Bücher mit dem Tag "horaz"

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10 Bücher

  1. Cover des Buches Sämtliche Werke (ISBN: 9783866474178)
    Horaz

    Sämtliche Werke

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  2. Cover des Buches Spektrum der Literatur. (10. Themabd.) (ISBN: 9783570089354)
  3. Cover des Buches Sämtliche Werke (ISBN: 9783150184660)
    Horaz

    Sämtliche Werke

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  4. Cover des Buches Carmina Priapea (ISBN: 9783760836515)
    Bernhard Kytzler

    Carmina Priapea

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    "Immerzu versprech ich mich und statt 'wer stiehlt, der wird gezwickt'
    sage ich 'gefickt' - die Zunge ist da etwas ungeschickt."





    Lasst mich direkt mit diesem Besipiel anfangen, ehe ich irgendwas anfange zu palavern ! Das Gedicht (Nr. 7) sagt schon relativ deutlich, wo wir uns thematisch und stilistisch befinden. Hier geht es witzig zu, hier ist es obszön und hier ist es pervers. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen. Doch was bedeutet "hier" eigentlich ? Das "hier" ist quasi eine große Anthologie von meist kurzen Gedichten mit dem Namen "Carmina Priapea. Gedichte an den Gartengott" (1978) von Kytzler und Fischer herausgegeben und übersetzt. Diese Gedicht haben alle eine Gemeinsamkeit: sie drehen sich in irgendeiner Form um Priap. Der Schwerpunkt des kleinen bandes ist das "Corpus Priapeorum" aus der Kaiserzeit mit 80 Gedichten. Wie Priap selbst sagt (in einigen Gedichten kommt er selbst zu Wort) ist er der wohl unbekannteste Gott des römischen Pantheons. Jeder römische Gott hat in einen mehr oder weniger engdefinierten Tätigkeitsbereich (Venus: Liebe; Mars: Krieg; etc.), so hat Priap die Aufgabe den Garten zu bewachen. Hört sich banal an ? Dann lasst mich nochmal ein Kurzgedicht zitieren, wo Priap selbst die Strafe für Obstdiebstahl beschreibt:




    Gedicht 28
    "Der du nichts Gutes hier im Schilde führst, der nicht
    es lassen kann, das Obst zu stehlen, frecher Wicht,
    dir bohr ich in dein Hinterteil mein großes Ding.
    Ist diese schlimme, grimmige Strafe zu gering,
    dann ziel ich oben dir hinein: ja, im Gesicht !"



    Oder Gedicht 13
    "Aufgepaßt: von vorn straf ich die Mädchen, hinten straf ich Knaben,
    wächst dem Dieb bereits ein Bart, soll er die dritte Strafe haben !"


    (gemeint sind in der Reihenfolge des Gedichts: Vaginalsex, Analsex, Oralsex. Aber das dachtet ihr euch bestimmt schon, oder ? ;D )





    Damit noch klarer wird, was Priap hier meint, tut folgendes (ja, sollt ihr wirklich, tut es !): googelt "Priap" mit der Bildersuche. Eben hab ich es überprüft und ja, die ersten paar Ergebnisse sind aussagekräftig genug, damit ihr ganz genau erkennt, was er mit "Ding" meint.
    So, nun da ihr euch mal ein Bild von Priap angesehen habt, lasst uns weitergehen ! Priap galt als der Gartenwächter, der Einbrecher und Diebe mit seinem riesigen Phallus (= röm. für Penis) in einer für ihn lustvollen Strafe durchvögelt. Der kleine Band beginnt zuvor jedoch noch mit älteren Gedichten aus Griechenland und von anderen römischen Dichtern (zB Vergil, Horaz; mit dem Corpus Priapeorum befinden wir uns evtl. um 100 nach Chr.), wo es noch in gesitteten, unvulgären und normalen Themen um Weihungen und Wächteraufgaben geht. Erst mit der 80-Gedichte-Sammlung des Corpus Priapeorum erhält Priap den neuen Schwerpunkt des strafenden Gartenwächters, dessen Strafandrohung in einer lustvollen Strafvergewaltigung besteht. Dabei ist hier jedoch die Grenze zwischen einer Strafvergewaltigung, in der Priap dem Dieb sein riesiges Glied (ihr habt ja ein Bild gesehen !) in den Hintern schiebt, und einer freiwilligen Hingabe an den Gott natürlich nicht so scharf. Dabei ist natürlich auch Priap darauf bedacht, seinen Spaß zu haben. Beides sollt ihr in diesem Gedicht mal nachlesen:



    Gedicht 38
    "Mir geziemt es, frei vor dir zu reden, nicht herumzudrücken,
    einfach bin ich von Natur, drum sprech ichs aus ganz ungescheut:
    ich will ficken, du indessen dir einen Apfel pflücken;
    gib du mir, was ich begehre, nimm dir dann, was dich erfreut !"



    Das ist das zweite Mal, dass ich so überrascht bin über die römische Literatur (ich hatte bereits vor einiger Zeit den Roman "Metamorphoses" von Apuleius gelesen und -glaube ich- hier auch in einer Rezension vorgestellt, schaut mal rein, wenn ihr Lust habt !). Der perverse und obszöne Humor, der manchmal bis ins dummdämliche reingeht, steht dem Humor unserer Tage in gar nichts nach. Ein letztes Kurzgedicht will ich noch als Beispiel anbringen (ich weiß nicht genau, wie das hier mit den Zitaten ist. Gibts da nicht eine quantitaive Grenze ? Falls ja, muss ich die Beispiele streichen ;/ ):


    Gedicht 67
    "Fides, Iris, Caesar, Kadmus, Echo, Nestor noch zum Schluß,
    jeder ersten Letter wieder eine erste folgen muß:
    was das heißt ? Erwisch ich dich beim Stehlen in dem Garten hier,
    Dieb, gewährst dus mir, als Strafe für den Frevel droht es dir !"

    Das muss ich nicht auflösen, oder ? ;)




    Wer nur was vom Inhalt lesen will, kann nun hier aufhören. Ich werde noch etwas zur Gestaltung und so sagen. Sehr positiv ist, dass auf der linken Seite jeder Doppelseite stets das Gedicht in seiner Originalsprache (grch./lat.) und rechts in deutscher Übersetzung ist. Der Übersetzer (Carl Fischer) hat sich höchste Mühe gegeben und die Übersetzungen sind durchaus gelungen. Sie sind auch im Deutsche noch Gedichte (warum die Reime, weiß ich nicht genau, da es in der Antike keine Reime gab) und sind mehr sinngemäße, als wörtliche Übersetzungen.
    Manchmal sind die Übersetzungen leider extrem frei. Ich will mal eben das allererste Gedicht, das ich hier zitiere, auf Latein abtippen:


    Gedicht 7
    "Cum loquor, una mihi peccatur littera, nam TE
    PE dico semper blaesaque lingua mihi est."


    Mit der Übersetzung ist der Sinn glänzend erfasst und übertragen, nur geht der Wortspiel des Lateinischen verloren, da Priap (geschrieben natürlich dennoch vom Dichter) hier beklagt, dass er einen Sprachfehler hat und immer "t" für
    "pe" sagt und diese Wendung (" TE PE dico") "ich sage t für p" ist von der Aussprache her deckungsgleich mit "ich ficke dich". Lässt sich nur leider im Deutschen so nicht wiedergeben.






    Schön sind auch die anderen Gedichte vor dem Corpus Priapeorum aus der Anthologie Graeca, von Catull, Bibaculus, Vergil, Horaz, Tibull, Ovid, Petron, etc., da es die thematische Entwicklung schön aufzeigt. Erst bei Martial und hier in dem Corpus Priapeorum wird es echt pervers. Im Anhang befinden sich noch versorientierte Kommentare und Kurzkommentare Lessings und Goethes zu den Priapea. Deren Sinn im Gesamtkonzept des bandes wird erst nachträglich (und nur ein wenig) deutlich durch das Nachwort "Zu dieser Ausgabe". Die versorientierten Kommentare sind zwar sehr gut für Parallelstellen innerhalb des Werkes udn zu anderen Autoren (modern, wie antik), insgesamt aber ohne die Verweise sehr rudimentär bis nichtssagend.
    Besondere Würdigung verdient mMn die Einleitung, die von den 231 Seiten des Buches immerhin 26 (S. 8-34) einnimmt. Die ist sehr informativ und schafft eine sehr gute Balance zwischen allgemeiner Einführung und Einzelbeispielen (schaut vergleichsweise für eine schlechte Einleitung mal in meine Rezension zu der Ausgabe von "Frontinus: Des Sextus Julius Frontinus' Schrift über die Wasserleitungen der Stadt Rom" rein).




    Sehr lustig und anzüglich ist auch die Homerparodie in der Gedichtesammlung (Gedicht 68). Leider ist sie zu lang für ein Zitat. und zitiert habe ich mittlerweile auch genug. Lest selbst !




  5. Cover des Buches Markus Vallazza, Das Radierwerk 1966-1978, 2 Bde. (ISBN: 9783852564678)
    Markus Vallazza

    Markus Vallazza, Das Radierwerk 1966-1978, 2 Bde.

     (2)
    Aktuelle Rezension von: fredgoetzis
    Das war ein tolles Geschenk - ich liebe es, mir immer wieder mal die beiden Bände herzunehmen und mich von einer Radierung Vallazzas zu meiner nächsten Lektüre verführen zu lassen...und der Dante-Zyklus macht wirklich Lust auf die Divina Commedia!
  6. Cover des Buches Julian, Geschenkausgabe (ISBN: 9783442426898)
    Gore Vidal

    Julian, Geschenkausgabe

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Nele
    Dieses Buch beweist einmal mehr, dass die besten Geschichten vom Leben geschrieben werden. Julian handelt von dem Griechen Julian, der einmal Julian Augustus und somit Kaiser über ein Großreich werden soll. Angefangen wird bei der Jugend, in der Julian ängstlich ist, weil seine gesamte Familie von Verschwörern ermodet worden ist. Julian ist ein wissbegieriger Junge der an verschiedenen Stationen unter verschiedenen Lehrern in die Philosophie eingeführt wird. Zusätzlich zu seiner Angst von Feinden ermordet zu werden ist er zwiespältig was seine Religion angeht. Im Jahre 360 n. Chr. ist es für Griechen und Römer gleichermaßen angebracht zu den "Galiläern" (Christen) zu gehören. Julian allerdings vertraut immer noch den alten griechischen Göttern und der Mythologie. Nach seinen Jugendjahren wird Julian zuerst Caesar danach endlich Kaiser. Durch verschiedene Prophezeiungen und Orakelbefragungen weiß Julian, dass dies seine Bestimmung ist. Neben verschiedenen Amsthandlungen veranlasst Julian auch, den Hellenismus wieder als Staatsreligion einzuführen. Nachdem eine Feuersbrunst den Apollotempel in Daphne niederbrennt (Julian glaubt es waren die Christen die den Tempel angezündet haben) verbietet er den "Galiläern" in ihre Kathedrale zu gehen, zu beten und verfolgt sie anschließend wegen ihrer Religion. Eine andere Prophezeiung besagt, dass Julian die Reinkarnation des gefallenen Alexanders ist, der Persien erobern wollte. Julian Augustus bricht auch zu einem Persien-Feldzug auf, in der Hoffnung Herrscher über die gesamte Welt zu werden und Alexander ein gutes Ebenbild zu werden. Er wird von diesem Feldzug nicht zurückkommen, denn schon vor dem Feldzug konspirierten einige machtvolle Christen und diese fassten den Plan Julian in der Schlacht zu ermorden, es sollte allerdings nach einem Soldatentod aussehen. Der eigentlich Attentäter Callistus gibt später zu, stolz auf seine Rolle in der römischen Geschichte zu sein. Geschrieben ist das Buch in "Ich-Form" - also als Autobiographie. Die Geschichte hierum ist, dass Libanius (ein Freund Julians) das Andenken des Augustus erhalten will und ein Buch über Julian verfassen will. Dazu fragt er seinen Bekannten Priscus (ebenfalls ein enger Vertrauter Julians) ob dieser nicht die Memoiren des Julians an Libanius übergeben kann. Eingestreut mit Kommentaren Priscus' und Libanius' werden nun die Memoiren in dem Buch niedergeschrieben. Letztlich folgt das Tagebuch Julians, welches er während der persischen Schlacht geführt hat, in dem er auch glaubt seine Verschwörer enttarnt zu haben. . Alles in allem fand ich dieses Buch überraschend wundervoll. Es war so fließend zu lesen - trotz der anstrengenden Materie - und hatte viele schöne und spannende Wendungen die ich so nicht erwartet hatte. Die Zerrissenheit Julians zwischen Macht und Philosophie, Christentum und Hellenismus ist in diesem Buch wunderbar dargestellt. Julian Augustus ist ein Charakter der Spätantike, den es zu erinnern gilt und der in seiner Lebensgeschichte vergleichbar mit Alexander dem Großen und Julius Caesar ist (mit denen Julian in dem Buch auch immer verglichen wird). Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall jedem, der eine Biographie aus der Zeit der Spätantike lesen will und eigentlich auch allen, die eine wunderbare Lebensgeschichte erwarten.
  7. Cover des Buches Carpe diem! - Poesie zwischen Himmel und Erde (ISBN: 9783782749541)
  8. Cover des Buches Ars Poetica / Die Dichtkunst (ISBN: 9783150094211)
    Horaz

    Ars Poetica / Die Dichtkunst

     (4)
    Aktuelle Rezension von: ukulelecoolia
    In der "Ars Poetica" widmet sich Horaz, einer der großen Dichter zu Zeiten des Augustus, den Fragen danach, wie gute Poesie zu gestalten sei. Das Werk erinnert dabei weniger an einen wissenschaftlichen Aufsatz oder dergleichen, sondern vielmehr an ein Gespräch des Autors mit dem Leser. Denn eine in sich schlüssig gegliederte Ordnung der einzelnen abgehandelten Punkte lässt sich nur mit Mühe finden. Zwar hangelt sich Horaz an bestimmten Themengebieten wie Gattungseigenarten oder Theateraufführungen ab, folgt hier aber einem affektiven Schreibstil: so begeht er immer wieder thematische Sprünge, denen zu folgen es gelegentlich nicht immer sofort gelingt. Doch diese Schreibweise gestaltet den Text gleichzeitig auch abwechslungsreicher und weniger "trocken". Als Quelle antiken kulturellen Lebens, vor allem natürlich was die Dichtung anbelangt, bietet die "Ars Poetica" einige interessante Gesichtspunkte. Gerade durch viele Querverweise auf andere Autoren, antike Mythen, damalige Konventionen der Theateraufführung und vielem mehr offenbaren sich dem Leser viele kulturelle Eigenheiten der damaligen Zeit. Das jedoch macht es gleichzeitig für uns auch schwieriger, den Text immer ganz nachzuvollziehen. Der Kommentar bietet hier jedoch größtenteils Abhilfe und trägt zum Verständnis des Werkes bei. Eine durchaus empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich näher mit Dichtung und deren Entwicklung beschäftigen möchten, denn immerhin beinhaltet der Text die noch heute oft zitierte Feststellung, Dichtung solle entweder nutzen oder erfreuen (prodesse aut delectare) oder am besten beides.
  9. Cover des Buches Das Modell des Konsequenten Humanismus (ISBN: 9783907625781)
  10. Cover des Buches Elegische Gedichte (ISBN: 9783150181317)
    Joachim Lilienweiss

    Elegische Gedichte

     (2)
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