Bücher mit dem Tag "hommage"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hommage" gekennzeichnet haben.

56 Bücher

  1. Cover des Buches Die Nachtigall (ISBN: 9783352010323)
    Kristin Hannah

    Die Nachtigall

    (656)
    Aktuelle Rezension von: Sophie0406

    𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻:

    ⭐️⭐️⭐️⭐️

    -

    »Männer erzählen Geschichten. Frauen machen mit dem Leben weiter. Für uns war es ein Schattenkrieg. Und nachdem er vorbei war, gab es keine Paraden für uns, keine Orden und keinen Platz in den Geschichtsbüchern. Im Krieg taten wir, was wir tun mussten, und nachdem er vorbei war, sammelten wir die Scherben ein und fingen noch einmal von vorn an."

    -

    Bei diesem Zitat aus dem Buch bekomme ich immer noch Gänsehaut. Es ist eine Hommage an jede einzelne Frau. Und es sagt so viel über uns aus. Über unsere weibliche Stärke, über unseren Mut, über unseren Überlebenswillen und über das, was tief in uns drin schlummert. Dieses Zitat beschreibt so gut die Handlungen im Buch, dass es schon fast weh tut. Ich habe zwei sehr starke Protagonistinnen kennenlernen dürfen, die nicht ungleicher hätte sein können. Sie sind zwei Teile eines Ganzen, jede für sich eine Kostbarkeit. Isabelle, die Rebellin - die Mutige, die Realistische, die Kämpferin. Und Vianne, die Löwenmama - die Beschützerin, die Aufopferungsvolle, die Sanfte. Beide Frauen haben so viel Schreckliches erlebt, so viel Traumatisches und trotzdem waren sie für ihre Mitmenschen der Fels in der Brandung. Ich kann gar nicht sagen, wer von den beiden Frauen mir mehr gefallen hat. Sie waren beide etwas Besonderes. Das Buch zeigt die realistische und erschreckende Wahrheit des Zweiten Weltkrieges ohne irgendwas zu beschönigen. Und die letzten 100 Seiten habe ich öfters vollkommen hilflos und verzweifelt gefühlt. Die Tränen kamen und gingen. 

    Der Schreibstil an sich war zwischendurch sehr anspruchsvoll. Da ich noch nie in Frankreich war und auch kein Französisch sprechen kann, war mir der eine oder andere Ort, sowie die eine oder andere Aussprache etwas fremd, was den Lesefluss etwas eingedämmt hat. Der Inhalt des Buches war jedoch eine 10/10 und höchst emotional. Eine klare Leseempfehlung von mir. 

  2. Cover des Buches Die Ordnung der Sterne über Como (ISBN: 9783746630571)
    Monika Zeiner

    Die Ordnung der Sterne über Como

    (101)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden

    Nachdem der Erstling „Die Ordnung der Sterne über Como“, schon eine ganze Weile zurückliegt, widmet sich die Autorin in ihrem neuen Buch einer deutschen Familiengeschichte. Die Fincks sind in Nürnberg über die Jahrzehnte zu Geld gekommen. Eine einträgliche Möbelfabrik hat sie zu gut situierten Leuten gemacht. Doch Nikolaus, eher weniger erfolgreicher Drehbuchautor und Spross dieser Familie, glaubt nicht daran, dass Geld und guter Ruf seiner Verwandten auf ehrenwerte Weise erworben wurden. Die jüdische Familie Stein musste unter den Nazis das Land verlassen. War da nicht vielleicht etwas?Die Suche nach der Antwort auf die Frage, ob es bei der Übernahme der Steinschen Fabrikation anständig zuging, hätte spannend sein können. Leider überfrachtet die Autorin ihren Text mit moralischen, religiösen, geschichtlichen und philosophischen Fragen, die in meinen Augen nicht  immer erkennbar Bezug zur Geschichte hatten. So mancher Exkurs fühlt sich gewillkürt und belehrend an, zumal diese seitenlangen Ergüsse auch die Handlung enorm ausbremsen. Kommt hinzu, das Nikolaus mir weder sympathisch war, noch schien er mir interessant genug, um seinen Monologen über mehr als 600 Seiten zu folgen. Guter Ansatz, aber die Ausführung fand ich nicht gelungen. 

  3. Cover des Buches Das Geheimnis des weißen Bandes (ISBN: 9783458359159)
    Anthony Horowitz

    Das Geheimnis des weißen Bandes

    (368)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Seit dem Tod von Sherlock Holmes sind einige Jahre vergangen. Watson vermisst seinen besten Freund noch immer und erinnert sich eines Falles, den sie vor vielen Jahren aufgeklärt haben, der aber bislang der Geheimhaltung unterlag:

    Im Rahmen von Ermittlungen gegen eine Verbrecherbande stoßen Holmes und Watson auf eine geheimnisvolle und überaus gefährliche Organisation deren Erkennungszeichen ein weißes Band ist. Mit ihren Nachforschungen begeben sich die beiden in große Gefahr, denn ihre Widersacher sind äußerst gefährlich, skrupellos und einflussreich…

    „Jene Nacht und das, was danach kam, habe ich niemals vergessen. Noch heute, da ich fünfundzwanzig Jahre später alleine an meinen Tisch sitze, steht mir noch jede Einzelheit so deutlich vor Augen, als wäre sie mir auf die Netzhaut gebrannt worden.“ (S. 172)

    Meine Meinung:

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich dieses Buch so lieben würde. Vielmehr befürchtete ich es könnte im Vergleich mit den Original-Sherlock-Holmes-Geschichten enttäuschen, aber weit gefehlt: Meiner Meinung nach ist es eines ihrer spannendsten Abenteuer. Ich hatte das Gefühl genau in die Welt zurückzukehren, die Arthur Conan Doyle erschaffen hat. Das lag vor allem daran, dass Watson und Holmes – was ihre Charaktere und ihr Verhalten anbelangt – perfekt getroffen sind und ich dadurch während des Lesens vergessen konnte, dass dieses Buch aus der Feder eines anderen Autors stammt. Der Fall, in dem die beiden ermittelt, wird packen und atomsphärisch erzählt und sorgt für äußerst spannende, bewegende und emotionale Momente. 

    Fazit: 

    Eine klare Empfehlung für Sherlock-Holmes-Fans. Sowohl die Handlung als auch der Schreibstil, die Atmosphäre und die Charakterisierung von Watson und Holmes überzeugen auf ganzer Linie. Ich habe es sehr gemocht und werde auch noch das zweite Sherlock-Holmes-Buch des Autors („Der Fall Moriarty“) lesen. Absolut verständlich, dass dieses Buch von der Sherlock-Holmes-Gesellschaft in den offiziellen Kanon aufgenommen wurde.

  4. Cover des Buches Beloved: A Novel (Vintage Classics) (ISBN: 9781448103621)
    Toni Morrison

    Beloved: A Novel (Vintage Classics)

    (42)
    Aktuelle Rezension von: Linda-Odd

    Gerade bei einem Klassiker wie Beloved finde ich es schwer eine Rezension zu verfassen. Besonders als weiße Person.

    Ich habe es über einen Zeitraum von 3 Monaten gelesen, was hauptsächlich an den unterschiedlichen Stilen innerhalb des Buches lag. Manche Stile haben mich so sehr aus dem Lesefluss gerissen, dass ich am Ende kaum noch die Charaktere zuordnen konnte.

    Die Beschreibung "magical realism" trifft hier ganz gut zu. Allerdings fand ich das Ende nicht eindeutig genug.

  5. Cover des Buches Die Bibliothek im Nebel (ISBN: 9783426530405)
    Kai Meyer

    Die Bibliothek im Nebel

    (143)
    Aktuelle Rezension von: Sunny_96

    Der Roman "Die Bibliothek im Nebel" des Autors Kai Meyer hat mich absolut beeindruckt. Selten habe ich ein so spannendes und atmosphärisches Buch gelesen. Es entführt die Leser durch den detaillierten Schreibstil in eine längst vergangene Zeit. 

    Im Jahr 1917 lebt der junge Artur in Sankt Petersburg in einer prächtigen Villa bei der Familie Kalinin, die ihn bei sich aufgenommen hat. Er verbringt seine Tage hauptsächlich mit Büchern und Ofelyia, die für ihn wie eine Schwester geworden ist. Doch dann kam der Tag, an dem er der jungen Künstlerin Mara auf der Straße begegnet. Niemand ahnte, dass dieser Tag sein komplettes Leben beeinflussen würde. Eine turbulente Geschichte voller Freundschaft, Liebe und Abenteuer beginnt. 

    Der zweite Erzählstrang handelt von der kleinen Liette, die im Jahre 1928 bei ihrem Onkel den Sommer verbringt. Als sie im Dachboden seines Hotels an der Cote d'Azur spielt und zufällig alte Reisekoffer russischer Familien findet, stößt sie auf ein mysteriöses Geheimnis dass sie noch viele Jahrzehnte später zu lüften versucht. 

    Besonders beeindruckt hat mich, wie die beiden Erzählstränge ganz langsam miteinander zu verschmelzen scheinen. Immer wieder werden kleine und große Geheimnisse gelüftet, bis sich alles zu einem großem Ganzen zusammenfügt. Ich konnte selbst mit ins Geschehen eintauchen und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. 

    Die Geschichte ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk und lässt die Grenzen zwischen Krimi, Abenteuerbuch, Liebesgeschichte, Verrat und Familiengeheimnissen verwischen. Daher eine absolute Weiterempfehlung meinerseits ⭐⭐⭐⭐⭐

  6. Cover des Buches Die Farben des Feuers (ISBN: 9783442719624)
    Pierre Lemaitre

    Die Farben des Feuers

    (127)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    1927, der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt soll zu Grabe getragen werden. Ein großes Staatsbegräbnis wurde anberaumt. Alles was Rang und Namen hat, ist zu Ehren des mächtigen Bankiers erschienen. Madeleine, seine Tochter, steht unvermittelt an der Spitze des Imperiums. Madeleine ist geschieden, ihr Ex-Mann verbüßt noch eine Haftstrafe, und Mutter des siebenjährigen Paul. Paul verunfallt am Tag des Begräbnisses seines geliebten Großvaters schwer. 

    Mit dem Tode von Marcel Péricourt verändern sich viele Leben. Madelaine sollte zwar die Geschäfte ihres Vaters weiterführen, doch ist sie nach dem Unfall ihres Sohnes ganz auf seine Gesundung bedacht und überlässt die Führung dem langjährigen Buchhalter Gustav Joubert. Der Privatlehrer von Paul, André Delcourt, beziehungsweise Liebhaber von Madelaine, wird nur noch geduldet. Doch er hat schon längst andere Pläne. Charles, der Bruder von Marcel, befindet sich in einer heiklen Lage, denn sein Bruder half ihm immer wieder großzügig mit Geld aus. Nun muss er sich anders behelfen. Er hat auch schon ein besonderes Vorhaben im Auge. 

    Um Paul macht sich Madelaine sehr große Sorgen, denn der Junge wirkt hochgradig depressiv. Erst als die junge, polnische Krankenschwester Vladi, sich seiner annimmt, scheint es mit Paul aufwärtszugehen. Vladi führt ihn ein in die Welt der Oper und Paul entdeckt seine hingebungsvolle Begeisterung für die Opern-Diva Solange Gallinato. Und gerade in dem Moment, an dem Madelaine wieder Hoffnung schöpfen könnte, wird sie Opfer eines gemeinen Komplotts. Sie verliert Hab und Gut. Die Vorboten des Zweiten Weltkrieges warten auf und Madelaine beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug.

    Mit einem rasanten Tempo überschlagen sich die Ereignisse in diesem Roman. Es ist faszinierend was sich Pierre Lemaitre so alles einfallen lässt, wie er die Fäden geheimnisvoll und ausgeklügelt zusammen fügt. Das ist Unterhaltung vom feinsten. Gehaltvoll wartet der Roman mit bitterbösen Intrigen und mannigfaltiger Spannung auf.Sehr große Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Mord erster Klasse (ISBN: 9783957285973)
    Robin Stevens

    Mord erster Klasse

    (43)
    Aktuelle Rezension von: Anna0807

    Nachdem ich mich mit dem zweiten Band der Reihe etwas schwergetan hatte, war ich sehr gespannt, ob mich dieser dritte Teil wieder mehr überzeugen kann. Und was soll ich sagen? Für mich war Mord erster Klasse ein echtes Highlight.

    Schon nach wenigen Seiten konnte ich mich wunderbar in die Geschichte fallen lassen. Die Atmosphäre hat mich direkt abgeholt, und ich habe mich sehr gefreut, Daisy und Hazel wieder bei ihren Ermittlungen begleiten zu dürfen.

    Besonders gut gefallen hat mir der Kriminalfall selbst. Die Ermittlungen waren spannend aufgebaut, und ich hatte durchgehend das Gefühl, gemeinsam mit den beiden Detektivinnen nach Hinweisen zu suchen. Dabei hat mir vor allem die offensichtliche Anlehnung an Agatha Christies Mord im Orientexpress gefallen. Die Geschichte greift einige bekannte Elemente auf, wirkt dabei aber nie wie eine Kopie. Stattdessen entsteht ein eigenständiger Fall, der mich bis zum Ende hervorragend unterhalten hat.

    Auch die Charaktere konnten mich wieder überzeugen. Daisy und Hazel bleiben sich treu, entwickeln sich aber gleichzeitig weiter. Genau diese Mischung gefällt mir an der Reihe so gut. Man erkennt die Figuren sofort wieder, merkt aber dennoch, dass die Erlebnisse sie prägen und verändern.

    Insgesamt hat mich Mord erster Klasse von Anfang bis Ende begeistert. Ein spannender Kriminalfall, sympathische Charaktere und eine tolle Atmosphäre haben dafür gesorgt, dass dieses Buch für mich zu einem der Highlights des Jahres geworden ist.

  8. Cover des Buches Dein Bücherregal verrät dich (ISBN: 9783328601937)
    Grant Snider

    Dein Bücherregal verrät dich

    (36)
    Aktuelle Rezension von: julie_

    Ich kann euch nur sagen: solltet ihr Buchliebhaber sein, kauft euch dieses Buch!
    Es enthält unterschiedliche Comics die das Leben als Buchdrache darstellen und damit einfach genau den Nagel auf den Kopf treffen.
    Jeder davon erzählt auf witzige Weise eine kleine Geschichte aus der Buchwelt und stellt dabei Leser*innen in ihrem Alltag da. Dabei wird auch gleichzeitig ein wenig das Leben als AutorIn gezeugt. Aber nicht nur der Text und der Humor nehmen einen sofort für sich ein, sondern ebenso die Illustrationen. Ich musste sie mir immer zweimal ansehen, damit uch ja nichts verpasse. Dein Bücherregal verrät dich ist eine Hommage an die Bücherwelt und die Liebe zu Büchern.

    Mein Tipp: holt euch das Buch unbedingt und lest es am besten an einem verregneten Herbstnachmittag 🥰

  9. Cover des Buches Asterix Mundart Ruhrdeutsch IX (ISBN: 9783770409211)
    René Goscinny

    Asterix Mundart Ruhrdeutsch IX

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Zum 65-jährigen Jubiläum erscheint das erste Asterix Album gleich in sechs Mundart-Ausgaben.

    Darunter die von Comedian Hennes Bender ins Ruhrdeutsche übersetzte Version.

    Das ganze Revier - bis auf ein Dorf voller unbeugsamer Gallier - ist von den Römern besetzt.

    Doch Optimus Primus, Oberbefehlshaber im Lager Maloochum, will sich nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen.

    Was ist die Geheimwaffe der Gallier?

    Um das herauszufinden, schickt er einen seiner Legionäre in Verkleidung, um die Dorfbewohner auszuspionieren ...


    Mein Eindruck:

    Dies ist bereits der neunte Band "Ruhrdeutsch" und somit der siebte aus der Feder von Hennes Bender.

    Da "Asterix, der Gallier" (Comic und Film) zu meinen liebsten Abenteuern zählt, habe ich mich auf diese Neuinterpretation sehr gefreut. 

    Die Mundart-Versionen der Comics unterscheiden sich nur im Hinblick auf die Texte (Sprechblasen, Anmerkungen, Zitate, Soundwords ...). Die Zeichnungen sind unverändert.

    Hennes Bender gelingt es erneut, durch kongeniale "Übersetzung" sowohl Lesende zu unterhalten, als auch viele kleine Verneigungen vor dem Ruhrgebiet und dessen Bewohnern einzustreuen. Typische Redensarten und Begriffe ziehen sich durch die ganze Geschichte. Das Glossar dient als Übersetzungshilfe.

    Die Neuübersetzung bietet zudem eine großartige Gelegenheit, bestehende Gags noch weiter auf die Spitze zu treiben.

    Während sich - angesichts der immer länger werdenden Kopf- und Gesichtsbehaarung der Römer - Asterix bereits im Original einen Spaß daraus macht, am laufenden Band haarige Kalauer zu bringen, setzt Hennes Bender nun noch einen drauf:

    zusätzlich zu haarigen Wortspielen grüßt er Kollegen ("wo der Frosch die Locken hat" von Atze Schröder oder "schüttel dein Haar füa mich" von Helge Schneider) oder kreiert neue Wörter und Aufrufe ("es malmsheimert" als Hommage an Jochen Malmsheimer und "beim heiligen Rowohltus" in Gedenken an Harry Rowohlt).

    Bei den zahlreichen Zitaten und Anspielungen (Hui Buh, Isnogud, Terence Hill, BAP uvm.) lohnt es sich, zweimal hinzuschauen.

    So mancher Gag versteckt sich sehr gut ;-)

    Beispielsweise dröhnen aus der Schmiede von Automatix (hier der Klüngelskerl) die Soundwords "Bäng! Boom! Bäng!" (Titel einer deutschen Filmkomödie).

    Man merkt schnell, dass hier ein Film- und Comic-Nerd am Werk war ... mit unglaublich viel Freude und Liebe zum Detail!

    Bei der Lektüre habe ich immer wieder die Stimme und Sprechweise des Übersetzers Hennes Bender im Ohr. Wer dieses Energiebündel einmal live auf der Bühne erleben durfte, weiß sofort, was ich meine.

    Allen Asterix- und Ruhrgebiet-Fans sei diese unterhaltsame und witzige Neuinterpretation des ersten Asterix-Abenteuers ans Herz gelegt.

    5 von 5 Hinkelmänner und eine Leseempfehlung!


    Fazit:

    Hennes Bender verpasst dem ersten Abenteuer der unbeugsamen Gallier mit seiner "Übersetzung" und großer Detailverliebtheit den typischen Ruhrpottcharme. Dabei bleibt er der Grundidee des Klassikers treu.

    Wer des Ruhrdeutschen mächtig ist, dem kann ich diesen Band sehr empfehlen. Und wer dies nicht ist ... dem hilft das Glossar!


    ...

    Rezensierte Ausgabe: "Glück auf, der Gallier kommt" aus dem Jahr 2024

  10. Cover des Buches Durch Nacht und Wind (ISBN: 9783608503760)
    Stefan Lehnberg

    Durch Nacht und Wind

    (32)
    Aktuelle Rezension von: ReiShimura

    Die Großmeister der deutschen Literatur als kriminalistisches Duo, als ich dies gelesen habe, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch lesen muss. Natürlich kam mehr oder weniger sofort die Assoziation mit Sherlock Holmes und Dr. Watson auf und ich denke, dies war vom Autor auch so gedacht.

    Denn meiner Meinung nach, spürt man während des Lesens des Buches, dass Stefan Lehnberg nicht nur sehr gut mit der deutschen Literatur vertraut ist und sich intensiv mit Goethe und Schiller auseinander gesetzte hat, sondern auch, dass er ausgiebig die Romane rund um Sherlock Holmes genossen hat.

    Die Umsetzung der Idee des Ermittlerduos finde ich so gelungen, dass man sich wirklich vorstellen kann, dass dies nicht nur eine fiktive Idee des Autors ist, sondern die beiden wirklich den einen oder anderen Kriminalfall gelöst haben. Unterstützt wird dies durch die altertümliche Sprechweise der Protagonisten und der der damaligen Zeit entsprechenden Rechtschreibung. Beides ist auf den ersten Blick ein klein wenig gewöhnungsbedürftig, aber obwohl ich schon lange keine Werke mehr aus dieser Zeit gelesen habe, hatte ich damit keinerlei Schwierigkeiten.

    Leider habe ich sehr vieles, das ich über das Leben von Schiller und Goethe in der Schule gelernt habe, mittlerweile wieder vergessen. Daher habe ich zwar die eine oder andere Anspielung bemerkt, konnte diese aber nicht wirklich einordnen und ich vermute auch, dass ich viele Hinweise auf das Leben und die Werke der beiden nicht bemerkt habe. Umfangreiche Kenntnisse über das Leben und Wirken der beiden Herren ist nicht zwangsläufig notwendig, um das Buch genießen zu können, intensiviert aber sicherlich das Vergnügen.

    Der Roman vermischt mehrere Genres auf mehr oder weniger gelungene Weise miteinander. Neben den beiden offensichtlichen Genres, nämlich Historien- und Kriminalroman, kommt da auch noch Komödie, Tragödie und Satire dazu und Komponenten eines modernen Actionfilms. Viele der Elemente verwebt der Autor ganz geschickt miteinander, manche waren für mich ein wenig übertrieben und haben das Gesamtbild ein wenig verzerrt.

    Der Roman hat mich im Großen und Ganzen recht gut unterhalten, trotzdem bin ich von dem Konzept nicht wirklich überzeugt. Vielleicht liegt es an meinen mangelhaften literarischen Kenntnissen oder daran, dass der Kriminalfall zwar recht interessant, aber auch ein wenig durchschaubar war.

  11. Cover des Buches Captain Future 1: Captain Future (ISBN: 9783551803382)
    Sylvain Runberg

    Captain Future 1: Captain Future

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Schugga

    Captain Future und seine Crew werden gemeinsam mit der Agentin Joan Landor zum Planeten Megara entsandt. Dort fallen immer mehr Personen rätselhaften Mutationen zum Opfer. Vor Ort treffen sie auf einen mächtigen Gegner, welcher die ursprünglichen Bewohner des Planeten, die abfällig als Primos bezeichnet und vom Menschen ausgebeutet werden, wieder zu neuer Macht verhelfen will. Doch irgendwas ist faul an diesem Typen.

    Früher habe ich den Anime gern gesehen, jetzt allerdings nicht genug Erinnerungen daran, um den Comic mit der Anime-Serie vergleichen zu können. Daher bewerte ich diesen Comic als eigenständiges Abenteuer. Optisch sind die Figuren schon etwas retro, insgesamt sind die Panels überzeugend stark coloriert, detailreich gestaltet sowie übersichtlich angeordnet. Die Schrift ist in Großbuchstaben, die Seiten sind zumeist durchnummeriert. Über den Prolog erfährt man, wer Professor Simon, Roboter Grag und Android Otto sind und was mit den Eltern von Captain Future geschah. Kurz danach geht das Abenteuer auch schon los und es wird schnell deutlich, welcher Typ Mensch Curtis Newton alias Captain Future ist. Das Abenteuer auf Megara gestaltet sich als ziemlich tricky, da sie gegen den göttlich wirkenden Gegner zunächst nichts ausrichten können und die Uhr buchstäblich tickt. Also müssen sie sich aufteilen und an mehreren Fronten parallel kämpfen. Und am Ende des spannenden Abenteuers ist die altbekannte Crew des Raumschiffs Comet komplett.

    Ich hatte meinen Spaß und würde auch ein weiteres Abenteuer des Autoren-Duos lesen.

  12. Cover des Buches Ein Schlag ins Gesicht (ISBN: 9783453677234)
    Franz Dobler

    Ein Schlag ins Gesicht

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall
    Punk Armin, einer der ältesten seiner Species, ist sich vollkommen sicher, dass Fallner einen groben Fehler gemacht und vielleicht einen noch weitaus größeren in Arbeit hat. Robert habe wohl nicht nur seinen Job als Kriminalhauptkommissar aufgegeben und gekündigt, sondern gleich "sein Gehirn mit abgegeben". 

    Es könne nicht gutgehen, wenn er nun stattdessen mit seinem großen Bruder zusammenarbeiten würde. Tatsächlich hat Robert Fallners Bruder, ebenfalls Ex-Polizist, einen Job in seiner Security-Firma anzubieten. Simone Thomas, "die späte deutsche Antwort auf Jane Mansfield", wird von einem Stalker bedroht. Fallner will dieses Problem aus der Welt schaffen.         

    Robert muss auch und am heutigen Silvesterabend sowieso seiner "Sozialstation", auch "Bertls Eck" genannt, einen Besuch abstatten. Mit einem der anwesenden "Veteranen" will er seinen Frust und seine schlechte Laune teilen, da zu Hause niemand mehr ist. Seine Lebensgefährtin ist zu einer Freundin gezogen. Es besteht ein Mitteilungsbedürfnis, "ob mit oder ohne Sinn und Verstand".

    Seine Reisetasche stellt er unter den Tisch. Gut, dass keiner der Anwesenden weiß, dass zwei Handfeuerwaffen, eine Glock28 und eine Makarow, die eine ein Beweisstück, die andere nicht registriert, enthalten sind. Gut auch, dass Fallner nicht ahnt, wie sich dieser Abend noch weiterentwickeln sollte. Auch dass die Zeit plötzlich stehenbleiben sollte, konnte niemand wissen ...

    ... denn zunächst kann sich keiner erklären, was eine junge Frau in einem roten Plastikmantel in einem derart bescheidenen Etablissement verloren hat. Aber am Silvesterabend scheint vieles möglich zu sein. Und die Wunder gehen weiter, selbst wenn man die ersten noch gar nicht verarbeitet hat.

    Franz Dobler hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Stets formuliert er rücksichtslos auf den Punkt, ohne dabei auf die entstehende allgemeine Verunsicherung von Leserinnen und Lesern auch nur im Entferntesten Rücksicht zu nehmen.

    Er vergibt in Tagtraumpassagen dem schlechten Gewissen ebenso eine Rolle wie alkoholgetränkten Kneipen-Monologen, die sich als Dialoge tarnen. Seine Sprache ist unbequem, kantig, vulgär und herrlich unangepasst. 

    So auch sein musikalischer Sachverstand, der ihn beispielsweise so diametral Veranlagte wie Debbie Harry oder Lee Morgan zitieren lässt. Ähnlich divergent gestaltet sich die Auswahl an zitierten Filmproduktionen, wie "Manhattan" (Allen), "Détective" (Godard) oder den unsäglichen Sex-Streifchen der 70er Jahre. 

    Apropos, in Schlafzimmereinstellungen muss der imaginäre Kameramann an den entscheidenden Stellen nicht ausblenden. Wen das erschreckt, nennt es "nicht jugendfrei". So auch die stattliche Anzahl von Schimpfwörtern und den damit verbundenen Formulierungen, die sich jenseits der guten Kinderstube etabliert haben.

    Mit "Ein Schlag ins Gesicht" bekommt daher jeder wohlerzogene Krimi-Liebhaber und der staunende Rest eine Milieustudie, die des mehrmaligen Lesens wert ist und somit ein adäquates Gegengewicht zum insgesamt preiswert gestalteten Handlungsgerüst darstellt.
  13. Cover des Buches Der Bergfrauendoktor (ISBN: 9783862221417)
  14. Cover des Buches Fotoreise "Auf den Spuren von J. G. Seume" (ISBN: 9783926318145)
  15. Cover des Buches Der Fisch ist ein Gedicht (ISBN: 9783956141997)
    Arezu Weitholz

    Der Fisch ist ein Gedicht

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall
    Fischgedichte? Niemals! Genauer gesagt, der Rezensent wäre wohl nie auf die Idee gekommen, sich um ein Buch mit genannter Thematik zu bemühen. Da das Leben aber voller Überraschungen ist, kommt es oft anders, als man denkt. Dem "Packfehler" eines Praktikanten (ja klar, dass die wieder herhalten müssen!) hat er nun ein völlig unerwartetes Vergnügen zu verdanken. Ein Buch mit einer farblich ähnlichen Covergestaltung erreichte ihn deshalb erst in der nächsten Sendung, weshalb er etwas Zeit hatte, sich dem vermeintlich seltsamen Titel mit vorsichtigem Respekt anzunähern.

    Schon auf der ersten Seite war klar, dass es sich bei dem vorliegenden Werk um einen Volltreffer handelt. Ein Fingerzeig des Herrn ebnete umgehend den Weg, wobei nebenbei klar wurde, dass auch zeichnerisch einiges geboten sein würde. Gleich auf der nächsten Seite führt uns Arezu Weitholz vor, wie sie sich die textliche Ausrichtung vorstellt. Höchst lyrisch zu Beginn, glänzt "An den Bodensee" mit einer recht bodenständigen Pointe. Aha, das kann ja heiter werden ...

    Es ist nahezu unglaublich, was die Autorin, die u.a. auch mit den Herren Grönemeyer und Lindenberg zusammenarbeitet, aus dem gegebenen Thema herausziehen kann. So ganz nebenbei wird die Allgemeinbildung aufgestockt, indem man etwas von diversen Fischsorten erfährt, die einem bis dato völlig unbekannt waren, denn nicht jeder hat schon einmal etwas von einer Groppe, Elritze, von einem Degenfisch, Schnäpel, Gurami oder gar einem gestreiften Schnepfenmesserfisch gehört. 

    In der Hauptsache geht es aber um Verse über jene Bewohner in Flüssen, Seen und Meeren, die einem nach Lektüre dieses vergnüglichen Werkes um eine ganze Ecke sympathischer geworden sind. Herrlich auch die Wortspielereien, die in Verbindung mit den kongenialen Zeichnungen der Autorin entweder zu ganz neuen Ansichten führen können oder schlicht zu einem herzlichen Lachen anregen.

    Man denkt unweigerlich an den großen Heinz Erhardt, der in gewisser Weise vielleicht eine Art Vorbild oder Anregung gewesen sein könnte. So glaubt jedenfalls der Rezensent und vermutet gar eine gut getarnte Hommage in "Der Tod des Kabeljaus". Kenner denken sofort an Erhardts "Der Kabeljau", was mit dem genannten Gedicht aber nichts zu tun hat. Vielmehr lässt Arezu Weitholz ihr Gedicht mit dem gleichen Wort enden, wie es Erhardt in seinem legendären "Die Made" im vorletzten Vers tat.

    Doch auch nachdenklich-philosophisches gibt es zu finden und zwar nicht nur, was den "Philosofisch im Winter" betrifft. Nein, auch die Flunder kann Geschichten erzählen. Niemand weiß besser als sie, was passiert, wenn man zu viele Fragen stellt:

    "Wer lässt mich vom Sande träumen?
    Wieso bin ich nur so matt?"

    Ein Rochen führt aus, dass in Wahrheit Wasser wie der Himmel ist. Dumm sind sie ja sowieso nicht, die Fische. Sogar die Musik von Pink Floyd kennen sie! Arezu Weitholz sei bedankt für dieses heiter-nachdenkliche Gesamtkunstwerk, und der Verlag für die liebenswerte Panne, ohne welche ich nie in den Genuss gekommen wäre!
  16. Cover des Buches Der kleine Mäuseprinz (ISBN: 9783770407248)
    Walt Disney

    Der kleine Mäuseprinz

    (45)
    Aktuelle Rezension von: SannyStone

    „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry ist eines meiner Lieblingsbücher, dessen Beschreibung eines Geographen einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen innewohnt. Gleichzeitig statte ich seit Kindertagen Entenhausen und seinen Bewohner:innen regelmäßig Besuch ab. Als ich erfahren habe, dass diese zwei Welten nun aufeinandertreffen, wusste ich, dass ich diese Geschichte lesen möchte.

    „Der kleine Mäuseprinz“ ist dabei keine Nacherzählung mit den bekannten Entenhausener Figuren, sondern eine Hommage an das Original. Goofy stürzt mit einem Flugzeug in der Wüste ab und trifft dort auf den kleinen Mäuseprinz Micky. Dieser nimmt Goofy mit auf eine Reise durch das All, wo sie fremde Welten und ihre Bewohner:innen besuchen. Diese Welten unterscheiden sich vom Original und sind sehr modern gehalten. So begegnen uns Figuren, die konstant auf ihr Handy gucken oder in einem Haufen von „gefälltmirs“ sitzen.

    Generell ist der Comic wesentlich knapper gehalten und einige wichtige Aspekte des Originals werden nicht aufgegriffen. Dennoch wird auch im Comic die wichtige Grundaussage übermittelt, dass man nur mit dem Herzen gut sehen kann.

    Der Zeichenstil der Aquarell-Bilder ist wunderschön und passt meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte. Dass man neben der Geschichte auch Informationen zu Antoine de Saint Exupérys Leben sowie zur Entstehung der Neu-Interpretation erfährt, gefällt mir sehr gut, ob dies allerdings für Kinder interessant ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung an alle, die Disney mögen und die mit einer Hommage statt einer Nacherzählung zufrieden sind. Mir persönlich hätte eine etwas umfangreichere Version womöglich noch besser gefallen.

  17. Cover des Buches Micky und der verlorene Ozean (ISBN: 9783770400355)
    Disney

    Micky und der verlorene Ozean

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Wir schreiben das 17. Jahr nach dem großen Konflikt. 

    Micky, Minnie und Goofy halten sich als "Sammler" über Wasser: sie tauchen im ewigen Eis nach alten Wracks von Kriegsschiffen, um verwertbare Gerätschaften, Technik und den kostbaren Energieträger Koralit zu bergen. 

    Hierbei trotzen sie Schneestürmen und eisiger Kälte und obwohl ihnen Widersacher Kater Karlo im Nacken sitzt und die letzten Energiereserven angezapft sind, wagt Micky einen letzten Tauchgang.

    Kurz darauf erhalten die abgebrannten Freunde unverhofft das Angebot, Teil eines Forschungsteams zu werden, und den Auftrag, eine verlorene Waffe aus den Tiefen des Ozeans zu bergen.

    Bei der Erkundung stößt Micky auf einen gigantischen Koralitvorrat. Doch plötzlich läuft alles aus dem Ruder und Freund und Feind müssen zusammenarbeiten …


    Mein Eindruck:

    Dieser Comic ist Teil einer Hommage-Reihe und wartet in Punkto Story und Gestaltung mit reichlich Extravaganz auf. Sowohl bei der Handlung als auch bei den Zeichnungen sollte man sich auf unkonventionelle Überraschungen einstellen. Mit einem klassischen Micky Maus Abenteuer hat dieser Band nicht mehr viel zu tun.

    Zeichner Silvio Camboni erzeugt mit der postapokalyptischen Kulisse eine faszinierende Atmosphäre. Flora auf Fauna sind phantasievoll und die Charaktere detailliert gestaltet. Steampunk Kleidung, Zeppeline als Fortbewegungsmittel ... Äußerst passend gewählt! On top kommt eine geniale Mischung aus vielen Variationen in der Kulisse (ewiges Eis, grüne Flora, düstere Wolken und natürlich viel Wasser in allen Facetten).

    Während die bildgewaltigen Szenen Lesende in ihren Bann ziehen, spielt Texter Denis-Pierre Filippi mit bekannten Rivalitäten (Micky Maus und Kater Karlo), die in einem unglaublichen Waffenstillstand münden. Wenn der Endgegner gigantisch ist, müssen Erzfeinde zusammenhalten. Doch nicht nur Kater Karlo fällt (positiv) aus der Rolle. Auch Minnie und Goofy werden zu selbstständigen Charakteren, die auch ohne Micky problemlos klarkommen.

    Irgendwie hatte ich mir jedoch - da die Optik so viele Punkte sammeln konnte - von der Handlung etwas mehr erhofft. Spannend ja. Spektakulär eher nicht.

    Ein unkonventionelles Abenteuer mit Zeitsprüngen, Rückblenden und Überraschungseffekten und ein außergewöhnliches Lesevergnügen für alle Fans von Micky Maus.


    Fazit:

    Ein ungewöhnliches, extravagantes Abenteuer: Postapokalypse - Steampunk - vereinte Erzfeinde.


    ...

    Rezensierte Ausgabe: "Micky und der verlorene Ozean" aus dem Jahr 2022


  18. Cover des Buches Micky in der alten Welt (ISBN: 9783770402434)
    Disney

    Micky in der alten Welt

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Micky lebt in einer Welt aus fliegenden Inseln und trägt als Seilermeister dafür Sorge, dass sie den gewaltigen Wirbelstürmen trotzen und miteinander verbunden bleiben.

    Doch nun soll er im Auftrag des tyrannischen und machthungrigen Herrschers den armen Bauern ihr Land abnehmen.

    Treiblandjägerin Minnie überzeugt Micky, sich den Rebellen anzuschließen.

    Aber kann man deren Anführer Karlo vertrauen? ...


    Der zweite Hommage-Band von Zeichner Silvio Camboni und Szenarist Denis-Pierre Filippi!


    Mein Eindruck:

    Dieser Comic ist Teil einer Hommage-Reihe und so sollte man sich nicht nur beim Zeichenstil und der Charakterverteilung, sondern auch bei der Storyline auf unkonventionelle Ideen einlassen. 

    Zeichner Silvio Camboni erzeugte bereits mit der postapokalyptischen Kulisse in "Micky und der verlorene Ozean" eine faszinierende Atmosphäre. Steampunk Kleidung, Zeppeline als Fortbewegungsmittel uvm., alles sehr passend und extravagant gewählt!

    Dieses Mal beeindrucken die fliegenden, von Wolken umgebenen Inseln, die mithilfe von Hängebrücken miteinander verbunden sind.

    Die bildgewaltigen Szenen (aufwändig koloriert von Samuel Spano) ziehen Lesende in ihren Bann: Flüsse, die sich über den Rand der Inseln ergießen, flugsauriergroße Vögel dienen als Transportmittel ... eine ganz eigene und fantastische Welt! 

    Mit einem klassischen Micky Maus Abenteuer hat auch dieser Band nicht mehr viel zu tun.

    Denis-Pierre Filippi ist erneut als Szenarist an Bord. Bei "Micky und der verlorene Ozean" hatte ich mir - da das Abenteuer optisch so viele Punkte sammeln konnte - von der Handlung etwas mehr erhofft. Spannend ja. Spektakulär aber eher nicht. Die Erwartungen an "Micky in der alten Welt" waren dementsprechend etwas heruntergesetzt, trotzdem konnte auch diese Story, insbesondere das gehetzte Ende, nicht vollständig überzeugen.

    Die Besetzung jedoch - beispielsweise das Phantom als tyrannischer König - ist hervorragend gewählt.

    Kater Karlo fällt als wohlwollender Anführer der Gilde zunächst aus der Rolle. Er und seine Anhänger stellen sich gegen das Phantom. Doch schwingt immer ein gesundes Misstrauen mit, was die Pläne des Rebellen angeht.

    Minnie als Treiblandjägerin auf der Suche nach dem verborgenen Kontinent und der zunächst verschollene Goofy (seine Rolle will ich hier nicht spoilern) werden von bloßem Anhängsel zu eigenständigen Charakteren, die auch ohne Micky problemlos zurechtkommen.

    Mini-Auftritte erhalten zudem z. B. Kommissar Hunter und eine Ente, die vor drohenden Wirbeln warnt und starke Ähnlichkeit mit Donald in seinen Ursprüngen aufweist.

    Den aufwendigen Zeichnungen und dem fantastischen Setting ist es zu verdanken, dass dieser Hommage-Band gerade noch 3,5 von 5 Sterne erhält. Die Story ist leider zu dürftig und lückenhaft.


    Fazit:

    Es ist ein unkonventionelles Abenteuer und bietet Micky Maus Fans ein außergewöhnliches Leseerlebnis!

    Die Intensität der Zeichnungen und die spektakuläre Kulisse faszinieren, während die Story eher durchschnittlich ist.


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    Rezensierte Ausgabe: "Micky in der alten Welt" aus dem Jahr 2022

  19. Cover des Buches Henri-Jette-Sausebahn (ISBN: 9783833910654)
    Cornelia Boese

    Henri-Jette-Sausebahn

    (33)
    Aktuelle Rezension von: chaospixie

     Henri-Jette Sausebahn ist eine wunderschöne, farbenfrohe Hommage an Henriette Bimmelbahn, ein Bilderbuch, das mich schon lange begleitet. Schon beim ersten Durchblättern war ich neugierig und berührt. Die Illustrationen sind kräftig, klar und modern, dabei zeitlos und voller Charme.

    Die poetisch gereimten Texte sind hervorragend zum Vorlesen geeignet und greifen den vertrauten Rhythmus des Originals auf, wirken dabei aber zeitgemäß. Besonders schön finde ich das fröhliche, leichte Ende: Statt müde nach Hause zu fahren, dürfen Henri und Jette ans Meer reisen und sich ausruhen. Das Buch bleibt bis zum Schluss kunterbunt und unbeschwert.

    Eine sehr gelungene Idee ist, Henri und Jette als Enkelkinder von Henriette Bimmelbahn einzuführen, was sowohl erzählerisch als auch visuell liebevoll umgesetzt wurde. Bereits für die Kleinsten geeignet, da Farben und Reime auch ohne Textverständnis faszinieren.

    Mein Fazit: Ein warmherziges, poetisches Bilderbuch, das ich allen Familien mit kleinen Kindern zum Vorlesen und gemeinsamen Entdecken sehr empfehlen kann.

  20. Cover des Buches Little Book of Vivienne Westwood (ISBN: 9783965843998)
    Glenys Johnson

    Little Book of Vivienne Westwood

    (19)
    Aktuelle Rezension von: SandraLief

    Das Buch ist zwar etwas kleiner als Din A 5 aber es hat einen sehr interessanten und aufschlussreichen Inhalt. Sehr viele Bilder lassen den Leser in die Welt der Vivienne Westwood eintauchen. Wir erfahren vieles über Frau Westwoods Werdegang und auch über ihre politische Gesinnung. Wie passt Mode, Umwelt und Politik zusammen? Hier gibt es ein paar Antworten darauf.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Vivienne Westwood ist sehr facettenreich und hat sich für eine bessere Welt eingesetzt. Dieses Buch bringt ihre Lebenseinstellung sehr gut rüber finde ich. Ich mag den Schreibstil und die Aufmachung des Buches. Die interessanten Texte und die vielen Bilder machen die Geschichte schön anschaulich. 

    Ich kann das Buch allen empfehlen, die gern einige Fakten über diese bekannte Stilikone kennenlernen möchten. Auch Leserinnen und Leser die sich für Mode, Politik oder Umwelt interessieren werden dieses Buch sicher interessant finden.

     


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  21. Cover des Buches August Rodin (ISBN: 9783869392073)
  22. Cover des Buches Das Geheimnis hinter den Geschichten (ISBN: 9783961770755)
    Ebi Naumann

    Das Geheimnis hinter den Geschichten

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Ramgardia
    • 20 bekannte Autoren werden in diesem Buch vorgestellt. Das Buch beginnt mit einem Vorwort, in dem der Autor uns erklärt, was ihn zum Schreiben des Buches bewogen hat.

      Den Anfang macht Erich Kästner, vom dem wir ein Portrait sehen, daneben ein Zitat des Autors und dann wird über Stationen seines Lebens berichtet. Drei Punkte werden in blauer Schrift unter der Ankündigung „Übrigens“ gedruckt. Hier erfahren wird Dinge, die nicht ganz so bekannt sind. So ist jede Biografie aufgebaut.

      Als nächstes wird Astrid Lindgren vorgestellt. Auch von ihr wurden in den letzten Jahres Biografien und Filme veröffentlicht. So wissen sicher viel, dass der Michel im Original Emil hieß. „Pu der Bär“ wurde von A.A. Milne geschrieben und sein Sohn, dessen Bär hier die Hauptrolle hat, hing in dieser Rolle fest. Maurice Sendrak kennen wir hauptsächlich, weil er weiß, „Wo die wilden Kerle wohnen“. Die Finnin Tove Janson zeichnet schon als Kind Wesen, die wir später als Munins kennen lernten und deren Geschichten immer gut endeten. „Der kleine Prinz“ ist sicher das Buch dessen Zitate am häufigsten genutzt werden. Antoin de Saint-Exupéry träumt schon als Kind vom Fliegen und stürzte dann leider als Pilot ab. Judith Kerrs und ihr „Rosa Kaninchen“ kennt jeder, aber sie hat auch noch viele andere Bücher illustriert. Mark Twain hat einmal neben dem Deutschen Kaiser gesessen. Christine Nöstlinger hat in dem Buch „Maikäfer fliegt“ das auch verfilmt wurde aus ihrer Kindheit erzählt. James Krüss hat außer seinen schönen Reimen auch Bemerkungen zu seinen Schriftstellerkollegen gemacht. Roald Dahl war mal als Kind Schokoladentester und später kam daraus „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Im Kapitel Paul Maar erfahren wir, wie er auf seinen Sams kam. „Vor dem Fernseher zu liegen und dabei Süßigkeiten in mich reinzustopfen, ohne dabei dick und doof zu werden.“ Ist Andreas Steinhöfels Vorstellung vom vollkommenen Glück. Mit Michael Ende verbindet sicher jeder von uns ein Buch, das er gerne gelesen oder als Film gesehen hat. Ähnlich geht es sicher auch vielen mit Ottfried Preußler, der „Räuber Hotzenplotz“ hat ja auch in diesem Jahr Geburtstag. Von Kirsten Boie gibt es immer wieder neues Lesefutter, Ernstes und Fröhliches. J.R.R. Tolkien hat sogar eine eigene Sprache entwickelt. Ich muss gestehen, dass ich Frida Nilsson und Finn-Ole Heinrich bisher nicht kannte. Ganz anders geht es mir da mit Eric Carle, dessen „Kleine Raupe Nimmersatt“ in vielen Büchern auftaucht.

      Es ist interessant, die Menschen hinter den Geschichten kennenzulernen und einiges ungewöhnliches über sie zu erfahren. Sicher auch ein Anreiz die Bücher zu lesen und sich mehr mit den Autoren zu befassen.

       

  23. Cover des Buches Die Lehre der Sainte-Victoire (ISBN: 9783518756409)
    Peter Handke

    Die Lehre der Sainte-Victoire

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Vielleicht bin ich als einfache Leserin nicht in der Lage Handkes Texte zu verstehen ... doch ob es sich um die Angst des Tormannes vor dem Elfmeter handelt oder die Lehre der Sainte-Victoire - ich bin nicht in der Lage das Außergewöhnliche seines Schaffens zu erkennen. Außer seineneskapden und den Hang zur Gewalttätigkeit kann ich an diesem Autor nichts Besonderes erkennen.
  24. Cover des Buches Spirou und Fantasio Spezial: Spirou in Berlin (ISBN: 9783551721150)
    Flix

    Spirou und Fantasio Spezial: Spirou in Berlin

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Der Erfinder und Wissenschaftler Graf Rummelsdorf schlägt eine Einladung zu einem Pilzkongress in Ostberlin aus und verschwindet kurz darauf spurlos ...

    Die Freunde Spirou und Fantasio setzen alles daran, ihn zu retten ... selbst wenn - im Spätsommer 1989 - diese Mission sich als Himmelfahrtskommando entpuppen und im Gefängnis enden könnte.

    Mysteriöse Ereignisse, neue Freunde und alte Bekannte warten hinter dem eisernen Vorhang ...


    Text und Zeichnungen von Flix.
    Farben von Marvin Clifford mit Ralf Marczinczik.


    Mein Eindruck:

    Als erster deutscher Zeichner adaptiert Flix den frankobelgischen Comicklassiker und versetzt die Figuren in das Ostberlin kurz vor dem Mauerfall.

    Die politische Situation ist auf dem Siedepunkt, Spitzel und Misstrauen überall. Alleine die Grundstimmung sorgt von Beginn an für Tempo und Nervenkitzel und wird durch entsprechende Farbgebung unterstützt.

    Das Abenteuer in Ostdeutschland wird rasant und - trotz aller Brisanz - mit viel Humor erzählt.

    Plötzlich ist der ehemalige Hotelpage Spirou auf sich allein gestellt und muss nach der Entführung des rasenden Reporters Fantasio gleich zwei Freunde retten.

    Das Bilderbuchidyll (in fröhlichen Farben) täuscht und die Schattenseiten (tatsächlich in dunkleren, tristen Farbtönen) werden immer deutlicher.

    Durchgehend die Frage "Wem kann man trauen?" im Hinterkopf, gefällt es mir sehr, dass bei all den männlichen Charakteren auch eine weibliche Hauptfigur hinzukommt.

    Momo ist tough und mutig, bereit für Veränderungen zu kämpfen und Opfer in Kauf zu nehmen.

    "Wenn Clowns regieren, muss man mit Zirkus rechnen."
    (vgl. S. 34)

    Immer mittendrin ist auch das putzige Eichhörnchen Pips. Ein verfressenes, quirliges Kerlchen, das jedem die Show stiehlt. Unterstützung bekommt es von einer Horde Affen ... verrückter geht's kaum.

    Bei all dem Trubel und der intensiven Bilder gerät die eigentliche Storyline manchmal ein wenig in den Hintergrund. Keine Zeit für eine Verschnaufpause.

    Klischees und Sozialkritik, Running Gags sowie Anspielungen und kleine Easter Eggs (hier muss man oft zweimal hinsehen) sorgen für ein abwechslungsreiches Lesevergnügen sowohl in Bildern als auch sprachlich.

    Die Szenerie wird auch durch die besondere Anordnung der Panels zum Hingucker. Noch nie war das Schließen von Aufzugtüren derart spannend. Das Timing ist hier perfekt. Gleiches gilt für die Mimik.

    Flix verleiht den bekannten Figuren einen eigenen Schliff. Typische Merkmale bleiben dabei erhalten und sind klar erkennbar.

    Zum Fortgang der Rettungsmission sei nur so viel verraten: Es wird actionreich und gefährlich. Wem man Vertrauen schenkt, sollte gut bedacht werden.


    Fazit:

    Eine riskante und rasante Rettungsaktion!

    Spannend gestaltet und trotz hohem Tempo ausgestattet mit Easter Eggs und Running Gags.


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    Rezensiertes Buch: "Spirou in Berlin" aus dem Jahr 2018

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