Bücher mit dem Tag "historiker"

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120 Bücher

  1. Cover des Buches Das Haus in der Nebelgasse (ISBN: 9783453358850)
    Susanne Goga

    Das Haus in der Nebelgasse

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Fenny

    Mich hatte das Cover zuerst überzeugt, somit griff ich zum Buch. Es fängt die Stimmung, die auch in dem Werk von Frau Goga weitergeführt wird, hervorragend auf.

    Mathilda Gray, eine junge, fortschrittlich denkende Lehrerin arbeitet 1900 in einem Mädcheninternat. Doch die gesellschaftlichen Zwänge fordern einen Drahtseilakt von ihr, will sie doch die ihr anvertrauten Mädchen fortschrittlich und selbstbestimmt erziehen. Nach den Ferien kommt aber gerade eine ihrer vielversprechendsten Schülerinnen nicht zurück, sondern unternimmt wegen schwacher Gesundheit mit ihrem Vormund eine Reise in den Süden Europas. Bald schon schreiben die Zeitungen von einer möglichen Verlobung. Mathilda ahnt, dass das nicht sein kann. Und eine Postkarte der Schülerin eröffnet ihr ein jahrhundertealtes Geheimnis zur Familiengeschichte den Ancrofts und Clelands und zur Zeit der großen Pest in London.

    Um dieses Rätsel zu lösen sucht Mathilda die Hilfe ihrer vorwitzigen Vermieterin, die Groschenromane um eine Abenteurerin schreibt, sowie eines Antiquitätenhändlers und eines Universitätsprofessors. Diese Menschen eröffnen ihr einen ganz neuen Blick auf das alte London! Und eine Stadt unter der Stadt, sowie die zahlreichen darin verborgenen Geheimnisse. Dabei geht es insbesondere um ein Haus, das real existent ist. Das fand ich an diesem Roman so faszinierend. Auch gefiel es mir wirklich gut, die hervorragend recherchierten Einblicke in die Geschichte der Stadt zu bekommen, die auch schon Menschen um 1900 erforschten. 

    Einziger negativer Punkt: Der Anfang ist sehr, sehr zäh. Ich habe wirklich eine Zeit gebraucht, um in den Roman reinzukommen. Das erste Drittel, in dem sich nicht wirklich erschließt, was kommt und was die Begebenheiten der Vergangenheit mit der potentiellen Hochzeit der Schülerin zu tun haben, war wenig spannungsgeladen und zwang nur durch die wirklich gut gestalteten Nebencharaktere zum weiterlesen. Doch dann nahm die Geschichte endlich Fahrt auf und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Auch Mathilda Gray wuchs mir sehr ans Herz, wie auch ihre Vermieterin. Da ich eine Schwäche für gut geschriebene Nebencharaktere habe, war dieses Buch für mich dahingehend ein Lesevergnügen. Schade war nur, dass der Handlungsstrang um den Antiquar nicht fortgesetzt wurde. Doch das konnte das pikante Geheimnis des Universitätsprofessors wieder wettmachen.

    Ich kann das Buch wirklich empfehlen. Ich hatte Spaß daran, sobald ich das erste zähe Drittel überstanden hatte. Und ich kann nur sagen: Durchhalten lohnt sich. Teilweise war das Ende recht vorhersehbar, dennoch blieb es spannend und wirklich gut und für die beschriebene Zeit authentisch gestaltet.

  2. Cover des Buches Für immer und einen Weihnachtsmorgen (ISBN: 9783956496028)
    Sarah Morgan

    Für immer und einen Weihnachtsmorgen

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Wie konnte es nur dazu kommen, dass ausgerechnet der unausstehliche Alec an Sklyars Seite ist, als diese, am eigentlich schönsten Abend ihres bisherigen Lebens, zugleich den größten Albtraum durchlebt. Statt einen romantischen Abend zu verbringen, landet sie mit dem TV-Historiker, der keinen Hehl daraus macht wie zuwider sie ihm ist, zuerst in einem Hotelzimmer, dann über die Adventszeit bei dessen Familie und schließlich auf Puffin Island. Mit Erstaunen stellt Skylar fest, wie schnell diese ihr Herz erobert und auch Alec zeigt eine andere Seite von sich. Doch da ist noch mehr…

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Bereits seit Jahren kann Sarah Morgan mich mit ihren Romanen ein ums andere Mal rühren, begeistern, zum Lachen bringen und ist somit fester Bestandteil meiner Vorweihnachtszeit – in diesem Jahr mit dem winterlichen Abschlussband der Puffin Island-Reihe:

     

    1. Einmal hin und für immer

    2. Für immer und ein Leben lang

    3. Für immer und einen Weihnachtsmorgen

     

    Das Cover zeigt den weihnachtlichen Charme einer größeren Stadt. Die Geschichte entführt uns jedoch noch an zwei andere, vorweihnachtliche Wohlfühlorte, die ich voll und ganz genießen konnte. Da ich die ersten Bände der Reihe (noch) nicht gelesen habe, war mir Puffin Island noch nicht bekannt und ich freue mich nun darauf die Insel zur Sommerzeit, mit den Bänden 1 und 2, nochmal kennen zu lernen.

    Dies fiel mir sowohl bei Alec als auch Sklyar extrem leicht, aus deren abwechselnden Blickwinkeln die Geschichte flüssig erzählt wird. Beide konnte ich schnell ins Herz schließen, wollte mehr über sie wissen und sie zusammen erleben. Die Anziehung zwischen ihnen wird dabei wundervoll beschrieben, die erotischen Szenen sind ansprechend gestaltet.

    Nach und nach geben sie mehr von sich preis und entwickeln sich auch gemeinsam weiter. Die Nebenfiguren haben daran einen schönen Anteil und ebenso wie die erwachsenen Hauptprotagonisten ihre Ecken und Kanten. Ein feiner Humor durchzieht die Geschichte und mildert dadurch auch die ernsteren Szenen etwas ab.

    Das Finale ist vielleicht einen Ticken zu klischeehaft, aber nichts desto trotz weihnachtlich, voller Liebe, Familie und Freundschaft.

     

    》FAZIT:

    Ein wundervoll-winterlicher Liebesroman, mit tollen Neben- und erwachsenen Hauptcharakteren, ansteckendem Humor, ansprechenden erotischen Szenen und auch ernsten Themen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, gefühlvoll und herzerwärmend.

  3. Cover des Buches Die sieben Schwestern (ISBN: 9783442479719)
    Lucinda Riley

    Die sieben Schwestern

     (1.178)
    Aktuelle Rezension von: Kiki2705

    „Die Sieben Schwestern“ aus der Feder von Lucinda Riley ist Band 1 einer 7-teiligen Familiensaga.
    Die Geschichte dreht sich um 6 Schwestern, die von Pa Salt adoptiert wurden und gemeinsam auf „Atlantis“, einem wunderschönen Anwesen am Genfer See, aufgewachsen sind.
    Als ihr Adoptivvater stirbt, hinterlässt er jeder der Schwestern einen Brief und die Koordinaten ihres Geburtsortes, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Herkunft und ihre Vergangenheit zu erfahren.
     Jeder Teil der Reihe widmet sich einer der Schwestern und ihrer Geschichte, wobei zwar alle Teile zur selben Zeit beginnen – nämlich beim Tod von Adoptivvater Salt – jedoch jedes Buch eine abgeschlossene Geschichte darstellt und somit unabhängig voneinander gelesen werden kann.

    In Band 1 geht es um die älteste Schwester Maia, die anders als ihre Schwestern immer noch auf dem Familienanwesen lebt.
    Ihr Brief von Pa Salt führt sie in ihr Herkunftsland Brasilien.
     Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, sodass wir die Suche nach der Vergangenheit zunächst aus der Perspektive von Maia erfahren, aber auch viele Jahre zurückreisen in die 1920er. Hier begleitet der Leser Maias´ Urgroßmutter Izabella auf ihrem Lebensweg.

    Der Schreibstil von Lucinda Riley ist sehr flüssig und leicht zu lesen.
    Es war für mich von Anfang an eine Geschichte zum Wohlfühlen.
     Die Charaktere wurden dabei in ihren Eigenheiten sehr authentisch beschrieben, sodass sie mir im Laufe des Lesens sehr ans Herz gewachsen sind.

    Auch den historischen Hintergrund um den Bau der Cristo-Statue fand ich sehr interessant, da ich hiervon bisher noch nichts gelesen habe.
     Im Fragen-Antworten-Bereich ganz hinten im Buch wird hierzu erläutert, welche Teile des Buches überlieferten Tatsachen entsprechen.

    Der Autorin ist es gelungen, ein lebhaftes Bild vom Rio de Janeiro, aber auch vom Paris und dessen Künstlerviertel Montparnasse in den 1920er Jahren zu zeichnen, sodass ich mich als Teil der Geschichte gefühlt habe und alles förmlich vor Augen hatte.

    Das Ende des Buches ist in meinen Augen genau richtig und enthielt für mich überraschende Hintergründe, die ich nicht vorhergesehen habe.
     Die immer wieder versteckten Hinweise und noch nicht aufgelösten Geheimnisse rund um Pa Salt, aber auch die Frage, warum dieser die Schwestern adoptiert hat und welches Leben er geführt hat, lässt mich mit Spannung zurück und ich freue mich, direkt Band 2 und die Geschichte der zweiten Schwester Ally zu lesen.

    Von mir gibt es für diesen wunderbar gelungenen Roman 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  4. Cover des Buches So wie Kupfer und Gold (ISBN: 9783570309803)
    Jane Nickerson

    So wie Kupfer und Gold

     (123)
    Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKatha

    So wie Kupfer und Gold

    Dieses Buch habe ich mal irgendwann einfach bei medimops gekauft, da eine Bloggerin damals schrieb, dass es eine interessante Märchenadaption sei und ich damals solche gerne gelesen habe. Allerdings wusste ich bis vor kurzem nie, um welches Märchen es sich handelt. Nun fiel mir das Buch beim Regaldurchsuchen wieder in die Hände und ich habe recherchiert: In dem Buch geht es um das Blaubart-Märchen. Sofort war meine Neugierde geweckt und ich habe die Geschichte innerhalb weniger Tage verschlungen. Ma etwas ganz anderes, mit historischem Touch, leider aber auch kleinen Schwächen. Trotzdem einen genaueren Blick wert!

     

    Klappentext

    Üppige Gewänder, rothaarige Schönheiten und ein grausiges Geheimnis! Boston, 1855. Sophia ist 17, und ist nach dem Tod ihres Vaters Waise, als sie einen Brief von ihrem Paten erhält, der sie auf seine Plantage in Mississippi einlädt. In Wyndriven Abbey zieht der attraktive Bernard sie in seinen Bann. Doch je näher sie sich kommen, desto mehr spürt Sophia seine dunkle Seite. Als ihr junge, schöne Frauen mit rotem Haar erscheinen die ihr selbst sehr ähnlich sehen wird Sophia misstrauisch. Cressac war bereits mehrfach verheiratet, und alle Ehefrauen verschwanden unter mysteriösen Umständen.

     

    Meine Meinung

    In dem Buch geht es um ein wunderschönes junges Mädchen namens Sophia, die nun leider eine Waise ist und zu ihrem Vormund, einem reichen Onkel, in die Südstaaten Amerikas ziehen soll. Das bedeutet für sie sich von ihren Geschwistern zu verabschieden, doch da sie immer nur Gutes von ihrem Onkel gehört hat und sie auch etwas sein Reichtum lockt, freut sie sich über den Umzug.

    In Mississippi angekommen bemerkt sie schnell, dass ihr Onkel Bernard ein attraktiver Charmeur ist, der auf Frauen mit langen roten Haaren zu stehen scheint. Doch er verhält sich ihr gegenüber stehts gut und schenkt ihr die größten Reichtümer. Schnell merkt Sophia aber, dass ihr Onkel auch eine dunkle Seite hat und viele seiner Frauen auf mysteriöse Weise verschwanden oder umkamen.

    Diese inhaltlichen Parallelen zum Blaubart-Märchen haben mir sehr gut gefallen. Besonders gut finde ich, dass die Südstaaten als Schauplatz gewählt wurden. Nicht nur, weil Wyndriven Abbey ein tolles Anwesen ist und man gerne über das alte prunkvolle Haus liest, sondern weil Sophia die Sklavenhaltung aufstößt und sie sich gerne mit den schwarzen Bediensteten anfreunden würde. Somit wird in diesem Jugendbuch eine wichtige Zeit der amerikanischen Geschichte und eine gute moralische Botschaft vermittelt. Denn Sophia kann einfach nicht verstehen, was an den Sklaven anders sein soll, als an ihr selbst.

    Leider hat Sophia nicht immer einen solch positiven Weltblick. Sie ist sehr naiv, hat wenig Durchsetzungskraft und wirkt oft wie ein verwöhntes Püppchen, dass lieber nach Reichtum als nach anderem strebt. Aber auf den Kopf gefallen ist sie nicht und kommt schnell hinter das Geheimnis ihres Onkels. Und verlieben tut sie sich auch noch…

    Es passiert also einiges in diesem Buch, allerdings weiß man sehr schnell wo der Hase langläuft, wenn man das Blaubart-Märchen kennt. Ich hätte mir inhaltlich noch mehr Abwandlung gewünscht, damit das Ende bzw. die Auflösung überraschender ist.

    Trotzdem hat mir das Buch Spaß gemacht und ich würde gerne 3.5 Sterne vergeben.

  5. Cover des Buches Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod (ISBN: 9783453421882)
    Gerhard Jäger

    Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

     (63)
    Aktuelle Rezension von: 3lesendemaedels

    Eine verlorene Liebe treibt den jungen Historiker Max Schreiber aus Wien im Herbst 1950 in ein Tiroler Bergdorf. Als er das Gasthaus betritt, in dem er ein Zimmer beziehen wird, verstummen die Gespräche in der Stube. Es bleibt lange bei der feindseligen Stimmung für den Fremden aus der Stadt. Erst allmählich nähert sich Max den Einheimischen, lauscht den alten Geschichten, in denen Hexen bei Bränden und deren Kinder den Lawinen zum Opfer fielen. Nachts schreibt Max alles in sein Notizbuch. Auch die Begegnungen auf einsamen Spaziergängen mit einer jungen Frau mit rotem Kopftuch, die nie ein Wort zu ihm sagt, beschäftigen seine Gedanken.
    Mehr als fünfzig Jahre später reist ein alter Mann aus Amerika zurück in seine Heimat Österreich. Er will in Innsbruck Nachforschungen zum Verschwinden seines Cousins Max Schreiber anstellen. Was geschah in jenem Winter, als der Schnee ein Dorf von der Außenwelt trennte und viele Menschen unter Lawinen begrub?
    Der Roman zog mich schnell in den Bann, nachdem ich mich anfangs etwas an den dialogarmen Schreibstil gewöhnen musste. "...schon gießt er die Bilder, die in seinem Inneren aufsteigen, in die Buchstabenform, lässt sie zu Worten erstarren, ordnet sie zu Sätzen, zu Skizzen, zu den Gedanken und Gefühlen..." Doch dann entstand eine bewegende dunkle Geschichte über Schuld und Sühne. Leider wird es keine weiteren Bücher des Schriftstellers geben, denn er verstarb im Erscheinungsjahr des Buches.

  6. Cover des Buches Engel aus Eis (Ein Falck-Hedström-Krimi 5) (ISBN: 9783548287201)
    Camilla Läckberg

    Engel aus Eis (Ein Falck-Hedström-Krimi 5)

     (150)
    Aktuelle Rezension von: sansol

    Engel aus Eis ist ein solider schwedischer Krimi. Interessante Geschichte, gut umgesetzt und auch wenn einige Punkte im Laufe doch recht vorhersehbar waren so bleibt es doch gute Unterhaltung.

    Wenn mir doch nur jemand erklären könnte wie der Verlag auf diesen absolut unpassenden Titel kommen konnte...

  7. Cover des Buches Wo die Nacht beginnt (ISBN: 9783442381388)
    Deborah Harkness

    Wo die Nacht beginnt

     (497)
    Aktuelle Rezension von: Katerle

    Im Vergleich zum 1. Band ist dieses Buch viel spannender und flüssiger geschrieben: keine so ausufernde alchemistische Ausschweifungen mehr, dafür sehr spannende Handlungen! Habe "nachts" weitergelesen, weil ich es nicht aus der Hand legen wollte. 

    Mit dem letzten Band 3 ging es mir übrigens genauso. 

    Übrigens können die 3 Bücher dieser Reihe  unabhängig voneinander gelesen werden! 

  8. Cover des Buches Holundermond (ISBN: 9783815753057)
    Jutta Wilke

    Holundermond

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Kerry

    Die 12-jährige Nele Wagner freut sich, wie jeder Schüler, unbändig auf die Sommerferien. Doch anstelle die freie Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden zu genießen, ereilt Nele eine schlechte Nachricht nach der anderen. So muss sie erfahren, dass ihre Eltern, Jan und Lilli, sich trennen werden und noch dazu muss ihr Vater, ein bekannter Historiker, dringend zu einem Auftrag nach Mauerbach abreisen. Vermehrt kam es in letzter Zeit zu Diebstählen wertvoller Kirchenreliquien, bei deren Aufklärung Jan helfen soll.


    Nele ist so richtig sauer auf ihre Eltern, sodass sie sich entschließt, mit ihrem Vater zu reisen, allerdings ohne das Wissen eines ihrer Elternteile. Sie versteckt sich kurzerhand auf dem Rücksitz des väterlichen Autos und es gelingt ihr lange Zeit unentdeckt zu bleiben. Erst kurz vor Wien (Mauerbach liegt in der Nähe von Wien) bemerkt ihr Vater seinen blinden Passagier und so beschließen sie, dass Nele ein paar Tage bei ihrem Vater bleiben darf, obwohl dieser anfänglich alles andere als begeistert von der Situation ist. Auch wenn das jetzt nicht die verquere Situation ihrer Eltern auflöst, so hat sich doch Nele etwas Zeit erkauft, bis sie sich mit diesen ernsten Themen auseinandersetzen muss.


    Vor Ort angekommen, wird Nele sofort herzlich von der Pensionsinhaberin Viviane empfangen und zu ihrer großen Freude ist es dort auch einen Jungen in ihrem Alter, mit dem sie sich sofort gut versteht: Flavio. Dieser lebt mit seinem Vater vor Ort, der das Eiscafé im naheliegenden Kloster betreibt. Im Rahmen der Arbeit ihres Vaters lernt sie auch dessen Kollegen Dr. Stephan Holzer kennen, ein Mann, der ihr auf den ersten Blick mehr als unsympathisch ist. Zusammen mit Flavio erkundet Nele die Abtei und erlebt so manches Abenteuer, immer auf der Hut vor den Erwachsenen, denen es so gar nicht recht ist, dass sich die Kinder dort aufhalten. Als jedoch Jan eines Tages verschwindet sind Neles und Flavios Spürsinn gefragt, um Licht hinter dessen Verschwinden zu bringen, denn womöglich hängt dieses mit den Diebstählen zusammen. Ist Jan dem Dieb zu nahe gekommen?



    Abenteuer in Mauerbach! Der Plot wurde kindgerecht und spannend erarbeitet. Besonders gut haben mir die Schilderungen der örtlichen Gegebenheiten gefallen. Ich hatte hier immer das Gefühl, direkt vor Ort zu sein. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Nele ist ein sehr aufgewecktes Mädchen, das ihren eigenen Kopf hat und nicht bereit ist, die Dinge als gegeben hinzunehmen, die ihr als solche präsentiert werden. Flavio ist von beiden eher der gemäßigte Part, was jedoch nicht bedeutet, dass er nicht bereit wäre, Risiken einzugehen, wenn er der Meinung ist, dass diese es wert wären. Den Schreibstil kann ich nur als bildhaft beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.
  9. Cover des Buches Dolfi und Marilyn (ISBN: 9783328100263)
    François Saintonge

    Dolfi und Marilyn

     (103)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Was für ein großartiger, skurriler, grotesker Roman! Ein verrückter und grandioser Einfall jagt den nächsten in dieser abgedrehten Zukunftsversion. Einfach genial!                                

  10. Cover des Buches Mortal Engines - Krieg der Städte (ISBN: 9783596702121)
    Philip Reeve

    Mortal Engines - Krieg der Städte

     (274)
    Aktuelle Rezension von: Oktodoc

    Ist eigentlich gar nicht mein Genre aber ich fand das Buch sehr spannend. Hester und Tom sind tolle Protagonisten und auch die Story war immer sehr spannend. 

  11. Cover des Buches Großväterland (ISBN: 9783957989420)
    Christian Hardinghaus

    Großväterland

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Booksareworldstotravel
    Diese Rezension wird sich wahrscheinlich sehr von meinen üblichen unterscheiden,aber dieses Buch ist eben auch anders ,als das was ich sonst lese. Großväterland ist eine Graphic Novel ,die Zeitzeugenberichte in Comic Form mit historischen Hintergründen verbindet. Diese Idee des Autors Christian Hardinghaus finde ich super ,da sich dieses Buch einfach viel leichter liest ,als die trockenen historischen Bücher. In Großväterland werden dem Leser auf 80 Seiten 8 bewegende Geschichten von Zeitzeugen erzählt und zwischendurch gibt es immer noch einen Sachtext. Das Buch ist im Panini Verlag erschienen und kostet 16,95€. Was mir an diesem Zeitzeugenbericht aber am besten gefällt ist ,dass genau das geschrieben wurde wie es Herr Hardinghaus erzählt wurde ohne das Ausschmücken mit Adjektiven um die Spannung zu steigern oder hinzuerfundene Dinge. Gerade das macht die Geschichten so berührend. Für das Buch sollte man sich Zeit nehmen und sich intensiv damit beschäftigen ,weil manche Dinge auf den ersten Blick vielleicht komisch und nicht nachvollziehbar wirken ,je mehr man dann aber darüber nachdenkt ,desto verständlicher und logischer erscheint es einem. Besonders an diesem Buch ist auch,dass Hitler und die Juden nicht das Hauptthema sind sondern ,wie die Menschen den Krieg erlebt und letztlich auch überlebt haben. Die Zeichnung sind gut gezeichnet und alles ist insgesamt eher düster gehalten,was ich aber beim Thema Krieg passend finde. Schade ist jedoch das oftmals die Schrift ein bisschen klein oder der Hintergrund zu dunkel ist. Den einzigen Kritikpunkt den ich habe ist ,dass mir das Buch zu kurz war. Ich hätte gerne mehr Rolf,Otto &Co erfahren. Ob das jetzt eine Kritik ist oder ein Kompliment an das Buch ist sei dahingestellt. Als Fazit kann ich das Buch jedem weiter empfehlen,natürlich ist es keine leichte Kost ,aber im Gegensatz zu Geschichten ist es wirklich geschehen und das sollte nicht vergessen werden.
  12. Cover des Buches Schwarze Schatten über Frankfurt (Neues Cover) (ISBN: 9783964780171)
    Jörg Erlebach

    Schwarze Schatten über Frankfurt (Neues Cover)

     (26)
    Aktuelle Rezension von: caos44

    Daniel ist der nette Kerl von nebenan, mit dem man Abends nach der Arbeit gerne mal ein Bier trinkt. Durch eine unerwartete Erbschaft gerät er in das ein oder andere Abenteuer und findet neue Freunde, die aber anders sind als erwartet. Als der Notar der ihm die Erbschaft unterbreitet hat, auf seltsame Weise ums Leben kommt, gerät er auch noch in den Mittelpunkt einer Mordermittlung.

    Jörg Erlebach schreibt seine Geschichten im hier und heute.Beim lesen glaubt man fast neben dem Autor zu sitzen und er erzählt einem eine Geschichte aus seinem Leben. Doch in jedem Buch spielt auch einen bestimmtes Ereignis aus der Vergangenheit rund um Frankfurt eine Rolle. Was aber in keinem Fall langweilig rüber kommt, sondern immer spannend und auch wichtig für den Rest der Erzählung ist.

    Habe den ersten Teil schon 2018 auf der Messe gekauft und mir dann die komplette Neuauflage 2021 noch einmal geholt. Doch als ich jetzt damit endlich mal angefangen habe, konnte ich nur denken.... Wie blöd eine so toll geschriebene und spannende Geschichte solange im Regal ungelesen versauern zu lassen. 

    Für alle die Magie, fantastische Wesen, Götter, ein wenig Geschichte und tolle Protagonisten mögen, eine absolute Leseempfehlung!!!!!!!!!

    War nicht mein letzter Jörg Erlebach.

  13. Cover des Buches Codex 632. Wer war Christoph Kolumbus wirklich? (ISBN: 9783946621065)
    J.R. Dos Santos

    Codex 632. Wer war Christoph Kolumbus wirklich?

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Wenn jemand Tomás Noronha an diesem Morgen gesagt hätte, er würde die nächsten Wochen damit verbringen, durch die Welt zu reisen, um eine fünfhundert Jahre alte Verschwörung zwischen den beiden einstigen Weltmächten Spanien und Portugal aufzuklären und in die esoterische Welt der Kabbala und der Tempelritter einzutauchen, hätte er vermutlich gelacht.  Und doch stand ihm genau das bevor.“ (Zitat Seite 12)

     

    Inhalt

    Dieser 6. Dezember 1999 in Lissabon begann für den Historiker und Dozenten Tomás Noronha mit einer Vorlesung, gefolgt von Institutsbesprechungen. Am späten Abend eines sehr langen Tages erhält er einen Anruf von Nelson Moliarti, Stiftung für gesamtamerikanische Geschichte in New York, in deren Auftrag der bekannte Professor Toscano die historischen Hintergründe der Entdeckung Brasiliens untersucht. Der Professor teilt der Stiftung mit, brisante Fakten entdeckt zu haben, die bekannte historische Ereignisse verändern werden, doch bis zur Veröffentlichung will er seine Forschungsergebnisse geheim halten. Am 30. November 1999 ist Professor Toscano in seinem Hotelzimmer in Rio überraschend verstorben. Die Stiftung bittet den bereits international bekannten Codespezialisten Tomás Noronha um Hilfe, er soll herausfinden, woran genau der Professor gearbeitet und was er entdeckt hat. Dieser nimmt den hochdotierten Auftrag an und bald ist er einem Geheimnis auf der Spur, das tatsächlich die bisher bekannten historischen Fakten um eine wichtige Entdeckung verändern kann, denn im Mittelpunkt der Forschungen des verstorbenen Professors standen nicht Cabral und Brasilien, sondern Christoph Kolumbus.

     

    Thema und Genre

    Dieser in deutscher Sprache als vierter Band erschienene Roman ist im Original das erste Buch der Serie um den portugiesischen Kryptanalysten und Historiker Tomás Noronha. Es geht um die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus.

     

    Charaktere

    Tomás Noronha, fünfunddreißig Jahre alt, ist ein international bekannter Codepsezialist und Historiker, spricht eine Reihe von alten Sprachen. Professor Toscano pflegte seine Daten und Notizen mit komplizierten Wortkreationen zu verschlüsseln. Obwohl ihn gerade auch seine private Situation fordert, recherchiert Tomás intensiv, denn die Stiftung drängt, braucht Resultate. Die Veröffentlichung soll bereits zur geplanten Jubiläumsfeier fünfhundert Jahre Entdeckung Brasiliens am 22. April 2000 stattfinden.

     

    Handlung und Schreibstil

    Bereits in diesem ersten Buch der Tomás Noronha Reihe überzeugt die interessante, packende und wissenschaftlich umfassend recherchierte Mischung aus Fiktion und Fakten. Die chronologisch erzählte Handlung führt den Hauptprotagonisten von Lissabon nach Rio de Janeiro, New York, Jerusalem und zuletzt nach London. Gekonnt baut der Autor die historischen Dokumente, authentischen Quellen, Manuskripte und alten Bücher in die Handlung ein, lässt uns durch seine Hauptfigur Detail um Detail die einzelnen Puzzleteile entdecken und nachvollziehen. Auch den titelgebenden Codex 632 gibt es tatsächlich. Dennoch ist die Handlung selbst fiktiv, ein Roman.

     

    Fazit

    Diese hochinteressante Kombination aus Information, Wissenschaft und spannender Geschichte, aus authentischen Fakten und Fiktion, macht jedes Buch der Serie zu einem besonderen Leseerlebnis.

  14. Cover des Buches Der Da Vinci Code (ISBN: 9783846600474)
    Dan Brown

    Der Da Vinci Code

     (8.179)
    Aktuelle Rezension von: DallingerAlois

    Eine tolle Geschichte mit Geheimnissen die aufgedeckt werden und zu einer weiteren neuen Handlung führen. Hervorragend übersetzt und perfekt sprachlich inszeniert. Ich hab das Buch in einem Ruck durchgelesen. 5 Sterne von Herzen und eine Empfehlung für alle Bücherfans !!!

  15. Cover des Buches Die achte Offenbarung (ISBN: 9783746629179)
    Karl Olsberg

    Die achte Offenbarung

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Jules113

    Paulus Brenner erhält ein Buch, das aus dem 15. Jahrhundert stammen soll. Es soll seiner Großmutter, die im Dritten Reich ums Leben gekommen ist, gehört haben und nun soll es zurück in den Familienbesitz. Doch es ist verschlüsselt. Brenner, der sich mit Verschlüsselungsmethoden ein wenig auskennt, macht sich daran, den Text zu entschlüsseln. Der Text handelt von wahren historischen Begebenheiten, die zu Lebzeiten des Autors noch nicht geschehen sein konnten, und die der Autor von einem Engel erfahren haben soll. Brenner ist hin und hergerissen, ob das Buch tatsächlich die Wahrheit sagt, oder ob es sich um eine gut gemachte Fälschung handelt. Zudem wird bei Brenner eingebrochen und er wird gejagt von Leuten, die es auf das Buch abgesehen haben. Gleichzeitig verschwindet in den USA ein hochgefährliches Virus.
    Der Schreibstil ist flüssig und die historischen und fachlichen Hintergründe sind gut recherchiert. Der Spannungsaufbau ist gut gelungen, nur in der Mitte des Buches hängt es ein wenig, was aber nicht besonders schlimm ist. Besonders gut hat mir das Ende gefallen, als zu Paul Brenner jemand Kontakt aufnimmt und die Geschehnisse als Roman und nicht als Sachbuch veröffentlichen will. Somit erzeugt der Autor das Gefühl, das das ganze vielleicht tatsächlich so stattgefunden haben kann. Für Fans von Dan Brown und Verschwörungsthrillern ganz klar eine Empfehlung.

  16. Cover des Buches Die Jahre des schwarzen Todes (ISBN: 9783453527126)
    Connie Willis

    Die Jahre des schwarzen Todes

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Helicopter66

    Zeitreise ins 14. Jahrhundert; einfühlsam charakterisierte Personen und Beschreibung ihres Verhaltens während der Pest-Epidemie im späten Mittelalter und während einer „gleichzeitigen“ Virus-Epidemie im 21. Jahrhundert.

     

    Abgesehen von der Möglichkeit zur Zeitreise und wenigen weiteren Ausnahmen schildert der Roman eine Welt in der Mitte des 21. Jahrhunderts auf dem technischen Stand der frühen 1990er Jahre. So hat zum Beispiel die Autorin nicht die Verbreitung von Mobiltelefonen angenommen, sondern macht die schwierige Erreichbarkeit von Personen per Festnetztelefonie zu einem wiederholten Thema in den 2050er Jahren. Der Roman spielt im englischen Oxford und die amerikanische Autorin hat merkbar Vergnügen daran, ein humoristisches Bild eines schrulligen, bürokratischen Englands zu zeichnen.

    Eine junge Zeitreisend landet irrtümlich im 14. Jahrhundert zu der Zeit als sich in England die Pest ausbreitet. Da „gleichzeitig“ in Oxford eine Virus-Epidemie ausbricht, ist es ungewiss, ob und wie die Zeitreisende zurückgeholt werden kann. Die besondere Qualität des Romans liegt in der detaillierten Schilderung des mittelalterlichen Englands und vor allem in der berührenden, liebevollen Zeichnung der Personen in diesen widrigen Verhältnissen.

     Die Jahre des Schwarzen Todes wurden 1993 mit dem Locus Award, dem Nebula Award und dem Premio Italia ausgezeichnet. Der Roman ist das erste Buch im Oxford-Zeitreise-Zyklus. Insgesamt erhielt Connie Willis für ihre Werke je elfmal den Hugo und den Locus Award und achtmal den Nebula Award.

  17. Cover des Buches Tödlicher Frost (ISBN: 9783518464816)
    Asbjørn Jaklin

    Tödlicher Frost

     (40)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81
    Tromso wird in Angst und Schrecken versetzt, als ein unbekannter während der Polarnacht in einem Kuhstall ermordet, gefoltert, wird. Hängt das Verbrechen mit der Vergangenheit zusammen? Alex Winther, Journalist und ex Veteran wird auf die Story angesetzt...

    Das Buch wird im Genre Krimi geführt, was ich ein bisschen verwirrend finde. Ein Krimi fand ich nicht, eher ein historischer Abspann über den zweiten Weltkrieg mit ein bisschen Ermittlung im hier und jetzt. Ein guter Schreibstil jedoch mit so viel Brutalität, dass ich das Buch wirklich nur Scheibchenweise geniessen konnte. Auch finde ich das Buch unfertig, es ist viel zu vieles offen und unklar, wenn die letzte Seite vorbei ist. Auch das Nachwort mag nicht überzeugen, wie viel vom gesamten Abspann des Weltkrieges ist nun Realität?

    Gem. Hinweis ist der Autor und Historiker bekannt für seine Sachbücher, ich denke, auch wenn der Schreibstil sehr fesselnd und gut ist, sollte er bei diesen Büchern bleiben.

    Fazit: Ein Krimi oder doch eher ein historischer Roman? Was ist Real, was Fiktiv? Und was genau ist nun das Ende? Das Buch lässt mir viel zu viele Fragen offen als dass ich es glücklich auf die Seite legen kann...
  18. Cover des Buches Monster (ISBN: 9783036961071)
    Yishai Sarid

    Monster

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    In einem Bericht an Yad Vashem schreibt der junge Protagonist von seiner Erfahrung, die zu einem Vorfall führen wird, zu dem er hier Stellung bezieht. Schon früh stellt er für sich fest, er will promovieren. Doch das ist schwerer als er zunächst annahm, denn in Israel ist ein Thema allgegenwärtig: der Holocaust. Zunächst sträubt er sich, will sich der Thematik nicht annehmen, doch seine Lebensumstände lassen es nicht anders zu und er beginnt zu recherchieren. Die Tötungsmaschinerie, die hinter Auschwitz, Treblinka, Sobibor, Belzec stehen, werden zu seinem Thema. Parallel beginnt er Führungen für israelische Schulklassen, für Politiker, Diplomaten, später auch Touristen in diesen Lagern zu geben. Dabei beginnt sein Leben immer mehr aus den Fugen zu geraten und das "Monster" Erinnerung beginnt eine eigene Dynamik zu entfalten.

    Yishai Sarid nimmt sich einen Thema an, dass das Verhältnis zwischen Deutschen und Juden für immer prägen wird. Der Holocaust, sein Vermächtnis, seine Folgen. Sie sind allgegenwärtig. Er bestimmt die Erinnerungskultur in Israel. Sarid wählt dabei ein Thema, das unmittelbar mit dieser verbunden ist: die Konzentrationslager. Die Arbeits- und Tötungslager im Osten Europas, die nur ein Ziel hatten, möglichst viele Juden zu töten. Dabei schont der Autor nicht mit Details und er beschwört die Geschichte aus den Ruinen der Lager einmal mehr herauf.

    Das ist durchaus eindrücklich. Gleichzeitig ist mir das Buch etwas zu einseitig. Sicher wird die Message klar - die Erinnerung sollte hochgehalten werden. Doch was macht das mit einer ganzen Gruppe von Menschen, die ihre Vergangenheit nur über dieses Ereignis definieren. Es war einschneidend, es war furchtbar, es darf sich nicht wiederholen - das ist alles ist glasklar. Doch gibt es nicht auch andere Aspekte der jüdischen Geschichte? Positive, zukunftszugewandte Themen? Gleichzeitig stellt sich das Buch dar, als hätte es lediglich jüdische Opfer gegeben. Ja, sie waren die Mehrheit, sie waren das Hauptziel. Doch die Tötungsmaschinerie der Nationalsozialisten hat eben auch andere getroffen: politische Opponenten, Kranke, Homosexuelle, um nur einige zu nennen, was der Autor hier irgendwie in den Hintergrund stellt.

    Und dennoch kann man dieses Buch durchaus einmal lesen, denn es highlightet wichtige Aspekte: Die Maschinerie hatte Protagonisten, die aus den eigenen Reihen kamen. Die Erinnerungskultur verteufelt selten die Täter und richtet sich merkwürdigerweise eher gegen die Polen, als gegen Deutsche. Das Thema lässt die Menschen abstumpfen - das zeigt Sarid eindrücklich über seinen Protagonisten. Gleichzeitig ist mir - persönlich - aber die Auge um Auge-Einstellung des Protagonisten fremd, denn Gewalt wird von ihm dennoch als richtiges Mittel "um sich durchzusetzen" angenommen und das finde ich einfach mehr als befremdlich.

    Kurzum: Ein merkwürdiger Ansatz, der durchaus interessante, wichtige Aspekte in den Mittelpunkt rückt. Gleichzeitig aber eine Erinnerungskultur bedient, die ich befremdlich finde, ebenso wie die Einstellungen des Protagnisten. Lest am besten für euch selbst.

  19. Cover des Buches Dunkelheit (ISBN: 9783959811682)
    Connie Willis

    Dunkelheit

     (17)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Selten habe ich ein so fesselndes Buch gelesen.
    Der Science Fiction Aspekt tritt etwas in den Hintergrund. Eigentlich ist es eine Studie der Menschen in England während des Blitzkrieges im II. Weltkrieg.
    Die Atmosphäre ist mehr als stimmig, es wird ein Gefühl vermittelt, als ob die Autorin selber diese Zeit miterlebt hätte.

    Ganz großes Kopfkino

  20. Cover des Buches Historien (ISBN: 9783520224040)
    Herodot

    Historien

     (7)
    Aktuelle Rezension von: florestan
    Der "Vater der Geschichtsschreibung" fasst in diesem Buch einen zentralen Abschnitt der Geschichte Greichenlands und Kleinasiens zusammen. Da Herodot zwar die - ihm zu wesentlichen Teilen nur mündlich überlieferten - Berichte auf ihre Glaubwürdigkeit hin abwägt, allerdings nicht die "moderne" Unterscheidung zwischen Geschichte und Geschichten trifft, sondern jede historische Gegebenheit in einen erzählerischen Kontext stellt, ist dieses Werk - über das bloß geschichtliche Interesse hinaus - wunderbar unterhaltsam zu lesen.
  21. Cover des Buches Projekt: Atlantis (ISBN: 9783442374540)
    Andreas Wilhelm

    Projekt: Atlantis

     (47)
    Aktuelle Rezension von: darkchylde
    Alles hat ein Ende…

    …so auch die sehr unterhaltsame und spannende Projekt-Trilogie von Andreas Wilhelm.

    Während wir in PROJEKT: BABYLON den beiden höchst sympathischen Hauptcharakteren Peter Lavell (britischer Historiker) und Patrick Nevreux (Ingenieur, Abenteuer und Schatzsucher) nach Frankreich folgten, begaben wir uns in Teil 2, dem PROJEKT: SAKKARA, in Ägypten auf die Spuren des Pharaos Echnaton. Im vorliegenden 3. Teil, dem PROJEKT: ATLANTIS, finden nun alle Handlungsstränge zusammen und offene Fragen werden beantwortet.

    Worum es in diesem Teil geht:

    Zwei Jahre sind ins Land gezogen, seit das ungleiche Forscherduo Peter Lavell und Patrick Nevreux ihr letztes gemeinsames Abenteuer in Ägypten überstanden hat. Aber immer noch beschäftigt sie eine Frage: Gibt es eine Quelle der Weisheit, die alle alten Kulturen beeinflusst hat? Nachdem Patrick mitten im Urwald auf ein goldenes Buch mit unbekannten Schriftzeichen stößt und Peter in alten Schriftrollen neue Hinweise auf Atlantis findet, setzen die beiden alles auf eine Karte: sie chartern ein Forschungsschiff und stürzen sich in ein neues Projekt. Auf und unter dem Meer…

    Wenngleich dieser letzte Teil wesentlich technischer und vor allem auch phantastischer daherkommt, als die beiden Vorgänger, blieb der Schreibstil doch flüssig und leicht verständlich. Die Trilogie als Ganzes betrachtet ist eine gelungene und spannende Kombination aus alter Geschichte, ein wenig Indiana Jones, Mystik und Abenteuer. Gerade die Mischung aus gut recherchierten Fakten und Fiktion macht sehr viel Spaß. Am Ende der Bücher findet sich jeweils ein Kapitel, in dem der Autor darüber aufklärt, was wissenschaftlich belegt und was seiner Phantasie entsprungen ist. Muss man natürlich nicht lesen, ich persönlich fand das aber sehr interessant und habe dadurch einige Dinge entdeckt, über die ich mich im Anschluss noch genauer informiert habe.

    Punktabzug gab es lediglich dafür, dass mir in allen 3 Teilen manche Dinge dann doch zu vorhersehbar waren. Die eine oder andere überraschende Wendung hätte der Gesamtgeschichte ganz gut getan. Ansonsten kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!
  22. Cover des Buches Burgfrieden (ISBN: 9783839212318)
    Sigrid Neureiter

    Burgfrieden

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Autorin Sigrid Neureiter entführt ihre Leser in das von Burgen geprägte Südtirol.

    Ein altes Pergament mir Versen des Dichters Walther von der Vogelweide soll auf Burg Runkelstein gefunden worden sein. Doch ist das vergilbte Stück Tierhaut auch wirklich echt?

    Um das herauszufinden, ersucht Burgdirektor Blasius Botsch, seinen alten Studienkollegen und Freund Arthur Kammelbach um Hilfe. Der trommelt einige seiner ehemaligen Studenten zusammen und reist mit großem Gefolge an. Mit dabei auch Mordred, sein etwas eigenwilliger Neffe, die Studenten Tina und Lukas sowie die Absolventin und jetzige PR-Beraterin Jenny Sommer. Auch die Walther-Kennerin und überzeugte Emanze Xenia sowie der Südtiroler Lenz Hofer schließen sich dem Expertenteam an.

    Doch bevor das Schriftstück in Augenschein genommen werden kann, ist es auch schon wieder verschwunden.
    Es beginnt eine Schnitzeljagd, die auf den Ritten, nach Bozen und durch die schöne Landschaft Südtirols führt.

    Lange gehütete Geheimnisse werden aufgedeckt und die Lösung liegt recht nahe.
    Mein ursprünglicher Verdacht hat sich bestätigt.
    Gut hat mir das Wortspiel rund um die Beziehung „Arthur“ und „Mordred“ gefallen.

    Fazit:

    Ein leichter sommerlicher Krimi, der ja noch zwei Nachfolgebände hat.

  23. Cover des Buches Teufelsbann: Kalt wie Eis (ISBN: B0BH1DDHBS)
    Marilia Grayson

    Teufelsbann: Kalt wie Eis

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Kate_nte

    Klappentext:

    Aberystwyth ist eine der sichersten Städte Großbritanniens. Doch das ändert sich, als in der Vorweihnachtszeit der anerkannte Historiker Dr. Carter tot in seinem Büro aufgefunden wird - mit 37 Stichwunden im Rücken und einem eingeritzten Pentagramm im Nacken. Die Ermittler sind sich sicher, dass eine Gruppe Satanisten ein uraltes Ritual aufleben lässt und wollen den Tätern umgehend das Handwerk legen. Aber kann es wirklich sein, dass Carter ein Zufallsopfer ist? Warum vermutet der Profiler stattdessen eine persönlich motivierte und emotionale Tat und wieso gibt es keine weiteren Leichen? Gerade als die Ermittler denken, auf der richtigen Spur zu sein, wendet sich das Blatt und bringt eine schockierende Wahrheit ans Licht, die selbst den erfahrenen Detective Inspector Clearford an seine psychischen Grenzen bringt. Basierend auf einer wahren Geschichte!


    Bei diesem Kurzkrimi handelt es sich um das Erstlingswerk der Autorin, welcher auf wahren Begebenheiten beruht.

    Der Beginn ist spannend und mysteriös.

    Man kommt gut in die ersten Kapitel hinein, die Charaktere werden hinreichend beschrieben, die Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten erzählt.

    Für mich als eingefleischte Krimileserin gibt es dann doch den ein oder anderen Logikfehler. Außerdem wäre das ein oder andere Detail mehr schön gewesen. Auch hat mich der ein wenig zu cholerische Chefermittler etwas gestört.

    Die Stimmung allerdings, alle wollen eigentlich in die Weihnachtsferien und dann passiert ein Mord, ist gut beschrieben.

    Der Schluss ist auf jeden Fall schlüssig. Es ist immer wieder erschreckend was Menschen aus niedrigen Beweggründen tun.

  24. Cover des Buches Die Akademie (ISBN: 9783462042962)
    Christian v. Ditfurth

    Die Akademie

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Hm, wie fand ich den Roman? Zunächst mal, wie immer bei den Stachelmann-Romanen, gut lesbar und unterhaltsam. Ein Historiker wird im Bundesarchiv ermordet, Stachelmann, zufällig ebenfalls dort forschend, findet die Leiche des Mannes, mit dem er am Abend zuvor gegessen hatte und der ihm dabei von einer "großen Sache", der er auf der Spur sei, erzählt hat. Stachelmann beginnt mit seinen Ermittlungen, in deren Verlauf auch der Institutsleiter des Ermordeten unter mysteriösen Umständen verstirbt. Es stellt sich heraus, dass hinter der ganzen Affäre eine Akademie steckt, die von Nazis mit dem Parteigeld nach dem Ende des Dritten Reiches gegründet wurde und bis heute die Politik zu beeinflussen weiß. Stachelmanns Dickkopf setzt sich jedoch am Ende durch. Ewas getrübt wird der Lesegenuss durch die dick aufgetragenen Verschwörungstheorien, der Einfluss der Akademie reicht bis in die Regierung und den Verfassungsschutz, und die "Vergangenheitsbewältigung" der Stachelmannschen Beziehungen, die ca. ein Drittel des Romans ausmacht. Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich für Neueinsteiger, erst die vorangegangenen Stachelmann-Romane zu lesen.

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