Bücher mit dem Tag "history"

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134 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

    (4.697)
    Aktuelle Rezension von: dodo2025

    Das Buch lag schon eine Weile auf meinem SUB, aber als  ich es dann anfing, hat es mich irgendwie auch gefesselt. Der Schreibstil war schon auch sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich kam schnell rein. Die Thematik über Krieg und die Nazizeit mit dem Judenhass war interessant und spannend zu lesen. Die Protagonistin Liesel Meminger ist schon früh in ihrem Leben mit Tod  und Leid in Berührung gekommen, aber umso schöner wie sie es dann gemeistert hat und ihre Empathie fand  ich auch gut.

    Es ist sehr lesenswert und in heutiger Zeit  sollte es auch zum Nachdenken anregen.

  2. Cover des Buches Outlander - Die geliehene Zeit (ISBN: 9783426518106)
    Diana Gabaldon

    Outlander - Die geliehene Zeit

    (1.486)
    Aktuelle Rezension von: Glenn_Harrow

    Gabaldon wirft eine Frau aus dem 20. Jahrhundert in den schottischen Hochlanden des 18. Jahrhunderts und schaut was passiert. Was passiert, ist mehr als erwartet – ein Roman der sich nicht entscheiden kann ob er Abenteuer, Liebesgeschichte oder Historienroman sein will, und der genau deshalb funktioniert. Vier Sterne weil die Länge gelegentlich auf Kosten der Präzision geht. Aber wer einmal drin ist, kommt nicht leicht raus.

  3. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783404169993)
    Ken Follett

    Winter der Welt

    (825)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    1933. Seit dem Ersten Weltkrieg ist eine neue Generation herangewachsen. Nun spitzt sich die Lage in Europa erneut gefährlich zu. In dieser dramatischen Zeit versuchen drei junge Menschen heldenhaft ihr Schicksal zu meistern.

    - Der Engländer Lloyd Williams wird Zeuge der Machtergreifung Hitlers und der Nationalsozialisten. Er entschließt sich, gegen den Faschismus zu kämpfen, und meldet sich freiwillig als Soldat im Spanischen Bürgerkrieg.
    - Die deutsche Adelige Carla von Ulrich ist entsetzt über das Unrecht, das im Namen des Volkes geschieht. Sie geht in den Widerstand und bringt damit sich und ihre Familie in höchste Gefahr.
     - Die lebenshungrige Amerikanerin Daisy hingegen träumt nur vom sozialen Aufstieg. Sie heiratet einen englischen Lord - aber ihr Mann steht auf Seiten der Faschisten ...

    Das Buch ist spannend. Die diversen verschiedenen Perspektiven aus unterschiedlichen Nationen lassen mich die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln sehen, was eine differenziertere Betrachtung erlaubt.

    Die Lage spitzt sich immer mehr zu, der Krieg kommt immer näher, und plötzlich ist man mittendrin. Obwohl die Geschehnisse im Grossen und Ganzen bekannt sind, ist das Buch doch äusserst interessant und man lernt Neues. Auch dies ist vor allem den verschiedenen Perspektiven zu verdanken.

    Viele der Charaktere kennt man schon aus dem ersten Buch, einige lernt man hier nochmals viel besser kennen, andere treten etwas in den Hintergrund. Nichtsdestotrotz schafft es der Autor, die verschiedenen Personen mit Leben zu erfüllen. Egal, ob man nun die Meinung der Personen vertritt, oder ganz anderer Meinung ist, man fiebert mit ihnen allen mit und ist gespannt, wie es weitergeht.

    Teilweise waren die Szenen für mich etwas zu sehr in die Länge gezogen, und es war etwas zäh, die spannenden Stellen haben aber definitiv überwogen.

    Sehr spannend und interessant, aber nichts für zwischendurch.

  4. Cover des Buches Das Lächeln der Fortuna (ISBN: 9783404189120)
    Rebecca Gablé

    Das Lächeln der Fortuna

    (1.430)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    "Das Lächeln der Fortuna" ist Gablés erster Roman um die Familie Waringham, wenn auch zeitlich die Bücher "Teufelskrone" und "Drachenbanner" früher angesiedelt sind und m. E. daher zuerst gelesen werden sollten.

    Gablé nimmt sich viel Zeit für die einzelnen Charaktere. Die Hauptfigur - Robin of Waringham - ist uneingeschränkt  positiv dargestellt und wird über das ganze Buch hinweg eng durch Höhen und Tiefen begleitet. Ich war mit dem guten Ende für den Pferdenarren Robin mehr als zufrieden. 

  5. Cover des Buches Outlander - Ferne Ufer (ISBN: 9783426518236)
    Diana Gabaldon

    Outlander - Ferne Ufer

    (1.152)
    Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer

    Claire erfährt, dass ihre große Liebe Jamie Fraser die Schlacht von Culloden überlebt hat und reist erneut zurück in der Zeit, um ihn zu finden. Doch mittlerweile sind für beide 20 Jahre vergangen. Können sie ihre alte Liebe wiederfinden oder wäre es besser gewesen, wenn Claire nie durch den Steinkreis zu Jamie zurückgekehrt wäre?

    Meine Gedanken:

    Spannung, Verrat, Liebe, Humor, dieses Buch und diese Reihe hat einfach alles. Der Roman ist grandios geschrieben, sodass es einen nicht mehr loslässt und mit allen Charakteren mitfühlen lässt. Besonders hat mir hier wieder der Anfang gefallen, wo die zwei Zeitebenen, eine in der Gegenwart bei Claire und eine in der Vergangenheit bei Jamie, aufeinander treffen und von den Leben erzählt, die sie ohne einander geführt haben. Das hat die Spannung auf das Wiedersehen gut aufgebaut.

    Der Schreibstil von Diana Gabaldon ist packend und gerade durch den Detailreichtum einzigartig. Die Atmosphäre wirkt anziehend und auch die Handlung sorgt dafür, dass man so schnell wie möglich weiterlesen möchte. Die Seitenanzahl ist dabei eher abschreckend und auch die langen Kapitel lassen einen teils vorm Lesen zögern.

    Outlander liest man nicht gerade so nebenher. Doch wenn man sich darauf einlässt, erwartet einen ein historisches Meisterwerk, eine epische Liebesgeschichte, sympathische, liebevolle und dreidimensionale Charaktere und eine Handlung zwischen Realität und Fiktion, die einen mitreißen und begeistern kann.

    Es wurde nie langweilig, eigentlich eher im Gegenteil, denn zwischendurch und ganz stark am Ende laufen viele Fäden und Informationen, die man für unwichtig hielt zusammen und ergeben ein großes überraschendes Bild. Viele Wendungen waren unvorhersehbar und das Ende konnte die Spannung bis zur letzten Seite gut aufrecht erhalten.

    Für mich ist Outlander ein einzigartiger Epos, den man so schnell nicht nachmachen kann. Hier passt wirklich alles zusammen und trotz der Länge des Romans und der einzelnen Kapitel fiebert man sofort den Fortsetzungen entgegen.

  6. Cover des Buches Die Hüter der Rose (ISBN: 9783404189137)
    Rebecca Gablé

    Die Hüter der Rose

    (809)
    Aktuelle Rezension von: Reisefreundin

    "Die Hüter der Rose" spielt von 1413 bis 1442 in der Zeit von Heinrich V. und Heinrich VI. Die Hauptperson ist Robins Sohn John of Waringham. 

    Mir hat der fast nahtlose Anschluss an "Das Lächeln der Fortuna" gefallen, quasi eine Fackelübergabe an die nächste Generation. Örtlich pendelt der Roman zwischen Frankreich und England hin und her. Die bekanntesten Ereignisse dieser Zeit (die Schlacht von Agincourt und die Geschehnisse rund um Jeanne d'Arc) werden geschickt eingeflochten. Zudem werden mit der Geburt der Zwillinge Julian und Blanche of Waringham die Grundlagen für den 3. Teil der Waringham-Saga gelegt. Ebenfalls eingeführt wird der Stammvater des späteren Königshauses der Tudor. "Die Hüter der Rose" ist wieder ein unterhaltsamer und lehrreicher Ausflug in die englische Geschichte.

  7. Cover des Buches Die Tuchvilla (ISBN: 9783734110177)
    Anne Jacobs

    Die Tuchvilla

    (534)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Die junge Marie kommt als Küchenmädchen in die sogenannte Tuchvilla, das Haus des Fabrikanten Johann Melzer. Von Beginn an hat sie es nicht leicht, aber dann stößt sie auf ein Geheimnis, dass sie selbst mit der Familie Melzer verbindet.

    In ruhigem, gemächlichem Erzählstil nimmt die Autorin den Leser mit ins beginnende 20. Jahrhundert. Sie erzählt die Geschichte der Waisen Marie, die eine Chance bekommt, als Küchenmädchen in einer noblen Villa zu arbeiten und zu leben. Stückchenweise wird das Leben und die Personen in der Tuchvilla beschrieben, die zwischenmenschlichen Beziehungen, ein erster Eindruck zur Tuchfabrik vermittelt. Obwohl die Geschichte selbst interessant ist und sich hervorragend lesen lässt, so kommt es gerade in der ersten Hälfte des Buches doch zu Längen, da einfach zu ausführlich über die kleinsten Kleinigkeiten berichtet wird. Als dann mehr Bewegung in die Geschichte kommt, wird es allerdings viel fataler, denn nun ist Schluss mit historischer Glaubwürdigkeit. Ein Küchenmädchen das innerhalb von Monaten zur Kammerzofe wird und zur Vertrauten und Ratgeberin der halben Familie, ist doch arg weit hergeholt.

    Mein Fazit: Auch wenn ich die Tuchvilla gerne gelesen habe, sollte dem Leser zumindest klar sein, dass der historische Anspruch hier doch eher ziemlich gering ist und ein paar Seiten weniger, hätten der Geschichte sicherlich auch nicht geschadet.


  8. Cover des Buches Die Nachtigall (ISBN: 9783352010323)
    Kristin Hannah

    Die Nachtigall

    (654)
    Aktuelle Rezension von: Sophie0406

    𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻:

    ⭐️⭐️⭐️⭐️

    -

    »Männer erzählen Geschichten. Frauen machen mit dem Leben weiter. Für uns war es ein Schattenkrieg. Und nachdem er vorbei war, gab es keine Paraden für uns, keine Orden und keinen Platz in den Geschichtsbüchern. Im Krieg taten wir, was wir tun mussten, und nachdem er vorbei war, sammelten wir die Scherben ein und fingen noch einmal von vorn an."

    -

    Bei diesem Zitat aus dem Buch bekomme ich immer noch Gänsehaut. Es ist eine Hommage an jede einzelne Frau. Und es sagt so viel über uns aus. Über unsere weibliche Stärke, über unseren Mut, über unseren Überlebenswillen und über das, was tief in uns drin schlummert. Dieses Zitat beschreibt so gut die Handlungen im Buch, dass es schon fast weh tut. Ich habe zwei sehr starke Protagonistinnen kennenlernen dürfen, die nicht ungleicher hätte sein können. Sie sind zwei Teile eines Ganzen, jede für sich eine Kostbarkeit. Isabelle, die Rebellin - die Mutige, die Realistische, die Kämpferin. Und Vianne, die Löwenmama - die Beschützerin, die Aufopferungsvolle, die Sanfte. Beide Frauen haben so viel Schreckliches erlebt, so viel Traumatisches und trotzdem waren sie für ihre Mitmenschen der Fels in der Brandung. Ich kann gar nicht sagen, wer von den beiden Frauen mir mehr gefallen hat. Sie waren beide etwas Besonderes. Das Buch zeigt die realistische und erschreckende Wahrheit des Zweiten Weltkrieges ohne irgendwas zu beschönigen. Und die letzten 100 Seiten habe ich öfters vollkommen hilflos und verzweifelt gefühlt. Die Tränen kamen und gingen. 

    Der Schreibstil an sich war zwischendurch sehr anspruchsvoll. Da ich noch nie in Frankreich war und auch kein Französisch sprechen kann, war mir der eine oder andere Ort, sowie die eine oder andere Aussprache etwas fremd, was den Lesefluss etwas eingedämmt hat. Der Inhalt des Buches war jedoch eine 10/10 und höchst emotional. Eine klare Leseempfehlung von mir. 

  9. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492956024)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

    (939)
    Aktuelle Rezension von: Willson

    "Die Teerose" von Jennifer Donnelly empfand ich als bedauerlicherweise etwas zu vorhersehbar. Der Mittelteil ist hervorragend verfasst und beinhaltet einige unerwartete Schicksalsschläge, die sich in rascher Abfolge ereignen. Dies gestaltet sich äußerst dramatisch, aber auch sehr fesselnd, insbesondere da ich dies nach dem anfänglichen Verlauf nicht erwartet hätte. Umso enttäuschender ist jedoch das Ende. Es wirkt leider konstruiert, forciert und unrealistisch. Hier hätte ich mir, insbesondere nach dem doch sehr überraschenden und dramatischen Rest des Buches, eine andere Auflösung gewünscht.


    Für Liebhaber von Happy Ends ist dieses Werk eine Empfehlung.

  10. Cover des Buches Die fernen Stunden (ISBN: 9783453428546)
    Kate Morton

    Die fernen Stunden

    (379)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Neben 𝐃𝐞𝐫 𝐯𝐞𝐫𝐛𝐨𝐫𝐠𝐞𝐧𝐞 𝐆𝐚𝐫𝐭𝐞𝐧, ist 𝐃𝐢𝐞 𝐟𝐞𝐫𝐧𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧 mein zweitliebster Roman von Kate Morton. Waren das noch Zeiten, als alte Schlösser und ehrwürdige Familien die Hauptrolle in ihren Romanen spielten….


    Im Jahr 1993 leben die drei greisen Schwestern Blythe in dem zunehmend verfallenen Schloss Milderhurst. Vom einstigen Glanz ist nicht viel übrig, von unerfüllten Hoffnungen umso mehr.

    Von der Welt fast vergessen, werden sie von der jungen Lektorin Edie überrascht. Diese folgt einem vor Jahren verschwundenen Brief ihrer Mutter, welche in den 30ern als Evakuierte im Schloss lebte. Um ihrer entfremdeten Mutter näher zu kommen, beschließt sie dem geheimnisvollen Brief auf den Grund zu gehen. Dieser führt sie zur jüngsten der drei Schwestern und ihrer traurigen Vergangenheit.


    Schloss Milderhurst ist ein wahr gewordener Traum für alle, die den morbiden Charme alter Gemäuer lieben. Man sollte einige Schlösser genauso konservieren, wie sie um 1900 ausgehen haben.


    Kate Morton beschreibt, und ich finde das wird in diesem Roman besonders deutlich, die Atmosphäre eines alten Schlosses so perfekt, dass man förmlich selbst durch die staubigen Flure wandelt, in denen das Echo der Vergangenheit widerhallt.


    Da war ich manchmal fast beleidigt, als zwei der Schwestern das Schloss am liebsten für immer hinter sich lassen würden. Warum Milderhurst aber für sie mit so viel Schrecken verbunden ist, wird natürlich aufgeklärt und führt uns zu dem typischen melancholischen Ende, das wir von Kate Morton so gut kennen.


    Ich mag solche Enden ja, auch wenn sie mir manchmal zu traurig sind. Hier hat es für mich aber gepasst, da ein kleiner Teil des Romans dermaßen romantisch war, dass ich den tragischen Ausgang der Liebesgeschichte als Ausgleich brauchte.


    Ausgangspunkt des ganzen Unglücks ist der Roman im Roman, „Die wahre Geschichte vom Modermann“, geschrieben vom Vater der drei Schwestern, einem Autor, der später den Verstand verloren hat. Ähnlich wie in „Der verborgene Garten“, stellt Kate Morton auch hier ihr Talent als Märchenerzählerin unter Beweis. Nur handelt es sich dieses mal um ein wahres Horrormärchen, dessen Ursprung noch grauenvoller ist.


    Rückblickend ist es wohl eher ein Buch für den Herbst, aber da der Sommer bis vor kurzem eh sehr herbstlich war, hat es doch irgendwie gepasst.


    Schloss Milderhurst konnte mich erneut in seinen Bann ziehen und bekommt von mir


  11. Cover des Buches Die Winterrose (ISBN: 9783492951685)
    Jennifer Donnelly

    Die Winterrose

    (501)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Wie schon der erste Band, wird auch dieser wieder aus ganz verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch man einen richtig guten Eindruck von allem bekommt, was geschieht und warum. Außerdem lernt man die verschiedenen Charaktere, ihre Gedanken und Gefühle, dadurch richtig gut kennen, lernt sie lieben, aber auch hassen.

    Zudem geht es auch hier um eine sehr starke und für ihre Zeit moderne Frau, die als Ärztin versucht, auch den Ärmsten, vor allem Frauen, zu helfen. Dabei trifft sie auf den charismatischen Gangsterboss Sid Malone und lernt ihn mit der Zeit zu lieben. Rund um die geheime Liebesgeschichte zwischen den beiden gibt es allerdings noch ziemlich viel Nebenhandlungen. So lernt man auch Indias Verlobten Freddy Lytton kennen, der Sid nach dem Leben trachtet und nur nach außen hin eine reine Weste trägt. Was mich extrem gefreut hat war, dass man ebenfalls wieder auf Fiona und Joe aus dem ersten Band trifft, genauso auf Seamie, der gegen Ende der Geschichte etwas weiter in den Mittelpunkt rückt. Und auch Joe geht hier neue Wege, was ihn früher oder später in Gefahr bringt. Überhaupt gibt es einen großen Konkurrenzkamp und ziemlich viele Intrigen, Verrat, Mord und Totschlag. Es gibt echt viele Ereignisse, die mich wirklich wütend gemacht haben, weil dies alles so ungerecht war, aber auch Drama und Romantik. Allerdings muss ich auch sagen, dass es mir hier etwas schwerer gefallen ist, in die Geschichte zu kommen und dass es auch zwischendrin ein paar Längen gab. Ansonsten war die Story aber erneut großartig, spannend und teilweise echt emotional.

    Auch die Charaktere fand ich wieder richtig toll und lebensnah geschrieben. Wie schon erwähnt, bekommt man mit India eine sehr willensstarke, kämpferische Frau, die sich für die einsetzt, die keine öffentliche Stimme haben, aber dabei selbst mehr oder weniger unter die Räder kommt. Sid Malone hingegen ist nur nach außen hin der böse Gangster, aber auch er hat Furchtbares erlebt und wird mehrmals verkannt. Dazu kommen Fiona und Joe, die ich in Band eins schon wahnsinnig gern hatte, Seamie, der inzwischen zum Teenager geworden ist und in Band drei seine eigene Story bekommen wird. Und dann ist da noch Freddy Lytton, der einfach nur fürchterlich ist, ein richtig böser, gieriger Mensch, ohne Gewissen. 

    Alles in allem kann dieser Band nicht ganz mit dem ersten Band mithalten, welcher für mich ein absolutes Highlight war. Dennoch war er wieder großartig, mit kleinen Mängeln, aber insgesamt einer richtig tollen Geschichte und einer Protagonistin, die man nur ins Herz schließen kann. Von mir gibt es deshalb auch eine absolute Leseempfehlung.

  12. Cover des Buches Anatomy (ISBN: 9783743223103)
    Dana Schwartz

    Anatomy

    (490)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Inhalt: Lady Hazel Sinnett möchte unbedingt Chirurgin werden – was für sie als Frau jedoch unmöglich ist. Bis der Dozent Dr. Beecham sich auf einen Deal einlässt: Wenn sie die medizinische Prüfung ohne Unterricht besteht, darf sie bei ihm studieren. Zum Glück trifft die junge Frau auf Jack Currer – einen Auferstehungsmann, der Leichen ausgräbt und sie zu Lehrzwecken verkauft. Jack hilft Hazel nicht nur beim Lernen, sondern weckt auch ungeahnte Gefühle in ihr. Doch als sie an den Toten immer mehr Besonderheiten entdecken, finden sich die beiden plötzlich in einem Netz aus Geheimnissen und Intrigen wieder …

     

    Meinung: Mit „Anatomy“ habe ich mich an einen historischen Roman gewagt, der eigentlich fernab meines Lesegeschmacks ist. Ich muss zugeben, dass mich das Cover zum Kauf animiert hat, außerdem erhoffte ich mir ein bisschen Thrill aufgrund des Klappentextes.

    Der Roman liest sich flüssig, sodass ich erstaunlich gut vorangekommen bin. Meistens scheitert es daran, dass mir der Schreibstil nicht gefällt, da kann die Story noch so gut sein. Aber hier flog ich nur so durch die Seiten, wobei die Schreibe für mich weder außergewöhnlich noch anspruchsvoll war, aber gut und angenehm zu lesen.

    Mit Hazel ist der Autorin eine sympathische Protagonistin gelungen, die ihre Träume verfolgt, obwohl alle Welt gegen sie ist. Zwangsverheiratet zu werden und die feine Dame zu spielen, gehört keinesfalls zu ihren Zielen. Frauen hatten es im 19. Jahrhundert nicht leicht. Ihre Begeisterung und ihr Durchsetzungsvermögen im Hinblick auf das Studium sind bewundernswert und gespannt verfolgte ich ihren Werdegang. Auch Jack Currer habe ich ins Herz geschlossen.

    Die Umstände auf Schottlands Straßen zu dieser Zeit haben mich schockiert. Man lernt im Geschichtsunterricht zwar über die damaligen Verhältnisse, aber hier taucht man nochmal in die Szenen ein und erlebt das Elend mit. Grausige Stellen gibt es auch einige. Da muss man als Leser durch.

    Der Schluss ist mit einer kleinen Portion Thrill versehen, was mir gefallen hat. Leider kommt dort auch eine Erklärung, die mir persönlich zu fiktiv war. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch aber gefallen und ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  13. Cover des Buches Die Schwester der Königin (ISBN: 9783746633701)
    Philippa Gregory

    Die Schwester der Königin

    (249)
    Aktuelle Rezension von: Penelope1

    EHrlich gesagt, hatte ich mir nicht allzuviel erhofft von diesem  historischen Roman - er stand in meinem Regal und wartete darauf, endlich gelesen zu werden.

    Aber das Buch hat mich nicht nur von Anfang bis Ende gefesselt, sondern regelrecht geflasht: Das Leben am englisch- königlichen Hof rund um König Henry VIII. Frauen, die wie Schachfiguren eingesetzt werden, ohne eigene Rechte und Wünsche. Sie haben zu tun, was man bzw. die Familie von ihnen verlangt - es sind ja nur Mädchen/Frauen, die strategisch eingesetzt werde.

    Die Pläne der Familie der Boleyns gehen eindeutig in eine Richtung: Sie wollen König Henry zum ersehnten Sohn und Thronfolger verhelfen - koste es was es wolle - das stellt sich immer mehr heraus. Sicherlich wird dabei der eine oder andere Titel, das eine oder andere Gut und natürlich eine gehobene Stellung für den einen oder anderen aus der Familie herausspringen- so der Plan. Sollte es gar gelingen, eine der beiden Geschwister auf den Thron zu erheben? Königin Catherine als rechtmäßige Gemahlin und Königin wird dabei zunächst als lästiges Übel hingenommen...

    Die Boleyn-Geschwister halten zusammen - oder vielleicht doch nicht ? Spannend zu sehen, wie sich das Geschwister-Trio aus zwei jungen Frauen und einem Bruder im Familienverbund verhält und wer hier das Sagen hat, wer befiehlt, wer führt aus... Oder ist doch alles ganz anders?

    Die Geschichte und der Machtkampf um HenryVIII, Krone und Macht nimmt ihren Lauf, die Zeit scheint allen davonzulaufen. Am Hof herrschen üble Zustände - sehr schön wird hier das Mittelalter am Hofe König VIII lebendig. Die zunächst 14-jährige Mary Boleyn erzählt in der ICH-Form von ihren Eindrücken und Erlebnissen am Hofe, von Gehorsam, Verführungskünsten, Liebe, aber auch davon, wie sie nach und nach zu tiefgreifenden Erkenntnissen gelangt, die sie einerseits verzagen lassen, andererseits aber auch Mut geben, ihr Leben zu verändern und in eine Richtung lenken, die zum Wohle ihrer Kinder und ihr selbst gereichen sollen.... ob es gelingt...?

    Wie gesagt, ein herrlich spannender und lebendiger Roman vor dem wahren Hintergrund des Schicksals von Henry VIII, dessen offensichtlich größter Wunsch ist, einen männlichen Thronfolger in die Welt zu setzen. Aber auch vor der Tatsache, dass Frauen im 16. Jahrhundert lediglich als Spielbälle dienten, die man beliebig verheiraten, ins Kloster schicken oder verbannen konnte.
    Mich hat das Schicksal der Protagonisten absolut gebannt - und mich neugierig auf das weitere Schicksal der "Boleyn-Familie" und der Tudors gemacht, sodass ich auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin Philippy Gregory lesen werden, die dieses Thema behandeln. Flüssig, spannend, ergreifend und fesselnd - absolut top und empfehlenswert !

  14. Cover des Buches Das Salz der Erde (ISBN: 9783442479474)
    Daniel Wolf

    Das Salz der Erde

    (324)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Das Salz der Erde" ist der erste Band der Fleury-Saga von Daniel Wolf. Ende des 12. Jahrhunderts kehrt der junge Michel de Fleury aus Mailand in seine Heimatstadt Varennes zurück. Einst schickte ihn sein Vater nach Mailand damit er das Geschäft der Kaufleute noch besser erlernt. Nun ist der Vater gestorben und Michel trifft gleich bei seiner Rückkehr auf den Ritter Guillory, ein hinterhältiger und gefürchteter Mann. Doch er lässt sich nicht entmutigen und macht innerhalb der Gilde seinen Weg bis zum Meister. Doch er hat etliche Feinde innerhalb und außerhalb der Gilde, sein ehemaliger bester Freund neidet ihm den Posten. Und es wird noch komplizierter, als Michel sich in dessen Schwester Isabelle verliebt. Ein schwerer Weg über viele Jahre mit etlichen Schicksalsschlägen, aber auch Glücksmomenten liegt vor Michel de Fleury, bis im Jahr 1206 endlich das Leben in Varennes leichter wird und die Stadt aufblühen kann. Daniel Wolf beschreibt den Werdegang des Michel de Fleury in diesem ersten Band über knapp 20 Jahre. Sein Aufstieg, sein tiefer Fall und letztendlich sein erneuter Erfolg. Trotz eines Buches mit 1152 Seiten eröffnet er dabei so gut wie keine Nebenschauplätze, sondern konzentriert die Geschichte auf die Fleurys und die Ereignisse, die das Schicksal der Stadt Varennes und ihrer Bewohner beeinflusst. Dabei kommen trotz der vielen Seiten ganz wenig Längen auf und man ist ständig in der Geschichte gefangen. Die Perspektivenwechsel tragen dazu bei, dass man die Geschehnisse auch immer aus einem anderen Blickwinkel wahrnimmt. Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen jetzt auch endlich in die Welt der Fleurys einzutauchen und ich freue mich schon auf die weiteren bereits erschienen drei Bände plus Kurzgeschichte.

  15. Cover des Buches Der weiße Reiter (ISBN: 9783644407817)
    Bernard Cornwell

    Der weiße Reiter

    (354)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    auch der zweite Band haben mir sehr gefallen, wie schon beim ersten war der schreib- bzw rzählstil sehr gelungen und gut umgesetzt.

    auch diesmal waren die Abenteuer die Uthred in diesem Band erlebt hat sehr interessant und gut umgesetzt. gerade die Kampfszenen sind sehr detailgetreu nachgestellt. auch die Hintergrund Infos waren wieder einmal sehr gut
    mir hat daher auch der zweite Band sehr gut gefallen.

    klare Empfehlung

  16. Cover des Buches The Kite Runner (ISBN: 9781408850251)
    Khaled Hosseini

    The Kite Runner

    (158)
    Aktuelle Rezension von: Barbara_Nelting

    ... ohne die ich dieses Buch bestimmt nicht gelesen - und damit wirklich etwas verpasst hätte! Hosseini gelingt es, die Atmosphäre Kabuls in den 70er-Jahren so farbenfroh zu zeichnen, dass es sich anfühlt, als wäre man hautnah dabei. Trotz vorhersehbarem Plot ist dieser Roman nie langweilig, phasenweise sogar richtig spannend. Ein Buch, das bei einem bleibt, sicher auch lange nach Schließen des rückwärtigen Buchdeckels noch.

  17. Cover des Buches At Home (ISBN: 9780857521385)
    Bill Bryson

    At Home

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Neala
    Bei einem Gang durch das Haus plaudert Bill Bryson in seinem gewohnt augenzwinkernden Stil über die kleinen Geschichten hinter den Dingen oder sollte ich besser sagen inter den Räumen des Hauses. Seine historischen Hintergrundinformationen gehen bis in die Antike zurück und sind hauptsächlich von weiten Teilen Europas und von den Römern geprägt. Andere Dinge kamen dagegen im Mittelalter oder der frühen Neuzeit auf. Oder wurden aus Amerika importiert und in unseren Alltag integriert. Teilweise muss ich zugeben, dass ich ziemlich überwältigt wurde von den vielen Daten, Zahlen, historischen Fakten und Namen. Das Buch ist eine wunderbare Ansammlung von Wissen, welches den Horizont des Lesers auf spannende Art und Weise erweitert!! Ein toller Blick hinter die Kulissen!!
  18. Cover des Buches Die Töchter der Tuchvilla (ISBN: 9783734110184)
    Anne Jacobs

    Die Töchter der Tuchvilla

    (272)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Marie hat ihren Paul geheiratet und auch Pauls Schwestern Kitty und Elisabeth sind glückliche Ehefrauen. Aber dann bricht der 1. Weltkrieg aus und nicht nur, dass die Männer an die Front müssen, auch daheim wird das Leben immer schwieriger. Die Lebensmittel sind knapp, die Fabrik steht still, die Tuchvilla selbst wird zum Lazarett und jeden Tag wächst die Angst vor schlechten Nachrichten. 

    Im 2. Teil der Reihe begleitet der Leser unterschiedliche Charaktere mit den verschiedensten Lebensgeschichten. Er erlebt nicht nur das Leben in der Tuchvilla, sondern auch das der Familienmitglieder drumherum. Auch einige Angestellte rücken stärker in den Fokus. Dadurch bleibt es abwechslungsreich und man bekommt einen besseren Blick auf das gesamte Geschehen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, es wird nie zäh oder langatmig. Nicht jede Storyline ist gleich spannend und manchmal möchte man gerne zu bestimmten Themen schneller zurückkehren, aber man möchte auch keinen Handlungsstrang missen. Marie selbst gerät als Protagonistin leider ein kleines bisschen mehr in den Hintergrund und hätte gerne etwas mehr Raum im Buch haben dürfen. Ihre Liebesgeschichte kann der Leser hauptsächlich in Briefform mitverfolgen, durch den regen Briefverkehr den sie mit ihrem Mann Paul während seiner Zeit an der Front unterhält. Eine gut gestaltete Abwechslung im Buch.

    Mein Fazit: Mir hat der 2. Teil der Reihe fast besser als Teil 1 gefallen, da es nicht mehr ganz so realitätsfern zugeht und das Buch trotz seiner Länge sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Die Vielzahl der unterschiedlichen Erzählstränge macht das Buch um ein Vielfaches interessanter. Nun freue ich mich definitiv auf Teil 3.

  19. Cover des Buches Die Wildrose (ISBN: 9783492300384)
    Jennifer Donnelly

    Die Wildrose

    (335)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Ich muss schon sagen, dass ich ein wenig traurig darüber bin, dass ich meine geliebten Finnegans / Bristows und Baxters gehen lassen muss, aber ich kann ja immer wieder zu ihnen zurückkehren, das beruhigt mich dann doch ein bisschen. Für mich war der Abschluss der Trilogie definitiv der beste Teil der Trilogie und es ärgert mich immer noch, dass am Ende diese eine Sache passiert ist bzw. nicht passiert ist, die mich dann so gestört hat, dass ich am Ende einfach keine 5 Sterne vergeben konnte.

    In diesem Band geht es um Seamie, den jüngsten der Finnegans, und Willa , die man bereits im Vorgänger kennengelernt hat und ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass sie mir so sehr ans Herz wachsen würden.

    Zum Schreibstil brauche ich nach drei dicken Büchern, glaube ich, nicht mehr allzu viel sagen. Die Frau hat’s drauf und man kann trotz der Seitenzahl einfach nur so durch die Kapitel fliegen. Ich mag die Kombination aus Spannung, Emotionen (positiven wie negativen) und Herzklopfen.

    Nachdem ich den zweiten Band so geliebt habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich Seamie oder Willa so gern haben könnte wie Sid und India, weil ich mich mit Letzterer auch so gut identifizieren konnte. Willa und ich könnten unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch habe ich so sehr mit ihr mitgefiebert und vor allem mit ihr mitgelitten. Auch Seamie mochte ich gern, ich hatte nur manchmal etwas Probleme, ihn mit dem kleinen Jungen aus »Die Teerose« zusammenzubringen.

    Das ganze Buch war einfach spannend, wir befinden uns auf drei unterschiedlichen Kontinenten und das vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, wodurch man ganz viele Perspektiven eröffnet bekommt und auch viele Dinge erfährt, die man mit dieser Zeit nicht unbedingt in erster Linie erfährt, die aber trotzdem enorm wichtig waren.

    Fazit: Ein würdiger Abschluss für eine super Trilogie mit wundervollen Charakteren, die mir viele tolle Lesestunden bereitet hat.

    Bewertung Band 3: 4,5/5
    Bewertung gesamte Trilogie: 4,5/5

  20. Cover des Buches Wolfsschwestern (ISBN: 9783499291159)
    Philippa Gregory

    Wolfsschwestern

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Julybookish

    Das war wieder ein toller Pageturner. Ich wollte das Buch eigentlich mit in den Mai ziehen, aber ich war so schnell durch die 650 Seiten... Wow! Mich hat noch kein Buch von Philippa Gregory enttäuscht und auch dieses war mir eine Freude. Das wir gedanklich voll in dieser Zeit sind und auch spüren, was passiert, macht sie richtig gut.
    Margarete ist die Schwester von Henry 8. und wird durch die arrangierte Ehe mit James Königin von Schottland. So weit weg von zu Hause, so jung, unsicher und maßlos naiv ist ihr nichts wichtiger, als ihr Ruf... Das war teilweise sehr anstrengend nicht ins Buch zu hüpfen und die gute Dame kräftig zu schütteln, damit sie endlich aufwacht und der Realität ins Auge blickt. Trotzdem stellt sie sich ihren Aufgaben und dass teilweise mehr schlecht als recht. Ihr Mann James ist älter als sie und damit auch gesetzter, weiser und ruhig. Es gibt so viele Momente, wo er sie auf den Boden holt und zeigt, dass nicht alles so wichtig ist, wie die Ehre einer Tudor Prinzessin. Er geht so gütig und besonnen mit seinem Volk um, das es dadurch zusammenhält und die Grenze zu England stärkt. Doch trotzdem bricht Krieg aus und James muss Margarete verlassen.

    Die große Abhängigkeit und Gunst des Königs wird hier sehr gut dargestellt und auch was passiert, wenn Henry schlechte Laune hat oder verärgert wird. Eine große Rolle spielen auch die Neider innerhalb der Schwestern. Margarete, ihre kleine Schwester Mary und die Ehefrau von Henry der 8. Katharina von Aragon betiteln sich gegenseitig als Schwestern und beste Freundinnen. Katharina mit ihrem großen Einfluss, die sehr dumme und naive Mary und die große Schwester Margarete korrespondieren in jeder Lebenslage. Durch den ständigen Briefwechsel ist man gut im Bilde, was alle "denken" oder zumindest, wie sie dadurch handeln. Das einem hier Intrige und Falschheit geradezu ins Gesicht springen, war genauso zu erwarten, wie Glückwünsche und aufbauende Worte in tragischen Lebensumständen. Für mich war wieder schockierend, wie viele Kinder hier eigentlich sterben und dem Fluch der Tudors erliegen. Aber auch wenn sie überleben, wie sie durch schlechte Berater und Familienmitglieder beeinflusst werden. Da ist es wahrlich schwer einen anständigen Thronerben zu schaffen.

    Es wird nicht in einer Sekunde langweilig und durch den schönen Alltag, sind die Bücher für mich immer Wohlfühlbücher zum Entspannen, perfekt für den Frühling. Philippa Gregory schafft es ganz wunderbar den höfischen Alltag näher zu bringen und dabei die intriganten Pläne einzuarbeiten. Was überliefert wurde und was schriftstellerische Freiheiten sind, kann man im Register und Nachwort ansatzweise nachlesen, aber das spielt für mich keine Rolle.

    Ich kann diese Bücher jedem empfehlen, der Interesse an der Zeit, die Umstände und das Denken einer Tudor-Prinzessin näher kennenlernen möchte. Dabei steht man in einer traumhaften Kulisse und muss schwere Entscheidungen treffen und Wege gehen, die heute zum Glück nicht mehr an der Tagesordnung sind.


  21. Cover des Buches Memoirs of a Geisha (ISBN: 9780099563082)
    Arthur Golden

    Memoirs of a Geisha

    (70)
    Aktuelle Rezension von: leucoryx
    In dem Buch wird die Lebensgeschichte von dem Mädchen Chiyo erzählt, dass in einem Fischerdorf geboren wird. Da ihre Eltern arm sind, verkaufen sie Chiyo und ihre Schwester. Chiyo kommt in eine Okiya, in der sie zu einer Geisha ausgebildet werden soll. Wird sie jemals ihre Familie wiedersehen? Und wa sgenau bedeutet es eigentlich eine Geisha zu sein?

    Ich habe das Buch schon einmal auf deutsch gelesen und den Film auch ein paar Mal gesehen. Ich wollte es aber unbedingt auch noch einmal auf Englisch lesen. Ich liebe den Schreibstil. Er ist voll mit ungewöhnlichen Methaphern, Charme, Humor und Weisheit. Man wird regelrecht entführt in einer für uns unbekannte und somit faszinierende Welt. Das Buch hat seine ganz eigene Atmosphäre und man kann sich das Geisha-Viertel Gion richtig gut vorstellen. Chiyo selbst macht sich anfangs nicht allzu viele Freunde, aber ihre blau-grauen Augen und ihre schönen Gesichtszüge macht sie zunehmend beliebt bei den Männern. Chiyo hat keine Wahl und fügt sich irgendwann ihrem Schicksal. Sie ist sehr nahe am Wasser gebaut, aber sie schlägt sich wacker gegen alle Widrigkeiten. Allen voran sind da Hatsumo und Mutter zu nennen, die ihr das Leben schwer machen. Aber es gibt auch sehr viele sympathische Charaktere. Ewiger Hoffnungsschimmer für Chiyo bleibt der Chairman. Man lebt Chiyos Leben mit und lernt dabei sehr viel über Geisha, Japan und die damalige Zeit. Die Geschichte wirkt authentisch. Mir fehlt jedeglich teilweise der Spannungsbogen. Ich habe sehr lange gebraucht, um das Buch zu beenden. Das liegt nicht nur daran, dass ich die Geschichte shcon knnte, sondern dass auch sehr viele Dialoge und lange Beschreibungen enthalten sind. Hier hätte sicherlich gekürzt werden können oder ich finde den Beruf Geisha an sich nicht spannend genug. Betrunkende Männer zu unterhalten klingt jedenfalls nicht nach einem Traumjob.
    Umso schöner ist das Ende des Buches.

    Vor diesem Buch wusste ich nicht viel über Japan, aber dank dieses Buches mag ich zum Beispiel Kimonos, die man auch heute noch teilweise in Japan bewundern darf. Das Buch hat seine ganz eigene Faszination so wie das Land selbst auch.
  22. Cover des Buches Die Brückenbauer (ISBN: 9783453410770)
    Jan Guillou

    Die Brückenbauer

    (99)
    Aktuelle Rezension von: Swen_Darmer

    So liebe ich abenteuerliche, historische, Familien-Saga`s. Mit atmosphärischen Schauplätzen, spannend geschrieben und gut recherchiert. 

    Die Geschichte "Die Brückenbauer" bietet reichlich Stoff zum Philosophieren, denn sie verbindet persönliche Geschichten mit gesellschaftlichen Entwicklungen, moralischen Entscheidungen und generationsübergreifenden Konflikten. - Sie ist ein spannender historischer Roman, der mit technischer Raffinesse, emotionaler Tiefe und einem breiten Panorama des frühen 20. Jahrhunderts überzeugt. 

    Oft denke ich nach den jeweiligen Kapiteln über das Gelesene nach. Inspiriert davon verknüpfe ich es mit altem Wissen und selbst Erlebten. Vergleiche Damals mit Heute und mache mir Gedanken über den steten Wandel der Zeit. Somit wurden weitere Brücken geschlagen. Guillous Saga inspiriert also auch zur Reflexion über Zeit, Veränderung, und Hoffnung!

    Ich freue mich schon auf die nächsten Bände...

  23. Cover des Buches Verlorene Welten: Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas 1700-1910 (ISBN: 9783608949148)
    Aram Mattioli

    Verlorene Welten: Eine Geschichte der Indianer Nordamerikas 1700-1910

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Samuel_Pickwick

    In seiner Monografie „Verlorene Welten“ beschreibt der Schweizer Historiker Aram Matiolli die Geschichte der indigenen Völker auf dem Gebiet der USA im Zeitraum vom 1700 bis 1910. Trotz der vielen Details ist das Buch gut und flüssig geschrieben. Es liest sich gut, aber das was man liest, ist schrecklich.


    Dass über dem amerikanischen Experiment eines demokratischen Staats, der sich den Idealen der Aufklärung verpflichtet, ein dunkler Schatten des schlimmsten Rassismus gegenüber den aus Afrika verschleppten Sklaven liegt, ist allen bekannt. Mattioli deckt schonungslos eine weitere Schande auf: der Umgang mit den indigenen Nationen, den Indianervölkern, die im Laufe der Expansion nach Westen um ihr Land, ihre Kultur und in großer Zahl auch um ihr Leben gebracht wurden.


    Mich hat selten ein Sachbuch so erschreckt und frustriert. Dennoch natürlich eine klare Leseempfehlung für historisch Interessierte.

  24. Cover des Buches Schattenkrone (ISBN: 9783841422309)
    Eleanor Herman

    Schattenkrone

    (145)
    Aktuelle Rezension von: Miia

    Achtung! 1. Teil einer Reihe!


    Inhalt: 

    Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind, und das Böse an den Rändern der Welt erwacht ...

    Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden.

    Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf. Die beiden verbindet weit mehr als sie ahnen.

    Wem kannst du trauen?
    Und was ist am Ende stärker?
    Das Schicksal?
    Magie?
    Oder deine Feinde?


    Meine Meinung:

    Da das Buch schon ewig auf dem Sub dümpelte, habe ich es einfach mal ohne Erwartungen begonnen. Zu Beginn bin ich total gut in die Geschichte reingekommen. Pro Kapitel lernen wir anfangs unterschiedliche Charaktere und Geschichtsstränge kennen. Dies scheint zu Beginn wirklich sehr viel, weil es gefühlt tausende kleine Anfänge und Persönlichkeiten gibt, in die man sich erstmal reinfuchsen muss. Schwer war, dass man sich gerade an eine Person gewöhnt hat, dann aber das Kapitel endet und man wieder bei wem anders landet. Teilweise dauert es dann sogar recht lange bis man wieder zurück zu dieser Person kommt. Das ist manchmal schade, weil man gewisse Personen ja eher ins Herz schließt als andere und mehr über sie erfahren möchte (ich finde zum Beispiel schade, dass Zo nur so einen kleinen Part der Geschichte ausgemacht hat). 

    Doch trotz der vielen Charaktere hat mir die Atmosphäre in der Geschichte extrem gut gefallen. Hier trifft griechische Mythologie auf dunkle Magie. Ich mag Geschichten in denen es um griechische Götter geht oder zumindest Geschichten, die rund um die Zeit von Aristoteles spielen, immer nur bedingt, aber ich muss sagen, dass es mir hier wirklich gefallen hat, weil es der Geschichte viel Charme und Leben verleiht. Die Einbindung von Magie passt einfach in diese Atmosphäre und gibt dem ganzen einen geheimnisvollen Touch. Das Weltsetting ist demnach wirklich cool. Aber trotzdem konnte mich das Ganze irgendwie nicht komplett überzeugen. Ab der Mitte des Buches wurde es für mich persönlich leider zäh. Ich war nicht mehr so gefesselt, die Geschichte dümpelte etwas vor sich hin, jeder Charakter war irgendwie nur mit sich selbst beschäftigt.... das war anstrengend und ermüdend. Die Stränge werden am Ende zwar bedingt zusammengeführt, es werden einige Fragen aufgedeckt und erklärt, aber das Ende bleibt eben auch stellenweise offen. Das ist durchaus logisch, weil es ja in einem zweiten und wahrscheinlich noch mehreren Bänden weitergehen soll (bisher ist nur der Zweite auf Deutsch erschienen), aber dafür fesselt es mich am Ende einfach zu wenig. Ich werde diese Reihe daher nicht weiter verfolgen, auch wenn das Ende dem ein oder anderen sicherlich Lust auf Mehr macht. 


    Fazit:

    Eine schönes Weltsetting, in der griechische Mythologie auf dunkle Magie trifft. Es gibt viele Charaktere, in die man sich erst einmal reinfuchsen muss, und es gibt viele offene Fragen, die nur stellenweise am Ende erklärt werden. Mir persönlich war das Buch ab der Mitte leider etwas zu zäh und ich bin irgendwie mit der ganzen Geschichte nicht so warm geworden. Ich vergebe 3 Sterne und werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

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