Bücher mit dem Tag "holland"
106 Bücher
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.813)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."
Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.
Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.
"-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."
Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...
Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.
"Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."
Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:
"Das Leben ist schön, Hazel Grace."
Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.
Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
Das also ist mein Leben
Die Nackten
Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman. - Anne Frank
Gesamtausgabe
(2.751)Aktuelle Rezension von: AukjeAnne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.
Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.
- Andreas Gruber
Todesmärchen
(598)Aktuelle Rezension von: Pellis_FelisGute mitreißende Story. Roter Faden durch das Buch. Aus meiner Sicht wirklich ein Pageturner, der den Spannungsbogen von Beginn bis Ende aufrecht erhalten kann- dies auch zu einem Zeitpunkt, wo schon klar war, wer der Töter ist.
Die Erzählung,, dass Piet der Sohn von Marten S. Sneijder und Diana Hess ist - und auch der Stiefsohn vom BKA-Chef bringt Licht in das angespannte aber tiefe Beziehungsgeflecht der handelnden Akteure.
Hat mir bislang von den „Gruber-Krimis“ am besten gefallen. - Sophie van der Stap
Heute bin ich blond
(192)Aktuelle Rezension von: LeadezemberInhaltsangabe: In dem Buch Heute bin ich blond, berichtet die Autorin Sophie Van der Stap, aus den Niederlanden über ihre Krebserkrankung. Das Buch beginnt mit der Diagnose der Erkrankung.
Persönlich Meinung: Ich fand das Buch gut geschrieben, Sophie wird in der Zeit der Behandlung, die ganze Zeit von ihrer Familie und ihren Freunden unterstützt.
Der Leser bekommt einen Einblick in die Krebsbehandlung und erfährt mehr über die Chemotherapie, Bestrahlung von der Lunge. Des Weiteren schreibt aber die Autorin auch über die Folgen der Krebs Behandlung und die Probleme. Sophie Kauf sich unterschiedliche Perücken, jede Perücke hat einen Namen und sie setzt die Perücken je nach Stimmung auf. Das Buch ist aus der Ich Perspektive geschrieben und wie ein Tagebuch aufgebaut. Zum Ende der Geschichte, ist es leider nicht mehr so interessant geschrieben und die Kapitel find ich ziehen sich in die Länge.
Fazit: Eine interessante Geschichte von einer 21 jährigen Niederländerin, die gegen den Krebs in ihr kämpft.
- Gayle Forman
Nur ein Tag
(531)Aktuelle Rezension von: Mama_liest_wiederIch hatte das Buch jetzt schon länger im Regal stehen und hatte jetzt endlich Zeit es zu lesen. Den Anfang fand ich wirklich gut. Es war gut zu lesen und ich kam gut durch. Ich fieberte sogar richtig mit. Dann kam der 2. Teil in dem Allyson sehr depressiv war und das hat mir so gar nicht gepasst.
Wieso müssen Mädchen denn sofort Depressiv werden wenn ein Typ sie sitzen lässt?
Im laufe des weiteren Buches wird dann klar das sie eigentlich hauptsächlich der Version von sich selbst nach trauert. Also nimmt sie ihr Leben in die Hand und versucht es zu ändern. An diesem Punkt gefällt mir das Buch sehr gut. Allyson wird richtig Aktiv macht eine enorme Charakter Entwicklung durch und kommt aus der Passivität heraus. Über den Punkt das sie Willem jetzt auf eigene Faust sucht bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite feier ich es das sie nicht auf ihn wartet um sich finden und retten zu lassen, sondern das sie selber los zieht und ihn finden will. Auf der anderen Seite finde ich aber auch das es vermittelt das man einem Typen einfach weiter hinterher laufen muss auch wenn er einen einfach sitzen gelassen hat. Aber ich denke das ist einfach dem Genre geschuldet. Trotzdem hätte ich es besser gefunden hätte sie die Suche erst begonnen wenn ihr ein Zeichen geschickt worden wäre das Willem auch gefunden werden will. Z.b. ein Zettel mit hole kurz Frühstück in ihrem Rucksack den sie seid dem Tag nicht mehr geöffnet hat oder so etwas.
Alles in allem finde ich das Buch trotzdem gut. Und würde es auch weiter empfehlen. Vor allem gefällt mir die Allyson die emanzipiert Ihr Leben selbst in die Hand nimmt.
- Gayle Forman
Und ein ganzes Jahr
(320)Aktuelle Rezension von: Nikashe"Und ein ganzes Jahr" von Gayle Forman ist die Fortsetzung und Abschlussband von "Nur ein Tag".
Endlich erfahren wir, was in dem einen Jahr mit Willem passiert ist, wo er sich aufhält und wieso er Allyson/Lulu alleine zurück gelassen hat in Paris.
Stellt man beide Bücher nebeneinander, so ergeben Sie ein Herz, was ich sehr schön finde.
Im ersten Band der Dilogie erfahren wir recht wenig über Willem. Dies ändert sich nun mit dem zweiten Band. Denn dieser ist nun aus seiner Sicht geschrieben und wir erfahren wo er sich wann aufgehalten hat.
Wir begleiten Ihn auf den Weg Lulu zu finden, denn Allyson richtigen Namen kennt er immer noch nicht. Eine Suche, die Hoffnungslos erscheint und sich über mehrere Kontinente erstreckt.
Willem wirkt sehr zerstreut und meidet Konflikte. Es wird klar, wieso er ein Vagabunden leben lebt und wofür er versucht wegzulaufen.
Es war Interessant zu lesen, was in dem Jahr bei Willem passiert ist, auch wenn das Ende durch Band 1 bekannt war, hatte die Geschichte ihre spannenden Punkte.
Sein Charakter wird mehr erläutert und wirkt dadurch sympathischer als zuvor.
Die Orte und Personen, die ihm auf seiner Suche begegnen, machen die Story dann weniger vorhersehbar.
Willem der vorher an das Schicksal und an Zufälle geglaubt hat, fängt immer mehr an daran zu Zweifeln und am Ende wird doch alles gut.
Fazit:
Band 2 fand ich nur ein wenig Schwächer als Band 1. Dies liegt daran, dass man das Ende bereits kennt und leider meine Hoffnung nicht bestätigt wurde, dass man darüber hinaus noch etwas erfährt.
Das fand ich sehr Schade. Schließlich fiebert man die ganze Zeit dem Treffen entgegen und dann ist die Geschichte vorbei.
Willems Geschichte zu lesen hat mir dennoch Spaß gemacht und es war schön zu sehen, wieso er ein Vagabunden leben lebt und diese Selbsterkenntnis und der Weg dorthin hat mir gut gefallen.
- Victoria Schwab
A Darker Shade of Magic
(121)Aktuelle Rezension von: Wortmagie„A Darker Shade of Magic“, der erste Band der Trilogie „Shades of Magic”, von Victoria „V.E.“ Schwab erzählt eine multidimensionale Geschichte, die in drei verschiedenen, durch Magie verbundene Versionen von London spielt. Schwab wird oft gefragt, warum sie ausgerechnet die britische Hauptstadt als Setting auswählte. Sie erklärt ihre Entscheidung damit, dass London eine Stadt ist, in der Historie lebendig ist und „die Zeitalter, wie die Schichten einer Torte, übereinander liegen“. Außerdem versteht sie die gesamte Trilogie als einen Liebesbrief an „Harry Potter“ und wir alle wissen, wie wichtig London im Potterversum ist. Magie und die Idee einer Realität in Schichten – besser kann man „A Darker Shade of Magic“ eigentlich nicht zusammenfassen.
Im Universum gibt es drei bekannte Dimensionen. Jede ist einzigartig, aber eines haben sie alle gemeinsam: in jeder Dimension existiert eine Stadt namens London. Magische Ankerpunkte verbinden die Städte und erlauben Antari wie Kell, zwischen ihnen zu reisen. Um sie auseinanderhalten zu können, ordnete Kell ihnen Farben zu. Im grauen London ist Magie so gut wie ausgetrocknet. Im roten London, Kells Heimat, schwingt sie harmonisch mit dem Leben, wird geehrt und geachtet. Im weißen London dient Magie als unwillige Sklavin der Menschen, unterworfen und gefesselt. Einst gab es ein viertes London. Das schwarze London. Doch es ist lange her, dass alle Portale dorthin zerstört und strenge Regeln erlassen wurden, um zu verhindern, dass die anderen Dimensionen dasselbe Schicksal ereilt. Als eines dieser Gesetze gebrochen wird, ist Kell der einzige, der eine Katastrophe verhindern kann. Mithilfe der jungen Abenteurerin Lila aus dem grauen London stellt er sich der Bedrohung. Können sie verhindern, dass die Dimensionen verschlungen werden?
Bevor ich begann, diese Rezension zu „A Darker Shade of Magic“ zu schreiben, bin ich wie immer meine Notizen durchgegangen. Dabei fiel mir auf, dass diese überwiegend aus Fragen bestehen, was bereits eine verlässliche Auskunft darüber gibt, wie ich die Lektüre empfand. Meiner Meinung nach lässt dieser Trilogieauftakt viele Punkte ungeklärt, wodurch ich mich nicht richtig abgeholt fühlte, es gelang V.E. Schwab jedoch, meine Neugier so weit wachzukitzeln, dass mich die Antworten auf meine zahlreichen Fragen definitiv interessieren. Vermutlich ließ sich dieser Effekt gar nicht vermeiden, weil sich „Shades of Magic“ aus einigen unkonventionellen Ideen zusammensetzt und Schwab im ersten Band demzufolge erst einmal eine grobe Etablierung des Multiversums und des Magiesystems vornehmen musste, bevor sie die Hintergründe konsistent herausarbeiten kann. Beide Aspekte gefielen mir. Da sich „A Darker Shade of Magic“ hauptsächlich auf Kell konzentriert, der im roten London zu Hause ist, ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ausnahmsweise einmal nicht die Dimension, die unserer Realität am ähnlichsten ist. Ich finde das sehr ansprechend, weil es in einem interdimensionalen Konzept einfach unnötig ist, sich mit Bekanntem zufriedenzugeben. Dennoch bietet Schwab ihren Leser_innen mit der Implementierung von Lila, die aus dem grauen London stammt, das unserer Realität um etwa 1900 herum entspricht, einen Anker, durch den die Akzeptanz eines multidimensionalen Universums deutlich leichter fällt. Tatsächlich konnte ich mich mit Lila besser identifizieren als mit Kell, das lag allerdings nicht an ihrer Herkunft, sondern daran, dass mir ihre gesamte Persönlichkeit eher entgegenkam. Ihre Abenteuerlust und ihr Freiheitsdrang wirkten auf mich sehr attraktiv. Ich hatte das Gefühl, dass sie abgeklärter, selbstsicherer und sich ihrer Wünsche und Träume bewusster ist als Kell, der weder weiß, wo seine Wurzeln liegen, noch, welche Ziele er im Leben hat. Kell ist ein Antari, ein Blutmagier, der dank seiner seltenen Fähigkeiten zwischen den Dimensionen reisen kann und deshalb seit seiner Kindheit im Dienst des Königshauses steht. Alle drei Versionen von London sind Monarchien; es ist Kells Aufgabe, die Kommunikation zwischen ihnen zu gewährleisten. Die atmosphärische Abgrenzung der Städte überzeugte mich, obwohl der Großteil meiner offenen Fragen die Schattierungen der Magie betrifft, die sich in jeder Dimension anders äußern. Ich finde es großartig, dass Schwab Magie als bewusste Lebensform behandelt, aber ich habe nicht verstanden, wie weit dieses Bewusstsein reicht und ebenfalls nicht, ob die Magie einer Dimension für andere Dimensionen toxisch ist oder ob es neben der lokalen Magie eine Art interdimensionale Magie gibt, von der Gefahr ausgeht. Es scheint mir nicht plausibel, dass der einzige Unterschied darin besteht, wie die Menschen mit der Magie umgehen, denn dann könnte ihr Eindringen, wie es in „A Darker Shade of Magic“ geschieht, meiner Ansicht nach ausgeglichen werden. Vielleicht habe ich aber auch das ganze System noch nicht durchschaut. Ich hoffe, das klärt sich in den Folgebänden.
Ich empfinde für die Trilogie „Shades of Magic“ aktuell eine gewisse Skepsis. Es ist nicht so, dass mir der erste Band „A Darker Shade of Magic“ mit seinen kreativen Ansätzen nicht gefallen hätte, aber die zahlreichen offenen Fragen, die ich nach der Lektüre sammelte, schüren meine Zweifel daran, dass V.E. Schwab sie tatsächlich alle beantworten wird. Ich bin natürlich gern bereit, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen und ich werde der Autorin die Gelegenheit dazu mit der Fortsetzung „A Gathering of Shadows“ einräumen, doch ich wurde in der Vergangenheit diesbezüglich oft enttäuscht. Zu viele Autor_innen glauben, dass ein vages, skizzenhaftes Worldbuilding genügt. Schwab muss mir erst einmal beweisen, dass sie anders ist. Schafft sie es nicht, mir einleuchtende Erklärungen anzubieten, kann ich nicht garantieren, dass mich meine Neugier bis in den finalen Band „A Conjuring of Light“ trägt. Um sie aufrechtzuerhalten, braucht es mehr als einen Haufen Fragezeichen.
- Tracy Chevalier
Das Mädchen mit dem Perlenohrring
(432)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeHolland im 17. Jahrhundert. Als Griets Vater bei einem Arbeitsunfall sein Augenlicht verliert, kann er seiner Arbeit nicht weiter nachgehen und Griet wird als Dienstmädchen in den Haushalt des Malers Johannes Vermeer gegeben. Dessen Ehefrau ist erneut schwanger und kann Griets Hilfe gut gebrauchen. Die Arbeit ist hart und Griet hat es nicht leicht, aber sie ist auch fasziniert vom Maler Vermeer und dessen Werken. Nur sie darf sein Atelier reinigen. Mit der Zeit wird auch der Maler auf Griet aufmerksam...
❤️ Die Geschichte ist zwar fiktiv, aber ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass es genau so hätte sein können. Sehr bildhaft beschrieben, sehr glaubhaft. Auch die Zeit des 17. Jahrhunderts wird gut beschrieben; es fühlte sich beim Lesen an wie eine kleine Zeitreise.
26.02.2026
- Irvin D. Yalom
Das Spinoza-Problem
(61)Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl"Als er schließlich von Franco keine Spur mehr erkennen konnte, trat Bento langsam von der Anlegestelle zurück und begab sich wieder in die Arme der Einsamkeit."
Beiden Hauptfiguren, Bento de Espinosa und Alfred Rosenberg gesellt Irven D. Yalom einen fiktiven Freund hinzu, um die Charaktere der beiden Einzelgänger transparent werden zu lassen.
Genannter Franco stammt wie Spinozas Vorfahren aus Portugal. Wie viele andere Juden war seine Familie zum Katholizismus konvertiert. In Amsterdam hat er Schwierigkeiten mit dem Judentum und dessen dogmatischen Gesetzen. "Franco schloss die Augen. 'Ich dachte: Was ist der Unterschied zwischen diesem Spektakel und dem Spektakel - nein, ich will es geradeheraus sagen - und dem Unsinn, der während der katholischen Messe stattfand, die wir Neuchristen besuchen mussten.'"
Der junge Spinoza erläutert ihm seine Ansichten. Die Thora, die Bibel sei von Menschen geschrieben, nach Mose gab es laut der Schrift keine Propheten mehr, der Mensch sei nicht nach dem Ebenbild Gottes geschaffen, es gebe keine Wunder und kein Leben nach dem Tod.
Gott und die Natur seien identisch, Gott also immanent. Er sei eine ewige Substanz, deren Eigenschaften konstant blieben. "Unter Substanz verstehe ich das, was in sich ist und durch sich begriffen wird, das heißt das, dessen Begriff, um gebildet werden zu können, den Begriff eines anderen Dinges nicht bedarf." (Die Ethik nach geometrischer Methode dargestellt)
Als Religionslehrerin hatte ich mit Spinozas rationalen Ansichten ganz schön zu kämpfen. Aber gerade deshalb hat mir der Roman "Das Spinoza-Problem" so gut gefallen.
Natürlich war eine Aufklärung im 17. Jahrhundert und danach dringend notwendig war. Aber wie Franko am Ende feststellt, war Spinoza nicht so leidenschaftslos, wie gern wollte.
Im 21. Jahrhundert muss ich sagen, dass es mir gleich-gültig ist, ob Gott immanent oder transzendent ist. Wunder gibt es für die, die daran glauben. "Der Glaube versetzt Berge", sagt ein Sprichwort. Medizinisch könnte man auch vom Placebo-Effekt sprechen. Was das Leben nach dem Tod betrifft, gefällt mir immer noch Theodor Fontanes Gedicht "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" am besten, in welchem auf dem Grab des Herrn ein Birnbaum wächst und den Vorübergehenden Birnen spendet, wie es der Lebende getan hatte.
Bei Franciskus van den Enden lernt Spinoza nach dem Hebräischen die alten Sprachen und deren Sprecher kennen. Besonders dankbar bin ich Yalom, dass er mich an Epikur erinnerte. "Für Epikur war ataraxia das einzig wahre Glück. Und wie erreichen wir es? Weder durch Platons Harmonie der Seele noch durch Aristoteles' Erlangen von Vernunft, sondern schlicht durch das Ausschalten von Sorge und Furcht." Die größte Angst sei die vor dem Tod. Epikurs Rezept dagegen: "Wo Leben ist, ist kein Tod, und wo Tod ist, ist kein Leben."
"Die Arme der Einsamkeit" wählte sich Spinoza selbst, so Yalom. Er wusste, welche Folge die Verbreitung seiner Ansichten haben würde. Am 27. Juli 1656 wurde er von der Amsterdamer portugiesischen Synagoge mit dem Bann, Cherem ausgeschlossen.
Nur zu Franko hat er in großen Abständen Kontakt, ein Überbleibsel an Heimat und Geborgenheit. Aber auch das verliert er am Ende, als Franco, der jetzt Rabbiner ist, in die Neue Welt aufbricht, um dort das Judentum zu verändern.
Für Spinoza gibt es zwei Arten von Gemeinschaft, die "die sich aneinanderschmiegen, um einander zu wärmen und sich sicher zu fühlen, und den Menschen, denen eine aufgeklärte, freudige Sicht auf die Natur oder Gott gemeinsam ist."
Um Letzteres zu erreichen, müsse er seine "eigene Identität abwerfen, das heißt meine Bindung an mich selbst - und alles vom absolut Adäquaten und der wahren Perspektive aus betrachten."
"Was geschehen ist, ist, dass ich keinen Bedarf mehr an ihren Diensten habe, Herr Oberleutnant Pfister. Kehren Sie augenblicklich auf Ihren Posten nach Berlin zurück."
Das sind die letzten Worte, die Alfred Rosenberg an seinen Freund, den Psychiater Friedrich Pfister richtet, nachdem er kurz zuvor von Hitler endlich die Anerkennung erhalten hat, nach der er sich sehnte.
Auch Alfred Rosenberg ist ein Einzelgänger. Aber er hat dieses Schicksal nicht selbst gewählt, so Yalom in Übereinstimmung mit seiner Figur Friedrich Pfister. Seine Mutter starb zwei Monate nach seiner Geburt, sein Vater war krank und verschied, als Alfred elf Jahre alt war. Fortan waren es zwei Tanten, die sich um den Jungen kümmerten.
Schuldgefühle am Tod der Mutter werden angesprochen und noch mehr die Suche nach einem Ersatzvater. Die Gefühle der Minderwertigkeit und Schuld werden auf die Juden und Bolschewisten übertragen. Im Autor Housten Stewart Chamberlein findet Rosenberg einen Vater, den er verehren kann.
Nachdem er Russland und dem Baltikum den Rücken gekehrt hat, wird Dietrich Eckart, der Chefredakteur des Völkischen Beobachters zu seinem Mentor. Ihm folgt Adolf Hitler, der ihm einen Schreibtisch schenkt und später, nach dem gescheiterten Putsch am 9. November 1923, die Führung der NSADAP überträgt.
Immer wieder lässt er sich von Hitler ködern, aber in den "inneren Zirkel" gelangt er erst, als er nach dem Krieg mit 21 anderen Größen der Nazi-Zeit auf der Anklagebank sitzt. Aber im Gegensatz zu ihnen widerrief Rosenberg niemals.
Die erste Beschäftigung mit Spinoza wird vom Direktor und dem Deutschlehrer der Petri-Realschule in Reval erzwungen. Aber "Das Spinoza-Problem" lässt Rosenberg nicht mehr los, bis es ihn schließlich ins Spinoza-Museum nach Rijnsburg führt. Der ERR (Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg) räumt dann das Museum, ohne die beiden Jüdinnen im Spitzboden des Hauses zu bemerken.
"Der ERR hatte ein seltsames Interesse an Spinoza. Der Mitarbeiter Rosenbergs, der Nazi, der die Bibliothek auf seinen Befehl hin plünderte, hinterließ in seinem offiziellen Bericht einen vielsagenden Satz: 'Auch diese Bibliotheken ... enthalten ausserordentlich wertvolle frühe Werke, die zur Erforschung des Spinozaproblems (sic!) von besonderer Bedeutung sind'", bekam Yalom beim Besuch des Museums zu hören. Die Inspiration für seinen Roman.
Mir hat das Innenleben Spinozas in den Augen Frankos viel besser gefallen, als die psychoanalytischen Deutungen von Friedrich Pfister. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich nicht glaube, dass die Welt nicht nur aus Ursache und Wirkung besteht. Viele Physiker, angefangen bei Marie Curie, würden das bestätigen.
Für die Dramaturgie und noch mehr für das Verständnis von Spinozas Philosophie war die Geschichte Alfred Rosenbergs unerlässlich.
Ich verneige mich vor Irven D. Yalom und bedanke mich herzlich.
Vera Seidl
- S. Sagenroth
A. S. Tory
(40)Aktuelle Rezension von: Jeanette_LubeDieses Buch erschien 2020 und beinhaltet 266 Seiten.
„Eine Reise ins Ungewisse, eine Vinylsingle aus den siebziger Jahren und eine tragische Familiengeschichte.“
Sid ist fünfzehn und öffnet zu Beginn seiner Herbstferien eine E-Mail mit unbekanntem Absender. Er ahnt nicht, was auf ihn zukommt, lässt sich aber auf die Einladung des geheimnisvollen Mr. Tory ein. Es führt ihn von London quer durch Europa bis nach Marokko. Mit dem Mädchen Chiara begibt er sich gemeinsam auf die Suche nach einer vergriffenen Schallplatte und drei Brüdern. Zunächst beginnt alles mit Neugier und Abenteuerlust, dann nimmt es jedoch nach und nach eine gefährliche Wendung. Hier handelt es sich um einen spannenden Roadtrip, nicht nur für Jugendliche.
Ich kenne bereits fast alle Bücher der Autorin S. Sagenroth und nun wollte ich auch unbedingt den ersten Teil des Roadtrips von Sid lesen, denn Teil 3 und 4 kenne ich bereits und diese haben mir bereits super gefallen. Wie toll ist das denn, wenn man fünfzehn ist und solch eine Einladung bekommt? Ich hätte diese auch auf jeden Fall angenommen. Sid erlebt ein Abenteuer der besonderen Art. Warum hat Mr. Tory ausgerechnet Sid ausgesucht und warum soll er eine vergriffene Schallplatte suchen? Chiara ist dabei eine tolle Begleiterin und gemeinsam mit ihr macht es doppelt Spaß, denn schon vom äußeren Erscheinungsbild ist sie angenehm und ihre Art fasziniert Sid und auch mich. Es handelt sich hier um eine spannende, fesselnde, aufregende und packende Geschichte und ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Sid ist ganz schön mutig und schreckt gemeinsam mit Chiara vor fast nichts zurück. Die beiden sehen sich einer Gefahr gegenüber, mit der keiner rechnen konnte. Ich hatte das Gefühl, selbst an diesem Abenteuer teilzunehmen aufgrund des tollen Schreibstils der Autorin. Sid hätte sicher am Anfang des Roadtrips nicht damit gerechnet, was hier alles passieren wird. Lest selbst! Dies ist super für Jugendliche, aber auch Erwachsenen kann dieses Buch ein tolles Leseerlebnis bieten. Mich konnte die Autorin S. Sagenroth auf jeden Fall mit dieser Geschichte begeistern, faszinieren und komplett überzeugen, einfach klasse!!! Auf jeden Fall ein Lesehighlight!
- Mel Wallis De Vries
Schnick, schnack, tot
(87)Aktuelle Rezension von: buchgestapelWorum geht’s?
Eigentlich hätte die Klassenfahrt nach Vlieland das Highlight des Schuljahres werden sollen. Kaum angekommen, wird jedoch schnell die Leiche der beliebtesten Schülerin der Klasse aufgefunden – und plötzlich ist jeder verdächtig. Als die Insel dann auch noch wetterbedingt vom Festland abgeschnitten ist, spitzt sich die Lage zu, denn der Mörder setzt alles daran, um nicht entdeckt zu werden.
Meine Meinung
Wer den ein oder anderen Vorabendkrimi im deutschen Fernsehen gesehen hat, dem dürfte die Prämisse und der Ausgang dieser Geschichte bereits vertraut sein, ohne dabei nur eine einzige Seite gelesen haben zu müssen. Grundsätzlich finde ich das bei einem Jugendthriller allerdings auch gar nicht so schlimm, da ich auch bei diesem Buch keine allzu hohen Ansprüche an Spannungsmomente und Thrillereffekte hatte.
Der Schreibstil war definitiv angenehm und schnell zu lesen, was gerade im Jugendbuchbereich für mich extrem wichtig ist, da es so wirklich nicht besonders schwer ist, bis zum Ende an der Geschichte dran bleiben zu wollen. Auch die häufigen Perspektivwechsel haben die Spannung hoch gehalten, da man so nie allzu viel Zeit mit einer Figur verbringen konnte und bis zum Schluss nicht mit Sicherheit wusste, wer denn nun tatsächlich zum Mörder geworden ist.
Als eingefleischter Thrillerfan konnte man sich dann zwar zum Ende der Geschichte hin tatsächlich ausrechnen, wer denn schlussendlich der Täter war, ich persönlich fand das aber eigentlich gar nicht mal so schlecht. Auch die brutaleren Szenen an sich waren vergleichsweise harmlos, was ich für die Zielgruppe angemessen und für mich als Abwechslung tatsächlich auch mal ganz nett fand. Vor lauter Spannung aus dem Sitz wird man dabei natürlich nicht gerissen, für die Zielsetzung des Buches fand ich die Umsetzung aber durchaus sehr gut gelungen.
Fazit
Als Jugendbuch und Einstieg in das Krimi- und Thrillergenre finde ich diese Geschichte auf jeden Fall gelungen, auch wenn ich als Thrillerfan sonst eigentlich ganz andere Inhalte gewohnt bin. Beim Lesen habe ich mich aber trotzdem nicht gelangweilt, weshalb auch Leser außerhalb der primären Zielgruppe sicherlich einige angenehme Lesestunden mit diesem Buch verbringen können.
Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.
- Bernd Stelter
Der Tod hat eine Anhängerkupplung
(24)Aktuelle Rezension von: TanteGhostEin Mord, ein Campingplatz und deutsche Cmapingfamilien, die mitermitteln und beunruhigt sind.
Inhalt: Die vierköpfige Familie kommt endlich auf dem Campingplatz an und will nichts weiter, als den Urlaub genießen. Doch das wird schwer, wenn schon bei der Ankunft ein Großaufgebot der Polizei anwesend ist und der Kantinenwirt Tod in der Entsorgungsstation gefunden wird.
Während die Ermittlungen laufen, machen die Familien den Versuch eines normalen Campingurlaubs. Bis eine zweite Leiche gefunden wird. Auf die selbe Art ermordet und aufgefunden, aber an einem anderen Ort.
Der Campingplatzmörder wird gefunden und ist eine sehr große Überraschung.
Fazit: Eine Reihe, die ich von hinten angefangen habe. Aber genau das hat mich neugierig werden lassen. Ich wollte dann auch die anderen Bücher noch lesen. – Was ich mit diesem Buch beginnen werde, zu tun.
Ich muss mal sagen, dass mich hier schon das Titelfoto auf ganzer Linie begeistert. - Das Bild zeigt Bernd Stelter, wie ich ihn kenne. Eine lustige Miene mit minimalem Einsatz von Equipment.
Die Camperfamilie kommt endlich auf dem Platz an. – Schon hier kam ich aus dem Schmunzeln nicht mehr raus. Die ganzen vorangegangenen Ereignisse, bis es wirklich zur Abreise kam, sind nichs weiter als typischer Familienalltag gewesen, aber schon hier alles im typischen Stil von Bernd Stelter erzählt, der alles noch einmal auflockerte.
Der Mord war ja auch super beschrieben und die Auffindesituation der Leiche war nicht für schwache Nerven. – Danach fand ich die Ermittlungen dann wieder sehr amüsant. – Ich meine, dass das nicht mal ein Krimi war. Dafür war das alles irgendwie viel zu locker. Aber in jedem Fall unterhaltsam.
Es ist authentisch und niedlich, wie die Camper versuchen, ihren Urlaub zu retten und zu genießen. Dabei die typischen Probleme eines Mannes, der gern genießt aber auch auf seine Figur achtet. – Das Ding mit der Diät ist nur eine Nebenhandlung, dafür aber eine wirklich sehr niedliche Nebenhandlung.
Die Ermittlungen waren für mich fast unwichtig. Ich fand die Camper und ihren Alltag um Längen amüsanter und witziger. Ich habe die ganze Zeit Parallelen zu der TV-Serie „Die Camper“ gezogen.
Bei diesem Buch hatte mich am Ende schon das Vorwort in seinem Bann. Das war komplett witzig und hat sofort klargestellt, dass das Buch genau so amüsant werden würde, wie seine Programme.
Zusätzlich zum eh schon locker gestalteten Text, finden sich am Kapitelanfang noch lustige kleine Wohnwagen als Skizze und zwischendrin Bilder, teilweise über die komplette seit, die wirken wie Karikaturen und das Ganze noch einmal mehr auflockern. Nicht selten musste ich auch über die Bilder schon herzhaft lachen, weil einige Züge der Figuren, von denen hier die Rede ist, schon herrlich überspitzt dargestellt sind.
Ich halte dieses Buch, bzw. diese Bücher, auf keinen Fall für typische Krimis. Vom Stoff her, kommt es zwar hin, aber vom Schreibstil her ist es zu locker, zu humoristisch, als dass es wirklich so richtige Krimis wären. – Vielmehr würde ich diese Bücher als eine krimilastige aber locker Lektüre für zwischendurch beschreiben.
Beim Lesen hatte ich ein wirklich herrliches Kopfkino. Da er aus der Ich-Perspektive schreibt, habe ich immer ihn gesehen, wie er versucht, seinen Urlaub zu genießen, die Familie glücklich zu halten und die Ereignisse ein wenig außen vor zu lassen. Dazu kamen noch die Figuren aus der Serie „Die Camper“. Diese waren dann die befreundeten Familien, welche mit dabei waren. Und schon war ein wirklich bunter, lustiger und sehenswerter Film im Kopfkino.
Das Buch war in jedem Fall sehr flüssig lesbar, leicht verständlich und wirklich wunderbar als Feierabendlektüre geeignet. Ich konnte vom Alltag abschalten und hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass es Bernd Stelter persönlich ist, der gerade vor oder neben mir sitzt und sein Campingabenteuer erzählt.
Der erste Campingkrimi aus der Feder von Bernd Stelter ist sehr zu empfehlen. Ein typischer Krimi, da das Camperthema vieles auflockert.
- Victoria Schwab
A Gathering of Shadows Collector's Edition (Shades of Magic, Band 2)
(65)Aktuelle Rezension von: LillyStolpeSeit dem ersten Teil ist viel passiert und diese Ereignisse haben natürlich Spuren bei den Charakteren hinterlassen. Kell und Rhy haben beide einen großen Fehler gemacht, und ihr Königreich in Gefahr gebracht, doch das Königspaar lässt besonders Kell die Folgen dafür spüren, was ihn extrem verwundbar macht. Auch wenn er versucht, es hinzunehmen, macht es ihn fertig - er ist deutlich emotionaler als im vorherigen Band, was mir super gefällt. Im Auftakt hatte ich erst einen negativen Eindruck von Lila, doch in diesem Band habe ich sie dermaßen zu lieben gelernt. Dangerous, Reckless, Foolish, Mad. Lila Bard war noch nie eine der Guten. Sie ist auch nicht Böse. Sie ist einfach verrückt. Ich hatte noch nie von eine so waghalsige Protagonistin wie sie, was sie einfach super sympathisch macht - gerade weil sie eindeutig keine der Guten ist, weil sie für sich alleine spielt, und impulsiv ist, und die Regeln für sich neu erfindet. Die Charakterentwicklung der Protagonisten allgemein war echt zufriedenstellend im zweiten Band.
Diesmal war der Einstieg deutlich flüssiger, da ich mit der magischen Welt von Red London bereits vertraut war. Die Art, wie Schwab die Charaktere und ihre Handlungen rüberbringt finde ich einfach super. Sie hat einen tollen Humor, der die Geschichte an den richtigen Stellen auflockert und eine packende, wirkungsvolle Art, die ernsten und spannenden Ereignisse in Szene zu setzen. Ich habe von vorne bis hinten mitgefiebert und hatte echt Spaß am lesen. Einige Szenen am Ende sind etwas zu kurz gekommen, was ich schade fand, aber ziemlich schnell kam dann raus, dass das eben nicht die Teile waren, auf die es ankam. Auf diese folgte nämlich ein Gänsehaut bereitendes und emotionales Finale.
Der zweite Band von Shades of Magic hat bewiesen, dass man diese Reihe nicht unterschätzen darf. Wo ich den ersten Band zwar wirklich cool fand, hatte ich dennoch Zweifel darüber, wie mitreißend und eindrucksvoll die Reihe als Ganzes tatsächlich ist. A gathering of shadows hat aber auch die Begeisterung in mir geweckt, die im Auftakt noch gefehlt hat, weshalb ich jetzt Feuer und Flamme für diese Trilogie und ihre wahnsinnig tollen Charaktere bin. Eine deutliche Verbesserung, die im dritten Band hoffentlich genauso sichtbar ist!
- Jan Jacobs
Mord auf Vlieland
(50)Aktuelle Rezension von: Anett_Heincke„Mord auf Vlieland“ ist der erste Teil der Holland-Krimi-Reihe mit Griet Gerritsen.
Griet wurde wegen Fehler bei ihrem letzten Europol-Einsatz, bei dem ein Beamten getötet wurde, nahegelegt, sich auf eine neue Stelle als Mordermittlerin in Friesland zu bewerben. Durch Beziehungen von ganz oben tritt sie nun ihren ersten Arbeitstag an. Ihr Chef ist natürlich nicht begeistert, betraut sie aber gleich mit dem Fall eines Toten, der auf einer Sandbank in einem Schiffswrack auf Vlieland gefunden wurde. Ihr Team besteht aus dem gemütlichen Mittvierziger Pieter de Vries, der seinen Schreibtisch anscheinend seit Jahren nicht verlassen hat, und der übermotivierten Noemi Bogaard, Anfang zwanzig. Griet ahnt, dass es sich um einen Test handelt, da anscheinend niemand mit ihren beiden Teamkollegen zusammenarbeiten will.
Bei dem Toten handelt es sich um den sehr beliebten und anerkannten Hotelier Vincent Bakker. Vor Ort bekommen sie Unterstützung durch den attraktiven Insel-Polizeichef Henk van der Waal, da die Insulaner Fremden gegenüber sehr verschwiegen sind. Doch je tiefer sie in die Ermittlungen einsteigen, desto mehr dunkle Geheimnisse kommen ans Licht.
Griet weiß, dass sie den Fall nicht vermasseln darf, doch dann passieren unvorhersehbare Dinge, die sie zu einer eigenmächtigen Entscheidung zwingen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und zügig lesbar. Es kommen viele niederländische Begriffe vor, deren Bedeutung man sich denken kann bzw. die auch übersetzt werden.
Die Charaktere sind authentisch beschrieben. Griet ist mir sehr sympathisch. Sie hatte es in den letzten Jahren nicht leicht. Bei einem Einsatz hat sie ihren Freund und Partner verloren und wurde selbst schwer verletzt. Aber sie hat sich wieder aufgerappelt. Mit ihren beiden Partnern in dem neuen Fall hat sie es anfangs schon etwas schwer. Pieter hat die letzten Jahre Cold Cases mehr oder weniger bearbeitet und ist ziemlich träge. Das Küken Naomi ist voller Tatendrang und missachtet schon mal die Vorschriften. Auch als Neuling bei der Polizei sollte sie diese kennen und nicht mit ihrem eigenmächtigen Verhalten die Ermittlungen gefährden. Pieter hingegen hat sich zu einem tollen Kollegen entwickelt, dem am Ende der Außendienst sogar Spaß macht.
Ebenfalls ist die charmante Atmosphäre der Insel mit ihren malerischen Stränden und der rauen Natur sehr gut eingefangen, trotzdem gleichzeitig ein fesselnder Kriminalfall im Mittelpunkt steht.
Auch das Cover passt zur Handlung, ist düster und wirkt nordisch rau.
Insgesamt ist „Mord auf Vlieland“ ein gelungener Krimi, der sowohl Spannung als auch eine Prise nordische Gelassenheit bietet. Die Kombination aus einer packenden Handlung, unterschiedlichen Charakteren und der wunderschönen Kulisse der Insel macht das Buch zu einem echten Lesevergnügen.
- David Mitchell
Die tausend Herbste des Jacob de Zoet
(128)Aktuelle Rezension von: EllinorliestThe Thousand Autumns of Jacob de Zoet ist ein Buch, dass sich schwer in ein Genre einordnen lässt und seinesgleichen sucht. Die Geschichte ist ein historischer Roman, aber auch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, ein Thriller und ein Abenteuerroman. Vor allem ist es aber eines: unglaublich gute Literatur! Die Sprache ist derart präzise, treffend und bis ins letzte ausgearbeitet, sie lässt sich beinahe nicht beschreiben.
Ich bin immer wieder fasziniert von der Sprach- und Erzählkunst David Mitchells, von dem ich seit Cloud Atlas (seinem bekanntesten Werk, auch aufgrund des Kinofilms) großer Fan bin. Die Tausend Herbste des Jacob de Zoet ist nichts anderes als ein Meisterwerk-leider ein viel zu unbekanntes. Ich kann euch nur eines sagen: lest es! Lasst euch von diesem fantastischen Erzähler in das von der Außenwelt fast komplett abgeschottete Japan des achtzehnten Jahrhunderts entführen und liebt und leidet mit Jacob de Zoet mit.
Für mich endlich das Jahreshighlight, auf das ich so lange gewartet habe 🥰
Die deutschen Übersetzungen seiner Werke sind übrigens beim Rowohltverlag erschienen. Wer sich mit dem Englischen etwas schwerer tut, sollte auf sie zurückgreifen, denn die aufgefeilte Sprache des Autors ist nicht immer leicht zu lesen.
- Leon de Winter
Hoffmans Hunger
(67)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannVon 350 auf 430 Pfund. Für die männliche Klammer, für all die vergebliche Gier in einer vom großen Fressen (mit Verstopfung uns Ausspeien) geprägten Welt, sorgt, so beiläufig, so real wie sinnfällig ein US-amerikanischer Waschsalonbesitzer auf Reisen. Sein gewichtiger Pedant, der niederländische Botschafter in Prag, bildet indes den Dreh- und Angelpunkt dieser sowohl spannend als auch erhellend geschilderten Geschichte.
Spannend, weil sie am Vorabend des Mauerfalls spielt, und noch einmal die Implikationen des „Kalten Krieges“ eindringlich darstellt, zusammen mit Spionage, Agenten und Co. sowie all den Wirrnissen, die sich daraus ergeben. Erhellend, da sie die elementaren Such- und (möglichen) Findeprozesse eines Mannes im Angesicht von Tod und Verzweiflung so schildert, dass es einen nicht unberührt lässt. Zumal dieser Prozess mit Hilfe der Philosophie Baruch Spinozas erfolgt, explizit anhand seines Buches: „Abhandlungen über die Verbesserung des Verstandes und über den Weg, auf dem er am besten zur wahren Erkenntnis der Dinge geleitet wird.“
Manchmal sind diese Dinge, über das große Fressen und seine psychischen Hintergründe sowie damit einhergehenden körperlichen Vorgänge (alles, was hineingestopft wird, muss auch irgendwie wieder raus) nicht so „einfach“ zu lesen, von tiefgründig bis eklig reicht hier die Spannbreite. Zur Verdeutlichung der tragischen Momente (Verlust der Kinder), des Risses, der hierdurch bei den Eheleuten entsteht, sowie der Sehnsucht nach Heilung von einer Schuld, die erst im Nachhinein deutlich wird, ist diese Spiegelbild gut geeignet – und wird hier überaus gekonnt in Szene gesetzt.
Es sind aber nicht nur die persönlichen Geschichten, die hier glänzen, sondern auch allgemeingültige Betrachtungen, die den Nerv der Zeit treffen, aber genauso zeitlos sind, wie das folgende Beispiel verdeutlicht: „Wir müssen die Welt in ihrer eigenen Dynamik sehen, in ihrer eigenen Gesetzmäßigkeit. Nicht von unserer subjektiven Besessenheit aus.“ Und auch Spinoza trägt einen guten Teil am Gelingen dieses Buches bei: „Denn alles auf einmal zu begreifen, ist etwas, das die Kräfte des menschlichen Verstandes bei weitem übersteigt.“
Es gibt Bücher, die kann man ein zweites oder gar ein drittes Mal lesen; dieses Buch gehört auf jeden Fall dazu.
(14.09.2022)
- Shayla Black
Perfect Gentlemen – Nur Rache ist süßer
(31)Aktuelle Rezension von: mariahWie auch die ersten zwei Teile konnte mich auch der darauffolgenden Band überzeugen.
Der Schreibstil ist echt spannend und zwischen der knisternden Liebesstory tauchen Geheimnisse und Intrigen auf, die der Klärung bedürfen...
Das Buch ist etwas anders als die ersten Teile denn ein Zeitsprung wird eingebaut, was das Lesegefühl etwas ins Wanken bringt. Denn man hat durch den Zeitsprung von der Gegenwart in die Vergangenheit schon teilweise eine üble Vorahnung...
Der Action ist Spannung und man hängt an jeder Zeile des Buches. Die Liebe ist anfangs zwischen beiden wirklich zuckersüß und federleicht, jedoch verkompliziert die Zeit so einiges...dadaurch kommt es zu einem (teilweise auch einseitigen) Hin und Her.
Sehr gut gefallen hat mir auch mal wieder der Zusammengalt der Perfect Gentlemen - sie ziehen alle an einem Strang. Das macht umso mehr Spaß, da man einige Charaktere schon gut aus den ersten beiden Teilen kennengelernt hat und auch bei ihnen eine Entwicklung in der Zukunft feststellt.
Natürlich ist auch hier wieder nur ein kleinerer Teil des ganzen Falls und der Intrigen aufgedeckt worden und man fiebert darauf zu wie sich der Fall wohl im Ganzen auflösen wird. Was dann natürlich auch nicht fehlen darf: der nächste Gentlemen muss unter die Haube und man hat auch schon eine Ahnung wer das sein wird...;)
- Alexandra Flint
Lakestone Campus of Seattle, Band 3: What We Hide
(55)Aktuelle Rezension von: JeannasBuechertraumIn der dritten Geschichte geht es jetzt endlich um Lucie die ihre Vergangenheit bereits seit Band 1 anteasert. Als ihr Kindheitsfreund an die Uni kommt beginnen Zeitgleich auch Drohbriefe ihr Leben aufzuwühlen und ihre Vergangenheit holt sie ein. Wie lange sie das wohl vor ihren neuen Freunden verstecken kann?
Ich fand den drope so langweilig, do klischeehaft. Reichen Mädchen baut mist in ihrer Jugend um beliebt zu sein und versucht dann neu anzufangen und blos keinem die Wahrheit zu sagen. Ich muss sagen die HackerGeschichte fand ich schon schlimmer als das was Lucy getan hat. Daher wars einfach nervig das sie so lang alles versucht hat zu vertuschen. Ihre ganzen Handlungen haben nur wenig Sinn ergeben. Auch der Protagonist war stets reglektiert und bricht dann sm Ende aus seiner Rolle. Als hätte die Autorin sich ein Grundgerüst der Geschichte überlegt und dann nicht gewusst wie die Charaktere am logischsten dahin kommen und hat dann die Abkürzung genommen mit Habdlungsweisen die nicht zu den Charakteren passen. Und das war so ermüdent und ich bin fast schon sauer weil dazwischen immer wieder so gute Gedanken und Passagen verwebt wurden. Band 3&4 sind sich diesbezüglich sehr ähnlich. Hätte man auf die Bände kritischer draufgeschaut und sich mehr Zeit beim schreiben / übersrbeiten gelassen hätten das echt gute Geschichten werden können. Vor allem Callahans Geschichte, als Kind in einer Ärmlichen Adoptivfamilie war echt interessant. Die Grundidee zur reichen, priviligierten Lucie spannend. Die Umsetzung wirkt für mich überhastet.
Das Call ein Mathe, Sport und Physik Genie ist fand ich dann aber auch etwas überzogen und das Lucie neben all dem was on der Storyline los war auch noch so viele Zusatzprojekte mit Bravur gestemmt hat - na klar es ist eine Uni der Genies aber in Band 3 wurde es dann langsam absurd. Band 1 war wirklich mit Abstand der Beste und vor allem durchdachteste Band! Schade das es dann so stark nachgelassen hat.
- Patrick van Odijk
Der falsche Vermeer
(32)Aktuelle Rezension von: juniaWie kam ich zu diesem Buch?
Durch Zufall wurde ich auf das Buch bzw. den Autor aufmerksam. Es ist das erste Buch von Patrick van Odijk, das ich gelesen habe. Nachdem es dann einige Zeit auf dem eBook-Reader vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal vorgenommen.
Wie finde ich Cover und Titel?
Beides sprach mich sofort an, da es mein Lieblingsbild (von Vermeer) ist. Deshalb wollte ich das Buch unbedingt lesen.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert in der Kunstwelt der Nachkriegszeit.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um einen Einzelroman, der also problemlos ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden kann. Der Schreibstil ist meist flüssig, der Ausdruck ist leicht zu verstehen. Die Erzählperspektive wechselt, so bekommt man sehr viel aus verschiedenen Sichtweisen mit. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen.
Mein Fazit?
Die Geschichte an sich zieht sich irgendwie ganz schön, weshalb mich die Auflösung irgendwann gar nicht mehr interessiert hat. Das Buch war leider nicht meins, somit erhält es von mir 2 von 5 Sternchen. Ich weiß nicht, ob ich weitere Bücher von Patrick van Odijk lesen werde.
- Peter Zantingh
Nach Mattias
(184)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderMitte dreißig war Mattias und jetzt ist er weg. Kommt auch nicht mehr. Acht Menschen trifft das hart und jeder hat seine eigene Geschichte mit oder über Mattias. Seine Freundin, enge Vertraute, sein bester Freund mit dem er ein Café eröffnen wollte und auch Menschen, denen er nicht so nahe stand. Behutsam und genau beschreibt Peter Zantingh die Vorgänge, die Veränderung die mit Mattais weg sein einher gehen und wir lernen acht Menschen kennen, die alle eine ganz eigene Geschichte haben und die nach Mattias nun verändert wird. Ein besonderes, ein ganz anderes Buch.
Der großartige Diogenes Verlag hat wieder ein tolles Bild für dieses Buch ausgesucht. Es spiegelt die Weite der Geschichte wieder und auch die Tiefe und aber auch die Einsamkeit, die eben nach Mattias entstanden ist für die Figuren des Romans. Passt einfach alles zusammen. - Bernd Stelter
Der Killer kommt auf leisen Klompen
(13)Aktuelle Rezension von: TanteGhostMordermittlungen in Zeeland und Camper, die in Ruhe Urlaub machen wollen, sich aber mit einer fitten Animateuse kongurieren müssen.
Inhalt: Unsere Camper wollen einfach nur einen entspannten Campingurlaub verbringen, die Zeit mit der Familie genießen und vom Alltag entspannen. Aber diese neue Animateurin des Campingplatzes bringt alles durcheinander. Die Damen der Schöpfung wollen doch allen Ernstes morgens um sechs Uhr den Morgengruß mit ihr turnen. - Den Herren der Schöpfung passt das nicht und sie versuchen, zu intervenieren, was aber nicht unbedingt auch gut klappt.
Gleichzeitig wird in einem Mordfall ermittelt. Auf einem Hausboot wurde eine Escort-Dame tot aufgefunden. Nackt mit einigen seltsamen Begebenheiten im Raum und doch dauert es, bis die Todesursache als Botox identifiziert werden kann.
Diese Botoxgeschichte betrifft nun aber auch unsere Camper, da die Damen auf eine Botoxparty wollen. - Die Männer der Runde sehen einen Zusammenhang mit dem Mord an der Escort-Dame, stecken ihren Verdacht der Polizei und begleiten ihre Frauen zur Sicherheit.
Ist der vermeintliche Schönheitschirurg auch der Mörder?
Fazit: Schon auf dem Cover sieht man den Herrn Stelter persönlich aus seinem Wohnwagenfenster schauen und grinsen. - Ich weiß nicht, was es ist, aber allein sein Gesicht zaubert mir schon ein Lächeln ins Gesicht. - Klar, es handelt sich hier um einen Camping-Krimi. Ein Krimi, der im weitesten Sinne mit unseren Camperfamilien zusammenhängt, aber was dieses Mal für Zusammenhänge entstehen sollen, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz klar.
Die Story fängt schon übelst lustig an. Herr Stelter überlegt, einen neuen Campinganhänger zu kaufen, da die Kinder ja jetzt in einem Alter sein sollen, wo sie nicht mehr mit den Eltern auf Reisen gehen. Aber da hat er die Rechnung ohne seine Kinder gemacht. Die wollen nach wie vor mit und somit fährt die Familie gemeinsam in den Campingurlaub, wo sie auf dem Campingplatz auch wieder auf ihre Freunde treffen.
Gleichzeitig ermittelt die Polizei vor Ort in einem Mordfall, in dem eine Frau auf einem Hausboot tot auf ihrem Bett gefunden worden ist. Einiges an diesem Tatort ist seltsam und wirft Fragen auf, aber die sollen im Laufe der polizeilichen Ermittlungen noch geklärt werden.
Der Kommissar plagt sich in diesem Buch noch mit einem böse verfaulten und schmerzhaften Zahn herum. Aber die Diagnose des Zahnarztes hat ihm so gar nicht gefallen, weswegen er den Kontakt gelöscht hat und beschlossen hat, dass sich sein Zahnproblem auch von allein lösen wird.
Während die Ermittlungen der Polizei ihren Gang gehen, entsteht auf dem Campingplatz ein ganz eigenes und neues Problem. Die neue Animateurin macht die Frauen auf dem Platz zu Fitnessfanatikerinnen, die lieber um sechs Uhr morgens zum Morgengruß gehen, statt mit ihren Männer und Familien gemütlich auszuschlafen. - Zwar versuchen die Männer zu intervenieren, allerdings gelingt das nicht so ganz. Die Frauen beharren auf ihre Form des Urlaub und wollen am Ende sogar zu einer Botox-Party.
Es kommt zum Zusammentreffen der Männer und der Polizei, wo man sich gegenseitig kurz und bündig erzählt, was man weiß.
In der Praxis des Schönheitschirurgen treffen die Camper und die Herrschaften von der Polizei wieder aufeinander um die Machenschaften rund um das neue Schönheits- und Fitnessprojekt auf dem Campingplatz fliege auf. – Auch der Mord kann aufgeklärt werden, dessen Aufklärung allerdings, hält so manche Überraschung bereit.
In dem Buch werden viele niederländische Namen und Begriffe verwendet, die mich ziemlich haben stolpern lassen. Ja klar, das Buch spielt in den Niederlanden, aber bei dem vorhergehenden Band, fand ich das nicht so krass.
Die Story selber hat mich wieder an die Serie „Die Camper“ erinnert und in mir einige Bilder hervorgerufen. Außerdem war es sehr amüsant, wie Herr Stelter die Probleme der Herren hier darstellt. Man merkt eben, dass er durchaus ein Komödiant ist.
Beim Lesen hatte ich zum Teil ein richtig herrliches Kopfkino vor meinem geistigen Auge und musste stellenweise herzlich lachen. Die Bilder, die da entstanden sind, waren einfach nur herrlich.
Den Krimi habe ich auch hier nicht wirklich mitbekommen, was wirklich sehr angenehm war. Die Ermittlungen der Polizei sind in den Zahnschmerzen des Kommissars sehr gut untergegangen. Die kleine Liebesgeschichte war eine wirklich sehr gute Idee, dass sie jedoch so enden muss, fand ich für den Fall sehr überraschend, für den Kommissar aber schade.
Kurzweilig, hat mich sehr gut vom Alltag abgelenkt und mir eine sehr angenehme Zeit geschenkt. – Ich kann nicht nur dieses Buch, sondern schon jetzt die komplette Reihe empfehlen und hoffe ganz einfach, dass da noch einige Folgen mehr kommen werden.
- Mathijs Deen
Unter den Menschen
(40)Aktuelle Rezension von: Nicole_SutterNordischer Charme, der nachklingt.
Jan ist Bauer und gibt eine ganz ungewöhnliche Kontaktanzeige auf und Wil, alias Irene, antwortet darauf. Jan sucht eine Frau, Wil ein Haus mit Blick aufs Meer.
Ob das die idealen Voraussetzungen sind, um irgendwann ein WIR zu sein?
Einfach ganz wunderbar, wunderbar anders.
- Mimi Heeger
To Me and You. Grace & Adam (Secret-Reihe)
(30)Aktuelle Rezension von: pinkyliciousbooksFür mich eine so schöne Liebesgeschichte mit sehr viel Tiefe. Es geht nicht nur darum wie Grace erwachsen wird und dabei eine unerwartete Gefühle zum Vorschein kommen, sondern auch das sie zu sich finden will & das bekanntermaßen nicht die einfachste Sache der Welt ist.
Mit hat das Rotterdam-Reise Setting super gefallen & Grace und Adam sind mir direkt ans Herz gewachsen.
Die ganze Dynamik der Clique die sich in Hostel findet ist super und bringt der Geschichte Spannung und unerwartete Wendungen.
Definitiv eine Romance Empfehlung von mir. ❤️
4/5 📚























