Bücher mit dem Tag "horror"
1.827 Bücher
- Stephen King
Es
(2.390)Aktuelle Rezension von: RadagastEin Klassiker der bis heute nicht an Glanz verloren hat.
Der Horror beginnt damit das Gegenden von Maine berüchtigt sind "unheimlich" zu sein. Das ein Clown sein Unwesen treibt, ohne diesen je gefasst zu haben. Doch nicht nur als Clown kommt er in Erscheinung, sondern auch in anderer Gestallt. Beim Lesen entwickelt sich zeitweise eine angenehme Gänsehaut. Man möchte weiter lesen, die Neugier weiß das es zu Situationen kommt die einen in Mark und Bein erschüttern wird. Ja, man weiß das einen die Angst packt.
Mit knapp über 1500 Seiten rauschte ich nicht über diesen Roman hinweg, wobei die Geschichte es erlaubt hätte diese zügig durch zu lesen. Es waren die Storys dazwischen die in mich zum inne halten brachten. Es waren genau diese psychologischen Grausamkeiten die mich zum Nachdenken anregten. Ja, zeitweise war es etwas langatmig. Wo ich mir dachte: "Junge, bring es auf den Punkt." Und geschickt spießt Stephen die Handlung der Geschichte wieder auf die Nadel und ich dachte mir beim lesen: "Verdammt. Er hat es wieder getan." Er hat es abermals geschafft mich zu faszinieren und zu schockieren.Was soll ich sagen? Wenn es einen Autor gibt der mich nach 34 Jahren Hobby - Lesen immer noch so grausam abholen kann, dann ist es Stephen.
- Justin Cronin
Der Übergang
(1.270)Aktuelle Rezension von: koechlWas soll ich über ein Buch schreiben, das nicht beschreibbar ist? Das völlig aus meiner Lesenorm fällt? Wenn ich darüber nachdenke, kann ich es überhaupt einen Genre zuordnen. Vampirroman? Nein, ganz und gar nicht. Besonders in der heutigen Welt, in der Vampire gleichgesetzt werden mit glitzernden Womanizern. Dystopie? Ich bitte euch, Justin Cronins Buch lässt sich auch nicht mit Panem auf eine Ebene stellen. Am ehesten passt wohl der Begriff „Endzeit-Roman“ zum Buch. Aber „Der Übergang“ ist viel mehr, ganz anders, erschreckend, grausam, und gleichzeitig so lehrreich, denn er hat mir so viel über die Kunst verraten, berührende Geschichten zu erzählen und gleichzeitig jegliches Klischee zu umgehen.
Amy ist sechs Jahre alt, als sie von ihrer Mutter in einem Nonnenstift zurückgelassen wird. Sie ist ein merkwürdiges Mädchen, das ein merkwürdiges Leben geführt hat: Von ihrer Mutter, durch das das soziale Netz der Gesellschaft gefallen wie ein Ohrring durch den Abfluss, geliebt, niemals eine Schule oder eine andere derartige Einrichtung besucht, ist sie still, aufmerksam und ernst wie ein viel älteres Wesen. Gleichzeitig forscht eine Regierungsorganisation an einem Virus, der nur schwer kontrollierbar ist. Zwei FBI-Agents schaffen Probanden heran. Es geschieht nicht zufällig, dass sich die beiden Wege kreuzen, die beiden Schicksale verschlingen wie zwei sich verzwirbelnde Taue.
Ich habe sein Können, das Herzblut und die Liebe, die Cronin in den Text gelegt hat, auf jeder Seite gespürt. Natürlich, es war anders als Normal, abseits jeglicher Norm. Große Erzählkonstrukte mit ein paar eingestreuten wörtlichen Reden mögen nicht jedermanns Sache sein. Meine eigentlich auch nicht. Hier jedoch hat mich die Gewalt der Erzählung mitgerissen. Für mich hat sie die Sogwirkung entfaltet - und Achtung - ich bin eigentlich der Typ Leser, der mit süßen fantastischen Helden mitfiebert, nicht mit kleinen Mädchen und einem FBI-Agenten (Wolgast <3) oder mit einer Nonne. Wie erwähnt, das Buch bricht meine Norm richtig gründlich.
Oh Schreck, das Experiment und die Forschungen gehen richtig gründlich schief. Okey, das war jetzt nicht die Offenbarung. Auch dass es eine Welt vor und nach der Katastrophe gibt, konnte ich mir gerade noch so ausrechnen.
Aber - und jetzt kommt der Punkt, der mein Herz geöffnet hat: Die Geschichte zählt mit zu den grausamen, zu den hoffnungslosen, zu jenen, in denen es einige Tode zu beweinen gibt. Eigentlich bin ich so gestrickt, dass ich nach einer gewissen Zeit abstumpfe, wenn zu viel davon auf mich einprasselt. Ich spanne meinen mentalen Regenschirm auf, sehe der Geschichte zu, wie sie an der Membran entlang rinnt, lasse sie aber nicht an mich heran. Allen voran, weil ich enttäuscht vom Autor oder der Autorin bin, es hätte sicherlich eine andere weniger tödliche Lösung gegeben. Bei Cronin fieberte ich nicht mit, ich war an Amys Seite (die übrigens lange keinen POV bekommt, andere erzählen ihre Geschichte), die Herzen öffnet, die Liebe erfährt, die Grausamkeit erträgt und die mit dem Herzen hört. Ich habe miterlebt, wie sie Menschen mit einer abstumpfenden Biografie verändert und zu eigentlich unmöglichen bewegt. Cronin hat einfach eine unnachahmliche Art, seine Geschichte in meinen Kopf zu brennen. Ich hatte auch noch lange nach dem Schließen des Buches die Protagonisten vor Augen und werde sie wohl für lange Zeit in meinem Herzen durch die Welt tragen. Für mich hat Cronin einfach funktioniert. Er hat immer genau das richtige Maß an Hoffnung, Vertrauen und Freundschaft vermittelt, um die Dunkelheit nicht übermächtig werden zu lassen. Und davon existiert reichlich im Buch.
Er ist schwierig, es ist kein Mainstream, jedoch auf eine sehr eigentümliche Art und Weise berührend. - Stephen King
Die Arena
(1.241)Aktuelle Rezension von: Ariane_MontenarhIch kenne bereits die Serie, aber das Buch ist komplett anders und absolut Top. Bei der Serie wird Junior verharmlost und im Buch der totale Verfall.Bei dem Buch geht es darum, dass Menschen aus Chesters Mill eingeschlossen werden von einer unsichtbaren Kuppel. Man merkt es erst, wenn Flugzeuge oder Tiere zerstückelt bzw. gegenfliegen. Es wird versucht das Geheimnis der Kuppel zu lüften. Was aber sehr sichtbar wird, ist der gesellschaftliche Horror . Es wird ein diktatorisches Regime unter Big Jim aufgebaut. Junior und seine Freunde werden Hilfscops und treiben ihr Unwesen. Es bleibt immer spannend
- Sebastian Fitzek
Der Insasse
(1.721)Aktuelle Rezension von: sophia003Was würdest du tun, um die Wahrheit zu erfahren?
Sebastian Fitzek hat mit „Der Insasse“ eine Story geschaffen, die psychologisch unglaublich tief geht. Im Fokus steht ein Vater, dessen Verzweiflung über den Verlust seines Sohnes so greifbar ist, dass man jede Sekunde mit ihm mitfühlt. Die Grundidee – dass er sich an den Ort begibt, an dem der mutmaßliche Täter festsitzt, nur um endlich Gewissheit zu bekommen – ist absolut nervenaufreibend und emotional schwer verdaulich. ⏳💔
Die Spannung wird meisterhaft aufgebaut, während man zusammen mit dem Protagonisten versucht, hinter die Fassade der Wahrheit zu blicken. Und dann kommt dieser typische Fitzek-Moment: Der Plot-Twist am Ende hat mich völlig kalt erwischt!⚡ Damit habe ich absolut nicht gerechnet.
Ein extrem spannendes Buch über die Grenzen der Vaterliebe und ein wahnsinniges Verwirrspiel, das bis zur letzten Seite fesselt. 📖🔥
- H. D. Carlton
Haunting Adeline
(381)Aktuelle Rezension von: Rosi1955Leider finde ich die Geschichte nicht besonders gut.
Eigentlich liebe ich Dark Romance Geschichten, doch hier war ich etwas enttäuscht.
Nicht mal wegen der Geschichte, eher die Handlungen und die Protagonistin. Beides waren nichts für mich.
Band 2 habe ich dann nicht mehr gelesen, dazu kann ich also keine Infos geben.
- Bram Stoker
Dracula
(1.173)Aktuelle Rezension von: HenriLMatosDracula funktioniert auf einer Metaebene, die über Horror hinausgeht. Der Graf ist eine Metapher für jede externe Kraft, die in ein Bewusstsein eindringt und es langsam überschreibt — die Opfer verlieren nicht ihr Leben, sondern zuerst ihre Identität. Was Stoker beschreibt, ist die Auflösung von Grenzen zwischen Selbst und Anderem, die Infiltration von innen heraus. Als Horrorgeschichte ist das Buch ein Klassiker; als Identitätsstudie ist es unterschätzt.
- Sebastian Fitzek
Der Augensammler
(5.408)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchIch habe mich beim Lesen von „Der Augensammler“ wie in einem psychologischen Schleudergang gefühlt, weil dieser Thriller einen von der ersten Seite an komplett verunsichert. Die Idee mit dem perfiden Countdown, bei dem ein Mörder den Vätern genau 45 Stunden Zeit lässt, um ihre Kinder zu finden, hat bei mir einen enormen Puls ausgelöst. Besonders die Figur des Alexander Zorbach hat mich mitgerissen, aber mein heimliches Highlight war definitiv Alina Gregoriev. Ich fand es total faszinierend, wie sie als blinde Physiotherapeutin mit ihren ganz eigenen Sinnen in die Ermittlungen eingreift – das hat der Geschichte eine richtig coole und ungewöhnliche Dynamik gegeben. Was Alina für mich so besonders gemacht hat, war ihre unglaubliche Stärke und die Art, wie sie ihre vermeintliche Schwäche in eine fast schon übernatürliche Beobachtungsgabe verwandelt. Sie ist eben nicht das hilflose Opfer, sondern wird durch ihre Fähigkeit, Dinge zu "sehen", die anderen entgehen, zur unverzichtbaren Partnerin in diesem Albtraum. Es war beeindruckend mitzuerleben, wie sie sich in dieser dunklen Welt behauptet und Zorbach den Spiegel vorhält, während sie gemeinsam versuchen, das Rätsel zu lösen. Was mich aber am meisten erwischt hat, war diese unfassbare Wendung am Schluss. Ich dachte wirklich, ich hätte den Durchblick, aber Fitzek hat mich da komplett kaltgestellt und das ganze Szenario noch einmal völlig auf den Kopf gestellt. Die düstere Atmosphäre und die fast schon körperlich spürbare Panik haben dazu geführt, dass ich die Seiten verschlungen habe, auch wenn die psychologische Brutalität echt an die Nieren geht. Am Ende blieb ich mit einem flauen Gefühl im Magen und tiefer Bewunderung für dieses extrem konstruierte Verwirrspiel zurück, das im Kopf noch lange nachhallt.
- Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
(2.142)Aktuelle Rezension von: Randaleranke📖In "Die Insel der besonderen Kinder" von @ransomriggs geht es um Jacob, dessen Großvater ihm von seinen unglaublichen Entdeckungsreisen, Kindern mit besonderen Fähigkeiten und brutalen Monstern erzählt. Eines Tages wird Jacobs Großvater ermordet und Jacob findet heraus, dass all die Geschichten wahr sind.
❗Dieser Text kann Spoiler enthalten.
✅ Dieses Buch ist etwas für dich, wenn...
- du eine Gruppe Jugendlicher beim Zusammenwachsen und einem lebensverändernden Abenteuer begleiten willst.
- du daran glaubst, dass unter uns besondere Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten und Monster leben.
- du keine Lust auf viele komplizierte Fantasynamen hast, du aber auch nicht ganz darauf verzichten willst.
❌Dieses Buch ist nichts für dich, wenn...
- du mit Tod und Gewalt in Büchern nicht gut umgehen kannst.
- du ein schnelles Erzähltempo bevorzugst.
- Inselsetting und Zeitreisen nicht dein Ding sind.
✨ Eigentlich bin ich kein Fan von entspanntem Erzähltempo, aber in diesem Buch ist mir das fast nicht aufgefallen. Als die Action dann anfing, habe ich lediglich im Nachhinein gedacht, dass ich doch schon einen ganz schön großen Teil des Buches gelesen hatte. Die Geschichte hat mich total gut mit seinen unterschiedlichen Atmosphären gecatched. Teilweise war es gruselig, actionreich, hat mich zum Weinen und auch zum Lachen gebracht, also aus meinen Augen eine wirklich gute Balance gehalten. Oft habe ich Jana auch geschrieben, dass ich mich gerade super wohl mit dem Buch fühle. Auch die Charaktere fand ich wirklich gut und abwechslungsreich, die Welt war toll gestaltet und das Ende hatte einen super fairen Cliffhanger, dafür dass es der erste Teil einer Buchreihe ist. Untermalt wurde die Geschichte noch von, meiner Meinung nach, sehr coolen und passenden alten schwarz-weiß Fotos.
P.S. Das Buch ist der erste Teil einer Buchreihe.
- Sebastian Fitzek
Noah
(2.126)Aktuelle Rezension von: Jaqueline_Ivanovi_Noah war für mich eher durchschnittlich. Die auf realen Fakten basierende Thematik ist interessant und regt zum Nachdenken an. trotzdem hätte ich das Buch vermutlich nicht gelesen. wenn mir das Thema vorher bewusst gewesen wäre Der Schreibstil ist gut und flüssig, aber wirklich interessiert hat es mich leider nicht... Ich habe hauptsächlich weitergelesen, um das Ende zu erfahren.
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.598)Aktuelle Rezension von: Anna_seinsDieses Buch schafft es auf meiner Fitzek-Liste definitiv bis ganz weit hoch. Die Seiten (und die Zeit) fliegen einfach vorbei beim Lesen und es lässt sich nur sehr schwer damit aufhören.
Der Schreibstil ist einfach typisch Fitzek. Alle Puzzleteile liegen vor uns und doch kommt die Auflösung überraschend, wenn auch weniger schockierend als in anderen Werken des Thriller-Meisters.
Den beiden Hauptcharakteren kommt man wie üblich recht nah. Kurze Kapitel, flüssige Sätze und und das hinfiebern auf das Ende der 8N8, machen das Buch zu einem kurzweiligen Leseerlebnis.
Wie so oft - Schade, dass das Buch so schnell vorbei war. Man möchte es fast gleich noch ein zweites Mal lesen, um die versteckten Hinweise und Zusammenhänge direkt beim Lesen zu erkennen.
- Stephen King
Friedhof der Kuscheltiere
(2.009)Aktuelle Rezension von: KeyofbooksHabe das Buch schon Mal als Jugendliche gelesen, das war also ein schöner ReRead. Hat mich daran erinnert, warum ich Stephen King's Werke schon immer faszinierend fand. Die Story zieht sich langsam, man bekommt sehr viel von dem gewöhnlichen amerikanischen Leben der '80- er Jahren mit. Lediglich gegen das Ende fängt das gruselige erst an und steigert sich rasant in die Höhe. Zwar weiß man schon worauf es hinausläuft, trotzdem ist die Spannung gut gehalten. Passt am besten in die Zeit vor Haloween.
- Sebastian Fitzek
Der Heimweg
(1.294)Aktuelle Rezension von: susileseratteSebastian Fitzeks Der Heimweg konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Obwohl die Grundidee — eine nächtliche Begleitung per Telefon, während eine Frau von einem möglichen Mörder verfolgt wird — viel Spannung verspricht, verliert sich die Geschichte schnell in übertriebenen Wendungen und konstruierten Zufällen.
Die Figuren wirken oft wenig glaubwürdig und bleiben oberflächlich. Besonders die Hauptcharaktere handeln mehrfach unlogisch, nur um die Handlung künstlich voranzutreiben. Dadurch fiel es mir schwer, emotional mitzufiebern. Auch der Stil ist stellenweise sehr reißerisch, was die Spannung eher erzwingt, statt sie organisch entstehen zu lassen.
Hinzu kommt, dass die zahlreichen Twists gegen Ende eher verwirrend als überraschend sind. Statt eines stimmigen Gesamtbildes entsteht der Eindruck, dass möglichst viele Schockmomente aneinandergereiht wurden. Für Leserinnen und Leser, die subtilen Nervenkitzel und tief ausgearbeitete Charaktere schätzen, könnte Der Heimweg daher enttäuschend sein.
Insgesamt ist das Buch zwar schnell gelesen, hinterlässt aber wenig nachhaltigen Eindruck. Ich hatte mir mehr psychologische Tiefe und weniger Effekthascherei gewünscht.
- Stephen King
The Stand - Das letzte Gefecht
(847)Aktuelle Rezension von: TorstenNicodemusStephen King begleitet mich seit vielen Jahren. The Stand – Das letzte Gefecht war für mich ein echter Maßstab für gutes Storytelling. Besonders beeindruckt haben mich die vielen Blickwinkel der Figuren und wie sich aus einzelnen Handlungssträngen ein großes Ganzes entwickelt. Für mich zeigt das Buch, wie epische Geschichten trotzdem nah an ihren Charakteren bleiben können.
- Stephen King
Der Anschlag
(755)Aktuelle Rezension von: NikoVoss»Der Anschlag« hat mich vollkommen überzeugt. King schafft es hier, eine enorme Geschichte sauber einzurahmen: Er wirft von Anfang an kleine erzählerische Samen, die er später kunstvoll auflöst. Dadurch wirkt der Plot trotz seiner Länge sehr geschlossen und durchdacht.
Besonders beeindruckt hat mich die starke Metaebene, die sich durch den ganzen Roman zieht. Immer wieder kommuniziert King moralisch unterschwellig, ohne belehrend zu wirken. Eine Szene, die mich berührt hat, ist die mit Mike Coslaw, dem Footballspieler, dem der Protagonist Schauspielunterricht gibt: Hier richtet King einen stillen Appell an alle Lehrkräfte, Talente zu erkennen und zu fördern statt kleinzuhalten – ein schönes Bild vom „rohen Diamanten“.
Generell schwingt eine tiefe Lebenshaltung mit: Alles hat Vor- und Nachteile, jede Veränderung trägt Risiken, und vielleicht ist es gut, dass die Welt so geworden ist, wie sie ist. Diese Nachdenklichkeit gepaart mit Spannung, Historie und Zeitreise-Drama macht »Der Anschlag« für mich zu einem seiner besten Romane.
- Cody McFadyen
Die Blutlinie
(4.587)Aktuelle Rezension von: libraryoflaura𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
In „Die Blutlinie“ geht es um die FBI-Agentin Smoky Barrett, die nach einem schweren persönlichen Schicksalsschlag zurück in den Dienst kehrt.
Ihre beste Freundin wurde grausam ermordet und der Täter, der sich selbst „Jack Junior“ nennt, behauptet, ein direkter Nachfahre von Jack the Ripper zu sein.
Er beginnt ein krankes Spiel mit Smoky, bei dem sie an ihre absoluten Grenzen gehen muss, um ihn und seine „Blutlinie“ zu stoppen.
𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Die Ich-Perspektive: Das hat mir hier richtig gut gefallen, man fühlt sich durch die tiefen Einblicke in Smokys Gedankenwelt, als wäre man mittendrin im Geschehen.
• Der Spannungsaufbau: Es dauerte nicht lange, bis es spannend wurde, denn schon am Anfang wird man direkt in das blutige Geschehen reingerissen. Gänsehaut pur!
• Der Einstieg: Man braucht nicht erst 100 Seiten oder mehr, bis es losgeht, was den Lesefluss extrem steigert.
𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Hier gibt es eigentlich kaum etwas auszusetzen, außer dass man für diesen Thriller definitiv starke Nerven braucht, da er sehr intensiv und stellenweise wirklich brutal ist.
𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:
Muss man gelesen haben!
Ich kann mir vorstellen, dass sich dieses Buch perfekt für eine Leseflaute eignet, da es sofort packend ist.
Eine klare Empfehlung für alle Thriller-Fans, die es gerne etwas härter mögen.
Ich bin gespannt auf die weiteren Bände der Reihe um Smoky Barrett.
- Stephen King
Shining
(1.741)Aktuelle Rezension von: Darcys_LesestuebchenJack Torrance hat ein ziemliches Problem mit seiner Aggression und durch die gerät er an einen Job als Hausmeister in einem abgelegenen Hotel in den Bergen. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er zum Overlook, um sich den Winter über darum zu kümmern. Doch das Overlook hat nicht nur eine berühmt-berüchtigte Geschichte, es dringt auch Tag für Tag mehr in die instabile Psyche von Jack ein und schließlich geht es um Leben und Tod.
Meine Meinung:
Mit manchem Büchern verbindet man besonderes und manche brennen sich einem regelrecht ins Gedächtnis oder zumindest Teile davon. Als ich vor über elf Jahren das erste Mal Shining las, war ich absolut gefesselt und konnte es nicht mehr beseite legen, bis ich damit fertig war. Egal ob auf Arbeit, der Schule oder bei meinem damaligen Freund, der sich irgendwann nicht mehr traute mich anzusprechen, weil ich eh nichts mehr um mich herum mitbekam. Vor allem eine Szene konnte ich niemals vergessen und nun fand ich, dass es Zeit für einen re-read war. Es ist das erste Mal, dass ich auch ein Buch von King erneut gelesen habe und nun weiß ich, warum ich das eigentlich immer vermieden habe. Shining konnte mich vor allem wegen dem Schreibstil wieder sehr fesseln, aber man merkte dem Buch den Zahn der Zeit mehr als deutlich an und manche Dinge fand ich sehr bedenklich; gerade der Umgang mit Frauen, die Gewalt und der Konsum mit Alkohol. Aber dafür ist ein re-read irgendwie auch da und ich finde es immer sehr interessant, wie weit sich meine Meinung von damals mit meiner jetzigen unterscheidet. Ich mochte das Buch dennoch gerne, aber ein Highlight wie damals ist es leider nicht mehr.
Typisch King dauerte es eine sehr lange Zeit, bis man überhaupt ins Overlook reiste und man lernte zunächst Jack und seine Familie kennen, die unter den Stimmungsschwankungen und Agressionen des Vaters litten. Oberflächlich wirkten sie wie eine normale, glückliche Familie, aber durch die Probleme von Jack gab es immer wieder Konfliktsituationen. Durch eine dieser Situationen landen sie im Overlook Hotel, dessen Geschichte voller Skandale und Dramen ist, und wo schließlich alles eskaliert. Ich mochte es gerade wegen der Längen zunächst sehr gerne, weil mich der Schreibstil wieder einmal sehr fesselte. King hat einfach ein Händchen fürs Schreiben und erschuf vor meinem inneren Auge gerade im Overlook eine tolle Szenerie. Ich konnte mir die Heckentiere, die unheimlichen Flure und das besondere Zimmer, vor dem Danny gewarnt wird, so gut vorstellen, dass es echt Spaß machte.
Der langsame Verfall von Jacks Verstand war interessant und stellenweise richtig schön unheimlich, aber irgendwie fesselte es mich nicht mehr wie früher, was vermutlich daran lag, dass ich es noch grob in Erinnerung hatte. Ich meine, es war immer noch packend, aber die großen Wow- Momente waren einfach nicht mehr vorhanden. Dennoch habe ich es sehr gerne gelesen und die Geschichten über das Hotel, seine Leichen, Dramen und Skandale waren ein Highlight für mich, dann verlor ich mich richtig in dem Buch. Allerdings geriet mir das Finale etwas zu langgezogen. Es war zwar durchaus spannend, aber weniger Seiten hätten dem Ganzen durchaus gut getan. Generell gab es immer wieder auch Passagen, die zu sehr ausgeschmückt wurden und dieses Mal störte es mich schon etwas. Genauso die Art, wie über Frauen geredet, bzw, gedacht wurde. Klar, man muss bedenken, dass dieses Buch über 40 Jahre alt ist, aber dennoch fand ich manche Aussagen echt bedenklich und ich sehe es schon kritisch. Damals bemerkte ich das überhaupt nicht, aber nach über elf Jahren fällt es mir umso mehr ins Auge.
Dennoch muss ich auch sagen, dass Wendy eine sehr starke Persönlichkeit war, die gerade zum Ende hin eine Kraft entwickelte, die man zunächst nicht vermutet hätte. Aber auch Danny machte aufgrund seiner Gabe eine Entwicklung durch, die für einen fünfjährigen viel zu schnell voran schritt und manchmal wirkte er auf mich erwachsener als seine Eltern. Eine der Nebenfiguren mochte ich sehr gerne; der Koch war ein toller Mann und die Freundschaft zwischen ihm und Danny war schön. Generell waren die Szenen mit Danny die stärksten im Buch und es gab einige Momentem, wo ich eine fette Gänsehaut im Nacken bekam. Viele andere Figuren tauchten auch nicht mehr auf, wenn man von gewissen Gestalten mal absah und das war ideal, da sich sehr auf die Familie Torrance konzentriert wurde.
Kings Schreibstil ist nicht für jeden etwas, weil er sehr ausschweifen kann. Ich mochte ihn hier sehr gerne und liebte bei einigen Passagen die Detailverliebtheit, bei anderen störte sie mich ein wenig, weil das Geschehen dadurch ins Stocken kam. Dennoch fesselte er mich wieder und trotz gewisser Längen und einem Punkt konnte er mich unterhalten.
Fazit:
Manchmal verändert die Zeit einiges und hier merkte ich es schon stark. Es zog mich nicht mehr in seinen Bann wie früher, aber dennoch habe ich es gerne gelesen. Trotz gewisser Längen war es eine interessante und stellenweise sehr spannende Geschichte, die mich gut unterhielt. Den Umgang/die Gedanken über Frauen finde ich kritisch und es ist auch nicht zeitgemäß, man sollte aber auch bedenken, dass die Geschichte über 40 Jahre alt ist. Das will ich nicht verteidigen, man merkte einfach nur, dass es nicht so gut gealtert ist. Insgesamt mochte ich es aber dennoch, da der Schreibstil mich immer noch begeistern konnte und es gab Momente, die richtig schön unheimlich waren.
4 von 5 Sterne
- Sebastian Fitzek
Der Seelenbrecher
(3.436)Aktuelle Rezension von: Magische_BuchweltMeine Meinung:
In der "Der Seelenbrecher" schickt sich Bestsellerautor Sebastian Fitzek, seine Protagonist*innen auf eine gefährliche Suche, nach einem Gegner der in der Lage ist seine Opfer mit seinen schlimmsten Ängsten zu konfrontieren und sie in diese einzuschließen.
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde.
Die Handlung wird in der Vergangenheit und in der Gegenwart erzählt. So können wir die Ereignisse immer wieder aus verschiedenen Perspektiven betrachten.
Das Sitting in der Isolierten Klinik, fängt die beklemmende Atmosphäre perfekt ein.
Die Protagonisten sind undurchsichtig und facettenreich, ich habe jede /m von ihnen zu getraut der Seelenbrecher zu sein. Und konnte ihre Ängste nachvollziehen.
Sebastian Fitzek spielt hier gekonnt mit Mißtrauen und dunklen Geheimnissen. Die vielen Plottwistst, Rätsel und emotionale Abgründe sorgen für packende Spannung. So baut sich ein dramatischer mitreißende Sog auf, dem ich mich nicht entziehen konnte und wollte.
Die Spannung, wird durch die vielen Plottwistst immer weiter bis atemlosen Showdown gesteigert.
Die Auflösung hat mich sprachlos zurückgelassen.
Ein Nervenaufreibender bis ins kleinste Detail durchdachter Pagturner. Ein absolutes #Mustread für alle Thrillers. - Cody McFadyen
Der Todeskünstler
(2.131)Aktuelle Rezension von: TabgDer Roman thematisiert die Manipulation von Menschen durch das Konzept absoluter Liebe. Der Todeskünstler nutzt dieses Gefühl gezielt, um seine Opfer zu kontrollieren, was einen zentralen Aspekt der Handlung darstellt. Sowohl für die Hauptfigur Smokey Barrett als auch für mich als Leserin bleibt der Täter lange Zeit rätselhaft.
Die Handlung ist durchgehend spannend, gleichzeitig aber auch von verstörenden und grausamen Elementen geprägt. Mehrfach entsteht der Eindruck, dass die Gewaltspirale kaum noch zu steigern ist. Das Ende des Buches ist emotional eindringlich und hinterlässt einen nachhaltigen, bedrückenden Eindruck.
- Stephen King
Sleeping Beauties
(270)Aktuelle Rezension von: koechlWas würde wohl passieren, wenn plötzlich alle Frauen und Mädchen der Welt in einen tiefen Schlaf versinken, sich in Kokons verpuppen und die Männer, etwas auf sich allein gestellt, zurück lässt?
Stephen und Owen King haben mit diesem Roman, eine wahrlich gelungene und leider auch sehr leicht zu glaubende Situation beschrieben, die einem selbst nach Abschluss des Buches, noch für längere Zeit begleiten wird. Der Geschlechterkampf Mann gegen Frau ist überall present, doch im Vergleich zur Realität, kann man bei Sleeping Beauties ruhig und entspannt, beide Blickwinkel in Augenschein nehmen und sich so, Seite für Seite eine Meinung bilden. Doch selbst dann sollte man stets bedenken, was man selbst falsch oder richtig findet, kann fürs Gegenüber genau das Gegenteil sein. Aber trotzdem ist das Gute oder das Böse weder männlich noch weiblich, sondern schlicht _menschlich_
Zum Schluss möchte ich noch mein liebstes Zitat, aus diesem Buch, mit euch teilen:
"Sag nicht Pussy, wenn du damit was meinst, was schwach ist. Wenn deine Mutter dir das nicht beigebracht hat, hätte sie's tun sollen." - Dmitry Glukhovsky
Metro 2033
(667)Aktuelle Rezension von: InBetweenDie vermittelte Atmosphäre in diesem Roman ist beeindruckend. Das Szenario, postapokalyptisch, ist generell schon düster. Jedoch die Beschreibung des Lebens unter der Erde, in der Metro Moskaus, ist einfach bedrückend. Die Bedrückung ist beim Lesen fast spürbar. Die Storyline ist super spannend und abwechslungsreich, da an jeder Metrostation ein eigener Kosmos herrscht. Es gibt kaum Verschnaufpausen. Jedenfalls hat mich die Lektüre an einigen Stellen auch durch kleinere und mittlere moralische und philosophische Einwürfe zum Nachdenken angeregt. Das mochte ich sehr. Nicht einfach nur stumpfes Geballer und Action, Action, sondern eben auch Tiefgründiges.
- BROM
Der Kinderdieb
(634)Aktuelle Rezension von: PegasuffDer Kinderdieb hat mich sofort gepackt, weil Brom die bekannte Geschichte von Peter Pan in ein düsteres, brutales und zugleich faszinierendes Märchen für Erwachsene verwandelt. Die bekannten Elemente sind noch da, aber in einer Welt, die schonungsloser und gefährlicher ist. Da stehen Moral und Überleben oft im Konflikt. Die bildgewaltige Sprache und die intensiven Illustrationen verstärken die unheimliche Atmosphäre, und die Charaktere wirken komplexer und vielschichtiger als in anderen Versionen. Ein echt fesselndes Buch für alle, die klassische Geschichten gern mal aus einer finsteren Perspektive neu entdecken wollen.
Ich werde mir wohl auch die anderen Bücher des Autors mal anschauen.
- Stephen King
Doctor Sleep
(581)Aktuelle Rezension von: KeyofbooksIn diesem Roman erfährt man endlich, wie es dem kleinen Jungen nach der Katastrophe im Hotel Overlook ergangen ist. Und leider hat er den Schicksal seines Vaters wiederholt. Aber im Vergleich zu Jack, waren in Dan's Nähe Menschen, die ihm geholfen haben. Nun kommt er endlich mit seinem Shining klar und kann es sogar zur Gute nutzen. Ein toller Abschluss für die Geschichte von Overlook.
- Cody McFadyen
Das Böse in uns/Ausgelöscht
(2.011)Aktuelle Rezension von: manomanIn dem Buch "Das Böse in uns" ("Ausgelöscht" habe ich nicht gelesen) wird eine transsexuelle Frau und Tochter eines hochrangigen Politikers während eines Fluges getötet, ohne dass es ein Besatzungsmitglied oder ein anderer Fluggast mitbekommt. Obwohl außerhalb ihres Ermittlungsgebiets, wird die FBI-Agentin Smokey Barret mit der Klärung des Sachverhaltes betraut. Gemeinsam mit ihrem Team versucht sie den Mord aufzuklären und kommt letztendlich auf die Spur eines religiös-fanatischen Serienkillers, der Sünder in seinen Augen erlöst, nachdem sie gebeichtet haben und Reue zeigen.
Hier meine Kritikpunkte:
1. Sprache: Die Sprache und die Gedanken der Personen sind teilweise sehr vulgär.
Ein Beispiel: "Manchmal, Vater, will ich einfach nur ficken, wissen Sie? Nicht Liebe oder Zärtlichkeit oder irgendwas in dieser Art. Ich will einen Schwanz im Mund und in meiner Fotze, am besten, nachdem ich mir so viel Koks reingezogen und so viel Alkohol gesoffen habe, wie ich in die Finger kriegen kann.[...] Ich will gevögelt werden, bis mir der Schädel platzt." (S.106-107).
Auch innerhalb des Ermittlungsteams um Smokey Barrett wird beispielsweise um Themen wie Sex unter Benutzung von obszönen Begriffe kein Bogen gemacht und mir hat es sprachlich an Professionalität gemangelt. Insgesamt spielt Sex eine zu große Rolle in dem Buch.
2. Brutalität: Zugegeben, es handelt sich um einen Thriller und da gehört nunmal Mord und Totschlag dazu, aber mir war die endlose Aneinanderreihung an Brutalität zu viel. Das fing schon bei Smokeys heftiger Vergangenheit an und erreicht seinen Höhepunkt, als Videos von den ermordeten Sündern auftauchen, die dem Prediger vor ihrer Ermordung beichten müssen. Es handelt sich um die explizite Schilderung von brutalstem Mobbing und ähnlichem, was auch für erfahrene Thriller-Leser wirklich schwer auszuhalten ist.
3. Spannung: Schon relativ am Anfang habe ich eine Theorie zum Mörder und zur Vorgehensweise entwickelt und dann habe ich hunderte Seiten lang weitergelesen, um herauszufinden, ob ich damit richtig liege. Auf diesen vielen Seiten ist leider nichts passiert, was meine Theorie infrage gestellt hätte. Stattdessen ist die Handlung vor sich hin geplätschert, es folgten viele Seiten Personenbeschreibungen, etliche Rückblicke in die Vergangenheit der Hauptprotagonistin, viele Berichterstattungen an die Vorgesetzten oder an Angehörige, dazwischen viel Sex, Sex, Sex und zwischendurch immer wieder Religion. Außerdem fand ich es merkwürdig, dass der Priester Yates ja durchaus zum Kreis der Verdächtigen gehört, aber Smokey ihm direkt ihr Vertrauen schenkt und ihm sogar ihr tiefstes Geheimnis erzählt, bevor der Fall geklärt wurde. Im Beichtstuhl kommt ihr dann die Erkenntnis einer Wanze, wow, da hätte die Super-Ermittlerin auch früher drauf kommen können.
Achtung, Spoiler-Alarm!
4. Schluss: Am Ende gerät Kirby in die Fänge der Kriminellen. Hier wurde anscheinend der Versuch unternommen, im Schlussteil nochmal ein Feuerwerk der Spannung zu zünden. Ich fand es allerdings erstens nicht nachvollziehbar, woher die Ermittler überhaupt wussten, wo sich die Täter aufhalten, zweitens woher es Kirby wusste, drittens, warum überhaupt und in welcher Geschwindigkeit Kirby dorthin gekommen ist, viertens, wie cool Kirby bei der Folter geblieben ist und fünftes, warum plötzlich eine Live-Übertragung der Folter viral geht. Insgesamt war mir dieser Schluss nicht realistisch genug. Abgesehen davon ist der Klappentext falsch, denn dort steht, dass Smokey auf der Liste der Killer steht, das stimmt aber überhaupt nicht.
Davon abgesehen fand ich es nicht nachvollziehbar, warum sich die Mörder nicht selbst der Polizei gestellt haben. Anscheinend wollten sie ja gefasst werden, warum dann dieser Umweg mit einem Fingerabdruck am Kelch, der dort anscheinend absichtlich platziert wurde? Und warum wussten die Zwillinge überhaupt, dass ihnen die Polizei auf die Schliche gekommen ist und zeigen sich ihnen dann in ihrer Videobotschaft? Es sind für mich auf jeden Fall noch Fragen offen geblieben. Der ein oder andere Twist zur Aufklärung hätte hier noch einen Pluspunkt geben können, aber leider Fehlanzeige. Das einzige, was ich wirklich witzig fand, war der Titel des letzten Kapitels: "Die Sünden der Kirby Mitchell" mit der letzten Schlusssszene.
Nun hadere ich schon die ganze Zeit, wie viel Sterne ich für dieses Buch vergeben soll und entscheide mich jetzt für 2. Insgesamt ist mir das Werk zu brutal und zu obszön, andererseits ist es trotzdem ein Stück weit authentisch. Es gibt unfassbar böse Menschen, die die Schilderungen aus dem Buch tatsächlich durchführen, und es gibt sexbessesene Menschen, die genauso wie beschrieben sprechen. Außerdem habe ich durchaus schon schlechtere Bücher gelesen. Deswegen finde ich nur 1 Stern unangemessen. Nichtsdestotrotz ist es einfach nicht mein Geschmack.
- Stephen King
Carrie
(1.560)Aktuelle Rezension von: Lunacat.
4,75 Sterne für dieses alte Meisterwerk ♥︎
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Das war mein zweiter King und ich wollte unbedingt sein Debüt lesen - dieses Buch ist doch tatsächlich von 1974! - und wurde nicht enttäuscht! Ich habe vor, jetzt alles nach ET zu lesen!!
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Die Geschichte umfasst knapp 300 Seiten und hat mich wirklich ab Seite 50 total in den Bann gezogen. Ich wollte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es so enorm spannend war! Die Handlung war perfekt durchdacht, ich hab enorm mitgefiebert und die Spannung war groß!
Was wird passieren? Wie endet es? Was ist überhaupt schon passiert? Ich bin durch die Geschichte geflogen!
Die vielen verschiedenen Arten von Texten im Buch waren toll eingebaut und haben mich total begeistert!
Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen!
Ich konnte sogar enorm mit Carrie mitfühlen und zwischendrin wollte ich einfach nur, dass es eine Liebesgeschichte wird... (if you know, you know :-()
Und ich war dauernd nur so "Nein, bitte nicht, nein, oh Gott, nein". Mich hat das Buch total gecatcht und ich hab es gleich als erstes Buch des Jahres weggesuchtet!
"Natürlich hab ich hier nicht die Tiefe wie in einer Romantasy" - falsch gedacht. Ja, nicht in dem Ausmaß, doch die Geschichte hat mich auch mit ihrer Tiefgründigkeit überzeugt!
Die Charaktere waren sehr spannend gestaltet und konnten mich total überzeugen! So untypisch, so "anders" und doch einfach "normale Menschen", aber richtig gut geschrieben!
Als jemand, der die Geschichte rund um Carrie noch gar nicht kannte, hat mich das Buch total geschockt!
Den Schreibstil fand ich auch toll!!! Anfangs musste ich mich kurz zurechtfinden, aber dann war ich einfach nur begeistert!
Ich MUSS mehr von King lesen!
(Ja, im Werk sind Begriffe, die heutzutage nicht okay sind, aber es im Nachhinein zu ändern, wäre auch falsch, auch wenn ich mir hierzu noch eine Bemerkung gewünscht hätte)
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Fazit:
Ein Banger zum Jahresbeginn!























