Bücher mit dem Tag "honoré de balzac"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "honoré de balzac" gekennzeichnet haben.

10 Bücher

  1. Cover des Buches Tante Lisbeth (ISBN: 9783257239973)
    Honoré de Balzac

    Tante Lisbeth

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Balzac erzählt einige Jahre der Geschichte einer Familie in Paris Mitte des 19. Jahrhunderts und beschreibt damit die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse des gehobenen Bürgertums und ehemaligen Adels sowie die sich immer weiter durchsetzenden kapitalistischen Strukturen und Einstellungen. Triebkraft der Gesellschaft sind zunehmend die Finanzen und Begierden, insbesondere die sexuellen. Dabei geht es Balzac auch um den Verlust von ehemaligen Werten. Einerseits behält der Roman dadurch seine Aktualität, andererseits merkt man an vielen Stellen Balzacs konservativen Bezüge. "Tante Lisbeth" erzählt mit einer klaren, präzisen Sprache mit gelegentlichen wunderschönen Vergleichen und Bildern oder Abschweifungen in gesellschaftsphilosophische Überlegungen. Leider hat der Roman auf seinen rund 600 Seiten gewisse Längen und inhaltlich fehlt mir eine Art roter Faden, der die Handlung zusammenhält und antreibt. Zwar verfolgt Tante Lisbeth ihre Rache bezogen auf den Rest der Familie, trotzdem wirken die Geschehnisse eher Zufällig. Dadurch plätschert der Roman ein wenig vor sich hin. Im Gegensatz zu Tolstoi, Dickens oder Dostojewski, die ebenfalls detailliert ihre jeweilige Gesellschaft in ihren Werken spiegeln, dies jedoch zumeist mit einem unerhörten Ereignis koppeln, fehlt mir in "Tante Lisbeth" das außergewöhnliche Geschehnis.
  2. Cover des Buches Vater Goriot (ISBN: 9783849533045)
    Honoré de Balzac

    Vater Goriot

     (63)
    Aktuelle Rezension von: KaterinaFrancesca
    Vater Goriot, ehemals erfolgreicher Nudelfabrikant, ist in der billigsten Pension Paris' gelandet, während seine schönen Töchter als Damen der Gesellschaft Unsummen für Kleider, Liebhaber und Firlefanz verschwenden. Selbst sein letztes Hemd würde er für seine verschenderischen und selbstsüchtigen Töchter hingeben. Diese Entwicklung wird unter anderem vom Jurastudent Eugene verfolgt, auch Bewohner der Pension. Der junge Mann droht vom Strudel der heuchlerischen Pariser Gesellschaft davongerissen zu werden.

    In "Vater Goriot" stehen Egoismus, Verschwendungssucht und die bedingungslose Vaterliebe, die diesen gegenübersteht im Mittelpunkt. Vater Goriot, der von den anderen Pesnioniären in der Pension der Madame Vauquer zunächst verachtet wird, hat es durch Fleiß und unermüdliche Arbeit zu Geld gebracht. Selbst Witwer investierte er seine ganze Zuneigung in seine zwei Töchter und verwöhnte sie maßlos, sodass sie, nach ihrer Heirat, sich für den Beruf ihrres Vaters zu schämen begannen und ihn dazu drängten, sein Geschäft zu verkaufen. Selbst genügsam und anspruchslos lebt Vater Goriot inmitten der anderen gestrandeten Existenzen bei Madame Vauquer. In diesem illustren Zirkel muss jeder sich mehr schlecht als recht durchschlagen und hat daher keinen Platz für Mitleid. Darunter auch Jurastudent Eugène, in den seine Familie große Hoffnungen setzt, Angestachelt vom ehemaligen Kaufmann und Zyniker Vautrin, bemüht Eugène sich um ein Fortkommen in der feinen Welt und sieht seine Grundsätze straucheln. Schonungslos reißt der Roman der schönen Gesellschaft die Fassade herunter. Nicht nur Goriots Töchter, auch ihre Ehemänner, Liebhaber und andere Damen der Gesellschaft leben nur zu ihrem Vergnügen und schicken alles andere zum Teufel. Familiäre Gefühle und Zuneigung finden dort keinen Platz. Einige Szenzen sind übertrieben melodramatisch, während die Gutgläubigkeit Goriots einerseits mitleiderregend, aber teilweise auch naiv und ermüdend ist.
    Sentimentale Erwägungen haben gegen die Flut aus Eitelkeit, Geltungssucht und Gier keine Chance, sodass die Geldverluste von Goriots Töchtern ihn immer mehr kosten. Der undurchsichtige Vautrin unterdessen scheint das Getriebe der Pariser Gesellschaft durchschaut zu haben und erteilt Eugène Ratschläge, die dessen Gewissen harten Prüfungen auferlegen. Insgesamt verfügt der Roman über wenig Sympathieträger, da fast jeder etwas enervierendes an sich hat.
    Sprachlich ist der Roman gut zu lesen, auch wenn das Fehlen von Kapiteln und Kapitelüberschriften vllt etwas irrtiert (ist mir aber erst gegen Ende des Buches bewusst geworden).
  3. Cover des Buches Glanz und Elend der Kurtisanen (ISBN: 9783458346838)
    Honoré de Balzac

    Glanz und Elend der Kurtisanen

     (28)
    Aktuelle Rezension von: JeunesseDoree
    Eine epische Geschichte um einen entkommenen Sträfling, der sich bedinglos für das Glück seines Zöglings aufopfert und der dabei vor nichts zurückschreckt ,um die Wände der Pariser Boudoire und Salons nach seinen Regeln zum wackeln zu bringen. Dieser Teufelskerl zieht nicht nur die außerordentlichen Menschen, mit denen er sich umgibt und die er als Werkzeuge in seinem Spiel missbraucht, in seinen Bann, sondern auch den Leser. Das beeindruckende an der Figur des Jaques Collin ist neben seiner skrupelosen Berechnung, ständigen Geistesgegenwart und Wandlungsfähigkeit, vor allem die leidenschaftliche Aufopferungsbereitschaft, welche mich sehr an diejenige von Jean Valjean aus "Les Misérables" erinnert hat. Balzac hält die Geschichten und Identitäten der Protagonisten geschickt im Verborgenen und deckt diese erst nach und nach im Verlauf des Romans auf. Ein kleiner Wermutstropfen für den weniger geneigten Leser ist vielleicht, daß Balzac unzählige Namen und Anspielungen in den Roman einstreut, welche für Normalsterbliche unverständlich bleiben, wenn man zu faul ist, diese in den Anmerkungen nachzuschlagen. Ansonsten kann man nur den Hut ziehen, vor diesem Zeugnis meisterhafter französischer Schreibkunst.
  4. Cover des Buches Drei Meister (ISBN: 9783746715933)
    Stefan Zweig

    Drei Meister

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Allein schon für das Drittel, das Dostojewski einnimmt, ist das Buch das volle Geld und weitaus mehr wert. Grandioser, lebendiger, bildhafter, geraffter, energetischer habe ich noch keine Abhandlung über Dostojewski gelesen. Nicht gelesen haben, darf nicht sein! Fünf Punkte ganz klar zu wenig.
  5. Cover des Buches Die Austern des Monsieur Balzac (ISBN: 9783716026106)
    Anka Muhlstein

    Die Austern des Monsieur Balzac

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Alles, was das Leben ausmacht (ISBN: 9783865550460)
    Anne Fadiman

    Alles, was das Leben ausmacht

     (5)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    Hinter den Titeln der einzelnen Essays der Autorin Anne Fadiman vermutet man auf den ersten Blick keinerlei Argwohn. Welche Gefahr soll schon von einem Essay über „Eiscreme“, „Naturaliensammler“, „Post“ oder gar „Kaffee“ ausgehen? Aber seien Sie gewarnt, nicht umsonst wurden die elf Essays als „leichtfertig“ kategorisiert und betitelt.

    Anne Fadiman gelingt eine extrem appetitanregende Zusammenstellung aus eigenen Erfahrungen in einer bibliophilen Familie, illustrer Sammelleidenschaft, symphatischem Bücherwahnsinn, Witz und Intellekt.

    Besonders bezaubernd fand ich den Bogen, den sie in „Naturaliensammler“ im Zusammenhang mit der eigenen kindlichen Schmetterlings-Sammelleidenschaft und der ihres Bruders Kim über den Autoren Vladimir Nabokov, der nicht nur als Sammler, sondern auch Entdecker im Bereich der Lepidopterologie gilt, hin zu ihren Kindern spannt.

    Und so findet sich in jeder dieser geistreichen Abhandlungen eine Quintessenz für einen tieferen Blick auf den Augenblick.

  7. Cover des Buches Tolldrastische Geschichten : wie sie in d. Abteien u. Klöstern d. Touraine ges. u. ans Licht gebracht d. edle Herr Honoré de Balzac zu Ergötzen, Kurzweil u. Erbauung aller derer Pantagruelisten u. mitnichten d. Banausen u. griesgrämigen Sauertöpfe. (ISBN: B002CK73EM)
  8. Cover des Buches Paris. Eine Stadt in Biographien (ISBN: 9783834211767)
    Marina Bohlmann-Modersohn

    Paris. Eine Stadt in Biographien

     (6)
    Aktuelle Rezension von: katrin297
    Wenn man eine neue Stadt besichtigt, möchte man meistens nicht nur die Stadt kennenlernen sondern auch die Leute und somit auch die Kultur. Dieses Buch gibt einen Einblick wer in Paris gelebt hat und auf der Karte ist vermerkt wo man das haus oder atelier finden und besuchen kann.
    Diese Buch ist mit viel Liebe gestaltet worden, vorne findet man eine Zeileiste als Überblick, wann zum Beispiel der Notre-Dame de Paris erbaut wurde. Darüberhinaus gibt es eine Karte von Paris und den ganzen Orten ,die mit diesen Personen, die in diesem Buch erwähnt werden, zu tun haben.
    So lernt man nicht nur Land und Leute kennen, sondern auch ein wenig die Geschichte von Paris, denn auch der Sonnenkönig hat hier seinen eigenen Kapitel.
    Die großen Autoren, wie balzac und Hugo, die Paris geprägt haben, werden hier erwähnt.  Berühmte Künstler wie Monet werden natürlich auch nicht ausgelassen. Coco Chanel als Modeshöpferin wird natürlich auch nicht vergessen.
    Durch dieses Buch lernt man wie vielfältig und interessant Paris ist, es ist für jeden etwas dabei!
  9. Cover des Buches Die Frau von dreißig Jahren (ISBN: 9783730604113)
    Honoré de Balzac

    Die Frau von dreißig Jahren

     (53)
    Aktuelle Rezension von: lisa_gericke
    Jeder einzelne Satz ein literarischer Hochgenuss! 
  10. Cover des Buches Der Stein der Weisen (ISBN: 9783442023806)
    Honore de Balzac

    Der Stein der Weisen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Biblionomicon
    Die verhängnisvolle Sucht nach Wissen - Honoré de Balzac 'Der Stein der Weisen' "Wer immer strebend sich bemüht, den wollen wir erlösen", so singt es der Chor der Engel am Ende von Goethes Faust. Auch wenn wir nicht zum Ziel gelangen, so ist es doch unser Streben nach dem höheren Ziele hin, das alleine schon zu lobpreisen ist. Der Weg ist das Ziel. So ist denn auch die Suche nach Wissen, meist konotiert mit dem edlen und guten Verlangen des Strebens nach Erkenntnis, ein Unterfangen, das kein festes, greifbares Ziel umfasst. Die Frage nach dem "warum?" lässt immer noch Raum für ein weiteres "warum?". Und nur allzu leicht kann es geschehen, dass dieses strebende Verlangen zur Manie und zur Sucht gerät. Wie jede Sucht, kann diese den Süchtigen, wie auch dessen Umfeld leicht ins Verderben führen. Die großen und immerwährenden Themen der Menschheit sind es, die es Honoré de Balzac angetan haben, und die er in seiner auf ursprünglich über 90 Bänden und Erzählungen angelegten "menschlichen Kommödie" aufzugreifen gedachte. So auch die vergebliche Sucht nach Erkenntnis, mit der der flämische Chemiker Balthazar Claes Anfang des 19. Jahrhunderts seine Familie in Grund und Boden richten wird. Eigentlich war die Chemie Ende des 18. Jahrhunderts gerade dabei, sich von der Alchemie und ihrer jahrhundertealten Suche nach dem "Stein der Weisen" und der damit verbundenen Goldmacherei zu emanzipieren. War die Alchemie noch "die Kunst, gewisse Materalien zu höherem Sein zu veredeln, und zwar derart, dass mit der Manipulation der Materie auch der um ihr Geheimnis ringende Mensch in einen höheren Seinszustand versetzt werde", musste sie der modernen Naturwissenschaft weichen. Balzac setzte die Handlung seines Romans "Der Stein der Weisen" (auch als "Die Suche nach dem Absoluten" erschienen) in das bodenständische Flandern, um das undramatische an seinen Protagonisten herauszustellen, anstelle das mondäne Paris zu wählen. Balthasar Claes lebt also in der Provinz, ist aber durchaus ein moderner Chemiker, hat er doch bei Lavoisier und anderen Größen studiert. Er bestellt seine Laborausstattung bei den besten Herstellern und hält sich über die neuesten Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften auf dem Laufenden. Angestachelt von einem in Kriegszeiten einquartierten Hausgast und Amateur-Chemiker gerät er auf die Suche nach dem chemischen Absoluten. Das "Absolute" ist aber nicht wie bei den mittelalterlichen Alchemisten der Stein der Weisen, sondern das allgemeine Prinzip, durch das sich Licht, Wärme, Elektrizität, Galvanismus und Magnetismus erklären lassen. Seine Versuche kreisen um die Umwandlung von Kohlenstoff in Diamanten basierend auf der Grundlage ihrer chemischen Gleichheit. Doch wird all sein Streben vergeblich sein. So verschleudert er das ehrbare Familienvermögen für seine zahllosen fruchtlosen chemischen Versuche. Seine hingebungsvolle und opferbereite Ehefrau eignet sich sogar chemisches Fachwissen an, nicht um ihren Mann bei seinen Versuchen zu unterstützen, sondern um ihn von seinem verheerenden Treiben abzubringen. Aber vergebens... Den Rest der Rezension gibts im Biblionomicon unter http://biblionomicon.blogspot.com/
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