Bücher mit dem Tag "humanismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "humanismus" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches Homo Deus (ISBN: 9783406831591)
    Yuval Noah Harari

    Homo Deus

    (167)
    Aktuelle Rezension von: KlausvanBingen

    War das Vorgängermodell noch in weiten Teilen spannend und informativ hat dieses Buch leider ans Ende vom ersten im negativen Sinne angeknüpft. Es gibt eigentlich kaum etwas richtig Fesselndes, sondern nur noch Phrasen, die sich unendlich oft wiederholen.

    Zudem erschienen mir einige Behauptungen wissenschaftlich kaum haltbar und ich musste das Buch irgendwann genervt abbrechen. Leider sein Geld nicht wert...

  2. Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783755769965)
    Stefan Zweig

    Schachnovelle

    (1.522)
    Aktuelle Rezension von: sufe7

    2 Menschen werden durch widrige Umstände zu Schachmeistern. Auf einem Schiff, angespornt durch andere Passagiere, kommt es zu dem Duell der beiden Männer. Ein Bauernjunge, mit dem man nichts anzufangen wusste, der als dumm galt, entwickelt sein Talent im Schachspiel durch Beobachtung anderer Schachspieler. Der andere, Dr. B., gerät in die Isolationsfolter der Gestapo und entwickelt durch ein kleines Schachbuch, das er aus der Tasche eines Gestapo Offiziers stehlen kann, ein Schachspiel gegen sich selber ohne Schachbrett, ohne Schachfiguren, ohne Gegenüber. Dabei entwickelt er die Fähigkeit eine ganze Partie im Kopf zu durchdenken, vielmehr 2,  da er für beide Spieler denkt, Ich schwarz und Ich weiß.

    Er bekommt einen Zusammenbruch, ist am Rande des Wahnsinns, wird von einem Psychiater gerettet und entlassen mit dem Hinweis, kein Schach mehr zu spielen.

    Die erste Partie auf dem Schiff gewinnt er, da er die Partie sehr weit voraus planen kann. In der 2. Partie bricht er geistig und nervlich zusammen und schafft es noch abzubrechen bevor es zu spät ist.

    Diese Novelle ist ein Meisterwerk so wie die beiden Schachspieler Meister sind. 

    Die totale Isolation und Reizentfremdung, es gab noch nicht mal einen Stift oder Papier, führt zum Wahnsinn. Schach gegen sich selber zu spielen im Kopf führt auch zum Wahnsinn.  Der Leser wird angeregt nachzudenken, was ist der eigentliche Wahnsinn und wie kann man ihm entfliehen? Wenn es durch die äußeren Umstände im Miteinander in der Gesellschaft nicht geht, geht es dann im Kopf?

    Für mich ist das eigentliche Thema die Grausamkeit, die Menschen Menschen antun, um ihre Zwecke zu erreichen. Die Grausamkeit der Isolation. Wo fängt sie an diese Isolation?

    Das besondere dieser kurzen Novelle ist, dass sie so viele Fragen an das Menschsein aufwirft. 







  3. Cover des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum (ISBN: 9783423146050)
    Heinrich Böll

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

    (873)
    Aktuelle Rezension von: caro_lin

    Ich fand die Bericht-Form in der es geschrieben ist irgendwie ziemlich zäh, und die verschiedenen Nebencharaktere zu verwirrend, um bis zum Schluss durchzublicken. Vielleicht hätte ich es zügiger durchlesen müssen, aber wie man sieht hat es mich dafür nicht genug gepackt.
    Die Story ist ganz nett, mal was anderes, da man das Ende schon kennt, aber irgendwie auch einfach frustrierend.

  4. Cover des Buches Utopia (ISBN: 9783717524564)
    Thomas Morus

    Utopia

    (132)
    Aktuelle Rezension von: titanreads

    Utopia ist ein lesenswerter Literaturklassiker von Thomas Morus über die ultimative Utopie, genauer die Welt Utopia, bei der niemand weiß, wo diese sich befindet. Sie beschreibt ein total faires, durchklügeltes System von Inselmenschen, die alle das selbe Gut teilen, ohne jegliche Arm-Reich-Schiene und mit perfekt ausgearbeitetem Rechtssystem. Der fiktive Raphael Hytholodaeus trifft hierin auf Morus und auf Petrus Aegidius und erzählt von seiner Zeit in eben jenem erwähnten Utopia. Raphael erklärt das Bestrafungssystem, erzählt von Lust in Utopia und von der Wissenschaft, welche dort noch nicht genutzt wird, aber gleichzeitig, wie die Utopier diesen fehlenden Wissensstand ausgleichen. Den Kindern wird früh bereits beigebracht, dass bloßer Reichtum nicht viel wert ist und geistige und körperliche Arbeit sich immer auszahlt. Jeder in Utopia hat eine klare Rolle und Bestimmung und jeder hilft jedem. 

    Hierbei wirkt alles leider sehr trocken in Hytholodaeus Erzählungen und gelegentlich kann es vorkommen, dass Seiten leider schnell unbewusst eher überflogen als gelesen werden. Die wenigen Rollen in der Utopie sind leider sehr platt und wenig charakterstark darrgelegt. 

    Eine Empfehlung für Geschichts- und Literaturliebhaber, da diese die viele Detailarbeit und den Schreibstil sehr schätzen werden. Aber auch der "neutrale" Leser kann Gefallen daran finden, wenn auch nur zum entspannten Lesen.

  5. Cover des Buches Himmel, Herrgott, Sakrament (ISBN: 9783328102038)
    Rainer Maria Schießler

    Himmel, Herrgott, Sakrament

    (20)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Ein katholischer Pfarrer aus München, der schon lang einen weltoffenen Weg im 21. Jhd. geht! Der seine Mitmenschen als gleichberechtigte Menschen ansieht, und auch Homosexualität nich als Tabu ansieht, sondern auf erfrischende Weise damit umgeht, dass es das gibt. Das, worüber die katholische Kirche dieses Jahr angefangen hat zu reden, ohne wirkliche Ergebnisse zu erzielen oder Taten folgen zu lassen, hat dieser sympathische Mensch längst verstanden! Schön, dass es auch solche Pfarrer gibt! Ich würde mich freuen, diesen interessanten Priester kennenzulernen und mich mit ihm zu unterhalten! Das Buch war spannend zu lesen und ich musste oft schmunzeln. Eine absolute Leseempfehlung! 

  6. Cover des Buches Der Pfarrer von Wakefield (ISBN: 9783717516934)
    Oliver Goldsmith

    Der Pfarrer von Wakefield

    (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Stumme Gewalt (ISBN: 9783596180332)
    Carolin Emcke

    Stumme Gewalt

    (7)
    Aktuelle Rezension von: downey_jr

    "Stumme Gewalt - Nachdenken über die RAF" ist ein weiteres überaus beachtenswertes Buch der Journalistin und Autorin Carolin Emcke.

    Ich muss zugeben, dass ich eine riesige Bewunderin von ihr bin - ich schätze und liebe Ihre unfassbar kluge und empathische Art zu denken und zu schreiben.

    Besonders gut fand ich ihre Veröffentlichungen "Über den Hass", "Wie wir begehren", "Ja heißt ja und ..." sowie "Weil es sagbar ist", aber alle ihre Bücher sind mehr als lesenswert und klug!

    Hier in dem sehr persönlichen Buch "Stumme Gewalt" verarbeitet Carolin Emcke nach 18 Jahren die Ermordung ihres Patenonkels, dem Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen.

    Er wurde bei einem der letzten RAF-Morde in Bad Homburg mit einer Sprengladung getötet.

    Das Buch ist ebenso eine persönliche Aufarbeitung wie auch ein politischer Text.

    "Freiheit gegen Aufklärung", nur so könnte es Carolin Emcke zufolge helfen, diese Epoche des Terrors in Deutschland wirklich zu begreifen und aufzuarbeiten.

    Ich fand auch dieses Buch wirklich sehr gut und klug geschrieben; es regt zum Nachdenken an und ist gleichzeitig unfassbar berührend.

    Ganz klare Leseempfehlung von mir!

     

    „Das hatte ich mir geschworen. In der ersten Woche. Da war Alfred Herrhausen noch nicht einmal beerdigt. Dass ist denn Mördern niemals gelingen sollte, mich zu einer anderen Person zu machen. Dass es ihnen nicht gelingen sollte, mich zu manipulieren. Dass ich ihnen nicht den Triumph gönnen würde, mich politisch zu verbittern, dass ich intellektuell offen bleiben müsse - aus Hass gegenüber den schweigenden Tätern.“

     

     

    „Wie immens muss die Motivation zu töten sein, dass sie sich durch alle logistischen und technischen Details der Vorbereitung hindurch erhalten kann?

    ...

    Und hat es einen einzigen Moment gegeben, in dem Fragenden Nachdenklichkeit statt haben durfte Fragezeichen sind jemandem Zweifel gekommen? An dem Objekt des Hasses? An dem Hass selbst? Hat es einen Moment gegeben, in dem sich die Täter fragten, wie Smaie bis hierher gekommen sind? Wie sie jemand geworden sind, der dabei ist, einen Mord zu begehen? Haben sie sich das gefragt? 

    Hat es einen einzigen Moment gegeben an dem jemand unsicher wurde?“

     

    „Getrieben vom Zorn jedenfalls werden wir die Gewalt von heute und die Gewalt von gestern nicht überwinden. Je zorniger wie reagieren, je mehr wir uns hineinsteigern in diese aufgewühlte Wut gegen die anderen, umso mehr deuten wir auf das was am Grund dieses Zorns liegt: die eigene Schwäche.“

     

    „Ich weiß, wie einladend diese Reaktion ist. 

    Wie nahe liegend dieser Rückzug in die eigene Verwundung. Ich weiß, warum wir immer wieder und immer noch in dieses Verhaltensmuster verfallen. 

    Wir wollen erst, dass diese Versehrungen anerkannt werden, wir wollen bestätigt bekommen, dass es Unrecht war, dass es Leid verursacht und dass es uns geprägt hat. Und solange uns das Unwissen noch quält, solange das schützende Schweigen andauert, solange scheint es unmöglich, das Loslassen.“

  8. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  9. Cover des Buches Der Diskursmensch (ISBN: 9783960088875)
  10. Cover des Buches Die Liebe ist stark (ISBN: 9783957348029)
    Francine Rivers

    Die Liebe ist stark

    (85)
    Aktuelle Rezension von: MelThiele

    Das Buch hat mich tief berührt. Es ist eine Neuerzählung der biblischen Geschichte von Hosea im Goldrausch der 1850er Jahre in Kalifornien. Angel und Michael sind wunderbar authentisch gezeichnet und vor allem Michael hat mich tief beeindruckt in seiner Standfestigkeit im Glauben. Ein wunderbares Zeugnis für die große Gnade Gottes.

  11. Cover des Buches Hundert Aberglauben (ISBN: 9783945692103)
  12. Cover des Buches Um 1500 (ISBN: 9783806246087)
    Romedio Schmitz-Esser

    Um 1500

    (44)
    Aktuelle Rezension von: Nina_Albert

    Mit „Um 1500 – Die Welt aus Sicht Albrecht Dürers“ erschafft Romedio Schmitz-Esser nicht nur ein gewöhnliches Geschichtsbuch sondern vielmehr eine literarische Zeitreise in eine Epoche zwischen Mittelalter und Aufbruch, zwischen Glauben, Kunst und neuen Weltbildern. Durch die Augen Albrecht Dürers begegnen wir einer Welt im Wandel – einer Zeit, in der Buchdruck, Renaissance und Humanismus Europa neu formten.

    Der Autor verbindet historische Fakten mit erzählerischer Faszination und lässt Dürers Briefe, Skizzen und Aufzeichnungen wie leise Stimmen aus einer fernen Welt wirken. So entsteht ein lebendiges Panorama des frühen 16. Jahrhunderts: von Kindheit, Familie und Sexualität bis hin zu Handel, Reisen, Kunst und Religion. Trotz der enormen Fülle an Wissen bleibt der Schreibstil stets zugänglich, atmosphärisch und überraschend unterhaltsam.

    Besonders beeindruckend ist die hochwertige Gestaltung mit zahlreichen Abbildungen, Karten und Holzstichen, die das Buch fast zu einem kunstvollen Schatzkästchen machen. Ein Werk zum Schmökern, Staunen und Wiederentdecken – ideal für Geschichtsinteressierte ebenso wie für neugierige Leserinnen und Leser, die Geschichte einmal nicht trocken, sondern lebendig erleben möchten.

    „Europa zur Zeit Albrecht Dürers.“

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  13. Cover des Buches Mit leiser, persönlicher Stimme : Essays ; 3453088468 (ISBN: B01HSHPZM0)
  14. Cover des Buches Die Reisen des Sir Peter (ISBN: 9783462033458)
  15. Cover des Buches ... was nicht in euren Lesebüchern steht (ISBN: 9783436008666)
    Erich Kästner

    ... was nicht in euren Lesebüchern steht

    (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Leo Nilheims Geschichte (ISBN: 9783955100384)
    Leo Agren

    Leo Nilheims Geschichte

    (4)
    Aktuelle Rezension von: helena33

    Das ist Weltliteratur! Ein tragischkomischer Antikriegsroman, der sehr berührt und voller humanistischem Gedankengut steckt.

    Beigefügt ist ein gelungenes Nachwort des Übersetzers, der Einblicke in das Leben des Autors gewährt. Dieser fühlte sich den Russen verbunden, von seiner Frau wurde er auch als "Dostojewskimensch" bezeichnet - und das spürt man auch deutlich bei der Lektüre des Romans.

    Leningrad 1958. Der finnische Ich- Erzähler trifft den Russen Leo Nilheim. Dieser beginnt ihm seine Kriegserlebnisse während des 2. Weltkrieges zu erzählen, die ihn auch in den Heimatort des Ich- Erzählers führten. Er berichtet vom müden und hungrigen Soldatenleben, von der tödlichen Front, von der entbehrungsreichen Lagerhaft sowie der Zwangsarbeit bei einer finnischen Bauernfamilie. 

    Seine Erzählung ist zu Tränen rührend und dann wieder urkomisch. Sie steckt zudem voller philosophischer humanistischer Gedanken, die auch heute relevant bzw. einfach allgemeingültig sind.  "Im Prinzip spricht auch nichts dafür, dass unsere Soldaten ein größeres Überlebensrecht haben als die des Feindes. Wir sind alle junge Männer, die herausgerissen wurden aus einem zivilen Leben, das wir vielleicht hassten, dass aber auf alle Fälle viel besser war als das an der Front, wo wir nur Tiere sind. Noch schlimmer: Wir sind Tiere mit dem Bewusstsein, dass wir am nächsten Tag vielleicht tot sind."

    Ich hab geweint, ich hab gelacht, ich wurde sehr bewegt.  Zudem erfreute ich mich an der wunderbaren literarischen Romangestaltung, der Sprache und der Komposition. Es liest sich poetisch, spannend, pointiert – jeder Satz sitzt hier perfekt!

    Das ist Weltliteratur!

  17. Cover des Buches Und das ist erst der Anfang (ISBN: 9783499631849)
    Anja Reschke

    Und das ist erst der Anfang

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    "Reschke lesen" würde Gauland wahrscheinlich sagen. ScholzWeilRhein sprechen schon wieder von der Begrenzung der "illegalen Migration", als könnte ein Mensch illegal sein, als ob sog. "Armuts-" bzw. "Wirtschaftsflüchtlinge" nicht auch verständlicherweise alles tun würden, um ihrer elendigen Lage zu entkommen, als könnte man zwischen "guten" und "Schlechten" Flüchtlingen unterscheiden. Ursula von der Leiden will sich erneut zur Kommissionspräsidentin wählen lassen und will verstärkt gegen "Schleuserkriminalität" vorgehen, wo man doch legale Wege in die EU (Stichwort "Botschaftsasyl") gar nicht zuläßt. Wie in diesem Fall Ursache und Wirkung verdreht werden, läßt sich dem Buch auch sehr gut entnehmen, besonders klarstellend durch die Verdrehung des Strafrechts, die mir als (ehemaligem) Juristen natürlich besonders übel aufstößt. The same old story.

  18. Cover des Buches Der letzte Feind (ISBN: 9783038481966)
    Giuseppe Gracia

    Der letzte Feind

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Traubenbaer

    "Der letzte Feind" von Giuseppe Gracia ist ein Thriller. 

    Hank möchte den mysteriösen Tod eines Freundes aufklären. Während er Beweise zusammenträgt zieht sich die Schlinge um seinen Hals immer mehr zu. Denn sein Freund wurde nicht grundlos getötet. 

    Der Roman spielt nach der Amtszeit von Papst Franziskus I. Sein Nachfolger beruft das dritte vatikanisches Konzil ein. Das ruft verschiedene Personen und Organisationen auf den Plan, die die Welt verbessern wollen. Zwischen all ihren Argumenten, die auf den ersten Blick plausibel erscheinen, wird es immer schwerer gut von Böse und Altruismus von Egoismus zu unterscheiden.

    Da dieses Ereignis in der Zukunft liegt sind sowohl das Szenario, als auch die verschiedenen Parteien fiktiv. Trotzdem lassen sich immer wieder Anspielungen auf unsere heutige Gesellschaft und reale Organisationen finden. Ich mochte diese Mischung, da sie die Geschichte realistisch macht. Zudem zeigt sie auf, wie schnell man (unwissentlich) auf Propaganda hereinfallen kann. Denn wie der Roman zeigt, ist es schwer sinnvolle Argumente von purer Manipulation zu unterscheiden. Mich hat das nachdenklich gestimmt.

    Neben diesen vielen Denkanstößen trat Hanks Geschichte für mich schon fast in den Hintergrund. Deswegen denke ich, dass "Der letzte Feind" kein Thriller im klassischen Sinne ist. Darum würde ich ihn auch nur bedingt Thriller- Fans, die auf der Suche nach Aktion sind, empfehlen. Denn an manchen Stellen wurde die Handlung durch den Tiefgang der Themen ausgebremst. 

    Der Roman wurde im Präsens verfasst. Mich persönlich hat weder das, noch die Rechtschreib- und Grammatikfehler, die leider immer wieder auftauchten, gestört.






  19. Cover des Buches Nacht des Ketzers: Ein Roman um Giordano Bruno (ISBN: B0096BY9GK)
    Andreas Weinek

    Nacht des Ketzers: Ein Roman um Giordano Bruno

    (2)
    Aktuelle Rezension von: katja_piel
    Giordano Bruno war ein italienischer Priester und Philosoph. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

    Andreas Weinek ist mit Nacht des Ketzers ein spannender Historien-Roman gelungen, den er auf seine ganz eigene Weise umgesetzt hat. Perfekt an die Fakten gehalten, hat Weinek darüberhinaus Giordano, Leben eingehaucht, seine Geschichte, Motivation und Hintergründe in einer spannenden Kulisse aufgebaut, so dass es dem Leser schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Immer wieder stellt man fest, wie bewandert Weinek mit der Historie ist. Excellent recherchiert führt er den Leser durch die Etappen, die der junge Philosoph Giordano geht, teilweise gehen muss.

    Während seiner Reise will er doch nur eins: Seine Thesen verkünden, Zuhörer begeistern mit seiner Gedächtniskunst, Diskurse mit anderen Gelehrten führen. Dass er häufig auf Ablehnung trifft, gar der Ketzerei beschuldigt wird, davon will Giordano nichts wissen. Man fiebert mit, hofft, dass sich bis zum Ende alles zum Guten wendet...

    Toller, flüssiger Schreibstil, dem leicht zu folgen ist, bei dem es gar Spaß macht, das Buch wieder zur Hand zu nehmen.

    Nacht des Ketzers hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich hoffe, dass man noch mehr von Weinek lesen wird.
  20. Cover des Buches Transhumanismus (ISBN: 9783451349423)
  21. Cover des Buches Straße ohne Ende (ISBN: 9783293409316)
    Mochtar Lubis

    Straße ohne Ende

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Garuda

    Mochtar Lubis war zweifelsohne eine der großen Gestalten in der literarischen Welt Indonesiens. In seinem 1952 erschienenen Roman "Straße ohne Ende" (im Original "Jalan Tak Ada Ujung") thematisiert er anhand des Schicksals seiner Protagonisten das Spannungsgefüge zwischen der Überzeugung menschlicher Werte und dem bedingungslosen Kampf für die Freiheit.

    Der zweite Weltkrieg  ist vorüber, der Nationalismus in dem, was einmal Niederländisch-Ostindien gewesen ist und sich nun langsam als Indonesien herauskristallisiert, erwacht. Doch mit dem Abzug der japanischen Besatzungsmacht beginnt für Indonesien ein neuer Kampf – ein blutiger Kampf für die Unabhängigkeit von der einstigen europäischen Kolonialmacht, die zurückgekehrt ist, um das Inselreich wieder in Besitz zu nehmen.

    Dieser turbulenten, vor Gewalt starrenden Welt sieht sich Isa, der Lehrer, gegenüber. Doch Isa verabscheut die Gewalt. Was er liebt ist die Musik, und auch die Abgeschiedenheit seiner tiefgründigen Gedankenwelt. Doch wie kann ein solcher Mensch, der den Frieden liebt, in einer Welt voller Gewalt überleben? Und wie kann er seine Passivität mit seinem Gewissen, Teil dieser neu entstehenden und um ihr Überleben kämpfenden Nation zu sein, vereinbaren?

    Isa wird zum Außenseiter und gerät immer stärker unter den Druck der Gesellschaft. Druck und Furcht sind es, die es ihm unmöglich machen seiner Frau, die er liebt, sexuelle Freude zu bereiten. Als Hazil, der junge Unabhängigkeitskämpfer, der all das ist, was Isa nicht sein kann, in sein Leben tritt, gerät auch Isa in den Sog des Unabhängigkeitskampfes und muss für ihn folgenschwere Entscheidungen treffen.

    Wie immer bewegt sich Mochtar Lubis‘ Werk ganz nah am Puls der modernen indonesischen Geschichte und schildert diese am Schicksal seiner Protagonisten. Lubis erzählt ohne Umschweife, authentisch und hautnah. Es ist der Kampf des Individuums mit sich selbst, der hier auf eindringliche Weise geschildert wird – aber auch die Geburt einer Nation aus dem Blut derer, die für sie kämpfen. Doch Lubis‘ Fazit ist keinesfalls ein Lobeslied auf den blutigen Befreiungskampf der Nation Indonesien, sondern – wie das grandiose Ende des Romans zeigt – ein mahnender Fingerzeig, dass die Unabhängigkeit der Nation nicht um jeden Preis errungen werden darf.

    Wer sich für die moderne Geschichte Indonesiens interessiert und dafür, was der Kampf um Unabhängigkeit aus den Menschen machen kann, dem sei dieses Buch empfohlen.

  22. Cover des Buches Der Gotteswahn (ISBN: 9783844902778)
    Richard Dawkins

    Der Gotteswahn

    (10)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli

    Ich sehe gerade, dass dies hier die CD betrifft. Ich habe nur das Buch gelesen. Die folgende Rezension betrifft eigentlich das Buch, hilft aber vielleicht doch.

    ‚Der Gotteswahn’ stand während Wochen auf verschiedenen Bestsellerlisten und das zu Recht. Es ist ein aggressives, provokatives Buch von einem militanten Atheisten (so nennt Richard Dawkins sich selber). Dawkins schreibt mit bissigem, scharfem Humor und er hinterlässt Verletzte, und zwar nicht nur solche, die es verdient hätten. Kann ein solches Buch ‚zu Recht’ auf den Bestsellerlisten stehen?

    Die Neuen Atheisten, zu deren Kern ‚the four horsemen’ Richard Dawkins, Daniel Dennett, Christopher Hitchens und Sam Harris zählen, sehen sich als Gegenbewegung des religiösen Fundamentalismus. Sie lehnen auch die gemässigte Religion ab, weil diese dem irrationalen Glauben den Weg bereite. Religion und Naturwissenschaften seien unvereinbar, weil erstere auf blindem Glauben beruhe, während die Naturwissenschaften auf der konsequenten Forderung nach Evidenz basieren. Der blinde Glaube ermögliche Terroranschläge, Inquisition, Religionskriege und Hexenverbrennungen. Die Aufklärung als Gegenbewegung zum blinden Glauben habe uns dagegen Menschenrechte, Demokratie, Humanität und wissenschaftlichen Fortschritt gebracht, man denke nur an die moderne Medizin!

    Auch als Atheist muss man dieser Analyse nicht zustimmen. Aber es ist wohl an der Zeit, genauer hinzuhören. Die Situation der Atheisten ist nämlich tatsächlich bemerkenswert. Einerseits sind die allermeisten Naturwissenschaftler Atheisten oder Agnostiker oder haben zumindest eine völlig andere Vorstellung von Gott, als die Durchschnittsbevölkerung. Gleichzeitig werden Atheisten in vielen Ländern diskriminiert. Das geht bis zur Todesstrafe in manchen arabischen Ländern. Aber auch in den sogenannt freien, säkularen USA werden Atheisten in manchen Staaten nicht als Zeugen zugelassen und bekennende Atheisten haben keine reelle Chance, in ein öffentliches Amt gewählt zu werden. Da müssen doch zumindest die Fragen erlaubt sein: Wie kommt es, dass in einer Gesellschaft, die bis in die hintersten Winkel auf Technologie und Naturwissenschaften basiert, Naturwissenschaftler ihr Weltbild verheimlichen müssen? Wie kann es sein, dass Menschen, die das Weltbild der Naturwissenschaftler teilen, in Wahlkämpfen massiv schlechtere Chancen haben?

    Ist das gut, wenn unsere klügsten Köpfe ihr Weltbild verheimlichen müssen? - Bereits im 19. Jahrhundert konnte John Stuart Mill zu recht sagen: „Die Welt wäre erstaunt, wenn sie wüsste, welch grosser Anteil ihrer hellsten Zierde, derer, die selbst nach volkstümlichen Einschätzungen von Weisheit und Tugend am angesehendsten sind, der Religion ganz und gar skeptisch gegenüberstehen.“

    Insbesondere bestreitet Dawkins, dass wir vor dummen Aussagen einen besonderen Respekt haben müssen, nur weil sie religiös sind. Er zeigt an einer Reihe von Beispielen aus der Bibel, wie grausam deren moralische Grundhaltung ist. Dabei ist sich Dawkins bewusst, dass viele Christen diese Geschichten nicht wörtlich, sondern symbolisch verstehen. Er gibt auch zu, dass es durchaus wertvolle Textstellen in der Bibel gibt. Daraus schliesst er aber, dass wir unsere Moral eben nicht aus der Bibel beziehen. Wir haben bereits ohne Religion ein Wissen über Gut und Böse. Und genau dieses Wissen verwenden gemässigte Gläubige, um geeignete Bibelstellen auszuwählen und andere weg zu lassen.

    Nur wenige Gläubige werden z. B. die Geschichte vom Sündenfall wörtlich nehmen. Adam und Eva sind symbolisch zu verstehen. Die Kreuzigung aber ist für einigermassen gläubige Christen die Sühne der Erbsünde. Das bedeutet, wie Dawkins erklärt: „Um sich selbst zu beeindrucken, musste Jesus also gefoltert und hingerichtet werden, als stellvertretende Bestrafung für eine symbolische Sünde, begangen von einer Person, die gar nicht existiert hat?“

    Ob es nötig oder schädlich ist, solch eine Ansicht als ‚dumm’ zu verspotten, mag jeder für sich entscheiden. Aber wenn die christliche Kirche derart verquere Ansichten über Schuld und Sühne hat, müssen wir dann ausgerechnet dieser Kirche in jeder Ethikkommission einen speziellen Platz reservieren? - Während gleichzeitig die Naturwissenschaftler mit ihrer Meinung zurück halten müssen, um dies noch einmal zu erwähnen!

    Ist aber der Titel ‚Gotteswahn’ berechtigt? – Dawkins zitiert den Neurologen Sam Harris: „Für Menschen, die viele Überzeugungen ohne rationale Rechtfertigung haben, gibt es verschiedene Bezeichnungen. Sind ihre Überzeugungen sehr weit verbreitet, nennen wir sie ‚religiös’; ansonsten sagt man gern, sie seien ‚verrückt’, ‚psychotisch’ oder ‚wahnsinnig’. ...
    Also sind religiöse Menschen zwar nicht generell geistesgestört, aber ihre Kernüberzeugungen sind es durchaus.“

    Man spürt die Empörung, man spürt aber immer auch, dass die Empörung gar nicht so übel begründet ist. Wer sich ernsthaft für eine humanere Welt einsetzen will, sei dies nun mit oder ohne Religion, der muss sich solchen Fragen stellen. Richard Dawkins stellt solche Fragen mit ätzender Schärfe. Dafür gebührt ihm Dank.
  23. Cover des Buches Am Anfang war die Nacht Musik (ISBN: 9783492273879)
    Alissa Walser

    Am Anfang war die Nacht Musik

    (57)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Als Franz Anton Mesmer 1977 zur Tochter des Hofrats Paradis gerufen wird, verändert dies sein Leben für immer. Das junge Mädchen ist hoch musikalisch und hat schon vor Rang und Namen gespielt oder gesungen. Nach einem Unglück hat sie ihr Augenlicht verloren und auch ihre Energie und Lust am Leben. Man setzt große Stücke auf Franz Anton Mesmer dem berühmten Wiener Arzt der damaligen Zeit und Stück für Stück dringt er in die harte Schale des Mädchens ein und legt die wahren Gründe ihres „Rückzugs“ frei.

    In einer klaren und wunderbaren Sprache erzählt Alissa Walser von einer bewegenden und sehr musikalischen Geschichte.

  24. Cover des Buches Wir haben die Zeit (ISBN: 9783896841971)
    Christian Schüle

    Wir haben die Zeit

    (2)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick


    Der Philosoph Christian Schüle, der zuletzt mit seinem Buch „Heimat“ (Droemer) ein Szenario für ein neues Heimatverständnis entworfen hat, mit dem sich die großen Migrations-Bewegungen unserer Zeit möglicherweise fassen und bewältigen lassen. und dabei unserer Sehnsucht nach Vertrautem und dem Mangel an Vertrauen nachgespürt hat, ist auch in seinem neuen Werk „Wir haben Zeit“ dem aktuellen Lebensgefühl der Menschen auf der Spur. Wie leben sie und wie arbeiten sie, was bewegt sie, welchen Sinn und welches Ziel wollen sie ihren Leben geben?

    Da die Menschen heute eine erhebliche höhere Lebenserwartung haben als frühere Generationen, hätten sie, so Schüle, eigentlich allen Grund, sich Zeit zu lassen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Stress, Hektik, Druck von außen, der dann nach innen wandert und krank macht, überwiegen im Leben der meisten Menschen. Sie fühlen sich wie gejagt von widersprüchlichen und sie überfordernden Anforderungen und mehr noch von den unzähligen Angeboten. So wird man nicht glücklich.

    In seinem Buch beschreibt Schüle, wie er sich die „Organisation des guten Lebens“ vorstellt. Was kann der einzelne Mensch, Frau oder Mann, tun bzw. lassen, um seine Arbeit, seine Familie und seine Freizeit in einen harmonischen und sinnerfüllten Einklang zu bringen? Doch seine Fragen gehen über das hinaus, was das Individuum für sich selbst tun kann. Er nimmt in seinem Buch auch immer wieder die gesamte Gesellschaft in den Blick und fordert eine Neudefinition von Lebensarbeitszeit, die sich an den in den verschiedenen Lebensabschnitten vorherrschenden Bedürfnissen der Menschen orientiert.

    Sein Buch ist nicht nur eine überzeugende Gesellschaftsutopie mit vielen sinnvollen Hinweisen auf das, was der Einzelne für sich in seinem Leben ändern kann, sondern auch eine kluge und aufschlussreiche Beschreibung unserer gegenwärtigen Gesellschaft und der in ihr vorherrschenden Werte.





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