Bücher mit dem Tag "hiv"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hiv" gekennzeichnet haben.

112 Bücher

  1. Cover des Buches Bevor ich sterbe (ISBN: 9783570306741)
    Jenny Downham

    Bevor ich sterbe

     (1.911)
    Aktuelle Rezension von: alexandra_bartek

    Als ich den Klapptext gelesen hatte dachte ich mir coole story. Als ich anfing zu Lesen wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Thess ist mir gleich zu anfang durch ihre sarkastische und für mich unreife Art auf die Nerven gegangen. Sie tritt die Leute mit füßen die für sie da sind und ihr bei stehen bei den Untersuchungen etc. Sie will ihre bucket liste bevor sie stirbt abarbeiten, ihre noch unsympatischere Freundin Zoey will ihr dabei helfen, dabei scheint sie nur zu Kiffen oder auf irgenwelche Partys zu gehen. Es kommt wie es kommen muss und Zoey wird ihr lebensstiel zum verhängnis. 

    Was auch richtig fürchterlich war waren die Zeitsprünge, die habe ich nie nachvollziehen können. Das einzige Posetive an diesem Buch war Adam der ihr Freund wird und ihr Bruder Cal der einfach irgendwie knuffig war. 

    Adam ist der Nachbarsjunge der für seine Mutter den Garten neu gestaltet. Sie lernen sich kennen und auch ihm erzählt sie von ihrer Liste. Auch Adam hilft ihr bei der Liste und dabei kommen die beiden sich näher. Als Liebe im Spiel ist nimmt sie ihm ein versprechen ab das ich einfach unmöglich finde. Und mir ehrlich gesagt Tessa in so ein abseits geschoben hat das ich beim lesen stellenweiße dachte gott kann das jetzt mal enden?

    im großen und ganzen hab ich mich eher druch das Buch gequält, und immer auf das gehofft das noch was passiert. Das Buch ist nicht komolett schlecht nur ich bin einfach nicht warm geworden mit einigen Personen und wenn über 50% der Personen unsympatisch sind ist es eben schwer was gutes zu sagen darüber.

    3 Sterne für bevor ich sterbe.

  2. Cover des Buches Dem Ozean so nah (ISBN: 9783499290886)
    Jessica Koch

    Dem Ozean so nah

     (150)
    Aktuelle Rezension von: nadinekmps

    Ich war von der ersten Sekunde an gefesselt. Der erste Teil der Reihe gefällt mir am Meisten. Man bekommt am meisten Infos. Ich habe zuerst das Buch gelesen und danach erst den Film geschaut und ich finde das war das beste was man machen konnte. Ich finde die Geschichte einfach so krass, tut mir leid für den Ausdruck. Es geht um körperliche, psychische und physische Gewalt, also gilt meiner Meinung nach eine Trigger-Warnung. Noch erschreckender fande ich, als ich herausgefunden habe, dass die Autorin auch gleichzeitig die Hauptperson in dem Buch ist.

  3. Cover des Buches Die Optimisten (ISBN: 9783961610778)
    Rebecca Makkai

    Die Optimisten

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Minijane

    Zum Inhalt:

    Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen.

    Der Einstieg ins Buch beginnt direkt mit einer Trauerfeier. Wir befinden uns im Jahr 1985, dem Beginn der 1. großen Aidswelle in Chicago und Nico, ein junger Mann aus der Schwulencommunity ist ein Opfer des Virus geworden. Von den Eltern geächtet,  der jüngeren Schwester Fiona jedoch geliebt und umsorgt, muß er viel zu früh, ohne dass es vernünftige Medikamente gegeben hätte auf grausame Weise sterben.

    Im Anschluss lernen wir Chicago‘s „Boystown“ näher kennen, insbesondere Nico‘s engen Freund Yale, der ein Kunstexperte ist und gerade dabei ist, die Gemäldesammlung einer alten Dame, die ihren Nachlass regeln möchte, in den Besitz der Galerie zu übertragen. Gleichzeitig geht natürlich die Angst vor dem Virus um. Immer mehr Freunde von Yale stecken sich an, werden krank und versterben. 

    Eine zweite Erzählebene führt uns ins Jahr 2015 nach Paris, wo die inzwischen 50jährige Fiona nach ihrer verschollenen Tochter sucht. Diese war zunächst in einer Sekte, aus der sie aber wohl ausgestiegen ist und soll sich jetzt mit einem Kind,(Fiona‘s Enkeltochter) in Paris aufhalten. Fiona hat einen Privatdetektiv beauftragt ihre Tochter, zu der sie nie ein besonders inniges Verhältnis hatte, zu finden und sich mit ihr auszusöhnen.

    Auf den ersten Blick haben die beiden Erzählstränge wenig miteinander zu tun. Sie nähern sich aber im Laufe der Zeit an und hängen natürlich zusammen.


    Was soll ich sagen?! Das Buch war erschütternd, berührend und großartig.

    Die Protagonisten dieses Romans habe ich allesamt ins Herz geschlossen. Obwohl das Thema Aids, über das im Übrigen viel zu wenig in der Literatur zu finden ist, ein wirklich bedrückendes ist, ist die Geschichte keineswegs trübsinnig. Dafür sorgen schon die klugen, oft humorvollen Dialoge. Die Krankheit, die in den 80erJahren ein klares Todesurteil war, ist ja nach wie vor eine existierende Erkrankung. Trotzdem ist sie völlig aus dem öffentlichen Fokus gerückt. Das Buch jetzt zur Zeit der Corona Pandemie zu lesen, deckt natürlich auch gewisse Parallelen zu der 1. Covidwelle auf, wo es noch keine Impfstoffe gab und die Todeszahlen täglich in die Höhe schossen. Somit reflektiert man mit dem Buch auch ein bisschen den Umgang mit Seuchen von Seiten der Politik und der Bevölkerung. Außerdem zeigt der Roman auch auf, was diese Krankheit mit Menschen macht, die zurückbleiben, die auf diese schreckliche Weise ihre Lieben oder Angehörigen verloren haben und danach irgendwie weiterleben müssen. 

    Im Gegensatz zu COVID hatte Aids allerdings immer auch das Stigma eine Sexkrankheit der Homosexuellen zu sein, was massive Vorurteile und Ausgrenzung zur Folge hatte. Auch das ist im Buch deutlich spürbar und einfach nur furchtbar.

    „Die Optimisten“ von Rebecca Makkai ist wie ich finde ein wichtiges Buch, dass ich nur wärmstens empfehlen kann. Vielleicht ist es ein wenig zu lang geraten, aber andererseits hatte die Autorin auf diese Weise auch viel Zeit ihre Geschichte und ihre Charaktere abzurunden.

    Für mich war es auf jeden Fall ein Jahreshighlight.

  4. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (132)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Mal wieder ein Epos von Irving, gute 700 Seiten, und mal wieder schafft er es, eine ganz eigene umfassende Welt aufzubauen. Hier die Welt von des bisexuellen William „Billy“ Abbott, den wir aus seinen Jugendjahren bis ins Pensionsalter, aus den 60ern in Neuengland bis ins Heute. Ich hab lange gebraucht für den Roman, das hat diverse Gründe. Einer ist in der privaten Freizeit gelegen, weil einfach weniger Freiräume waren und andere Dinge wichtig waren, der andere ist, dass es Irving hier in meinen Augen weniger geschafft hat, mich in seine Welt zu ziehen als bei anderen Werken. Trotzdem ist es ein bemerkenswertes Buch: Geschrieben vor zehn Jahren trifft es aktuell voll in die Debatte um Gendern und sexuelle Identitäten. Wir nähern uns Billy und vielen anderen Menschen seines Umfeldes intensiv und bekommen erst so einen Einblick und ein Gefühl dafür, wie ein Leben für Menschen mit einer nicht heteronormativen Sexualität viele Jahre lang ausgesehen hat und immer noch aussieht. Das ist bemerkenswert, tiefgründig, nah und erhellend. Lange bin ich geschwankt, ob ich hier 3 oder 4 Sterne vergeben soll, literarisch gefühlt eher drei, aber der Nachhall des Buchs macht dann doch eine vier.

  5. Cover des Buches Blind (ISBN: 9783734106200)
    Christine Brand

    Blind

     (175)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    „Blind“ von Christine Brand bildet den Auftakt einer Thriller-Reihe, in welcher Nathaniel Brenner und Milla Nova die Hauptrollen einnehmen. 

    Als Nathaniel, der Blind ist, über die Kontaktaufnahme per App mit einer Frau plötzlich einen Schrei dieser vernimmt und plötzlich die Verbindung abbricht, ahnt dieser, dass etwas Schreckliches passiert sein muss……Er sucht Hilfe bei der Polizei, doch diese nimmt ihn nicht wirklich ernst, sodass er sich an Milla Nova wendet, eine Journalistin, die ihm aus der Vergangenheit bekannt ist…. Gemeinsam versuchen sie Klarheit zu gewinnen, aber als der Name der unbekannten Frau ermittelt werden kann und es dieser wohl gut zu gehen scheint, kommen auch Milla erste Zweifel…. Hat sich Nathaniel vielleicht doch in etwas verrannt? 

    Der Schreibstil ist wirklich absolut spannend, genau wie die Story an sich! Nathaniel und Milla haben zudem eine tolle Dynamik, auch die Kommissare haben mir gut als Charaktere gefallen. Es gibt eine Vielzahl von überraschenden Wendungen und auch die Auflösung der Geschichte ist wirklich gut durchdacht und stimmig. Insgesamt eine glasklare Empfehlung von mir und volle 5 Sterne, ich freue mich auf weitere Bände!

  6. Cover des Buches The Heart's Invisible Furies (ISBN: 9780857523488)
    John Boyne

    The Heart's Invisible Furies

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset
    „When was the exact moment that I might have found some courage and for once in my life done the right thing?“ (Quotation page 341)

    Content:
    In 1945, sixteen years old Catherine Goggin gets pregnant. As she refuses to name the father of the child to the Catholic priest during Mass, she has to immediately leave her home village Goleen and goes to Dublin. After birth, she gives her baby to a nun who has found parents with money and status for the child, that adopt the boy, calling him Cyrus. He first meets Julian Woodbead in 1952, when he is seven years old. In 1959, they meet again as roommates at Belvedere College. He adores Julian but there are also strange feelings, which he thinks to be just some sentimental misinterpretation of a fourteen years old. However, neglecting the truth leads to many years of hiding his secret, misunderstandings, travelling, until he finds his identity and place in life …

    Theme and genre:
    This epic novel could also be a biography. Main theme is homosexuality in the years where it still was forbidden, especially in Ireland under the pressure of the very strict rules of the Catholic Church and society. Another topic is AIDS in a time when people believed that only gay people could get it. The story of Cyril is also about friendship, compassion and how a lie can have big consequences.

    Characters:
    Cyril, the main protagonist, tries to hide his feelings for Julian and his sexual orientation and it takes him many years to accept, who he is. Sometimes the situation makes him weak, deeply hurting other persons instead of just telling the truth. On the other hand, destiny bringst some twists and hazards into his life which are not his fault and which he has to handle. Therefore he remains likeable to the reader. This novel is full of interesting characters, their friendship, their struggles and especially the short scenes when Cyril and his real mother meet during the years without knowing who they are, are touching.

    Plot and writing:
    The novel is written like a biography, with Cyril as the first person narrative. He tells the story of his life in chronological order, beginning with the story of his birth 1945, which his mother many years later had told him, until 2015. There are many twists, changes of location that make the book gripping to read, very interesting how some of the characters in different times come into the story again. John Boyne shows a great feeling for the language and a fantastic ability of plot building.

    Conclusion:
    A gripping, heartwarming but also entertaining story, that gives the reader every feeling between laughing and crying.

    Fazit:
    Vom der ersten Begegnung an, damals war er gerade sieben Jahre alt, fühlt sich Cyril Avery zum selbstsicheren, witzigen Julian hingezogen. Als Teenager hält er es nach wie vor für eine komische Schwärmerei und es beginnt für ihn ein Leben aus Schweigen und teilweise Angst, denn für das streng katholische Irland galt die gleichgeschlechtliche sexuelle Orientierung lange Zeit als etwas, das es nicht geben durfte und daher nicht gab.
    Geschrieben in der Ich-Form, Erzähler ist Cyril Avery, liest sich dieser Roman wie die Biografie eines Lebens, chronologisch erzählt von der Geburt 1945 bis ins Jahr 2015.
    Großartig und gekonnt verwebt der Autor Schicksale, lässt Personen über die Jahre immer wieder Cyrils Leben kreuzen. So trifft er mehrmals seine wirklich Mutter, ohne dass die beiden einander erkenen, da seine Mutter ihn sofort nach der Geburt zur Adoption freigeben musste.
    Das Schicksal hält für Cyril im Auf und Ab seiner Suche nach der eigenen Identität auch schwere Zeiten bereit, dennoch findet der Autor für den Leser das perfekte Gleichgewicht zwischen Lachen und Weinen - ein tief beeindruckendes Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte.

  7. Cover des Buches Weggeworfen (ISBN: 9783960290001)
    Tina Voß

    Weggeworfen

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Drei
    Dieser Thriller macht Spaß und hinterläßt Neugier auf den zweiten Teil. Das kleine bisschen hannoversches Lokalkolorit machte mir besondere Freude.
  8. Cover des Buches Morgen früh, wenn du willst (ISBN: 9783548613345)
    Tania Carver

    Morgen früh, wenn du willst

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Eine merkwürdig trappierte Leiche gibt Phil Brennan in seinem nunmehr 5. Fall Rätsel auf. Wen jagd er hier einen Einzeltäter oder doch eine Gruppe? Alles andere als einfach für Phil, muss er sich doch erst noch mit seinem neuen Team und der neuen Stadt, Birmingham, anfreunden. Auch auf seine Frau kann er nicht wie gewohnt zurückgreifen, ist doch auch sie mit ihrem beruflichen Neustart an der dortigen Universität beschäftigt. Also müssen Brennan & Co. sich auf ihr Vermögen verlassen und sind bald mit einem Fall konfrontiert, bei dem sich ungeahnte menschliche Tiefen und Abgründe auftun. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, werden doch immer wieder Szenen beschrieben, die auch hartgesottenen Thrillerfans schon mal eine Gänsehaut bescheren können. Wie schon in den anderen Teilen dieser Serie arbeitet Tania Carver wieder mit abrupten Perspektivwechseln und kurzen mit Cliffhangern versehenen Kapiteln um den Spannungsbogen auf einem guten Niveau und den Leser am Buch zu halten. Ich fand diesen Teil sehr spannend und wirklich gut erzählt, auch wenn einige Passagen schon recht heftig waren. Aber es passte für mich alles super gut zusammen und deshalb vergebe ich auch volle 5 Sterne.

  9. Cover des Buches Final Cut (ISBN: 9783404166879)
    Veit Etzold

    Final Cut

     (594)
    Aktuelle Rezension von: Read1ngl0ver

    Handlung:
    Clara Vidalis erhält am Todestag ihrer Schwester einen an sie adressieren Brief. Darin befindet sich eine CD mit einen Film, mit der Ankündigung eines Mordes. Das Ermittlerteam rund um Clara findet daraufhin mumifizierte Leichen, die niemand vermisst hat. Junge Menschen, mit Freunden, seit mehreren Monaten tot. Das Team tappt im Dunkeln, aber eine Frage beschäftigt Clara am meisten: Warum war der Brief ausgerechnet an sie adressiert!?


    Charaktere:
    Clara Vidalis, eine Frau, die früh ihre jüngere Schwester durch ein Verbrechen verloren hat und daraufhin eine Karriere bei der Polizei gemacht hat und nun in der Einheit für "Das schlimmste vom schlimmsten" arbeitet. Selbstbestrafung oder von Rachegfühlen getrieben!? Was trieb sie an? Ich sage beides. Clara macht trotz ihres Jobs einen verletzlich Eindruck und man fragt sich, wie sie es aushält, diese schrecklichen Dinge Tag für Tag mitzuerleben. Auf der anderen Seite wird klar, dass sie das Meiste zu sagen hat, auch wenn sie nicht die Vorgesetzte des Teams ist. Aufgrund ihrer Erfolgsquote wird sie aber durch ihren direkten Chef unterstützt.
    Dieser setzt voll auf sie und drückt auch schon mal ein Auge zu.

    Der Täter wiederum spiegelt das bekannte Bild wider. Nach dem Verlust der Eltern, ein Leben im Heim. Dort missbraucht und von niemanden geholfen bekommen. Selbst die eigene Schwester entfernt sich von ihm mit schwerwiegenden Folgen. Geplagt von Reue taucht er unter indem er seinen Tod vortäuscht und wartet darauf sich zu rächen und die Tat an seiner Schwester wieder gut zu machen. Hierzu dient ihm eine mittelalterliche Hexengeschichte. Getrieben von Reue setzt er seinen Plan sehr geschickt in die Tat um.

    Story:
    Die gesamte Story wird in mehrere Stränge unterteilt und in kurzen Kapiteln erzählt. Rückblicke und Gegenwart sind gerade am Anfang mit der Vielzahl der Personen etwas verwirrend, ändert sich aber schnell. Täter, Ermittler, Gegenwart und Vergangenheit sind dann klar voneinander trennbar. Es ist durchweg flüssig zu lesen.
    Der Inhalt an sich ist immer noch aktuell und es wird sehr deutlich, was heutzutage absolut zutrifft: 'wer online lebt, lebt auch in der Realität.' Mag man zumindest glauben. Diese Thematik wirft Entsetzen beim Leser auf, trifft aber absolut zu.
    Auch die in der Story erfundene Serie Shebay zeigt den Sittenverfall der Gesellschaft und das stetig weniger anspruchsvollen TV-Formate. Immer mehr, immer krasser prägt auch schon hier den Hintergrund der Geschichte.

    Fazit:
    Etzold trifft hier auf jeden Fall Themen, die durch Social Media und das Internet die Gesellschaft in den letzten Jahren verändert haben und verändern wird. Zudem hat er eine raffinierte Geschichte gespannt, die sich gut lesen lässt und für Thriller-Fans eine gute Wahl.

  10. Cover des Buches Aufschrei in Ascot (ISBN: 9783492306676)
    Arthur Escroyne

    Aufschrei in Ascot

     (31)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros

    Während sich alle Welt auf ein Pferderennen freut, die Wetten abgeschlossen und Hüte zurechtgerückt werden, wird ein prominenter Sportkommentator ermordet. Rosy Daybell wird auf den Fall angesetzt. Ihr geliebter Lord Arthur Escroyne wird unfreiwillig ebenfalls in die Ermittlungen verwickelt. Gemeinsam machen sich die beiden daran, den Fall aufzuklären...

    Auch diese Krimireihe entpuppt sich schon nach dem zweiten Buch als eine amüsante und gleichzeitig spannende Serie, rund um Detective Inspector Rosemary Daybell und ihrem Lebensgefährten Sir Arthur Escroyne. 

    Zwar ist die Handlung recht einfach aufgebaut und wenig auf gewalttätige Szenen oder blutige Tatorte konzentriert, trotzdem punktet das Buch mit einem wunderbaren, eloquenten Schreibstil und sympathischen Charakteren. Die Protagonisten sind sehr schön beschrieben, haben wunderbare Macken und wirken so sehr dreidimensional und echt.
    Auch die Beschreibungen von Örtlichkeiten und Landschaften sind gut gelungen, sodass sich dem Leser schnell die Welt von Rosy und Arthur eröffnet.

    Besonders ist auch die Erzählperspektive in diesem Krimi. Es ist durchgehend aus einer beobachtenden Perspektive geschrieben, sodass dem Leser alle Ereignisse von Sir Escroyne persönlich erzählt werden. Zudem schafft es der Autor eine gemütliche Atmosphäre zu erschaffen, bei der man sich gern mit einer Decke auf Sofa zurückzieht, um der Handlung zu folgen. 

    Alles in allem ist auch dieser zweite Teil der Reihe um das ungleiche Ermittler-Duo sehr gut gelungen, daher möchte ich fünf Sterne vergeben.
    Der Krimi punktet mit Sympathie, Gemütlichkeit und kann gleichzeitig ein gewisses Maß an Spannung erzeugen, sodass man der Geschichte gerne folgt.
    Die tollen Charaktere tragen ebenfalls dazu bei, dass sich dieses Buch gut lesen lässt und man schnell seine Lieblinge in der Handlung findet.

    Für dieses Buch möchte ich gern eine Leseempfehlung aussprechen. Wer sonst auch gern Krimis liest, die im Stil von "Agatha Raisin", "Hamish McBeth" und "Miss Marple" geschrieben sind, kann hier nichts falsch machen.

  11. Cover des Buches Flugangst 7A (ISBN: 9783426510193)
    Sebastian Fitzek

    Flugangst 7A

     (1.294)
    Aktuelle Rezension von: Winterkind21

    Der Thriller fing stark an und ich war zunächst gepackt von dem schlimmen Schicksal der Protagonistin. Doch schon ein paar Seiten später zeigte sich, dass das Handeln einiger Personen für mich nicht nachvollziehbar und völlig unglaubwürdig und war.  Nichtsdestotrotz las ich weiter und musste feststellen, dass die Story immer konstruierter und verworrener wurde. Ein echter Fitzek eben, nur noch 100 mal schlimmer, als in den Büchern, die ich bis dato von ihm gelesen hatte. Vom Plot her hat mir das Buch also nicht gefallen. 3 Sterne jedoch gebe ich für Fitzeks Sprache und die flüssigen Formulierungen, die sich recht gut lesen lassen.

  12. Cover des Buches Fairy-Tale (ISBN: B00HAZNG2C)
    Rona Cole

    Fairy-Tale

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Schreibstil des Schriftstellers ist angenehm und flüssig, jedoch ist das Buch mit über 700 Seiten einfach viel zu lang für diese "seichte" Idee. Deshalb wurde es schnell langweilig. Denn die endlosen Monologe der beiden Protagonisten waren einfach unendlich zäh und wiederholten sich immer und immer wieder und unterschieden sich noch nicht einmal untereinander, weder im Sprachstil noch in ihren Gedankengängen. Sie waren einfach Austauschbar und flach.

    Dazu muss ich sagen, fand ich die beiden Protagonisten waren eigentlich äußerst unterschiedlich (angelegt), dennoch habe ich keine Unterschiede innerhalb ihrer Monologe erkennen können.

    Nach meiner Auffassung fand ich die Aufmachung der Protagonisten einfach (und wieder einmal) klischeehaft: einer war der weiblichere Teil und der andere der Männlichere. Auch die hundertste Geschichte mit diesen bedienten Stereotypen wird nicht spannender dadurch. Ungeachtet dessen hätte man die Figuren noch viel mehr wachsen lassen müssen.


    Das Ende, dadurch das Endlich was passierte, war schneller zu lesen, dennoch konnte ich das Ende nur mit gerunzelter Stirn lesen. Weil Phil sich einfach unverantwortlich, beschränkt und dumm verhält und sein Verhalten echt nicht nachvollziehbar ist. Wenn er Per so sehr liebt, warum hurt er dann mit wirklich jedem daher gelaufenen Kerl rum? Um ihn zu vergessen; naja, vielleicht hätte man nicht nur HIV behandeln müssen, sondern dazu gleich auch noch Phil's Sexsucht.

    Gut dass man HIV behandelt, fand das eigentlich sehr eindrucksvoll, dennoch hat Phil gefühlt nichts daraus gelernt und Per fand's am Ende auch eher Egal, als Schlimm. Also so genau weiß ich jetzt nicht was dieses jähe Abdriften in diese Gefilde sollte, aber nun gut vielleicht war's ein letzter Versuch doch noch was aus der Geschichte zu preßen, um eine Botschaft zum lesenden zu senden (keine Ahnung).

    Auf jeden Fall ist dieses Buch vorläufig mein letztes aus diesem Genre, weil ich bemerkt habe, dass dieses Genre nicht für homosexuelle Männer geschrieben wird.


    Das einzig Positiv zu entnehmende aus dieser Geschichte sind: der Schreibstil des Autors und der (fast vielversprechende) Anfang der Geschichte und wenn man es wirklich noch will, dass Ende mit einer, mehr oder weniger initiierten Botschaft.

    Zu guter Letzt: Wäre das Buch kompakter gewesen, sprich rund 200 Seiten (vielleicht), dann hätte es ein gelungenes Buch werden können und ich hätte es womöglich gut gefunden.

  13. Cover des Buches Dem Horizont so nah (ISBN: 9783499000133)
    Jessica Koch

    Dem Horizont so nah

     (758)
    Aktuelle Rezension von: zeilenzumverlieben

    Ich habe viel gutes sowohl über das Buch als auch den Film gehört und wollte mir daher selbst ein Bild machen.

    Jessica Koch erzählt in dem Buch auf gelungene emotionale Weise ihre eigene Geschichte. Eine Love-Story die geprägt ist von Glück, Wut, Trauer, Verzweiflung, aber vor allem von echten Gefühlen. Die Story ist zu keinem Moment langweilig, zudem sehr kurzweilig. Das Ende hat mich sehr mitgenommen, auch wenn ich bereits geahnt habe, dass es so kommen wird, hat es mich trotzdem getroffen.

  14. Cover des Buches Der endlose Sommer (ISBN: 9783462051025)
    Madame Nielsen

    Der endlose Sommer

     (14)
    Aktuelle Rezension von: renee
    Dieser kleine und dünne Roman hat es in sich. Er besteht aus einer sehr künstlerischen Sprache mit langen Schachtelsätzen, die das Lesen etwas erschweren. Aber es entsteht trotzdem ein Erzählfluss, nicht mit so einem Sog, aber dennoch irgendwie von einem Besitz ergreifend. Der endlose Sommer. Was ist schon endlos ? Alles endet irgendwann. Das wird auch zum Thema. Aber im Vordergrund steht eher das Leben, es ist wichtig zu leben, zu genießen, Leidenschaft zu empfinden, zu lieben, zu rasen. Es ist wichtig das Leben zu sehen in all seinen Facetten und dieses auch genießen zu können. Und es ist wichtig der Kunst einen Platz im Leben zu geben, ihr gestatten das Leben mit Farbe zu versehen. Weil alles endet irgendwie/irgendwo/irgendwann mit dem Tod. Und der hinterlässt überall im Buch seine Spuren. Bei diesen Stellen konnte ich irgendwie auch ein kleines Lächeln der Verfasserin zwischen den Zeilen sehen. Und das alles ist, trotz dieser schon benannten Schachtelsätze, in einer künstlerisch gehaltenen Sprache beschrieben, die einfach gut klingt und auch guttut. Ich habe auch immer einen gewissen Zynismus vernommen, einen Zynismus mit dem die Verfasserin das Leben sieht. Und er hat mir gefallen. Und ich denke das auch ein gewisser autobiographischer Anteil vorhanden ist, die Autorin rechnet etwas ab.


    Nun zur Handlung: eine Familie hat in Dänemark ein Landgut gekauft, den weißen Hof: der eifersüchtige Stiefvater, Mads; die reitende Ehefrau, Benedikte/Ditte; die größere Tochter, Christina/Stina; die zwei kleinen Brüder. Die Familie führt ein offenes Haus und hat immer mal wieder Besuch von Leuten, die zum inneren Kreis gehören: der schöne Junge, der schön gewachsene, athletische Lars; der zarte Junge, der vielleicht ein Mädchen ist, es aber noch nicht weiß; der schlaksige Junge aus Odense. Der Stiefvater verschwindet schließlich aufgrund von Differenzen und zwei Portugiesen, Peixe und der Künstler, kommen in den weißen Hof. Und der endlose Sommer beginnt. Und das Leben tobt. Und es tobt und der endlose Sommer vergeht. Wie alles irgendwann vergeht. 

  15. Cover des Buches Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam (ISBN: 9783551315731)
    Jennifer Gooch Hummer

    Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam

     (74)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Apron hat ihre Mutter verloren und ihr Vater hat gleich eine neue Partnerin, die dann auch noch bei ihnen einzieht. Außerdem lässt ihre beste Freundin sie wie eine heiße Kartoffel fallen. Apron zieht sich immer weiter zurück, bis sie auf Mike und Chad trifft. Die beiden geben ihr einen Ferienjob in ihrem Blumenladen und Apron blüht regelrecht auf.

     

    Dieses Buch habe ich mir aufgrund einer Empfehlung geholt und es doch lange liegen lassen. Was ich im Nachhinein ein wenig bereue. Der Beginn mit dem Theaterstück konnte mich so gar nicht reizen, doch dadurch lernt man einen Großteil der Figuren kennen. Die Geschichte spielt nicht in der Gegenwart und gerade diese Tatsache hat mir gut gefallen. So passt alles zusammen. Apron ist 13 und hat vor kurzem ihre Mutter verloren. Sie hat überall mit Problemen zu kämpfen, zuhause mit der neuen Frau ihres Vaters (warum erklärt sich gegen Ende) und auch in der Schule, da sie sich schwer tut Freundinnen zu haben/neue zu finden. Eben weil Apron anders ist als die typischen jungen Mädchen der damaligen Zeit. Sie hat schon viel Leid in ihrem Leben erfahren und durch ihren Vater hat sie auch Latein gelernt (was man bei jedem Kapitel in der Überschrift mit dem lateinischen Zitat (und der deutschen Übersetzung) merkt, das ist auch ein weiterer Pluspunkt des Buches). Apron sieht die Welt mit anderen Augen, was man auch schnell merkt, als sie Mike und Chad kennenlernt. Ein Paar, das ihr hilft und dem sie genauso hilft. Das ganze wir aus Aprons Sicht in der Ich-Perspektive erzählt, so wird alles greifbarer. Mir hat diese Geschichte über Freundschaft, die auch das Thema Homosexualität aufgreift, gefallen. Es gab so viele ergreifende Momente, traurige, wie auch lustige, bei denen ich schmunzeln musste.

     

    Für mich ein wunderschönes Buch, das mir überraschend gut gefallen hat.

  16. Cover des Buches Genesis X (ISBN: 9783000522871)
    Joachim Josef Wolf

    Genesis X

     (13)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Das intergalaxische Raum-Zeitgefüge ermöglicht den Mardukbewohnern 3.600 Erdenjahre, was eine Nefilimjahr gleich kommt, ohne die geringsten 'Alterungen', was soll das ????

  17. Cover des Buches Stadt aus Blut (ISBN: 9783453675278)
    Charlie Huston

    Stadt aus Blut

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Ein bisschen Film Noir, hier und da etwas Krimi, dazu eine Portion Vampir- und Zombiespaß – Charlie Huston hat ein paar gute Zutaten für den Beginn einer vielversprechenden Reihe zusammengemixt. Joe Pitt als Protagonist macht Spaß: Der zynische, knallharte Antiheld mit dem trockenen Humor passt gut in dieses dreckige, düstere New York.

    Auch die meisten anderen Figuren können überzeugen. Dazu kommen flotte Dialoge und blutige Szenen, die deftig, aber nicht übertrieben brutal sind. Und auch dieses Noir-Gefühl wird gut vermittelt.

    Was letztlich die höhere Bewertung verhindert, ist das Grundgerüst eines Krimis. Es drückt die Geschichte in einen soliden, aber auch sehr klassischen Rahmen, der nicht endlos viel Raum für Kreatives und Unkonventionelles lässt. Und letztlich ist der Fall der verschwundenen Millionärstochter auch einfach nicht so interessant wie der Rest: Vampirclans, die in New York um die Herrschaft kämpfen, durchgedrehte Zombies, die ihren Virus unkontrolliert verbreiten, und Joes private Sorgen. Wer braucht denn da noch einen Kriminalfall?

  18. Cover des Buches Sag den Wölfen, ich bin zu Hause (ISBN: 9783961610563)
    Carol Rifka Brunt

    Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

     (194)
    Aktuelle Rezension von: Martina_Blubie_Weiss

    Die Geschichte der 14jährigen June, die ihren an AIDS erkrankten Onkel verliert, entführt uns nach New York 1987. Eine Zeit, in der AIDS als Schreckgespenst die Menschen erschütterte und sich noch viele Missverständnisse darum rankten.
    June wächst zusammen mit ihrer talentierten zwei Jahre älteren Schwester und ihren berufstätigen Eltern in einem Vorort New Yorks auf. Onkel Finn, Mutters jüngerer Bruder, ist Künstler, schillernd und großartig, Junes Patenonkel, für den sie vielleicht ein bisschen zuviele Gefühle hegt. Seine Homosexualität, das AIDS-Virus und vor allem sein langjähriger Lebenspartner Toby sind Tabuthemen der Familie.
    Für June ist der Tod ihres geliebten Onkels eine Katastrophe, die sie kaum überwinden kann... und dann lernt sie Toby kennen, mit dem sie nicht nur die Trauer um Finn teilt.

    Es ist eine ruhige und einfühlsame Geschichte, in der man sich an manchen Stellen allzuoft wiederfindet, nicht nur, wenn man ebenfalls seine Teenagerzeit in den 80er Jahren hatte. Das Buch handelt von Rivalität unter Geschwistern, diese Hass-Liebe, wie man sie oft nur unter Geschwistern findet. Es handelt von den dramatischen Gefühlen, wie man sie nur als Teenager empfinden kann, von Eifersucht, überbordender Liebe, vom Sterben, vom Verzeihen und von Selbstreflektion.
    Was mich stark beeindruckt hat: die Autorin schafft es, ohne Holzhammermethode, die Vibes der 80er Jahre aufleben zu lassen und sie hat ein wunderbares Gespür für die Gefühle, die Teenager umtreibt - wenn sie zwischen Kindheit und Erwachsenwerden stehen. June kam für mich sehr authentisch rüber.
    Die Geschichte hat mich immer wieder sehr berührt und manchmal hätte ich gerne eingegriffen, Dinge besser gemacht, den Protagonisten geholfen, früher zueinander zu finden... mit einem Wort: ich habe mitgelebt in diesem wunderbar erzählten Roman, der von Frauke Brodd großartige ins Deutsche übersetzt wurde.

  19. Cover des Buches Als der Tag begann (ISBN: 9783453356634)
    Liz Murray

    Als der Tag begann

     (67)
    Aktuelle Rezension von: aliinaa1309
    In dem Buch "Als der Tag begann" geht es um das Leben von Liz. Sie wuchs in den 80er Jahren in der Bronx auf. Ihre Eltern - Drogenabhängig. Ihre Kindheit verläuft in Armut. Sie bekommt oftmals kein Essen auf den Tisch, zur Schule geht sie gar nicht mehr und sie selbst verdreckt. Sie lernt in jungen Jahren neue Freunde kennen sogar ihre erste große Liebe. Aber mittlerweile geht es der Mutter schlechter und schlechte bis sie letzten Endes an Aids stirbt. Liz wurde teilweise sogar obdachlos aber der Tod ihrer Mutter macht bei ihr Klick und sie versucht ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Letzten Endes schafft sie es auf die berühmte Harvard University zu kommen.

    Vorweg muss einmal gesagt sein, dass ich ein totaler Krimi und Thriller Liebhaber bin und somit zunächst eigentlich nichts mit dem Buch anfangen konnte. Die Geschichte klingt wirklich überspitzt, unrealistisch und klischeehaft. Und ich gebe zu: Sie entspricht auch all dem. Wieso dann eine 5 Sterne Bewertung? Weil die Autorin (das Buch ist übrigens eine Autobiographie) diese Story wunderschön rüberbringt. Da sie das alles ja auch wirklich erlebt hat, gelingt es ihr eine authentische Geschichte über das Leben dar zu stellen. Es wurde alles sehr interessant dargestellt und zum Beispiel den an ihr nagende Hunger konnte ich anhand der detailreichen Beschreibung fast selbst schon spüren. Man kann den Gedankenzügen von Liz gut folgen, selbst wenn man etwas anderes getan hätte. Liz selbst machte au mich zwar einen sogar eher fast schon unsympathischen Eindruck aber mit dem schönen Schreibstil der Autorin machte es mir nichts aus. Das Buch lädt dazu ein sich selbst eine Meinung über alle Geschehnisse zu bilden was äußerst Positiv ist. Außerdem lernt man vieles über Sachen die man vorher nicht gewusst hat. Ehrlich gesagt kann ich über dieses Buch gar nicht so viel mehr Worte verlieren da es mich einfach sprachlos im positiven Sinne gemacht hat.

    Aber alles hat auch seine negativen Seiten. Hier in der Lektüre sind diese aber wenig vertreten. Zum einen ist die "Balance" des Buches schlecht gewählt. Liz Kindheit wird auf 300 von ca 450 beschrieben. Ihr Leben in Harvard hingegen wird nur im Epilog erwähnt. Die Liebesgeschichte mit Carlos zeiht sich über Seiten aber im Endeffekt tut diese nicht viel zur Sache. Die Liebesgeschichte mit James hingegen, die viel schöner verläuft und ihre wirkliche Liebe ist, wird nur am Rande erwähnt. Es erscheint der Eindruck als wäre das Ende schnell hingegkritzelt worden sein.
    Außerdem klingt dieses Buch meiner Meinung nach fast schon übertrieben. Die Situationen werden melodramatisch überzogen. 
    Aber das sind kleine Kritikpunkte die, die schöne Geschichte nicht unbedingt schlechter machen sondern einfach nur Geschmackssachen sind.

    Insgesamt eine wunderschöne Geschichte die aber eher für gefühlsvollere Menschen geeignet ist. Alles in allem aber kein Must-Read.

  20. Cover des Buches Früh am Morgen beginnt die Nacht (ISBN: 9783548610276)
    Wally Lamb

    Früh am Morgen beginnt die Nacht

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 893 Seiten

    Verlag: RM Buch und Medien (1999)

    Originaltitel: I Know This Much Is True

    Übersetzung: Heinrich Koop und Franca Fritz

    Preis: vergriffen


    Von Schuld und Vergebung, von Liebe und Hass


    Inhalt:

    Dominick und Thomas sind eineiige Zwillinge. Dominick fühlt sich einerseits ohne seinen Bruder nicht vollständig, andererseits leidet er darunter, dass ihre Mutter Thomas scheinbar mehr liebt. Der schizophrene Thomas entwickelt sich zu einer immer größeren Last für Dominick, der sich für ihn verantwortlich fühlt. Dass die beiden einen gewalttätigen Stiefvater ertragen müssen, macht die Sache auch nicht gerade besser …


    Meine Meinung:

    „Früh am Morgen beginnt die Nacht“ ist ein ganz schöner Brocken, sowohl was den Umfang des Romans betrifft als auch bezüglich des Inhalts. Womit die Zwillinge zu kämpfen haben, ist wirklich übel. Ich möchte hier nicht näher ins Detail gehen, aber es ist fast mehr, als ein Mensch ertragen kann.


    Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Dominick. So begleitet man diesen von der Kindheit bis in die Vierziger, zum Teil in Form von Rückblicken in psychiatrischen Sitzungen. Hier wird vieles hervorgeholt, was er lange Zeit verdrängt hat. Dabei geht Wally Lamb sehr einfühlsam vor. Ich konnte mich wirklich leicht in Dominick, aber auch in Thomas und die anderen Charaktere hineinversetzen. Die Figuren sind sehr tiefgründig angelegt und erwachen beim Lesen direkt zum Leben. 


    Mit einer Geschichte in der Geschichte, nämlich der Lebensgeschichte von Dominicks Großvater, wurde ich zuerst nicht warm. Im Nachhinein empfinde ich sie aber als genau richtig, so wie Lamb sie geschrieben hat.


    Mich hat das Schicksal beider Zwillinge und überhaupt ihrer ganzen Familie stark berührt und gefesselt. Durch die detaillierte Erzählweise kann man beim Lesen tief eintauchen und ist so mitten im Geschehen dabei. Immer wieder nimmt die Handlung eine überraschende Wendung und bleibt dadurch spannend und interessant. Besonders auch den Schluss fand ich sehr gelungen und befriedigend. 


    ★★★★★


  21. Cover des Buches Trotzdem hab ich meine Träume (ISBN: 9783499205521)
    Natascha Wegner

    Trotzdem hab ich meine Träume

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Laennard
    Da dieses Buch nur 118 Seiten hat, konnte ich es wunderbar an einem Tag weglesen. 
    Leider lag das wohl wirklich nur an der Kürze und nicht am Inhalt... da ich letztens erst ein sehr ähnliches Buch gelesen habe (Seelenficker - ebenfalls von einem Pseudonym Natascha, da hab ich mich gefragt, ist das ein und dieselbe Person? Geschichte deckt sich aber nicht, obwohl es die gleichen Themen sind) hatte ich somit einen direkten Vergleich. Und natürlich mache ich meine Bewertung nicht nur an dem anderen Buch fest. Mir selbst hat dieses hier aber leider gar nicht zugesagt. Es ist ab 14 Jahren - also nicht besonders heftig dargestellt. Der Inhalt an sich dafür natürlich schon und mir wird jedes Mal wieder bewusst, wie weit diese Welt des kompletten Drogenabsturzes doch entfernt ist - zum Glück. 
    Natürlich wird deutlich, in welche Löcher man hier fällt, sollte man in diesen Strudel geraten. Und es ist doch schon sehr augenöffnend. Aber irgendwie hat es mich nicht wirklich gepackt... also der Schreibstil war überhaupt nichts Besonderes und hat das Ganze nicht besser gemacht. Hat nach meinem Empfinden auch nicht den Inhalt irgendwie gestützt oder sonst was, war einfach komplett unspektakulär (kam mir auch nicht extra einfach vor oder sowas). 
    Ich hätte mir noch mehr Einblicke gewünscht, muss ich sagen. Natürlich erfährt man sehr viel von Gedanken und Gefühlen der Protagonistin, aber irgendwie hat mir da etwas gefehlt. Ich kann nicht mal erklären, was genau. Mag daran liegen, dass mir die Situationen komplett fremd sind, aber genau deswegen wären ja mehr Eindrücke schön gewesen. So heißt es immer nur "ich setze mir einen Druck, einen Druck, usw.". 
    Das Buch ist eben vielleicht für Jüngere geeignet, die aufgeklärt und ja auch abgeschreckt werden sollen, da zum Beispiel "Seelenficker" einfach viel heftiger und detaillierter in manchen Szenen war. Mir jedoch hat das besser gefallen, einfach weil da nichts schön geredet wurde und alles ungeschminkt dargestellt wurde, was doch diese Themen unterstützt.
    Es war auf keinen Fall schlecht, es sind auch eher 2,5 als 2 Sterne, aber hat mich leider nicht mitgerissen. 
  22. Cover des Buches Alle Familien sind verkorkst (ISBN: 9783455011760)
    Douglas Coupland

    Alle Familien sind verkorkst

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch beschreibt eine nicht ganz normale, amerikanische Familie: die Mutter ist Conterganabhängig, Tochter ist Astronautin, und fast alle habe AIDS. Und trotzdem gibt es ein Bilderbuch ende für alle. Allerdings schaffen es weder die vielen Charaktere (man lernt sehr viele, zum Teil zu viele, im Laufe der Geschichte kennen) und die Handlung an sich wirklich zu fesseln. Lichtpunkt ist die zum Teil sprachgewaltige Schreibweise des Autors.
  23. Cover des Buches Darum (ISBN: 9783552063846)
    Daniel Glattauer

    Darum

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Der nette Mörder von nebenan

    Stell dir vor, es ist Mord, und keiner glaubt dir. So geht es dem allseits beliebten Journalisten und Gerichtsreporter Jan Rufus Haigerer, der eines Abends einen Menschen niederschießt, um sich gleich darauf in die Hände der Justiz zu begeben. Dort will man ihn allerdings als Mörder partout nicht in Frage kommen lassen. Haigerer versucht mit allen Mitteln, endlich für seine Tat verurteilt zu werden. Doch sein Wille zur Sühne wird durch das unerbittliche Wohlwollen der Mitmenschen auf eine harte Probe gestellt …


    Ein paar lustige Stunden hatte ich mit diesem Roman. Wieso nicht mal alles andersherum? Der Täter stellt sich und keiner glaub ihm. 
    Ich mochte den Schreibstil und ich fand das Buch sehr kurzweilig :)
  24. Cover des Buches Ich bin ich (ISBN: 9783956671746)
    Micha Ela

    Ich bin ich

     (11)
    Aktuelle Rezension von: further_books

    Wie wird man transsexuell"..?" Diese Frage  beantwortet Micha Ela in ihrer Biographie nicht so wie man es als Leser vielleicht erwarten würde, jedoch kann man sich am Ende des Buches die Frage für sich selber beantworten. Natürlich jeder auf seine eigene Art und Weise.

    Sie beschreibt ihren Weg mit allen Höhen und Tiefen bis zu dem Punkt wo sie heute im Leben angekommen ist. Sie erzählt von den schönen Dingen und auch von den negativen Erlebnissen die sie gemacht hat, gerade zu der Zeit wo Transsexualität wohl eher noch fremd auf viele Menschen wirkte.

    Familie, Leid und Liebe alles hat seinen Platz... 


    Meine Meinung zu dem Buch:

    Die Geschichte an sich ist sehr interessant und lässt sich schnell lesen. Sie wirkt authentisch und ehrlich. Mir fehlt jedoch manchmal etwas der Tiefgang und der persönliche Gedankengang der Autorin. Mich hätte interessiert wie ihre heutige Sichtweise auf die verschiedenen Charaktere ist, wie sie heute über Situationen von damals denkt.  Eben ein bisschen mehr Tiefgang...

    Daher auch nur die 4 Sterne....

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks