Bücher mit dem Tag "historische romane"
158 Bücher
- Markus Zusak
Die Bücherdiebin
(4.704)Aktuelle Rezension von: JosefineEin Meisterwerk.
Was macht dieses Buch so besonders? Alles!
Markus Zusaks Schreibstil ist unglaublich und wunderschön, leider findet man so etwas zur Zeit selten. Das Buch ist ja nun auch fast schon 20 Jahre alt.
Die Charaktere: sie haben Ecken und Kanten, Eigenheiten, sie werden lebendig und man denkt, tatsächlich am Leben dieser Menschen teilhaben zu können. Auch die Sprache mit dem Bayrischen Ausdrücken ist unglaublich gut recheriert, hier merkt man dass der Autor deutsche bzw. österreichische Wurzeln hat. Es gibt den Charakteren große Glaubwürdikgeit, es wäre nicht passend in einer ländlichen Gegend in der Nähe von Münschen seine Protagonisten lumpenreines Hochdeutsch sprechen zu lassen.
Die Story: es gibt schöne Momente und absolut tragische. Liesels Leben während der Zeit des zweiten Weltkrieges wird aus der Sicht eines jungen heranwachsenden Mädchens erzählt. Nach und nach erweitert sich ihre Sichtweise. Das Buch hat mich oft schmunzeln lassen und zum Weinen gebracht.
Die Perspektive des Todes: Zu Beginn, sehr gewöhnungsbedürftig, aber es bereichert das Buch umso mehr.
Die Bücherdiebin gehört in jeden Bücherschrank. Ich finde es schade, das Buch erst jetzt gelesen zu haben. - Diana Gabaldon
Feuer und Stein (Outlander 1)
(2.690)Aktuelle Rezension von: dorothea84Mit Feuer und Stein beginne ich endlich die Outlander-Saga – ein Buch, das schon lange auf mich gewartet hat.
Claire Randall ist eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist klug, vielschichtig und wirkt durchgehend authentisch. Ihre Gedanken, ihre Entscheidungen, ihre innere Stärke – all das macht sie zu einer Figur, der ich sehr gerne weiter folgen möchte.
Jamie wirkt zu Beginn eher wie eine Randfigur. Doch je mehr er in den Fokus rückt, desto klarer wird, warum diese Figur für so viele Leser*innen ikonisch geworden ist.
Besonders stark ist die Atmosphäre. Schottland wird lebendig beschrieben – die Landschaft, die Stimmung, die historischen Details. Beim Lesen habe ich regelrecht Sehnsucht gespürt, selbst wieder dorthin zu reisen.
Ja, das Buch hat Längen. Manche Passagen ziehen sich. Doch da ich über mehrere Tage gelesen habe, fiel das für mich weniger stark ins Gewicht.
Ein intensiver, atmosphärischer Reihenauftakt mit starken Figuren und historischem Flair – der Lust auf die weiteren Bände macht.
- Umberto Eco
Der Name der Rose
(1.634)Aktuelle Rezension von: WelpemaxDer Name der Rose von Umberto Eco ist ein außergewöhnlich spannender und zugleich tiefgründiger Roman, der den Leser von der ersten Seite an fesselt. Die Mischung aus Kriminalgeschichte, mittelalterlicher Atmosphäre und philosophischen Fragen ist meisterhaft gelungen. Tatsächlich habe ich bei dem Titel den Film wesentlich häufiger vorher gesehen bis ich das Buch gelesen habe und wie sollte es anders sein, dass Buch schlägt den Film nochmal um Längen. Das Buch kann man sehr gut lesen, obwohl der Autor den Hang hat sehr verschnörkelt zu schreiben, was er in einem Kapitel auch sehr gut unter Beweis stellt. Insgesamt besonders beeindruckend sind die handelnden Personen: Bruder William von Baskerville überzeugt mit Scharfsinn, Ruhe und feinem Humor, während sein junger Begleiter Adson die düstere Welt des Klosters auf eindrucksvolle Weise erlebbar macht. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig und glaubwürdig gestaltet, sodass jede Begegnung zur Spannung beiträgt. Ein kluges, atmosphärisch dichtes und sprachlich starkes Buch, das lange nachwirkt und ein sehr guten Eindruck hinterlassen hat.
- Rebecca Gablé
Das Lächeln der Fortuna
(1.431)Aktuelle Rezension von: Reisefreundin"Das Lächeln der Fortuna" ist Gablés erster Roman um die Familie Waringham, wenn auch zeitlich die Bücher "Teufelskrone" und "Drachenbanner" früher angesiedelt sind und m. E. daher zuerst gelesen werden sollten.
Gablé nimmt sich viel Zeit für die einzelnen Charaktere. Die Hauptfigur - Robin of Waringham - ist uneingeschränkt positiv dargestellt und wird über das ganze Buch hinweg eng durch Höhen und Tiefen begleitet. Ich war mit dem guten Ende für den Pferdenarren Robin mehr als zufrieden.
- Luca Di Fulvio
Der Junge, der Träume schenkte
(1.157)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer Junge, der Träume schenkte ist nichts für schwache Nerven – es enthält auch sensible Themen wie Gewalt und sexuelle Inhalte. Luca Di Fulvios Schreibstil ist einzigartig: Man taucht sofort tief in die Geschichte ein und kann das Buch kaum weglegen. Er schafft es, selbst die vermeintlich langweiligsten Themen spannend und fesselnd zu erzählen. Die Motivation und der Ehrgeiz der Hauptfigur ziehen einen förmlich in den Bann, sodass man als Leser mitfiebert, ob er seinen Traum erfüllen kann. Die berührende Geschichte über Hoffnung, Mut und Freundschaft zeigt schwierige Lebensrealitäten ehrlich und regt zum Nachdenken an.
- Rebecca Gablé
Hiobs Brüder
(579)Aktuelle Rezension von: pianogirlDas Tor schlägt hinter Simon zu. Er weinte bitterlich und dachte, es ist sei sein Ende. Er war eingesperrt auf einer verfallenen Inselfestung. Er lernte weitere Gefangend kennen. Alle passten sie nicht in die Gesellschaft, weil sie ein Leiden hatten. Bei einem Sturm wird ein Teil der Festung zerstört. Es bietet sich eine Fluchtgelegenheit. Sie bauen ein Floß und wagen die Flucht. Losian, der sein Gedächtnis verloren hat, übernimmt die Führung. Auf der Flucht erleben sie Hunger, Not und Rechtlosigkeit. Loisan versucht alles, um sein Gedächtnis wieder zu erlangen. Er befürchtet Schuld am Krieg in England zu haben.
Der Roman erzählt die Geschichte der Geflüchteten über mehrere Jahre im 12. Jahrhundert mit historischem Hintergrund.
Die Autorin schreibt in einem flüssigen Stil. Sie versteht die Spannung zu halten und dem Geschehen immer wieder eine neue Wendung zu geben. Freundschaft und Zusammenhalt sind wichtige Faktoren in diesem Roman. Sie beschreibt die Gefühle der Personen sehr bildhaft.
- Jennifer Donnelly
Die Teerose
(939)Aktuelle Rezension von: Willson"Die Teerose" von Jennifer Donnelly empfand ich als bedauerlicherweise etwas zu vorhersehbar. Der Mittelteil ist hervorragend verfasst und beinhaltet einige unerwartete Schicksalsschläge, die sich in rascher Abfolge ereignen. Dies gestaltet sich äußerst dramatisch, aber auch sehr fesselnd, insbesondere da ich dies nach dem anfänglichen Verlauf nicht erwartet hätte. Umso enttäuschender ist jedoch das Ende. Es wirkt leider konstruiert, forciert und unrealistisch. Hier hätte ich mir, insbesondere nach dem doch sehr überraschenden und dramatischen Rest des Buches, eine andere Auflösung gewünscht.
Für Liebhaber von Happy Ends ist dieses Werk eine Empfehlung.
- Lucinda Riley
Die Schattenschwester
(719)Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage4,5 Sterne
Auf die Geschichte der ruhigen Star, die bisher immer nur im Schatten ihrer Schwester aufgetaucht ist, war ich sehr gespannt. Es war schön zu lesen, wie sie über sich hinauswächst und mutiger wird. Sie trifft auf sehr interessante Charaktere, denen sie ans Herz wächst, und findet einen Ort, der besser zu ihr passt als die Großstadt. In dieser Geschichte fühlte sich der Gegenwartsstrang etwas präsenter an als in den vorherigen Bänden, was mir gut gefallen hat. Der Vergangenheitsstrang war jedoch sehr verwirrend und am Ende war es schwer nachzuvollziehen, mit dem sie auf welche Art und Weise verwandt ist. Trotzdem hat mir das Ende gut gefallen.
- Rebecca Gablé
Das Spiel der Könige
(672)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinDas Spiel der Könige spielt nach dem 100jährigen Krieg in der Zeit der Rosenkriege von der ersten Schlacht von St. Albans 1455 bis zur Schlacht von Bosworth 1485. Die Hauptpersonen sind die Zwillinge Julian und Blanche of Waringham, Kinder von John of Waringham.
Die Einführung der dritten Generation erfolgte bereits im Vorgänger-Band "Die Hüter der Rose". "Das Spiel der Könige" beginnt mit dem Tod von John of Waringham, dessen Geschichte damit zuende ist. Personentechnisch wird es langsam unübersichtlich, denn die Königshäuser Lancaster und York mit ihren weitverzweigten Verwandschaftsverhältnissen stehen hier im Mittelpunkt. Dass viele Personen die gleichen Vornamen tragen, macht die Sache nicht einfacher. Hilfreich ist daher der Stammbaum der Hauptpersonen im Schutzumschlag (gebundene Fassung) sowie die vorangestellte Liste der handelnden Personen, damit man überhaupt noch mitkommt. Die Geschichte von Blanche wirkte für mich leider arg konstruiert und brachte m. E. den Hauptplot kaum weiter. Deshalb einen Stern Abzug.
- Robert Louis Stevenson
Die Schatzinsel
(644)Aktuelle Rezension von: Hari_T_Die Schatzinsel gilt als das Urgestein der Piratenliteratur, und genau das merkt man der Geschichte auf jeder Seite an. Holzbeine, Augenklappen, Schatzkarten mit einem roten „X“ und meuternde Matrosen – das Buch bedient wirklich jedes erdenkliche Klischee. Für einen modernen Leser wirkt der Handlungsverlauf dadurch oft sehr vorhersehbar und phasenweise etwas starr.
Der einzige echte Lichtblick im Buch war für mich Long John Silver. Seine schamlose Wandelbarkeit, das ständige Wechseln der Fronten und seine unberechenbare Art haben Dynamik in die Geschichte gebracht. Seine finale Wende war tatsächlich das Einzige, was mich im gesamten Handlungsverlauf noch überraschen konnte.
- Ken Follett
Die Pfeiler der Macht
(770)Aktuelle Rezension von: MikeyDas Bankhaus Pilaster ist eine der angesehensten und größten Banken in London. Grund dafür ist auch die Art und Weise, wie das Unternehmen geführt wird. Oberste Priorität hat die Sicherheit der Anlagen und die Ehrbarkeit der Leitung. So müssen selbst auch Angehörige der Familie, die es in der Bank zu etwas bringen wollen, von klein auf alle relevanten Abteilungen in der Bank durchlaufen. Protegierung gibt es nicht.
Dieses Prinzip gilt umso mehr für Hugh Pilaster, dessen Vater einst sein Kapital aus der Bank gezogen hat, um sich selbstständig zu machen und deshalb als das schwarze Schaf der Familie gilt; erst recht natürlich, als er bankrott geht und sich umbringt. Ein schweres Erbe für Hugh.
Und dann ist da noch seine Tante Augusta Pilaster, deren ehrgeizigen Ziele es sind, ihren Mann als Seniorpartner, gern auch im Adelsstand und natürlich auch ihren unfähigen Sohn Edward in gehobener Stellung zu sehen, sowie dessen toxische Beziehung zu seinem Jugendfreund Micky Miranda, der, ebenfalls von Ehrgeiz zerfressen, seine Stellung in der Familie ausnutzt und versucht, für seinen Vater in Cordoba mittels dubioser Geldanlagen Kapital von der Bank für einen Staatsstreich zu bekommen und dafür auch vor mehrfachen Mord nicht zurückschreckt. Dieses Dreiergespann führt letztendlich zum Bankrott des angesehenen Bankhauses.
Ich muss sagen, als ich vor kurzem Folletts Buch „Die Brücken der Freiheit“ als erstes Buch von ihm gelesen habe, war ich schwer von diesem Autor enttäuscht. Ich hatte gar schon einen Hype um diesen Autor vermutet, der nicht gerechtfertigt ist. Hier bin ich aber angenehm überrascht. Sicher, es ist und bleibt Unterhaltungsliteratur, reicht nicht an ähnliche Familiensagas, z.B. Galsworthys Forsyte-Saga oder Thomas Manns Buddenbrooks (auch wenn die Ähnlichkeit der Thematik zu letzterem unverkennbar ist) heran, will es aber auch gar nicht.
Die Geschichte ist spannend erzählt und man fiebert mit. Am Ende geht natürlich (wie oft bei solcher Literatur) wieder alles hopplahop. Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich dahinter in der Regel immer Bestrebungen des Autors vermute, endlich fertig zu werden. Aber diesmal sind trotzdem 4 Sterne durchaus gerechtfertigt. Ein Buch, was erstmal bei mir bleibt und nicht zurück zum Büchertausch wandert. - Rebecca Gablé
Der dunkle Thron
(465)Aktuelle Rezension von: ReisefreundinDer dunkle Thron spielt von 1529 bis 1553 und damit hauptsächlich in der Regierungszeit von Heinrich VIII. Die Hauptperson ist Nicholas of Waringham der Urenkel von Julian of Waringham. Somit gibt es keine nahe familiäre oder geschichtliche Bindung mehr an die Vorgänger-Bücher.
Die Geschichte startet neu mit Nicolas of Waringham, der zum Beschützer der späteren Königin Mary wird, dem Kind aus der ersten Ehe des berüchtigten Heinrich VIII mit Katharina von Aragon. Durch die Augen von Nick wird dieses Kapitel englischer Geschichte beleuchtet, welches mit der Thronbesteigung durch Mary I. endet.
Wer den Fernsehmehrteiler "Die Tudors" mit Jonathan Rhys-Meyers als König Heinrich VIII und dem späteren "Superman" Henry Cavill als Charles Brandon (Duke of Suffolk, Günstling Heinrichs VIII.) mochte, der wird auch dieses Buch mögen.
Der Roman ist geeignet für alle, die nicht die gesamte Waringham-Saga lesen wollen (solche Menschen soll es ja geben), denn er ist in sich abgeschlossen.
- Diana Gabaldon
Outlander
(117)Aktuelle Rezension von: BlackAngel0708Voller Erwartung habe ich mit Band 1 begonnen.Es war zäh,langweilig und prall gefüllt mit dümmlichen Aktionen und Kommentaren der Protagonistin.Ich habe mich wirklich durch jede Seite gequält,mir auch noch Band 2 angetan um Band 3 dann weg zu legen.Gabbaldons Stil packt mich nicht und die Erwähnung ca 3 mal pro Seite das Jamie wunderbare rote Haare hat empfand ich als nervtötend.Auch die Sexszenen,von der Autorin bis ins kleinste Detail beschrieben in einer Deutlichkeit die man durchaus pornographisch nennen kann,fand ich zum fremd schämen.Nicht meine Autorin und daher nicht meine Bücher.
- Luca Di Fulvio
Das Kind, das nachts die Sonne fand
(222)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas Buch ist so bildlich beschrieben, dass ich mich total in die Geschichte und Zeit hineinversetzt fühlte. Super geschrieben, es liest sich auch etwas wie ein Märchen. Liebe, Abenteuer allerdings auch die Brutalität der damaligen Zeit wird sehr deutlich dargestellt und es fasziniert und entsetzt zugleich. Ich bin begeistert und kann diesen abenteuerlichen Historienroman absolut empfehlen!
- Sabine Ebert
Das Geheimnis der Hebamme – Das Buch zum Film
(747)Aktuelle Rezension von: miss_chipsWir befinden uns im Deutschland zur Zeit von Kaiser Barbarossa. Nachdem Marthe, die als Hebamme und weise Frau arbeitet, nach einer Fehlgeburt vor dem Burgherr Wulfhart fliehen muss, schließt sie sich einer Gruppe aus Siedlern an, die sich auf den Weg nach Osten machen, um dort eigenes Land zu erhalten. Ritter Christian führt die Gruppe an und findet nach und nach Gefallen an Marthe, die ihm auch nicht ganz abgeneigt ist. Jedoch hat Christian Feinde, die damit auch Marthe ins Auge fassen. Zudem ist Marthe als unverheiratete junge Frau sowieso gefährdet.
Marthe ist eine wirklich liebenswürdige Protagonistin, die stets bemüht ist Menschen zu helfen und ihr Bestes zu geben. Sie weiß, welche Kräuter wie helfen und wie man mit Menschen in einer Notlage umgehen sollte. Leider hat sie trotz ihres jungen Alters schon viele schlimme Dinge erlebt. Man trachtet ihr nach dem Leben; sie ist in neuer Umgebung auf sich allein gestellt; sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann.
Christian ist ein Ritter, der bürgerlich geboren wurde. Daher wird er von manchen der nobelgeborenen Ritter nicht als wahrer Ritter angesehen. So auch nicht von seinem ärgsten Rivalen Randolf. Christian ist ein überraschend sympathischer Charakter, der tatsächlich nicht glaubt, dass Frauen stumm und still zu sein haben. Er setzt sich im Buch immer wieder für Marthe ein und hat im Verlauf des Buches meinen Respekt gewonnen.
Es gab einige Charaktere, die einfach nur abscheulich waren. Ich weiß, dass ich im Mittelalter andere gesellschaftliche Maßstäbe ansetzen muss. Aber wie Frauchen verachtend sich manche der Charaktere verhalten haben, hat mir doch immer wieder zugesetzt. Es gab viele Vergewaltigungsszenen, viele misogyne Kommentare und Gedanken, die nicht unbedingt schön zu lesen waren.
Natürlich gab es auch andere nette Charaktere, um die ich ständig gebangt habe. Leider wurden sie nicht nur einmal verletzt und gedemütigt. Mögen sie auch den Rest dieser Reihe überleben.
Die Geschichte war interessant zu lesen. Die Kombination aus Fiktion und historischer Realität, gepaart mit einem Funken Übernatürlichkeit hat mich in seinen Bann gezogen. Reale Personen und Orte sind immer wieder aufgetaucht und wurden wunderbar in die Welt unserer Protagonisten eingeflochten.
Zudem mochte ich persönlich den Schreibstil sehr, da er klar und auf den Punkt war. Es habe elendig langen Beschreibungen der Landschaft. Stattdessen wurden nur die nötigen Details eingebunden und die Storyline vorangetrieben.
Alles in Allem war das wirklich ein sehr gutes Buch für mich und ich bin gespannt, wie es mit Christian und Marthe weitergeht. Wer jedoch Probleme mit Gewalt und frauenfeindlichem Verhalten hat, sollte dieses Buch unbedingt meiden.
- Michelle Marly
Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe
(175)Aktuelle Rezension von: nasaMademoiselle Coco und der Duft der Liebe von Michelle Marly ist eine Romanbiografie über die bekannte Coco Chanel und wie sie ihr berühmtes Parfüm entwickelte. Der Roman reiht sich in die Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Reihe ein.
Ich habe ein paar Bücher dieser Reihe gelesen und mag sie recht gerne. Es sind immer tolle Romane von verschiedenen Autoren die Fakten mit Fiktion verbinden und eine schöne Geschichte daraus machen. In dem vorliegenden Buch wird das Leben von Coco Chanel zwischen den Jahren 1919 und 1922 beleuchtet.
Paris 1919 Coco Chanels Liebhaber Boy Capel kommt bei einem Autounfall ums Leben. Für die erfolgreiche Modeschöpfer bricht eine Welt zusammen. Sie ist wie gelähmt und versinkt in Trauer. Erst der Plan, ihrer großen Liebe mit einem Duft zu gedenken und für die moderne Frau zu kreieren lässt sie aus der Trauer erwachen. Mit neuem Lebensmut macht sie sich auf die Suche nach dem passenden Duft und trifft dabei auf den russischen Großfürsten und Exilanten Dimitri Romanow.
Das Buch hat sich gut lesen lassen. Der Schreibstil ist leicht, bildhaft und unterhaltsam. Man kann ihn gut lesen und sich auch gut in die Geschichte reindenken. Obwohl es den roten Faden des Parfüms gibt, plätschert die Geschichte an manchen Stellen etwas vor sich hin. Es fehlt ein gewisser Spannungsbogen, man kann das Buch gut ein paar Tage aus den Händen legen und später wieder einsteigen und hat nicht das Gefühl was verpasst zu haben.
Obwohl mich das Buch gut unterhalten hat, gab es einige Längen. Es gab immer wieder Affären in Cocos Leben, diese waren mir teilweise etwas zu sehr ausgeschmückt, da sie nicht unbedingt zum entstehen ihres Parfüms beitrugen. Allerdings gehörten sie zu ihrem Leben und daher ist es gut das sie Erwähnung fanden. Ich hätte gerne noch etwas mehr über das Entstehen und die Herstellung des Parfüms erfahren. Das kam mir etwas zu kurz.
Für mich war neben der Entstehung des weltbekannten Parfüms Chanel No 5 auch interessant mit wie vielen verschiedenen Persönlichkeiten Coco in Kontakt stand. Obwohl sie aus einfachen Verhältnissen stammte, schaffte sie es an die Spitze der damaligen Berühmtheiten. Sie hat ein sehr bewegendes Leben geführt und ihre Ziele immer verfolgt.
Diese Romanbiografie verbindet sehr schön Fakten und Fiktion und bringt einem das Leben der Coco Chanel und ihres weltberühmten Parfüms näher. Es lässt sich gut lesen und für ein paar Stunden in die 1920iger Jahre in Frankreich abtauchen.
- Lynn Cullen
Die Formel der Hoffnung
(123)Aktuelle Rezension von: Stephanie_RuhDas Dr. D.M. Horstmann eine Frau ist, hat der Chefarzt des Vanderbilt-Hospitals übersehen. Zum Glück für Dorothy Horstmann. In den 1940er Jahren ist es in den USA schwierig, eine Ärztin zu sein. Auch wenn man sehr groß ist. Aber Dorothy geht ihren Weg, denn sie hat das Ziel, das Polio-Virus zu besiegen und keine Kinder mehr deshalb sterben zu sehen.
Das Cover zeigt hauptsächlich den Oberkörper einer Frau sowie den unteren Teil eines Frauengesichtes, das Bild ist durch Puzzleteile etwas interessanter gestaltet und von der schwarzen Schrift des Titels "Die Formel der Hoffnung" bedeckt. Eine große, blonde Frau im Arztkittel, die kleinere Männer überragt, hätte ich zum Buch passend gefunden.
Lynn Cullen hat eine Romanbiografie über Dorothy Horstmann geschrieben, der Frau, die in der Entwicklung und Verbreitung des Polio-Impfstoffes involviert war. An sich bereits ein spannendes Thema, ich habe so viel Neues über Polio gelernt! Lynn Cullen schreibt spannend und unterhaltsam, das Buch hat mich von Anfang bis Ende durchweg unterhalten und, im positiven Sinne, belehrt. Ich mag Bücher, die Wissen unterhaltsam vermitteln und sich gleichzeitig kritisch mit der entsprechenden Zeit beschäftigen, wie hier mit Problemen, die Frauen in dieser Zeit ausgesetzt waren und die von den meisten als ganz normal empfunden wurden. Eine klare Leseempfehlung von mir für alle, die auf unterhaltsame Weise etwas lernen wollen. - Bernard Cornwell
Stonehenge
(75)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDie Geschichte dreier Brüder die alle am Bau des bekanntesten Steinkreises der Welt beteiligt sind.
Als da wären, Lengar, ein brutaler, machtbessener junger Mann der für seinen Erfolg über Leichen gehen würde. Dann wäre das Camaban, der mittlere, wurde verstossen weil er mit einem Klumpfuss zur Welt kam. Nun lebt er alleine und verwildert im alten Tempel der Sippe und dann wäre da noch Saban, der Jüngste. Er möchte Krieger werden und sein Volk in ein gute und gesichterte Zukunft bringen.
In dieser Welt prägen schwere, körperliche Arbeit und der Glaube an die grossen Götter den Alltag der Menschen.
Und wie kann man besser den Götter huldigen, als mit einem grossen Tempel. Und so wird es zur Aufgabe der drei Brüder den grössten, je gesehenen Steinkreis der damaligen Welt zu erbauen. Koste es was es wolle, auch Menschenleben.
Das Buch ist spitze! Einmal mehr beweist Mr. Cornwell das er gut schreiben kann und an Geschichte interessiert ist. Auch wenn wir noch immer nicht wissen warum genau Stonehenge erbaut wurde, so kann ich mir gut vorstellen dass die Idee von Bernard Cornwell zum Bau vom bekanntesten aller Steinkreise geführt hat. - Ken Follett
Winter of the World
(36)Aktuelle Rezension von: SaralondeDie Handlung des zweiten Teils der Jahrhunderttrilogie setzt im Jahr 1933 ein. Warum, kennt ihr euch denken – der Reichtagsbrand ist eines der ersten zentralen Ereignisse, deren Zeuge Ken Follett seine Charaktere werden lässt. Die Charaktere, das sind überwiegend die Kinder der Charaktere aus dem ersten Teil, “Fall of Giants”. Die Elterngeneration kommt natürlich auch noch vor, doch der Schwerpunkt liegt auf Maud und Walters Tochter Carla, den Dewar-Söhnen Woody und Chuck, Lev Peshkovs Kindern Daisy und Greg, Ethel Leckwiths Sohn Lloyd und Grigori Peshkovs Sohn bzw. Neffe Volodya.
Wie bereits im ersten Teil lässt Ken Follett diese Familien Teil der wichtigsten Ereignisse des zweiten Weltkriegs werden, was für meine Begriffe ebenso wunderbar funktioniert wie im ersten Teil. Ich kann Denis Scheck nicht zustimmen, der die Tatsache, dass die Charaktere alle mit den wichtigsten Protagonisten der Weltpolitik zusammentreffen, für den dritten Teil “Edge of Eternity” als “Whale Watching” bezeichnete. Mir gefällt das Konzept, fiktive Romanfiguren auf historische Persönlichkeiten treffen zu lassen, sehr gut und ich kann mir vorstellen, noch einige weitere Bücher dieser Art zu lesen. Ich denke, mit solchen Büchern kann man auch weniger historisch interessierten Lesern Geschichte nahe bringen.
Auch für diesen zweiten Teil ist die Rechercheleistung Ken Folletts wieder erstklassig, ich habe wirklich den Eindruck, dass man sich diesbezüglich auf ihn verlassen kann. Die Geschehnisse, vor allem gegen Ende des Krieges in Deutschland, sind schon harte Kost, aber es ist ja kein Geheimnis, was damals alles passiert ist. Gefallen hat mir auch, dass Ken Follett Themen wie das Euthanasieprogramm der Nazis aufgreift.
Ich habe dieses Hörbuch ebenso gerne gehört wie Teil 1, auch der Sprecher John Lee hat mich wieder voll überzeugt. Viele kritisieren ja das Ausmaß an Sexszenen in den Büchern, aber ich finde das eigentlich nicht schlimm und hatte auch den Eindruck, dass es im zweiten Teil ein bisschen weniger ist.
- Stefanie vor Schulte
Junge mit schwarzem Hahn
(258)Aktuelle Rezension von: RiesenradFahrenIch musste mich erstmal in das Buch reinkämpfen, aber es hat sich gelohnt.Die Geschichte beginnt düster und traurig. Wir lernen Martin, einen 11jährigen Waisenjungen, kennen. Er lebt in einem Dorf und niemand dort mag ihn wirklich, sein einziger Freund ist ein Hahn, der immer bei ihm ist. Nach den ersten Seiten schält sich aus dieser trüben Umgebung Martins Charakter hervor (hier hat mich die Geschichte gepackt). Dieser Junge hat die Rohheit, den Egoismus und den Stumpfsinn seiner Umgebung nicht aufgenommen. Er leuchtet zwischen all dem Leid.
Er bleibt nett zu den Menschen, beobachtet die Anderen, er hilft, spricht die Wahrheit und verbittert nicht. Dadurch passt er nicht in dieses Dorf, seine Freundlichkeit und Reinheit, lässt den Dreck der Anderen deutlicher zutage treten.Eines Tages taucht ein Reiter auf, entreißt einer Mutter ihr Kind und verschwindet wieder. Martin, der das mitansah, wird nun sein Leben der Suche nach diesem Ritter widmen. Und er wird den Ritter finden und das Rätsel der Entführung lüften, aber ein klassisches happy end wird es nicht.
Obwohl es mir schwer fiel in die Geschichte reinzukommen, möchte ich sie euch empfehlen. Sie ist anders. In anderen Rezensionen wurde die Stimmung des Romans mit Krabat und den grimm'schen Märchen vergleichen, beidem stimme ich zu. Die Geschichte ist düster, sie bewegt sich auf der Grenze von Realität, Märchen und einer düsteren Parallelwelt. Sie macht aber nicht hoffnungslos, weil Martin und sein Huhn es nicht sein.
Ein beeindruckendes Erstlingswerk.
- Peter Berling
Die Kinder des Gral
(93)Aktuelle Rezension von: FaiditAls Kennerin der historischen Hintergründe kann ich sehr gut mitfühlen, mit wie viel Herzblut der Autor bei der Sache war. Seine akribische Recherche ist auch besonders zu loben und zeigt sich durchgängig im Roman.
Die Thematik des Buches gibt normalerweise eine Unmenge an Kopfkino her, das teilweise leider sprachlich langweilig dargestellt wurde und andererseits durch abrupte Szenenwechsel verwirrt, wodurch mir der rote Faden verloren ging.
Ich habe den Roman dreimal in zeitlichen Abständen zu lesen begonnen, weil ich nur zu gerne in diese Zeit und Welt aus der Sicht Peter Berlings eingestiegen wäre. Leider war es mir mit diesem Buch viel zu mühselig und verschaffte mir weder Entspannung, noch Gefühlsregung, so dass ich das Ende nie erreicht habe. - Diana Gabaldon
Breath of Snow and Ashes
(29)Aktuelle Rezension von: WiosnaGanz große Erzählkunst. Süchtigmachend. - Vera Buck
Das Buch der vergessenen Artisten
(53)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannLangweiler 1902. Das Dorf macht seinem Namen alle Ehre. Das findet zumindest der fünfzehnjährige, sensible Mathis, der nicht nur unter den Schikanen seines Vaters und seiner älteren Brüder, sondern auch an einer Bohnenallergie leidet - miserable Zukunftsaussichten für den jüngsten Spross einer Bohnenbauerfamilie. Das ändert sich schlagartig, als er auf einem Jahrmarkt Meister Bo und dessen Attraktion, einen Röntgenapparat, sieht. Für Mathis steht fest: Genau das will er auch! Weg von Langweiler, hinaus in die weite Welt - oder wenigstens das, was er sich darunter vorstellt - von Jahrmarkt zu Jahrmarkt ziehen und vor allem: den Röntgenapparat bedienen.Berlin, 1935. Nach mehr als 30 aufregenden Jahren als Schausteller ist Mathis in einer Wohnwagensiedlung in Berlin gestrandet, gemeinsam mit seiner Freundin, der "Kraftfrau" Meta, und deren gehandicaptem Bruder. Die Zeiten sind denkbar düster für Artisten, Gaukler, Schausteller und alle, die nicht den neuen, menschenverachtenden Normen entsprechen. Die Aufträge werden rarer, die Lebenssituation zusehends prekärer, und immer öfter "verschwindet" einer ihrer Nachbarn über Nacht, verschwindet aus ihrer Gemeinschaft, ihrem Leben - und irgendwann aus dem Gedächtnis. In dieser immer bedrohlicheren Situation beschließt Mathis, einen langgehegten Plan in die Tat umzusetzen: Er wird ein Buch schreiben, ein Buch über all jene, die schon verschwunden sind, an die man sich kaum noch erinnert - das Buch der vergessenen Artisten. Doch das ist ein gefährliches Unterfangen ...Mit seinen mehr als 750 Seiten ist "Das Buch der vergessenen Artisten" ein wahrer Wälzer - indes einer, dessen Umfang man während der Lektüre kaum merkt, so fesselnd ist die auf zwei Zeitebenen erzählte Geschichte des Schaustellers Mathis. Vera Buck nimmt sich belletristisch - will sagen: unterhaltsam, ja beinahe leichtfüßig - eines dunklen Kapitels deutscher Geschichte an, ohne dabei den ernsten Hintergrund je aus den Augen zu verlieren oder ihn gar zu banalisieren. So gelingt es ihr, die Aufmerksamkeit auf eine von den Nationalsozialisten verfolgte Personengruppe zu lenken, deren Schicksal vermutlich vielen nicht allzu präsent sein dürfte. "Das Buch der vergessenen Artisten" entführt seine Leser*innen in eine andere Zeit, eine andere Welt, und vor allem bewirkt es genau das, was sein Titel verheißt: Es erinnert an all die vergessenen Artisten. Für mich das perfekte Buch für lange Winterabende - und ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für all jene, die gerne historische Romane lesen.
- Diana Gabaldon
Drums of Autumn
(29)Aktuelle Rezension von: WiosnaGanz große Erzählkunst. Süchtigmachend.























