Bücher mit dem Tag "identitätssuche"

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81 Bücher

  1. Cover des Buches Die sieben Schwestern (ISBN: 9783442479719)
    Lucinda Riley

    Die sieben Schwestern

    (1.338)
    Aktuelle Rezension von: VanessaMia

    „Die sieben Schwestern“ ist der gelungene Auftakt einer Reihe, in der es um das Herausfinden der wahren Herkunft & Identität jeder einzelnen Schwester geht. Lucinda Riley hat dabei jeder Schwester ein eigenes Buch gewidmet. Band 8 erzählt dann die Geschichte von Pa Salt. Dem geheimnisvollen Mann, der all seine Töchter auf der ganzen Welt gesucht, gefunden, adoptiert & nach Atlantis, dem gemeinsamen Zuhause am Genfer See, gebracht hat. 

    In diesem Buch geht es um Maia, deren Wurzeln im Herzstück Brasiliens, in Rio de Janeiro, liegen. Da ich selbst in Rio geboren wurde, war diese Geschichte für mich, wie eine wundervolle Reise in mein eigenes Herkunftsland. Mit Maia auf Spurensuche zu gehen, hat mir ganz große Freude bereitet. Lucindas Schreibstil ist atemberaubend und so konnte ich tief in die Geschichte eintauchen, mich fallen lassen & mit den Zeilen jeder Seite verschmelzen. Ich freue mich auf jeden weiteren Band dieser wundervollen Reihe. 

  2. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499013218)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

    (2.993)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz.

    Ich wollte mal wieder ein Buch lesen, das außerhalb meiner gewohnten Genre anzusiedeln ist und so griff ich zu diesem von Wolfgang Herrndorf aus dem Rowohlt Verlag. 

    Schon auf den ersten Seiten wusste ich, dass ich einen Glücksgriff gemacht hatte.

    Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Maik, einem Teenager, in der Ich-Form. Entsprechend ist der Schreibstil nicht großartig anspruchsvoll, sondern jugendlich. Und verdammt unterhaltsam. Einnehmend nimmt uns Maik mit auf einen Roadtrip und das macht einfach nur Spaß. Ich habe nicht mitgezählt, wie oft ich lachen musste, aber es war nicht nur ein Mal.

    Maik bringt uns seine Gedanken sehr nahe, lässt uns die Geschehen hautnah miterleben. Und zwar so, dass wir eigentlich gemeinsam mit ihm mittendrin stecken und es nicht nur als Erzählung wahrnehmen.
    Ich mag es, wie er ausgearbeitet ist. Er ist realistisch dargestellt und daher absolut authentisch. Ich kann ihm all seine Handlungsausführungen abnehmen und nachvollziehen.

    Wenn mich jemand fragt, ob ich den Roman empfehlen kann, dann ist meine Antwort ein glasklares Ja.

    Ich fühlte mich richtig gut unterhalten. Das Buch besticht durch seine Einfachheit und macht es dadurch zu etwas Besonderem. Auch wenn es für ein Highlight bei mir nicht reicht, so kann ich doch tolle vier Sterne vergeben.

  3. Cover des Buches Gelöscht (ISBN: 9783733500382)
    Teri Terry

    Gelöscht

    (1.516)
    Aktuelle Rezension von: femicolon_buchblog

    „Gelöscht“ habe ich vor ca. 10 Jahren bereits gelesen und wollte es jetzt noch einmal lesen, nach dem Motto „Was it good, or was I just 13?“ 😀

    Die Geschichte geht direkt spannend und mit einer beklemmenden Stimmung los. Die Enge des britischen Überwachungsstaates ist förmlich spürbar und mit dem flotten Schreibstil der Autorin ließ sich das Buch in kürzester Zeit lesen.

    Kyla war eine tolle Protagonistin, sympathisch und sehr mutig, aber gleichzeitig auch erst 16 Jahre alt. Genauso wie die meisten anderen Figuren ist sie ein Teenager, weshalb man von ihr nicht erwarten kann (und sollte) sich wie eine Mitte Zwanzigjährige zu verhalten. Die Liebesgeschichte war ganz süß und auch altersgemäß (Ist leider nicht selbstverständlich in manchen Büchern). Hier und da war es mir etwas zu viel Geschmachte, aber insgesamt hielt es sich in Grenzen.

    Die Idee des „Slating“ als Bestrafungs- und Präventionsmaßnahme fand ich sehr spannend und ist mir so bisher auch noch in keiner Geschichte begegnet. Jugendliche unter 16, die (angeblich) kriminell aufgefallen sind, werden einer Operation unterzogen, die ihr Gedächtnis löscht. Danach werden sie mit neuem Namen und ohne Erinnerung in eine neue Familie geschickt und so „reintegriert“.

    Das dystopische Worldbuilding fand ich sehr spannend, hätte mir jedoch noch mehr Details und Hintergründe gewünscht. Eben weil ich es so interessant fand. Zwar wurde klar, dass der Brexit als Ausgangspunkt für die Entwicklung des Überwachungstaates gedient hat, aber ich hätte mir noch mehr Einblicke in die Strukturen gewünscht.

    Was mir etwas sauer aufgestoßen ist, war die Erwähnung einer Autimus-Unit, die früher bestanden haben soll, „bevor die Krankheit geheilt wurde“. Diese Formulierung empfand ich als etwas schwierig, da es sich bei Autismus um komplexe neuronale Entwicklungsstörungen handelt und eben nicht um eine heilbare Krankheit. Mir ist klar, dass die Autorin „erfolgreiche“ Eingriffe am Gehirn im Zuge der Slating-Experimente meinte, aber das hätte man einfach anders formulieren bzw. erklären können, um Falschinformation zu vermeiden.

    Der Verlauf der Geschichte war sehr rasant. Stück für Stück entfaltet sich Kylas Vergangenheit wie ein Puzzle. Generell empfand ich den Plot als sehr dicht, ohne große Längen. Der Fokus liegt auf dem dystopischen Teil und weniger auf der Romantik, was mich bei neueren Dystopien häufig stört. Das Ende war ein spannender Cliffhanger und ich freue mich auf den zweiten Band.

  4. Cover des Buches Die Sturmschwester (ISBN: 9783442486243)
    Lucinda Riley

    Die Sturmschwester

    (904)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    Ally ist die zweite Schwester, die von Pa Salt nach seinem Tod einen Brief erhält, damit sie ihre Herkunft herausfinden kann, wenn sie es denn will. Er gibt ihr mit dem Brief einen kleinen steinernen Frosch und ein norwegisches Buch über den Musiker Jens Halvorson. Herausgeber des Buches ist der Urenkel Tom Halvorson, den Ally in Norwegen ausfindig macht, um mehr über sich selbst zu erfahren. 

    Ally hat nicht nur den Tod ihres Vaters zu betrauern, wenige Tage nach dessen Tod stirbt ihr Freund und Seelenverwandter Theo bei einem Sturm an Bord seines Segelbootes. Die professionelle Seglerin bricht mit ihrem Beruf und findet durch Theos Wunsch, bei seiner Beerdigung Flöte zu spielen, zurück zu ihrer alten Leidenschaft; der klassischen Musik. 

    Diese wird umso mehr geweckt, wie sie in Norwegen eben Tom und seine Familie und Freunde trifft, die allesamt Musiker sind. Auch das Buch, das sie - ins französische übersetzt - über Jens Halvorson liest, lässt sie erneut ihre Leidenschaft zur Musik neu entdecken. In dem Buch wird die Biografie - geschrieben von Tom Halvorson - von Jens beschrieben, seine Freundschaft, später die Ehe mit Anna Landvig, einer Bäuerin, die so begnadet singt, dass sie es an die Oper schafft und bei Griegs Vertonung von Peer Gynt die Hauptrolle Solveig bekommt, erst nur als Leihstimme, dann auch tatsächlich als Schauspielerin auf der Bühne. 

    Wir erleben ihr Leben, werden durch die Zeiten durch alle Generationen geführt - auch durch die Nazi-Zeit, in denen wir den Vater von Tom - Felix - als Kind in sehr dramatischen Ereignissen kennenlernen dürfen. 

    Wie sich herausstellt, hat Ally nicht ohne Grund ihr musikalisches Talent, aber ich will dem Ende nicht als Spoiler vorgreifen. Lesen Sie es selbst. 

    ich musste oft schlucken, ja zuweilen auch weinen bei diesem Buch, es ist eine grandiose Fortsetzung des ersten Bandes und ich freue mich bereits auf die nächsten. 

    Die Botschaft für mich: 

    Ein Verlust, egal ob es beruflich oder privat ist, bietet stets die Chance, dorthin zu gelangen, wo die eigene Seele tatsächlich hingehört, wo sie sich selbst wieder findet - und neues Leben und neue Lebensperspektiven entstehen können. Man muss nur offen sein, aber auch die Trauer durchleben.



  5. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783596523344)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

    (927)
    Aktuelle Rezension von: BuchBoxBirgit

    Ein Road Movie zum Lesen, heute würde man sagen: ein Travel Vlog zum lesen. Die Autorin ist auf jeden Fall sympathisch, sie macht eine Reise, wie viele von uns sie (in ihren Träumen) unternehmen möchten und lässt uns an ihren Erlebnissen und Gedanken Teil haben. Sie findet sich selbst, und viele neue Freunde. Unterhaltsam

  6. Cover des Buches Lektüre Kopiervorlagen: Jerome D. Salinger, Der Fänger im Roggen / Catcher in the Rye (ISBN: 9783637002388)
    J. D. Salinger

    Lektüre Kopiervorlagen: Jerome D. Salinger, Der Fänger im Roggen / Catcher in the Rye

    (1.568)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Sie hatte eine angenehme Stimme. Vor allem für Telefongespräche geeignet. Sie hätte immer ein gottverdammtes Telefon mit sich herumtragen sollen."

    Seit ich auf Amazon.de Rezensionen schreibe, habe ich mich immer bemüht alle Kritikpunkte und Ansätze zu einem Buch in meine Besprechungen mit einfließen zu lassen. Nicht um mich lieb Kind zu machen, sondern weil die Summe aller Meinungen der Spiegel eines jeden Buches ist, ob sie nun zutreffen oder nicht.

    Bei jedem Buch, das der amerikanische Schriftsteller J.D. Salinger geschrieben hat (es sind genau 4), fällt mir diese Taktik jedoch sehr schwer. Ich liebe seine Bücher und doch möchte ich nicht ausschließen, dass sie für manche eine eher unbeeindruckende Erfahrung darstellen können, auch wenn ich jedem ans Herz legen möchte, sie zu lesen. Mich haben diese Bücher verändert. Ich kann sie immer wieder lesen, ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert und gepackt, gehe immer wieder durch diese Prosa, die ganz ohne Manierismen und fast ohne Sorgfalt auskommt, mit einem Gefühl, als wäre alles, was dort geschrieben steht, ein Geschehen irgendwo zwischen Leben und Kunst, eine nahe und doch zugleich sehr literarische Erfahrung. Auf der Höhe der Literatur und doch in vielen Untiefen.

    Der Fänger im Roggen ist nun ein ganz besonderes Werk und ich weiß nicht, ob ich es hinkriege, darüber etwas Gescheites zu schreiben. Ich bin mal wieder, nach der 4ten Lektüre, überrascht, wie schnell dieser Roman doch vorbeigeht und wie viel (in den Zwischenräumen) und zugleich wenig (an der Oberfläche) darin passiert. Doch am meisten hat mich wieder einmal die unglaubliche Nähe, die Aufrichtigkeit und Authentizität, die Empathie und der plötzliche Witz dieses Buches begeistert. Ich frage mich wie immer: Wer traut sich wirklich, so ein Buch zu schreiben, wie "Catcher in the rye" eines ist? So wahr und doch (oder deswegen) so gegen den Strom.
    Eine Bekannte, der ich das Buch zu Lesen gab, meinte Holden wäre ein Außenseiter, ein Verrückter gar, ein Nihilist, ein Abgedrehter. Ich bin nicht der Ansicht. Ich glaube Holden geht einfach an der Welt kaputt (und ist nebenbei sehr viel gesünder als die meisten von uns). Aber er geht eben nicht spektakulär kaputt. Überhaupt ist nichts in diesem Buch spektakulär, äußerlich. Es ist alles ganz einfach - und doch so kompliziert. Und Salinger schafft es, dies auf den Punkt zu bringen - er hat ein wundervolles Buch darüber geschrieben, mit einer der besten, in seinen Empfindungen wirklich nachzuempfindenden Figur, die je auf den Leser losgelassen wurde. Wer glaubt, dass Kunst nicht das Leben abbilden könne, weil sie idealisiert, trickst, glättet, der sollte den Fänger im Roggen lesen.

    "Aber wenn man am Leben bleiben will, muss man eben dieses Zeug mitmachen."

    Ein Buch das sagt: Take it or leave it und das doch im Geheimen weiß: So einfach ist es nicht. Viele Leute sehen in Holden gerne einen klassischen Antihelden (aber Held und Antiheld sind Konstruktionen der Kunst und damit wird man Holden nicht gerecht) oder einen sehr sprunghaften, sonderbaren Kerl. Aber werden wir nicht alle von denselben Dingen wie er umgetrieben? Spontane Abneigung, Verlorenheit, Daseinsjammer und oft dieses Gefühl der Oberflächlichkeit, als hätte man sich in einer Welt der Schemata und Konventionen verlaufen, aus denen stets nur das immer gleiche, beschränkte erwächst – wo man selbst doch nur ein bisschen etwas Wahres haben will? Salinger hat sich getraut diese Emotionen und Ideen am Beispiel eines Heranwachsenden wunderbar zu durchleuchten, das ganze Problem, mit der Welt klarzukommen, mit den Menschen, die alle so verschieden sind und die doch alle in einer Gleichung zusammenkommen sollen, die man Zusammenleben nennt.

    Und doch ist Der Fänger im Roggen kein Manifest, keine psychologische Studie und Holden ist kein Ankläger, keine Thomas Bernhard Figur, keiner, der es sich in seiner Opposition leicht macht. Nein, auch er sucht nur seinen Platz in dem Ganzen und hält sich selbst für reichlich schwierig. Dabei zeigt sich gerade an seinem Beispiel, wie schwierig es ist, man selbst zu sein, wenn dieses selbst sich fast nirgendwo mit der Umwelt deckt und sich nicht in eine maßgeschneiderte Existenz begeben will.
    Dies alles und noch mehr, verteilt und oft unscheinbar, steckt in diesem Buch.

    Mancher mag meinen, es sei ein bloßer Kniff aus Stilmitteln und Vulgärsprache, wie Salinger Holden reden lässt und das sei das ganze Revolutionäre an diesem Buch. Weit gefehlt - weiter geht kaum mehr. Wer den Fänger im Roggen auf diese Dinge festmacht, wird ein großartiges Buch versäumen. Denn all diese sprachlichen Kleinigkeiten - wenn man genau hinhört, nachfühlt, sind es Signale der Seele, wie auch wir selbst sie für einen Moment oft spüren. Dinge, die einen umhauen. Die einen wütend machen. Die einen abrutschen lassen in eine plötzlich Melancholie oder Abgewandtheit. Die einen euphorisch machen oder einen irgendwie seltsam beruhigen oder gar glücklich machen. Dinge, die uns eben umtreiben, weil wir in einer Welt leben, die ständig mit uns kommuniziert und unser Selbst auch ausmacht. All das hat Salinger seiner Figur eingegeben und wenn man dies beim Lesen bedenkt, ist es wahrlich umwerfend, das er dieses Buch überhaupt geschrieben hat. Vor allem, dass er es geschrieben hat, ohne es zu kommentieren, ohne in irgendeiner Weise in Rhetorik oder Abhandlung oder Essayistik zu verfallen.

    Bei allem was ich sage, möchte ich dennoch nicht verhehlen, dass dieses Buch kein Wegweiser ist oder eine wirkliche Philosophie vertritt. Holden ist nicht Salinger und selbst wenn, dann ist Holden kein Prophet. Er ist ein Mensch, ein Teenager, wie tausend andere und er spricht mit der Stimme eines solchen und nur damit. Und das, diese einfache Tatsache, macht dieses Buch letztlich (und allein schon) so lesenswert. Nichts türmt sich darüber auf, keine unterschwellige philosophische Strömung hat dieses Werk aufgeschüttet. Es ist ein Werk, das einfach erzählen will, wie das so ist, das Problem mit dem Leben, mit der Schule, mit den Mädchen, mit der Freude, mit der Liebe, mit der Angst, mit dem Glück. Man kann Salinger nur dankbar sein, dass er es geschrieben hat. Für mich und vielleicht nur für mich, ist der Fänger im Roggen eines der schönsten und eindrucksvollsten Werke, die je zwischen zwei Buchdeckeln veröffentlicht wurden. So konzentrierte Erzählkunst und doch ist es ist kein großer, erlesener Roman - es ist viel mehr als das, viel näher am Leben. Es ist Literatur, im besten Sinne.

    Zuletzt zur Übersetzung: Übersetzungen sind immer so eine Sache. Ich glaube nicht, dass man Den Fänger im Roggen im Original lesen muss, auch wenn das wiederum eine ganz besondere Erfahrung ist. Die neue Übersetzung von Schönfeld finde ich auch okay, wobei mir die von Böll besser gefällt, wenn sie auch anfangs etwas verstellt wirkt. Aber in dieser Übersetzung habe ich mehr das Gefühl, dass das Werk wirklich in die deutsche Sprache übersetzt wurde und ihren Ansprüchen, ihrer Art gerecht wurde, während Schönfelds Übersetzung mehr ein Versuch ist, die Legerheit und Eigenheit der englischen Version auch im Deutschen erreichbar zu machen (aber es ist nun mal das Problem, dass diese Art im Englischen total gut kommt, mit ihrer Knappheit etc., aber im Deutschen etwas zu BAM-mäßig klingt). Sind eben zwei Konzepte, die man beide nicht aburteilen sollte.

  7. Cover des Buches Die Perlenschwester (ISBN: 9783442489213)
    Lucinda Riley

    Die Perlenschwester

    (598)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Achtung! Es handelt sich um den 4. Band einer Reihe. Die Bücher können zwar theoretisch unabhängig voneinander gelesen werden, die Rezension könnte aber trotzdem Spoiler enthalten, wenn man Band 1 bis 3 noch nicht kennt.

    Inhalt:
    Als CeCes Adoptivvater stirbt, bekommt sie von ihm einen Hinweis auf ihre Herkunft und erbt eine große Summe Geld. Zunächst will sie sich nicht mit ihren Wurzeln beschäftigen, doch ihr Streit mit ihrer Schwester Star lässt sie umdenken und sie reist alleine nach Australien, um den Spuren von Kitty Mercer zu folgen...

    Meine Meinung:
    Ich habe erst vor Kurzem den dritten Band der Sieben-Schwestern-Reihe gelesen und hatte einfach Lust, die Reihe weiterzuverfolgen. Wenn man die Autorin kennt, weiß man, das sie immer einem bestimmten Erzählkonzept folgt und sich das durch all ihre Romane zieht. Für mich ist das eine große Stärke der Autorin, aber eben auch ihre größte Schwäche. Hat man das Konzept einmal verstanden, ähneln sich die Romane der Autorin. Man muss sowas also mögen, um weiterhin Freude an den Büchern zu haben.

    So besteht auch dieser Roman wieder aus zwei Zeitebenen und folgt dieser klaren Struktur. In der Gegenwart begleiten wir CeCe auf der Suche nach ihrer Herkunft. In der Vergangenheit lernen wir Kitty Mercer kennen, sie wanderte von Schottland nach Australien aus. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sorgt für Spannung und ein schrittweises Zusammenführen der Handlungsstränge. Dadurch wird auch eine Sogwirkung erzielt, wobei mich die Storyline in der Vergangenheit deutlich mehr interessiert hat als die in der Gegenwart.

    Die Geschichte ist nicht direkt spannend, weil es viel Action gibt. Es ist einfach spannend zu lesen, was insbesondere Kitty Mercer erlebt hat. Sie lebte zu der Zeit, als viele Menschen ihr Glück in Australien versucht haben. Dabei stehen hier nicht nur der Umgang mit den Aborigines im Vordergrund, sondern auch der Perlenhandel, der damals in Australien aufblühte. Man hat das Gefühl, selbst dabei zu sein. Mir hat dabei besonders der bildhafte Schreibstil gefallen. Länder wie Thailand in der Gegenwart und Australien, das sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart eine Rolle spielte, wurden lebendig und das hat viel Spaß gemacht.

    Insgesamt hat mir der Erzählstrang in der Vergangenheit deutlich besser gefallen. Kitty war eine starke Frau, die sich auch gegen die Meinungen ihrer Zeit gestellt und für sich und ihre Familie eingestanden hat. Das finde ich sehr bewundernswert.

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht hauptsächlich aber natürlich CeCe, eine Frau auf der Suche nach sich selbst. Nachdem sie im Vorgängerband nicht sonderlich sympathisch gewirkt hat, musste ich mich hier erst mit ihr anfreunden. CeCe ist allerdings innerlich einfach sehr verunsichert und hat sich angewöhnt, sich auf Star zu verlassen. Ohne diese Unterstützung muss sie sich nun alleine durchschlagen und macht dabei eine starke Entwicklung durch. Ein bisschen gestört hat mich, dass sie quasi all ihre Unfähigkeiten auf ihre Legasthenie schiebt. So gut ich es finde, dass auch dieses Thema im Mittelpunkt steht, gibt es für Legasthenie Hilfe und das auch schon zum Zeitpunt der Entstehung der Romane. Mich verwundert, dass CeCe diese zusätzliche Förderung nie bekommen haben soll und man ihr hier einfach eine Schwäche aufdrücken wollte, um sie authentischer zu machen.

    DIe Mischung aus Familiengeheimnis, historischer Erzählung und persönlicher Entwicklung der Hauptprotagonistin bildet die klassische Struktur aller Romane von Lucinda Riley und dieses Konzept muss man mögen, um auch dieses Buch zu mögen. Es machte diese Geschichte recht vorhersehbar und teilweise wirkte es zu stark konstruiert. Für mich war das Buch damit ein eher schwächerer Teil der Reihe. Ich werde die Reihe aber dennoch bis zum Schluss lesen.

  8. Cover des Buches Zersplittert (ISBN: 9783733500399)
    Teri Terry

    Zersplittert

    (972)
    Aktuelle Rezension von: Stoeckchens_buecherwelt

    Mit Zersplittert hat die Autorin noch einmal richtig Spannung vor dem finalen Teil aufgebaut. Während uns Band 1 „Gelöscht“ in eine Welt eingeführt hat, in der jugendliche Straftäter*innen geslated wurden und ihre Persönlichkeit ausgelöscht wird, um somit eine zweite Chance in der Gesellschaft zu bekommen, lernen wir Rain aka. Lucy kennen. Wobei wir sie bereits in Band eins als Kayla kennengelernt haben. Kayla, die so stark traumatisiert wurde, dass sie eine multiple Persönlichkeitsstörung hat. 

    Kayla, die sich momentan nicht selbst kennt, aber auch nicht weiß, wem sie trauen kann. Die Autorin führt hierbei einige neue Charaktere ein und verändert Konstellationen und das war’s, wir glauben zu wissen, um einfach nur noch mehr Unsicherheit zu streuen. Jeder neue Charakter, jede veränderte Persönlichkeit, jede veränderte Konstellation kann eine potentielle Gefahr sein. Wem kann Kayla nun noch trauen? Nico? Toni? Ihrer Mutter? Ihr Vater? Amy? Wer steckt alles mit den Lordern zusammen und wer steht hinter ihr? Wer hilft ihr, die Wahrheit herauszufinden und für diese zu kämpfen… ? So viele Fragen, während Kayla nicht mal mehr weiß, wer sie selbst wirklich ist. Wer sagt die Wahrheit und wer lügt.

    Nicht nur indem die Autorin selbst die Unsicherheit der Leser*innen stützt und man nicht weiß wer ist gut und wer ist böse und wer ist Kayla und was hat sie in den letzten Jahren erlebt, sondern auch durch ihren Schreibstil schafft sie es konstant die Spannung in dem Buch aufrecht zu erhalten und diese für Kapitel zu Kapitel zu steigern. Und dabei lässt sie durch kleine Flashbacks immer mehr eine neue Gefühlswelt zu Lucy und ihrer Vergangenheit aufbauen während dann gegen Ende des Buches einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird.

    Die Autorin unterstreicht Kaylas Verzweiflung, Ängste und Ungewissheit mit ihrem Schreibstil so anschaulich.

  9. Cover des Buches Die Schattenschwester (ISBN: 9783442487455)
    Lucinda Riley

    Die Schattenschwester

    (716)
    Aktuelle Rezension von: Amelie_Engel

    Spoilerfreie Meinung💕

    Als Vorbereitung für den neuen Roman "Orlandos Vermächtnis", der im November erscheint, und auf diesem Band basiert, wollte ich unbedingt mir alles nochmal ins Gedächtnis rufen. Ich habe dieses Buch zuletzt vor 5-6 Jahren gelesen & dementsprechend viel vergessen. Ich mag die Sieben-Schwestern Reihe sehr gern und empfehle sie immer wieder. Die Schattenschwester ist zwar kein Roman, den ich als Pageturner bezeichnen würde, aber man taucht gemeinsam mit Star in die Geschichte ein. Ich liebe die Art zu erzählen sehr. Auch wenn ich mit Stars neuen Bekannten meine Probleme hatte, gewöhnte ich mich an sie. Die historische Geschichte ist wirklich herzerwärmend. Mit Flora habe ich einen "neuen" Lieblingscharakter gefunden. Viele Fakten entsprechen historisch der Wahrheit, was mich in ein Recherche Rabbit-Hole über Alice Keppel, Violet Keppel, Vita Sackwille-West & vielen weiteren führte. 

    Achtung, ab hier folgen Spoiler❗

    Setting ⭐⭐⭐⭐⭐ 

    Sowohl in der heutigen als auch in der historischen Zeit ist die Umgebung sehr schön beschrieben. Ich habe nach Rileys Bücher immer Lust, mir eine Liste mit allen Orten zu schreiben & auf Reisen zu gehen. 

    Charaktere ⭐⭐⭐⭐,5

    • Star

    Star ist mir sehr sympathisch, auch wenn ich eine Zeit brauchte. Am Ende habe ich sie als Person erkannt, während ich zu Beginn sie noch nicht greifen konnte. Aber das zeigte umso deutlicher, wie sehr sie aufblühte. 

    Das Schlusswort der Autorin, dass "Star zwar nicht die Welt verändert [hat], aber das Leben der Menschen um sie herum beeinflusst und verbessert", trifft es für mich auf den Punkt. Es ist so schön zu sehen, wie wichtig es ist, sein eigenes Leben aufzubauen.

    An einigen Stellen verglich Star sich sehr. Sie blickte sich so begeistert in der Buchhandlung um, "wie viele Frauen es wohl in der Boutique mit modischer Kleidung getan hätten" oder dass sie eine klare Handschrift hatte, "wie man sie heutzutage kaum noch sah". Egal, wie man das bewertet, frage ich mich, ob der Vergleich zur Handlung beiträgt. Meiner Meinung nach nicht.

    • CeCe

    Dass die Beziehung & Abhängigkeit von den beiden Schwestern problematisch ist, wird sehr deutlich. Auf Star war ich stolz, dass sie es schafft, mehr aus sich rauszukommen, während ich bei Cece inständig auf Reflexion hoffte (die es nach meiner Erinnerung aber  im nächsten Band gab...)

    Trotzdem war ich überrumpelt, dass Star sich nach dem ersten Besuch bei Orlandos Familie (nach meinem Gefühl) sehr schnell von Cece lösen konnte. Wusste CeCe überhaupt, dass sie den Job hat?

    • Orlando

    Meine Meinung zu Orlando ist zwiegespalten. Umso mehr freue ich mich auf mehr Einblicke im November. Auf der einen Seite ist er ein sympathischer, schräger Buchhandlungs-Besitzer. Auf der anderen Seite ist auch er erwachsen und einige Aktionen sehr kindlich. 

    Teilweise geht Orlando  mit Star nicht gerade empathisch um. Ja, sie ist seine Angestellte für die Buchhandlung. Aber eben nicht für High Weast. Kommentare wie "Da ist ja die Köchin." waren zwar selten, trugen aber bei mir nicht für viel Sympathie bei. Oder dass Star ihm den Rücken freihält und er sie dann beim Kauf von Halloweenkostümen mit folgender Aussage kommentiert:

    Wenn man eine Frau in der Nähe von Läden allein lässt, gelingt es ihr eine Familie im Handumdrehen in den Ruin zu treiben.

    Sie möchte Rory, seinem Neffen, eine schöne Erinnerung schenken, mehr nicht. Die Tatsache, dass er mit Geld nicht umgehen kann, außen vorgelassen. Zum Schluss gab es eine Situation, in der Star sich verletzt fühlte von seiner "analytischen Vorgehensweise".

    Die Schattenschwester war für mich vor 5-6 Jahren der Grund, warum mir Repräsentation von Erkrankungen wichtig ist. Genau wie Orlando, habe ich Epilepsie & hatte bei jeder Erwähnung hier meinen eigenen, verqueren Fangirl-Moment. 

    • Maus

    Maus kam sehr schnell (für mich zu schnell) zu der Erkenntnis, dass er Star liebt. Nach meinem ersten Lesen vor 5 Jahren fand ich ihn nicht sympathisch. Das hat sich ein bisschen gebessert, weil ich sehe, dass er mit Star einen Lebenswandel durchführt. Gleichzeitig frage ich mich, genauso, wie Star, ob seine Liebe vielleicht deswegen aufkommt. 

    Und was sollte das bitte mit dem Ultimatum? Eine Frau sorgt für eine Zeit lang, für seinen Sohn. Um den er sich gerade nicht kümmern kann. Kocht für ihn. Kümmert sich (gefühlt) um den gesamten Haushalt. Und dann würde er sie bitten, eine andere Bleibe zu suchen, wenn sie keine Beziehung mit ihm eingeht? Ach du meine Güte. 

    • Rory 

    Rory ist mir gleich ans Herz gewachsen. Total toll fand ich seine offene Art. Außerdem war es so schön zu sehen, dass die verschiedenen Sprachen der Gebärdensprachen berücksichtigt wurden (d.h. dass die französische nicht dieselbe wie die englische ist). 

    Ich fand aber, dass Star & Rory sich sehr schnell aneinander gewöhnt haben. Auch wenn es süß ist, ist er immer noch ein "fremdes Kind", dem Star nach wenigen Wochen ein Gute-Nacht-Kuss auf die Stirn gibt. Aber vielleicht war das allgemein ein ungewohntes Thema für mich: Star küsst fast alle Familienmitglieder auf die Stirn. Was zwar zeigt, wie nahe sie sich stehen, aber angesichts dessen, dass sie sich wenige Wochen kennen, seltsam. 

    Historische Personen

    • Flora

    Flora liebe ich wirklich. Ihre Schlagfertigkeit, ihre offene Art und Liebe zu Tieren macht sie sehr sympathisch. Es gab einige Momente, bei denen ich lachen musste, weil Flora einfach sehr direkt ist. Zum Beispiel: Archie verabschiedet sich nach seinem Ausflug mit den Worten: "Schade, dass Sie den falschen Eindruck von mir zu haben scheinen [...]" und sie antwortet: "Ich glaube nicht, dass ich den falschen Eindruck habe." Oder sie gefragt wird, ob sie wirklich eine alte Jungfer werden, die nur von Tieren und Pflanzen umgeben sei und sie sagt: "Sie meinen eine vermögende, unabhängige Frau, der es gelungen ist, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen?" 

    Sie spricht Konflikte einfach an. Außerdem hat sie viele Gedanken, die mich selbst auch zum Nachdenken anregten. 

    • Archie

    Er ist schon ein süßer Mann. Fast hätte ich mit in ihn verliebt. Er hat Flora sogar gefragt, ob er sie küssen darf und ging sehr behutsam mit ihr um. Und auch wenn er Aurelia nicht liebte, sorgte er für sie und verteidigte sie vor seiner Mutter. 

    • Violet

    Die lesbische Beziehung war sehr schön zu lesen. Umso schöner war danach, herauszufinden, dass das historisch der Wahrheit entspricht.

    Handlung ⭐⭐⭐⭐

    Zum Teil war es für mich durch Längen, anstrengend zu lesen. Ich mag Stars Geschichte sehr gerne, aber manchmal hatte ich das Gefühl, dass einfach nichts passiert. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass es für mich ein Reread war. 

    Mit der Zeitspanne war ich sehr oft unsicher. Manchmal wusste ich nicht genau, wie lange Star Orlandos Familie schon kennt. Das führte dazu, dass einige Handlungen zu voreilig wirkten, auch wenn sie es vielleicht nicht waren (z.B. Stars Entscheidung für Rory zu sorgen).

    Einige Male wurde von unterschiedlichen Personen auf das Gewicht von Star Bezug genommen. Jedes Mal war ich mir unsicher, ob das als Kompliment oder als Warnung gemeint war. Und immer fragte ich mich, ob das für die Handlung nicht gleichgültig war. 

    Schreibstil-Gefühl ⭐⭐⭐⭐,5

    Es gibt viele tolle Zitate, die schön klingen, aber auch zum Nachdenken anregen. Ich habe bei diesem Buch soviele Notizen, wie bei kaum einem anderen davor. 

    Überrascht hat mich, wieviele echte historische Gegebenheiten und Personen in die Geschichte eingeflossen sind. Lucindas Rileys Danksagungen sind wirklich schön geschrieben. Man kann ihre Gedanken zu all den Personen erfassen und bekommt ein Gefühl für ihren Schreibprozess. 

    Ein Punkt, der mich störte, aber an der Übersetzung liegt, war der Gebrauch von Sie und Du. Wie oben geschrieben, fande ich, dass die Liebesgeschichte zwischen Maus & Star viel zu schnell ging. Das verstärkte sich auch noch, dass die beiden erst nach dem Liebesgeständnis damit anfingen, sich zu duzen. 

    Unterhaltung ⭐⭐⭐⭐,5

    Ich habe viel Spaß gehabt, wieder in eines der Sieben-Schwester-Bücher zu versinken. Auch wenn ich nicht jede Person sympathisch fand & es ein paar Längen gab, habe ich sehr viel Inspiration & Gedanken mitgenommen. Und u.a. davon lebt das Lesen. Ich bin sehr gespannt auf das neue Buch von Lucinda Rileys Sohn. Da ich auch Atlas sehr mochte, bin ich aber fast sicher, dass es mir gefällt. Vielleicht muss ich aber meine Erwartungen noch ein bisschen runterschrauben.....


  10. Cover des Buches Die Mondschwester (ISBN: 9783442490783)
    Lucinda Riley

    Die Mondschwester

    (469)
    Aktuelle Rezension von: dodo2025

    Der Roman hat mir sehr gut gefallen, die Protagonisten waren mir alle sympathisch.

    Tiggy, die wie ihre Schwestern adoptiert wurde, erhält nach dem Tod vom Vater Pa Salt einen Brief, wo sie aufgefordert wird,  nach Granada zu reisen um dort auf ihrer Herkunft zu stoßen. Die Beschreibung von Sacromonte fand ich sehr schön und konnte mich da hinein träumen, dann wird von ihrer Großmutter berichtet die eine berühmte Flamencotänzerin war und über Geschichte der Gitanos, was ich sehr interessant und spannend fand. Dann ist Tiggy Veganerin  und Tierschützerin, dass gefiel mir sehr gut und ich konnte mich mit ihr identifizieren, allerdings war es bisschen unglücklich beschrieben, denn wenn sie eine überzeugte Veganerin wäre, würde sie keine Wollpullis und Daunenjacken tragen, aber nicht alle sind wohl so überzeugt.?!

    Die Geschichte in Schottland, mit Charlie, Zara, Cal und Beryl war ganz nett, aber nicht grad so spannend, aber schön fand ich, dass auch noch mal auf Ally zurück gekommen wurde.

    Alles zusammen fand ich den Roman aber recht schön.

  11. Cover des Buches Den Mund voll ungesagter Dinge (ISBN: 9783453273658)
    Anne Freytag

    Den Mund voll ungesagter Dinge

    (698)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Das Motto für die Lesechallenge im Mai lautet: „Lies eine queere Geschichte.“ Es ist ein großartiges Motto, denn hier kann man frei wählen, welche queere Repräsentation man bei der Lektüre wählen möchte. Mir ist sofort ein Buch in den Sinn gekommen, das ich im August 2021 während meines Urlaubs im Dussmann Berlin gekauft habe: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag. Bereits vor zwei Jahren habe ich „Mein bester letzter Sommer“ von der Autorin gelesen, was ich sehr mochte. Nun ist also ein weiteres Jugendbuch von ihr an der Reihe. Es erschien 2017 und handelt von einer Teenagerin, die schleichend erkennt, dass sie vielleicht gar nicht heterosexuell ist. Warum das Buch mit dem Thema aber manchmal nicht gut umgeht, verrate ich euch in dieser Rezension. 

    Die 17-jährige Sophie Richter zieht 2016 mit ihrem alleinerziehenden Vater Christian von Hamburg nach München, um mit seiner Freundin Lena und ihren beiden Söhnen Valentin und Leon eine Patchwork-Familie zu gründen. Obwohl sie von ihren neuen Familienmitgliedern liebevoll empfangen wird und ein riesiges Zimmer für sich bekommt, fühlt sie sich nicht heimisch und vermisst ihr Leben in Hamburg mit ihrem besten Freund Lukas. Doch dann beobachtet sie durch ihr Fenster das blonde Nachbarmädchen mit der Zahnlücke und fühlt sich auf merkwürdige Weise zu ihr hingezogen. Als sie erfährt, dass sie mit ihr in dieselbe Jahrgangsstufe des Gymnasiums geht, gibt es für Sophie vielleicht doch einen Grund, sich auf ihr neues Leben in München zu freuen. 

    „Es schüttet.“, ist der erste, knappe Satz des Prologs „Und vor mir das Nichts“. Der starke Regen soll hier die Gefühlslage der Protagonistin Sophie widerspiegeln, die ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive im Präsens erzählt. Spannend ist: Dieser Prolog ist auch ein späteres Kapitel. Auf Seite 362 steht exakt derselbe Text. Nur die letzten vier Sätze des Prologs sind anders, während später noch zwei Absätze folgen. In der Erzähltheorie ist das ein ganz typischer Einsteig: Im Prolog wird ein kleiner Schnipsel präsentiert, der zukünftige Ereignisse im linearen Handlungsverlauf vorzeitig präsentiert. Germanisten nennen das eine Prolepse, falls ihr mal ein bisschen angeben möchtet. Auf fast 400 Seiten arbeitet sich die Leserschaft also kontinuierlich in kleinen Schritten auf den Handlungszeitpunkt im Prolog hin. Sophies Geschichte beginnt dabei im März 2016 und endet im September desselben Jahres.

    Protagonistin ist die 17-jährige Sophie, die dunkle Haare hat, schlank und laut ihres besten Freundes Lukas „fast schon absurd schön“ (S. 184) ist. Innerlich ist sie aber unsicher und verletzlich. Ihre Mutter hat sie nach ihrer Geburt verlassen, und so wuchs Sophie bei ihrem alleinerziehenden Vater auf. Sie ist nachdenklich und authentisch. In vielerlei Hinsicht habe ich mich bei ihr selbst zurückversetzt gefühlt in die Zeit meiner Teenager-Jahre. Womit ich jedoch meine Schwierigkeiten hatte, war dass sie mit ihren jungen 17 Jahren schon mehrfach betrunken Sex auf Partys hatte. Sie war noch nie in einen Jungen verliebt, hatte noch keinen festen Freund, aber hat sich im Suff dann doch einfach mal flachlegen lassen. Schlimmer noch, ihr bester Freund Lukas nennt sie ständig bei ihrem Spitznamen „Flittchen“ (S. 22), der daher rühren soll, dass Sophie mal eine Phase gehabt haben soll, in der sie roten Lippenstift getragen hat und in Kombination mit ihren dunklen Haaren wie Schneewittchen ausgesehen haben soll. Und natürlich, dass sie in Hamburg den Schlampenruf weg hatte. Grundsätzlich fand ich die Dynamik zwischen Lukas und Sophie schwierig. Sie sind zwar Kindheitsfreunde, aber dass sie sich auf die Wange küssen, gemeinsam kuschelnd in einem Bett schlafen oder auf einer Party so tun, als hätten sie im Badezimmer Sex gehabt, fand ich absolut schräg. Gerade weil Lukas eine feste Freundin hat, die wohl nicht ganz grundlos eifersüchtig ist. Auf mich wirkte Lukas grenzüberschreitend, wie er jeden verzweifelten Versuch unternimmt, aus der Friendzone zu kommen. Auch wenn ich Sophie meistens sympathisch finde, merkt man, dass sie noch in einer Selbstfindungsphase steckt und sich für Anerkennung zu sehr an Typen anbiedert, die es eigentlich nicht gut mit ihr meinen. Sie muss noch lernen, Grenzen zu setzen und sich nicht zu sehr als Pick me-Girl zu inszenieren.

    Freytags Schreibstil ist modern, direkt und stellenweise metaphorisch. Dabei ist die Sprache jugendlich, intensiv und trotzdem unaufgeregt. Das Tempo ist perfekt ausgewogen und man kommt schnell in einen Lesefluss. Der Schreibstil ist wirklich die größte Stärke des Jugendbuchs: Er wirkt mühelos atmosphärisch und wunderschön. Schon bei „Mein bester letzter Sommer“ war ich von der zarten und warmen Atmosphäre begeistert, und auch hier gibt es trotz Streitigkeiten ein wunderbar wohliges Gefühl, das Anne Freytags Bücher zu etwas ganz Besonderem macht. Die Konflikte wirken nachvollziehbar und nicht aufgesetzt. Außerdem gibt es keine Längen, sondern jedes Kapitel ist sprachlich rund und bereitet große Freunde beim Lesen. Auf stilistischer Ebene habe ich also absolut nichts zu kritisieren.

    Dennoch gibt es auch zwei unübersehbare Schwachpunkte in „Den Mund voll ungesagter Dinge“. Einmal sind das medizinische Ungenauigkeiten, die mir bereits bei „Mein bester letzter Sommer“ aufgefallen sind. Hier ist die Protagonistin zwar nicht sterbenskrank, doch sie hat einmalig starkes Fieber und liegt mehrere Tage flach. Laut Lena hat Sophie bis zu 41,8°C Fieber. Einmal zur Einordnung: ab etwa 41°C spricht man von einem lebensgefährlichen Zustand, 42°C sind mit dem Leben kaum noch vereinbar. Bei extrem hohem Fieber steigt das Risiko für Kreislaufversagen, neurologische Schäden oder Krampfanfälle. Sophie beschreibt sogar tagelange Bewusstlosigkeit. Dennoch bringen weder Christian noch Lena sie ins Krankenhaus, um Laborwerte messen, Infusionen geben oder lebensbedrohliche Erkrankungen wie Sepsis oder eine Hirnhautentzündung ausschließen zu lassen. Und das alles, obwohl beide Ärzte sind und ihnen die zwingend notwendige Einweisung bewusst sein sollte. Stattdessen duschen sie Sophie fälschlicherweise kalt ab und lassen sie im Bett liegen. Ich verstehe, dass Sophies Erkrankung auch eine symbolische Bedeutung hat und mit einem inneren Konflikt einhergeht. Aber man hätte sie wenigstens realistischer schreiben können, z.B. mit 39,8°C Fieber. Besonders weil sie mit Ärzten zusammen lebt, fällt diese Szene auseinander wie morsches Holz. Ausreichende Recherchen im medizinischem Bereich sind definitiv Freytags Kryptonit.

    Außerdem ist der Umgang mit Homo- bzw. Bisexualität und dem Coming Out hier stellenweise schwierig. Aus dem Klappentext geht bereits hervor, dass Sophie und Alex anfangen, sich sexuell näher zu kommen. Allerdings hat Alex bereits einen festen Freund: Clemens. Und den verlässt Alex auch nicht, sondern betrügt ihn mit Sophie. Das wird zwar auch thematisiert, aber viel zu lange wird einfach ignoriert, dass eine von ihnen nicht single ist. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Coming Out von einem der beiden und dessen Folgen näher beleuchtet werden. Zwar erfährt Sophie teilweise Unverständnis, aber die Folgen scheinen für sie banal und tendenziell positiv zu sein, obwohl negative Reaktionen wie Ablehnung, Mobbing oder Kontaktabbrüche für viele Jugendliche leider sehr real sind. Da hätte ich mir eine differenziertere Auseinandersetzung gewünscht.

    Das Ende hat mir dagegen sehr gut gefallen. Konflikte schaukeln hier noch einmal hoch, und auch, wenn Freytag in der Danksagung geschrieben hat, dass ihr die Streitdialoge sehr schwer gefallen sind, finde ich sie doch gelungen. Beide Positionen sind irgendwo nachvollziehbar, auch wenn Alex für mich unsympathisch bleibt. Lena habe ich dagegen sehr ins Herz geschlossen und sie wird mir als liebste Figur in diesem Buch in Erinnerung bleiben. Auch die Playlists, die im hinteren Buchdeckel zu finden sind, sind typisch für Freytags Jugendbücher. Ich habe sie leicht abgewandelt auf Spotify gehört, und sie war wirklich der perfekte Soundtrack zur Lektüre und ein kleiner, süßer Bonus. Insgesamt kann ich euch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ also ans Herz legen.

    Anne Freytags atmosphärischer, wunderschöner und müheloser Schreibstil trägt „Den Mund voll ungesagter Dinge“ und macht die Geschichte über weite Strecken zu einem echten Lesevergnügen. Alle Figuren wirken glaubwürdig und Sophie ist eine authentische Jugendliche in einer Selbstfindungsphase. Kritisch ist dagegen mal wieder die unrealistische medizinische Darstellung, hier von Sophies Fieber, sowie die etwas oberflächliche Behandlung von Fremdgehen, einem Coming Out und den Folgen. Trotz dieser Schwächen habe ich das Jugendbuch aus dem Jahr 2017 sehr gerne gelesen, weshalb ich ihm vier von fünf Federn gebe. Von Freytag habe ich noch den Thriller „Aus schwarzem Wasser“ auf dem SuB, den ich gerne nächstes Jahr lesen möchte.

  12. Cover des Buches Cleopatra und Frankenstein (ISBN: 9783847902058)
    Coco Mellors

    Cleopatra und Frankenstein

    (207)
    Aktuelle Rezension von: petitpapillon
    Wenn deine dunkelste Seite auf meine dunkelste Seite trifft, entsteht Licht.

    Die Kunststudentin Cleo trifft in New York zufällig auf den Werbeagenten Frank. Aus der spontanen Begegnung wird schon bald eine stürmische und unbefangene Liebe. Doch die beginnende Euphorie wandelt sich zunehmend in eine zerstörerische Dysphorie, die mit der Zeit alles mit sich in die Tiefe zu reißen droht. 

    Coco Mellors Roman "Cleopatra und Frankenstein" trifft einen Nerv. Er zeigt seine Charaktere in all seinen Facetten, mit all seinen seelischen Wunden. Und eben diese Eigenschaft macht den Roman zu einem Erlebnis. Er transportiert ein melancholisches Großstadtgefühl inmitten New Yorks, zwischen Zukunftsängsten, Selbstzweifeln und dem drängenden Gefühl nach Sicherheit in all dem Chaos, das sich Leben nennt. 

    Ich empfehle "Cleopatra und Frankenstein" all denjenigen, die sich zwischen dem Gefühl von Sehnsucht nach romantischer Liebe und Selbstfindung wiederfinden. 

    PS: Es werden potenziell belastende Themen beschrieben. 

  13. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

    (440)
    Aktuelle Rezension von: Moidlvomberch

    Das Cover ist sehr schlicht und zerbrechlich gestaltet, was perfekt zu der sehr persönlichen und tiefgehenden Geschichte passt. Es wirkt direkt sehr verletzlich. Lilly Lindner hat einen ganz eigenen, fast schon poetischen Schreibstil. Sie findet Worte für Gefühle, die man sonst kaum beschreiben kann. Das Buch ist unglaublich ehrlich und traurig, aber auch wunderschön geschrieben. Es geht um Themen, die weh tun, aber man kann das Buch kaum weglegen, weil es einen so tief berührt. Wer Geschichten mag, die wirklich unter die Haut gehen und ehrlich sind, sollte das hier unbedingt lesen.

  14. Cover des Buches Das Mädchen mit den blauen Augen (ISBN: 9783746631479)
    Michel Bussi

    Das Mädchen mit den blauen Augen

    (208)
    Aktuelle Rezension von: Nala73

    Ein Flugzeugabsturz – nur ein namenloses Baby überlebt 1980. In der Vorweihnachtsnacht kommt es im verschneiten Jura zu einem tragischen Unfall: Ein Flugzeugabsturz, den allein ein kleines Baby überlebt. Doch auf der Passagierliste sind zwei Säuglinge vermerkt, beide Mädchen, beide drei Monate alt. Welches der Babys wurde gerettet? Zu einer Zeit, in der es noch keine DNA-Tests gibt, ist dies kaum mit Sicherheit nachzuweisen. In einem aufwühlenden Sorgerechtsprozess, den die Großeltern beider Familien führen, fällt trotz letzter Zweifel schließlich ein Urteil: Emilie Vitral hat überlebt, nicht Lyse-Rose de Carville. Achtzehn Jahre später entdeckt ein Privatdetektiv den Schlüssel zur Wahrheit, kurz darauf wird er tot aufgefunden. Zuvor aber hat er Emilie seine Aufzeichnungen zukommen lassen, die das Leben der jungen Frau von Grund auf verändern.

  15. Cover des Buches Lauf, Jane, lauf! (ISBN: 9783442497829)
    Joy Fielding

    Lauf, Jane, lauf!

    (1.151)
    Aktuelle Rezension von: Vanessa_Ludin

    Und wenn plötzlich alles weg ist, Erinnerungen, Menschen, Orte? Wenn man nicht einmal mehr weiss, wer man selbst ist? Genau das passiert Jane. Sie irrt planlos durch Boston, trägt ein blutbeflecktes Kleid, hat Manteltaschen voller Geld und keinerlei Erinnerung an ihr früheres Leben.

    Nach und nach erfährt man gemeinsam mit Jane, was geschehen ist, wer dafür verantwortlich sein könnte und welches dunkle Geheimnis hinter ihrer Vergangenheit steckt. Als ihr Ehemann Michael, ein angesehener Kinderarzt, sie nach Hause holt und sich fürsorglich um sie kümmert, scheint zunächst alles seinen gewohnten Lauf zu nehmen. Doch statt Besserung verschlechtert sich Janes Zustand immer weiter. Sie beginnt zu zweifeln, an sich selbst, an ihrer Umgebung und schliesslich an allem, was ihr erzählt wird.

    Joy Fielding versteht es meisterhaft, von der ersten bis zur letzten Seite Spannung aufzubauen. Langweilige Passagen gibt es fast keine,  stattdessen sorgt jedes Kapitel dafür, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Das Ende hat mich völlig überrascht und hinterlässt einen noch lange mit Gänsehaut.

    Lauf, Jane, lauf war mein zweites Buch von Joy Fielding und definitiv nicht mein letztes. Wer einmal angefangen hat zu lesen, wird schnell Lust auf weitere Werke der Autorin bekommen. Für mich eine klare Leseempfehlung!

  16. Cover des Buches Die Mitte der Welt (ISBN: 9783551583956)
    Andreas Steinhöfel

    Die Mitte der Welt

    (724)
    Aktuelle Rezension von: Fynn_Augustus

    Mir hat es wirklich super gefallen, da das Thema Sexualität und vor allem sexuelle Orientierung normal behandelt werden, wie es eben sein sollte. Ich finde die Charaktere spannend, nach und  nach taucht man in die Welt der verschiedenen Charaktere ein, man lernt sie alle kennen und lieben. Der Hauptcharakter und Ich-Erzähler legt eine tolle emotionale Entwicklung hin. Diese Selbstfindung ist toll 😊 und auch bei einem Buch schön mit anzusehen. Man fühlt mit!

  17. Cover des Buches Paradise Garden (ISBN: 9783257247756)
    Elena Fischer

    Paradise Garden

    (342)
    Aktuelle Rezension von: Carofii

    💭 M E I N U N G


    „Meine Mutter starb diesen Sommer.“ Mit diesem Satz beginnt das Buch und auch die Geschichte der 14 jährigen Billie, die sich nun nach dem Tod ihrer Mutter auf die Suche nach ihrem Vater, und damit auch ein Stück weit nach ihrer eigenen Identität,  macht. Durch diesen Einstieg war bei mir, auf schockierende Art, eine Neugierde geweckt worden, die sich bis zum Ende durchgezogen hat, denn was zum Tod der Mutter geführt hat, erfährt der Leser erst zu einem späteren Zeitpunkt. 


    Die Geschichte ist feinfühlig und gleichzeitig humorvoll erzählt, enthält reichlich Kindermund (was mir sehr gut gefallen hat) und unerwartete Wendungen, die die Geschichte für mich, trotz der vorherigen Ankündigung des Todes der Mutter, unvorhersehbar und spannend gemacht haben. 


    Was mich besonders berührt hat, war die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, die trotz der knappen Mittel voller Glücksmomente war und wunderbar gezeigt hat, dass man auch ohne Geld glücklich sein kann, wenn man nur einander hat 🥹🫶 


    Mehr möchte ich an dieser Stelle zum Inhalt und Verlauf der Geschichte gar nicht verraten 🤭 


    Kleiner Kritikpunkt: für mich gab es ein paar Szenen, die aufgrund Billies Alter unrealistisch waren, wodurch die Erzählung stellenweise leicht ins Kitschige abgedriftet ist.


    ⭐️ F A Z I T 


    Das Debüt von Elena Fischer erzählt eine berührende und zugleich humorvolle Coming-of-Age Geschichte, welche die Themen Armut, Trauer und die Suche nach der eigenen Identität verbindet und perfekt in den Sommer passt! ☀️ 


    Übrigens dürfen wir uns schon bald auf Nachschub von Elena Fischer freuen, denn am 22. Juli erscheint ihr neuer Roman „Wirf einen Schatten“ , ebenfalls in Diogenes-Verlag 🫶 

  18. Cover des Buches Fast genial (ISBN: 9783257609295)
    Benedict Wells

    Fast genial

    (471)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Nicht nur Roadtrip quer durch die USA bis nach Mexiko hinüber, sondern auch ein Trip durch das Seelenleben eines Heranwachsenden, der sich nichts sehnlicher wünscht, als seinen leiblichen Vater kennenzulernen – verbunden mit der Chance, dass sich hierdurch sein Leben grundsätzlich ändern könnte. Denn dieses scheint bereits in jungen Jahren (kaum 18 Jahre alt) eine desaströse Richtung eingenommen zu haben. Die Mutter krank, der Schulabschluss gefährdet, die Zukunft mehr als ungewiss. Ein Ereignis bietet die notwendige Sprengkraft, um dem eigenen Leben eine bessere Zukunft zu geben. Es trifft sich gut, dass er dabei auf seinen besten Freund, ein wenig schräg, dafür hoch begabt und mit wohlhabenden Eltern gesegnet, sowie eine erst kürzlich kennengelernte junge Frau, mit einer ebenfalls nicht einfachen Geschichte, diese waghalsige Reise unternehmen kann.

    Das klingt erst einmal nach einem gewöhnlichen Roman, in denen ein paar Dinge passieren, die so oder so ausgehen können, bei dem aber schlussendlich ein gutes Ende vorprogrammiert ist. Beim Lesen dieses Romans wünscht man sich sogar gelegentlich, dass diese Geschichte gut ausgehen möge, denn zu sehr wachsen einen die Romanfiguren „ans Herz“. Im besten oder schönsten Fall fühlt man sich an eigene Entwicklungen und Ereignisse erinnert, schaut zurück auf eine Zeit, in der die Welt noch zig Möglichkeiten bereithielt, wenn man nur den Mut hatte (gehabt hätte), sich dieser Möglichkeiten zu bedienen. An Mut fehlt es den Dreien nicht. Aber da ihre (kurzen) Lebensgeschichten alle mit einem gewissen Handicap verbunden sind, oder gleich mit mehreren, wie bei der Hauptfigur des Romans.

    Allerdings gibt es Episoden oder Räume, in denen die Unterschiede aufgehoben scheinen. Sei es in einer Psychiatrie, in der die Mutter von Francis mit einer schizoaffektiven bipolaren Störung liegt, einer Parallelwelt in der die Unterschiede, welcher Art auch immer verschwinden; die Krankheit bestimmt das Leben. Oder sei es an einem Spieltisch in Las Vegas an dem die Kugel rollt und ein Ziel ansteuert, unbeeinflusst von Macht oder Ohnmacht, Reichtum oder Armut der einzelnen Mitspieler. Zum Schluss dieses Buches entscheidet sich die Zukunft von Francis tatsächlich an einem Spieltisch – und wird hier geradezu grandios wiedergegeben. Das ist Spannung pur – aber auch Leiden pur …

    Denn wann setzt man alles auf eine Karte? Genau, wenn man verliebt ist. Und diese Liebe zeigt sich hier in den unterschiedlichsten Facetten. Es ist ein Buch, das tief berührt …

  19. Cover des Buches Bezwungen (ISBN: 9783733504243)
    Teri Terry

    Bezwungen

    (762)
    Aktuelle Rezension von: Ravendara

    Gesamteindruck 🌟

    Endlich abgeschlossen – und mit gemischten Gefühlen. „Bezwungen” ist eine YA-Dystopie und ich bin nicht mehr YA, Lesesaal Genre aber gerne und etliche Bücher des Gemres können mich auch abholen, dieses hier nicht so ganz.

     Es schließt die Trilogie so, wie sie begonnen hat: mit einer interessanten Grundidee, solider Spannung und einer Protagonistin, mit der ich leider nie wirklich warm geworden bin. Teri Terry zieht pflichtbewusst alle Fäden zusammen, löst Geheimnisse auf und schickt Kyla auf ihre finale Mission. Das gelingt ihr handwerklich durchaus – aber das erhoffte Finale bleibt aus. Statt eines mitreißenden Showdowns gibt es politische Intrigen, konstruierte Zufälle und ein Ende, das zwar ungewöhnlich zivilisiert daherkommt, aber auch etwas… unspektakulär wirkt. Kein schlechter Abschluss – aber eben auch keiner, der einen vom Hocker reißt. 😅


    Stärken ✅

    • Mut zum unkonventionellen Ende – kein blutiger Showdown, kein erzwungenes Happy End
    • Kyla und Ben gehen getrennte Wege – mutig, stimmig, richtig
    • Politische Intrigen als Handlungsrahmen funktionieren gut
    • Flüssiger, nüchterner Schreibstil – man kommt schnell durch
    • Kylas neue Identität bringt etwas Klarheit in das Figurenwirrwarr
    • Alle Fäden der Vorgänger werden tatsächlich aufgegriffen und aufgelöst
    •  Aiden als Figur ist sympathisch und glaubwürdig


    Schwächen

    • Nico wird überraschend schnell und unspektakulär abgehandelt
    • Astrid als neue Antagonistin entfaltet nie die dunkle Bedrohung wie Nico in Band 2
    • Kyla bleibt bis zum Schluss schwierig – anstrengend, naiv in Bezug auf Ben, manchmal egoistisch
    • Kyla löst fast alles im Alleingang auf – wenig glaubwürdig
    • Zu viele glatte Zufälle, zu viele Momente, in denen „einfach alles klappt”
    • Zu viele Figuren und Namen – man verliert gelegentlich den Überblick
    • Die jungen Anführer (MIA, Free UK) wirken unrealistisch mächtig für ihr Alter
    • Manche Auflösungen am Ende zu knapp und zu hastig abgehandelt
    • Die Chemie zwischen Kyla und Aiden bleibt zu blass
    • Genveränderungen: medizinisch alles möglich – und sie nimmt… andere Haare? 💇‍♀️


    💭 Meine Eindrücke beim Lesen

    Ich gehe ehrlich rein: Ich bin mit Kyla in keinem der drei Bände warm geworden. Und das ist das Bemerkenswerteste an dieser Trilogie – denn Teri Terry legt es nicht bewusst darauf an. Es ist kein Trick, keine erzählerische Absicht. Kyla soll eine starke, unabhängige Frau sein, die ihren eigenen Kopf hat. Der Versuch ist erkennbar – die Umsetzung ist es, die mich immer wieder ins Straucheln gebracht hat. 😕

    Denn so eigenständig wie es den Anschein hat, ist Kyla nie wirklich. In Band 1 war es Ben, der sie an die Hand genommen hat. In Band 2 dann Nico, Cam, Jazz. In Band 3 sind es Aiden und Finley. Was am Anfang noch charmant wirkte, wurde irgendwann zur Formel – Kayla/Rain/Lucy ist sooo anziehend und alle Jungs fliegen auf sie, egal wie sie sich benimmt -  und eine, die mich zunehmend gestört hat. Interessant dabei: Die wenigen Frauen, die ihr nahestehen, verschwinden schnell von der Bildfläche. Das ist schon ein Muster, über das es sich lohnt nachzudenken. 🤔

    Kyla und Ben – das Thema, das mich durch alle drei Bände begleitet hat und mich am Ende wirklich erschöpft zurückgelassen hat. Ihre Loyalität ihm gegenüber ist schlicht nicht durch sein Verhalten gedeckt. Außer den Annäherungen im ersten Band gibt es nichts, absolut nichts, was er sagt oder tut, das ihre Anhänglichkeit rechtfertigt. Ich verstehe den erzählerischen Ansatz – Loyalität als Charakterzug –, aber irgendwann kippt Loyalität in Naivität. Und genau dort verliere ich Kyla. Immerhin bleibt sie misstrauisch, was sich am Ende als richtig erweist. Und dass die Autorin nicht auf ein erzwungenes Wiedervereinen der beiden besteht, sondern beiden Figuren erlaubt, eigene Wege zu gehen und sich weiterzuentwickeln – das war mutig. Und genau richtig. 👏

    Nico war in Band 2 ein faszinierender Antagonist. Strategisch, bedrohlich, auf Augenhöhe - wenn noch sogar überlegen  gegenüber der Figuren. Dass er in Band 3 so schnell und so unzeremoniell aus dem Weg geräumt wird, hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Astrid als neue Antagonistin ist interessant konstruiert – politische Intrigen statt physischer Bedrohung –, aber sie entwickelt nie diese dunkle Schwere, die Nico ausgestrahlt hat. Die Bedrohung bleibt seltsam abstrakt - der Problem bleibt quasi „in der Familie“.

    Was mich am meisten an diesem Abschlussband beschäftigt hat: Wie kommt es, dass ein 17-jähriges Mädchen quasi im Alleingang aufdeckt, was dem Premierminister über all die Jahre verborgen blieb? Das ist eine Logiklücke, die sich nicht einfach wegdiskutieren lässt. Ebenso wie die Tatsache, dass die Anführer der verschiedenen Widerstandsgruppen alle ungefähr in Kyla-nahem Alter sind. Natürlich braucht es keine grauen Eminenzen – aber ein 25-jähriger, den ganzen Widerstand in England im Alleingang anführt und dem alle blind folgen? Das fordert meinen Glauben an die Welt dieser Geschichte ein bisschen zu sehr heraus. YA heißt ja nicht, dass es so Unfug ist, dass nur junge Leute das noch glauben können.

    Das Ende ist dann tatsächlich ungewöhnlich – und dafür möchte ich Teri Terry wirklich Tribut zollen. Kein blutiger Showdown, keine dramatische Massenschlacht wie man sie in der Fantasy kennt. Die Herrschaft der Lorder endet fast schon… zivilisiert. Das ist erfrischend anders. Nur: Kylas eigener Anteil daran ist erschreckend. Ein großer Live-Auftritt mit ganze viel Selbstdarstellung und sofort fällt das böse politische System zusammen. Und viele Handlungsstränge, auf die man gespannt gewartet hat, werden am Ende dann doch erstaunlich schnell und knapp abgehakt.

    Ach ja, und dann war da noch die Sache mit den Genveränderungen. Die Ärzte können buchstäblich alles – und Kyla entscheidet sich für…eine andere Haarfarbe. Für die Augen gibt’s eine Brille. 🙄


    🏁 Fazit & Empfehlung

    „Bezwungen” ist ein solider, aber unspektakulärer Abschluss einer Trilogie, die mehr versprochen hat als sie einlöst. Die Idee ist gut, der Schreibstil angenehm flüssig, und einzelne mutige Entscheidungen der Autorin – vor allem rund ums Ende – verdienen echten Respekt. Aber Kyla als Protagonistin bleibt bis zum Schluss eine Figur, die mich mehr frustriert als mitgerissen hat, die Antagonistin bleibt blass, und zu viele Dinge laufen zu glatt, zu zufällig, zu konstruiert zusammen.

    Wer die ersten beiden Bände mochte und die Reihe abschließen möchte: lesen. Wer noch unentschlossen ist, ob er mit der Trilogie beginnen soll: Die Idee ist stark, die Ausführung aber nicht ganz auf der Höhe. Eine nette Dystopie für zwischendurch – aber kein „Will of the many“. 🫶


    3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐

  20. Cover des Buches Dein eines, wildes, kostbares Leben (ISBN: 9783551315618)
    Jessi Kirby

    Dein eines, wildes, kostbares Leben

    (252)
    Aktuelle Rezension von: Scholu

    Jessi Kirbys Dein eines, wildes, kostbares Leben ist ein leises, poetisches Jugendbuch über Entscheidungen, verpasste Chancen und die Frage, wie mutig man sein eigenes Leben eigentlich lebt. Schon die Kapitelüberschriften, die mit Zitaten aus Gedichten verschiedener Autoren beginnen, verleihen der Geschichte eine nachdenkliche, beinahe melancholische Grundstimmung.


    Erzählt wird in der Ich-Form aus der Sicht von Parker Frost, einer jungen Frau, die gelernt hat, Erwartungen zu erfüllen. Parker tut das Richtige, das Vernünftige, das von ihr Erwartete – und genau darin liegt ihre innere Begrenzung. Besonders stimmungsvoll ist dabei die kleine, aber bedeutungsvolle Verbindung zu Robert Frost: Laut ihrem Vater ist Parker entfernt mit dem Dichter verwandt, dessen Gedichte immer wieder um Wege, Entscheidungen und das „ungelebte Leben“ kreisen. Diese literarische Referenz passt hervorragend zu Parkers innerem Konflikt.


    Der eigentliche Anstoß zur Veränderung kommt durch Zufall: Parker findet das Tagebuch einer Absolventin ihrer Schule, die vor zehn Jahren bei einem Unfall ums Leben kam. Obwohl Parker sonst keine Regeln bricht, liest sie es – und überschreitet damit zum ersten Mal eine Grenze. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin und ihrem Schwarm begibt sie sich auf die Spur dieses Mädchens, versucht zu verstehen, wer sie war, und warum ihr Leben so abrupt endete.


    Während dieser Suche beginnt Parker, sich selbst Fragen zu stellen: Was will ich eigentlich? Lebe ich mein eigenes Leben – oder nur das, das für mich vorgesehen ist?


    Das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen, fast wie ein leiser Spaziergang durch Parkers Gedankenwelt. Gleichzeitig bleibt es bewusst zurückhaltend. Gerade hier liegt aber auch eine kleine Enttäuschung: Man wünscht sich, dass Parker sich mehr zutraut, größere Schritte wagt, mutiger wird – so, wie es der Titel vielleicht verspricht. Ihre Entwicklung ist eher vorsichtig als wild, eher tastend als entschlossen.


    Dennoch überzeugt der Roman als leicht zugängliches Jugendbuch über Liebe, Verlust und Schicksal. Er drängt sich nicht auf, sondern lädt ein zum Nachdenken – über verpasste Wege, über Entscheidungen und darüber, wie viel Mut es manchmal braucht, das eigene Leben wirklich als „wild und kostbar“ zu begreifen.


  21. Cover des Buches Queenie (ISBN: 9783746638737)
    Candice Carty-Williams

    Queenie

    (109)
    Aktuelle Rezension von: Askyfullofpages

    Dieses Buch hat mich beim Lesen immer wieder sehr bewegt. Es ist schonungslos ehrlich und nimmt weder die Hauptfigur, noch die Leserinnen und Leser in Schutz. 

    Besonders berührt hat mich das Thema toxische Beziehungen und emotionale Abhängigkeit. Das Buch zeigt sehr deutlich, wie viel man in solchen Dynamiken über sich ergehen lässt und wie schwer es ist, sich daraus zu lösen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es sein kann, sich aus solchen Strukturen zu lösen. Genau diese Verstrickung und die inneren Konflikte werden im Buch sehr realistisch dargestellt. 

    Auch Queenies Selbstwertprobleme und ihre Erfahrungen als Woman of Color sind mir sehr nahe gegangen. Die Art, wie das Buch Rassismus, Identität und den eigenen Platz in der Welt thematisiert, hat mich sehr nachdenklich gemacht. 

    Ich finde dieses Buch unglaublich wichtig, weil es schwierige Themen offen anspricht und nichts beschönigt. Gerade deshalb würde ich es allen sehr ans Herz legen. 

  22. Cover des Buches Nach einer wahren Geschichte (ISBN: 9783832164256)
    Delphine de Vigan

    Nach einer wahren Geschichte

    (161)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]

    𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester

    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Nach einer wahren Geschichte
    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Delphine de Vigan
    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Dumont (TB) / Random House Audio (HB)
    𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Martina Gedeck
    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
    𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Doris Heinemann (aus dem Französischen)

    𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr lieber Fiktion oder Bücher nach einer wahren Begebenheit?

    𝔻𝕣𝕖𝕚 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
    Spannend - Verwirrend - Gut

    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
    Auf einer Party trifft Delphine auf L.
    Aus gelegentlichen Treffen, wird nach und nach eine Freundschaft. Langsam nimmt L. immer mehr Raum in Delphines Leben ein. Doch was als Freundschaft beginnt nimmt bald einen Verlauf, den Delphine nicht vorausgeahnt hat.

    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
    Ich wusste nicht, was mich hier erwartet und wurde positiv überrascht.
    Das Buch ist spannend, auch wenn es zwischendurch ein paar verwirrende oder überflüssige Stellen gibt. 👀
    Vor allem beeindruckt hat mich die Darstellung von toxischen Charakteren und Freundschaften. 🤔
    Es gibt richtig viel zu interpretieren und im Laufe der Geschichte es wird immer mehr dem Leser überlassen, die Ereignisse zu interpretieren.
    Das Buch hat mich auf jeden Fall gut unterhalten und war eine schöne Abwechslung.
    In das Hörbuch habe ich auch rein gehört. Die Sprecherin macht einen guten Job, auch wenn ich das Hörbuch auf jeden Fall schneller stellen musste. 🤭

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
    Ja, hier kann ich eine Empfehlung aussprechen. Aber nicht für Leute, die am Ende keine offenen Fragen wollen. 😂

    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  23. Cover des Buches Amokalarm (ISBN: 9783695197149)
    Uli Black

    Amokalarm

    (131)
    Aktuelle Rezension von: Dimue

    Es gibt Bücher, da ist man überlegen, wie rezensiert man das Buch, den ich bin gefühlt zu alt für das Buch.

    Das Buch wird aus Ich-Perspektive von H.C. geschrieben und alles in Jugendsprache.

    Die Plotttwist im Buch waren für mich leider etwas too much und zu überspitzt beschrieben --> Sternabzug.

    Ich bin ein verfechter von Content-Notes. Jeder darf gerne selbst entscheiden, ob er diese lesen will oder nicht, aber leider wurde nur im Nachwort auf das ernste Theme Mental Health, Machtmissbrauch und Coming of Age erklärt.

    Sterne gibt es:
    - ab der Hälfte wusste ich irgendwann nicht mehr handelt es sich "nur" um einen unzuverlässigen Erzähler oder ist mehr dran
    -ich mochte es, einmal ein Buch eines männlichen Jugendlichen zu sehen und ich mochte auch H.C.
    - das Nachwort, weil es das Buch in einer anderen Perspektive hinterlässt

  24. Cover des Buches Girl At Heart (ISBN: 9783846601150)
    Kelly Oram

    Girl At Heart

    (323)
    Aktuelle Rezension von: Ninchen24

    Charlie Hastings liebt Baseball. Durch ihren Vater wurde ihr die Leidenschaft für diesen Sport quasi in die Wiege gelegt. Als einziges Mädchen spielt sie erfolgreich mit ihren drei besten Freunden im Team der Schulmannschaft. Doch ein Problem bleibt: Die Jungs nehmen sie nicht wirklich als Frau wahr. Als ihr Schwarm Eric, der gleichzeitig ihr bester Freund ist, mit einem anderen Mädchen zum Ball gehen möchte, wird es Charlie zu viel. Wutentbrannt beschließt sie, das Team zu verlassen.

    Der Teamkapitän Jace bemerkt ihren Unmut und macht ihr einen Vorschlag: Seine Zwillingsschwester soll ihr helfen, ihre weibliche Seite zu entdecken. Während dieses Prozesses erkennt Charlie, wie einfühlsam und verständnisvoll Jace ist. Doch als Eric bemerkt, dass Jace anscheinend ein Auge auf Charlie geworfen hat und sie sich immer weiter verändert, muss er handeln. Wer von beiden wird am Ende Charlies Herz gewinnen?

    Ich liebe Kelly Orams Schreibstil und die Art und Weise, wie sie es schafft, die Sympathie der Leser für ihre Charaktere zu wecken. Die Geschichte ist eine süße Liebesgeschichte, die ich regelrecht verschlungen habe. Charlie durchläuft eine beeindruckende Entwicklung, und auch wenn man sich nicht unbedingt mit ihrer Situation identifizieren kann, macht es unglaublich viel Spaß, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Jace ist einfach unglaublich süß und sympathisch – ich habe mich beim Lesen ein wenig in ihn verliebt. Der Sportaspekt ist zwar präsent, spielt jedoch nur eine Nebenrolle in der Geschichte, sodass man kein Fan sein oder sich damit auskennen muss. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne Teenie-Liebesgeschichten liest.

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