Bücher mit dem Tag "historischer liebesroman"
179 Bücher
- Diana Gabaldon
Feuer und Stein (Outlander 1)
(2.690)Aktuelle Rezension von: dorothea84Mit Feuer und Stein beginne ich endlich die Outlander-Saga – ein Buch, das schon lange auf mich gewartet hat.
Claire Randall ist eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist klug, vielschichtig und wirkt durchgehend authentisch. Ihre Gedanken, ihre Entscheidungen, ihre innere Stärke – all das macht sie zu einer Figur, der ich sehr gerne weiter folgen möchte.
Jamie wirkt zu Beginn eher wie eine Randfigur. Doch je mehr er in den Fokus rückt, desto klarer wird, warum diese Figur für so viele Leser*innen ikonisch geworden ist.
Besonders stark ist die Atmosphäre. Schottland wird lebendig beschrieben – die Landschaft, die Stimmung, die historischen Details. Beim Lesen habe ich regelrecht Sehnsucht gespürt, selbst wieder dorthin zu reisen.
Ja, das Buch hat Längen. Manche Passagen ziehen sich. Doch da ich über mehrere Tage gelesen habe, fiel das für mich weniger stark ins Gewicht.
Ein intensiver, atmosphärischer Reihenauftakt mit starken Figuren und historischem Flair – der Lust auf die weiteren Bände macht.
- Diana Gabaldon
Outlander - Die geliehene Zeit
(1.486)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowGabaldon wirft eine Frau aus dem 20. Jahrhundert in den schottischen Hochlanden des 18. Jahrhunderts und schaut was passiert. Was passiert, ist mehr als erwartet – ein Roman der sich nicht entscheiden kann ob er Abenteuer, Liebesgeschichte oder Historienroman sein will, und der genau deshalb funktioniert. Vier Sterne weil die Länge gelegentlich auf Kosten der Präzision geht. Aber wer einmal drin ist, kommt nicht leicht raus.
- Lin Rina
Animant Crumbs Staubchronik
(1.202)Aktuelle Rezension von: Shontelle_BooksBälle, Männer und Verlobungen – das sollte eigentlich im Kopf einer jungen 17-jährigen Dame aus dem Jahr 1890 in England herumschwirren. Doch bei Animant sind es Bücher, Bücher und noch mehr Bücher! (Wer kennt es nicht🫢)
Bälle sind nur gezwungenes Begleit, um die Güte ihrer Mutter nicht überzustrapazieren.
Doch dann soll Animant nach London zu ihrem Onkel ziehen: Animant wittert Freiheit! Doch sie landet als Assistenz sie bei einem grimmigen jungen Bibliothekar ... der sie scheinbar so gar nicht leiden kann.
Staubchronik ist seit 2018 mein Wohlfühlbuch – mein Zuhause, wenn ich mich in der Buchwelt verloren fühle. Mein Weg führt mich jedes Jahr mindestens einmal zurück zu dieser Geschichte. Eine Geschichte der selbstbewussten Animant und ihrer Ansicht der Welt in einem Zeitalter, welches … nun, wie soll ich sagen, doch gern gegen die Frauen gestimmt war.
Lin Rinas Schreibstil ist so wohlig warm wie ein heißer Tee bei Regen. Diese Geschichte umhüllt mich jedes Mal, als würde ich sie das erste Mal lesen. Eine ruhige, cozy Liebesgeschichte, ungezwungen, gefühlvoll und verspielt. Die Geschichte kann man ohne Probleme mühelos weglesen, der Schreibstil ist bildhaft und charmant. Zurück bleibt: die kribbelnde Wärme der Worte und der Gefühle.
Lin hat hier ein Herzstück für mein Bücherregal gezaubert.
Die Charaktere sind allesamt fantastisch – von der Protagonistin hin zu diversen kleinen Nebencharakteren, die ebenfalls so lebhaft sind, dass sie keine Statisten darstellen.
Animant ist eine junge, freche Dame, welche so gar nicht in das damalige Zeitalter hineinpasst. Genau das macht sie so charmant und sehr humorvoll. Ihre Einstellung und ihr Hitzkopf sind großartig geschrieben, man kann sich in ihre Situationen des Erwachsenwerdens sehr einfühlen, und sie ist sehr nahbar. Ich wäre genauso 1890!
Mr. Reed ist genau nach meinem Geschmack – ein kalkühner, bissig dreinschauender, schöner Mann, der anfangs sehr einfach und naja … reserviert dargestellt wird. Mit der Zeit erweichen seine Gesichtszüge und seine Art (für Animant), und dennoch bleibt er genau so kühl wie am Anfang. Diese Balance ist unfassbar geschrieben, und ich habe das selten so gut dosiert gelesen. Er ist er, und niemand kann ihn ändern: Nur für manche lässt er sein Herz spielen, ein bisschen!
Mein Herz hat ebenfalls Miss Hamilton erobert – sie ist einfach … unverbesserlich und unfassbar genial! Mein kleiner weiblicher Crush!
Die Geschichte ist manchmal ein kleines Auf und Ab und so gefühlvoll geschrieben! Sucht ihr ein cozy Reading ohne Zwang und ohne großes Denken, aber mit viel Herz? Dann seid ihr genau richtig!
- Julia Quinn
Bridgerton - Daphne & Simon
(693)Aktuelle Rezension von: LinasLeseeckeOfficialKlappentext:
Als Daphne Bridgerton ihren Namen in der Kolumne von Lady Whistledown liest, kümmert es sie nicht besonders. Aber ihre Mutter drängt sie, endlich einen Ehemann zu finden, bevor ihr Ruf in dieser Ballsaison völlig dahin ist. Daphne schließt einen Pakt mit Simon Basset, dem heiratsunwilligen Duke of Hastings: Indem er ihr den Hof macht, erscheint der umschwärmte Aristokrat vergeben. Sie dagegen rückt gesellschaftlich in den Mittelpunkt und entflieht den Kuppelversuchen ihrer Mutter. Ein prickelndes Spiel beginnt - bis Daphne erkennt, dass nur einem Mann ihr Herz gehört: Simon!
Der Roman Der Duke und ich von Julia Quinn ist für viele Leser - besonders nach dem Erfolg der Serie Bridgerton - der Einstieg in die charmante Welt der Bridgerton-Familie. Auch hier zeigt sich schnell: Buch und Serie ergänzen sich, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Da der Plot durch die Serie bereits bekannt ist, liegt der Reiz des Buches weniger in überraschenden Wendungen, sondern vielmehr im detaillierteren Einblick in die Figuren und ihre Emotionen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass man leicht in die Geschichte eintaucht. Besonders gelungen ist die Darstellung von Daphnes Unsicherheit, die im Buch sehr greifbar und nachvollziehbar wirkt.
Ein großer Unterschied zur Serie ist der stärkere Fokus auf die Liebesgeschichte zwischen Daphne und Simon. Ihre Beziehung steht klar im Mittelpunkt und wird intensiver beleuchtet, wodurch ihre Entwicklung als Paar noch mehr Tiefe erhält. Auch die berühmte „Scharade“ zwischen den beiden wirkt im Buch nachvollziehbarer - insbesondere, weil Daphnes Situation und gesellschaftlicher Druck anders gewichtet werden als in der Serienadaption.
Die Charakterentwicklung beider Hauptfiguren ist deutlich spürbar: Sowohl Daphne als auch Simon durchlaufen emotionale Prozesse, die ihre Handlungen verständlicher machen. Gleichzeitig sorgen die familiären Dynamiken der Bridgertons für humorvolle und unterhaltsame Momente, die das Buch auflockern und ihm zusätzlichen Charme verleihen.
Kritisch bleibt jedoch - wie schon in der Serie - Daphnes fragwürdige Herangehensweise, sich ihren Wunsch nach einer eigenen Familie zu erfüllen. Diese Passage kann irritierend wirken und hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck, der auch beim Lesen nicht ganz verschwindet.
Positiv hervorzuheben ist außerdem, dass die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Jedes Buch der Reihe widmet sich einer eigenen Liebesgeschichte eines Bridgerton-Geschwisters, sodass man diesen Band unabhängig genießen kann.
Fazit:
„Der Duke und ich“ überzeugt als unterhaltsamer, romantischer Auftakt der Bridgerton-Reihe mit starken Figuren, emotionaler Tiefe und viel Charme. Besonders Fans der Serie bekommen hier eine intensivere und fokussiertere Version der Liebesgeschichte von Daphne und Simon - auch wenn nicht alle Handlungen uneingeschränkt überzeugen. - Deborah Harkness
The Book of Life - Das Buch der Nacht
(339)Aktuelle Rezension von: Simply_Another_BookaholicNach ihrer gefährlichen Zeitreise ins London der elisabethanischen Ära kehren Diana Bishop und Matthew Clairmont in die Gegenwart zurück. Doch anstatt zur Ruhe zu kommen, werden sie sofort mit neuen Gefahren und alten Feinden konfrontiert. In Sept-Tours, dem Stammsitz von Matthews Familie, finden sie zwar Verbündete und vertraute Gesichter wieder, müssen jedoch auch einen schmerzhaften Verlust verkraften, der vor allem Diana tief erschüttert.
Während im Hintergrund dunkle Mächte agieren, schafft es Autorin Deborah Harkness es immer deutlicher zu machen, dass das Rätsel um das geheimnisvolle Manuskript Ashmole 782 noch längst nicht vollständig gelöst ist. Um die Zukunft der magischen Welt zu sichern, müssen Diana und Matthew die fehlenden Seiten finden und deren wahre Bedeutung entschlüsseln. Dabei geraten sie in einen gefährlichen Strudel aus Intrigen, Machtkämpfen und uralten Geheimnissen.
Ich habe "The Book of Life" als emotionalen Band erlebt. Die Handlung ist spannend, vielschichtig und bringt zahlreiche Entwicklungen mit sich. Besonders gefallen hat mir, wie die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verwoben und viele Fragen endlich klarer werden.
Die Charakterentwicklung von Diana und Matthew wirkt authentisch und tiefgehend, ihre Beziehung gewinnt spürbar an Reife. Gleichzeitig bleibt die Geschichte voller Dynamik, Magie und überraschender Wendungen.
Für mich ist dieses Buch ein starkes Bindeglied innerhalb der Reihe, das neugierig auf alles macht, was noch folgen wird.
- Julia Quinn
Bridgerton - Francesca & Michael
(226)Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutterIch gebe zu, ich war schon ein bisschen enttäuscht, als ich in der Serie rund um Penelope und Colin mitbekommen habe, dass Francesca ebenfalls geheiratet hat. Bekommt sie etwa keine eigene Folge? Oder müssen wir uns ihre Liebesgeschichte mit John noch einmal komplett anschauen? Das Rätsel war dann gelöst, als ich diese Reihe bei mir einziehen ließ. Es gibt also einen Michael und wie er in Francescas Leben kam, wird im 5. Band erzählt.
Die Countess von Killmartin ist ganz glücklich mit ihrem Mann. Doch er verstirbt plötzlich und unerwartet, und sie ist nicht nur Witwe, sondern theoretisch auch nicht mehr in Schottland zu Hause, denn sie hat keinen Erben. Michael Sterling, der Cousin ihres Mannes, ist nun der Earl. Er hat ein großes Geheimnis. Er liebt Francesca schon seit er sie kennt doch war sie bisher für ihn verboten. In seinem Bewusstsein ändert sich das auch nach dem Tod von John nicht. Die beiden sind seelenverwandt und so wundert es Francesca, dass Michael sich auf einmal von ihr abzuwenden scheint. Wird sie seinem Geheimnis auf die Spur kommen?
Das müsst ihr nun selber lesen
Wie immer ist Bridgerton, ein sehr kurzweiliges Vergnügen, dass mich gut ablenkt, das nebenher gelesen werden kann und belanglos, aber sehr unterhaltend ist. Hier habe ich tatsächlich etwas gebraucht, um mit der Geschichte warm zu werden. Michael schien mir provokant und so unentschlossen und später habe ich auch Francesca nicht so richtig verstanden. Manches Mal musste ich mit den Augenrollen, weil doch irgendwie klar war, dass sie zueinander kommen sollen und können, aber beide auf Basis irgendwelcher Konventionen, die keiner so richtig verstanden hat, erst mal davon Abstand nehmen. Zum Ende hin war ich allerdings doch sehr berührt. Und der Epilog hat mich diesmal nicht verärgert, sondern mir fast sogar Tränen der Rührung, in die Augen getrieben.
Interessant ist auf jeden Fall, dass wir es diesmal nicht mit einer Jungfrau zu tun haben, die erst in die Liebe eingeführt werden muss, sondern eine erfahrene Ehefrau. Das verleiht dem Spice zumindest ein bisschen einen anderen Charakter. Der Rest der Familie Bridgerton kam nur sehr selten und meist in Briefen vor. Das ist ein bisschen schade, denn ich mag diese Truppe doch sehr.
In der Verfilmung ist für mich Francesca, neben Kate, die attraktivste der Bridgerton Frauen. Hannah Dodd hat die Rolle sehr graziös und anmutig verkörpert. Auf diese Staffel müssen wir wohl noch ein bisschen warten. Jetzt freue ich mich erst mal auf Januar und Benedict und Sophie.
- Julia Quinn
Bridgerton - Penelope & Colin
(305)Aktuelle Rezension von: LinasLeseeckeOfficialKlappentext
Wer ist Lady Whistledown?
London, 1824: Seit langem ist Penelope heimlich in den umschwärmten Colin Bridgerton verliebt – hoffnungslos, da der begehrte Junggeselle sie, ein unscheinbares Mauerblümchen, bis jetzt gar nicht wahrgenommen hat. Doch dann begegnet sie ihm im Haus seiner Schwester. In einem bewegenden Gespräch gesteht Colin ihr, wie sehr er sich nach wahrer Liebe sehnt, und küsst sie zärtlich. Fortan hat er nur noch Augen für sie. Aber Penelope hat ein Geheimnis, dessen Enthüllung ihr unverhofftes Glück gefährden würde: Unter dem Pseudonym Lady Whistledown schreibt sie pikante, manchmal skandalöse Kolumnen über die Mitglieder der Gesellschaft. Jeder will wissen, wer die Lady mit der Giftfeder ist. Was, wenn Colin es herausfindet?
Der vierte Band der Bridgerton-Reihe widmet sich der Geschichte von Penelope Featherington und Colin Bridgerton, die stark auf dem beliebten Friends-to-Lovers-Trope basiert – kombiniert mit dem Motiv „verliebt in den Bruder meiner besten Freundin“. Diese Dynamik bringt zwar eine gewisse Vertrautheit und emotionale Tiefe mit sich, wirkt aber gleichzeitig auch etwas befremdlich, da die beiden Hauptfiguren praktisch miteinander aufgewachsen sind. Gerade dieser Aspekt kann das Leseerlebnis zwiespältig machen und hat für mich bereits in der Serienumsetzung nicht vollständig überzeugt.
Ein weiterer Punkt, der die Spannung des Buches beeinflusst, ist die Tatsache, dass durch die Serie ein zentrales Geheimnis der Handlung bereits vorweggenommen wurde. Dadurch fehlt es stellenweise an Überraschungsmomenten, die die Geschichte ansonsten deutlich fesselnder hätten machen können. Einige Entwicklungen wirken dadurch vorhersehbarer und verlieren an emotionaler Wirkung.
Sprachlich bleibt Julia Quinn ihrem gewohnt leichten und flüssigen Stil treu, der sich angenehm lesen lässt. Dennoch driftet die Geschichte für meinen Geschmack stellenweise zu sehr ins Kitschige ab. Die romantischen Elemente sind zwar präsent und für Fans des Genres sicherlich ansprechend, wirkten auf mich jedoch teilweise überzogen und weniger authentisch.
Fazit:
Band 4 der Bridgerton-Reihe bietet eine solide romantische Geschichte mit bekannten Tropes, kann jedoch nicht ganz mit der Frische und Spannung früherer Teile mithalten. Die Dynamik der Figuren ist Geschmackssache, und durch die Vorwegnahme wichtiger Handlungselemente verliert das Buch spürbar an Reiz. Für Fans der Reihe dennoch lesenswert, wenn auch nicht der stärkste Teil. - Julia Quinn
Bridgerton - Anthony & Kate
(412)Aktuelle Rezension von: LinasLeseeckeOfficialKlappentext:
Anthony Bridgerton heiratet
Der begehrteste Junggeselle der Londoner Gesellschaft und die aussichtsreichste Debütantin der Saison: Lord Anthony Bridgerton und Edwina Sheffield gäben ohne Frage ein schönes Paar ab. Wären da nicht Edwinas überaus besorgte Schwester Kate und der durchaus zweifelhafte Ruf des Lords. Kate ist fest entschlossen, ihre Schwester vor dem Herzensbrecher zu schützen – bis der Viscount sie eines Tages in seine Arme reißt und sie einfach küsst. Entsetzt erkennt Kate, dass sie den Mann, der ihre Schwester hofiert, selbst heimlich begehrt …
Als zweiter Band der beliebten Bridgerton-Reihe knüpft Wie verzaubere ich einen Viscount? von Julia Quinn an den Erfolg des ersten Teils an und rückt die Geschichte von Anthony Bridgerton in den Mittelpunkt. Obwohl die zweite Staffel der Serie für mich persönlich nicht ganz überzeugen konnte, wollte ich dem Buch dennoch eine faire Chance geben.
Der Einstieg gelingt solide, vor allem durch den tieferen Einblick in die Figuren. Besonders positiv fällt auf, dass die Charaktere deutlich mehr Raum bekommen als in der Serienadaption. Ihre Beweggründe, Ängste und vor allem ihre Vergangenheit werden ausführlicher beleuchtet, was viele Entscheidungen nachvollziehbarer macht. Gerade Anthony als Protagonist gewinnt dadurch an Tiefe und wirkt greifbarer.
Trotz dieser Stärken konnte mich die Geschichte emotional leider nicht so stark fesseln wie die Liebesgeschichte von Daphne und Simon im ersten Band. Es fehlt ein wenig an der Intensität und dem besonderen Knistern, das den Auftakt der Reihe so mitreißend gemacht hat. Die Handlung entwickelt sich zwar nachvollziehbar, bleibt für mein Empfinden aber stellenweise etwas zurückhaltend und weniger packend.
Dennoch überzeugt der Schreibstil von Julia Quinn erneut: leicht, humorvoll und angenehm zu lesen. Auch die Dynamik zwischen den Figuren sorgt immer wieder für unterhaltsame Momente, selbst wenn die große Begeisterung ausbleibt.
Fazit:
Wie verzaubere ich einen Viscount? punktet mit tieferen Charaktereinblicken und nachvollziehbaren Entwicklungen, kann jedoch emotional nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten. Ein solides Buch für Fans der Reihe, auch wenn der Funke nicht ganz so überspringt. - Evie Dunmore
Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen
(168)Aktuelle Rezension von: TimilaDie Rebellinnen von Oxford – Verwegen erzählt die Geschichte von Annabelle Archer, einer der ersten Frauen, die an der Universität Oxford studieren dürfen. Um ihr Stipendium zu behalten, muss sie die Frauenrechtsbewegung unterstützen und versucht, den mächtigen Herzog Sebastian Devereux für ihre Sache zu gewinnen – was nicht nur politisch schwierig ist, sondern auch emotional, denn zwischen ihnen knistert es von Anfang an heftig.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die starke, selbstbewusste Protagonistin, die sich in einer Zeit behauptet, in der Frauen kaum Rechte haben, sowie die feurige Dynamik zwischen Annabelle und Sebastian. Die Autorin verwebt historische Aspekte der Frauenbewegung mit einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte, die sich angenehm entwickelt und mich als Leserin emotional mitgenommen hat.
Einige andere Rezensionen loben den flüssigen Schreibstil, die lebendigen Figuren und die Spannung, die entsteht, wenn gesellschaftliche Normen auf persönliche Wünsche treffen - dem kann ich nur zustimmen. Besonders stark ist, wie die historischen Hintergründe – inklusive der Herausforderungen der Suffragettenbewegung – eingebettet werden, ohne trocken zu wirken. Was mir persönlich etwas weniger gefallen hat, ist, dass das Thema Frauenrechte stellenweise nicht so intensiv vertieft wird, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich hätte mir mehr Einblick in das Studium und die historischen Details gewünscht, da der Fokus teils stärker auf der Liebesgeschichte liegt. Außerdem wirkt das Ende etwas zu schnell oder abrupt, vor allem mit dem Wissen, dass Annabelle im zweiten Teil der Reihe nicht mehr als Protagonistin auftreten wird.
Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gefallen, und mit ein wenig Abstand werde ich auch den zweiten Teil der Reihe lesen!
- Julia Quinn
Bridgerton - Eloise & Phillip
(265)Aktuelle Rezension von: Claudia86„In Liebe, Ihre Eloise“ ist der fünfte Teil der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Klar, hat die Reihe durch die Netflix-Verfilmung eine große Bekanntheit erlangt und so hatte auch ich durch diese Serie ein bereits definiertes Bild von Eloise.
Aus diesem Grund habe ich mich wirklich auf diesen Band gefreut, aber irgendwie ist der Funke nicht so wirklich übergesprungen.
Eloise pflegt einen starken Briefwechsel mit Philip. Und als sie dann heimlich zu ihm fährt, sieht man doch eigentlich schon kommen, was jetzt passiert. Als Eloise dann feststellen muss, dass Philip augenscheinlich nur eine Mutter für die Zwillinge seiner verstorbenen Frau sucht, kommt auch hier nicht wirklich ein Gefühl auf. Aber irgendwie scheint der ruhige Botaniker Philip auch nicht so wirklich der Mann großer Gefühle und Worte zu sein, denn da er nur die Verlobte seines im Krieg verstorbenen Bruders heiraten musste, hat er noch selbst die große Liebe kennengelernt. Und mit dem Tod seines Bruders kam auch die Verantwortung über den Familientitel und das -anwesen.
Eloise schafft es, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, das Herz der Kinder zu erobern und so auch das von Philip. Doch als dann ihre Brüder plötzlich auf der Matte stehen, gibt es für diese nur eine Möglichkeit, dass Philip und Eloise heiraten müssen, um die Ehre ihrer Schwester zu schützen. Aber irgendwie habe ich in der Geschichte diesen Eigenwillen und den Wissensdurst und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben vermisst, der Eloise in der Serie auszeichnet.
Eloise muss man auch in der Geschichte mögen. Aber zu Philip habe ich irgendwie keinen Zugang gefunden. Alles in allem hat mich die Geschichte zwar unterhalten, doch gegenüber den vorangegangenen Bänden war diese leider sehr schwach.
- Julia Quinn
Bridgerton - Benedict & Sophie
(357)Aktuelle Rezension von: ReadAndTravelBenedict Bridgerton ist verliebt:
Ein rauschender Maskenball im Hause Bridgerton. Doch unter all den Gauklern, Prinzessinnen und Harlekinen hat Benedict Bridgerton nur Augen für die unbekannte Schöne mit den funkelnden Augen. Auch Sophie spürt, dass diese Begegnung Bestimmung ist – und muss doch gehen, bevor die Masken fallen. Was bleibt, ist ein unauslöschliches Sehnen und Benedicts Schwur, nie eine andere zu begehren als sie! Doch die Probe, auf die das Schicksal die Liebenden stellt, ist hart – und der Ausgang ungewiss.
📖✨ Rezension: ✨📖
Ich habe nun den dritten Teil der Bridgerton-Reihe gelesen – diesmal tatsächlich als Buch statt als Hörbuch 📚 und ich muss sagen: Es hat mir richtig gut gefallen! 💕
Der Schreibstil ist wie gewohnt super angenehm, leicht und flüssig zu lesen – man kommt einfach schnell durch die Seiten und möchte immer wissen, wie es weitergeht 😍
Die Charaktere sind total liebevoll gestaltet und die Geschichte einfach süß und romantisch 💖 Besonders Benedict hat mir im Buch viel besser gefallen als in der aktuellen Netflix-Staffel – er wirkt hier viel greifbarer und seine Gefühle kommen deutlich intensiver rüber. Die Liebesgeschichte hat mich dadurch auch mehr berührt 🥹✨
Insgesamt ein wirklich schönes Buch, das mir sogar besser gefallen hat als die Serienumsetzung 🎬➡️📖
⭐️⭐️⭐️⭐️ / 5
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band! 💕📚
- Sophie Irwin
Wie man sich einen Lord angelt
(307)Aktuelle Rezension von: denisexreadsMein erstes Buch, welches im 19. Jahrhundert spielt und auch wenn ich es in 2 Tagen fertig gelesen habe, ließ es mich leider doch etwas enttäuscht zurück.
Ich hatte schon Schwierigkeiten in das Buch zu kommen. Gemäß der Zeit in der das Buch spielt, wurde natürlich auch der Schreibstil angepasst, ob mich nun dieser immer wieder irritiert hat oder die Übersetzung selbst kann ich schwer sagen. Zusätzlich wurde das Buch nur aus Kittys Perspektive geschrieben, was es schwerer macht einen Bezug zum anderen Hauptprotagonisten aufzubauen. Kitty wuchs ursprünglich am Land auf, was auch gar nichts Schlechtes an sich ist, für mich war nur schwer vorstellbar, dass ihr (teilweise sehr unpassendes) Verhalten keine Konsequenzen in den Kreisen der Reichen und Schönen mit sich gebracht hätte. Ich bin auch nicht wirklich warm mit ihr geworden, da ich sie als zu rücksichtlos empfunden habe. Generell blieben alle Charaktere für mich zu blass und ich konnte keinen richtigen Bezug zu diesen aufbauen. Die Geschichte an sich war auch sehr vorhersehbar, etwas schade.
Das Buch ist grundsätzlich nicht schlecht, es konnte mich leider nur nicht ganz überzeugen, demnach werde ich auch den zweiten Band nicht lesen.
- Julia Quinn
Bridgerton - Hyacinth & Gareth
(193)Aktuelle Rezension von: spozal89Ich liebe ja die Serie und um mir die Wartezeit zu verkürzen, habe ich nach und nach alle Bücher gelesen. Ich muss sagen, dass mir Mitternachtsdiamanten bisher glaube ich am Besten gefällt. Das liegt zum einen daran, dass ich die Story rund um die Diamantensuche total spannend finde, aber auch daran, da Hyacinth aufgrund ihres Alters in der Serie noch nicht wirklich viel vor kommt und man sie bisher noch nicht gut kennen gelernt hat. Sie und ihre Persönlichkeit haben mir aber total gut gefallen und auch Gareth mochte ich sehr gerne. Der Verlauf der Lovestory war gut und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Daher eine klare Empfehlung, auch als Ergänzung für diejenigen, die nur die Serie kennen.
- Paullina Simons
Tatiana und Alexander
(135)Aktuelle Rezension von: aly53Band 1 der Tatiana und Alexander Trilogie hat mich komplett begeistert und mehr als alles andere musste ich wissen , wie es weitergeht.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.
Beim Einstieg war ich zunächst hin und wieder etwas verwirrt, was aber an der Übersetzung lag.
Mit der Zeit gelang es mir besser dem Verlauf zu folgen und in das Geschehen einzutauchen.
Band 1 befasste sich überwiegend mit Tatianas Geschichte.
Eine Geschichte über eine mutige und tapfere junge Frau , die mir alles abverlangt hat.
Bei diesem Band geht es vordergründig um Alexander. Endlich lernt man ihn näher kennen und erfährt sehr viel aus seiner Vergangenheit. Die Rückblenden die sich über einen weiten Zeitraum erstrecken , haben mir sehr gut gefallen.
Ich kam Alexander näher und erkannte , wie klug und herzerwärmend er ist.
Aber es gab auch Szenen, die haben mich sehr mitgenommen und im wahrsten Sinne des Wortes unter sich begraben.
Schon im ersten Band mochte ich ihn sehr gern. Hier hab ich ihn noch mehr ins Herz geschlossen.
Ich litt mit ihm , kämpfte und trauerte.
Und auf der anderen Seite ist da Tatiana , die ein neues Leben beginnt.
Doch tut sie das wirklich?
Kann ein gebrochenes Herz heilen?
Bei Tatiana merkt man die Entwicklung recht deutlich. Sie wächst , lebt und doch ist die Vergangenheit immer präsent.
Ihre starke und kämpferische Persönlichkeit kommt auch hier sehr gut zum Ausdruck und das ist es letztendlich auch , was sie so außergewöhnlich macht.
Man lernt hier auch weitere neue Charaktere kennen. Auch wenn der ein oder andere etwas blass wirkt, so sind sie doch sehr ausdrucksstark, lebendig und facettenreich.
Die Autorin selbst bezaubert wieder mit ihrem stark einnehmenden, bildhaften und fließenden Schreibstil. Sie schreibt mit sehr viel Gefühl, sie geht sehr detailreich vor. Dadurch hat man mitunter etwas das Gefühl auf der Stelle zu treten. Was es mitunter etwas mühsam macht. Gerade im ersten Drittel ist das deutlich zu spüren.
Nichtsdestotrotz ist es wichtig , um Alexanders Geschichte zu verstehen und zu verinnerlichen.
Wie gewohnt erfährt man auch hier wieder beide Perspektiven.
Mit der Zeit wird es spannender , auswegloser und man hat das Gefühl, nach jedem Strohhalm greifen zu müssen.
Die Traurigkeit ist förmlich greifbar und man fiebert und zittert unglaublich mit.
Auch die Fortsetzung hat mir einiges abverlangt.
So viele Herausforderungen, so viele Gedanken die mir keine Ruhe ließen.
Alexanders Geschichte ist voller Schmerz, Angst und Verzweiflung.
Man spürt sein Leid und seine innere Zerrissenheit.
Man kämpft und weint mit ihm.
Er muss einiges meistern und doch gibt ihm das Leben auch Hoffnung.
Man erfährt sehr viel über die Kriegszeit , was mir gut gefallen hat.
Die Autorin hat hier auf sehr wundersame Art und Weise Wendungen eingewoben, bei denen mir schier der Mund offen stehen blieb.
Es gab Szenen, die hatte ich einfach nicht erwartet.
Auf der einen Seite erfährt man Hoffnung und Wärme und auf der anderen Seite hat man das Gefühl , all das Grauen und die Abgründigkeit nicht ertragen zu können.
Besonders das letzte Drittel war an Spannung kaum noch zu überbieten. Meine Gefühle tanzten Achterbahn und ich lechzte nach jeder Zeile. Es war explosiv, hat mich nicht zu Atem kommen lassen und vollkommen gefesselt.
Der Abschluss von diesem Bandes hat mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt, was der letzte Band für uns bereithält.
Schlussendlich ist auch Band 2 eine fesselnde und mitreißende Geschichte , die einiges abverlangt.
Voller Sehnsucht, Wehmut und der Kraft der Liebe.
Dennoch reicht sie nicht an den Vorgänger heran, da es leider auch einige Wiederholungen gab , die ich hin und wieder als störend empfand.
Fazit:
Mit Band 2 hat die Autorin eine fesselnde, mitreißende und traurige Fortsetzung der Tatiana und Alexander Trilogie geschaffen , die einiges abverlangt.
Auch wenn mir diese wirklich gut gefallen hat , so reich sie für mich nicht an den Vorgänger heran. Dafür ist Tatianas Geschichte einfach zu besonders.
Dennoch eine gelungene Fortsetzung, die einiges an Erkenntnissen und Wahrheiten mit sich bringt.
Ich bin gespannt, was Band 3 für uns bereithalten wird. - Jean Webster
Lieber Daddy-Long-Legs
(159)Aktuelle Rezension von: KateRappWie konnte das passieren, dass mir dieser wunderbare, berühmte und allseits beliebte Briefroman bisher vollkommen entgangen ist?
Vor über hundert Jahren veröffentlicht und regelmäßig wieder aufgelegt, zuletzt 2018 neu übersetzt, habe ich ihn erst jetzt zur Hand genommen und in einem Rutsch durchgelesen.
Humorvoll, frech und mit schillernder Beobachtungsgabe schreibt da eine junge Waise an ihren unbekannten Gönner, der ihr ein Collegestudium finanziert. Jerusha lebte bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr im Waisenhaus und nur weil ihre Aufsätze die Aufmerksamkeit ihrer Englischlehrerin erregten, bekam sie die finanzielle Unterstützung unter der Voraussetzung, monatlich einen Brief an den Unbekannten zu schreiben, den sie Daddy Longleg nennt.
In ihren Briefen ist sie weder schmeichlerisch noch allzu dankbar. Sie schreibt geradeheraus und lustig und äußert sich zu Themen wie Atheismus, Frauenwahlrecht und Sozialismus, während sie sich auf die ihre College-Lektüre stürzt und erste Gedichte und Geschichten schreibt. Der Wunsch ihres Gönners ist es, dass sie Schriftstellerin wird und sie tut ihr Bestes, um dies zu erreichen.
„Ich freue mich den ganzen Tag lang auf den Abend, und dann hänge ich ein „Bitte nicht stören“-Schild an die Tür und schlüpfe in meinen hübschen roten Bademantel und meine Fellhausschuhe und staple alle Kissen hinter mir auf der Couch und zünde die Messinglampe neben mir an und lese und lese und lese“
Ich war vollkommen bezaubert von dieser natürlichen Erzählstimme und kann es allen, die dieses Buch auch noch nicht kennen und beispielsweise Lucy Maud Montgomerys „Anne auf Green Gables“ mögen, nur wärmstens empfehlen.
Aus dem Englischen neu übersetzt von Marion Herbert, Anaconda 2018
- Freda MacBride
Der Earl und die tollkühne Lady
(5)Aktuelle Rezension von: Reebock82BAND 2
Dieses Buch kann als Einzelband gelesen werden. Es ist kein Wissen aus den vorherigen Bänden erforderlich. Das Buch verrät jedoch Teile des Endes der vorherigen Teile.
Inhalt
Lady Matilda soll aus Schottland nach London reisen, um sich in der dortigen "Season" mit einem Earl zu verloben, den ihr Vater für sie ausgewählt hat. Um sicherzugehen, dass es sich bei dem Earl um einen guten Mann handelt, verkleidet sich Matilda als Küchenmädchen Mairi und lässt sich im Haushalt des Earls anstellen. Ihre geplante Spionageaktion nimmt jedoch eine unerwartete Wendung.
Meinung
Ein kuschelig gemütlicher Regency Roman, der sich flüssig lesen lässt und in angenehm flotter Geschwindigkeit eine unterhaltsame Geschichte erzählt.
Wie immer: Das Rad wird nicht neu erfunden und überraschend ist nichts.
Dennoch hat mir der Roman viel Spaß gemacht, denn die Figuren sind sympathisch und die Handlung abwechslungsreich. Es gibt keine langweilige Längen oder unnötigen Missverständnisse.
Matilda ist erfrischend forsch, auch wenn übliche Mann/Frau-Klischees trotzdem ihren Weg in die Geschichte gefunden haben. Matildas Art und auch der "Showdown" haben dafür aber ein gutes Gleichgewicht geschaffen.
Keine Frage, das Buch ist extrem kitschig und beinhaltet alles, was ein Regency-Grundrezept vorschreibt. Dennoch hat es Spaß gemacht und auch die erotischen Szenen waren passend und geschmackvoll.
Fazit
"Der Earl und die tollkühne Lady" ist trotz sperrigem Titel eine unterhaltsame Regency Romanze, die sich flüssig lesen lässt und Spaß macht. Die üblichen Regency-Zutaten wurden zu einer lesenswerten Handlung gemischt, die ohne große Überraschungen für gemütliche Lesestunden sorgt.
- Evie Dunmore
Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken
(94)Aktuelle Rezension von: rosarium„Die Rebellinnen von Oxford – Unerschrocken“, von Evie Dunmore, ist der zweite Band der Rebellinnen von Oxford – Reihe.
Lucinda war ein brillanter Charakter. Ihrer Zeit, den Gepflogenheiten und Gedanken weit voraus, auch jetzt noch. Ich mochte auch, wie ihre Emotionen und ihre Vergangenheit aufgearbeitet wurden und sie sich entwickelte. Und das alles rund um Oxford geschah, was ein bildschöner Anblick mitsichbrachte. Auch der männliche Protagonist Tristan war gut dargestellt und zeigte vor allem unterschwellig, wie er Opfer war von toxischer Männlichkeit und Kontrollsucht. Tristan und Lucinda gemeinsam hatten eine tolle Dynamik und lernten vor allem viel voneinander. Die Freundesgruppe rund um Lucinda brachte einmal Konflikte mit sich, zum anderen aber auch Hilfe und Unterstützung und das war toll zu lesen. Generell mochte ich auch, wie gut recherchiert einzelne Themen zu den Frauenrechten 1890 waren und verbunden wurden mit der Emanzipation, der Selbstentscheidung einer Person. Der Schreibstil war flüssig, sehr emotional und der Zeit gemäß passend. Die Story war einfach nur grandios und ich hatte so viel Spaß an ihr. Von den kleinen Momenten, wie Lucinda und Tristan sich näher kamen, bis hin zu den politischen Debatten, den zwischenmenschlichen Konflikten und der Tatsache, dass es Sachen gibt, die an die Öffentlichkeit müssen und um die es sich zu kämpfen lohnt. Ich fand auch den Endkonflikt, in dem es mehr um Gerechtigkeit ging, als um Liebe, super realistisch für Lucindas Charakter. Für das gesamte Buch.Fazit. Wow. Ich bin hin und weg. Dieses Buch erzählt so schön die Geschichte einer Frauenrechtlerin, die Liebe findet und doch für ihre Rechte, ihre Wahlen, kämpft. Ich hatte super viel Spaß an der Geschichte und kann sie nur wärmstens empfehlen.
Das Buch hat von mir 5/5🌹bekommen.
Liebe Grüße El. Rosé Bellarium🌹
- Robert Preis
Gottes Plagen
(17)Aktuelle Rezension von: peedee1463. Stjepan Tomašević, der letzte König von Bosnien, wird enthauptet. Vor seinem Tod hat er seine hochschwangere Frau Helena verraten, der es aber gelingt, mit einem kleinen Gefolge zu fliehen. Auf der Flucht kommen mehrere Begleiter ums Leben. Johannes, ein Pilger, steht ihr zur Seite; er will nach Graz des Heiligen Römischen Reichs, um die Menschen vor der Gefahr zu warnen. Nicht nur die Osmanen folgen ihnen, sondern auch Krankheiten und Plagen...
Erster Eindruck: Das Cover ist sehr ausdrucksstark und wirkt dreidimensional – gefällt mir sehr gut.
Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Recherchearbeiten für einen historischen Krimi stelle ich mir sehr aufwändig vor – hierfür meinen besten Dank. Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte, die auch die Entstehung des Grazer Gottesplagenbildes thematisieren soll.
Wem kann man überhaupt trauen? Einer ist im Moment dein Freund, aber im nächsten Moment steckt sein Schwert in dir! Wer ist Johannes wirklich? Ist er ein Mönch, Pilger, Ritter? Was hat es mit diesem geheimnisumwobenen Buch auf sich?
Haris kam mir vor wie Hulk: selbstverständlich nicht grün, aber riesig, stark und furchtlos – und mit einem weichen Herzen, trotz allem. Er will Johannes wiederfinden, um ihn zu töten (als „Dank“ dafür, dass Johannes ihn trotz Armverlust hat überleben lassen), aber ihm ist bewusst, dass Johannes nicht sein Feind ist, sondern zu einem Gefährten geworden ist.
Die Beschreibungen waren (leider) sehr plastisch und ich empfand nur schon die ersten 80 Seiten als sehr brutal – für mich an der Grenze des Erträglichen. Nach dem ersten Viertel des Buches, in dem Helena, Johannes und Haris auf der Flucht sind, habe ich mich gefragt, wie lange diese sich stets wiederholende Präsentation von brutaler Gewalt weitergehen würde. Das Gelesene hatte einige Längen, die mir in Kombination mit den grausamen Szenen zunehmend Mühe bereiteten – ich war nahe dran, aufzugeben. Aber da ich begeisterte Stimmen zu diesem Buch gehört hatte, wollte ich dranbleiben. Aber nach 234 von 576 Seiten war meine Schmerzgrenze erreicht und ich habe das Buch abgebrochen. Mir ist bewusst, dass das Mittelalter keine Zeit von Friede, Freude, Eierkuchen war, aber die Zurschaustellung der Gewalt (bis Seite 234) war mir zu brutal. Schade. - Patricia Carlyle
Mit einem Lächeln im Sturm
(14)Aktuelle Rezension von: JazzyMeine Meinung:
Die Französische Revolution trifft auf Powerfrau und Charme eines tapferen Mannes.
Catherine und Christopher könnten nicht unterschiedlicher sein. Bis sich ihre Wege eines Tages kreuzen und sie sich unter gewissen Umständen besser kennen lernen. Christopher ist fasziniert von Catherine und beschützt sie immer wieder. Catherine braucht ihre Zeit um sich klar zu werden, was sie eigentlich in ihrem Leben möchte. Leider kommt die Französische Revolution dazwischen.
Während sich Christopher und Catherine näher kommen, werden sie auch schon wieder auseinandergerissen. Vieles scheint anders zu sein, als es zunächst aussieht und Catherine entwickelt sich in ihrer Persönlichkeit wirklich weiter.
Das besondere für mich an dem Roman war, dass mir die Figuren wirklich sehr im Gedächtnis hängengeblieben sind und die Geschichte mich nicht so schnell losgelassen hat. Ich lese viele Bücher, die mir auch gefallen und bei denen ich ganz klar sage, dass war prima, aber diese Geschichte und die Figuren haben mich wirklich sehr angesprochen.
Fazit:
Ein historischer Roman mit spannenden Themen, eine tolle umgesetzte Liebesgeschichte, an die ich noch so manches Mal denke und eine gute Portion Humor. Ich werde dieses Buch sicherlich noch öfters lesen. Alle zehn Daumen nach oben!
- Lisa Kleypas
Die Wallflowers - Lillian & Marcus
(58)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalDie Wallflowers von Lisa Kleypas aus dem #goldmannverlag
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Dieses Buch ist Band 2 einer Reihe… kann aber unabhängig gelesen werden.
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Veröffentlichung bei uns in 2022/2023, aber Original aus dem Jahr 2005.
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Dieses Buch habe ich gelesen, um das Warten auf die neuen Bridgerton Folgen zu überbrücken. ☺️
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Wer Bridgerton mag, wird diese Reihe auch mögen. Denn ich finde, dass sie sehr ähnlich sind. Das mag den einen oder die andere vielleicht langweilen, aber ich fand es „ergänzend“ sehr gut.
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Die Geschichte ist vorhersehbar. Ich habe das bekommen, was ich erwartet habe. Ich konnte gut abtauchen und beim Lesen den Kopf ausschalten.
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Es gab eine Liebesgeschichte, etwas Spice und ein historisches Landhaus Setting.
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Es gab aber auch zwei drei Momente im Buch, bei denen ich mir gedacht hatte…. Hmmm… würde das heute auch so veröffentlich werden? Aber evtl ging es nur mir so.
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Hiermit vergebe ich 4 Sterne ⭐️
- Julia Quinn
Bridgerton - Neues von Lady Whistledown
(64)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BDies ist der neunte und letzte Teil der Bridgerton-Reihe. Dabei geht es dieses Mal um keines der Bridgerton-Kinder, sondern es sind zwei kürzere Geschichten zu bisher unbekannten Charakteren enthalten. Daher gibt es zweimal zwei Protagonisten und diese sind toll charakterisiert und es ist schön sie kennenzulernen. Vor allem aber war es cool, dass in diesem letzten Teil die Kapitel wieder mit Beiträgen von Lady Whistledown starten (was mir in den letzten Teilen tatsächlich ein bisschen gefehlt hat). Alles in allem ist es - auch wenn die Bridgertons fehlen - ein schönes Buch und bildet einen entspannten letzten Teil der Reihe, der vor allem mit dem gewohnt leichten Stil toll ist.
- Lily King
Euphoria
(131)Aktuelle Rezension von: Trishen77Die wenigen klassischen Motive in den Erzählungen des Abendlandes: Tod & Sex (unumgänglich an das Moralische gebunden, gerne mit einem Schuldmotiv verknüpft), die Spannung zwischen Fremdem und Eigenem (Lebenseinstellung & Bewältigungsarten), das Wissen und die Unwissenheit, der Kampf (oder eher: die Gewalt), Gut und Böse, Vertrauen und Verrat (Anziehung und Enttäuschung) und schließlich das Gefühl, die Vernunft und das Selbst als eine Dreieinigkeit aller Figuren. Alle diese Motive sind natürlich eng miteinander verwoben, überschneiden sich häufig um neue Facetten zu bilden und das Ganze ließe sich weiter herunterbrechen oder auch noch breiter einteilen.
Die mögliche Umgebung, der Raum für diese zentralen Motive, ist nicht mehr und nicht weniger als das Universum, mit allem was in seiner Breite existiert(e) und zusätzlich allem, was man sich in/zu ihm ausdenken kann. Jede Umgebung in einem Roman (ob historisch oder geographisch oder beides) ist bestimmt durch einige Aspekte, die untermalend wirken können oder zu wesentlichen Konfliktpunkten in der Handlung werden. Jeder Roman muss in die Motive und die Umgebung die er wählt, seine Figuren weben, und daraus entstehen lassen, was wir Erzählung, Geschichte nennen; doch ist der Roman noch etwas mehr als die Summe seiner Teile, nicht bloß Geschichte, hinter der Motive stehen und nicht nur Motive, die in einer Geschichte lebendig werden. Der Roman ist die Komposition, in der sowohl die Motive als auch die Geschichte nie ein Monopol innerhalb der Leseerfahrung erlangen können und dürfen; das Ganze ist an die Dualität dieser Elemente gebunden, die (ähnlich wie im Leben die Dualität von Handlung (Entscheidung) und Geschehen) nie komplett aufgeschlüsselt oder aufgelöst werden kann.
In „Euphoria“ breitet Lily King ein Drama um eine Dreierkonstellation, nebst der Charaktererforschung (von Menschen und Ethnien), aus, gekleidet in ein halbhistorisches Gewand (welches manchmal gut, manchmal etwas zu bemüht unterstrichen wird, indem mal kurz, am Rande, einige Ereignisse des jeweiligen Jahres erwähnt werden). Die Geschichte spielt fast die ganze Zeit (von Rückblicken abgesehen) auf der südpazifischen Insel Neuguinea, eine Kulisse, die nicht überstrapaziert wird und die Handlung sehr gut umgibt. Alle drei Hauptpersonen sind Ethnologen und hierhergekommen um die Völker am Fluss Sepik zu erforschen, die zu dieser Zeit (30er Jahre des 20. Jahrhunderts) bis auf wenige Kontakte noch recht abgeschieden von der Zivilisation leben. Das Buch wird aus der Perspektive des dritten Forschers, der zu den anderen beiden (einem Ehepaar) dazu stößt, erzählt; dann und wann gibt es kleinere Kapitel mit Tagebucheinträgen der Frau.
Der lange Exkurs über Motive zu Anfang dieser Rezension rührt daher, dass ich finde, dass King in dem Roman ihre Motive nicht gut ausbalanciert hat. Man sollte in der Kunst immer auf das Gelungene eingehen und auch auf dieser Seite gibt es bei Lily King viel zu finden: gut recherchierte und aufgemachte Umgebung, faszinierendes Setting, vielfältige Konfliktpotenziale und Themen. Doch trotzdem wirken andere, widerkehrende Elemente, wie etwa der Kindeswunsch, die Rituale der Eingeborenen, die Spannung zwischen den Eheleuten, der Mutterkomplex, die toten Brüder, die Kriege, das Schreiben, sowie das Mysterium, welches die Arbeit des Ethnologen umgibt, noch nicht ganz ausgereift, nicht ganz wie aus Fleisch und Blut. Nun könnte man argumentieren, dass es nur realistisch ist, dass vieles (zumal man die Geschichte nur durch die Augen einer Figur sieht) unklar und entlegen, unabgeschlossen und verschwommen bleibt und eine allzu runde Darstellung dem Roman die Nähe zum Leben nehmen würden und daher nicht jedes Motiv ausgeführt werden muss, sondern unter der Oberfläche bedacht werden kann.
Dennoch entstand bei mir nach der Lektüre (das Buch ließ sich sehr zügig dahinlesen) ein unguter Nachgeschmack. Irgendwie war das Ganze zu einfach, vom konfliktbeschwörenden Anfang bis zum von Schuld aufgeladenen Ende. Vieles von der Geschichte war während des Lesens widerstandslos in mich hineingeglitten, aber am Ende blieb wenig übrig, von den Figuren, den Völkern, dem Hintergrund und Vordergrund der Erzählung. Ich hatte das ungute Gefühl einen Roman konsumiert zu haben, der so geschrieben war, dass er keinen Moment langweilig, schwierig oder zu fixiert wirkte, dabei aber aus den Augen verlor, wie er hätte anecken, seine Figuren vertiefen und seine Perspektive hätte wandeln oder neu ansetzen können.
Die Perspektive, auch so ein Problem. Es ist eine sehr legitime und interessante Entscheidung die Geschichte aus der Sicht einer Person zu erzählen; es ergeben sich Möglichkeiten für Zwischentöne, Interpretationen des Lesers, die von den Betrachtungen des Protagonisten abweichen, einfach, weil er dessen Perspektive reflektiert und noch anderes. In "Euphoria" wirkt diese Entscheidung allerdings manchmal etwas unglücklich, um nicht zu sagen hinderlich. Es fehlt an Reibungsflächen, da der gewählte Protagonist oft zaudert und in seiner meist beobachtenden Position wie ein vielwissender Erzähler wirken kann, bevor einem wieder seine beschränkte Perspektive bewusst wird, meist dann, wenn etwas interessantes aufkommen könnte. Anders gesagt: die Möglichkeiten dieser Perspektive wären viel größer gewesen als in der Umsetzung geschehen.
Viel, was ich in dieser Rezension angesprochen habe, mag Geschmackssache sein. Alles in allem ist "Euphoria" ein gut geschriebener und faszinierender Roman; was ihm meiner Meinung nach fehlt ist ein Funke, ein Ausbrechen, eine Potenzierung seiner Anlagen. Es ist ein solides Buch, dass sich immer wieder erdet und nichts riskiert, dass den Mut zu mehr Länge, Material und Epik hätte aufbringen müssen. Für eine Novelle oder Erzählung ist es zu sehr ein Roman; für einen Roman ein Schwimmen in einem flachen, zu kleinen Gewässer. Man kann das Buch gut konsumieren; festsetzen wird es sich aber kaum. - Elyseo da Silva
Mosaik der verlorenen Zeit
(14)Aktuelle Rezension von: YannDas Mosaik der verlorenen Zeit ist schwierig kurz zusammen zu fassen, da es um völlig verschiedene - jedoch verwobene! - Handlungsstränge von Figuren geht. Insofern fühlte auch ich mich wie manch andere an "Cloud Atlas" erinnert und wenn es auch nicht ganz so allumfassend ein Portrait der Menschheit zeichnet wie jenes Buch, erzählt es doch eine mitreißende und tragische Geschichte bezüglich eines Landes, das ich literarisch vorher noch gar nicht erkundet hatte. Natürlich sind die anderen Handlungsstränge mit den europäischen Figuren auch lesenswert.
Insgesamt ist das Mosaik stilsicher geschrieben und angenehm zu lesen.
5/5 Sterne gibt es daher von mir!
- Joan Weng
Amalientöchter
(48)Aktuelle Rezension von: SusziDeutschland 1918 - nach den Ende des großen Krieges herrscht Aufbruchsstimmung. Die junge Klara fühlt sich in dem kaisertreuen Elternhaus eingeengt und folgt ihren Verlobten nach Berlin.
Klara besitzt die Ungestühmtheit und Risikobereitschaft der Jugend. Ohne viele Bedenken, folgt sie ihrer großen Liebe Fritz nach Berlin, wo der Umbruch sehr viel ausgeprägter als in dem beschaulichen Weimar ist. Das moderne Leben fördert ihre Entwicklung von der behüteten Tochter der gehobenen Gesellschaft mit vorgezeichnetem Lebensweg zu einer selbstbewussten Frau, die ihre Ziele verwirklicht. Während Fritz zunehmend desillusioniert seine Ideale nach und nach aufgibt, blüht Klara regelrecht auf und will mehr als das Leben einer Arztgattin.
Prinzipiell ist der Stoff sehr interessant, vor allem auch wegen der politischen Umbrüche. Leider bleiben die Akteure relativ farblos. Der Zusammenhang zu Prinzessin Amalia erschließt sich mir, bis auf Karlas Schwärmerei dafür nicht wirklich. Auch ihre Postkartensammelleidenschaft die die Grundlage für ihre Schreiberei bildet, bleibt darüber hinaus etwas zusammenhanglos.
Für mich ein Buch was einen zwar ganz nett unterhält, jedoch nicht wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlässt.























