Bücher mit dem Tag "historische krimis"
23 Bücher
- Mechtild Borrmann
Trümmerkind
(297)Aktuelle Rezension von: Lesekatze22Mechthild Borrmann beschreibt in ihrem Roman "Trümmerkind" die spanndende Lebensgeschichte der Familien Dietz, Anquist u.a.
3 Zeitstränge, die am Ende zusammengeführt werden.
Der Vater wird vermisst, der Sohn Hanno Dietz kämpft im Hamburg der Nachkiegszeit für seine Schwester und Mutter ums Überleben. Seine Mutter hält die Familie mit Schneiderarbeiten über Wasser.
Es ist kalt und es fehlt an Nahrung, ja, eigentlich an allem. Auf einer "Räubertour" treffen Hanno und seine Schwester in der Nähe einer toten Frau auf einen Jungen.
Im Köln der 90er Jahre begibt sich die junge Frau Anna Meerbaum, da ihr Mutter ein großes Geheimnis zu hüten scheint, auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familie.
Heinrich Anquist lebt mit seiner Familie in der Uckermark und verliert fast alles, als die Russen näher kommen.
Wer sind wir? Wo liegen unsere Wurzeln?
Eine spannende Geschichte, eingehüllt in einen Kriminalfall.
Man spürt recht schnell, welche Wendung die Geschichte nehmen könnte, doch die authentischen Beschreibungen lassen den Leser gebannt beim Lesen verweilen.
- C.J. Sansom
Das Buch des Teufels
(93)Aktuelle Rezension von: PMelittaMLondon 1543: Roger Elliard, ein langjähriger Freund und Kollege des Anwalts Matthew Shardlake wird ermordet, und Matthew verspricht dessen Witwe Dorothy, den Mörder zu finden. Doch dann stellt sich heraus, dass Roger nicht das einzige Opfer war, und sich Erzbischof Cranmer für die Fälle interessiert, und so ist Matthew bald wieder in dessen Auftrag unterwegs.
Gleichzeitig hat er, der nun am Court of Requestes mittellose Kläger unterstützt, einen brisanten Fall zu bearbeiten, Adam Kite wurde wegen religiösem Wahn nach Bedlam, einer Anstalt für Menschen mit psychischen Störungen, verbracht, In Bedlam ist er tatsächlich auch am sichersten verwahrt, denn in Zeiten, in denen Bischof Bonner Menschen jagt, die sich in seinen Augen ketzerisch verhalten, wäre er sonst schnell von Hinrichtung bedroht. Matthew will aber wenigstens erreichen, dass er in Bedlam nicht schlecht behandelt wird, und bittet außerdem seinen Freund, den Arzt Guy Malton, sich Adam anzuschauen. Guy selbst scheint auch nicht ganz glücklich zu sein, doch vorerst kann Matthew sich nicht damit befassen, zumal auch sein Gehilfe Jack Barak Probleme hat.
Es ist typisch für die Bände dieser Reihe, dass nicht nur der aktuelle Fall behandelt wird, sondern auch im Privatleben des Protagonisten und im historischen Hintergrund allerhand los ist. Historisch gesehen ist dies die Zeit, in der König Heinrich VIII seine sechste Ehe plant. Die Auserwählte, Catherine Parr, spielt neben anderen historischen Persönlichkeiten, wie Bischof Cranmer und den Brüdern Thomas und Edward Seymour, eine nicht unwichtige Rolle in der Geschichte. Ich mag es sehr, wenn die fiktiven und die tatsächlichen historischen so gelungen verknüpft werden wie hier.
Zudem ist Matthew Shardlake ein interessanter Protagonist, er ist klug, kompetent und hat das Herz am rechten Fleck. Immer wieder wird er, sehr zu seinem Leidwesen, in Fälle involviert, die politisch bedeutsam sind, und ihn daher in Gefahr bringen, denn unter Heinrich VIII lebte man nicht ungefährlich, wer heute dessen Freund war, konnte ganz schnell zum Feind erklärt werden und seiner Hinrichtung entgegensehen. Matthew hat außerdem ein körperliches Gebrechen, nämlich einen Buckel, der ihm auf verschiedenen Ebenen Probleme macht, mit dem er sich aber im wesentlichen abgefunden hat, immerhin kann er auf seinen Geist zählen.
Der Fall ist spannend, sehr grausam und passt gut in die Zeit. Man kann miträtseln, wird aber auch immer wieder überrascht. Die Auflösung finde ich nachvollziehbar. Wie immer ist der Roman gut recherchiert, sowie atmosphärisch und bildreich erzählt. Lesenswert sind auch die geschichtlichen Anmerkungen des Autors im Anhang.
Seit Band 1 gehört diese Reihe zu meinen Lieblingsreihen, und das hat sich auch mit diesem vierten Band nicht geändert. Wer gut recherchierte und atmosphärisch überzeugende historische Romane lesen mag, ist hier gut aufgehoben. - Susanne Goga
Das Haus in der Nebelgasse
(171)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaAnfangs hatte ich bei diesem Buch noch etwas Probleme, in die Geschichte hineinzufinden, was auch daran liegt, dass der Schreibstil nicht immer so flüssig ist, wie ich es mir gewünscht hätte. Das soll aber auch nicht heißen, dass er schlecht ist, denn mit der Zeit wurde es immer besser und irgendwann war ich mittendrin. Wahrscheinlich musste ich mich auch erst einmal an den Schreibstil gewöhnen.
Die Geschichte hat mir dabei richtig gut gefallen, denn sie ist nicht nur ein spannender, historischer Krimi, sondern auch eine Hommage an das historische London und eine kleine, süße Liebesgeschichte gibt es obendrein geboten. Das alles ist oftmals ziemlich spannend, manchmal auch ziemlich mysteriös und teilweise sogar witzig, auf jeden Fall aber super unterhaltsam. Ebenso ist die Geschichte rund um das Haus in der Nebelgasse und der Familien, die dort lebten, recht düster und für manche vielleicht auch etwas gruselig. Am besten fand ich aber die tolle, tiefgreifende und exzellente Recherche der Autorin, was die historische Fakten angeht, die sie in ihrem Buch vielfältig zum Besten gibt. Ebenfalls ist die Zeit selbst, in welcher die Geschichte spielt, wahnsinnig interessant und die Atmosphäre wurde auch großartig getroffen.
Richtig toll fand ich außerdem die tollen, lebensecht und nachvollziehbar geschriebenen Charaktere. In einer Zeit, in der Frauen noch ein gewisses Bild an Häuslichkeit und Unterwürfigkeit erfüllen sollen, ist die junge Protagonistin Matilda unabhängig und aufgeschlossen. Gleichzeitig ist sie getrieben davon, das Geheimnis um ihre Schülerin Laura zu entschlüsseln. Mrs. Westlake, ihre Vermieterin ist eine drollige, ältere Dame, die man einfach nur ins Herz schließen muss. Auch sie ist sehr aufgeschlossen und Schriftstellerin von Romanen mit einer abenteuerlustigen Protagonistin. Schon allein deshalb muss man sie einfach lieben. Und dann gibt es da natürlich noch Stephen Fleming, einen Professor mit einer recht emotionalen Vergangenheit, der Matilda bei ihren Untersuchungen mit Rat und Tat zur Hilfe steht. Mit seiner unerschrockenen, freundlichen Art konnte auch er mein Herz erobern.
Alles in allem fand ich dieses Buch jedenfalls wirklich gut. Schade nur, dass es etwas gebraucht hat, bis ich in der Geschichte drin war. Empfehlen kann ich es aber auf jeden Fall, wenn man historische Krimis und Detektivgeschichten mag.
- Volker Kutscher
Lunapark
(92)Aktuelle Rezension von: pw1Durch die Serie „Babylon Berlin“ bin ich überhaupt erst auf diese Reihe gestoßen. Inzwischen mag ich die Buchreihe viel lieber als die Serie.
Diesen sechsten Teil empfand ich als besonders düster, aber dafür auch als besonders spannend.
Der Supergangster Marlow zeigt hier so richtig sein wahres Gesicht. Ich konnte gar nicht glauben, was ich da gelesen habe. Kann leider keine Einzelheiten verraten, denn dann würde ich spoilern.
Auch gab es wieder Neues zu lernen, z. B. hatte ich vom Lunapark in Berlin noch nie zuvor gehört.
Die Entwicklung der Protagonisten zu verfolgen, war auch wieder sehr interessant.
Fazit: Auch dieses Buch hat mich begeistert und ich „arbeite“ mich voller Freude weiter durch die Reihe.
- Birgit Jasmund
Luther und der Pesttote
(23)Aktuelle Rezension von: BettinaLausenIn Wittenberg bricht 1517 die Pest aus. Almuths Verlobter Tamme soll auch unter den Opfern sein, so behauptet es sein Stiefvater. Doch Almuth glaubt nicht daran. Sie versucht der Wahrheit auf den Grund zu gehen und bekommt dabei Unterstützung von Martin Luther. Dieser Kriminalfall ist einem echten Fall der damaligen Zeit nachempfunden und es tauchen viele historische Persönlichkeiten auf.
In einem anderen Handlungsstrang wird die Geschichte Tetzels und Martin Luthers geschildert. Die Autorin hat eine tolle Idee gehabt, wie die Thesen Luthers an die Schlosskirche zu Wittenberg gekommen sind und nutzt hier die Forschungslücke geschickt aus.
Insgesamt ist es spannender, mitreißender und solide recherchierte Roman. Es gibt jedoch kleine Ungereimtheiten, was Luther angeht. In dem Roman betet Luther für Verstorbene, was ein katholischer Brauch ist. Seine Thesen sprechen eine andere Sprache, nämlich von persönlicher Buße. Zudem denkt Luther an einer Stelle, dass Seelen auf ewig im Fegefeuer lodern. Laut der damaligen Vorstellung war es jedoch nur ein zeitweiliger Läuterungsort.
Zudem gibt es einige Perspektivbrüche. Perspektivwechsel innerhalb von Szenen ohne Absatz, oder der plötzliche Einsatz eines allwissenden Erzählers, der sonst nicht auftaucht.
Trotz dieser kleinen Ungereimtheiten, ein spannender Roman, den ich gerne gelesen habe.
- Astrid Fritz
Hostienfrevel
(38)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderSerafina lebt seit ungefähr einem halben Jahr bei den Beginen. Es ist das Jahr 1415 und im Münster in Freiburg, macht man einen schaurigen Fund. Mit Blut befleckte Hostien liegen dort. Wer ist verantwortlich für diese frevelhafte Tat und welches Motiv steht dahinter? Die unerschrockene Serafina macht sich auf die Suche nach den Hintergründen und will nicht so recht daran glauben, dass der beschuldigte Jude damit etwas zu tun. Sie begibt sich in allergrößte Gefahr! Astrid Fritz schreibt wie immer intelligent, fundiert und sehr spannend. Serafina ist eine tolle Figur!
- Britta Habekost
Melodie des Bösen
(23)Aktuelle Rezension von: JessicaImReihenhausWir sind zurück in Paris. Knapp ein halbes Jahr nach den Maldoror Morden kehrt Julien Vioric zurück in die Stadt. Die nächste Mordermittlung lässt nicht lange auf sich warten, da ein genialer Pianist tot aufgefunden wird. Gleichzeitig wird ein menschliches Herz am Grab von Chopin abgelegt, was Vioric an einen ungelösten Mordfall vor über 10 Jahren erinnert.
Wir treffen auch alte Bekannte wieder: Lysanne, Heloise und Luis Aragon sind wieder mit von der Partie und es fühlt sich wieder genauso rund an, wie bei Stadt der Mörder. Nun allerdings gilt dem Jazz und den Einwanderern aus den französischen Kolonien und den USA die Aufmerksamkeit. Ich durfte wieder viel dazu lernen, diesmal über die Musik der 20er Jahre, undnd wie im ersten Teil treten fiktive und reale Charakter parallel auf.
Die schöne und bildhafte Sprache hat mich wieder sofort abgeholt. Die Kriminalgeschichte war ordentlich aufgebaut und super spannend, auch wenn ich dem Mörder dieses Mal auf die Spur kommen konnte. Besonders gefallen hat mir die Ärztin Elsa Lammée und ich hoffe sehr, dass wir sie im nächsten Teil auch wiedersehen dürfen.
Nächster Teil? Ja, bitte! Nicht nur, weil das Buch mit einem kleinen Cliffhanger endet, es wird auch auf den Auftritt von Josephine Baker im Revuetheater angespielt, weshalb ich mir dies als Schauplatz der nächsten Ermittlungen sehr gut vorstellen kann. Und dann gibt es ja noch so viele interessante Persönlichkeiten, die auf jeden Fall das Potential haben als Protagonist in den nächsten Fällen von Vioric eine Rolle zu spielen… vielleicht Picasso? Oder Getrude Stein?
Es gibt eine Sache, die mir besonders positiv aufgefallen ist und die ich deshalb explizit hervorheben möchte:
Seit ich Der große Gatsby gelesen habe, mag ich Bücher über die 20er-Jahre wirklich gerne. Dabei bedienen sich einige (naja, viele) Autoren der damaligen Sprache; vermutlich um Authentizität zu suggerieren. Dabei stoßen mir regelmäßig rassistische Ausdrucksweisen auf. Aber es geht auch anders: hier fällt kein einziges Mal das N-Wort, obwohl wir einigen Rassisten und Nationalisten begegnen. Der Roman büßt damit in keiner Weise an Authentizität ein. Da können sich andere Autoren eine Scheibe abschneiden!
Wie beim ersten Teil gibt es für mich nichts zu kritisieren und daher eine uneingeschränkte und ganz große Leseempfehlung für alle Krimiliebhaber und Musik-affine Bücherwürmer. Wer Stadt der Mörder noch nicht gelesen hat, es aber plant, sollte die Reihenfolge einhalten und zuerst diesen Teil lesen um sich nicht selbst zu spoilern.
- Jordi Llobregat
Die Anatomie des Teufels
(20)Aktuelle Rezension von: mozeilenherzDas Buch wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Nicht nur Daniel, der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist, kommt zur Wort, sondern auch Flexia, der Journalist, der mit der Story um die grausamen Morde in Barcelona endlich sein Image als Autor wieder aufbessern will, Gilbert, der brilliante Medizinstudent, der ein großes Geheimnis mit sich herum trägt und manchmal auch der Mörder oder die Opfer selbst.
Obwohl man hin und wieder eine Passage aus der Sicht des Mörders lesen kann, versteckt sich darin kein Hinweis auf dessen Identität. Das gesamte Buch über bleibt man in der Geschichte Daniels. Man erlebt, was er erlebt und man weiß und glaubt, was der junge Mann weiß und glaubt. Es gibt keine Andeutungen, keine geheimen Informationen für den Leser und das finde ich sehr gut. Auf diese Weise konnte ich mich unglaublich gut in Daniel hineinfühlen. Seine Geschichte, die ihn im Glauben lässt, einen Teil seiner Familie ermordet zu haben, lässt ihn immer wieder daran zweifeln, ob er weitermachen soll, oder nicht doch wieder in sein „altes neues“ Leben in England zurückkehren sollte, wo er eigentlich alles, was in Barcelona war, zurückgelassen hat.
Man wird, genau wie Daniel aber immer tiefer in die Irrungen und Wirrungen und auch in die Grausamkeit der Taten des Mörders hineingezogen. Irgendwann wird die Sache nicht nur für Daniel, sondern auch für Flexia und Gilbert zu einer persönlichen Angelegenheit und auf einmal will man als Leser nicht nur wissen, wer der Mörder ist, sondern auch die Geschichten und Gedanken der anderen, handelnden Personen erfahren.
Die Familiengeschichte Daniels spielt im ganzen Buch eine große Rolle, wird aber nahtlos eingefügt, ohne dass man das Gefühl hat, zwei Handlungsstänge zu lesen, die nebeneinander herlaufen. Daniels Vater war tief in der Geschichte des Mörders gesteckt, alte Freunde tauchen auf und man traut als Leser niemandem.
Ich wäre am Ende eigentlich bei kaum einer auftretenden Figur überrascht gewesen, wenn sie sich am Ende als Mörder herausgestellt hätte (abgesehen von Gilbert, Daniel und Flexia), nur mit dem, der es am Ende war, hätte ich niemals gerechnet.
Doch es war logisch, grausam, schrecklich, aber auch ganz furchtbar tragisch und traurig sodass ich am Ende auch den Schmerz des Mörders nachvollziehen konnte. Für mich ein einzigartiger, atemberaubender, historischer Thriller, der seine 5 Sterne absolut verdient hat!
- Antonia Hodgson
Der Galgenvogel
(26)Aktuelle Rezension von: Zahirah
„Der Galgenvogel“ setzt nur kurze Zeit nach “Das Teufelsloch“ ein. Die Geschichte wird zwar direkt weitererzählt, aber den Vorgänger gelesen zu haben ist kein unbedingtes Muss. Da aber Figuren aus dem 1. Band auftreten, nicht zuletzt seine Freundin Kitty, ist es für ein vollkommenes Lesevergnügen nicht verkehrt die Geschichte um das Marshalsea zu kennen. Antonia Hodgson hat mit der Konstellation der beteiligten Personen rund um den Mord an Toms Nachbarn, eine tolle Ausgangssituation geschafften, in der sie ihre Hauptprotagonisten agieren lässt. Wie schon im 1. Teil sieht die Sache für Tom, der des Mordes verdächtigt wird, alles andere als rosig aus. Zu allem Überfluss muss er auch noch auf Geheiß „Ihrer Majestät“ in einer anderen Sache tätig werden. Denn nur wenn er diese vertrackte Sache entwirren kann, winkt ihm der königliche Straferlass.
Der Autorin gelingt es wieder brillant die Spannung bis zum Schluss problemlos aufrecht zu erhalten. Die Charaktere sind alle facettenreich skizziert und das London des Jahres 1728 mit „Jedermann“ und „Hofstaat“ sind erneut hervorragend in Szene gesetzt, so dass man sich als Leser mittendrin wähnt.
Wie schon im ersten Band gibt es auch hier im Nachwort wieder interessante geschichtliche Fakten, die den Roman wunderbar ergänzen. Auch zu diesen Teil kann ich nur sagen WOW. Ein absoluter Lesegenuss. Ich empfehle dieses Buch gern weiter und vergebe natürlich volle 5 Sterne.
- Lea Stein
Altes Leid
(24)Aktuelle Rezension von: ErdbaerchenKurz nach Kriegsende beschließt Ida zur Polizei zu gehen. Ihre zukünftige Dienststelle ist die Davidwache in Hamburg. Zu dieser Zeit sind die männlichen Kollegen wenig angetan von der weiblichen Unterstützung, deshalb muss sich Ida mit einem Büro im feuchten Keller zufrieden geben. Nicht einmal Papier bekommt sie zur Verfügung gestellt. Doch das hindert Ida nicht daran einer Spur nachzugehen, die ihrer Meinung nach äußerst verdächtig erscheint. Vermehrt werden Frauen bestohlen. Doch damit nicht genug, denn diese Frauen gestehen ihr bald, dass sie auch Opfer einer Vergewaltigung wurden. Und dann stößt Ida auch noch auf eine Leiche...
Ich muss gestehen, der Anfang war schon ein wenig zäh. Allerdings nicht der Handlung wegen, sondern wegen dem Schreibstil. Er wirkte etwas kühl und distanziert. Wenn man aber erst einmal hinein gefunden hat, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Die Zeit nach dem Krieg war wirklich super beschrieben. Als Leser taucht man direkt ab in eine Welt voller Hunger und Leid. Man spürt die Düsternis am eigenen Körper, ich konnte sogar den Mief oder Leichengeruch riechen. Es war fast wie in einem 4D-Kino.
Außerdem wurde mit Ida ein Charakter geschaffen, der für viele Frauen ein Vorbild symbolisiert. Als einer der ersten Polizistinnen, muss sie sich in einer von Männern dominierten Welt durchsetzen.
Hier habe ich auch tatsächlich mal nachgeforscht, ob es stimmt, dass 1947 Frauen zur Polizei durften. In Österreich hinkten wir hier gewaltig hinterher. So viel ich weiß, kamen die ersten Frauen erst in den 90ern zur Polizei. Doch, die Autorin hat ihre Hausaufgaben gemacht, denn bereits 1927 wurde die erste weibliche Kriminalpolizei in Hamburg gegründet.
Aber zurück zu Ida, die oft nicht ernst genommen oder für ihr Verhalten gerügt wird. Doch das hält sie zu keiner Zeit auf. Viel zu stark ist ihr Sinn nach Gerechtigkeit, sich für die Frauen einzusetzen, deren zu unrecht Leid angetan wurde.
Was für eine starke Persönlichkeit in einer Welt, in der Gleichberechtigung ein Fremdwort ist. In einer Welt, in der Frauen nicht nur zeigen müssen, dass sie GENAUSO gut sind, wie ihre männlichen Kollegen, sondern BESSER.
Dieses Buch war nicht nur besonders spannend, es war zudem auch besonders emotional. Es werden nicht nur Themen, wie Frauenfeindlichkeit aufgegriffen, hier geht es um Menschen, denen alles genommen wurde, die Hunger leiden müssen. Kinder, die missbraucht werden. Frauen, die vergewaltigt werden und als Lügnerin abgestempelt werden.
Allzu viel darüber nachdenken, darf ich nicht. Solche Themen nehmen mich immer zu sehr mit.
Fazit: Über mir hängt noch immer eine dunkelgraue Wolke, die erst einmal verschwinden muss. Danach möchte ich aber gerne mehr von Ida Rabe lesen. - Petra Schier
Das silberne Zeichen
(43)Aktuelle Rezension von: buchfeemelanieGenre: Historischer Roman
Erwartung: Ein spannendes Buch erleben
Meinung:
Das Cover finde ich gut.
Ich kenne schon ein paar Bücher der Autorin. Habe durch Zufall das Buch gefunden und es nun gelesen.
Der Einstieg ist mir leicht gefallen, Irgendwann ist mir aufgefallen, dass es bestimmt zu einer Reihe gehört. Hat mich dann aber nicht gestört, dass ich die Bücher vorher nicht kenne.
Die Personen waren gut gestaltet. Gut hat mir auch die Atmosphäre der damaligen Zeit gefallen. Zum Ende hin wurde es dann noch mal richtig spannend. So habe ich das Buch an einem Tag gelesen.
Fazit: Gute Unterhaltung mit 4 Sternen.
- Gabriela Galvani
Die Hüterin des Evangeliums
(12)Aktuelle Rezension von: HerzgedankeAugsburg 1555 Hierher entführt uns die Autorin Gabriela Galvani in ihrem historischen Roman "Die Hüterin des Evangeliums" Hauptfigur ist Christiane Meitinger, deren drei engste Verbündete in kürzester Zeit zu Tode kommen. Sie verliert nicht nur ihren Mentor Sebastian Rehm, sondern auch ihre Cousine Martha und ihren Ehemann Severin Meitinger. Doch der hinterlässt ihr ein ganz besonderes Erbe und fortan schwebt Christiane in großer Gefahr. Es stellt sich heraus, dass ihr Ehemann wegen geheimer Schriften erschlagen wurde und schneller als ihr lieb ist, wird sie in die Aufklärung des Mordes hinein gezogen. Gabriela Galvani schafft mit ihrem Schreibstil ein prachtvolles historisches Bild vor dem Auge des Lesers. Schon auf den ersten Seiten fühlt man sich von der Handlung in den Bann gezogen nicht nur wegen des dramatisch anmutenden Prologs durch den man regelrecht in die Geschichte hineinstolpert. Die Sprache ist der Zeit angemessen, wirkt aber an keiner Stelle schwülstig oder bemüht. Man ist eher dazu geneigt das Buch in einem Rutsch zu lesen, da sich in dem historischen Gewand des Buches auch ein spannungsvoller Krimi versteckt der nicht nur fesselt, sondern auch begeistert. Kurze Kapitel, verschiedene Handlungsstränge dieses Buch hat für mich alles was eine unterhaltsame Lektüre benötigt. Besonders ans Herz gewachsen ist mir dabei Christiane Meitinger. Keine geringere als die verstorbene Mutter der Autorin war hierfür Vorbild und das spürt man in jeder Zeile Galvanis. Gekonnt erweckt sie Christiane zum Leben und stattet sie zusätzlich mit einem sympathischen Charakter aus. Nachvollziehbar, liebenswert und auf ihre Art und Weise ganz besonders einzigartig! Fazit: Krimi im historischen Gewand oder historischer Roman Krimielementen die Frage kann ruhig unbeantwortet bleiben. Fakt ist, dass ich so gut schon lange nicht mehr unterhalten wurde. Diesen Roman kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Ich bin mir sicher, er wird noch viele begeisterte Leser/innen finden. - Annis Bell
Die schwarze Orchidee
(58)Aktuelle Rezension von: GreyswanIn diesem Fall wird Jane zu ihrer besten Freundin nach Nordengland gerufen, weil diese im Haus ihrer Cousine ein komisches Gefühl hat und ehe es sich Jane versieht, steckt sie in einem Kriminalfall um Mord und wertvolle Orchideen fest.
Dieser Teil hat neben der interessanten Geschichte rund um die Orchideenzüchter und -jäger, was ich als geradezu bereichernden Rahmen der Geschichte empfand, eine deutliche Besserung zum ersten Band. Im ersten Band empfand ich Jane als extrem pubertär und unreif, was hier nur zu Beginn vorkam. Im Verlauf der Geschichte wirkt Jane reifer und vernünftiger. Die Beziehung zu David vertieft sich und sie wachsen langsam zu einem Team zusammen.
Die Briefe aus Übersee boten einen Einblick in eine ganze eigene Welt und waren eine angenehme Auflockerung.
Ein besonderes Schmankerl stellt der Plot-Twist zu Ende hin dar und rundet die Geschichte ab.
Ab hier bin ich offiziell Fan der Reihe :-)
- Abir Mukherjee
A Rising Man
(18)Aktuelle Rezension von: c_awards_ya_sin'A rising man' lässt den Leser eintauchen in das Calcutta des frühen 20. Jahrhunderts. Die Kolonialmacht der Briten beginnt langsam zu wanken, denn die Inder streben nach mehr Gerechtigkeit und Freiheit im eigenen Land. Diese werden ihnen jedoch durch neue Gesetze der Briten eher genommen als gegeben.
In dieser politisch geladenen Lage geschieht ein grausamer Mord an einem hohen Offiziellen, ein Funke der zünden könnte. Captain Sam Wyndham, grade frisch aus London angekommen und Sergeant 'Surrender-not' Banerjee, wollen den wahren Täter finden. Etwas das nicht von allen gewollt ist. Schon gar nicht von den Briten selbst.
Dieser Krimi besticht durch seine gelungene historische Einbettung und den für mich unheimlich guten Humor Mukherjees an den richtigen Stellen. Die Wärme der Stadt, die geladene Stimmung der Gesellschaft und die Schwierigkeiten Gerechtigkeit zu finden, kommen hier nur so aus den Seiten geströmt und man tauch ganz darin ein.
Ideal für Krimifans, die etwas mehr von einem Buch erwarten!
- Frank Goldammer
Der Angstmann
(321)Aktuelle Rezension von: BitzkiNachdem mir die ersten beiden Teile der Bruch-Reihe extrem gut gefallen haben, habe ich nun den ersten Teil der Heller-Reihe gelesen.
Die beiden Reihen zu vergleichen wäre Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Die einzige Gemeinsamkeit war für mich, dass beide in Dresden spielen.
Die Figur des Max Heller ist eher ein durchschnittlicher, moralisch korrekter Polizist mittleren Alters, während Bruch ein ausgefallener, interessanter Charakter ist. Ich denke, dem Autor ging es hier weniger um die Eigenheiten seiner Hauptperson als darum, die Atmosphäre, das Leben und den Alltag der Menschen kurz vor und nach der Dresdener Bombennacht 1945 einzufangen. Und das ist ihm richtig gut gelungen. Keine Angst, hier steht nicht das Privatleben der Hellers oder die Historie im Vordergrund Wir befinden uns immer noch im Genre Krimi.
Ich fand das Spagat zwischen Krimi und Geschichte ist Herrn Goldammer sehr gut gelungen. Und seinen Schreibstil mag ich sowieso. Um was es beim Fall geht, beschreibt der Klappentext.
Max Heller wird uns wohl mit diversen Fällen durch die Zeit begleiten. Und den nächsten werde ich auf jeden Fall lesen.
- Maria Rhein
Die Sichel des Todes
(27)Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfeefee erzählt vom Inhalt
Kommissar Heinrich Maler und sein Gehilfe erhalten von der preußischen Geheimpolizei in Berlin den Auftrag, John Rodman, einen deutschstämmigen Millionär aus den USA, zu beschützen. Er beabsichtigt, in Deutschland zu investieren, bekommt aber Drohbriefe, weil er „das Urevangelium“ sucht. Dabei weiß niemand genau, ob es dieses Evangelium wirklich gibt. Sollte es gefunden werden, wäre es eine Katastrofe für die Amtskirche. Das Geschehen spielt im Jahr 1877 in Münster. Im Text gibt es immer Rückblenden ins Mittelalter. Schließlich gerät der Kommissar selber in die Mühlen der Justiz…
Fee meint
Ich hab ja nichts mit Geschichte am Hut, trotzdem liebe ich Münster wie meine Geburtsstadt und bin fasziniert von der Geschichte der Wiedertäufer. Die Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen brillant angelegt und ziehen mich direkt ins Geschehen. Auch wenn einige Abläufe vorhersehbar waren, trat dies der Spannung dem Krimi keinen Abbruch.
… und das FeenFazit
Wäre jeder historische Krimi so spannend, toll und light wäre, ach, es wäre ein Vergnügen, historische Bücher zu lesen. Dies ist definitiv ein „Behaltebuch“. Ich werde es noch einmal lesen und mir Band 1 auf jeden Fall auch kaufen.
- Oliver Pötzsch
Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf (Die Henkerstochter-Saga 7)
(84)Aktuelle Rezension von: buchfeemelanieGenre: historisches Buch
Erwartung: Ein spannendes Buch
Meinung:
Der Schreibstil ist wie immer gut. Die Kapitel sind etwas länger. Mit dem Buch kann man gut die Reihe weiterlesen; es ist aber auch so als Einzelband lesbar.
Jakob ist wie immer ein Unikat. Ich mag seine ruppige Art hinter der oft ein weicher Kern steckt. Gerade hier im Vergleich zu anderen Henker sieht man doch, dass ihm das menschliche noch wichtig ist. Dazu ist er klug und aufmerksam.
Seine Tochter Magdalena mag ich weiterhin auch. Sie ähnelt in vielen ihren Vater. Leider war ich hier (vielleicht zum ersten Mal bewusst) von ihrem Mann enttäuscht. Er handelt egoistisch und macht sich wenig Gedanken über seine Familie.
Die Atmosphäre war wie immer gut beschrieben.
Das Buch begann recht spannend. jedoch muss ich leider sagen, dass ich es diesmal etwas langatmig fand.
Fazit: Leider nur 3 Sterne heute
- Sebastian Thiel
Das Adenauer-Komplott
(22)Aktuelle Rezension von: TanteGhostMan könnte wirklich meinen, dass Sebastian Thiel hier ein Stück Lebensgeschichte von Konrad Adenauer erzählt. Aber…
Inhalt: Maximilian Engel, ehemaliger hoch dekorierter Flieger des zweiten Weltkriegs lässt sich im Suff gehen und macht Äußerungen, die im herrschenden Regime nicht wirklich gut ankommen. Er wird verhaftet und in einen mehr als menschenunwürdigen Knast gesteckt.
Im Gefängnis hat er eine Unterredung mit einer mehr als hübschen Frau, die ihm ein Angebot macht, dass er kaum fassen kann. Er, ausgerechnet er, soll einem anderen Mann zur Flucht verhelfen und bekommt am Ende nichts als seine Freiheit dafür.
Maximilian willigt ein und die Person, der er helfen soll ist niemand anders als Konrad Adenauer. Doch bevor sie frei kommen, erlebt er noch eine sehr harte Zeit in einem Konzentrationslager.
Am Ende ist es Konrad Adenauer, der Maximilan befreit und ihn dann auch aus Geldnöten befreit, indem er ihn in seinem Stab mit beschäftigt und ihm gutes Geld bezahlt.
Maximilian lernt die attraktive Frau besser kennen und lieben.
Die Geschichte zieht sich interessant und sich entwickelnd durch die letzte Zeit des zweiten Weltkrieges und die Jahre des Umbruchs und Aufbaus danach, um am Ende tragisch zu enden.Fazit: Mit dem geschichtlichen Hintergrund hat der Haftungsausschluss gleich am Anfang erst einmal aufgeräumt. Alle Personen und Handlungen sind frei erfunden. Aber alles spielt zumindest in einer sehr interessanten zeit. In die Kriegswirren kann man eine Menge Geschichten hinein schreiben. - Ich habe in jedem Fall auf Spannung gehofft.
Die Spannung war eine ganz eigene. Der Protagonist ist gleich zu Anfang in Schwierigkeiten geraten. Von Anfang an war ich komplett drin in der Geschichte und von Anfang an wurde ich das Gefühl nicht los, dass ich hier eine wahre Begebenheit lese und nicht irgendeine in die Zeit geschriebene Fiktion. Die ganze Zeit über hatte ich einen farbenfrohen Film in meinem Kopfkino laufen, der mich dann auch richtig gut bei der Stange hat bleiben lassen.
Zwischendrin wurde es dann ein bisschen ganz arg politisch. Dann hätte das genauso eine Biografie von Adenauer sein können, aber das war es nun einmal nicht. In dieser Phase hat mich dann die kleine Liebesgeschichte bei der Stange gehalten, die dann irgendwann eine sehr dramatische Wende nimmt. Erst ganz am Ende hat sich dann mein Verdacht bestätigt. - Was den Stoff angeht, hat der Autor hier wirklich alle Register gezogen. Weltkriegswirren, junge Liebe, der Vater bzw. Schwiegervater, der die Beziehung nicht will, politischer Umbruch und Neuanfang. Und da rein wurde die Geschichte geschrieben.
Die Story im Gesamten war sehr interessant und hat mich auf ihre Art gefesselt. Auch wenn dieses politische Gedöns zwischendrin war, hat es mich zwar etwas aufgehalten, aber im Gesamten hat es voll umfänglich in die Geschichte gepasst und ohne diesen Teil wäre die Geschichte ziemlich kurz gewesen, was mich mit Sicherheit auch wieder geärgert hätte.
Der Stoff war in jedem Fall so gut beschrieben, dass ich die ganze Zeit ein sehr interessantes und echtes Kopfkino vor meinem geistigen Auge hatte. Ich war gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und war auf jeden Fall sehr gut von der Realität abgelenkt. - Das ist für ein Buch immer gut. Alles war leicht zu lesen, gut verständlich, aber eben nicht immer leicht verdaulich. Über die Korruption und das falsche Spiel mancher Protagonisten hätte ich mich stundenlang aufregen können und hätte doch nichts ausgerichtet. - Nur gut, dass das eine ausgedachte Story war. Ansonsten hätte es mir um das Ehepaar mehr als leid getan. Es kann doch nicht sein, dass ein eigener Vater mit seiner Tochter so umgeht. Ein absolutes No-Go!!!Ich kann dieses Buch wirklich wärmsten Herzens empfehlen. Nicht nur, dass es einem ein Stück deutsche Geschichte näher bringt in einer ehrlichen Form, wie es ein Geschichtsbuch nie könnte, ist es auch noch spannend geschrieben und lässt es auch an Dramatik, Liebe und Korruption nicht fehlen. - Das ist genau der Stoff, aus dem Kriminalromane sein sollten.
- Barry Stiller
Die Ersten
(20)Aktuelle Rezension von: GisePeter Conrad ist Teil eines internationalen Grabungsteams in der kanadischen Arktis. Dort wurden in einer Wikinger-Siedlung gut erhaltene Eismumien gefunden. Allerdings sterben zwei Forscher unter mysteriösen Umständen, unerklärliche Ereignisse tauchen auf, und überhaupt gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den anderen Forschern teilweise eher schwierig. Und wurde bei all den Arbeiten etwas Böses aus den finsteren Legenden der Inuit geweckt?
Das Autorenduo Barry und Dana Stiller schickt seinen Archäologen Peter Conrad in diesem Band bereits zum zweiten Mal auf eine gefährliche Mission. Die Vorkommnisse werden sehr geheimnisvoll geschildert, mehr als einmal muss der Leser hier seinen Grips anstrengen. Doch das macht man gerne, ist doch der Fall recht verzwickt aufgebaut, man überlegt, was kann wie sein, sucht nach Verbindungen zwischen den Geschehnissen… Gut aufbereitet und verständlich erklärt sind die vielen archäologischen Hintergründe, so dass man die Geschichte auch ohne fachliche Vorkenntnisse gut lesen (und verstehen) kann. Wieder einmal ein rätselhaftes Verwirrspiel der Autoren, in dem Fakten und Mythen aufs Beste miteinander verbunden werden!
Diese spannende Verknüpfung von Archäologie und Krimi empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sternen.
- Ursula Schmid-Spreer
Blutspuren auf Mallorca
(14)Aktuelle Rezension von: Frau-BuchIch war überrascht, dass mich Geschichte doch noch faszinieren wird. In Verbindung mit spannenden Geschichten aber auch kein Wunder.Alle Autoren haben es geschafft tolle Krimis zu schreiben.Natürlich gefällt die eine mehr als die andere, aber Geschmäcker sind nun mal verschieden!Danke fürs bildhafte Schreiben! So hatte ich in jeder Geschichte das Gefühl direkt dabei zu sein.Der geschichtliche Hintergrund ist genau passend kurz gehalten, aber informiert und macht neugierig auf mehr. - Martin Cruz Smith
Die schwarze Rose
(15)Aktuelle Rezension von: pumuckel73Dieses Buch ist für mich ganz speziell, ich hatte es mehrere Male über Jahre hinweg immer wieder angefangen zu lesen und bin erst etwa beim dritten Anlauf hängen geblieben, konnte danach das Buch aber kaum mehr weglegen. Manchmal muss eben der richtig Zeitpunkt für das passende Buch sein. Trotzdem unbedingt lesenswert, würde ich jederzeit weiter empfehlen. - Maria Rhein
Der Werwolf von Münster
(49)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Als ich Mutter fand, habe ich diesen Zettel in ihrer Nähe entdeckt.« Johanna reichte Katharina ein zerknittertes Blatt Papier. Es war unverkennbar die herausgetrennte Seite eines Buches. Eine Stelle war markiert: »Ich weiß, wo du wohnst, da, wo der Thron des Satans ist.«
1874, im damals beschaulichen Münster. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, richtet seine Opfer grausam zu und hinterlässt bei ihnen geheimnisvolle Nachrichten.
Heinrich Maler von der preußischen Geheimpolizei ist eigentlich mit einem ganz anderen Auftrag vor Ort. Er soll den als Bedrohung empfundenen Bischof ausspionieren und möglichst einen Grund finden, den verhassten Katholiken aus dem Weg zu schaffen. Doch Heinrich, in seiner Seele ein aufrichtiger Polizist, setzt sich engagiert auf die Fährte des „Werwolfs“…
Dieses Buch hat mich in Teilen gut unterhalten, in Teilen aber auch enttäuscht. Der geschichtliche Hintergrund rund um den Kulturkampf in Münster ist ohne Zweifel hochinteressant und hätte gern im Buch noch einen größeren Umfang einnehmen dürfen. Auch die Abschnitte, die sich mit dem damals aufkommenden Spiritismus beschäftigen, habe ich mit großem Interesse gelesen.
Auf der anderen Seite fand ich schon recht früh offensichtlich, wer der Täter ist und seinen Auftritten fehlte leider das gewisse Etwas, das Serienmörder sonst oft umgibt. So wirkte er auf mich trotz seiner Taten nicht sehr beeindruckend. Zudem empfand ich einige Längen, die durch die zu umfangreiche Schilderung der Liebesgeschichte inclusive detaillierter Sexszenen zwischen Heinrich und einer jungen Frau entstanden. Es wäre ja noch in Ordnung gewesen, wenn das Buch ordentlich dick gewesen wäre, aber so passte das Ganze vom Umfang her schlicht nicht zusammen.
Das Ende vom Buch schließlich kam dann ein wenig zu flott und wirkte speziell auf den letzten Seiten nicht rund. Auch hier drängte sich der Verdacht auf, dass dem Happy End der Liebesgeschichte die höchste Priorität eingeräumt wurde. Sehr schade.
Fazit: Sehr interessanter Ansatz, aber hier wurde zugunsten einer Liebesgeschichte Potential verschenkt.
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