Bücher mit dem Tag "hochmittelalter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hochmittelalter" gekennzeichnet haben.

33 Bücher

  1. Cover des Buches Schwert und Krone - Meister der Täuschung (ISBN: 9783426520161)
    Sabine Ebert

    Schwert und Krone - Meister der Täuschung

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Lenny

    Ich mag es Mal etwas historisch zwischendurch, doch hatte ich etwas Schwierigkeiten alles auseinander zu halten, wer welche Ländereien bekommt, welche Kinder mit wem verheiratet werden und warum.... Viele Namen.... Aber das ist ja eher mein Problem, die Autorin hat es gut gemacht und auch Übersichten mitgeliefert! Ich habe den Lucian sehr gemocht und seine  Story sehr gern gelesen. Hätte noch mehr von ihm sein können! 

  2. Cover des Buches Das Gold des Meeres (ISBN: 9783442483181)
    Daniel Wolf

    Das Gold des Meeres

    (77)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Der Kaufmann Balian Fleury ist schwer verschuldet. Um seine Gläubiger zu besänftigen, bricht er zusammen mit einer Gemeinschaft zu einer gefährlichen Reise auf, die ihn bis nach Nowgorod führen soll.


    Wer meine Rezensionen zu der Fleury-Reihe von Daniel Wolf verfolgt, weiß, dass ich den Vorgänger von „Das Gold des Meeres“ stark dafür kritisiert habe, zu ähnlich zum ersten Band zu sein. Dies hat sich mit diesem Buch völlig geändert. Wie ich schon in meiner Rezension zur Kurzgeschichte „Der Vasall des Königs“ geschrieben habe: Ich begrüße den komplett anderen Ansatz, den Daniel Wolf nun wählt.

    Denn im Zentrum des Romans steht nun die Reise der Gemeinschaft, in die Balian als Außenseiter zunächst hineinwachsen muss. Das heißt, Varennes-Saint-Jacques sowie Balians Eltern kommen nahezu überhaupt nicht vor. Stattdessen bemerkt man über das gesamte Buch hinweg die charakterliche Entwicklung Balians: Vom unsicheren, missachteten Tollpatsch hin zu einem erfahrenen Mann, der Führung übernehmen kann und am Ende sogar den Mut hat, seine Rolle als Kaufmann, in die er hineingeboren wurde, abzulegen und seine eigenen Wege zu gehen.

    Und auch auf dieser langen Reise findet der Lesende alles, was das Mittelalter damals so zu bieten hatte: Uneinigkeiten in der Gruppe, Räuber und Wegelagerer, Machtkämpfe von Handelsgenossenschaften und natürlich auch Liebesgeschichten.

    Auch wenn das Buch mit etwa 670 Seiten im Vergleich zu seinen Vorgängern fast schon als dünn zu bezeichnen ist, hat es leider doch ein paar Längen. Klar passiert im Laufe der Handlung zahlreiches, manchmal plätscherte sie jedoch auch ein wenig vor sich hin.


    Dennoch: „Das Gold des Meeres“ ist für mich klar der bislang beste Teil der Reihe. Statt die selbe Geschichte ein drittes Mal zu erzählen geht man hier neue Wege und zeigt, dass man das Oberthema der Familiensaga auch anders erzählen kann. Ganz starke vier Punkte!

  3. Cover des Buches Matrix (ISBN: 9783548068541)
    Lauren Groff

    Matrix

    (110)
    Aktuelle Rezension von: Lotti3005

    Historische Figuren als Basis für eine dystopische Geschichte einer autarken, klugen und starken Klostergemeinschaft. Ein stilistisch wundervolles Werk, sprachgewaltig und mit einer hochinteressanten Botschaft. Nichts desto trotz lässt mich Matrix ungemein zwiegespalten zurück. Mich hat die extrem feministische Haltung und weitgehende Unglaubwürdigkeit der Protagonistin sehr gestört. Dieses Gefühl konnte auch die schöne bildhafte Sprache der Autorin nicht ausgleichen. Meiner Meinung nach entstand eine unüberwindbare Kluft zwischen mittelalterlicher Handlung und zeitgemäßer feministischer Denkweise. Die intensive Fokussierung auf weibliche Selbstbestimmung und Kraft wirkte pathetisch und idealisiert. Wer sich historisch auskennt, erkennt dass hier viel gewollt und wenig gut umgesetzt wurde. Insgesamt ein Buch, das ich gerne gelesen habe aber nicht zu meinen Favoriten zählt.

  4. Cover des Buches Die Geisel des Löwen (ISBN: 9783404168255)
    Ricarda Jordan

    Die Geisel des Löwen

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Lesekerstin

    Ein tolles Buch über das ich nur durch Zufall gestolpert bin!

    Eine schöne Geschichte, von der ich glaube das sie wirklich so passiert sein könnte! Es lässt sich fließend lesen und wird nie langatmig! Ich würde sehr gerne viel viel mehr über diese Zeit lesen!

  5. Cover des Buches Schwert und Krone - Der junge Falke (ISBN: 9783426520178)
    Sabine Ebert

    Schwert und Krone - Der junge Falke

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen Blick auf die Handlung ermöglicht die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Der zweite Band der Reihe Schwert und Krone schliesst sich inhaltlich und zeitlich direkt an den ersten Band an. Er befasst sich mit den frühen Jahren des erwachsenen späteren Königs und Kaisers Friedrich Barbarossa. Ein Schwerpunkt der Geschichte ist der schrecklich gescheiterte zweite Kreuzzug der 1147 begann und mit vernichtenden Niederlagen endete. Ausserdem wird auf den sogenannten "Wendenkreuzzug" eingegangen, der nur vordergründig der Christianisierung galt und eher der Machterweiterung der deutschen Fürsten diente.

    Das Buch vermittelt wieder einen tollen - manchmal auch sehr bedrückenden - Einblick in das Leben und Sterben zu damaligen Zeiten. Die geschickte Mischung aus realen historischen Begebenheiten und fiktiven Geschichten macht den großen Reiz dieses Buches aus. 

    Es gibt eine Vielzahl spannender Momente, nur gelegentlich schleichen sich ein paar Längen ein, die aber den Lesefluss nicht nachteilig stören. 

    Ein toller zweiter Band. Ich freue mich auf den nächsten Band!

  6. Cover des Buches Rittertum. Ideal und Wirklichkeit (ISBN: 9783423043250)
  7. Cover des Buches Der dunkle Erbe (ISBN: 9783757507817)
    Tom Melley

    Der dunkle Erbe

    (16)
    Aktuelle Rezension von: ech

    Mit diesem Buch legt der Autor Tom Melley seinen vierten historischen Roman vor und konnte mich dabei ein weiteres Mal auf ganzer Linie überzeugen und begeistern. Nach drei zusammenhängenden Romanen, die hauptsächlich in Deutschland und dem Heiligen Land angesiedelt sind, entführt er uns diesmal nach England und Frankreich und widmet sich dort der historischen Figur William Marshal.

    Als im April des Jahres 1199 der englische König Richard Löwenherz überraschend verstirbt, verhilft sein alter Weggefährte William Marshal dessen Bruder John, der den wenig schmeichelhaften Beinamen Ohneland trägt, zum Königsthron. Dieser ist aber keineswegs eine Wunschlösung, sondern eher das kleinere Übel gegenüber seinem Neffen Arthur, der unter dem Einfluss des französischen Königs Philipp steht. Doch dass dieses Übel trotzdem ziemlich groß ist, muss Marshal in den folgenden Jahren auch am eigenen Leib erfahren. 

    Mit einem packenden Schreibstil erzählt der Autor eine atmosphärisch dichte Geschichte voller Spannung und Dramatik. Dabei erleben wir das zum Teil doch recht wilde Treiben aus den wechselnden Perspektiven von William und John, die zwischendurch aber auch immer wieder durch weitere Blickwinkel ergänzt werden. Das sorgt für einen umfassenden Blick auf das Geschehen, der dem Buch ausgesprochen gut bekommt und für eine prickelnde Atmosphäre sorgt. Getragen wird das Ganze von einer Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, eine gut aufeinander abgestimmte Mischung aus historischen und fiktiven Figuren, denen es problemlos gelingt, die Geschichte mit Leben zu füllen. Die Handlung hält sich dabei eng an die tatsächlichen Ereignisse rund um die Jahre 1199 bis 1204, der Autor nutzt die durchaus vorhandenen Lücken aber geschickt aus, um sie mit viel Einfallsreichtum zu füllen, ohne die Ereignisse zu verfälschen. Ein Personenregister und ein Nachwort am Ende des Buches geben nicht nur Auskunft über Dichtung und Wahrheit, sondern zeugen zudem von einer intensiven Recherchearbeit des Autoren, die der Geschichte absolut zugutekommt.  

    Wer auf spannende und atmosphärisch dichte historische Romane mit einer satten Portion Mittelalter steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

  8. Cover des Buches Die Zeitdetektive - Barbarossa und der Raub von Köln (ISBN: 9783473369638)
  9. Cover des Buches Die Tochter der Drachenkrone (ISBN: 9783746641249)
    Sabrina Qunaj

    Die Tochter der Drachenkrone

    (108)
    Aktuelle Rezension von: raschke64

    Gwenllian ist die Tochter des berühmten walisischen Königs Rhys, der im 12. Jahrhundert lebte. Ihre Kindheit und Jugend war für damalige Verhältnisse als Mädchen sehr frei. Doch also der Vater stirbt, ändert sich alles. Denn die Normannen versuchen, immer mehr von Wales zu erobern. Das fällt ihnen nicht so schwer, weil die Walliser untereinander sehr zerstritten sind und selbst Brüder sich gegenseitig bekämpfen. Gwenllian muss ich entscheiden, wen sie unterstützt.

     

    Das Buch erzählt die Geschichte des Mittelalters in Wales einmal aus einer anderen Sicht. Während man die französischen oder englischen Könige dieser Zeit sehr gut kennt, ist über die walisischen Anführer nicht so viel bekannt. Das Buch erzählt die geschichtliche Sicht der Waliser, die sich damals Briten nannten. Das ist sehr interessant und ergänzt geschichtliches Wissen. Gleichzeitig ist das Buch gut geschrieben, so dass man das auch als reine Unterhaltung lesen könnte. Ich freue mich auf die Fortsetzung und spreche eine Leseempfehlung aus

  10. Cover des Buches »Selig sind, die Verfolgung ausüben«: Päpste und Gewalt im Hochmittelalter (ISBN: 9783534247110)
  11. Cover des Buches Die Liebeslist (Historical 268) (ISBN: 9783862951673)
    ANNE O'BRIEN

    Die Liebeslist (Historical 268)

    (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Der schottische Verführer - Historical Gold 260 (ISBN: B00KU4ZEN4)
  13. Cover des Buches Die Zeitdetektive 3: Das Grab des Dschingis Khan (ISBN: 9783473474677)
    Fabian Lenk

    Die Zeitdetektive 3: Das Grab des Dschingis Khan

    (12)
    Aktuelle Rezension von: LuiseLotte
    Die dritte Zeitreise der mutigen und schlagfertigen Kim, des klugen Julian und des sportlichen und starken Leon beginnt mit einem Traum des Mädchens Kim: Sie sieht den sagenumwobenen Mongolenherrscher Dschingis Khan auf seinem Wallach, seinem riesigen Heer voranreitend, in einem weiteren blutigen Krieg, der seine Macht ausbauen und festigen sollte und bei dem er alle töten ließ, die sich ihm in den Weg stellten. Nicht von ungefähr kommt dieser Traum, aus dem Kim schreiend erwacht, hat sie doch gerade einen spannenden Artikel im "National Geographic" gelesen, der sich mit Dschingis Khan und seiner Kriegsführung beschäftigte und darüber hinaus wieder einmal über den unbekannten Ort der Grabstätte des Mongolenfürsten spekulierte, nach dem schon so viele Expeditionen gesucht hatten. Nachdem sie ihren Freunden Julian und Leon den Traum geschildert hatte, beschlossen die drei, gemeinsam mit der geheimnisvollen Katze Kija, die ihnen nach ihrer ersten Zeitreise zur Königin Hatschepsut gefolgt war, wieder einmal den Zeit-Raum Tempus in der alten Bibliothek des Bartholomäus Klosters in ihrem Heimatstädtchen Siebenthann aufzusuchen, um in die Zeit des großen Khan um 1227 zu reisen. Dort wollten sie höchstpersönlich nicht nur Genaueres über sein Grab herausfinden, sondern auch über die unklaren Todesumstände.
    Auf welch gefährliches Abenteuer sie sich mit ihrer Zeitreise in die Mongolei einlassen würden, hätten sie sich angesichts ihrer ersten beiden Erlebnisse eigentlich denken können! Dennoch - die Neugierde war größer, ungeachtet der auf sie lauernden Gefahren! Unmittelbar nach ihrer Ankunft bereits gerieten sie in die Fänge eines Sklavenhändlers, durch den sie alsbald den Herrscher der Mongolen selbst kennenlernten und mit ihm eine ganze Reihe zwielichtiger Gestalten, die Böses im Schilde führten - und dass die drei Zeitreisenden tatsächlich mit dem Leben davonkamen, ist zu gleichen Teilen dem Zufall, ihrem eigenen Einfallsreichtum und dem Glück zuzuschreiben! Wieder lernten sie Unglaubliches, kamen hinter seit Jahrhunderten gehütete Geheimnisse, begleiteten den toten Khan auf seiner letzten Reise, die leicht auch ihr eigenes Ende hätte sein können, bis sie schließlich wohlbehalten, doch bis in die Grundfesten erschüttert, wieder in ihrer eigenen Zeit ankamen, in der seit ihrer Abreise faszinierenderweise, doch wie gewohnt, keine Sekunde vergangen war...
    Es ist leicht zu sehen, warum Fabian Lenks Zeitdetektive-Reihe seine jungen Leser immer wieder aufs Neue begeistert: die jeweiligen Bände stecken voll der interessantesten Informationen zu ganz unterschiedlichen weltgeschichtlichen Epochen und den in ihnen lebenden und wirkenden weltbekannten historischen Persönlichkeiten. Dabei jedoch nimmt sich der Autor immer auch die Freiheit für eigene Interpretationen, vor allem dann, wenn Fakten nicht lückenlos überliefert worden sind. Dann füllt er die Lücken mit teils abenteuerlichen, teils durchaus schlüssigen Spekulationen, bedient sich aber auch gegensätzlicher Auffassungen namhafter Historiker, die der Geschichtsschreibung widersprechen oder versuchen, sie zurechtzurücken. Ein riskantes Unterfangen, bei dem man sich nur auf schmalem Grat bewegen kann! Doch im Rahmen eines Romans gilt die dichterische Freiheit, wiewohl die Basis, auf denen Fabian Lenk seine Geschichten aufbaut, immer hieb- und stichfest ist und zeigt, welch gründliche Recherchen der Autor betrieben hat, bevor er die Bücherreihe veröffentlichte.
    Wirklich negativ anzumerken ist nichts an diesem Roman, obwohl meines Erachtens gerade bei vorliegendem Band ein empfohlenes Lesealter von 9 Jahren als viel zu unrealistisch angegeben ist. Angesichts der Brutalitäten, von denen die jungen Leser da erfahren, würde ich die Reihe für ein Lesealter von 12 Jahren empfehlen. Zudem bedient sich Fabian Lenk einer großen Anzahl von Ausdrücken, die zwar in einem Glossar im Anschluss aufgelistet sind, die aber weitgehend unbekannt sein dürften und den Leser immer wieder ans Ende blättern lassen. Das ist anstrengend und unterbricht den ohnehin nicht glatten Lesefluss stets aufs Neue. Knappe, sparsam gesetzte Fußnoten könnten Abhilfe schaffen - und womöglich das Lesevergnügen erheblich steigern!
  14. Cover des Buches Historical Weihnachten Band 6 (ISBN: 9783733763510)
  15. Cover des Buches Karl der Große (ISBN: 9783421045973)
    Dietmar Pieper

    Karl der Große

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Ich empfehlte dieses Buch allen, die einen ersten Einblick ins Leben Karls des Großen suchen. Das Buch ist relativ leicht zu erlösen, aber wissenschaftlich doch auf der Höhe. Geboten werden gottseidank nicht naive Geschichtserzählungen, sondern Eindordnungen des Kaisers in den Gesamtzusammenhang des Mittelalters. Dazu gibt es reichhaltiges Bildmaterial.

  16. Cover des Buches Die Zeitdetektive 9: Das Silber der Kreuzritter (ISBN: 9783473474738)
    Fabian Lenk

    Die Zeitdetektive 9: Das Silber der Kreuzritter

    (7)
    Aktuelle Rezension von: LuiseLotte

    Sommerferien! Julian, einer der drei „Zeitdetektive“ aus dem fiktiven Städtchen Siebenthann, ist gerade von einem zweiwöchigen Urlaub in Venedig mit seinen Eltern zurückgekehrt und voller Eindrücke! Die verwinkelte, verwirrende Lagunenstadt lässt ihn nicht los. Aber vor allem beschäftigt ihn das Rätsel der Quadriga über dem Hauptportal der Basilica di San Marco, die zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Venedigs gehört! Kreuzritter, so hieß es, hätten sie einst, im Jahre 1204, im Zuge des 4. Kreuzzuges aus Konstantinopel nach Venedig gebracht. Der kluge Julian merkt auf! Das kann doch nicht sein, denkt er – und fragt sich, was die Kreuzritter denn in Konstantinopel zu suchen gehabt haben, lag es doch weit ab von der Route nach Jerusalem, das stets Ziel der Kreuzritter gewesen war. Als er den Fremdenführer um eine Erklärung bittet, weicht dieser aus, sagt lediglich, dass die Geschichte dahinter „eine Geschichte voller Blut und Tränen, voller Verrat und Lügen“ sei.

    Julian wäre nicht er selbst, wenn er die Dinge auf sich beruhen lassen würde! Er weiht seine Freunde, den wagemutigen Leon und die clevere, nie um gute Einfälle verlegene Kim in das Rätsel ein und gemeinsam beschließen die drei, wie immer begleitet von der geheimnisvollen Katze Kija, die sie von ihrer ersten Zeitreise ins Ägypten der Pharaonin Hatschepsut mitgebracht hatten, sich in der alten Bibliothek des Benediktinerklosters St. Bartholomäus umzusehen.

    Und was sie dort über den vierten Kreuzzug erfahren, der als besonders negatives Beispiel seiner Art, als Tragödie, Katastrophe und mörderisches Unterfangen, das nur der Befriedigung von Geldgier und christlicher Machtansprüche diente, in die Annalen der Geschichte eingegangen ist, lässt ihnen die Haare zu Berge stehen! Sie lesen, dass Papst Innozenz III. zu diesem Kreuzzug aufgerufen hatte, der in Venedig seinen Anfang nahm und über den Seeweg nach Jerusalem führen sollte. Die Schiffe, 200 an der Zahl, sollten sie von den Venezianern mieten – für damals unglaubliche 85000 Silbermark, die der zu jener Zeit herrschende greise Doge Enrico Dandolo verlangte. Doch aus irgendeinem Grund konnten die reichen Kreuzritter unter der Leitung von Hugo St. Pol und Bonifatius Montferrat das Geld plötzlich nicht aufbringen! Der Doge gab ihnen dennoch die Schiffe und stundete ihre Schulden – doch im Gegenzug mussten sich die Kreuzritter verpflichten, die Städte Zara ( das heutige Zadar ) und Konstantinopel für ihn zu erobern, die zur damaligen Zeit die größten Konkurrenten der Serenissima als führende Handelsstädte waren. Was als Kreuzzug gedacht war, wurde in Wirklichkeit ein Wirtschaftskrieg – und ins Heilige Land gelangten die Kreuzritter niemals!

    Nun, das Rätsel um die Quadriga war zwar jetzt gelöst, aber gleichzeitig tat sich ein neues auf: wieso war den Kreuzrittern denn plötzlich das Geld ausgegangen? Wo war es geblieben? Die Freunde waren sich einig – sie würden wieder einmal dem unheimlichen Zeit-Raum Tempus einen Besuch abstatten, mit dessen Hilfe sie in jedes beliebige Jahr der Geschichte reisen konnten. Das Geheimnis um den verschwundenen Silberschatz der Kreuzritter musste gelöst werden!

    Dass das bisher gefährlichste und unheimlichste Abenteuer ihrer Zeitreisen-Missionen bevorstand, hätten Kim, Julian und Leon bereits ahnen können, als sie den Zeit-Raum Tempus betraten, denn er war furchteinflößender, erschreckender als jemals zuvor, die vielfältigenden Geräusche waren lauter, das Pulsieren stärker. Ein Brüllen, Pfeifen, Heulen und Ticken schien sie zu warnen – und sie hätten vielleicht gut daran getan, in Siebenthann zu bleiben und das Rätsel um den Silberschatz zu vergessen, denn was sie dann in der Stadt Venedig erwartete, bedeutete Lebensgefahr vom Anfang bis zum Ende! Zwar kamen sie ganz allmählich dem Geheimnis auf die Spur, doch dass sie ihre neue Zeitreise überlebten, grenzte schon fast an ein Wunder! Und wären da nicht ein paar pfiffige Straßenkinder gewesen, die ihnen in nicht nur einen brenzligen Situation, in die sie in der Stadt, hinter deren Kulissen gerissene Machtkämpfe tobten und Intrigen geschmiedet wurden, die besser niemals ans Tageslicht kommen sollten, zu Hilfe eilten – wer weiß, ob die Freunde Siebenthann und ihre geliebte Eisdiele ( „die beste der Welt“! ) jemals wiedergesehen hätten....

    Dieses neunte Abenteuer der Zeitdetektive ist sicherlich das beste, spannendste und gefährlichste, das Fabian Lenk bis dahin ersonnen hat! Es ist eines der Bücher, die man von Anfang an nicht aus der Hand legen möchte. Ein unglaublich guter Kriminalroman für junge Leser – wiewohl nicht unbedingt für 9 – 10jährige, die mir zu jung erscheinen, um die geschichtlichen Informationen einordnen und verdauen zu können. Der Autor lässt eine Epoche auferstehen, die wenig bekannt ist, der in deutschen Schulen nicht viel Raum gegeben wird, und haucht ihr das gleiche pulsierende Leben ein, das er von seinem Zeit-Raum Tempus ausgehen lässt. Man rennt mit den drei Freunden und ihrer Katze, die auch hier wieder als Lebensretterin fungiert, durch das Labyrinth der mittelalterlichen Lagunenstadt, versteckt sich mit ihnen in dunklen Ecken und auf Dachböden, flüchtet vor den gar mächtigen Feinden, von denen sie geradezu umzingelt sind – und nähert sich dabei Schritt für Schritt der erschreckenden Lösung, mit der der Autor durchaus ins Schwarze getroffen haben mag!

    Wir wissen nicht, was wirklich geschah, doch so, wie er es sich ausdenkt, hätte es tatsächlich sein können. Das gilt hier genauso wie für die acht Vorgängerbände, in denen sich Realität mit Fiktion mischt, in denen reale Personen der Geschichte auf erfundene treffen, die jeweils eine wichtige Rolle spielen bei der Lösung eines Rätsels, das zu ergründen Julian, Leon und Kim mittels Tempus anreisen. Gepaart mit den bekannten und gesicherten Fakten ist dies eine großartige Mischung! Imagination und Realität komplementieren sich bei Fabian Lenk immer perfekt und sind die Grundbausteine für eine hervorragende Kinder- und Jugendbuchreihe, die ich als eine der besten einstufen möchte, die der Büchermarkt für jene Zielgruppe anbietet!

  17. Cover des Buches Die Zeitdetektive 13: Freiheit für Richard Löwenherz (ISBN: 9783473474776)
    Fabian Lenk

    Die Zeitdetektive 13: Freiheit für Richard Löwenherz

    (5)
    Aktuelle Rezension von: LuiseLotte

    Troubadoure sind Weicheier – meint Leon abschätzig als Kim ihm begeistert von ihrem Besuch eines Mittelalterspektakels erzählt. Zu feige zum Kämpfen sind sie, Angsthasen! Doch Kim, wie auch der Dritte im Bunde der drei Zeitdetektive, der kluge und zurückhaltende Julian, sind anderer Meinung. Da hätte es doch einen sehr mutigen fahrenden Sänger gegeben namens Blondel, über den er einmal gelesen hatte, sinniert Julian. Um seine Erinnerung aufzufrischen begeben sich die drei Freunde in die Bibliothek des alten Benediktinerklosters Sankt Bartholomäus. Dort gilt es nicht nur das Wissen der Menschheit in dicken alten Büchern zu konsultieren, sondern hier befindet sich auch der geheimnisvolle und gleichzeitig unheimliche, Herzklopfen erregende Zeit-Raum Tempus, der die jungen Abenteurer zurück in jedes Jahr der Vergangenheit bringen kann – wie das schon zwölfmal zuvor geschehen ist....

    Und dass eine weitere Reise ansteht, wird klar, als Blondel sich nicht nur als Troubadour, sondern auch als Freund des Prototyps aller Ritter, Richard Löwenherz, herausstellt, dem bei dessen Befreiung aus der Gefangenschaft auf Burg Trifels in der Legende eine wichtige Rolle zugeschrieben wird. Doch noch mehr erfahren die Freunde! Sie lesen von einem Lösegeld in der damals sagenhaften Höhe von 100 000 Silbertaler, die Kaiser Heinrich VI. für Löwenherz Freilassung forderte und die England, während dessen Abwesenheit von seinem Bruder Johann Ohneland regiert, an den Rand des Ruins brachte.

    Die Neugierde der Gefährten ist geweckt und es gibt kein Halten mehr – die nächste Zeitreise steht bevor und sie führt zurück ins Jahr 1174, auf die Burg Trifels, nahe des Städtchens Annweiler in der Pfalz, um mehr herauszufinden über Blondel, über Richard Löwenherz und über das sagenhafte Lösegeld.

    Dass Julian, Kim und Leon auch diesmal wieder in Gefahr geraten würden, können ihre treuen Leser voraussagen – und in der Tat, bei ihrer Ankunft fallen sie zunächst einmal einer Räuberbande in die Hände, wobei der Troubadour Blondel, der ihnen kurz davor über den Weg läuft, sich als ihr Retter erweist, was Leons vorgefasster Meinung über die Sänger im Mittelalter einen ersten Riss versetzt. Und dann begegnen sie dem berühmten Richard Löwenherz persönlich, dem Helden aller Ritter-Begeisterter – dessen Ruf allerdings besser ist, als der große Mann, durchaus zwiespältig, in Wirklichkeit war! Und sie erleben mit, wie der Silberschatz, der seine Freiheit erkaufen sollte, unter geheimnisvollen Umständen verschwindet. Und wären die drei jugendlichen Zeitreisenden nicht gewesen, wer weiß, wie die Geschichte ausgegangen wäre und ob der große Unbekannte, dem daran gelegen war, Richard in Gefangenschaft zu belassen, um seine eigenen Ziele zu erreichen, am Ende nicht doch der Sieger geblieben wäre....

    Spannend geht es auch im 13. Band der Zeitdetektive-Reihe zur Sache – so spannend und unterhaltsam und humorvoll, wie man sich einen Geschichtsunterricht nur wünschen würde! Wie stets mischt der Autor, Fabian Lenk, Geschichte mit Fiktion; und er tut das auf so glaubwürdige und mitreißende Weise, dass man alsbald mitten drin ist in jedweder Epoche, in die er seine jungen Leser führt. Wie immer auch ergänzt ein Glossar den Roman, in dem eventuell unbekannte, der Geschichte zugehörige Begriffe geklärt werden, sowie ein Nachwort, das kurz die Hintergründe, die den jeweiligen Abenteuern der drei Protagonisten, zu denen auch die nach der ersten Zeitreise ins alte Ägypten bei ihnen gebliebene rätselhafte Katze Kia gehört, zugrunde liegen. Und wenn eine Reise zu Ende geht und sich die drei Gefährten im weltbesten Eiscafé, dem Venezia, in ihrem Heimatstädtchen Siebenthann mit einem köstlichen Eisbecher belohnen für die ausgestandenen Ängste und Gefahren, so können nicht nur sie, sondern auch ihre Leser befriedigt zurückblicken auf ein weiteres erfolgreich bewältigtes Abenteuer, bei dem sie wieder einmal viel Neues gelernt haben und dazu noch jede Menge Spaß hatten.

    Auf weitere Bände der Zeitdetektive-Reihe kann man sich jedenfalls freuen!

  18. Cover des Buches Guillaume le Marechal oder der beste aller Ritter (ISBN: 9783518578124)
    Georges Duby

    Guillaume le Marechal oder der beste aller Ritter

    (3)
    Aktuelle Rezension von: HenningIsenberg
    • Guillaume le Maréchal - der beste aller Ritter steigt vom mittellosen Ritterssohn zum Mächtigsten Mann Englands auf.
    • Wie war die Mentalität, wie Handeln motiviert, wie war die Zeit? Das alles findet sich hier.
    • Lesenswert, obwohl es einen ehr wissenschaftlichen Stil pflegt.
  19. Cover des Buches Irische Hochzeit (ISBN: B004UMONFC)
    Michelle Willingham

    Irische Hochzeit

    (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Die irische Heilerin (ISBN: 9783863499501)
  21. Cover des Buches Friedrich I. Barbarossa: Menschen, Mythen, Macht 3 (ISBN: 9783941234260)
    Elke Bader gelesen von Heiner Heusinger Regie: Wieland Haas

    Friedrich I. Barbarossa: Menschen, Mythen, Macht 3

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Weder Fisch noch Fleisch ist dieses Hörbuch über den legendären Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Keine packende Romanbiographie mit fiktiven Elementen, aber auch keine ernst zunehmender geschichtswissenschaftlicher Fachtext. Von allem etwas, aber nichts richtig. Als Ergänzung zu den großen Barbarossa-Ausstellungen des Jahres 2023 in Münster und Cappenberg eignen sich die geschriebenen Kurzbiographien von Knut Görich (Beck 2022) und Stefan Weinfurter (Uni Auditorium 2011) deutlich besser.

  22. Cover des Buches Die Zeitdetektive - Leonardo da Vinci und die Verräter (ISBN: 9783473369645)
  23. Cover des Buches Karl der Große (ISBN: 9783534594405)
  24. Cover des Buches Die Zeitdetektive 11: Marco Polo und der Geheimbund (ISBN: 9783473474752)

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