Bücher mit dem Tag "hund"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hund" gekennzeichnet haben.

1.061 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

    (5.956)
    Aktuelle Rezension von: annalog

    Wahnsinnig witzige Idee, die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Hier gibt es die Geschichte des 100-jährigen, der vor seiner Geburtstagsparty flüchtet und dabei so allerhand erlebt. Es gibt immer wieder Rückblicke auf sein Leben und auch da hat er Dinge erlebt, die mich kopfschüttelnd zurückgelassen haben.
    Mir ist übel aufgestoßen, dass das N-Wort verwendet wurde. Ich hatte hoffentlich noch eine ältere Version und in den neueren ist das hoffentlich überarbeitet?

  2. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783949609107)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

    (2.816)
    Aktuelle Rezension von: libraryoflaura

    𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?

    Die Psychiaterin Emma Stein verlässt nach einem traumatischen Erlebnis ihr Haus nicht mehr.

    Sie fühlt sich nirgendwo sicher.

    Ihr Postbote bittet sie eines Tages, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen.

    Ein Nachbar, den Emma noch nie gesehen hat und dessen Name ihr völlig unbekannt ist.

    Mit der Annahme dieses Pakets beginnt ein paranoider Albtraum in ihren eigenen vier Wänden, bei dem Emma bald nicht mehr weiß, was Realität ist und was ihr ihr eigener Verstand vorgaukelt.


    𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:

    • Der Suchtfaktor: Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Die Cliffhanger am Ende jedes Kapitels sind so platziert, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann.

    • Die Unvorhersehbarkeit: Diese ständigen Wendungen und Plottwists, für die Fitzek bekannt ist, haben mich immer wieder eiskalt erwischt, selbst wenn ich dachte, ich hätte das Rätsel endlich gelöst.

    • Das Schock-Finale: Das Ende hat mich sprachlos gemacht. Es war so unerwartet und gleichzeitig geschickt vorbereitet, dass ich regelrecht schockiert war, wie sehr ich der Geschichte auf den Leim gegangen bin.

    • Der Spannungsbogen: Fitzek hält das Level durchgehend hoch und führt einen meisterhaft in die Irre.


    𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:

    • Hier gibt es für mich kaum etwas auszusetzen. Es ist ein typischer Fitzek, auf dessen Logikspielchen man sich einlassen muss und wer das tut, bekommt pure Unterhaltung.


    𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:

    Ein fesselnder Psychothriller, der beweist, warum Sebastian Fitzek zu den Besten seines Genres gehört.

    Perfekt für alle, die aus einer Leseflaute raus wollen, einmal angefangen, gibt es kein Zurück mehr!

  3. Cover des Buches Die Therapie (ISBN: 9783947185955)
    Sebastian Fitzek

    Die Therapie

    (3.961)
    Aktuelle Rezension von: Papercut

    Mit "𝑫𝒊𝒆 𝑻𝒉𝒆𝒓𝒂𝒑𝒊𝒆" gelang Sebastian Fitzek 2006 ein fulminantes Debüt, das den Grundstein für seine Karriere als einer der erfolgreichsten deutschen Psychothriller-Autoren legte. Der Roman ist ein intensives Kammerspiel über Schuld, Verdrängung und die Abgründe der menschlichen Psyche – spannend, verstörend und bis zur letzten Seite überraschend.


    Fitzek versteht es meisterhaft, eine dichte, klaustrophobische Atmosphäre zu erzeugen. Die Handlung spielt größtenteils in einem isolierten Haus – was die psychologische Spannung zusätzlich verstärkt. Kurze Kapitel, häufige Perspektivwechsel und gezielt eingesetzte Cliffhanger sorgen für ein hohes Erzähltempo.


    Besonders gelungen ist die psychologische Tiefe der Figuren. Der Leser wird immer wieder dazu gebracht, Wahrnehmungen zu hinterfragen. Was ist real? Was ist Projektion? Fitzek spielt gekonnt mit Erwartungen – und führt sie bewusst in die Irre.


    ZENTRALE THEMEN:

    • Verlust und Trauer – Der Schmerz über das Verschwinden eines geliebten Menschen und der Umgang mit diesem Trauma.

    • Schuld und Selbstvorwürfe – Die Frage, inwiefern persönliche Verantwortung das eigene Handeln und Denken beeinflusst.

    • Verdrängung und Selbsttäuschung – Psychische Schutzmechanismen, um mit unerträglichen Wahrheiten umzugehen.

    • Realität vs. Wahn – Das Verschwimmen der Grenzen zwischen tatsächlichen Ereignissen und subjektiver Wahrnehmung.

    • Psychische Erkrankungen – Darstellung und Bedeutung von Traumata, Wahnvorstellungen und therapeutischen Prozessen.

    • Isolation – Die räumliche und emotionale Abgeschiedenheit als Verstärker innerer Konflikte.

    • Manipulation und Vertrauen – Wie leicht Wahrnehmung beeinflusst werden kann und wem man glauben darf.

  4. Cover des Buches Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick (ISBN: 9783499275388)
    Kelly Moran

    Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

    (1.243)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Klappentext

    Kleine Stadt, große Gefühle                
    Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt … 


    Eine Geschichte in der man bekommt was man erwartet. Gefühle, etwas Spice und ein netter kleiner Ort mit Protas die so ihre Probleme haben. Daher nette Lektüre für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.

  5. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783755800736)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

    (975)
    Aktuelle Rezension von: Martinchen

    Der Inhalt dieses wunderbaren warmherzigen und poetischen Romans dürfte inzwischen bekannt sein.

    Die Geschichte der Bewohner des kleinen Dorfes wird von Mariana Leky mit viel Humor erzählt. Dennoch oder gerade deswegen ist sie auch melancholisch. Die Protagonisten sind lebendig beschrieben und liebevoll gezeichnet. Das gilt vor allem für Luise, die hier als Ich-Erzählerin fungiert, und für Selma, deren Träume von einem Okapi einen bevorstehenden Tod vorhersagen. Aber auch alle anderen Charaktere sind unmittelbar vorstellbar. Das Umgehen mit Liebe, Verlust, Erwachsenwerden und Widerstände werden zu einem Ganzen verbunden, wobei vieles unausgesprochen bleibt.

    Fazit: warmherzig, poetisch, mitfühlend

  6. Cover des Buches Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe) (ISBN: 9783492076005)
    Bonnie Garmus

    Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe)

    (753)
    Aktuelle Rezension von: Lucie

    Ein außergewöhnliches Buch, welches Humor, Gesellschaftskritik und eine berührende Lebensgeschichte auf beeindruckende Weise miteinander verbindet. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Protagonistin, die sich in einer Zeit behaupten muss, in der Frauen oft unterschätzt und in feste Rollen gedrängt wurden.

    Mich hat das Buch vor allem so überzeugt, da es zwar um schwierige Themen geht und bisweilen wirklich heftig ist, es aber trotzdem auch immer wieder Szenen gibt, bei denen man herzhaft lachen kann. Ich kann nur empfehlen sich durch den zähen Anfang durchzulesen, es lohnt sich!!!

  7. Cover des Buches Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (ISBN: 9783596510979)
    Milan Kundera

    Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

    (1.169)
    Aktuelle Rezension von: Veezi

    Ich habe das Buch a) wegen dem Buchclub und b) wegen der "99 Bücher, die man gelesen haben muss" Challenge gelesen. Aber warum dieses Buch dazu zählt, habe ich keine Ahnung. Tomas und Theresa, Franz und Sabine sind alles Charaktere, die schwer zu ertragen sind. Tomas und Theresa sind in einer absolut toxischen Beziehung, Sabina treibt es gefühlt nur mit verheirateten Männern und Franz, als Professor, iwie total naiv. Kann ich gar nicht anders beschreiben. Knapp 300 Seiten und ich möchte einfach nicht mehr drüber nachdenken. Die wichtigen Themen, wie die Kommunistische Zeit von Russland über Polen und Tschechien kommt für meinen Geschmack viel zu Wenig zur Geltung. Stattdessen drehen wir uns um die Beziehungen der zwei Paare (die auch miteinander verknüpft sind) immerzu im Kreis. 

  8. Cover des Buches A Good Girl’s Guide to Murder (ISBN: 9783846602454)
    Holly Jackson

    A Good Girl’s Guide to Murder

    (758)
    Aktuelle Rezension von: Kaci

    Ich hatte richtig viel Spaß mit diesem Buch! Es war von Anfang an super spannend und durch den flüssigen Schreibstil ist man nur so durch die Seiten geflogen. Besonders das Konzept mit Pippas Schulprojekt, den Interview-Protokollen und ihren eigenen Notizen fand ich richtig gelungen – das hat die Geschichte lebendig und modern gemacht.

    Pippa ist eine tolle Protagonistin: klug, hartnäckig und einfach sympathisch. Man fiebert richtig mit ihr mit, während sie Stück für Stück die Wahrheit aufdeckt. Generell mochte ich die Charaktere sehr und bin jetzt schon gespannt auf ihre nächste Story.

    Einziger kleiner Kritikpunkt: Durch die vielen Namen und Personen war es manchmal etwas verwirrend. Ich musste öfter überlegen, wer jetzt nochmal wer war und was genau über diese Person schon bekannt war – definitiv ein Buch, das sich perfekt zum Annotieren eignet 😅 

    Insgesamt ein richtig starker Jugendthriller, der Spannung, clevere Wendungen und tolle Figuren vereint. Ich freue mich sehr auf Band 2! 4,5 Sterne ⭐⭐⭐⭐✨

  9. Cover des Buches Verliere mich. Nicht.: Special Edition (ISBN: 9783736319943)
    Laura Kneidl

    Verliere mich. Nicht.: Special Edition

    (1.820)
    Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage

    3,5 Sterne 

    Sage hat sich dafür entschieden, ihr neues Leben vor ihrem alten Leben zu schützen, so gut es geht. Damit Luca es nicht schafft, ihr Geheimnis aufzudecken, hat sie sich von ihm getrennt, doch sie bereut die Entscheidung sehr und vermisst ihn jeden Tag. Auch ihre Wohnsituation sowie ihre Freundschaft zu April leiden unter dieser Entscheidung. Luca versucht alles, um sich von Sage fernzuhalten, doch als er merkt, dass es nicht möglich ist, bittet er Sage um eine zweite Chance. Nun steht Sage vor der Entscheidung, ob sie sich für ihr Glück entscheidet oder für ihre Sicherheit. 


    Anfangs hat mir Teil 2 der Reihe besser gefallen, da er sich weniger mit der Vergangenheit von Sage beschäftigt. Doch das Drama zwischen ihr und Luca war absolut unnötig und inszeniert, was mich nochmals darin bestätigt hat, dass ich aus dem New Adult Genre herausgewachsen bin. Ich kann mich mit den Themen von jungen Erwachsenen und dem damit verbundenen Drama nicht mehr identifizieren. Ich mag es, wenn ernste Themen in Geschichten eingearbeitet werden, doch ich bevorzuge entweder eine ruhige oder spannende Erzählweise, jedoch ohne Drama. Der Freundeskreis in der Reihe gefällt mir weiterhin sehr gut, alle sind sympathisch und es ist eine bunte Mischung an Charakteren vorhanden, doch aufgrund der vorher genannten Punkte werde ich die Reihe leider trotzdem nicht weiterverfolgen. Wer jünger oder junggeblieben ist und sich im New Adult Genre zu Hause fühlt und mit dem triggernden Thema kein Problem hat, dem wird die Geschichte vermutlich gefallen. 

  10. Cover des Buches Scherbenmond (ISBN: 9783839001516)
    Bettina Belitz

    Scherbenmond

    (819)
    Aktuelle Rezension von: Oktodoc

    Angefangen hat das Buch recht vielversprechend. Der Vater ist verschwunden und er hat Ellie eine Aufgabe hinterlassen. Sie soll ihren Bruder zurück holen und dabei auch einen Schlüssel in seiner Wohnung in Hamburg finden um einen Safe öffnen zu können.

    Dem Bruder geht's nicht so gut und Ellie möchte herausfinden was da nicht stimmt. Wie man sich denken kann: ein Mahr.

    Nachdem Ellie den Schlüssel gefunden hat, was schon recht schnell geschehen ist, endet die Story um den Vater auch schon bzw. wird komplett vergessen. Auch das Wiedersehen mit Colin läuft nach dem recht dramatischen Abschied vom Ende des 1. Bandes total unspektakulär ab. Kaum ist sie mal glücklich macht sie ihr Glück gleich darauf wieder kaputt. Ellies Gefühlsleben ist das totale Chaos, sehr negativ. Colin's Handlungen scheinen mir auch keinen rechten Sinn zu ergeben. Stellenweise kam es mir vor als hätte die Autorin die Handlungen einfach gewürfelt.

    Im Gegensatz zu Band 1 gab es hier mehr Abwechslung mit den Charakteren. Hauptsächlich hat sich immer noch alles um Ellie und ihr Innenleben und kaum um die Außenwelt gedreht aber durch die neuen Charaktere kam etwas Schwung in die Sache.

    Das Ende des Buches war ziemlich unkreativ.


    Nichtsdestotrotz habe ich das Buch recht interessiert und schnell fertig gelesen, habe mich immer mal aufgeregt und war gespannt was als nächstes passiert. Ich hoffe die Reihe bekommt ein gutes Ende, denn alles in allem fand ich die Story und die Idee bisher recht interessant.

  11. Cover des Buches Weit weg und ganz nah (ISBN: 9783499014369)
    Jojo Moyes

    Weit weg und ganz nah

    (1.905)
    Aktuelle Rezension von: Monika_D_Kunze

    Der Titel erschließt sich mir nach dem Lesen nicht ganz 🤫Denn letztendlich spielt sich ein großer Teil der Geschichte auf engstem Raum ab, während Ed und Jess in seinem Wagen quer durch England und Schottland unterwegs sind. Na ja, wahrscheinlich handelt es sich um eine Anspielung darauf, dass sie sich körperlich zwar nah, doch in der gesellschaftlichen Rangordnung sehr weit auseinander stehen. Denn darum geht es in dieser Geschichte, abgesehen von der berührenden Liebesgeschichte zwischen den beiden. Denn genau so empfand ich sie; hier passiert nichts Knall auf Fall, sie fallen nicht von jetzt auf gleich um vor Verliebtheit; ganz im Gegenteil. Es gibt Skepsis, Ablehnung, unschöne Szenen und Kinder und einen Hund, die einen Wagen der oberen Preisklasse verhunzen 🤭Die Liebe keimt auf, als man näher hinsieht, hinhört, zeigt, dass man doch nicht so stark, so cool, so mürrisch ist, dass sich unter den Schalen verletzliche Menschen mit vielen Problemen verstecken.

    Der Klappentext verrät nur sehr wenig der Story an sich. Jess ist eine alleinerziehende Mutter zweier Kinder, eines davon wird gemobbt, das andere ist sehr klug und hat die Chance auf einen Platz auf einer sehr guten Schule, wenn da das fehlende Geld nicht wäre. In vielen Situationen erlebt man mit, wie Jess kämpft, sich aufopfert, manchmal am liebsten einfach rausgehen und schreien möchte, weil sie nicht mehr weiterweiß, um dann doch die Backen zusammenzukneifen und weiterzumachen, weil ihr nichts anderes übrig bleibt. Dementsprechend hat sie eine raue, unnahbare Schale um sich aufgebaut.

    Ed ist eigentlich ein Nerd, der es auf Grund einer guten Idee zum Wohlstand gebracht hat. Er hat(te) mehrere Häuser, eine schöne Frau und ein finanziell abgesichertes Leben. Bis er etwas tut, das ihm den Strick um den Hals legt. Es drohen Gefängnis und finanzieller Absturz. Die Geschichte lässt schön in sein Inneres blicken, wer der  Mann eigentlich ist, der unter der Schale mit der Aura des Wohlstands steckt.

    Da Jess seine Zugehfrau ist, kennen sie sich - mehr oder weniger. Durch gewisse Umstände kommt es dazu, dass sie mehrere Tage gemeinsam unterwegs sind, wodurch jeder die Gelegenheit hat, hinter die Fassade des anderen zu blicken. Sie kommen einander näher, langsam, dabei werden ebenso Jess` Kinder in die Story eingeflochten, die in Ed einen besseren Vater finden, als ihr eigener es jemals sein könnte.

    Eine tolle Geschichte, die mir sehr gefallen hat. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich werde mir gerne auch ihre anderen Werke kaufen.

  12. Cover des Buches Mein Herz in zwei Welten (ISBN: 9783499012877)
    Jojo Moyes

    Mein Herz in zwei Welten

    (670)
    Aktuelle Rezension von: BeautyBooks


    Nach dem Tod von Will Traynor versucht Louisa Clark ihr Leben neu zu ordnen. Sie verlässt ihre englische Heimat und zieht nach New York, um dort als persönliche Assistentin der wohlhabenden und exzentrischen Agnès Gopnik zu arbeiten. Lou lebt nun zwischen zwei Welten: dem glamourösen, schnellen Leben in Manhattan und ihrer bodenständigen Familie sowie ihrem Freund Sam in England, mit dem sie eine Fernbeziehung führt.
    In New York lernt Lou neue Menschen kennen, entdeckt ungeahnte Seiten an sich selbst und wird zunehmend selbstständiger. Gleichzeitig gerät sie in innere Konflikte: Sie muss entscheiden, wer sie sein möchte, wo sie wirklich hingehört und wie viel Mut es braucht, das eigene Leben selbstbestimmt zu leben. Die Erinnerung an Will und sein Vermächtnis begleiten sie dabei weiterhin und beeinflussen ihre Entscheidungen.
    .
    Der Roman handelt von Selbstfindung, Neuanfang, Liebe, Loslassen und persönlichem Wachstum. Jojo Moyes erzählt die Geschichte mit viel Gefühl, Humor und lebensnahen Figuren und zeigt, wie schwierig – aber auch befreiend – es sein kann, alte Sicherheiten hinter sich zu lassen. Hier handelt es sich um die Fortsetzung von den Büchern "Ein ganzes halbes Jahr" & "Ein ganz neues Leben". Fast sieben Jahre stand nun der dritte Band ungelesen in meinem Regal. Ich weiß gar nicht, warum ich ihn damals nie gelesen habe, aber auch jetzt konnte er mich mehr als nur überzeugen und ich habe mich sehr gefreut, Lou nochmals nach so vielen Jahren begleiten zu dürfen. Ein Roman, der sich ruhig und so schön lesen lässt. Nun weiß ich wieder, warum ich die Bücher von Jojo Moyes so liebe!

  13. Cover des Buches Die Stadt der besonderen Kinder (ISBN: 9783426517185)
    Ransom Riggs

    Die Stadt der besonderen Kinder

    (607)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Auch wenn mich die Bücher schon wirklich sehr lange reizten, fand ich erst durch das erneute Anschauen des Filmes meinen Weg in diese Welt. Band 1 überraschte bereits, da es doch einige Abweichungen zum Film gab, die mir sogar besser gefielen. Nun ging es den 2. Band, welcher mich ehrlich gesagt nicht weniger überraschte und weiter in die Welt zog.


    Wer wie ich, anfangs nur den Film geschaut hat, dachte das schnell alles gut wird. Doch weit gefehlt, denn die Kinder rund um Miss Peregrine sind noch lange nicht am Ziel, zumal ihre Beschützerin sich nicht mehr zurückverwandeln kann. Die größte Aufgabe war daher eine andere Ymbryne zu finden, welche ihr helfen könnte. Doch dies war in der aktuellen Lage nicht sehr leicht, denn natürlich waren noch immer Hollows hinter ihnen her und so gut wie alle Ymbrynes wurden bereits gefangen.


    Wer die Charaktere nicht mehr alle kannte, fand vorne die Bilder und markantesten Eigenschaften der Einzelnen. Allgemein fand ich es toll, dass der Autor mit Bildern arbeitete, denn stellenweise sorgten diese dafür das eine Szene noch intensiver wurde. Hierzu sei gesagt, dass es sich gänzlich um echte Bilder handelte, welche jedoch hin und wieder bearbeitet wurden.


    Die Geschichte begann da, wo der Vorgänger aufhörte und ermöglichte somit einen nahtlosen Übergang. Hatte der erste Band jedoch noch etwas Freundliches, musste man hier damit Leben, dass die Kinder durchweg auf der Flucht waren. Dies soll jedoch nicht heißen, dass sie nicht positives erlebten, im Gegenteil, denn während ihrer Reise trafen sie interessante Charaktere, die ihnen oft auch halfen.


    Auch wenn die Kinder diesmal viele Ängste durchleben mussten, zeigte sich, dass sie dadurch ihre Fähigkeiten erst so richtig zu schätzen wussten. Besonders Jacobs, noch recht unerforschte, Fähigkeiten fand im Verlauf des Bandes immer weiter ihren Weg an die Oberfläche und dürften gerade zum Ende hin, einige überraschen. Doch auch die anderen Charaktere machen Veränderungen durch. Dies jedoch eher charakterlich, als in Bezug auf ihre Fähigkeiten. Besonders Millard und Enoch stachen hier für mich heraus, wobei Enoch etwas mehr ins Negative abrutschte. Millard dagegen zeigte wie vielfältig es sein kann, unsichtbar zu sein. Allgemein dürfte Hoffnung das passende Wort sein um den Band zu beschreiben.


    Und wenn wir schon beim Schreiben sind, möchte ich gleich anmerken, dass sich der Band genauso gut lesen ließ wie sein Vorgänger. Da es diesmal kein Filmmaterial gab, labte sich meine Fantasie an den Beschreibungen und den im Buch befindenden Bildern. Das reichte aus um eine abenteuerliche Welt zu erstellen, welche gerade durch die Wechsel in andere Zeitschleifen auch immer wieder Abwechslung bot und interessante Einblicke in die Geschichte gab. Zwar endete dieser Band, wie sein Vorgänger, auch mit einem offenen Ende, aber da hier so spannende Dinge passierten, freue ich mich schon darauf, den nächsten Teil zu lesen.


    Fazit:


    Dieser Band bot neben reichlich abwechslungsreichen Erlebnissen, viel Spannung, aber eben auch emotionale Momente. Mir wuchsen mit jeder Seite die Kinder von Miss Peregrine mehr ans Herz, auch wenn ihre Charaktere einen manchmal zur Weißglut bringen konnten. Ich persönlich freue mich schon auf den nächsten Band, denn natürlich möchte ich wissen, was nun noch alles auf sie zukommt.

  14. Cover des Buches Vielleicht mag ich dich morgen (ISBN: 9783426516478)
    Mhairi McFarlane

    Vielleicht mag ich dich morgen

    (732)
    Aktuelle Rezension von: love1988

    Das Cover ist modern, verspielt und transportiert sofort die leichte Romantik und den britischen Charme, der auch die Geschichte prägt – ein echter Hingucker, der perfekt zum Ton des Romans passt.

    Die Protagonistin ist herrlich authentisch, schlagfertig und emotional greifbar, während der männliche Gegenpart mit Tiefe, Wärme und genau der richtigen Portion Zurückhaltung überzeugt; ihre Dynamik wirkt natürlich und entwickelt sich glaubwürdig und berührend.

    Die Nebenfiguren sind liebevoll ausgearbeitet, bringen Humor, Konflikte und Herz in die Geschichte und geben der Handlung zusätzliche Tiefe, ohne jemals von der Hauptstory abzulenken.

    Mhairi McFarlanes humorvoller, kluger Schreibstil trifft auf ein lebendiges, britisches Setting, das der Geschichte Charme, Wärme und emotionale Erdung verleiht.

    Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!

  15. Cover des Buches Wie die Luft zum Atmen (ISBN: 9783736324596)
    Brittainy C. Cherry

    Wie die Luft zum Atmen

    (1.124)
    Aktuelle Rezension von: Lili-Marie

    In diesem Buch geht es um Liz und Tristan, die beide schwere Schicksalsschläge zu verdauen haben. Während Liz sich ins Leben zurückkämpft, schon allein für ihre Tochter Emma, schottet sich Tristan von der Außenwelt ab. Gerüchten zufolge soll er ein Monster sein und wird im Ort gemieden. Doch Liz lässt sich davon nicht beeindrucken und versucht hinter Tristans Mauern zu gelangen.

    Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm, flüssig zu lesen und emotional. Hier wurden die Themen Trauer, Trauerbewältigung gut und authentisch aufbereitet. Die Geschichte wird aus beiden Sichten erzählt und gibt somit tiefere Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonisten. 

    Die Protagonisten waren gut beschrieben aber so ganz konnte ich nicht mit ihnen relaten. Wie die beiden mit ihrem Verlust umgegangen sind war sehr merkwürdig und hat mir leider gar nicht gefallen. Das Drama gegen Ende des Buches war mir etwas zu viel des Guten, das hätte nicht sein müssen. 

    Insgesamt mochte ich die Geschichte und auch die Themen, die hier näher gebracht wurden. 

  16. Cover des Buches Ravenhall Academy 1: Verborgene Magie (ISBN: 9783551304674)
    Julia Kuhn

    Ravenhall Academy 1: Verborgene Magie

    (590)
    Aktuelle Rezension von: HeDSchell

    Für mich bleiben so viele Fragen offen, die ruhig im ersten Band geklärt wären konnten. Wer waren die Gründerfamilien? Welche Tiere haben sie? Wie ist ihr Wappen? Gerne hätte ich trotzdem eine ganze simple Zeichnung eines Familienwappens gehabt. Auch das Ravenhallsternbild habe ich nicht ganz verstanden. Der Szenenwechsel ist zwar normal trotzdem wurde so oft kein Bezug mehr genommen. Deutliche Schlüsselereignisse wurden nicht mehr erwähnt. Sie waren so dramatisch und dann kein Kommentar.

     Positiv fand ich die kleinen Auszüge aus dem Hexenbuch. Auch die Fantasywelt muss zauberhaft sein jedoch wurde fast alles Magisches mit „Ist verzaubert“ begründet nicht mehr. Wer? Warum? Weshalb? Hallo, mehr Infos? Auch fehlen hier viele grundlegende Werkzeuge aus dem Kurs „Grundlagen des Schreibens.“ Es kam mir vor wie eine Anfängerin Autorin ohne wirkliche Kenntnisse wie man schreibt. Sogar die Grundlagen fehlen hier. Zu vielen Dingen konnte ich daher keinen Bezug nehmen, es fehlten stilistische Mittel. Alles wurde nur so beschrieben. Wie funkelten die Sterne? Welches Grün hatte die Wiese? Der Autor muss doch seine Beschreibung mit Assoziationen verknüpfen.

    Fazit! Eine Autorin mit einer großartigen Geschichte für Jugendliche wie sie so oft geschrieben wird und doch immer wieder gerne gelesen wird. Jedoch fehlt hier viele Grundlegende Dinge des schreiben. Hat keiner sich die Geschichte zuvor durchgelesen? Es sind wirklich nur so einiges auszubauen.

     Den zweiten Teil habe ich jetzt leider hier schon zu liegen ob ich ihn noch lese ist zweifelhaft.

  17. Cover des Buches Wunder (ISBN: 9783423086547)
    R. J. Palacio

    Wunder

    (1.132)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    "Das Universum war nicht besonders freundlich zu August Pullman." Eine unwahrscheinliche (und sehr unglückliche) Kombination verschiedener Genmutationen verursachte Deformationen seines Kopfes und Gesichtes. Im Alter von 10 Jahren, nach zahlreichen Operationen genesen, soll August, der bisher von seiner Mutter zu Hause unterrichtet wurde, eine öffentliche Schule besuche. Dass dies mit einigen Herausforderungen verbunden ist, wissen er und seine Familie genau und wagen es dennoch.

    In diesem Buch wird die Geschichte von Augusts erstem Schuljahr erzählt, immer wieder mit Rückblenden in die Vergangenheit. Dabei werden verschiedene Abschnitte von August selbst und Personen aus seinem direkten Umfeld erzählt.

    August ist ein ganz normaler Junge: intelligent, neugierig, Star-Wars-Fan. Nur optisch ist er nun eben keine Augenweide und hat auch ein paar gesundheitliche Einschränkungen. Er war mir sofort sympathisch, besonders weil die aus seiner Perspektive erzählten Kapitel so viel Witz und Selbstironie enthalten, dass man ihn einfach  mögen muss. Ich habe oft gelacht, viel gezittert und manchmal ein bisschen geweint.

    Dieses Buch ist ein wahrer Schatz, der eine Geschichte erzählt, die sich genau so (oder sehr ähnlich) zugetragen haben kann. Eine absolute Leseempfehlung für alle Altersklassen!

  18. Cover des Buches Oliver Twist (ISBN: 9783690430074)
    Charles Dickens

    Oliver Twist

    (740)
    Aktuelle Rezension von: Pegasus1989

    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Oliver musste sehr viele unschöne Dinge durchmachen, die den Leser mitfiebern und mitleiden lassen. Gut aufgebaute Spannungsbögen und ein sehr angenehmer Schreibstil kommen oben drauf. Hinzu kommt, dass ich den Krimi in diesem Klassiker sehr schätze, aber auch, dass gezeigt wird, dass früher alles vom Ablauf her anders war, als es heute der Fall ist. Am besten finde ich jedoch, dass nicht nur nach Olivers Vergangenheit gesucht wird, sondern dass Oliver als Charakter sehr bodenständig und höflich rüber kommt und die Grundwerte, wie sich zu bedanken, jemanden begrüßen etc. nicht unter gehen. Ein Buch, das ich sehr gerne nochmal lesen möchte und das ich hier auch sehr gerne weiterempfehle.

  19. Cover des Buches Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3) (ISBN: 9783546100793)
    Marlen Haushofer

    Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3)

    (958)
    Aktuelle Rezension von: Lesenetti

    Mein absolutes Lieblingsbuch. Die Wand ansich und auch das offene Ende des Buches bieten so viele verschiedene Interpretationsmöglichkeiten, dass der Text schier unendlich oft lesenswert ist. Die Charakterisierung der Protagonistin ist ebenfalls sehr spannend, sei es  biografisch oder psychologisch...Schade nur, dass es gerne in die Ecke der feministischen Literatur gestellt wird. Das Buch hat sehr viel mehr zu bieten.

  20. Cover des Buches Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss (ISBN: 9783499275395)
    Kelly Moran

    Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss

    (755)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]

    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Redwood Love - Es beginnt mit einem Kuss (Redwood Love 2)
    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Kelly Moran
    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Kyss - Rowohlt
    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
    𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Vanessa Lamatsch (aus dem Englischen)

    𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
    Nervig - LeichtZuLesen - GanzSüß

    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
    Gaby und Flynn sind schon lange Zeit beste Freunde. Nicht nur privat verstehen sich die beiden ausgezeichnet, auch in Flynns Tierarztpraxis arbeiten die beiden Hand in Hand.
    Da Flynn gehörlos ist, übernimmt Gaby oft die Übersetzung für ihn und erleichtert ihm so das Leben.
    Doch ist zwischen den beiden mehr als nur Freundschaft? Und sind sie bereit, ihre aktuelle Beziehung aufs Spiel zu setzen um herauszufinden, ob sie mehr sein können?

    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
    Puh... ja... also erstmal sind mir im Buch die Klischees noch mehr aufgefallen als in dem vorherigen Band. Allerdings konnte ich die dann doch noch mit Humor nehmen. 😅
    Ganz anders als das wirklich verwirrende und teilweise doch sehr pupertäre Verhalten der Protagonisten, das mir im Laufe des Buches immer mehr auf die Nerven ging. Auch ein paar Logikfehler sind mir aufgefallen. Vielleicht bin ich ein wenig streng, aber wenn eine Person nur über ASL und Lippenlesen kommunizieren kann, dann muss in der Geschichte auch darauf geachtet werden, dass in manchen Situationen keine Verständigung mit Worten möglich ist. 🙈
    Dafür war die Geschichte super flüssig geschrieben und war leicht zu lesen. Der Stil gefiel mir wirklich gut und ich werde die Folgebände auf jeden Fall noch Lesen.

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? 🤷🏻‍♀️
    Wenn euch unreifes Verhalten nicht stört - Go for it! Denn Schreiben kann Kelly Moran definitiv. Nur für mich war die Geschichte leider eher nichts.

    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  21. Cover des Buches Über Menschen (ISBN: 9783442772193)
    Juli Zeh

    Über Menschen

    (439)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

     „Über Menschen“, „Unterleuten“, die Ähnlichkeit in den Titeln der beiden Bücher von Juli Zeh ist natürlich kein Zufall. Das wird nicht nur an den subtil ausgewählten Titeln deutlich, sondern auch spätestens bei geschickt eingewobenen Schlenkern im aktuellen Buch der Autorin: „In solchen Gegenden stellt man noch eine Menge Windräder ab, verbietet den Pendlern den Diesel, versteigert die Felder der Bauern meistbietend an Investoren […]“. 

    Geht es in „Unterleuten“ primär um Windräder, ist in „Über Menschen“ die Auseinandersetzung mit rechtem Gedankengut und rechter Gewalt Dreh- und Angelpunkt einer außergewöhnlichen Beziehungsgeschichte. Beide Werken sind in fiktiven Orten in der „Sandbüchse Deutschlands“, Brandenburg, angesiedelt, beide Werke gehen irgendwie verständnisvoll, ja man könnte sagen, fast liebevoll, mit dem besonderen Menschanschlag der „Leute vom Dorf“ um. Und noch immer klingt mit: Und im Osten ist alles noch viel ausgeprägter (um den Begriff „schlimmer“ zu vermeiden).

    Kaum einen Unterschied gibt es allerdings bei der tiefgründigen, dem Menschen zugewandten Auseinandersetzung mit den verschieden Themen – in dem ganz eigenen Juli Zeh-Sound. In den man sich durchaus verlieben kann: alle Worte am richtigen Platz, kein Wort verschwendet. Liebe durchweht auch „Über Menschen“ und zwar auf eine schließlich so feinfühlige Art, dass einem vor lauter Fragen und mitfühlen ganz schwindelig wird. Dabei ist die Auseinandersetzung, trotz aller aufkommenden Fragen, immer deutlich: „‘Das 21. Jahrhundert springt euch mit dem Arsch ins Gesicht. Jede Frau bei der Bundeswehr, jede Homo-Ehe, jeder Zuwanderer, jedes neue Klimapaket, das alles springt euch ins Gesicht, und zwar mit dem Arsch!‘“ Ohne jedoch den Menschen dabei aus den Augen zu verlieren oder auch: verloren zu geben.

    Ein „Dorf-Nazi“ mit seiner Tochter, einem Hund, der auf den seltsamen Namen „Jochen-der-Rochen“ hört, ein zuvorkommender Nachbar, zwei nicht nur pflanzenverliebte „rechte Gestalten“ und das Dorf „Bracken“, das zu mancherlei Wortspiel verführt, bilden die neue Heimat (?) der Protagonistin, die sich von ihrem Mann getrennt hat und nun auf dem Land eine neue Lebensform ausprobieren möchte. Denn schließlich kann man das „Home-Office“ von nahezu jedem Platz auf dieser Erdkugel betreiben. Die Geschichte greift tief in die jüngere Vergangenheit der Republik ein, Stichwort: Rostock-Lichtenhagen 1992. Sie zeigt aber auch die Hintergründe für ein „Hineingeraten“, für die Macht der jeweiligen Realität, sprich Umwelt. Und das alles nicht so einfach ist, wie es scheint oder wie man es haben möchte: „Horst Wessel und Hortensien. Könnte der Anfang eines dadaistischen Gedichts sein. Natürlich steht nirgendwo geschrieben, dass Neonazis keine Hortensien mögen. Komisch ist es trotzdem [wenn man sie in ihrem Umfeld vorfindet]. Eine Bedrohung des lebenswichtigen Irrtums, man könnte das Gute und das Böse spielend leicht auseinanderhalten.“

    Dieses Buch ist auch ein Buch der Annäherung, möglicherweise der Aussöhnung, die, falls sie gelingen soll, wohl nur zwischen einzelnen Menschen selbst gelingen kann. Aber das wäre ja schon mal ein Anfang. Bleiben wir im Gespräch …

    (27.4.2021)

  22. Cover des Buches Liebe ist was für Idioten. Wie mich. (ISBN: 9783733501464)
    Sabine Schoder

    Liebe ist was für Idioten. Wie mich.

    (559)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Viki hat es nicht leicht in ihrem Leben. Ihre Mutter ist an Krebs verstorben, ihr Vater ein Alkoholiker, der seine Wut an seiner Tochter auslässt und sich und ihre Wohnung verwahrlosen lässt. Viki gibt sich stark, ist jedoch mit ihrem Leben überfordert. In der Schule hat sie Probleme, in vielen Fächern steht sie vor einem Ungenügend und der einzige Halt in ihrem Leben bildet ihre beste Freundin Melanie. 

    Als Viki an ihrem siebzehnten Geburtstag einen Joint zu viel raucht, landet sie mit Jay im Bett, dem Sänger einer Schülerband, den sie eigentlich überhaupt nicht leiden kann. Am nächsten Morgen hat sie kaum mehr eine Erinnerung an den Abend und was passiert ist, aber Jay geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Die beiden können nicht voneinander lassen und so öffnet sie Jay auch ihr Herz. Doch Jay hat etwas zu verbergen, was Viki an ihrer Beziehung zweifeln lässt. 

    Viki ist ein siebzehnjähriges Mädchen, die ihre Probleme gern mit sich selbst ausmacht und ihre Emotionen hinter einer Fassade aus Zynismus und Ironie verbirgt. Der Roman ist aus ihrer Perspektive geschrieben, so man hinter die Mauern blicken kann, die sie aufgebaut hat und aufgrund ihres familiären Hintergrunds ihre Wut und Ängste verstehen kann. Jay bleibt dagegen etwas undurchsichtig, denn auch er verbirgt etwas, das er nicht preisgeben möchte, was der Geschichte die nötige Spannung verleiht. 

    Die Charaktere sind vielschichtig, haben ihre Ecken und Kanten, und hinter der typischen Teenie-Coolness verbergen sich zwei fürsorgliche und verletzlich Persönlichkeiten. Die Dialoge sind spritzig und amüsant, denn beide haben eine ironische Art und können wunderbar mit Worten umgehen. Die Geschichte hat deshalb humorvolle Szenen, auch wenn stets eine gewisse Düsterheit mitschwingt. 

    Auch wenn sich beide Protagonisten schnell annähern und aus der körperlichen Liebelei bald mehr wird, ahnt man, dass dies noch nicht das Happy End ist, sondern dass es noch zu einer Katastrophe kommen wird. 

    "Liebe ist was für Idioten. Wie mich." ist ein spannender und unterhaltsamer Young Adult-Roman mit problembehafteten Figuren, die durch die Liebe zu einander lernen, was es heißt, zu vertrauen und Gefühle zuzulassen. Der Roman handelt von Alkoholmissbrauch, Drogen und Vernachlässigung, wobei man nie die Hoffnung verliert, dass Viki aus ihrem sozialen Milieu ausbrechen kann und dass auch Jay nicht im Drogenrausch versumpft. Die Mischung aus Drama, Romantik und Humor ist ausgeglichen und durch den wortwitzigen Schreibstil ist die Geschichte auch für lebensältere Leser durchaus unterhaltsam und mitreißend, hätte jedoch gegen Ende etwas gestrafft werden können.

  23. Cover des Buches Die Bibliothek der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520277)
    Ransom Riggs

    Die Bibliothek der besonderen Kinder

    (381)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Endlich habe ich ein wenig frei und nutze die Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz, Videospiele, Kochen und Backen sowie natürlich zum Lesen. Umso mehr Beiträge werdet ihr in nächster Zeit von mir sehen. Zuletzt habe ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“, den dritten Band der „Besonderen Kinder-Reihe“ von Ransom Riggs, gelesen. Wer aber denkt, dass es sich dabei um Kinderliteratur handelt, irrt sich. Mit der düsteren Urban Fantasy-Atmosphäre ist diese Saga vielmehr etwas für Leser ab dem fortgeschrittenen Teenageralter. Die Reihe ist mit sechs Bänden abgeschlossen, auf Deutsch gibt es bislang aber nur fünf. Wann der sechste Band mit dem Originaltitel „The desolation of devil’s acre“ auch hierzulande erhältlich sein wird, ist offiziell noch nicht bekannt. „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ erschien 2016 auf Deutsch. 

    Im London der Gegenwart sind der 16-jährige Jacob Portman und seine Freundin Emma Bloom nur knapp entkommen. Miss Peregrine, die anderen besonderen Kinder und die verbleibenden Ymbrynes sind dagegen in die Hände der Wights gefallen. Gemeinsam mit dem besonderen Hund Addison versuchen Emma und Jacob ihre Freunde zu befreien. Ihr Weg führt sie nach „Devil’s Acre“, übersetzt Teufelsacker, eine Zeitschleife, in der es von zwielichten Gestalten nur so wimmelt. Zu allem Überfluss werden sie von einem Hollowgast verfolgt und Jacob spürt, dass er die vermeintlich unsichtbaren Wesen nicht nur sehen kann, sondern auch manipulieren. 

    Noch vor dem ersten Kapitel findet sich ein Zitat von Edward Morgan Forster, einem britischen Autor des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine Gesellschaftsromane wie „Zimmer mit Aussicht“ berühmt war. In dem Zitat geht es im übertragenden Sinne darum, dass jemand der ewigen Verdammnis entgegenblickt. „Das Monster stand nicht mal eine Zungenlänge entfernt, den Blick auf unsere Kehlen gerichtet, das verschrumpelte Gehirn voller Mordgelüste.“, ist der erste Satz des ersten Kapitels. Die Geschichte setzt unmittelbar nach dem abrupten Ende des Vorgängers ein, weshalb es für den Leser am sinnvollsten ist, die Reihe in einem Rutsch zu lesen. Mit annähernd 550 Seiten und elf Kapiteln, ist „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ nicht nur das bislang längste Buch der Saga, sondern die Kapitel selbst nehmen ebenfalls an Länge zu. Erzähler bleibt wie gewohnt Jacob aus der Ich-Perspektive im Präteritum.

    Dass Emma und Jacob von den anderen besonderen Kindern getrennt sind und diese hier keine nennenswerte Rollen mehr spielen, finde ich schade, da sie interessante Figuren sind, die ich gerne noch näher kennengelernt hätte. Stattdessen werden die beiden nun von Addison MacHenry, einem besonderen Hund, begleitet. Denn nicht nur Menschen, sondern allgemein Tiere können außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen. So ist Addison ein Boxer, der sowohl sprechen kann, als auch Besondere erschnüffeln, was bei der Suche nach den entführten Kindern natürlich besonders nützlich ist. Außerdem wird ihm eine hohe Intelligenz nachgesagt, die aus Perspektive eines Menschen aber noch ausbaufähig ist. So weiß er beispielsweise teilweise nicht, wann er besser die Schnauze halten sollte und bringt das Trio damit gerne mal in unangenehme Situationen. Zwar hat dieser schwatzende Hund durchaus seinen Charme, sein Stolz macht ihn aber gelegentlich unsympathisch. 

    In diesem Band wird Jacobs Charakterentwicklung besonders präsent. Er vergleicht sich selbst, indem er seine frühere Persönlichkeit als „Old Jacob“ und seine jetzige als „New Jacob“ bezeichnet, wobei bei seinen Gedankengängen häufig noch der „Old Jacob“ hervorblitzt. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, dass der „New Jacob“ weniger ängstlich und pessimistisch ist, sondern mutig und bereit, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Doch Jacob muss sich auch fragen, ob er wirklich ein neuer Mensch ist, oder ob der „New Jacob“ nur eine Wunschvorstellung ist, der er niemals gänzlich gerecht werden kann. Er macht also hier eine typische Teenager-Identitätskrise durch.

    Natürlich dürfen auch die Fotografien in diesem Band nicht fehlen, wobei ich sagen muss, dass Riggs mit seiner Sammlung das Pulver größtenteils schon verschossen zu haben scheint. Unheimliche, bearbeitete Schwarzweiß-Fotos, die einen zweimal hinschauen lassen, gibt es hier verhältnismäßig nur noch wenige. Stattdessen reihen sich immer mehr Aufnahmen von Landschaften oder Personen ein, die vielleicht ein bisschen schräg, aber nicht aufsehenerregend sind.

    Sprachlich ist der dritte Band mit seinem direkten Vorgänger vergleichbar, kommt aber nicht mehr an „Die Insel der besonderen Kinder“ heran. Der Stil ist zunehmend uninspiriert, repetitiv, wenn nicht sogar stellenweise schwach. Auch das Tempo findet Riggs hier nicht mehr so gut wie zuvor. Im bisher umfangreichsten Buch der Reihe passiert vergleichsweise wenig. Es gibt weniger Ortswechsel und der Plot ließe sich schnell zusammenfassen, sodass stellenweise Längen entstehen. In spannenden Szenen gibt es dagegen starke Zeitraffungen, die kaum Raum für die Beschreibungen des Handlungsortes lassen. Inhaltlich gibt es jedoch starke Ansätze, wie beispielsweise das gelungene Vertiefen von Hintergrundinformationen, die das Worldbuilding erweitern oder die Thematisierung von Drogensucht und deren Konsequenzen.

    Das Finale hat es dann aber in sich. Es ist spannend, düster und actiongeladen. Allerdings sind nicht wirklich viele Verluste zu beklagen. Doch gerade als man denkt, dass das Spektakel vorbei ist, kommt es noch einmal richtig dicke. In meiner letzten Rezension hatte ich bereits erwähnt, dass ich die Reihe ursprünglich für eine Trilogie hielt, und tatsächlich steht auf dem Buchrücken: „Das mitreißende Finale der ‚Besondere Kinder’-Trilogie“. Die Fortsetzung mit drei weiteren Bänden wurde erst später geplant, und so fühlt sich das Ende hier auch wie ein richtiges Ende an, selbst wenn noch manche Fragen offen bleiben. Ist Fiona, die bereits im zweiten Band von einer Klippe gestürzt ist, wirklich tot? Wie werden Jacobs Eltern auf den Umgang mit den anderen Besonderen reagieren? Und werden Emma und Jacob wieder zueinander finden oder Freunde bleiben? Ich hoffe auf diese Fragen im vierten Band Antworten zu finden.

    „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ ist ein lesenswertes Jugendbuch, das in mir aber nicht mehr die Euphorie des ersten Bandes auslösen konnte. Es ist schade, dass die Reihe „Die besonderen Kinder“ heißt, es in diesem Buch aber hauptsächlich um Emma und Jacob geht. Auch der Schreibstil bleibt oft uninspiriert und es gibt gelegentlich Längen. Insgesamt hat das Werk aber viele tolle Momente und Szenen zu bieten, wie zum Beispiel das Finale. Deswegen möchte ich „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ drei von fünf Federn geben. Als nächstes werde ich die Fortsetzung „Der Atlas der besonderen Kinder“ lesen.

  24. Cover des Buches Truly (ISBN: 9783736312968)
    Ava Reed

    Truly

    (776)
    Aktuelle Rezension von: Schlaflosleser

    Die unfassbar gefühlvoll und bewegende Geschichte ist ein wundervoller Auftakt der Trilogie von Ava Reed.

    Ich frage mich ernsthaft, warum dies erst mein drittes gelesenes Buch dieser Autorin ist..


    Diese hier dreht sich hauptsächlich um Andie und Cooper, die sich beim arbeiten in einer Bar kennen lernen und zwischen ihnen von Anfang an ein gewissen Knistern vorhanden ist, doch irgendwie stehen sich beide im Weg und können aufgrund ihrer Vergangenheit nicht so richtig auf den anderen eingehen. Andies beste Freundin June ist so eine schlagfertige Persönlichkeit, mir gefallen ihre Sprüche ganz besonders. Die Story hält jede Menge Aufregung und Herzschmerz für euch parat.


    Ich freue mich schon auf die beiden anderen Bände

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