Bücher mit dem Tag "hofstaat"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hofstaat" gekennzeichnet haben.

20 Bücher

  1. Cover des Buches Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke (ISBN: 9783522506458)
    Julia Dippel

    Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke

     (683)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Amaia altert sehr langsam, daher feiert sie ihren 16. Geburtstag auch gerade zum 8. mal. Warum sie und ihre Familie so langsam altert und was sonst noch anders an ihr ist, möchte sie gerne erfahren, aber niemand verrät ihr etwas …

    Meinung:
    Der Einstieg ist schwierig, es passiert einfach nichts und es dauert gefühlt ewig, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt. Was dann aber auch nicht wesentlich besser wird, denn es geht tranig weiter. Die Figuren wollen etwas (wissen / erreichen / erledigen) aber wenn etwas nicht klappt, dann nehmen sie es so hin. Auch wundert sich niemand über wechselnde Charakterzüge von böse zu gut – binnen einer Seite. Es wird einfach alles hingenommen, obwohl doch die Charaktere immer wieder beteuern was sie wollen – Frei nach dem Motto: Sagen kann man viel. Dies ist schade und verdirbt das Lesevergnügen. Dieses verkrampfte Schreiben, egal ob es sich um die Welt Cassardim oder die Charaktere handelt, ist ermüdent und erschwert den Lesefluss.

    Cover:
    Das Cover wirkt mystisch, was auch der Grund war, warum ich das Buch lesen wollte.

    Fazit:
    Weder Figuren noch Geschichte konnten überzeugen. Beides wirkt Eindimensional und Seitenfüllend ohne zu überzeugen. Daher gibt es nur 1 Stern und keine Leseempfehlung.

  2. Cover des Buches Der dunkle Thron (ISBN: 9783404168439)
    Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron

     (441)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus85

    "Vielleicht sind Männer wie ich so überholt und überflüssig geworden wie die Schlachtrösser, die meine Vorfahren einst gezüchtet haben. Aber kein Waringham hat sich je einem Tyrannen unterworfen. Und ich schwöre bei Gott, ich werde nicht der erste sein!" (Nick of Waringham)

    *******************************************************************************

    England, 1529: Als sein Vater im Tower zu Tode gefoltert wird, erbt Nick die Baronie und damit auch den unversöhlichen Groll König Henrys.

    Dieser will sich von der Kirche lossagen und sich von der Königin scheiden lassen. In diesen wirren Zeiten setzen die Enländer ihre Hoffnung in Prinzessin Mary. 

    Und ausgerechnet Nick fällt es zu, Mary zu beschützen. Und sei es auch gegen ihren eigenen Vater...

    *****************************************************************************

    Der vierte Teil der Waringham-Saga knüpft wunderbar an seine Vorgänger an. Allerdings ist es recht verwirrend an manchen Stellen, wer denn nun mit wem wie verwandt ist.

    Der Spannung, dem flüssigen Lesen und dem fantastischen Einblick in das damalige England tut dies aber keinen Abbruch

    Der Roman ist wieder sehr sehr gut recherchiert und die Autorin bettet die fiktiven Personen perfekt und nahtlos in die wahren Begebenheiten ein.

    Natürlich ist ihr Hauptcharakter wieder sehr ehrenvoll, moralisch einwandfrei so wie immer. 

    Und da sich diese Charaktere und Bücher immer recht ähnlich sind, ist der Leser ob einer Wendung dann doch nicht soooo sehr überrascht.

    Dennoch: 

    Alles was ein historischer Roman braucht. Wahrheit und Fiktion glaubwürdig transportiert und sehr kurzweilig erzählt.

  3. Cover des Buches Die souveräne Leserin (ISBN: 9783803112545)
    Alan Bennett

    Die souveräne Leserin

     (520)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 120 Seiten

    Verlag: Wagenbach (28. August 2008)

    ISBN-13: 978-3803112545

    Originaltitel: The Uncommon Reader

    Übersetzung: Ingo Herzke

    Preis: 16,00 €


    Einfach wunderbar!


    Inhalt:

    Mehr zufällig landet die Queen im Bücherbus der örtlichen Bücherei und lernt dort Norman kennen, der in der königlichen Küche arbeitet. Um nicht unhöflich zu sein, leiht die Königin sich ein Buch aus: Der Beginn einer steilen Leserkarriere! Fortan unterhält sie sich mit Norman über Literatur, man sieht sie nur noch selten ohne Buch, sehr zum Missfallen ihrer Minister und Berater …


    Meine Meinung:

    Dies ist ein wunderbar warmherziges Büchlein über das Lesen und über die Queen, gespickt mit britischem Humor und allerlei Fakten aus der Literatur und (nicht ganz ernst zu nehmenden) Eindrücken aus dem Königshaus. Es ist herrlich amüsant zu lesen, und bestimmt findet sich jede Leserin und jeder Leser zumindest ein Stück weit darin wieder. 


    Ich habe es sehr genossen.


    Fazit: 

    Eine wundervolle Liebeserklärung an die Literatur und an die Queen - man kann es einfach nicht anders sagen.


    ★★★★★


  4. Cover des Buches Der grüne Palast (ISBN: 9783548613529)
    Peggy Hohmann

    Der grüne Palast

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Klusi
    Das Konzept dieses Romans ist außergewöhnlich, denn er besteht komplett aus Briefen. Anfangs war ich skeptisch, da ich mir überhaupt nicht recht vorstellen konnte, dass man in so einen reinen Briefroman Spannung und Leben bringen kann. Ich wurde hier eines Besseren belehrt, denn es ist der Autorin perfekt gelungen, die gesamte Handlung im Briefverkehr diverser beteiligter Personen unterzubringen, ohne dass es künstlich oder gar langatmig wirken würde. Ein Großteil der Briefe ist von Erzherzogin Leopoldine von Österreich an ihre geliebte Schwester Marie-Louise, Herzogin von Parma, Napoleons zweite Ehefrau, gerichtet.
    Auch die anderen Korrespondenzen drehen sich in der Hauptsache um Leopoldine und ihre bevorstehende Heirat mit dem portugiesischen Kronprinzen Dom Pedro. Die portugiesische Königsfamilie weilt jedoch in Brasilien, und daher wird auch Leopoldine dort hin reisen. Bei ihrem Aufbruch in das ferne Land möchte die junge Frau ihre engste Vertraute, Gräfin Lazansky, nicht missen. Diese wiederum unterhält einen regen Briefwechsel mit ihrer Schwester, der sie alles, was sie bewegt, anvertraut und mit Fürst von Metternich, der die Gräfin verehrt und umwirbt. Eine weitere wichtige Person des Romans und ebenfalls in den regen Briefwechsel eingeschlossen, ist Marquis de Marialva, Diplomat am königlichen Hof von Lissabon.
    Ich hatte mich schnell an den Aufbau des Buches gewöhnt, das aus 185 Briefen und so auch aus 185 kurzen Kapiteln besteht. Anfangs habe ich die wörtliche Rede vermisst und befürchtete schon, dass das Fehlen von Dialogen den Roman womöglich unpersönlich erscheinen lassen könnte, aber dem war ganz und gar nicht so. Die Briefe, vor allem Leopoldines, sind sehr intensiv. Sie schüttet ihrer geliebten Schwester ihr Herz aus und vertraut ihr ihre Sorgen und so manche Heimlichkeit an. Ihre Ehe steht unter keinem glücklichen Stern, und dazu kommt, dass Leopoldine im lauf der Zeit entdeckt, dass in Brasilien, diesem wunderschönen und üppig grünen Land, so einiges im Argen liegt. Zu ihrem Entsetzen muss sie feststellen, dass hier die Sklaverei noch nicht abgeschafft wurde. Mit ganzem Herzen setzt sie sich für die Menschen ein, die im Elend leben. Bei ihrem Mann stößt sie mit ihren Anklagen und Forderungen auf taube Ohren.
    Der Roman hat mein Interesse an den betreffenden Personen geweckt, und ich habe mich auch darüber hinaus mit dem Leben Leopoldines befasst. Die Autorin hat sich in weiten Teilen an die historischen Tatsachen gehalten und nur einige Änderungen vorgenommen, aus dramaturgischen Gründen, wie sie im Nachwort schreibt. Die meisten Charaktere der Geschichte hat es wirklich gegeben, so sind beispielsweise auch die Gräfin Lazansky und der Marquis de Marialva reale Personen, denen die Autorin jedoch ein fiktives Privatleben zugedichtet hat. Auch hatte Leopoldine in Wirklichkeit mehr Kinder als im Roman angegeben. Im großen und ganzen kann man sich sehr gut in die Handlung hinein versetzen, und an Leopoldines Schicksal habe ich großen Anteil genommen. Sie macht im Lauf der Jahre in Brasilien eine enorme Wandlung durch. Aus dem unbeschwerten und ein wenig naiven jungen Mädchen wird eine selbstbewusste, starke Frau, die weiß, was sie will, sich auch schon mal in die Politik einmischt und die sich für die Schwachen einsetzt, wo immer sie kann.
    Mit der Gräfin Lazansky hat der Roman eine zweite, starke Frauenfigur. Lange Zeit ist sie die engste Vertraute an Leopoldines Seite, bis die beiden Frauen getrennt werden, aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte, um nicht zu viel vorab zu verraten.
    Die Handlung und somit auch die verschiedenen Briefwechsel ziehen sich über mehrere Jahre hin. Hier habe ich es bedauert, dass die einzelnen Briefe nicht datiert sind, so dass man nie so recht wusste, in welchem Jahr sich das Erzählte abspielt. Aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt. Insgesamt ist „Der grüne Palast“ ein großartiger historischer Roman, der mir vor allem die politischen Zusammenhänge und die Beziehungen zwischen Österreich, Portugal und Brasilien zur damaligen Zeit sehr lebendig nahe gebracht hat.
    Schon das Cover ist übrigens eine Augenweide. Der Kontrast zwischen mattem Hintergrund und spiegelglatt glänzenden Elementen ist sehr wirkungsvoll,und so gehört das Buch optisch zu den schönsten in meinem Regal.
  5. Cover des Buches Purpurmond (ISBN: 9783426283660)
    Heike Eva Schmidt

    Purpurmond

     (427)
    Aktuelle Rezension von: Readrat

    Dies ist keine Rezi sondern eine kurze Erklärung:

    Ich habe das Buch mit Seite 36 abgebrochen. Der Schreibstil war mir zu einfach. Die Wortwechsel waren sehr flach. Ich finde es darf für Jugendliche ruhig etwas mehr Tiefgang haben und auch anspruchsvoller vom Text her sein. Ich möchte dem Buch aber auch kein Unrecht tun - mag durchaus sein, dass sich dies im Fortlauf der Geschichte noch ändert, aber meine Lesezeit ist mir zu kostbar, um mich durch Bücher zu "quälen". Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für dieses Buch ;-)...

  6. Cover des Buches Die Romanows (ISBN: 9783596176328)
    Simon Montefiore

    Die Romanows

     (21)
    Aktuelle Rezension von: ElisabethBulitta

    Wohl kaum ein europäisches Herrscherhaus beeindruckt die Menschen bis heute so sehr wie das der Romanows. Auf der einen Seite stehen ihr sagenumwobener Reichtum, ihre Macht und ihr Glanz, zum anderen sind sie fast ein Synonym für Grausamkeit und Wahnsinn. Nicht vergessen darf man natürlich den tragischen Untergang dieser Dynastie, der bis in die heutige Zeit hinein für Spekulationen sorgt.

    Eine mit 1040 Seiten sehr umfassende Darstellung der Romanows legt Simon Sebag Montefiore mit „Die Romanows. Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613 – 1918“ vor. Als Taschenbuch ist dieses Werk im September 2018 bei Fischer erschienen.

    Gegliedert ist das Buch in drei Akte – Aufstieg, Höhepunkt, Untergang -, die jeweils in einzelne Szenen, die den verschiedenen Herrscher/innen gewidmet sind, unterteilt sind. Gerahmt wird die eigentliche Geschichte der Romanows von einem Prolog und einem Epilog. In Letzterem schlägt Montefiore eine Brücke zum nachzaristischen und heutigen Russland. Dass allerdings die Geschichte der Zaren auch noch Auswirkungen auf das Hier und Jetzt hat und einen Vergleich förmlich verlangt, wird im gesamten Buch deutlich, wird doch immer wieder Bezug auf dasselbe genommen. Der mit fast 100 Seiten sehr umfangreiche Anhang bietet u.a. Anmerkungen, eine Bibliographie, aufgeteilt in Primär- und Sekundärquellen, sowie ein Personenregister.

    Selbst für russlandaffine Leser/innen ist die Fülle an sich doch sehr ähnelnden Namen eine Herausforderung. Deshalb ist sind die Stammbäume zu Beginn des Buches und eines jeden Aktes sowie die Listen der Mitwirkenden, die jede Szene einleiten, beim Lesen eine große Hilfe. Auch die Karte vom russischen Reich sowie die zahlreichen Abbildungen helfen bei der Orientierung und verdeutlichen das Gelesene.

    Montefiores Romanow-Geschichte ist sehr lebendig erzählt. Dieses ist zum einen dem literarischen, erzählenden Sprachstil zu verdanken, der mit wissenschaftlicher Literatur nur wenig gemein hat. Auf der anderen Seite flechtet der Autor Primärquellen, in erster Linie Briefe, so geschickt in das Erzählte ein, dass er viele Figuren quasi „zu Wort kommen“ lässt. Dieses verleiht dem Gelesenen Lebendigkeit, und man hat beim Lesen oft das Gefühl, live dabei zu sein. Viele skurrile, teils monströse, teils lustige Eigenheiten der Romanows lassen das Lesen abwechslungsreich werden und haben mich oft zum Staunen, aber auch zum Nachdenken gebracht.

    Mit Peter dem Großen beginnt das goldene Zeitalter der Romanows, zugleich beginnt Russland vermehrt, in der europäischen Geschichte mitzumischen. Die vielen Details haben mir beim Lesen zwar auch Neues geboten, besonders interessant fand ich persönlich jedoch den Aufstieg der Romanows, da ich dort sehr viel erfuhr, was mir bis dato unbekannt war. Insgesamt jedoch zeugt der Detailreichtum von einer sehr ausführlichen Recherche, setzt bei den Leser/innen aber auch einiges an Durchhaltevermögen und Konzentration voraus.

    Um einen groben Überblick über dieses Herrschergeschlecht zu erhalten, ist dieses Sachbuch wohl weniger geeignet. Wer sich aber vertieft mit den Romanows auseinandersetzen möchte, auch in die russische und die Russland betreffende europäische Geschichte einzutauchen wünscht, wird seine helle Freude haben. Ich selber war beim Lesen fasziniert, habe viel gelernt und fühlte mich dabei auch noch gut unterhalten. Was will man mehr?

  7. Cover des Buches Ash (ISBN: 9780316040105)
    Malinda Lo

    Ash

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Lange habe ich diese Rezension vor mir hergeschoben, da ich zunächst nicht wusste, was ich schreiben soll. Zunächst sei gesagt, ich hab es nicht geschafft das komplette Buch zu lesen, immer wieder habe ich, teilweise sogar recht große, Passagen übersprungen. Woran lag es also ?

    Lag es an der Idee?
    Nein, an sich nicht. Ash ist quasi ein modernes Aschenputtel, wobei modern auch nicht das richtige Wort ist, da das Setting, typisch Märchen, mitteralterlich angelegt ist. Dabei lehnt sich die Geschichte jedoch nicht all zu sehr an das Märchen an, es ist also keine einfache Neuerzählung, sondern vielmehr eine ganz eigene Handlung, die eben Aspekte aus dem Aschenputtelmärchen besitzt.


    Lag es an der Handlung?
    Bedingt. Während der Anfang noch stark an das Märchen erinnert: Vater stirbt, böse Stiefmutter, böse Stiefschwestern, entfernt die Handlung sich später immer mehr von Aschenputtel. Das ist auch nicht schlecht, im Gegenteil. Ich fand es gut, dass Aschenputtel/Asch sich nicht für den Prinzen entscheidet. Frau Lo legt sogar noch einen drauf und lässt ihre Heldin sich für die Jägerin entscheiden. Einen großen Pluspunkt für Diversität also.
    Leider hatte ich nicht das Gefühl, der Liebesgeschichte wirklich folgen zu können. Die Emotionen von Ash und der Jägerin, aber auch von den anderen Charakteren erreichten mich einfach nicht. Alles blieb recht unnahbar und oberflächlich. Hinzu kommt, dass ich das Buch, obwohl es ja nun nicht sehr lang ist, an manchen Stellen als ziemlich langweilig empfand. Vielleicht lag das aber auch an dem Schreibstil. Womit wir bei der dritten frage kommen:

    Lag es am Schreibstil?

    Ja. Der Schreibstil wirkte auf mich bemüht um Märchenatmosphäre, wobei dies nicht wirklich gelungen ist. Anstatt wie im Märchen gebannt der Geschichte zu folgen und mit der Heldin mitzufiebern, hatte ich eher das Gefühl über der Handlung zu schweben und alles nur aus mehreren Metern Entfernung beobachten zu können. Ich bekam absolut kein Gefühl für Ash oder die anderen Charaktere und das war das, was mich so massiv gestört hat.


    Fazit:

    Die Idee um Ash hätte wirklich Potenzial gehabt, wenn die Handlung ausgereifter gewesen wäre und der Schreibstil anstatt eine bestimmte Atmosphäre erzwingen zu wollen, sich mehr mit den Gefühlen und Gedanken der einzelnen Personen beschäftigt hätte.


    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf Miss Page-Turner



  8. Cover des Buches In königlichem Auftrag (ISBN: 9783827054319)
    Mary Hooper

    In königlichem Auftrag

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Liz-liebt-buecher
    So viel kann ich schon von Anfang an sagen, vom Hocker gehauen hat mich das Buch nicht. An manchen Stellen ist es packend, aber an vielen anderen ist es undurchsichtig und schwierig. Genauso ist es stellenweise faszinierend und fesselnd, jedoch ist es genauso langwierig und langweilig. Meiner Meinung nach fehlt dem Buch etwas und ich kann deswegen nur 2 von 5 Sternen vergeben
  9. Cover des Buches Libellenprinzessin (ISBN: 9783570400951)
    Julia Golding

    Libellenprinzessin

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82
    Zuvorderst muss ich sagen, dass ich ein großer Fan von Joss Stirling bin und erst kürzlich über die Tatsache gestolpert bin, dass sie auch unter anderen Namen schreibt (zum Beispiel Julia Golding)

    Der Inhalt von "Libellenprinzessin" hat mich sofort angesprochen und die vielen positiven Stimmen haben das übrige getan. 
    Leider bin ich wirklich sehr enttäuscht worden. Das lag vielleicht an meinen hohen Erwartungen, eventuell aber auch daran, dass ich von der Autorin anderes gewohnt bin. Gut, sie schreibt hier unter einem anderen Namen und das ist ja ein deutliches Zeichen, dass diese Bücher anders sind, als die von Joss Stirling, trotzdem habe ich eine genauso ausgeklügelte Geschichte erwartet. 

    Am wenigsten gefallen haben mir an diesem Buch die Charaktere. Sie waren alle sehr platt, ohne Tiefe oder Besonderheiten. Sie wirkten wie eine Schablone, die auf dieses Buch angewendet wurde und das bin ich von dieser Autorin nun wirklich gar nicht gewohnt. Tashi ist... hm es ist schwierig zu beschreiben, wie sie eigentlich ist, denn die Figuren sind nicht greifbar. Auf jeden Fall bricht sie sehr oft in Tränen aus und wirkt auch sonst wie ein kleines, verschüchtertes Mädchen. Das ist eigentlich auch nicht schlimm, aber an manchen Stellen wird sie plötzlich als starke Frau dargestellt und das passt dann irgendwie nicht ins Bild. Einerseits fügt sie sich ständig ihrem Schicksal und lässt dann nur, wenn es gerade passend ist, die Kämpferin raushängen. 
    Ramil hat mir ein bisschen besser gefallen, aber auch er war einfach so oberflächlich. Erst ein wirklich total verzogenes Gör und dann ganz plötzlich der starke und liebende Prinz. 
    Die Liebesgeschichte hat mich auch nicht berührt. Irgendwie war auch diese so oberflächlich. Es fand einfach gar keine Entwicklung statt. Erst hassen sie sich (haha, klar) und dann lieben sie sich innig. Es gab nicht wirklich ein dazwischen. 
    Auf die anderen Figuren lässt sich das eben geschriebene auch einfach anwenden. 

    Die Handlung war glücklicherweise ein wenig Abwechslungsreicher gestaltet, als die Protagonisten. Immerhin diese war so interessant, dass ich das Buch nicht abbrechen musste, allerdings habe ich doch an manchen Stellen ein paar Zeilen oder auch ganze Absätze übersprungen. Es passiert zwar an sich immer etwas, aber es ist bei allem irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Kein Erzählfaden wird mal in Ruhe ausgearbeitet oder intensiv behandelt und wenn, dann in einer Weise, die doch sehr gelangweilt hat. 

    Überhaupt wirkte das Buch wie eine einzige nicht getroffene Entscheidung. Herausstechend war dabei vor allem, dass es von der Handlung und den Charakteren her eher in das Genre Kinderbuch passen würde, manche Teile jedoch so brutal sind, dass ich sie keinem Kind zu lesen geben würde. Doch selbst diese brutalen Szenen wurden irgendwie nicht richtig verarbeitet. Sie sind mehr oder weniger einfach hingestellt, hatten (jedenfalls auf mich) keinerlei Wirkung, und ich bin wirklich nicht abgehärtet oder irgendwas, aber aus den Szenen wurde einfach nichts gemacht. Sie machten die Bedrohung, in der die Protagonisten sich befanden nicht größer, da sie sich nicht direkt gegen sie richtete. Es wirkte mehr wie Drohgebärden, die dann doch nicht eingehalten wurden. 
    Es fehlte an jedem Punkt die gewisse Tiefe, um wirklich Spannung aufkommen zu lassen. Immer wenn man gerade dabei war mitzufiebern, löste sich das Problem relativ schnell und leicht in Wohlgefallen auf. 

    Zusammengefasst also ein Buch, das viel zu wenig Tiefe zulässt. Die Charaktere sind oberflächlich, die Spannung oft viel zu schnell aufgelöst. 
    Wirklich sehr schade, denn die Idee war eigentlich wirklich gut und hatte sehr viel Potential. 
    Nicht das Niveau, dass ich von der Autorin gewohnt bin.

  10. Cover des Buches Im Haus des Zauberers (ISBN: 9783833351020)
    Mary Hooper

    Im Haus des Zauberers

     (116)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Alles was mit Königin Elizabeth I. zu tun hat kann ich gerade zu nur verschlingen. Natürlich bin ich hauptsächlich an Geschichten mit realem Hintergrund interessiert.

    Hier ist Fiktives mit Realem zu einer wunderschönen, spannenden kurzen Geschichte kombiniert worden (Dies ist Teil 1 von 3). Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen und ich konnte mich immer gut in die Szenerie hinein versetzten, auch bei den etwas dunkleren Szenen :-).

    Man erlebt die Geschichte der Protagonistin und ihren heimlichen Aufstieg bei Hofe im Zusammenhang mit Magie, Vorsehung und vor allem großer Vorsicht.

    Ich finde auch die einzelnen Charaktere schön ausgezeichnet, sodass man zu manchen eine engere Beziehung hat und zu anderen auch Abneigung empfindet. 

    Ich kann diese Trilogie zumindest für den ersten Band empfehlen!

  11. Cover des Buches Gefährliche Liebschaften (Roman) (ISBN: 9783730601037)
    Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos

    Gefährliche Liebschaften (Roman)

     (114)
    Aktuelle Rezension von: paulinala

    Den meisten Leser/innen sagt der Film zu "les liaisons dangereuses" mit Spitzenbesetzung etwas. Der meiner Meinung nach wunderbar umgesetzte Film wird nur noch durch die zu Grunde liegende Textgrundlage übertroffen. 

    Das an sich etwas in die Jahre gekommene Genre des Briefromans, das sich gerade in der französischsprachigen Literatur etablierte, trägt ungemein zum Lesefluss und zur Geschichte bei.

    Die Leserin/ der Leser findet sich selbst als der einzig allwissende Teilnehmer der Manipulation der Protagonistin und des Antagonisten inmitten einer fiktiven Realität wieder. Sobald wir als Lesende in die Welt der reicheren Schicht Frankreichs eintauchen, sobald erahnt uns auch das Gefühl, als würden wir Teil einer Historie werden, die sehr real wirkt, die wir aber nicht ändern können, weil wir nach Lektüre der Briefe wissen, dass diese postpartum gesammelt und veröffentlicht wurden. Die Illusion ist nahezu perfekt, der Autor erscheint selbst kam bis gar nicht, um den Briefverkehr nicht zu stören. Stattdessen gibt er Annotationen und stellt sich selbst als den Editor und Herausgeber dar.

    Besonders beeindruckend wirkt auch die gesamte Figurenkonstellation und Komposition der einzelnen Charaktere. Diese verkörpern, jeder für sich, ein eigenes Bild der jeweiligen Zeit und reflektieren insbesondere intensiv die verschiedenen Rollen der Frau in der Adelsschicht. 

    Das sind beispielsweise das naive, junge Mädchen, die gebrochene Frau im Rachefeldzug, weil ihr Herz gebrochen wurde und sie durch ständige Unterdrückung und Machtspiele zu dem machte, was sie ist, und der erbitterte Tanz mit den männlichen Gegenspielern.

    Die männlichen Figuren sind in diesem Falle sowohl die Opfer der Launen der weiblichen Figuren, als auch gefangen in einer Illusion, dem weiblichen Geschlecht überlegen zu sein.

    Viele Lesende sprechen hier von einer Art romantisierten Feminismus, was ich aber so nicht unterschreiben möchte. Das in der Zeit der Veröffentlichung herrschende Bild der Frau unterscheidet sich stark von dem, was die Marquise verkörpert und entspricht eher dem von Cécile Volanges.

    Natürlich ist es in einer Art und Weise revolutionär, die Frau in ihrem Charakter der Marquise so darzustellen, stark und mächtig, aber dennoch wird sie am Ende zerstört durch die Überlegenheit eines Mannes, der sie letztendlich  zu ihrem eigenen Fehlverhalten verleitete. 

    Das schockende Moment befindet sich am Ende, als die weibliche Protagonistin, die Marquise, von ihrem Gegenspieler durch eine weitere Racheaktion kurz vor seinem Tod zerstört wird.

    Wer sich einmal an die Faszination Briefroman herantrauen möchte, sollte dieses Meisterwerk unbedingt lesen!

  12. Cover des Buches The Uncommon Reader (ISBN: 9783150197622)
    Alan Bennett

    The Uncommon Reader

     (60)
    Aktuelle Rezension von: isas_bookworld

    Den Schreibstil empfinde ich grundsätzlich als sehr angenehm zu lesen, allerdings gibt es dann doch etwas, was mich stört: Im Laufe der Geschichte werden nämlich immer mal wieder Bücher und Autoren aufgezählt, was ich generell nicht als etwas schlechtes ansehe. Allerdings werden eben diese teilweise über eine Seite hinweg einfach nur aufgezählt, ohne dass das irgendwas zur Geschichte beitragen würde. Würde das nur einmal vorkommen, würde ich darüber hinwegdenken, es vielleicht einfach als eine Art "sprachliches Mittel" ansehen. So hat es mich aber irgendwann einfach nur noch genervt.


    Was ich an dem Buch aber unglaublich toll finde, ist, dass es die Liebe zum Lesen und Schreiben thematisiert. Man merkt richtig, wie die Queen immer mehr merkt, was sie da ihr Leben lang verpasst hat.

    Auch finde ich Handlungen und Reaktionen der anderen Charaktere sehr realistisch und teilweise wirklich unterhaltsam.

    Allerdings habe ich auch hier einen Kritikpunkt. Durch die Analyse im Englischunterricht habe ich erfahren, dass eine Sache tatsächlich lustig sein soll, obwohl ich sie einfach nur unheimlich traurig finde. Da die Erklärung hierfür allerdings ein kleiner Spoiler ist, könnt ihr das nächste Bild einfach überspringen, falls ihr diesen wirklich kleinen Spoiler nicht hören wollt.


    (Die Bediensteten suchen Hilfe bei dem ehemaligen Privatsekretär der Queen, der mittlerweile schon sehr alt ist, aber auch selbst Bedienstete hat. Nun wird allerdings beschrieben, dass er nicht mehr wirklich einen großen Wert auf Hygiene zu legen scheint. Da das im Kontrast zu seiner ehemaligen Stellung im Königshaus steht, soll das nun lustig sein. Allerdings finde ich es einfach nur traurig, dass sich keiner dazu berufen fühlt, diesem alten Mann zu helfen oder ihn vielleicht einfach makd arauf hinzuweisen, obwohl er doch so hoch angesehen ist.)


    Das ist eines der Beispiele, bei denen ich eigentlich lustig gemeinte Sachen eher geschmacklos finde.

    Auch schreitet die Handlung generell oft sehr langatmig voran, da teilweise nicht wirklich viel passiert und zum Beispiel die Auflistung der Bücher alles unnötig in die Länge ziehen.

    Allerdings fand ich das Ende dann wieder absolut genial. Leute, das ist es absolut wert, sich durch den Rest der Geschichte zu "kämpfen".


    Die Charaktere wirken auf mich allesamt sehr authentisch, ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie so auch in echt rumlaufen könnten.

    Vor allem Norman habe ich total geliebt, da er einfach nur unglaublich liebenswert ist.

    Aber auch die anderen Charaktere, ob sie nun liebenswürdig waren oder nicht, haben gut in die Geschichte gepasst und im Bezug auf ihren eigenen Charakter auch nachvollziehbar gehandelt.


    Alles in allem bekommt dieses Buch von mir 2,5 Sterne.


    P.S.: Da ich die Ausgabe aus dem Reclam Verlag gelesen habe, hier noch kurz etwas zu Vokabelhilfen auf den Seiten. Die fand ich nämlich wirklich hilfreich, da tatsächlich für mich relevante Wörter übersetzt bzw. erklärt wurden. Das fand ich beim Lesen also wirklich hilfreich. 


  13. Cover des Buches Teuflische Maskerade (ISBN: 9783827054326)
    Mary Hooper

    Teuflische Maskerade

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der dritte und letzte Teil über die Geschichte von Lucy und Ihre ergebene Unterstützung für Königin Elizabeth I. schließt mit einem sehr schönen Ende ab. 

    Es werden neue Figuren gekonnt in die laufende Geschichte eingeflochten und so wird es auch niemals langweilig. Auch jeder, der die ersten Teile nicht gelesen hat, kommt hier nicht zu kurz, denn die wichtigsten Punkte, werden kurz erläutert.


    Wie die zwei vorherigen Teile hat mich dieses Buch auch stets unterhalten, mit einem flüssigen Satzbau und etwas Eifersucht, Intrige und Liebe. 
    Sehr gut hat mir auch gefallen, dass hinten ein Glossar und einige Erläuterungen zur wahren Geschichte angehängt waren.

    Alles in allem kann ich diese Trilogie nur weiter empfehlen. Gerade für solche Leser, die gerne Historisches aus England lesen und / oder etwas, was auf wahrer Begebenheit beruht.
  14. Cover des Buches Die Königin der Verdammten (ISBN: 9783442469239)
    Anne Rice

    Die Königin der Verdammten

     (382)
    Aktuelle Rezension von: lazaruspi

    Dieses Buch bietet wieder alles, was wir an Anne Rice so lieben: überschäumende Fabulierfreude, angedeutete Erotik und untote Intrigen! 

    Tatsächlich gibt es auch seit Band 1, Interview mit einem Vampir, einen durchgehenden Spannungsbogen, der hier sein fulminantes Finale findet. Deshalb wirken diese drei Bände auf mich wie eine Trilogie, nicht wie der Beginn eines Zyklus.

    Hier enden quasi die großen Kinofilme*, und zwar mit einem Showdown à la Hollywood. Danach, mit dem nächsten Band, beginnt sozusagen die Fernsehserie. Auch nicht schlecht, aber kein Erweckungserlebnis mehr. Häufig dieselben Geschichten, nur aus anderer Perspektive. 

    Bis hierher jedoch sind Rices Vampirgeschichten ganz großes Kino. 



    *Ich spreche im übertragenen Sinn. Der tatsächliche Kinofilm zu diesem Buch ist leider grottenschlecht und bietet außer einer aufregenden Aaliyah als Hingucker keinerlei Reize.

  15. Cover des Buches Das Mysterium (ISBN: 9783746625263)
    Titus Müller

    Das Mysterium

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Nein, nein, nein. Bei aller Liebe...nein. Das hier hat mir wirklich nicht gefallen, und dafür gibt es fünf große Gründe.


    1. Historische Authentizität. Man kann sich gerne einen Ort ausdenken und seinen historischen Roman dort spielen lassen, egal ob man ihn nun Waringham oder Kingsbridge nennt. Ich habe kein Problem damit, dass Autoren sowas tun, immerhin eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten und mehr erzählerische Freiheiten - in so einer Sandbox lässt sich vorzüglich experimentieren. Was ich hingegen nicht bereit bin zu akzeptieren, auf gar keinen Fall, ist es, an einem real existierenden Ort große historische Ereignisse umzudichten oder sogar zu erfinden. Das hat mich schon in Müllers Die Brillenmacherin gestört, aber hier wird dem Ganzen noch einmal die Krone aufgesetzt. Müller denkt sich kein fiktives, unbedeutendes Städtchen aus, sondern lässt dieses Buch in München spielen - und in München gab es im Jahr 1336 keinen Volksaufstand. Also nein, meiner Meinung nach ist das nicht okay für ein Buch, das sich als Historischer Roman verkaufen will - dann soll man es bitte auch als 'Alternative Geschichte' oder sowas bezeichnen.


    2. Religion. Schon im erwähnten Buch, das ich von Titus Müller gelesen habe, spielte Religion eine große Rolle, genauer gesagt der Konflikt zwischen der katholischen Kirche und den englischen Lollarden. Hier geht es nun um die Katharer, die nach München versetzt wurden, und diesmal hat der Autor den Bogen wirklich entschieden überspannt. Es sind ganze Seiten, die mit religiösen Streitgesprächen gefüllt werden, vermutlich zu einem gewissen Teil den Schriften William Ockhams entnommen, und das wird ab einem bestimmten Punkt einfach nur noch langweilig.


    3. Die Charaktere. Adeline wandelt sich plötzlich vom schüchternen Mauerblümchen zur mutigen Kämpferin, die für einen völlig Fremden bereit ist, sich von vier dicken Wachsoldaten küssen zu lassen - nicht nachvollziehbar. Amiel ist ein völliger Psychopath, der auch vor Mord nicht zurückschreckt, und die Art und Weise wie er hier krampfhaft Vergebung finden soll, ist völlig unglaubwürdig. Nemo ist noch halbwegs interessant, aber auch creepy ohne Ende - immerhin verbringt er zu Beginn offenbar einen großen Teil seiner Zeit damit, Adeline zu stalken.


    4. Die Geschichte. Alles läuft viel zu einfach für Müllers Figuren, alle paar Seiten tun sich riesige Logiklöcher auf. Nemo kann seine Erscheinung offenbar so leicht verändern, als hätte er unbegrenzten Zugriff auf Vielsaft-Trank, sodass ihn Leute, mit denen er wochenlang zu tun hatte, nicht mehr erkennen können. Amiel kann eine ganze Stadt aufhetzen und gleich zwei Inquisitoren unbehelligt entführen, die doch von Soldaten umgeben sind, und auch der Kaiser lässt ihn einfach machen, was er will. Vor allem Nemos Handeln am Ende des Buchs ist völlig hirnverbrannt und läuft dem gesamten Verlauf der Handlung komplett entgegen. Auch der Kunstgriff mit der Rahmenhandlung, die 20 Jahre später spielt, ist meiner Meinung nach völlig unnötig, da sie keine wichtige Funktion erfüllt - das, was sie tut, hätte man auch einfach in einen Epilog packen können.


    5. Der Erzählstil. Ein Problem, das ich schon häufiger angesprochen habe: es regt mich jedes Mal auf, wenn der Leser mit Informationen über die Welt des Buchs zugespamt wird, die keine Funktion erfüllen und krampfhaft vermittelt werden, nur um ihrer selbst Willen. Gemeint sind solche Passagen:


      'Schwäbische Heller gelten bei mir nur einen Hälbling. Es ist ungünstig, sie zu nehmen. Sie werden bald abgewertet. Du verstehst schon! Das Geld aus Böhmen und Schwaben enthält einfach zu wenig Silber. Die legen uns aufs Kreuz. (...) Die Münzen! Man muss vorsichtig sein! Italiener bringen Florentiner Gulden nach München und venezianische Dukaten. Die habe ich gern. Über den Salzhandel allerdings kommt der schwäbische Heller. Manche Kaufleute bezahlen mit Berner Mark. Von der Donau her: Regensburger und Wiener Pfennige und böhmische Gulden und Groschen. Man muss den Überblick behalten.'  


     Vielen Dank für den Exkurs zur Numismatik im Süden des Heiligen Römischen Reichs während der Regentschaft Ludwigs des Bayern - was hat das ganze mit der Handlung zu tun? Richtig, gar nichts. Aus all diesen Gründen ist das hier meiner Meinung nach ein wirklich schlechter Roman, der mit zwei Sternen auskommen muss. 

  16. Cover des Buches Der dunkle Thron (ISBN: 9783785780442)
    Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Schiebelini

    Dieser Waringham-Roman ist das erste ungekürzte Hörbuch der Reihe. Einerseits gut, denn wer will schon was Gekürztes hören. Außerdem liest hier ausschließlich Detlef Bierstedt und zwar wirklich famos. Andererseits merkt man die über 30 Stunden dem Hörbuch sehr an.

    Denn die Geschichte zieht sich im Grunde die meiste Zeit zäh wie Kaugummi dahin. Diesmal sind keine Kriege (innerhalb oder außerhalb Englands) das Thema, sondern die Reformation der Kirche in England. Und irgendwie konnte ich mich mit dem Thema nicht anfreunden. Es ist einfach ein starker Bruch im Gegensatz zu den vorigen Bänden, in denen es immer zu größeren Schlachten und Gefechten kam. Hier spielt das alles keine Rolle. Es geht vielmehr darum, ob jemand ein Ketzer oder Papist ist. Und welche Seite nun der wahre Glauben ist. Das ist zwar gut von beiden Seiten beleuchtet, aber für mich keine interessante Geschichte, auch wenn es eben so passiert ist.

    Zusätzlich dazu wird noch das ständige Hin und Her bezüglich Henry Tudors Ehefrauen thematisiert. Und es ist wirklich widerlich, wie viele Leute wegen so etwas ihr Leben verlieren mussten. Auch hier gilt wieder: Zwar so passiert, hat mir aber in seiner Erzählweise trotzdem nicht zugesagt.

    Unser Protagonist ist dieses Mal Nick of Waringham - der erste Waringham, den ich mit jeder gehörten Stunde unsympathischer fand. Im Grunde ist er von seiner Einstellung her nicht sehr anders als seine Vorgänger. Gleichzeitig hat er aber ein solches Arschlochverhalten, dass es mir speiübel wird. Er liebt seine Frau und dann doch nicht und es wäre ihr lieber, wenn er sie nie geheiratet hätte. Er ist stur, dickköpfig und einfach unsymphatisch, ein betrügerisches und lüsternes Schwein. Als Jungspund war er mir noch sympathisch, vor allem, als er von dem Bruder seiner Stiefmutter vermöbelt wird, fühlte ich sehr mit ihm. Irgendwie hängt man einfach an dieser Familie nach 3 Büchern. Aber je älter er wurde, desto unverständlicher wurden mir manche seiner Aktionen. Gerade wie abweisend er seinen Kindern ist, war mir unverständlich.

    Deshalb gibt es von mir dieses Mal nur drei Sterne. Vor allem, da das Hörbuch noch extremer wird, was die unfassbar störende Musik betrifft. Immer wieder wird die Geschichte unterbrochen von verschiedenen Variationen eines Musikstücks. Die hören sich zwar allesamt nicht schlecht an, aber warum muss ich geschlagenen fünf Minuten Musik lauschen, wenn es danach NAHTLOS mit der Geschichte weiter geht? Zwischen Kapiteln hätte ich das vielleicht verstanden (die Länge nicht, aber generell schon).

  17. Cover des Buches Die Expedition des indischen Sultans an Bord seines Zeitreiseelefanten (ISBN: 9783941087330)
    Jean-Luc Courcoult

    Die Expedition des indischen Sultans an Bord seines Zeitreiseelefanten

     (2)
    Aktuelle Rezension von: SchwarzeRose

    Der Sultan begibt sich auf die Suche nach einem riesengroßen Mädchen. Dazu benötigen sie eine Maschine der sie zu ihr bringt. Mit einem Elefanten gelingt es ihnen auch, und finden sie am Ende.

  18. Cover des Buches Geschichte der Stadt Zerbst: 2 Bde. (ISBN: 9783910192669)
  19. Cover des Buches Arnold Schwarzenegger - (ISBN: 9783421044051)
    Marc Hujer

    Arnold Schwarzenegger -

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Arnies Lebensgeschichte, vom kleinen Dorfbub im Thal der Nachkriegsjahre bis zu einem mächtigsten Männer der Welt. Nach Beendigung des Buches 2009 ist ja auch einiges passiert (Ehebruch, Scheidung usw.), eine Neuauflage ist als dringend nötig, Herr Hujer! Die Abschnitte über seine harte Kindheit mit dem sehr strengen Vater und der Aufstieg zum Bodybuilderkönig sind natürlich am interessantesten, da ich im Moment auch ein bißchen zu den Hanteln greife, hätte ich über Trainingsmethoden oder Ernährungspläne auch sehr gern gelesen. Und im neuen Jahrtausend ein ganz neues Leben in den Höhen und vielen Tiefen der Politik, wo ihn manche mit "Gulliver" vergleichen. Ein echter Tausendsassa, der ein Leben für zehn normale andere lebt, in seinem Tatendrang und seinem Fleiß ein echtes Vorbild.
  20. Cover des Buches Clavigo (ISBN: 9783150000960)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Clavigo

     (19)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Das Reclamheft "*Clavigo*" von "*Johann Wolfgang von Goethe*" fiel mir beim Aufräumen in die Hände und erinnerte mich an eine wunderbare Theateraufführung mit den inzwischen im TV bekannten Schauspielern Oliver Stokowski und Jan-Gregor Kremp, die ich ganz begeistert vor Jahren am Ballhof in Hannover gesehen habe.

    Clavigo ist Archivar am Hof des spanischen Königs. Er kommt von den kanarischen Inseln und entstammt einfachen Verhältnissen. Seine Liebe heißt Marie, doch sie scheint seiner Karriere bei Hofe im Weg zu sein und so gibt er ihr einen Laufpass. Maries Bruder reist aus Frankreich an, um sie zu rächen. Doch Clavigo wird von seinem Freund Carlos dahin gehend unterstützt, das ihm Erfolg und Ansehen wichtiger sind als seine Liebe zu finden.

    Dieses Trauerspiel zeigt ganz anschaulich die Wortgewalt, zu der Goethe fähig war. Die Dialoge sind von einzigartiger Dramatik und Ausdrucksfähigkeit. Ich bin immer ganz überwältigt, wie damals schon mit Sprache umgegangen werden konnte.
    Interessanterweise schreibt jedoch Goethe hier selbst von einem wahren Teil seines Lebens. Die Pfarrerstochter Friederike Brion war ihm zu ländlich und einfach und so ließ er sie sitzen. Seine Karriere sollte nicht mit dieser Liebschaft belastet werden. Dieses Stück brachte Goethe großen Beifall ein, was ihm wohl wie eine Entschuldigung für sein schlechtes Betragen vorkam.

    Ein inhaltlich nicht so aktuelles Thema, aber vom Schreibstil her ein beeindruckendes Trauerspiel. Wenn es denn keine Schullektüre ist, kann man es mit Respekt vor dem literarischen Können Goethes gut lesen. 
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