Bücher mit dem Tag "hospiz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hospiz" gekennzeichnet haben.

66 Bücher

  1. Cover des Buches Obsidian 2: Onyx. Schattenschimmer (ISBN: 9783551583321)
    Jennifer L. Armentrout

    Obsidian 2: Onyx. Schattenschimmer

     (3.733)
    Aktuelle Rezension von: lionanastia

    Seit Daemon Katy geheilt hat, verbindet die beiden etwas für immer aneinander. Doch Katy ist der Überzeugung, dies mache überhaupt keinen Unterschied, sie versucht sich mit aller Macht dagegen zu wehren. Daemon jedoch ist fest entschlossen Katy für sich zu gewinnen, auch wenn die beiden Nachbarn eigentlich andere Dinge im Kopf haben sollten. Katy lernt einen Neuankömmling in dem winzigen Dorf kennen. Er heißt Blake und die Beiden verstehen sich sofort perfekt. Doch auch er hat seine Geheimnisse und bringt eine ganz andere Gefahr mit sich. Was spielt ein zwielichtiges Verteidigungsministerium hierbei eine Rolle? Und was hat es mit Daemons und Dees verstorbenen Bruder auf sich? Wie viel dieser Geschichten, die man sich erzählt, ist wahr? Katy weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Und wie lange wird sie Daemons unwiderstehlichen Charme widerstehen können? All das und noch mehr erfahrt ihr in Onyx, Schattenschimmer. Begleite Katy auf ein ganz neues Abendteuer.

    Das Cover ist wieder einmal unwiderstehlich. Es schreit förmlich nach Aufmerksamkeit, auch wenn es nicht viel mehr schlicht als beim ersten Band gestaltet ist. Auch dieses Mal isst das Farbschema schwarz-grau und ein Roségold. Diesmal rennt die Silhouette einer Frau alleine über die Wiese. Das Cover gibt etwas düsteres ab. Ein kleiner Vorgeschmack auf den Buchinhalt. ´

    Der Schreibstyl der Autorin hat sich zum ersten Band nicht geändert. Flüssig, übersichtlich und leicht zu lesen. In diesem Buch wird sehr viel erklärt und es steht wiedereinmal ein großes Abenteuer an. Pure Spannung zieht sich durch das ganze Buch, das muss man erst einmal hinkriegen!

    Die Idee ist wieder einmal top. Ich meine wer, außer Jennifer L. Armentrout, kommt auf so geniale Ideen. Ihre Buchreihe gehört mittlerweile echt zu meinen Lieblingsbüchern!

    Die Charaktere sind sorgfältig auserarbeitet und in jeder Person sieht man das individuelle. Verschiedene Personen mit den verschiedensten Charaktereigenschaften machen die Story vielfältiger und interessanter. Die Autorin haucht den Menschen die perfekte Glaubwürdigkeit ein und man fiebert während der ganzen Geschichte mit der Protagonistin mit. 

    Ja, das Buch würde ich weiterempfehlen, definitiv. Diese Geschichte ist ein MUSS für jeden Fantasy-Liebhaber und gehört in jedes Bücherregal eines Lesers, meiner Meinung nach. AHHHH, und jetzt freue ich mich auf Band 3.  

  2. Cover des Buches Paper Princess (ISBN: 9783492060714)
    Erin Watt

    Paper Princess

     (2.072)
    Aktuelle Rezension von: geBUCHt

    Ella hat ihre Mutter verloren und muss nun für sich selbst sorgen. Überraschend taucht der reiche Callum Royal auf und bietet ihr ein neues Zuhause. Nur passt das seinen fünf Söhnen ganz und gar nicht und das bekommt Ella auch zu spüren. Vor allem Reed ist ihr gegenüber ablehnend. Doch nicht nur negative Spannungen herrschen zwischen den beiden. 

    Hätte ich Zeit gehabt, hätte ich das ganze Buch in einem Rutsch durchgelesen. Der einfache Schreibstil und die stets spannende Handlung lässt einen regelrecht durch die Seiten fliegen. Ich mag es sehr, wenn es in Büchern viel Gezanke und Machtkämpfe gibt und nicht alles so unschuldig verläuft. Hier kam ich definitiv auf meine Kosten. Dennoch hat mich das ganze Drama nicht angestrengt, es hielt ein passendes Maß. 

    Ella ist eine wahre Kämpferin und ist dazu auch noch schlagfertig. Sie verlässt sich nicht auf andere und nimmt Sachen selbst in die Hand, obwohl sie erst 17 Jahre alt ist. Gleichzeitig verhält sie sich manchmal unsicher, sodass es nicht unrealistisch wirkt. 

    Reed ist sehr impulsiv, herrisch und benimmt sich stellenweise herablassend. Ich muss zugeben, dass ich seinen Bruder Easton viel sympathischer fand. Besonders wie die freundschaftliche Beziehung zwischen Easton und Ella sich entwickelt. Die drei weiteren Brüder fand ich etwas blass, was sich bestimmt in den Folgebänden noch ändert. Callum erschien mir traurig und missverstanden, aber auch schwach. Ich frage mich wirklich, welche Geheimnisse der Familie noch aufgedeckt werden. 

    Ich bin froh, dass ich den zweiten Band gleich da habe und sogleich weiterlesen kann, denn der Cliffhanger am Ende hat es in sich. Die Geschichte hat mich alles in allem gut unterhalten, wobei ich sie aber auch nicht als außergewöhnlich beschreiben würde. 

  3. Cover des Buches Die letzten Tage von Rabbit Hayes (ISBN: 9783499269226)
    Anna McPartlin

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

     (1.160)
    Aktuelle Rezension von: tsukitia16

    ~~~

    Titel: Die letzten Tage von Rabbit Hayes (Einzelband)

    Autorin: Anna McPartlin

    Genre: trauriger Roman, Jugendbuch

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

    Erschienen: 2015

    Seitenanzahl: 458

    Englische Originalausgabe: The Last Days of Rabbit Hayes

    Originalverlag: Transworld Publishers/The Random House Group

    Übersetzung: Sabine Längsfeld

    ~~~

    ***Triggerwarnung!***

    Dieses Buch ist nicht geeignet für Trauernde oder die die beim Thema: Tod allgemein getriggert werden.

    Inhaltsangabe:

    Rabbit Hayes hat Brustkrebs und nur noch wenige Tage zu leben. Dabei muss sie viele trauernde Hinterbliebene verlassen und Abschied nehmen. Die letzten Tage verbringt sie mit ihren geliebten Menschen und ihren gedanklichen Zeitreisen in die Vergangenheit, als die Welt noch in Ordnung war. Es geht in diesem Buch, um die Bewältigung und um den Umgang mit Trauer und Tod. Wir begegnen der quirligen und sympathischen Familie Hayes. Denn nicht nur Rabbit steht im Fokus des Geschehens, auch die einzelnen Familienmitglieder haben ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen.

    In diesem Buch verarbeitet Anna McPartlin ihre eigene Vergangenheit, in der sie schon sehr früh mit dem Tod konfrontiert wurde.

    Zur Autorin:

    Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte sie ziemlich unwillig Marketing, doch blieb sie dabei ihrer wahren Liebe, der Stand-Up-Comedy, und dem Schreiben treu. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Ehemann Donal in Dublin. Ihr Debüt „Weil du bei mir bist“ konnte bereits begeistern, aber mit „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ ist ihr der eigentliche Durchbruch in die Bücherbranche gelungen.

    Meine Meinung:

    Den Titel finde ich ganz ok. Nicht miserabel, aber auch nicht wirklich herausragend. Hätte das Buch nicht so einen Hype gehabt damals, dann wäre ich sicher nicht auf das Buch aufmerksam geworden. Wenn es da nicht ein Problem gäbe: der Titel spoilert einfach. Es hätte der Geschichte wahrscheinlich sehr weitergeholfen, wenn man noch nicht schon vorher weiß, dass Rabbit sterben wird. Dann hofft man ja doch noch, irgendwie, dass sie doch überlebt, und es würde einen dann doch am Ende mehr mitreißen, wenn sie es doch nicht schafft. Der Titel ist daher echt ein großes Problem (der englische Original-Titel: "The Last Days of Rabbit Hayes" ändert an dieser Tatsache übrigens nichts). Das Cover ist finde ich wirklich grausig. Weder passt es zur traurigen Geschichte, noch ist es ansehnlich. Wer ist bitte auf diese Idee gekommen? Und leider führt die Autorin genau diesen Stil bei allen anderen Bücher weiter fort. Einfach nur schrecklich. Random irgendwelche random Blumen/Blüten auf schwarzen Untergrund geklatscht. Der dunkle Untergrund mit den Blumen passt auch nicht zusammen und wirkt absolut unharmonisch. Dann gehen der Titel und der Name der Autorin komplett unter. Es passt einfach nichts zusammen und ist absolut unpassend für den Inhalt des Buches gewählt. Es sieht aus wie ein Kinderbuch und doch irgendwie auch nicht. Gefällt mir überhaupt nicht. Aber viel wichtiger ist ja der Inhalt und nicht unbedingt das Cover. Aber leider geht es erstmal nicht unbedingt positiv weiter. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, aber leider zu einfach. Sie beschreibt die Handlungen und die Gespräche der Figuren, aber die Gefühle der Personen konnte die Autorin mir nicht vermitteln. Die tiefe Trauer der Charaktere ist bei mir nicht angekommen, man konnte es nur daran erkennen, dass sie halt ständig weinen, aber sie konnte mich nicht wirklich von ihrem Schreibstil überzeugen. Es war mir alles irgendwie zu flach und lieblos geschrieben. Bei so einer Art Buch finde ich das nur leider sehr schwierig. Es muss einem im Herzen wehtun, aber das tat es bei mir nicht (außer ganz zum Schluss – das hatte aber nichts mit den gewählten Wörtern der Autorin zu tun). Die Idee ist nicht wirklich außergewöhnlich, aber es ist ein solides Konzept aus dem man durchaus viel herausholen kann. Die Umsetzung der Idee hat mir ganz gut gefallen, was hauptsächlich an den Charakteren lag. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin scheinbar tatsächliche Recherche für das Buch betrieben hatte. Viel kann ich aber zur Umsetzung der Idee nicht sagen, da die Geschichte sehr von den Charakteren und den gedanklichen Zeitsprüngen von Rabbit lebt bzw. auch abhängig ist. Daher komme ich gleich zu den Charakteren. Sie sind sehr vielseitig und bringen wirklich Leben in die Geschichte. Man hätte meiner Meinung nach auf Jack und Marjorie verzichten können und die Betonung auf Rabbit, Johnny, Juliet und Davey legen sollen. Ich persönlich mag es aus der Sicht von vielen Charakteren zu lesen, allerdings ging die tragische Geschichte um Rabbit ziemlich unter durch die vielen Charaktere und deren ausführlichen persönlichen Lebensgeschichten. Am abartigsten fand ich tatsächlich Jack (den Vater von Rabbit). Richtig ekliger Typ! Molly (Mutter von Rabbit) rennt und macht und der macht nix, kriegt nichts gebacken, aber als Molly einfach nicht mehr kann, macht, schläft nicht, isst nicht und als sie einfach nicht mehr kann (verständlicherweise), hat der nix Besseres zu tun als sie ernsthaft deswegen blöd anzumachen (sie solle ja gefälligst weiterkämpfen und nicht schlapp machen). Mach du doch was, Jack. Du ziehst dich nur zurück, besuchst deine sterbende Tochter kaum im Hospiz und heulst und jammerst nur rum. So ein Trottel, wirklich! Spannung gibt es im Buch leider nur stellenweise mal. Die Sache mit Johnny und alles zu Juliet hat mich sehr interessiert, aber der Rest plätscherte irgendwie nur so vor sich her. So richtig konnte mich das Buch nicht mitreißen. Weder emotional; noch das ich fieberhaft Seite um Seite umgeschlagen habe, um zu erfahren, wie es weitergeht. Das Buch bot leider kaum Spannung. Es war, irgendwie, einfach so … naja; eher langweilig. Das Ende hat mir endlich mal ein paar Emotionen entlocken können. Aber halt nur die letzten acht Seiten.  Die Anspielung auf der letzten Seite hat mir endgültig den Rest gegeben (also in diesem Fall positiv gemeint, aber natürlich habe ich geweint; also schön-traurig sozusagen). Daher fand ich das Ende mitunter am besten.

    Leider konnte das Buch, in meinen Augen, dem Hype nicht gerecht werden. Es war oft eher langweilig, zu banal, zu lieblos geschrieben. Emotionen konnte die Autorin mir nicht bis kaum entlocken (außer zum Schluss, das war richtig gut und hat mich wirklich berühren können). Die Charaktere handeln und sprechen, aber von der tiefen Trauer bzw. dessen Emotionen konnte ich nichts wahrnehmen. Da konnte der Schreibstil nicht überzeugen. Die Charaktere fand ich dafür sehr gut. Interessant und vielseitig und haben richtig pepp in die Geschichte bringen können. Vielleicht sollte die Autorin lieber Familiengeschichten o.ä. schreiben und keine traurigen Romane, das liegt ihr nicht. Spannend fand ich das Buch leider auch nicht. Es tröpfelte so vor sich hin. Mitgefiebert habe ich kaum. Ein paar interessante spannendende Aspekte gab es, aber eben nicht besonders viele. Die Coverdesignerin sollte gefeuert werden.

    Und ich vergebe wie immer Schulnoten in den einzelnen Kategorien:

    ~Cover: 6

    ~Titel: 4-

    ~Schreibstil: 4

    ~Idee: 3-

    ~Umsetzung: 3+

    ~Spannung: 5

    ~Charaktere: 2

    ~Ende: 1

    ~Trauerfaktor: 4-

     

  4. Cover des Buches Love to share – Liebe ist die halbe Miete (ISBN: 9783453360358)
    Beth O'Leary

    Love to share – Liebe ist die halbe Miete

     (613)
    Aktuelle Rezension von: Caram

    "Love to share" hat jetzt schon ein wenig in meinem Regal auf mich gewartet und jetzt habe ich es endlich gelesen. Es geht dabei um Tiffy und Leon, aus deren Perspektiven abwechselnd geschrieben wird. Beide kämpfen mit persönlichen Problemen: Leon mit dem tragischen Schicksal seines Bruders und Tiffy mit ihrem Exfreund und den Spuren, die die Beziehung zu ihm hinterlassen hat. Allerdings haben beide Geldprobleme, weshalb sie kurzerhand in eine WG zusammenziehen, dort jedoch zu unterschiedlichen Zeiten leben.

    Das Buch ist gut geschrieben und angenehm zu lesen. Tiffys Sicht gefiel mir ein winziges bisschen besser, aber nur, weil ich mit dem Schreibstil aus Leons Perspektive nicht so recht warm geworden bin. Hier wird öfter das "ich" weggelassen, um so seine Kurzsilbigkeit zu zeigen. 

    Generell hab ich ein wenig gebraucht, um in die Geschichte zu kommen. Sie beginnt sehr ruhig und es vergeht auch eine ganze Weile, ehe Tiffy und Leon einander in realen Leben begegnen. Andererseits musste ich immer wieder lachen, weil es einige lustige, kuriose Szenen gibt. Und ich fand die Darstellung der einzelnen Charaktere, insbesondere Leon, sehr gut gelungen. Der Autorin ist es hier sehr gut gelungen, einen verschlossen, eher introvertierten Menschen mit seinen Unsicherheiten darzustellen. Aber auch die anderen Charaktere und deren Geschichten wurden feinfühlig beschrieben. 

    Fazit: Eine lesenswerte Geschichte, in der neben der Liebe auch andere, wichtige Themen ihren Platz finden.

  5. Cover des Buches Der Augensammler (ISBN: 9783426503751)
    Sebastian Fitzek

    Der Augensammler

     (5.244)
    Aktuelle Rezension von: nellis-library-x3

    Das Buch war okay! Es hatte seine Dramatik- & Spannungsmomente. Toll fand ich dieses Spiel mit dem Leser durch die umgekehrten Seitenzahlen. Es gab auch ein, zwei Punkte die ich wirklich überraschend fand & so nicht habe kommen sehen. Allerdings gab es dann auch wieder Kapitel oder Dialoge die für mich nicht stimmig waren & das Ganze nur gezogen haben. Durch die eine Figur wirkte es auf mich auch einfach etwas abstrus & ihr Bedeutung wurde für mich auch nicht zu Ende erzählt.

    Mein Fazit ist: ich habe schon bessere Bücher von ihm gelesen, aber auch wirklich schlechtere. Von mit gibt es 3/5 Sterne.

  6. Cover des Buches Ein ganzes halbes Jahr (ISBN: 9783499266720)
    Jojo Moyes

    Ein ganzes halbes Jahr

     (11.675)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Ein ganzes halbes Jahr
    von Jojo Moyes

    Das Buch ist sehr flüssig geschrieben worden und man kommt sehr gut in die Geschichte hinein. Persönlich fand ich es teilweise sehr langatmig, hätte etwas verkürzt werden können.

    Die Protagonisten waren alle sehr gut beschrieben worden und man lernte sie im Verlauf des Buches besser kennen.

    Das sich Lou zu einer positiveren Person entwickelt hat, finde ich sehr gut, schade finde ich nur, dass Will seine Meinung nicht geändert hat, obwohl er auch Lou liebt. Sie ist eine starke Frau, ich hätte das nicht geschafft, was sie alles durchgestanden hat.
    Ein sehr gefühlvolles Buch, das mich am Ende auch zum weinen gebracht hat.

  7. Cover des Buches Im Wald (ISBN: 9783548289793)
    Nele Neuhaus

    Im Wald

     (578)
    Aktuelle Rezension von: LissiB

    "Im Wald" war tatsächlich der erste Taunus-Krimi, den ich gelesen habe. Zuvor war ich hauptsächlich im Fantasy-Bereich "zuhause". Mein Mann hatte mir den Krimi von Nele Neuhaus vor unserem Urlaub aus dem Supermarkt-Regal zur Neuerscheinung mitgebracht und ich dachte "ach komm, gibst du dem Genre ne Chance", auch wenn ich zuvor immer befürchtete, dass ich beim Lesen von Krimis nachts kein Auge mehr zumachen könnte. 

    Nach anfänglichen "Schwierigkeiten", in den auf mich nüchtern wirkenden Schreibstil reinzukommen, bin ich immer tiefer in die Irrungen und Wirrungen dieses Falles vorgedrungen. Nachdem ich inzwischen die Taunus-Krimis der Reihenfolge nach fast alle gelesen habe, muss ich sagen: Es ist zwar Nele Neuhaus Stil, zig Charaktere in eine Story zu packen, aber bei "im Wald" ist es mir besonders schwer gefallen, die Personen alle einordnen zu können. Durch den Rückblick in die Vergangenheit kamen immer mehr Personen hinzu und ich habe es irgendwann aufgegeben, sie alle noch zuordnen zu wollen. Vor allem am Ende, als sich die Ereignisse überschlugen, kam ich nicht mehr ganz mit. Im Vergleich zu den anderen Taunus-Krimis fand ich diesen hier in der Mitte auch etwas langatmig. Die Tatsache, dass auch Privates des Ermittlerteams zur Sprache kommt, fand ich in anderen Krimis passend, hier aber irgendwie zu ausgedehnt. Die Figur "Bodenstein" ging mir in diesem Krimi leider stark "auf den Keks". Ja, es war sein persönlichster Fall, aber irgendwie konnte ich mich nur schwer in den Ermittler hineinversetzen. Dennoch muss ich sagen, dass mich das Buch alles in allem überzeugen konnte und dieser Krimi meine Neugier auf die anderen Taunus-Krimis dennoch wecken konnte, worüber ich sehr froh bin, da mich Nele Neuhaus jetzt tatsächlich so angefixt hat, dass ich heute gerne zu Krimis greife und somit meinen Lese-Horizont erweitert habe. Dafür bin ich "Im Wald" sehr dankbar :)

  8. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

     (1.333)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Wahrscheinlich hätte ich das Buch nicht von allein gewählt, weil ich dachte, ich bin nicht in der stimmung für solch eine Geschichte. Nun hat aber meine Tochter das Buch für mich ausgewählt.

    Eigentlich hat es mir sehr gut gefallen. Harold beginnt seine Reise aus einem Gefühl heraus, absolut ungeplant, ohne jede Vorbereitung. Dann entwickelt er einen so starken Willen, dieses Vorhaben zu Ende zu bringen, der echt bemerkenswert ist. 

    Harold erlebt auf seiner Reise so einiges, sowohl positiv als auch negativ. Er hört vielen einfach nur zu und jede einzelne Begegnung bringt Harold zum Nachdenken. So finden wir immer mehr über Harolds Leben und seine Vergangenheit heraus. Jede einzelne Begegnung ändert sowohl Harold als auch seinen Gegenpart.

    Auch wenn mir Harold nicht immer sympatisch war und ich eigentlich das ganze Buch über nicht richtig warm mit ihm geworden bin, hat dieses Buch eine absolute Sogwirkung entwickelt.

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ist ein außergewöhnliches Buch vom Suchen und Finden, vom Glauben an das Unmögliche getragen.

  9. Cover des Buches Kaschmirgefühl (ISBN: 9783709934562)
    Bernhard Aichner

    Kaschmirgefühl

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Iomarmi

    Ja, er kann auch anders! Bernhard Aichner kennt man. Vor allem kennt man ihn, durch seine blutigen und nervenaufreibenden Thriller. Was uns hier unser Innsbrucker-Lieblingsautor liefert, ist aber eine Liebesgeschichte. Eine etwas andere Liebesgeschichte.

    Zwei Menschen verlieben sich ineinander und wir sind live dabei.

    Worum geht’s? Marie, die ihre Dienste bei einer Sexhotline anbietet, bekommt einen ganz besonderen Anruf. Gottlieb ist der Herr am anderen Ende der Leitung. Aber anders, als die anderen Anrufer, will Gottlieb nur reden. Also wirklich nur reden. Kein Dirty Talk. Von Anfang an entwickelt sich ein intensives Gespräch. Marie und Gottlieb erzählen sich gegenseitig große und kleine Lügen. Wir dürfen mitdenken und mitraten, was nun der Wahrheit entspricht und was nicht.

    AAALSO? (Ich halte mich kurz) Wer sich einen Liebesroman a la Nicholas Sparks wünscht, der wird mit diesem Büchlein nicht zufrieden sein. Was uns Bernhard Aichner hier bietet ist eine (Kurz-)Geschichte in reiner Dialogform mit rasanter Geschwindigkeit. Ein Roman der besonderen Art. Der Leser wird teilweise auf Glatteis geführt. Mit den authentischen Charakteren macht Bernhard Aichner dieses Buch zur perfekten Lektüre für Zwischendurch.

  10. Cover des Buches Zwanzig Zeilen Liebe (ISBN: 9783492309943)
    Rowan Coleman

    Zwanzig Zeilen Liebe

     (271)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Zwanzig Zeilen Liebe erzählt die Geschichte von Stella, Hugh, Hope und zahlreichen Menschen, die ihre letzten Zeilen und Worte zu Papier bringen können.

    Ich fand es war einfach nur ein süßes Buch. Es hat mich weder gefesselt, noch hat es mich gelangweilt. Es war eher einfach gemütlich zu lesen, genau perfekt für einen faulen Nachmittag, an dem man sich einfach ein wenig hängen lassen möchte.

    Die Idee dahinter hat mir sehr gefallen. Hier ging es nicht einfach um einen bevorstehenden Tod und den letzten Willen, den die Patienten erfüllt haben wollten, es ging darum, die eigene Seele zu entlasten und anderen Menschen das letzte, bedeutendste Geschenk zu machen, das man ihm bieten kann: die Wahrheit.


    Hugh und Stella haben mich sofort für sich einnehmen können, ich konnte mit beiden auf eine Art und Weise mitfühlen, die nur schwer zu beschreiben ist. Mit Hope dagegen habe ich mich ein wenig schwergetan. Ich glaube, in ihr hat einfach noch viel zu sehr ein Teenager gesteckt, der nie die Möglichkeit hatte, rauszukommen (was ja angesichts ihrer Krankheit auch verständlich ist, trotzdem konnte ich nicht so richtig mit ihr warm werden). 


    Allzu viel Spannung hat das Buch zwar nicht geboten, aber es zu lesen war trotzdem schön.

  11. Cover des Buches Ich an meiner Seite (ISBN: 9783552059887)
    Birgit Birnbacher

    Ich an meiner Seite

     (62)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Birgit Birnbacher hat eine einfühlsame Geschichte darüber geschrieben, wie schwierig die Wiedereingliederung in die Gesellschaft für straffällig gewordene Menschen ist. Wenn nicht der Zufall zuhilfe kommt oder ein Wunder geschieht, so ihre implizierte Aussage, kann es nicht klappen. 

     Der Leser begegnet Arthur nachdem er seine Haftstrafe bereits verbüßt hat. Wobei man Buße in seinem Falle wörtlich zu nehmen hat. Weil er nicht nur den Freiheitsentzug zu verkraften hat. Denn, wenn das alles wäre, wäre es ein Kinderspiel. 

    Birgit Birnbacher hat ein fast wahnsinniges Szenario aufgezogen, um die Absurdität mancher Resozialisierungsprogramme aufzuzeigen, in deren behaupteter Sinnlosigkeit leider mehr als ein Körnchen Wahrheit steckt. Die Gesellschaft bietet Arthur kaum einen Anreiz oder eine Chance zum Neuanfang. 


    Der Roman ist in zärtlich-sachlichem Ton gehalten, einer Tonart, die man selten in Romanen antrifft. Das Schreckliche wird erzählt, ist aber durch die Erzählart für den Leser verkraftbar. Dass, wie der Roman es impliziert, ein Neuanfang ein richtiges Wunder ist und nicht der Normalfall, wie es doch sein sollte, macht den Roman dann allerdings dennoch zu einem deprimierenden Leseereignis. Das restliche Personal in Arthurs Leben ist da und dort ein wenig surrealistisch überzeichnet, was einen Punkt Wertschätzung kostet. Das hätte nicht sein müssen.

    Fazit: Einfühlsamer und dezenter Roman über die Probleme der Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen. 

    Der Roman stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises, 2020

     Kategorie: Belletristik
    Verlag: Zsolnay, 2020 

  12. Cover des Buches Das Geheimnis der Queenie Hennessy (ISBN: 9783596030699)
    Rachel Joyce

    Das Geheimnis der Queenie Hennessy

     (142)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Da mir "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" sehr gut gefallen hat, lag es auf der Hand, auch den Nachfolger rund um Queenie Hennessy zu lesen. Ich finde, dass es sich um einen gelungenen Nachfolger handelt. Der lange Titel, wie es ja in den letzten Jahren Mode geworden zu sein scheint, hatte mich ehe etwas "Seichteres" vermuten lassen, aber ich fand das Buch doch tiefsinniger und viel besser als erwartet. Einige Themen wie unerfüllte Kinderwünsche oder Tod, die die Protagonisten beschäftigen und belasten, hatte ich in einem solchen Buch gar nicht unbedingt vermutet, war aber dann positiv überrascht, dass die Autorin sie eingebaut und auf ihre Art und Weise verarbeitet hat. Die Figuren sind dadurch sehr viel greifbarer geworden und nicht nur so oberflächlich charakterisiert worden. 

  13. Cover des Buches Die letzten Tage von Rabbit Hayes (ISBN: 9783837128727)
    Anna McPartlin

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Lenny
    So viele Emotionen, so viel Gefühl. Ich mag eigentlich nicht zu Büchern greifen, wenn ich schon vorher weiß, dass es sehr, sehr traurig wird, doch dieses Buch wurde mir mehrfach empfohlen  und ich bin froh es gehört zu haben. Anna McPartlin  bringt in die Geschichte so viel Schwung, dass auch diese traurige Geschichte für mich sehr hörenswert ist!

    Allerdings muss man Taschentücher bereit halten! Das Cover ist auch wunderschön und der Titel hält, was er aussagt....leider....

  14. Cover des Buches Immer noch wach (ISBN: 9783709981184)
    Fabian Neidhardt

    Immer noch wach

     (45)
    Aktuelle Rezension von: LadySamira091062


    Das ist das bewegendste Buch das ich seit langem gelesen habe. Auch nach 30 Jahren in der Altenpflege berührt es mich noch ungemein wie die Menschen mit ihrer Krankheit und dem Sterben umgehen. Ich habe selten so sehr geweint und doch auch lächeln müssen wie in diesem Buch.

    Alex ist 30 , hat gerade mit seinem besten Freund Bene und Lisa,seiner Traumfrau seinen Traum von einem kleinen Cafe wahr gemacht.Da haut es ihn plötzlichum und er bekommt die Diagnose Magenkrebs ,nur noch palliative Behandlung möglich .Seine Welt stürzt ein ,denn mit sieben Jahren verstarb sein Vater an Magenkrebs und so will er nicht dahin vegetieren sondern leben solange und so gut es noch geht bevor er sterben muss. Seine Mutter hatte den Tod ihrers Mannes nicht verkraftet und sich einige Jahre später erhängt und so blieben Axel nur Bene und Lisa .
    Er regelt seine Angelegenheiten,feiert eine Abschiedsparty und geht in ein Hospiz ,allein um seinen Freunden das schlimme Ende zu ersparen ,doch für Lisa und Bene bricht eine Welt zusammen weil er die letzet Zeit ,die ihm noch bleibt allein verbringen will,doch Alex ist unerbittlich und verschwindet aus dem Leben seiner Freunde.
    Im Hospiz lernt er andere menschen kennen ,die meist kurze Zeit später sterben und er beginnt eine Liste zu schreiben mit all den Wünschen ,die einige der Bewohner des Hospizes nicht mehr erfüllen konnte und mit Hilfe von Kasper,der schon lange im Hospiz ist lernt er seine Situation an zu nehmen.
    Als dann das Wunder geschieht und bei einer Routineuntersuchung klar wird das er kein Krebs hat sondern eine gutartige Geschwür hat ist Alex erst mal erschüttert ,besonders da er nun das Hospiz verlassen muss.Ohne Geld und ohne Unterkunft muss er sich neu sortieren .Sein Wunsch seine Freunde wieder zu sehen endet in einem Desaster ,denn Alex denkt Bene und Lisa wären ein Paar und Lisas Kind von Bene und er geht still und leise weg um seinen Freunden nicht noch mehr weh zu tun als er es so schon hatte .Kasper drängt ihn dann die Liste der uenrfüllten Wünsche ab zu arbeiten und gibt ihm seine Kreditkarte.Und so macht sich Alex auf die Reise ,die die Wünsche der inzwischen verstorbenen Hospizbewohner erfüllen soll. Doch es wird eine Reise zu sich selbst .
    Als Alex,der Kasper versprochen hat ihn aus dem Hospiz zu nehmen und mit ihm bis zu dessen Ende zusammen zuwohnen,mit einem Tourgide über den Wunsch einen 8000der zu besteigen sich plötzlich Bene gegenübersieht, sind beide erst mal fix und alle ,besonders Bene ist erstmal schockiert seine todgeglaubten Freund wieder zu sehen.
    doch mehr verrate ich nicht .Lest selbst und legt euch viele Taschentücher bereit denn es wird mega emotional




  15. Cover des Buches Jeden Tag ein neuer Himmel (ISBN: 9783404179992)
    Violet Thomas

    Jeden Tag ein neuer Himmel

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Irina_Dorn

    Violet Thomas schreibt emotional, feinfühlig und detailverliebt. Der Einstieg fiel mir sehr leicht. In diesem Buch geht es um Verlust und Trauerbewältigung, Vertrauen und Neuanfang, Liebe und Freundschaft. Charlotte ist eine junge, liebevolle und herzige Frau, die ihren schmerzhaften Verlust zu verarbeiten versucht. Ein überaus talentierter Musiker ist fasziniert von ihr und will sie unbedingt näher kennenlernen. Er ist der perfekte Bookboyfriend. Die Geschichte der beiden ist traurig und wunderschön zugleich, und entwickelt sich zart und vorsichtig, aber das Schicksal legt der gerade erblühenden Liebesbeziehung einige Steine in den Weg ... Was habe ich gelitten! Es ist ein Buch über einen Neustart mit Hindernissen, vermittelt aber auch schöne Botschaften - Hoffnung und Liebe!

  16. Cover des Buches Du, ich und die Farben des Lebens (ISBN: 9783548613642)
    Noa C. Walker

    Du, ich und die Farben des Lebens

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Janica genießt das Leben und die Farben, die es mit sich bringt in vollen Zügen, denn sie weiß aus eigener schmerzlicher Erfahrung, wie kostbar es ist.
    Eines Nachts trifft sie auf dem Heimweg auf Steffen, der, auf einem Brückengeländer stehend, alle Hoffnung aufgegeben hat. Janica kann ihn dort herunterholen und zu seinem Bruder, Thomas, bringen. Fortan sind die Geschichten der beiden Familien miteinander verwoben und besonders der verschlossene Thomas ist von Janicas lebensbejahender Art vollkommen fasziniert, während sie versucht ihn aus seinem grauen Alltag zu lösen.

    Das Buch liest sich schön flüssig, wartet aber auch nicht lange, um den Leser auf eine Achterbahn der Gefühle zu schicken. Janicas lebensbejahende Lebensweise wird immer wieder von tieftraurigen Situationen abgelöst. So ist nicht nur Steffens versuchter Selbstmord direkt zu Beginn immer wieder Thema, sondern auch schwere Krankheiten und sogar der Tod, denn Janica ist ehrenamtlich in einem Kinderhospiz tätig und auch hier wird alles sehr intensiv beschrieben, sodass es nicht lange gedauert hat, bis bei mir die ersten Tränen geflossen sind. 

    Aber auch als man endlich den Grund für Janicas Sicht auf das Leben erfährt und sich gerade beginnt über die aufkeimende Beziehung zwischen ihr und Thomas so richtig zu freuen, wird man direkt wieder mit schlechten Nachrichten konfrontiert und muss sich mit der neuen Situation erst einmal zurecht finden.

    Hier sei direkt gesagt: es gibt kein Happy End.

    Es gibt zwar viele schöne Momente, diese werden aber immer wieder durch Abschiede und den schmerzvollen Umgang mit dem Tod unterbrochen und zum Ende hin, hatte ich im Grunde einen riesigen durchgehenden Heulkrampf. Also wirklich kein Buch, das ihr in der Öffentlichkeit lesen wollt. Außer natürlich es macht euch nichts aus, eure Zusammenbrüche mit Fremden zu teilen.

    Die Figuren konnten überzeugen, ihre Geschichte noch viel mehr und so habe ich mitgefiebert, mich mitgefreut und vor allem mitgelitten. Trotzdem weiß ich nicht, ob ich dieses Buch gelesen hätte, wenn ich mehr über den Inhalt gewusst hätte, denn eine leichte Lektüre ist es definitiv nicht und lag wohl aus gutem Grund sehr lange auf meinem SuB.


    Fazit: Eine absolutes Gefühlschaos, sehr intensiv, traurig und doch auch immer wieder wunderschön. Aber eben auch voller sensibler Themen und damit sicherlich nicht für jeden Leser geeignet.

  17. Cover des Buches Dienstags bei Morrie (ISBN: 9783442487226)
    Mitch Albom

    Dienstags bei Morrie

     (500)
    Aktuelle Rezension von: lenih

    Als der Journalist und Autor Mitch Albom erfährt, dass sein ehemaliger Lehrer Morrie Schwartz unheilbar an ALS erkrankt ist und nicht mehr lange zu leben hat, beschließt er, ihn noch einmal zu besuchen. Während dieses Besuchs, welcher Albom an die ehemalige Freundschaft der beiden erinnert, keimt in dem Autor der Wunsch auf, von seinem Coach, wie er Schwartz während der Studienzeit nannte, zu lernen, wie dieser es geschafft hat, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen und mit der Angst vor dem eigenen Tod umzugehen. Immer dienstags treffen sich die beiden von nun an in Morries Arbeitszimmer, um verschiedene Aspekte des Lebens zu erörtern und ihre Gespräche auf Tonband aufzunehmen, um die Erkenntnisse später in einem Buch zu verarbeiten. Herausgekommen ist dabei „Dienstags bei Morrie - Die Lehre eines Lebens“, welches im Jahr 1997 erstveröffentlicht wurde, leider erst nach dem Tod von Morrie Schwartz.

    Die Lehren, die man aus diesem Buch ziehen kann, sind nicht völlig neu, wenn man sich schon öfter mit Themen wie Glück, Zufriedenheit oder der allumfassenden Frage nach dem Sinn des Lebens auseinandergesetzt hat. Mittlerweile gibt es nämlich sehr viele Bücher der Kategorie Lebenshilfe mit ähnlichem Tenor. Ob das zu der Zeit, als dieses Buch geschrieben wurde, auch schon so war, kann ich nicht beurteilen (vermutlich nicht). Heute sticht dieses Buch für mich daher jedenfalls nicht aus der Masse heraus, weil es gute und tiefsinnige Ratschläge gibt (das tut es wirklich, nur die waren mir nicht unbekannt), sondern weil ich es sehr berührend fand zu lesen, wie liebevoll Mitch Albom mit seinem ehemaligen Lehrer während ihrer Dienstagssitzungen umgeht und wie nah dies die beiden einander bringt.

    ALS ist heimtückisch und unbarmherzig. Jeder kennt das prominenteste Beispiel dieser furchtbaren Krankheit, den mittlerweile verstorbenen Astrophysiker Stephen Hawking. Sie führt dazu, dass der Erkrankte sich nach und nach aufgrund spastischer Lähmungen der Muskulatur immer weniger bewegen kann. Alltagsverrichtungen wie sich ankleiden, selbstständig essen oder der Toilettengang werden irgendwann völlig unmöglich. Betroffene sind ab einem bestimmten Punkt dauerhaft auf Hilfe angewiesen. Es kommt zu Schluck- und Sprachstörungen und zum Ende hin wird auch die Lunge so stark in Mitleidenschaft gezogen sein, dass eine künstliche Beatmung erforderlich ist. Ein Leben oder Sterben in Würde scheint mit dieser Erkrankung unmöglich zu sein. Wie kann man also mit einem Menschen umgehen, von dem man weiß, dass er auf jeden Fall sterben und dass dieses Sterben lang und grausam sein wird?

    Albom hat in seinem Buch beschrieben, wie selbstverständlich er und Morrie irgendwann mit Morries Einschränkungen umgehen konnten, wie er seinem Lehrer zum Bespiel die Nase putzte, die gelähmten aber trotzdem schmerzenden Füße massierte und ihn tröstend in den Arm nahm, wenn dieser, von Erinnerungen überfallen, heftig weinen musste. Zu lesen, wie die Distanz, die in solchen Situationen zunächst einmal herrscht (aus Angst, etwas falsch zu machen oder den Kranken zu beschämen), abgebaut wurde und nichts übrig blieb, als tiefe, ehrliche Zuneigung und Liebe zwischen zwei Menschen, die sich mit ihren Gesprächen voneinander verabschiedeten, das war einfach nur ergreifend. Sterben und Tod sind Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Jugendlichkeit, Gesundheit, Attraktivität sind heute für viele die Maßstäbe für Erfolg und ein erfülltes Leben. Niemand will alt und krank werden. Dass aber auch darin Chancen liegen, davon berichtet dieses Buch. Morries Ratschläge könnte ich schon jetzt, kurz nach dem Lesen, nicht mehr alle widergeben, aber den Wunsch nach Verbundenheit und Zuneigung habe ich beim Lesen tief nachempfinden können. Und das ist es, was mir in Erinnerung bleiben wird.

  18. Cover des Buches Doctor Sleep (ISBN: 9783453440920)
    Stephen King

    Doctor Sleep

     (535)
    Aktuelle Rezension von: ShalimaMoon

    Die Handlung

    Dan Torrance kennt der treue Leser noch aus Shining. Er hat die Ereignisse im Overlook-Hotel überlebt und erliegt Jahre später, wie einst sein Vater, dem Alkohol. Für einen Neuanfang zieht er in ein kleines Städtchen, wird trocken und bekommt schließlich einen Job als Pfleger in einem Hospiz. Dort macht er sich einen Namen als Doctor Sleep, weil er den Patienten in ihren letzten Minuten beisteht. Das er diese mit Hilfe seines Shinings besonders angenehm gestaltet, weiß außer ihm keiner. Er hat eine besondere Verbindung zu dem Mädchen Abra, das er noch nie gesehen hat. Sie können über ihr Shining kommunizieren. Von ihr erfährt er, dass es eine Gruppe von Wesen gibt, die sich selbst als Wahren Knoten bezeichnen, die sich vom Shining und der Angst von Kindern ernähren, da sie dadurch nicht sterben. Als der Wahre Knoten es nun auf Abra abgesehen hat, versucht Dan alles, um den Knoten entgültig aufzuhalten.

    Meine Meinung zum Buch

    Stephen King schreibt keine Mehrteiler und keine Fortsetzungen. So hieß es lange Zeit. Tatsächlich ist Doctor Sleep seine erste Fortsetzung. Die Geschichte, was aus dem kleinen Danny wurde, sollte einfach erzählt werden. Dabei stellt er wieder ein paar sehr ernste Beobachtungen an. Zum einen, dass Kinder mit Alkoholikern als Eltern oft ins gleiche Schema verfallen. King selbst kämpfte mit Alkohol und Drogen, weswegen er die Sitzungen der anonymen Alkoholiker im Buch auch sehr ausufernd beschreibt und die Grundsätze an vielen Stellen in die Geschichte einwebt. Zum anderen, dass das Shining bedrohlich sein kann. In diesem Fall durch den Wahren Knoten, die Kinder mit Shining suchen, quälen, töten und dann das Shining aufsaugen. Beide Beobachtungen führen zu einer logischen Schlussfolgerung, nämlich dieser Geschichte. Allerdings lebt sie hauptsächlich von Kings unfassbar gutem Erzählstil. Denn für das erzählte ist die Geschichte zu lang. Vieles hätte man weglassen können, dann wäre das Buch vielleicht ein bisschen spannender gewesen. Versteht mich nicht falsch, nach normalen Maßstäben war das Buch durchaus spannend. Wenn man es aber beispielsweise mit seinem direkten Vorfahren „Shining“ vergleicht, dann merkt man dem Buch die Längen an, da es einfach nicht die gleiche bedrohliche Stimmung schafft. Letztlich würde ich das Buch als Gut, aber nicht als Herausragend bezeichnen. King schafft es wieder auf die Charaktere und ihre Zwiespalte einzugehen und eine Fortsetzung zu schaffen, die sich von ihrem Vorgänger löst und gleichzeitig mit ihm verbunden bleibt. 

    Dieser Beitrag ist zuerst erschienen auf shalimasfilmweltenkritik.com

  19. Cover des Buches Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster (ISBN: 9783462051865)
    Susann Pásztor

    Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Fantasie_und_Träumerei

    Ausgerechnet in der Woche, in der meine an Krebs verstorbene Mama Geburtstag hätte, greife ich nach einem Buch, in dem es um eine Frau geht, die an Krebs erkrankt ist und daran sterben wird. Es ist die Zeit, in der ich emotional nicht sehr stabil bin und doch lese ich dieses Buch, in dem Sterbebegleitung eine Rolle spielt. Sterbebegleitung kenne ich. Es ist die Zeit, in der ich dabei zusehen musste, wie meine Mama immer weniger wurde. Wie der Krebs sich ihrer bemächtigte und sie von innen heraus auffraß. So wie er es mit Karla macht. Obwohl beide Frauen sehr unterschiedlich sind, habe ich das Gefühl den Weg bis hin zum Tod noch einmal zu gehen. Das schafft Nähe zur Protagonistin, zur Geschichte, und gleichzeitig sorgt es dafür, dass ich mich distanziere. Dass ich den Roman nicht so sehr an mich ranlasse, wie er es verdient hätte.


    Es ist eine gute Geschichte. Hoffnungsvoll, ehrlich, direkt, ohne Schmu. Ich mag vor allem die Protagonisten. Karla, die so sehr im Leben steht, obwohl sie weiß, dass sie dieses bald verlassen wird. Die im Reinen ist mit sich selbst und keine verschnörkelte Romantik benötigt, um alte Wunden zu heilen. Fred, der eckig und kantig und rund zugleich ist. Der so gutherzig ist, dass ich ihn immer wieder umarmen möchte. Und sein Sohn Phil, der verkannte Poet, der von der eigenen Mutter keinerlei positive Bestärkung kommt. Sie alle sind so wunderbar individuell. Von solch einer lebendigen Tiefe und Authentizität. Ebenso stark sind die Nebenfiguren, die alle ihre kleinen Macken haben und dadurch so realistisch wirken.


    Am meisten mochte ich den Humor der Autorin, der sich so oft in den Situationen zeigt, in denen andere sich nicht einmal trauen würden aufzuschauen. Sie kann eine gewisse Ironie in den Text schreiben, ohne dabei bitter oder bös zu wirken. Gefühle werden sehr echt, sehr greifbar. Pásztors Figuren dürfen alles. Lachen, wann immer sie wollen, weinen, aus sich herauskommen, verzeihen, hassen. Ihr Tonfall ist immer passend. Leise, fast flüsternd, wenn die der unsichere Fred spricht. Klar, direkt, im Fall von Klara.


    "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster" bekommt eine klare Leseempfehlung. Ich glaube es ist eins der Bücher, die einem breiten Publikum gefallen, weil es so echt, so aus dem Leben ist. Die schwierige Vater-Sohn-Geschichte, die auf Unsicherheiten beruht, und Karlas Geschichte vom Sterben und ihrer Kraft im Reinen zu sein.

  20. Cover des Buches Die Traumweberin (ISBN: 9783956492624)
    Ben Bennett

    Die Traumweberin

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Binchen84
    Inhalt:
    In einer stürmischen Winternacht wird vor der Küste Cornwalls ein bewusstloser Surfer angespült. Es findet sich nicht der leiseste Hinweis auf seine Herkunft – außer einem geheimnisvollen Amulett mit dem Foto einer jungen Frau. Da er nicht aus dem Koma erwacht, wird er in das alte Hospiz am Meer verlegt, in dem die 25-jährige Ruby Light als Krankenschwester arbeitet. Ruby spürt augenblicklich eine tiefe, unerklärliche Verbindung zu dem unbekannten Patienten. Verzweifelt bittet sie ihre Großmutter Tilda, die in St Ives nur als die Traumweberin bekannt ist, sie in seine Träume zu führen – denn nur so kann sie sein Leben retten …(Quelle: Mira Taschenbuch)


    Über den Autor:
    Ben Bennett, geboren 1970, lebt in Barcelona, wo er märchenhaft-spirituelle Bestseller für Leserinnen jeden Alters schreibt – über die große Liebe, echte Freundschaft und die wahren Werte im Leben. Er hat einen kleinen Sohn und zwei Hunde.(Quelle: Mira Taschenbuch) 

    Meine Meinung:
    Bei diesem Buch wurde ich mehr überrascht als ich es für möglich gehalten habe. Die Erwartungen die ich daran hatte wurden übertroffen.
    Ben Bennett hat einen sehr einnehmenden und gut zu lesenden Schreibstil. Seine Gedanken über die Träume und den Sinn des Lebens die er mit in diese Handlung hat fließen lassen, haben mich zum Nachdenken angeregt und lassen mich immer noch nicht los. 
    Die Geschichte an sich ist recht einfach gehalten - eine verlorene Jugendliebe die sich nach Jahren wieder finden. Allerdings hat Ben Bennett hier sehr viele Lebensweisheiten mit in die Story gepackt die daraus etwas wirklich neues und atemberaubendes macht.
    Wer jetzt hier viel Spannung erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Klar ist etwas Spannung vorhanden, nämlich ob Ruby es schafft dem Unbekannten das Leben zu retten und ob es ein Happy End gibt. Aber eben nicht im großen Stil. Hier stehen die Gedanken und der Glaube an die Liebe und der Sinn des Lebens doch eher im Vordergrund.
    Vor dem jeweiligen Kapitel war ein dazu passender Begriff aus dem Lexikon der Träume mit einem beschreibenden Stichwort aufgeführt. So kann man sich schon mal auf das Thema des jeweiligen Kapitels einstimmen. 
    Ruby, die Hauptprotagonistin, kommt bodenständig, entschlossen und einfühlsam rüber. Die Einfühlsamkeit hat mich immer wieder beeindruckt, aber wer in einem Hospiz arbeitet, braucht dies wohl auch. Sie ist mir mit ihrer lieben Art schnell ans Herz gewachsen und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen.
    Tilda, Ruby Großmutter, konnte ich mir ebenfalls bildlich gut vorstellen und ihre wirklich tolle großmütterliche Art konnte mich für sich einnehmen. 
    Auch die anderen Charaktere haben sich hervorragend in das Gesamtkonzept eingefügt. Der eine oder andere war mir etwas unsympathisch aber es können einem ja auch nicht immer alle gefallen. Zudem haben sie der Handlung etwas pepp verliehen. 
    Die vom Autor Ben Bennett beschriebenen Schauplätze wie das verlassene Cottage, das Hospiz oder das Anwesen von Tilda sind sehr liebevoll und detailreich beschrieben, so dass sie schnell vor dem inneren Auge entsteht und man das Gefühl hat, selbst in St. Ives, Cornwall zu sein.

    Fazit:
    Ein sehr gelungenes Buch über die Liebe, den Sinn des Lebens und der Glaube an die Menschen. Es hat mich sehr bewegt und auch im Nachhinein denke ich noch viel über die Hauptaussage dieser Handlung nach. Das Ende ist sehr emotional und ich konnte ein paar Tränen nicht verhindern.
  21. Cover des Buches Interview mit dem Tod (ISBN: 9783442174935)
    Jürgen Domian

    Interview mit dem Tod

     (38)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite
    Jürgen Domian hat in seiner jahrzehntelangen Radiotalkshow nicht nur ein sehr feinsinniges Gespür für andere Menschen entwickelt, sondern auch immer klar seine eigene Meinung vertreten und den Zuschauer und -hörer damit deutlich näher an sich herangelassen als es die meisten anderen Showmaster getan haben. In seinem Buch „Interview mit dem Tod“ ist er sogar noch einen Schritt weitergegangen und hat sich mit dem Thema auseinander gesetzt, vor dem er selbst die größte Furcht hat, unter der er leidet und die er nicht ablegen kann: Das Sterben und der Tod. Und wie der Titel des kurzen Buches bereits nahe legt, hat er dabei die Form eines fiktiven Interviews gewählt, das er mit dem personifizierten Tod führt. Darin eingeschoben sind persönliche Erlebnisse des Autors, so hat er sehr intensiv beschrieben, wie er seinen Vater bei seinem Weg auf der Palliativstation durch das Sterben begleitet hat. Aber auch seine Gedanken zur aktiven Sterbehilfe lässt er mit einfließen.

    Domian wählt dabei einen sehr eingängigen Schreibstil, klare Wortwahl und sehr emotional schildert er seine Erlebnisse, die Interviewsequenzen sind hingegen sehr philosophisch angehaucht. Dabei entwirft der Autor auch ein mögliches Szenario, wie das Leben nach dem Tod aussehen könnte und nähert sich dabei eher östlichen Philosophien an. Dennoch zwingt er den Leser dazu, sich selbst mit seinen Gedanken zu dem Thema auseinander zu setzen, wirft oft mehr Fragen auf als beantwortet werden. Und immer ist der große Respekt des Autors gegenüber den Thema zu spüren, der sich dem schließlich auf ungewöhnliche Weise nähert.

    „Interview mit dem Tod“ ist ein kleines, nachdenkliches Buch mit philosophischem Ansatz. Das Gespräch mit dem Tod ist eingängig, ernsthaft und lebendig, die Beschreibung der persönlichen Erlebnisse berührend und nahbar, das Plädoyer für einen anderen Umgang mit dem Sterben inbrünstig und gut argumentiert. Sehr lesenswert!
  22. Cover des Buches Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry (ISBN: 9783839813331)
    Rachel Joyce

    Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein
    Ich habe letzten Monat bereits den Vorgänger des Buches gelesen, der die Sicht des Harold Fry beschreibt, wie er sich auf den Weg zu seiner ehemaligen Arbeitskollegin Queenie macht, die an Krebs erkrankt ist. Dieses Buch schildert die Sicht von Queenie, wie sie im Hospiz auf Harold wartet und ihr Leben und das Leben in Bezug auf ihn und seinen Sohn noch einmal Revue passieren lässt. Dabei erfährt man von ihren tiefen Gefühlen, die sie ihm gegenüber hegte und weiteren Details, die das Buchband vorher noch nicht erahnen ließen. Die Geschichte ist eine wundervolle Ergänzung zum ersten Buch und macht die Story erst richtig komplett. Ich mag es das Grundgerüst der Erzählung nochmal aus anderer Sicht zu erleben und empfinde Queenies Seite nochmal als bewegender und gefühlsvoller. Auch das Ende lässt mich ganz tief einatmen und eine großartige Intensität spüren.Das tröstete auch über die manchmal langatmigen Passagen hinweg.  Ich mochte es sehr! 
  23. Cover des Buches Oscar (ISBN: 9783426781784)
    David Dosa

    Oscar

     (32)
    Aktuelle Rezension von: monja1995
    Klappentext: Die Geschichte eines ganz besonderen Katers Wenn sich Oscar, der Stationskater, zu einem Patienten auf das Bett legt, dann wissen Doktor Dosa und die Schwestern des Pflegeheims, dass es so weit ist. Denn Oscar spürt, wann ein Mensch sterben wird. Schnurrend schmiegt er sich an ihn – und bleibt bis zum letzten Atemzug. Oscar gibt Sterbenden, was ihnen von den Menschen oft verwehrt wird: tröstenden Beistand am Lebensende. "Wenn wir sterben, zählt allein die Wärme, die uns begleitet." Mein Umriss: Dr. Dosa ist mit Leib und Seele Geriater im Steere House Nursing an Rehabilitation Center, das an das Rhode Island Hospital im Zentrum von Providence angeschlossen ist. In diesem Pflegeheim und Hospiz für Demenz- und Alzheimerkranke leben auch diverse Tiere. In der zweiten Etage mit den besonders schweren Fällen halten sich der Kater Oscar und die Kätzin Maya auf und sorgen für gute Stimmung, aber auch für gute Laune unter den Patienten und dem Pflegepersonal. Irgendwann fällt Dr. Dosa auf, dass sich Oscar meistens von den Patienten fern hält und sich bevorzugt mit Mary der Krankenschwester und guten Seele des Hauses zu den Besuchen bei den Bewohnern begibt. Nicht nur das, wenn ein Bewohner sich auf den Weg macht seine letzte Reise anzutreten, legt sich Oscar in dessen Bett und hält Wache. Er läßt in dieser Zeit nicht zu, dass der Sterbende gestört wird. Erst wenn der Leichnam vom Bestattungsinstitut geholt wird, springt der Kater vom Bett und verkriecht sich sichtlich erschöpft in einem seiner Schlafplätze. Mary ist davon überzeugt, dass Oscar merkt, wann es mit den Patienten zu Ende geht. Nur Dr. Dosa zweifelt an dieser Aussage. Aufgrund eines Gespräches mit Mary beginnt Dr. Dosa in der Vergangenheit zu recherchieren. Was er da erfährt, läßt ihn immer wieder staunen. Irgendwann glaubt auch er nicht mehr an Zufälle, sondern freundet sich mit Oscar an. Am Ende ist auch er davon überzeugt, dass er in seinen letzten Stunden lieber eine Katze in seiner Nähe wissen will, als an intensivmedizinischen Geräten zu hängen. Mein Eindruck: Dr. David Dosa ist wirklich Arzt im oben genannten Pflegeheim und auch Oscar existiert dort und die Hintergründe des Verhaltens des Katers möchte Dr. Dosa mit diesem Buch aufzeigen. Er hat umfangreich in alten Patientenakten recherchiert und die Angehörigen der ehemaligen Heimbewohner in Bezug auf Oscar befragt. Immer wieder erhielt er die Auskunft, dass Oscar in der letzten Stunde der Verstorbenen an deren Seite auf derem Bett lag und Wache hielt. Dadurch, dass der Kater eine beruhigende Wirkung auf die Sterbenden hatte, schliefen diese friedlich ein und die Angehörigen, die anwesend waren fühlten sich ebenso von dem Tier beruhigt und empfanden den letzten Abschied als sehr friedlich. Dr. Dosa wollte aber zusätzlich herausfinden, wie der Kater es spürt oder empfindet, wenn sich ein Mensch auf die letzte Reise macht. Dieses Geheimnis hat ihm Oscar aber nicht verraten. Mit sehr viel Gefühl und Liebe zu Mensch und Tier hat Dr. Dosa dieses Buch verfaßt. Er bedient sich einer leicht verständlichen, flüssigen Ausdrucksweise, der der Leser sehr gut folgen kann. Durch die Beschreibung der einzelnen Fälle, auf die er zwar intensiv eingeht, aber trotzdem Rücksicht auf deren Krankheit nahm, empfindet man die Erzählung als sehr angenehm und keineswegs abfällig den Kranken gegenüber. Mein Fazit: Ein wunderschönes Buch über einen aussergewöhnlichen Kater, das ich jedem uneingeschränkt empfehlen kann.
  24. Cover des Buches Madonna (ISBN: 9783746628851)
    Kathrin Lange

    Madonna

     (18)
    Aktuelle Rezension von: elisabethjulianefriederica
    Der historische Kriminalroman spielt 1493 in Nürnberg. Die Heilerin Katharina Jakob betreibt in der Stadt ein Haus, in dem sie kranke, auch depressive Frauen behandelt. Die sehr selbständige Frau hat in der Stadt einige Neider bzw. Gegenspieler. Zu Beginn wird sie von einem Unbekannten verfolgt, der ermordet wird. Es geschehen weitere Morde, bei denen die Spuren zu ihr führen.Bei einem ist ihr Freund Richard zugegen, der sich unter Mordverdacht bringt. Auch Katharina wird schließlich verdächtigt. Zudem nimmt Heinrich Kramer, der Begründer des Hexenhammers, in Nürnberg seine Hexenverfolgung auf .Das Ziel ist Katharina. Sie wird in das berüchtigte Nürnberger Lochgefängnis geworfen. Der Roman ist äußerst spannend geschrieben, ich war von Anfang an von der Handlung gefesselt, man kann sich sehr gut in das mittelalterliche Nürnberg versetzen. Das Buch hat 2 Vorgängerbände, Seraphim und Cherubim, die aber nicht vorausgesetzt werden. Aber nachdem ich am Ende der Geschichte angekommen war, wollte ich auf jeden Fall mehr von Katharina lesen und habe mir die ersten beiden Bände dazugekauft. Klare Leseempfehlung für alle, die sich gerne ins Mittelalter begeben wollen und spannende Romane lieben.

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