Bücher mit dem Tag "hungerwinter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hungerwinter" gekennzeichnet haben.

16 Bücher

  1. Cover des Buches Stadt der Diebe (ISBN: 9783453407152)
    David Benioff

    Stadt der Diebe

     (617)
    Aktuelle Rezension von: Geisterkatze

    Um ehrlich zu sein mag ich solche Themen nicht. Gemeint ist der Krieg. 

    Ich habe das Buch mir wegen dem Titel geholt. Dieser spiegelt nicht ganz den Inhalt wieder. Ebenso wenig wie der Kurztext auf der Rückseite. Es geht im Prinzip nur am Rande um Diebe und Krieg. Das hat mich sehr überrascht. Es geht wirklich darum wie innerhalb von 7 Tagen eine Freundschaft entstand die ein Leben prägt. Und die wurde wundervoll mit all ihrer Nervigkeit beschrieben. Die Situationen die die beiden Jungen letztendlich verbanden sind interessant geschildert. Eine einmanfreie ich-Erzählung.

  2. Cover des Buches Trümmermädchen – Annas Traum vom Glück (ISBN: 9783548063416)
    Lilly Bernstein

    Trümmermädchen – Annas Traum vom Glück

     (142)
    Aktuelle Rezension von: jsydo143

    "Trümmermädchen" erzählt sie Geschichte von Marie und Anna, während und nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland. Man lernt das Leben der beiden kennen, fiebert in den guten Momenten mit und ist gepackt von der Geschichte. Die Erzählung ist fesseln und spannend und ich habe das Buch förmliche verschlungen. Die Geschichte ist herz zerreißend und auch teilweise sehr traurig, aber man ist vollkommen darin gefangen und traut den beiden Protagonisten einfach alles zu.

    Ich würde es auf jeden Fall jedem weiterempfehlen, da dieses Buch einfach alle Kriterien erfüllt: Spannung, Liebe, Drama, Herz - ich kann gar nicht aufhören davon zu schwärmen!!!

    Der Buchtitel und das Cover verraten schon, worauf man sich einstellen muss, aber die Erwartungen werden mit jedem Kapitel übertroffen. Pflichtlektüre für alle Leser von Dramen mit Herz.

  3. Cover des Buches Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée (ISBN: 9783548289571)
    Beate Sauer

    Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Auf diesen Roman war ich gespannt, denn hier habe ich die Leseprobe bei vorablesen gelesen und bewertet. Hier hatte ich mal wieder Glück und habe ein Ebook Exemplar erhalten.

    Nachdem ich erstmal mit dem Lesen begonnen hatte, konnte ich das Tablet kaum aus der Hand legen.

    Denn je weiter ich gelesen habe, desto spannender wurde es. Es liest sich flüssig und ohne das man groß ins Stocken gerät.

    Man sollte aber nicht zu zart besaitet sein, da er ja in den Nachkriegsjahren spielt.

    Ich kann diesen Roman nur empfehlen. Vor allem an diejenigen die gut geschriebene historische Kriminalromane aus den Nachkriegsjahren mögen.

  4. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (748)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  5. Cover des Buches Tausend Teufel (ISBN: 9783423217569)
    Frank Goldammer

    Tausend Teufel

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Zwei Jahre nach dem Krieg ist in Dresden noch immer Notstand und großes Elend an allen Ecken. Hunger und Kälte machen den Menschen im Februar 1947 schwer zu schaffen. Max Heller muss bei seiner polizeilichen Arbeit mit der russischen Besatzung kooperieren und zusammenarbeiten.   In diesem Fall ist es besonders brenzlig, weil er den Tod von zwei Rotarmisten aufklären soll.

    Frank Goldammer beschreibt auf sehr beeindruckende Weise das Leben und die Umstände der Nachkriegszeit.  Es gibt ehemalige Nazis, die noch an eine Wende glauben, zerlumpte Gestalten in der ganzen Stadt und windige Geschäftsleute, die mit den Russen paktieren und für persönliche Vorteile, jegliche Moral vergessen.

    Mir hat Band 1 „Der Angstmann“ schon recht gut gefallen, aber dieser zweite Band ist noch um Weiten besser.  Die Mordfälle waren gut durchdacht und für mich auch nachvollziehbar.  Das geschilderte Alltagsleben hat mich sehr betroffen gemacht und man kann und will sich gar nicht vorstellen, was die Menschen damals alles durchstehen mussten. 

  6. Cover des Buches Die Siedler von Catan (ISBN: 9783404153961)
    Rebecca Gablé

    Die Siedler von Catan

     (436)
    Aktuelle Rezension von: Seaice

    Ich hab mir das Buch aus einem offenen Bücherschrank geholt und ehrlich gesagt keine großen Erwartungen darin gehabt, sondern nur mitgenommen, weil ich das Brettspiel seit meiner Kindheit sehr mag. Aber ich wurde positiv überrascht!

    Das Buch ist in vier Teile aufgegliedert und jedes erzählt einen großen Abschnitt der Story, die das Dorf Elasund - welches sich irgendwo im Norden befindet - erlebt. Sie haben mit Überfällen und einem kargen Land zu kämpfen, weswegen sie dann beschließen, sich eine neue Heimat zu suchen. Es geht um schwierige Unterfangen, wichtige Entscheidungen, einen Neuanfang, Not und Wertschätzung, für das was einem beschieden ist. Es geht darum, wer im Dorf Ansehen besitzt, erlangt und verliert und aus welchen Gründen. Und es geht um Glauben. Die nordischen Götter - Odin, Thor etc. - spielen eine zentrale Rolle, ebenso wie das junge Christentum, da ein Mönch versucht die "Heiden" zu bekehren.

    Die Dynamik im Buch funktioniert sehr gut und es ist faszinierend, die Charaktere bei ihren Handlungen und Entscheidungen zu begleiten, obwohl es so ein alltägliches Leben darstellt. Ein gewisser Male Gaze ist nicht zu verleugnen, was daran liegt das die meisten Männer ziemliche Machos sind, die aber auch wieder absolut in das Wikinger Setting hinein passt.

  7. Cover des Buches Vierundzwanzig Türen (ISBN: 9783462051063)
    Klaus Modick

    Vierundzwanzig Türen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Vielleicht lag es an der klaren, klirrenden Kälte dieses Morgens, dessen Licht rosig durch die Dämmerung brach und die Baumschatten als Hieroglyphenschrift auf mich zufallen ließ, daß bestimmte Momente meiner Kindheit in mir wach wurden.“ (Zitat Seite 22)


    Inhalt

    In der Vorweihnachtszeit eines modernen Haushalts mit zwei Töchtern im Teenageralter versucht der Erzähler, etwas von der besinnlichen Ruhe der Weihnachten seiner Kinderzeit in die Gegenwart zu bringen. Genau dies passiert, als seine Frau Stacy einen Adventskalender mit ungewöhnlichen Zeichnungen nach Hause bringt, den ihr ein alter Mann geschenkt hatte. Die Bilder erzählen eine Geschichte von Weihnachten in der frühen Nachkriegszeit, als der Handel auf dem Schwarzmarkt für viele Menschen der einzige Weg war zu überleben.


    Thema und Genre

    In diesem Roman geht es um Weihnachten einst und heute, um Hilfsbereitschaft und Familie.


    Handlung und Schreibstil

    Der Autor erzählt abwechselnd zwei Geschichten, die parallel in zwei unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Einerseits berichtet der Ich-Erzähler der Gegenwart von den Alltagserlebnissen, die in unserer Zeit untrennbar mit der Vorweihnachtszeit verbunden sind. Das tägliche Öffnen des Türchens auf dem Adventskalender öffnet in ihm jedoch auch eine Erinnerung an die Weihnachten seiner Kindheit in den fünfziger Jahren, die er seiner Familie schildert. Gleichzeitig erzählen diese Bilder die Geschichte von drei jungen Männern, die sich durch den Diebstahl von zwei Gemälden und Eintausch auf dem Schwarzmarkt Heizmaterial und Lebensmittel für das kommende Weihnachtsfest finanzieren wollen. Gekonnt verbindet er diese Geschichten zu einem weihnachtlichen Ganzen. Ich schätze den Autor für seine poetische, wunderbar schildernde Sprache, die auch diesen Roman zu einem Lesevergnügen macht.


    Fazit

    Eine poetische Weihnachtsgeschichte, verbunden durch Erinnerungen, Hoffnung und den Zauber dieser besonderen Zeit.

  8. Cover des Buches Hungerwinter (ISBN: 9783426521830)
    Harald Gilbers

    Hungerwinter

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Sigismund

    REZENSION – Die Hauptstadt Berlin, aufgeteilt in vier Besatzungszonen, liegt in Trümmern, zerbombte Wohnungen sind nur notdürftig hergerichtet. Die Einwohner versuchen, ihr bescheidenes Leben neu einzurichten. Vorkriegsganoven wandeln sich zu zwielichtigen Geschäftsleuten, einst überzeugte Nazis zu unbescholtenen Bürgern. Im November 1947 fällt der erste Schnee, Lebensmittel sind knapp. Es ist der „Hungerwinter“, den der Historiker und Schriftsteller Harald Gilbers (51) im gleichnamigen fünften Band seiner faszinierenden, bereits in acht Sprachen übersetzten und mit internationalen Preisen ausgezeichneten Krimireihe um den jüdischen Kriminalkommissar Richard Oppenheimer in vielen Fakten und Facetten ungemein eindrücklich beschreibt.

    Ausgehend von einem als Notwehr nur dürftig getarnten Mord, den der von den Nazis einst entlassene und erst kürzlich wieder als Kommissar in den Polizeidienst zurückgekehrte Oppenheimer mit seinem Assistenten Wenzel recht schnell aufdecken können, entwickelt Gilbers eine zeitgeschichtliche Dokumentation jenes zweiten Nachkriegsjahres, die nicht nur für die damalige Situation in Berlin gilt, ähnelte sie doch auch jener in anderen deutschen Großstädten. In realistischen, in ihrer Kleinteiligkeit filmreif inszenierten Bildern erfahren wir viel über die alltägliche Lebenssituation der Berliner bis hin zu der wegen Lebensmittelknappheit geschmacklich fragwürdigen Ersatznahrung. Die allgemeine Lage ist völlig unübersichtlich, die Besatzungsmächte arbeiten unkoordiniert, der Beginn des Kalten Krieges zwischen den drei Westalliierten, vor allem den Amerikanern, und den Sowjets zeichnet sich schon deutlich ab. Kommissar Oppenheimer weiß nicht mehr, wem er vertrauen darf. Nicht nur, dass er in seiner Dienststelle mit dem „Kleenen Hans“ einen vormaligen Kleinkriminellen unerwartet als Polizeianwärter wieder trifft, sondern auch Nazi-Verbrecher haben mit gefälschtem Lebenslauf bei der Kripo eine neue, unverdächtige Identität gefunden. Nicht einmal den engsten Mitarbeitern kann man trauen. Sogar sein langjähriger Kollege Billhardt, der während eigener Ermittlungen in einem Mordfall plötzlich verschwindet, scheint bei seinem kurzen Kriegseinsatz an der Ostfront schuldig geworden zu sein.

    Obwohl „Hungerwinter“ bereits der fünfte Band der im Jahr 1944 beginnenden Oppenheimer-Reihe ist, kann man ihn auch dann unbesorgt lesen, wenn man die vier Vorgängerbände nicht kennt. Die Handlung eines jeden Bandes ist in sich abgeschlossen, die handelnden Personen ausreichend charakterisiert, um sie lebendig werden zu lassen. Zentrales Thema in „Hungerwinter“ ist der strategische Aufbau der so genannten „Rattenlinien“ im Nachkriegsdeutschland, über die einerseits der argentinische Präsident Perón, andererseits auch der Vatikan hohe Nazi-Funktionäre und Kriegsverbrecher mit Hilfe deutscher Schleuser nach Übersee schaffen. Wir erfahren Interessantes über die politischen Hintergründe und die Motivation der Verantwortlichen und Strippenzieher. Gleichzeitig lesen wir über die Anfänge der Organisation Gehlen, die gerade mit Hilfe erfahrener Nazis und geduldet von den Amerikanern als neuer deutscher Geheimdienst aufgebaut wird.

    Dem Historiker Gilbers gelingt es in seinem Roman hervorragend, uns die geschichtlichen Hintergründe in ihren wichtigsten Einzelheiten umfassend zu vermitteln. Der Bestseller-Autor Gilbers schafft es, diese Fakten passgenau in eine derart spannende Krimihandlung einzuflechten, dass man „Hungerwinter“ gar nicht mehr aus der Hand legen mag. 

  9. Cover des Buches Die Siedler von Catan (ISBN: 9783785731802)
    Rebecca Gablé

    Die Siedler von Catan

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Inhalt:

    Ein blutiger Überfall auf ihr Dorf im hohen Norden lässt die Ziehbrüder Candamir und Osmund erkennen, dass ihre Tage in der Heimat gezählt sind. Nach einem Hungerwinter bricht die Gemeinschaft mit neun Schiffen auf, um ein neues Land zu suchen. Ein Sturm verschlägt sie auf jene Insel, die sie nur aus der Sage kennen: Catan ...

    eigene Meinung:

    Bei den Siedlern war ich zuerst skeptisch, eine schriftliche Auseinandersetzung zw. ein Hörbuch von einem Spiel?? Das konnte doch nichts sein. Da ich bisher von Rebecca Gable noch nichts gelesen oder gehört hatte, dachte ich: ok es ist einen Versuch wert. ich wurde nicht enttäuscht, die Geschichte der Siedler, mit der Sklaverei, dem Christentum, etc. hat mic überzeugt und mir sehr gut gefallen.
  10. Cover des Buches Die verborgenen Schwestern (ISBN: 9782919804801)
    Marion Johanning

    Die verborgenen Schwestern

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Siko71
    Maria entscheidet sich nach dem Tod ihrer Ziehmutter nach Köln zu gehen. Dort soll sie in einem Kloster leben. Allerdingst gibt es die Schwesternschaft nicht mehr. Sie lernt den Staufenköig Phillip kennen und verliebt sich in Heinrich von Waldenburg. Bald steht Maria zwischen den Fronten und verrennt sich immer mehr. Wird es für sie einen Ausweg geben?

    Ein sehr schöner historischer Roman, wo nicht immer de Liebe siegt. Ich habe die Autorin auf der Buchmesse in Leipzig persönlich kennen gelernt. Der Schreibstil ist flüssig und man kann richtig in die Geschichte eintauchen. Für mich als Fan von historischen Romanen ein pures Lesevergnügen.
  11. Cover des Buches Winter der Hoffnung (ISBN: 9783596700721)
    Peter Prange

    Winter der Hoffnung

     (52)
    Aktuelle Rezension von: BrittaBanowski

    Danke erstmal dass ich dieses tolle Buch lesen durfte, es war ein Erlebnis, und das sage ich bewusst.

    Denn auch wenn meine Großmutter und auch mein Vater damals als Vertriebene aus dem Osten über die Oder nach Deutschland kamen, auch sie viel über den Krieg und die Zeit danach erzählt haben, es war nicht so schön erzählt, wie in diesem Buch.

    Das Buch handelt vom ersten Weihnachtsfest nach dem Krieg 1946.

    Es herrscht Hunger, Armut, Not, Wohnungsnot und nur auf Zuteilungsmarken bekommt man nicht mal ansatzweise das, was man zum Leben braucht. 

    Doch die Leute sind voller Zuversicht, auch wenn es die Eine oder andere Niederlage gibt, sie schöpfen aus allem Hoffnung, die sich in diesem Buch auch widerspiegelt.

    Einzigartig, aber sehr gut, konnte mich der Autor mitnehmen in diese doch recht anspruchsvolle Zeit, mit zerbombten Häusern in denen es kalt, grau und kaputt ist.

    Und genau das macht das Buch zu einem Erlebnis, welches ich gerne weiter empfehle und noch dazu gebe ich volle 5 Sterne für dieses schöne Buch, wo mir auch das Cover sehr gut gefällt, denn auch wenn es nicht so bunt dargestellt ist, bringt es das Buch noch ein bisschen hervor.

  12. Cover des Buches Der Schieber (ISBN: 9783832162542)
    Cay Rademacher

    Der Schieber

     (52)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Der Zünder ist draußen. Jetzt ist die Bombe nur noch ein großes Stahlrohr mit in paar Chemikalien drin. Nicht direkt ungefährlich...“


    Hamburg im Jahre 1947. Oberinspektor Frank Stave und die Mordkommission stehen in einer Halle der einstigen Werft von Blohm & Voss. Dort liegt auf einer Bombe ein toter Junge. Zuerst gilt es, die Bombe zu entschärfen. Dazu ist Millimeterarbeit erforderlich. Das Vorgehen und die Gefahren werden detailliert beschrieben.

    Der Autor hat einen spannenden historischen Krimi geschrieben.

    Der Schriftstil lässt sich flott lesen. Sehr anschaulich werden die Zerstörung in Hamburg wiedergegeben.

    Die Ermittlungen erweisen sich als schwierig. Der Tote war sehr umtriebig. Er hatte seine Eltern verloren und lebte bei seiner Tante und deren Lebensgefährten. Meist aber war er unterwegs.

    Bei seinen Ermittlungen stößt Frank Stave immer wieder auf Kindergruppen. Zum einen sind das die sogenannten Kohlenklauer, zum anderen die Wolfskinder. Letztere stammen aus dem Osten und haben sich auf abenteuerlichen Wegen bis Hamburg durchgeschlagen. Es gibt für all die Gruppen nur ein Ziel: dem Hunger und der Kälte zu entfliehen. Dazu wird gekonnt das eigene Revier abgesteckt. Welche Rolle aber spielte der Tote? Hat er sich hier Feinde gemacht?

    Hinzu kommt, dass die Arbeiter von Blohm & Voss wütend auf die Engländer sind, weil sie der Zerlegung ihrer Werft zusehen müssen. Dabei gehen auch ihre Arbeitsplätze den Bach runter. Die englischen Besatzer wissen, dass sie vorsichtig agieren müssen. Trotzdem ist eine Zusammenarbeit von Frank Stave mit einem englischen Offiziellen möglich. Eine offene Frage ist, ob der Fundort des Toten eine Bedeutung hat. Wurde der Junge bewusst dort abgelegt?

    Spannend fand ich die Gespräche zwischen dem Kommissar und dem Engländer. Sie zeigen, wie brisant die politische Lage war.


    „...“Stalin ist ihr Verbündeter“, erinnert ihn Stave mit sanfter Bosheit. „War, solange Hitler noch sein Unwesen trieb. Nun sind wir nicht mehr glücklich mit Uncle Joe in Moskau. […] Und die Deutschen, die wir gestern noch mit Bomben zugeschüttet haben, würden wir nun lieber auf unserer Seite stehen haben, als auf der Moskaus.“...“


    Frank Stave besucht ein Kinderheim, um mit den Insassen zu sprechen, weil viele von ihnen erst auf der Straße gelebt haben. Auch im Krankenhaus stellt er Ermittlungen an. Dort bekommt er sarkastisch gesagt:


    „...Ich bin Tbc – Spezialist. Seit zwei Jahren haben sich meine Studienbedingen dramatisch verbessert. Meine Behandlungsmöglichkeiten sind allerdings ebenso dramatisch zurückgegangen...“


    Am Ende zeigt sich, dass das Motiv für den Mord viel profaner war. Nicht Hunger oder Neid, nein, die Gier nach Wohlstand und Neuanfang waren die Grundlage dafür.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dabei ist der Kriminalfall nur eine Seite. Mehr beeindruckt war ich von der realistischen und vielseitigen Beschreibung der Zustände im Jahre 1947.

  13. Cover des Buches Das Ende des Hungerwinters (ISBN: 9783455305951)
    Robert Menasse

    Das Ende des Hungerwinters

     (1)
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  14. Cover des Buches Morde in den Trümmern (ISBN: 9783832170301)
    Cay Rademacher

    Morde in den Trümmern

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Isa_He

    In „der Trümmermörder“ geht es um Kommisar Frank Staves ersten Fall. Das Buch spielt in Hamburg zur Nachkriegszeit im Jahre 1947.

    Der Schreibstil des Autors war zunächst gewöhnungsbedürftig, aber ich habe mich nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell in die Story reingelesen. Der Stil ist eher etwas düster und bedrückend, was aber die Grundstimmung im Hungerwinter 1947 und zur Nachkriegszeit sehr gut verdeutlicht. Außerdem war das Buch sehr gut recherchiert. Der Trümmermörder beruht auf einem wahren Ermittlungsfall aus Hamburg, aber auch andere geschichtliche Fakten spielten im Buch eine Rolle. Auch die Beschreibung von Hamburg empfand ich als sehr gut und detailliert. Man bekam eine gute Vorstellung vom Ausmaß der Zerstörung während der Bombennächten und dem Wiederaufbau der Stadt.

    Die Charaktere gefielen gut und wirkten auf mich sehr authentisch. Frank Stave ist Kommissar bei der Hamburger Polizeit, neben den Ermittlungen erfuhr man auch einige private Details über ihn, was ihn lebensechter machte. Mir gefielen auch seine Überlegungen zum Fall sehr gut und den Ablauf der Ermittlung zu dieser Zeit und vor allem mit begrenzten Mitteln empfand ich als sehr interessant.

    Insgesamt gefiel mir das Buch von Cay Rademacher sehr gut. Es war durchweg spannend, auch einige überraschende Ereignisse waren vorhanden und es gefiel mir sehr, wie sich nach und nach das Puzzle zum Fall des Trümmermörders zusammensetzte. 

  15. Cover des Buches Rattenlinien (ISBN: 9783869137247)
    Martin von Arndt

    Rattenlinien

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Autor Martin von Arndt entführt uns in das Jahr 1946. Deutschland liegt in Trümmern, der grausame Hungerwinter steht bevor und die Siegermächte, allen voran die USA sind dabei, die NS-Verbrecher aufzuspüren und vor Gericht zu stellen. Das führt dazu, dass zahlreiche Nazis die selben Fluchtrouten, die zuvor Juden, Kommunisten oder andere Verfolgte benützen, um aus Deutschland zu flüchten und der Gerichtsbarkeit zu entkommen. 

    Einer dieser Männer ist Gerhard Wagner, der als „Schlächter von Baranawitschy“, bekannt ist. Sein ehemaliger Vorgesetzter aus den 1920er Jahren, Andreas Eckart, der auf Grund seiner Gesinnung rechtzeitig vor den Nazis in die USA emmigriert ist, wird von der US-Army angeworben, um Wagner dingfest zu machen. Eckart hat noch eine persönliche Rechnung mit Wagner offen. Gemeinsam mit dem etwas undurchsichtigen Special Agent Dan Vanuzzi jagt Eckart dem SS-Mann hinterher. 

    Meine Meinung: 

    Das Thema ist spannend, vor allem in Hinblick auf die unterschiedlichen Beweggründe der einzelnen Protagonisten. Wir verfolgen Wagner von München aus über Innsbruck, folgen seinen Spuren über die verschneiten Berge nach Südtirol und nach Rom, um den Kriegsverbrecher an seiner Abreise nach Argentinien zu hindern. Dabei treffen wir auf zahlreiche Menschen, denen nicht zu trauen ist, weil sie selbst Dreck am Stecken haben, oder wie die Würdenträger im Vatikan, nach wie vor ihren Judenhass pflegen. Lieber einem (ehemaligen) Nazi helfen als einem Juden oder Kommunisten. 

    Die paranoide Angst vor den Kommunisten nützen die NS-Schergen weidlich aus und so kommt es, dass auch der US-Army nicht wirklich zu trauen ist.  

    Die Geschichte ist spannend erzählt. Manchmal bedient sich der Autor ein wenig krauser Wortschöpfungen. So verwendet er mehrmals das Verb „ermuntern“ in völlig sinnentleerter Art und Weise. Statt „Eckart wachte auf“ schreibt er „Eckart ermunterte“. Dass so etwas im Korrektorat oder Lektorat nicht auffällt? 

    Fazit: 

    Eine aufregende Jagd quer durch Mitteleuropa, um diversen NS-Verbrechern habhaft zu werden. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  16. Cover des Buches Das Attentat (ISBN: 9783499227974)
    Harry Mulisch

    Das Attentat

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Meenama

    Trotz des sehr interessanten Plots, konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln. Allerdings hat der Plot auch bewirkt, dass ich trotz vieler gelesener Bücher zu diesem Thema am Ball geblieben bin. Der Protagonist ist schwer damit beschäftigt das dramatische Ereignis aus siner Kindheit zu ignorieren und merkt dabei nicht, dass es das Thema ist, welches sein Leben beherrscht. Die Unterteilung in verschiedene Jahre seines Lebens hat mir gut gefallen. Eine durchaus bewegende Geschichte über die Grausamkeiten eines fuchtbaren Krieges und eine Auseinandersetzung mit dem Begriff der Schuld.

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