Bücher mit dem Tag "homophobie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "homophobie" gekennzeichnet haben.

101 Bücher

  1. Cover des Buches Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019 (ISBN: 9783608963953)
    C. L. Polk

    Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019

     (266)
    Aktuelle Rezension von: killerprincess

    Völlig unberechtigt hat das Buch ein paar Jahre auf meinem Sub geschlummert, weil ich beim Anlesen mal nicht so ganz in das Setting gefunden hatte. Da die Autorin nächstes Jahr aber ein weiteres Buch veröffentlicht, auf das ich sehr gespannt bin, habe ich mir "Witchmark" nochmals richtig vorgenommen und war sehr angetan. 

    Was mich damals verwirrt war: Wir scheinen in einem Zeitalter zu sein, dass Ähnlichkeit mit ca. 1900-1920 hat. Das machte ich hauptsächlich an den gesellschaftlichen Gepflogenheiten fest und dass zu der Zeit auch ein Krieg stattfindet. Es gibt in diesem Setting aber Magie und irgendwann merkte ich, auch in einem völlig fiktiven Land zu sein. Scheinbar waren auch die technischen Errungenschaften schon etwas weiter, als meine ursprüngliche Einschätzung des Jahres. 

    Aber sei's drum, einen anderen Knoten hatte ich im Kopf, bis ich (so einigermaßen) den Unterschied zwischen Magier und Hexen verstanden habe und ob die Leute jetzt von Magie wissen oder nicht, denn scheinbar werden Hexen gefoltert oder für verrückt erklärt. Also in der Hinsicht hätte das Worldbuilding besser sein können.

    Dafür machen Schreibstil, die Charaktere, die Geschichte und eine sich zart entwickelnde Liebesgeschichte vieles wieder wett. Hinzu kommt ein sehr spannendes Finale! Es ist zwar kein richtiger Cliffhanger, aber ich habe mir dennoch direkt den 2. Teil organisiert und zu lesen begonnen, weil ich Miles & Co. noch nicht verlassen wollte :) 

  2. Cover des Buches The Ivy Years - Solange wir schweigen (ISBN: 9783736308060)
    Sarina Bowen

    The Ivy Years - Solange wir schweigen

     (276)
    Aktuelle Rezension von: Buch_Elfe

    🧚🏻‍♀️-Meinung

    Ich liebe die Bücher von Sarina Bowen!sie sind witzig, liebevoll, spannend, unterhaltsam und immer etwas neues. So auch Band 3. Diesmal sind zwei Jungs die Protagonisten des Buches und es wird gezeigt, mit welchen Ängsten, Beleidigungen und Vorurteilen sie alltäglich zurechtkommen müssen. In Verbindung mit dem Eishockey-Thema, welches sich durch die gesamte Reihe zeiht, und das Wiederauftreten bekannter Charaktere, hat man hier eine super schöne und spannende Lovestory. Das Buch ist aus den Sichten beider Protagonisten geschrieben, sodass man mit ihnen fühlt und leidet und sie beide sehr tiefgründig mit all ihren Ängsten und Zweifel kennenlernt und ihre Handlungen nachvollziehen kann.Ich hatte tolle Lesestunden und freu mich auf Band 3.


    🧚🏻‍♀️-Ranking:

    Spannung: 4🧚🏻‍♀️

    Action: 4🧚🏻‍♀️

    Liebe: 5🧚🏻‍♀️

    Emotionen: 5🧚🏻‍♀️

    Charaktere: 5🧚🏻‍♀️

    Schreibstil: 5🧚🏻‍♀️ 

  3. Cover des Buches All Our Hidden Gifts 1 - Die Macht der Karten (ISBN: 9783551584175)
    Caroline O'Donoghue

    All Our Hidden Gifts 1 - Die Macht der Karten

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Neele-Lesopard

    Mein Interesse war direkt geweckt, als ich dieses Buch im Laden entdeckt habe. Zuerst klang es nach einer spannenden Geschichte, die ich vielleicht irgendwann einmal lesen würde, doch nachdem ich in die erste Seite hereingeschnuppert hatte, musste ich es sofort mitnehmen. Man ist von diesem Werk echt dauerhaft gefesselt, von der ersten Minute an war mir klar, dass es ein super Buch sein musste. Die Protagonistin Maeve ist lustig, vorlaut und hat mir gefallen, vorallem den Wandel den sie vollzieht fand ich schön! Auch in anderen Charakteren, die nicht im Vordergrund standen wie Lily oder Fiona konnte ich mich ab und zu wiederfinden, da jede mit anderen Sachen zu kämpfen hatte. Was ebenfalls in diesem Buch eine größere Rolle spielt ist die LGBTQ+ Community: Es gibt z.B. Non-binäre Personen und Leute die homosexuell sind. Hier wird vermittelt, dass es okay ist, so zu sein wie man ist. Auch über Anschläge auf queere Menschen wird geschrieben, allesamt krasse Themen… Im Vordergrund steht natürlich dann das ganze Programm mit Magie, Tarot, Zauberei und Hexen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so fesseln  würde, doch ich war wie elektrisiert von der Geschichte, die ich quasi inhaliert habe. Die Geschehnisse sind rasant hintereinander passiert, sodass es nie langweilig wurde und haben mich echt zum Mitgrübeln gebracht. Nicht wie bei vielen anderen Büchern waren meine Vermutungen richtig, nein dieses Buch war komplett unvorsehbar und das hat mir total gefallen. Zwischendurch dachte ich mir echt, dieses Buch dürfe nicht enden, dazu war es zu gut! Kennt jemand das? Der Schreibstil war klasse und locker zu lesen, sodass die Seiten nur so vorrüber geflogen sind und ich öfters mal losschmunzeln musste. Am Ende habe ich die Zeit vergessen, weil es einfach zu spanned war. Mein einzig kleiner Kritikpunkt ist, dass ich zwischenzeitlich einmal kurz verwirrt war, wie die Personen auf einen Handlungsschritt gekommen sind, da sich das für mich komisch anhörte, doch das hatte sich dann schnell gelegt. Insgesamt also ein wunderbares Buch, das ich allen ab 13 Jahren weiterempfehlen möchte, die sich für Zauberei interessieren, oder die Harry Potter mögen. Ich gebe ihm ganze 5 Sterne und sage abschließend: LEST ES! Ich mache mich dann bald an Band 2!  

  4. Cover des Buches Auf Erden sind wir kurz grandios (ISBN: 9783446263895)
    Ocean Vuong

    Auf Erden sind wir kurz grandios

     (125)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Auf Erden sind wir kurz grandios ist der populäre Debütroman des vietnamesisch-US-amerikanischen Autors Ocean Vuong, in dem er einen jungen Mann über sein schwieriges Leben erzählen lässt.

    Hauptfigur Little Dog ist ebenfalls als Kind mit Mutter und Großmutter von Vietnam nach Amerika ausgewandert. Doch der „american Dream“ ist weit weniger traumhaft, als sie sich das vorgestellt haben. Little Dogs Mutter ist traumatisiert vom Krieg, spricht kein Englisch, arbeitet sich im wahrsten Sinne des Wortes kaputt und neigt zur Gewalt gegenüber ihrem Sohn. Er selbst findet nur schwer Anschluss, ist schüchtern und zurückhaltend, muss aber bald die Aufgabe des Familiendolmetschers übernehmen. Als er als Teenager seine Homosexualität entdeckt steht er vor der Frage wie er sich seiner Mutter erklären kann, in deren Sprache es noch nicht einmal ein Wort dafür gibt.

    Anfangs hat mich der Roman mit seinen treffenden und berührenden Beschreibungen sehr begeistert. Der Versuch einer Mutter zu schreiben, die nicht lesen kann hat eine bittersüße Note, die sehr gut zu Litte Dogs Leben passt. Später hat es mich dann leider ein bisschen verloren, weil es mir für die Kürze thematisch zu sehr ausfranste und hier und da ein bisschen zu verkünstelt war.

    Auf weniger als 300 Seiten geht es um Themen wie Zerrissenheit, Familie, Homosexualität, Verlust, Kriegstrauma über mehrere Generationen, Zugehörigkeit, Comming of Age, Drogen, Gewalt und Liebe. Einiges davon war wunderbar geschildert - mal poetisch, mal plastisch - anderes hätte ich nicht gebraucht.

    Insgesamt also leider keine komplette Begeisterung bei mir aber durchaus eine Empfehlung für Leser die es poetisch mögen und ohne festen Plot auskommen. Und eine kleine Warnung vor ein paar unschönen Szenen mit Tierleid möchte ich noch aussprechen!

  5. Cover des Buches Someday, Someday (ISBN: 9783736315860)
    Emma Scott

    Someday, Someday

     (122)
    Aktuelle Rezension von: world_of_booklove

    Wow was für eine faszinierende und ergreifende Geschichte🥺😍. Ich habe erstmal ein paar Tage gebraucht, um Worte für Max und Silas Geschichte zu finden.

    Max ist Pfleger in einer Notaufnahme und obwohl er geboren ist für diesen Job, reibt er ihn auch auf und lässt nicht mehr viel übrig. Als das Jobangebot kommt, als Pfleger für eine Privatperson zu arbeiten, denkt er nicht lange darüber nach. Doch er hat nicht damit gerechnet Silas gegenüber zu stehen. Silas, der gutaussehende Fremde, aus seiner Anonymus Narcotics Gruppe.

    Silas wiederum tut alles dafür um seinem Vater gerecht zu werden, um eines Tages in seine Fußstapfen zu treten und das Familienunternehmen zu übernehmen. Dabei spielen seine wahren Gefühle keine Rolle und das dürfen sie in seinen Augen auch nicht. Einzig im Umgang mit seinem Bruder Eddie sieht man immer mal wieder Silas wahre Seite.

    Als Silas und Max aufeinander treffen, spüren sie direkt diese Anziehung zwischen sich, dürfen sie aber aus mehreren Gründen nicht zulassen.
    Diese unterdrückten Gefühle sind lange Zeit Teil ihrer Geschichte, bringen eine gewisse Spannung mit sich und lassen einen mitfiebern.
    Aber ihre Geschichte ist auch von vielen negativen Emotionen und Gedanken begleitet. Es ist ein Buch, dass man nicht mal ebenso lesen kann und auf dessen Stimmung man sich etwas vorbereiten sollte. Die Triggerwarnung sollte unbedingt beherzigt werden. Auch ich fand es sehr schwer Silas Vergangenheit zu lesen. Ich musste immer wieder schlucken und erstmal sacken lassen, was ihm angetan wurde. Aber es schwang vorallem immer eine Portion Unverständnis mit und es hat mich wirklich geschockt, was Menschen einander antun können.


    Max Umgang mit Silas Zurückgezogenheit war umso bemerkenswerter und hat als starken Kontrast gegenübergestellt, wie liebenswert und gefühlvoll Menschen auch sein können. Genauso sein ungezwungener Umgang mit Eddie, der mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat, hat gezeigt was Max für ein toller Mensch ist. Auch in Silas Ansehen ist er durch seine Handlungen immer weiter gestiegen und es war unglaublich schön zu sehen wie Silas durch Max aufgetaut ist und es sich selbst erlaubt hat, an die Liebe zu glauben.
    Die beiden sind soooo toll zusammen, das man sie einfach gern haben muss und ich habe jede Seite die ich gelesen habe, geliebt. Emma Scotts Schreibstil ist wie immer sehr angenehm und lässt einen nur so durch die Seiten fliegen und das auch an den tiefgründigen und emotionalen Stellen. Es war wirklich eine emotionale Achterbahn, ich habe mitgelitten, mitgefiebert, gelächelt, geweint und einfach so viele Emotionen nachempfinden können. Es ist ein Buch das mit Bedacht gelesen werden sollte, aber von mir eine ganz klare Leseempfehlung bekommt. Ein krönender Abschluss der Only-Love Reihe.

    5/5 ⭐

  6. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.308)
    Aktuelle Rezension von: Michael-P-Kraus

    Eine amerikanische Kleinstadt namens Derry. Eine Stadt, wie viele Andere. Und doch eigenartig... Alle 27 Jahre geht das Grauen um. Menschen verschwinden oder sterben eines unnatürlichen Todes. Besonders Kinder.
    Hinter allem steckt eine finstere, bedrohliche Macht, die älter als die Menschheit ist. Sie lauert im Dunkeln, schläft und erwacht alle 27 Jahre wieder, um seinen diabolischen Hunger zu stillen. Doch als im Jahre 1958 der kleine George Denbrough ums Leben kommt, nimmt die Geschichte eine fatale Wendung...

    Die Geschichte hier jetzt nochmals wiederzugeben ist meiner Meinung nach sinnlos. "Es" zählt mittlerweile bereits zu den modernen Horrorklassikern, und wenn man sich die Geschichte mal genauer zu Gemüte führt, weiß man auch, warum.
    In meinen Augen bedient sich King vieler Vorlagen, ganz besonders bei Lovecraft. Auch bei "Es" ist es eine alte Macht, die aus der Verborgenheit heraus wirkt, eine Macht, die mit den Menschen spielt. Bis jedoch 7 Kinder in Erscheinung treten.
    King schafft es, eine hervorragende Atmosphäre aufzubauen, so dass man sich oftmals als Teil der Gruppe sieht. Man fiebert mit den Kindern mit, rennt mit ihnen vor den Raufbolden davon und kriecht mit ihnen unter die Veranda eines alten, verlassenen Hauses, um das Grauen selbst herauszufordern. Die ganze Atmosphäre ist einfach unbeschreiblich.
    Dann ist die Erzählmethode eine ganz Eigene. In der Gegenwart ( das Jahr 1985) treffen sich die erwachsenen Protagonisten wieder, und langsam aber sicher erinnern sie sich an die Geschehnisse aus der Kindheit. Dabei wird zwischen Vergangenheit und Gegenwart in einem nicht erkennbaren Rhytmus gewechselt und doch schafft King es, beide Stränge fast gleichzeitig zum Höhepunkt zu bringen.
    King schafft es zudem, dass man sich unweigerlich fragt: Wie hätte ich an dieser Stelle reagiert? Man erinnert sich plötzlich an die eigene Kindheit zurück und die Schrecken, aber auch die Wunder, die es damals gegeben hat. Der kindliche Glaube, die Fantasie und die Gabe, die ganze Welt mit magischen Augen zu sehen, ist etwas ganz Besonderes, was man sich nie ganz nehmen lassen sollte. So könnte man "Es" fast als eine Art modernes Märchen bezeichnen, wenngleich auch ein Märchen mit seeeeehr düsterem Charakter. Dies ist für mich persönlich vielleicht der größte Pluspunkt dieser ganzen Geschichte.
    Für Leute, die es blutig und voller Gemetzel mögen ist King jedoch der falsche Autor. King spielt mit den Ängsten der Leser und bedient sich dabei der Magie der Worte. Sein Horror ist subtil, lauert im Dunkeln und kann dabei JEDEN treffen. Und er kann auch IN ALLEM stecken, selbst in Dingen, die Kindern vielleicht sogar Freude machen sollten, wie etwa ein Clown oder Luftballons.
    Der Clown wird für mich persönlich jedoch immer etwas zu stark in den Vordergrund gerückt. Der Clown, Pennywise, ist nur EINE von vielen Gestalten, die ES in der Geschichte annimmt. Die wahre Gestalt von ES ist weitaus böser, finsterer und gemeiner, und wenn man "Es" liest mag man vielleicht sogar zu dem Schluss kommen, dass ES eine Gestalt hat, die von Sterblichen nicht gesehen werden sollte.

    Fazit: Was soll man groß sagen? Dieses Buch ist einfach klasse. Stephen King ist der Meister der Horrorliteratur der Gegenwart. Man erkennt die Einflüsse, insbesondere H.P. Lovecraft blitzt für mich oftmals auf. Ich selbst habe mich lange gegen de Hype um King gesträubt. "Es" jedoch hat mich wirklich eines Besseren belehrt. Eine ganz klare Kaufempfehlung.

  7. Cover des Buches In all seinen Farben (ISBN: 9783846601280)
    George Lester

    In all seinen Farben

     (117)
    Aktuelle Rezension von: xthelittleRose

    Unverhofft kommt oft - Unter diesem Motto steht aktuell Robins Leben. Eigentlich hatte er sich, wie alle seine Freunde für Colleges beworben. Doch während die anderen Zusagen bekommen, erreichen ihn nur Absagen. Schlussendlich auch die seines Traum-Colleges. Robin weiß zunächst nicht, was er nun mit seinem Leben anfangen soll. Bis seine Freunde ihn mit zu einer Dragqueen-Show nehmen und damit sein Leben nachhaltig verändern ...

    Character (6/10):
    Zunächst war ich richtig verliebt, da ich es als Hörbuch gehört habe und der Sprecher derselbe war, der Kurt (Glee) synchronisiert hat. Was einfach die perfekte Besetzung für mich war! Und auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Doch im Laufe des Buchs ist die Euphorie bei mir etwas abgeflacht. Es war dann doch sehr Teenie-Drama-lastig, womit ich mit Mitte 20 einfach nicht mehr viel anfangen kann. Was aber natürlich auch nicht für jede:n in diesem Alter gelten muss.

    Atmosphere (6/10):
    Die Atmosphäre habe ich neutral bewertet, schließlich hat ein solches Buch auch nicht den Anspruch atmosphärisch zu sein.

    Writing Style (8/10):
    Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Man ist als Lesender (oder in meinem Fall Hörerin) sehr schnell und locker durch die Geschichte gekommen.

    Plot (6/10):
    Leider hat mich die Handlung nicht vollkommen abholen können. Ich fand den Ansatz sehr interessant und bin immer für LGBTQIA+ Lektüre zu haben, aber wie bereits gesagt waren mir die Charaktere persönlich einfach zu jung. Ich merke in letzter Zeit immer wieder, dass ich nicht mehr viel mit dieser Altersgruppe anfangen kann, deswegen nehmt das bitte als subjektive Anmerkung.

    Intrigue (7/10):
    Wie erwähnt, hat es sich sehr gut weghören lassen, sodass ich nach zwei Tagen durch war. Ich denke, das wird bei dem Buch auch nicht anders sein.

    Logic (7/10):
    Auch hier eine neutrale Bewertung meinerseits, denn ich stelle an die Logik von Romanen weniger hohe Ansprüche als bspw. an Fantasy, da dort einfach mehr Handlungsstränge logisch zusammengeführt werden müssen.

    Enjoyment (6/10):
    Alles in allem hatte ich ein paar nette (Hör-)Stunden mit diesem Buch.

    Fazit (6,6/10):
    Mit drei Sternen fällt meine persönliche Meinung zu dem Buch sehr neutral aus. Ich denke, dass ich einfach nicht mehr die richtige Zielgruppe dafür bin. Wenn ihr jedoch gerne Jugendromane lest, vor allem im Bereich LGBTQIA+, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass es euch gut gefallen dürfte! Und besonders würde ich hier auch das Hörbuch empfehlen wollen, denn ich mag den Sprecher echt gerne.

  8. Cover des Buches Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums (ISBN: 9783423717410)
    Benjamin Alire Sáenz

    Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

     (233)
    Aktuelle Rezension von: Alina986

    Ich bin mit nicht all zu viel Erwartung in das Buch gekommen und verändert habe ich es fertig gelesen. Für das Buch habe ich nicht einmal zwei Tage gebraucht, da es so spannend war. Das Buch hat mir mit so vielen schönen Sprüchen und Denkanstöße gezeigt und mir damit geholfen, mich selbst zu akzeptieren. Aber nicht nur geht es um die Liebe zweier Jungs, sondern auch um die häusliche Situation von Dante. Ich kann nichts anderes sagen als, dass man von dem Buch viel lernt und nochmal, auch wenn es nur kleine Ding sind, diese überdenkt

  9. Cover des Buches Ein Lied für meine Tochter (ISBN: 9783404169672)
    Jodi Picoult

    Ein Lied für meine Tochter

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Ninchen90x
    Klappentext:
    Zoe Baxter wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Sie und ihr Mann Max tun alles, um endlich eine Familie zu gründen. Vergeblich. Als ihre Ehe zerbricht, findet Zoe Trost in der Musik - und in einer neuen Liebe.
    Mit der Psychologin Vanessa will sie noch einmal von vorne beginnen. Sie träumt von einem gemeinsamen Kind mit ihr. Doch Max ist fest entschlossen, dieses Familienglück zu verhindern. Er gerät in die Fänge einer radikalen christlichen Gemeinde, die seit Jahren gegen Homosexualität kämpft.

    Meinung:
    Jodi Picoult begeistert mich mit jedem Buch aufs Neue.
    Ich finde es faszinierend, wie man solche Themen auf diese Art und Weise behandeln kann.
    Ich war ab der ersten Seite begeistert und konnte mich auch mit den Charakteren super identifizieren.
    Die Geschichte war Jodi Picoult like so geschrieben, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
    Durch die verschiedenen Erzählperspektiven hat man auch die Gedanken und Gefühlen der einzelnen Protagonisten direkt erfahren und so ein gutes Gespür für die Geschichte erhalten.
    Alles in allem fand ich das Buch mit diesem komplexen Thema sehr gut umgesetzt.
  10. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (759)
    Aktuelle Rezension von: Alexa-Tim

    Das Buch habe ich im Buddyread mit jemanden zusammengelesen und bin darüber sehr froh.

    Den Schreibstil finde ich angenehm und gut zu lesen. Der Anfang ist spannend. Leider schweift der Autor danach zu oft ab, weshalb ich dann die Lust zum Weiterlesen eher verloren habe. Es hat einfach die Spannung rausgenommen aus der Geschichte. Wenn es um die Story ging und nicht um die Nebensächlichkeiten war es auch wieder spannend.

    Im hinteren Teil des Buches nahm die Spannung dann wieder richtig Fahrt auf. Der Fall war an sich sehr spannend und auch wie es damals in Russland zur Stalinzeit zu ging war einfach krass.
    Man hätte tatsächlich unwichtigeres im ersten Teil des Buches weglassen können.

    Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.

  11. Cover des Buches Die Optimisten (ISBN: 9783961610778)
    Rebecca Makkai

    Die Optimisten

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Minijane

    Zum Inhalt:

    Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen.

    Der Einstieg ins Buch beginnt direkt mit einer Trauerfeier. Wir befinden uns im Jahr 1985, dem Beginn der 1. großen Aidswelle in Chicago und Nico, ein junger Mann aus der Schwulencommunity ist ein Opfer des Virus geworden. Von den Eltern geächtet,  der jüngeren Schwester Fiona jedoch geliebt und umsorgt, muß er viel zu früh, ohne dass es vernünftige Medikamente gegeben hätte auf grausame Weise sterben.

    Im Anschluss lernen wir Chicago‘s „Boystown“ näher kennen, insbesondere Nico‘s engen Freund Yale, der ein Kunstexperte ist und gerade dabei ist, die Gemäldesammlung einer alten Dame, die ihren Nachlass regeln möchte, in den Besitz der Galerie zu übertragen. Gleichzeitig geht natürlich die Angst vor dem Virus um. Immer mehr Freunde von Yale stecken sich an, werden krank und versterben. 

    Eine zweite Erzählebene führt uns ins Jahr 2015 nach Paris, wo die inzwischen 50jährige Fiona nach ihrer verschollenen Tochter sucht. Diese war zunächst in einer Sekte, aus der sie aber wohl ausgestiegen ist und soll sich jetzt mit einem Kind,(Fiona‘s Enkeltochter) in Paris aufhalten. Fiona hat einen Privatdetektiv beauftragt ihre Tochter, zu der sie nie ein besonders inniges Verhältnis hatte, zu finden und sich mit ihr auszusöhnen.

    Auf den ersten Blick haben die beiden Erzählstränge wenig miteinander zu tun. Sie nähern sich aber im Laufe der Zeit an und hängen natürlich zusammen.


    Was soll ich sagen?! Das Buch war erschütternd, berührend und großartig.

    Die Protagonisten dieses Romans habe ich allesamt ins Herz geschlossen. Obwohl das Thema Aids, über das im Übrigen viel zu wenig in der Literatur zu finden ist, ein wirklich bedrückendes ist, ist die Geschichte keineswegs trübsinnig. Dafür sorgen schon die klugen, oft humorvollen Dialoge. Die Krankheit, die in den 80erJahren ein klares Todesurteil war, ist ja nach wie vor eine existierende Erkrankung. Trotzdem ist sie völlig aus dem öffentlichen Fokus gerückt. Das Buch jetzt zur Zeit der Corona Pandemie zu lesen, deckt natürlich auch gewisse Parallelen zu der 1. Covidwelle auf, wo es noch keine Impfstoffe gab und die Todeszahlen täglich in die Höhe schossen. Somit reflektiert man mit dem Buch auch ein bisschen den Umgang mit Seuchen von Seiten der Politik und der Bevölkerung. Außerdem zeigt der Roman auch auf, was diese Krankheit mit Menschen macht, die zurückbleiben, die auf diese schreckliche Weise ihre Lieben oder Angehörigen verloren haben und danach irgendwie weiterleben müssen. 

    Im Gegensatz zu COVID hatte Aids allerdings immer auch das Stigma eine Sexkrankheit der Homosexuellen zu sein, was massive Vorurteile und Ausgrenzung zur Folge hatte. Auch das ist im Buch deutlich spürbar und einfach nur furchtbar.

    „Die Optimisten“ von Rebecca Makkai ist wie ich finde ein wichtiges Buch, dass ich nur wärmstens empfehlen kann. Vielleicht ist es ein wenig zu lang geraten, aber andererseits hatte die Autorin auf diese Weise auch viel Zeit ihre Geschichte und ihre Charaktere abzurunden.

    Für mich war es auf jeden Fall ein Jahreshighlight.

  12. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (132)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Mal wieder ein Epos von Irving, gute 700 Seiten, und mal wieder schafft er es, eine ganz eigene umfassende Welt aufzubauen. Hier die Welt von des bisexuellen William „Billy“ Abbott, den wir aus seinen Jugendjahren bis ins Pensionsalter, aus den 60ern in Neuengland bis ins Heute. Ich hab lange gebraucht für den Roman, das hat diverse Gründe. Einer ist in der privaten Freizeit gelegen, weil einfach weniger Freiräume waren und andere Dinge wichtig waren, der andere ist, dass es Irving hier in meinen Augen weniger geschafft hat, mich in seine Welt zu ziehen als bei anderen Werken. Trotzdem ist es ein bemerkenswertes Buch: Geschrieben vor zehn Jahren trifft es aktuell voll in die Debatte um Gendern und sexuelle Identitäten. Wir nähern uns Billy und vielen anderen Menschen seines Umfeldes intensiv und bekommen erst so einen Einblick und ein Gefühl dafür, wie ein Leben für Menschen mit einer nicht heteronormativen Sexualität viele Jahre lang ausgesehen hat und immer noch aussieht. Das ist bemerkenswert, tiefgründig, nah und erhellend. Lange bin ich geschwankt, ob ich hier 3 oder 4 Sterne vergeben soll, literarisch gefühlt eher drei, aber der Nachhall des Buchs macht dann doch eine vier.

  13. Cover des Buches Den Mund voll ungesagter Dinge (ISBN: 9783453273658)
    Anne Freytag

    Den Mund voll ungesagter Dinge

     (654)
    Aktuelle Rezension von: Lagoona

    Warum auch sollte das Leben einfach sein? Sophie musste schon früh feststellen, dass es das eben einfach nicht ist. Ihre Mutter hat sie und ihren Vater schon gleich nach ihrer Geburt verlassen. Sophie war von Anfang an allein mit ihrem Vater. Doch in letzter Zeit hat der nur noch seine neue Freundin in München im Kopf und erklärt Sophie dann auch noch, dass sie nach München umziehen werden. Der einzig bleibende Anker in ihrem Leben ist ihr bester Freund Lukas, der aber mittlerweile in Frankreich wohnt.

    Sophie muss sich ihrem Schicksal fügen und zieht von Hamburg nach München. Dort lernt sie ihre neue Nachbarin Alex kennen und plötzlich scheint sich Sophie's ganzes Leben zu verändern, denn mit Alex scheint das Leben irgendwie leichter zu sein.


    Mein Fazit:


    Mir hat Sophie's Geschichte gut gefallen

    Ich gebe 4 Sternchen 

  14. Cover des Buches Heartstopper Volume One (ISBN: 9781444951387)
    Alice Oseman

    Heartstopper Volume One

     (208)
    Aktuelle Rezension von: rosarotviolett

    Habe es gelesen, nachdem ich die Netflixserie schon gesehen hatte. Handlungstechnisch wurde ich also recht wenig überrascht. Dennoch war ich von jeder Seite absolut begeistert. Die Comics sind unfassbar schön und ich finde man bekommt nochmal ein anderes Bild von Charlie und Nick. 

    Was ich super finde, ist, dass es so realitätsnah ist und es queeren Menschen zeigt, dass es völlig okay und normal ist Gefühle zu haben. Außerdem wird Bisexualität endlich mal mehr repräsentiert.

    Alles in allem eine wunderschöne Geschichte, tolle Charaktere und eine schöne Illustration. 

    Absolut lesenswert, auch wenn man die Netflixserie schon gesehen hat.

  15. Cover des Buches Spiegelschatten (ISBN: 9783570309223)
    Monika Feth

    Spiegelschatten

     (137)
    Aktuelle Rezension von: books_and_baking

    Es geht spannend weiter im zweiten Teil der Romy-Reihe. Ich finde es genial, wie die Autorin in jedem Band den Fokus auf ein anderes Thema setzt. Im ersten Teil ging es um Sekten und in diesem Teil um Homosexualität. Das Buch wäre sogar unabhängig vom ersten Teil lesbar. Es ist immer aus mehreren verschiedenen Sichtweisen geschrieben. Bis kurz vorm Ende hatte ich keine Ahnung, wer der Mörder sein könnte, hatte aber schon eine Vorahnung, die sich auch bestätigt hatte. Romy war mir wieder sehr sympathisch und auch ihre persönliche Weiterentwicklung hat mir sehr gefallen. Ihren Zwillingsbruder Björn konnte man in diesem Teil auch kennen lernen. Er ist von den beiden eher der sensiblere und naivere. Auch die restlichen Personen im Buch sind sehr authentisch und haben alle ihre eigenen Eigenschaften. Im Gegensatz zum ersten Teil fand ich diesen etwas schwächer, aber das ist einfach nur meine persönliche Ansicht, da ich im ersten Teil das Sekten Thema einfach mega spannend fand.

  16. Cover des Buches Venezianisches Finale (ISBN: 9783257231717)
    Donna Leon

    Venezianisches Finale

     (444)
    Aktuelle Rezension von: Dawnie

    Ich bin aufgewachsen mit den Filmen dieser Buchserie, da meine Mutter sie immer geschaut hat wenn sie ausgestrahlt wurden -sie ist begeistertet Fan von Venedig und mag diese Buch (und Film) Serie ebenfalls. 


    Dieses Jahr habe ich beschlossen endlich wirklich all die älteren Serien anzufangen zu lesen wie ich es seit Jahren vor hatte und beschlossen mit diesem anzufangen. 


    Und ich denke es ist eine gute Entscheidung gewesen. 


    Wer Italien -besonders Venedig liebt? Dieses Buch strahlt förmlich von der LIebe die die Autorin eindeutig für die Stadt hat. 

    Die Charaktere sind sehr gut, der Commissario ist wirklich gut und es ist ein guter Anfang einer Serie. 


    Man merkt das es das erste Buch einer längeren Reihe ist, da man einige Vorstellungen von Charakteren bekommt die keine wirkliche Rolle in diesem Buch spielen, aber zu der Familie des Commissario's gehören und daher eindeutig wieder in den nächsten Büchern auftreten werden. 


    Die eigentliche Krimigeschichte war sehr gut geschrieben und interessant aufgeklärt wurde. 

    Ich mochte das Ende des Buches and wie der Commissario das ganze gelöst hat. 


    Ich denke nicht das man wirklich die sind es fast 30 Jahre?- die das Buch nun alt ist. Sicher gibt es kleine Momente wo man bemerkt das das Internet und Handy's nicht vorhanden sind wie wir es heute kennen, allerdings fand ich nicht dass das in irgendeiner weise negative Auswirkungen mit diesem Buch hatte. 


    Ich werde auf jeden Fall weiter lesen, ich habe diese Vorstellung in die Serie genossen. 

  17. Cover des Buches SAMe Love (Band 1): Nur mit dir (ISBN: 9783906829418)
    Nadine Roth

    SAMe Love (Band 1): Nur mit dir

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Franziska1234

    Sehr fesselnd geschrieben, fast alle Charaktere wirklich interessante Persönlichkeiten. Leider fehlte mir die Triggerwarnung bezüglich Erpressung und sexuellem Missbrauch. Achtung SPOILER das Ende des ersten Buchs ist wirklich sehr traurig und verstörend. Bis ungefähr Seite 370 kann man aber eine tolle Love Story lesen.

  18. Cover des Buches Sunset (ISBN: 9783453434677)
    Stephen King

    Sunset

     (181)
    Aktuelle Rezension von: FranGoldsmith

    Sunset war für mich die letzte Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, die ich noch auf meiner Leseliste hatte. Ich habe sie mir bis zum Schluss aufgehoben, da die Rezessionen hier eher gemischt waren und ich die Kurzgeschichtensammlungen vom Meister bisher immer geliebt habe.
    Da ich in letzter Zeit eher Pech mit meiner Bücherauswahl hatte und kein Buch mich richtig gepackt hat, hatte ich etwas Bammel, dass mir das nun auch noch mit einem King passieren könnte. Aber ich habe alle Kurzgeschichten gelesen uns muss sagen ich habe jede einzelne der 13 Geschichten genossen. 

    Natürlich war die ein oder andere Erzählung kein Meisterwerk, aber mich hat das Buch gut unterhalten und ich hatte endlich Mal wieder richtig Lust jeden Abend zu meinem Exemplar zu greifen. Und darauf kommt es doch schlussendlich an.
    Am absolut besten gefallen hat mir allerdings "Das Pfefferkuchen-Mädchen". Hier konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und hab die Geschichte in einem Zug durchgelesen. 

    Für mich ist Sunset eine gelungene Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, die ich vielleicht sogar in ein paar Jahren wieder zur Hand nehmen werde. 

    ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ /5

  19. Cover des Buches Bernsteinmord (ISBN: 9783746630960)
    Katharina Peters

    Bernsteinmord

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Romy Beccare und ihr Team ermitteln diesmal im Fall zweier Frauenmorde. Während Mona Gluek schwer missbraucht und ermordet, im Mund ihre Bernsteinkette, am Schmachter See in Binz gefunden wird, wird ihre Lebensgefährtin bereits seit einigen Wochen vermisst. Das Team muss wieder in zahlreiche Richtungen ermitteln, die schließlich auch zusätzlich wieder zu einem alten Fall führen. War es eine homophobe russische Gruppierung, oder doch der Ex? Immer neue Ermittlungsansätze, halten die Lösung bis zum Schluss offen.

    Es ist bereits einige Jahre her, seit ich die ersten drei Teile gelesen habe, weshalb ich mich erstmal wieder in das Team und deren bisherige Fälle eindenken und auch mal grob querlesen musste.

    Die Verschachtelungen der Kriminalfälle machen die Story während des Lesens durchaus spannend. Sich die Lösungen auf Dauer zu merken, macht das für mich allerdings nahezu unmöglich :).

    Was mir gefallen hat, war die Entwicklung der Hauptkommissarin. Während sie in den ersten Fällen, nach dem Tot ihres Freundes, sehr hart und verschlossen wirkte, taut sie nun, mit der Nähe und in den Armen ihres dienstlichen und privaten neuen Partners Jan Riechter auf und zeigt auch mal ihre weichen, weiblichen und sogar leidenschaftlichen Züge. Dafür rückten die Kollegen Kasper Schneider und Max in Ihrer Präsenz ein wenig in den Hintergrund, wie ich fand.

    Der Fall ist harter Tobak. Aber die Grausamkeit, die die Taten in sich tragen bleiben für den Leser emotional doch eher oberflächlich.

    Insgesamt für mich, wie auch der Vorgänger, nicht so stark wie die ersten beiden Teile und deshalb 4-Sterne würdig.

  20. Cover des Buches Speechless - [Sprachlos] (ISBN: 9783862788484)
    Hannah Harrington

    Speechless - [Sprachlos]

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Speechless hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein toller Jugend-/Young-Adult-Roman, den ich nur weiterempfehlen kann.


    Inhalt: Chelsea kennt immer den neuesten Klatsch und Tratsch - und erzählt ihn nur zu gerne brühwarm weiter. Dann lösen ihre Worte eine Kettenreaktion aus, die sie nicht mehr aufhalten kann und die in einem schrecklichen Ereignis endet. An diesem Tag gerät Chelseas Leben aus den Fugen und nichts ist mehr so, wie es war. Dann entschließt sie sich dazu, nicht mehr zu sprechen, da ihre Worte sowieso nur Unheil anrichten...


    Die Protagonistin ist zu Anfang eine wirklich unsympathische Mitläufer-Zicke wie man sie aus High-School-Filmen kennt. Direkt da war mir klar: Wenn es dieses Buch schafft, dass ich sie am Ende mag, dann ist es wirklich gut. Und was soll ich sagen - genau das geschieht. Chelsea durchlebt über das Buch eine wirklich starke Charakterentwicklung.

    Thematisch dreht es sich um Mobbing, die Rangordnung an einer Schule, Homosexualität und weitere klassische Jugendthemen wie Beliebt-Sein, Freundschaft, Liebe und Schule

    Dass Chelsea sich selbst auferlegt, nicht mehr zu sprechen, war eine unglaublich interessante Idee. Es ist toll mitzuverfolgen, wie ihr Umfeld reagiert und wie sie ihren Alltag ohne ein Wort durchsteht.
    Und natürlich steht die Frage im Raum: Wann wird sie ihr Schweigen brechen? Was werden ihre ersten Worte nach diesen Wochen des Schweigens sein? Und an wen wird sie sie richten?

    Erzählt wird das ganze aus der Ich-Perspektive von Chelsea. Dabei ist jedes Kapitel ein Tag, was ich von der Aufteilung her wirklich gelungen fand.
    Durch die Erzählperspektive können ihre Entwicklung, ihre Zweifel und ihre Gedanken gut nachverfolgt werden.

    Vielleicht war mir das Ende etwas zu harmonisch, aber irgendwie ist ein Happy End ja auch schön. 


    Fazit: Speechless ist ein tolles Jugendbuch über Mobbing und Freundschaft mit einer unglaublich interessanten Protagonistin, die sich im Verlaufe des Buches enorm entwickelt. Allen Fans von Jugend-/Young-Adult-Büchern kann ich Speechless nur weiterempfehlen.

    Speechless [Sprachlos] bekommt von mir 4,7 (also gerundet 5) / 5 Sterne.

  21. Cover des Buches Wir sind unsichtbar (ISBN: 9783841503091)
    Maike Stein

    Wir sind unsichtbar

     (26)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Valeksa steht auf Frauen und das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Ihre Freunde, ihre Familie und auch ihre Mitschüler wissen von ihrem Coming-Out. Ihre Mutter hat was das angeht noch einige Schwierigkeiten, sich mit diesem Gedanken anzufreunden, aber steht trotz allem zu ihr und vor allem hinter ihr. Alles was Valeska jetzt noch fehlt ist eine feste Freundin, denn so eine hatte sie noch nie…

    Leider gibt es viel zu selten Jugendbücher über Homosexualität, weshalb ich umso glücklicher war, dass ich dieses Buch entdeckt habe. Ich war erst ein wenig überrascht, als das Buch bei mir ankam, denn es ist wirklich sehr dünn. Dieses Buch hat gerade einmal knappe 200 Seiten und das fand ich wirklich sehr schade. Meiner Meinung nach hat dieses Buch viel mehr Seiten und somit viel mehr Raum verdient. Es ist leider immer noch sehr traurig zu erfahren, dass vielen Menschen immer noch so eingeschränkt denken. Homosexualität gehört für viele Menschen nicht zur ,,Normalität‘‘ und das macht mich jedes Mal aufs Neue wahnsinnig traurig. 

    Valeska hat mir sehr gut gefallen und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Für mich war sie eine sehr authentische, realistische und menschliche Person, die sehr gut in die Geschichte gepasst hat. Außerdem ist sie auch eine sehr offene und ehrliche Person, weshalb man sie nur gern haben kann. Ich konnte ihre Gedankengänge und Handlungen sehr gut nachvollziehen. Besonders ihre Charakterentwicklung hat mir sehr gut gefallen, sie ist eine ganz tolle Person.

    Inken ist das komplette Gegenteil von Valeska und hat eher gesagt Probleme damit, zu ihrer Liebe zu stehen. Sie hat Angst zu ihren Gefühlen zu stehen und ehrlich gesagt, kann ich das total gut nachvollziehen. Außerdem ist sie eine Person, die sich nicht so leicht hinter die Fassade blicken lässt und es dauert eine Weile, bis Inken sich öffnet und man ihre Gedankengänge und Handlungen nachvollziehen können. Auch hierbei stellt man fest, dass sie eine starke Charakterentwicklung durchmacht.

    Die Geschichte der beiden hat mir sehr gut gefallen, jedoch hätte sie meiner Meinung nach ein paar Seiten mehr vertragen können. Der Anfang beginnt langsam und zart, doch ab der Mitte nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf und das alles wurde meiner Meinung nach viel zu schnell abgehandelt. Echt schade, weil wenn alles etwas langsamer gewesen wäre, das Buch auch mehr Seiten gehabt hätte.

    Der Schreibstil von Maike Stein hat mir auch sehr gut gefallen. Sie hat sich ihrer Zielgruppe angepasst, weshalb der Schreibstil total angenehm, leicht und flüssig zu lesen ist. Das Buch lässt sich sehr leicht weg lesen und man kommt gut durch die Geschichte. Außerdem bringt sie eine Gewisse Leichtigkeit mit in das Buch, was mir sehr gut gefallen hat. Auch der Lesefluss wird hierbei in keiner Weise gestört.

    ,,Wir sind unsichtbar‘‘ ist ein total wichtiges Jugendbuch, über das man viel öfter sprechen sollte. In diesem Buch werden so viele wichtige und sensible Themen mit eingearbeitet, was ich unbedingt positiv hervorheben möchte. Dabei handelt es sich um Freundschaft, die Liebe und auch Homophobie. Auch wenn das Buch nicht sehr ausführlich beschrieben wurde, kann man dennoch etwas aus der Geschichte mitnehmen und von daher würde ich euch das Buch definitiv empfehlen. 

  22. Cover des Buches Die verborgenen Stimmen der Bücher (ISBN: 9783746637280)
    Bridget Collins

    Die verborgenen Stimmen der Bücher

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Schreibstil von Bridget Collins lässt sich nur schwer mit anderen Autor*innen vergleichen. Nur wenige schaffen es die Stimmung, Gefühle und Atmosphäre so bildhaft zu beschreiben, dass man regelrecht eingesogen wird.

    Der Klappentext vermittelt nur einen winzigen Bruchteil vom Inhalt der Geschichte und genau das ist das schöne daran. Daher schreibe ich nichts weiter zur Handlung und Geschichte, denn es ist ein wunderschönes Gefühl wenn sich diese beim Lesen nach und nach, Seite für Seite, Blatt um Blatt eröffnet.

  23. Cover des Buches Poet X (ISBN: 9783499001864)
    Elizabeth Acevedo

    Poet X

     (57)
    Aktuelle Rezension von: wordworld

    Handlung: Der Debütroman von US-Poetry-Slammerin Elizabeth Acevedo stand viel zu lange auf meiner Wunschliste, bis ich es auf einem Schnäppchenmarkt beim ersten Blickkontakt adoptiert habe (Übersetzung: ich habe mich ganz asozial draufgestürzt, als ich es zwischen ein paar Kinderbüchern entdecket habe und kann nicht garantieren, dass umstehende potentielle Konkurrenten keinen Rempler bekommen haben - aber was tut man nicht alles für günstige Bücher, muhahaha). Als ich "Poet X" dann gelesen habe, konnte ich kaum glauben, was mir die ganze Zeit über entgegen ist. Denn Elizabeth Acevedo erzählt hier kraftvoll, lebendig und wütend von Rassismus, Religion, Sexualität, Erwachsenwerden, erster Liebe, Freundschaft, Familie und dem Finden der eigenen Stimme. Aus der Ich-Perspektive geschrieben sind wir dabei sehr nah an unserer Protagonistin und begleiten sie durch ihren Alltag - die Schule, den Kommunionsunterricht, das Familienleben - und auch durch diverse Konflikte und Abgründe, die sich auftun, als sie beginnt, für das zu kämpfen, was sie ist: eine Poetin.


    Schreibstil: Betrachtet man nur die sich hier abzeichnende Handlung und die Themen, hätte Elizabeth Acevedo also auch einen durchschnittlichen Coming-of-Age-Roman erzählen können, in dem die Protagonisten wie viele Leidensgenossen ihres Alters nach Freiheit und Selbstverwirklichung streben. Wodurch sich "Poet X" von anderen Jugendromanen abhebt, ist die Erzählweise. Die Autorin erzählt Xiomaras Geschichte in Form von 240 kurzen Gedichten, die eingeteilt in drei größere Abschnitte fließend ineinander übergehen. Dabei variieren Form, Stil, Anordnung auf der Seite und teilweise auch die Sprache - der grundsätzliche Erzählton bleibt jedoch gleich und die Energie, Wut und Vitalität, die von den wenigen Zeilen ausgeht, haben mich laufend beeindruckt. Man muss sich zwar erstmal auf das ungewöhnliche Format einlassen, das nicht ausführliche Erzählung, nicht gereimtes Gedicht, nicht vorgetragener Slam, sondern irgendetwas dazwischen ist, doch wenn man das tut, treffen die Worte direkt ins Herz. Dabei ist anzumerken, dass die Übersetzung durch die deutsche Poetry-Slammerin Leticia Wahl wirklich außerordentlich gut gelungen ist, ich kann mir aber vorstellen, dass das Buch in Originalsprache nochmal deutlich mehr Kraft entfaltet. 


    Figuren: Hervorsticht vor allem die Hauptfigur Xiomara, deren Name "eine, die zum Kämpfen bereit ist" bedeutet und die mit ihren knapp 16 Jahren auch schon eine Menge kämpfen musste. Sie schwingt nicht nur auf den Straßen von New York für ihren zarten, nerdigen Zwillingsbruder regelmäßig die Fäuste und muss sich gegen sexualisierte Übergriffe wehren, seit sie eine üppige Figur bekommen hat, sondern steht auch im Konflikt zur strengen religiösen Erziehung ihrer Mutter, die aus dem Wildfang am liebsten eine Nonne machen würde. Aus der dominikanischen Republik stammend ist sie eine dunkelhäutige Latina und entspricht damit ganz und gar nicht der durchschnittlichen YA-Protagonistin. Und genau das war es, was Elizabeth Acevedo nach eigenen Angaben dazu gebracht hat, diese Geschichte zu schreiben: als eine Schülerin zu ihr sagte "keines dieser Bücher handelt von uns. Wo sind die Bücher über uns?" und damit anprangerte, dass auch in Büchern die Sichtbarkeit von farbigen Menschen viel zu gering ist. 

     


    Die Zitate

    "Vielleicht ist es das, was Freundschaft ausmacht.
    Man hilft sich täglich gegenseitig,
    die beste Version seiner selbst zu sein,
    schafft einen Ort, eine Zuflucht, ein Zuhause,
    wenn man es woanders verloren hat."


    “Hoffnung ist das Ding mit Federn.
    Und auch wenn ich zweifele, dringt sie doch flatternd in die Ecken meines Körpers“


    "Sein Grinsen wirkt auf einmal traurig,
    und ich denke an all die Dinge, die wir sein könnten,
    wenn uns niemand sagte, unsere Körper seien dafür nicht gemacht."


    "Mein Herz ist eine Hand,
    die sich langsam
    zu einer Faust ballt.
    Es ist eine schrumpfende Rosine.
    Gekrümmte Finger,
    die keine andere Hand finden,
    die sie hält.
    Bis sie merken,
    sie schneiden sich
    ins eigene Fleisch."


    "Wäre mein Körper eine Flasche Mineralwasser, 
    dann eine, die kräftigt geschüttelt wurde,
    die jeden Moment explodieren kann 
    und die ganze Welt 
    schwallartig überrascht."


    "Es war nur ein Gedicht, Xiomara", denke ich.
    Doch es fühlt sich an
    wie ein Geschenk."

     


    Fazit

    Ein kraftvoller, lebendiger und wütender Jugendroman, der mit einer kämpferischen Protagonistin, wichtigen Themen und einer poetischen Erzählweise besticht. Zwar muss man sich auf das ungewöhnliche Format erstmal einlassen, das nicht ausführliche Erzählung, nicht gereimtes Gedicht, nicht vorgetragener Slam, sondern irgendetwas dazwischen ist, doch wenn man das tut, treffen die Worte direkt ins Herz. 

     

  24. Cover des Buches More Happy Than Not (ISBN: 9783038800583)
    Adam Silvera

    More Happy Than Not

     (26)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Das Buch spielt in einer erschreckenden, aber doch leider sehr realen Gegend und irgendwie mochte ich das Setting und die dort ausgetragene Treibjagd. Wenn man dieses Buch kauft, muss man sich nur bewusst sein, dass es erst nach zweihundert Seiten wirklich um Leteo geht, was ich nach Lektüre des Klappentextes anders erwartet hätte, allerdings (SPOILER) wurde mich im Nachhinein klar, dass dieser wohl die Vergangenheit beschreibt, weil Aaron sich schon dem Eingriff unterzogen hatte. Als das enthüllt wurde, überraschte es mich übrigens auch sehr. Dass das Gedächtnis von Thomas am Ende plötzlich geheilt wurde, kam irgendwie ziemlich abrupt und  ohne weitere Erklärungen, doch immerhin wurde das alles ja auch nachträglich geschrieben. Dieser neue Teil lässt das Ende zwar ebenfalls ziemlich offen, dreht es aber zu einem Happy End. Ich hätte nur noch gern gewusst, was in dem Paket war, dass Aaron auf seiner zweiten Geburtstagsparty von Jonas bekam – zu diesem konnte ich übrigens keine wirkliche Verbindung aufbauen, weil er sehr spät eingeführt wurde und ich mich schon an Aarons Umfeld gewöhnt hatte. (SPOILER ENDE) Genevieve mochte ich daraus am liebsten. Insgesamt war es ein sehr tiefgründiges Buch und für mich auch das beste von Adam Silvera bis jetzt.

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