Bücher mit dem Tag "historisc"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "historisc" gekennzeichnet haben.

62 Bücher

  1. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.123)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Pilz

    Der Titel verspricht einen positiven Inhalt, auch der Klappentext des Buches lässt eher an einen Aufbruch in der neuen Welt Anfangs des 20. Jahrhunderts glauben. Es werden mehrere Personen, teilweise in verschiedenen Jahrzehnten, zwischen welchen hin- und hergesprungen wird, beschrieben. Alles befremdlich, beängstigend, Vergewaltigungen, unpersönlicher Sex, Mord, Verstümmelung, Traumatisierung, Psychopathie, Erniedrigung. Ich habe es nach fast 300 Seiten abgebrochen und kann es nicht empfehlen. Zwei Sterne nur deswegen, weil es ja nach 300 Seiten eventuell doch noch ein gutes Buch werden kann. Meines Erachtens muss ein Buch allerdings nach spätestens 40 Seiten inhaltlich auf eine klare Linie kommen, mittel derer ich es beurteilen kann.

  2. Cover des Buches Der Palast der Meere (ISBN: 9783431039269)
    Rebecca Gablé

    Der Palast der Meere

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Nadine_Fe

    Ich liebe die große Waringham-Saga von Rebecca Gablé sehr, auch wenn ich dieses Mal einen Punkt abziehen muss. Der Handlungsstrang vom jungen Isaac hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Mit Eleanor wurde ich jedoch lange Zeit nicht so richtig warm. Gegen Ende hat sie mich dann aber doch noch gepackt. Ein toller Roman, vor allem für Waringham-Fans!

  3. Cover des Buches Das Haus in der Nebelgasse (ISBN: 9783453358850)
    Susanne Goga

    Das Haus in der Nebelgasse

     (162)
    Aktuelle Rezension von: stellas-books

    London im Jahr 1900. Die junge Lehrerin Matilda Gray erhält von einer Schülerin eine Ansichtskarte aus Neapel. Diese enthält neben den unbekümmerten Worten auch eine geheime Botschaft, die Matilda beinahe übersehen hätte. Laura, die Verfasserin dieser Karte, war nach den Ferien nicht wieder an die Schule zurückgekehrt, obwohl sie kurz zuvor in einem Gespräch mit Matilda sagte, wie sehr sie die Schule und das Lernen mag und sich auf ihren Abschluss freue. Matilda kann die Botschaft entschlüsseln und begibt sich auf die Spur eines Geheimnisses. Die Suche führt sie in das frühere London bis ins Jahr 1665. 

    Der Schreibstil ist flüssig und unkompliziert. Nach ein paar Seiten findet man gut in die Geschichte ein. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Handlungen logisch und sehr gut nachvollziehbar. Lediglich das Ende kommt etwas abrupt und war mir persönlich zu schnell abgehandelt. Auch hatte ich aufgrund des Titels des Buches mit etwas mehr Mystischem gerechnet, was ich nicht wirklich gefunden habe. 

    Aber auch ohne Mystik - alles in allem ein sehr lesenswertes Buch. 

  4. Cover des Buches Das geheime Spiel (ISBN: 9783453290310)
    Kate Morton

    Das geheime Spiel

     (488)
    Aktuelle Rezension von: Kathi90

    Bei diesem Buch von Kate Morton war ich zuerst etwas ernüchtert. Die Geschichte plätscherte meiner Meinung nach nur so dahin. Allerding wendete sich das Blatt recht bald und die Geschichte nahm Fahrt auf. Ich war wie gebannt und wollte unbedingt das Geheimnis der zwei Schwestern erfahren.

    Als es so weit war konnte ich nicht glauben was ich da gelesen hatte, einfach grandios und überraschend. Gerne mehr davon!

    Ebenso interessierte mich das Schicksal von Grace und ihrer heimlichen Liebe.. Als wir Grace am Ende ihres Lebens begleiten durften hatte ich sogar eine Träne im Auge.

  5. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Diiana

    Der Roman aus der Bücherserie "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe" handelt von dem Leben der Familie Chagall. Der berühmte Maler Marc Chagall, seine Frau Bella und seine Tochter Ida leben, nach der Flucht aus Russland, in einem sehr ansehnlichen Haus in Paris. Sehr behütet wächst Ida in diesem Haus auf. Als sie den Studenten Michel kennenlernt, verschlechtert sich die einst innige Beziehung zu ihrem Vater. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt und der Familie droht Gefahr. Sie fliehen in die Vereinigten Staaten und bauen sich dort ein neues Leben auf, das jedoch viel Veränderung und viele Probleme mit sich zieht. 

    Ich habe schon ein paar Bücher aus dieser Reihe gelesen und war ziemlich begeistert. Deshalb war ich sehr interessiert an diesem Buch, vorallem weil ich mit Marc Chagall zunächst nicht viel anfangen konnte. Das Buch hat ganz gut angefangen, als in der Familie noch alles ziemlich friedlich war. Doch mit der Zeit wurde es teilweise sehr langweilig und langatmig. Sätze waren zu detailliert, denn viele Informationen waren unwichtig. Vieles hat sich wiederholt, weshalb wenig spannendes hinzukam. Die Person Marc Chagall war teilweise sehr nervig, aber auch Ida und andere Figuren waren oft unsympathisch. 

    Deshalb hat mich dieser Roman leider nicht überzeugt.

  6. Cover des Buches Blut schreit nach Blut (ISBN: 9783743187450)
    Aikaterini Maria Schlösser

    Blut schreit nach Blut

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Das Cover ist leider nicht so meins, ich mag Gesichter auf dem Cover einfach nicht. Der Titel wirkt aggressiv, jedoch ist er wirklich passend gewählt. Auf dem Buchrücken der Wolf. Den hätte ich mir auch vorne gut vorstellen können.

    Die Geschichte finde ich gut. Sie baut sich mit und mit auf. Durch die vielen Beschreibungen der Entwicklung von Luna, konnte ich mich gut in sie rein versetzen. Ich fand es schön und in diesem Fall nicht langatmig. Mehr und mehr wollte ich wissen was nun als Nächstes mit ihr passiert. Jedoch ist dieses Buch nichts für schwache Nerven. Neben Blut und Gewalt gab es auch Übergriffe auf Frauen. Wenn man so etwas nicht lesen kann, sollte man die Finger von dem Buch lassen.

    Den Schreibstil mag ich. Das Buch ist nicht frei von Fehlern aber das stört mich nicht weiter.

    Die Bilder im Buch finde ich passend gewählt. Es macht Spaß sie sich anzuschauen.

    Im Großen und Ganzen mochte ich das Buch. Und es macht Lust auf mehr, endet es doch mit einem Cliffhanger. Bis ich das Buch in Händen halte gehe ich wohl mit meinem kleinen Wolf spazieren, aber besser nicht bei Vollmond, oder was meint ihr?

  7. Cover des Buches Die vergessene Burg (ISBN: 9783453359727)
    Susanne Goga

    Die vergessene Burg

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    Paula Cooper ist als Gesellschaftsdame bei der Cousine ihrer Mutter angestellt. Sie hat ein sehr zurückgezogenen Leben weil sie sich ausschließlich um die alte Dame kümmert. 

    Plötzlich erhält sie eine Brief von Ihrem angeblichen Onkel Rudy. Völlig irritiert versucht sie bei ihrer Mutter Erkundigungen über ihn einzuholen. Doch diese wehrt ab. 

    So beschließt Paula der Einladung von "Onkel" Rudy zu folgen und bricht ihre Zelte in England ab und reist nach Bonn am Rhein. Vielleicht erfährt sie hier mehr über ihren Vater. Paula hat nämlich keinerlei erinnerungen an ihn und ihre Mutter blockt darüber tatsächlich alles ab. 

    Die Reise an den Rhein wird für Paula ein Bad der Gefühle, schafft sie es hinter das Verschwinden ihres Vaters zu kommen?

    Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Paula war gleich sehr sympathisch und man konnte sehr mit ihr mitfühlen und sich in sie hineinversetzen. Der Schreibstil ist toll und ich habe mich tatsächlich ein bißchen an den Rhein versetzt gefühlt, obwohl ich außer in Köln noch nicht die Möglichkeit hatte ihn zu besuchen.

  8. Cover des Buches Die Hüter der Rose (ISBN: 9783404156832)
    Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose

     (779)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Ich habe es endlich mal geschafft an der Waringham-Saga weiterzulesen und es nicht bereut. 

    Zur Geschichte des zweiten Teils:

    Die Hüter der Rose beginnt im Jahre 1413 kurz nach dem Tod von Lancasters Sohn König Heinrich IV. und umspannt den Zeitraum bis 1445.  Sein Sohn Heinrich V. entfacht den Krieg gegen Frankreich von Neuem, um verlorene Ländereien zurückzugewinnen. John of Waringham nimmt als junger Knappe zusammen mit seinen Freunden Owen Tudor und John Beaufort an diesem Feldzug Teil und erlebt unter anderem die Schlacht von Agincourt, wo er zum Ritter geschlagen wird. Zurück in Waringham muss er 1415 seinen Vater beerdigen. Sein Halbbruder Raymond wird Earl of Waringham, den Titel in Burton hatte schon vorher der älteste Sohn Robins, Edward inne. John wird Stewart in Waringham. Im weiteren Verlauf des Buches ist John ein treuer Gefolgsmann des Königs und vor allem auch von dessen Onkel Henry Beaufort, dem Bischof von Lincoln und Winchester, der wie sein Vater John of Gaunt im Hintergrund die Fäden zieht. Kurz vor seinem Tod ernennt Heinrich V. John zum Erzieher und Beschützer seines Sohnes, Heinrich VI., eine Aufgaben, die er bis zum Ende des Buchs wahrnimmt.(Quelle: Wikipedia)

    Wie auch schon im ersten Teil „Das Lächeln der Fortuna“ gibt es jede Menge Protagonisten im Buch. Von daher ist eine Agenda, sowie ein komplettes Verzeichnis aller im Buch vorkommenden Personen wieder hilfreich. So kann ich immer wieder nachschauen. 

    Rebecca Gablés Schreibstil gefällt mir und ist ebenso spannend, wie der erste Teil, auch wenn ich bei über 1100 Seiten die Befürchtung hatte, es könnte langweilig werden.

    Aber durch die exzellente Recherche der Autorin bleibt dafür keine Zeit. Es ist eine brutale, aber auch eine spannende und interessante Zeit.

    Der Krieg zwischen England und Frankreich zieht sich fast durch das gesamte Buch.

    John, aus meiner Sicht der Hauptprotagonist, wenn man dies bei der Vielzahl an Personen überhaupt kategorisieren kann, ist aus meiner Sicht eine tolle Person. Er erlebt Höhen aber auch extrem viele, dunkle und vor allem schmerzhafte Tiefen.  Ich habe mir immer wieder beim Lesen gedacht: „wieviel Schmerz kann ein Mensch ertragen“? 

    Ein für mich wunderbarer Nebenschauplatz ist das Pferdegestüt der Waringhams. Vor allem ihr Umgang mit den Pferden. 

    Leider scheint es in jedem Band einen Waringham zu geben, der aus dieser Art schlägt. Das ist für mich ganz klar Robert of Waringham.

    Die Frauen in der Geschichte sind weiß Gott nicht beneidenswert, was leider der damalige Zeit geschuldet gewesen ist. Rechte für Frauen, gab es so gut wie keine und die Männer wurden leider nicht wirklich für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen.

    Aus meiner Sicht gelingt es Rebecca Gablé diese dunkle, für mich grausame und brutale Zeit, überzeugend ehrlich, hervorragend recherchiert und doch auch an den richtigen Stellen mit einem Quäntchen Humor zu erzählen. Und so ist es für mich ein insgesamt gelungener zweiter Teil dieser Waringham-Saga.

    Mein Fazit:

    Für alle Fans historischer Romane ist das Buch ein absolutes Muss, allein schon aufgrund des geschichtlichen Hintergrunds, der Intrigen, des Facettenreichtums des Romans und der hervorragenden historischen Recherche. 

  9. Cover des Buches Das Geheimnis der Hebamme (ISBN: 9783426634127)
    Sabine Ebert

    Das Geheimnis der Hebamme

     (728)
    Aktuelle Rezension von: Scilla

    Ich bekam das Buch geschenkt, kratzte mich ratlos am Kopf und fragte mich, womit ich das verdient habe. Ja, ich hatte irgendwann mal erwähnt, dass ich eine zeitlang gerne historische Romane las. Aber historischer Roman ist nicht gleich historischer Roman, und wer selbst liest, wird das verstehen. Also, ja…ich lese schrecklich gerne spannende, witzige, gut recherchierte historische Romane mit vielschichtigen Persönlichkeiten.
    Welche, über den zweiten punischen Krieg, die Römer zur Zeit der Republik (vor Caesar!) , aber darüber hinaus auch alles mit Klasse. Aber nicht so gerne eine Buch über eine junge Frau, die als Unverheiratete auf dem Titelbild eine Haube. trägt, obwohl die Hauben im Mittelalter erst sehr viele Jahre später getragen wurden und, ja--richtig--nur von Frauen, die verheiratet sind. Da kommt das her: –jemanden unter die Haube bringen.
    Dennoch las ich den Klappentext. Und ich hielt ihn für eine Satire. Als Satire wäre das Buch grandios. Eine, über Mittelalterklischees, heldenhafte Frauen und vor Hass wahnsinnige Burgherren.
    Aber ich musste lernen: Das ist ernst gemeint.
    Und wenn das ernst gemeint ist, wird es schwer, eine echte Satire zu schreiben. Aber das habe ich mir fest vorgenommen. Natürlich nicht konkret über dieses Buch, vielmehr über "den neuen historischen Roman im Allgemeinen". 

  10. Cover des Buches Der grüne Palast (ISBN: 9783548613529)
    Peggy Hohmann

    Der grüne Palast

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Das Konzept dieses Romans ist außergewöhnlich, denn er besteht komplett aus Briefen. Anfangs war ich skeptisch, da ich mir überhaupt nicht recht vorstellen konnte, dass man in so einen reinen Briefroman Spannung und Leben bringen kann. Ich wurde hier eines Besseren belehrt, denn es ist der Autorin perfekt gelungen, die gesamte Handlung im Briefverkehr diverser beteiligter Personen unterzubringen, ohne dass es künstlich oder gar langatmig wirken würde. Ein Großteil der Briefe ist von Erzherzogin Leopoldine von Österreich an ihre geliebte Schwester Marie-Louise, Herzogin von Parma, Napoleons zweite Ehefrau, gerichtet.
    Auch die anderen Korrespondenzen drehen sich in der Hauptsache um Leopoldine und ihre bevorstehende Heirat mit dem portugiesischen Kronprinzen Dom Pedro. Die portugiesische Königsfamilie weilt jedoch in Brasilien, und daher wird auch Leopoldine dort hin reisen. Bei ihrem Aufbruch in das ferne Land möchte die junge Frau ihre engste Vertraute, Gräfin Lazansky, nicht missen. Diese wiederum unterhält einen regen Briefwechsel mit ihrer Schwester, der sie alles, was sie bewegt, anvertraut und mit Fürst von Metternich, der die Gräfin verehrt und umwirbt. Eine weitere wichtige Person des Romans und ebenfalls in den regen Briefwechsel eingeschlossen, ist Marquis de Marialva, Diplomat am königlichen Hof von Lissabon.
    Ich hatte mich schnell an den Aufbau des Buches gewöhnt, das aus 185 Briefen und so auch aus 185 kurzen Kapiteln besteht. Anfangs habe ich die wörtliche Rede vermisst und befürchtete schon, dass das Fehlen von Dialogen den Roman womöglich unpersönlich erscheinen lassen könnte, aber dem war ganz und gar nicht so. Die Briefe, vor allem Leopoldines, sind sehr intensiv. Sie schüttet ihrer geliebten Schwester ihr Herz aus und vertraut ihr ihre Sorgen und so manche Heimlichkeit an. Ihre Ehe steht unter keinem glücklichen Stern, und dazu kommt, dass Leopoldine im lauf der Zeit entdeckt, dass in Brasilien, diesem wunderschönen und üppig grünen Land, so einiges im Argen liegt. Zu ihrem Entsetzen muss sie feststellen, dass hier die Sklaverei noch nicht abgeschafft wurde. Mit ganzem Herzen setzt sie sich für die Menschen ein, die im Elend leben. Bei ihrem Mann stößt sie mit ihren Anklagen und Forderungen auf taube Ohren.
    Der Roman hat mein Interesse an den betreffenden Personen geweckt, und ich habe mich auch darüber hinaus mit dem Leben Leopoldines befasst. Die Autorin hat sich in weiten Teilen an die historischen Tatsachen gehalten und nur einige Änderungen vorgenommen, aus dramaturgischen Gründen, wie sie im Nachwort schreibt. Die meisten Charaktere der Geschichte hat es wirklich gegeben, so sind beispielsweise auch die Gräfin Lazansky und der Marquis de Marialva reale Personen, denen die Autorin jedoch ein fiktives Privatleben zugedichtet hat. Auch hatte Leopoldine in Wirklichkeit mehr Kinder als im Roman angegeben. Im großen und ganzen kann man sich sehr gut in die Handlung hinein versetzen, und an Leopoldines Schicksal habe ich großen Anteil genommen. Sie macht im Lauf der Jahre in Brasilien eine enorme Wandlung durch. Aus dem unbeschwerten und ein wenig naiven jungen Mädchen wird eine selbstbewusste, starke Frau, die weiß, was sie will, sich auch schon mal in die Politik einmischt und die sich für die Schwachen einsetzt, wo immer sie kann.
    Mit der Gräfin Lazansky hat der Roman eine zweite, starke Frauenfigur. Lange Zeit ist sie die engste Vertraute an Leopoldines Seite, bis die beiden Frauen getrennt werden, aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte, um nicht zu viel vorab zu verraten.
    Die Handlung und somit auch die verschiedenen Briefwechsel ziehen sich über mehrere Jahre hin. Hier habe ich es bedauert, dass die einzelnen Briefe nicht datiert sind, so dass man nie so recht wusste, in welchem Jahr sich das Erzählte abspielt. Aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt. Insgesamt ist „Der grüne Palast“ ein großartiger historischer Roman, der mir vor allem die politischen Zusammenhänge und die Beziehungen zwischen Österreich, Portugal und Brasilien zur damaligen Zeit sehr lebendig nahe gebracht hat.
    Schon das Cover ist übrigens eine Augenweide. Der Kontrast zwischen mattem Hintergrund und spiegelglatt glänzenden Elementen ist sehr wirkungsvoll,und so gehört das Buch optisch zu den schönsten in meinem Regal.
  11. Cover des Buches Mandeljahre (ISBN: 9783492304979)
    Katrin Tempel

    Mandeljahre

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Als Katharina Nicklas die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße entrümpelt, findet sie im Keller Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter Marie. Die sensible Ehefrau eines gnadenlosen Großunternehmers schreibt darin über den Aufstieg und Fall einer Kaffeeröster-Dynastie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts – und über ihre geheime Liebe zu einem naturverbundenen Mandelbauern ...


    Mir hat das Buch gefallen. Es wurde gut erzählt wie es zur Zeit des Krieges und dlavor mit der Familie und der Kaffeerösterei ausgeht. 

  12. Cover des Buches Die Tochter des Fechtmeisters (ISBN: 9783404174812)
    Sabine Weiß

    Die Tochter des Fechtmeisters

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Muschel
    Nachdem ich von der Autorin bereits zwei historische Romane mit Begeisterung gelesen hatte, habe ich mich umso mehr auf dieses Buch gefreut. Eine Rezension steht mir hier nicht zu, da ich diesen Roman nach 259 Seiten abgebrochen habe. Das Buch konnte mich leider ueberhaupt nicht mitreissen, es war einfach nur langatmig. Schade.
  13. Cover des Buches Das goldene Ufer (ISBN: 9783426511695)
    Iny Lorentz

    Das goldene Ufer

     (126)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Deutschland in der Zeit des Vormärz: Gisela und Walther teilen ein tragisches Schicksal: beide verloren bereits im Kindesalter beide Eltern und wuchsen unter der Obhut des Grafen von Renitz auf dessen Schloss auf. Der Graf lässt den beiden die gleiche Erziehung zukommen, wie seinem eigene leiblichem Sohn. Doch diesem werden die beiden ungebetenen Familienmitglieder mehr und mehr ein Dorn im Auge und so müssen die beiden ständig dessen kalte Verachtung ertragen. Im Laufe der Jahre wachsen die drei zu jungen Erwachsenen heran und plötzlich beginnen Walther und der Grafensohn sich für die mittlerweile recht ansehnliche Gisela zu interessieren. Da diese aber nur die Gefühle Walthers erwidert, kommt es zu einer Katastrophe, die sich schon über Jahre anbahnte. Danach sieht das junge Paar in Deutschland keine Zukunft für sich mehr und beschließt, Europa mit dem Schiff zu verlassen. 

    Ich kenne den Schreibstil von Iny Lorentz bereits recht gut, und auch dieser Roman unterscheidet sich sprachlich nicht groß von den anderen. Ein recht einfacher Schreibstil lässt die Leser problemlos durch die Geschichte rauschen. Den Lesefluss fördern ist auch, dass sich der Spannungsbogen der Geschichte über die komplette Länge des Buches immer weiter aufbaut, sich dabei aber dabei immer wieder entlädt. Kurz gesagt herrscht das ganze Buch über eine mehr oder weniger intensive Spannung die die Leserinnen und Leser dazu zwingt, immer weiter zu lesen, und das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen. Auch in diesem Buch von Iny Lorentz sind die Protagonisten, wie in den meisten anderen auch, durchaus authentisch gestaltet und man entwickelt recht rasch gewisse Sympathien. Allerdings muss ich sagen, dass die Figuren dabei recht einfach gestrickt sind. Und auch die Konstellationen, wie sie zu einander stehen, miteinander agieren, wer gut und böse ist, sind nicht besonders ausgefallen. Ich will nicht sagen, dass die Protagonisten schlecht oder billig sind, keineswegs, sie haben in meinen Augen einfach ein Stück weit ihre Individualität eingebüßt. Aber wenn jetzt Gisela im direkten Vergleich antritt mit beispielsweise mit Irmela aus "Die Feuerbraut" oder Caterina aus "Die Löwin", beides Bücher von Iny Lorentz, muss ich ehrlich sagen, dass da Irmela und Caterina einen bleibenderen Eindruck hinterließen. Was dafür die Recherchearbeit und die historischen Hintergründe angeht, muss ich Iny Lorentz wieder loben. Man bekommt immer wieder Einblicke in das recht stark zensierte Leben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aber auch in die Bedingungen bei der Überquerung des Atlantiks auf einem Segelschiff. Geschichtliche Fakten und fiktive Handlung sind auch hier wieder gut miteinander verwoben und man kauft dem Autorenpaar die Authentizität der Handlung ab. Was ich auch noch anmerken möchte, ist die Gestaltung des Endes. Die Bücher von Iny Lorentz haben meistens so an sich, mit einem Friede-Freude-Kokosnuss-Ende aufzuwarten, die je nach Buch, recht kitschig geraten können, was gar nicht meinem Geschmack entspricht. Bei diesem Buch hatte ich allerdings keineswegs das Gefühl, beim Ende entnervt mit den Augen zu rollen, das Gesicht zu verziehen oder gequälte Laute auszustoßen, um der Situation gerecht zu werden. Nein, das Ende ist in meinen Augen sehr gut gelungen, ohne dass dabei etwas auf der Strecke geblieben wäre, oder aber die Autoren es etwas zu gut mit den Leserinnen und Lesern meinten. 

    Letztendlich kann ich sagen, dass das buch mich überzeugen und auch abholen konnte. Ich bin wirklich schon auf die anderen Teile gespannt, da ja die Reihe scheint, einen größeren Abschnitt der nordamerikanischen Geschichte abzudecken. Bisher kann ich kann ich die Reihe eigentlich uneingeschränkt an alle empfehlen, die gerne die Bücher von Iny Lorentz oder aber auch generell historische Romane lesen. 

  14. Cover des Buches Die Erben von Snowshill Manor (ISBN: 9783765509605)
    Ingrid Kretz

    Die Erben von Snowshill Manor

     (49)
    Aktuelle Rezension von: anne_lay

    Catherine wird aufgrund einer unstandesgemäßen Tändelei nach Snowhill Manor geschickt. Dort soll sie die Gesellschafterin von Lady Darabont sein.

    Was als Strafmaßnahme beginnt und schlecht startet, weil Lady Darabont sie nicht will, gestaltet sich allmählich so, dass Catherine Geheimnissen auf die Spur kommt, die sie eigentlich besser nicht aufspüren sollte ...

    Der Roman ist aus zwei Perspektiven erzählt, die durch die Schauplätze überschrieben und somit gut erkennbar sind. Neben Catherines Sicht erfahre ich auch von einem jungen Mann, Mr. Hastings, der als Verwalter auf dem Nachbargut arbeitet. 

    Einerseits ist die Zeit (wie ich sie mir vorstelle) gut eingefangen. Formulierungen, das enge Korsett des moralisch Erlaubten, die Lebensweise des Adels bilden die Kulisse für die Geschichte aus Lovestory, Aufdeckungsgeschichte und Krimi, wobei letzteres eher angedeutet wird. 

    Gestolpert bin ich über manche Bezüge, die nicht passten und mich bisweilen zum Schmunzeln brachten. Zum Beispiel befindet sich Catherine in einem Rosengarten und "in ihr" steigen Düfte auf. Da streikt mein Kopfkino, weil der Duft eher in die Nase steigt, aber nicht in ihr aufsteigt. Vielleicht knüpft der Duft an Erinnerungen an, die dann aufsteigen ... 

    Es ist kein "Nackenbeißer" und es war wohltuend, auch mal eine zurückhaltende Version eines historischen Liebesromans zu lesen. Trotzdem hat er mich nicht vollkommen überzeugt, konnte mich zu Beginn nicht richtig packen. Da dies aber auch den äußeren Umständen (meinen) geschuldet war, ziehe ich nur einen Stern ab. Die Geschichte hat keine rechte Chance gehabt, mich zu packen, weil ich anderes um die Ohren hatte und mich kaum konzentrieren konnte bzw. wenig Zeit zum Lesen fand. Die Stolperstellen hingegen hätten rein handwerklich besser formuliert werden können.

    Insgesamt fühle ich mich gut unterhalten von einem netten Ausflug in andere Zeiten.

  15. Cover des Buches Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (ISBN: 9783548611037)
    Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

     (160)
    Aktuelle Rezension von: ManuelaP

    Nachdem ich den ersten Teil gelesen hatte und total begeistert war, habe ich mir die Folgebände gebraucht gekauft.
    Auch hier beim 2. Teil wurde ich von dem fesselnden Prolog sofort ins Jahr 1660 entführt und in den Bann bis zum Epilog und Nachwort gezogen.

    Bekannte Charaktere trifft man erneut, aber auch viele neue kamen dazu.
    Ein Giftmord an den Pfarrer, Händler werden ausgeraubt und ermordet, viele Rätsel müssen gelöst werden und Magdalena in großer Gefahr.
    Was haben all diese Ereignisse nur gemeinsam? Was haben die Templer damit zu tun? Wer steckt hinter der oder den Räubern?
    Alles wird bis zum Epilog hin aufgelöst und ich hätte nicht gerechnet, dass eine bestimmte Person ein falsches Spiel spielt.

    Historisches sehr gut recherchiert, Ahnen des Autors, (die Kuisl Familie gab und gibt es wirklich).

    Bilder entstehen sehr gut durch den fantastischen Schreibstil.
    Von mir gibt es 🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne für diese tolle Fortsetzung

  16. Cover des Buches Die Reise der Amy Snow (ISBN: 9783548289809)
    Tracy Rees

    Die Reise der Amy Snow

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Schmoekerente

    Die Idee der Geschichte klang super. Eine Schatzsuche durch das viktorianische England und eine Suche nach der eigenen Herkunft. Bis Seite 278 habe ich durchgehalten. Dann habe ich aufgegeben. Sowas langweilig und langatmiges habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Daher kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen.

  17. Cover des Buches Die Hureninsel (ISBN: 9783426517543)
    Martina Sahler

    Die Hureninsel

     (50)
    Aktuelle Rezension von: YviG1974

    Nachdem ich "Das Hurenschiff" regelrecht verschlungen habe, wollte ich gerne wissen,wie es mit Molly,Hannah und den anderen weitergeht.

    Die liebgewonnen Protagonisten sind in der Strafkolonie nach einer langen und schweren Überfahrt angekommen und stehen nun weiteren Problemen und Schwierigkeiten gegenüber, bevor sie ihr Glück finden.

    Gerne hätte ich noch mehr über ihr Leben erfahren, aber dennoch war es gut beschrieben und erklärt.

    Mir hat die Geschichte sehr gefallen 

  18. Cover des Buches Feuer und Glas - Die Verschwörung (ISBN: 9783453267398)
    Brigitte Riebe

    Feuer und Glas - Die Verschwörung

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Helli

    Feuer und Glas - Die Verschwörung von Brigitte Riebe

    Buch:

     

      Schöner, magischer und gefährlicher kann die erste Liebe nicht sein! Konstantinopel im Jahr 1509: Milla, das Mädchen, das über die Kräfte des Feuers gebietet, und Luca, der Junge, dessen Familie zu den Wasserleuten gehört, suchen in der sagenumwobenen Stadt am Bosporus Millas Vater Leandro. Doch als sie ihn endlich finden, kann er sich an nichts erinnern. Nicht an sein früheres Leben und nicht an Milla. Milla ahnt, dass sie selbst und ihre Liebe zu Luca in höchster Gefahr sind, wenn es ihr nicht gelingt, das dunkle Geheimnis um Leandro zu lüften… In der uralten Lagunenstadt Venedig sind sie sich das erste Mal begegnet: die sechzehnjährige Milla, die von den Feuerleuten abstammt, und Luca aus dem Geschlecht der Wasserleute. Ihre Liebe zueinander ist seitdem nicht erloschen. Als Milla nach Konstantinopel aufbricht, um ihren Vater Leandro zu suchen, begleitet Luca sie. Über Leandros Leben und Verschwinden liegt ein dunkles Geheimnis, das Milla nun endlich ergründen will. Die so lange herbeigesehnte Begegnung mit ihrem Vater verläuft jedoch anders als erwartet: Leandro scheint sich an nichts aus seiner Vergangenheit zu erinnern, auch nicht an Milla. Während das Feuermädchen verzweifelt herauszufinden versucht, was ihrem Vater das Gedächtnis geraubt hat, wird die Stadt von einem gewaltigen Erdbeben erschüttert. Fast zu spät wird Milla und Luca klar, dass nur der Bund aus Feuer und Wasser die Stadt am Bosporus retten kann. Ausgerechnet in der Stunde der höchsten Not wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt, denn der gut aussehende Baumeister des Sultans scheint alles daranzusetzen, Millas Herz zu gewinnen…

     

    Autor:

     

      Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat zahlreiche erfolgreiche historische Romane geschrieben, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

    Quelle: http://www.randomhouse.de/Autor/Brigitte-Riebe/p109238.rhd

     

    Meinung:

     

      Brigitte Riebe, die etablierte Autorin, stellt den zweiten Teil aus der Feuer und Glas-Reihe vor, Feuer und Glas – Die Verschwörung.   Auch in diesem Band bleibt die Autorin ihrem Stil treu und präsentiert ihre blühende Fantasie, die den Leser in den Bann zieht, sowohl mit der Sprache als auch den bildhaft dargestellten Protagonisten.

    Die Story um Milla ist packend und spannungsgeladen, was dazu führt, dass man in die Geschichte eintaucht- mit Milla lacht, mit fiebert und zittert, aber auch sie an manchen Stellen einfach nur schütteln mag und ihr zuflüstern möchte: „nun mach schon“!

     

     

    Fazit:

     

      Eine wunderbare Geschichte um ein junges Mädchen, das langsam aber sicher zur Frau wird,  Verantwortung übernimmt und nicht an Mutters Rockzipfel hängen bleibt, gespickt mit Liebe, Hingebung, Vertrauen und Magie.

     

    Meine Bewertung:

      Ich vergebe           ★★★★★

    ©Helli's Bücher-Land

  19. Cover des Buches Dornenvögel (ISBN: 9783734102981)
    Colleen McCullough

    Dornenvögel

     (265)
    Aktuelle Rezension von: bookish_autumn

    Die Familie Cleary begibt sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf die Reise nach Australien. Auf der Schaffarm „Drogheda“ möchten sie sich ein neues Leben aufbauen. Als Meghann „Meggie“ Ralph de Bricassart kennenlernt, verlieben sie sich ineinander. Ihre Liebe ist allerdings verboten, denn Ralph hat den heiligen Eid des Zölibats abgelegt. Gott oder die Liebe zu einer Frau – wie wird er sich entscheiden?

    „Dornenvögel“ von McCullough ist 1977 erschienen und wurde in 20 Sprachen übersetzt. Von Ende der 1970er Jahre bis Anfang der 1980er Jahre zählte es zu den weltweit meistgelesenen Romanen. 1983 wurde das Buch verfilmt. In den Hauptrollen Rachel Ward als Meghan „Meggie“ Cleary und Richard Chamberlain als Ralph de Bricassart. 

    Die Handlung erstreckt sich über den Zeitraum von 1915-1969. Die Autorin hat sehr viel Wert auf die Recherche gelegt und das merkt der/die Leser/in auch. Das damalige Leben auf der Schaffarm ist derart detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, direkt Vorort zu sein. Die Familie Cleary ist geprägt von Schicksalsschlägen, an denen man merkt, wie stark jeder einzelne von ihnen doch ist – allen voran Meggie. Ihre Stärke ist bewundernswert. Das komplette Gegenteil ist hingegen Ralph. Ich möchte nicht allzu viel verraten aber er macht es sich SEHR einfach. Unsympathisch – unsympathischer – Luke O’Neill. Er hat mit seiner Art und seinen Verhalten echt den Vogel abgeschossen. Ein unmöglicher Typ. Schade fand ich, dass je weiter die Geschichte voranschreitet, Meggie und Ralph immer mehr in den Hintergrund rücken. 

    Ein zeitloser Roman! ♥

  20. Cover des Buches Die Tuchvilla (ISBN: 9783734110177)
    Anne Jacobs

    Die Tuchvilla

     (477)
    Aktuelle Rezension von: Azyria_Sun

    Worum geht’s?

    Marie wird aus dem Waisenhaus in der Tuchvilla als Küchenhilfe eingestellt. Dort arbeitet sie sich hoch zur Kammerzofe. Als Sie den Paul, den Sohn des Hauses kennenlernt, ist es um sie geschehen. Auch Kitty, die gesundheitlich labile Tochter der Melzers, findet einen Weg in ihr Herz. Als diese plötzlich verschwindet, führe Maries Wege bis nach Paris.

     

    Meine Meinung:

    „Die Tuchvilla“ von Anne Jacobs ist ein wunderschönes Buch das in den Jahren 1914 und 1915 spielt. Anfangs hatte ich ein bisschen Angst, dass es vielleicht kitschig sein könnte – wurde aber schnell eines Besseren belehrt. Die Autorin führt die LeserInnen in die Tuchvilla der Industriellenfamilie Melzer nach Augsburg. Das Buch ist emotional, hab aber durchaus auch eine Vielzahl von spannenden Momenten. Die Charaktere werden vor dem inneren Auge lebendig und man wandelt mit Marie & Co. durch die Räume der Tuchvilla, durch Augsburg und sogar durch Paris.

     

    Die Charaktere selbst gefallen mir sehr gut – allen voran Marie, die aus dem Waisenhaus zunächst als Küchenhilfe in die Tuchvilla kommt. Sie ist eine ehrliche, sympathische aber auch stolze Frau, die Respekt beweist aber auch durchaus ihren eigenen Kopf hat und sich nichts vormachen lässt. Im Laufe der Geschichte findet sie nicht nur ihre Wurzeln, sondern auch ihre große Liebe.

     

    An ihrer Seite ist immer die leicht kränkliche Tochter des Hauses, Kitty. Zwischen ihr und Marie entsteht eine Freundschaft, die wirklich innig ist. Kitty setzt sich für Marie ein, fördert sie und fordert sie. Als Kitty mir einer unglücklichen Liebe zu kämpfen hat, findet sie Unterstützung bei Marie. Auch die anderen Charaktere, Paul, der Sohn des Hauses und Elisabeth, die ältere Tochter, sind eigenwillige Personen mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Gut gefällt mir auch das Personal, die Köchin, die Hausdame, Auguste und wie sie alle heißen. Sie streiten sich, vertragen sich, lauschen und streuen Gerüchte – und man will dort einfach nur gerne für einen Tag Mäuschen spielen.

     

    Die Geschichte selbst hatte mich ebenfalls sehr schnell in ihren Bann gezogen. Was als Roman begann, hatte durchaus spannende Momente und Plot-Twists und man musste unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Beschreibung der Orte, die Reise nach Paris, Maries Reise in ihre Vergangenheit – unglaublich ausdrucksstark wurden alle diese Momente von der Autorin auf Papier gebannt. Einzig der geschichtliche Aspekt hätte noch etwas mehr hervortreten dürfen. Hier hat die Autorin viele Dinge angeschnitten, z.B. der Aufstand der Sozialisten und der Arbeiter, aber das hätte gerne noch mehr sein dürfen und hätte auch gut in den Aufbau gepasst. Aber auch so ein wirklich schönes Buch über Protagonisten, die einem während dem Lesen immer mehr ans Herz gewachsen sind.

     

    Fazit:

    „Die Tuchvilla“ von Anne Jacobs nimmt ihre LeserInnen mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Man ist Teil der Angestellten, sitzt mit diesen am Tisch, wenn sie Gerüchte streuen. Man möchte Maries Freundin sein, Kitty beistehen, Paul helfen. Die Menschen in dem Buch wachsen einem mehr und mehr ans Herz und auch die Geschichte selbst berührt ohne kitschig zu sein.  Der geschichtliche Teil hätte gerne noch etwas intensiver und detaillierter herausgearbeitet werden dürfen. Aber die Orte, die Ereignisse – alles ist absolut lebhaft beschrieben und man hat wirklich das Gefühl, mittendrin zu sein.

     

    4 Sterne für dieses mitreißende, spannende und gefühlvolle Buch, bei dem man gerne Teil der Familie Melzer wäre.

     

  21. Cover des Buches Romeo und Julia. (ISBN: B00273PY1S)

    Romeo und Julia.

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Das Buch ist eine Liebestragödie aus dem 16. Jahrhundert, die von Romeo und Julia handelt, welche aus zwei verfeindeten Familien kommen. Montague und Capulet heißen sie und haben beide großen Einfluss…

    Ich denke zwar das die Bescheibung des Inhalts bei diesem Weltbekannten Buch ein bisschen unnötig ist, wollte sie aber trotzdem nicht missen. Für mich war es das erste Buch dieser Art und ich werde definitiv wieder solche lesen (das nächste habe ich schon gekauft). Anfangs ist es mit den vielen Namen zurechtzukommen, nach dem ersten bis zweiten Akt geht das dann aber. Durch die vielen Fußnoten lässt sich das Buch zwar nicht sonderlich flüssig lesen, aber ich denke das ist normal. Ich finde es definitiv faszinierend wie die Sprach damals war und es meiner Meinung nach, immer so kleine Gedichte sind, in denen „gesprochen“ wird. Ich hätte niemals gedacht, dass es das Wort „Memme“ damals schon gab. Die Liebe zwischen Romeo und Julia ist so groß, dass ich leider bezweifle, dass es sie heute noch so gibt, was natürlich sehr schade ist. Diese Geschichte ist definitiv faszinierend, komplex und sehr gefühlsvoll. Ganz große Leseempfehlung!

  22. Cover des Buches Die Schwester der Zuckermacherin (ISBN: 9783833350184)
    Mary Hooper

    Die Schwester der Zuckermacherin

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Authentische Darstellung Londons und seiner Bürger im 17. Jahrhundert. Es fiel mir durch die detailreiche Erzählung der Autorin sehr leicht, mich unmittelbar im Geschehen begriffen zu fühlen. Ich konnte Londons Straßen unter mir spüren, den Gestank riechen und die Angst fühlen, die die Bürger immer mehr einnimmt, als die Pest sich ausbreitet und jede Woche Tausende von ihnen umbringt.



  23. Cover des Buches Live Fast, Play Dirty, Get Naked (ISBN: 9783423249577)
    Kevin Brooks

    Live Fast, Play Dirty, Get Naked

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik
    Lili ist jung und es ist der Sommer ihres Lebens. Zusammen mit ein paar Freunden gründet sie eine Band und dann ist da plötzlich der geheimnisvolle William Bonney, der einfach perfekt in die Band passt. Doch keiner der Jugendlichen weiß, dass dieser Sommer ein ganz besonderer sein wird. Schon allein am Schreibstil habe ich gemerkt wie gedühlvoll diese Geschichte ist. Dadurch, dass sie von Lili erzählt wird, wirkt alles sehr atmosphärisch und ich konnte mir gut vorstellen wie sie alles erzählt hat. Das Buch gibt einen wirklich tolle Eindruck in die Punkszene der 70er Jahre. Man spürt einfach wie das Leben für die Jugendlichen war und das es nicht immer so schön war wie man manchmal glaubt. Vorallem spürt man aber die Liebe zur Musik in diesem Buch. Ich habe sie beim Lesen fast schon gehört. Daran merkt man wie gut sich der Autor mit diesem Thema auskennt. Auch der Beginn und die Entwicklung der Band werden so real und autentisch beschrieben, dass ich mir wirklich bildlich vorstellen konnte wie so etwas abläuft und ich glaube für so einige Bands, die heute als Klassiker gelten, waren die Anfänge genau so. Neben der Musik wird jedoch auch der Bürgerkrieg in Irland angesprochen, was dem Buch etwas Dramatisches verleiht und es noch autentischer wirken lässt. Und auch die Charaktere haben mir gefallen. Sie hatte alle ihre ganz eigene Art und im Laufe der Geschichte konnte ich sie wirklich gut kennenlernen. Dabei war es sehr interessant zu sehen wie sie sich verändern und nach und nach eine reifere Persönlichkeit bekommen. Letztendlich konnte ich wirklich gut in diesem Buch versinken und bin begeistert davon wie viel Musik in diesem Buch mitschwingt. Es ist eine dramatische und doch sehr autentische Geschichte über Jugendliche, die mit einer Band erfolgreich werden wollten und ich hatte sehr viel Spaß sie dabei zu begleiten. Außerdem habe ich tolle Einblicke in die Punkszene bekommen, was sehr interessant war. Ein wirklich gelungenes Buch!
  24. Cover des Buches Wainwood House - Rachels Geheimnis (ISBN: 9783570157596)
    Sarah Stoffers

    Wainwood House - Rachels Geheimnis

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Jane verliert ihre Eltern durch einen Unfall bei Ausgrabungen in Ägypten. Sie wird von Colonel Feltham, der sie total verstört in der Wüste aufgreift zu dessen Schwager nach England geschickt.
    Da sie Halbägypterin ist fällt sie mit ihrem dunkleren Teint zwischen den ganzen blassen Briten natürlich sehr auf und regt zu Spekulationen an. Der Earl of Derrington nimmt sie in seinen Hausstand von Wainwood House auf, wo sie als Dienstmädchen bleiben kann.
    Doch dann kommt es zu mysteriösen Zwischenfällen und sie muss untertauchen. War der Tod ihrer Eltern vielleicht doch kein Unfall?

    Die Geschichte um Jane und die Familie Goodall fängt schon interessant an. Man erfährt schnell das Jane ihre Eltern unter mysteriösen Bedingungen verloren hat. Leider kann man nicht gleich einordnen wie viel Jane über den Tod ihrer Eltern weiß und warum dieser Colonel sie zu seinem Schwager geschickt hat.
    In dessen Haus kein Wort darüber verloren wird, das er damals als Soldat in Ägypten lebte.
    Seine beiden Töchter sind sehr unterschiedlich. Während Claire nur darauf aus ist eine gute Partie zu machen, ist Penny eher ein Wildfang und will Abenteuer erleben. Zu ihnen gehört auch noch Julian, der das Mündel des Earls ist. Nachdem die Goodalls mit Benjamin noch einen eigenen Sohn bekommen haben sinkt die Erbfolge für Julian ins Nirvana. Er muss nun überlegen was er mit seinem Leben anfangen will. Sollte er Geistlicher werden, oder doch besser eine Militärlaufbahn einschlagen.
    Sympatisch waren mir Penny und Julian auf jeden Fall. Claire kommt ein wenig verhärmt und besserwisserich rüber.
    Jane ist natürlich und angenehm. Man wünscht ihr das sie eine Erklärung für alle Umstände erhält.
    Penny liebt das Abenteuer und das erhält sie in diesem Buch auch, als sie in der Bibliothek eine besondere Entdeckung macht.

    Schon das Cover hat mir gut gefallen und auch der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen. In einem Wochenende hatte ich das Buch durch und bin nun traurig das es zu Ende ist. Gerne hätte ich gewusst wie es für die Protagonisten nach all den Querelen und Abenteuern nun noch weiter geht.

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