Bücher mit dem Tag "hooligans"
11 Bücher
- Fredrik Backman
Wir gegen euch
(141)Aktuelle Rezension von: ChiarraAuch der zweite Band der Björnstadt-Serie ist wieder sehr spannend geschrieben. Die Andeutungen auf zukünftige Ereignisse und Lebenswege mancher Protagonisten in den einzelnen Kapiteln wecken die Neugierde der LeserInnen auf das weitere Geschehen.
Gerade in der zweiten Hälfte des Buches habe ich dies zwischendurch kurz zur Seite gelegt, um das Gelesene zu reflektieren. Dabei wird einem bewusst, mit welcher Raffinesse der Autor uns einen Spiegel unserer Gesellschaft insbesondere bezüglich der heutzutage leichten Möglichkeiten zu Diffamieren und Mobben sowie der Beeinflussung von Menschen zu eigenen (Macht-)Zwecken vorhält – sowohl im privaten Umfeld wie in der Politik.
Auch das zweite Buch der Serie um Björnstadt hat mir wirklich sehr gut gefallen. Eishockey steht auch hier vermeintlich im Vordergrund, jedoch dient der Sport und das Vereinsleben dem sozialkritischen Blick auf das soziale Gefüge und Miteinander der zwei „verfeindeten“ Orte. Auf jeden Fall ist es sehr empfehlenswert, vorab das erste Buch der Trilogie zu lesen.
Mittlerweile habe ich fast alle Bücher des Autors gelesen und mich zum Fan dieser entwickelt. Hut ab!
- Philipp Winkler
Hool
(140)Aktuelle Rezension von: halo123Ich wusste nicht ganz was ich von dem Buch halten soll. Der Schreibstil hat mich nicht beeindruckt, die Sprache sowie einige Beschreibungen waren einen einigen Stellen einfach nur etwas unangenehm. Vor allem sexuelle Beschreibungen ob es sich nun über Erwachsene oder Minderjährige handelt.
Klar gibt es bestimmt ein Publikum dafür. Die Zielgruppe die die Erzählungen von Philipp Winkler interessant findet und sich mit Heiko identifizieren kann. Mit der Passion und Loyalität die er gegenüber seinem Club und seinen Freunden hat. Ich gehöre ganz sicher nicht dazu.
Die Gewaltbereitschaft und sein Verhalten fand ich alles andere als beeindruckend. Aber ich finde es gibt einen guten Einblick in das Hirn eines Hooligans dessen Verhalten oft in den Nachrichten gezeigt wird. - Philipp Winkler
Hool
(4)Aktuelle Rezension von: GwennileinDas Buch hat mich irgendwie bewegt. Es war einfach traurig, mitanzusehen, wie das Leben des Protagonisten schon von Kindesbeinen an in die falsche Richtung und somit auf die schiefe Bahn gerät. Ein Absprung wäre möglich gewesen, wie es seine Schwester zeigt, die ein komplett gegenteiliges Leben führt. Auch später noch, als sämtliche Freunde aus dem "Hooligan-Geschäft" aussteigen, schafft es Heiko nicht, es ihnen gleich zu tun, vielmehr deutet er es als persönlichen Angriff, immer mehr Konstanten seines Lebens brechen weg und er scheint immer verlorener. Das Buch ist erschütternd mitreisend und stimmte mich traurig, da es einen Einblick in das Denken der krassen Schlägertypen gewährt, was faszinierend und erschreckend zugleich ist. - Johannes Maria Stangl
Eiskaltes Blut: Ein Fall für Gusenberg und Schröder
(36)Aktuelle Rezension von: strunkelmariechenDas Duo Gusenberg und Schröder ermittelt in dem Unfalltod eines Fußballprofis. Unfall oder Mord? Fesselnder Erzählfluss mit interessanten Charakteren und viel Abwechslung ohne verworren zu sein.
Man bekommt Einblicke hinter die Kulissen des Profisports inklusive aller dunklen Machenschaften.
Für mich ist es immer wichtig, dass mich das Buch von Anfang an abholt, und das hat es getan. Die ersten hundert Seiten waren schnell gelesen und die Geschichte hatte mich gepackt. Dass der Ermittler Gusenberg in einer alten Kneipe wohnt, war für mich noch ein Sahnehäubchen. Ich mag solche Ungewöhnlichkeiten einfach.
Das Buch war sehr kurzweilig und ich freue mich auf weitere Fälle von den Beiden. - Mart Schreiber
Der falsche Held
(13)Aktuelle Rezension von: Booky-72In vier sehr verschiedenen Geschichten, die alle in Wien spielen und einen Bezug zur U-Bahn haben, lernt man das Leben von verschiedenen Menschen kennen.
Am besten hat mir „Der letzte Ausflug“ gefallen. Sehr emotional und um Nachdenken anregend. Wenn das Schicksal so emotional dargestellt wird, berührt das den Leser schon sehr. 4 Sterne und Weiterempfehlung von mir.
- Jonas Christian Ulrich
Auf die Fresse!
(2)Aktuelle Rezension von: LovelyBastiNot your average Fußballbuch :) Eigentlich nur zur Hand genommen, weil nichts anderes da war, und auch nicht viel erwartet – Fußball halt. Den willst du schauen oder spielen (oder auch nicht), aber nicht darüber lesen. Nun, um Fußball geht es in „Auf die Fresse!“ schon, sogar ziemlich zentral. Aber dann spielt er auch irgendwie die untergeordnete Rolle. Im Vordergrund steht ein Grüppchen von Versagern, das sich auf einen irren Roadtrip begibt. Und diese sympathisch-unvollkommenen Menschen und deren Beziehungen untereinander und der Roadtrip im altersschwachen Trabbi von Berlin nach München machen die Geschichte aus. Superwitzig geschrieben, mit herrlicher Situationskomik und viel Tempo, bleibt dieses Fußballbuch doch in der Hand kleben und man muss immer weiter lesen. Tolle Sommer-, Reise- und ein bisschen Fußballlektüre!
- Susanne Saygin
Feinde
(27)Aktuelle Rezension von: GulanDer Kölner Kommissar Can Arat und seine Chefin Simone Kerkmann ermitteln in einem brutalen Doppelmord an zwei bulgarischen Roma, die offenbar auf dem Schrottstrich gearbeitet haben. Die Kommissare stellen eine Verbindung zum Bauunternehmer und Mäzen Nolden fest. Doch der einzige Zeuge, der sich bereit erklärt zu reden, landet vor einer U-Bahn. Der Staatsanwalt ist außerdem ein Karnevalskumpel von Nolden. Der Fall droht im Sande zu verlaufen, doch Can ist nicht bereit, dies zu akzeptieren und ermittelt weiter – auf Teufel komm raus.
Autorin Susanne Saygin wohnte in Köln selbst in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem „Bulgarenhaus“, einer völlig überfüllten, heruntergekommenen Immobilie voller Arbeitssklaven. Dies inspirierte sie zu diesem packenden Krimi über Menschenhandel, Korruption und Ausbeutung, der auch sprachlich keine Kompromisse macht und die Dinge beim Namen nennt. Interessant fand ich die Wandlung des Romans, der erst als typischer Ermittlungskrimi beginnt und dann sich immer mehr auf den von Migräne geplagten und persönlich betroffenen Can fokussiert, bis hin zu seinem Road Trip nach Bulgarien auf der Suche nach der Wahrheit. Dabei beinhaltet die Story auch noch eine komplizierte Liebesgeschichte. Nur das Ende kam mir etwas zu kunstvoll oder märchenhaft vor in dieser sonst so knallharten Geschichte. Doch insgesamt ein richtig starkes, intensives Krimidebüt.
- Carlo Bonini
ACAB. All Cops Are Bastards
(2)Aktuelle Rezension von: GwhynwhyfarAnfang erstes Kapitel: »Um Himmels willen … Blut, Gestank von Schweiß und Tod, Gebrüll in der Dunkelheit, wie von abgestochenen Schweinen. Und die vor Erregung geweiteten Pupillen seiner Kollegen, ein Hexensabbat, bei dem Knochen splitterten und Fleisch zerfetzt wurde.«
Um es gleich vorwegzusagen, wer hier einen Thriller erwartet (so steht es auf dem Cover), wird mordsmäßig enttäuscht sein, wenn er sich mit einer Reportage nicht abfinden mag. Ich mag Reportagen, insofern fand ich das Buch gut. – Kritik an den Verlag – Was habt ihr euch dabei gedacht? – ACAB ist verfilmt worden – und ja, Carlo Bonini kann bekanntlich auch gute Thriller schreiben. Der Jurist und Investigativ-Journalist hat mit diesem Buch einen tiefen Einblick in die italienische Polizei gegeben. Das ist spannend und eine Horrorstory zugleich, aber eben keine Thriller, sondern eine Reportage über die bitterböse Wahrheit.
»Tofas. Man hatte beschlossen, dass das Einsatzkommando VII in Genua mit Tofas ausgestattet werden sollte. Eine Waffe, hart wie Stahl mit Quergriff, eine traditionelle Waffe, die bei chinesischen und japanischen Kampfsportarten zum Einsatz kam. Mit diesem Zeug, das die Carabinieri schon seit geraumer Zeit verwendeten, das die Polizei jedoch nie in die Hand genommen hatte, konnte man den Schenkelknochen eines Ochsen zertrümmern.«
Trockenübung für den G8-Gipfel, Napolis Polizisten bekommen die Aufgabe, den schwarzen Block zu spielen und die Kollegen dreschen hart drauf, Polizisten müssen nach der Übung ins Krankenhaus. Leider kommt es dann beim G8-Gipfel zu heftigen Gewaltexzessen seitens der Polizei, friedliche Demonstranten werden übelst zusammengeknüppelt, die Strafen, die Jahre später ausgesprochen werden, sind ein Witz, es gibt Klagen bis hin zum europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg. Eine Eliteeinheit von 70 Männern, ausbildet in Trainingscamps, ausgerüstet mit üblen Schlagstöcken und Tränengas wurden auf die Demonstranten losgehetzt wie eine ausgehungerte Meute von Bluthunden.
Ultras aus Rom treffen auf Fußballfans aus Turin, Juve-Fans, eine wilde Prügelei beginnt, die Polizei prügelt mit, Schüsse fallen, ein Latio-Anhäger wird von einer Kugel in den Hals getroffen. Nun tobt der Krieg, den die Ultras inszenieren, in vielen italienischen Städten bricht eine Schlacht aus, der Mob tobt auf der Straße.
Michelangelo Fournier ist der Polizist, der das Einsatzkommando VII leitete, die Hauptfigur in diesem Roman. Erstaunlicherweise wird er befördert, später dann wird der politisch rechts stehende Mann auf einen unteren Posten degradiert. Er gehört zu den »Celerini«, wie sich die Bereitschaftspolizei nennt, »das schwarze Herz der Polizei«, ein ziemlich rechter, gewalttätiger Haufen, viele von ihnen verehren den Duce, Mussolini, an die Zähne bewaffnet fühlen sie sich wie römische Legionäre. Sie nennen sich mit Spitznamen »Kobra« oder »Schneewittchen«, stammen meist aus einfachen Verhältnissen, haben keine höhere Schulbildung und ihr Lohn ist gering. Kameradschaft ist alles, was zählt, der Knüppel ist ihre Macht. Niemand verrät einen Kameraden, eher werden Berichte gefälscht, Falschaussagen gemacht. – Einen kotzt das an, er macht nicht mit.
Der Polizei gegenüber steht die rohe Gewalt der römischen Ultras, die NISS aus Napoli und Juve-Fans, jugendliche Fußballfans, zu übelster Gewalt bereit, politikverdrossen, von der Gesellschaft nicht mitgenommen, enttäuscht vom Leben und dem, was es zu bieten hat. Die NISS (Keine Begegnungen nur Kämpfe – in der Übersetzung) ordnet man der Camorra zu. Polizisten treffen auf Hooligans, Hass gegen Hass, rohe Gewalt, Mordlust auf beiden Seiten. Deeskalation ist ein Fremdwort.
»Die italienische Justiz hat elf Jahre gebraucht, um einen endgültigen Schiedsspruch über die Geschehnisse in Genua zu fällen. Von der Folter in der Kaserne von Bolzaneto bis zum Eindringen in die Diaz-Schule. Nur wenige Polizeibeamte und -funktionäre sind bestraft worden, und selbst das nur in Teilbelangen … wieder ihren Dienst aufnehmen.«
Carlo Bonini hat sauber recherchiert, nennt die meisten Beteiligten beim Namen, das Buch ist in Reportageform aufgebaut, es gibt Chatprotokolle aus dem Polizeichat, Berichte, eingestreute Gedichte usw. Dabei ist mit einer winzigen Schrift gearbeitet worden, die einem das Lesen verleidet, Schade, denn es sind teilweise lange Passagen. Er berichtet über eine Polizeischlägertruppe, die mit äußerster Brutalität vorgeht, die den laschen Staat verachtet, erzählt von Überfällen auf Migranten, von Polizeigewalt auf dem G8-Gipfel, von wöchentlichen Schlachten zwischen Hooligans vor Roms Stadien. Eine wahre Geschichte, sehr lesenswert, aber garantiert kein Thriller. ACAB - All Cops Are Bastards. ACAB wurde von Stefano Sollima verfilmt. - Mona Frick
Letztes Heimspiel - Schäfer ermittelt
(21)Aktuelle Rezension von: mehrpfotLetztes Heimspiel - Kurzkrimi mit Fußball und Charme
****4 von 5
Vorab:
Meine Rezension stellt keine Inhaltsangabe dar, sondern gibt meine ganz persönliche Meinung wieder, die ich zu einem Buch habe, und was ja auch Sinn und Zweck einer Rezension ist.
Diese Hörbuchausgabe erweckte meine Neugierde aufgrund der Autorin und den nachfolgenden Teilen rund um Oberkommissar Schäfer.
Ich wollte ja schließlich wissen, wie die anfänglichen Ermittlungen des liebenswerten Kommisars aussahen.
Die Kurzbeschreibung las sich auch nicht ganz uninteressant.
Zweiteiliger Stuttgarter Fußballkrimi mit Herz und Humor Als der Heidelberger Tourist Bromstetter ein Heimspiel des VfB Stuttgart besucht, findet er einen Toten. Schon wieder! Sofort ruft er seinen guten Bekannten, den schwäbischen Oberkommissar Schäfer an. Schon bald gerät ein bekannter Hooligan unter Verdacht. Schäfer und sein junger Kollege ermitteln, denn die Verbrechen gehen weiter. Wird es den beiden Polizisten gelingen, den wahren Drahtzieher endlich zu fassen? Und was hat der Bundesliga-Skandal aus den Siebzigern damit zu tun?
Ich entschied mich für die Hörbuchvariante, zumal mir der Sprecher und seine Betonungen bei der Hörprobe und auch schon beim ersten Teil um Oberkommisar Schäfer sehr sehr gut gefallen hat.
Es ähnelt mehr einem Hörspiel als einem normalen Hörbuch.
Sprachlich gibt es bei diesem zweiteiligen Kurzkrimi nicht zu meckern, aber die Story hat mich nicht so richtig eingefangen wie es bei den anderen drei Teilen um Oberkommisar Jürgen Schäfer war.
Dennoch war das Hörbuch sehr kurzweilig und unterhaltend, ein riesengroßes Lob an den Sprecher.
Die den Protagonisten jeweils eigene Dialektsprache ist einfach nur gelungen in die Story eingebunden und vom Sprecher hervorragend vorgetragen worden.
Es ließ mich oft schmunzeln.
Dieser zweite und auch noch zweiteilige Teil um Oberkommissar Schäfer ist schwächer als die Restlichen.
Kurz und gut:
Dennoch ein kurzweiliger Kurzkrimi mit den liebenswerten Protagonisten.
Schon der Vollständigkeit halber sollte dieser schwächere, aber dennoch spannende Teil genossen werden, vor allem in der Hörbuchvariante.
© JM-MS 04-2017 - 8
- 12










