Bücher mit dem Tag "hunderoman"
5 Bücher
- Petra Schier
Strandkörbchen und Wellenfunkeln
(73)Aktuelle Rezension von: jeanne1302Vor Jahren kommen sich Luisa und Lars näher, doch dann verlässt Lars die Stadt für Jahre von einem Tag auf den anderen, ohne sich zu verabschieden. Nach 8 Jahren kehrt er zurück und trifft wieder auf Luisa und die alte Leidenschaft flammt erneut auf.
Aber nach wie vor möchte Lars keine Herzensgefühle zulassen, seit der verkorksten Ehe seiner Eltern, weigert er sich, sein Herz zu öffnen.
Im ganzen Roman geht es - außer natürlich um die kleine Retriever-Hündin Jolie - nur darum, wie Luisa darum kämpft, die Mauern der Angst um Lars´ Herz zu durchbrechen. Manchmal ist es einfach sehr schwer, sich einzugestehen, dass man sich gegen die Liebe nicht wehren kann.
Also sogesehen ist der Plott eher naja...nicht wirklich berauschend. Mal abgesehen von den Sex-Szenen. 😳
Das beste am Buch ist und bleibt Jolie, die Hündin, die Lars zufällig vor dem Tod retten kann und dann in die Tierarztpraxis, in der Luisa arbeitet, bringt. Petra Schier versteht es, Tieren die richtigen Worte in den Mund, eh...die Schnauze zu legen. Es ist köstlich wie die kleine Hündin beschrieben wird.
Ich bin eigentlich nur wegen Jolie bis zum Ende des Buches dabei geblieben, sonst hätte ich wohl wegen Substanzlosigkeit abgebrochen.
Und bin doch froh, weil auf den letzten Seiten folgender Satz geschrieben steht: "Du hast dein Leben damit zugebracht, nicht so zu werden, wie dein Vater. Jetzt solltest du vielleicht endlich damit aufhören, gegen den Mann anzukämpfen, der du nicht sein willst, sondern anfangen, der Mann zu sein, der du sein willst."
Fazit dieses Buches: Die Sex-Szenen hätte man auch etwas weniger seitenreich gestalten können, das ging ja schon fast in Richtung Erotik-Roman und ja, wie gesagt dieses "ich will mit dir zusammen sein, aber nicht meine Liebe zeigen" ist schon sehr wenig an Inhalt für ein so dickes Buch.
Botschaft des Buches: Keine Partnerschaft, wenn nicht das Herz dabei ist. Eine lieblose Liebe gibt es nicht. Entweder man liebt oder man geht. Nur eine Beziehung, die auf ehrlicher Liebe basiert, hat Bestand.
- Frauke Scheunemann
Dackelblick
(375)Aktuelle Rezension von: Rodrik-AndersenDer Dackel Carl-Theodor von Eschersbach findet sich unverhofft im Tierheim wieder. Dort wird er von Carolin als Haustier auserkoren und kurzerhand auf den Namen „Herkules“ umgetauft. Nach und nach lernt Herkules sein ungewohnt neues Umfeld kennen und freundet sich sogar mit dem Nachbarskater Herr Beck an. Mit ihm heckt er einen Plan aus, um Carolins Partner loszuwerden, der das Frauchen nicht nur hintergeht, sondern auch Herkules nicht ausstehen kann. Allerdings muss er bald feststellen, dass in Sachen Liebe die Vorstellungen von Hund und Frauchen ganz schön weit auseinandergehen.
Die Welt aus dem Blickwinkel eines Dackels zu betrachten klang für mich anfangs wenig reizvoll. Doch musste ich meine Meinung rasch überdenken, als ich anfing, in Herkules’ Geschichte einzutauchen. Diverse Missverständnisse sowie die erfrischende Dackel-Denke, die Herkules mit seiner Leserschaft teilt, ist gespickt mit augenzwinkernden Humor und witzigen Szenen, dass es mir schwerfiel, das Buch zur Seite zu legen. Auch das Zweier-Gespann aus Hund und Kater, die ebenfalls ganz unterschiedlich ticken und auf die Welt (der Menschen) blicken, harmoniert einfach prächtig. So war die Enttäuschung groß, als die positiv gestimmte Lektüre viel zu rasch zu Ende ging – selbstredend mit einem Happy-end und Augenzwinkern.
Fazit: Kurzweilig, witzig und unterhaltsam: Bei „Dackelblick“ handelt es sich um eine herrlich leichte Geschichte aus dem Blickwinkel eines jungen Dackels, die mich oft zum Schmunzeln, manchmal aber auch zum Nachdenken angeregt hat. Dies ist vor allem der tollen Schilderung der Gedankengänge und Sichtweise des Hundes zu verdanken, die durch den flüssigen und unaufdringlichen Schreibstil gekonnt eingefangen wird. Auf diese Weise muten manche menschliche Verhaltensweisen wirklich allzu grotesk oder gar unverständlich an. Selbst Katzenlieber*innen werden auf ihre Kosten kommen, weil die Figur des Herrn Beck ebenfalls wunderbar gezeichnet ist und seine Weltsicht beisteuert. Insofern hat mir die Lektüre des Romans sehr viel Freude bereitet. - Petra Schier
Schneeflöckchen, Weißpfötchen
(83)Aktuelle Rezension von: SvanvitheWeihnachten ist gut einen Monat vorbei, aber sicher erinnern wir uns noch daran, dass die Zeit vor den Feiertagen für alle, die ihren Familien und Freunden Gutes tun wollen, besonders stressig sein können. Auch bei Santa Claus geht es stets turbulent zu, schließlich hat er jedes Jahr zahlreiche Wünsche zu erfüllen. Allerdings gibt es auch in der Weihnachtsmannzentrale ab und an Probleme, zum Beispiel sobald ein überdimensionaler Wunsch einen Absturz der Software verursacht und den Posteingang verstopft. Dann passiert es, dass ein Wunsch aus dem vergangenen Jahr auftaucht und unbedingt abgearbeitet werden muss.
Wichtig ist es vor allem, wenn es um die Liebe geht. Santas Frau findet zwar, dass die Wünsche nach Liebe immer am schwierigsten und gefährlichsten sind, doch davon zeigt sich der Weihnachtsmann in keiner Weise irritiert.
Der Herzenswunsch, von dem hier die Rede ist, stammt von Xander. Der Fotograf und Reiseblogger liebt Ellie. Soweit so gut. Ellie ist Xanders beste Freundin, und genauso sieht Ellie das auch. Zum Vier-Freunde-Kleeblatt gehören noch Jelena und ihr Bruder Arian, mit ihnen baut Ellie eine Beauty-Oase bestehend aus Friseursalon, Kosmetik- und Nagelstudio auf.
Von Xanders Rückkehr und seiner Ankündigung, nunmehr im Heimatort sesshaft werden zu wollen, um eine Galerie und ein Fotostudio einzurichten, sind die Freunde begeistert. Hingegen hofft Xander auch darauf, dass Ellie endlich seine Gefühle erwidert, sollte er dauerhaft in ihrer Nähe sein.
Dass Ellie im Baumarkt den sympathischen Anwalt Patrice kennenlernt, stellt sich als großes Hindernis heraus.
Jedoch wäre Santa Claus nicht er selbst, hätte er nicht ein paar Tricks auf Lager. Also sorgt er dafür, dass sich die Wege von Ellie und Xander mit denen der weißen Schäferhündin Amara kreuzen. Das Tier ist offensichtlich ausgesetzt worden und lebt seitdem auf der Straße, ständig auf der Suche nach einer Mahlzeit und einem trockenen Schlafplatz.
Von einem wesentlichen Problem hat der Weihnachtsmann aber keine Ahnung: Ellie wurde als Kind durch den Biss eines Hundes schwer verletzt und hat neben Narben von diesem Ereignis enorme Angst zurückbehalten. Kann sie ihre Furcht überwinden? Und wird Xanders Wunsch erfüllt?
Petra Schier schreibt regelmäßig einen Weihnachtsroman, in dem nicht allein ein Menschenpaar das (Liebes)Glück findet, sondern auch ein Hund. “Schneeflöckchen Weißpfötchen” ist Band zehn der Santa-Claus-Reihe und wie seine Vorgänger als Adventskalender aufgebaut. Vierundzwanzig Türchen, sprich Kapitel nebst Bonus, können wir “öffnen” und lesen.
Um es gleich vorweg zu nehmen, “Schneeflöckchen Weißpfötchen” ist in Gänze eine Wohlfühlgeschichte, die nichts vermissen lässt und ein Wiedersehen mit bekannten Figuren der bisherigen Romane bereithält. Zwar gibt es den ein oder anderen Konflikt, daneben spricht die Autorin ebenso das Thema von Ängsten nach durchaus traumatischen Erlebnissen an. Indes sind dies nur kleine Stolpersteine, die eine unbeschwerte Lektüre für den leichten Herzensmoment, den wir alle gelegentlich benötigen, nicht mindern.
Im Vordergrund geht es um Freundschaft und das Erreichen von Zielen in einer Gemeinschaft, Vertrauen und Verantwortung, Hoffnung und Willen zur Bewältigung von Ängsten und selbstverständlich um Liebe und Zuwendung.
Petra Schier ist sowohl erfahren im Schreiben von Liebesromanen mittels anschaulicher Bilder, amüsanter Szenen und gekonnt dosierter Erotik, als auch bei der nachvollziehbaren und sensiblen Schilderung von Emotionen und Eindrücken, wozu auch das Einbinden von Magie gehört. Nicht nur Weihnachtsmann & Co. unterhalten uns mit ihren Auftritten, wir dürfen auch teilhaben an der Gedankenwelt von Amara, einer an Körper und Seele beeinträchtigten Schäferhündin, die erst den Glauben an die Menschen wiederfinden und heilen muss.
Die Charaktere mit alltäglichen Freuden und Problemen sind aus dem Leben gegriffen, sie besitzen Stärken und Schwächen und wirken natürlich in ihrem Umfeld.
Familienmitglieder gehen aufmerksam und ungezwungen miteinander um, können sich auf die Unterstützung verlassen. Freundschaften und Traditionen werden gepflegt, zu denen auch der Weihnachtsmarktbesuch und das Keksebacken gehören, der passende stimmungsvolle Rahmen für einen solchen Roman.
Und darum ist "Schneeflöckchen Weißpfötchen" eine romantische Liebesgeschichte mit Weihnachtszauber, Puderzucker, Herzklopfen und glücklichen menschlichen und tierischen Protagonisten.
- Petra Schier
Vier Pfoten und zwei Weihnachtswunder
(93)Aktuelle Rezension von: SummseBeeLena arbeitet in der familieneigenen Sicherheitsfirma Securifant, die ihr Vater Arndt leitet. Und dieser hat einen neuen Mitarbeiter eingestellt: Martin. Zwischen ihm und Lena fliegen regelrecht die Fetzen, da er sie mit seinem Chaos fast in den Wahnsinn treibt. Dennoch lässt seine Gegenwart sie auch aus anderen Gründen nicht kalt…
Und auch Maria ist neu in der Firma und sie verbindet ein Geheimnis mit Arndt, von dem sonst niemand weiß. Dies stürzt beide in ein großes Gefühlschaos und für Santa Claus heißt es gleich zwei Paare zusammenbringen. Nur leider kann er nicht aktiv werden, wenn ihm kein offizieller Weihnachtswunsch vorliegt…
Die Weihnachtsromane von Petra Schier gehören für mich einfach schon zur Winter- und Weihnachtszeit dazu. Es ist immer wieder schön in diese kleine fiktive Stadt zurück zu kehren und die Protagonisten aus den vorherigen Büchern wieder zu begegnen und mitzuerleben wie sich ein neues Paar findet.
In diesem Fall gibt es ja sogar zwei Paare und deren Geschichten haben mich gleichermaßen berührt und unterhalten. Obwohl wohl die Geschichte um Martin und Lena mehr Raum eingenommen hat und für Heiterkeit sorgte. Wie die beiden sich zu Beginn gefetzt haben, war Unterhaltung pur und ich konnte jederzeit mit ihnen mitfühlen.
Und die geheimnisvolle Geschichte um Arndt und Maria bot zusätzlich noch mehr Spannung und Gefühl. Mit jedem Band kommen weitere Figuren hinzu, die man lieb gewinnt und von denen man im nächsten Band wieder lesen möchte.
Auch wenn die Geschichte gänzlich ohne Vorwissen zu genießen ist, bietet sie doch einen gewissen Suchtfaktor. Einmal angefangen, braucht man eine Dosis Petra-Schier-Weihnachtsmagie jedes Jahr aufs Neue.
Das liegt zum einen auch an Santa Claus und seinen Elfen und natürlich der tierischen Unterstützung auf vier Pfoten. Hier in diesem Fall dem süßen Havaneser Buddy, der auch stellenweise wie Santa Claus und seine Gehilfen zu Wort kommt und sich somit sofort in mein Leserherz geschlichen hat.
Wer Weihnachtgeschichten, die die perfekte Mischung aus Romantik, (tierischer) Unterhaltung und der nötigen Prise an Magie sucht, ist bei den Weihnachtsromanen von Petra Schier genau richtig.
- Petra Schier
Weihnachtszauber und Hundepfoten
(82)Aktuelle Rezension von: ErikHuyoffVor kurzem habe ich "Weihnachtszauber und Hundepfoten" von Petra Schier gelesen. Das Buch ist 2023 bei HarperCollins in der Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH erschienen und als Liebesroman einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.
Seit Melissa ihren gewalttätigen Ex-Mann verlassen hat, lebt sie in ständiger Angst. Als sie dann dem Sicherheitsexperten Lennart und seiner jungen Boxerdame Sissy begegnet, will sie instinktiv auf Abstand gehen. Zu groß ist Melissas Angst vor Nähe, und sie hat sich geschworen, ihren kleinen Sohn Andy vor jeglicher Gefahr zu schützen, koste es, was es wolle. Doch Lennart ist so ganz anders als ihr Ex und setzt sanft alles daran, sie näher kennenzulernen. Bald schon kann sie sich ihrer Gefühle für ihn kaum noch erwehren. Doch dann überschlagen die Ereignisse sich, und Santa Claus und seine Crew haben alle Hände voll damit zu tun, das Weihnachtsfest doch noch zum Fest der Liebe zu machen.
"Weihnachtszauber und Hundepfoten" ist bereits der achte Weihnachtshund-Roman von Petra Schier, von der ich bislang eher historische Romane wie "Das Geheimnis des Pilgers" und "Die Liebe des Pilgers" gelesen habe. Dabei ist "Weihnachtszauber und Hundepfoten" ein bunter Genremix mit märchenhaft-fantastischen Elementen, ist zugleich Hunde-, Weihnachts- und Liebesroman - wobei ich letzteres aufgrund der starken Dominanz der Liebesgeschichte als für mich relevantes Genre übernommen habe.
Die Handlung ist abwechslungsreich und - gerade für Neueinsteiger in die Reihe - sehr überraschend aufgrund der verschiedenen Perspektiven, der Darstellung der Gedanken des Hundes, der fantastischen Elemente und - ja - auch einer unerwarteten Sexszene. Dabei mischt Petra Schier weihnachtliches Flair mit schweren Themen, wie in diesem Band toxische Beziehungen und häusliche Gewalt. Dennoch verbleibt das Buch manchmal etwas an der Oberfläche - und bietet am Ende auch einen etwas unnötigen Cliffhanger zum (vermutlich) nächsten Band.
Das Setting ist - wie sollte es bei einem Weihnachtsroman auch anders sein? - gelungen. So entführt die Autorin den Leser in eine Kleinstadt zur Vorweihnachtszeit mit malerischem Weihnachtsmarkt und einer Ferienhaussiedlung mit traumhaften Blockhäusern (auch wenn es weiterhin sehr irritiert, dass Melissa auf der Flucht in so ein abgelegenes Blockhaus zieht - das hat fast etwas von der Irrationalität in Horrorfilmen). Schön auch, dass hier das Setting vergangener Bände aufgegriffen und so die Geschichte mit altbekannten, wenn auch mir neuen, Protagonisten fortgesetzt wird.
Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Hierbei überzeugen insbesondere wichtige Nebenrollen wie Lena, Ellie und Oliver, während insbesondere Melissa teils nicht nachvollziehbar agiert. Petra Schiers Schreibstil ist dabei leicht und flüssig zu lesen und lässt das Kopfkino sofort anspringen.
Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben größtenteils sauber gearbeitet, allerdings hätte ich mir zur Abrundung des Buches in einem Nachwort noch Anlaufstellen für Hilfsangebote bei häuslicher Gewalt gewünscht. Das Cover setzt sich nahtlos zum Buchrücken hin fort, wird allerdings etwas einfallslos einfach auf der Coverrückseite nochmals abgebildet. Insgesamt ist das Motiv zwar passend, aber auch etwas beliebig.
Mein Fazit: "Weihnachtszauber und Hundepfoten" ist ein abwechslungsreicher und überraschender Liebesroman mit nur kleineren Schwächen. Für Liebhaber des Genres - und von Hunden - bedenkenlos zu empfehlen, ab einem Lesealter von 16 Jahren.




