Bücher mit dem Tag "humboldt"
9 Bücher
- Daniel Kehlmann
Die Vermessung der Welt
(3.460)Aktuelle Rezension von: Stephan_ButtgereitDaniel Kehlmann macht aus Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß keine Denkmäler. Er setzt sie in Bewegung – den einen unermüdlich durch Landschaften, Höhen und politische Zumutungen, den anderen widerwillig durch das eigene Leben und die Zumutungen anderer Menschen. Aus dieser Gegenüberstellung gewinnt der Roman seine Komik, aber auch seine Melancholie.
Die eigentliche Pointe liegt darin, dass beide Männer die Welt vermessen wollen und dabei an ihr vorbeileben. Humboldt sammelt Erfahrungen bis zur Selbstüberforderung; Gauß zieht sich in den Kopf zurück und hält die Wirklichkeit für eine lästige Störung seiner Berechnungen. Kehlmanns nüchterner, leicht schräg gerückter Ton nimmt ihren Ruhm ernst, ohne ihn ehrfürchtig zu behandeln.
Dass die historischen Figuren keine biografisch getreuen Porträts sein wollen, ist Stärke, nicht Mangel: Der Roman arbeitet mit ihnen als literarischen Möglichkeiten. Manche Zuspitzung ist bewusst anekdotisch, doch die Sprache bleibt so präzise und leichtfüßig, dass selbst Gedanken über Messung, Fortschritt und Größenwahn erzählerischen Zug bekommen. Ein kluger, sehr komischer und zugleich erstaunlich trauriger Roman.
- Andrea Wulf
Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur
(87)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAlexander von Humboldt ist Namensgeber von Schulen, Straßen und mehr und ist fast jedem ein Begriff. Wer war der Kerl aber eigentlich und was hat er mit unserem heutigen Leben und vor allem, mit dem Klimaschutz zu tun? Andrea Wulf hat recherchiert, geforscht, gefragt und beleuchtet und uns ein tolles Buch beschert. Auf über fünf Hundert Seiten, tauchen wir in das Leben von Alexander von Humboldt ein und erfahren sehr viel und sie zieht eben Schlüsse bis heute und nimmt uns so mit, auf eine ganz spannende Reise. Tolle Lektrüe und auch gut als Vorbereitung für Vorträge und Referate.
- Jenny und Sebastian Ritter
Einfach fotografieren mit Jenny & Basti
(9)Aktuelle Rezension von: Claudia_JunghansIch bin eher eine Hobbyfotografin, die zwar mit einer Spiegelreflexkamera ausgestattet ist, sich aber nie wirklich mit der Technik auseinander gesetzt hat. Für mich waren bislang nur Motive und eine gute Belichtung wichtig, doch ich wollte endlich mehr wissen und können.
Das Buch von Jenny & Sebastian Ritter ist DER perfekte Ratgeber für alle Einsteiger und fortgeschrittene Hobbyfotografen. Ein einfacher und wirklich verständlicher Einstieg erklärt alle wichtigen Grundlagen mit einfachen Worten und tollen Beispielen. Immer wieder wird an bereits erlernte Grundlagen erinnert bzw. darauf hingewiesen - durch eine tolle Übersicht im Buch kann man diese auch immer wieder nachlesen.
Die ersten Seiten des Buches befassen sich vorwiegend mit Blende, Verschlusszeit, ISO und Brennweite. Es werden die jeweiligen Funktionen erklärt und Anhand von Beispielen toll präsentiert. Nach dieser Einführung habe auch ich die Basics verstanden und konnte schon mit kleinen Veränderungen von Einstellungen tolle Fotos machen.
Auf den nächsten Seiten wird es schon etwas komplexer aber ohne kompliziert zu werden. Die kreative Bildgestaltung, Nachtfotografie, Portraits fotografieren oder auch Fotografieren auf Reisen sind nur einzelne Themen die behandelt werden. Es ist wirklich für jeden etwas dabei.
Das Buch ist toll und logisch aufgebaut und führt einen Schritt für Schritt näher zur Fotografie. Aber auch später kann man sehr einfach noch einmal einzelne Abschnitte nachlesen und Einstellungen erneut testen.
Besonders gut haben mir die praktischen Abschnitte gefallen, die einen Auffordern selbst zu testen und auszuprobieren.
FAZIT: 5 von 5 Sterne, da einfach und verständlich erklärt und am Ende tolle Fotos garantiert.
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
(25)Aktuelle Rezension von: BM2TE22aDas Buch ist gut zu lesen, wobei anfangs die Gefahr besteht, dass man ein bisschen die Übersicht verliert. Dies ist dem Start beim Zusammentreffen der Leben der beiden Protagonisten geschuldet. Die Geschichte verläuft als Doppelbiographie, welche die Leben von Gauss und Humboldt bis zu deren zusammentreffen erzählt. Dort ist jedoch gewisse Vorsicht geboten, wenn auch der geschichtliche Rahmen passend ist, so sind einige Details und Anekdoten frei von Kehlmann erfunden oder in der Zeitachse verschoben worden, um der Botschaft der Geschichte nicht zu widersprechen. Mir gefiel, wie die beiden Leben aufgezeigt wurden und der ironische Erzählstil. Das Buch eignet sich gut als Zeitvertrieb oder um es beispielsweise in der Schule zu analysieren, da es viele gute Quellen dazu gibt. Weniger geeignet ist es jedoch, um es selbst als geschichtliche Quelle zu verwenden, da es ein Roman ist, welcher kein Wert auf geschichtliche Korrektheit legt. S.C.
- Dorothee Nolte
Wilhelm von Humboldt
(7)Aktuelle Rezension von: sternenstaubhhIch bin schon seit langem ein großer Fan der Anekdotenbänder aus dem Eulenspiegel Verlag. In diesen Anekdoten kommen Zeitzeugen, wie in diesem Fall auch Humboldt selbst zu Wort. Perfekt, um Wilhelm von Humboldt selbst kennen zu lernen, der doch mehr war als nur der Bruder von Alexander von Humboldt. Die Anekdoten bieten einen vielschichtigen und tiefen Einblick in Humboldts Leben und so zeichnet sich dem Leser ein Bild eines Mannes, dessen Geist zurecht gerühmt wurde. Wilhelm von Humboldt - Gelehrter, Schriftsteller, Staatsmann, Bildungsreformer - auch heute noch sind seine Ideen und Umsetzungen inspirierend und regen zum Nachdenken an. Die einzelnen Anekdoten ermöglichen ein schnelles Lesen. Ein lesenswertes Anekdotenband das man gerne immer wieder zur Hand nimmt. - Reinhard Barth
Alexander von Humboldt
(1)Aktuelle Rezension von: PongokaterReinhardt Barths Humboldt-Biografie für Jugendliche eignet sich nicht nur für die Zielgruppe. Er würdigt den großen Forscher angemessen und anschaulich. Danach kann der Hörer/Leser sich entscheiden, ob er noch zur viel ausführlicheren Humboldt-Biografie von Andrea Wulf greifen will.
- Alexander von Humboldt
Das Buch der Begegnungen (3 MP3-CDs)
(12)Aktuelle Rezension von: frenx1Alexander von Humboldts „Buch der Begegnungen“ ist keine einfache Kost. Es handelt sich vielmehr um Humboldts Aufzeichnungen, die hier wiedergegeben werden.
So verwundert es nicht, dass man in dem „Buch der Begegnungen“ einen roten Faden vergeblich sucht. Zudem fehlt dem Hörbuch die erklärende Einleitung des Buches, sodass man sich als Leser immer stärker hineingeworfen fühlt in die losen Gedanken eines Entdeckers des ausgehenden 18. Jahrhunderts.
Fünf Jahre lang bereiste Humboldt Südamerika. Auf tausenden Seiten hat Humboldt seine Eindrücke in den „amerikanischen Reisetagebüchern“ notiert. Eine logische Ordnung sucht man dort vergebens. Im Gegenteil: Humboldt wechselt permanent das Thema – von der Beschreibung der Fauna über Begegnungen mit einzelnen Menschen, dann wird die Landschaft vermessen, schließlich finden sich Ausführungen über Missionare und die Sklaverei. Auch in dem „Buch der Begegnungen„, das Auszüge aus den Reisetagebüchern präsentiert, ist diese Unordnung durchgehend spürbar.
Humboldt bestimmt die Dichte von Gneis, die Höhe von Bergen und keine Minute später kann er sich grundlegende Gedanken über die Sklaverei machen. Ich gebe zu: so sehr mir viele Überlegungen von Humboldt gefallen haben und ich mit Interesse zuhörte, so sehr bin ich auch immer wieder aus dem Hörbuch „rausgeflogen“, weil die Themen so schnell wechseln. Dass Humboldt als „Universalgelehrter“ wirklich alles für beobachtens- und untersuchenswert hält, macht das Zuhören bei diesem Hörbuch alles andere als leicht.
Dabei gibt es in dem „Buch der Begegnungen“ viel Spannendes zu entdecken. So macht sich Humboldt über die Missionare lustig, die Schaudergeschichten von Löwen und Krokodilen in ihre Heimat schicken, wo sie doch sicher und komfortabel leben, ohne allzu viel arbeiten zu müssen.
Einen zutiefst kritischen Blick hat der Aufklärer Humboldt auf die Sklaverei. Wer darüber rede, wo Schwarze menschlicher behandelt werden, der verhöhne den Begriff der Menschlichkeit, schreibt Humboldt. Dass Schwarze und Indianer unter den richtigen Bedingungen genauso fleißig sein könnten wie die Weißen, dessen ist sich Humboldt sicher. Wie alle Aufklärer seiner Zeit sieht er den Fehler in der fehlenden Erziehung und in den fehlenden Möglichkeiten der Entfaltung. Dennoch kommt uns auch bei Humboldt heute manches gelinde gesagt veraltet vor, wenn er zum Beispiel den „Negergeruch“ wissenschaftlich analysiert.
Das Nachwort, das am Schluss des Hörbuchs folgt, ist für das Verständnis kaum hilfreich, es beschränkt sich vielmehr auf die Würdigung Humboldts.
Fazit: Wer sich für Humboldt oder für die Aufklärung interessiert, wird an dem „Buch der Begegnungen“ seine Freude und seinen Hörgenuss haben. Eine leichte Kost ist es nicht.
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