jeweilige Szene lebhaft vorstellen.
    Das Ende rundet die Handlungsfäden ab, führt diese gelungen zusammen und hinterlässt ein gutes Gefühl.

    Weniger informativ, packend, zu Herzen gehend und nachhallend als „Die Letzten ihrer Art“. Trotzdem: Aufgrund der bodenständigen, unverfälschten Erzählweise, Botschaften und Denkanstöße gibt es von mir eine Lese-/Hörempfehlung.

  3. Cover des Buches Feuer und Stein (ISBN: 9783426518021)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein

     (2.547)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Dieses Buch hat alles, was ich für ein gutes Buch brauche! 

    Nachdem ich bereits die erste Staffel der Serie geliebt habe, war ich umso neugieriger auf das Buch - und wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil! Ich habe mit gefiebert, gelitten, gehofft, geweint, geliebt und vieles mehr. Claire und Jamie und ihre Geschichte sind mir noch mehr ans herz gewachsen, als es zuvor schon der Fall vor. 

    Dieses Buch nimmt einfach einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen ein ❤

  4. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

     (13.924)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Gwendolyn ist 16 Jahre alt und führt ein normales Leben in einer eher speziellen Familie, als sie jedoch eines Tages in der Vergangenheit landet ist eines klar; nicht ihre Cousine hat das Zeitreise Gen vererbt bekommen sondern sie... der hacken; ihre Cousine wurde all die Jahre darauf vorbereitet und nun soll Gwendolyn auf eine wichtige und geheime Mission in der Vergangenheit gehen...

    Was soll man sagen, es ist einfach ein wunderbares Jugendbuch ein wahrer Schatz unter meinem SUB (ich liebe es wenn SUB-Abbau wieder spass macht ;))

    Der Schreibstil ist fliessend und der Aufbau der Geschichte sehr spannend und interessant gestaltet ich konnte es nicht mehr aus den Händen legen...

    Das Setting war gut beschrieben und die Zeitreisen kommen nicht zu kurz, es gab auch eine leichte Liebesgeschichte die aber nicht zu viel Raum einnimmt. Die Protagonistin war witzig und liebenswert zu gleich, für mich eine passende Mischung für ein tolles Jugendbuch. Die ganze Geschichte war zu wenig ich muss weiterlesen und es nimmt mich wunder wie es weitergeht. 

    Für alle die gerne Jugendbücher und Zeitreisen mögen eine Leseempfehlung 

  5. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783570585016)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.840)
    Aktuelle Rezension von: nicekingandqueen

    Dieses Buch habe ich vor einiger Zeit gelesen und ich erinnere mich noch heute explizit an so manch eine Szene direkt ohne noch einmal das Buch dafür lesen zu müssen. Solch einen großen Eindruck hat das Werk auf mich gemacht.

    Zudem habe ich wirklich mehrfach laut Auflachen müssen - etwas peinlich, wenn man in der Bahn hockt...aber mir war es egal. Unterhaltung für mich, komische Unterhaltung für die Passagiere. 

    Fazit: Für jeden, der gern lacht sehr, zu empfehlen, falls man es bisher nicht geschafft hat das Buch zu lesen. 

  6. Cover des Buches Die sieben Schwestern (ISBN: 9783442479719)
    Lucinda Riley

    Die sieben Schwestern

     (1.057)
    Aktuelle Rezension von: Mona90

    Die Geschichte:

    Heute gibt es mal eine Rezension aus einem Genre, welches ich nur selten zur Hand nehme, obwohl ich solche Geschichten ganz gerne mag. Es handelt sich um einen Familienroman, der auf zwei Zeitebenen spielt und einige Geheimnisse verbirgt. Es geht in dem Buch - wie der Titel schon verrät - um sieben bzw. sechs Schwestern (die siebte Schwester fehlt, was sich wahrscheinlich in den weiteren Bänden auflösen wird) und alle wurden von einem reichen Mann aus der Schweiz adoptiert. Dieser Mann verstirbt nun plötzlich und hinterlässt jeder seiner Töchter einen Hinweis auf ihre Vergangenheit. Sie alle wurden nach den Plejaden benannt und stammen von verschiedenen Kontinenten. Welches Geheimnis genau hinter der Adoption und den sieben Schwestern steckt, gilt es in den weiteren Bänden herauszufinden. Erst einmal gehen wir in jedem Band mit einer der Frauen auf Reisen und erforschen ihre Abstammung. Im 1. Band beginnen wir also mit Maia, die es nach Brasilien verschlägt, wo sie nicht nur etwas über ihre Herkunft, sondern auch über sich selbst lernt. Mir hat dieser Auftakt wirklich gut gefallen, denn das Rätsel um die Schwestern ist wirklich interessant gestaltet und auch die Vergangenheit von Maia und ihrer Familie war sehr interessant. An einigen Stellen gab es ein paar Längen, weshalb ich einen Punkt abgezogen habe, aber im Großen und Ganzen war es ein tolles Buch. Nun bin ich gespannt auf die anderen Schwestern, denn alle sind vom Charakter her sehr unterschiedlich.

    Fazit:

    Für gemütliche Lesestunden sind die Bücher von Lucinda Riley definitiv gut geeignet. Es sind teilweise richtige Wälzer, die ich - aufgrund der Längen - zwar nicht immer lesen kann, aber hin und wieder durchaus gerne zur Hand nehme. "Die sieben Schwestern-Reihe" werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen, denn ich bin schon gespannt auf die anderen Charaktere und deren Hintergrundgeschichten.

  7. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 03 (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 03

     (1.531)
    Aktuelle Rezension von: thainy_books

    Nach den ersten zwei Teilen habe ich mich endlich an den Schreibstil und Erzählton von George R R Martin gewöhnt. Dadurch konnte ich die Geschichte viel mehr genießen, auch wenn er für meinen Geschmack beim Beschreiben zu ausführlich ist. Was ich an diesen Teil besonders mochte waren die vielen Charaktere, die in diesen Band eingeführt wurden und ich sie sehr sympathisch fanden (auch wenn manche eher früher als später gestorben sind). Es wurden neue Sichten eingeführt, zum einen die von Theon, den ich ja ganz und gar nicht ausstehen kann., wobei sie letztendlich sehr interessant waren.
    Die Charaktere sind definitiv gut ausgearbeitet und komplex. Es gibt kaum einen Charakter, von dem ich sagen kann, dass sie "gut" sind. Außerdem sind sie nicht alle likeable. Meine Lieblingscharaktere bleiben Arya Stark und Tyrion Lennister.
    Da die Bände im deutschen jeweils gespalten sind, kann ich den Plotverlauf nicht wirklich bewerten, ohne den 4. Teil gelesen zu haben.

  8. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.223)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Teil I einer Trilogie (Jahrhundert-Saga: Sturz der Titanen-Winter der Welt-Kinder der Freiheit)

    „Die Herrscher Europas haben etwas Schlimmes und Dummes getan, das zehn Millionen Menschen das Leben gekostet hat.“ (S. 899)

    Drei Länder. Drei Familien. Ein Jahrhundert. In seiner Jahrhunderttrilogie nimmt uns Ken Follett mit in ein bewegendes Jahrhundert europäischer Geschichte.

    Inhalt

    Der Auftakt STURZ DER TITANEN beginnt in den Zehner Jahren des 20. Jahrhunderts. In England spüren die Bergleute die Auswirkungen der Industrialisierung körperlich – nie ausbleibende Unfälle, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und ein selbstgefälliger Adel, der die rechtelosen Bürger ausbeutet. Ausbeutung durch die privilegierten Fürsten spürt auch das russische Volk -nachdem 1905 ein Bürgeraufstand blutig niedergemetzelt wurde, brodelt es gefährlich im Zarenreich. Im deutschen Kaiserreich herrscht ein arrogantes Machtstreben nach einem „Platz an der Sonne“ -eine Vereinbarung mit dem Nachbarreich Österreich-Ungarn bringt die Schwarzpulverfässer in Stellung, ein Funke aus Sarajevo entzündet sie. Der Machthunger nach der Vorherrschaft in Europa unter den Obersten der Staaten entfacht einen verlustreichen Krieg und Revolutionen in Politik und Gesellschaft folgen.

    Tipp: lest nicht den Klappentext! Ich bin froh, dass ich ohne viel Vorwissen in die Geschichte eingestiegen bin.

    Schreibstil

    Downton Abbey trifft auf einen Politthriller. Ken Follett, der Stephen King des historischen Romans, erzählt authentisch und so charakterstark wie ein Lew Tolstoi. Seine unterschiedlich angelegten Figuren haben Tiefe, Ausstrahlungskraft und Gefühl. Die Charakterentwicklungen sind authentisch und machen Spaß zu Lesen. Die verwobenen Liebesgeschichten lockern den ernsten Hintergrund auf, aber wirken ab und an etwas zu seicht, schmachtend, groschenromanhaftig. Es hält sich aber noch in annehmbaren Rahmen.

    Protagonisten

    Der Einstieg gelingt leicht. Billy Williams, ein Junge aus dem englischen Volk, erlebt seinen ersten Arbeitstag untertage. Der Leser bekommt ein Gefühl für die miserablen Arbeitsbedingungen und mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen in der Industrialisierung und erlebt im Laufe der Geschichte wie sich eine Arbeiterbewegung etabliert. Billys Schwester, Ethel arbeitet im Gutshaus der adeligen Familie Fitzherbert, was bei mir ein Gefühl von Downton Abbey aufkommen ließ. Das Familienoberhaupt Earl Fitz engagiert sich im britischen Oberhaus, dem House of Lords. Seine Schwester Maud ist Frauenrechtlerin, abwertend: Suffragette. Politische Spannungen sind da vorprogrammiert.

    Durch sein politisches Engagement unterhält Fitz Beziehungen zu Diplomaten und Attachés u.a. aus Deutschland, Österreich und Amerika. Die Männer treffen sich in England, bauen Bekanntschaften, sogar Freundschaften auf. Der Deutsche Sozialdemokrat Walter von Ulrich, der immer wieder gegen seinen konservativen Vater ankämpfen muss, verliebt sich in Fitz Schwester Maud. Walters österreichischer Cousin Robert unterstützt die beiden. Der Amerikaner Gus ist auch noch mit von der Partie, wird aber erst spät in der Handlung interessant.

    Durch seine Ehe mit der Russin Bea unterhält Fitz auch Beziehungen zum Zarenreich, in dem zwei junge Brüder durch das zaristische Regime zu Waisen wurden. Grigori musste schon früh lernen für sich und seinen jüngeren Bruder Lew aufzukommen. Während er unerbittlich für seinen großen Traum -nach Amerika zu emigrieren- schuftet, lebt Lew von einem Tag auf den nächsten und bringt sich in folgenreiche Schwierigkeiten.

    Nach und nach verschachteln sich die einzelnen Handlungsstränge der Protagonisten. Es ist ein Fest, diese Verbindungen nachzuverfolgen, noch dazu, weil auch historische Persönlichkeiten gekonnt einbezogen werden. So kann sich der Lesende über die Auftritte von Woodrow Wilson, König George V., David Lloyd George, Kaiser Wilhelm II, Trotzki und Lenin „freuen“.

    Contra: Gerne hätte ich auch noch eine französische Perspektive gelesen…aber wahrscheinlich hätte das doch den Rahmen gesprengt. Das Buch hat immerhin schon 1020 Seiten…nicht unbedingt ein Buch, dass man überallhin mitnimmt.

    Fazit

    STURZ DER TITANEN von Ken Follett ist ein opulentes Familiendrama rund um den ersten Weltkrieg (Zeit der Handlung: ca. 1911-1923)  mit differenzierten Charakterzeichnungen à la Tolstoi. Follett schreibt polithistorisch fundiert, spannend & gefühlvoll! Politische Spannungen wie in einem Politthriller, Geschlechter- und Standeskonflikte und tragische Liebesgeschichten sind vor dem historischen Setting authentisch verwebt. Dieser Roman ist eine Mahnung zum Frieden und ein Ruf nach Völkerverständigung ganz in der Tradition der Antikriegsromane, jeder sollte es lesen!

    Tipp: Der Roman wird auch grandios vertont von Philipp Schepmann (Lübbe Audio, ca. 37 Std).

     

    STURZ DER TITANEN. Die Jahrhundertsaga. | Ken Follett| aus dem Englischen von Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher| Illustrationen von Tina Dreher| Bastei Lübbe Hardcover| 2010| 1020 Seiten| 28,00€ (erhältlich nur noch die Taschenbuchausgabe für 15,00€)

  9. Cover des Buches Clockwork Angel (ISBN: 9783401507996)
    Cassandra Clare

    Clockwork Angel

     (1.926)
    Aktuelle Rezension von: Anna_intergalaktisch

    Wie konnten die Geschichten des Schattenjägeruniversums an mir vorbei gehen? 

    Das erste Buch hat mich positiv überrascht: Clare hat einen lockeren und teilweise mit Sarkasmus angehauchten Schreibst, der mich sehr angesprochen hat. 

    Spannungsmomente wurden gut gesetzt und die Ausarbeitung der Charaktere lässt eine Bindung zwischen ihnen und dem Leser zu.


    Ich finde es schade, dass in Deutschland keine Verlag mehr die Rechte an dieser Geschichte erwerben will und man so gezwungen wird, ausländische Exemplare oder gebrauchte und überteuerte deutsche Ausgaben zu erwerben.

  10. Cover des Buches Inferno (ISBN: 9783404169757)
    Dan Brown

    Inferno

     (1.462)
    Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZ

    Brown schafft eine außergewöhnliche, nachdenkliche und gut ausgearbeitete Geschichte. Zu Beginn baut er gleich Spannung auf. Am Ende der Kapitel bin ich immer gespannt, wie es weitergeht und mag das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die Geschichte ist in der dritten Person aus Sicht Robert Langdons geschrieben. Jedoch geben einige Kapitel Einblicke in andere Perspektiven von Personen, die für die Geschichte unersetzlich sind. Auf diese Weise erhält der Leser ein paar ergänzende Informationen über die Situation, was die Spannung noch zusätzlich steigen lässt. Was diese Personen aber mit dem Rätsel zu tun haben und was das alles zu bedeuten hat, erfährt der Leser erst später. 

    Die Protagonisten Robert Langdon und Sienna Brooks waren mir gleich sympathisch. Die Gedanken Langdons sind durch den Kursivdruck klar von der Handlung abgegrenzt. Dan Browns Schreibstil ist leicht zu lesen und man fliegt regelrecht durch die Seiten. Durch die genauen Beschreibungen ist die Handlung leicht nachzuvollziehen, was durch die anschaulichen Vergleiche noch unterstützt wird:
     „Die Erinnerungen kehrten nur langsam zurück … wie Blasen, die aus den Tiefen eines bodenlosen Brunnens an die Oberfläche steigen.“

    Die Geschichte wirkt durch zahlreiche italienische Sätze realistischer. Trotzdem ist alles zu verstehen, weil die wichtigen Aussagen noch einmal übersetzt wiedergegeben werden. 

    Allerdings gibt es zu Beginn vieler Kapitel und auch zwischendurch eine lange Erklärung über Dante, ein Kunstwerk oder einen Raum. Einerseits sind einige Erläuterungen interessant und wichtig, um das Rätsel zu verstehen und zu lösen, andererseits kommen sie so oft vor und sind ausufernd, dass sie mich nervten und langweilten. So zieht sich das Buch in die Länge und durch diese Beschreibungen schreitet die Handlung nur schleppend voran.

    Was mir neben den ausufernden Beschreibungen des Umfelds und deren Gegenstände ebenfalls nicht gefiel ist, dass zu Ende zwei Dinge ungeklärt bleiben. Das eine ist nicht wichtig, um die Geschichte zu verstehen, allerdings hätte ich mir eine Erklärung gewünscht, um meine Neugierde zu stillen und da es für mich unerklärlich und ein bisschen weit hergeholt ist. Die andere Sache ist von Bedeutung und lässt für mich das Verhalten von Sienna Brooks gegen Ende des Buches unglaubwürdig erscheinen. Aus diesem Grund finde ich die Handlung um Sienna Brooks am Ende nicht so gut gelungen. 

    Fazit:

    Trotz zweier Unklarheiten und den manchmal zu langen Beschreibungen von Kunstwerken ist Dan Brown ein spannendes, außergewöhnliches und rasantes Meisterwerk gelungen, das zum Nachdenken anregt. "Inferno" ist von diesem Autor mein erstes Buch, aber nach diesem kann ich sagen, dass Brown definitiv ein sehr guter Schriftsteller mit besonderem Schreibstil ist. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen!

  11. Cover des Buches Die Seelen der Nacht (ISBN: 9783442377190)
    Deborah Harkness

    Die Seelen der Nacht

     (1.146)
    Aktuelle Rezension von: beckilie

    Ich bib ganz vernarrt und kann kaum erwarten, dass die anderen Teile ankommen. Deborah Harkness schreibt sehr detailliert,  ich finde es toll. Könnte aber Geschmackssache sein. Man merkt sehr, dass sie selber einen historischen-wissenschsftlichen Hintergrund hat, in dem sie sich manchmal etwas verliert. In diesem Fall macht es aber Diana nur noch authentischer. Ich bin offiziell süchtig 🥰

  12. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.750)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Gute acht Jahre, nachdem mich "Marina" bitter enttäuschte, hat mich der Friedhof der vergessen Bücher doch noch in seinen Bann gezogen - zum Glück. Eine unheimliche Schauergeschichte mit sehr überzeugenden Charakteren geht etwas langsam los, wird aber immer mehr zu einem packenden Thriller, der in einem Finale furioso gipfelt. Insbesondere der wortgewandte Fermin hat es mir sehr angetan. 4,5 🌟

  13. Cover des Buches Die geliehene Zeit (ISBN: 9783426518106)
    Diana Gabaldon

    Die geliehene Zeit

     (1.413)
    Aktuelle Rezension von: Liebe_in_den_zeilen


    Das Buch macht zu Beginn erstmal einen riesigen Zeitsprung. Ich war im ersten Moment auch etwas überfordert und hab gedacht ich hätte ein Teil ausversehen übersprungen, den Claire war wieder in ihrer Zeit, wenn auch knapp 20 Jahre später. Hier lernt man erstmal ihr "neues" Leben in dieser Zeit kennen, wie es in etwa für sie war als sie zurück kam, wie es für Frank war und was es für eine Beziehung war, aber ich lernte auch Brianna kennen, die Tochter von Jamie und Claire. Nachdem der erste "Schock" überwunden war und ich langsam erkannte, dieser Zeitsprung war mit Absicht, kam ich wieder echt gut in die Handlung rein obwohl eben eigentlich 20 Jahre vergangen sind. Aber dadurch das im groben Zusammenhang erklärt worden ist was bisher passiert ist, außer warum sie wieder zurück ist, fühlte es sich für mich so an als wäre ich nicht weg gewesen. Nach einigen Kapiteln aber in der "Gegenwart" des Buches, sprang es wieder in die Vergangenheit bzw. in die Zeit die man kannte und wo das letzte Buch geendet hat. Claire war also wieder bei ihrem Jamie und wusste nicht was sie alles erwarten würde. Danach ging es ganz normal weiter, als gäbe es diesen Sprung nicht. Den Claire erzählte sozusagen Brianna das was eben damals passiert war, und ich erlebte es wie es eben war. Die Handlung war wieder sehr interessant, den sie reisten nach Frankreich und versuchten einen Krieg zu verhindern. Es kam zu vielen Intrigen und die beiden lernten viele neue Leute kennen, aber auch viele alten kamen wieder vor. Es war schön so mache wieder zu sehen, und bei manch anderen auch nicht so... Aber ich muss sagen es gab zwischendurch ein paar Szenen die mich etwas verwirrend waren, ich konnte dann manchmal den Kontext nicht ganz nachvollziehen... Es waren aber immer eher so kleine Nebensachen, die nicht ganz so wirklich wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte waren, aber trotzdem wolllte ich es einfach nur mal kurz erwähnen den oftmals hab ich dann einige Seiten übersprungen bzw. eigentlich nur eher überflogen bevor es dann mit der eigentlichen Handlung weiter geht. 
    Und die Handlung war wieder sehr spannend! Den obwohl das Buch mal wieder sehr dick war, wie glaub jedes Buch der Reihe, wusste ich nie was mich noch erwarten würde oder wenn sie dann doch noch treffen würden. Es ist einfach nur wundervoll und die ganzen Seiten fliegen nur dahin. Aber nicht nur Spannung ist vorhanden , den ich wusste die ganze Zeit nicht schaffen sie es den Krieg zu verhindern und vor allem zu welchen Maßnahmen würden die beiden greifen? Es ist auch viel Liebe vorhanden, den die Liebe der beiden wächst deutlich und auch wenn ich es schon beim ersten Band wahrscheinlich gesagt hat, man merkt einfach das die beiden perfekt miteinander harmonieren! Ich bin ein wahrer Fan der beiden. Es war eine tolle Handlung und ein toller Blick in die Zukunft von den beiden, auch wenn es noch nicht wirklich das gewünschte Happy End ist...






    Claire war mir bereits durch die Serie sehr ans Herz gewachsen, und ich muss sagen im Buch war es genau so. Den genau so wie sie in der Serie war, wurde sie auch im Buch beschrieben. Aber was ich jetzt interessant fand, mal in ihre Gedanken zu tauchen und auch ihre tiefsten Gefühle zu entdecken -den das ist eine Seite die nur im Buch beschrieben werden kann und in keinem Film/Serie der Welt. Sie war eine sehr tolle Person, die nie an sich denkt sondern immer an andere und vor allem einfach nur helfen will - egal wem.

    Von der Autorin hatte ich noch nie ein Buch gelesen und leider bisher auch nicht wirklich etwas von ihrem Schreibstil gehört weswegen ich sehr gespannt war wie ich auf ihrem Schreibstil reagieren würde und ich muss sagen es war genau so wie ich es mir gewünscht habe! Die Seiten flogen nur dahin, ich hatte das Gefühl ich würde Claire auf ihre Abenteuer in der neuen Zeit begleiten.Ich fühlte mich dem Buch, aber auch der Protagonistn sehr nah und empfand es immer als "nach Hause kommen" wenn ich das Buch endlich wieder weiter lesen konnte.
     Es war einfach nur toll und ich bin mehr als begeistert!

    Es war wieder ein tolles Buch, auch wenn die Handlung mich nicht immer so ganz ansprechen konnte. Trotzdem bekommt das Buch 4 von 5 Sterne von mir!


  14. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.491)
    Aktuelle Rezension von: Kajani

    Ich habe die Bücherdiebin irgendwann bekommen und schon soviel davon gehört, dass ich es jetzt doch endlich mal lesen musste.


    Es wird Liesel Memingers Geschichte aus Sicht des Todes erzählt. Die Struktur und auch der Aufbau wie auch die Erzählweise sind etwas anders, als man das gewohnt ist. 

    So wird durchaus an einigen Stellen manches vorweg genommen, wo ich aber nicht das Gefühl hatte, dass das den jeweiligen Ereignissen einen Abbruch getan hat. 

    Manches Mal sind eben die gewählten Wörter und der Weg zu diesen ebenso bedeutsam. 

    Ebenso werden ein manches Mal Dinge nicht klar beschrieben, sondern eher umschrieben; für mich war das tatsächlich kein Problem; es mag aber durchaus Leser geben, die das nicht schön finden.


    Die Idee, den Tod als Erzähler zu nehmen und auch das ganze Setting, mittem im 2ten Weltkrieg sowie einige Dinge, die sich dort so zugetragen haben; finde ich persönlich, geben der Geschichte nochmal einen ganz besonderen Schliff. 

    Ich fand auch beeindruck, wie es auch sprachlich geschafft wurde, dass die Menschen einfach alle Menschen sind in den meisten Situationen. 

    Worte können soviel bewirken, mit ihnen steht und fällt sovieles, auch in diesem Buch.

    Für mich persönlich ist "die Bücherdiebin" eines der Bücher, das meine Sammlung niemals verlassen wird. 





  15. Cover des Buches Wie man die Zeit anhält (ISBN: 9783423281676)
    Matt Haig

    Wie man die Zeit anhält

     (337)
    Aktuelle Rezension von: Anna_intergalaktisch

    Eine wunderbare Geschichte über das Leben, die Liebe und die Zeit!

    „Ich ertrinke nicht mehr in der Vergangenheit und ich habe keine Angst mehr vor der Zukunft. Wie könnte ich? Die Zukunft bist du.“

  16. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426510575)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

     (2.035)
    Aktuelle Rezension von: gleanserendipity

    Wenn ich jetzt selber eine Inhaltsangabe schreibe, spoiler' ich eventuell etwas wichtiges und orientiere mich einfach an dem Klappentext.

    Jacobs Großvater erzählte seinem Enkel immer wieder von einer Insel mit einem Heim für besondere Kinder. Doch als sein Urgroßvater auf einmal auf stirbt - und das nicht gerade gewöhnlich, sondern sehr mysteriös - wird Jacob von schrecklichen Albträumen heimgesucht und macht sich auf die Suche zu der besonderen Insel.

    (VORSICHT; MÖGLICHER SPOILER)

    Ich finde die Geschichte hat Science Fiction - Inhalte, denn es gibt Zeitschleifen.... Auf der anderen Seite finde ich, dass es an einen Psychothriller grenzt. Es gibt Monster, die die "Guten" umbringen wollen. Es folgen so viele Plots, dass es immer gruseliger wird und ich habe gehofft, es gäbe nicht so viele!

    Dann gibt es aber noch ein tiefgründiges Thema in diesem Buch: (VORSICHT; MÖGLICHER SPOILER)

    Ich überlegte, ob es nicht einer der besten Bücher zum 2. Weltkrieg sei... Die Hälfte der Geschichte spielt also am 3. September 1940. Jacobs Großvater, der einst in diesem Heim lebte, wurde von Monstern, wie Weights und Hollowgasts heimgesucht. "Hollowgasts" klingt ungemein nach "Holocaust". Jacobs Großvater, Abe Portman wurde in Polen als Jude gesehen und hatte eine ganz besondere Fähigkeit (das nenne ich jetzt aber nicht, falls ihr das Buch noch nicht gelesen habt). Er war sich sicher gegen die sie zu kämpfen.

    Diesem Buch gebe ich vier Sterne, da ich den amerikanischen Stil nicht gerne lese, in dem das Buch geschrieben ist.

  17. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783404169993)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (765)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Teil II einer Trilogie (Jahrhundert-Saga: Sturz der Titanen-Winter der Welt-Kinder der Freiheit)

    „>>Wenn man kein Interesse für das Geschehen aufbringt, macht man sich mitschuldig an dem, was passiert.<< – >>Ich nehme an, das haben wir alle gelernt.<< (…) >>Was soll nur aus der Welt werden, Charlie? Ganz Europa ist faschistisch.<<“ (S.641)

    Vier Länder. Vier Familien. Ein Jahrhundert. In seiner Jahrhunderttrilogie nimmt uns Ken Follett mit in ein bewegendes Jahrhundert europäischer Geschichte.

    Inhalt - von der Machtergreifung der Faschisten bis zur Berliner Blockade

    Die Handlung umfasst die Jahre von 1933 bis 1949, von der Machtergreifung Hitlers bis zur Berliner Blockade und der Währungsreform. Dabei begleiten die Leser:innen wieder die Protagonisten aus dem ersten Teil bzw. deren Kinder, daher fangt bitte zwingend mit dem ersten Teil an.

    Deutschland: Die Weimarer Republik scheitert, die Weltwirtschaftskriese schürt Nöte und Ängste, Inflation und Arbeitsmangel führen dazu, dass die Bürger radikal wählen. Die Familien von Ulrich erlebt die Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler und das Zustandekommen des Ermächtigungsgesetzes durch den Reichstagsbrand.

    England: Die Appeasement-Politik von Chamberlain ignorierte lange die sich dramatisierende Lage im „Dritten Reich“. Der junge Engländer Lloyd Williams ist beunruhigt von der Hochkonjunktur der Faschisten in Europa. Entschlossen, diesen totalitären Kräften etwas entgegenzusetzen, meldet er sich freiwillig für den spanischen Bürgerkrieg.

    Sowjetunion: Die Verhältnisse seit der russischen Revolution haben sich geändert, der Kommunismus frisst seine Kinder. Der Geheimdienst KGB bespitzelt erbarmungslos. Stalin schließt einen Nicht-Angriffspakt mit dem Nationalsozialistischen Regime. Tja, und dann ist Polen buchstäblich offen. Der junge Mann Wolodja Peshkov nutzt seine Verbindungen und installiert ein deutsches Untergrundnetzwerk, das die Kriegspläne der Nazis an die Russen verrät.

    USA: Das amerikanische Volk will sich nicht in einen europäischen Krieg hineinziehen lassen, doch am 7. Dezember 1941 trifft ein Angriff völlig aus dem Nichts die amerikanische Ehre. In die Ecke getrieben schlägt die Regierung um sich, die alles vernichtende Atomwaffe vernichtet in Sekundenbruchteilen Leben, das Wettrüsten mit der UdSSR beginnt. Die reiche Erbin Daisy Peshkov sehnt sich nach Anerkennung der Oberschicht, nach sozialem Aufstieg. Bald erkennt sie, was wirklich wichtig ist im Leben, während ihr Halbbruder Greg auf fatale Weise lernen muss, wie wenig Wert das Leben von tausenden Menschen eines Landes im Unterschied zum wissenschaftlichen Fortschritt hat, er studiert (Atom-)physik. Woody Drewer hilft seinem Vater im Parlament, während sein jüngerer Bruder als Matrose in Pearl Harbor stationiert ist.

    Der Winter ist über die Welt hereingebrochen

    Es ist nicht möglich, alle Geschehnisse der Jahre 1933 bis 1949 in Europa, Asien und den USA auf etwas über 1000 Seiten abzubilden. Das wäre auch zu viel verlangt, immerhin bemüht sich Follett sichtlich, möglichst viele bedeutende Ereignisse abzubilden. Gerne hätte ich noch 1000 Seiten mehr gelesen über bspw. die Attentate auf Hitler, den Uboot-Krieg, die Spionageaktivitäten des KGB, die Auswirkungen der Atombombenabwürfe auf Nagasaki und Hiroshima. Was ist eigentlich mit den schlesischen Flüchtlingen oder der französischen Résistance im besetzten Frankreich? Wieder habe ich die gleiche Kritik wie im ersten Band: Ich hätte mir eine französische Sichtweise gewünscht. Nur kurz in Verbindung mit dem D-Day werden französische Bürger beschrieben.

    Relativ gefährlich finde ich auch Folletts Darstellung der Nationalsozialisten als dumme, grüne Jungen. Sicherlich gab es viele Mitläufer -wie Follett auch beschreibt-, allerdings war die Ideologie und die Machtansprüche nach der „Schande von Versaille“ stark von den Eliten unterstützt. Follett nimmt hier zu stark die Untergrundkämpfer in den Fokus und lässt dabei die Schuldfrage weitestgehend unberührt.

    Schreibstil

    Ken Follett verschachtelt meisterlich seine Handlungsstränge und Protagonisten miteinander. Jeder kennt sich über höchstens zwei Ecken… etwas unrealistisch, ja, aber ok. Auch, dass immer mindestens eine Person dabei ist, wenn etwas Entscheidendes für die Weltgeschichte geschieht, ist konstruiert. So taucht Stalin auf einer Hochzeit eines Protagonisten auf, ein anderer Protagonist hält Hitler die Tür zum Reichstag auf, einer ist auf Seiten der USA bei der Atombomben-Produktion dabei - wieder ein anderer bei den Forschungen der UdSSR zu diesem Thema. Wenn man erst einmal auf diese keineswegs zufällig so dargestellten Situationen aufmerksam gemacht wurde, wird es sehr augenscheinlich. Doch ist der Roman über diese Vorwürfe erhaben. Ein Roman IST ein Konstrukt und kein Erfahrungsbericht.

    Follett wird sehr emotional – ob Schmerz, Trauer, Ängste oder Leidenschaft- alles ist aufgeputscht und soll die Empathie des Lesenden wecken und ihn unterhalten. Gerade zu anfangs hat mich die gehäufte Darstellung von leidenschaftlichen Liebesszenen genervt. Als die Handlung weiter vorankam, gab sich die Häufigkeit etwas. Ich bin mir sicher, weniger Groschenroman-Szenen würden dem Romankonzept Folletts nicht schaden.

    Illustration

    Es ist ja ganz nett, dass es auf den Einbandseiten jeweils eine Karte Europas vor dem II. Weltkrieg gibt, aber hilfreich ist das nicht. Mir fehlt hier klar eine Weltkarte, oder zumindest eine Karte vom Pazifik mit Hawaii.

    Fazit

    WINTER DER WELT von Ken Follett ist ein historischer Roman, der von den sozialen und politischen Ereignissen rund um den II. Weltkrieg handelt. Ken Follett bringt die verstaubten Erinnerungen des Geschichtsunterrichts wieder ins Gedächtnis der Lesenden. Der Autor schreibt polithistorisch fundiert, emotional und spannend. Auf 1000 Seiten können selbstverständlich nicht alle Geschehnisse um den 2. Weltkrieg angesprochen werden, nagut, in einem Geschichtsbuch schon, aber nicht in einem Roman. Da muss der Autor Kompromisse eingehen. Ich vergebe vier Sterne, da mich das Verhältnis zwischen Liebesszenen und historischen Ereignissen gestört hat. Gerne mehr geschichtliche Details und weniger Bettsport…aber Follett braucht ja auch wieder neue, frische Protagonisten für den Folgeband… . Als Roman für einen guten Überblick kann man es auf jeden Fall lesen und dann zu interessanten Details recherchieren.

    Tipp: Der Roman wird auch grandios vertont von Philipp Schepmann (Lübbe Audio, ca. 35 Std).

     

    WINTER DER WELT| Ken Follett| aus dem Englischen von Dietmar Schmidt und Rainer Schuhmacher| illustriert von Tina Dreher| Bastei Lübbe| 2012| 1022 Seiten| 28,00€ (erhältlich nur noch die Taschenbuchausgabe für 15,00€)

  18. Cover des Buches NSA - Nationales Sicherheits-Amt (ISBN: 9783785726259)
    Andreas Eschbach

    NSA - Nationales Sicherheits-Amt

     (293)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Andreas Eschbach verknüpft Fakten und Fiktion miteinander:
    Was wäre passiert, wenn es zur Nazi-Zeit bereits K(C)omputer, Handys und Kreditkarten gegeben hätte? Anne Frank wäre in ihrem Versteck bereits zu Beginn des 2. Weltkriegs gefunden worden und das nur, weil die NSA Daten der Kreditkarten ausgewertet hätten. Denn warum kauft jemand für 10 Personen Lebensmittel ein, wenn eigentlich nur 2 Personen im Haushalt wohnen?
    Es geht um Helene, die im Sicherheits-Amt als Programmiererin arbeitet und doch eigentlich ihre Auswertungen vernichten möchte, denn ihre beste Freundin versteckt ihren Fahnenflüchtigen Freund auf dem Dachboden. Und es geht um Eugen, der auch im NSA-Amt arbeitet, doch er nutzt seine Auswertungen um sich feige und pervers an Frauen zu rächen.

    Die Idee des Buches ist eigentlich genial, doch der große Plot bleibt aus. Eschbach hat das Potential der Idee einfach nicht genutzt.
    Ich habe mich förmlich bis ans Ende gequält.
    Sehr schade

    🐭🐭/5

  19. Cover des Buches Das verlorene Symbol (ISBN: 9783404160006)
    Dan Brown

    Das verlorene Symbol

     (1.975)
    Aktuelle Rezension von: Bluejellow

    Cover: Ich habe noch das alte Cover daheim, welches ganz gut ist. Es verrät nicht viel, aber auch nicht zu wenig.


    Inhalt: Robert Langdorn wird von dem Assistent von seinem Freimaurerfreund Solomon gebeten, nach Washington D. C. mit einem aufbewahrten, versiegelten Päckchen zu reisen und auf einem Kongress eine Rede im Kapitol zu halten. Kathrine Solomon ist währenddessen in ihrem gigantischen Geheimlabor und entdeckt etwas bahnbrechendes für ihre Forschung. Doch beide werden schon schnell merken, dass diese Nacht nicht wie jede andere sein wird, denn ein alter Bekannter der Solomons wartet auf seine letzte Erfüllung und die Jagd nach einem ganz besonderen Schatz.

    Die Geschichte war interesannt gestaltet. Die Orte wurden ausführlich beschrieben, sodass man sich wie in Washington fühlte. Die Handlung war am Anfang spannend, jedoch verlor ich nach einer Weile diese Spannung und gegen Ende zog sich das Buch nurnoch. Es wurde oft um den heißen Brei herumgeredet und Dinge mehrmals wiederholt. Allerding erfuhr man auch oft interesannte Fakten und konnte gut miträtseln.


    Charaktere: Robert Langdon ist ein sympathischer Charakter. Er wirkt menschlich und man erfährt einige Dinge über ihn. Außerdem hat er seine Laster, wodurch er nicht wie der perfekte Held wirkt. Kathrine Solomon kam mir etwas naiv, aber auch mutig vor. Sie hing sehr an ihrem Bruder und dadurch konnte man deren Bindung gut nachempfinden. Frau Sato jedoch war mir ziemlich schnell unsympathisch und ich hatte jede Passage mit ihr gehasst. Auch der Antagonist war zwar Anfangs interesannt, verlor jedoch aus meiner Sicht immer mehr den Reiz, weshalb auch er mir irgendwann zu nervig und unsympathisch wurde.


    Schreibstil: Der Schreibstil aus der Er/ Sie- Perspektive war gut, jedoch nichts besonderes. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, in diesen Stil reinzukommen, doch danach hatte ich keine Probleme mehr. Jedoch zog sich das Buch sehr, da alles sehr ausführlich wr und die Dialoge ewig gingen. Dadurch wurde das Lesen nach einiger Zeit anstrengend.


    Fazit: Ich kann verstehen, wieso viele Leute dieses Buch mögen. Es besitzt tolle Rätsel und eine interesannte Handlung. Allerdings wurde mir das Buch irgendwann zu langweilig. Es zog sich sehr und die wenige Spannung verflog durch die Sprünge sehr schnell. Dennoch war es ein solides Buch, was jedoch nicht meinen Geschmack getroffen hatte.

  20. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492242585)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

     (892)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    "Die Teerose" von Jennifer Donelly gehört zu der Sorte Buch, die man am liebesten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Charaktere sind sehr nahbar und man fühlt mit ihnen. Obwohl das Buch ziemlich dick ist, gab es keinen Moment, an dem ich mich gelangweilt hätte. Mehrere Handlungsstränge wurden gekonnt miteinander verwoben und am Ende wird klar, dass sie alle zusammenhängen. Der Krimianteil des Buches war sehr spannend, doch für meinen Geschmack etwas zu blutrünstig. Die Liebesgeschichte würden manche Leute wohl als kitschig bezeichnen, doch ich fand sie wunderschön, auch wenn es mich manchmal genervt hat, dass die Protagonisten sich ständig verpassen und es durch Missverständnisse dutzende fehlgeschlagene Versuche der Versöhnung zwischen den beiden gab. 

    Das Einzige, was mich am Buch wirklich etwas gestört hat, war, dass teilweise Fehler bei den Namen der Personen gemacht wurden. So hieß Joe zu Beginn des Buches mit vollem Namen noch Joseph, während er am Ende Jonathan ist. Das ist zwar eine Kleinigkeit, die für die Handlung nicht weiter schlimm war, sollte aber meiner Meinung nach nicht passieren dürfen. Auch wirken alle Hauptfiguren für das Ende des 19. Jahrhunderts sehr modern und die Frauen sehr emanzipiert. Einige kleine Details finde ich auch historisch fragwürdig, beispielsweise, dass ein Londoner Straßengangster in den 1890ern ein Telefon hat. Für Leser, die auf so etwas Wert legen, ist "Die Teerose" vielleicht eine kleine Enttäuschung.

    Dennoch finde ich, dass "Die Teerose" ein wirklich gutes Buch ist, in dem man dank der guten Beschreibungen der Szenerie und der Personen leicht versinken und ein bisschen der Realität entfliehen kann.


  21. Cover des Buches Illuminati (ISBN: 9783404148660)
    Dan Brown

    Illuminati

     (4.967)
    Aktuelle Rezension von: Nicole01

    Ganz kurze Zusammenfassung:

    Robert Langdon wird nach Schweiz gerufen. Es wurde ein Kernforscher tot aufgefunden und Antimaterie entwendet. Auf seiner Brust sind Symbole eingraviert, die nur der Symbolologe und Harvardprofessor lösen kann. Er findet heraus, dass diese mit den Illuminati in Verbindung stehen. Langdon reist nach Italien um die Antimaterie zu finden und den dunklen Plan der Illuminati zu verhindern.


    Ich bin begeistert! "Illuminati" ist mein Lieblingsbuch. Die Spannung ist von Anfang an da und hält bis zum Ende an. Dan Brown beschreibt die Orte und Situation zwar ausführlich, aber realistisch, weshalb es sich dennoch sehr gut liest. Besonders fasziniert bin ich von den wahren Fakten über die Illuminati, auf denen seine Erzählung beruht. Dazu passt der Protagonist Robert Langdon als Symbolologe perfekt in die Geschichte.

    "Illuminati" ist für jeden zu empfehlen, der eben gerne Geschichten mit historischen Fakten, Mysterien und Verfolgungen liest!!!

  22. Cover des Buches Die Schokoladenvilla (ISBN: 9783328103226)
    Maria Nikolai

    Die Schokoladenvilla

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Judith ist Anfang 20 und Tochter eines Schokoladenfabrikanten. Man könnte meinen, dass sie keine großen Sorgen habe, doch am Anfang des 20. Jahrhunderts wird ihr als Tochter einiges verwehrt und wiederum einige Pflichten auferlegt. 

    Eine Familientragödie in einer Gesellschaft voller Intrigen, pompöser Bälle und Feinde aus der Vergangenheit. Die Geschichte ist eine wahre Achterbahn der Gefühl und Emotionen. Durch die Rezepte lässt sich ein Stück der Schokoladenvilla aus dem Buch in die Realität holen. 

  23. Cover des Buches Wo die Nacht beginnt (ISBN: 9783442381388)
    Deborah Harkness

    Wo die Nacht beginnt

     (474)
    Aktuelle Rezension von: Chrisi3006

    Diana und Matthew sind im Jahr 1590 gelandet und erhoffen sich hier eine schnelle Lösung für die Probleme in der Gegenwart. Doch schnell wird klar, dass es so einfach nicht wird. Matthew wird schnell wieder zu seinen damaligen Aufgaben gezogen und Diana tut sich mit den Umgangsformen schwer. Als Historikerin ist das natürlich gleichzeitig auch das Paradies für sie. Und während der Suche nach einer Hexe, die Diana unterrichtet, und dem Manuskript, lernt Diana Matthew von einer anderen Seite kennen. Sie erfährt viel Neues über sich und ihre Kräfte, aber auch über Matthew und seine Freunde.

    Dieser Band gefiel mir deutlich besser als der Erste und besonders die Zeit in Sept-Tours fand ich toll und passte so gut. Es wirft ein anders Bild auf Philippe und die ganze Familie. Zum Glück kann ich direkt mit dem letzten Band weiter machen.

  24. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257069334)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.069)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Jean-Baptiste Grenouille, wird auf dem Fischmarkt geboren und sofort von seiner Mutter verstossen. Wie auch später von der Amme und selbst im Kloster will ihn keiner haben. Er ist anders alle alle anderen, er nimmt Gerüche intensiver wahr und macht aus dieser Gabe das Beste für sich. Grenouille will mit der Herstellung von Parfüm kein Geschäft machen. Er will die Düfte, die er wahrnimmt bestitzen und das auf grausame Weise...

    Ein fesselner Roman über Genie und Wahnsinn. Den Film habe ich noch nie komplett gesehen, werde ich aber in nächster Zeit mal nachholen.

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