Bücher mit dem Tag "ich-findung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ich-findung" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Mercy - Gefangen (ISBN: 9783473400645)
    Rebecca Lim

    Mercy - Gefangen

     (247)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    Bei diesem Buch hatte ich eine seichte Lovestory erwartet, bin jedoch positiv überrascht worden. Dennoch bleiben viele Fragen offen. Mercy, die Hauptperson schlüpft für kurze Zeit in andere Menschen, kann sich aber selten an diese Zeit erinnern. Sie ist selbstbewusst und anpassungsfähig, doch was sie eigentlich ist und warum sie sich nicht erinnert, bleibt ungeklärt.

    Der lebendige, aber einfache Schreibstil lässt sich super lesen und einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören. Einiges ist mir zu vorhersehbar, anders wiederrum unerwartet, somit eine gute und zeitgleich interessante Mischung. Das offene Ende hat meine Neugier geweckt und macht Lust auf Band 2.


    Ein gelungener Auftakt!

  2. Cover des Buches Jim im Spiegel (ISBN: 9783473580545)
    Inger Edelfeldt

    Jim im Spiegel

     (7)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    Schweden in den 70er Jahren: Der junge Jim ist ein Misanthrop und auf der Suche nach dem eigenen Ich. Gefangen in sich selbst und unverstanden von den Eltern, einer unglücklichen Mutter und einem Vater mit erzkonservativen und doppelmoralischen Werten. Ironischerweise  beginnt sich erst etwas zu ändern als Jim anfängt, sich mit seiner eigenen Homosexualität auseinander zu setzen...

    Mir hat das Buch an sich gut gefallen. Jims innere Zerrissenheit, seine Depression, die fast schon bis zu einer Depersonalisation und semi-dissoziativen Erleben im psychologischen Sinne führt, konnte man gut mitfühlen, ebenso wie das Erwachen dieses Neuartigen, die Liebe zu Männern, die es dann am Ende ist, die ihn rettet. Eine wirklich gelungene und nachvollziehbare Charakterentwicklung, die sich, obwohl das Buch in den 70ern spielt und in den 80ern veröffentlicht wurde, auch noch locker auf die heutige Gesellschaft projizieren lässt.

    Warum ich für mich dem Buch dann doch zwei Sterne abgezogen habe, ist Folgendes: Mir hat einmal stellenweise ein wenig die Leidenschaft und auch ein Hauch Erotik gefehlt, welche ein sehr guter Kontrast zu dem grauen Leben hätte darstellen können, das Jim beschreibt. Und teilweise wurde mir die Misanthropie des Hauptcharakters dann doch etwas zu viel, dieses selbst-torpedieren von allem Positiven, was ihm vielleicht hätte widerfahren können, Stichwort Selbsterfüllende Prophezeiung. Aber da das Buch von der Seitenanzahl überschaubar ist, ging es im Großen und Ganzen eigentlich und ich kann es als Jugendlektüre guten Gewissens weiterempfehlen. 

  3. Cover des Buches Der schwarze Stern der Tupamaros (ISBN: 9783746622712)
    Gerhard Seyfried

    Der schwarze Stern der Tupamaros

     (9)
    Aktuelle Rezension von: abschaffel
    der comiczeichner der linken hat den roman der spaßguerilla geschrieben, schnörkellos und dogmatisch wie die zeit eben war, aber vor allem als umfassende historische collage, die dem heutigen leser deutlich macht, aus welcher weltsicht heraus die linke ihren kampf formuliert hatte. die perspektive verbietet eine nach modernen maßstäben scheinbar ausgewogene darstellung, vielmehr dokumentiert sie eine heute fremd anmutende fokussierung auf die damals wahrgenommenen gesellschaftlichen und politischen widersprüche, die in der heutigen diskussion um die genese des militanten linken kampfes bis hin zur RAF fast vollständig ausgeblendet bleiben. viele, zum teil unbekannte historische details, der verweis auf internationale ereignisse und repressive verflechtungen der westlichen staaten, die darstellung der medialen stigmatisierung und dadurch hervorgerufene politische isolierung evozieren ein bild der enge, das die militante konsequenz als zwangsläufige folge darstellt, wollte man nicht kapitulieren und zum verräter am eigenen gewissen werden. die empathie, die sich beim leser einstellt, lässt denselben fast zum akteur werden und das mulmige gefühl, dass hier etwas entschieden schief läuft, hält ihn bis zum schluss fest. aus spaß wird schnell ernst. auch das erzählgerüst - die liebesgeschichte - bleibt zeittypisch spröde und dennoch als handlungsgerüst umso tragfähiger. letztlich fällt dem leser die schwierige aufgabe zu, eine eigene bewertung der sachverhalte zu formulieren, wäre da nicht hin und wieder das aufblitzen von selbstironie. das buch leistet - gerade weil die haltung nicht kritisch reflektiert wird, sondern den leser in die damaligen denk- und verhaltensmuster einführt - den wohl wichtigsten beitrag zur geschichte der 68er generation.
  4. Cover des Buches Klein - schlau - Gogo! (ISBN: 9783707452266)
    Georg Karipidis

    Klein - schlau - Gogo!

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Eine farbenfrohe Geschichte die zeigt, 
    dass jeder etwas besonders ist, jeder etwas besonderes kann
    für Kinder ab 3 Jahren

    Jeder ist besonders. Jeder kann etwas besonders gut, das erleben nicht nur wir in dieser Geschichte sondern auch der kleine Esel Gogo, der jedoch selbst nicht weiß was er besonders kann, was ihn ausmacht und beschreibt. Eigentlich hat er darüber noch nie nachgedacht. Wieso auch, da wo er lebte kannte ihn ja jeder und wusste wer er ist. Doch eines Tages wurde ihm das Leben auf dem Bauernhof mit all den bekannten Tieren zu langweilig. Er war neugierig, wollte mehr erleben. Und so kommt es, dass er eines Tages heimlich in Richtung Wald läuft. Am Anfang ist ihm alles noch ein wenig unheimlich. Es riecht so anders, es ist dunkel und einen Weg findet er auch nicht doch die Neugierde siegt. Im Wald macht er die Bekanntschaft von Lilo der Schönen. Eine hübsche, nette Schmetterlingsdame, die von unserem kleinen Eselchen auch wissen möchte wen sie vor sich hat. Als Gogo nur seinen Namen sagt fängt die Geschichte eigentlich erst richtig an, denn Lilo versteht nicht, dass der Esel nur Gogo heißt. Im Wald hat jedes Tier nicht nur einen Namen. Ihm vorgestellt ist immer eine Eigenschaft, die ihn beschreibt.
    So wie Bruno, der starke Bär, Rüdiger, der flotte Elch und eben auch die schöne Lilo.
    Gogo überlegt ihm fällt nichts ein. Gogo der kleine Esel? Nein so möchte er dann doch nicht genannt werden. Kurzerhand sagte er: "Ich bin Gogo, der kleine schlaue Esel!" Gleich zwei beschreibende Eigenschaften. Klein war er ja wirklich und schlau? Na, ja, das würde sich noch zeigen, aber das musste er Lilo ja nicht gleich sagen.
    Gemeinsam mit der Schmetterlingsdame macht sich Gogo auf den Weg durch den Wald. Dabei begegnen sie viele anderen Tierkindern, die sich den beiden anschließen. So geht es froh gelaunt und leichtfüßig immer tiefer in den Wald bis es auf einmal immer dunkler wird. Gogo weiß nicht mehr wo er ist und wie er zurückfinden soll, das sagt er aber nicht. Auch die anderen wissen es nicht. Wer wenn nicht der kleine schlaue Esel weiß den Weg zurück?
    Tatsächlich hat Gogo eine Idee. Eine tolle Idee, die ich hier aber noch nicht verrate. Nach und nach kommt jeder der Tierkinder wieder zuhause an und auch Gogo schafft es gerade rechtzeitig zum Abendessen zuhause zu sein. Stolz erzählt er seiner Mutter von seinem Abenteuer und erfährt noch etwas anders, aber das müsst ihr ebenfalls selbst in Erfahrung bringen.
    Eine wunderschöne sehr farbenfrohe, fröhliche Geschichte über das "Sein" und die "Ich-Findung" wartet auf viele neugierige Lesekinder, die nicht nur der Erzählung lauschen können sondern selbst in die Welt der Tierkinder, in Gogos Welt eintauchen können, denn die wundervollen Illustrationen laden geradezu dazu ein, das man genauer hinschaut. Dabei erzählen die Bilder nicht nur viel der Geschichte sondern binden auch den erzählenden Part mit ein. Kreise wie Sprechblasen mit handgeschriebenem Text visualisieren zuweilen das was Gogo und die anderen Tiere sagen.
    Besonders ausdrucksstark sind die große Kulleraugender Tierkinder, die nicht nur sehr niedlich sind sondern auch Angst, Staunen und Freude deutlich vermitteln.
    Unsere kleinen Lesekinder waren hin und weg von den Zeichnungen der süßen Tierkindern. In Kombination mit den fröhlichen bunten Farben, die nicht nur sehr stimmungsvoll sind machten sie einfach gute Laune.
    Ein Buch, das bestimmt ein Lieblingsbuch vieler Kinder wird und den Kleinen deutlich zeigt, das jeder etwas gut kann auch wenn er es vielleicht selbst noch nicht weiß.
    *
    "Und, was meint ihr, was könnt ihr gut? Wenn Lilo euch nach eurem Namen fragen würdet was würdet ihr ihr antworten?"
    Ich würde so handeln wie Gogo und das sagen was ich gerne sein möchte, was mich glücklich macht.
    Ich bin die kunterbunte Anke! 
    Weil ich bunte Farben so sehr liebe. 
    Und jetzt, jetzt seit ihr dran.


  5. Cover des Buches Porki - Ein Schweinchen sucht das Glück (ISBN: 9783570174937)
    Lissa Lehmenkühler

    Porki - Ein Schweinchen sucht das Glück

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Nora_ES

    Normalerweise bringt Mama Hausschwein immer nur 12 Ferkel auf einmal zur Welt, aber Horkus-Porkus – kurz Porki – ist das 13. und somit schon von Geburt an anders. Porki unterscheidet sich von seinen zahllosen Geschwistern, zum Beispiel mag er keine Hausarbeit und er möchte auch kein Hausmeister werden. Er möchte mehr als ein normales Hausschwein sein und träumt von der großen Welt jenseits der Kleeblatthecke. Eines schlimmen Tages hält Porki es zu Hause nicht mehr aus und begibt sich in die weite Welt, um herauszufinden, was für ein Schwein er denn nun eigentlich ist. Auf seiner Reise begegnet Porki den verschiedensten Schweinen, schließt Freundschaften, erlebt Abenteuer und findet am Ende sich selbst.

    Die Geschichte um das kleine Hausschwein ist sehr anrührend. Anders als alle anderen um ihn herum bricht Porki aus den vorbestimmten Grenzen seiner Familie aus und begibt sich auf die Suche nach sich selbst. Dabei ist er mutig und aufgeschlossen für alles Neue und erkennt am Ende, dass jeder etwas Besonderes – um nicht zu sagen schweinzigartig – ist, egal wie er ist. Um diese tiefgründige und lehrreiche Thematik packt die Autorin ein Konvolut aus Sprachspielereien, Wortschöpfungen, Liedern und Versen, die allesamt saumäßig witzig sind. Ich hatte ja keine Ahnung, wie viele schweinische Bezüge die deutsche Sprache hergibt und musste beim Vorlesen häufig vor Lachen innehalten.

    Für Kinder ab 4 Jahre ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Keine oberflächliche, banale Geschichte, sondern eine tiefergehende Thematik und so viele wundervolle sprachliche Überraschungen. Frau Lehmenkühler zeigt wie amüsant und meisterhaft sie mit Sprache spielen kann und unterhält damit sowohl Kinder als auch Erwachsene.

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