Bücher mit dem Tag "holz"
21 Bücher
- Iris Wolff
Lichtungen
(266)Aktuelle Rezension von: biadia„Lichtungen“ von Iris Wolff ist definitiv kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Die Erzählweise ist außergewöhnlich, denn die Handlung entfaltet sich in umgekehrter Reihenfolge. Was zunächst wie ein Ende wirkt, wird nach und nach zum Ausgangspunkt einer Geschichte, die immer mehr von Lev und Kato preisgibt.
Gerade diese besondere Erzählstruktur hat mich beim Lesen immer wieder innehalten lassen. Man muss aufmerksam bleiben und die einzelnen Erinnerungen und Ereignisse miteinander verbinden. Anfangs war das für mich etwas ungewohnt, aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr konnte ich mich darauf einlassen.
Lev und Kato sind zwei Menschen, deren Leben ganz unterschiedliche Wege nimmt und die sich trotzdem über viele Jahre hinweg verbunden bleiben. Ihre Beziehung hat für mich etwas sehr Zartes und gleichzeitig Melancholisches. Besonders schön fand ich die leisen Momente und die Art, wie Iris Wolff Gefühle vermittelt, ohne sie ständig auszusprechen.
Die Sprache ist für mich eines der großen Highlights dieses Romans. Sie wirkt fein, bildhaft und unglaublich sorgfältig gewählt. Manche Sätze habe ich zweimal gelesen, einfach weil sie so schön waren.
„Lichtungen“ war für mich nicht unbedingt eine leichte Lektüre und an einigen Stellen musste ich mich erst in die Geschichte hineinfinden. Trotzdem hat mich das Buch beeindruckt und noch eine ganze Weile beschäftigt.
Ein ruhiger, poetischer Roman über Verbundenheit, Veränderung, Erinnerungen und die Wege, die das Leben manchmal einschlägt. Nicht für schnelle Unterhaltung, sondern für alle, die sich gerne auf eine besondere Erzählweise und eine wunderschöne Sprache einlassen.
- Bill Gates
Wie wir die Klimakatastrophe verhindern
(8)Aktuelle Rezension von: SoerenWir alle wissen, dass die Erderwärmung ein wichtiges globales Problem ist. Seit vielen Jahren untersucht der ehemalige Softwarefirmenchef Bill Gates daher die Möglichkeiten und Wege, wie wir den Klimawandel und die damit einhergehenden Auswirkungen reduzieren und verhindern können. Sein erklärtes Ziel ist die Netto-Null-Emission der Treibhausgase. Dass diese nicht einfach zu erreichen ist, wissen wir alle und auch Bill Gates geht da nicht mit Scheuklappen durch die Welt. Er untersucht die verschiedenen Aspekte, zeigt auf, was uns im Weg steht und wie wir diese Schwierigkeiten beseitigen können. Gates verwendet dafür leicht verständliche Erklärungen und bemüht sich, den mahnenden Zeigefinger zu vermeiden. Ich für meinen Teil war erstaunt, in welchen Prozessen unseres täglichen Lebens wir direkt oder indirekt den hohen CO²-Austoß verursachen, und welche Möglichkeiten zur Reduzierung es bereits gibt. Ebenfalls sehr lobenswert fand ich, dass Gates nicht eine Vorgehensweise als einzig richtige Lösung propagiert, sondern verschiedene Methoden vorstellt, die alle zum gewünschten Ergebnis führen könnten. Hilfreich waren zudem die Denkanstöße am Ende, was die Politik und was jeder Einzelne tun kann, damit unsere Erde weiterhin ein lebenswerter und bewohnbarer Planet bleibt.
Die ungekürzte Hörbuchfassung geht neuneinhalb Stunden und wird souverän von Frank Arnold gelesen. - Nadin Hardwiger
Der Weihnachtsapfel
(39)Aktuelle Rezension von: Manuela_Prien
Es gab eine Zeit, als sich Wünsche noch in Wirklichkeiten verwandelten, da erwuchs inmitten der frostklaren Heiligen Nacht eine Freundschaft, süß wie Honig und klar wie Quellwasser.
Eine sehr arme Familie bekommt an Weihnachten besuch von einem alten Mann mit Bart und rotem Mantel. Sie essen mit ihm zusammen und bieten ihm für eine kurze Zeit Wärme.
Eine märchenhafte Kurzgeschichte,die zeigt,dass Wünsche sich irgendwann erfüllen,wenn man nur an sie glaubt.
Sehr schön finde ich das Rezept am Ende.
Von mir eine klare Leseempfehlung, gerade zu Weihnachten!
- Jennifer L. Armentrout
Golden Dynasty - Brennender als Sehnsucht
(184)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaAuch der zweite Band der Golden Dynasty Trilogie ist echt unterhaltsam, mit einer relativ spannenden Liebesgeschichte, die auch wieder einiges an Thrill, Skandale und mysteriöse Vorfälle zu bieten hat. Spukt es im Anwesen der de Vincents? Allerdings gab es nicht ganz so viel Sex, wie im ersten Band, was ich recht erfrischend fand. Dafür gab es hier einige interessante Wendungen, die für mich persönlich, teilweise echt nicht vorhersehbar waren.
Die Hauptcharaktere sind hier der mittlere der de-Vincent-Brüder, Gabriel und Nikki Besson, welche schon früher in ihn verliebt war. Es gibt also bereits eine Vorgeschichte, die hier mehr oder weniger wieder aufgenommen und nach einigem Hin und Her sogar ausgebaut wird. Dabei ist interessant, dass die zwei einen ziemlich großen Altersunterschied haben, was man auch merkt.
Nikki ist nämlich schon noch etwas kindisch. Ich fand sie aber dennoch okay. An Gabriel fand ich toll, dass er Holz verarbeitet und Möbel daraus herstellt, ein doch recht bodenständiges Hobby für einen reichen und berüchtigten Mann seiner Art. Ansonsten war aber auch er nur eher okay. Außerdem rücken auch die nervige und hochnäsige Zicke Sabrina, Devlins Verlobte, sowie deren Bruder Parker in den Mittelpunkt der Geschichte. Die beiden werden im Verlauf der Geschichte nämlich noch sehr wichtig. Beide fand ich einfach nur schrecklich, aber auf gute geschriebene Art. Ebenso lernt man nebenbei Nikkis Freundin Rosie kennen, welche ich schon recht interessant fand. Da sie die Protagonistin im letzten Band sein wird, bin ich schon richtig gespannt darauf.
Insgesamt fand ich auch diesen Roman wieder okay. Zwar ist die Geschichte nicht solch eine, welche lange im Gedächtnis bleibt, genauso die Charaktere, aber ich wurde dennoch echt gut unterhalten und wollte auch wissen, wie die Geschichte ausgeht. Auf den nächsten Band bin ich ebenfalls schon neugierig.
- Erwin Thoma
Strategien der Natur
(8)Aktuelle Rezension von: annlu*Der Wald zeigt uns, wie erfolgreich ein System wird, wenn es seine tiefe Verbundenheit lebt und damit alle Energien für ein gemeinsames gutes Leben auf Erden verwendet werden.*
Erwin Thoma entführt in die Welt der Bäume, der Wälder und des Holzes, zeigt, wie sich die Pflanzen im Laufe der Evolution entwickelt und angepasst haben und wie viel Gutes wir im Wald finden können.
Nicht der Beginn das Pflanzen leitet das Buch ein, die Ausführungen gehen weiter in die Vergangenheit zurück bis hin zu einzelligen Lebewesen, die sich als erste zusammengeschlossen haben, um die Fähigkeit zur Fotosynthese zu gewinnen. Schon hier ist mir der leicht zu lesende Stil aufgefallen, der allerdings – für meinen Geschmack – viel zu oft die Pflanzen personifiziert und ihnen Eigenschaften zuschreibt, die für mich menschlich besetzt sind.
Die Reise zu den Errungenschaften der Bäume/Pflanzen geht auf die Farbproduktion (samt das Wirken besonderer Farbspektren auf den Menschen), die Heilkräfte der Bäume, ihre Symbiose mit Pilzen und die damit verbundene besondere Wichtigkeit der Wurzeln aber auch auf den Kreislauf der Natur ein. Dabei werden immer wieder Bezüge zur menschlichen Gesellschaft gezogen, ebenso wie persönliche Erfahrungen mit eingebaut.
Was der Mensch vom Wald/den Bäumen Gutes bekommen kann, ist einerseits konkret. So geht ein Kapitel allein auf die moderne Bauweise mit Holz ein. In diesem Bereich kennt sich der Autor aus, besitzt er doch selbst eine Firma, die auf eine eigene Bauweise setzen. Dabei bleibt das Holz nicht das einzige, das hier aus dem Wald angepriesen wird. Andererseits wird der Wald auch so dargestellt, dass er als Lehrmeister des Menschen dienen soll. Dabei werden immer wieder Vergleiche zwischen dem Zusammenleben der Pflanzen mit dem der Menschen gezogen.
Fazit: Ich stimme dem Autor darin zu, dass wir von der Natur lernen sollten. Allerdings brauche ich weder Personifizierungen noch Anpreisungen um diese bestaunen zu können. Obwohl ich einiges interessant fand, hat mich doch immer wieder der Stil aus dem Leserythmus gerissen.
- Natasha Korsakova
Di Bernardo
(18)Aktuelle Rezension von: buchstabensammlerinNun habe ich auch den dritten Teil rund um Commissario Di Bernardo der Violinistin und Krimiautorin Natasha Korsakova gelesen und bin wieder sehr überzeugt von der Verbindung aus Krimi und Musikwelt. Diesmal wird der Commissario, der gerade mit seinem Team, seiner Squadra, bei einem Besprechungsessen gemütlich in einer Taverne schlemmt, mit einem Anruf konfrontiert, der ihn zu einem neuen Fall ruft: zwei Tote vor der Basilica di San Giovanni, nach einer Schießerei. Und damit beginnt die Ermittlung, die ihn und das Team in die Wirrungen der Musikszene wieder einmal katapultiert, denn eines der Opfer ist ein bekannter Komponist. Schnell werden Verdächtige ermittelt, doch keine Spur bringt di Bernardo zur Lösung dieses verstrickten Falles. Auch eine Geigerin und ehemalige Freundin des Toten scheint verdächtig und wir lernen, was es bedeutet, mit welchem Bogen ein Streichinstrument gespielt wird, denn sie setzt sich ein gegen den illegalen Handel mit Fernambuk-Holz. Ich würde zu viel vorwegnehmen, wenn ich jetzt hier inhaltlich mehr berichten würde, aber eines kann ich sagen: ein sehr spannendes und aktuelles Thema und vor allem habe ich wieder etwas gelernt. Man ist interessiert an den Instrumenten (das Thema hat die Autorin ja in einem vorherigen Fall ausgearbeitet), aber wie wichtig ein Bogen ist, aus welchem Holz, das war mir so gar nicht bewusst. Deshalb hat mich dieser Fall sehr interessiert und es bliebt bis zum Schluss spannend.
„Kaum jemand würde denken, dass auch Streichinstrumente ein Umweltproblem darstellen. Doch das wertvolle Ebenholz für das Griffbrett zum Beispiel ist geschützt. Oder die Bögen, man kann mit Carbon ebenso wunderbare Bögen bauen. Mir ist schon bewusst, dass dabei die Vielfalt der Klangfarben eingeschränkt wird, das Schmelzende geht oft verloren. .. Aber jeder von uns muss Abstriche machen. Auch, wenn das nicht immer einfach ist.“ (Seite 124)
Zu Beginn musste ich mich erst einmal wieder an die ganzen Personen gewöhnen, das Team ist groß und jeder hat seine Besonderheiten und Aufgabenbereiche. Besonders gefallen hat mir wieder die Art der Zusammenarbeit und was auch in diesem Teil nicht zu kurz kam, ist die Kulinarik. Bernardo ist ein Genussmensch, das gefällt. Und ich mag seinen Krawattenspleen (wovon man bei 412 Stück sicher reden kann). Auch die Musik kommt nicht zu kurz. Wunderbar die QR-Codes eingebettet in die Story, verlinken zu sehr gelungenen Stücken, gespielt von der Autorin. Das mag ich sehr. Ich habe die Stücke beim Lesen immer wieder gehört. Sehr ausgewählt!Abschließen kann ich auch hier wieder nur sagen, dass ich diese Reihe mag, sie trifft voll meine Leidenschaft zur Musik, zum Genuss und ist eine sehr empfehlenswerter Krimireihe. Wichtig zu erwähnen sei das Nachwort, in dem die Autorin nochmals die Umweltproblematik des Amazonas Regenwaldes und den Instrumentenbau thematisiert und Stellung bezieht und Erfahrungen teilt.
Vielen Dank liebe Natasha für das mir kostenlos zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar mit diesem sagenhaft schönen Cover. Ich freue mich auf einen vierten Fall in der Musikwelt und mit dem Ermittlerteam rund um Dionisio Di Berdardo. - Ghislaine Roman
Puh!
(4)Aktuelle Rezension von: Hans-Artus-BuchDie Bilder sind sehr schön und irgendwie beruhigend. Das Buch steht bei mir im Regal bei den Kunstbüchern. Ich nehme es immer mal wieder in die Hand und habe Freude daran. - Wohllebens Waldakademie
Waldgeheimnisse
(13)Aktuelle Rezension von: Nele75"Waldgeheimnisse - Der Waldführer für Entdecker" ist nicht das erste Buch, welches ich von (Peter) Wohlleben lese (wobei dieses hier vom Team "Wohllebens Waldakademie" stammt). Dieses Buch ist wohl auf Nachfrage vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Seminare und Führungen der Waldakademie geschrieben worden, sozusagen "auf Wunsch", ein Handbuch, welches beim nächsten Waldspaziergang hilfreiche Tipps beinhaltet, aber auch genau so gut auf der heimischen Lesecouch unterhält und vor allem informiert.
Schon das Cover zeigt ein wunderschönes Bild, es wirkt ein wenig geheimnisvoll und dennoch einladend, das Buch in die Hand zu nehmen und darin zu blättern. Auch im Buch finden sich immer wieder zauberhafte Bilder und - wie, ich finde - ist es auch durchgehend ansprechend illustriert.
Man könnte sich jetzt - nach dem Lesen des Vorwortes von Peter Wohlleben - Seite für Seite lesend auf die Pfade der "Waldgeheimnisse" begeben. Allerdings ist es natürlich auch möglich, sich erst einmal mit dem ausführlichen Inhaltsverzeichnis zu befassen, um sich dann erstmal auf ein Kapitel einzulassen. So war es zumindest bei mir gewesen. Wobei - auch hier könnte die Auswahl etwas länger dauern, denn eigentlich ist so gut wie jedes Kapitel interessant und lesenswert.
Ob es sich nun um Erklärungen rund um den Wald handelt, man sich auf die "Spuren der Waldtiere" begibt, sich mit den "Zukunftsvisionen für den Wald" oder "Essbares aus Wald und Wiese" oder letztendlich im letzten Kapitel vollends auf das "Abenteuer Wald" einlässt - jedes der elf Kapitel bietet tolle Beschreibungen, Erklärungen, Hinweise und auch immer wieder Tipps zum ganz eigenen gestalten des "Waldabenteuers" - dieses Buch ist nicht nur auf den ersten Blick ansprechend, sondern bietet auch jede Menge Wissen, unterhaltsam und vor allem verständlich erklärt.
- Marion Hellweg
The Green Life: Der Wohn-Guide für ein nachhaltiges Leben
(8)Aktuelle Rezension von: ArhDas Buchcover und der Klappentext haben mich sofort neugierig gemacht.
Nachhaltig wohnen, zurück zur Natur ist das umfassende Thema des Buches. Verschiedene Personen/Familien laden den Leser zu sich nach Hause ein und stellen ihre Häuser/Wohnräume vor. Es geht ua. nach Australien und Dänemark. Die vielen Fotos sind sehr schön, die Texte nicht zu lang und aufs Wesentliche beschränkt.
Alle Einrichtungen ähneln sich irgendwie, viel weiß, viel Holz. Die Richtung geht ins Minimalistische, je weniger "Krempel" desto besser. Die Ideen sind teils sehr gut, aber auch etwas teuer. Nicht jeder kann sich einen selbstgeschreinerten Tisch leisten. Man bekommt tolle Anregungen, alte Dinge wiederzuverwenden, selber zu basteln, zu häkeln... Es gibt eine Materialkunde, DIY Projekte, eine Liste der onlineshops/Händler.
Das Buch bietet auf jeden Fall eine Menge Anregungen und macht Lust sein Zuhause mal zu entrümpeln und umzugestalten...weniger ist mehr. Wem das nötige Kleingeld fehlt, der muss selber handwerklich tätig werden. Wobei ich einige Dinge aus dem schwedischen Möbelhaus in den Räumen gesehen habe, die sich jeder leisten kann.
Ein schöner Ratgeber, den man immer wieder zur Hand nehmen und sich inspirieren lassen kann.
- Brandon Q. Morris
Der Riss
(5)Aktuelle Rezension von: vormiQuer durch den Himmel verläuft ein Riss. Er ist über Nacht entstanden. Jeder Mensch kann ihn sehen, aber die Physiker verzweifeln, weil sie keinerlei Signale empfangen. Der Riss besteht buchstäblich aus Nichts. Zunächst scheint keine Gefahr von ihm auszugehen, doch dann passiert etwas, das die schlimmsten Befürchtungen der größten Pessimisten weit übertrifft. Der Riss ist ein eigenständiger Roman von Brandon Q. Morris, der unabhängig von seinen anderen Büchern gelesen werden kann. Hard Science Fiction. Alles, was der Autor beschreibt, könnte genau so Wirklichkeit werden.Inhaltsangabe auf audible
Sehr gut hat mir hier gefallen, dass sich für den Leser bzw Hörer wirklich alles völlig logisch anfühlt.Alle schwierigen Begriffe waren gut erklärt, aber auch alle komplexen Zusammenhänge. Da war ja jede Meng Physik und theoretische Physik dabei und trotzdem habe ich alles begriffen.Und trotz allem hat man nie das Gefühl lange belehrt zu werden. Auch ist es nicht trocken, also perfekt erklärte Zusammenhänge, großartig gemacht.
Nur die Erklärungen ganz am Schluß, da war ich dann leider raus. - Andreas Marks
Japanese Woodblock Prints (1680–1938) (TD)
(2)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchVon Edouard Manets Porträt des Schriftstellers Émile Zola, der inmitten seiner japanischen Kunstfunde hockt, bis hin zu Van Goghs akribisch gesammelten Hiroshige-Drucken – Pioniere der europäischen Moderne machten im 19. Jahrhundert kein Geheimnis aus ihrer Liebe zur japanischen Kunst. In all seiner sprudelnden Sinnlichkeit und Freizügigkeit schreibt man den Trend des Japonismus allein dem Holzschnitt zu, der zunächst Frankreich und später ganz Europa in seinen Bann zog – oft missverstandene, "exotische" Artefakte, die der westlichen Kreativität als Inspiration dienten.
Tatsache ist, dass der japanische Holzschnitt ein Phänomen darstellt, zu dem es kein westliches Äquivalent gibt. Einige wegweisende Ideen der Moderne – darunter Karl Marx’ Diktum, dass "alles, was fest ist, sich in der Luft auflöst" – wurden im Japan des 17. Jahrhunderts entwickelt und im frühen 19. Jahrhundert erstmals in den Werken von Meistern wie Hokusai, Utamaro und Hiroshige zum Ausdruck gebracht.
Dieses Buch lüftet den Schleier dieser beliebten, aber wenig verstandenen Kunstform und präsentiert die 200 außergewöhnlichsten japanischen Holzschnitte in ihrem historischen Kontext. Die hier versammelten Werke reichen von den Anfängen über den Höhepunkt der Entwicklung im Ukiyo-e, den "Bildern der schwebenden Welt", im 17. Jahrhundert bis zum Niedergang und späteren Wiederaufleben der Drucke im frühen 20. Jahrhundert. Dokumentiert wird nicht nur ein einzigartiges Genre der Kunstgeschichte, sondern auch die sich wandelnden Sitten und die kulturelle Entwicklung Japans.
Von mystischen Bergen bis hin zu schneebedeckten Pässen, von Samurai-Schwertkämpfern bis hin zu Sexarbeitern in Schaufenstern – dieser Band erkundet jedes Blatt als eigenständiges Kunstwerk und enthüllt die Geschichten und Menschen hinter den Motiven. Wir entdecken die vier Säulen des Holzschnitts – Schönheiten, Schauspieler, Landschaften sowie Vogel- und Blumenkompositionen – neben Darstellungen von Sumo-Ringern, Kabuki-Schauspielern oder Edelkurtisanen – Popstars, welche die "schwebende Welt" bevölkerten und deren wachsende Anhängerschaft die explosive Produktion der Holzschnitte beflügelte. Wir tauchen ein in bedrohlich-obskure Szenen, in denen Dämonen, Geister und Menschenfresser Angst und Schrecken verbreiten und die japanische Mangas, Filme und Videospiele bis heute beeinflussen. Wir erleben, wie technische Meisterschaft und das unfehlbare Auge ihrer Schöpfer diese Werke in ihrer unglaublichen Breite – von Alltagsszenen über Erotik, Kampfkunst bis hin zur Mythologie – vereint und wie Verleger und Künstler mit enormem Einfallsreichtum und Augenzwinkern gleichermaßen darum gekämpft haben, die staatliche Zensur zu umgehen.
Diese XXL-Ausgabe versammelt die Werke der 89 bedeutendsten Künstler, weltweit zusammengetragen aus Museen und Privatsammlungen. 17 Ausklappseiten laden den Leser ein, auch feinste Details zu studieren, während umfangreiche Beschreibungen uns durch diese hektische Zeit der japanischen Kunstgeschichte führen.
Über 150 Euro schocken für`s erste, aber das hier ist mehr als nur ein weiteres Buch, über den japanische Holzschnitt, es ist eine OFFENBARUNG.
Ich kann mich kaum sattsehen.......
- Elisabeth R. Hager
Fünf Tage im Mai
(119)Aktuelle Rezension von: MaseliDie Illy und ihr Urgroßvater Tat’ka sind ein ungleiches Gespann. Wann immer es geht, verbringen sie die Zeit miteinander, in der der Urgroßvater Illy in sein Handwerk des Fassbinders einweiht und Illy ihm all ihre Eindrücke ihres jungen Lebens verrät. Selbst als Illy sich in einen jungen Außenseiter verliebt, bleibt ihre enge Bindung unberührt.
Ich spürte, dass uns das Unverständnis und die Einsamkeit verbanden, wie ein Wiegenlied, das wir beide seit der Kindheit kannten.
Doch mit Tristan entwickelt es sich nicht so, wie es für eine junge Liebe erträglich ist. Das Unglück bricht herein und reißt Illy aus ihrem Gleichgewicht. Es vergehen Jahre bis es Illy gelingt, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ohne Tat’ka hätt sie es vielleicht nicht geschafft.
„Für dich und dein Leben musst‘ verantwortlich sein! Das klingt nach keiner Heldentat, i weiß. Aber es is‘ eine. Die meisten schaffen nit einmal das.“
Meine persönlichen Leseeindrücke
Treffender hätte der Titel nicht sein können, denn es geht in dem Roman „Fünf Tage in Mai“ tatsächlich nur um fünf ausgewählte Tage im Mai, wenngleich in unterschiedlichen Jahren. Diese fünf Tage sind vollkommen ausreichend um das Leben der Illy in groben Zügen zu zeichnen und jene Ereignisse festzuhalten, auf die es tatsächlich ankommt. Gemeinsam haben all diese Tage Illys liebevolles und sehr vertrautes Verhältnis zu ihrem Urgroßvater Tat’ka (tschechisch für Väterchen), der als Urgestein des Nordtiroler Mannes, kaisertreu bis zum Ende, ein treffsicheres Gespür für seine Urenkeltochter hat, sie unkonventionell stützt und schützt und sie bedingungslos liebt. So einen (Ur)Großvater hätte ich auch gerne gehabt!
Und er hat geduldig gewartet, bis sich die Nebel um mich gelichtet hatten.
Sobald Illy das Gesicht ihres Urgroßvaters erblickt, fühlt sie sich sicher. Und um dieses Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit geht es in diesem mit nur 221 Seiten nicht sehr umfangreichen Roman der Tiroler Schriftstellerin Elisabeth R. Hager. Ich kann hier sehr viel mitempfinden, es kommen tief verborgene Erinnerungen an meine Großmutter zurück, und unendlich viele seelische und körperliche Empfindungen an eine meiner glücklichsten Zeiten. Vielleicht liegt es daran, dass ich als Südtirolerin dem Buch etwas mehr abgewinnen kann, für mich ist der Roman ein Stück Heimatgeschichte, ganz nah an meinem Herzen.
„Aber das heißt noch lang nit, dass diejenigen, die das Zeug zu wahrer Größe haben, keine Hilfe brauchen. Die brauchen sogar ganz viel Hilfe, aber dafür is‘ das Ergebnis dann spektakulär, Illy. Spektakulär.“
Dann gibt es wieder diese feinen Kritikspitzen gegen die etablierte, wohlwollende, großzügige und feine Gesellschaft in Kitzbühel, die ich bereits aus dem Roman „Der tanzende Berg“ kenne. Die literarische Karikatur der Tiroler Gesellschaft, mit ihren lichten und dunklen Seiten, ist hier zwar weniger präsent aber gelingt wieder ausgezeichnet.
Fazit
In „Fünf Tage in Mai“ erzählt Elisabeth R. Haber ein außergewöhnliches Urgroßvater-Urenkelin-Verhältnis. Sie tut dies mit Tiroler Aufrichtigkeit und Liebe, deren Stärke vor allem darin liegt, das mitzueilen, das hinter den Grenzen der Worte liegt.
Der Roman hat gehalten, was ich mir von ihm versprochen hatte –amüsante und nachdenkliche Lesestunden!
- Marion Hellweg
Hygge! Das neue Wohnglück
(12)Aktuelle Rezension von: LiebeslenchenAktuell planen wir einige Renovierungen. Neben Pinterest und unterschiedlichen Interieur-Blogs als Hauptinspirationsquellen habe ich mir mit „Hygge! Das neue Wohnglück“ ein wundervolles Ideenbuch zugelegt und wer es skandinavisch gemütlich mag, wird dieses Buch genauso lieben und einige Inspirationen daraus umsetzen wollen.
:::: Was ist Hygge?
Hygge ist kein Stil und auch kein Möbelstück. Hygge ist ein Lebensgefühl das sich auf Lebensbereiche ausdehnen lässt und das die Seele dazu einlädt, das Leben zu genießen. Mittlerweile ist Hygge zum Synonym für einen gemütlichen, hellen Einrichtungsstil geworden. Mit hellen Möbel- und ausgewählten Deko- und Erinnerungsstücken kann man das Heim ganz schnell hyggelig einrichten. Das wichtigste Kriterium ist, dass man sich selbst wohlfühlt.
:::: Das Konzept des Buches
Die Autorin Marion Hellweg hat sowohl ihr Leben als auch ihr Heim hyggelig gestaltet. Auf etwa 158 prallgefüllten Seiten erzählt sie viel über das Hygge-Gefühl und stellt in einzelnen Homestorys Blogger und Interieurdesigner vor, die ihr persönliches Wohnglück gefunden haben. Neben den wundervoll bebilderten Homestorys kommen weitere Personen zu Wort, die sich mit dem wundervollen Wohntrend auskennen und es verstehen, Hygge zu leben.Es gibt unzählige Beispiele und Anregungen, mit denen man die eigenen vier Wände hyggeliger machen kann.
:::: Meine Meinung
Für mich ist dieses Buch die perfekte Inspirationsquelle. Natürlich kann man den Wohnstil der Bloggerinnen nicht eins zu eins übernehmen, doch beim Durchblättern kommen schnell kleine Ideen, die man durchaus umsetzen kann oder die dazu animieren Möbel neu zu arrangieren. Wichtig ist, es muss einem selbst und nicht anderen gefallen. Schließlich soll man selbst das Wohlfühlglück, für das Hygge steht, spüren und erleben.
Besonders interessant finde ich die Homestorys und die Fotos der hyggelig eingerichteten Räume und Häuser. Mehr Gemütlichkeit geht nicht. Zwischendurch verrät die Autorin einzelne DIY-Dekoideen und schlägt auch günstige Dekostücke (z.B. von Ikea) vor. Am Ende hat sie in einem Verzeichnis ihre Lieblingsshops und die ihrer Meinung nach besten “Nordic-Living-Hersteller” aufgezählt. Wer es also ernst mit Hygge meint, findet spätestens in diesen Listen die passenden Elemente für die eigenen vier Wände. - Esther Gonstalla
Das Waldbuch
(2)Aktuelle Rezension von: HighlanderSolltet ihr den Beitrag ganz lesen, schätze ich, ihr braucht dafür 2 Minuten. In dieser Zeit wurde dann Wald, der auf 120 Fußballfelder passt, zerstört. Pro Sekunde, ein Feld! 24/7
Das ist aber nur ein kleiner Teil dessen, was man in diesem ziemlich grünen und doch so wertvollen Buch lernt. In 5 Kapiteln zeigt die Autorin, wieviel der Wald für unser Klima und unsere Flora und Fauna wert ist, wie es ihm geht, aber auch wie wir ihm helfen können und wo es Grund zu Optimismus gibt.
Das großformatige Buch liefert mit seinen übersichtlichen und wissenschaftlich belegten Grafiken viel Stoff für Diskussionen um mehr Nachhaltigkeit - ganz ohne erhobenen Zeigefinger.
Ein paar Tipps gewünscht, die wirklich kaum Veränderung bedeuten?
- "Googlet" lieber über Ecosia! Ein deutsches Start-Up, das für ca. 45 Anfragen einen Baum pflanzt.
- Druckt nur im Notfall Dinge aus und wenn, dann auf Recyclingpapier.
- Auf www.supply-change.org könnt ihr bei euren Produkten checken, ob sie abholzungsfrei sind.
- Sagt Nein zu Palmöl!
- Auf Bild 2 seht ihr noch einen Tipp 😅
- Heimische Hölzer statt Tropenholz, Erklärung auf www.regenwald-schuetzen.org
Den letzten Punkt möchte ich noch aufgreifen, denn positiv ist auf jeden Fall, dass in Deutschland aufgrund nachhaltiger Holzwirtschaft mehr Holz nachwächst als entnommen wird. Aber auch in Afrika gibt es Hoffnung auf mehr Renaturierung. Der Regenwald in Brasilien hingegen hat mit dem aktuellen Präsidenten den Endgegner gefunden. Zum Glück haben wir eine Regierung, die da auch mal harte Kante zeigt, NICHT 🙄
Ich selbst versuche weiter meinen Fleisch- bzw. Milchkonsum krass zu reduzieren, kaufe lokal ein und bei Möbeln und Co. meistens gebraucht. Note to myself: Mach mehr mobil! Individuell ist wichtig, aber für große Veränderungen braucht es "die da oben" oder eben ganz viele Gleichgesinnte! Daher:
Rettet die Wälder, die Welt muss atmen! - Nikkita Palmer
Paletten Style. Empfohlen von HGTV
(1)Aktuelle Rezension von: HighlanderDer Trend aus Paletten Möbel und Einrichtungsgegenstände zu bauen, ist zwar nicht neu, aber die Ideen im frisch erschienenen "Paletten Style" sind alles andere als 0815. Zwar sind auch ein paar "Klassiker" unter den Selbstbaumöbeln dabei wie zum Beispiel ein Bett, aber selbst das ist durch praktische Rollen verändert und noch besser gemacht! Ansonsten sind einige Ideen dabei, die ich so noch gar nicht kannte und auch nirgends gesehen habe. Besonders ressourcenschonend sind einige Wohnaccessoires, die aus übrig gebliebenen Palettenteilen hergestellt werden können. Denn bei Sitzbank und Tisch wird nicht immer die ganze Palette benötigt. Mit den kleineren Stücken bekommt so aber trotzdem alles einen Nutzen.
Mit vielen Bildern werden die einzelnen Arbeitsschritte erklärt. Die Autoren zeigen, dass sie selbst Hand angelegt haben und jedes Möbelstück auch wirklich selbst gebaut haben.
Als Einsteigerbuch für DIY-Begeisterte würde ich das Buch nicht bezeichnen, denn der Einführungsteil ist verhältnismäßig kurz. Zudem sollten bereits einige Standardwerkzeuge für die Holzverarbeitung vorliegen, nur mit Hammer, Fuchsschwanz und Schleifpapier kommt man nicht wirklich weit. Für bereits etwas Erfahrenere Bastler und Heimwerker geht es dafür schnell ans Eingemachte. Besonders gut gefallen hat uns der Servierwagen und der Couchtisch. Wobei wir letzteren aktuell bauen. Einen Teelichthalter und das Hängeregal haben wir davor zum Üben und bekanntmachen mit den Anleitungen auch schonmal zusammengebaut. Das ging schnell und gut von der Hand. Die Anleitungen sind mit etwas Vorwissen gut verständlich und sinnvoll strukturiert.
Das Konzept zum Möbelstück "Recycling Center" hat mir nicht so gut gefallen. Es sieht wirklich gut aus, ist aber laut Anleitung nicht verschließbar, sodass ich dort nicht unbedingt Rest- oder Verpackungsmüll hineinpacken würde (Gestank).Für mein Empfinden kürzer hätten außerdem die Ausführungen zu den persönlichen Vorlieben rund ums Recyceln, Heimwerken und Wohnen sein können. Für mich ist es vornehmlich ein DIY-Handbuch und kein Wohnratgeber. Da das aber nur mein Empfinden ist, gibt es dafür keinen Abzug.
Ich möchte den beiden Autoren ein großes Lob für die kreativen Ideen aussprechen. Es gibt mittlerweile viele Palettenbücher und dann doch noch schöne, neue Projekte aufzuführen ist eine hohe Kunst!
Das Buch ist im topp-Verlag erschienen und kostet 19,99 Euro. - Jonny Jackson
Hygge
(35)Aktuelle Rezension von: Natascha_WPluspunkte: Das Design ist wunderschön! Ich liebe alle Bilder, die im Buch enthalten sind. Es wurde wirklich viel Liebe hineingesteckt, das sieht man! Auch Qualitativ ist das Buch super gut und angenehm in der Hand zu halten.
Minuspunkte: Leider sind für mich nicht wirklich neue Tipps dabei. Das meiste kenne ich schon und so wird es wohl auch vielen anderen gehen, die sich mit dem Thema Hygge schon ein wenig auseinander gesetzt haben.
Für jeden, der sich das erste Mal einlesen möchte ist das Buch absolut empfehlenswert. Hat man allerdings schon die ein oder andere Lektüre zum Thema durch, dann würde ich mir den Kauf eher sparen.
- Julia Kospach
Das kleine Buch: Der Laubbaum
(3)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Die Blätter einer großen, alten Buche stoßen pro Stunde ungefähr 1,7 Kilogramm Sauerstoff aus. Das entspricht genau jener Menge Sauerstoff, die fünfzig Menschen brauchen, um eine Stunde lang atmen zu können.«
Laubbäume finden sich überall in unserer Umgebung. Nicht selten höre ich, wie Mitmenschen auf den Baum vor der eigenen Tür schimpfen. Weil im Herbst Laub gefegt werden muss oder weil dort, wo der Baum steht, ein Auto weniger parken kann. Aber er spendet auch Schatten und Sauerstoff, wichtige Lebensenergie gerade für den Städter.
Dieses Büchlein kann helfen, dem Leser den Laubbaum näherzubringen. Eigentlich gibt es von alters her schon eine tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Baum. Das wird einleitend erläutert und anhand von vielen Sprichworten und Ausdrücken, die ihren Ursprung im Wald haben, gezeigt.
Im Hauptteil werden dann 22 heimische Laubbäume vorgestellt, jedem ist eine Doppelseite gewidmet. Auf der einen Seite befinden sich jeweils vier Fotos. Eins zeigt den Baum als Ganzes, man hat dabei auch einen Eindruck von der Umgebung, in der er steht. Als nächstes ist ein Blatt abgebildet, dann die Früchte und schließlich die Rinde.
Die zweite Seite enthält viele Infos über den Baum, geordnet in vier Rubriken: Botanisches, Geschichte & Geschichten, Volksglaube & Volksmedizin und Holz.
Unter „Botanisches“ erfährt man natürlich Dinge wie z.B. Größe, max. Alter, bevorzugte Lage. Der Abschnitt „Holz“ informiert über Aussehen und Härte des Holzes sowie über seine Verwendungsmöglichkeiten. In den beiden anderen Abschnitten wird es teilweise recht unterhaltsam, vieles von dem, was unter „Volksmedizin“ aufgeführt wird, ist aus der Naturapotheke bekannt.
Beim Lesen darf man sich zudem über viele tolle Bilder freuen, Bücher und Adressen sowie Tipps zum Nach- und Weiterlesen runden alles perfekt ab.
Durch das handliche Format ist dieses Büchlein gerne beim Ausflug in die Natur in der Tasche dabei, ein sehr schönes Bestimmungsbuch ist das also!
Fazit: Informatives und Unterhaltsames rund um den grünen Freund vor unserer Tür.
- Petra Schier
Stille Nacht, flauschige Nacht
(84)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenPatrick ist selbstständig, alleinerziehender Vater und eigentlich definitiv nicht auf der Suche nach einer Frau. Angelique die organisierte und temperamentvolle junge Frau ist auf der Suche nach einem neuen Job und wie es der Teufel will, fängt sie bei Patrick an. Dem unordentlichsten Unternehmer, der Angelique je unter gekommen ist. Beide kennen sich bereits und eigentlich sind sie viel zu unterschiedlich, als dass es etwas zwischen den beiden geben könnte... Oder? Doch Patricks Zwillinge und auch sein Hund Oskar sind da änderer Meinung.
Ein weiterer Weihnachtsklopper von Petra Schier im kleinen Städtchen in der Nähe von Köln mit der Familie Sternbach, da dachte ich mir, dass es nur gut werden kann. Tatsächlich war ich jedoch von der Dicke doch etwas abgeschreckt. In den meisten Apps hat das Buch tatsächlich auch weniger aufgelistete Seiten, als es dann tatsächlich mit seinen knapp 510 Seiten hat.
Die Geschichte ist grundsätzlich so ähnlich bereits im Vorgänger beschrieben worden, nur, dass es nun um andere Personen geht und sich die Story, dadurch heringfügig ändert. Anfangs besteht Misstrauen und dennoch eine Anziehung, der Weihnachtsmann mischt sich ein, es wird Vertrauen aufgebaut, es ist aber klar, dass es Probleme gibt, die im Verlaufe des Buches noch Thema werden müssen. Dann kommt man sich immer näher und es gibt immer wieder schöne Szenen mit dem Hund, BUMM: Drama. Dann die Auflösung, mehr oder weniger. Und das Happy End an Weihnachten. Sprich: ein klassisches Weihnachtswerk. Prinzipiell für mich vollkommen in Ordnung, aber meiner Meinung nach hätten es auch weniger Seiten sein können. Für mich hat es sich irgendwann angefangen zu ziehen und auch zu wiederholen, was zum einen Spannung rausgenommen hat und zum anderen den Lesefluss etwas gestört hat.
Die Charaktere finde ich jedoch wieder mal klasse dargestellt. Angelique, Patrick, der restliche Sternbachclan und auch Oskar. Einfach sympathisch und gut getroffen, jeder mit seinen speziellen Charakterzügen. Man trifft außerdem auf alte Bekannte, wenn man bereits Vorgänger gelesen hat. Dies ist aber definitiv kein Muss, man versteht die Handlung und versteht die Personen auch dann, wenn man nicht alle Bände vorher gelesen hat.
Was den Schreibstil betrifft, so hat mir dieser gut gefallen. Petra Schier versteht sich darauf einen lockeren Schreibstil durchs Buch führen zu lassen, welcher nur gelegentlich hoch gestochene Worte sein eigen nennt und ansonsten von der moderin und alltäglichen Sprache Gebrauch macht. Wer übrigens gerne einen Adventskalender haben möchte, kann dieses Buch sinnvoll nutzen, es sind zwar 25 Kapitel, aber es lässt sich gut für die Vorweihnachtszeit portionieren.
Insgesamt hat mich dieses Weihnachtsbuch doch wieder begeistern können, insbesondere, weil es wirklich Stimmung und Atmosphäre verbreitet und es wunderbar herrlich ist, die Geschichte aus der Sicht beziehungsweise die Gedanken eines Hundes so liebevoll gestaltet - zu verfolgen. Daher kann ich das Buch gerade für die Weihnachtszeit nur wärmstens empfehlen 🎄
- Claire Bouvier
Im Land des Roten Ahorns
(64)Aktuelle Rezension von: ugadenneHamburg 1875, Jaqueline ist Anfang zwanzig, als kurz hintereinander ihre Eltern sterben. Die ehemals wohlhabende Familie ist verarmt und Jaqueline steht mittellos da. Mit dem Erlös aus dem Verkauf ihres Elternhauses und des Mobiliars kann sie die Gläubiger bezahlen, aber für sie bleibt nichts übrig. Seit Jahren steht sie in Kontakt zu einem Bekannten ihres Vaters in Kanada und sie beschließt dorthin auszuwandern. Ihr Geld reicht gerade für die Schiffspassage. Der Bekannte, Alan Warwick, der ihr immer sehr einfühlsame Brief schrieb entpuppt sich als unangenehmer Mensch. Er sperrt sie ein und will sich an ihr vergehen. Im Glauben an ihren Reichtum möchte er sie unbedingt heiraten. Es gelingt ihr zu fliehen. Auf der Flucht stürzt sie vom Pferd und wird bewusstlos von dem Holzhändler Connor gefunden. Warwick findet Jaqueline in der Hütte des Holzhändlers im Wald und sie muss erneut fliehen. Er verfolgt die beiden bis nach Montreal.
Das Buch enthält zwar einige Klischees, ist aber trotzdem so spannend geschrieben, dass ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Die Sprache und der Schreibstil sind angenehm und flüssig zu lesen. Man muss einfach mit Jaqueline mitfiebern und mitleiden. Diese Figur ist sehr gut herausgearbeitet, ebenso wie man sich Connors Verlobte Marion bildlich vorstellen kann.
- Heidi Knoblich
Alle warten auf das Lebkuchenweiblein
(10)Aktuelle Rezension von: peedeeIda freut sich, dass sie ihre Grossmutter über die Berge in die Stadt begleiten darf. Ihre Grossmutter ist nämlich das Lebkuchenweiblein, das Todtmooser Lebkuchen zum Weihnachtsfest bringt. Durch den vielen Schnee ist der Weg gar arg beschwerlich und sie verspäten sich. Hinter dem grossen Wald fragt sich Jakob, ob das Lebkuchenweiblein sie vergessen habe. Die Mutter hat gesagt, wenn es nicht kommt, wird es auch nicht Weihnachten. Jakob muss unbedingt Weihnachten retten! Mit Illustrationen von Martina Mair.
Erster Eindruck: Ein grossformatiges Hardcover mit etlichen ganzseitigen Zeichnungen – gefällt mir sehr gut.
Es ist ein aufregender Tag für Ida, dem sie schon lange entgegengefiebert hat: sie ist endlich gross genug, um mit dem Lebkuchenweiblein die Lebkuchen verkaufen zu gehen. Aber es hat sich nicht vorgestellt, wie beschwerlich der Weg bei dem vielen Schnee sein würde. Aber die Freude bei den Familien, denen sie Lebkuchen bringen, wiegt alles wieder auf – auch die nassen und kalten Füsse.
Jakob und seine Geschwister warten ganz ungeduldig auf das Lebkuchenweiblein. Aber es kommt einfach nicht. Hat es sie vergessen? Ohne Lebkuchen kein Weihnachtsfest! Ob dem Lebkuchenweiblein etwas passiert ist? Er will es unbedingt finden…
Der Verlag hat das Buch für Kinder ab 4 Jahren ausgeschrieben. Aus meiner Sicht ist dieses Buch erst für Kinder ab etwa 8 Jahren geeignet, denn für kleinere Kinder hat es m.E. zu wenig Bilder und zu viel Text. Alles in allem ein sehr schönes, nostalgisches Weihnachtsbuch, das von mir sehr gerne 5 Sterne erhält (und jetzt hätte ich doch gewiss auch Lust auf Lebkuchen!). - Karin Heimberger-Preisler
Gärten der Achtsamkeit
(1)Aktuelle Rezension von: Hexchen123Wer hier nach einem Gartenratgeber in der üblichen Form sucht, wird in dem Buch „Gärten der Achtsamkeit“ nicht fündig werden. Hier geht es nicht um wie und wann pflanze ich dieses und jenes Pflänzchen auch nicht um Schädlingsbekämpfung.
In diesem zauberhaften Buch werden Orte der Achtsamkeit vorgestellt. Orte, welche einem einen Rückzugsort nach einer anstrengenden Arbeitswoche oder Tag geben. Kraftplätze zum Meditieren, Entspannen und Abschalten.
Nach einer kurzen Einleitung über Achtsamkeit und der Vorstellung des Zen-Kloster Liebenau geht es vor allem um vier zentrale Themen zur Gartengestaltung. „Stein“, „Holz“, „Wasser“ und „Pflanzen“. Mit diesen Elementen kann man sich seine kleine Wohlfühloase im Garten schaffen, ohne dabei alles umstrukturieren zu müssen. In jedem Kapitel werden noch Gestaltungstipps und Meditationsübungen vorgestellt, welche auch für Anfänger sehr gut geeignet sind.
Die Fotos sind wunderschön gestaltet und laden zum Träumen ein. Für mich ist dieses Buch immer wieder inspirierend und die eine oder andere Idee werde ich bestimmt im nächsten Jahr umsetzen.
Fazit
Ein gelungenes Gestaltungsbuch für den eigenen Garten, bei welchem auch mit wenig Aufwand viel erreicht werden kann. Es schult die Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge im Leben und der eine oder andere geht bestimmt noch achtsamer durch die Natur. - 8
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