Bücher mit dem Tag "humboldt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "humboldt" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783570102060)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Elisabeth_Rettelbach

    Ich liebe historische Reise- und Wissenschaftsbeschreibungen ohnehin sehr, und hier hat mich auch der lebendige Schreibstil mitgerissen. Das Werk befasst sich mit interdisziplinärem und universalem Weltwissen, das die Jahrhunderte überdauert: Philosophie, Geschichte, Naturwissenschaft, Kunst, Soziologie … Auch machte Humboldt damals schon auf beginnende Umweltzerstörung aufmerksam und kritisierte den Kolonialismus und seine Auswirkungen auf Mensch und Natur durch Ausbeutung. Natürlich lässt sich nicht verhehlen, dass auch er selbst zwangsläufig ein europäischer Eindringling auf dem südamerikanischen Kontinent war und aus heutiger Sicht mit Sicherheit Ausbeutung betrieben hat – allein schon das Sammeln von Pflanzen und Tieren etc. Dennoch schien er für die damalige Zeit umsichtig vorzugehen und wirklich vor allem Wissensdurst stillen wollen, nicht sich selbst bereichern. Ein herrliches Buch, das ich Nächte durchgelesen habe. Sehr zu empfehlen.

  2. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783865391872)
    Sabine Anders

    Liebesbriefe großer Männer

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, eins seiner Bücher habe ich immer bei mir. Ob Briefe, Gedichte, Geschichten - sie erzählen vom Leben, von der Vorstellung davon, mit  allem, was  dazu gehört... Was soll ich noch schreiben,
    ich habe mich in seine Literatur verbissen... 
  3. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.392)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald


    Daddy sorgt dafür, dass Kathi guten Lesestoff bekommt. So mögen wir das, bester Papa. 

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    Daniel Kehlmann erzählt in diesem biographischen Roman die Lebensgeschichte zweier bedeutender Wissenschaftler: Alexander von Humboldt, dessen Name wahrscheinlich vielen bekannt ist: wissbegieriger und empirischer Naturforscher deluxe, der für seine Expeditionen quer über den Planeten gereist ist. Carl Friedrich Gauß, theoretischer Mathematiker, Astronom, blitzgescheit und Stubenhocker vom feinsten. 

    Der Schreibstil des Buches ist ansprechend, aber gewöhnungsbedürftig. Hier wird nichts beschönigt: mit trockenem Humor und einer guten Portion Zynismus beschreibt Daniel Kehlmann die beiden Persönlichkeiten und ihren Werdegang, was für viele Schmunzler zwischendurch sorgt. Jeder bekommt sein Fett weg. Im Gegensatz zu den positiven Eigenschaften der Herren Forscher werden deren negativen übertrieben dargestellt - was für einen gewissen Unterhaltungsfaktor sorgt. So ist Gauß ein engstirniger sturer Kauz und Humboldt ein prüder Naivling. Beschrieben wird ihr Weg zur Forschung, Ausbildung, wissenschaftlichen Errungenschaften sowie die distanzierte, aber doch freundschaftliche Beziehung der beiden. 

    Die Bedeutung des Titels hat sich mir erst gegen Ende hin erschlossen - Kathi mit Brett vor dem Kopf: da hätte ich auch früher draufkommen können. Die Welt wird natürlich nicht wortwörtlich vermessen, viel eher zeigt der Autor durch die Darstellung der Lebensgeschichten die beiden unterschiedlichen Herangehensweise um die Vorgänge der Natur zu verstehen. Der eine erkundet, erforscht, misst, notiert - der andere berechnet, kalkuliert, denkt. Beide kommen so jedoch zu ihrer Wahrheit. 

    Eine tolle Geschichte - doch trotz des positiv ungewöhnlichen Schreibstils und dem biographischen Ansatz konnte mich das Buch leider nicht gänzlich abholen.


  4. Cover des Buches Chroniken der Weltensucher (Band 1) - Die Stadt der Regenfresser (ISBN: 9783785574096)
    Thomas Thiemeyer

    Chroniken der Weltensucher (Band 1) - Die Stadt der Regenfresser

     (277)
    Aktuelle Rezension von: verena_voss

    Ausgelesen! 5/5🌟

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    Autor: @tthiemeyer 

    Titel: Chroniken der Weltensucher "Die Stadt der Regenfresser" (1. Band)

    Verlag: @loewe.verlag

    Selten: 448 Seiten (ET 2012)

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    Wunderbar, gelungener Auftakt!

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    Was für ein toller Auftakt dieses Abenteuer-Romans "Die Stadt der Regenfresser" von Thomas Thiemeyer aus dem Loewe Verlag. 

    Mit 448 Seiten ist dieses Jugendbuch (12 - 15 Jahre) kein Schmöker für Zwischendurch, doch man fliegt regelrecht mit dem Forscher Humboldt und seinen Gefährten durch die Geschichte. 

    Das Cover, egal ob mit oder ohne Schutzumschlag, ist ein Augenschmauß. Wunderschön illustriert, macht es ordentlich was her. 

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    Wir reisen mit C. Friedrich Donhauser "Humboldt', Oskar, einem kleinen sehr sympathischen Straßendieb, Charlotte  seine Nichte und Eliza, über den Globus, nach Südamerika, in die Anden. 

    Dort ist ein bekannter Fotograf verschollen und mehrere geheimnisvolle Fotoplatten des Vermissten, aufgetaucht. Der Inhalt lässt auf eine große Entdeckung schließen und das Forscherteam macht sich sofort auf die Reise. Doch sie sind nicht die einzigen, die eine Sensation wittern. Alte Rivalen sind ebenfalls auf dem Weg in die Hochebenen und versuchen alles um Humboldt aufzuhalten. 

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    Thomas Thiemeyers Werk, ist fantastisch ausgearbeitet. Starke Charaktere, rasante Handlungen, wunderschöne Schauplätze und ein glaubhaft, erzählter Schreibstil, machen dieses spannende Abenteuer zu etwas ganz besonderem. 

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    Ich freue mich, diese Bücher meinen Kindern weiterzugeben und mit ihnen die folgenden Bände der Weltensucher zu entdecken. 

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    Eine ganz große Leseempfehlung!!

    Danke Thomas, für diese wahnsinnig tolle Geschichte! 📚🙏🥰



  5. Cover des Buches Chroniken der Weltensucher (Band 5) - Das Gesetz des Chronos (ISBN: 9783785570500)
    Thomas Thiemeyer

    Chroniken der Weltensucher (Band 5) - Das Gesetz des Chronos

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 448 Seiten

    Verlag: Loewe (17. Juni 2013)

    ISBN-13: 978-3785570500

    empfohlenes Alter: ab ca. 12 Jahren

    auch als E-Book erhältlich


    Reisen in der Zeit


    Inhalt:

    Im Geheimen arbeitet Carl Friedrich von Humboldt an einer Zeitmaschine. Da wird ein Attentat auf den Kaiser verübt und das Land droht ins Chaos zu stürzen. Lässt sich eventuell mithilfe der Zeitmaschine das Attentat in der Vergangenheit verhindern?


    Meine Meinung:

    Dies ist nun der fünfte und letzte Band der Reihe. Theoretisch kann man ihn für sich allein lesen, aber natürlich macht es mehr Spaß, wenn man die Vorgänger kennt. 


    Dieses Buch ist bei Weitem politischer und auch brutaler als die vier Bände davor. Dies passt allerdings zum fortgeschrittenen Alter der Protagonist*innen. 


    Das Thema Zeitreisen ist ja immer sehr schwer zu bearbeiten. Meistens schleicht sich irgendwo eine kleine unlogische Szene hinein. Thomas Thiemeyer hat das allerdings sehr gut hinbekommen. 


    Zwar fand ich die Story um die Reisen in der Zeit toll, allerdings nicht ganz so spannend erzählt wie die vorherigen Abenteuerreisen durch der Welt. Daher war dies leider meinem Empfinden nach der schwächste Band der Reihe. Trotzdem hat mir die ganze Reihe wirklich gut gefallen. Für junge Lesende und auch für Erwachsene zu empfehlen.


    Die Reihe „Chroniken der Weltensucher“:

    1. Die Stadt der Regenfresser

    2. Der Palast des Poseidon

    3. Der gläserne Fluch

    4. Der Atem des Teufels

    5. Das Gesetz des Chronos


    ★★★★☆


  6. Cover des Buches An den Ufern des goldenen Flusses (ISBN: 9783499259777)
    Isabel Beto

    An den Ufern des goldenen Flusses

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Faidit
    Verwoben mit der interessanten Historie um den Freiheitskämpfer Bolivar und der Geschichte Venezuelas, in der auch Humboldt als Held dieser Zeit und Region der Erde dann und wann erwähnt wird, hat dieser Roman einen netten und nicht oft gelesenen Hintergrund, vor dem sich die fiktive Handlung um Janna Sievers, die Tochter eines hanseatischen Kaufmannes, und ihrem Verlobten Reinmar, einem Dandy und Glücksritter, wie er im Buche steht, abspielt. Auch ein Halbindio, der ein sehr wildes und eigenwilliges Leben führt und die Anstandsdame der noch unverheirateten und behütet aufgewachsenen Protagonistin spielen eine Rolle, die sich auf das Handeln der jungen Hamburgerin immer wieder auswirken. 
    Anfangs war alles sehr vorhersehbar. Der Verlobte liebenswert und der Wunschschwiegersohn aller Mütter mit Töchtern. Die umworbene junge Frau naiv, puppenhaft, für einen Mann leicht zu händeln, gesellschaftsfähig und vorzeigbar. Doch das ändert sich mit ihren Erfahrungen nach dem Schiffsbruch, die sie schnell erwachsen und reif werden lassen. Die Landschaftsbeschreibungen und Beschreibungen von den sonstigen sehr realistisch dargestellten Eindrücken, die auf Janna einstürmen, sind bildhaft und nehmen den Leser mit auf die Reise auf dem Orinoco. Die Sprache mit den eingeflochtenen historischen wie dialektischen Ausdrücken hat mir ebenfalls sehr gefallen. Die Protagonisten handeln logisch und lebensecht und wirken nicht der Fantasie entsprungen. Nach vier Fünfteln des Buches dachte ich, dass die Handlung jetzt wirklich interessant wird und auch sehr dem wahren Leben abgekupfert ist und keineswegs in Richtung der üblichen Liebesgeschichten geht. Aber leider hat die Autorin dann doch irgendwann anders entschieden – möglicherweise auf Druck des Verlages anders entscheiden müssen, um die Geschichte weniger dramatisch und doch recht romantisch, dem Anspruch des Großteils der Leserschaft, weitergehen zu lassen. Dann war doch allzu deutlich klar, wer der erstrebenswerte Ehemann wird, mit dem die Protagonisten sich wohl verbandelt. Es wäre spannender gewesen, wenn die Vorteile des einen und die Nachteile des anderen Kandidaten nicht so klar zu Tage getreten wären, bzw. sich verändert hätten. Aber Romane sollen eben doch nicht allzu viel mit dem wahren Leben zu tun haben.. Einzig das glücklicherweise offene Ende lassen das Buch schließlich nicht ganz im Schmalz versinken.
    Netter Roman mit Spannung, der mich gut unterhalten hat.  
  7. Cover des Buches Wilhelm von Humboldt (ISBN: 9783359017332)
    Dorothee Nolte

    Wilhelm von Humboldt

     (5)
    Aktuelle Rezension von: sternenstaubhh
    Ich bin schon seit langem ein großer Fan der Anekdotenbänder aus dem Eulenspiegel Verlag. In diesen Anekdoten kommen Zeitzeugen, wie in diesem Fall auch Humboldt selbst zu Wort. Perfekt, um Wilhelm von Humboldt selbst kennen zu lernen, der doch mehr war als nur der Bruder von Alexander von Humboldt. Die Anekdoten bieten einen vielschichtigen und tiefen Einblick in Humboldts Leben und so zeichnet sich dem Leser ein Bild eines Mannes, dessen Geist zurecht gerühmt wurde. Wilhelm von Humboldt - Gelehrter, Schriftsteller, Staatsmann, Bildungsreformer - auch heute noch sind seine Ideen und Umsetzungen inspirierend und regen zum Nachdenken an. Die einzelnen Anekdoten ermöglichen ein schnelles Lesen. Ein lesenswertes Anekdotenband das man gerne immer wieder zur Hand nimmt.
  8. Cover des Buches Einfach fotografieren mit Jenny & Basti (ISBN: 9783842655287)
    Jenny & Sebastian Ritter

    Einfach fotografieren mit Jenny & Basti

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_Junghans

    Ich bin eher eine Hobbyfotografin, die zwar mit einer Spiegelreflexkamera ausgestattet ist, sich aber nie wirklich mit der Technik auseinander gesetzt hat. Für mich waren bislang nur Motive und eine gute Belichtung wichtig, doch ich wollte endlich mehr wissen und können. 

    Das Buch von Jenny & Sebastian Ritter ist DER perfekte Ratgeber für alle Einsteiger und fortgeschrittene Hobbyfotografen. Ein einfacher und wirklich verständlicher Einstieg erklärt alle wichtigen Grundlagen mit einfachen Worten und tollen Beispielen. Immer wieder wird an bereits erlernte Grundlagen erinnert bzw. darauf hingewiesen - durch eine tolle Übersicht im Buch kann man diese auch immer wieder nachlesen. 

    Die ersten Seiten des Buches befassen sich vorwiegend mit Blende, Verschlusszeit, ISO und Brennweite. Es werden die jeweiligen Funktionen erklärt und Anhand von Beispielen toll präsentiert. Nach dieser Einführung habe auch ich die Basics verstanden und konnte schon mit kleinen Veränderungen von Einstellungen tolle Fotos machen.  

    Auf den nächsten Seiten wird es schon etwas komplexer aber ohne kompliziert zu werden. Die kreative Bildgestaltung, Nachtfotografie, Portraits fotografieren oder auch Fotografieren auf Reisen sind nur einzelne Themen die behandelt werden. Es ist wirklich für jeden etwas dabei. 

    Das Buch ist toll und logisch aufgebaut und führt einen Schritt für Schritt näher zur Fotografie. Aber auch später kann man sehr einfach noch einmal einzelne Abschnitte nachlesen und Einstellungen erneut testen.

    Besonders gut haben mir die praktischen Abschnitte gefallen, die einen Auffordern selbst zu testen und auszuprobieren. 

    FAZIT: 5 von 5 Sterne, da einfach und verständlich erklärt und am Ende tolle Fotos garantiert.

  9. Cover des Buches Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt (ISBN: B00BLQFXSQ)

    Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Stephan59
    Alexander von Humboldt und Friedrich Gauß, zwei Koryphäen deutscher Wissenschaftsgeschichte ins 19. Jahrhundert zu folgen, unterschiedlicher können die beiden Typen nicht sein,  das verschrobene Mathematikgenie und der forsche Entdeckungsreisende: eine ungewöhnlihe Verbindung  gehemmter Freundschaft mit viel Wissensdrang und Erfolgen, am Ende aber auch das Bild beier als Gefangener ihrer Zeit und der Umstände, der Alterung und der darin liegenden Begrenzung, die Fragen offen lässt, die sie nicht mehr lösen werden. Kehlmann streift mit uns durch ihr Leben, nimmt uns mit, larmoyant fließend und unterhaltend, bringt sie uns damit nah, die beiden Männer, ihre Zeitumstände und die menschliche Begrenztheit. Lesenswert!
  10. Cover des Buches Chroniken der Weltensucher 2 - Der Palast des Poseidon (ISBN: 9783732000470)
    Thomas Thiemeyer

    Chroniken der Weltensucher 2 - Der Palast des Poseidon

     (126)
    Aktuelle Rezension von: its_vness

    Der zweite Band der Chroniken der Weltensucher konnte mich leider nicht überzeugen. Dennoch finde ich, dass das Buch viel Potenzial hat und anderen Lesern sicherlich gefallen hat.

    Für mich kamen leider die Charaktere viel zu kurz, sodass sie austauschbar erscheinen. Der Plot hingegen hat mir gut gefallen. Besonders, wie Geschichte zu einem Abenteuer gesponnen wird. 

    Ich werde dennoch dem nächsten Band eine Chance geben! Hoffentlich gefällt mir dieser wieder besser.

  11. Cover des Buches Die Reise nach Südamerika (ISBN: 9783889772411)
  12. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783839815588)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Pantoffeltier

    Zwei große Forscher treffen sich. Gauß ersinnt am liebsten in der Einsamkeit bahnbrechende mathematische Konzepte, Humboldt bereist für seine Forschung jeden noch so abgelegenen Winkel der Erde. Beide Männer sind sehr klug, scheitern aber am Alltag. Sie sind unfähig, gesellschaftliche Konventionen zu verstehen und ecken immer wieder an.

    Daraus ergeben sich jede Menge unangenehme Situationen und je älter die Herren werden, desto kauziger werden sie. Kehlmann betrachtet die beiden Sonderlinge sehr liebevoll. Ganz aus Versehen führen sie nicht nur sich selbst, sondern auch die verlogenen Menschen in ihrem Umfeld vor. Hut ab vor so viel subtilem Humor.

    Manchmal zieht sich die Handlung doch etwas, aber man kann auch so richtig in diesem Hörbuch versinken und hat die Welt, die Kehlmann beschreibt, ganz genau vor Augen.

    Das liegt auch am Sprecher. Ulrich Noethen liest sehr gut, seine Stimme passt einfach perfekt zu Kehlmanns Werk. Einige Längen verzeiht man dem Autor dann gern. 4,5 Punkte für ein informatives und ungewöhnliches Hörerlebnis.

  13. Cover des Buches Die Entdeckung der Neuen Welt (ISBN: 9783945298435)
    Claudia Zentgraf

    Die Entdeckung der Neuen Welt

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Reebock82

    Mich hat vor allem das Thema des Buches gereizt. Ich hatte zwar schon von Humboldt gehört, aber wusste nicht wirklich etwas über seine Arbeit. Umso mehr hatte ich gehofft, in diesem Buch einen spannenden und unterhaltsamen Einblick in sein Leben zu bekommen. 


    Man steigt schon auf der ersten Seite in die Geschichte ein. Es wird nicht viel und lange eingeführt, was ich an einem Buch besonders mag. Auch wird die Handlung ziemlich schnell spannend. Da jedoch liegt auch schon ein Problem dieses Buches: die Spannung wird viel zu schnell wieder aufgelöst. Ein schwerer Sturm auf See? Nach einer Seite, ist der schon wieder vergessen. Eine aussichtslose Lage? Die Lösung folgt zwei Zeilen später. Mir ging das zu schnell. Man hätte die Spannung ruhig etwas aufrecht erhalten, die Momente richtig auskosten können. So aber fühlte es sich eher wie eine Aneinanderreihung von spannenden Stellen an, als wäre eher auf die Quantität, als auf die Qualität geachtet worden. Ich mag zwar Bücher, die durchgehend spannend bleiben, oder einfach viele aufregende Stellen haben, aber diese will ich als Leser auch auf eine Art genießen können. Ich will nicht sofort eine Lösung haben. Leider zieht sich dieser Aufbau durch das ganze Buch. Das ist wirklich schade, denn mit diesen tollen Ideen hätte die Geschichte sehr viel Potential gehabt. 
    Auch sonst war mir die Handlung auf eine Art zu oberflächlich. Keine Situation wird einmal etwas detaillierter Beschrieben. Fünf Jahre einer aufregenden Reise auf ungefähr 200 Seiten zu packen, wird dem Ganzen einfach nicht gerecht.
    Leider wurde beim Inhalt sehr viel Potential durch eine schnelle, oberflächliche Erzählweise verloren. Dazu trägt auch der Erzählstil bei. Der personaler Erzähler wechselt sehr häufig die Perspektiven, manchmal so unmerklich, dass man nicht so genau weiß, wer denn jetzt eigentlich was denkt. Das hat auch zu einer gewissen Distanz zu den Protagonisten geführt.  


    In der Geschichte begleitet man den 12-jährigen Toni, der auf einem Schiff Alexander von Humboldt und seinen Freund und Kollegen Aimé trifft und kurzerhand zu ihnen stößt. Was mich gleich zu Beginn gestört hat ist, dass der erwachsene Aimé auf den jugendlichen Toni eifersüchtig ist, weil er... ja was eigentlich? Aimé ist studierter Arzt und Biologe und Alexanders Kollege. Toni wird von Alexander mehr oder weniger aufgesammelt und arbeitet als Gehilfe mit. Somit gibt es eigentlich keinen nachvollziehbaren Grund für Aimé eifersüchtig zu sein. Überhaupt sind die Charaktere (wie auch die Handlung) ziemlich oberflächlich, oft konnte man als Leser Handlungen und Verhaltensweisen nicht wirklich nachvollziehen.
    Man begleitet die Figuren 5 Jahre lang und stellt jedoch überhaupt keine Entwicklung fest. Der 17-jährige Toni verhält sich genauso wie der 12-jährige, sodass man sich als Leser immer wieder vergegenwärtigen muss, dass Toni erwachsen ist. 
    Leider ist in dem Buch auch wenig Platz für Zwischenmenschliches eingebaut worden, sodass es für die Charaktere keinen Raum gibt sich miteinander zu entwickeln. Das Verhältnis der drei Protagonisten ist (bis auf kleine Ausnahmen) von Anfang bis Ende gleich. Gerade bei so einer rasanten und aufregenden Reise ist das unrealistisch und lässt einen auch keine Bindung zu den Figuren aufbauen. Wo man am Anfang vor allem mit Humboldt und seiner Naivität sympathisiert hat, ist man gegen Ende eigentlich nur noch irritiert, dass der Mann immer noch nichts dazugelernt hat. 


    Insgesamt wurde bei diesem Buch sehr viel gutes Potential und tolle Ideen verschenkt. Die Geschichte fühlt sich an wie ein Schnelldurchlauf, um eine Übersicht zu bekommen. Es hätte durchaus etwas detaillierter sein können. 
    Nun ist das natürlich ein Buch für junge Leser, die bestimmt nicht so kritisch sind, wie ich. Für diese ist es bestimmt toll, so viele spannende Abenteuer miterleben zu dürfen. Trotzdem hat mir auch für ein Kinder-/Jugendbuch einfach die Tiefe gefehlt.


    Vielen Dank an den Digital-Publishers Verlag für das Rezensionsexemplar.
  14. Cover des Buches Chroniken der Weltensucher 3 - Der gläserne Fluch (ISBN: 9783732000517)
    Thomas Thiemeyer

    Chroniken der Weltensucher 3 - Der gläserne Fluch

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Verlag: Loewe (6. Juni 2011)

    Gebundene Ausgabe: 480 Seiten

    ISBN-13: 978-3785565773

    empfohlenes Alter : ab ca. 12 Jahren

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Rasantes Abenteuer in Afrika


    Inhalt:

    Nachdem der Gelehrte Richard Bellheim auf seiner Afrikareise eine grandiose Entdeckung gemacht hat, verändert sich sein Wesen. Seine Gattin, bittet den Forscher Carl Friedrich von Humboldt, Nachforschungen anzustellen, um die Ursache herauszufinden. So brechen Humboldt, Charlotte, Oskar, Eliza und der Kiwi Wilma zu einem neuen Abenteuer nach Französisch-Sudan auf, in dessen Verlauf sie mehr als ein Mal dem Tode nahe kommen …


    Meine Meinung:

    Dies ist bereits der 3. Band der „Chroniken der Weltensucher“. Notfall kann er gut für sich allein gelesen werden. Schöner ist es natürlich, wenn man die Vorgänger und damit die Rahmenhandlung kennt.


     Auch dieser Band der Reihe ist Thomas Thiemeyer großartig gelungen. Die Handlung schreitet rasch voran und strotzt nur so vor Action - hier kommt auf keiner Seite Langeweile auf. Ich war von Beginn an gefesselt und konnte das Buch abends kaum aus der Hand legen, nur um es morgens schon vor dem Frühstück zu Ende zu lesen.


    Es ist immer wieder toll, über Humboldts technische Erfindungen zu lesen oder zu beobachten, wie er sich mit fremden Völkern anfreundet. Auch die Entwicklung zwischen den einzelnen Exkursionsmitgliedern (vor allem Charlotte und Oskar, aber auch Humboldt und Oskar) bereichern die Geschichte. 


    Eine Gruppe von Bösewichten ist ebenfalls hinter dem sogenannten „gläsernen Fluch“ her, was für noch mehr Spannung sorgt, denn die Frage ist, wer ist wohl schneller und wer ist durchtriebener?


    Natürlich gibt es auch hier wieder eine Moral von der Geschicht’ - die verat’ ich aber nicht. ;-)


    Die Reihe „Chroniken der Weltensucher“:

    1. Die Stadt der Regenfresser

    2. Der Palast des Poseidon

    3. Der gläserne Fluch

    4. Der Atem des Teufels

    5. Das Gesetz des Chronos


    ★★★★★

  15. Cover des Buches Unser Jahrhundert (ISBN: 9783570551240)
    Helmut Schmidt

    Unser Jahrhundert

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Marcus_Krug
    Zwei betagte Persönlichkeiten reden über „Unser Jahrhundert“. Das ist zum einen der Historiker und Experte in deutscher Geschichte Fritz Stern (Jahrgang 1926) und zum anderen der omnipräsente Altkanzler Helmut Schmidt (Jahrgang 1918). Schon allein die Geburtsjahre lassen darauf schließen, dass beide etwas zu erzählen haben. Inhaltlich das Gesprächsbuch zu erfassen, soll im Rahmen dieser Besprechung nicht Sinn und Zweck sein. Nur soviel, sämtliche Ereignisse und Personen, die sich zwischen dem 19. Jahrhundert und dem angehenden 21. Jahrhundert zugetragen haben oder lebten, werden hier mehr oder weniger intensive zum Thema des Gespräches gemacht. Das Gespräch (bzw. die Gespräche) zwischen den oben genannten Personen fand an drei Tagen, jeweils vor- und nachmittags statt – analog ist auch das Buch gegliedert. Den roten Faden des Buches geben lediglich einige Fragen vor, an denen sich die Gesprächspartner lose orientieren. Da man aus Gründen der Authentizität das Gespräch nicht in thematische Schubladen presste, liest sich das ganze Buch sehr spannend, ungezwungen und erfrischend. Will sagen, man merkt dem Gespräch an, wie es sich durch Schmidts und Sterns Gedanken entwickelt, indem der eine auf das Gesagte des anderen unmittelbar reagiert. Von Zeit zu Zeit – wenn das Thema zum Abschweifen einlud – erinnern sich Stern und Schmidt immer wieder gegenseitig daran, dass sie doch noch andere Fragen hätte, die einer Diskussion bedürfen und man kehrt zum eigentlichen Thema zurück. Gerade dieses Ausufernde und Improvisierte macht den Reiz der Lektüre aus. Auch die geistreichen Kommentare und durchaus den ein oder anderen Sachverhalt erhellenden Anekdoten tragen ihren Teil zum Gelingen dieses Gesprächsbuches bei. Es liefert genügend Stoff zum Nachdenken und Staunen und die Lektüre ist inspirierend und bereichernd. Das Buch ist vor allem eines, eine Aufzeichnung des Gespräches zweier erfahrender Persönlichkeiten. Es ersetzt keinesfalls ein Geschichtsbuch. Jedoch wünschte ich mir an der einen oder anderen Stelle schon eine weitere Ausführung, denn manche Erklärungen sind aufgrund des Hintergrundwissens von Stern und Schmidt doch äußerst knapp. In diesen Fällen wäre eine Fußnote sehr willkommen gewesen. Obwohl hier zwei zumindest gebürtige Europäer über ihre Erlebnisse und Erfahrungen sprechen, ist mir persönlich das Gespräch zu Amerika-lastig geraten. Auch ist mir negativ aufgefallen, dass Altkanzler Schmidt des öfteren Herrn Stern ins Wort fällt und das Thema „für sich nutzt“. Aber das mag an meiner ambivalenten Haltung gegenüber Herrn Schmidt liegen. Einerseits hat er einiges zusagen (verglichen mit der historische Ahnungslosigkeit kontemporärer Politiker), aber andererseits wird er von den Medien als allwissendes Orakel überstrapaziert, wobei ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass er sich in dieser Rolle mehr als gefällt. Nichtsdestotrotz ein sehr bereicherndes und inspirierendes Buch!
  16. Cover des Buches Chroniken der Weltensucher 4 - Der Atem des Teufels (ISBN: 9783732000494)
    Thomas Thiemeyer

    Chroniken der Weltensucher 4 - Der Atem des Teufels

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Verlag: Loewe (1. Juni 2012)

    Gebundene Ausgabe: 464 Seiten

    ISBN-13: 978-3785570494

    empfohlenes Alter: ab ca. 12 Jahren

    auch als E-Book erhältlich


    Gefährliches Abenteuer auf Java


    Inhalt:

    Zwölf Jahre nach einem heftigen Vulkanausbruch auf Java kommt es zu unheimlichen Ereignissen. Die sogenannten „Steinernen“, gehörnte Wesen, steigen aus tiefen Erdspalten und entführen immer wieder Menschen. Carl Friedrich von Humboldt wird zurate gezogen, um dem unerklärlichen Phänomen auf die Spur zu kommen. Zusammen mit Eliza, Charlotte, Oskar und dem Gelehrten Lilienkron begibt sich der Forscher auf eine gefährliche Reise nach Osten …


    Meine Meinung:

    Dies ist schon der 4. Band der spannenden Steampunk-Reihe von Thomas Thiemeyer. Man kann das Buch aber ganz gut für sich allein lesen. Vorkenntnisse sind nicht nötig. 


    Auch dieser Band ist wie gewohnt sehr spannend und kurzweilig erzählt. Der Autor lässt seiner Fantasie freien Lauf. An allen Ecken lauern unbekannte Gefahren, die unsere Helden aber mit Köpfchen und durch Zusammenhalt stets meistern. 


    Ich persönlich fand die Eifersüchteleien zwischen Charlotte und Lena ein wenig nervig, aber dem Lesevergnügen tat es dennoch keinen Abbruch. Die gesamte Reihe ist bisher sehr empfehlenswert für abenteuerlustige Jungleser, aber auch für jung gebliebene Erwachsene.


    Die Reihe „Chroniken der Weltensucher“:

    1. Die Stadt der Regenfresser

    2. Der Palast des Poseidon

    3. Der gläserne Fluch

    4. Der Atem des Teufels

    5. Das Gesetz des Chronos


    ★★★★★


  17. Cover des Buches Das Erlkönig-Manöver (ISBN: 9783492950695)
    Robert Löhr

    Das Erlkönig-Manöver

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Farbwirbel

    Der Geheimrat Goethe wird dazu berufen, den Thronfolger der Bourbonen, Louis Charles in sicheres Gewahrsam zu nehmen und somit den Siegeszug Napoleons zu stoppen. Louis Charles ist der Sohn Marie Antoinettes und Louis XVI. Da nie ganz geklärt wurde, woran der Junge gestorben ist, nutzt Robert Löhr diese Lücke und erdenkt sich einen lebendigen Louis Charles, der aus seinem amerikanischen Exil zurückkommt, um Frankreich zu regieren.

    Johann Wolfgang von Goethe muss sich nun eine Truppe zusammensuchen, mit der er dieses Himmelfahrtskommando durchführen konnte. Sein Freund Friedrich Schiller, der genauso wie Goethe selbst bereits in die Jahre gekommen war, hilft ihm bereitwillig. Hinzu kommen Alexander von Humboldt, Bettine von Brentano, deren Liebhaber Achim von Arnim sowie im späteren Verlauf der junge, aufstrebende Heinrich von Kleist. Was für eine Kombination!

    „Herr von Goethe sucht sein Heil in der Antike, Achim sucht es im Mittelalter – warum, frage ich, sucht es keiner von beiden in der Gegenwart?“ Auf diese Frage hatte weder der Klassiker noch der Romantiker eine Antwort, und Kleist konnte sich mit dem Lorbeeren des lachenden Dritten schmücken […]. - S. 249f

    Kein Plan funktioniert, doch irgendwie schaffen es diese sechs Koriphähen, Louis Charles zu retten. Sie werden jedoch von Anhängern der napoleonischen Fremdherrschaft verfolgt. Eine turbulente Flucht entspinnt sich, in der sowohl politische Meinungen aufeinanderkrachen, als auch poetische. Die Liebe ist tragendes Mittel und wird aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Allen voran überrascht Löhr mit versteckten Annekdoten und Bezügen zu Werken des Sextettes.

    Der Aufbau ist chronologisch angeordnet. Teilweise wird dem Leser erläutert, was Personen während ihrer Abwesenheit getan haben, ansonsten handelt es sich aber um eine gradlinige Erzählung.

    Robert Löhr schrieb und schreibt Historienromane der etwas anderen Art. Ich durfte bisher den Sängerkrieg von ihm lesen, welches mir einen neuen Blick auf die Mediävistik möglich machte. Es überzeugte vollends.

    Leider kann ich dies nicht beim Erlkönig-Mannöver bestätigen. Dröge Sätze, langatmige Passagen... Nach dem ersten Abenteuer hatte man das Gefühl, dass es nun eigentlich auch zuende sein könnte. Schade! Das Figurenpersonal würde so viel mehr anbieten. Natürlich wurden Programmatiken besprochen, teilweise auch auf einzelne Werke eingegangen, aber irgendwo blieb die Spannung bzw. eigentlich der Leser auf der Strecke. Zudem wurden offentsichtliche Pointen gesetzt, die mich persönlich nicht überraschten, denn die immer wiederkehrenden Werther-Witze sind irgendwann dann auch passé. Wo blieb die Originalität, die ich an Löhr so schätzte? Gegen Ende wurde das Buch dann wieder etwas spannender, doch ich bleibe ziemlich enttäuscht zurück.


  18. Cover des Buches Alexander von Humboldt. Vier Jahrzehnte Wissenschaftsförderung. Briefe an das preußische Kultusministerium 1818 - 1859. Herausgegeben von Kurt-R(einhard) Biermann. (= Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung, Schriftenreihe der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der Akademie der Wissenschaften der DDR, Band 14). (ISBN: B0092WAYV2)

    Alexander von Humboldt. Vier Jahrzehnte Wissenschaftsförderung. Briefe an das preußische Kultusministerium 1818 - 1859. Herausgegeben von Kurt-R(einhard) Biermann. (= Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung, Schriftenreihe der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der Akademie der Wissenschaften der DDR, Band 14).

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Alexander von Humboldt und die Wissenschaften sind untrennbar miteinander verbunden. Dass Humboldt viel an den Wissenschaften lag - egal ob Geistes- oder Naturwissenschaften - ist an sich nichts Neues, dass er sich aber immer wieder für andere Wissenschaftler einsetzte, war mir nicht so bewusst.

    Dieses Buch stellt einige Briefe Humboldts an verschiedene preußische Kultusminister vor und gibt in einer allgemeinen Einführung einen guten Überblick über Humboldts Korrespondenzpartner. So war er mit Minister Karl Sigmund Franz Freiherr vom Stein zum Altenstein schon beinahe befreundet. Mit seinen Nachfolgern Friedrich Eichhorn und Karl Otto von Raumer kam er dagegen weniger gut aus. Und doch setzte er sich unermüdlich für die Belange der Wissenschaftler - seien es Chemiker, Biologen, Geografen, Mathematiker oder auch Künstler - ein. Und trieb unermüdlich die Förderung der Wissenschaften voran.

    Fazit: Ein spannender Band über den großen Humboldt, der mir Humboldt um einiges näher gebracht hat. 
  19. Cover des Buches Kosmos (ISBN: 9783821845494)
    Alexander von Humboldt

    Kosmos

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Lepantho
    Grandios geschrieben. Interessant und Erkenntnisreich!
  20. Cover des Buches German Burmeister: La Institucionalizacion Cientifica En La Argentina del Siglo XIX (Serie Cuadernos de Catedra) (ISBN: 9789879020272)
  21. Cover des Buches Geschichte der Philosophie in Text und Darstellung / 19. Jahrhundert (ISBN: 9783150099179)
    Manfred Riedel

    Geschichte der Philosophie in Text und Darstellung / 19. Jahrhundert

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Elim_Garak
    Eine ganz gute Einführung in die Philosophie des 19. Jahrhunderts. Man kann erfahren, wie sich die Philosphen vor dem linguistic turn mit den Problemen Kants abarbeiten. dabei gibt es neben Originaltexten immer auch erleuternde Einführungen, ohne die man die oft kryptischen Gedankengänge der damaligen Philosophen kaum verstehen kann. Dies ist kein Buch, das man als LAie lesen kann, und danach versteht man die Metaphysik, mehrere Semester Philosophiestudium sind als Vorwissen von Nöten. Da mir das Buch baer keine mataphysischen Schauer verpasst hat, bekommt es nicht mehr als eine Durchschnittsbewertung: drei Sterne
  22. Cover des Buches Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft (ISBN: 9783170215962)
    Hans-Christoph Koller

    Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Izzie
    Ein sehr gutes Übersichtsbuch. Koller schafft es die verschiedenen Konzepte von Pädagogen gut und übersichtlich darzustellen. Ein wirklich tolles Buch
  23. Cover des Buches Chroniken der Weltensucher: Die Stadt der Regenfresser (ISBN: 9783833724374)
    Thomas Thiemeyer

    Chroniken der Weltensucher: Die Stadt der Regenfresser

     (13)
    Aktuelle Rezension von: meggies_fussnoten
    Karl-Friedrich von Humboldt ist ein illegitimer Sprössling des berühmten Alexander von Humboldt. Doch Karl-Friedrich hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinem Vater nachzueifern und dessen nicht abgeschlossene Expeditionen zu vervollständigen. Der junge Oskar gerät durch Zufall an Humboldt, der ihm daraufhin das Angebot macht, an einer Expedition teilzunehmen. Zusammen mit Humboldt, seiner Nichte Charlotte und der Voodoopriesterin Elisa macht sich Oskart nun auf nach Peru, um dort die legendäre Stadt der Regenfresser zu finden. Bald merken sie, dass sie Plan einer uralten Prophezeiung sind. Außerdem werden sie von Valkrys verfolgt, die noch eine Rechnung mit Humboldt offen hat.

    Mein erstes (Hör)Buch von Thomas Thiemeyer und ich habe Blut geleckt. Hervorragend vorgetragen von Dietmar Wunder wird man in das Peru 1893 verfrachtet und mitten in eine Geschichte geschmissen, die vor Fantasie, Abenteuer und historischen Elementen nur so strotzt.

    Ich habe mich so gut unterhalten gefühlt, dass ich gleich zum zweiten Hörbuch gegriffen habe. Bin ich froh, dass meine Bücherei solch tolle Hörbuchtitel bereit stellt.

    Oskar, ein junger Mann, der sich durch kleine Diebstähle über Wasser hält, ist mir gleich von Anfang an sympathisch. Er hat eine sehr offene, direkte Art, weiß aber auch im richtigen Moment damit hinterm Berg zu halten. Für seine Freunde tut er alles und er weiß, dass er als Expeditionsmitglied von Humboldt eine zweite Chance erhält, die er auch ergreift, um sich ein besseres Leben zu ermöglichen.

    Dietmar Wunder, der Vorleser, ist unter anderem bekannt als Synchronstimme von Daniel Craig aka James Bond. Dies merkt man teilweise deutlich, handelt es sich gerade gegen Ende doch um reichlich actionlastiges Vorlesematerial. Hier gibt Dietmar Wunder alles und so fühlt man sich fast so, als wäre man mittendrin.
    Im richtigen Moment wechselt er die Stimmung, gibt jedem Charakter die eigene Stimmfarbe und bringt die Atmosphäre der einzelnen Szenen rüber.

    Die Protagonisten sind allesamt sehr sympathisch, selbst die „bösen“ Charaktere wachsen einem ans Herz. Im richtigen Moment gibt es Aha-Effekte, gefolgt von „Oha“ und „Och nee“. Das macht eine richtig gute Geschichte aus und die Lust auf den nächsten Band steigt um ein Vielfaches.

    Fazit:
    Spannung pur mit sympathischen Figuren und einer mitreißenden Geschichte.
  24. Cover des Buches Die Brüder Humboldt (ISBN: 9783499623271)
    Manfred Geier

    Die Brüder Humboldt

     (6)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    Eins in ihrer Zweisamkeit . "Sie sind miteinander bestens vertraut und zugleich voneinander getrennt 'wie zwei entgegengesetzte Pole' [...] Versenkung ins Innere/Treiben ins Äußere; Konzentration auf sich/Wirkung auf andere; Leben in Ideen/Forschen in der Wirklichkeit; Bildung der eigenen Individualität in ihrer Besonderheit/Beobachtung der natürlichen Dinge in ihrem ganzheitlichen Zusammenhang; Kultivierung der inneren Würde/Drang nach äußerer Anerkennung." So wird es von dem älteren der beiden "Protagonisten" in der vorliegenden Biografie in einer strengen Dichotomisierung, einer Zweiteilung, wenn auch nicht neutral oder gar objektiv, festgehalten. . Die Rede ist von Wilhelm (1767-1853) und Alexander (1769-1859) Humboldt, dem schillernden "Zweigespann" des neubürgerlich gestimmten Zeitgeistes im ausgehenden Zeitalter der Aufklärung, der deutschen Klassik und dem darauffolgenden des Idealismus. Der 1943 geborene Sprach- und Literaturwissenschaftler Manfred Geier, der bereits mit "Kants Welt" (2003) eine hervorragende Biografie schrieb, legt nun eine weitere, brillante über die beiden Universalgelehrten des 18./19. Jahrhunderts vor. . Ihrer unterschiedlichen Charaktere sind sich die Brüder in voller Klarheit bewusst. Sie verhalten sich wie komplementäre Figuren zueinander, doch sie schätzen und zollen sich zeitlebens gegenseitige Anerkennung, "weil jeder im anderen erkennt, was ihm selbst fehlt." Manfred Geier hat diese korrelative Bewunderung und Hochachtung in dem vorliegenden Buch zum roten Faden, zum Leitthema gemacht und beide gleichberechtigt, parallel porträtiert. Auf reichlichen 300 Seiten presst er deren immense Lebensfülle, ihre vielfältigen Kontakte, Freundschaften, Reisen und Korrespondenzen und die zeitgeschichtlichen Ereignisse zusammen, jedoch ohne Wesentliches auszugrenzen oder gar den Leser über Gebühr zu überfrachten. Auf lockere Art und Weise, mit stilistischer Eleganz und Noblesse, immer auf höchstem Niveau mit philosophischer Grundtendenz, gibt Geier einen hervorragenden Einblick in die Lebenswelt dieser beiden Männer. Gleichzeitig öffnet er dem Leser die Tür zum Verständnis ihrer Werke, ja, er ermutigt ihn gar, sich weiterer Sekundär- oder Primärliteratur zu bedienen, um diese beiden gleichen Ungleichen noch näher kennenzulernen. . Das Leben der Humboldts fing dahingegen alles andere als glorios an. Als 1779 ihr weltoffener, heiterer Vater starb, begann für sie eine Zeit der emotionalen Einsamkeit. und kühlen Distanz zu ihrer Mutter, hervorgerufen offensichtlich durch deren besondere Unnahbarkeit und Kälte. Hinzu kam die hofmeisterliche Kontrolle durch ihren Hauslehrer Kuntz. Wilhelm und Alexander haben, wie es in vielen vornehmen und begüterten Familien üblich war, nie eine Schule besucht, waren ständig unter der Aufsicht von Erwachsenen, "die zwar das Beste für sie wollten, aber ihre Empfindungen nicht nachvollzogen." Ihre prägnanten Verhaltensweisen und Stimmungen werden zeit ihres Lebens ein Zeugnis über ihre Zeit auf "Schloss Langeweil im märkischen Sand" (Anm.: Schloss Tegel, der Familiensitz) geben. . Schon früh zeigt sich die unterschiedliche charakterliche Prägung der Brüder, die sie ihr ganzes Leben beibehalten werden. Stürzt sich der eine (Wilhelm) in "ständiges Studieren, ununterbrochenes Lernen und intensives Lesen", hat der andere (Alexander) "sehr wenig Lust, [sich] mit den Wissenschaften zu befassen." Rückzug in die innere Welt der Sprachen und der Literatur versus Orientierung nach außen in die Natur, zu Steinen, Pflanzen, Muscheln und Käfern. Für beide ist es der angemessenste Ausweg aus all den Zwängen, Verstellungen und ständigen Aufopferungen. Erst 1785 sollte sich die Welt ein wenig mehr für sie öffnen, als die beiden Jugendlichen in das Bildungsmilieu der "Berliner Aufklärung" geraten. Ein nahezu radikales Kontrastbild zu ihrer Kindheit: "Genussvolle Geselligkeit statt erlittener Einsamkeit, Offenherzigkeit statt Verstellung, Freiheit statt Zwang.", berichtet Manfred Geier. . Unterhaltsam weiß der Autor die nächsten Schritte in die Welt von Wilhelm und Alexander Humboldt nachzuzeichnen und den Leser informativ und spannend über deren Lebensstationen zu berichten. Dies sind nach Berlin, zunächst die noch gemeinsamen Studentenjahre in Göttingen bei Georg Christoph Lichtenberg, Christian Gottlob Heyne und dem Zoologen Johann Friedrich Blumenbach, wo sie auch dem Naturforscher Georg Forster, der mit James Cook die Welt umsegelt hatte, kennenlernen und mit dem sie eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte, aber ebenso ihre Erfahrungen mit der Französischen Revolution und die Entwicklung ihrer klassischen Ideen vom Ganzen gemeinsam mit Schiller und Goethe. Natürlich dürfen die Reisen Alexander von Humboldts nach Mittel- und Südamerika, seine naturwissenschaftlichen Forschungen im Orinoko-/Amazonas-Gebiet und sein "Versuch, den Gipfel des Chimborazo zu besteigen" nicht unerwähnt bleiben. Haben doch gerade sie ihm endgültig zu Ruhm und Ehren getragen. Währenddessen macht sein Bruder Wilhelm Politik für Deutschland und initiiert eine Reform des preußischen Erziehungswesens, "eine Idee der Bildung, in deren Mittelpunkt nicht staatliche Interessen oder berufliche Nützlichkeit stehen, sonder 'der Mensch selbst' mit seinen physischen, intellektuellen und moralischen Kräften." Aber Alexanders immer mehr "Französischsein" lässt die Brüder mehr und mehr entfernen. . Zur Lockerheit und Farbigkeit der Erzählung trägt maßgeblich bei, dass sich Manfred Geier nicht nur auf eine Ansammlung von Fakten, Stationen, Personen und intellektuellen Würdigungen der beiden Protagonisten beschränkt, sondern vor allem die Einflechtung und Nachzeichnung derer äußerst menschlichen "Befindlichkeiten", erotischen Wünsche und sexuellen Orientierungen. Während Wilhelm die Rolle des "grob Sinnlichen" zufällt (er vergnügte sich im Zweifelsfall mit Prostituierten), entdeckt Alexander allmählich seine Homophilie. Geiers intensives Nachspüren der - auch hier konträr agierenden - Triebschicksale beider Brüder, macht deren geistigen Lebensweg noch verständlicher. . Letztendlich finden die Brüder in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts wieder zusammen. Während Wilhelm als freier Gelehrter sich den vergleichenden Sprachstudien widmet, kehrt .Alexander nach Deutschland, in die Dienste des preußischen Königs, zurück und beginnt sein fünfbändiges Spätwerk "Kosmos" zu entwerfen. Der Tod des älteren Bruders, der im "Kosmos" des Denkens und der Sprache zu Hause war, trifft ihn schwer. Alexander, der nie so gesund war wie auf seinen abenteuerlichen Reisen, wird ihn um 24 Jahre überleben. Im Park des Schlosses Tegel liegen beide neben Wilhelms Gattin Caroline im Familiengrab der Humboldts bestattet. . Das Zitat Wilhelm von Humboldts an seine Frau Caroline vom 16. März 1814, welches Manfred Geier dem Buch vorangestellt hat, soll dieser Rezension als Schlusswort dienen, denn erst beim Zuschlagen der letzten Seite wird man sich ihrer Aussagekraft in voller Tragweite bewusst: "Was das Sonderbarste ist, so gleichen wir uns doch eigentlich in tausend Stücken. Für einen dritten muß es kaum zwei Leute geben, über die es so amüsant sein muß, sich vergleichend zu mokieren." Manfred Geier hat dies auf jeden Fall getan. . Fazit: Die immense Fülle an Fakten und Ereignissen aus dem Leben von Wilhelm und Alexander Humboldt weiß Manfred Geier in einem beeindruckenden, subtanzreichem und klugen Terzett aus Naturkunde, Philosophie sowie unterhaltsamer und fundierter literarischer Darstellung gekonnt zu vereinen und in einer äußerst lesenswerten, ja, oft sogar bewegenden Biografie zu kompensieren.

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