Bücher mit dem Tag "humanismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "humanismus" gekennzeichnet haben.

106 Bücher

  1. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499240362)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (507)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dieses Buch wurde mir sehr oft empfohlen, und so habe ich beschlossen, es auch zu lesen und zu kaufen. Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen und habe es abgebrochen, da mir der Schreibstil einfach nicht gefällt. Ich weiß nicht, ob es an der alten Ausgabe liegt, oder dass das einfach so ist. Und wird bei mir mit U. abgekürzt und das stört mich beim Lesen einfach.

  2. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (680)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Bücher begeistern mich immer dann, wenn ich die Figuren in meinem Kopf sprechen hören kann und das Bedürfnis habe, mit ihnen in Kontakt zu treten und meine Güte, was hat mich dieses Buch mitgenommen. 

    Es geht um Geschichten, die erzählt werden müssen, um Kommunikation zwischen Lebenswelten, die teils weit voneinander entfernt sind, aber eben oft auch nicht und um Grenzen im Kopf, die keine sein müssen. 

    Uneingeschränkte Leseempfehlung! 

  3. Cover des Buches Tiere essen (ISBN: 9783596512850)
    Jonathan Safran Foer

    Tiere essen

     (520)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Um es gleich vorweg klarzustellen: Jonathan Safran Foer liefert in „Tiere essen“ nicht die Lösung für all die Probleme, die die Massentierhaltung mit sich bringt. Er hat nicht diesen einen genialen Einfall, der alle Missstände wie durch Magie aus der Welt schafft. Und viele Fakten, die Foer in seinem Buch zusammenstellt, hat man so oder so ähnlich schon mal irgendwo gelesen oder in Dokumentationen gesehen.

    Und trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass „Tiere essen“ zu den Büchern gehört, die jeder in seinem Leben mal gelesen haben sollte. So komprimiert findet man all diese Infos sonst nirgends – und vor allem so empathisch. Denn Foer hebt nicht mahnend den Zeigefinger oder spielt sich als aktivistischer Veganer auf. Es geht nicht darum, ein schlechtes Gewissen zu erzeugen oder Fleischesser als Monster abzustempeln.

    Foer zeigt in eindringlichen, gut verständlichen Worten, was Massentierhaltung und Aquakultur bedeutet. Was es für die Tiere bedeutet, aber auch, was es für die Menschen bedeutet, die dieses Fleisch kaufen und essen – und diese Maschinerie damit unterstützen. Ich habe beim Lesen oft Pausen gemacht, weil ich über viele Dinge nachdenken musste und bei anderen Infos richtig fassungslos war.

    „Tiere essen“ ist kein Aufruf zu Vegetarismus oder Veganismus. Foer will seine Leser auch nicht erziehen und nach seinen Moralvorstellungen formen. Es ist ein Plädoyer dafür, Tiere nicht wie leblose Waren zu behandeln und verlorene Empathie wiederzuentdecken. Und es ist eine Bitte, nicht die Augen zu verschließen vor dem Leid, das unsere moderne Ernährung den Tieren und unserer Umwelt antut.

  4. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.110)
    Aktuelle Rezension von: heli

    Nun ja, am Anfang war ich wenig begeistert, doch nach langer Besprechung Unterricht, habe ich einen anderen Blick auf das Buch geworfen. Nathans Ringparabel über die Gleichwertigkeit der Religionen und allgemein Lessings Gedanken im Werk sprechen mich sehr an. 

  5. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.392)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald


    Daddy sorgt dafür, dass Kathi guten Lesestoff bekommt. So mögen wir das, bester Papa. 

    .

    Daniel Kehlmann erzählt in diesem biographischen Roman die Lebensgeschichte zweier bedeutender Wissenschaftler: Alexander von Humboldt, dessen Name wahrscheinlich vielen bekannt ist: wissbegieriger und empirischer Naturforscher deluxe, der für seine Expeditionen quer über den Planeten gereist ist. Carl Friedrich Gauß, theoretischer Mathematiker, Astronom, blitzgescheit und Stubenhocker vom feinsten. 

    Der Schreibstil des Buches ist ansprechend, aber gewöhnungsbedürftig. Hier wird nichts beschönigt: mit trockenem Humor und einer guten Portion Zynismus beschreibt Daniel Kehlmann die beiden Persönlichkeiten und ihren Werdegang, was für viele Schmunzler zwischendurch sorgt. Jeder bekommt sein Fett weg. Im Gegensatz zu den positiven Eigenschaften der Herren Forscher werden deren negativen übertrieben dargestellt - was für einen gewissen Unterhaltungsfaktor sorgt. So ist Gauß ein engstirniger sturer Kauz und Humboldt ein prüder Naivling. Beschrieben wird ihr Weg zur Forschung, Ausbildung, wissenschaftlichen Errungenschaften sowie die distanzierte, aber doch freundschaftliche Beziehung der beiden. 

    Die Bedeutung des Titels hat sich mir erst gegen Ende hin erschlossen - Kathi mit Brett vor dem Kopf: da hätte ich auch früher draufkommen können. Die Welt wird natürlich nicht wortwörtlich vermessen, viel eher zeigt der Autor durch die Darstellung der Lebensgeschichten die beiden unterschiedlichen Herangehensweise um die Vorgänge der Natur zu verstehen. Der eine erkundet, erforscht, misst, notiert - der andere berechnet, kalkuliert, denkt. Beide kommen so jedoch zu ihrer Wahrheit. 

    Eine tolle Geschichte - doch trotz des positiv ungewöhnlichen Schreibstils und dem biographischen Ansatz konnte mich das Buch leider nicht gänzlich abholen.


  6. Cover des Buches Willkommen im Meer (ISBN: 9783426519110)
    Kai-Eric Fitzner

    Willkommen im Meer

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Christine_Neumeyer

    Zunächst haben mir das Cover und der Titel sehr gut gefallen. Passt perfekt zum Roman über das Leben eines sozial und humanistisch eingestellten Lehrers und Vaters an einem Gymnasium in einem konservativ und elitär eingestellten Umfeld. Die Kämpfe mit der Kollegenschaft werden allerdings sehr breit erzählt, vor allem in den Dialogen. Dennoch ist Willkommen im Meer ein schönes Buch mit wunderbaren Gedanken des Hauptprotagonisten für eine bessere Welt und Gesellschaft.

  7. Cover des Buches Die Liebe ist stark (ISBN: 9783957340504)
    Francine Rivers

    Die Liebe ist stark

     (57)
    Aktuelle Rezension von: peanjo

    Wer die Geschichten in der Bibel kennt, ist vielleicht schon einmal über das Buch Hosea im Alten Testament gestolpert. Es berichtet von Hoseas Kampf gegen den Götzendienst und spiegelt das in einer Liebesbeziehung zu einer Prostituierten wider. 

    Diese Geschehnisse hat die bekannte und erfolgreiche Autorin Francine Rivers aufgegriffen und in die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Kalifornien verlegt. Mitten in der Zeit des Goldrausches wird die erst achtjährige Sarah an einen pädophilen Zuhälter verkauft und muss von da an als Hure ihrem Dienstherrn und seinen Kunden zur Verfügung stehen. Um nicht daran zu zerbrechen, schottet sie ihre Seele ab und lebt als "Angel" in diesem grausamen Milieu. Zwar gelingt ihr die Flucht von Duke, ihrem Zuhälter, aber kaum in Kalifornien angekommen, fällt sie einer nicht weniger grausamen Puffmutter  mit dem Namen Gräfin in die Hände. Und so setzt sich dieses zerstörerische Leben einfach fort... bis Michael, ein einfacher, ehrlicher und gottergebener Farmer sie entdeckt und alles daran setzt, Angel zu befreien. Er investiert alles, seinen Besitz, seine Zeit, seine Kraft, seinen Glauben und vor allem seine Liebe, um Angels Liebe zu gewinnen. Aber es dauert lange, bis Angel überhaupt bereit ist, ihm zu vertrauen und mit ihm zu gehen. Und noch viel mehr, bis Angel wirklich glaubt, dass dies wahr ist und sie ihre Mauern einreißen lassen darf. 

    Eine beeindruckende, auch sehr brutal ehrlich beschriebene Geschichte einer Beziehung eines liebenden Mannes und einer sehr verletzten Frau, der als Kind schon ihre Reinheit, ihre Unschuld und ihr Unvertrauen genommen wurden.

  8. Cover des Buches Homo Deus (ISBN: 9783406727863)
    Yuval Noah Harari

    Homo Deus

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Lauria21

    Kluger und mutmachender Nachfolger von 'Eine kurze Geschichte der Menschheit' für ein gutes Leben, das auch noch in 30, 50 und 100 Jahren möglich ist! Und wie dies durch gemeinsame Anstrengung und Zusammenhalt und -arbeit gelingen kann. Harari gehört in jede heimische Bibliothek!

  9. Cover des Buches Haben oder Sein (ISBN: 9783423195195)
    Erich Fromm

    Haben oder Sein

     (130)
    Aktuelle Rezension von: KatieCat

    Haben oder Sein gehört ohne jeden Zweifel zur Standardliteratur für all jene, die sich im vorherrschenden System berechtigterweise nicht zu Hause fühlen. Dieses Werk steht seit Jahren in meinem Bücherregal und ist eines der sehr wenigen Bücher, die ich nach dem Lesen nicht weitergebe, weil es sehr zeitgemäß ist und sich die Auffrischung des Gelesenen immer wieder lohnt.

    Gerade in unserer Zeit bewahrheiten sich viele von Fromm's Prognosen, und einige seiner schlimmsten Befürchtungen stehen in ihrer Umsetzung unmittelbar bevor. Wohin uns das "Haben" geführt hat, sehen wir am Zustand der Welt, in der wir leben.

    Noch ist Zeit, dem "Sein" wieder die verdiente Bedeutung zurück zu geben. Ich lege dieses Buch wirklich ALLEN wärmstens ans Herz! Es ist eines der wichtigsten Werke unserer Zeit.

  10. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783518188538)
    Friedrich Schiller

    Maria Stuart

     (551)
    Aktuelle Rezension von: Woerterschloss_

    Schulbuch, Pflichtlektüre... Naja, normalerweise kann mich das, was ich für die Schule lesen "muss" tatsächlich nicht so überzeugen. Nicht, dass ich die Romane/Dramen schlecht finde, auch kann ich bis zu einem gewissen Grad verstehen, warum vieles "älteres" heutzutage noch gelesen werden soll, aber die Geschichten konnten nie dieses brennende Begeisterung in mir wecken, die mich privat dazu bringt, Seite um Seite umzublätter, ohne zu merken wie die Zeit vergeht, gar zu vergessen, dass ich überhaupt lese, und die Figuren nicht nur vor meinem inneren Auge lebending werden, sondern tatsächlich neben mir zu stehen scheinen. "Maria Stuart" war aber wider Erwarten anders als die Schullektüren, die ich bisher gelesen habe. 

    Zugegebenermaßen war ich anfangs recht skeptisch, denn das Lesen von Schillers "Die Räuber" war wirklich ein Kraftakt für mich und auch als ich die ersten Szenen dieses Dramas gelesen habe, hat mir die nicht so leicht zugängliche Sprache zu schaffen gemacht und vor allem wie unfassbar lang ich fürs Lesen gebraucht habe. Auch dass Figuren an verschiedenen Stellen anderes genannt wurden oder über sie gesprochen wurde, während sie nicht anwesend oder überhaupt noch nicht aufgetreten waren, hat es kompliziert gemacht. Das fehlende geschichtliche Hintergrundwissen hat das Ganze nicht vereinfacht.

    Mit diesen Schwierigkeiten bin ich allerdings zunehmend gut zurecht gekommen, was den Lesefluss natürlich ungemein verbessert hat. Ich habe angefangen, weit über die vorgegebenen Szenen hinauszulesen, weil ich tatsächlich wissen wollte, wie es weiter geht. 

    Auch für die Figuren sind immer lebendiger geworden, sodass ich nicht wie anfangs verwirrt war, sondern ein Gefühl für sie bekommen habe, sie einschätzen konnte und gespannt war, welche Entscheidungen sie treffen würden.

    Was auch zu meinem Vorteil war, war, dass mir Schauplatz und Handlungszüge nicht so fremd waren, da ich auch sonst sehr gerne Romane lese, die an Königshöfen spielen, in denen Intrigen und Macht, Familie und Liebe eine große Rolle spielen. 

    Auch das sie Emanzipation der Frau eine so große Rolle gespielt hat, hat mir sehr gut gefallen, da ich das nicht erwartet hätte - gerade da es sich um so ein "altes" Drama handelt. Jedoch waren Maria und Elisabeth beides starke Frauenfiguren und insbesondere erstere auch in anderen Bereichen ein Vorbild. 

  11. Cover des Buches Seelenfänger (ISBN: 9783442469963)
    Jonathan L. Howard

    Seelenfänger

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Johannes Cabal ist auf dem Weg in die Hölle um dem Teufel seine Seele wieder abzunehmen. Er hat Glück, denn Satan wettet gerne und er hat noch ein Konzept für einen Jahrmarkt in der Schublade. Er gibt Johannes ein Jahr Zeit, einhundert Seelen vertraglich zum Überschreiben ihrer Seele an den Höllenfürsten zu bewegen und der Jahrmarkt soll dafür die Basis bilden. Johannes ist Nekromant, aber kein Jahrmarktbetreiber und von dem was Menschen Spaß macht, hat er leider auch keine Ahnung, also benötigt er Verstärkung, denn die Sanduhr rieselt weiter…

    Ein Fantasy-Roman vollgefüllt mit schwarzem Humor, Ideen und manchmal gibt es auch etwas zum Nachdenken. Die Brüder Johannes und Horst Cabal könnten unterschiedlicher nicht sein. Johannes ist eine Miesmuschel, Misanthrop und eigentlich nur an seinen Forschungen interessiert. Bruder Horst ist ein Vampir mit viel Charisma und einem guten Herzen, der den Jahrmarkt seines Bruders zum Laufen bringt. Das Herzstück des Jahrmarktes ist eine Dampflok mit dem der Jahrmarkt durch die Landen fährt und seine makabren Attraktionen zur Schau stellt. Das Buch ist an keiner Stelle langweilig, die Charaktere sehr interessant und die Geschichte wird brillant erzählt. Ob Satan, die Latexlady Layla oder Bones sie alle tragen dazu bei, dass dieses Buch ein rabenschwarzer Lesegenuss geworden ist. An jeder Station warten neue Geschichten und Schicksale auf den Leser. Wer hat es verdient seine Seele dem Teufel zu überschreiben und wer nicht? Wird es Johannes gelingen, die geforderten Seelen zur Unterschrift zu verführen, oder ist sein Leben verwirkt?

    Wer schwarzen Humor und Fantasy mag, dürfte an Johannes Cabal seine Freude haben. Ich werde der Serie treu bleiben und mich schon bald wieder mit dem miesepetrigen Johannes auf die Reise begeben.
  12. Cover des Buches Der Club der toten Dichter (ISBN: 9783404115662)
    N.H. Kleinbaum

    Der Club der toten Dichter

     (242)
    Aktuelle Rezension von: Mrs. Dalloway

    Seit ich den Film in der Schule gesehen habe, liebe ich den Club der Toten Dichter. Das Buch hat nur wenige Seiten, die entsprechend schnell gelesen sind. Dennoch fehlt es ihnen nicht an Tiefe. Ich finde es total spannend, einen Einblick in das Schulsystem der vergangenen Jahrzehnte zu bekommen und meine Literaturkenntnisse ein wenig aufzufrischen. Ein Klassiker, den jeder gelesen haben sollte.

  13. Cover des Buches Antigone (ISBN: 9783110357615)
    Sophokles

    Antigone

     (544)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Nochmal lesen würde ich es auf jeden Fall nicht, da es mich einfach nicht gefesselt hat. Allerdings mag ich die Charaktere, am meisten Antigone.
  14. Cover des Buches Die Kunst des Liebens (ISBN: 9783548377513)
    Erich Fromm

    Die Kunst des Liebens

     (247)
    Aktuelle Rezension von: lesebegierig

    „Trotz unserer tiefen Sehnsucht nach Liebe halten wir doch fast alles andere für wichtiger als diese: Erfolg, Prestige, Geld und Macht. Unsere gesamte Energie verwenden wir darauf, zu lernen, wie wir diese Ziele erreichen, und wir bemühen uns so gut wie überhaupt nicht darum, die Kunst des Liebens zu erlernen.“-Erich Fromm in „Die Kunst des Liebens“

    In meinen Lernpausen lese ich gerade „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm. Ich bin schon fast fertig und ich bin jetzt bereits begeistert von diesem Buch. In seinem Werk diskutiert Erich Fromm die Liebe in allen ihren Aspekten und Formen, die weit über ihre romantische Vorstellung hinausgehen und beleuchtet die Praxis der Liebe. Zudem wirft er einen kritischen Blick auf die Möglichkeit zu Lieben in der westlichen kapitalistischen Gesellschaft, ein Thema, das nach über 60 Jahren kaum an Aktualität verloren hat. Erich Fromm bringt komplexe Gedanken in einer gut verständlichen und anschaulichen Sprache auf den Punkt. Das Buch regt mich sehr zum Nachdenken an und ich komme beinahe dem Markieren und Unterstreichen der vielen tollen Textstellen nicht mehr hinterher. Sehr lesenswert!

  15. Cover des Buches Der Medicus von Heidelberg (ISBN: 9783426512869)
    Wolf Serno

    Der Medicus von Heidelberg

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Euridike
    Schon der Beginn mit der vom Vater an der Stiefmutter durchgeführten Kaiserschnittentbindung, bei der der junge Lukas assistieren muss, ist sehr fesselnd. Das ist der Grund warum Lukas ein Medicus werden will. Die Kapitel danach handeln von seinen Studien in Basel und Erfurt. Der Zufall führt ihn danach durch seine Geliebte, die Prinzessin Odilie nach Heidelberg, an den Hof ihres Vaters, Philpps des Aufrichtigen. Dort praktiziert er eine gewisse Zeit als Medicus, bevor er von  ihrem Ehemann heimlich in den Kerker gesteckt wird. Das Ende ist dramatisch und raetselhaft. Wird er befreit oder nicht. Mir ist das nicht ganz klar.



  16. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  17. Cover des Buches Empört Euch! (ISBN: 9783550088834)
    Stéphane Hessel

    Empört Euch!

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin-Scheuer

    Über dieses Buch, das monatelange auf der Bestsellerliste stand, wurde bereits viel gesprochen und geschrieben. Für einige ist es wohl sogar zu einer Art "Bibel" geworden. Es geht zurück auf eine Rede Hessels, die viel Beachtung fand.
    Klar, dass ich dieses Werk auch einmal lesen wollte, um herauszufinden, was so besonders daran ist.

    Leider kann ich die allgemeine Euphorie nicht so ganz teilen.
    Bei dem dünnen Heftchen - ich würde es eher eine "Schrift" als ein "Buch" nennen - handelt es sich um den Aufruf eines 94jährigen an die jüngeren Generationen, sich endlich wieder mehr zu engagieren. Mich erinnerte dies etwas an das ewige "Früher war alles besser" und die ständigen "die Jugend von heute"-Klagen, die mich immer ärgern, weil sie schlicht und ergreifend falsch sind.
    Die Dinge, für wir uns engagieren sollen, liefert Hessel gleich mit. Neues hat er dabei nicht zu bieten: für Umwelt und soziale Gerechtigkeit, gegen die Macht der Banken und des Geldes, in Israel und den arabischen Ländern. Nunja.

    Was mich allerdings wirklich stark beeindruckte, war der Lebensweg von Hessel, von dem man das ein oder andere innerhalb der Schrift; wesentlich mehr jedoch in einem Nachwort erfährt. Hessel wurde in Deutschland geboren und flieht mit seinen Eltern während des Zweiten Weltkriegs nach Frankreich aus, nachdem es der jüdischen Familie gelang aus dem KZ "Buchenwald" zu entkommen. (Schon allein DAS finde ich zu tiefst beeindruckend; es geht aber noch weiter) Als Jugendlicher und junger Mann engeagiert er sich in der Resistance gegen Nazideutschland und schreibt schließlich nach Ende des Zweiten Weltkriegs an der Menschenrechtscharta mit. Später ist er als Botschafter für Frankreich an den unterschiedlichsten Orten weltweit im Einsatz. Wow!
    Mit diesem Hintergrund, finde ich, bekommt die Schrift doch gleich eine ganz andere Perspekitve. Wer sich stets so sehr für die eigenen Ideale und eine bessere Welt einsetzte, hat meiner Meinung nach alles Recht, sich über die heutigen Verhältnisse und die scheinbare Letargie der Jugend zu beschweren. Denn - sind wir mal ehrlich - so stark engagiert sind die wenigstens von uns. Natürlich sind die offensichtlichen Bedrohungen auch - gottseidank - geringer. Gründe, um sich zu engagieren - gibt es aber noch immer genug. Schön, dass uns so ein außergewöhnlicher Mensch hieran erinnerte.

    Unmittelbar nach der Lektüre dieses Werkes habe ich die Autobiografie von Stephane Hessel "Mein Tanz mit dem Jahrhundert" auf meine Wunschliste gesetzt. Ich bin wirklich schwer beeindruckt.

  18. Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783328106739)
    Stefan Zweig

    Schachnovelle

     (1.281)
    Aktuelle Rezension von: betweenenchantingpages

    Wenn man mitfiebern will, muss man die Schachnovelle lesen.

    Die Charaktere, die Story, das Ambiente; 100% lesenswert.

    Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

    Spielend auf einem Schiff nach Buenos Aires, trifft Dr. B den Schachweltmeister Mirko Czentovic, gegen wen er antritt.

    Dieses Schachspiel bringt für Czentovic Erinnerungen an die Oberfläche.

  19. Cover des Buches Der Existentialismus ist ein Humanismus (ISBN: 9783499227134)
    Jean-Paul Sartre

    Der Existentialismus ist ein Humanismus

     (10)
    Aktuelle Rezension von: LadyLou
    Sartre lehrt einen Verantwortung für sein Handeln, seine Entscheidungen, generell für sein Leben zu übernehmen. Es gibt weder Gott, Pech, noch andere externe Faktoren die unser Handeln bzw. unsere Entscheidungen rechtfertigen oder relativieren können. Durch das Buch lernt man sich selbst mehr kennen. Außerdem hört man auf Floskeln wie "Ich hatte leider Pech..." oder "Ich konnte nicht, weil..." zu benutzen und steht zu seinen guten und schlechten Entscheidungen.
  20. Cover des Buches Utopia (ISBN: 9783717524564)
    Thomas Morus

    Utopia

     (133)
    Aktuelle Rezension von: derbuecherwald-blog

    Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/2020/08/rezension-utopia.html

    "Utopia" ist auf jeden Fall ein etwas anspruchsvollerer Klassiker. Denn Thomas Morus Beschreibung von Utopia ist nicht gerade spannend und ereignisreich. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass ich einiges daraus mitnehmen konnte und mich diese Lektüre angeregt hat, über viele politische und menschliche Eigenarten nachzudenken.


    Anfangs war ich etwas von dem trockenen und ereignislosen Schreibstil enttäuscht, weil ich eher einen Reisebericht ähnlich zu Gullivers Reisen erwartet hatte. Mit dieser Erwartung war der detailreiche Bericht, den ich stattdessen bekam, natürlich ernüchternd. Als ich mich jedoch damit abgefunden hatte, habe ich gemerkt, dass Morus Roman viele interessante Gedankenspiele enthält und manchmal sogar modern wirken konnte, etwa wenn er von Gleichberechtigung spricht. Daher würde ich dieses Werk als interessante und bildende Lektüre bezeichnen, aber nicht als besonders leicht zu lesen und würde es vor allem allen empfehlen, die sich für Politik und Staatssysteme interessieren.


    Die Ausgabe des Manesse Verlags ist natürlich wieder schön gestaltet und so handlich, dass ich das Buch, während ich es gelesen habe, überallhin mitnehmen konnte. Das Nachwort habe ich diesmal als etwas kryptisch empfunden und war meiner Meinung nach nicht so hilfreich zum weiteren Verständnis des Romans, wie ich mir erhofft hatte.

  21. Cover des Buches Die Wende (ISBN: 9783886808489)
    Stephen Greenblatt

    Die Wende

     (18)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Lukrez' Gedicht De rerum natura hatte großen Einfluss auf das Denken in der Renaissance. In diesem Buch geht es um das Leben des Menschen, der das Gedicht im Mittelalter in einer Klosterbibliothek aufspürte und dadurch ein anderes Denken anstieß.
    Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und zeigt den Bruch zwischen Antike und Mittelalter, wenn man die Ideen Epikurs einbringt. Wer philosophisch belesen ist, kann zugreifen.
  22. Cover des Buches Iphigenie auf Tauris (ISBN: 9783846029688)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Iphigenie auf Tauris

     (411)
    Aktuelle Rezension von: Bionoema

    Da ich ein großer Fan der Mythologie und Familienverstrickungen bin, hat mir das Stück von Goethe sehr gut gefallen. Es lässt sich leicht und flüssig lesen. Für Zwischendurch gut geeignet!

  23. Cover des Buches Die Philosophin (ISBN: 9783596520893)
    Peter Prange

    Die Philosophin

     (187)
    Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaber

    Nach dem Tod ihrer Mutter kommt die junge Sophie auf Umwegen nach Paris, wo sie als Kellnerin im Café "Procope" arbeitet, dem Treffpunkt vieler Künstler und Freidenker. Dort lernt sie den Philosophen Diderot kennen und verliebt sich in ihn. Hautnah erlebt sie mit, wie die Idee einer allumfassenden Enzyklopädie mit dem Wissen der Menschheit entwickelt wird. Es dauert sehr lange und viele Irrungen, bis sie erscheinen kann, denn durch Verrat und Intrigen verzögert sich die Erstellung immer wieder. Insbesondere die schon wankende Monarchie versucht das Erscheinen zu vereiteln. Auch die Kirche fühlt sich in dieser Zeit vor der französischen Revolution bedroht.

    Die gut recherchierten historischen Fakten fließen passend in die fiktive Geschichte ein. Insbesondere der Part der Madame de Pompadour, Mätresse von Ludwig XVI. hat mir gut gefallen. Auch das Treffen auf die großen Denker der Geschichte wie Voltaire und Rousseau war sehr informativ und unterhaltsam. Die Geschichte der Emanzipation der Philosophie zeigt, dass Wissen und Freiheit große Errungenschaften sind.

    Leider sind doch recht viele Passagen langatmig und sogar zeitweise zäh, es fehlt an Spannung und fesselnder Erzählung. Die Erklärung des Autors zum Ende des Buches zeigt die Entstehung der Idee für diesen Roman, was mir gut gefallen hat.

  24. Cover des Buches Verdammtes Land (ISBN: 9783492307178)
    Andreas Altmann

    Verdammtes Land

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Chrischan
    Ich will über Palästina nichts als Geschichten erzählen, weil mich jede Illusion - die Antwort zu finden - längst verlassen hat. Geschichten von den einen, die andere quälen und erniedrigen. Und den anderen, die gequält und erniedrigt werden. Und Geschichten von Heldinnen und Helden, die es zäh und beherzt mit ihrer Wirklichkeit aufnehmen. Von Frauen und Männern, von denen all wir anderen etwas erfahren könnten: über Würde, über Großzügigkeit, über schiere Tapferkeit. Klar, vom Irrsinn und der Lächerlichkeit wird auch die Rede sein. Denn das muss man Palästina lassen: Stories hat das Land zu bieten, an jedem Eck, zu jeder Stunde. - Andreas Altmann

    Und so beginnt er einfach zu erzählen, der Reiseautor, der Weltenbummler und manchmal Aussteiger. Wie er im nicht ganz so heiligen Land ankommt; wie er aufgenommen wird, von Juden, von Muslimen, von Christen. Er erzählt, wie sie im begegnen, ihm dem Atheisten, dem durch und durch Ungläubigen: mit Herzlichkeit, mit Gastfreundschaft, mit Respekt.

    Doch es gibt auch jene "unangenehmen" Begegnungen. Aufeinandertreffen mit Fanatikern aller Seiten, mit den vernagelten Juden, den verbohrten Christen und den fundamentalistischen Muslimen. 

    Es ist eine Reise, die widersprüchlicher nicht sein könnte. Eine Reise in eine Welt zwischen Sehnsucht und Hass, zwischen Schönheit und der hässlichen Fratze des Krieges; eine Welt zwischen Himmel und Hölle. 
    Mittendrin Andreas Altmann, der mit einer unprätentiösen Sprache, mit Leidenschaft und Wehmut von Land und Leuten berichtet. Der aufmerksam zuhört und aufmerksam macht, ohne dabei zu fatalisieren. Altmann zeigt eben jene Menschen, die einfach nur frei und selbstbestimmt leben wollen. Die das Beste aus dem kargen Land machen wollen und nicht verstehen können, warum man ihnen diesen kargen Flecken auch noch wegnehmen will.
    Altmann macht kein Geheimnis daraus, dass er für einen palästinensischen Staat ist, aber er ist dabei nicht aufdringlich oder gar missionarisch. Er ist dieser idealistische Journalist, der alle Seiten betrachtet, der vorurteilsfrei an etwas herangeht.
    Ein wunderbarer Reisebericht, wie er schöner und aufrüttelnder nicht sein könnte. Durch und durch humanistisch, in Sprache und Gebaren. Sympathisch, bewegend und zutiefst menschlich.

    (c) Christian Hesse, Oktober 2014

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