Bücher mit dem Tag "hygiene"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hygiene" gekennzeichnet haben.

60 Bücher

  1. Cover des Buches Raum (ISBN: 9783492301299)
    Emma Donoghue

    Raum

     (891)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Jack und seine Ma leben in Raum. Die 12 qm sind ihre ganze Welt. Es gibt Oberlicht, Bett, Frierer, Fernseher (da sind Jacks Freunde drin), Bücher, Eierschlange und Schrank (darin muss sich Jack jeden Abend verstecken, wenn Old Nick zu seiner Ma kommt). Bis zu Jacks 5. Geburtstag ist nur Raum echt, alles Draußen ist es nicht - doch dann erzählt ihm Ma, dass Raum nicht die Welt, sondern nur ein kleiner Teil davon ist. Und dass sie versuchen müssen, aus Raum zu fliehen...


    "Raum" von Emma Donoghue ist anders als alle Romane, die ich bisher gelesen habe. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch einen Entführungsfall, aber nicht auf konventionelle Weise: sie erzählt die Geschichte aus der Perspektive des 5-jährigen Jack - inklusive grammatikalischer Fehler, ausgedachter Wörter und eben der ganzen Gedankenwelt, in der ein Kind in diesem Alter steckt. Diese Erzählweise war für mich als Leserin sehr intensiv und authentisch. Mich hat es zutiefst bewegt, mit Jack und seiner Ma in Raum zu sein und war auf eine voyeuristische Weise sehr gefesselt von seinen Beschreibungen des Alltags in ihrem Gefängnis. 


    Die Autorin belässt es aber nicht nur bei dem Eingesperrt-Sein, sie berichtet auch von der Zeit nach Raum, von den Anfängen von Jack und seiner Ma im draußen. Ich war einfach nur begeistert, wie gut Emma Donoghue die psychischen Folgen der Entführung und des Missbrauchs dargestellt hat. Auch die Stärke der Mutter wird sehr gut durch Jacks Sicht erfahrbar.


    "Raum" ist an eine wahre Begebenheit angelehnt: den Fall Josef Fritzl. Ich hatte vor dem Buch einige Podcast-Folgen zu diesem Kriminalfall gehört und finde, dass Emma Donoghue daraus eine außergewöhnliche Geschichte gemacht hat. "Raum" ist verstörend, heftig und nicht leicht zu verarbeiten. Ich denke nicht, dass das Buch für alle geeignet ist, wenn ihr euch durch das Thema aber nicht getriggert fühlt, kann ich nur eine riesen Empfehlung für diese ungewöhnliche und berührende Lektüre aussprechen. Sie wird mich so schnell nicht mehr los lassen.

  2. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453471092)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.164)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Dass sich, wie Wikipedia verrät, einige historische Ungenauigkeiten in den Roman geschlichen haben, sei vergeben. Mich hat es beim Lesen nicht gestört, und hätte ich es nicht an anderer Stelle nachgelesen, wäre es mir überhaupt nicht aufgefallen. Ein bisschen fiktionale Freiheit ist vollkommen okay.

    Für mich stößt Noah Gordon die Tür zum Mittelalter sperrangelweit auf. Die Art, wie er das Leben damals beschreibt, liest sich so authentisch und echt, dass man komplett in diese Zeit versinkt. Schmutz, Dreck, Gestank – das Mittelalter war kein Zuckerschlecken, und das wird schonungslos und detailreich gezeigt. Vor allem das Handwerk des Baders wird spannend geschildert: Hausmittelchen, Quacksalberei und bedenkliche Tinkturen werden ohne tieferes Wissen angewandt in dem Versuch, Menschen vor Krankheit und Tod zu bewahren. Für einen modernen Menschen sind viele Vorgehensweisen total unvorstellbar.

    Später, wenn Rob in Isfahan, eine Stadt im heutigen Irak, ankommt und dort wahre Medizin kennenlernt, werden die damaligen Möglichkeiten der Heilung plastisch und spannend geschildert. Es ist bemerkenswert, wie viel Wissen über die Medizin im 11. Jahrhundert schon bekannt war. Mich hat es total fasziniert, mehr über die Geschichte der Medizin zu erfahren.

    Und Rob ist der perfekte Protagonist, um diese Geschichte zu vermitteln. Seine Gabe, den nahen Tod eines Menschen zu spüren, wird nicht als (unpassendes) Fantasy-Element in den Mittelpunkt gestellt; vielmehr ist es ein Werkzeug, seine Hingabe und seine Leidenschaft für die Heilung noch stärker herauszuarbeiten. Rob Cole ist der geborene Medicus – und ich als Leserin habe sein Leben und seine Reisen begeistert mitverfolgt.

    Auch stilistisch kann „Der Medicus“ von vorne bis hinten überzeugen. In einem leichten, sehr unterhaltsamen Stil beschreibt Gordon die Ereignisse, webt historische Fakten (mal mehr, mal weniger, wie wir schon wissen) ein und lässt das Mittelalter lebendig werden. In dem zweiten Band der Trilogie, „Der Schamane“, springt Gordon übrigens ein paar Jahrhunderte weiter.

    Für mich war, ist und bleibt „Der Medicus“ von Noah Gordon einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe. Ein bisschen auch, weil es mein erster Erwachsenenroman in diesem Genre war. Aber vor allem, weil Gordon seine Leser auf eine spannende, atmosphärisch dichte und authentische Zeitreise mitnimmt. Und auch heute noch hat dieser Roman eine ganz starke Wirkung auf mich. Das können nicht viele Bücher von sich behaupten.

  3. Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)
    J. D. Salinger

    Der Fänger im Roggen

     (1.509)
    Aktuelle Rezension von: JulieG

    "Der Fänger im Roggen" erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Holden Caulfield, der nach seiner Flucht aus dem ungeliebten Internat drei Tage lang durch New York irrt. 

    Ich hatte bereits im Vorfeld viel über das Buch gelesen - vor allem viel negative Meinungen und Bewertungen. Es sei sehr kompliziert zu lesen, der Protagonist sei unsympathisch und eine äußerst schreckliche Person. Lediglich mein Drang danach, soviele Klassiker wie möglich wirklich selbst zu lesen, hat mich dazu gebracht, diesen Roman zu lesen. Und ich habe mit dem schlimmsten gerechnet. 

    Allerdings bin ich nach der Lektüre sehr überrascht und berührt von dem Roman. Ja, Holden ist ein ziemlich komischer Typ. Und ja, er gibt einige unpassende Äußerungen von sich. Aber er ist auch einer, der die Welt um sich herum genau beobacht und versucht, sie zu verstehen. Und dabei merkt er, dass er sie in vielen Punkten einfach nicht verstehen kann. Der Roman zeigt uns also einen Protagonisten, der seinen Platz in der Gesellschaft, auch aufgrund seines Alters, noch nicht gefunden hat und seine Umwelt und die Menschen um sich herum stattdessen analyisert und hinterfragt. Es gab einige Stellen, an denen ich Holdens Gedanken sehr gut nachvollziehen konnte - sowohl aus heutiger Sicht, als auch aus der Sicht meines eigenen 16jährigen Ichs. 

    Gleichzeitig zeigt uns das Buch aus Holdens Sicht auch auf, wie oberflächlich, verwirrend und auch sinnlos manche Gewohnheiten, die wir als Gesellschaft haben, sind. Man wird auf unbequeme Art und Weise gezwungen, über sich, sein Leben und seine Wünsche und Ziele nachzudenken, eben weil man diesem ziellosen Protagonisten durch New York folgt. Genau das hat mir an dem Buch so gut gefallen. 

    Also traut euch und lest "Der Fänger im Roggen". Es ist besser, als ich vorher angenommen hatte!

  4. Cover des Buches Der Horror der frühen Medizin (ISBN: 9783518468869)
    Lindsey Fitzharris

    Der Horror der frühen Medizin

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Hörbuch "Der Horror der frühen Medizin" von Lindsey Fitzharris ist als Hörbuch, Softcover und Ebook erschienen.

    Das Hörbuch ist ungekürzt 8 Stunden und 36 Minuten lang.

    Der Hörbuchsprecher hat eine tiefe, interessante Stimme, die eine historische Atmosphäre vermittelt.

    Eine Zeit in der Ärzte noch nichts wussten und man Leichenraub betrieb und der Chirurg einem Metzger glich.

    Das Sachhörbuch ist wirklich spannend. Chirurgen werden an diesem Informationsfundus ihre wahre Freude haben. Alle anderen Hörer dürfen sich gerne gruseln und ekeln. Da wird auch noch der Härteste mit Sicherheit stöhnen, bei so manch einer detaillierten Beschreibung. Absolut informativ und lehrreich und dabei überaus unterhaltsam.

    Fazit: Historisches Sachbuch über den Beginn der Chirurgie und Medizin mit vielen detailreichen Schilderungen. Unbedingt Hören oder Lesen!

  5. Cover des Buches Leichenraub (ISBN: 9783442372263)
    Tess Gerritsen

    Leichenraub

     (464)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Als Julia Hamill in ihrem verwilderten Garten menschliche Knochen entdeckt, ergeben pathologische Untersuchungen, dass das weibliche Skelett gut zweihundert Jahre alt ist. Julia möchte herausfinden, wer die Getötete war und wie sie starb. Mit einem Verwandten der Vorbesitzerin ihres Hauses durchforscht sie alte Dokumente und stößt dabei auf Berichte über einen Serienkiller, der 1830 in Boston sein Unwesen trieb. In sein Visier gerät zu der Zeit auch die junge Irin Rose Connolly, deren Schwester im Krankenhaus am Kindbettfieber dahinsiecht. Rose taucht mit ihrer neugeborenen Nichte unter, weil jemand anscheinend das Baby in seine Hände bekommen möchte. Zuvor wird sie aber Zeugin, wie eine Krankenschwester regelrecht abgeschlachtet wird. Einzig einen flüchtigen Blick kann sie auf den maskierten Täter erhaschen. Als der unkonventionelle Medizinstudent Norris Marshal unter Verdacht gerät, muss er Rose finden, um sich zu entlasten.

    Trotz eines kurzen Gastauftritts einer bekannten Figur gehört „Leichenraub“ nicht zur „Rizzoli/Isles“-Serie. Die größere Überraschung als die Auszeit von ihrem beliebten Ermittlerpaar ist jedoch, dass Tess Gerritsen mit diesem Buch Neuland betritt. Der überwiegende Teil der Handlung spielt nämlich in der Vergangenheit. Wie einst die Krimiabteilung erobert die Autorin nun auch das historische Genre. Den geschichtlichen Hintergrund unter Einbeziehung einer realen Persönlichkeit beherrscht sie ebenso perfekt wie all die anderen Facetten dieses vielschichtigen Romans. Da wären die Sozialkritik, die durch die anschauliche Darstellung des Elends der Armen geübt wird, sowie die durch detailgetreue Beschreibungen ehemals gängiger, grausam anmutender Praktiken bildhaft gemachte Medizinhistorie. Selbst Liebe, wenngleich bittersüß, hat ihren Platz in diesem Gänsehaut-Thriller aus der Feder einer großartigen Erzählerin. (TD)

  6. Cover des Buches Gehen, um zu bleiben (ISBN: 9783442176724)
    Anika Landsteiner

    Gehen, um zu bleiben

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zugegeben, der Titel hat mich gelockt und da ich viel Gutes über das Buch gehört hatte, habe ich es schließlich gelesen und das sehr gerne. Mit einem wundervollen Schreibstil wird ein Reisebericht geschildert, Länder erkundet und Erfahrungen geteilt.

    Es handelt vom Mut loszugehen und das kam in den einzelnen Kapiteln wirklich sehr schön rüber.

    Einzig beim “Ankommen” hat mir ein wenig Spiritualität gefehlt, den der Titel verspricht. Die Autorin selbst weist im Buch darauf hin, dass es ein Reisebericht ist und er als solcher gelesen werden soll. Schade eigentlich, da ich noch mehr in ihm gesehen hätte.

    Das Buch ist trotzdem absolut empfehlenswert und wirklich gut geschrieben!

  7. Cover des Buches Cleanland (ISBN: 9783737342575)
    Martin Schäuble

    Cleanland

     (29)
    Aktuelle Rezension von: beritjohh

    Dieses Buch habe ich innerhalb eines Tages durchgelesen, da es total einfach und verständlich geschrieben ist. Auch dadurch, dass die Kapitel meistens nur 2-5 Seiten lang sind, hat man schnell einige Kapitel durch.

    Die Situation hat erschreckenderweise einige Ähnlichkeiten zu der aktuellen Pandemie. Worte wie Quarantäne, Desinfektionsmittel und Pandemie sind gängige Begriffe. 

    Es ist trotz der einfachen Sprache recht ausführlich geschrieben, was das Buch auch spannend macht, sodass man es sehr schnell durchbekommt. Das Ende ist eine Mischung aus Happyend und offenem Ende, was auch sehr gut hinein passt!

    Alles in allem weiterzuempfehlen!

  8. Cover des Buches Ohne Wenn und Abfall (ISBN: 9783462050196)
    Milena Glimbovski

    Ohne Wenn und Abfall

     (37)
    Aktuelle Rezension von: JaneyCooper

    Endlich geschafft. 

    Ich wollte erst nur 1 Stern geben, weil manche Punkte aber durchaus brauchbar sind jetzt 2 Sterne. 


    Ich habe das Buch gekauft, weil in vielen Zero Waste Youtube Videos immer wieder das Gleiche kommt, und ich geballte Tipps an einer Stelle wollte. Wenn man noch nicht wie ich zig Videos darüber gesehen hat, könnte das Buch vll noch hilfreich sein. Der Anfang mit der Firmengründung war noch richtig gut und interessant. Danach kam *für mich* nur noch wenig nützliches, und der Schreibstil gefällt mir oftmals nicht. Ich habe dieses Buch öfter gelangweilt zur Seite gelegt als Studiumsskripte. Ich mein, das Buch hat auch gute Stellen, die Küchen-Tipps find ich super obwohl viele nicht zu mir passen,  warum kann das nicht übers ganze Buch so sein? Hier steckt wirklich viel Potential drin, das leider großteils nicht genutzt wird. 


    Viele Kapitel sind nur furchtbar oberflächlich gehalten, viele Tipps sind ganz nett aber mehr nicht. Sobald sie aber anfängt, über Kosmetik zu reden, frag ich mich, ob ihre Recherchequelle Facebookkommentare sind. Wenn man sich die Tipps wirklich durchlesen möchte, soll man bitte bitte auf @incipedia oder anderen seriösen Quellen bitte alles gegenchecken. In diesem Buch wird gefährliches Halbwissen in Kaffeeklatsch-Manier verbreitet. 


  9. Cover des Buches Sind wir noch ganz sauber? (ISBN: 9783841906564)
    Hanne Tügel

    Sind wir noch ganz sauber?

     (38)
    Aktuelle Rezension von: leolas

    Hanne Tügels Sachbuch "Sind wir noch ganz sauber? Klüger mit Schmutz umgehen, gesünder leben, der Umwelt helfen" ist ein Sachbuch zu einem höchst relevanten Thema unserer Zeit.

    Es verknüpft die Themen Sauberkeit, Gesundheit und Umweltschutz und bezieht dabei ganz verschiedene Perspektiven mit ein. Dabei werden unterschiedliche Bereiche behandelt: Schlechte und gute Bakterien, Plastik- und Schadstoff-Problematiken, Schönheitsideale, Putzverhalten im kulturellen Vergleich, Hygienegeschichte u.v.m. Das alles verknüpft sie auf kluge und sinnvolle Weise miteinander.

    Man merkt Hanne Tügel ihre Erfahrung als Autorin und Journalistin (z.B. als GEO-Redakteurin) sehr an.
    Das Sachbuch liest sich wirklich sehr unterhalsam, da die Autorin es schafft mit fast poetischer und zum Teil sehr witziger Sprache lebensnahe Anektoden mit Theorie sowie Handlungstipps zu verknüpfen. Dabei sind alle Kapitel gespickt mit spannenden Schilderungen von Experimenten und Studien, aber auch persönlichen Erfahrungsberichten.

    Besonders gefallen hat mir die Tatsache, dass die Autorin nicht nur all die "großen Baustellen" hinsichtlich übermäßiger Hygiene, Müllproblematik und Umweltschäden schildert, sondern auch erste Lichtblicke und Handlungsempfehlungen mit in ihren Text aufnimmt. Auf diesem Wege wird dem Leser/der Leserin nicht nur die akute Notlage hinsichtlich Umweltschutz und Nachhaltigkeit mit Zahlen und Fakten dargelegt, sondern gleich eine Handlungsalternative vorgeschlagen.

    Ich habe dieses Buch an zwei Tagen verschlungen. Meines Erachtens steht es Bestsellern wie "Darm mit Charme" von Giulia Enders in nichts nach. Von mir gibt es daher eine klare Kaufempfehlung!


  10. Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)
    Rohinton Mistry

    Das Gleichgewicht der Welt

     (216)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Rohinton Mistry erzählt eine Geschichte, die in den 70er Jahren in Indien während des Ausnahmezustands spielt. Ohne Erbarmen, grausam, humorvoll und rührend erzählt und immer wenn man denkt, es geht nicht mehr schlimmer, setzt setzt der Autor noch einen nach.
    Am Ende steht eines fest: Die Welt ist nicht im Gleichgewicht!

    🐭🐭🐭🐭🐭/5

  11. Cover des Buches Die Tatortreinigerin (ISBN: 9783426785027)
    Antje Schendel

    Die Tatortreinigerin

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Dany_a_la_Carte
    Auch wenn das Buch eher wie eine Art Biografie geschrieben ist, fand ich es sehr spannend. Die Hintergründe wie sie überhaupt zu diesen Job gekommen ist, was sie denkt und einige Geschichten aus dem daraus entstehenden Altag machen den Inhalt des Buches aus.

    Was mich besonders an dem Buch gereizt hat war, dass alles real ist. Es sind keine erfundenen Krimis oder Thriller, sondern das Leben. Bzw. der Tod. Es greift ein Tabuthema auf. Ich denke nicht das jemand darüber nachdenkt was passiert, wenn ein Mensch gestorben ist, in seiner Wohnung, allein. Die Leiche wird abgeholt, das ist klar. Und dann stehen die Vermieter oder Angehörigen da. Ein einfacher Gebäudereiniger ist der Sache sicher nicht gewachsen.

    Wem also interessiert was passiert wenn das Bestattungsinstitut gegangen ist, für den ist das Buch ideal.
  12. Cover des Buches Die Straße nach Isfahan (ISBN: 9783426630143)
    Gilbert Sinoué

    Die Straße nach Isfahan

     (19)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Avicenna ist einer der ältesten und bekanntesten Ärzte im 11. Jahrhundert. Eine Reise auf den Straßen bis nach Isfahan das lang ersehnte Ziel für einen Nomanden und sich selbst fremden.

    Ein Roman über den Frieden, den Glauben, die damalige Kunstfertigkeit der Menschen und die Hoffnung, das einem das Glück zu teil wird, seelig zu werden und erfüllt zu sterben.


  13. Cover des Buches Die gemeine Hauskatze (ISBN: 9783442455577)
    Terry Pratchett

    Die gemeine Hauskatze

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Lucienne2112
    Ich hatte mir mehr von dem Büchlein erwartet - dummer Weise beim Durchblättern im Laden anscheinend die besten Stellen erwischt!

    In einigen Kapiteln wird mit Augenzwinkern über die Natur der "gemeinen" Hauskatze referiert. Treffend, sicher. Aber von Pratchett ist man besseres gewohnt, vielleicht ist auch die Übersetzung hier mit Schuld daran, dass man beim Lesen nur hin und wieder schmunzeln muss.

    Auch finden sich immer wieder kleine comicartige Zeichnungen, die jedoch nicht sonderlich aufregend sind und auf mich mehr als Lückenfüller wirkten. 

    Letztlich kann man sagen, für die kurze Lektüre z.B. in der bahn auf dem Weg zur Arbeit *kann* man das Büchlein schon ruhig lesen, es gibt aber definitiv bessere Bücher!
  14. Cover des Buches Die Waldgräfin (ISBN: 9783641212605)
    Dagmar Trodler

    Die Waldgräfin

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen Blick auf das Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Das Buch ist der Auftaktband zur sogenannten "Eifelgräfin-Trilogie" und gleichzeitig der Debütroman der Autorin. In Anbetracht dessen kann man sagen - ein gelungenes Debüt!

    Der Schreibstil der Autorin ist wirklich aussergewöhnlich: Sehr gefühlvoll, blumig und sehr bildgewaltig. Sie vermag es mit ihrer Sprache starke Gefühle zu erzeugen und intensive Einblicke in die Lebenswelt des 11. Jahrhunderts zu erzeugen. Weniger gefallen haben mir die zahlreichen Einschübe in lateinischer, hebräischer und altnordischer Sprache. Diese haben den Lesefluss immer wieder gehemmt und gestört, auch wenn die Autorin selbst sagt, dass diese Einschübe für die Handlung nicht Wesentlich seien und diese auch im Glossar übersetzt werden.

    Die Handlung selbst ist spannend und bietet schöne Einblicke in das damalige Leben. Allerdings wird der Spannungsbogen doch oft durch deutliche Längen unterbrochen.

    Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Beide sind in ihrem Wesen aber sehr zwiegespalten. Die weibliche Hauptfigur ist zwar eine für ihre Zeit sehr aufgeschlossene, starke Frau, die aber immer wieder von Gewissenszweifeln - insbesondere religiöser Natur - geplagt wird. Ungewöhnlich: Die Autorin schreibt aus Sicht dieser Hauptfigur in Ich-Form! 

    Die männliche Hauptfigur ist zwar ein harter Mann, hat aber auch einen weichen Kern. 

    Beide entwickeln sich im Laufe der Geschichte, wobei das hin und her zwischen den beiden Charakterseiten etwas zu breit ausgewalzt wird, Überhaupt nimmt der religiöse Aspekt (sowohl der christlichen, als auch der nordischen) einen sehr breiten Raum ein. Selbstverständlich hat zu damaliger Zeit die Religion einen sehr dominanten Einfluss auf das Leben gehabt; im Buch war es mir dann aber doch etwas zu überbetont.

    Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen und mich teilweise ob der schönen Schreibweise sogar fasziniert. Da konnten mich auch die vorhandenen Längen nicht übermäßig stören. Ich werde auch die beiden Folgebände lesen.

  15. Cover des Buches Tai-pan (ISBN: 9780307491572)
    James Clavell

    Tai-pan

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Es ist die Zeit der Abenteuergeschichten und den Seefahrern. Von Romantik kann allerdings bei diesem Buch nicht die Rede sein. Es handelt von einem Mann, gebaut wie Hühne grünäugig wie ein Drache, der allein schon aufgrund seiner Erscheinung in China Eindruck macht. Mit eisernerm Willen den Handel in Honkong zu kontrollieren muß der Ausnahmekaufmann Struan sich mit der Zweizüngigkeit der chinesischen Platzhirschen auseinandersetzen die nicht damit rechnen das die Langnase aus Schottland wie ein Taifun über sie kommt und erfolgreich den Sieg davonträgt.
  16. Cover des Buches Eingemacht (ISBN: 9783706626170)
    Ulrike Hagen

    Eingemacht

     (15)
    Aktuelle Rezension von: lehmas

    Das tolle Cover sieht so richtig nach Sommer aus, der Zeit wo am meisten eingekocht und eingelegt wird. Das Buch ist mit 280 großen Seiten so richtig schwer und dick und hat für jede Jahreszeit Rezepte parat. Aber nicht nur Rezepte für Marmeladen, Chutneys und Co sondern auch Pestos, Salsas, eingelegtes Gemüse, Saucen, Sirups, Liköre und vieles mehr gibt es in diesem Kochbuch zu entdecken. Das Besondere des Buchs ist das Konzept, dass es zu vielen Einmachrezepten auch ein Koch- oder Backrezept gibt. So hat man auch gleich eine wunderbare Anregung zur Verwendung der Köstlichkeiten.

    Nach einer kurzen knackigen Einführung zum Thema Hygiene, Gläser und Lagerung geht es auch schon los mit dem Rezepten. Am besten nenne ich euch die Kapitel mit ein paar Rezeptbeispielen. Zuerst nenne ich jeweils das Einmachrezept und dahinter das Anwendungsrezept sofern vorhanden.

    Betörende Chutneys
    Mango-Chutney / Indisches Hühner-Curry mit Basmati-Gewürzreis
    1001-Nacht-Chutney / Orientalisches Lammragout
    Birnen-Chutney / Mini-Wraps mit Brie und geräucherter Entenbrust

    Verführerische Pestos und Salsas
    Basilikumpesto / Linguine mit Basilikumpesto
    MInze-Petersilien-Salsa / Evas Lammspießchen mit Wassermelone und Feta
    Scharfe Chili-Kräuter-Salsa / Ceviche vom Lachs, Maissüppchen

    Köstliches Gemüse
    Süß-saure Radieschen
    Sandwich-Pickles / Mein Club-Sandwich
    Gegrillte Paprika in Öl / Rote-Linsen-Paprika-Suppe

    Geniale Dips & Saucen
    Ananas-Chili-Ketchup / Karibische Entenbrust
    Honig-Senf-BBQ-Sauce
    Knoblauch-Dip
    Teriyaki-Sauce / Teriyaki Meatballs

    Meine Crazy Specials
    Pepper Jelly
    Tomato Jam / Ofen Camenbert
    Karamellisierte Zwiebelmarmelade / Knuspriger Schweinebauch

    Zauberhafte Marmeladen
    Weiße Pfirsichmarmelade
    Carrot Cake Jam
    Zwetschgenmarmelade mit Zimt

    Wundervolle Früchte
    Apfelmus / Omas Grießschnitten
    Gewürzbirnen / Rehrücken mit Kräuter-Nuss-Kruste
    Holunderkoch / Eisgekühltes Holundersüppchen mit Joghurtnockerln

    Entzückende Sirups & Liköre
    Apfel-Zimt-Sirup
    Erdbeerlimes
    Mandellikör

    Ich habe einige der Rezepte getestet. Alles war sehr schmackhaft. Die Beschreibung der Zubereitung ist ausführlich und verständlich. So hatte ich ruckzuck ein paar tolle Weihnachtsgeschenke zusammen.
  17. Cover des Buches Feuchtgebiete (ISBN: 9783832164225)
    Charlotte Roche

    Feuchtgebiete

     (2.306)
    Aktuelle Rezension von: Jans_Buchblog

    Ich weiß, das Buch "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche ist umstritten, aber ich war neugierig und habe es gelesen. Und ja, ich fand es teilweise auch eklig, aber  ich habe auch viel gelacht und fand es witzig.
    Die Autorin schreibt unverblümt, was sie denkt. Leichter Stoff, ich fand es unterhaltsam, aber ist definitiv Geschmackssache.
    Ich kann nachvollziehen, wenn es viele abscheulich finden.

  18. Cover des Buches La Cucaracha oder Die Stunde der Kakerlaken (ISBN: 9783442095780)
    Daniel E. Weiss

    La Cucaracha oder Die Stunde der Kakerlaken

     (7)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Ein glorioses Buch!
    Allein die Idee der Kakerlakenkolonie, die bis zum Fortgang der bisherigen Freundin des New Yorker Rechtsanwalts Ira Fishblatt friedlich und genüsslich in dessen Wohnung lebt und durch das Auftauchen der neuen Freundin in dieser himmlischen Existenz bedroht wird, lässt pausenlos schmunzeln.

    Dieses Schmunzeln gerät zu einem permanenten vergnüglichen Lächeln während des ganzen Buches.
    Der Autor erzählt eine clevere Geschichte voller witziger Charaktere mit einem Hauch ungewöhnlicher Erotik und mit etwas Trauer.

    Die Kampfansage der durch die legere und lustvolle Exfreundin des Anwalts verwöhnten Kakerlakenkolonie gegen die Hygienefanatikerin Ruth gerät etwas in Turbulenzen, als sich die Liebe ins Kampfgetümmel einmischt...
    Da scheinen sogar Kakerlaken machtlos... ein faszinierendes Finale - ein königlicher Schluß!

    Ein Muß!


  19. Cover des Buches Das Tagebuch der Menschheit (ISBN: 9783499631337)
    Carel van Schaik

    Das Tagebuch der Menschheit

     (4)
    Aktuelle Rezension von: PhilippWehrli
    Evolution und Bibel? - Diese Kombination assoziieren wir mit Streitgesprächen. An vorderster Front sehen wir den Evolutionsbiologen Richard Dawkins,  der sich ‚militanter Atheist’ nennt und erklärt, der Gott des Alten Testaments sei „ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker, ein rachesüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer: ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, grössenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“ 

    Deshalb war ich einigermassen überrascht, als im anthropologischen Museum Zürich eine Zeitung der reformierten Kirche auflag. Noch einmal überrascht war ich, in dieser Zeitung ein Interview mit dem Direktor des anthropologischen Museums Zürich, Carel van Schaik, zu lesen. Thema des Interviews: Der Bestseller ‚Das Tagebuch der Menschheit – Was die Bibel über unsere Evolution verrät’, den van Schaik zusammen mit dem Historiker und Wissenschaftsjournalist Kai Michel schrieb, der in den Zeitungen ‚Die Zeit’,  ‚FACTS’ und ‚Die Weltwoche’ zu Themen Archäologie, Religion und Evolution bearbeitete.

    Tatsächlich zeigen uns van Schaik und Michel Schätze der Bibel, die auch Atheisten begeistern dürften. Sie erreichen dies, indem sie eine eigentlich naheliegende Perspektive einnehmen: Sie lesen die Bibel als ‚Buch der Bücher’, als weltweit reichste Sammlung historischer Zeugnisse, als Tagebuch der Menschheit, in dem über mehr als tausend Jahre verschiedene Menschen ihre Gedanken, Fragen und Ideen festhielten. Diese Berichte vergleichen sie mit den Erkenntnissen der Archäologie und erreichen dadurch ein wesentlich lebendigeres Bild der Antike, aber auch der Frühgeschichte.

    Natürlich bemerken auch die Autoren die Brutalität des alttestamentlichen Gottes. Sie untersuchen aber, wie denn aus der von Dämonen und Geistern erfüllten Welt der Jäger und Sammler ein einziger, allmächtiger, aber grausamer Gott wachsen konnte. Fast könnte man sagen, sie unterziehen den grausamen Gott einer Psychoanalyse und ergründen in dessen ‚frühester Kindheit’, worin denn die Grausamkeit gründet.

    Die originelle und überzeugend belegte These: Durch die Sesshaftwerdung traten ungekannte Naturkatastrophen von geradezu apokalyptischen Ausmassen auf, Katastrophen, welche die Macht von Dämonen oder lokalen Göttern bei weitem überstiegen. Wenn ein Erdbeben eine ganze Stadt zertrümmerte, wenn Hunderte von Menschen in einem Tsunami ertranken oder von einem Vulkan verschüttet wurden, dann musste eine gewaltige Macht dahinter stehen.

    Anschaulich schildern die Autoren, wie sich in den ungeschickt gebauten ersten Städten Seuchen ausbreiten, oft durch Haustiere eingeschleppt, welche in Jägerkulturen noch kaum bekannt waren. Nachvollziehbar ist auch das moralische Dilemma, als die ersten Bauern ihre Felder schützen wollten. In Jahrmillionen langer Evolution hat sich das Naturgesetz in unsere Gene eingegraben, alles, was die Erde hergibt, gehöre allen. Früchte, die noch am Baum hängen, die man aber doch nicht essen darf, waren undenkbar. Ein Bauer, der seine Ernte verteidigt, der wie Kain seinen eigenen Bruder erschlägt, nachdem er ihn heimtückisch mit reifen Feldfrüchten angelockt hat, so etwas gab es unter Jägern nicht.

    Van Schaik und Michel anerkennen die kulturelle Meisterleistung, die intuitive, angeborene Jägerethik zu überwinden und dem Bauern zu seinem überlebensnotwendigen Recht zu verhelfen. Sie machen aber auch klar, welche Kraftanstrengung nötig war, der Jägernatur eine zweite oder gar eine dritte Natur anzuerziehen.

    So führen uns die Autoren durch die Abschnitte der Bibel von der Schöpfungsgeschichte über Moses, die Könige über Jesus bis zu den Evangelisten. Sie berücksichtigen dabei, wann und in welchem Zusammenhang eine Textstelle zum ersten Mal auftaucht und ziehen auch Texte anderer Kulturen hinzu oder hebräische Texte, die es nicht in den offiziellen Kanon der Bibel geschafft haben. Sie zeigen, wie sich parallel zur kulturellen Evolution des Menschen auch der Gott Jahwe entwickelt hat.

    In diesem Punkt unterscheiden sich Van Schaik/Michel am stärksten von Dawkins: Sie zeigen Hochachtung für die grandiose kulturelle Leistung, die angeborene Jäger- und Sammlermentalität zu überwinden und Gesellschaftsformen zu erfinden, die für Bauern, Händler und insbesondere für Städter tauglich waren. Sie honorieren, dass die Bibelautoren diese kulturelle Evolution über weite Strecken initiierten. Tragisch liest sich vor diesem Hintergrund der Satz in Kapitel 19: „Um das Jahr 400n. Chr. Jedoch wurde die Bibel durch die Kanonisierung ihrer Schriften schockgefroren.

    Tatsächlich wurde die Entwicklung des Christentums durch die Kanonisierung zumindest stark gebremst. Kühn scheint mir daher die These, durch das Christentum seien die Wissenschaften und die Demokratie gefördert worden. Wissenschaften seien in einer monotheistischen Religion entwickelt worden, weil es eher denkbar sei, die Gedanken und Pläne eines einzelnen Gottes zu ergründen, als die eines in sich zerstrittenen Pantheon. Natürlich waren bis vor kurzer Zeit praktisch alle westlichen Wissenschaftler Christen oder Juden, wohl aber vor allem mangels Alternativen.

    Spannend ist aber die Frage, die van Schaik und Michel zum Abschluss aufwerfen: Wie würde das Abendland heute aussehen, wenn die Kanonisierung nie stattgefunden hätte? Wie würde die Welt aussehen, wenn wir die Religion nicht eingefroren, sondern stetig weiter entwickelt hätten und heute vielleicht am 5. Testament schreiben würden?

    Das ‚Tagebuch der Menschheit’ ist eine unterhaltsam geschriebene, durchwegs gelungene und empfehlenswerte Hommage zweier Agnostiker an das Buch der Bücher, das wichtigste Buch des Abendlandes.


    Nachtrag vom 1. Oktober 2017
    Im Podcast der Skeptiker Schweiz habe ich ein Interview mit Carel van Schaik zu diesem Buch geführt.

  20. Cover des Buches Tod in Hamburg (ISBN: 9783499602498)
    Richard J. Evans

    Tod in Hamburg

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Händewaschen - ich mach mit oder Wie man sich vor ansteckenden Keimen schützen kann! Bilderbuch übers richtige Händewaschen, inkl. Hust- und Nies-Etikette! (ISBN: 9783865590916)
    Julia Volmert

    Händewaschen - ich mach mit oder Wie man sich vor ansteckenden Keimen schützen kann! Bilderbuch übers richtige Händewaschen, inkl. Hust- und Nies-Etikette!

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Händewaschen ist immer ein Thema, das Kinder nervt.
    Dieses Buch zeigt, dass Händewaschen nicht nur wichtig ist sondern auch Spaß machen kann.
    Ich bin mir sicher nach dieser Geschichte waschen Kinder bestimmt bewusster und lieber ihre Hände.
    Julia Volmert ist es gelungen ihre Protagonisten so in die Geschichte einzubinden, dass sie den Kindern durch ihre Interaktionen spielerisch, eindrucksvoll viele Details über Bakterien und Keime vermitteln.
    Die Bilder illustrieren nicht nur die Geschichte sondern visualisieren viele kleine wichtige Eindrücke, die die erzählende Geschichte ergänzen. So eine Symbiose von Bild und Text ihr ideal, wohl auch weil sie sowohl die Geschichte als auch die Bilder selbst erschafft. So setzt sie ganz bewusst  visuelle Akzente, die zusätzlich informieren, verstärken oder erklärend wirken.

    Viele Kinder kennen bestimmt schon die ein oder andere Figur aus der Feder von Julia Volmert.
    Hier lernen wir Matz das kleine Wildschwein kennen, dass neu im Kindergarten ist. Er freundet sich gleich mit Finn Fuchs an, der Mats Matschepampe richtig klasse findet.
    Frau Bär betreut die Kinder der Gruppe. Sie erklärt ihnen nicht nur viele Dinge sondern ist auch für das Leibliche Wohl zuständig.
    Als sie zum Frühstück ruft und Finn und Mats sich schnell an den Tisch setzten, sitzen dort schon er kleine dachs, der Igel und der kleine Bär, die ihnen erst einmal eine Rüge erteilen, denn ohne Händewaschen wird sich nicht an den tisch gesetzt.
    Da hatte Finn  in der Aufregung doch tatsächlich vergessen seinem neuen Freund auf diese Regel aufmerksam zu machen.
    So wäscht Finn seine Hände während Mats erst noch schnell auf die Toilette geht und gleich danach ganz kurz seine Hände unters Wasser hält.
    Zu kurz erklärt ihm Finn, der schon viel mehr darüber weiß wieso es so wichtig ist sich gründlich die Hände zu waschen.
    Was Finn alles weiß beeindruckt Mats doch sehr und folgt genau den Anweisungen seines neuen Freundes.
    Im Anschluss zeigt Finn Mats ein Buch in dem ganz genau erklärt wird was Bakterien sind.
    Für uns als Betrachter des Buches fassen Finn und Mats die wichtigsten Schritte zum richtigen Händewaschen noch einmal zusammen. Kleine Seifenblasen umkreisen Große in denen die einzelnen Schritte beim Händewaschen bildlich dargestellt sind.
    Nun wäscht Mats seine Hände sehr gründlich um auch ja all die blöden Bakterien abzuwaschen. Als er sich die Hände abtrocknen will greift er nach dem erst besten Handtuch, dass ihm in den Weg kommt. Er weiß ja noch nicht, dass er ein eigenes hat. Doch da schreit Emma Dachs schon empört, dass es ihres ist.
    Finn und Emma erklären ihm wieso es wichtig ist, dass jeder sein eigenes Handtuch benutzt.
    Am Frühstückstisch angekommen steht dort eine große Schüssel Quark über die sich Mats gleich hinüberbeugt und damit gleich den nächsten Fehler begeht.
    Die beiden Entenkinder , Frau Bär, der kleine Hase und auch der kleine Bär wissen wieso man nicht aus der großen Schüssel essen darf und auch seine eigene Gabel, Becher und Teller benutzen soll.
    Aber damit nicht genug.
    Mats lernt an diesem aufregendem ersten Tag in der Kindergruppe auch noch wie man sich verhalten muss wenn man niest oder hustet, denn auch dabei fliegen Bakterien durch die Gegend, die andere krank machen können.
    Und so endet dieser Tag für Mats mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen und einem neuen besten Freund.

    Die Geschichte ist hier zu Ende, das Buch noch lange nicht denn Finn und Mats haben all das was sie an diesem Tag an wichtigen Informationen zum Thema Händewaschen und Keimen erlebt haben noch einmal zusammengefasst.
    Es beginnt mit einem Lied , dass sie sich ausgedacht haben. Es dauert 30 Sekunden, genau so lang sollte man mindestens die Hände waschen und endet mit ein paar wichtigen Verhaltensregeln.

    So macht Händewaschen einfach Spaß.
    Und wenn sie demnächst ihre Kinder beim Händewaschen singen hören, dann wissen sie was es damit auf sich hat und das sie diese Geschichte verinnerlicht haben.

    Ein liebenswertes, originelles Buch mit wunderbaren, farbigen, detailreichen Bildern, die diese Geschichte auch visuell zu einem Erlebnis machen.

  22. Cover des Buches Reizbare Maschinen (ISBN: 9783518291245)
    Philipp Sarasin

    Reizbare Maschinen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Wie verstand man in der späten Frühen Neuzeit Körperlichkeit, Krankheit und Hygiene? Das vorliegende Buch will hierauf Antworten im Kontext der aktuellen Forschung geben. So erfahren wir nicht nur etwas über Körperlichkeits-Konzepte der Frühen Neuzeit, sondern auch über einzelne kulturgeschichtlich interessante Phänomene wie bspw. die Abneigung gegen Wasser zum Zweck des Waschens. - Das Buch liest sich gut, wenn es sich auch an wissenschaftliches Publikum wendet. Vorkenntnisse im kulturgeschichtlichen und historischen Bereich sollte der Leser mitbringen, da er sonst mit dem Körperverständnis und dem medizinischen Verständnis der Frühen Neuzeit (zunächst) wenig anfangen kann und der Einstieg in diese doch sehr anspruchsvolle Lektüre noch etwas schwerer fällt.
  23. Cover des Buches Die Gehilfin (ISBN: 9783832162757)
    Martin Kluger

    Die Gehilfin

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62

    Wissenschaftshistorische Romane haben Konjunktur, das sieht man z. B. bei Kehlmanns Bestseller Die Vermessung der Welt. Auch Martin Klugers neuer Roman Die Gehilfin gehört in dieses Genre, allerdings stellt Kluger im Gegensatz zu Kehlmann eine erfundene Figur in den Mittelpunkt: Henrietta Mahlow. 

    Bei ihrer Geburt in der Berliner Charité in den 1880er-Jahren stirbt ihre Mutter. Ihr Vater, ein kleiner Schreiner, verfällt zunehmend dem Alkohol. Aus Mitleid bieten Mitarbeiter der Charité ihm eine Tätigkeit als Krankenpfleger bei den Tuberkulosekranken an. So wächst Henrietta in der Charité auf, ihre Kindheit und Jugend verbringt sie zwischen Krankensälen, Leichenkellern, Nährbodenküchen und Laboratorien und wird zum Maskottchen der Ärzte, die in diesen Jahren die Medizin revolutionieren: Rudolf Virchow, Robert Koch, Emil Behring und Paul Ehrlich. 

    Das vertraute Verhältnis findet jedoch ein abruptes Ende, als die intelligente, neugierige und ehrgeizige junge Frau Medizin studieren und forschen will. So fortschrittlich man in der Charité in medizinischen Fragen denkt - die gesellschaftlichen Strukturen sind zementiert. Doch so leicht lässt sich Henrietta nicht entmutigen: Als Student verkleidet, schleicht sie sich in Hörsäle und beginnt, auf eigene Faust zu forschen ...

    Martin Kluger erzählt in Die Gehilfin eines der spannendsten Kapitel deutscher Forschungsgeschichte und zugleich die traurige Geschichte einer Frau, die aufgrund ihrer Herkunft und ihres Geschlechts weder ihren Lebenstraum noch ihre große Liebe verwirklichen kann.

    Leider konnte mich die Geschichte trotz des interessanten Hintergrunds nicht vollständig überzeugen, zu bemüht und zu konstruiert wirkte sie auf mich.

  24. Cover des Buches My Movie Business (ISBN: 0345441303)
    John Irving

    My Movie Business

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden

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