Bücher mit dem Tag "identitätskrise"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "identitätskrise" gekennzeichnet haben.

42 Bücher

  1. Cover des Buches Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht (ISBN: 9783596190454)
    C.C. Hunter

    Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht

     (2.237)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox

    Ich habe das Buch vor einigen Jahren zum Geburtstag bekommen habe und nach einem kurzen Lesevergnügen lag es dann im Regal, weil mich weder Klappentext, noch Thematik, noch Cover angesprochen haben.

    Nun habe ich dem Buch eine zweite Chance gegeben, aber kann mich nur wiederholen: Das Gesamtpaket des Buchs ist einfach nicht meins.

    Der Schreibstil und die Aufmachung des Einbands hingegen sind toll.

    Zu Ende gelesen habe ich das Buch dennoch nicht...

  2. Cover des Buches Eisige Schwestern (ISBN: 9783426520147)
    S. K. Tremayne

    Eisige Schwestern

     (575)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Sarah und Angus Moorcroft haben einen schweren Schicksalsschlag erleiden müssen. Eine ihrer Zwillingstöchter ist beim Sturz von einem Balkon ums Lebens gekommen. Ihr Umzug von London in Angus alte schottische Heimat auf eine einsame Insel soll ein Neubeginn für die Familie sein, ohne alte Erinnerungen. Kirstie, der überlebende Zwilling, leidet natürlich am meisten unter dem Verlust der Schwester. Obwohl es ihr auf der einsamen Insel gefällt, hat sie zunehmend mit Identitätsproblemen zu kämpfen. In der neuen Schule finden die anderen Kinder Kirstie seltsam, weil sie mit ihrer toten Schwester Lydia spricht. Oder ist es gar nicht Lydia, die gestorben ist? 

    Meine Meinung: Dieses Buch wird wirklich mit jeder Seite spannender. Man merkt unterschwellig, dass da Lügen und unausgesprochene Wahrheiten in der Familie schlummern. Die meisten Kapitel sind aus der Sicht von Sarah geschrieben, die ihrem Mann zunehmend misstraut. Aber in den wenigen Kapiteln, die aus Angus Sicht geschrieben sind, erfährt der Leser Dinge, die einem den Atem stocken lassen! Dazu kommt noch diese tolle, aber auch unheimliche Atmosphäre auf der einsamen Insel, die außer dem Leuchtturm und dem Haus der Moorcrofts nur Natur bietet. Wenn man kein Boot besitzt und Flut herrscht, ist man quasi abgeschnitten vom Festland. Das Haus ist auch ziemlich heruntergekommen, da es noch renoviert werden muss, aber das Geld fehlt. Diese Räumlichkeiten konnte ich mir auch sehr gut vorstellen in meiner Fantasie! Richtig gruselig, wenn der Wind durch alle Ritzen pfeift…

    Und da komme ich auch gleich zum Schreibstil von Tremayne. Er versteht es bestens, den Leser mitzunehmen in die Atmosphäre und eine Spannung aufzubauen, die seinesgleichen sucht! Durch die verschiedenen Sichtweisen weiß man selber hinterher nicht, wem man trauen kann… Ich liebe solche Psychospielchen, auch und gerade in der Ehe. Da sollte man sich ja eigentlich sehr nah sein und doch sind sich so viele Menschen fremd in ihrer Beziehung. Das ist hier auch so. Die Trauerarbeit, die die Familie bewältigen muss, schwebt auch immer noch über den Szenen. Und die Charaktere sind halt sehr fein gezeichnet. Wie schlimm muss es für ein Zwillingskind sein, den anderen zu verlieren? 

    Das Ende, der Leser fiebert mit jeder Seite auf ein fulminantes Ende hin, hat mich total überrascht. Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht damit! Also völlig unvorhersehbar! 

    Mein Fazit: „Eisige Schwestern“ ist für mich mal wieder ein echtes Highlight im Bereich der Psychothriller gewesen! Der Spannungsaufbau ist unglaublich in diesem Buch! Für alle Freunde von Psychothrillern, die gerne auch ein wenig mystisch sein dürfen, gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

  3. Cover des Buches Never Knowing - Endlose Angst (ISBN: 9783596192748)
    Chevy Stevens

    Never Knowing - Endlose Angst

     (421)
    Aktuelle Rezension von: MoniqueH

    Sara wurde als Baby adoptiert und hat sich nie ganz bei ihrer neuen Familie zuhause gefühlt. Sie weiß aber nicht wen ihre Eltern sind und auch ihre Adoptief Eltern wissen nicht Bescheid. Sie versucht es raus zu finden und findet ihre Mutter. Die lehnt ihr aber ab und will nichts mit Sara zu tun haben. 

    Sara versteht es nicht und forscht weiter. Was sie erfährt ist erschütternd. Ihr Vater ist ein Serienkiller. Dann findet Saras Vater raus das sie existiert und möchte ihr kennen lernen. 

    Eine sehr spannende Geschichte die man nur weiterlesen möchte.

  4. Cover des Buches Ein Sommer ohne uns (ISBN: 9783785582220)
    Sabine Both

    Ein Sommer ohne uns

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Fantasticfox
    Tom und Verena. Die erste große Liebe. Und dann die Frage: Werden sie es bereuen, wenn es auch ihre letzte große Liebe ist? 

    Deshalb beschließen sie eine Auszeit von der Treue zu nehmen und sich auszuprobieren. 

    Auch wenn die eigentliche offene Beziehung erst bei der Hälfte des Buches thematisiert wird, ist die Vorgeschichte sehr kurzweilig. 
    Vor allem gegen Ende fiebert man mit beiden mit und es stellt sich immer mehr die Frage: Bereuen sie ihre Entscheidung?
  5. Cover des Buches Für einen Sommer und immer (ISBN: 9783863960810)
    Julie Leuze

    Für einen Sommer und immer

     (116)
    Aktuelle Rezension von: schneefloecke
    Kurzmeinung: Mein absolutes Lieblingsbuch

    Inhalt: Für die Karriere stellt Annika alles andere hinten an. Vor allem ihre Gefühle und sich selbst. Als sie von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wird, reist sie vollkommen überfordert nach Südtirol in die Dolomiten. Dort kommt sie nicht nur dem charmanten Bergführer Samuel mit den tollen Locken, sondern auch sich selbst und ihren Träumen um einiges näher. 

    Meine Meinung: Ich bin absolut verliebt in dieses Buch. In die Charaktere, in die Handlung, in das Setting und vor allem in den Schreibstil von Julie Leuze. Dieses Buch ist bereits das Zweite, welches ich zum zweiten Mal von der Autorin gelesen habe und ihr Schreibstil ist einfach so flüssig, mitreißend und angenehm, dass es mir schwer fällt das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. 
    Annikas Entwicklung im Laufe des Buches ist wunderbar mit anzusehen und es ist wunderbar mit Samuel und ihr einen Teil der Dolomiten zu erkunden. Nicht nur ihre Beziehung mit Samuel, sondern auch die zu ihrer Mutter und ihrer besten Freundin Helene, so wie die Beziehung zu ihrem Job war interessant mitzuverfolgen. 

    Ich freue mich bereits darauf, dieses Buch zum dritten Mal zu lesen und kann es jedem nur wärmstens empfehlen. 


  6. Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
    Sylvia Plath

    Die Glasglocke

     (357)
    Aktuelle Rezension von: Sophihanna

    Dieses Buch war für mich eine meiner intensivsten Leseerfahrungen der letzten Jahre. Es ist definitiv keine leichte Lektüre, aber trotzdem und gerade deshalb sehr lesenswert.

    Die Protagonistin heißt Esther, ist eine junge College-Studentin und macht gerade ein prestigetrchtiges Praktikum bei einer Modezeitschrift in New York. Eigentlich ist sie ziemlich erfolgreich, erhält Stipendien, gewinnt Preise und verkehrt dank guter Kontakte in den höheren Kreisen New Yorks. Eine aufstrebende junge Frau also, wenn da nicht die Glasglocke wäre.

    Denn die Glasglocke schwebt über Esther, sinkt immer tiefer und schneidet sie schließlich von der Welt ab. Das bemerken wir als LeserInnen aber erst, als auch Esther immer tiefer in ihre Innenwelt abruchtscht. Ihr innerer Zustand ist dabei nie explizit Thema, wird aber auf grausam eindrückliche Weise zwischen den Zeilen offengelegt. Esthers Verfall ist erschütternd, empörend deprimierend und zugleich faszinierend zu verfolgen. Man kann nicht aufhören zu lesen und wünscht sich gleichzeitig, es wäre vorbei.

    Dass dieses Buch inzwischen fast 60 Jahre alt ist merkt man nur an einigen aus der Zeit gefallenen rassistischen Bemerkungen. In seiner Gänze ist es unfassbar aktuell und spielt trotz einiger zeitgeschichtlicher Bezüge in einem zeitlosen Raum.

    Sollte man dieses Buch lesen, wenn man selbst Depressionen hat? Ich weiß es nicht. Ich denke dass sich viele mit Esther identifizieren können und sich durch dieses Buch vielleicht gesehen fühlen. Bevor man es liest, sollte man aber wissen, dass es sehr graphische Beschreibungen von Suizidgedanken und -versuchen enthält.

    Ich würde dieses Buch meinen Freundinnen und Freunden weiterempfehlen. Es hat mich tief berührt und mein Verständnis für die Krankheit Depression verstärkt. Ich bin froh in einer Zeit zu leben, in der Elektroschock-Therapien nicht mehr zum State-of-the-Art gehören und auch froh über das Gute in meinem Leben. In diesem Sinne werde ich das Buch noch eine Weile in meinem Kopf wohnen lassen. Passt auf euch auf!

    Ich gebe diesem Buch 4,5/5 Sternen. Das heißt, es hat mir sehr gefallen und war eines meiner Lieblingsbücher.

  7. Cover des Buches Geheime Tochter (ISBN: 9783462044454)
    Shilpi Somaya Gowda

    Geheime Tochter

     (167)
    Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_book

    Ich weiß nicht, wie genau ich auf diesen Roman aufmerksam wurde. Vielleicht habe ich ihn irgendwo gesehen, vielleicht wurde er mir empfohlen. Auf alle Fälle war ich erstaunt, dass er bereits 2012 erschienen ist und ich über diese Autorin  noch nie etwas gehört habe.

    Shilpi Somaya Gowdas Schreibstil ist so unfassbar angenehm, dass ich endlich mal wieder eine Lektüre in der Hand hatte, die ich ungern zur Seite legte. (und abends regelmäßig vor dem Bildschirm einschlief)

    Leider dient "Geheime Tochter" lediglich der Unterhaltung. Es werden sehr viele Sachen angesprochen, die jedoch nur oberflächlich abgehandelt werden. Tiefgang sucht man hier eher vergebens - auch wenn man spürt, dass sie weiß, wovon sie schreibt.

    Zwei so unterschiedliche Kulturen - Amerika & Indien - bieten eine Menge Gesprächsstoff. Zumal dann auch noch die Kluft zwischen Arm und Reich in Indien herausgearbeitet wird. Knapp 450 Seiten sind aber nicht genug, um dieses umfangreiche Thema zu bearbeiten.

    Am Schluss war ich etwas vor den Kopf gestoßen. Es tat sich noch eine Wende auf, mit der ich nicht gerechnet habe. Jedoch wurde ich ebenso mit meinen Gedanken völlig allein gelassen.

    Da die Schriftstellerin im Anhang explizit "Materialien für Lesekreise" zur Verfügung stellt, gehe ich davon aus, dass sie beabsichtigte, dass sich Lesende tiefergehende Gedanken zu ihrem Roman machen. Unter diesem Aspekt ist es ein wenig verständlicher, dass sie viel Spielraum für eigene Ideen gelassen hat. Wer jedoch niemanden zum Reden hat, ist allein mit seinem Wirrwarr.

    Der Debütroman bekommt von mir eine eingeschränkte Leseempfehlung. Ich denke, in einem Lesekreis ist er gut aufgehoben. Wenn man ihn alleine liest, hinterlässt er in meinen Augen zu viele Fragen.

    ©2021 a_different_look_at_the_book

  8. Cover des Buches Du springst, ich falle (ISBN: 9783351050504)
    Maryam Madjidi

    Du springst, ich falle

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Inhalt/ Klappentext:

    In diesem autobiographischen Debüt erzählt Maryam Madjidi von ihrer Kindheit im Iran, vom Kampf der Eltern für den Kommunismus und davon, wie sie ihr Spielzeug an die Kinder im Viertel verschenken musste. Heimlich vergrub sie die Lieblingssachen im Garten und steckte sie später in den Koffer für Frankreich. Hier sollte das neue Leben anfangen – ohne Kampf, ohne Gefängnis. Aber die kleine Maryam fühlt sich fremd, weil alles fehlt: die eigene Sprache, echte Freunde, die geliebte Großmutter. In Paris sind die Hände des Vaters plötzlich nutzlos, die Augen der Mutter müde. Als junge Frau fährt Maryam nach Teheran zurück, verliebt sich und bricht mit allem." Du springst, ich falle" gewann 2017 in Frankreich den Prix Goncourt für das beste Debüt des Jahres. Ein kraftvoller Roman über das, was unsere Zeit bestimmt – die Suche nach Identität und Heimat.

    Persönliche Meinung:

    Es lag jetzt etwas auf meinem  Stapel, es hatte mich interessiert und ich war dankbar es bei LB gewonnen zu haben. Schnell war es gelesen und mich hat auch nichts wirklich gestört, ist die Grundidee hochspannend und dramatisch. Maryam Madjidi hat mich dennoch immer auf Distanz gehalten, auch wenn sie nahe Erlebnisse geschildert hat, sehr persönlich und mit deutlicher Tragik hat sich dieses Gefühl nicht auf mich übertragen. Die Protagonistin kam mir nicht auf emotionaler Ebene entgegen, sonder blieb für mich auf einer sachlichen Betrachtunsweise stehen. Das hätte ich mir persönlich anders gewünscht. Vielleicht liegt es aber auch an der Zerrissenheit der Autorin und es war ein Stilmittel. Dann war es gut gemacht und findet auch genug Leser, die dies zu schätzen wissen. Mir hat es einen kleinen Eindruck in den Iran gegeben und die schwierige Situation sich zwischen den Stühlen zu spüren. Da hätte für mich noch mehr funktionieren können, denn die Story ist absolut hochaktuell.
  9. Cover des Buches Vollidiot (ISBN: 9783596512386)
    Tommy Jaud

    Vollidiot

     (3.199)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Handlung:

    Die Handlung spielt im heutigen Jahrhundert in Köln. Doch während es da nur so von glücklichen Menschen wimmelt, läuft bei dem 29-jährigen T-Punkt-Verkäufer, Simon Peters, einiges schief. Er hat eine kleine Wohnung, zu wenig Geld, hasst seinen Job, ist unzufrieden und bekommt auch noch keine Freundin ab. Während seine Putzfrau Lala ihn mit Dörte, deren Lache er als Hollywood-Sumpfhuhn-Gackern betitelt, verkuppeln will, hat Simon aber bereits ein Auge auf die Bedienung im Starbucks geworfen. 

    Als er sich schliesslich seiner besten Freundin Paula anvertraut schmieden die beiden einen ausgeklügelten Plan. Mithilfe dieses Plans schafft es Simon tatsächlich seine Angebetete zu überzeugen ihn ans Fanta4-Konzert zu begleiten. 

    Meinung:

    Der rote Faden ist am Anfang nicht ersichtlich, zumal es sich bei den ersten 2-3 Kapitel einfach um eine Aneinanderreihung von Ereignissen aus Simons Leben dreht. Dem Leser wird somit nicht klar vermittelt, worum es genau geht. Hier wurde die Geschichte schlichtweg aufgeplustert, um zu verdeutlichen das Simon wirklich ein Vollidiot ist. Was hier auch fehlt ist die Vorgeschichte, z.b. warum ist Simon so geworden oder war er schon immer so? 

    Sobald man erfasst hat, wie Simon Peters tickt und man im Klaren darüber ist, das alles - WIRKLICH ALLES - bei ihm schief geht, so wird das Buch sehr schnell voraussehbar und man ahnt bereits Seiten im Voraus was passieren wird. Hier fehlt eindeutig der Überraschungseffekt.

    Jaud hat hier die Ich-Perspektive gewählt und aus Sicht von Simon Peters geschrieben bzw. erzählt. Dadurch konnte man zwar Simons Gedankengängen folgen, was im Grunde genommen positiv war, ABER diese waren zum Teil wirr und wenig interessant, wodurch man schnell den Faden verliert. 

    Der Hauptcharakter ist gespickt von ständigen Nörgeleien, Respektlosigkeit und Oberflächlichkeit. So nennt er seinen besten Freund gedanklich immer „den fetten Flik“, beim Ikea-Verkäufer dankt er Gott, dass er nicht so aussieht wie der, seine Chefin nennt er eine Eule und einen Muskelbepackten Fitnessfanatiker nennt er Popeye die Killerschwuchtel. Was anfangs noch witzig zu sein vermag, wird auf Dauer langatmig und langweilig. Denn Simon hat an ALLEM und fast JEDEM etwas auszusetzen. Er gönnt niemanden was, so auch nicht seinem Freund Flik als dieser seine Freundin Daniela kennenlernte. Jaud wollte einen Vollidioten entwickeln über den man lachen kann aber schlussendlich hat er einen unsympathischen Charakter erschaffen, welcher besonders durch die oben genannten Merkmale hervorsticht. Immerhin versteht es der Autor den inneren Kampf von Simon darzustellen.

    Die einzelnen Charaktere passen gut in die Geschichte und jeder hat seinen eigenen Platz. Insbesondere Putzfrau Lala, schliesst man sofort in sein Herz. Trotz ihrer Tollpatschigkeit und den spärlichen Auftritten, hinterlässt sie einen grösseren Schuhabdruck als Simon Peters.

    Im Grossen und Ganzen ist das Buch gespickt mit Klischees und einem 29-Jährigen welcher sich nicht seinem Alter entsprechend benimmt. Trotzdem gab es auch einige lustige Momente.

    Fazit/Empfehlung:

    Den Roman „Vollidiot“ habe ich mir auf Empfehlung gekauft, weil er richtig lustig sei. Auch auf dem Klappentext steht wörtlich „Krallen Sie sich am Sofa fest, Sie hüpfen sonst vor Lachen“. Leider kann ich dem nicht zustimmen. Neben einigen doch schon lustigen Sequenzen überwiegt das unlustige, das oberflächliche, die Nörgeleien und die Respektlosigkeit Simon Peters gegenüber seinen Mitmenschen. 

    Ich selbst lese sehr gerne Komödien, aber „Vollidiot“ kann ich gar nichts abgewinnen. Es ist einfach nicht mein Humor, weswegen ich das Buch auch niemandem weiterempfehlen kann. 

    Obwohl ich leider gleich die ganze Serie gekauft habe („Vollidiot“, „Millionär“ und „Übermann“), werde ich die nachfolgenden Bände nicht mehr lesen.

  10. Cover des Buches Akt der Liebe (ISBN: 9783453675865)
    Joe R. Lansdale

    Akt der Liebe

     (46)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    Der Roman wurde bereits 1981 geschrieben und kommt trotz seiner recht harten Szenen etwas betulich herüber.

    Serienkiller schlachtet, Bulle und Partner ermitteln, Serienkiller greift Bulles Familie an, eine kleine Wendung - fertig.

    Das geht mittlerweile gewitzter und cleverer.

    Nur das Einstreuen einiger Ekel-Szenen bedeutet in meinen Augen nicht großen Wurf.

    Selbst die Erzählstruktur des Autoren dümpelt einfach vor sich hin und fordert den Leser nicht unbedingt. Damit bleibt Lansdale für mich ein einmaliges Erlebnis.

    Das Vorwort des längst untergegangenen Autoren Andrew Vachss ist verwirrend langweilig.

    Der Umschlagstext behauptet, dieser Klassiker hätte Romanen wie "Das Schweigen der Lämmer" den Weg geebnet. Das mag sein, aber die meisten folgenden Autoren gaben sich mehr Mühe.
  11. Cover des Buches Wetterleuchten (ISBN: 9783802595387)
    Elizabeth George

    Wetterleuchten

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Kerry
    Becca King hält sich noch immer auf Whidbey Island versteckt. Vor Monaten brachte ihre Mutter sie auf die Insel, um sie in Sicherheit zu bringen, doch nichts funktionierte so, wie geplant, denn Becca ist auf sich allein gestellt. Ihre Mutter selbst hält sich an einem anderen Ort vor ihrem Ehemann versteckt. Ihr Stiefvater war ihr schon dicht auf der Spur, doch Becca ist es gelungen zu entkommen, sodass er unverrichteter Dinge wieder gehen musste.

    Becca ist mittlerweile gut integriert ins Inselleben und dennoch ahnt niemand, wer sie wirklich ist. Auch hat sie es förmlich zur Kunst erhoben, ohne Geld zu überleben. Als Unterschlupf dient ihr ein Baumhaus auf dem Grundstück des Großvaters ihres Freundes Seth. Doch dann bietet sich ihr die Möglichkeit bei Annie, einer Meeresbiologin zu arbeiten und Becca nimmt diese Gelegenheit gerne wahr.

    Annie ist nicht grundlos nach Whidbey Island gekommen, denn jedes Jahr um diese Zeit taucht vor der Küste der Insel die schwarze Robbe Nera auf. Die Einheimischen veranstalten zu Ehren dieses Ereignisses immer ein großes Fest und sehen gerade die Anwesenheit von Annie sehr ungern auf der Insel, denn es ist nicht ganz klar, was genau sie von Nera will. Becca hat derweil damit zu kämpfen, dass sich ihr Verhältnis zu Derrec seit den Ereignissen rund um seinen Unfall, verschlechtert hat. Zu gerne würde sie mit ihm offen reden, doch wie weit kann sie sich ihm offenbaren?

    Der 2. Band der Whisper-Island-Reihe! Der Plot des Buches wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders schön fand ich, dass der Plot den Leser neben dem leicht Paranormalen (in Form von Becca) auch noch ins Reich der Mythen führt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Ich bin etwas unsicher, wie ich die Figur der Becca finden soll. Sicher, sie ist ein Teenager mit den alltäglichen Problemen eines Teenagers und dennoch ist sie so reif und erwachsen, weil sie ihr Leben in den letzten Monaten alleine meistern musste. Hier frage ich mich allerdings immer wieder - warum fällt den anderen Teenagern auf der Insel nicht auf, dass Becca so ganz anders ist als sie? Den Schreibstil kann ich nur als packend, bis auf einige kleinere Längen, beschreiben, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch spannende Lesestunden bereitet hat.
  12. Cover des Buches Unschuld (ISBN: 9783499267758)
    Jonathan Franzen

    Unschuld

     (72)
    Aktuelle Rezension von: kaelle

    Dieser Roman dreht sich schwerpunktmäßig um die junge Frau Pip Tyler, deren Mutter ihr hartnäckig verschweigt, wer ihr Vater ist. Dadurch entwickelt Pip so eine Art Vaterkomplex, interessiert sich für ältere und v.a. immer für die falschen Männer. Auch beruflich läuft es nicht so rund. Studienschulden wollen abbezahlt werden. Also macht sich Pip auf, ihren Vater zu finden. Dazu heuert sie in Bolivien bei einer Art Wikileaks-Gruppe an, was diverse Entwicklungen anstößt, von denen ich hier nichts verraten möchte.

    Toll fand ich, dass der Roman nicht nur aus Pips Perspektive erzählt wird, sondern auch aus der anderer Figuren. Toll ist das zum einen, weil man diesen Figuren dadurch richtig nahekommen kann. Alle sind irgendwie verkorkst und dadurch keine Identifikationsfiguren - oder vielleicht gerade deswegen doch. (Bei wem läuft schon alles normal?) Zum anderen finde ich an den unterschiedlichen Perspektiven toll, dass so auch die Chronologie aufgebrochen wird. Man erhält so wichtige Informationen verspätet. Das schafft Spannung und hat etwas von einem Puzzle, bei dem die einzelnen Steinchen nach und nach an die richtige Stelle fallen.

    Manch einer mag noch die Information spannend finden, dass dieser amerikanische (!) Roman teilweise auch das Leben und das Ende der DDR thematisiert.

  13. Cover des Buches Veiled World: Schattenherz (ISBN: B08R2T1NV3)
    Nika S. Daveron

    Veiled World: Schattenherz

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Addicted2Books_ela

    Was für ein genialer Auftakt der neuen Trilogie von Nika S. Daveron. Ich bin ja absoluter Fan ihres Schreibstils und bin wieder einmal fasziniert, wie sie mich von Anfang an packt und ich in diese Geschichte eintauche. Es war das Gefühl, als ob man einfach verschluckt wurde und das fand ich auch vollkommen okay. Jetzt in dem Moment, wo ich die Rezension schreibe vermisse ich diese Welt und vor allem vermisse ich die grandiosen Charaktere. 


    Feran ist mir so sympathisch und ich mag ihn so gerne, dass ich sofort einen Fanclub für ihn und seinen Paradai gründen würde. Nicht nur, dass sie wirklich mein Herz erobern konnten, mag ich einfach ihren Charakter. Auch wenn ich mir das nicht wirklich lustig vorstelle meinen Körper mit jemand anderem zu teilen. 

    Zira ist auch ein genialer Charakter, der so einen eigenen Sinn für Humor hat und in der Kombination zusammen mit Feran sind sie als Team unschlagbar.

    Ich für meinen Teil hab selten so viel gute Laune beim Lesen einer Fantasy Geschichte bekommen, wie hier. 


    Ich mag die Idee des Buchs und auch wie die Autorin hier nach und nach diese Welt aufbaut und man immer mehr von dieser erleben kann. Ich hatte definitiv Kopfkino und vor allem wurden alle Charaktere extrem lebendig in meiner Vorstellungskraft. 

    Ich konnte das Buch auch nicht aus der Hand legen, denn ich musste einfach wissen, wie es weitergeht. Also Vorsicht - es besteht akute Suchtgefahr.

    Wo wir auch zu dem einzigen Punkt kommen, der mich fassungslos gemacht hat: 


    Der Cliffhanger! 


    Ich hoffe also, dass es bald weitergeht, denn ich muss es wissen. 


    Das Cover gehört absolut zu den schönsten Fantasy Covern ever.


    Fazit


    Eine genialer Auftakt einer Trilogie, der mit diesem ersten Band Maßstäbe setzt und bei mir Erwartungen für die nächsten Teile weckt. 

    Es ist auch für mich die Bestätigung, wie gut Selfpublisher Bücher sein können. Mika S. Daveron hat mich wieder extrem begeistert und überzeugt mit diesem Buch. Sie ist eine Autorin, die ihre Leser immer abholt und in ferne Welten entführt.

  14. Cover des Buches Nachtmahr (ISBN: 9783442434008)
    Anne Rice

    Nachtmahr

     (233)
    Aktuelle Rezension von: SnowWhiteApple

    Nachtmahr von Anne Rice mal eine ganz andere Geschichte um einen Körpertausch. Lestat wird wieder ein Mensch. Ein ungewöhnliches aber gelungenes Werk
  15. Cover des Buches Der Fünfzigjährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half (ISBN: 9783442715848)
    Mikael Bergstrand

    Der Fünfzigjährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Nach einem längeren Aufenthalt in Indien ist Göran Borg wieder zurück in Malmö. Er ist unglücklich und unzufrieden dort, zweifelt und verzweifelt am Leben und sehnt sich nach Indien zurück, weshalb er auch regelmäßig eine Therapeutin aufsuchen muss. Doch auch diese schafft es nicht, Göran aus seiner Identitätskrise zu holen. Einzige Hoffnung für ihn ist die bevorstehende Hochzeit seines indischen Freundes Yogi in Delhi. Als er erfährt, dass diese jedoch aufgrund „horoskopieller“ Umstände erst Monate später stattfinden kann, entscheidet er sich trotzdem, sofort nach Indien zu fliegen. Dort erfährt er den wahren Grund, warum die Hochzeit mit der schönen Lakshmi verschoben werden musste - und stellt fest, dass sein Freund in großen Schwierigkeiten steckt. Jetzt gilt es, die eigenen Wünsche und Befindlichkeiten zurück zu stecken und Yogi zur ersehnten Hochzeit zu verhelfen. Eine Teeplantage in Darjeeling könnte die Rettung sein – ein abenteuerlicher Road-Trip nimmt seinen Anfang … 

    Mikael Bergstrand, geb. 1960 in Malmö, war viele Jahre als Journalist für eine schwedische Zeitung tätig, bevor er 2007 mit seiner Frau und drei Söhnen nach Neu-Delhi zog, wo er als Korrespondent und freier Autor für skandinavische Zeitungen arbeitete. Dort sammelte er die Inspirationen für seine Göran-Borg-Trilogie, deren erster Band „Der Fünfzigjährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte“ er nach seiner Rückkehr nach Malmö im Jahr 2011 veröffentlichte. Das Buch über den phlegmatischen Schweden in seiner Identitätskrise wurde zu einem großen Erfolg, war lange auf Platz 1 der Schwedischen Bestsellerliste und wurde in 10 Sprachen übersetzt. Heute lebt Bergstrand zusammen mit seinem Hund Stubbe im schwedischen Küstenort Rörum.  

    Den ersten Teil der Trilogie habe ich nicht gelesen, was zum Verständnis des vorliegenden zweiten Teils „Der 50-jährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half“ auch nicht unbedingt notwendig ist. Anhand des Titels, der Beschreibung und des Covers erwartete ich eine humorvolle, vergnügliche Geschichte mit vielen heiteren  Vorkommnissen – doch leider wurde ich enttäuscht. Zwar ist die Handlung zugegebenermaßen recht amüsant und hat auch ihre spannenden und aufregenden Momente, aber lachen konnte ich über die gelegentlich eingestreuten albernen Witze nicht. Viele Vorurteile und teils abstruse Vorfälle beherrschen das Geschehen und machen den Ablauf ziemlich vorhersehbar. Glücklicherweise werden im Buch auch einige ernsthafte Themen, wie z. B. Angststörungen, selbstlose Hilfe und unbedingte Freundschaft, behandelt, was dem Ganzen letztendlich etwas mehr Struktur verleiht. 

    Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht! 

  16. Cover des Buches Wie gewonnen, so gesponnen! (ISBN: 9783864294716)
    Kai Pannen

    Wie gewonnen, so gesponnen!

     (12)
    Aktuelle Rezension von: dieanne

    Eine Spinne und eine Fliege leben zusammen in einem Netz und sind Freunde! Das ist außergewöhnlich und so ist auch das Leben der Beiden, als plötzlich ein Ei auftaucht, aus dem etwas schlüpft. 

    Was die kleine Familie zusammen erlebt, wird sehr lebhaft und lustig vom Autor erzählt. Zwischen den Zeilen kann man noch gut etwas über Anderssein und starre Gesellschaftsregeln lernen.

  17. Cover des Buches Open City (ISBN: 9783518467053)
    Teju Cole

    Open City

     (24)
    Aktuelle Rezension von: BluevanMeer
    Was bedeutet es also, wenn man in der Geschichte eines anderen Menschen der Bösewicht ist? (S.313)

    Julius ist Psychiater in New York und nimmt uns in Open City mit auf einen Stadtspaziergang der ganz besonderen Art. Julius verließ mit 16 Nigeria um in die USA auszuwandern, und behandelt jetzt als erfolgreicher Psychiater, die Menschen, denen es überhaupt nicht mehr gut geht. Und er ist schwarz. Im ersten Teil "Der Tod ist eine Vervollkommnung des Blickes" begleiten wir Julius auf seine abendlichen Streifzüge durch New York. Auf seinen Spaziergängen begegnet ihm immer wieder Alltagsrassismus der aller widerlichsten Art. Entweder sind es spielende Kinder, die ihm N-Wort hinterher rufen oder es sind Menschen, die ihn aufgrund seines Äußeren vereinnahmen wollen. Wie der Museumswächter Kenneth im Folk-Art-Museum:

    Ich habe mal einen Mitbewohner gehabt, damals in Colorado, der war auch Nigerianer. Yemi hieß der. Ich glaube, er war Yoruba, afrikanische Kultur hat mich schon immer interessiert. Bist du auch Yoruba? Kenneth fing an, mir auf die Nerven zu gehen. (S.75)

    Doch Julius, der Entwurzelte, setzt unbeirrbar seine Spaziergänge fort, trifft spannende Menschen, interessiert sich für Museen, für Kunst, für die Oper - obwohl die meisten Zuhörer_innen ,weiß' gelesen werden und er auffällt. Er fällt nicht nur auf, er bleibt einsam. Statt etwas von seinen Gedanken preiszugeben, erläutert Julius aber lieber die Geschichte der gestrandeten Wale von Manhattan, das scheint weniger schmerzhaft zu sein:

    Als etwa zweihundert Jahre später ein junger Mann aus Fort Orange den Hudson herunterkam und sich auf Manhattan niederließ, entschloss er sich, sein Magnum Opus über einen Albino-Leviathan zu schreiben. Der Autor, zeitweise Gemeindemitglied der Trinity Church, nannte sein Buch Der Wal; der zusätzliche Titel Moby-Dick wurde erst nach der Erstveröffentlichung hinzugefügt.

    Doch das Thema race lässt Julius auch unterschwellig nicht los, kann ihn nicht loslassen - allerdings verweigert er sich der offenen Positionierung. Nur beiläufig wird die Geschichte eines Bekannten erwähnt, der aus dem Sudan geflohen ist. Auch über Julius' Erfahrungen in Nigeria wissen wir wenig, allein eine schockierende Erinnerung an eine fürchterliche Prügelstrafe an der Nigerian Military School wird mit den Lesenden geteilt. Eine Grausamkeit, die Julius auf eine unnachahmliche Art trotzdem noch als heimlichen Sieg verkauft - immerhin sei er so zu einer Legende an der Schule geworden. Julius' langjähriger Mentor und Englischprofessor, einer seiner wenigen Kontaktpersonen in New York, erkrankt schwer. Julius gibt die Besuche auf. Verweigert auch hier eine aktive Auseinandersetzung mit dem Ende des Lebens. Stattdessen steht jetzt sein eigenes Leben auf dem Spiel, am Hudson River äußert er erste Selbstmordgedanken: "Es wäre so leicht, dachte ich, gleich hier sanft ins Wasser zu gleiten und in die Tiefe zu sinken." (S.77).Was ist los mit diesem Typen, frage ich mich beim Lesen, was verheimlicht er uns? Er, der doch gegenüber seinen Patient_innen eine wahnsinnig souveräne und sichere Haltung hat? In der Psychiatrie von allen geschätzt wird?

    In den Herbstferien reist Julius nach Brüssel, vorgeblich um seine Oma ausfindig zu machen, zu der er keinen Kontakt mehr hat. Doch auch hier nur lose Enden, Spontansex mit einer Touristin und immer wieder der Verweis auf die Partei Vlams Belang, eine rechte Partei, die nach rassistischen Angriffen in Brüssel durch Skinheads sogar noch Zulauf bei den Wahlen erhielt. Julius kapselt sich ab, liest Didions Das Jahr magischen Denkens oder Barthes' Die helle Kammer. Zufällig lernt er Farouq kennen, der Dolmetschen für Arabisch, Englisch und Französisch studiert und ein Internetcafé betreibt. Hier versucht Faruoq seine Vision der besten aller möglichen Welten zu leben: ein Ort, an dem die Menschen friedlich zusammen treffen können. Doch auch Farouq ist an vielem schon gescheitert, ursprünglich wollte er Kritische Theorie studieren, der nächste Edward Said werden, doch dann kam der elfte September 2001 und Farouq vermutet, dass ihm allein aufgrund rassistischer Stereotype die Promotion verweigert wurde. An einem Abend kippt die Stimmung, Farouq und ein Freund äußern klare Israel-Kritik, Julius ist unsicher, versucht sich zurückzuhalten und sich auf seinen Elfenbeinturm zurückzuziehen. Er trifft Farouq nicht wieder.

    Ich wollte ihm sagen, dass wir uns in den Vereinigten Staaten mit scharfer Israel-Kritik auch deshalb zurückhielten, weil sie schnell in Antisemitismus kippte, verzichtete aber darauf, weil ich wusste, dass sich meine Angst vor Antisemitismus, genau wie meine Angst vor Rassismus, so tief eingegraben hatte, dass sie längst prärational geworden war. (S.163)

    Doch es ist nicht nur die Begegnung mit Farouq die Julius verunsichert. Irgendetwas stimmt nicht mit ihm, irgendeine Schuld kann er nicht loslassen, das fällt besonders bei Passagen auf, in denen er anderen Einwanderern begegnet:

    Diese Menschen waren wie junge Leute überall sonst auf der Welt. Und ich spürte die Beklemmung, die mich - auch wenn sie manchmal kaum wahrnehmbar ist - immer überkommt, wenn ich junge Männer aus Serbien oder Kroatien, Sierra Leone oder Liberia treffe. Ein Argwohn, dass auch sie getötet und erst später gelernt haben könnten, wie man den Eindruck erweckt unschuldig zu sein. (S.183)

    Verräterisch, dieses "auch". Gehört Julius auch zu diesen Männern? Im zweiten Teil des Buches "Ich habe in mir selbst gesucht", rückt das Thema Suizid wieder in den Vordergrund. Ein Freund von Julius berichtet von seinen Selbstmordgedanken. Doch man wird das Gefühl nicht los, dass der Erzähler so viel von Anderen spricht, um nicht von sich selbst sprechen zu müssen, um seine eigene Schuld, seine eigenen Suizidgedanken hier nicht thematisieren zu müssen. Die Auflösung dieser Schuldfrage, deren Folge eventuell auch die Suizidgedanken sind, war für mich ein absoluter Schlag in die Magengegend. Erst am Ende erfahren wir, was Julius getan hat. Und müssen uns im selben Atemzug fragen: Was hat uns der eloquente und kultivierte Psychiater nicht noch alles verschwiegen? Seine letzte Möglichkeit ein Statement abzugeben, seine letzte Chance etwas wieder gerade zu rücken oder sich für uns wieder als derjenige zu präsentieren, der er am Anfang scheinbar gewesen ist, verhallt ungenutzt. Am Ende ist es wieder eine Anekdote aus New York, die er erzählt, statt endlich einmal Stellung zu beziehen. Es geht um einen Ornithologen, der die toten Vögel zählt, die ausgerechnet am universellsten Zeichen für die USA, das man sich denken kann, ihr Leben ließen: an der Freiheitsstatue.

    Am Morgen des 13. Oktober fand man hundertfünfundsiebzig Zaunkönige. Sie hatten die Wucht des Aufpralls nicht überlebt, dabei war die Nacht davor nicht sonderlich windig gewesen und auch nicht besonders dunkel. (S.333)

    Open City ist ein grandioser Roman, der seine Überzeugungskraft aus der Ambivalenz des Hauptcharakter gewinnt und mich lange nach dem Lesen noch beschäftigt hat, mich immer noch beschäftigt. Nicht nur wegen dieser unglaublich eleganten Art der Komposition, einen modernen Flaneur des 21. Jahrhunderts als Vermittler zwischen Kunst und Musik zu schalten, der uns en passant mitteilt, welche kulturellen Werke sich lohnen. Und nicht nur, wegen dieser wunderschönen Sprache. Und nicht nur, wegen der deutlichen und harten Beschreibungen von Alltagsrassismus, die sich "weiß" gelesenen Menschen wohl kaum vollständig erschließen wird. Open City hat in der Art der Auflösung ein wenig von Filmen wie Fight Club oder The Machinist, die mit genialer Treffsicherheit gerne als "mind-fucking movies" angepriesen werden. Und diese Qualität merke ich auch in Open City. Wie kann das sein, frage ich mich, dass dieser mir so sympathisch gewordene Psychiater, so ein Mensch ist? Was wurde mir noch verschwiegen? Was kann ich dir, Julius, noch glauben? Absolut zu Recht wurde der Roman 2013 mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet.
  18. Cover des Buches Bubble. Die magische Kugel (ISBN: 9783961770700)
    Siri Pettersen

    Bubble. Die magische Kugel

     (8)
    Aktuelle Rezension von: EmmyL

    Kine findet ihre Schule furchtbar, ihre Mitschüler blöd, ihre Heimatstadt langweilig, ihre Eltern total spießig und ihre Freundinnen haben es viel besser. Sie hasst ihr gesamtes Umfeld leidenschaftlich, weil wirklich alle gegen sie sind. Schon seit Jahren führt Kine das vollständig unterdrückte Leben eines Sklaven. Am Schlimmsten ist der Schwimmunterricht. Da fühlt sie sich ständig bloßgestellt, nicht wohl in ihrem Körper, von anderen zu kritisch beobachtet und gemobbt. Als während einer Übung im Wasser etwas schief läuft und ihre Mitschüler*innen sie auslachen, wird Kine so wütend, dass sie die Schwimmlehrerin in das Wasser stößt. Auch an ihrem Lieblingsplatz auf dem Friedhof kann sie keine Ruhe finden. In dieser Nacht wächst in Kines Zimmer eine große Blase. Außer ihr kann niemand diese Blase betreten. In der Blase gehen alle ihre Wünsche in Erfüllung, mit ihr kann sie über der Stadt schweben, um die Welt fliegen und endlich die Einsamkeit genießen. Am Anfang kann Kine die Blase noch verlassen, doch je länger sie ihre Zeit darin verbringt umso undurchlässiger wird die Hülle, bis sie schließlich endgültig fest sitzt.

    Die Geschichte wird in der personalen Erzählform im Präteritum aus Kines Perspektive dargestellt.

    Kine fühlt sich völlig unverstanden und reagiert mit trotziger Aggression auf ihr Umfeld. Die Kugel erscheint genau im richtigen Augenblick in ihrem Zimmer. Durch sie muss sie sich nicht mehr mit den lästigen Anforderungen, Erwartungen und Aufgaben des Alltags auseinandersetzen. Auch den Konflikten, welche durch zwischenmenschliche Interaktionen mit Eltern, Freund*innen, Lehrer*innen, Mitschüler*innen entstehen kann sie ganz einfach aus dem Weg gehen. Völlig zurückgezogen und einsam in ihrer Kugel, ist Kine allerdings auch dazu gezwungen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Sie ist allein mit ihrer Wut und ihren Gedanken. Irgendwann ist die Wut aufgebraucht und es reift langsam die Erkenntnis, dass ihre unüberwindbaren Probleme gar nicht so groß sind. Während sie ihre Mitschüler*innen aus ihrer Blase heraus beobachtet, sieht Kine wie jeder seine eigenen Probleme mit sich herumträgt.

    Ein Buch über das Erwachsenwerden, die Pubertät, Mobbing und vor allem die Erkenntnis, dass alle Taten eine weitreichende Wirkung nach sich ziehen. Die fantastische Geschichte von Kine in ihrer Blase zeigt, sehr bildlich wie es ist, wenn sich jemand von seinem Umfeld isoliert und in eine eigene Welt zurückzieht. In dieser märchenhaften Geschichte wird das emotionale Abschotten von der Außenwelt mit einer richtigen Blase dargestellt.

    Die einfache Geschichte beschreibt sehr anschaulich, fast märchenhaft die Vorgänge vor, während und nach einer Therapie. Sie besteht aus unzähligen Metaphern und ist voller Symbolik, die sich den Leser*innen erst am Ende vollständig erschließt. Zum Beispiel die Kugel für Selbstisolation, die zerstörte Zimmerwand für den Bruch mit ihren Eltern, die vielen plötzlich erschienen Gegenstände für Diebstahl. 

    Das Buch enthält unglaublich viele Gesprächsanlässe, Erörterungspotential, Interpretationsmöglichkeiten und Diskussionsgrundlagen. Es eignet sich sehr gut als Lektüre für den Deutschunterricht in den sechsten bis achten Klassen und kann auch Fächerübergreifend in Ethik, Philosophie oder Sozialkunde aufgegriffen werden. Es kann auch sehr gut in der Psychotherapie zur Unterstützung einer Behandlung Verwendung finden und ist sehr zu empfehlen. 

  19. Cover des Buches What Happened to Goodbye (ISBN: 9780141337791)
    Sarah Dessen

    What Happened to Goodbye

     (14)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Der Fundamentalist, der keiner sein wollte (ISBN: 9783832164416)
    Mohsin Hamid

    Der Fundamentalist, der keiner sein wollte

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hamid wählt in seiner Novelle – das als Roman herausgegebene Buch sollte eher als solche bezeichnet werden, denn 9/11 ist der Wendepunkt von dem zusammengefasst das Leben des Protagonisten vorwärts und rückwärts betrachtet wird – eine interessante Erzählform, den Monolog. Änlich wie in Sandor Marais Novelle „Die Glut“ , trägt das Gegenüber des Protagonisten Changez, einem jungen Pakistani in der Großstadt Lahore, nicht zur Klärung bei, sondern muntert gelegentlich mit kleinen Gesten zum Weitererzählen auf. Changez Gegenüber, ein Amerikaner steht zunächst einmal stellvertretend für die Abrechnung mit Amerika dem Land in dem Changez so erfolgreich war, indem er seine große Liebe traf und dem er den Rücken kehrte. Der Monolog führt jedoch nicht in die klare Abrechnung, nein, er entwickelt sich zu einer verblüffenden Selbsterkenntnis des Protagonisten.

    Eines stellt die Novelle klar heraus: Wir – und das betrifft jedes Individuum – sind mehr als das, was wir durch Erziehung erhielten und durch Selbstkonditionierung glauben zu sein. In uns liegen aus Jahrhunderten – wenn nicht noch aus längeren Zeiten – geschichtete Wertvorstellungen. Daraus gibt es kein Entkommen, obwohl wir die anderen doch so gut verstehen können.

    Das Buch liest sich gut. Die Atmosphäre der so grundverschiedenen Städte Lahore und New York wird in kurzen Sequenzen zu vollem Leben erweckt, wie die Charaktere der wichtigsten Gestalten in dieser Monolog-Novelle. Sehr empfehlenswert!


  21. Cover des Buches Der Himmel ist ein Taschenspieler (ISBN: 9783784433424)
    David Majed

    Der Himmel ist ein Taschenspieler

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Lilith79

    "Der Himmel ist ein Taschenspieler" wird aus Sicht des 32-jährigen Mahboob (oder Martin, wie sein in Deutschland angenommener "zweiter" Vorname lautet) erzählt. Er floh im Alter von 8 Jahren zusammen mit seiner Mutter aus Afghanistan, der Vater und seine ältere Schwester hätten eigentlich nachkommen sollen, aber stattdessen wurde die Schwester erschossen und vom Vater hörten die beiden  nichts mehr... Mahboob hat diese Geschehnisse seiner Kindheit weitgehend verdrängt, er integrierte sich (fast über-) motiviert in Deutschland, studierte Mathematik und steht kurz vor seinem Diplom als er einen Brief von seinem Vater aus Afghanistan erhält, der ihn bittet ihn zu besuchen.

    Mit diesem Besuch startet der Roman, Mahboob reist nach Afghanistan und soll abgesehen von dem Besuch bei seinem Vater beim Wiederaufbau einer zerstörten Schule helfen. Das Buch erzählt in mehreren Abschnitten von Mahboobs Rückkehr nach Afghanistan aber auch in Rückblenden aus seiner Kindheit und aus dem Leben seiner Familie. Es handelt sich dabei nicht um eine lineare Erzählung mit einer klaren Handlung, das Buch springt viel zwischen verschiedenen Themen und Mahboobs Gedanken hin- und her. Es geht um seine Identitätssuche, er fühlt sich in Deutschland zu "afghanisch", in Afghanistan nervt ihn die dortige Mentalität und er fühlt sich zu "deutsch". Das Buch ist bei aller Beschäftigung mit politischen Themen und mit Mahboobs Identitätssuche aber für mich vor allem ein Familienroman, der sich damit beschäftigt, wie eine Familie durch Schicksalsschläge, aber auch durch Missverständnisse und Sturheit zerbrochen ist.

    Mahboob ist dabei ein sehr interessanter Charakter, er ist kein typischer "Held", er ist erstmal keiner der anpackt und die Dinge in die Hand nimmt, er ist unsicher, für einen 32-jährigen wirkte er auch mich oftmals sehr unreif, er erwartet viel von anderen, ist aber selber auch gar nicht so stark wie er gerne wäre, sondern von Selbstzweifeln geplagt und seinen Eltern gegenüber ist er oft sehr ungeduldig (manchmal sogar unfair). Er lässt sich oft treiben, versucht Dinge zu verändern, scheitert, ist frustriert, für mich war er ein sehr authentischer Charakter, wenn auch gar nicht mal immer sympathisch. 

    Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen, wenn es auch manchmal etwas sehr sprunghaft daher kommt. Gerne hätte ich auch etwas mehr Hintergrundwissen über die Geschichte Afghanistans gehabt, damit ich die politischen Ereignisse etwas besser einordnen kann, aber dass die mir fehlen, liegt natürlich nicht am Buch, sondern an mir. Etwas merkwürdig fand ich, dass das Buch zu 95% in der Ich-Perspektive erzählt ist, aber zwischendrin immer kleine Abschnitte sind, in denen von Mahboob in der 3. Person gesprochen wird. Das ist zwar wohl ein absichtliches Stilmittel, aber es gab doch immer einen kleinen Bruch.

  22. Cover des Buches Swing Time (ISBN: 9780141036601)
    Zadie Smith

    Swing Time

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Darcy

    „I met Tracey at ten a.m. on that Saturday, walking through the sandy gravel of a churchyard, each holding our mother’s hand. There were many other girls present but for obvious reasons we noticed each other, the similarities and the differences, as girls will. Our shades of brown were exactly the same – as if once piece of tan material had been cut to make us both – and our freckles gathered in the same areas, we were of the same height.“

     

    Tracey und die Ich-Erzählerin der Geschichte, deren Name nicht genannt wird, wachsen in den 80er-Jahren in Willesden im Norden Londons auf. Sie lernen sich beim Tanzunterricht kennen und freunden sich an. Die Mutter der Erzählerin ist schwarz, ihr Vater weiß – bei Tracey ist es anders herum. Die Liebe zum Tanzen verbindet sie, doch nur Tracey hat echtes Talent. Nach der Grundschule wird sie an einer Tanzschule angenommen, die Wege der beiden Freundinnen trennen sich und sie verlieren einander fast vollständig aus den Augen.

    Die Erzählerin besucht nach ihrem Schulabschluss das College und beginnt anschließend für einen Musiksender zu arbeiten. Dort trifft sie eines Tages auf die australische Sängerin und Tänzerin Aimee, den Star ihrer Kindheit. Obwohl aus Sicht der Erzählerin während ihrer ersten Begegnung so einiges schiefgeht, findet Aimee offenbar Gefallen an ihr und engagiert sie kurzerhand als persönliche Assistentin.

    Der Großteil der Geschichte besteht dann aus der Arbeit der Erzählerin für Aimee, unterbrochen durch Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend. Jahrelang reist sie mit Aimee um die Welt, von einem Wohnsitz zum anderen. Dafür gibt sie sämtliche persönliche Beziehungen auf, mit Ausnahme der zu ihrer Mutter, mit der sie sich noch ab und an trifft. Irgendwann entscheidet Aimee sich, durch den Bau einer Mädchenschule in die Entwicklungshilfe für Afrika einzusteigen. Von da an reist die Erzählerin immer wieder in ein kleines Dorf in Westafrika. Dort knüpft sie einige persönliche Kontakte unter den Dorfbewohnern und den anderen am Projekt Beteiligten.


    "Swing Time" ist der fünfte Roman der englischen Autorin Zadie Smith (geboren 1975), die bereits mehrere Preise gewonnen hat.


    Irgendwie wurde ich mit der Erzählerin und Protagonistin nicht so recht warm. Ich konnte nicht verstehen, warum sie gewissermaßen die besten Jahre ihres Lebens als Aimees „Mädchen für alles“ verschwendet. Es ist offensichtlich, dass der Job sie nicht erfüllt und ihr Leben sie nicht glücklich macht. Aber nie unternimmt sie etwas, um diese Situation zu ändern.

    Ihre Beziehung zu ihren Eltern ist unterdessen problematisch. Als sie noch in die Grundschule geht eröffnet ihre Mutter ihr eines Tages, dass sie und der Vater sich nicht mehr lieben und deshalb fortan „wie Geschwister“ zusammenleben werden; es ist offensichtlich und auch verständlich, dass sie damit nicht gut klarkommt. Einige Zeit später trennen die beiden  sich doch. Ihr Vater war es, der sich stets um die Erzählerin gekümmert hatte. Ihre Mutter strebt nach Bildung und danach etwas aus sich zu machen. Sie ist wenig liebevoll und zeigt kein Verständnis dafür, dass die Ziele ihrer Tochter womöglich nicht mit ihren übereinstimmen. Beim Lesen des Buchs wird deutlich, wie sich die Erzählerin besonders als Jugendliche verloren und äußerst unsicher fühlte. Mit ihrer einstigen Freundin Tracey hat sie, seit sie beide verschiedene weiterführende Schulen besuchen, eigentlich nichts mehr zu tun, dennoch spielt diese immer wieder eine Rolle in ihrem Leben und sie hört nicht auf an sie zu denken. Von dieser Beziehung ging zumindest eine gewisse Faszination für mich aus.

     

    „First dignified and righteous, then sarcastic, then angry, then hysterical, until I realized she was having more effect on me with silence than I could manage with all these words. The power she has over me is the same as it has always been, judgement, and it goes beyond words. There is no case I can make that can change the fact that I was her only witness, the only person who knows all that she has in her, all that’s been ignored and wasted, and yet still I left her back there, in the ranks of the unwitnessed, where you have to scream to get heard. […] whatever she was doing, I knew it was a form of judgement upon me. I was her sister: I had a sacred duty towards her.“

     

    Auch Aimee fand ich nicht sehr sympathisch. Sie erschien mir ziemlich egozentrisch; besonders bezeichnend fand ich, wie sie einmal den Geburtstag der Erzählerin vollkommen vergaß, nachdem sie ihr zuvor zugesichert hatte, dass sie den Tag besonders feiern würden.

    Sprachlich hat mir das Buch aber gut gefallen. Die Erzählerin analysiert ihre Umwelt sehr genau und macht sich viele Gedanken. Auch fand ich einige Äußerungen der Erzählerin bzw. Autorin zu den im Buch behandelten Themen, wie zum Beispiel den Nachteilen schwarzer oder armer Menschen in der Gesellschaft sehr interessant.

     

    Insgesamt konnte mich „Swing Time“ leider nicht ganz überzeugen, vor allem da ich keinen rechten Zugang zu der Erzählerin und Protagonistin (oder einer anderen Figur) fand. Ich hatte wohl wegen der vielen positiven Kritiken auch sehr hohe Erwartungen an das Buch gehabt. Da mir die Sprache aber gut gefallen hat, würde ich durchaus noch ein anderes Werkt von Smith ausprobieren.

  23. Cover des Buches In den Augen der Öffentlichkeit (ISBN: 9783257611212)
    Muriel Spark

    In den Augen der Öffentlichkeit

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Der erste Tag (ISBN: B0000BOPN2)
    Franz Tumler

    Der erste Tag

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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