Bücher mit dem Tag "hitler"

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563 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.492)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Der Tod erzählt uns eine Geschichte. Sie handelt von Liesel, die im 2. Weltkrieg von ihrer Mutter zu einer Pflegefamilie gegeben wird und dort ein Zuhause findet. Ihr "Papa" bringt ihr Lesen bei und sie entwickelt eine Leidenschaft für Worte und für Bücher. Magisch angezogen wird sie von ihnen und so erbeutet sie eins nach dem anderen, sie wird DIE BÜCHERDIEBIN. Sie erfährt, welche Macht Worte haben können und teilt die Geschichten mit anderen, indem sie vorliest und damit tröstet und ablenkt, anderen Mut macht. 

    Ein außergewöhnlicher Antikriegsroman über Bücher, die Kraft der Worte, Menschlichkeit und den Tod. 


    Das war wirklich keine erfreuliche Lektüre, wer es schon gelesen hat, wird mir zustimmen. Ein unangenehmes Buch, dass einen sehr beschäftigt. Und doch so schön geschrieben. Die Sprache ist poetisch und die Formulierungen wie verzaubert. Der Tod ist ein behutsamer Charakter, ein so wunderbarer Erzähler. Die bildhaften Formulierungen, die mich sonst wegen ihrer Floskelhaftigkeit schnell nerven, gehen hier ganz neue Wege, der Autor - und sicher ist das zum Teil auch der hervorragenden Übersetzung zu verdanken - trifft mit bestimmten Sätzen direkt ins Herz, er erreicht damit das, wozu Metaphern da sind, ein Bild im Kopf zu erzeugen. 

    "Er fuhr sich mit der Hand durch das schläfrige Haar..."

    "Hans Hubermann hatte ein Gesicht aufgelegt, in dem alle Vorhänge zugezogen waren." 


    DIE BÜCHERDIEBIN dreht sich um ein ganz wichtiges Thema, so weh es einem beim Lesen auch tut, aber es ist wirklich toll umgesetzt. 

    Einen Kritikpunkt habe ich jedoch, und das ist etwas, was ich einfach grundsätzlich nicht mag, hier aber ganz besonders. Der Erzähler, der Tod, der ja allwissend ist, nimmt an einigen, und zwar an sehr entscheidenden Stellen, Informationen vorweg. Einzelheiten, die einen in die Zukunft blicken lassen, und zwar in keine rosige. Oft geht es dabei darum, dass eine Chance verpasst wurde, dass man sich zum letzten Mal sieht, wie eine Figur aus dem Leben scheidet. Und das empfinde ich als ungeeignetes Mittel, um Spannung zu erzeugen - ich hätte die knapp 600 Seiten auch so durchgehalten - nein, es nimmt mir die Spannung und frustriert. Ich hatte nicht die Illusion, dass alle Protagonisten dieses Buch überleben, aber für eine mir sehr wichtige Person wurde schon ganz früh alle Hoffnung auf ein glückliches Ende zerstört, das schmälert bedauerlicherweise meine Begeisterung etwas. 

    Dennoch insgesamt ein großartiges Plädoyer gegen den Krieg, gegen Ausgrenzung und gegen Vorverurteilung. Was der Autor schön beschreibt ist, dass trotz allem, was grausam und herzlos ist immer irgendwo Freundlichkeit und Liebe zu finden ist. 

  2. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783404169993)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (765)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Teil II einer Trilogie (Jahrhundert-Saga: Sturz der Titanen-Winter der Welt-Kinder der Freiheit)

    „>>Wenn man kein Interesse für das Geschehen aufbringt, macht man sich mitschuldig an dem, was passiert.<< – >>Ich nehme an, das haben wir alle gelernt.<< (…) >>Was soll nur aus der Welt werden, Charlie? Ganz Europa ist faschistisch.<<“ (S.641)

    Vier Länder. Vier Familien. Ein Jahrhundert. In seiner Jahrhunderttrilogie nimmt uns Ken Follett mit in ein bewegendes Jahrhundert europäischer Geschichte.

    Inhalt - von der Machtergreifung der Faschisten bis zur Berliner Blockade

    Die Handlung umfasst die Jahre von 1933 bis 1949, von der Machtergreifung Hitlers bis zur Berliner Blockade und der Währungsreform. Dabei begleiten die Leser:innen wieder die Protagonisten aus dem ersten Teil bzw. deren Kinder, daher fangt bitte zwingend mit dem ersten Teil an.

    Deutschland: Die Weimarer Republik scheitert, die Weltwirtschaftskriese schürt Nöte und Ängste, Inflation und Arbeitsmangel führen dazu, dass die Bürger radikal wählen. Die Familien von Ulrich erlebt die Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler und das Zustandekommen des Ermächtigungsgesetzes durch den Reichstagsbrand.

    England: Die Appeasement-Politik von Chamberlain ignorierte lange die sich dramatisierende Lage im „Dritten Reich“. Der junge Engländer Lloyd Williams ist beunruhigt von der Hochkonjunktur der Faschisten in Europa. Entschlossen, diesen totalitären Kräften etwas entgegenzusetzen, meldet er sich freiwillig für den spanischen Bürgerkrieg.

    Sowjetunion: Die Verhältnisse seit der russischen Revolution haben sich geändert, der Kommunismus frisst seine Kinder. Der Geheimdienst KGB bespitzelt erbarmungslos. Stalin schließt einen Nicht-Angriffspakt mit dem Nationalsozialistischen Regime. Tja, und dann ist Polen buchstäblich offen. Der junge Mann Wolodja Peshkov nutzt seine Verbindungen und installiert ein deutsches Untergrundnetzwerk, das die Kriegspläne der Nazis an die Russen verrät.

    USA: Das amerikanische Volk will sich nicht in einen europäischen Krieg hineinziehen lassen, doch am 7. Dezember 1941 trifft ein Angriff völlig aus dem Nichts die amerikanische Ehre. In die Ecke getrieben schlägt die Regierung um sich, die alles vernichtende Atomwaffe vernichtet in Sekundenbruchteilen Leben, das Wettrüsten mit der UdSSR beginnt. Die reiche Erbin Daisy Peshkov sehnt sich nach Anerkennung der Oberschicht, nach sozialem Aufstieg. Bald erkennt sie, was wirklich wichtig ist im Leben, während ihr Halbbruder Greg auf fatale Weise lernen muss, wie wenig Wert das Leben von tausenden Menschen eines Landes im Unterschied zum wissenschaftlichen Fortschritt hat, er studiert (Atom-)physik. Woody Drewer hilft seinem Vater im Parlament, während sein jüngerer Bruder als Matrose in Pearl Harbor stationiert ist.

    Der Winter ist über die Welt hereingebrochen

    Es ist nicht möglich, alle Geschehnisse der Jahre 1933 bis 1949 in Europa, Asien und den USA auf etwas über 1000 Seiten abzubilden. Das wäre auch zu viel verlangt, immerhin bemüht sich Follett sichtlich, möglichst viele bedeutende Ereignisse abzubilden. Gerne hätte ich noch 1000 Seiten mehr gelesen über bspw. die Attentate auf Hitler, den Uboot-Krieg, die Spionageaktivitäten des KGB, die Auswirkungen der Atombombenabwürfe auf Nagasaki und Hiroshima. Was ist eigentlich mit den schlesischen Flüchtlingen oder der französischen Résistance im besetzten Frankreich? Wieder habe ich die gleiche Kritik wie im ersten Band: Ich hätte mir eine französische Sichtweise gewünscht. Nur kurz in Verbindung mit dem D-Day werden französische Bürger beschrieben.

    Relativ gefährlich finde ich auch Folletts Darstellung der Nationalsozialisten als dumme, grüne Jungen. Sicherlich gab es viele Mitläufer -wie Follett auch beschreibt-, allerdings war die Ideologie und die Machtansprüche nach der „Schande von Versaille“ stark von den Eliten unterstützt. Follett nimmt hier zu stark die Untergrundkämpfer in den Fokus und lässt dabei die Schuldfrage weitestgehend unberührt.

    Schreibstil

    Ken Follett verschachtelt meisterlich seine Handlungsstränge und Protagonisten miteinander. Jeder kennt sich über höchstens zwei Ecken… etwas unrealistisch, ja, aber ok. Auch, dass immer mindestens eine Person dabei ist, wenn etwas Entscheidendes für die Weltgeschichte geschieht, ist konstruiert. So taucht Stalin auf einer Hochzeit eines Protagonisten auf, ein anderer Protagonist hält Hitler die Tür zum Reichstag auf, einer ist auf Seiten der USA bei der Atombomben-Produktion dabei - wieder ein anderer bei den Forschungen der UdSSR zu diesem Thema. Wenn man erst einmal auf diese keineswegs zufällig so dargestellten Situationen aufmerksam gemacht wurde, wird es sehr augenscheinlich. Doch ist der Roman über diese Vorwürfe erhaben. Ein Roman IST ein Konstrukt und kein Erfahrungsbericht.

    Follett wird sehr emotional – ob Schmerz, Trauer, Ängste oder Leidenschaft- alles ist aufgeputscht und soll die Empathie des Lesenden wecken und ihn unterhalten. Gerade zu anfangs hat mich die gehäufte Darstellung von leidenschaftlichen Liebesszenen genervt. Als die Handlung weiter vorankam, gab sich die Häufigkeit etwas. Ich bin mir sicher, weniger Groschenroman-Szenen würden dem Romankonzept Folletts nicht schaden.

    Illustration

    Es ist ja ganz nett, dass es auf den Einbandseiten jeweils eine Karte Europas vor dem II. Weltkrieg gibt, aber hilfreich ist das nicht. Mir fehlt hier klar eine Weltkarte, oder zumindest eine Karte vom Pazifik mit Hawaii.

    Fazit

    WINTER DER WELT von Ken Follett ist ein historischer Roman, der von den sozialen und politischen Ereignissen rund um den II. Weltkrieg handelt. Ken Follett bringt die verstaubten Erinnerungen des Geschichtsunterrichts wieder ins Gedächtnis der Lesenden. Der Autor schreibt polithistorisch fundiert, emotional und spannend. Auf 1000 Seiten können selbstverständlich nicht alle Geschehnisse um den 2. Weltkrieg angesprochen werden, nagut, in einem Geschichtsbuch schon, aber nicht in einem Roman. Da muss der Autor Kompromisse eingehen. Ich vergebe vier Sterne, da mich das Verhältnis zwischen Liebesszenen und historischen Ereignissen gestört hat. Gerne mehr geschichtliche Details und weniger Bettsport…aber Follett braucht ja auch wieder neue, frische Protagonisten für den Folgeband… . Als Roman für einen guten Überblick kann man es auf jeden Fall lesen und dann zu interessanten Details recherchieren.

    Tipp: Der Roman wird auch grandios vertont von Philipp Schepmann (Lübbe Audio, ca. 35 Std).

     

    WINTER DER WELT| Ken Follett| aus dem Englischen von Dietmar Schmidt und Rainer Schuhmacher| illustriert von Tina Dreher| Bastei Lübbe| 2012| 1022 Seiten| 28,00€ (erhältlich nur noch die Taschenbuchausgabe für 15,00€)

  3. Cover des Buches NSA - Nationales Sicherheits-Amt (ISBN: 9783785726259)
    Andreas Eschbach

    NSA - Nationales Sicherheits-Amt

     (293)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Andreas Eschbach verknüpft Fakten und Fiktion miteinander:
    Was wäre passiert, wenn es zur Nazi-Zeit bereits K(C)omputer, Handys und Kreditkarten gegeben hätte? Anne Frank wäre in ihrem Versteck bereits zu Beginn des 2. Weltkriegs gefunden worden und das nur, weil die NSA Daten der Kreditkarten ausgewertet hätten. Denn warum kauft jemand für 10 Personen Lebensmittel ein, wenn eigentlich nur 2 Personen im Haushalt wohnen?
    Es geht um Helene, die im Sicherheits-Amt als Programmiererin arbeitet und doch eigentlich ihre Auswertungen vernichten möchte, denn ihre beste Freundin versteckt ihren Fahnenflüchtigen Freund auf dem Dachboden. Und es geht um Eugen, der auch im NSA-Amt arbeitet, doch er nutzt seine Auswertungen um sich feige und pervers an Frauen zu rächen.

    Die Idee des Buches ist eigentlich genial, doch der große Plot bleibt aus. Eschbach hat das Potential der Idee einfach nicht genutzt.
    Ich habe mich förmlich bis ans Ende gequält.
    Sehr schade

    🐭🐭/5

  4. Cover des Buches Honigtot (ISBN: 9783492307253)
    Hanni Münzer

    Honigtot

     (389)
    Aktuelle Rezension von: valls

    Nach einem etwas klischeehaften Anfang, der in der Gegenwart spielt, nimmt die Geschichte ab dem Punkt Fahrt auf, wo sie in die Vergangenheit abtaucht. Ab dem Moment, wo aus der Sicht des halbjüdischen Arztes, seiner Frau und deren Kindern geschrieben wird, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Erste Ereignisse kündigen eine unheilvolle Zukunft für die Familie an, die man ab den ersten Seiten liebgewinnt. Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten wie Goebells etc. werden sehr authentisch dargestellt, was das Buch unendlich spannend macht und die vielen Verstrickungen und Intrigen der damaligen Zeit greifbarer macht. Sehr tolles und bewegendes Buch, bei dem man nebenbei auch noch was lernt und das jeder lesen sollte, ob historisch interessiert oder nicht!

  5. Cover des Buches Der Trafikant (ISBN: 9783036959092)
    Robert Seethaler

    Der Trafikant

     (410)
    Aktuelle Rezension von: YvetteH

    Die Geschichte an sich ist gar nicht so schlecht. Eine Zeit, als die Nazis immer mehr in den Fokus geraten, eine interessante Bekanntschaft mit Freud, aber der Hauptprotagonist ist so farblos und naiv...

    Meine Schwester hat mir das Buch empfohlen, aber leider überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Die Story zieht sich in die Länge und ich weiß echt nicht, was viele an Seethaler so toll finden. Sein Schreibstil ist eher mäßig.

    Mein Fazit:

    Keine schlechte Story, aber viel zu viele Längen, die das Lesen beschwerlich machen. Kann man lesen, ist aber definitiv kein Muss!

  6. Cover des Buches Stella (ISBN: 9783446259935)
    Takis Würger

    Stella

     (315)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Der 20-jährige Schweizer Friedrich kommt Anfang 1942 nach Berlin. Er will sich umsehen in der Hauptstadt, von der behauptet wird, dass Juden dort mit Möbelwagen abgeholt werden und nicht wieder zurückkommen. In einer Kunstschule lernt er Kristin kennen, die ihn sofort fasziniert. Mit Tristan von Appen, einem eleganten, vermögenden Mann, verbindet ihn bald eine Art Freundschaft. Im Mai erfährt Friedrich die Wahrheit über beide. Tristan ist Mitglied der gefürchteten SS (Schutzstaffel der Nationalsozialisten) und Kristin heißt eigentlich Stella Goldschlag und ist ein "Köderjude", wie Tristan sie nennt. Sie sucht und verrät untergetauchte Berliner Juden an die Gestapo. Erst am Heiligabend verläßt Friedrich Berlin - allein.

    Ein schmales Büchlein, von gerade mal 222 Seiten Text, dazu noch mit reichlich Zeilenabstand und einem schlichten Cover, vermochte bei Erscheinen eine große Diskussion auszulösen. Auf dem insgesamt schwarzen Cover strahlt den Lesern das Gesicht der realen Stella Goldschlag entgegen. Kann das Leben der "Greiferin", auch "Blondes Gift" oder "Blondes Gespenst" genannt, mittels einer Liebesgeschichte in einem historischen Roman dargestellt werden, angesichts des Schreckens und Gräuels, die sie verursacht hat?

    Takis Würger hat über dieses Jahr 1942 in Berlin in kühler Sprache und ganz aus der Sicht von Friedrich geschrieben. Kurze Sätze, die wenig mehr als das wiedergeben, was Friedrich sieht und erlebt. Wenig Reflexion und Gefühle. Friedrich ist oft sprachlos, während Kristin/Stella und Tristan die Führung übernehmen, im Sprechen und Handeln. Dazu wird zu Beginn jeden Kapitals, das immer einem Monat entspricht, ein kurzer Abriss über tatsächliche historische Ereignisse vorangestellt. Dies verschärft den Eindruck eines eher nüchternen Berichts und hält den Lesenden vor Augen, was "im Hintergrund" geschieht. Rationierung des Essens, Geburten berühmter Persönlichkeiten, politische Entwicklungen etc. Eingestreut in den Text sind kursiv gedruckte Abschnitte, die aus Gerichtsakten stammen und über einzelne Schicksale jüdischer Personen oder Familien berichten, die durch Stella Goldschlag verraten wurden.

    Eine schwierige Lektüre, die zwar schnell gelesen, aber nicht schnell verarbeitet ist. Erwähnenswert ist das Nachwort von Professor Sascha Feuchert, dessen Forschungsschwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur innerhalb der Neueren deutschen Literatur ist. 

    "Stella" regt zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema an und hält die Diskussion lebendig. Als ein spezielles Buch gegen das Vergessen hat es eine wichtige Aufgabe erfüllt. Ich vergebe vier Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich dem Thema nähern wollen.




  7. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.363)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  8. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

     (234)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Selten habe ich so ein schön geschriebenes Buch über den Ersten Weltkrieg gelesen, man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzten und mit ihnen mitfühlen.
    Die junge Paula setzt sich für Frauenrechte und Arbeitsrechte ein. Sie will betroffene Frauen helfen und mietet dafür in den schweren Zeiten Notwohungen für die Frauen und deren Kindern ein. Doch als die Lage in Berlin schwerer wird, sind auch Paulas Mittel begrenzt und sie muss Wohnungen aufgeben. Bis Hitler an die Macht kommt.

    Der Roman ist sehr schön geschrieben, dass Buch lässt sich gut lesen, so dass man es eigentlich gar nicht aus der Hand legen möchte. Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber aufjedenfall nicht mein letztes!!
  9. Cover des Buches Die Holunderschwestern (ISBN: 9783453419230)
    Teresa Simon

    Die Holunderschwestern

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Monalisa73

    Dieser Roman ist in zwei Erzählsträngen geschrieben. München heute und in den Jahren 1918/19. Eine Familiengeschichte, die durch Tagebüchern der Urgroßmutter sehr spannend erzählt wird. So erfährt der Leser, dass Fanny sich als Köchin in einer jüdischen Kaufmannsfamilie ihren Lebensunterhalt verdiente, später heiratet und ein kleines Lokal führt. 

    Ich finde, das Buch ist sehr interessant, spannend und mit viel Hintergrundwissen zu der Zeit geschrieben, so dass man alles super nachvollziehen kann. Sehr bildhaft die Geschehnisse und die Stadt München, dass hat mir sehr gefallen. Die Protagonisten sind detailliert und Charakter stark beschrieben. Und auch die Kochkünste von Fanny kann man förmlich schmecken und riechen. 

    Die Rezepte am Schluss, von der Oma der Autorin ließen mein Koch-Herz höher schlagen und schmecken vorzüglich, habe das eine oder andere Rezept bereits ausprobiert.

  10. Cover des Buches Der Tätowierer von Auschwitz (ISBN: 9783492061377)
    Heather Morris

    Der Tätowierer von Auschwitz

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Susanna_Schober

    Ich denke nicht, dass man hier groß eine Bewertung schreiben muss. Die Geschichte ist genau so passiert. Ich möchte mir nicht anmaßen, hier irgendwas, irgendwie zu beurteilen.

    Nur: Es hat mir die Haare zu Berge stehen lassen ...

    Der Klappentext:

    Eine Geschichte von Menschlichkeit, Mut, Liebe und Hoffnung

    1942 wurde Lale Sokolov nach Auschwitz deportiert. Seine Aufgabe war es, Häftlingsnummern auf die Unterarme seiner Mitgefangenen zu tätowieren, jene Nummern, die später zu den eindringlichsten Mahnungen gegen das Vergessen gehören würden. Er nutzte seine besondere Rolle und kämpfte gegen die Unmenschlichkeit des Lagers, vielen rettete er das Leben.
    Dann, eines Tages, tätowierte er den Arm eines jungen Mädchens – und verliebte sich auf den ersten Blick in Gita. Eine Liebesgeschichte begann, an deren Ende das Unglaubliche wahr werden sollte: Sie überlebten beide.

    Eindringlich erzählt Heather Morris die bewegende, wahre Geschichte von Lale und Gita, die den Glauben an Mut, Liebe und Menschlichkeit nie verloren.

  11. Cover des Buches Ich bleibe hier (ISBN: 9783257071214)
    Marco Balzano

    Ich bleibe hier

     (197)
    Aktuelle Rezension von: SusanneEichholz

    Aus der Perspektive der Lehrerin Trina werden die Geschehnisse in ihrem Dorf am Reschensee erzählt, wobei der Scherpunkt in der Zeit zwischen 1939 und 1943 liegt, als die Einwohner sich zwischen der Auswanderung nach Deutschland und dem Leben als Bürger zweiter Klasse in Italien entscheiden müssen. Trina bleibt und das auch, als nach der Härte des Krieges mit Flucht, Versteck in den Bergen und Hunger die Bauarbeiten für einen Stausee beginnen, dem das Dorf weichen soll und der irgendwann tatsächlich nur noch ein Stück des Kirchturms übriglassen wird.

    In sehr schlichter, entwaffnend ehrlicher Sprache spricht Balzano oft ganz große Themen wie Verantwortung und Machtmissbrauch sowie Sprache als einziges Mittel zum Widerstand an. Trinas Schilderungen erinnern dabei an den Stil in Robert Seethalers Ein ganzes Leben. In ihrem unbeugsamen Willen, der sie mit ihrem Mann Erich verbindet, bleibt Trina als deutlich stärkere Protagonistin jedoch viel nachdrücklicher in Erinnerung als Seethalers Bergbauer. Allein schon deshalb kann ich diesen facettenreichen Roman empfehlen, der besonders geschichtsinteressierte Leser und Italienreisende fesseln wird.

  12. Cover des Buches Die Farben des Feuers (ISBN: 9783608963380)
    Pierre Lemaitre

    Die Farben des Feuers

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    1927, der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt soll zu Grabe getragen werden. Ein großes Staatsbegräbnis wurde anberaumt. Alles was Rang und Namen hat, ist zu Ehren des mächtigen Bankiers erschienen. Madeleine, seine Tochter, steht unvermittelt an der Spitze des Imperiums. Madeleine ist geschieden, ihr Ex-Mann verbüßt noch eine Haftstrafe, und Mutter des siebenjährigen Paul. Paul verunfallt am Tag des Begräbnisses seines geliebten Großvaters schwer. 

    Mit dem Tode von Marcel Péricourt verändern sich viele Leben. Madelaine sollte zwar die Geschäfte ihres Vaters weiterführen, doch ist sie nach dem Unfall ihres Sohnes ganz auf seine Gesundung bedacht und überlässt die Führung dem langjährigen Buchhalter Gustav Joubert. Der Privatlehrer von Paul, André Delcourt, beziehungsweise Liebhaber von Madelaine, wird nur noch geduldet. Doch er hat schon längst andere Pläne. Charles, der Bruder von Marcel, befindet sich in einer heiklen Lage, denn sein Bruder half ihm immer wieder großzügig mit Geld aus. Nun muss er sich anders behelfen. Er hat auch schon ein besonderes Vorhaben im Auge. 

    Um Paul macht sich Madelaine sehr große Sorgen, denn der Junge wirkt hochgradig depressiv. Erst als die junge, polnische Krankenschwester Vladi, sich seiner annimmt, scheint es mit Paul aufwärtszugehen. Vladi führt ihn ein in die Welt der Oper und Paul entdeckt seine hingebungsvolle Begeisterung für die Opern-Diva Solange Gallinato. Und gerade in dem Moment, an dem Madelaine wieder Hoffnung schöpfen könnte, wird sie Opfer eines gemeinen Komplotts. Sie verliert Hab und Gut. Die Vorboten des Zweiten Weltkrieges warten auf und Madelaine beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug.

    Mit einem rasanten Tempo überschlagen sich die Ereignisse in diesem Roman. Es ist faszinierend was sich Pierre Lemaitre so alles einfallen lässt, wie er die Fäden geheimnisvoll und ausgeklügelt zusammen fügt. Das ist Unterhaltung vom feinsten. Gehaltvoll wartet der Roman mit bitterbösen Intrigen und mannigfaltiger Spannung auf.Sehr große Leseempfehlung!

  13. Cover des Buches Jahre aus Seide (ISBN: 9783746634418)
    Ulrike Renk

    Jahre aus Seide

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte7

    Das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Ganz toll geschrieben, man taucht total ein in die Welt von damals. 

    Beleuchtet wird eine jüdische wohlhabende Familie zur Hitlerzeit. Sehr interessant, mal aus jüdischer Sicht zu lesen. 

    Besonders toll, dass die Geschichte nicht frei erfunden ist. 

    Mich hat das Buch absolut fasziniert, ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Man bekommt tolle Einblicke in das Judentum. 

    Absolut lesenswert!

  14. Cover des Buches Die Jahre der Schwalben (ISBN: 9783746633510)
    Ulrike Renk

    Die Jahre der Schwalben

     (109)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Habe diese Saga nun zum 2. Mal mit Begeisterung gelesen und werde es bestimmt irgendwann mal wieder lesen. Mich konnte der Roman wieder total fesseln daher eine absolute Leseempfehlung von mir und 5 Sterne. 

  15. Cover des Buches Als der Himmel uns gehörte (ISBN: 9783426516645)
    Charlotte Roth

    Als der Himmel uns gehörte

     (151)
    Aktuelle Rezension von: knuddelbacke

    Auf die Bücher von Charlotte Roth bin ich im vergangenen Jahr gestoßen, als ich das Buch “ Wir sehen uns unter den Linden“ von ihr las. Ich habe einen Faible für Bücher , die in Berlin spielen, und dieses Buch gefiel mir so gut, dass ich direkt 3 weitere Bücher von Ihr kaufte. In dem Roman „Als der Himmel uns gehörte“ geht es um eine Familiengeschichte, die nicht nur mehrere Generationen umfasst sondern auch vor dem Hintergrund der Olympischen Spiele stattfindet. Wobei zum einen die Olympischen Spiele im Jahr 2012 eine Rolle spielen, als auch die olympischen Spiele 1936.

    Der Autorin gelingt es mit diesem Roman, den Geist der olympischen Spiele und des Sportes einzufangen und den Geist von Olympia lebendig werden zu lassen.


    Charlotte Roth hat es geschafft eine wunderbare Mischung aus Liebesgeschichte, Familienroman, Geschichte des Sportes und historisch fundierten Ereignissen zu schaffen die zum Ende ein wirklich gut abgerundetes Buch hervorgebracht hat. Spannung, Atmosphäre und charakteristisch symphatisch und tiefgründig dargestellte Figuren ließen mein Leserherz höher schlagen und ließen mich nach dem Auslesen des Buches sogar ein bisschen wehmütig zurück.


    Sportlich und geschichtlich interessierte Leser kommen meiner Meinung nach auf den vollen Lesegenuss . Auch wenn man beim Lesen auf Grund des Wechsels der verschiedenen zeitlichen Ebenen aufpassen muss , tut dies dem Lesegenuss keinen Abbruch. Mich hat die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich mochte es zwischen der jungen , sportlich sehr ambitionierten Jennifer und ihrer Urgroßmutter Alberta hin und her zu pendeln und dabei in völlig unterschiedliche Zeiten einzutauchen. 

  16. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.265)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Die Welle zeigt ein Experiment eines Lehrers bezüglich des zweiten Weltkrieges.

    Kann es auch heute noch passieren das ein Mensch eine Gruppe Personen so sehr kontrollieren kann das sie nicht mehr nachdenken was sie tun?

    Das Buch ist sehr einfach und schnell zu lesen. Es ist gut zu verstehen.

    Die Figuren handeln nachvollziehbar. Auch heute sieht man noch wie schnell sich Menschen manipulieren lassen. Im Buch wird klar das es hierbei nicht wichtig ist wie intelligent diese Personen sind oder aus welchem sozialen Umfeld sie kommen. 

  17. Cover des Buches Stadt der Diebe (ISBN: 9783453407152)
    David Benioff

    Stadt der Diebe

     (612)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    Leningrad 1941/42, zur Zeit der Belagerung durch die Deutschen. Der 17 jährige Lew ist der belagerten und ausgehungerten Stadt treu geblieben und kämpft sich durch. Durch einen recht unglücklichen Zufall wird er jedoch festgenommen und bekommt mit dem Mithäftling Kolja vom Geheimdienst Heft die Aufgabe, 12 Eier innerhalb von 6 Tagen für die Hochzeitstorte seiner Tochter zu besorgen.

    Ein wirklich guter und spannender Abenteuerroman, der nicht nur das belagerte Leningrad sehr gut beleuchtet, sondern auch das umkämpfte Umland und Seiten der Wehrmacht und die der Partisanen. Während des Buches entwickelt sich Lew weiter, was zum einen an den Lebensumständen liegt, zum anderen aber auch an den forschen und extrovertierten Kolja.

  18. Cover des Buches Salz für die See (ISBN: 9783551560230)
    Ruta Sepetys

    Salz für die See

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Chianti Classico
    Januar 1945, die letzten Kriegstage brechen an, als sich die Wege von vier Jugendlichen mit völlig unterschiedlichen Wurzeln und Hintergründen kreuzen.
    Gemeinsam machen sie sich auf nach Westen auf der Flucht vor der Roten Armee.

    "Salz für die See" ist ein Einzelband von Ruta Sepetys, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Joana Vilkas, Florian Beck, Emilia Sto żek und Alfred Frick erzählt wird.

    Florian ist Preuße, der auf einer geheimen Mission unterwegs ist. Er ist schweigsam und gebildet, zeigt aber auch eine Lässigkeit, die man in den letzten Kriegstagen selten sieht. Er will nach Westen, um dort nach seiner Schwester Anni zu suchen.
    Joana ist einundzwanzig und hat ihr Heimatland Litauen vor vier Jahren verlassen. Sie hat Glück, dass sie deutsche Vorfahren hat, denn so darf sie legal nach Deutschland reisen. Sie ist eine hingebungsvolle Krankenschwester, der das Wohl ihrer Mitmenschen sehr am Herzen liegt.
    Die fünfzehn Jahre alte Polin Emilia wird von Florian aus einer schlimmen Situation gerettet und ist ihm danach völlig ergeben, eine Verbindung, die ich sehr spannend fand! Wie sie alle, musste auch Emilia in Kriegszeiten Schreckliches erleiden und doch hat die ihren Mut nicht verloren. Sie ist eine richtige Kämpferin!
    Alfred ist siebzehn Jahre alt und Matrose in Gotenhafen. In Gedanken schreibt er heldenhafte Briefe an seine Jugendliebe Hannelore, doch die Realität ist eine ganz andere. 
    Während ich Florian, Joana und Emilia sehr mochte, kam ich mit Alfreds Art überhaupt nicht klar. Er ist sehr egoistisch und fanatisch, dem Reich und Hitler absolut zugetan. Er ist kein Sympathieträger, aber auch seine Sicht hat einen interessanten Einblick in die Geschehnisse gegeben!

    Die vier Protagonisten haben mir insgesamt richtig gut gefallen! Sie stehen auf unterschiedlichen Seiten und haben völlig verschiedene Wurzeln und doch kreuzen sich ihre Wege und sie helfen sich gegenseitig. Besonders ihre Geschichten fand ich sehr spannend, denn der Krieg hat sie nicht verschont und ihre Familien auseinandergerissen. 
    Es gibt auch eine zarte Liebesgeschichte, die sich nicht in den Fokus gedrängt hat und die mit sehr gut gefallen hat! Ein kleines Licht in diesen dunklen Tagen!

    Dank der kurzen Kapitel, die oft nur ein bis zwei Seiten lang waren, ließ sich das Buch sehr gut lesen! Allerdings fand ich es anfangs doch etwas schwierig eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, da die Perspektive zu schnell und zu oft gewechselt hat. 

    So gut sich das Buch auch lesen ließ, die Handlug war keine leichte Kost. 
    Die letzten Kriegstage im Jahr 1945 zeigen Menschen, die alles verloren und nur noch wenig Hoffnung haben. Eine Hoffnung ist, dass sie mit einem Schiff über die Ostsee nach Deutschland fliehen können, doch für viele Menschen endet diese Hoffnung im eiskalten Meer. Ruta Septeys beschönigt nichts, sondern zeigt sehr realistisch, wie schlimm die Situation der Menschen damals war.
    Ich war vom Zweiten Weltkrieg schon immer fasziniert und habe viele Fakten förmlich inhaliert. Vom Untergang der Wilhelm Gustloff hatte ich trotzdem noch nie etwas gehört. Dabei ist es eine der größten Katastrophen der Seefahrt, von der bis heute nur wenige wissen! Allein das zeigt schon, wie wichtig "Salz für die See" ist. Man muss sich erinnern, um zu verhindern, dass solche Gräueltaten noch einmal passieren!
    Ruta Sepetys mischt gut recherchierte Fakten mit vielfältigen Charakteren und lässt auch noch andere sehr spannende historische Tatsachen einfließen, eine sehr gelungene Mischung! 

    Fazit:
    "Salz für die See" von Ruta Sepetys ist ein sehr wichtiges Buch, das über den Untergang der Wilhelm Gustloff erzählt.
    Mir haben die vielfältigen Charaktere mit ihren völlig unterschiedlichen Wurzeln richtig gut gefallen, auch wenn ich Schwierigkeiten hatte, eine richtige Bindung zu ihnen aufzubauen, was auch an den sehr kurzen Kapiteln lag.
    Ruta Sepetys hat für ihren Roman sehr gut recherchiert und erzählt eine spannende Geschichte, die mich wirklich mitreißen konnte!
    Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter!
  19. Cover des Buches Der Angstmann (ISBN: 9783423216968)
    Frank Goldammer

    Der Angstmann

     (288)
    Aktuelle Rezension von: Rico_Schramm

    Der Angstmann war mein erstes Buch von Frank Goldammer und ich muss sagen es zog mich sofort in seinen Bann.Man denkt wirklich teilweise richtig mittendrin zu sein und die Ängste die Krimalinspektor Max Heller hat zu teilen.

    Dieser Kriminalroman spielt in den letzten Tagen des 2.Weltkrieges im Winter 1944/45 in Dresden.Das Leben ist in diesen letzten Tagen des Krieges nicht leicht,die Bevölkerung ist Kriegsmüde.Es sind vom Krieg viele Vertriebene in der Stadt.Die Menschen leiden unter der Lebensmittelknappheit und der Feind-Die Russen stehen kurz vor der Stadt,da treibt ein bestailischer Frauenmörder in Dresden sein Unwesen.Der Autor beschreibt wirklich grandios diese letzten Tage des Krieges,man hat wirklich dieses schreckliche Bild vor Augen die dieses Drama hat.Man fühlt die Ängste der Menschen in Dresden,was wird die Zukunft bringen wenn der Russe einmarschiert ist und dann dieser "Angstmann",der auch nach dem verheerenden Bombenanriff auf Dresden weiter sein Unwesen in der Stadt treibt.
    Aber Kriminalinspektor Max Heller gibt nicht auf diesen Frauenmörder trotz aller Widrigkeiten zu fassen.
    Der Angstmann ist ein wirklich fesselender Kriminalroman der auch für geschichtlich interessierte Krimileser ein muss ist.
    Freue mich schon auf den 2. Teil der Max Heller-Reihe,den ich bald beginnen werde.(TausendTeufel)

  20. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (269)
    Aktuelle Rezension von: Annilove

    für Geschichts- und Kunstliebhaber sehr zu empfehlen, wer aber nichts daran sieht der wird in dem Buch auch nichts finden

  21. Cover des Buches Das Lachen und der Tod (ISBN: 9783896674647)
    Pieter Webeling

    Das Lachen und der Tod

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Schneewittchen95

    "Das Lachen und der Tod" von Pieter Webeling dreht sich um den Komiker Ernst Hoffmann, der zu Beginn des Buchs in ein Konzentrationslager transportiert wird. Auf diesem Weg verliebt er sich. Diese Liebe wird ihn durch sein wechselhaftes Schicksal im Lager begleiten, genauso wie sein Humor.

    Zunächst denkt man vielleicht, Komik ist in Bezug auf ein solches Thema makaber. Der Autor hat es damit aber geschafft, die Grausamkeit und Absurdität im Lageralltag einprägsam abzubilden. Das Buch hat mich wirklich berührt und mir gezeigt, wie Menschen unvorstellbare Bedingungen und Ängste überleben können.

    Ein außerordentlich lehrreiches Buch. Von mir eine uneingeschränkte Empfehlung!

  22. Cover des Buches Bis ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783328100515)
    Jodi Picoult

    Bis ans Ende der Geschichte

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Schuld in allen Facetten - Vergebung und Rache

    Sage fühlt sich schuldig und hässlich - denn als ihre Mutter nach einem Autounfall starb, saß sie am Steuer. Seitdem versteckt sie sich, ihr Gesicht mit der Narbe und sich ganz, so weit wie möglich. Nur in einer Trauergruppe und nachts als Bäckerin allein im Cafe - und bei den Kollegen bei der Übergabe und bei dem verheirateteten Liebhaber akzeptiert sie Menschen um sich.

    In der Trauergruppe begegnet sie dem etwa 90jährigen Josef, der der auserwählte Gutmensch ihrer Gemeinde war und beginnt eine schüchterne Freundschaft.

    Dazwischen immer wieder eine Geschichte, fast ein Märchen mit viel Gewalt und einer unmöglichen Liebe.

    Backen mit unendlich viel Liebe und Perfektion in der Geschichte bei Sage und ihrer Großmutter Minka.

    Nach und nach entwickelt sich die Geschichte zu einer Geschichte rund um den Holocaust, Schuld und Mitschuld, Vergebung, Rache und Strafe. Manches ist an den Haaren herbei gezogen, vieles vorhersehbar, manches fein ineinander verwebt. Es häufen sich Klischees und alles ist überfrachtet und dennoch nimmt die Geschichte mit in beiden Wortsinnen. Am Ende steht man wie Sage vor einem Scherbenhaufen und muss sein eigenes Bild der Geschichte selbst zusammenfügen.

    #Holocaust #Shoah #Schuld #Rache #Vergebung #BisansEndederGeschichte #JodiPicoult #KathrinliebtLesen



  23. Cover des Buches Die Menschheit hat den Verstand verloren (ISBN: 9783548288697)
    Astrid Lindgren

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Ein paar Worte der Einleitung... 

    Ich finde es immer etwas schwierig, Bücher zu bewerten, die als solche nie geplant waren. Bücher, die im Grunde Quellen darstellen. Bücher, die eigene Gedanken wiederspiegeln. Bücher, die bestimmte Ereignisse dokumentieren. Bücher, also Tagebücher, deren Inhalt nicht für eine breite Öffentlichkeit gedacht war. Tagebücher spiegeln unsere Gedanken, innersten Ängste, unsere Freude, unseren Zwiespalt wieder und zeigen ein sehr persönliches Bild von einer Person, die man vermeintlich zu kennen scheint, die sich aber in solchen persönlichen Aufzeichnungen, durchaus anders darstellt, als man vermutet. 

    Das führt mich zu Astrid Lindgrens Tagebüchern aus den Kriegsjahren 1939 bis 1945. Wir lernen eine Lindgren kennen, die noch keine Autorin ist. Eine junge Frau mit Kindern, einem Ehemann, die sich durch die Kriegsjahre schlägt und so genau - wie es für sie möglich war - versucht zu verstehen, zu begreifen und zu dokumentieren. Wir lesen von den uns allseits bekannten Kriegsereignissen: dem Überfall auf Polen, den Russlandfeldzug, Mussolini Treiben in Italien, Rommels Kampagne in Afrika, den (manchmal längst vergessenen) Akteuren anderer Länder und von noch viel mehr. Lindgrens Tagebuch besticht zunächst durch eine gewisse Distanz zu diesen Ereignissen - was nicht verwundert - denn Schweden war nun einmal nie in den Krieg direkt involviert. Daher betrachtet Lindgren zwar genau, doch manchmal auch etwas unkritisch, ohne aber jemals ihr privilegiertes Leben in Stockholm zu vergessen.

    Besonders was die Rolle Russlands und Deutschlands angeht, ist sie stets zerrissen. Denn die Angst vor dem bolschewistischen Übergriff wiegt beinahe schwerer als jene vor den Nationalsozialisten und Schergen Hitlers. Das mutet aus heutiger Sicht merkwürdig an, war aber eben europäische Realität jener Zeit. Auch spannend und leider mal wieder bestätigt, wird klar, dass die Vernichtung der Juden und die Existenz von Konzentrationslagern eben kein Geheimnis war. Da Zeitungen immer wieder davon berichteten und Lindgren dieses in ihren Aufzeichnungen auch dokumentiert. Hinzu kommt dass sie einen anderen Zugriff auf Informationen hatte, weil sie in einer Briefkontrollstelle arbeitete und Briefe fremder Menschen lesen konnte, die nochmal ein sehr eindringliches Bild des Krieges zeichnen. Das nimmt Lindgren über die Jahre auch zunehmend mit. 

    Daneben werden aber auch persönliche Probleme deutlicher - die zwar selten direkt benannt werden - aber dennoch einen Blick auf den Mensch Lindgren erhaschen lassen.

    Einzige Kritik, sofern man ein Tagebuch kritisieren kann, ist der Aufbau. Mit Faksimiles wurden einige Seiten aus den Originaltagebücher wiedergegeben, deren Transkription und Übersetzung auf den folgenden Seiten erfolgte und für die es wiederum Querverweise im eigentliche Tagebuchtext gibt. Das ist zwar verständlich, doch ich fand den Aufbau etwas unsäglich, da man immer wieder aus dem Lesefluss herausgerissen wurde. Eine fortlaufende Reihung mit Faksimiles oder ein originalgetreue Nachbildung des Tagebuchs wären da sicher praktischer gewesen. Dafür gibt es einen Stern Abzug.

    Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, lest dieses und andere Tagebücher jener Zeit, um nicht zu vergessen.

    Fazit: Lesenswert!


  24. Cover des Buches Wenn wir wieder leben (ISBN: 9783426520307)
    Charlotte Roth

    Wenn wir wieder leben

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Alex_gedankenwelt

    1964: Die 19-jährige Wanda lebt mit ihren Schwestern, ihrer Mutter „Matti“ und Tante Lore in einer kleinen Wohnung in Berlin. Stets liebevoll umsorgt und gut behütet aufgewachsen, hat sie sich um die vergangenen Jahre nie viel Gedanken gemacht. Ihr Vater ist im Krieg geblieben und zu Hause wird nie darüber gesprochen. Was vorbei ist, das ist vorbei. 

    Kurz nach Beginn ihres Studiums an der Berlins Freier Universität lernt sie den Mitstudenten Andras Goldfarb kennen. Andras, getrieben von dem Wunsch nach Gerechtigkeit, bereitet sich auf einen große Sache vor. Er sammelt Beweise und Unterlagen zusammen für den im Dezember beginnenden Auschwitz-Prozess in Frankfurt. Völlig fasziniert von ihm fängt Wanda an, auch ihre eigene Herkunft zu hinterfragen. Als sie Matti mit der Frage „Was habt ihr von 1933-1945 gemacht?“ konfrontiert, hat sie noch keinen blassen Schimmer davon, welchen schmerzlichen Prozess sie damit in Gange setzt. Wird sie die Wahrheit aushalten können? 

    Mein persönliches Fazit:

     Charlotte Roth hat einen wunderbaren Roman geschrieben. Nach und nach verschmelzen die zwei Handlungsstränge miteinander, Vergangenheit und Gegenwart finden zueinander. Den geschichtlichen Teil dieses Buches finde ich großartig. Die Berichte über Zoppot und Danzig. Die Entwicklung in den Jahren 1933 – 1945. Die Informationen um die Wilhelm Gustloff. Die pommersche Mundart und die dargestellte Lebensfreude, großartig! Die geschichtliche Entwicklung in Zeiten des Krieges, so gut recherchiert. Ich habe dieses Buch wirklich so, so gerne gelesen. 

    Bemängeln muss ich allerdings, die Charakterzeichnung der Wanda. Ein 19 jähriges Mädchen, das 1964 in West-Berlin Geschichte studiert und anscheinend so gar nicht über geschichtliches Hintergrundwissen verfügt. Bis zur ihrer Begegnung mit dem Studenten Andras wusste sie nicht einmal, wo ihr Geburtsort liegt. Zoppot, bei Danzig in Polen. Naiv und unglaubwürdig. Auch andere Charaktere fand ich teilweise etwas unglaubwürdig. Hierfür habe ich einen Stern abgezogen. Trotzdem! 

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 / 5 Sterne. 

     

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