Bücher mit dem Tag "hochstapler"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hochstapler" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter 2) (ISBN: 9783551322821)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter 2)

    (11.542)
    Aktuelle Rezension von: Sheeko

    Als großer Potterhead kann ich nur sagen, das jeder die Harry Potter Bücher gelesen haben muss. Es ist so viel mehr Geschichte als in den Filmen, viele kleine Details die in den Filmen zu sehen sind aber erst beim Lesen deutlich werden und sinn ergeben. Ich habe die Bücher schon sehr oft gelesen aber bin jedes mal auf neues begeistert. Es ist eine Geschichte die fantasy, Freundschaft, Verlust zeigt. Es ist leicht sich schnell in die Charaktere einzufinden und mitzufiebern. Manchmal ist es etwas schwer die "schweren wörter" kinder zu übersetzen, weil es schon sehr viele "ältere" wörter beinhaltet, aber es schadet nicht beim Lesen.

  2. Cover des Buches Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (ISBN: 9783104922867)
    Thomas Mann

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

    (320)
    Aktuelle Rezension von: Marcello

    Thomas Manns Felix Krull glänzt – wie viele seiner Werke – durch eine hochartifizielle, gewählte Ausdrucksweise. Doch was diesen Roman im Vergleich zu seinen anderen Arbeiten besonders auszeichnet, ist der durchgehend ironische Tonfall. Der feine, mitunter sarkastische Humor ließ mich beim Lesen oft schmunzeln – manchmal sogar laut auflachen.

    Der Protagonist und Ich-Erzähler Felix Krull berichtet in einer kunstvoll geschönten, selbstverliebten Sprache über seine „Entwicklung“. Doch diese ist keine klassische Bildungsreise hin zu moralischer Reife oder geistiger Erleuchtung – vielmehr erleben wir die raffinierte Perfektionierung der Täuschung und des Spiels. Felix stilisiert sich dabei auf geradezu absurde Weise zum Genie in allen Lebenslagen – mit einer Selbstsicherheit, die so überzogen ist, dass sie komisch wirkt.

    Krull ist ein wahrer Meister der Selbstdarstellung. Er spricht mit charmantem Pathos und nutzt Sprache als Werkzeug der Verführung – elegant, wortgewandt, oft theatralisch. Sein Aufstieg gelingt nicht durch Fleiß oder Tugend, sondern durch Charme, Lüge und ein tiefes Verständnis für die Schwächen seiner Mitmenschen.

    Gerade diese Konstellation erzeugt den eigentümlichen Humor des Romans: Der Leser erkennt die Absurdität und Eitelkeit des Erzählers besser als dieser selbst. Diese dramatische Ironie schafft Distanz – aber auch ein leises, durchdachtes Vergnügen.

    Der Ton ist über weite Strecken leicht misanthropisch – nie laut, nie verletzend, sondern stets mit Eleganz und feinem Gespür für sprachliche Nuancen. Es ist ein entlarvender Humor, gespeist aus Intelligenz, Formgefühl und ironischer Weltbetrachtung. Besonders reizvoll ist dabei der Sprachwitz, der aus der Gegenüberstellung pseudo-tiefsinniger Reflexionen mit banalen oder lächerlichen Inhalten entsteht.

    Der Humor in Felix Krull ist gebildet, ironisch, subversiv und mit einem Hauch sarkastischer Eleganz durchzogen. Thomas Mann nutzt ihn nicht, um bloßzustellen oder zu verspotten, sondern um das Genre des Bildungsromans, die bürgerliche Gesellschaft und die menschliche Identitätskonstruktion auf kluge Weise zu hinterfragen. Das Leben erscheint bei ihm als Bühne – und Felix ist kein Held und kein Schurke, sondern ein Spieler, der die Masken des Daseins mit Lust wechselt.

    Ich bin überzeugt, dass man die lange Entstehungsgeschichte des Romans (1910–1954) im Text spürt – sowohl stilistisch als auch thematisch. Der Reifeprozess des Autors spiegelt sich in der Vielschichtigkeit der Sprache und im ambivalenten Porträt des Protagonisten wider.

    Ich habe diesen Roman sehr genossen und bedaure, dass Thomas Mann die „Bekenntnisse“ nicht fortgeführt hat. Gerne hätte ich Felix Krulls weitere Reise begleitet.

  3. Cover des Buches Kleider machen Leute (ISBN: 9783872910028)
    Gottfried Keller

    Kleider machen Leute

    (574)
    Aktuelle Rezension von: Helli_Buchsuchtie

    Ich musste das Buch für die Schule lesen und muss sagen, es war weniger schlimm als am Anfang gedacht. Ich bin leider mit dem Sprachstil nicht so gut klar gekommen, aber die Geschichte war relativ unterhaltsam. Außerdem vermittelt die Novelle eine wichtige, immernoch aktuelle Botschaft, nämlich das man Leute nicht nach ihrem Aussehen beurteilen sollte und das die inneren Werte zählen.

  4. Cover des Buches Ripley (ISBN: 9783257247206)
    Patricia Highsmith

    Ripley

    (364)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Taub

    Das Buch hatte für mich leider viel zu wenig spannung. Ich konnte nie so wirklich in das Buch reinfinden. Die Scenen waren mir zu ausgeschmückt. Richtung Ende des Buches kam dann doch ein bisschen Spannung auf, aber das war circa auf den letzten 100 Seiten. Die storyline an sich war schon Recht interessant, aber es wurde mir einfach zu viel Bildlich drumherum erzählt.

  5. Cover des Buches True Crime Best of 2 (ISBN: 9783757943622)
    Adrian Langenscheid

    True Crime Best of 2

    (27)
    Aktuelle Rezension von: shinyJulie

    In dieser Sammlung werden mehrere wahre Kriminalfälle nacherzählt.
    .
    Die True-Crime-Fälle stammen aus verschiedenen Ländern, man bekommt so also zumindest einen kleinen Eindruck in andere Rechtssysteme. Einige der Fälle kannte ich schon, aber durch die verschiedenen Ursprungsländer waren es weniger als erwartet. Wie auch bei den anderen Bänden war der Schreibstil wieder sehr angenehm zu lesen und den Opfern gegenüber sehr respektvoll. Natürlich waren alle Fälle sehr tragisch, aber für mich am bewegendsten war der Haustyrannenmord.

  6. Cover des Buches König von Albanien (ISBN: 9783832166922)
    Andreas Izquierdo

    König von Albanien

    (75)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Anders als von Andreas Izquierdo gewohnt handelt es sich hier eher um eine amüsante Hochstaplergeschichte als um einen fundierten historischen Roman. Nichtsdestotrotz scheint das Leben des Otto Witte, der tatsächlich gelebt hat, von einem unfassbaren Highlight zum nächsten zu stolpern, aber das wäre eben zu schön, um wahr zu sein...Trotzdem sehr amüsant und spannend -> 4 Sterne

  7. Cover des Buches Felix Blom. Der Häftling aus Moabit (ISBN: 9783734112577)
    Alex Beer

    Felix Blom. Der Häftling aus Moabit

    (73)
    Aktuelle Rezension von: Alla_Bekker

    Wow – was für ein Buch! 😍

    Felix Blom war mein allererster Kriminalroman, und ich hätte nicht gedacht, dass mich eine Geschichte so packen kann. Von der ersten Seite an war ich mitten drin – in dieser geheimnisvollen, düsteren Welt – und wollte einfach nur wissen, wie es weitergeht.

    Alex Beer schreibt so mitreißend und spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Jede Wendung hat mich überrascht, und bis zur allerletzten Seite blieb es einfach unglaublich spannend 🤩

    Ich bin total begeistert – mein erster Krimi, aber ganz sicher nicht mein letzter von Alex Beer! ❤️

  8. Cover des Buches Call of Crows - Entfesselt (ISBN: 9783492280822)
    G. A. Aiken

    Call of Crows - Entfesselt

    (101)
    Aktuelle Rezension von: globi4711

    Ich bin ja ein total Fan von G. A. Aiken und habe alle ihre - auf deutsch übersetzten - Bücher verschlungen. Niemand schreibt so wie sie!! Ich liebe es, dass die Frauen in ihren Büchern immer taff, grossmäulig und seeehr durchsetzungsstark sind! Ausserdem überschreiten "ihre" Frauen immer wieder die Grenze des "Normalen" und können in ihren Reaktionen, Aktionen und Gesprächen oft komplett anders reagieren als vermutet. Die Männer in ihren Büchern müssen sich regelmässig in Acht nehmen ;-)
    Diese Grundsätze finden auch im ersten Band der Crow-Reihe ihre Bestätigung. Chaotisch, irre und absolut witzig - so würde ich den ersten Band bezeichnen! Ich liebe diese verrückten Weiber! Natürlich sind auch die "Raven" absolut sympathisch und unverzichtbar!
    Alles in allem bin ich von der "Crow-Welt" begeistert und freue mich schon auf den nächsten Band! Eine absolute Leseempfehlung für alle, die es etwas verrückter und aussergewöhnlicher mögen ;-)

  9. Cover des Buches Das Gefühl von Unendlichkeit (ISBN: 9783453275249)
    Austin Taylor

    Das Gefühl von Unendlichkeit

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Als die junge Harvard Studentin Zoe während einer Vorlesung auf Jack trifft verändert sich ihr Leben. Beide sind ziemlich intelligent und beginnen während der Vorlesung so etwas wie einen Wettkampf, wer der intiligentere ist. Als er dann während mehrerer Vorlesungen nicht anwesend ist und sie ihn zufällig auf dem Campus trifft, spricht sie ihn an und von da an beginnen sie sich anzufreunden. Sie stellen fest das sie ähnliche Interessen haben und beginnen gemeinsam mit der Erforschung den Alterungsprozess aufzuhalten. Sie gründen ein Start-Up und werden in der Tech-Branche ziemlich erfolgreich. Nach und nach gestehen sie sich auch ihre Gefühle für einander ein und werden ein Paar. Doch als es privat und geschäftlich ziemlich gut läuft, wird ein fataler Fehler aufgedeckt, der ihr Leben völlig aus der Bahn wird.

    Das Thema dieses Buches ist unheimlich interessant und man erhält viele interessante Einblicke eines Start-Up-Unternehmens in der Pharma-Branche. Es ist ziemlich gut beschrieben und man kann die Handlungen der Charaktere ziemlich gut nachvollziehen. Mir gefiel das die erste hälfte des Buches ausschließlich aus der Sicht Zoe beschrieben wird aber die zweite meist aus der Sicht von Jack, so dass man reflektiert noch mal seine Sicht zu einigen Ereignissen erhält.

  10. Cover des Buches Louis oder Der Ritt auf der Schildkröte (ISBN: 9783423147262)
    Michael Hugentobler

    Louis oder Der Ritt auf der Schildkröte

    (13)
    Aktuelle Rezension von: fuxli
    Es handelt sich hier um einen fiktiven Roman, den Erstling des Autors. Fiktiv, doch mit auffälligen Parallelen zum Leben von Louis de Rougemont, einem als Henri Louis Grin 1847 geborenen Schweizer. Insofern hatte der Autor also eine Menge Stoffe, den er übernehmen konnte.

    Die Inhaltsangabe lässt auf eine spannende Geschichte hoffen, der Anfang auch. Überhaupt hätte das Ganze das Zeug zu einem fesselnden Roman, wenn, ja wenn der Stil nicht wäre. Das ganze Buch über wird alles in einem gleichmäßig dahinplätschernden Ton berichtet. Es gibt kaum wörtliche Rede, und selbst ein Mord an einem Aborigini wird so gleichmütig erzählt, dass man ihn fast überliest. Man wünscht sich bald, dass der für jeden Schriftsteller so wichtige Grundsatz „Zeigen, nicht erzählen“ auch bis zu diesem Autor durchgedrungen wäre.

    Die Geschichte wird nach und nach auf zwei Ebenen erzählt, nämlich als Reisebericht über Hans Roth und als Rückblick aus der Nachforschungen von Old Lady Long, die die Tochter von Roth und einer Aborigini ist und mehr über ihren Vater erfahren will. Leider wird bei beidem der gleiche Stil verwendet, so dass auch hier keine Abwechslung zu finden ist.
    Und das ist schon deswegen so unheimlich schade, weil der Aufbau der Geschichte wirklich toll ist. Wie der Autor nach und nach das Leben von Hans Roth enthüllt, die einzelnen Fakten auffächert und erst so nach und nach preisgibt, bis man endlich das ganze Bild hat, das ist hervorragend. Wenn nun noch eine mitreißende Sprache dazukäme, könnte das einer meiner Lieblingsromane werden. So aber war mir irgendwann einfach nur noch völlig egal, was aus dem Schweizer wurde.
  11. Cover des Buches Totenstille im Watt (ISBN: 9783596522163)
    Klaus-Peter Wolf

    Totenstille im Watt

    (164)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Dieser Krimi ist so gar nicht mein Geschmack. Der Schreibstil ist ganz in Ordnung und man kann sich gut in die Charaktere hinein denken. Jedoch wird Sommerfeld als zu perfekt beschrieben. Er kann sich gegen alle Angreifer wehren, bekommt mit Leichtigkeit ohne Studium seine Arztlüge durch, belügt seine Mitmenschen, ohne dass es auffällt, wird nicht von der Polizei geschnappt, weil er sich zu perfekt tarnen kann... Für mich haben die Geschichte und der Protagonist zu wenig Ecken und Kanten. Zu oft habe ich mir beim Lesen gewünscht, dass der Kerl auffliegt oder mal so richtig verraten wird mit seinem riesigen Lügengebilde, aber dauernd passiert irgendwas, was ihn erneut perfekt werden lässt. Ein Mord reiht sich an den Nächsten, eine Lüge an die Nächste und keine wirkliche Schwachstelle ist ersichtlich. Für mich ein zu perfekter Krimi mit einem mehr als unglaubwürdigen Charakter.

  12. Cover des Buches Ein Dutzend für den Henker (ISBN: 9783453107618)
    Alfred Hitchcock

    Ein Dutzend für den Henker

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Schön altmodische Krimikurzgeschichten mit ganz viel schwarzem Humor, einige Stories könnten glatt von Stephen King kommen. Am lustigsten war natürlich die "Reizende Familie", eine satirische Abrechnung mit Familienklischees. Einige der Autoren sind durchaus bekannt, zB Ray Bradbury oder Richard Matheson. Nur mit Hitchcock hat das Ganze wenig zu tun.
  13. Cover des Buches Mengeles Koffer: Eine Spurensuche (ISBN: 9783955102005)
    Bogdan Musial

    Mengeles Koffer: Eine Spurensuche

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Babsi123

    Mein Fazit:

    Was ist in dem berühmten Koffer Mengeles, der in einem Schweizer Banksafe gefunden wurde? Eigene Notizen, Mengeles, Privatfotos, Dokumente aus dem Lager Auschwitz-Birkenau, Dokumente über Experimente an Zwillingen verfasst von jüdischen Ärzten … Was als Sensation beginnt, endet in einem Albtraum. Denn die Papiere sind gefälscht und somit wertlos. Eindrucksvoll geht der Autor diesem Betrug nach und bringt akribisch die Wahrheit ans Licht. 


    Der Autor nimmt den Leser mit auf Spurensuche auf einen unfassbaren Betrug, der einfach nur sprachlos macht. Wie kann man mit so einem sensiblen Thema so grausam umgehen? Seit Jahren verfolge ich das Leben von Dr. Josef Mengele. Berüchtigt seine medizinischen Versuche an Zwillingen: Fusionen legen, die später zu Krebs führen werden, Experimente an Kinderaugen: spritzen von Substanzen um die Augenfarbe zu verändern, anstecken mit gefährlichen Erkrankungen, Amputationen von Geschlechtsorganen, Unfruchtbarkeit bei Frauen … einfach unfassbar. Viele Erkenntnisse sind auch für mich neu. Zum Beispiel, dass jüdische Ärzte am Massenmord und medizinischen Versuchen beteiligt waren. Viele sind nach Ende des Krieges nach Israel geflohen und konnten dort unentdeckt weiter leben bis zum Tod. 


    Der Autor erzählt in diesem Buch von seiner Entdeckung der Unterlagen, seiner Aufschlüsselung der Ereignisse, bis hin zur Aufdeckung des Betrugs durch eine zweifelhafte Gräfin. Gott sei Dank hat der Autor den Betrug aufgedeckt und somit Schlimmeres verhindert. 


    Dieses Buch ist spannend verfasst. Der Schreibstil ist flüssig, modern, leicht verständlich geschrieben und sehr emotional zum Teil. Die Seiten über die Versuche an Zwillingen fand ich sehr berührend, am Ende war ich fassungslos über so viel Brutalität. Was ging in den Köpfen solcher Massenmörder vor sich? Einfach nur traurig und sehr schockierend. Dieses Buch ist ein wahres Goldstück unter den Büchern, die sich mit dieser Thematik befassen. Ich habe sehr viel Neues erfahren und schätze die Sensibilität des Autors.Sehr einfühlsam und informativ

  14. Cover des Buches Die toten Seelen (ISBN: 9783862316175)
    Nikolai W. Gogol

    Die toten Seelen

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Beißende Ironie kennzeichnet dieses Werk des großen russischen Schriftstellers des 19. Jahrhunderts. Er knüpft an die Regelung im Zarenreich an, dass zur Besteuerung eines Gutsherren, auch noch zuletzt verstorbene tote Leibeigene herangezogen werden. Der Held des Romans, Tschitschikow, kauft diese bei den verschiedenensten Gutesbesitzern und(tatsächlich auch) Gutesbesitzerinnen, um seine Kreditwürdigkeit zu erhöhen. Die Kaufakte ziehen sich alle hin und werden bei Gogol zu glänzenden Satiren auf das alte Russland. Leider wiederholt er sich dabei doch etwas zu viel. Dennoch: Ein Lesevergnügen!

  15. Cover des Buches Als mir die Welt gehörte (ISBN: 9783992003402)
    Bastian Kresser

    Als mir die Welt gehörte

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Kiks

    Victor, der Mann der tausend Gesichter, beginnt ein Katz und Maus-Spiel mit dem FBI ! Kann er wirklich als Sieger hervorgehen? Ein gelungenes Buch um einen der größten Betrüger der Geschichte. Victor, ein kleiner Taschendieb, wird immer dreister! Er beschließt sich mit den ganz Großen anzulegen. Noch ganz amüsant, wie er einem Schrotthändler den Eiffelturm verkauft, doch er will mehr, immer mehr. Er haut Al Capone über Ohr, er druckt Falschgeld in solchen Massen, das fast das amerikanische Finanzsystem zusammenbricht. Das ruft das FBI und den secret Service auf den Plan. Wird Victor sich aus der sich immer enger zuziehenden Schlinge befreien können? Empfehlenswert!

  16. Cover des Buches Der Zauber dieser Stunde (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe) (ISBN: 9783960871880)
    Kristin Lange

    Der Zauber dieser Stunde (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

    (16)
    Aktuelle Rezension von: CharlieKaya

    Diese kleine Geschichte fängt poetisch und recht liebevoll an. Sie zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht, ist sie doch herzlich und angenehm formuliert. Die Wendung kommt auf dem Fuße und was man gerade noch als so wundervoll altmodisch bewundert hat, entpuppt sich zu nichts anderem, als den Tatsachen unserer Zeit - unerheblich von welchem Alter der Protagonisten wir sprechen.

    Mir hat die Geschichte gefallen, ist sie doch so real. In der Rubrik "Liebe" ist sie dann aber doch nicht richtig aufgehoben.

  17. Cover des Buches Affenhoden und weitere Betrugsfälle!: Die verrücktesten True Crime Geschichten der Vergangenheit. (True Crime International 11) (ISBN: B0C1554ZFW)
    Adrian Langenscheid

    Affenhoden und weitere Betrugsfälle!: Die verrücktesten True Crime Geschichten der Vergangenheit. (True Crime International 11)

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Wahre Betrugsfälle werden hier frisch erzählt und gut aufgearbeitet wiedergegeben. Die Fälle sind ggf. bekannt, je nachdem wie alt man ist ;)

    Meinung:
    Die Geschichten sind mehr oder weniger bekannt, dennoch macht es Freude Julia Kahle zu lauschen und sich von "alten" Betrugsfällen unterhalten zu lassen. Einige sind sehr alt, andere eher nicht so, daher ist es eine entspannte Mischung. Die Hintergrundinformationen sind super eingearbeitet und es ist daher sehr informativ, wie sich die Personen entwickelt haben. Erschreckend ist allerdings, wie leicht es doch war, zu einem Hochstapler zu werden. Das Buch öffnet aber auch die Augen, alles zu hinterfragen und skeptisch zu bleiben.

    Cover:
    Das Cover ist angenehm gestaltet. Das Rot signalisiert Achtung oder Gefahr und der Affe passt zum Cover, aber auch zum Inhalt.

    Fazit:
    Ein interessantes Hörbuch für zwischendurch, was man mal hören kann. Daher 4 Sterne und eine Hörempfehlung an alle, welche True Crime mögen.

  18. Cover des Buches Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße (ISBN: 9783462012552)
    Maxim Leo

    Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

    (132)
    Aktuelle Rezension von: Lesens_werte_

    Hartungs Videothek läuft eher schlecht als recht, mittlerweile wohnt er aus finanziellen Gründen schon im Hinterzimmer. Als dann ein Journalist in seinem Laden erscheint und ihm Geld für ein Interview anbietet, weil Hartung zu DDR-Zeiten am Bahnhof Friedrichstraße eine Weiche verstellt hat und damit 127 Menschen zur Flucht in den Westen verholfen hat, kann er schlecht nein sagen. Die Sache verselbstständigt sich und Hartung verpasst immer wieder den richtigen Zeitpunkt für eine Erklärung und wird so zum Helden stilisiert.

    Protagonist Michael Hartung ist kein Held im ursprünglichen Sinne, aber auch kein Unsympath, wie man vielleicht meinen könnte. Als Verlierer beider Systeme, stand er weder in der DDR noch in der Bundesrepublik jemals auf der Sonnenseite. Ruhm und Aufmerksamkeit sind ihm zuwider, trotzdem besitzt er ein natürliches Talent im Umgang mit seinen Mitmenschen und all den Persönlichkeiten, auf die er im Rahmen seiner Heldengeschichte trifft, weil er authentisch ist und sich nicht verstellt. Und da kommt die Frage auf, was ist denn eigentlich ein Held? Muss man dafür wirklich herausragende Dinge erreicht haben oder kann es auch ein "Normalo" sein, der Einsamkeit und Verlust erfolgreich trotzt und trotzdem nie aufgibt? Diese Frage muss sich jeder Leser von Maxim Leos Roman letztendlich selbst beantworten. Was aber für mich fest steht ist, dass "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße" ein herausragend gutes Buch ist.

  19. Cover des Buches Für immer die Alpen (ISBN: 9783442771455)
    Benjamin Quaderer

    Für immer die Alpen

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Lichtenstein (nicht zu verwechseln mit Luxemburg): ein kleiner Staat zwischen Österreich und der Schweiz mit ca. 38 000 Bewohner*innen, ein Fürstentum, um präziser zu sein, nur halb so groß wie Bremen und doch wichtiger Finanzumschlagplatz, u.a. Heimat der LGT Bank – und bei Benjamin Quaderer Geburtsort eines Protagonisten von traurigem Schicksal. Sein Name: Johann Kaiser.

    Mit Franz Kafkas Josef K. hat dieser Protagonist nicht nur die Initialen gemein, er scheint auch ebenso glücklos bei der Abwendung unschöner Anschuldigungen (und sein Lebensweg führt auch ihn auf die Suche nach Gerechtigkeit, deren Fehlen ihn seines freien Lebens beraubt; ein Prozess wird ebenso eine Rolle spielen); der Nachname Kaiser ist eine weiteres Element mit Hintersinn, ist er doch auch ein Titel, der höchste Adelstitel, höher sogar als der des Fürsten (von Lichtenstein), der im Verlauf von Johann Kaisers Abenteuern noch eine entscheidende Rolle spielen wird, ebenso wie das Lichtensteiner Stiftungswesen, Wohnungen in Barcelona und ein Kriminalpsychologe von zweifelhafter Professionalität.

    Soweit die Appetitanreger, von denen Quaderer selbst einige über den Text verstreut hat. Manchmal wirken sie etwas zu heischend, sind aber folgerichtig, immerhin ist das ganze Buch eine Niederschrift Johann Kaisers, der sein eigenes Leben anhand von Aufzeichnungen und Erinnerungen schildert und seine Sicht auf die Dinge ist bestimmt von der Gegenwart, in der er sich im Zeugenschutzprogramm befindet und in kleinen Aspekten der Kindheit und Jugend schon Vorboten der Ereignisse sieht (oder sie zumindest in Relation dazu einbettet), die dieses Dasein zur Folge haben sollten.

    Auf der einen Seite ist das Buch ein relativ geradliniger Entwicklungsroman, der mich dann und wann ein bisschen an William Boyds „Eines Menschen Zeit“ erinnerte; auf der anderen Seite ist er gespickt mit jeder Menge stilistischen Kniffen, vielen Anspielungen und einer manchmal hintergründigen, dann wieder vordergründigen Komik, bei der ich mir nie ganz sicher war, inwieweit sie dominantes Element und inwieweit sie Beiwerk sein sollte (eine irritierende, aber durchaus auch faszinierende Erfahrung, die ich wiederum, allerdings auf andere Weise, aus den Werken Kafkas kenne).

    Quaderer erprobt in verschiedenen Kapiteln verschiedene Erzähltöne und -perspektiven und andere verfremdende Elemente, z.B. sind in manchen Abschnitten Stellen geschwärzt, in einem Kapitel werden die Geschehnisse parallel aus zwei Blickwinkeln erzählt – der eine Strang auf den Seiten mit den geraden, der andere auf den mit den ungeraden Seitenzahlen.

    All diese innovativeren Elemente, die manchmal wie eine Spielerei, manchmal wie ein gelungenes Vehikel wirken, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Quaderer es ein bisschen scheut, sich mit dem Innenleben seines Protagonisten, abseits des Nötigten und zu Erwartenden, auseinanderzusetzen. Zwar lässt sich das formal dadurch erklären, dass alle Erlebnisse vom Protagnisten selbst beschrieben und dadurch unter einem bestimmten Gesichtspunkt gedeutet werden, verzerrt durch die Fixierung auf die Folgen, das letztendliche Ergebnis in der Gegenwart. Trotzdem bleibt der Protagonist (dessen Geschichte, zumindest in den letzten Teilen, auf die alles hinausläuft, wohl auf dem wahren Fall des „Datendiebs“ Heinrich Kieber beruht) blass, ja, an manchen Stellen mutet die Schilderung seines Lebens ein bisschen wie eine lockere Farce mit Sit-Com-Narrativ an, unterlegt mit gefühligen Molltönen – sehr oft werden großer Schmerz und große Gefühle behauptet, ohne dass ich als Leser diese wirklich nachempfinden (wenn vielleicht auch nachvollziehen) kann.

    Anders gesagt: Quaderer lässt Kaiser vieles erleben, darunter Freundschaft, Liebe, Schmach und Gewalt, baut ihn aber dennoch von Anfang als Unglücksrabe, als schräge Figur auf und in der Rolle bleibt er, durch alle Hochs und Tiefs, irgendwie (wiederum ähnlich wie Kafkas Romanprotagonisten, deren vermeintlichen Triumphen und Hoffnungen immer gleich der Rückschlag folgt und die auch relativ undefiniert bleiben). Wiederum: dies mag formal folgerichtig sein, denn als Unglück sieht Kaiser sein Schicksal selbst an und trägt diese Überzeugung in seine eigene Biographie hinein, macht sie zum roten Faden. Aber obgleich folgerichtig, macht diese Entscheidung das Buch – abseits davon, dass es sehr unterhaltsam ist und ich es gern gelesen habe – nicht zu einer wirklich nachhaltigen Erfahrung; Kaiser bleibt mir nicht als Person im Gedächtnis, sondern als Figur, ich baue keine Beziehung zu ihm auf. Vielleicht ist es auch kein Buch, dass derlei Identifizierung möglich machen will – aber dafür kehrt Kaiser dann und wann seine Gefühl etwas zu kräftig heraus.

    Dennoch: man kann nur den Hut ziehen vor Quaderer und seinem dicken Roman, bei dessen Lektüre ich mich nie wirklich gelangweilt habe (wobei ich mich durch das eine Kapitel in Tansania echt durchkämpfen musste, da war die stilistische Abweichung zum Rest meiner Meinung nach zu groß – nicht generell, aber im Kontext des Buches). Vielleicht geht es ja auch nur mir so und andere Leser*innen werden ruckzuck warm mit Johann Kaiser. Und sonst bleibt immer noch eine schöne Reise, mit vielen Schauplätzen rund um den Globus, manch komischen und manch irritierenden Einfällen und einem PageTurner-Feeling das Hand in Hand geht mit so manchem literarischen Hochgenuss. Und ganz zum Schluss muss man halt auch sagen: es ist ein Debüt. Und dafür ist „Für immer die Alpen“ schon ziemlich beachtlich, in vielerlei Hinsicht.

  20. Cover des Buches So, und jetzt kommst du (ISBN: 9783499273964)
    Arno Frank

    So, und jetzt kommst du

    (88)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Zur Erholung nach der 'Atemschaukel' mal etwas Leichteres ... dachte ich. Arno Franks 'Seemann vom Siebener' hatte mir trotz des melancholischen Untertons so gut gefallen, dass ich das anscheinend autobiographisch geprägt Vorgängerbuch 'So, und jetzt kommst du' auch ins Auge fasste.

    Es liest sich flüssig, aber sehr erhebend ist es nicht gerade, nein, ziemlich deprimierend und traurig, was erwachsene Menschen ihren Kindern antun können. Es geht um einen Vater ohne Werte, ohne das Gefühl für Recht und Unrecht – man darf ihn wohl als kriminell bezeichnen  - den man immerfort schütteln möchte, damit er mal zur Besinnung kommt, ebenso wie die Mutter, die alle seine Machenschaften unterstützt und mitträgt, aus Liebe. Die Betrügereien des Vaters bringen die Familie nicht nur um Hab und Gut, sondern zwingen sie auch zur Flucht quer durch Europa, wobei sich ihre Lage immer mehr verschlechtert bis hin zum unausweichlichen Ende.

    Das Ganze wird aus der Sicht eines Kindes, später Jugendlichen erzählt, aber in der Sprache eines Erwachsenen. Die hat mir sogar sehr gut gefallen mit ihrer Nachdenklichkeit und kreativen Formulierungen:

    'Papa machte (…) seine typischen Witze, in die stets irgendwo eine sarkastische Rasierklinge eingenäht war.'

    Es liest sich gut, ist aber nicht gerade eine erhebende Lektüre. Für mich persönlich konnte ich an Gedankenanregungen nichts mitnehmen.

  21. Cover des Buches Das süße Gift des Geldes (ISBN: 9783862223534)
    Bhavya Heubisch

    Das süße Gift des Geldes

    (1)
    Aktuelle Rezension von: katikatharinenhof

    Berlin hat ihr kein Glück gebracht und deswegen kehrt Adele Spitzeder 1868 nach München zurück. Ein paar Gulden sind ihr geblieben und davon muss sie ihr Quartier bezahlen. Der Pfandleiher ist ein Spitzklicker und gibt ihr nur ein Minium dessen, was ihr Schmuck wert ist. Aus der Not macht Adele eine Tugend, denn ihr kommt eine geniale Idee: Sie leiht sich Geld, verspicht aber eine weitaus höhere Zinsauszahlung, als es bei den örtlichen Banken und Sparkassen üblich ist. Die Rückzahlung finanziert  sie aus den eingezahlten Geldern ihrer neuen Anleger. Ihr Geschäftsmodell blüht und Adele wird zu einer reichen Frau. Doch wie lange wird das gut gehen, denn Adele macht sich Feinde in Banken und Behörden....

    Bhavya Heubisch widmet sich in ihrem Roman "Das süße Gift des Geldes" einer der wohl schillerndsten und skandalträchtigsten Frauenfiguren Ende des 19. Jahrhunderts und erweckt die Schauspielerin Adele Spitzeder wieder zum Leben. Aber nicht nur ihre Schlüsselfigur stellt sie plastisch dar, auch München zur damaligen Zeit wächst aus den Seiten des Romans und man steht inmitten von schäbigen Straßenzügen mit  ärmlichen Unterkünften, wandelt auf mit Unrat übersäten Straßen und spürt den quälenden Hunger, der wegen überteuerter Lebensmittel nicht zu stillen ist.

    Anfangs wird Adele noch gemieden, aber schon bald sieht sie mit den ersten "Erfolgen" ihrer Geschäftsidee, dass der Mensch käuflich ist und die Gier nach immer mehr Geld lässt die Anleger regelrecht zu Adele strömen wie die Motten zum Licht. Es bilden sich Menschentrauben, um ja etwas vom dem Stück Kuchen abzubekommen. Dass dabei nicht immer alles Gold ist was glänzt, muss Adele am eigenen Leib erfahren, denn Neider und Gauner fühlen sich ebenfalls angezogen von ihr wie ein Magnet. Allen voran Herbergsvermieter Jakob Kramer und sein verlogenes Weib Agnes, denn den beiden ist Adele ein Dorn im Auge und das lassen sie sie immer wieder spüren. 

    Die Autorin zeigt dem Leser die beiden Seiten der Medaille - auf der einen Seite will Adele immer mehr Geld und Macht, lässt es sich gut gehen und verwandelt sich von der verarmten Schauspieler hin zu einer reichen Frau, die vermeintlich die Fäden in den Händen hält. Sie kauft Häuser, Schmuck, goldene Kutschen und protzt nur so mit ihrem Reichtum, vergisst dabei aber, ordentlich Buch zu führen und verliert den Überblick. Auf der anderen Seite ist Adele die Wohltätigkeit in Personalunion, lässt Volksküchen errichten, organisiert Armenspeisungen und setzt sich für die (Schul-)Bildung von benachteiligten Menschen ein.

    Gegensätzlicher kann ein Mensch nicht sein und so kommt, was kommen muss - Adele zieht sich immer mehr den Zorn der Münchner Bürger und Banken zu , ein Skandal jagt den nächsten und man wirft der Spitzederin Skrupellosigkeit, Betrug und Durchtriebenheit vor. Hier bekommt der rachsüchtige Advokat Vicenti seinen großen Auftritt und er gibt nicht eher Ruhe, bis er sein Ziel, die Spitzederin ans Messer zu liefern, erreicht hat. Dass dadurch zehntausende Menschen ihr ganzes Hab und Gut verlieren, scheint ihm egal zu sein - er zieht sein Ding durch.

    Die Schreibende zeigt das Bild einer facettenreichen Frau, die wie keine andere die Münchner Stadtgeschichte geprägt hat. Dabei ist ihr Buch aktueller denn je, denn Adele Spitzeder hat vor gut 150 Jahren nur das gemacht, was heute in der Welt der Finanzen gang und gäbe ist - Kunden werden mit dem Versprechen nach dem großen Geld angelockt,  aber die grandiose Rendite stellt sich nie ein und nicht selten hat das den Untergang des (Klein-)Anlegers zur Folge. Die großen Bankenskandale der jüngeren Vergangenheit sind leider Beweis dafür :-(

    Bhavya Heubisch  hält dem Leser einen gesellschaftskritischen Spiegel vor und regt zum Nachdenken an. 





  22. Cover des Buches Die Wahrheit und andere Lügen (ISBN: 9783844514346)
    Sascha Arango

    Die Wahrheit und andere Lügen

    (11)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Inhalt

    Henry Hayden ist ein erfolgreicher Schriftsteller, der überall gefeiert wird. Er hat nur ein Problem: Er kann gar nicht schreiben. Seine Frau ist für all seine Romane verantwortlich. Als seine Geliebte von Henry verlangt, dass er sich von seiner Frau trennt, muss er sich entscheiden - Ruhm oder Liebe. Er trifft eine tödliche Entscheidung...


    Bewertung 

    "Die Wahrheit und andere Lügen", gelesen von Axel Milberg, ist ein durchschnittlicher Krimi. Mit einer Länge von knapp acht Stunden ist das Hörbuch nicht allzu lang, aber die Länge reicht völlig aus. Henry Hayden war mir als Hauptfigur nicht besonders sympathisch, aber das soll er ja auch gar nicht. Wer nicht auf Krimis steht, die vor Blut triefen, der kann auf jeden Fall seinen Spaß mit diesem Hörbuch haben. Ich vergebe für das Debut von Sascha Arango drei Sterne.

  23. Cover des Buches Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste (ISBN: 9783462054200)
    Philipp Schwenke

    Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Als Kind habe ich die Bücher von Karl May verschlungen. Ich habe mir – soweit ich mich erinnern kann – nie Gedanken darüber gemacht, ob es sich dabei um Tatsachenberichte handelte. Spätestens in meiner frühen Jugend war mir dann aber bekannt, dass sie der Phantasie eines kreativen Kopfes entsprungen sind. Enttäuscht hat mich das nicht, eher verwundert.

    Der Roman beginnt mit einem kurzen Rückblick in das Jahr 1862 als Prolog. Dann fokussiert er sich auf die Ereignisse von 1899 bis 1902, den Zeitraum in dem zunehmend ans Licht der Öffentlichkeit rückte, dass Karl May seine Abenteuer wohl gar nicht selbst erlebt hat. Um seinen Zweiflern, aber vor allem sich selbst zu beweisen, dass er es doch kann, macht sich in fortgeschrittenem Alter nochmals auf den Weg in den Orient und erstmals überschreitet er damit tatsächlich die Grenzen Europas. Dieses 'Abenteuer' stellt den einen Erzählstrang dar, im parallel verlaufenden zweiten, wird die zunehmende Zerrüttung seiner Ehe mit Emma und die zweifelhafte Rolle, die Klara, die Witwe seines besten Freundes Richard dabei spielt, in den Blick genommen.

    Im Erzählfluss wird ziemlich viel hin und her gesprungen zwischen den Zeitlinie. Dieses Stilmittel hat sicherlich seinen Sinn, doch ich finde, manchmal hat es mich doch ein wenig schwindelig gemacht. Ansonsten ist der Sprachstil gut und ohne viel Anstrengung zu lesen. Bei mir war es eine Urlaubslektüre. Ohne zu viel zu verraten, gibt es noch mehr Ebenen zwischen Fiktion und Realität, wie man zunächst denkt. Das ist dem Autor gut gelungen, damit zu überraschen. Manche Schilderungen der Zerwürfnisse zwischen den Eheleuten halte ich für zu ausführlich. Die 'gleichgeschlechtliche' Episode finde ich nicht so ganz nachvollziehbar.

    Philipp Schwenke stellt Kay May als größenwahnsinnigen, realitätsfremden, manipulierbaren und letztendlich psychisch stark angeschlagenen Menschen dar. Bei der Lektüre weiß man nicht so genau, ob man nun Mitleid für ihn oder Abneigung entwickeln soll. Die Aufschneidereien Mays haben immer auch eine peinlich-humoristische Komponente.

    Fazit: Ich habe diesen Wälzer mit relativem Vergnügen gelesen.

  24. Cover des Buches Spiegel unseres Schmerzes (ISBN: 9783742417527)

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