Bücher mit dem Tag "husum"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "husum" gekennzeichnet haben.

41 Bücher

  1. Cover des Buches Akte Nordsee - Am dunklen Wasser (ISBN: 9783404185740)
    Eva Almstädt

    Akte Nordsee - Am dunklen Wasser

    (166)
    Aktuelle Rezension von: Mamarena

    Mein letzter deutscher Krimi ist schon ein Stück her. Ich fand diese Story von Anfang an sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Auch dass eine Anwältin gleichzeitig einen Schafhof hat, macht sie menschlicher und nicht so abgehoben. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Täter ist. Und das ist ein gutes Zeichen für einen Krimi. Und ich bin gespannt, wann sich die Anwältin und der Journalist das erste Mal küssen. Ich werde auf jeden Fall den zweiten Band lesen. 

  2. Cover des Buches Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers (ISBN: 9783426525081)
    Gabriella Engelmann

    Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers

    (162)
    Aktuelle Rezension von: Langeweile

    Die Journalistin Anna März kehrt erneut nach Sylt zurück, um Fenja Lorenzen weiter bei der Suche nach ihrer verschollenen Schwester zu unterstützen. Außerdem möchte sie Fenja Sohn Eric, in denen sie sich beim vorigen Mal verliebt hat, gerne wieder sehen.
    Während es in Band 1 hauptsächlich um Fenja ging ,steht nun ihre Schwester Martje im Mittelpunkt.
    Sie verschwand 1958 in einer Sturmnacht und die Suche nach ihr blieb erfolglos.
    Die Geschichte wird nun in wechselnden Zeitabschnitten zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt, wobei die Vergangenheit den größten und in meinen Augen auch deutlich interessanteren Teil, ausmachte.

    Während mir Bd. 1 sehr gut gefallen hat, fand ich von Anfang an, nicht den richtigen Zugang zu der Fortsetzung.Es gab in der Gegenwart einige Ungereimtheiten und die Geschichte verlor sich immer mehr in Belanglosigkeiten,ganz im Gegensatz zum interessanten Part in derVergangenheit.
    Was ich, ebenso wie im ersten Teil, sehr loben kann,ist die Beschreibung der wunderschönen Nordseeinseln.Da ich die Inseln Aus eigener Anschauung kenne, konnte ich die Atmosphäre in vollen Zügen genießen.
    Zum Schluss kam es mir so vor,als gäbe es ein Limit bei der Seitenzahl,weswegen das Ende sehr abrupt war und außerdem ziemlich konstruiert wirkte.
    Ich hatte mich sehr auf die Fortsetzung gefreut, sie ließ mich aber leider ziemlich enttäuscht zurück. Deshalb von mir diesmal nur drei Sterne.

  3. Cover des Buches Das Nordseegrab (ISBN: 9783596194834)
    Tilman Spreckelsen

    Das Nordseegrab

    (66)
    Aktuelle Rezension von: kindergartensylvi

    Nordseegrab von Tilman Spreckelsen

    zur Geschichte:

    Husum, 1843: die Stadt ist in Aufregung. Ein Bottich voll Blut, darin eine Leiche, die sich als Wachspuppe erweist. Wenig später wird ein echter Toter gefunden. Der junge Anwalt Theodor Storm spürt dem Rätsel nach, in alten Dorfkirchen und vor den Deichen Husums. Ihm und seinem geheimnisumwobenen Schreiber Peter Söt schlägt die ohnmächtige Wut armer Bauern entgegen, und das arrogante Schweigen der Reichen. Bis er auf ein fast vergessenes Schiffsunglück stößt, auf eine alte Schuld und einen Mörder, der diese Schuld eintreiben will…

    mein Fazit:

    Den Leser erwartet ein spannender, fesselnder historischer Roman. Wir begeben uns ins Jahr 1843, an die Nordseeküste. Der Autor hat mit viel Feingefühl die Atmosphäre im 19. Jahrhundert eingefangen und Bezug auf historische Begebenheiten genommen. Das gefiel mir besonders gut. Der Schreibstil war flüssig und spannend, mit geheimnisvollen Episoden.

    Der Spannungsbogen stieg ständig an. Ein  Buch, das mich in seinen Bann gezogen hat.

  4. Cover des Buches Eisiger Nebel (ISBN: 9783442490554)
    Hendrik Berg

    Eisiger Nebel

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Leseabenteuer

    Dieses ist der 6.Teil einer Reihe rund um den Kommissar Theo Krumme. Es spielt an der Nordfriesischen Küste. Der Fall in sich ist abgeschlossen, aber um die Charaktere besser zu verstehen, ist es ratsam nach der Reihenfolge zu lesen. 

    Es herrscht eine eisige Kältewelle und es wird durch Zufall eine Leiche im Husumerhafen aus dem Wasser gefischt. Sie ist unkenntlich zugerichtet. Kommissar Krumme fängt an zu ermitteln und es zieht ihn immer in ein kleines Dörfchen, wo die Einwohner zusammen halten. 

    Erst fängt der Krimi sehr sachte an. Es wird viel drumherum erzählt und ich hatte mich gefragt, was das mit dem Fall zu tun hat. Am Ende macht es aber Sinn. Kommissar Krumme ist mir sympathisch. Wir erfahren auch viel über sein Privatleben, welches auch interessant ist. 

    Der Fall an sich, war jetzt nicht so spektakulär, aber am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Es wird aber ein bisschen unübersichtlich. 

    Ein Krimi gut zur Unterhaltung, aber nichts besonderes. 

  5. Cover des Buches Zauberblütenzeit (ISBN: 9783426525043)
    Gabriella Engelmann

    Zauberblütenzeit

    (83)
    Aktuelle Rezension von: KarinJ

    Inhalt (Quelle: Thalia.de): "Freundinnen zum Verlieben - eine Vorgeschichte zu ZAUBERBLÜTENZEIT aus der Feder von Bestsellerautorin Gabriella Engelmann

    Endlich wieder Urlaub! Endlich wieder Zeit mit den Freundinnen! Leonie, Stella und Nina stoßen voller Vorfreude auf die gemeinsamen Tage in Sankt Peter-Ording an. Lange Spaziergänge am Strand, Picknick mit Blick aufs Meer, sich den Nordseewind um die Nase wehen lassen - aber vor allem echte Gespräche unter Frauen stehen auf dem Programm. Denn alle drei haben Rat und Hilfe der Freundinnen dringend nötig. Und schon der erste Abend beweist ihnen, wie unschlagbar sie zusammen in einer Krise sind ..."

    Bewertung: Zuerst fiel mir die liebevolle Gestaltung auf mit farblich abgesetzten Überschriften und einer farbigen Grafik darunter. Das E-Short liess sich, was die Sprache betrifft, leicht weglesen. Es fiel mir jedoch bald eine unschöne Häufung von Redensarten auf, die den Text etwas langweilig, konventionell und damit auch wenig authentisch für mich machte. Inhaltlich war es etwas zu viel für mich mit den drei Frauen und der Beschreibung ihres Aussehens und ihrer Lebensumstände; ich konnte sie nicht auseinanderhalten. Das hat jedoch nicht gestört. Ihre Gespräche fand ich wenig echt. Da gab es keinen echten Tiefgang. Das Abenteuer am Strand fand ich überraschend, andererseits auch am Ende unglaubwürdig; dass die Rettung überhaupt funktioniert hat, hielt ich für unwahrscheinlich bzw. grosses Glück. Und es war absolut erstaunlich, wie schnell die drei dieses Erlebnis abgeschüttelt und wieder über ganz andere Dinge geredet haben. Na ja, möglicherweise empfanden sie das Erlebnis genauso wenig aufregend wie ich, die dachte, dass die Spannung der Situation zwischen den Erklärungen zur Lebenssiuation der Frauen zermahlen wurde. Die Darstellung der eigentlichen Handlung und die eingeschobenen Erklärungen zu den Figuren waren für mich schlecht getimt. Genauso rasch war das Ende da, weil diese Kurzgeschichte nur 35% des Ebooks einnimmt. Insgesamt gebe ich ihm 2 Sterne.

  6. Cover des Buches Mordfriesland / Die zweite Sünde (ISBN: 9783748553397)
    Isabel Aigen

    Mordfriesland / Die zweite Sünde

    (19)
    Aktuelle Rezension von: dru07

    Inhaltsangabe übernommen:

     

    Ein Mörder legt Spuren, aber sie sind aus Hühnerblut. Für wen ist diese blutrünstige Inszenierung? Und wohin weist eine Salzsäule im Hinterland?

    Durch den Mord an einem Bauunternehmer stoßen die beiden Husumer Ermittler Sebastian Kerner und Henrik Ketelsen auf einen Fall von Korruption. Doch während sie den Strick um den Hals einer Familie legen, entgeht ihnen, dass jemand anderes bereits daran zieht…
    Auch dieser andere will nichts als Unrecht ahnden. Doch sein Sinn für Gerechtigkeit fordert den Tod!

     

    Dies war das dritte Buch der beiden Kommissare das ich gelesen habe und ich muss sagen, die beiden sind mir ans Herz gewachsen. Das Buch war wieder flüssig und sehr spannend geschrieben. Ich war wieder einmal leider zu schnell damit durch. Isabel Aigen hat mich wieder einmal sehr lange im dunklen tappen lassen, wer denn nun der wahre Mörder ist. Es gab viele Verdächtige und so konnte ich mich nicht entschließen mich auf jemanden festzulegen. Umso überraschter war ich, als ich erfahren habe, wer der wahre Täter ist. Ich freue mich schon auf weitere Fälle der beiden Kommissare. 4 von 5*.

  7. Cover des Buches Aquarius (ISBN: 9783492280204)
    Thomas Finn

    Aquarius

    (85)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Es ist kein Zufall, dass viele der Mystery-Thriller von Thomas Finn in Deutschland spielen und deutsche oder europäische Sagen und Legenden thematisieren. Der nahe Chicago geborene Autor findet es langweilig, dass unheimliche Geschichten oft die USA als Schauplatz nutzen, obwohl wir uns hierzulande eines reichen Schatzes düsterer Mythen rühmen können. Deshalb bemüht er sich immer, seine Romane in Deutschland zu verorten und greift erst auf andere Länder zurück, wenn das nicht möglich ist. Sein Thriller „Aquarius“ ist in Nordfriesland angesiedelt und verbindet die in Süddeutschland und Frankreich populäre Melusinensage und das darin enthaltene Motiv der Mahrtenehe mit der Legende des in der zweiten Marcellusflut (1362) untergegangenen Rungholt.

    Die See ist eine wankelmütige Maid. Niemand weiß das besser als Jens Ahrens, Berufstaucher. Als eine Seemine ihn beinahe das Leben kostet, verdankt er es nur der Willkür des Meeres, dass er den schrecklichen Unfall überlebt. Leider erhält er keine Gelegenheit, sich über sein Glück zu freuen, denn sobald er aus der Ohnmacht erwacht, muss er feststellen, dass er entführt wurde. Wie durch ein Wunder gelingt es ihm, zu fliehen und Hilfe in dem nordfriesischen Küstenstädtchen Egirsholm zu finden. Egirsholm ist ein malerischer Ort mit einer bewegten Vergangenheit, doch der Schein trügt. Seltsame Todesfälle stören die Idylle. Menschen ertrinken unter rätselhaften Umständen, ohne sich in der Nähe von Wasser aufzuhalten. Die Egirsholmer flüstern von einer uralten Legende, von Meerjungfrauen und einer Stadt, die einst von der See verschlungen wurde. Gemeinsam mit der Polizistin Meike Ehlers versucht Jens herauszufinden, was wirklich vor sich geht. Besteht eine Verbindung zwischen den Toten und seiner Entführung? Enthalten die Gerüchte einen Funken Wahrheit – ist die See nicht nur wankelmütig, sondern auch blutrünstig?

    Ich liebe Thomas Finns Konzept, alte deutsche oder europäische Sagen in moderne unheimliche Thriller zu verpacken. Wirklich, ich bin ein Fan dieses Leitmotivs und freue mich mit jedem weiteren seiner Bücher darauf, historisches Kulturgut näher kennenzulernen. „Aquarius“ greift sowohl die zahlreichen Überlieferungen zu Nixen als auch die faszinierende Sage des tatsächlich versunkenen Rungholts auf und präsentiert demzufolge dicht gestrickten Legendenstoff, der die Basis einer unterhaltsamen, spannenden, wenn auch nicht unbedingt gruseligen Geschichte bildet, die sich für mich leicht und locker weglas. Ich fand das Buch zwar nicht so gelungen wie „Weißer Schrecken“, weil mir die nordfriesische Kultur etwas oberflächlich porträtiert erschien, aber nichtsdestotrotz überzeugt „Aquarius“ mit einer greifbaren, soliden Atmosphäre, die mir Meeresluft um die Nase wehte und den rauen Charme der deutschen Küste hervorragend transportiert. Leider konnte ich die Lektüre dennoch nicht genießen, da Thomas Finn in eine heikle Falle tappte, die die Genderrollen seiner Geschichte betrifft. Meerjungfrauen werden traditionell mit ausgesprochen weiblichen Attributen assoziiert: Sie gelten als berückend schön, sanft und geheimnisvoll, aber auch als verführerisch, hinterlistig und potenziell gefährlich. Finn reproduziert dieses klassische Bild, obwohl er sich anstrengt, verschiedene Darstellungen wiederzugeben. Damit konnte ich mich anfreunden, schließlich geht es in diesem Roman explizit darum, die Nixe als Sagengestalt in die Moderne zu holen. Problematisch gestaltete sich „Aquarius“ für mich dadurch, dass die überholten Klischees von Geschlecht und Gender, die Nixen repräsentieren, auch die Charakterisierung und Rollenverteilung der menschlichen Figuren bestimmen. Der Protagonist Jens ist der Inbegriff des maskulinen Helden, Retters und Beschützers, dessen Status permanent durch seine Dynamik mit seinen weiblichen Begleiterinnen bestätigt wird. Er ist ihnen stets überlegen: Er ist kreativer, einfallsreicher, physisch stärker, bewahrt eher einen kühlen Kopf, ergreift in allen prekären Situationen die Initiative und rettet sie früher oder später ausnahmslos. Besonders bei der Polizistin Meike Ehlers fand ich das bedauerlich, denn ich mochte sie unheimlich gern. Sie ist ein so sympathischer Charakter, direkt und unkompliziert, etwas spröde, clever, hartnäckig, wehrhaft und total bodenständig, dass ich ehrlich betrauerte, dass Finn dachte, sie bräuchte Jens zu ihrer Rettung, dessen Persönlichkeit hinter seiner Heldenrolle im Vergleich enttäuschend blass bleibt. Unglücklicherweise ergeht es allen Frauen in „Aquarius“, die nicht ausdrücklich mit Jens verbündet sind, sogar noch schlechter. Sie alle werden als gewissenlose, intrigante und nahezu männerfeindliche Hexen beschrieben, was exakt die Vorurteile sind, mit denen erfolgreiche Frauen seit Jahrhunderten kämpfen. Ich war bestürzt, dass Finn diesen Unsinn wiederholt und finde dafür keine Rechtfertigung. Meiner Meinung nach hätte er sich gerade aufgrund seiner Verwendung einer altmodischen Nixen-Idee darum bemühen müssen, dieser fortschrittliche, gleichberechtigte Genderrollen gegenüberzustellen. Tja. War wohl zu viel verlangt.

    „Aquarius“ ist nicht offen sexistisch. Ich glaube nicht, dass sich Thomas Finn überhaupt darüber bewusst war, wie viele verletzende Klischees er in diesem Roman verwendet und erst recht nicht, dass das beabsichtigt war. Ich gehe davon aus, dass das Buch ein Beweis mangelnder Sensibilisierung ist. Vor einigen Jahren wäre mir der Alltagssexismus zwischen den Zeilen auch nicht aufgefallen, aber nachdem ich viel über das Thema gelernt und gelesen habe, kann ich meine Augen davor nicht verschließen. Hat man es einmal gesehen, kann man es nicht mehr nicht sehen. Während der gesamten Lektüre von „Aquarius“ hatte ich daher ein unbehagliches Gefühl, das zwischen Wut und Enttäuschung changierte. Es vergällte mir einen grundsätzlich guten mystischen Thriller.

  8. Cover des Buches Schwarzes Watt (ISBN: 9783442487288)
    Hendrik Berg

    Schwarzes Watt

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Julitraum

    Die Kölnerin Ina macht Urlaub mit Mann und den beiden kindern an der Nordseeküste. Die Familie verlebt schöne und beschauliche Tage, bis ein unerwarteter Anblick Ina den Boden unter den Füßen wegzieht. In einem Passanten auf der anderen Straßenseite glaubt sie, den Mörder ihrer Schwester zu erkennen, der niemals gefasst wurde. Vor 20Jahren als 16-Jährige wurde Inas Schwester Nelly brutal erschlagen. Damals war Ina zusammen mit der jüngeren Nelly in Hamburg an einem Strand unterwegs gewesen. Gerade als Ina etwas zu Trinken für sie beide holen wollte und sich dort in einer Bar verquatschte, geschah die Untat. Ina fand ihre tote Schwester und konnte noch kurz den flüchtenden Mörder sehen. Doch trotz massiver Ermittlungen der Polizei und ein nach Angaben von Ina erstelltem Phantombild, konnte der Täter nie gestellt werden. 

    Nun ist sich Ina jedoch sicher, den wahren Täter entdeckt zu haben. Nach 20 Jahren? Inas Mann bleibt skeptisch, hatte Ina doch schon in der Vergangenheit, andere Männer als Täter identifiziert, die es dann aber doch nicht gewesen sein konnten. Auch die Polizei bleibt noch verhalten. Kommissar Krumme jedoch lässt nicht locker und kann auch aus privaten Gründen Inas Besessenheit verstehen.

    Der Krimi hörte sich ganz nach meinem Geschmack an, zumal ich auch schon andere Bücher um Kommissar Krumme gelesen hatte und mir diese beschaulicheren Krimis an der Nordsee gut gefallen hatten. Doch bei diesem Buch geht das Beschauliche leider zu weit. Die Krimihandlung nimmt wirklich nur einen ganz minimalen Raum ein. Vielmehr gibt es mystische Einlagen, mit diesen hätte ich noch leben können, aber leider nicht mit den wirklich in epischer Breite dargelegten privaten Unternehmungen und Tagesabläufen des Kommissars und seiner Umgebung. Ein wenig Lokalkolorit ist schön, sollte aber doch nicht seitenfüllend sein, ebensowenig wie sonstige,eher belanglose Dinge aus dem Alltag. Wirklich schade, ansonsten ist das Buch gut geschrieben.

  9. Cover des Buches Biikebrennen (ISBN: 9783954514861)
    Hannes Nygaard

    Biikebrennen

    (9)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    Was gibt es schöneres als ein Buch über das Biikebrennen zu lesen, wenn man gerade zu diesem Anlass in Nordfriesland ist?

    Leider befindet sich in der Biike eine schreckliche Überraschung, die dem Fest eine ganz andere Wendung gibt.... Ein Toter wird nämlich darin gefunden und der ist nicht zu erkennen. Wer ist es und wer hatte einen Grund dazu, diesen Mord zu begehen? 

    Vor diese Frage werden Christoph Johannes, Große Jäger und ihr Team gestellt. Die Ermittlungen sind ziemlich kompliziert und führen zu einer gänzlich unerwarteten Auflösung.

    Das Thema behandelt ein heikles Thema, was leider immer noch sehr aktuell ist.

    Eine klare Leseempfehlung für dieses Buch und alle, die gut recherchierte Regionalkrimis gerne lesen mögen!

    Nun denn dann.....

  10. Cover des Buches Weit weg ist anders (ISBN: 9783458362562)
    Sarah Schmidt

    Weit weg ist anders

    (93)
    Aktuelle Rezension von: LimaKatze
    Klappentext:

    Kratzbürstige Berlinerin die eine, norddeutsche Kleinstädterin mit einer Vorliebe für Yoga und Handarbeiten die andere: Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben Edith Scholz und Christel Jacobi nichts miteinander am Hut. Dennoch lassen sich die beiden 70-Jährigen auf ein Abenteuer ein, das sie gemeinsam quer durch Deutschland führt.


    Zum Inhalt:

    Die beiden Rentnerinnen Edith Scholz und Christel Jacobi verbringen einen Reha-Aufenthalt auf Usedom. Frau Scholz ist eine waschechte Berlinerin, die für gewöhnlich kein Blatt vor den Mund nimmt und ihren Mitmenschen unverblümt zeigt, was sie von ihnen hält. Eigentlich ist Edith am liebsten allein, und daher möchte sie mit nichts und niemand mehr zu tun haben als unbedingt nötig. Christel Jacobi ist von ganz anderer Art, interessiert sich für Esoterik und Yoga, und ist ansich die Liebenswürdigkeit in Person. Allerdings ist sie auch recht unselbständig, arg empfindlich und des öfteren ziemlich anstrengend. Da Frau Jacobi eine eher kontaktfreudige Person ist, hängt sie sich sogleich an ihre Zimmernachbarin Frau Scholz, die davon zunehmend genervt ist.

    Frau Jacobi ist sehr krank. Deshalb möchte die besorgte Tochter, dass ihre Mutter zukünftig in einem Pflegeheim versorgt und betreut wird. Das entspricht aber nicht Christels Vorstellungen, die ganz verzweifelt einen Ausweg aus dieser Misere sucht und leider nicht den Mut aufbringt, ganz offen mit ihrer Tochter über dieses Thema zu sprechen. Recht bald kommt Christel auf die Idee, ihre Reha-Bekanntschaft Frau Scholz ins Vertrauen zu ziehen und möchte diese zu einem aberwitzigen Plan überreden. Frau Scholz hat nun die Wahl des für sie kleineren Übels: Entweder nimmt sie die Einladung von Frau Jacobi an, oder aber sie muss zu Hause den grässlichen Baulärm der momentanen Renovierungsarbeiten ertragen. Sie entscheidet sich für Christel Jacobi, nichtsahnend, auf was für ein Abenteuer sie sich da einlässt.

    Frau Scholz ist zwar eine ziemlich harte Nuss, aber sie hat kein Herz aus Stein. Während der gemeinsamen Reise durch Deutschland entsteht sogar eine zarte Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Sie schütten sich gegenseitig ihr Herz aus und Frau Scholz wundert sich mitunter selbst über ihre eigene Zugänglichkeit. In solchen Momenten zieht sie allerdings öfters die Notbremse, man muss schließlich nichts übertreiben. Nichtsdestotrotz fühlt sie sich für Frau Jacobi verantwortlich, der es im Laufe der Zeit immer schlechter geht. ...


    Mein Fazit:

    Der vorliegende Roman („Weit weg ist anders“ von Sarah Schmidt) hat es mir zu Anfang nicht ganz leicht gemacht. In den ersten Kapiteln wurde ich mit den beiden Hauptprotagonistinnen einfach nicht richtig warm. Frau Scholz war mir mitunter zu derb und rücksichtslos, und Frau Jacobi war nicht nur für ihre Kurbekanntschaft, sondern auch für mich als Leserin stellenweise ziemlich anstrengend. Gleichzeitig trübten diverse Längen das Lesevergnügen. Zu meiner großen Freude gerieten die nachfolgenden Kapitel wesentlich schwungvoller. Und die beiden Damen, deren Vergangenheit nun etwas mehr aufgerollt wurde, lernte man ständig besser kennen und schließlich auch mögen. Es hat sich eben niemand selbst gemacht und der Mensch ist immer die Summe seines gelebten Lebens. Vor allem Frau Scholz hat mich oft überrascht und stellte sich als besonders facettenreich heraus.

    Die Geschichte im Buch hält einige Botschaften bereit: Auch der ältere Mensch hat noch Wünsche und Träume, und vor allem hat er ein Recht darauf, selbst über sein Leben zu entscheiden. Fürsorge von Kindern ist eine lobenswerte Angelegenheit, aber sie sollte nicht in Bevormundung ausarten. In diesem Zusammenhang wird gezeigt, wie wichtig es ist, dass miteinander gesprochen wird. Im Hintergrund des Romans wird außerdem vermittelt, dass Alleinsein nicht Einsamkeit bedeuten muss, der ständig Umsorgte aber durchaus einsam sein kann.

    Eine insgesamt unterhaltsame und mit viel Humor gespickte Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Und ob man will oder nicht, die beiden Hauptakteurinnen werden einem immer sympathischer, sogar die sperrige Frau Scholz. Sehr gerne vergebe ich hier vier Sterne und eine Leseempfehlung!
  11. Cover des Buches Radikal mutig (ISBN: 9783867895118)
    Hanna Poddig

    Radikal mutig

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Frau Poddig schreibt über ihr widerspenstiges, freies Leben und es ist eine Freude, alles mitzuerleben. Ich wußte zB bisher nicht, wie sich Castorgegner fühlen und daß es (angeblich) so ist, daß die eingesetzten Polizisten nur so lange freundlich bleiben, soweit die Kameras vor Ort sind. Und wie fühlt man sich, wenn man an ein Schienenstück zwecks Blockade gebunden ist? Informative Einblicke neben einem flammendem Appell zu einem bewußteren und gesünderen leben. Und zusätzlich bietet das Buch an einigen Stellen die Möglichkeit, sich selbst zu hinterfragen, ob man im eigenen voll durchkalkulierten Tagesablauf nicht doch Möglichkeiten hätte, das Richtige zu tun und dagegen zu sein? Angesichts von Trump Gauland usw wünscht man sich natürlich eine Neuauflage, bis dahin sei das Buch allen allen empfohlen.
  12. Cover des Buches Nordfriesische Verschwörung (ISBN: 9783740816148)
    Gerd Kramer

    Nordfriesische Verschwörung

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Da ich bereits zwei Bücher aus dieser Reihe gelesen hatte, war ich umso neugieriger, wie es weitergeht. Und auch dieser neue Fall hat mich neugierig gemacht. Ich mag Reihen, wenn ich dann erfahre, wie es mit den Figuren weitergeht und wie sie sich fortentwickeln. Die Kommissare Hilgersen und Flottmann sind eine Klasse für sich und sorgen neben dem Krimigeschehen auch immer für gute Unterhaltung. Und auch immer wieder dafür, dass man auch mal schmunzeln kann. Das mag ich sehr. Ich habe mich auch sehr gefreut, den hochsensiblen Musiker Leon Gerber "wiederzutreffen".

    Hier ging es um Verschwörungstheorien und das hat mich sehr berührt. Ich kann immer absolut nicht nachvollziehen, wie Menschen sowas abseits jeglicher Vernunft und Realität glauben. Da steige ich einfach nicht durch und daher war das Buch sehr nah für mich. Der Kriminalfall war wirklich spannend und bis zur letzten Seite interessant. Ich hatte nicht gedacht, dass da am Ende noch sowas Wildes kommt. Wenn ein Buch so viele Emotionen weckt, wie es dieses hier tut, dann hat der Autor alles richtig gemacht. Ich bin gespannt, wie es in dieser Buchreihe weitergeht!

  13. Cover des Buches Nordfeuer (ISBN: 9783839212448)
    Sandra Dünschede

    Nordfeuer

    (14)
    Aktuelle Rezension von: sandyebt

    Ich durfte bereits ein Rezensionsexemplar des Hörbuchs hören!

    In Nordfriesland wütet ein Feuerteufel! Kommissar Thamsen und sein Team ermitteln bereits und jetzt brennt die Grundschule!Und warum findet sich dort eine weibliche Leiche?

    Was war dort nur passiert und woran ist die Frau gestorben?

    Ein sehr spannender und verzwickter Fall, den die Polizei in Nordfriesland lösen muss!

    Ich finde es toll umgesetzt als Hörbuch, auch die Sprecher mit friesischem Akzent passen gut und es ist schön, so einen langen Roman nicht lesen zu müssen, sondern hören zu können! Meine absolute Hörempfehlung!

  14. Cover des Buches Das Geheimnis der Weihnachtskiste (ISBN: 9783442496808)
    Lisa Ahland

    Das Geheimnis der Weihnachtskiste

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Juanla-4

    Mit „Das Geheimnis der Weihnachtskiste“ ist Lisa Ahland ein atmosphärischer Roman gelungen, der weit über das Klischee eines reinen „Wohlfühl-Weihnachtsbuchs“ hinausgeht. Es ist eine feinfühlige Erzählung über den Mut zum Neuanfang, das komplizierte Geflecht von Familienbeziehungen und die raue, aber herzliche Stimmung an der winterlichen Nordseeküste.

    Die Geschichte beginnt mit einem emotionalen Umbruch für die Protagonistin Henrike, genannt Rike. Die zweifache Mutter und Redakteurin aus Hamburg wird kurz vor dem Fest mit einer schmerzhaften Nachricht konfrontiert: Ihre Mutter Vally, ein erklärter Weihnachtsmuffel, hat beschlossen, das geliebte Elternhaus in Husum zu verkaufen. Für Rike hängen an dieser alten Fischerkate unzählige Erinnerungen an ihren verstorbenen Vater. Was als pragmatische Hilfe beim Ausmisten beginnt, entwickelt sich schnell zu einer hochemotionalen Reise in die eigene Vergangenheit.

    Inmitten des Chaos aus alten Möbeln und Kisten stößt Rike auf eine geheimnisvolle Holzkiste mit antikem Weihnachtsschmuck. Der Inhalt – darunter filigrane Papiersterne und eine kostbare Baumkette aus dem 19. Jahrhundert – wird zum Auslöser für Fragen, auf die Rike bisher keine Antworten hatte. Während sie versucht, die Geschichte hinter den Fundstücken zu entschlüsseln, stößt sie bei ihrer Mutter auf eine Mauer aus Schweigen. Diese distanzierte Art Vallys bildet den spannungsgeladenen Kern des Romans und weckt die Neugier auf die tief vergrabenen Geheimnisse der Familie.

    Lisa Ahland versteht es meisterhaft, das winterliche Husum, die „graue Stadt am Meer“, lebendig werden zu lassen. Der Leser spürt förmlich die frostige Nordseeluft und riecht den Duft von frisch gebackenen Kokosmakronen und warmen Futjes auf dem Husumer Weihnachtsmarkt. Ein besonderes Highlight ist die Einbindung des realen Weihnachtshauses Husum, in dem Rike einen Aushilfsjob annimmt. Hier verknüpft die Autorin geschickt Fiktion mit echter Kulturgeschichte und führt den Leser durch die faszinierende Entwicklung weihnachtlicher Traditionen.

    Die Figurenzeichnung ist eine der größten Stärken des Romans. Rike ist eine nahbare Protagonistin, deren innere Zerrissenheit zwischen der Liebe zu ihren Kindern in Hamburg und der schmerzhaften Nostalgie für ihre Heimat absolut überzeugend wirkt. Ihre authentischen Unsicherheiten machen sie zutiefst sympathisch.

    Dazu gesellt sich Jasper, ein ehemaliger Jugendschwarm und Journalist, der nicht nur Romantik in die Handlung bringt, sondern Rike bei ihrer detektivischen Spurensuche unterstützt. Die Chemie zwischen den beiden ist in jeder Zeile spürbar, besonders in der kühlen Winterluft nach einem gemeinsamen Abend. Es ist ein feinfühliges Spiel aus Annäherung und Rückzug, das ohne unnötigen Kitsch auskommt und die Frage aufwirft, ob man für eine zweite Chance im Leben jemals zu spät dran ist.

    Der Roman thematisiert eindrucksvoll, wie schwer es sein kann, Altes loszulassen, um Platz für Neues zu schaffen. Die Weihnachtskiste dient dabei als roter Faden und Anker für die Identität der Familie. Humorvolle Momente, etwa durch die quirlige Nachbarin Ilse-Marie oder Rikes sportliche Versuche, den Kopf freizubekommen, lockern die melancholischen Passagen geschickt auf. Das plattdeutsche Motto „Do wat Du wullt, de Lüd snackt doch“ zieht sich als lebensnahe Weisheit durch das Buch und ermutigt dazu, ungeachtet der Erwartungen anderer seinen eigenen Weg zu gehen.

    Fazit: Lisa Ahland hat ein warmherziges Werk geschaffen, das norddeutsche Nüchternheit mit tiefen Emotionen mischt. „Das Geheimnis der Weihnachtskiste“ ist eine Einladung, hinter die Fassaden der eigenen Familiengeschichte zu blicken. Es ist die ideale Lektüre für alle, die Geschichten über Wurzeln und Heimat lieben und sich nach einer ordentlichen Portion echtem Winterzauber sehnen.

  15. Cover des Buches Teufelsintervall (ISBN: 9783839222683)
  16. Cover des Buches Trümmerfeld: Nordfriesland-Krimi (Mordfriesland 2) (ISBN: B07MDMLM2Z)
    Isabel Aigen

    Trümmerfeld: Nordfriesland-Krimi (Mordfriesland 2)

    (23)
    Aktuelle Rezension von: 0Soraya0

    Zum Inhalt (Klappentext):
    HUSUM: Die blutige Stadt am Meer! Die erste Leiche schwimmt im Schlossgraben. Die zweite wartet im Haus von Theodor Storm auf den morgendlichen Besucherstrom. Die dritte treibt im Tine-Brunnen… Die Husumer Kommissare Sebastian Kerner und Henrik Ketelsen jagen einen Mörder, der aus den Wahrzeichen der Stadt Husum Tatorte macht. Richtet er die Menschen hin? Was haben die Toten verbrochen? Solange Sebastian nicht lernt, die Zeichen zu lesen, wird das Morden weiter gehen… „Mordfriesland“ heißt eine Serie von Krimis und Thrillern rund um die Husumer Kommissare Sebastian Kerner und Henrik Ketelsen. Die Handlungen sind jeweils in sich abgeschlossen. Die Krimis können unabhängig voneinander gelesen werden. 

    Meine Meinung:
    Eigentlich hatte ich mich wirklich auf das Buch gefreut, dass sich der Klappentext wirklich vielversprechend gelesen hat und ich mal wieder richtig Lust auf einen Regionalkirimi hatte. Doch wirklich überzeugen konnte mich das Buch leider nicht.
    Es ging recht vielversprechend los. Der Schreibstil ist nichts besonderes, aber angenehm zu lesen. Die Spannung ist am Anfang auch noch vorhanden, aber geht mit der Zeit verloren. Schuld daran sind unter anderem die viel zu häufigen Szenenwechsel. Dadurch kommt meiner Meinung nach einfach eine Unruhe rein und man kommt nicht wirklich in die Geschichte rein.
    Für mich ist das wirklich schade, denn die Idee find ich super und es wäre genug Potential dagewesen, was leider nicht ausgeschöpft wurde.

    Fazit:
    Tolle Idee und guter Anfang, danach leider deutliche Schwächen, wodurch mir ein bisschen der Antrieb zum Weiterlesen gefehlt hat.

  17. Cover des Buches Küstenfluch (ISBN: 9783442485567)
    Hendrik Berg

    Küstenfluch

    (55)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost

    Ermittlungsarbeit, Küstenfeeling und Spannung. Ich war schwer begeistert und komplett gefesselt.


    Inhalt: Eine beschauliche Insel in der Nordsee ist jetzt die neue Heimat von Komissar Krumme. Die Berliner Stadt ist ihm zu stressig geworden. Aber ausruhen kann er sich hier auch nicht. Denn ein Bauer ist in seiner Scheune zu tote gekommen und die Familie sabotiert seine Ermittlungen.

    Krumme hat eine Jungen und unerfahrene Kollegin, mit der er sich auch erst zusammen raufen muss und dann kommen  noch mehr Mitglieder der Familie zu schaden. Krumme wird aus den Leuten einfach nicht schlau.

    Seemannsgarn und andere Spukgeschichten machen dem Mann aus der großen Stadt das Leben schwer.


    Fazit: Ich mag eigentlich keine Krimis. Aber irgendetwas hat mich wohl mal dazu bewegt,mir diesen hier auf meinen SuB zu packen. Und als ich das Lesen dann begonnen habe, war ich auch gleich gefesselt.

    Die Story beginnt erst einmal mit einem künftigen Mord. Ein Mord,der die Kommissare sicherlich erst einmal im Dunkeln tappen lassen würde. So habe ich mir das zumindestens erst einmal ausgemalt. - Alles sah erst einmal nach normaler Ermittlungsarbeit aus, aber der seltsame Junge auf dem Hof mit dem ersten Mordopfer hatte schon eine sehr seltsame Komponenten an sich. Ich hatte keine Ahnung, wo das hinführen sollte und war deswegen komplett gefesselt und hätte am liebsten ohne jede Unterbrechung gelesen.

    Beim Lesen hatte ich die wunderbarsten Bilder einer Küstenlandschaft vor mir. Ich liebe ja die Küste. Wasser hat immer so etwas Beruhigendes an sich…. - ooops, das gehört hier aber nicht her.

    Die kurzen Kapitel haben Unterbrechungen sehr leicht gemacht. Das heißt allerdings nicht, dass Lesepausen sonderlich willkommen waren. Nur eben hin und wieder notwendig. Ansonsten wurden die Kapitel auch für einen Wechsel von Ort und Person genutzt. Das hat die Sache leicht verständlich und super lesbar gemacht. Es war nicht nötig, lang zu grübeln, wo man gerade zu Hause war. Das hat sich aus der Handlung ergeben. Und so ist es auch möglich, dass Buch nach einem anstrengenden Arbeitstag zu lesen. Selbst abgespannt versteht man noch alles und kann der Handlung super folgen.

    Zum Ende hin wurde alles total abstruß und fast war es,als würde da eine Fantasy-Komponente mit drin sein. Aber hier hat der Autor einfach nur eine interessante Familiengeschichte richtig geschickter verpackt.

    Ja, es war ein Krimi. Und ja, es wird nicht mein Lieblingsgenre werden. Aber dieses Werk kommt mal weg von der tristen Ermittlungsarbeit. Da kommen menschliche Komponenten mit rein. Ereignisse an vielen Stellen, die alles abwechlungsreicher machen und somit aus einem Krimi ein tolles Buch. - Das war wirklich ein Klasse Zufallsfund.


    Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen. Eine so interessant verpackte Familiengeschichte ist einfach nur der Wahnsinn. Dann dieser kleine Junge, der nicht so recht rein zu passen scheint, das ganze Leid in der Familie und die Art,wie alles geschrieben ist…. Ich bin einfach nur schwer begeistert.

  18. Cover des Buches Tidetod (ISBN: 9783740804060)
    Gerd Kramer

    Tidetod

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Wer tötet einen Menschen und gibt ihm eine Waffe als Grabbeilage mit in den Sarg? Vielleicht war das bei den alten Ägyptern üblich, hier in Nordfriesland haben wir andere Sitten.«

     

    In Husum treibt ein Entführer und Mörder sein Unwesen, der seine Opfer zum Überlebenskampf zwingt. Einige konnten, teils schwer verletzt, entkommen. Die Kommissare Flottmann und Hilgersen sind rund um die Uhr gefordert, zumal auch ein kleines Mädchen vermisst wird. Was treibt diesen Täter um und vor allem, wie kann man ihn stoppen?

     

    Von der ersten Seite an ist dieses Buch ein Wettlauf gegen die Zeit. Der Leser ist dabei, wenn die Opfer versuchen, ihr Leben zu retten. Teilweise wird es dabei richtig fies, wer es cosy mag, ist hier falsch. Obwohl sich manche Entwicklung früh abzeichnete, blieb die Spannung. Dazu beigetragen hat sicher der Stil, den ich gleichzeitig als fesselnd und unterhaltsam empfand.

     

    Sympathisch waren mir vor allem die beiden Kommissare sowie ein Musiker namens Leon Gerber, der über ein hochsensibles Gehör verfügt und damit die Ermittler unterstützen kann. Flottmann und Hilgersen sind ziemlich verschieden und liefern sich regelmäßig witzige Wortgefechte, das kennt man so von vielen anderen Teams, ich lese es aber immer gern.

     

    Fazit: Dieser Krimi konnte mich zwar nicht sonderlich überraschen, aber auf jeden Fall gut unterhalten. Ich denke, ich nehme mir auch mal den Vorgängerband vor.

  19. Cover des Buches Das Flüstern im Watt (ISBN: 9783740801908)
    Gerd Kramer

    Das Flüstern im Watt

    (20)
    Aktuelle Rezension von: sansol

    Hauptkommissar Flottmann hat sich extra von Bonn nach Norddeutschland versetzen lassen um mehr Ruhe zu haben. Eigentlich, denn mit der erhofften Ruhe ist es in Husum schon bald vorbei. Es zeichnet sich ab, dass eine äußerst brutale Entführerbande ihr Unwesen treibt.

    Unerwartet erhalten sie Hilfe von dem Musiker Leon – einem sympathischen Außenseiter mit hochsensiblem Gehör.

    Dies ist der gelungene Auftakt zu einer durchaus interessanten Regional-Krimireihe mit sympathischen Charakteren.

  20. Cover des Buches Die Schwarze Greet und ein goldener Fisch (ISBN: 9783944102641)
    Ingrid Annel

    Die Schwarze Greet und ein goldener Fisch

    (11)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Eine tolle Sagensammlung - sehr gut ausgewählt würde ich sagen !!! Sehr vielfältig und magisch das Bundesland Schleswig-Holstein entführend.

    Die Sagenwelt Schleswig-Holsteins - ich kommt zwar aus Thüringen, aber ich interessiere mich für Sagen ansich und kenne die Autorin Ingrid Annel und mag ihre Kinderbücher gern, so stöbere ich immer mal gern in ihren Neuerscheinungen und bin mit diesem Buch in Berührung gekommen. Sehr schön so, ich freue mich sehr, dass ich dieses Buch gelesen habe. Die Texte lesen sich spannend und die wundervollen Illustrationen von Katrin Kadelke untermalen diese nochmals bildhaft.

    Leseprobe:

    ========

    Die Hochzeitsglocke im Ukleisee

    In der Nähe von Eutin lebt in einem glanzvollen Schloss ein juner, schöner, wilder Ritter, dem gehörte alles Land ringsum. Er liebte nichts mehr, als auf die Jagd zu gehen. Oft schon im Morgengrauen stieg ...

    Ich finde die Art, wie die Sagen geschrieben sind, auch für uns heute gut zu lesen, dennoch nicht zu modern, als die Glaubwürdigkeit und das Wahrhaftige der Sage verloren ginge. Man fühlt sich wohl in den Texten und nimmt sie so an, wie man sie liest: authentisch, lebendig und man nimmt den Inhalt der Autorin vor allem ab. Sie hat es prima geschafft, mich zu verzaubern, mich mitzunehmen und zu den Wesen, Gegenden und Geschichten. Die Inhalte sind sehr unterschiedlichen von den Themen, daher macht es auch wirklich unbeändige Freude, die Sagen zu lesen.

    PRIMA !!!

  21. Cover des Buches Sörensen geht aufs Haus (ISBN: 9783499017384)
    Sven Stricker

    Sörensen geht aufs Haus

    (17)
    Aktuelle Rezension von: theagri_liest

    Nachdem ich die ersten fünf Teile dieser Reihe um Kriminalhauptkommissar Sörensen gehört habe, war ich auf den neuen Fall sehr gespannt. Es interessierte mich sehr, wie es Sörensen mit seiner Angsststörung weiterhin ergeht. 


    Der Kriminalfall entwickelt sich gewohnt humorvoll in langsamen Tempo, unterbrochen durch Rückblicke. Diese  erzählen vom Fall und auch von Sörensens Vergangenheit. Mir gefiel sehr gut, wie nahe man Sörensen als Kind und Mensch kommt, wie man immer mehr Verständnis für ihn als Charakter entwickeln kann. Im Fall ermitteln Sörensen und sein Team in einem Cold Case  mit Pannen, Ungeschicklichkeiten, scheinbar schwerfällig und trotzdem werden alle Teile des Falls perfekt zusammengefügt. 

    Im Garten von Sörensens alten Schulfreund wurden menschliche Knochen gefunden.  Nun gilt es zu ermitteln, ob es sich um die vor zwei Jahren vermisste Mia handelt und was ihr geschehen ist. Es gilt viele Geheimnisse aufzudecken und mancher Eindruck täuscht, auch aus der Vergangenheit sind Situationen eingebaut. Und Sörensen und Team stehen einem komplizierten Fall gegenüber. 


    Es macht Freude zu beobachten,  dass Sörensen geradlinig, unbestechlich, offenherzig, herzlich und fürsorglich durch seinen Alltag geht und auch entsprechend den neuen Fall angeht, obwohl er auch berufliche und private Probleme bewältigen muss und ihm nicht immer alles gleich gelingt. Die weiteren Charaktere sind entsprechend ihrer Rollen gut geschildert und bereichern den Fall. Die Dialoge unterstreichen das Vertrauen der Kollegen zueinander, sind lustig, spitz und passen wunderbar zu den Charakteren. Immer wieder werden humorvolle Szenen eingestreut, die auflockern und das Norddeutsche unterstreichen. Auch die Abschweifungen und Nebensächlichkeiten, die sich immer wieder in die Erzählung schleichen, bereichern wunderbar und sind oft "auf den Punkt", passend, ergänzend, locker.  Dies hat mir besonders gut gefallen und das ist das Besondere, darin unterscheidet sich die Reihe um Sörensen von anderen Lokalkrimis. 


    Sven Stricker liest auch dieses Hörbuch, ebenso wie alle Reihenteile, empathisch,  mitfühlend. Besonders gut gefallen mir die typisch nordischen Dialekte und der entsprechende Tonfall. Spannung erzeugt Sven Stricker ua indem er die Sprechgeschwindigkeit deutlich erhöht.  Das klingt besonders gut. Trauer, Spannung und Unsicherheiten kommen beim Hören deutlich zum Ausdruck. Einfach perfekt.


    Ich habe das Hörbuch mit viel Vergnügen gehört, wurde sehr gut unterhalten, habe gespannt mitgefiebert und mitgerätselt. Der Fall war interessant und glaubhaft. Die Charaktere haben mich wieder begeistert, sie haben sich angemessen weiter entwickelt und sind sich gleichzeitig treu geblieben. LESEEMPFEHLUNG!

  22. Cover des Buches Nebelfront (ISBN: 9783954510269)
    Hannes Nygaard

    Nebelfront

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Ich bin immer nur dann Allergiker, wenn ich zu euch an die Westküste kommen muss. Ich bete seit Jahren, dass endlich eine große Sturmflut kommt und euch wegspült.«

     

    Der Spurensicherer aus Flensburg hat bereits die Erfahrung gemacht, dass ihn an der Küste besonders üble Tatorte erwarten. Auch der aktuelle Fall stellt da keine Ausnahme dar. Seine Auftritte und die dabei stattfindenden amüsanten Wortgefechte bilden für Kenner der Reihe einen liebgewonnenen Running Gag. Davon abgesehen gibt es in diesem Buch allerdings nicht viel zu lachen, dafür ist die Thematik zu heftig.

     

    Es beginnt mit einer besonders üblen Grabschändung, später folgen mehrere Todesfälle. Zunächst erkennen die Kommissare Christoph Johannes und Wilderich Große Jäger keine Gemeinsamkeiten zwischen den sehr unterschiedlichen Fällen, doch nach und nach fügen sich Puzzleteile zu einer schockierenden Auflösung zusammen. Da hat man Opfer mit blütenweißer Weste, beliebt und gutem Ruf – und trotzdem muss es jemand gegeben haben, der sie hasste. Die Suche nach dem Täter wird die Ermittler weit in die Vergangenheit führen.

     

    Ich mag diese Reihe sehr, vor allem Große Jäger ist ein besonderes Einzelstück von Charakter. Auch diesen Band empfand ich als sehr spannend und mochte ihn nicht mehr aus der Hand legen. Dazu kam noch die dichte Atmosphäre, was mich als Fan von Küstenkrimis zusätzlich erfreute.

     

    Fazit: Wieder einmal ein spannender Fall für die Husumer Kripo. Ich lese gerne weiter.

  23. Cover des Buches Pest und Cholera (ISBN: B072L7KF5X)
    Isabel Aigen

    Pest und Cholera

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Ladybella911

    Eigentlich sind sie ein normales, glückliches Ehepaar, Saskia und Sebastian, mit zwei reizenden Kindern – wenn da nur nicht Sebastians Beruf wäre, der die gemeinsamen Unternehmungen mit der Familie immer wieder stört und Sebastian ein permanent schlechtes Gewissen beschert.


    Er und sein Kollege Henrik sind Kommissare bei der Kripo Husum. Und da der örtliche Tierarzt grausam ermordet – ja fast hingerichtet aufgefunden wurde, muss schnellstens mit den Ermittlungen begonnen werden, zumal im weiteren Verlauf auch die verschwundene Pharmavertreterin für Tiermedikamente tot aufgefunden wird.

    Was steckt hinter diesen Morden und wer ist der Täter, der mit einer Schweinemaske mordet, eine Anspielung auf die Auseinandersetzungen zwischen der Touristikbranche als Gegner der Massentierhaltung in sogenannten Zuchtfabriken?


    Ein sehr aktuelles Thema, welches die Autorin in einen spannenden Kriminalfall umgesetzt hat, und dies auch sehr gelungen. Die Sprache ist kompromisslos, manchmal etwas überspitzt aber durchaus leicht und flüssig. Die Spannung bleibt dem Leser bis zum Ende erhalten und das Thema Antibiotika auch für Tiere ist hochaktuell und in diesem Umfeld sehr brisant.

    Die Autorin beschränkt sich nicht nur auf die Emittlungsarbeit, auch Privates

    findet gekonnt seinen Platz.

    Ein Auftakt zu einer Reihe, der Lust auf mehr macht, vielleicht mit einer etwas feiner geschliffenen Sprache.


    Ich war mit diesem Kriminallfall bestens unterhalten, und bekam auch viele Informationen zu diesem Thema, welche ich in dieser Ausführlichkeit nicht kannte.


    Auf jeden Fall empfehlenswert und: Weiter so!!

  24. Cover des Buches Tod an der Seebrücke (ISBN: 9783740806507)
    Gerd Kramer

    Tod an der Seebrücke

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Inaina

    „Tod an der Seebrücke“ ist der dritte Teil von Gerd Kramers Küsten Krimi-Reihe aus dem Emons Verlag. Neben dem Ermittlerduo Flottmann und Hilgersen tritt auch der Musiker Gerber mit seinem hochsensiblen Gehör wieder auf. Die Charaktere habe ich bereits in den Vorbänden lieb gewonnen und mich auf das Wiedersehen gefreut. Ich denke aber, dass man „Tod an der Seebrücke“ auch gut ohne Vorkenntnisse aus den früheren Büchern lesen kann.

    Der Autor versteht es, den Lokalkolorit der Gegend in und um Husum interessant und unaufdringlich in die Geschichte einfließen zu lassen. Das Buch ist quasi ein spannender Ausflug an die Küste 😉

    Außerdem gefällt mir Gerd Kramers Einfallsreichtum. Er schreibt keine 0815-Krimis, seine Bücher sind schlau und farbenfroh und überraschen mich immer wieder auf’s Neue.

    Ich habe den ersten Teil „Das Flüstern im Watt“ mit 5 Sternen bewertet, dem zweiten Band „Tidetod“ ebenfalls 5 Sterne gegeben, und auch der dritte Fall „Tod an der Seebrücke“ hat mich wieder überzeugt: 5 Sterne!  

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks