Bücher mit dem Tag "homer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "homer" gekennzeichnet haben.

77 Bücher

  1. Cover des Buches Kein Tag ohne dich (ISBN: 9783596296200)
    Marie Force

    Kein Tag ohne dich

     (291)
    Aktuelle Rezension von: Alice9

    Inhalt

    Hannah hat vor sieben Jahren ihre große Liebe verloren. Caleb ist gestorben und mit ihm auch ein Teil von ihr. Er hat ein riesiges Loch in ihrem Leben und auch in dem ihrer Familie hinterlassen. Hannah hat auch nach dieser langen Zeit noch Probleme, sich auf etwas Neues einzulassen. Sie möchte sein Andenken wahren und hat Schuldgefühle. Doch dann küsst sie Nolan, der schon länger Gefühle für Hannah hat. Nolan gibt Hannah alle Zeit, die sie braucht und ist sofort zur Stelle, als sie eine Autopanne hat. Um sich für seine Hilfe zu revanchieren, lädt Hannah ihn zum Essen ein, wo sich die Beiden näher kommen...


    Meine Meinung

    Nachdem es schon etwas her ist, dass ich Band 1 gelesen habe, war ich trotzdem neugierig auf den zweiten Band und Hannahs Geschichte. Und was soll ich sagen? Auch dieser Teil hat es mir angetan, wobei ich aber auch sagen muss, dass es mir so ein bisschen an der Leichtigkeit aus dem ersten Teil gefehlt hat, was aber vor allem an Hannahs Situation lag.


    Hannah hat es alles andere als leicht. Ihr Verlust ist in der Geschichte allgegenwärtig und auf jeder Seite spürbar, weswegen die Geschichte emotional, traurig und berührend war. Doch man spürte auch, dass ein Wandel gerade von statten geht und sich für Hannah etwas zum Positiven wenden wird. Das hat der Geschichte etwas schönes und hoffnungsvolles gegeben.

    Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte an manchen Stellen wirklich zu Tränen gerührt und emotional mitgerissen.

    Auch die Entwicklung zwischen Hannah und Nolan hat mir gut gefallen. Vom Tempo her war alles genau richtig und nachvollziehbar. Ich war gespannt darauf, wie das alles von statten gehen wird und meine Neugier war geweckt, wie sich die Beiden entwickeln werden und auch im Kreis der Familien Akzeptanz finden.

    Was ich aber auch sehr gerne mag, ist, dass die Geschichte schön ruhig und unaufgeregt ist und keine unnötigen Dramen erzeugt werden. Sie hat Dinge, die für Spannung oder eine gewisse Neugier sorgen, aber alles hält sich im Rahmen und wirkt einfach authentisch und lebensnah.


    Die Protagonisten habe ich allesamt ins Herz geschlossen. Die Abbotts sind einfach eine tolle Familie, die ich einfach nur großartig finde.

    Hannah hat schon im ersten Band mein Herz berührt, sodass ich ihr einfach nur alles Glück der Welt für sie wünsche. Nolan ist ein so lieber und geduldiger Kerl, der mit so viel Feingefühl mit Hannah umgeht, dass man es sich gar nicht anders wünschen kann.

    Es gab auch hier wieder Andeutungen auf die anderen Geschwister, die meine Neugier auf die Folgebände geweckt haben. Da bin ich wirklich gespannt, was die Autorin noch für mich parat hält.


    Der Schreibstil gefällt mir auch hier wieder richtig gut. Ich bin schnell voran gekommen, weil sich das Buch wirklich locker und leicht lesen lässt. Die Gefühle und Emotionen werden wieder richtig greifbar gemacht, wobei ich finde, dadurch, dass es hier sehr viel um Trauer und Verlust gehen, auch dementsprechend emotional waren. Da ging die Leichtigkeit, die ich aus dem Vorgänger-Band kannte ein bisschen verloren. An vielen Stellen kam der Humor und damit auch die Leichtigkeit wieder durch, aber es wurde eben von den traurigen Elementen überlagert. Die Atmosphäre war auch hier wieder großartig. Dieses Örtchen, die Familie und der Zusammenhalt haben einfach für einen tollen Wohlfühlfaktor gesorgt und ein heimeliges Gefühl beschert.


    Insgesamt eine tolle Fortsetzung, die mir zwar nicht so gut gefallen hat, wie Band 1, aber trotzdem überzeugen konnte.

  2. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (987)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  3. Cover des Buches The Green Mile (ISBN: 9783453435841)
    Stephen King

    The Green Mile

     (891)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Stephen King hat schon vor vielen Jahren – eher Jahrzehnten – die Grenzen des Horrorgenres hinter sich gelassen und in diverse Richtungen gearbeitet. „The Green Mile“ gehört zu diesen Ausflügen in andere Genres. Und mit welcher Intensität der Meister dieses Drama zu Papier bringt, verursacht mir eine Gänsehaut.

    Das fängt schon bei den Charakteren an. Paul Edgecomb und seine Mitarbeiter im Todestrakt sind mehr als Kollegen. Sie sind Freunde, die respektvoll miteinander umgehen und aufeinander achten. Und auch den Gefangenen wollen sie die letzten Jahre, Monate und Tage vor der Hinrichtung erträglich gestalten. Diese Menschlichkeit ist der Kern von „The Green Mile“, der Dreh- und Angelpunkt.

    Denn auch John Coffey – die Initialen sind kein Zufall – steht für diese Menschlichkeit. Er nimmt klaglos die Strafe an, die ihm auferlegt wurde, und bringt trotz seiner Situation im Todestrakt unfassbar viel Mitgefühl für seine Mitmenschen auf. Vor allem die Dialoge zwischen ihm und Edgecomb gehen unter die Haut.

    Überhaupt sind die Charaktere eine der größten Stärken des Romans, auch abseits der Protagonisten. Sei es der fiese Percy Wetmore, der sich am Leid der Gefangenen ergötzt, sei es der hünenhafte Brutus Howell, der das Herz am rechten Fleck hat, oder sei es Eduard Delacroix, ein Gefangener, der seine letzte Lebensfreude aus einer kleinen Maus als Freund zieht.

    Und dann verwebt King dieses intensive Drama um Todesstrafe, Rassismus und Sühne mit genau der richtigen Prise Phantastik. Die Handlung wird dadurch nicht weniger glaubwürdig, im Gegenteil: Durch diese Phantastik bekommt der Roman etwas Märchenhaftes, das den bedrückenden Themen ein klein wenig Härte nimmt.

  4. Cover des Buches Metro 2034 (ISBN: 9783453533011)
    Dmitry Glukhovsky

    Metro 2034

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Schneeflocke1

    Die ganze Rezension 


    Die Charaktere waren allesamt seltsam, nicht greifbar und verloren sich in ihren Gedanken. Hunter, denn wir eigentlich folgen, wird nie erwähnt und läuft eher wie eine Nebenfigur durch die Geschichte. Durch die immer wieder kehrenden Selbstdialogen entsteht keine Spannung oder diese wird davon unterbrochen. Viele Handlungen habe ich nicht ganz nachvollziehen können. Eher eine schwache Fortsetzung.

  5. Cover des Buches Stark (Dark Half) (ISBN: 9783453433984)
    Stephen King

    Stark (Dark Half)

     (464)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Leider teile ich die vielen guten Meinungen zu diesem Buch nicht. Zum Inhalt wurde bereits viel geschrieben, daher werde ich hier keine neue Zusammenfassung posten.

    Die Story hört sich erstmal gut und spannend an. Eine typische Stephen King Idee das symbolisch beerdigte Pseudonym eines Schriftstellers zu neuem Leben zu erwecken. Die Geschichte zeigt aber rasch Längen und hat mich nicht in ihren Bann gezogen. Überraschende Wendungen Fehlanzeige. 

    Auch die Rolle der Sperlinge ist ziemlich bald klar und der Leser kämpft sich Seite für Seite zum Finale vor, das gelungen ist. 

    Für mich eines der schwächeren Stephen King Bücher, dass von mir keine Leseempfehlung erhält. Es gibt bessere! 

  6. Cover des Buches Die seltsamsten Orte der Antike (ISBN: 9783406727047)
    Martin Zimmermann

    Die seltsamsten Orte der Antike

     (7)
    Aktuelle Rezension von: bookish_autumn

    Der Autor Martin Zimmermann nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Welt der Antike. Vom Millionenjahrhaus Ramses III. bis zur Germonischen Treppe - diese Expedition über drei Kontinente, lässt das Herz von jeder/n interessierten LeserIn höher schlagen.

    Auf die Aufmachung des Buches ist besonders viel Wert gelegt worden. Die zwei Landkarten dienen zur Orientierung der geschilderten Orte und jedes Kapitel hat eine eigene Illustration - allesamt wunderschön gestaltet. Besonders gut hat mir gefallen, dass (fast) jeder Schauplatz mit seinen Koordinaten (Längen- und Breitengrad) versehen ist. Tatsächlich kannte ich bereits einige der beschriebenen Orte aber nichtsdestotrotz habe ich sehr viel Neues über die bekannten Lokalitäten erfahren. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings: Was Handelsschiffe und Tierkäfige in dieser Auflistung zu suchen haben, ist mir schleierhaft. Natürlich war es interessant zu lesen, keine Frage -  aber als Ort würde ich sie nun wirklich nicht bezeichnen. 

    Im Buch werden immer wieder lateinische Begriffe verwendet - der Autor übersetzt diese aber sofort ins Deutsche. Dies muss ich den Autor hoch anrechnen, da es auch Leute gibt, die der Sprache nicht mächtig sind (wie meine Wenigkeit). Ich spreche dies bewusst in der Rezension an, da mir sehr wohl schon Bücher unterkommen sind, bei denen dies nicht der Fall ist. 

    Eine wunderschöne, vor allem wissenswerte Reise durch die antike Welt. Das Buch hat mir viele schöne Lesestunden beschert und ich möchte es nicht mehr in meiner Sammlung missen.

  7. Cover des Buches Ilias (ISBN: 9783458362234)
    Homer

    Ilias

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte
    "Singe den Zorn, o Göttin, des Paleiaden Achilleus, 
    Ihn, der entbrannt den Achaiern unnennbaren Jammer erregte…"
    Der Anfang des Epos...Der Beginn der Ilias...

    Im Mittelpunkt der Handlung steht der heroische Achilles. Die Auslöser seiner Wut und seines Zorns sowie sein Umgang mit diesen werden in Hexametern beschrieben. 
    Ins Besondere agieren in dieser Erzählung die griechisch-trojanischen Götter wie Spieler, die ihre Spielfiguren über den Matschplatz, den Kampfplatz um Troja, schubsen. 
    Die Handlung erstreckt sich über 10 Jahre hinweg in 24 Gesängen (Kapitel).

    Absolut lesenswert, auch noch in der heutigen Zeit. Es steckt alles drin: Fantasy, Thriller, Liebesroman...eine Tragödie im 12. Jahrhundert vor Christus, niedergeschrieben im 8. Jhd. v. Chr. Ein Muss für jeden historisch-literarisch interessierten Leser!

    Fazit:
    Der Mythos des trojanischen Krieges & des Zorns des Achilles übersetzt von Johann Heinrich Voß. -episch, mystisch & historisch wertvoll!

    Ich kann meine Ausgabe aus dem Anaconda Verlag nur empfehlen, die ebenfalls gebundene Variante mit Schutzumschlag (stabiles Papier und ein schön gestaltetes Cover). Natürlich mit gleichem Inhalt wie die Ausführung in blauem Cabra-Leder.


    Ilias|Homer|Anaconda Verlag|2009|5,95€
  8. Cover des Buches Sagen des klassischen Altertums - Erweiterte Ausgabe: Mit einem neuen Vorwort zur Einführung (ISBN: 9783954180257)
    Gustav Schwab

    Sagen des klassischen Altertums - Erweiterte Ausgabe: Mit einem neuen Vorwort zur Einführung

     (22)
    Aktuelle Rezension von: andischmidt
    Die Sagen des Klassischen Altertums. Die „alten Griechen“, die erzählerische Grundlage unserer Kultur. Neben der Bibel die größte Quelle, der Geschichten, die man sich schon in alten Zeiten um das Herdfeuer herum versammelt erzählte. Diese Geschichten gehören in jeden digitalen Bücherordner.
  9. Cover des Buches Der Sohn des Odysseus (ISBN: 9783825152864)
    Annika Thor

    Der Sohn des Odysseus

     (29)
    Aktuelle Rezension von: stephanus217

    Ich bin schon lange der Meinung, dass man „tik tok“, „instagram“ und wie sie alle heißen, nicht kampflos das Feld überlassen darf. Den Versuch der Autorin Annika Thor, auch der Generation Smartphone abendländische Kultur näher zu bringen, kann ich deshalb nur unterstützen. Dass sie sich gerade die „Odyssee“ vorgenommen hat, eines der wichtigsten Werke der Weltliteratur, eines der alleresten überlieferten literarischen Werke überhaupt, zeugt von Mut.


    Worum geht’s?

    Odysseus ist der König von Ithaka und einer der Heerführer des griechischen Heeres, das unter Agamemnon, König von Mykene, nach Troja aufbricht, um die entführte Königin Helena von Sparta, seine Schwägerin, zu befreien. Nach einem langen Krieg gelingt das Unterfangen letztendlich und Odysseus bricht mit seinen Gerährten wieder in die Heimat auf. Aber bekanntlich steht diese Reise unter keinem guten Stern. Unzähliche gefährliche Abenteuer sind von den Gefährten zu bestehen und erst nach Jahren gelingt die Heimkehr.

    Die hier erzählte Geschichte setzt ein, als man in Ithaka vom Kriegsende in Troja erfahren hatte und die Rückkehrer sehnlichst erwartet werden. Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht des Telemachos, dem 11-jährigen Sohn des Odysseus, der seinen Vater noch nie gesehen hat, da er noch nicht ein Jahr alt war, als der Vater in den Krieg gezogen ist. Er lebt mit seiner Mutter Penelope und seinem Großvater Laertes und anderen im königlichen Palast, aber seine wichtigste Bezugsperson ist seine Kinderfrau Eurykleia, die bereits Odysseus erzogen  hatte. Von ihm erzählt sie Telemachos, der seinen Vater mehr und mehr vermisst, in langen Abenden und Nächten. War die Stimmung in Ithaka nach Vermeldung der nahen Rückkehr der Krieger zunächst euphorisch, wird die Situation aber, je länger diese auf sich warten lässt, immer schwieriger. Wird Pelepone als Königin zunächst als Stellvertreter des Odysseus respektiert und geachtet, werden die Stimmen allmählich lauter, die fordern, die Geschicke der Insel in andere, männliche Hände zu geben. Mehr und mehr wird sie gedrängt, sich wieder zu verheiraten. Mit Odysseus Rückkehr rechnet am Ende kaum noch einer. Verunsichert und verängstigt wünscht sich dagegen Telemachos sehnlichst, dass sein Vater zurückkommen wird. Mutter und Sohn wollen dem Druck unbedingt stand halten, bedingungslos unterstützt von Eurykleia.

    Das Ende ist ja hinlänglich bekannt, allerdings hat sich die Autorin auch noch die eine oder andere Überraschung einfallen lassen...

     

    Wie war´s?

    Ich finde, das Experiment ist voll und ganz gelungen. Die Geschichte ist an das „Original“ zwar angelehnt, aber durchaus ein absolut eigenständiges Werk; das bedingt ja schon der unterschiedliche Blickwinkel. Hierdurch ist auch ein echter Mehrwert entstanden. Hier geht es über eine Abenteuergeschichte, die das Original ja im besten Sinne darstellt, hinaus. Hier geht es auch um Verlust, Ängste, Trauer, Verantwortung, Verlässlichkeit, Loyalität und Reife.  

    Die Sprache ist durchaus anspruchsvoll, aber modern und lebendig. Vielleicht ist aber wirklich der Altersvorgabe etwas zu niedrig angesetzt. Andererseits ist es ja ausdrücklich Ziel des Buches, über Comic-Niveau hinaus zu gehen. Das im Annex befindliche Personenverzeichnis ist insofern hilfreich.

    Die Kritik der latenten Brutalität, die einige Co-Vorableser äußern, lasse ich nicht gelten. Das Original ist „eben so“ und wenn ich mal die Märchen der Brüder Grimm als Maßstab nehme....

     

    Und schließlich:

    Das Cover ist hochwertig und toll gestaltet und die vielen Ilustrationen passen prima zu der Geschichte und sind liebevoll detailreich gezeichnet.


    Ich hoffe sehr, dass sich viele Kids für dieses tolles Buch begeistern lassen.

  10. Cover des Buches Homer und ich (ISBN: 9783868821673)
    Gwen Cooper

    Homer und ich

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Viragolady

    Aufmerksam geworden durch eine Tiersendung habe ich mir dieses Buch in der deutschen Ausgabe gekauft. Gwen Cooper erzählt die Geschichte von Homer, einem kleinen Kater, der bereits nach 4 Wochen seine Augen verloren hat.
    Gwen Cooper hat schon zwei Katzen, keine eigene Wohnung, hat sich gerade von Ihrem Freund getrennt und kann sich eine dritte Katze eigentlich gar nicht leisten. Aber als ihre Tierärztin sie bittet, eine blinde Katze, die niemand haben will, bei sich aufzunehmen, ist es um sie geschehen. Der kleine Homer zieht bei ihr ein und stellt schon bald ihr Leben ganz schön auf den Kopf. Mit Hilfe seines Frauchens meistert er alle Situationen in seinem noch so jungen Leben. Er spielt wie andere Katzen, merkt wenn es Frauchen nicht so gut geht und versucht sie zu trösten. Alles das was sehende Katzen auch tun. Ausgerechnet der blinde Homer ist es, der Gwens Leben wieder in die richtige Spur bringt. Die Liebe und Verantwortung für ihren blinden Homer hilft ihr wieder mehr Selbstvertrauen zu bekommen und in einer neuen Stadt einen Neuanfang zu wagen. Auch menschlich gibt es hier dann ein Happy End.

    Dieses Buch hat mich sehr berührt. Ich habe selber zwei Katzen mit Handicap, eine habe ich aus schlechter Haltung gerettet und eine aus dem Tierschutz, und möchte beide nicht mehr missen. Ein Leben ohne Katzen kann ich mir nicht mehr vorstellen.
    Was ich mir für diese deutsche Buchausgabe gewünscht hätte, wäre das ein oder andere Bild gewesen, so wie in der englischen Originalausgabe. Das ist aber auch das einzige Manko.
    Sonst kann ich dieses Buch nur empfehlen.

  11. Cover des Buches Der vergessene Tempel (ISBN: 9783499248092)
    Tom Harper

    Der vergessene Tempel

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Manfred_SH
    Zunächst der Kurztext aus Amazon:
    Eine Botschaft aus dunkler Vorzeit. Wer sie entschlüsselt, beherrscht die Welt. Kreta 1947: Im Krieg war Sam Grant britischer Elitesoldat. Jetzt ist er nur noch ein Glücksritter. Sechs Jahre zuvor, unter deutscher Besatzung, hat ihm ein sterbender Archäologe sein vergilbtes Notizbuch zugesteckt. Darin befinden sich Kopien uralter Texte aus einer Höhle. Keiner kann sie lesen. Doch als sich Agenten von KGB wie FBI an seine Fersen heften, ahnt Sam: Dieses Geheimnis ist wertvoller als alles, was Forscher je zuvor bargen – und geeignet, die Existenz der Erde zu bedrohen.

    Ich habe das Buch in der Umzugskiste meiner Freundin gefunden. Es ist schon ein paar jahre alt, dennoch interessant zu lesen.
    Solche Bücher schinen aus der Mode gekommen zu sein, man sieht sie als Neuerscheinung immer seltener.

    Alles fand ich nicht gut, weil es einfach zu realitätsfern ist. Aber sieht man darüber hinweg, ist es lesenswert. Wer sich zu dem für grichische Mythologie interessiert ist hier gerade richtig und wird wohl 5 Sterne vergeben.

  12. Cover des Buches Die Feuer von Troia (ISBN: 9783596139200)
    Marion Zimmer Bradley

    Die Feuer von Troia

     (303)
    Aktuelle Rezension von: Rikasbookshelf
    Ich kann euch gar nicht sagen wie oft ich dieses Buch schon gelesen habe. Ich habe jedes Mal das Gefühl, dass ich es auswendig kenne, doch dann finde ich doch immer wieder Kleinigkeiten, die ich vergessen hatte. Schon wenn ich darüber nachdenke, will ich es gleich noch mal lesen. Ich finde Kassandra ist eine so Interessante Figur, die so viele verschiedene Perspektiven rund um diesem mystifizierten Krieg zeigt.
  13. Cover des Buches Odyssee (ISBN: 9783868203998)
    Homer

    Odyssee

     (158)
    Aktuelle Rezension von: anchsunamun

    Es handelt sich um ein für beeindruckendes Werk, auch wenn es nicht ganz einfach zu lesen ist. Erzählt wird die Geschichte der Irrfahrten des Königs Odysseus von Ithaka. Zusammen mit seinen Gefährten besteht er viele gefährliche Abenteuer, erleidet viele Verluste. Doch am Ende steht die Heimkehr zu seiner Frau Penelope, der von den Freiern befreit - mit Unterstützung der Göttin Athene. Es kommt zu einem friedlichen Ende.

    20 Jahre ist Odysseus unterwegs bevor ihm die Götter verzeihen, denn diese Irrfahrt ist die Strafe für seine Überheblichkeit. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart, erzählt von seinem Leben mit seiner Gemahlin und seinem Sohn Telemach. Er zieht in den Krieg - trotz Warnungen. Alle kehren heim, nur er nicht samt seiner Gefährten.

    Die Umschlagsgestaltung ist wunderbar gewählt - ein Landkarte passend zu den Irrwegen, die er fährt. Der Zorn der Götter verhindert, dass er den Heimweg findet.

    Ich muss gestehen, das Hörspiel hat mir besser gefallen als das Buch. Wahrscheinlich weil es sehr viel leichter zu verstehen ist, aber auch dem Buch konnte ich einiges abgewinnen.




  14. Cover des Buches Kleider machen Leute (ISBN: 9783458200345)
    Gottfried Keller

    Kleider machen Leute

     (491)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Ich musste diese Novelle in der Schule lesen, wie man sich wahrscheinlich denken kann. Wer liest das in seiner Freizeit schon freiwillig. Ich würde gerne sagen dass es mir sehr gut gefallen hat, weil ich dann wahnsinnig gebildet und belesen rüberkomme. Aber ich bleibe hier ehrlich. Ich brauchte erst meine Zeit um zu verstehen was genau die Handlung ist. Meine Lehrerinn sagte, unsere Gruppe hätte das einfachste Reclam Buch bekommen. Und irgendwie war es ja auch so. Man kann sich ja auch schon beim Titel denken was auf einem zukommt. Ich will nicht zu viel über die Handlung sagen. Aber es geht um einen sagen wir mal armen Mann der aber sehr viel wert auf gutes Äusseres legt und deswegen denken alle er ist reich und ihm wird alles hingeschissen. Dann kommt noch ne kleine Lovestory, die eigentlich echt süss ist. Ja mein Fazit, theoretisch echt nicht so spannend aber wenn man sich zwingt es zu lesen ist es echt sehr gut machtbar. 

  15. Cover des Buches Metro 2034 (ISBN: 9783898138864)
    Dmitry Glukhovsky

    Metro 2034

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Alexander der Große (ISBN: 9783406590856)
    Alexander Demandt

    Alexander der Große

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Bevor ich mit Euch, werten Lesern, über dieses Buch plaudere, solltet Ihr evtl. wissen, dass ich das Buch nicht vollständig gelesen habe. Das hat 2 Gründe. Erstens hat dieses Buch von Alexander (!) Demandt "Alexander der Grosse. Leben und Legende" (2009) satte 483 Seiten Fließtext, mit Anmerkungen, Zeittafel, Karten, Stammbäumen, sonstigen Verzeichnissen, Bibliographie und Register sogar 655 Seiten. Zweitens wollte ich von vorneherein lediglich über Rezeption und Quellenlage Alexanders lesen, da ich für die Person Alexanders des Großen bereits andere Bücher gelesen habe. Doch eines will ich Euch, werten Lesern, von vorneherein sagen. Dieses Buch hier ist mit bisher das sympathischste.

    Denn mal abgesehen davon, dass die Darstellung der Quellenlage ("Die Quellen", S. 1-32) gut strukturiert und die Erforschung der Alexanderrezeption ("Alexander im Spiegel der Nachwelt", S. 405-455) sehr nachvollziehbar dargelegt ist, schimmert der Autor Alexander Demandt mit einer sehr positiven und einnehmenden Art durch. Damit schafft der Autor die schwierige Brücke zwischen seriöser Wissenschaftlichkeit und gut lesbarerer Literatur.

    Beide Kapitel, die ich gelesen habe, sind international angelegt, bearbeiten also intensiv Quellen und Perspektiven, die den lateinischen Westen hinaus gehen.
    Da mir das Wenige so gut gefiel, habe ich noch das Fazit des Buches ("Alexander der Große?", S. 457-483) gelesen, in dem Demandt scheinbar alle bisherigen Themen und Einzelaspekte zusammenfasst und Alexander somit unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und bewertet (?). Dazu gehören Alexanders Politik, Alexanders Entdeckungen, Alexanders Persönlichkeit als Mensch und mehr.

    Besonders positiv an dieser Biographie ist mir die alte römische Verhaltensorientierung der "variatio" aufgefallen, nach der römische Literaten nicht einfach ihr Thema abarbeiten sollten. Stattdessen sollten sie mit Exkursen (zB Geographie, Ethnologie, Anekdoten, etc.) Freude auf seiten des Lesers hervorrufen. Ähnliches macht Demandt auch, wenn er zB am Ende des Buches die Aporie des Historikers thematisiert, einerseits einen Mörder und (nach heutigen Maßstäben) Verbrecher als "Groß" zu bezeichnen und andererseits doch etwas Achtung vor dieser Person zu haben, da Gewalttaten in allen Zeiten durchaus üblich gewesen waren (und zT noch sind !), was jedem Historiker mehr als bewusst ist.



    Das Thema "Alexander der Große" hatte mich bisher noch nie wirklich interessiert, obwohl Euch das etwas paradox anmuten könnte, wenn Ihr mal in meine Bücherlisten reinschaut (viel mit Antike und so). Doch ganz besonders dieses Buch hat es mir angetan und sollte sich nochmal die Zeit und Gelegenheit bieten, werde ich es nachholen, es in seiner Gesamtheit zu lesen. Denn in einem Punkt zweifle ich nicht: dass es sich lohnen würde.



    Bisher ist mir Alexander Demandt schonmal positiv aufgefallen. Evtl. habt Ihr das Buch in meiner Liste schon gesehen: "Das Attentat in der Geschichte" (hg. von A. Demandt). Auf diesen Namen werde ich in Zukunft auch vermehrt achten. :)
  17. Cover des Buches Schwein gehabt, Zeus! (ISBN: 9783596806348)
    Paul Shipton

    Schwein gehabt, Zeus!

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Jisbon
    "Schwein gehabt, Zeus!" war nicht, was ich erwartet hatte. Ich dachte, dass Gryllus uns Geschichten über sein 'Mitwirken' in der griechischen Mythologie erzählen würde - wie er alles erledigt und den ahnungslosen Göttern und Sterblichen geholfen hat. Teilweise habe ich das auch bekommen; Gryllus hat im Trojanischen Krieg gekämpft (wie er dazu in der Lage war, war ein Twist, der mich überrascht hat - auch wenn er sehr viel Sinn macht) und war mit Odysseus unterwegs. Außerdem erzählt er seine Geschichte einem Jungen, der interessanterweise Homer heißt...
    Zu großen Teilen dreht sich die Geschichte aber um etwas anderes. Es geschehen seltsame Dinge und eine Seherin Apollons ist davon überzeugt, dass nur Gryllus die Welt retten kann. Also beginnen sie ihre Reise - und sie ist wirklich amüsant. Viele der Helden, die wir aus den Mythen kennen, stellen sich als... na ja... etwas feige heraus, die Götter machen einige gravierende Fehler und einige kuriose Persönlichkeiten (wie der Erfinder des Toasters) sind ebenfalls mit von der Partie. Gryllus erzählt hierbei auf seine ganz spezielle Art und Weise. Besonders unterhaltsam fand ich seine (fehlgeschlagenen) Versuche, die Geschehnisse in Reimen wiederzugeben. Das einzige, was mich wirklich gestört hat, sind die Anachronismen. Meiner Meinung nach waren sie nicht nötig, um die Geschichte zu erzählen, und sie haben mich sehr irritiert.

    Davon abgesehen hat mir das Buch aber gut gefallen. Es bietet eine neue, humorvolle Sicht auf das Antike Griechenland und die bekannten Helden, die mich gut unterhalten hat. Wegen des Endes dieses Bandes frage ich mich nur, wie es ein zweites Buch geben kann... aber ich schätze, um das herauszufinden, muss ich es wohl kaufen.
  18. Cover des Buches Zitronenröllchen (ISBN: 9783551722775)
    Ralf König

    Zitronenröllchen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der "King of comic" berichtet wieder aus der großnasigen Schwulenszene, unterstützt durch Walter Moers. Die Parodien auf Asterix und Odysseus haben mir am besten gefallen, aber der Einblick in den (angeblichen) Homoalltag ist generell zum Schießen. Und die Geschichte erst, als der Analpfopf zur reparatur gebracht wird, natürlich erst nachdem man ihn schon benutzt hat. Ich lach mich scheckig...
  19. Cover des Buches Ulysses (ISBN: 9783518470060)
    Nicolas Mahler

    Ulysses

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    [kein Rezensionsexemplar]

    Dieses Buch war ein Geschenk meiner Eltern. An "Ulysses" habe ich mich davor nie herangetraut, weil ich Angst hatte, dass ich nicht mitkommen würde.

    Nun, ich kann nicht beurteilen, wie originalgetreu dieses Graphic Novel ist. Ich kenne ja das Original nicht und selbst wenn, wäre ein Vergleich schwer, da dieses Buch mit wenig Text auskommt. Auf vielen Seiten ist nur ein Satz. Der Autor hat die Frage nach der Originaltreue auch selbst am Ende des Buches reflektiert: Der Tag ist derselbe, der Handlungsort ist nicht Dublin, sondern Wien. Der Nachname des Protagonisten ist anders und der Name der Zeitung, für die er arbeitet. Außerdem werden mehrere Bücher zitiert, die am Ende brav aufgelistet werden.

    Die Bilder sind einfach gehalten und ohne viele Details. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase hielt ich das für passend. Schön finde ich, dass die Bilder scheinbar nicht recycelt wurden. Das hätte ich nämlich fast verstanden, immerhin dauern manche Szenen teils mehrere Seiten lang. Da sprechen also die gleichen Figuren miteinander und der Ort bleibt gleich. Trotzdem konnte ich immer irgendein kleines Detail finden, das mir zeigte, dass da nicht einfach Copy und Paste verwendet wurde. Eine Nase, die ein bisschen anders aussieht, ein Blatt Papier, bei dem die Linien anders sind oder ein Haus, bei dem man unterschiedlich viel von der Fassade sieht.

    Die meiste Zeit habe ich mit den Zeitungsinseraten verbracht. Natürlich wollte ich die alle lesen! Wenn ich diese alte Schrift schon lesen kann, dann will ich dieses Wissen auch nutzen. Spannend finde ich, dass diese Inserate echt sind – sie stammen aus dem Neuigkeits-Welt-Blatt vom 16. Juni 1904.

    Mein Fazit? Ein toller Einstieg in diesen großen Klassiker. Bei einem Graphic Novel ist die Hemmschwelle geringer als beim "echten" Klassiker. Gleichzeitig macht dieses Buch Lust auf mehr. Ich möchte jetzt auf jeden Fall den Originaltext lesen - und gerne auch noch mehr von Mahler!

  20. Cover des Buches Ilium (ISBN: 9783453320475)
    Dan Simmons

    Ilium

     (71)
    Aktuelle Rezension von: booksurfer

    Dan Simmons ist ein Meister der Erzählung mit dem ich aber auch schon einige Probleme hatte. Deshalb war ich gespannt was mich in Ilium erwartet denn die Story klingt echt toll:

    Der trojanische Krieg herrscht am Fuße des Mount Olympos auf dem Mars. Ein Krieg der zum Spiel für die rachsüchtigen Götter des Olympos wird. Nach seinem Tod bekommt der Homer Experte Thomas Hockenberry den Auftrag, als Kriegsberichterstatter über Troja zu berichten. Durch Hightech-Geräte kann er sich mitten ins Kampfgetümmel stürzen und in Sekundenbruchteilen wieder verschwinden. So kann er hautnah den trojanischen Krieg beobachten. Doch schon bald stellt er fest das sich die Ereignisse in Homers Iliad und auf dem Schlachtfeld unterscheiden. Hat Homer sich etwa dichterische Freiheiten erlaubt oder befindet sich Hockenberry im falschen Krieg? Nach und nach wird Hockenberry in die dunklen Machenschaften der Götter hineingezogen und entdeckt dabei eine schreckliche Wahrheit.

    Ich muss gestehen der Anfang war echt hart und man muss sich durch die ersten 100 Seiten durchbeißen. Dan Simmons lässt sich zu Beginn sehr viel Zeit mit der Geschichte und verliert sich ein wenig in den Details. Doch wer durchhält, der wird mit einer grandiosen Geschichte überrascht! Der Weltenaufbau und die Zeichnung unseres Sonnensystems waren sehr gut ausgearbeitet und es macht Spaß diese Sci-Fi Welt und ihre Bewohner kennenzulernen.

    Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet vor allem Thomas Hockenberry fand ich als Charakter sehr interessant und vielschichtig. Aber auch die Götter mit ihren kleinen Kriegen gegeneinander waren toll. Am besten haben mir allerdings die Moravecs gefallen.

    Die Geschichte enthält drei verschiedene Handlungsstränge, die im Verlauf der Story zu einem großen Ganzen zusammenlaufen. Der Leser erkennt erst dann in welch riesigen Dimensionen sich die Geschichte abspielt. Der Schreibstil ist dabei recht unterschiedlich. Wie schon geschrieben hält, sich Simmons zu Beginn mit zu vielen Kleinigkeiten auf, kommt die Geschichte dann aber in Schwung entwickelt sich ein Lesesog, dem man sich nicht entziehen kann.

    Für mich war Ilium ein Action Sci-Fi Spektakel der Sonderklasse. Simmons hat es geschafft eine unglaubliche Welt zu erschaffen darin Science Fiction und die griechische Mythologie zu vereinen und letztere damit einen tollen neuen Twist gegeben. Einzig und allein die für den langatmigen Beginn muss ich einen Stern abziehen. Ich freu mich aber auf den Abschlussband Olympos der in der neuen Ausgabe im Januar 2021 erscheint.

    4 von 5 Sternen

  21. Cover des Buches Troia (ISBN: 9783805352550)
    Alexandra Villing

    Troia

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63
    Wer hat nicht schon einmal vom Trojanischen Pferd gehört oder von Odysseus und seinen Gefährten oder von der schönen Helena, die von Paris entführt wurde und so den Trojanischen Krieg ausgelöst hat. Damals hatten auch noch die Götter ihre Hand im Spiel


    Homer hat der Nachwelt diese eposante Geschichte überliefert und unzählige künstlerishe Werke in Bild, Schrift,Ton und Film erzählen diese Geschehnisse bis heute fort.

    Doch hat Homer tatsächlich gelebt oder gehört er in das Reich der Mythen und Sagen? Existierte Troja wirklich? Gab es überhaupt Troja und diesen Krieg?

    Alle diese Fragen und Antworten und noch viel mehr könnt ihr diesem einzigartigen, gewaltigen und toll gestalteten Bildband Troia - Mythos und Wirklichkeit aus dem tollen Verlag WBG Philip von Zabern entnehmen.

    Dieser mit 300 Abbildungen reich illustrierte Bildband erzählt die Geschichte Troias im Spiegel von Literatur, Archäologie und Kunst bis heute. Auf 312 sehr informativen Seiten und vier Kapitel erfährt man einiges über die Figur Homers und seine Zeit, die Entstehungsgeschichte um die Ilias und die Odyssee und ihre zahlreichen künstlerischen Fortsetzungen, über den Mythos vom Krieg um Troja, die archäologischen Überreste sowie Geschichten, die bleiben. Troja spielt bis in unsere Gegenwart eine große Rolle in der Literatur, im Theater, im Film und vielen weiteren künstlerischen Bereichen.

    Wer sich dafür interessiert oder allgemein für Geschichte, ist bei diesem Verlag sehr gut aufgehoben. Schaut dort unbedingt mal vorbei.

    Klare Leseempfehlung.

  22. Cover des Buches Das zufällige Leben des Homer Idlewilde (ISBN: 9783746623382)
    Yann Apperry

    Das zufällige Leben des Homer Idlewilde

     (22)
    Aktuelle Rezension von: thursdaynext
    Monkey Business Homer Idlewilde ist ein Trottel, und das Fehlen des Ausdrucks liebenswert, sollte geneigte Leser nachdenklich machen ! "Du kultivierst die Kunst des Zeitvergeudens", sagte Fausto, "und an deiner Stelle würden die meisten Leute schon nach einer Woche aufgeben." Dasselbe hätte ich, nur früher, am besten sofort, mit Yann Apperrys Prix Goncourt des Lycéens ausgezeicnetem Roman machen sollen. Die im Klappentext gepriesene "Odyssee der Liebe" erschöpft sich in einer kapriziösen Zicke und ihrem Liebhaber der " die Erfindung des Automatikgetriebes für die größte Errungenschaft des 20. Jahrhunderts" hält. Wohlgemerkt weil er zu dämlich ist mit einer Gangschaltung klarzukommen. Bahnbrechend immerhin seine Erkenntnis. " dass Frauen frischgewaschene Männer mit sauberen Klamotten mögen" ...... 390 Seiten Ich - erzählerisch sprunghafte ausschweifende Geschwätzigkeit lassen am Schluss tiefe Bewunderung für den deutschen Titel des Romans aufkommen. Er ist passender als der Originale (Farrago). Speziell das Adjektiv zufällig ist ein Glücksgriff. Spontan fielen mir auch noch sinnfrei, dämlich oder langweilig verhaltensoriginell ein. Dabei erzählt der Autor gar nicht mal so schlecht, wählt aussergewöhnliche Charaktere, bleibt dabei aber immer nur an der Oberfläche. Man kommt ihnen nie näher, als aus Homers sehr beschränkter Sicht, immer wedelt ein Fähnchen mit ein wenig Sinn und Tiefe um sofort wieder in endloser, belangloser Geschwätzigkeit zu versinken. Da lob ich mir die Titanic. Die versank wenigstens schnell und kompetent. "Das zufällige Leben des Homer Idlewilde" dagegen schippert enervierend auf der Flut der Wörter und trifft nie den Eisberg. 2 Sterne von mir. Einer für den schön ausgewählten Namen des Protagonisten, der zweite geht an das anspechende Cover und die abstruse humorfreie Story.
  23. Cover des Buches Der Troianische Krieg und die Heimkehr der Helden (ISBN: 9783150183748)
  24. Cover des Buches Carmina Priapea (ISBN: 9783760836515)
    Bernhard Kytzler

    Carmina Priapea

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    "Immerzu versprech ich mich und statt 'wer stiehlt, der wird gezwickt'
    sage ich 'gefickt' - die Zunge ist da etwas ungeschickt."





    Lasst mich direkt mit diesem Besipiel anfangen, ehe ich irgendwas anfange zu palavern ! Das Gedicht (Nr. 7) sagt schon relativ deutlich, wo wir uns thematisch und stilistisch befinden. Hier geht es witzig zu, hier ist es obszön und hier ist es pervers. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen. Doch was bedeutet "hier" eigentlich ? Das "hier" ist quasi eine große Anthologie von meist kurzen Gedichten mit dem Namen "Carmina Priapea. Gedichte an den Gartengott" (1978) von Kytzler und Fischer herausgegeben und übersetzt. Diese Gedicht haben alle eine Gemeinsamkeit: sie drehen sich in irgendeiner Form um Priap. Der Schwerpunkt des kleinen bandes ist das "Corpus Priapeorum" aus der Kaiserzeit mit 80 Gedichten. Wie Priap selbst sagt (in einigen Gedichten kommt er selbst zu Wort) ist er der wohl unbekannteste Gott des römischen Pantheons. Jeder römische Gott hat in einen mehr oder weniger engdefinierten Tätigkeitsbereich (Venus: Liebe; Mars: Krieg; etc.), so hat Priap die Aufgabe den Garten zu bewachen. Hört sich banal an ? Dann lasst mich nochmal ein Kurzgedicht zitieren, wo Priap selbst die Strafe für Obstdiebstahl beschreibt:




    Gedicht 28
    "Der du nichts Gutes hier im Schilde führst, der nicht
    es lassen kann, das Obst zu stehlen, frecher Wicht,
    dir bohr ich in dein Hinterteil mein großes Ding.
    Ist diese schlimme, grimmige Strafe zu gering,
    dann ziel ich oben dir hinein: ja, im Gesicht !"



    Oder Gedicht 13
    "Aufgepaßt: von vorn straf ich die Mädchen, hinten straf ich Knaben,
    wächst dem Dieb bereits ein Bart, soll er die dritte Strafe haben !"


    (gemeint sind in der Reihenfolge des Gedichts: Vaginalsex, Analsex, Oralsex. Aber das dachtet ihr euch bestimmt schon, oder ? ;D )





    Damit noch klarer wird, was Priap hier meint, tut folgendes (ja, sollt ihr wirklich, tut es !): googelt "Priap" mit der Bildersuche. Eben hab ich es überprüft und ja, die ersten paar Ergebnisse sind aussagekräftig genug, damit ihr ganz genau erkennt, was er mit "Ding" meint.
    So, nun da ihr euch mal ein Bild von Priap angesehen habt, lasst uns weitergehen ! Priap galt als der Gartenwächter, der Einbrecher und Diebe mit seinem riesigen Phallus (= röm. für Penis) in einer für ihn lustvollen Strafe durchvögelt. Der kleine Band beginnt zuvor jedoch noch mit älteren Gedichten aus Griechenland und von anderen römischen Dichtern (zB Vergil, Horaz; mit dem Corpus Priapeorum befinden wir uns evtl. um 100 nach Chr.), wo es noch in gesitteten, unvulgären und normalen Themen um Weihungen und Wächteraufgaben geht. Erst mit der 80-Gedichte-Sammlung des Corpus Priapeorum erhält Priap den neuen Schwerpunkt des strafenden Gartenwächters, dessen Strafandrohung in einer lustvollen Strafvergewaltigung besteht. Dabei ist hier jedoch die Grenze zwischen einer Strafvergewaltigung, in der Priap dem Dieb sein riesiges Glied (ihr habt ja ein Bild gesehen !) in den Hintern schiebt, und einer freiwilligen Hingabe an den Gott natürlich nicht so scharf. Dabei ist natürlich auch Priap darauf bedacht, seinen Spaß zu haben. Beides sollt ihr in diesem Gedicht mal nachlesen:



    Gedicht 38
    "Mir geziemt es, frei vor dir zu reden, nicht herumzudrücken,
    einfach bin ich von Natur, drum sprech ichs aus ganz ungescheut:
    ich will ficken, du indessen dir einen Apfel pflücken;
    gib du mir, was ich begehre, nimm dir dann, was dich erfreut !"



    Das ist das zweite Mal, dass ich so überrascht bin über die römische Literatur (ich hatte bereits vor einiger Zeit den Roman "Metamorphoses" von Apuleius gelesen und -glaube ich- hier auch in einer Rezension vorgestellt, schaut mal rein, wenn ihr Lust habt !). Der perverse und obszöne Humor, der manchmal bis ins dummdämliche reingeht, steht dem Humor unserer Tage in gar nichts nach. Ein letztes Kurzgedicht will ich noch als Beispiel anbringen (ich weiß nicht genau, wie das hier mit den Zitaten ist. Gibts da nicht eine quantitaive Grenze ? Falls ja, muss ich die Beispiele streichen ;/ ):


    Gedicht 67
    "Fides, Iris, Caesar, Kadmus, Echo, Nestor noch zum Schluß,
    jeder ersten Letter wieder eine erste folgen muß:
    was das heißt ? Erwisch ich dich beim Stehlen in dem Garten hier,
    Dieb, gewährst dus mir, als Strafe für den Frevel droht es dir !"

    Das muss ich nicht auflösen, oder ? ;)




    Wer nur was vom Inhalt lesen will, kann nun hier aufhören. Ich werde noch etwas zur Gestaltung und so sagen. Sehr positiv ist, dass auf der linken Seite jeder Doppelseite stets das Gedicht in seiner Originalsprache (grch./lat.) und rechts in deutscher Übersetzung ist. Der Übersetzer (Carl Fischer) hat sich höchste Mühe gegeben und die Übersetzungen sind durchaus gelungen. Sie sind auch im Deutsche noch Gedichte (warum die Reime, weiß ich nicht genau, da es in der Antike keine Reime gab) und sind mehr sinngemäße, als wörtliche Übersetzungen.
    Manchmal sind die Übersetzungen leider extrem frei. Ich will mal eben das allererste Gedicht, das ich hier zitiere, auf Latein abtippen:


    Gedicht 7
    "Cum loquor, una mihi peccatur littera, nam TE
    PE dico semper blaesaque lingua mihi est."


    Mit der Übersetzung ist der Sinn glänzend erfasst und übertragen, nur geht der Wortspiel des Lateinischen verloren, da Priap (geschrieben natürlich dennoch vom Dichter) hier beklagt, dass er einen Sprachfehler hat und immer "t" für
    "pe" sagt und diese Wendung (" TE PE dico") "ich sage t für p" ist von der Aussprache her deckungsgleich mit "ich ficke dich". Lässt sich nur leider im Deutschen so nicht wiedergeben.






    Schön sind auch die anderen Gedichte vor dem Corpus Priapeorum aus der Anthologie Graeca, von Catull, Bibaculus, Vergil, Horaz, Tibull, Ovid, Petron, etc., da es die thematische Entwicklung schön aufzeigt. Erst bei Martial und hier in dem Corpus Priapeorum wird es echt pervers. Im Anhang befinden sich noch versorientierte Kommentare und Kurzkommentare Lessings und Goethes zu den Priapea. Deren Sinn im Gesamtkonzept des bandes wird erst nachträglich (und nur ein wenig) deutlich durch das Nachwort "Zu dieser Ausgabe". Die versorientierten Kommentare sind zwar sehr gut für Parallelstellen innerhalb des Werkes udn zu anderen Autoren (modern, wie antik), insgesamt aber ohne die Verweise sehr rudimentär bis nichtssagend.
    Besondere Würdigung verdient mMn die Einleitung, die von den 231 Seiten des Buches immerhin 26 (S. 8-34) einnimmt. Die ist sehr informativ und schafft eine sehr gute Balance zwischen allgemeiner Einführung und Einzelbeispielen (schaut vergleichsweise für eine schlechte Einleitung mal in meine Rezension zu der Ausgabe von "Frontinus: Des Sextus Julius Frontinus' Schrift über die Wasserleitungen der Stadt Rom" rein).




    Sehr lustig und anzüglich ist auch die Homerparodie in der Gedichtesammlung (Gedicht 68). Leider ist sie zu lang für ein Zitat. und zitiert habe ich mittlerweile auch genug. Lest selbst !




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