Bücher mit dem Tag "illegale einwanderer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "illegale einwanderer" gekennzeichnet haben.

35 Bücher

  1. Cover des Buches Totenfrau (ISBN: 9783442749263)
    Bernhard Aichner

    Totenfrau

     (419)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Dieses Buch ist meine erste Begegnung mit dem Autor Bernhard Aichner und schon mal vornweg, es wird nicht die Letzte sein.

    Brünhilde Blum – die Blum – ist Bestatterin in Innsbruck, verheiratet mit dem Mann ihrer Träume und liebevolle Mutter zweier Kinder. Doch ihre Vergangenheit birgt ein dunkles Geheimnis. Ihr glückliches Leben zerbricht, als ihr Mann tödlich verunglückt – ein tragischer Unfall wie es scheint. Blum stößt im Nachlass ihres Mannes auf Tonbandaufzeichnungen, Gespräche mit einer Unbekannten die Unvorstellbares erlebt hat. Blum gräbt weiter, findet die Unbekannte und muss erkennen, dass ihr Mann ermordet wurde, weil er bei seinen Nachforschungen wohl zu erfolgreich war. Jetzt erwacht Blums dunkle Seite und die Jagd auf die Täter beginnt, unbarmherzig und brutal schlägt sie zu, räumt auf, rächt sich.

    Der Roman ist schnell, was vor allem am recht ungewöhnlichen Schreibstil von Aichner liegt, kurze Sätze, keine langen Monologe, immer nur vorwärts – dazwischen immer wieder Dialoge. Eine permanente Spannung und dann brutale Gewalt eiskalt wie in Berichtsform beschrieben. Ein absoluter Pageturner. Die Protagonisten sind gut charakterisiert, Blum ist trotz der Gewalt unheimlich sympathisch, wirkt einerseits warmherzig und verletzlich und ist dann wieder erbarmungslos, effizient und brutal.

    Ein Thriller der sich abhebt von der Masse – von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  2. Cover des Buches In eisiger Nacht (ISBN: 9783404176212)
    Tony Parsons

    In eisiger Nacht

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee

    Tony Parsons In eisiger Nacht Bastei Lübbe 2017

     

    Detective Max Wolfe und seine Kollegen finden elf tote, erfrorene Frauen, in einem LKW, mitten in London. Eine Frau stirbt dann noch im Krankenhaus und eine andere ist flüchtig. 

     

    Also um es vorweg zu nehmen, „In eisiger Nacht“ ist Band 4 einer Serie. Das hätte ich nicht gedacht, weil da Menschen sterben, die sicher schon in den ersten 3 Bänden vorkamen und das mag ich nicht in einer Serie, von daher werde ich nicht weiter lesen. Das hat schon Inspektor Jury von Martha Grimes für mich „gekillt“. 

     

    Trotz allem es ist spannend, hat sehr viele Gefühle und man erfährt viel über Menschenhandel und Dünkirchen. 

     

    Das Cover ist eine 2 Plus. Es gefällt mir sehr gut, aber es fehlt etwas. Vielleicht, weil es irgendwie zu idyllisch ist. Der Titel passt jedoch sehr gut, finde ich. 

     

    Der Schreibstil ist gut, alles ist fein gezeichnet. Die Charaktere sind gut getroffen. Die Chefin von Wolfe mag ich jedoch gar nicht, weil sie einige in den sichereren Tod schickt. Ohne Rücksicht auf Verluste von MENSCHEN, auch wenn die bei der Polizei angestellt sind. 

     

    Mein – Lesezeichenfees – Fazit: 

    Eigentlich ein sehr gut geschriebenes Buch, mit einem schönen Cover. Aber wenn sympathische Charaktere sterben, die/der sicher schon in den Vorgängerbüchern beschrieben sind, dann ist das halt keine Serie für mich. 4 Sterne.  

  3. Cover des Buches Weil es Liebe ist (ISBN: 9783958183629)
    Christina Lauren

    Weil es Liebe ist

     (184)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Holland Bakker ist Mitte Zwanzig und jobbt eher erfolglos als T-Shirtverkäuferin. Eigentlich wollte Sie Schriftstellerin werden, doch sie hat schon lange kein Wort mehr zu Papier gebracht. Täglich freut sie sich darauf den genauso attraktive wie talentierte Straßenmusiker Calvin zu treffen, das sie dafür einen Umweg macht interessiert sie nicht. Doch dann teilt sie nicht nur die Wohnung mit ihm....

    Eine süße Liebesgeschichte mit vielen Missverständnissen, Geheimnissen und eine Anziehungskraft die keinen loslässt. Holland und Calvin zieht es zueinander und gehören zusammen. Holland ist schon ein sehr interessanter Name und sie lässt einen genau wissen warum sie so heißt und so manche Witze bekommt man zu hören. Sie ist ein süßes Mädchen, jung und hat keine Ahnung was sie mit ihrem Leben anfangen sol. Calvin ist am Anfang kein Kerl, den ich mögen würde, doch schnell zeigt er sein wahres ich. Dadurch mag ich ihn schon eher. Die Geschichte hat keine wirklichen Überraschungen, die einen umhauen. Eine Geschichte mit Happy End, genau das was man ab und zu mal braucht.

  4. Cover des Buches Nebelkind (ISBN: 9783734100697)
    Emelie Schepp

    Nebelkind

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Kalinka_Maier

    Die Hauptfigur der Staatsanwältin finde ich spannend. Die Erzählung ist teilweise mit Rückblenden erzählt und fesselnd. Freue mich schon auf den nächsten Band.

  5. Cover des Buches Deiner Seele Grab (ISBN: 9783548611242)
    Inge Löhnig

    Deiner Seele Grab

     (148)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    in diesem Buch wird eine alte Dame tot aufgefunden, im Tod drapiert mit Apfel und Trauben.

    Tino beschäftigt sich mit der Symbolik dieser Inzenierung und sieht die entsprechenden Schlüsse daraus. Aber ist er auf dem richtigen Weg?

    Bitte selber lesen, ich will die Spannung nicht verderben!

    Gewohnt flüssiger Schreibstil von Inge Löhnig macht das Buch zu einem Lesegenuss!

  6. Cover des Buches Fuchskind (ISBN: 9783548612515)
    Annette Wieners

    Fuchskind

     (98)
    Aktuelle Rezension von: schnuffelschnecke9904

    Darum geht es:An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt. Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist ....

    Daten zum Buch:
    Verlag:List Taschenbuch
    Erscheinungsdatum:17.6.2016
    Buchlänge: 352

    Fazit:
    Bei diesem Buch handelt es sich um einen netten Krimi in dem sehr wenig Blut fließt. Die Geschichte die dahinter steckt hätte größeres Potenzial gehabt, als was man ausgeschöpft hat. Einige Handlungsstränge fand ich zudem unlogisch und sehr weit hergeholt. An einigen Stellen wurde das Drumherum nicht gut genug erklärt und an anderen Stellen wurde zu viel Hintergrund erläutert.
    Die netten Zeichnungen und Informationen zu giftigen Pflanzen und Blumen haben mir jedoch sehr gut gefallen.
    Leider bin ich mit den Figuren nicht richtig warm geworden. Gesine kannte ich bereits aus dem Krimi 'Kaninchen Herz' wobei sie mir da deutlich sympathischer war als in diesem Buch. Auch bei den anderen Figuren stellte sich bei mir kein Sympathie Gefühl ein, sodass es mir gefühlt egal war, was mir ihnen geschieht.
    Ich bin mir sehr unschlüssig, ob ich den dritten Teil um Gesine Cordes lesen werde.

    2,5⭐/5⭐

  7. Cover des Buches Glut und Asche (ISBN: 9783453676800)
    James Lee Burke

    Glut und Asche

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Wie auch beim vorhergehenden Thriller „Regengötter“ von James Lee Burke ist auch „Glut und Asche“ ein Monumentalwerk. Im epischen Ausmaß beschrieben, treffen hier die verschiedensten Gruppen Gewalttätiger, zu Gewalt bereite Menschen mit Jenen aufeinander, die ihre Taten bereuen und am liebsten vergessen würden. Dabei gibt es auch Personen, die beides vereint. Gewalt und Reue. Religion, Hass, Neid aber einfach auch nur Geld und Macht sowie von Rache getriebener, alles trifft in der von nicht gerade vielen Menschen bewohnten Gegend zusammen, die von wenigen Gesetzeshütern beschützt wird.

    Worum es geht?

    Danny Boy Lorca, ein Indianer mittleren Alters, beobachtet einen grausamen Mord. Er traut sich beim besten Willen nicht einzugreifen. Bald schon bereut er das zutiefst und will das irgendwie gut machen. Leider wird Danny Boy des Öfteren von einer unheimlichen Gier nach Alkohol geplagt und dann kann er einfach nicht aufhören. Von daher ist er oft Gast in der Ausnüchterungszelle und als Zeuge nicht unbedingt gerne gesehen.

    Aber das ist nicht alles. Der Ermordete war nicht allein. Sein Mitgefangener kann fliehen. Der Mörder ist Antonio Krill, ein ehemaliger Kriegsgewinnler, der mit vielen Seiten Geschäfte getätigt hat. Weil seine drei kleinen Kinder ungetauft im Krieg verstarben, will er unbedingt, dass ein Geistlicher dieses nachholt, damit seine Kinder endlich in Frieden beigesetzt werden können. Das treibt ihn an.

    Partner von Krill ist der absolut gefühllose, eiskalte Mörder Negrito, der einen eigenen Friedhof für seine Feinde betreibt. Er treibt Krill mit seinen endlosen Diskussionen in den Wahnsinn.

    Der Geflohene ist Noie Barnum, der für die Regierung arbeitet und irgendwelche Pläne für Drohnen angeblich irgendwo versteckt hat und deshalb zum Spielball zwischen den Fronten wird. Im Grunde ist er aber nur auf Rache aus. Zunächst kann er sich bei Anton Ling verstecken, eine Chinesin, die ihre Machenschaften während des Krieges bitter bereut und daher viel Gutes tut. Sie beschützt und versorgt Mexikaner im Grenzgebiet und ist daher ein Hassobjekt für viele. Zum Beispiel für Reverend Cody Daniels, der vehement gegen die Einwanderer wettert und sich einen tollen Standort für seine Kirche gesucht hat. Von hoch oben blickt er über die Wüste und Berge und kann Anton Ling bei ihrem Treiben sehr gut zuschauen.

    Das bemerken auch weitere Verbrecher, wie den Russen Sholokoff. Klein, hässlich, Waffenhändler und Pornoproduzent will er unbedingt Noie Barnum finden, denn er ist viel Geld wert. Er foltert gerne beziehungsweise lässt foltern, denn wer will sich schon die Hände schmutzig machen. Also hat er einen ganzen Trupp williger, die für ihn grausam foltern und morden. So gut wie jeder böse Bube hat mit ihm eine Rechnung offen und umgekehrt.

    Unser Noie ist nun in ungewöhnliche Hände geraten, nämlich bei unserem schon bei „Regengötter“ mitspielenden Psychopathen Jack Collins – der Preacher, dessen christlich religiöse Wahnvorstellungen alle seine Untaten begründen sollen. Er hat so manche Rechnung offen, hat er doch auch so seine Finger im Spiel gehabt bei den Kriegswaffenkäufen und -verkäufen. Seine Helfer sind diesmal zwei unterbelichtete Cousins, die reichlich dämlich sind aber meistens alle Aufträge von ihm ausführen, zum Beispiel Leute zusammenschießen.

    Und dann ist da noch Temple Dowling, ein Geldgeiler Waffenhändler und pädophiler Dreckskerl, der mit dem Russen noch eine Rechnung offen hat und ebenfalls hinter Noie her ist. Temples Vater ist ein alter Bekannter von unserem Sheriff Hackberry Holland, ein alter Kriegsveteran, Witwer und ehemaligen Alkoholiker. Der darf nun hinter allen den Dreck weg machen und aufräumen. Unterstützt wird er dabei von seiner Chief Deputy Pam Tipps, einer Frau im besten Alter und schwer verliebt in Hackberry.

    An seiner Seite hilft ihm auch noch Deputy R. C. Bevins, der vom Autor lange Zeit nur R.C. genannt wird, bevor er ihm auch einen Nachnamen verpasst. Vielleicht hat er auch erst im Laufe der Geschichte eine größere Rolle bekommen. Er ist ein junger charismatischer Kerl, der gerne eigene Dinge ausprobiert und für seine Unbeholfenheit schwer büßen muss.

    Es kommt nach vielen Seiten, bei denen wir einiges über die Beschaffenheit der Umgebung und der Natur lernen, zum letzten Gefecht zwischen all den Gruppierungen. Es fließt unendlich viel Blut und die Kugeln fliegen einem nur so um die Ohren. Eine wirklich epische Angelegenheit, die aber bis zur letzten Seite Lesenswert ist.

    Ich muss kaum erwähnen, dass es unzählige Werke von Burke gibt, die man als Fan von ihm bestimmt alle lesen will. Auch bekam er sehr viele Auszeichnungen und einige seiner Bücher sind bereits verfilmt. Nachzulesen kann man das alles zum Beispiel unter https://de.wikipedia.org/wiki/James_Lee_Burke

    Lesespaß für lange Abende, Nachmittage auf der Couch, am Strand und als Geschenk für Männer bestens geeignet.

  8. Cover des Buches The Tortilla Curtain (ISBN: 9783526523741)
    T. C. Boyle

    The Tortilla Curtain

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    T.C. Boyle ist für seine satirischen und kritischen Werke weltberühmt und mit "The Tortilla Curtain" nimmt er dies auf eine ganz neue Ebene. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von zwei Paaren - das amerikanische Paar, Delaney und Kyra, das alles in ihrem Leben und Candido und America. das mexikanische Paar, das gar nichts hat. An einem schicksalshaften Tag, kollidieren ihre Welten und alles nimmt eine unerwartete Wendung. 


    Die Geschichte hat mir an sich gut gefallen. Boyle hat einen sehr speziellen Schreibstil und sein Werk strotzt nur so vor Sarkasmus. Er erzählt, wie Immigranten aus Mexiko von den weißen Amerikanern behandelt werden und was für Schwierigkeiten sie überwinden müssen, um im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Fuß zu fassen. Um es nicht zu beschönigen - es ist schrecklich. Vergewaltigungen, Raubüberfälle, Hunger, Kälte, Hitze, Regen, Überschwemmungen ... vor nichts sind Candido und America geschützt. Währenddessen leben die Ammis in ihren perfekten Häusern und ärgern sich über die "Ausländer, die überall sind und alles beschmutzen". Ich habe diesen kritischen Blick auf diese Vorherrschaft der Weißen sehr löblich gefunden. Somit können vielleicht einige Leser/innen reflektieren und ihrer Privilegien bewusst werden und sich fragen, wie sie diesen Menschen vielleicht helfen können. 
    Als Kriegsflüchtling, weiß ich dies zu schätzen, was Boyle hier anstrebt. Es ist wichtig, dass Menschen die alles haben, darüber nachdenken und versuchen sich in die Lage derer zu versetzen, die von der Hand in den Mund leben. 


    Das einzige Manko bei der Geschichte war die Hoffnungslosigkeit, die sich durch das ganze Buch gezogen hat. Nichts scheint zu funktionieren für Candido und America. Am Ende war es schon zu übertrieben, sodass es ins Unrealistische verfällt. Aber alles in einem finde ich das Buch sehr interessant und bin der Meinung, dass es jeder wenigstens einmal in seinem Leben lesen sollte - sei es auch nur um den eigenen Horizont zu erweitern. 
  9. Cover des Buches Blutige Steine (ISBN: 9783257231847)
    Donna Leon

    Blutige Steine

     (146)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    In Commissario Brunettis vierzehntem Fall wird ein Straßenhändler auf einem belebten Platz erschossen. Doch die zwei maskierten Täter konnten unerkannt fliehen. Brunetti macht sich auf die Suche und lernt so nicht nur die Situation der im Land geduldeten Afrikaner kennen, der ihre Ware auf den Straßen verkaufen, sondern auch wieder die Befangenheit in seinen eigenen Reihen wie bei Vice-Questore Patta. Brunetti ist meine Lieblingslektüre, wenn ich zwar einen Krimi, der gesellschaftliche Probleme anspricht, lesen möchte, aber gleichzeitig ein bisschen Dolce Vita Feeling haben möchte. 2006 wurde dieser Fall veröffentlicht. Schon hier hat sich die Brunetti Familie über Themen wie Klimaschutz, Rassismus und Ungerechtigkeit der Welt ausgetauscht, dass man meinen könnte, es findet 2021 statt... Das stimmt einen sehr traurig, wenn man das Gefühl hat, dass sich in den letzten 15 Jahren scheinbar nicht wirklich etwas geändert hat.

  10. Cover des Buches Der Gefrierpunkt des Blutes (ISBN: 9783499234903)
    Antonio Manzini

    Der Gefrierpunkt des Blutes

     (16)
    Aktuelle Rezension von: -Anett-
    Ein paar Tage habe ich gebraucht, um über eine Rezension zu diesem Buch nachzudenken. So ein Ermittler wie Rocco Schiavone ist mir auch noch nicht in einem Buch übern Weg gelaufen.
    Er ist zynisch und schlecht gelaunt, mürrisch und manchmal richtig unsympathisch.
    Aber er ist auch genial in seiner Arbeit. Und es gab Stellen im Buch, da war er mir sogar wieder ein bisschen sympathisch und stellenweise konnte ich seine Art und Weise auch verstehen.
    Aber ich gebe auch zu, dieser Ermittler wird nicht jedem Leser liegen und wer hier einen brillanten netten Kopf sucht, der ist vollkommen falsch mit dem Buch.
    Ich bin mal ganz unvoreingenommen an das Buch heran gegangen und habe versucht auszublenden, wie widerlich er mitunter mit den Mitmenschen umspringt.
    Der Fall, der vor ihm lag war doch schon sehr verworren und man selbst als Leser hatte zu keiner Zeit so richtig den Eindruck, den Mörder zu kennen. Das wiederum hat mir gut gefallen, es war manchmal verschachtelt und wirklich gut erzählt. Die Art und Weise, wie der Ermittler hier an das Aufklären des Mordes ging, fand ich richtig gut.

    Auch die Schreibweise war gut. Das Buch lies sich schnell und flüssig lesen und mir hat auch sehr die komplette Umgebung und deren Beschreibungen sehr gut gefallen.
    Der Krimi war toll konstruiert, aber mit einem doch recht eigenwilligen, miesepetrigen Kommissar.


    Fazit:
    Sicherlich hat sich der Autor etwas dabei gedacht, seinen Protagonisten so mies dastehen zu lassen, der seine schlechte Laune ständig an seinen Mitmenschen auslässt und anderen deutlich spüren lässt, dass sie unterlegen sind. Er schlägt schon auch mal zu und ist außerdem korrupt. Das war für mich doch erst einmal total verstörend, liest man doch sonst immer nur von Helden in der Polizei.
    Und gerade das Rocco hier sehr anders dargestellt wird, hat mir im Nachhinein gut gefallen - gut kann jeder! Einen Ermittler so darzustellen, dazu gehört auch ein bisschen Mut, denn welcher Leser ist sofort von so einem begeistert und würde dann auch noch einen weiteren Band dazu kaufen? ich denke, nicht jeder. 
    Fazit: Ich würde Band 2 auf jeden Fall eine Chance geben, zumal die Ermittlungen von Rocco Schiavone echt gut waren!



    Ein dankeschön geht von mir an "TOP-Krimi" und den Rowohlt Verlag für das E-Book als Rezensionsexemplar!   Serieninfo: Rocco Schiavone ermittelt Band 1 "Der Gefrierpunkt des Blutes" (19.12.2014) Band 2 "Die Kälte des Todes" (18.12.2015) Band 3 "Alte Wunden" (17.02.2017) 
  11. Cover des Buches Profiling Murder – Fall 7 (ISBN: 9783732589302)
    Dania Dicken

    Profiling Murder – Fall 7

     (15)
    Aktuelle Rezension von: junia

    Wie kam ich zu diesem Buch?

    Durch eine Leserunde wurde ich auf die Autorin aufmerksam. Ich habe bereits einige Bücher von Dania Dicken aus verschiedenen Reihen gelesen. Diese Serie habe ich tatsächlich etwas vernachlässigt, aber da mittlerweile vier ungelesene Teile auf meinem Reader schlummerten, war sie einfach mal wieder fällig.


    Wie finde ich Cover und Titel?

    Die Cover bis zum 6. Teil waren im Prinzip immer gleich, ab Teil 7 gibt es ein neues Design, das sich nun ebenfalls wiederholt, ich mag diesen Wiedererkennungswert. Der Titel ist so aussagelos wie die vorherigen, war für mich aber auch kein Entscheidungskriterium, da ich sowieso alle Bücher der Autorin lesen möchte und werde.


    Um was geht’s?

    Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension, vor allem bei einem doch recht kurzen Thriller. Laurie hat sich in Phoenix mit ihrem Arbeits- und Lebenspartner Jake und ihrer Schwester Sam eingelebt, aber es bleibt nicht lange ruhig, denn sonst wäre es kein Dania-Dicken-Thriller. Der Fall beginnt gleich sehr spannend, man findet eine Wasserleiche in Arizona, die übrigens sehr detailliert beschrieben wird, urgs. Zitat des typisch schmerzfreien Coroners: ‚Entschuldigen Sie, ich vergesse manchmal, dass meine Begeisterung für diese Themen nicht überall auf Gegenliebe stößt.‘ Die Wasserleiche ist nur ein Teil einer ganzen Mordserie, und die Spur führt ins benachbarte Mexiko.


    Wie ist es geschrieben?

    Es handelt sich um den 7. Teil einer Serie, und ich hatte keine Probleme, wieder in die Geschichte einzutauchen, ich war ja auch gleich angefixt und wollte wissen, wie es weitergeht. In dieser Serie gibt es, wie bei allen Dania-Dicken-Reihen eine umfassende Rahmenhandlung, wodurch die Charaktere noch realistischer wirken. Gut waren die Hinweise im Text auf die vorherigen Teile. Ich habe meine Erinnerung aufgefrischt, und Neu-Leser können vermutlich auch ohne Vorwissen einsteigen.

    Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und zügig zu lesen (sind ja auch nicht allzu viele Seiten), der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass die Erzählperspektive wechselt (Aus Sicht der Ermittler Laurie und Jack, später Perspektivenwechsel zu den unglückseligen Opfern.), so bekommt man sehr viel aus verschiedenen Sichtweisen mit. Bei den Büchern der Autorin liebe ich das mittlerweile, da oft auch die Perspektive des Täters dargestellt wird.

    Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein.

    Angenehm kurze Kapitel verleiten dazu, eben mal schnell nuuur eins noch zu lesen. Die fiesen Cliffhanger am Kapitelende lassen einen das Büchlein sowieso in einem Rutsch durchlesen.


    Wer spielt mit?

    Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie etwas mehr kennengelernt (Was dank der ausführlichen Rahmenhandlung in den weiteren Teilen vermutlich noch mehr wird.), ich habe mitgefiebert und mitgelitten.


    Mein Fazit?

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lese. Die nächsten Teile der Serie folgen gleich.

  12. Cover des Buches Tea-Bag (ISBN: 9783423215480)
    Henning Mankell

    Tea-Bag

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Engelchen07

    mir hat die Geschichte um das sudanische Flüchtlingskind nicht zugesagt, ich bin gar nicht in die Geschichte reingekommen.

    Leider, das Thema selber fand ich recht ansprechend.

  13. Cover des Buches Illegal (ISBN: 9783498001018)
    Max Annas

    Illegal

     (13)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Schon seit ungefähr zehn Jahren lebt der Ghanaer Kodjo in Berlin. Solange er verheiratet war einigermaßen legal, doch seit der Scheidung ist er ein Illegaler. Sein erstes Bestreben ist es daher, unsichtbar zu sein. Er will in Berlin bleiben. Als er sich mal wieder in der Übergangsbehausung aufhält, beobachtet er im Haus gegenüber einen Mord. Und weil er diesmal doch gesehen wird, ist er selbst es, der in Verdacht gerät. Kodjo bleibt keine andere Möglichkeit, als den wahren Täter zu entlarven. Die Polizei geht schließlich der Einfachheit halber dem einzigen Hinweis nach, den sie hat.


    Bei Kodjo handelt es sich um einen intelligenten jungen Mann. Nach seinen Erzählungen kommt er aus einer wohl situierten Familie in Ghana und sein Auftreten bestätigt das. Dennoch lebt er illegal in Berlin. So ganz klar ist nicht, weshalb er nicht zurückgeht, um legal wieder einzureisen. Nachdem er den Mord beobachtet hat, kann er logischerweise nicht einfach zur Polizei. Mit den wenigen Informationen, die er hat, versucht er selbst zusammen mit ein paar Freunden und Freundinnen, den Täter zu finden. Die Gruppe arbeitet geschickt und trägt gewitzt einige Informationen zusammen. Doch was, wenn der Mörder merkt, dass er enttarnt wurde?


    Der Beginn dieses Kriminalromans ist klasse gemacht. Der illegale, aber unschuldige Kodjo, der , um sich von dem Verdacht zu befreien, versucht, den Täter selbst ausfindig zu machen. Und wie klug und gewieft er sich dabei anstellt. Man ist ganz bei ihm und hofft vielleicht etwas naiv, dass er Erfolg hat. Schließlich soll der wahre Täter gestellt werden. Toll, wie seine Freunde und Freundinnen ihm helfen. Hobbydetektive zwar, aber durchaus ernst zu nehmen. Doch im weiteren Verlauf gerät die Geschichte wie schon im Klappentext angedeutet zur Jagt auf Kodjo. Während der Lektüre dieses Teil beginnt man, sich zu fragen, ob die Polizei wirklich so schlecht ist, dass man ihr überhaupt nicht vertrauen kann. Und vielleicht ist man etwas treu doof, aber da verliert einen die Handlung. Und der Schluss wirkt gerecht, aber nicht richtig. In Teilen wartet dieser Roman mit einer sehr spannenden und gut konstruierten Geschichte auf.

    3,5 Sterne

  14. Cover des Buches Das Imperium der Wölfe (ISBN: 9783404773459)
    Jean-Christophe Grangé

    Das Imperium der Wölfe

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Pat82
    Als im Pariser Türkenviertel, wo billige, illegal eingeschmuggelte Arbeitskräfte, aus der Türkei,  unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten, drei unglaublich grausame Morde an rothaarigen Frauen geschehen, tritt Inspektor Paul Nertaux auf den Plan.
    Was zunächst wie die Tat eines wahnsinnigen Serienmörders wirkt, steht schon bald in Zusammenhang mit der türkischen Mafia. Bei den Opfern handelt es sich offenbar um "Fehlgriffe" - es ist eine ganz bestimmte Frau, auf die es der Mörder abgesehen hat. Zur gleichen Zeit wird Anna Heymes, Gattin eines hoch stehenden Pariser Polizeibeamten, im Krankenhaus neurologisch behandelt, weil sie auf unerklärliche Weise ihr Gedächtnis verloren hat. Angeblich. Als Anna gegen den Willen von Arzt und Ehemann herauszufinden versucht, wer sie wirklich ist, gerät sie in Lebensgefahr und gelangt zu einer furchtbaren Erkenntnis wer sie wirklich ist.
    Grangé hat es auch in diesem Buch wieder geschafft eine absolut brutale Polizeiwelt zu erschaffen. Wem kann man vertrauen? wer ist dein Freund wer dein Feind. Ich liebe seine Bücher einfach! Dieses absolut tolle Buch wurde bereits im 2005 verfilmt mit Jean Reno, sehr empfehlenswert !!
  15. Cover des Buches Das geträumte Land (ISBN: 9783462051841)
    Imbolo Mbue

    Das geträumte Land

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreundinimnorden

    Mende und Neni, ein junges, afrikanisches Ehepaar zieht es in die USA, denn im Gegensatz zu Kamerun werden dort Träume wahr. Tatsächlich beginnt ihre Geschichte in New York verheißungsvoll. Jende findet einen gut bezahlten Job, Neni beginnt ein Studium, um Apothekerin zu werden. Beide sind sie bereit, sehr hart zu kämpfen, damit ihre Kinder in Freiheit und Wohlstand aufwachsen können. Doch sehr bald treten Probleme auf: Jende arbeitet für einen Manager der Lehmann Bank und die ist durch hochspekulative Geschäfte pleite. Die Bankenkrise, die eine weltweite Finanzkrise nach sich ziehen wird, beginnt. Und auch in Jendes Asylverfahren sieht es nicht gut aus, denn sein Anwalt ist ein Stümper...

    Das Buch ist sehr gut geschrieben und hatte für mich einen hohen Unterhaltungswert. Die Protagonisten waren mir sympathisch, ihre Nöte und Sorgen konnte ich nachvollziehen. Der derzeitige Zustand der USA wurde mir gut vorgeführt, die Ursachen der Megakrise unter Trump wurde für mich ein Stück klarer. Unbedingte Leseempfehlung! 

    einStück plausibel

  16. Cover des Buches América (ISBN: 9783423146753)
    T. C. Boyle

    América

     (241)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Mich hat das Cover und der Titel so sehr erschreckt, dass ich es eigentlich nicht lesen wollte. Es sah aus, wie eines dieser langweiligen Bücher, die von Schmerz berichten, aber es nicht zeigen. Trotzdem habe ich es versucht, gib den ersten zehn Seiten eine Chance, kaum hatte ich die erste Seite hinter mir, war ich von der Schönheit des Stils gefesselt. Der Autor weiß, wie er einen Satz zu formulieren hat, um mich für sich zu gewinnen, wie er mit der Schönheit der Sprache spielt und gleichzeitig auf jedes Detail der Gefühle seiner Figuren eingeht. Das war es, was mich urplötzlich zu einem T.C. Boyle-Fan gemacht hat und ich mir selbst das Versprechen gab, jedes weitere Buch von ihm zu lesen.

    Noch nie haben mir Figuren so leidgetan. Noch nie wollte ich so sehr, dass es ihnen gut geht, dass sie glücklich werden und ein Leben bekommen, das sie verdienen. Das Buch hat mich verschlungen, hat bestimmt, was ich fühlen muss, was ich zu denken habe. Es hat mich zu einem Rassisten gemacht und mich im nächsten Kapitel dafür schämen lassen. Ich habe Weiße verachtet und im nächsten Kapitel sie verstanden. T.C. Boyle kann das und das ist ein Talent, das dieses Buch so großartig macht.

    Das Ende war ein Finale, das meine Nerven bis zum Anschlag gespannt hat, das mich in den Wahnsinn trieb, mir das Atmen vergessen ließ und ich deutlich die Angst fühlte, die jede einzelne Figur spürte.

    Es ist schwierig, am Ende gefallen zu finden. Es ist weitoffen, alle losen Enden der vielen Figuren werden nicht gebündelt und für mich fühlte es sich so an, als hätte sich der Autor entschieden, nicht mehr weiterzuschreiben. Einfach so. Ich finde das Ende schrecklich. Aber der Weg dorthin war grausam gut mit Figuren, die nicht geschont werden.

    Die Sprache ist wunderschön. Sie ist stark, sie ist poetisch, sie ist wie ein Gesang, mit denen der Autor den Verstand des Lesers geißelt. Ich bin dankbar dafür, dass ich es lesen durfte.

  17. Cover des Buches So soll er sterben (ISBN: 9783442464401)
    Ian Rankin

    So soll er sterben

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Cerepra
    Nach langer Zeit habe ich mir noch mal Rebus-Roman geschnappt und wurde wieder auf das beste unterhalten. Die Themen sind aktuell - hier illegale Einwanderung und Abschiebung - und schaffen einen Rundumblick auf sämtliche Facetten dieser Problematik.
  18. Cover des Buches The Sun is also a Star (ISBN: 9783841506344)
    Nicola Yoon

    The Sun is also a Star

     (1.485)
    Aktuelle Rezension von: lyla_2912

    »Du neben mir« von Nicola Yoon hat mir als Buch im Hardcover unglaublich gut gefallen. 

    Madeline ist so krank, dass ihre Mutter sie vor der Außenwelt schützt und sie in einer Art Kokon gefangen hält. Madeline selbst hält ihr Leben für vollkommen normal, vermisst es jedoch auch die Welt selbst zu erkunden, echte wahrhaftige Freunde zu haben und das Haus zu verlassen, wie jeder andere normale Mensch. Als Olly nebenan einzieht verändert sich ihre Welt, ihre Sichtweise und sie wird sich Gefühlen bewusst, die sie nie für möglich gehalten hätte. Was, wenn die Liebe alles ist, was du zum Leben brauchst? Das Leben ist ein Geschenk, dein Geschenk. 

    Die Geschichte rund um Maddy und Olly hat mir unglaublich gut gefallen, mich inspiriert, mich zu Tränen gerührt und mich das ganze Buch an einem Tag lesen lassen. Zum einen ist es wunderschön gestaltet, interaktiv und mal etwas ganz anderes im Gegensatz zu Seiten voller Blockschrift. Zum anderen sind die beschriebenen Charaktere echt, authentisch, liebenswert, verantwortungsvoll und sympathisch. 

    Das Buch liest sich außerordentlich gut, denn der Schreibstil ist witzig, klug, charmant und regt zum Nachdenken und Träumen an. 

    Als Maddy es wagt und Olly zur Hilfe eilt, habe ich ihren Mut bewundert. Als beide ausreißen, war ich hin und weg. Und als am Ende alles anders kommt als gedacht, sie so unglaublich viel Verständnis für ihre Mutter hat, habe ich sie beneidet. Um ihr Mitgefühl, ihr Verständnis und ihre Art so respektvoll mit der Situation umzugehen. 

    Es ist eine Liebesgeschichte an die Liebe, an das Leben, an Entscheidungen, an den Mut in uns und daran, an das Unmögliche zu glauben. 

    Alles ist nichts. Ohne Liebe ist alles nichts. 

    Eines meiner Jahres-Highlights 2021, obwohl das Buch (und die Verfilmung) schon einige Jahre existieren. 


  19. Cover des Buches Das kalte Lächeln des Meeres (ISBN: 9783404921935)
    Andrea Camilleri

    Das kalte Lächeln des Meeres

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Andrea Camilleri war ein italienischer Krimiautor der leichten Art, so würde ich es mal kurz beschreiben. Seine Bücher sind auch verfilmt worden. 2019 ist er im hohen Alter von 94 Jahren verstorben.

    Um seinen Kopf frei zu bekommen, denn der ist mit derzeitigen Polizeiproblemen behaftet, schwimmt er leichtsinnigerweise im kühlen Meer hinaus. Dabei findet er eine im Meer treibende Leiche. Schnell begreift er, es war kein Unfall. Obwohl die Leiche schlimm zugerichtet ist, gibt es Anhaltspunkte für Folter. Kurz nach diesem Vorfall hat Commissario Montalbano eine ungewöhnliche Begegnung mit einer Flüchtlingsfamilie.

    Es war der 1. Krimi von Andrea Camilleri, den ich gelesen habe. Obwohl der Autor mir durchaus bekannt war, ist mir vorher noch kein Buch in die Finger gekommen. Nun habe ich eines bekommen und mit dem 7. Band der Serie begonnen. Bis man sich mit Commissario Montalbano und seinem Team vertraut gemacht hat, dauerte es ein wenig.

    Der Leser wird hier mit dem Problem der Flüchtlingswelle, die die Italiener hart getroffen hatte, konfrontiert. Man hört auch durchaus Kritik an der Politik heraus. Dafür soll der Autor auch bekannt gewesen sein.

    Die Story war durchaus lesenswert, allerdings von zu vielen Zufällen gespickt und man konnte die Geschichte zu leicht erraten. Man merkte recht schnell, worauf es hinaus laufen wird. Der 8. Band steht auch hier im Regal, den werde ich dennoch lesen und hoffe, es gibt etwas mehr Spannung.

  20. Cover des Buches Die Zeit der Wunder (ISBN: 9783551312853)
    Anne-Laure Bondoux

    Die Zeit der Wunder

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    In diesen Buch geht es um Koumail der mit seiner Ziehmutter vom Krieg im Kaukasus nach Frankreich flieht.
    Es war ein bisschen anstrengend es zu lesen, da sich sehr viele Sachen oft wiederholen und der Schreibstil sich von Kapitel zu Kapitel ändert, was auch einen Grund hat, denn Koumail wird dort auch älter. Das Ende konnte es noch retten den man hat eigentlich nicht gedacht das es diese Wendung nimmt. Für die, die gerne Kriegsgeschichten liest ist das eine Empfehlung. 
    Ich glaube ich hab es in falschen Umständen gelesen. Ich gib diesem Buch irgendwann noch eine Chance. 
  21. Cover des Buches Weil wir Flügel haben (ISBN: 9783734105241)
    Vanessa Diffenbaugh

    Weil wir Flügel haben

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Lesefeuer
    „Weil wir Flügel haben“ ist ein Roman von Vanessa Diffenbaugh und erschien 2019 im Blanvalet Verlag.

    Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen werden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?

    Meine Meinung:
    Ich vermute, dass ich mir von dem Buch einfach zu viel erhofft habe; anders kann ich mir gar nicht vorstellen, dass ich leider so sehr enttäuscht wurde. Vielleicht habe ich auch einfach ein zu hohes Rechtseinsbewusstsein. Die Protagonistin, Letty, hat mich einfach immer und immer wieder wütend gemacht. Ich konnte wirklich nicht verstehen, warum sie so mit ihren Kindern umgeht. Beim Lesen konnte ich an nichts anderes denken und bin zwar gut durch die Geschichte gekommener, aber das schlechte Gefühl zog sich leider durch das ganze Buch und somit kann ich einfach nicht mehr Sterne geben.

    Vanessa Diffenbaugh ist Kunsterzieherin und Schriftstellerin. Sie ist nicht nur künstlerisch, sondern auch sozial sehr engagiert. Sie unterstützt verschiedene Kinderhilfsorganisationen und setzt sich für die Förderung von Pflegefamilien ein. Mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt sie in Monterey, Kalifornien. Ihr Debütroman »Die verborgene Sprache der Blumen« war weltweit ein Bestseller.

    Fazit: 2 Sterne
  22. Cover des Buches Straße des Todes (ISBN: 9783453437463)
    Robert Crais

    Straße des Todes

     (22)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Reiheninformation:
    Bei diesem Buch handelt es sich um den 15. Band einer Reihe. Diese Rezension ist spoilerfrei. Ich kenne keinen der Vorgänger und hatte nicht das Gefühl, der Handlung nicht folgen zu können. Auch fühle ich mich nicht in Bezug auf vorherige Bände gespoilert.

    Inhalt:
    Kris und ihr Freund Jack beobachten ein grausames Verbrechen in der kalifornischen Wüste. Dabei werden sie entdeckt und entführt. Der Privatermittler Elvis Cole wird beauftragt Jack und Kris zu finden. Das ist nicht ganz so einfach wie es scheint, ist das Paar doch in die Hände von Menschenschmugglern geraten.

    Meine Meinung:

    Das Buch lag ewig auf meinem SuB und ich hatte eigentlich keine große Lust mehr drauf, obwohl es ziemlich spannend klingt. An einem Leseabend habe ich es mir dann doch zur Hand genommen und es keine Sekunde bereut.

    Ich bin super in die Geschichte eingestiegen, auch wenn es sich hierbei um den 15. Teil einer Reihe handelt. Zwar bleiben im Nachhinein die Charaktere ein bisschen oberflächlich (um sie besser zu kennen, muss man vielleicht die anderen Teile lesen), aber ich möchte sie auch nicht unbedingt näher kennenlernen.

    Die Handlung ist spannend und hat mich ans Buch gefesselt, was mich im Grunde ein bisschen wundert. Es handelt sich hierbei eher um einen Actionthriller und das ist eigentlich nichts, was ich gern lese oder schaue. Es gibt so gut wie keine Ermittlungsarbeit, stattdessen wird alles mit Waffelgewalt oder Hinterhalten gelöst. Wundert aber wohl auch nicht, wenn es sich bei den Protagonisten um ehemalige Militärs handelt.

    Der Aufbau des Buches trägt zum schnellen Lesefluss bei, auch wenn ich mich über manche Sachen gewundert habe. Zunächst mal wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Wir erfahren nicht nur, was Jack und Kris in Gefangenschaft erleben (und das ist wirklich nicht ohne), sondern auch wie Cole und seine Freunde ihnen auf die Spur kommen (wollen). Außerdem sind die Kapitel zeitlich eingeteilt. Zum Beispiel: „Elvis Cole – Sechs Tage nach ihrer Entführung“. Hierbei spoilert das Buch sich allerdings selbst, da es unter anderem heißt: „Elvis Cole – Vier Tage vor XX“. Damit weiß der Leser schon was passieren wird, bevor Cole überhaupt eine Spur zu Kris und Jack hat. Das macht einerseits neugierig, weil man wissen will wie es zu XX kommt. Aber andererseits hat es mir auch ein wenig die Spannung genommen.

    Wie bereits angesprochen, gibt es einige brutale Szenen. Blut fließt reichlich. Das passt aber auch zum Thema, denn Menschenschmuggel ist kein sauberes Geschäft. Es war wirklich schrecklich, was die armen Menschen durchmachen mussten, aber es ist ein interessantes Thema, über das ich bisher noch nichts gelesen habe.

    Fazit:
    Ein spannender Thriller, der mir unerwartet gut gefallen hat. Thematisch sehr ansprechend und durch den Handlungsaufbau entsteht ein hohes Lesetempo. Allerdings geht es heftig zur Sache, also ist das Buch nicht für jeden etwas.
  23. Cover des Buches Das Gesicht des Drachen (ISBN: 9783734106033)
    Jeffery Deaver

    Das Gesicht des Drachen

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Stephan59

    Mein erster Lincoln Rhyme – Krimi, insofern kann ich mögliche Schwächen in Stil und Spannungsbogen gegenüber den vorherigen Romanen nicht beurteilen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, gerade die Menschenhandel Thematik sowie die vielen Einblicke in die chinesische (Lebens-) Philosophie und das skrupellose Agieren/Denken des Schlangenkopfs, der für die Ermittler sehr lange ein „Geist“ bleibt. Die Charaktere der Protagonisten Lincoln Rhyme und Amelia Sachs sind für mich recht überzeugend psychologisiert, auch Sony Li und natürlich der menschenverachtende Charakter des Verbrechers kommen für mich glaubhaft rüber. Gestört hat mich die Vielzahl der mit den Ermittlungen betrauten Personen verschiedener, zum Teil konkurrierende Organisationen, das war mir zu unübersichtlich. Die Analyse der Spuren und die Wendungen des Falls haben mir dagegen gut gefallen, auch wenn Deaver für mich da zum Teil etwas sehr detailverliebt rüber kam.

    Deshalb vier Sterne für den Krimi. Ich werde sicherlich noch einen der früheren Fälle lesen!

  24. Cover des Buches I'll Never Get Out of This World Alive (ISBN: 9783896674630)
    Steve Earle

    I'll Never Get Out of This World Alive

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Joachim_Tiele
    Ich bin auf diesen Roman bei seinem Erscheinen durch einen Artikel in der Musikzeitschrift Rolling Stone aufmerksam geworden, in dem man dem Verfasser ein für einen Musiker ganz passables Romandebut (sinngemäß aus der Erinnerung zitiert) attestiert hatte. Und natürlich ginge es in dem Roman auch um Musik, insbesondere um die des viel zu früh gestorbenen Country-Barden Hank Williams, dem ein Denkmal zu setzten Steve Earle, ein Musiker der selbst aus der Folk- und Roots Rock-Ecke kommt, genau der Richtige sei. Wahrlich ich sage Euch (der biblisch anmaßende Ton wird später erläutert), man kann Hank Williams Musik (tausendfach im Internet vertreten) aus heutiger Sicht für gequirlte Hillibilly-Scheiße halten, und diesen Roman dennoch für sehr gut. Zwar werden einige seiner Liedtexte zitiert und gelegentlich schallt seine Musik aus einer Jukebox, aber es geht  in diesem Roman nicht (oder nur ganz am Rande) um Hank Williams als Musiker. Eher sind es Schuld und ihre Verarbeitung durch Doc, den Protagonisten des Romans, der, aus einem reichen und angesehenen Elternhaus stammend, Anfang der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts in einem der miesesten Viertel von San Antonio angekommen ist, Jahre nachdem sein Patient Hank Williams an einer von ihm ärztlich verordneten und verabreichten Dosis Morphium in Verbindung mit Alkohol im Alter von nur 29 Jahren verstorben war. Seit dem erscheint ihm, dem inzwischen selbst heroinabhängigen illegalen Abtreibungsarzt, der die Zulassung als Arzt verloren hat und seine Sprechstunden in einer Kneipe abhält, Williams als Geist und nahezu akzeptierte Nemesis, bis...

    ... eines Tages die gerade achtzehnjährige schwangere Graciella, eine illegale Einwanderin aus Mexiko, von ihrem nicht gerade verantwortungsbewussten Kindsvater bei Doc abgeladen wird. Sie gerät durch den Eingriff in Lebensgefahr, Doc behält sie daher sehr viel länger in seiner Obhut, als beabsichtigt, und schließlich bleibt sie ganz bei ihm, trotz eines Ausrutschers nicht als seine Geliebte, sondern als Teil derjeniger Personen in seiner Umgebung,die sein engeres Umfeld auch im Zusammenhang mit seiner illegalen Berufsausübung – ausmacht: Theresa, die Buffetkraft der Kneipe, in der im Hinterzimmer sein Ordinationsraum liegt, Marge, seine Zimmerwirtin und deren Geliebte Dallas, Big Manny, der Dealer, und Detective Hugo Ackermann, dem beide, der Arzt und der Dealer, regelmäßig seinen Anteil zu kommen lassen, damit sie unbehelligt bleiben, der sie aber auch zuverlässig warnt, wenn wirklicher Ärger in Gestalt von Anordnungen der Polizeioberen auf sie zukommt.


    Zwischengespeichert wird noch redigiert und fortgesetzt!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks