Bücher mit dem Tag "illusion"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "illusion" gekennzeichnet haben.

47 Bücher

  1. Cover des Buches Der Nachtzirkus (ISBN: 9783453321601)
    Erin Morgenstern

    Der Nachtzirkus

    (1.082)
    Aktuelle Rezension von: Roxy31

    📖 Kurzrezension

    Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern ist kein klassischer Roman, sondern eher eine Reise durch eine magische, fast träumerische Welt. Der geheimnisvolle Zirkus, der nur nachts erscheint, bildet die Bühne für einen stillen Wettstreit zwischen Celia und Marco, der sich nach und nach in etwas viel Emotionaleres verwandelt.

    Der Schreibstil ist unglaublich bildhaft und poetisch, sodass man das Gefühl hat, mitten durch den Zirkus zu gehen. Die Geschichte lebt weniger von Tempo und Spannung, sondern von Atmosphäre, Details und Emotionen.

    Für mich war es ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern erlebt. Man muss sich darauf einlassen und bereit sein, das Tempo zu entschleunigen.

    Fazit und Bewertung

    5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐

    Ein magischer, ruhiger und sehr besonderer Roman, der vor allem durch seine Atmosphäre und seinen Schreibstil überzeugt. Perfekt für alle, die sich gern in eine andere Welt entführen lassen und Geschichten fühlen möchten statt sie nur zu lesen.


  2. Cover des Buches Caraval (ISBN: 9783492708210)
    Stephanie Garber

    Caraval

    (1.198)
    Aktuelle Rezension von: theonereader

    Das Buch Caraval kriegt von mir eine 4-Sterne Bewertung. 

    in dem Buch geht es um Scarlett die auf einer bessere Zukunft  hofft und an dem Spiel Caraval teilnehmen möchte. Doch es gibt Geheimnis und auf einmal ist es nicht mehr so träumerisch wie sie es sich ausmalt...

    Am Anfang musste ich erstmal reinkommen, da ich die 3.Person niicht so gewohnt bin. Dennoch hat es mich dann nach einer Zeit gefasst und ich habe es innerhalb weniger Tage beendet. Der Plot war nicht schlecht und auch gut überdacht genauso wie die Charaktere. 

    Ich bin sehr gespannt auf den  2. Teil und empfehle es an alle Fantasy/Mystery Lover weiter.

  3. Cover des Buches Paper Princess (ISBN: 9783492316460)
    Erin Watt

    Paper Princess

    (2.285)
    Aktuelle Rezension von: BiblioLoni

    Nach dem Tod ihrer Mutter steht Ella plötzlich ganz allein da. Alles, was sie über ihren Vater weiß, ist sein Name: Steve. Was sie jedoch nicht ahnt: Er war ein erfolgreicher Unternehmer. Als auch er stirbt, macht sich sein bester Freund Callum auf die Suche nach ihr. Doch was Ella nicht kommen sieht: Das Leben unter einem Dach mit seinen fünf Söhnen wirbelt alles durcheinander ... besonders ihre Gefühle für Reed werden zur echten Herausforderung.

    Ehrlich gesagt: Das Cover hätte mich allein nicht zum Kauf bewegt, aber der Klappentext klang so spannend, dass ich dem Buch eine Chance geben musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist super flüssig, emotional und bildhaft. Ich konnte mich richtig gut in die Charaktere hineinfühlen.

    Ella hat mich total beeindruckt. Sie ist wahnsinnig stark, musste viel zu früh Verantwortung übernehmen und hat alles getan, um sich und ihre kranke Mutter über Wasser zu halte ... sogar als Stripperin gearbeitet. Ich liebe, wie schlagfertig sie ist, besonders gegenüber Callums Jungs. Ihre Stärke, ihr Humor, ihre Haltung. Sie war mir sofort sympathisch. Und doch ist da auch diese weiche, verletzliche Seite, die sie bei Reed zeigt. Was zwischen den beiden entsteht, ist intensiv, aber auch kompliziert. Und dann diese Wendung... sie hat mir wirklich das Herz gebrochen.

    Reed! Callums zweitältester Sohn, ist der klassische Bad Boy: attraktiv, kühl, unnahbar. Er sieht in Ella anfangs nur eine Störquelle, jemand, der seine Familie auseinanderbringen könnte. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr knistert es. Und das schon von der ersten Begegnung an. Ihre ständigen Reibereien, das gegenseitige Necken... ich hab’s geliebt. Und wenn sie sich dann doch mal näherkommen .. wow.

    Auch die Freundschaft zu Valerie war für mich ein Highlight. Sie gibt Ella Rückhalt in dieser versnobten High-Society-Welt, und die beiden zusammen sind einfach unschlagbar. Schön zu sehen war auch, wie Easton gegen Ende zu einer wichtigen Bezugsperson für Ella wurde.

    Und dann kam das Ende! Und ich saß mit offenem Mund da. So ein Cliffhanger! Ich hab das Buch in Rekordzeit verschlungen und Teil zwei liegt schon bereit. Ich hoffe so sehr, dass die Geschichte genauso fesselnd weitergeht!

  4. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783649640950)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

    (1.229)
    Aktuelle Rezension von: Sven_Langner

    Dieser Klassiker beschreibt mit einer großartigen Message das New York der 20er Jahre, den American Dream und das Thema Oberflächlichkeit. Die Figuren sind super ausgearbeitet und entwickeln sich prima. Die Story selber bietet viele Elemente und zeigt, dass Klassiker überhaupt nicht langweilig sind. Eine klare Empfehlung . 



  5. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783552075818)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

    (2.252)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Nachdem Leo ihr Date hat platzen lassen, da er nicht aufgetaucht ist, haben er und Emmi keinen Kontakt mehr miteinander. Doch Emmi beginnt ihm wieder E-Mails zu schicken, doch anscheinend ist seine E-Mail-Adresse nicht mehr aktiv. Dennoch schreibt sie weiter und als er plötzlich antwortet, beginnen die beiden sich wieder regelmäßig zu schreiben und sofort entsteht wieder ihre Verbundenheit. Sie schaffen es sogar sich endlich persönlich zu treffen und finden sich seitdem noch sympathischer, da sie ja nun ein Gesicht vor Augen haben. Obwohl beide offensichtlich Gefühle für einander haben, schaffen sie es aber nicht sich ihrer Gefühle für einander einzugestehen und verpassen immer wieder den Moment um es zu tun.

    Mir persönlich gefiel dieses Buch sogar besser als der Vorgänger 'Gut gegen Nordwind'. Es lässt sich angenehm lesen und man ist sofort in der Story drin. Da man die Charaktere kennt,  macht es einfach Spaß mehr von Emmi und Leo zu erfahren.

  6. Cover des Buches Das wandelnde Schloss (ISBN: 9783426525388)
    Diana Wynne Jones

    Das wandelnde Schloss

    (342)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    Mich konnte das Buch leider gar nicht überzeugen. Die Handlungen sind wirr und machen an manchen Stellen schlichtweg keinen Sinn. Es gab für mich auch keinen roten Faden im Buch. Alles ist chaotisch, verwirrend und man sieht bei den ganzen Charakteren irgendwann nicht mehr richtig durch. Gefühlt hat die Autorin das Buch nach dem Prinzip - je verrückter und abgedrehter umso besser - geschrieben. War leider nicht meins.

  7. Cover des Buches Die Spiegelreisende 2 − Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast (ISBN: 9783458681991)
    Christelle Dabos

    Die Spiegelreisende 2 − Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast

    (476)
    Aktuelle Rezension von: T_B_

    Die Fortsetzung der Spiegelreisenden-Reihe wirft immer mehr Fragen auf und hinterlässt zum Schluss eine Spur des nicht-Wissens.                        
    Die Charaktere und ihre Geschichten bleiben die gleichen wie in Band 1, doch ich bin deutlich besser in den Lesefluss reingekommen, als in diesem. Die Geschichte mit den Entführungen bringt dem Buch etwas mehr Spannung und Ophelias Familie, die früher zum Pol kommt als geplant bringt eine große Priese Humor mit, selbst wenn ich fand, dass Ophelias Mutter, definitiv beabsichtig, aber trotzde, manchmal genervt hat. Generell empfinde ich das Buch als gelungene Fortsetzung. Die einzige Person, bei der ich nicht so recht wusste, was ich von ihr halten sollte, war Thorn. Zwischendurch hat er sich danebenbenommen und die Protagonistin will sich die ganze Zeit bei ihm entschuldigen und das wieder gut machen und nervt damit einfach, aber dann taucht wieder eine Information über ihn auf, sodaß man sie irgendwie wieder verstehen kann. Trotz dieser Nebensache bekommt das Buch von mir fünf Sterne, ich habe es extrem schnell weggelesen


  8. Cover des Buches Trial of the Sun Queen (ISBN: 9783426448274)
    Nisha J. Tuli

    Trial of the Sun Queen

    (553)
    Aktuelle Rezension von: flammae

    Meine Meinung: 

    Das Cover ist sehr schön gemacht, die Exemplare mit farblichem Buchschnitt natürlich noch schöner und der Grund, warum es in meinem Regal gelandet ist.
    Es klang vom Inhalt her nach nichts Neuem und auch nichts Besonderem. Ein Mode-Buch, wie viele andere auch. Es muss ja keinesfalls schlecht sein, aber hier ist es die Art, die beim lesen deutliche Erinnerungen an andere Bücher oder Filme hervorrufen. Man kann das Rad natürlich nicht neu erfinden, aber zu viele parallelen zu anderen Geschichten sind schon kritisch. Es ist vorhersehbar, kaum überrasche Handlungen oder Spannung aufbauende Momente. 

    Das faszinierende daran ist tatsächlich, dass es trotz all der negativ aufgefallenen Dinge, es einen trotzdem zum weiterlesen bringt. Man weiß zwar, was im Laufe passieren wird, aber der Wille zu wissen, wie es dazu kommt, bzw. was die Umstände dann sind, ist dann doch da. 

    Leider ist die fehlende Spannung nicht das einzige Problem. Ein überwiegend guter Schreibstil geleitet einen durch die Geschichte, es gibt aber auch Stellen, die mir, selbst nach mehrfachen Wiederholungen, nicht gelangen zu entschlüsseln. Eine unlogische Handlung oder gefühlte ausgelassene Stelle, die den weiteren Moment verständlicher gemacht hätte.
    Es ist zugegebenermaßen auch nicht förderlich, eine unsympathische Protagonistin zu haben. Lor ist in meinem Augen eine sehr wechselhafte Figur und damit meine ich nicht das gute Anpassungsfähige, die in allen Situation durch ihre Erfahrungen bestehen kann. Es ist eher eine sich durch das ganze Buch ziehende Widersprüchlichkeit. 

    Ich habe die Hoffnung, dass es im folgenden Teil besser wird und seinen eigenen Weg gefunden hat. 

  9. Cover des Buches Die Burg (ISBN: 9783426448397)
    Ursula Poznanski

    Die Burg

    (500)
    Aktuelle Rezension von: Ria_Dancer

    Ursula Poznanski ist eine Meisterin im Schreiben von Geschichten, die einem nach und nach immer mehr Details und Zusammenhänge geben, bis ein Plottwist folgt, der es in sich hat und völlig neue Hintergründe und Motive offenbart.

    So auch bei "Die Burg" - da ich generell ein großer Fan von Escape-Rooms im Allgemeinen bin und die einengende, bedrückende Stimmung total spannend ist, hat mich das Buch von Anfang an in seinen Bann gezogen. Durch den zusätzlichen Zeitdruck, den die Figuren erleben, sitzt man als Leser wie auf heißen Kohlen und fiebert um jede Sekunde mit. Früh wird klar, da steckt mehr dahinter als ein technischer Fehler und die Art und Weise, wie das Offenbaren der Details in den Verlauf der Geschichte eingewoben wird und sich mit den Escape-Room-Wünschen der Teilnehmer zusammenfügt, fesselt einen total.

    Protagonist Maxim ist mir total sympathisch und hat ein hohes Identifikationspotenzial, aber auch die anderen Figuren haben alle ganz eigene Charakterzüge und Eigenarten, was die Gruppe und deren Zusammenarbeit in den Räumen super interessant macht.

    Der letztendliche Hintergrund der Geschichte ist sehr ergreifend und war für mich so nicht erwartbar. Das Cover finde ich sehr ansprechend und passend zur KI-Thematik, es wirkt futuristisch und trotzdem düster. Wieder einmal ein absolutes Meisterwerk von Poznanski mit absoluter Leseempfehlung!

  10. Cover des Buches The Lies of Locke Lamora: Collector's Tenth Anniversary Limited Edition (Gentleman Bastard) (ISBN: 9781473216792)
    Scott Lynch

    The Lies of Locke Lamora: Collector's Tenth Anniversary Limited Edition (Gentleman Bastard)

    (39)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Meine Meinung

    Ich hatte schon sehr lange vor, diese Reihe endlich anzufangen, und rückblickend bereue ich es, so lange gewartet zu haben. „The Lies of Locke Lamora“ hat mich ein bisschen an die „Six of Crows“-Duologie von Leigh Bardugo erinnert, der Tonfall ist aber noch ein bisschen „erwachsener“.

    Scott Lynch wirft den Leser zu Beginn ohne große Vorrede ins Geschehen, mitten hinein in eine rasante, fesselnde Story, die mehr Haken schlägt als ein Hase auf der Flucht vor Verfolgern. 700 Seiten klingen nach viel, haben sich aber selten so kurz angefühlt wie bei diesem Buch. Getreu Murphy’s Law geht bei diesem Abenteuer alles schief, was nur schiefgehen kann, bis Locke und seine Freunde mit dem Rücken zur Wand stehen. Dabei zieht sich der Autor nie auf einfache Deus Ex Machina-Lösungen zurück, sondern treibt seine Figuren an ihre Grenzen und darüber hinaus. Den ganzen Roman über wird immer wieder zwischen der gegenwärtigen Handlung und Episoden aus Lockes Ausbildung zum Meisterdieb gewechselt. Lynch verwebt meisterhaft die beiden Zeitebenen miteinander: Am Anfang sind die Erzählstränge unabhängig voneinander, gegen Ende gibt es jedoch immer mehr Verknüpfungen zwischen Vergangenheit und Zukunft.

    Ebenso viel handwerkliches Geschick beweist der Autor beim Worldbuilding. Er erschafft eine faszinierende, vielschichtige Welt – die Art von fiktivem Universum, die man eigentlich verlassen möchte, aber nicht kann, weil man viel zu gebannt von den Beschreibungen ist. Die Handlung spielt fast ausschließlich in der Stadt Camorr, man erfährt nach und nach jedoch auch eine Menge über die Reiche außenherum. Plumpes Infodumping sucht man hier vergebens, stattdessen werden Informationen geschickt gestreut. Besonders geschickt gemacht ist, dass scheinbar nebenbei erwähnte Details später in der Geschichte wichtig werden. Dieser Roman gehört übrigens nicht ins Jugendbuch-Regal, weil es sich nicht um eine friedliche, rosarote Fantasywelt handelt. Hier wird nicht nur gestohlen, sondern auch gedroht, gemordet und gefoltert, und das ziemlich detailreich.

    Trotz Brutalität und vieler tragischer Ereignisse ist „The Lies of Locke Lamora“ jedoch kein deprimierendes Leseerlebnis, ganz im Gegenteil. Das ist vor allem dem Schreibstil des Autors zu verdanken, der selbst in den düstersten Momenten mit herrlich witzigen Dialogen aufwartet. Der ganze Text hat eine wunderbare Leichtigkeit, die die Geschichte vergnüglich, unterhaltsam und gegen Ende manchmal überhaupt erst erträglich macht. Das bedeutet nicht, dass Gewalt hier verharmlost wird, aber in den dunkelsten Stunden ist es eben nur noch mit etwas Ironie und Galgenhumor möglich, weiterzumachen.

    Der Protagonist Locke ist kein edelmütiger Robin Hood, der Geld von den Reichen stiehlt und es an die Armen verteilt. Er und seine Band bestehlen tatsächlich nur Menschen, die jede Menge Geld entbehren können, aber nicht aus Gerechtigkeitssinn heraus. Als Kinder sind sie zu Dieben geworden, um zu überleben, als Erwachsene geht es ihnen im Grunde vor allem um den Spaß an der Freude, um die  Herausforderung, sich immer waghalsigere Coups einfallen zu lassen. Als Leser mag man Locke nicht aus moralischen Überlegungen heraus, sondern weil man einfach nicht anders kann. Spitzbübisch, schlagfertig und immer auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn wandelnd, nimmt Locke den Leser, seine Freunde und sogar seine Opfer für sich ein. Eines der Dinge, die diesen Roman zu so einem erfrischenden Lesevergnügen machen, ist, dass die Hauptfigur weder ein durch und durch schlechter Mensch ist noch ein selbstloser Heiliger. Locke tut, was er tun muss, um durchs Leben zu kommen, und hat dabei auch noch jede Menge Spaß.

    Auch bei anderen Figuren kommt die Vorliebe des Autors für „graue“ Charaktere zum Vorschein. Oder anders gesagt, dieser Roman ist bis zum Bersten gefüllt mit schillernden Persönlichkeiten. Da ist zum Beispiel der Unterwelt-Chef Capa Raza, der mit Gewalt einen blutigen Bandenkrieg beendet hat, mutmaßliche Verräter den Haien zum Fraß vorwirft, seine Tochter über alles liebt und von ihr geliebt wird. Lockes resoluter Mentor Chains, der tagsüber vorgibt ein blinder Mönch zu sein, seine Lehrlinge mit unkonventionellen Methoden zu Meisterdieben erzieht und Sinn für Luxus hat. Oder Doña Vorchenza, die den Frauen der Oberschicht Ratschläge erteilt und alt, aber alles andere als schwach und gebrechlich ist. Ich freue mich schon darauf, viele dieser Figuren im nächsten Band wiederzutreffen.

    Fazit

    Ein großartiger Start ins Lesejahr! „The Lies of Locke Lamora“ ist ein spannender, mitreißender Reihenauftakt mit einem im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtigen Protagonisten.

  11. Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: 9783442719853)
    Chloe Benjamin

    Die Unsterblichen

    (236)
    Aktuelle Rezension von: PunktundKomma

    Was wäre, wenn du wüsstest, wann dein Leben endet? Genau damit beschäftigt sich dieser Roman – eine berührende Familiengeschichte über Schicksal, Entscheidungen und die Suche nach Kontrolle im Ungewissen.

    Worum es geht:

    New York im Sommer 1969. Um der Langeweile zu entgehen, auf der Suche nach einem Abenteuer, besuchen vier Geschwister – Varya, Daniel, Klara und Simon – eine geheimnisvolle Wahrsagerin, die angeblich das genaue Todesdatum eines Menschen vorhersagen kann. Einzeln und der Verschwiegenheit verpflichtet, betreten sie die Räume der seltsamen Frau. Hinterher ist plötzlich alles anders. Diese Begegnung hinterlässt bei jedem Einzelnen einen tiefen Eindruck und bleibt nicht ohne Folgen, denn dieses Erlebnis beeinflusst jede ihrer Lebensentscheidungen auf dramatische Weise.
    So entfaltet der Roman sich über mehrere Jahrzehnte hinweg und bespielt die zentrale Frage: Wie verändert sich das Leben, wenn man glaubt zu wissen, wann es enden wird?

    Zum Buch:

    Chloe Benjamin überzeugt mit starken Figuren, tiefgründigen Fragen und einer ruhigen, eindringlichen Erzählweise, die noch lange nachhallt.

    Der Aufbau Benjamins Roman »Die Unsterblichen« ist so gestaltet, dass jedem Geschwisterkind ein eigener Abschnitt gewidmet ist. Beginnend bei Simon, dem jüngsten Kind der Familie. Die Autorin überzeugt besonders durch ihre feinfühlige und glaubwürdige Figurenzeichnung. Jedes der vier Geschwister wird mit großer psychologischer Tiefe und individueller Stimme dargestellt – ihre Ängste, Hoffnungen und Widersprüche wirken authentisch und greifbar. 

    Ein starkes Buch, das zum Nachdenken anregt, aber durch seine ruhige Erzählweise dennoch die Distanz zum Lesenden bewahrt.
    Perfekt für alle, die Geschichten lieben, die zum Nachdenken anregen und dabei emotional berühren. Denn in dem Roman wird keine heitere Familiengeschichte erzählt. Vielmehr schildert die Autorin in ihrem Buch eindringlich und berührend das Spannungsfeld zwischen freiem Willen und Vorhersehung – eingebettet in eine Familiengeschichte voller Verlust, Bindung und der tiefen Sehnsucht, das eigene Schicksal lenken zu können. 

    Keine leichte Kost, aber für mich ein starkes Buch, das man nur schwer aus der Hand legen kann.

    Mehr dazu hier: https://www.buchleserin.de/2025/08/07/die-unsterblichen/

  12. Cover des Buches Drachenkind (ISBN: 9783742760272)
    Dragons Spirit

    Drachenkind

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Mit sechzehn merkt Eric, dass er eigentlich kein Mensch ist. Damit beginnt eine abenteuerliche Reise, in der die Freundschaft zu Jack, zu seiner Erzieherin Mia und deren Tochter Seath immer wieder auch sehr harte Proben gestellt wird, denn Eric findet heraus, dass alle etwas dazu wussten, es aber nie angedeutet haben.

    Meinung:

    Ein sehr guter Fantasy-Roman, bei dem man aber gute Nerven braucht.

    Die Charaktere der vier Protagonisten sind jeweils perfekt für den Roman gemacht. Zwei Sachen wurden in dieser Geschichte eingesetzt, um die Spannung hochzuhalten. Erstens, es gibt Geheimnisse, denen Eric durch Zufall auf die Spur kommt und dabei bröckelt das Vertrauen in die Begleitpersonen. Zweitens, Eric wurde vergiftet und dadurch wird seine Erinnerung immer wieder zurückgesetzt. In der Geschichte äußert sich das dann dadurch, dass er sich gegen seine Vertrauenspersonen und seinen Freund richtet und die das immer nur schwer auffangen können. 

    Eric lernt also zunächst sein Gestaltwandler-Ich, den Drachen, kennen und muss sich damit neu auseinandersetzen. Und natürlich ist auch der Drache noch nicht ausgewachsen und macht so selbst noch heftige Entwicklungsschritte mit. Dazu kommt ein alles andere als einfacher Auftrag, denn dank seiner Einzigartigkeit haben alle auf sein Erscheinen gewartet und nun soll er für alle ein riesiges, altes Problem lösen.

    Die Geschichte ist sehr schön und spannend erzählt, und lädt an vielen Stellen zum Träumen ein. Durch die heftigen Wendungen und Herausforderungen wird die Geschichte zeitweilig so spannend, dass man das Buch auch spätabends nichts aus der Hand legen will. 

    Bereits nach etwa der Hälfte der Geschichte wird klar, dass auf Eric noch sehr heftige Prüfungen zukommen. Richtung Finale habe ich als Leser eine bestimmte Entwicklung erwartet und bereits einen regelrechten Show-Down erwartet. Zunächst sah es so aus, als wenn die Geschichte die erwartete Richtung einnehmen würde, um dann auf den letzten Seiten eine kapitale Überraschung zu präsentieren. Die Geschichte bleibt tatsächlich bis zur allerletzten Seite spannend und endet mit einem Cliffhanger.

    Fazit:

    Sehr umfangreiche Geschichte mit zahlreichen Wendungen und Überraschungen: vier Sterne.

  13. Cover des Buches Nullzeit (ISBN: 9783442775903)
    Juli Zeh

    Nullzeit

    (359)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Geschichten über Affären und toxische Beziehungen gibt es wie Sand am Meer. Aber Juli Zeh schreibt derart fesselnd - mir ist es nur schwer gelungen, das Buch aus der Hand zu legen. Sie konstruiert ein Verwirrspiel, das nie konstruiert wirkt und bei dem man mehrfach auf die falsche Fährte gelockt wird. Das Buch funktioniert so nicht nur als Beziehungsdrama, sondern auch als Thriller - und das richtig gut!

  14. Cover des Buches Niemand liebt November (ISBN: 9783789142956)
    Antonia Michaelis

    Niemand liebt November

    (292)
    Aktuelle Rezension von: andreasb

    Amber ist ein siebzehnjähriges Mädchen, das mit sechs Jahren plötzlich ohne Eltern dastand. Mit siebzehn flüchtet sie aus ihrer WG, auf der Suche nach ihren Eltern. Dabei sucht sie die Unterstützung von Katja, dem Wirt des "Bottled" - Einer Kneipe, zu der die letzten Spuren zu ihren Eltern zurückführen. Doch sucht Amber nicht nur ihre Eltern, sondern auch die Liebe und Anerkennung, die ihr in ihrer Kindheit und Jugendzeit so schmerzlich fehlte.

    Auf ihrem Weg begegnet sie der einen oder anderen zweifelhaften Figur, die im Bottled schon quasi zum Inventar zählt und sammelt Hinweise, mit denen sie ihren Eltern Schritt für Schritt näher zu kommen scheint. Der Vergangenheit des liebenswert-schrulligen Kneipenwirts Katja versucht Amber nebenbei auch noch auf die Schliche zu kommen. Und dann sind da noch der buchlesende Junge in dem Zelt, das von dem einen auf den anderen Moment zu verschwinden scheint - und ein unbekannter Verfasser grausamer Drohbriefe...

    Gehen Ambers Wünsche in Erfüllung? Findet sie auf der Suche nach ihren Eltern, nur unterstützt durch ihre allgegenwärtige Katze, die Liebe, Anerkennung und die erdende Wirkung, um sich so etwas wie eine Zukunft aufzubauen?

    Ein weiteres Buch von Antonia Michaelis, das auf dem Wechselspiel von Wirklichkeit und unerklärlichen Phänomenen, sowie einer dramatischen Geschichte aufbaut. Auch dieses Buch kann man durch Antonias Schreibstil fühlen, riechen, schmecken, atmen. Ambers Geschichte ist in der Tat nichts für schwache Nerven. Bedenkt man ihren Werdegang, kommt man aber leider zu dem Schluss: Mit ihren Entscheidungen und Handlungen bewegt Amber sich weniger weit von der Realität entfernt, als man sich das für einen Menschen wünschen würde, der im Leben kaum Liebe erfahren hat, bis ihn ein traumatisches Erlebnis von seinen Eltern trennte.

    Fassungslos den Kopf schütteln möchte man eher über die eine oder andere Nebenfigur, die Amber mit sachdienlichen Hinweisen zu ihren Eltern unterstützt, wenn auch nicht, ohne Ambers Situation schamlos auszunutzen.

    Das Ende des Buchs kommt, wie ebenfalls typisch für viele von Antonias Büchern, mit einigen Paukenschlägen und mehr oder weniger überraschend. Auch, wenn es Bücher gibt, in denen das Ende unklarer daherkommt, war ich am Ende doch eher ernüchtert.

  15. Cover des Buches Zodiac Academy 5: Verfluchte Schicksale (ISBN: 9781916926004)
    Caroline Peckham & Susanne Valenti

    Zodiac Academy 5: Verfluchte Schicksale

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Sophie0406

    𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻:

    ⭐️⭐️⭐️⭐️

    -

    »Du kannst mir nicht erzählen, dass du das nicht auch spürst, wenn wir zusammen sind. Wie mein Herz pocht, meine Seele brennt, mein ganzer Körper schmerzt … Ich weiß, dass du es auch spürst. «

    -

    Für mich ging es nach einer kurzen Pause in die 5. Runde der Zodiac Academy. Und diese 5. Runde wurde mit einem Knockout der Leserin beendet. Mal ernsthaft? Wie viele Herzinfarkte, wie viele Verzweiflungen und wie viel Fassungslosigkeit sollen mich diese Reihe noch kosten? 

    Zugegeben, ich empfand diesen Teil der Reihe als den schwächsten bisher, da die ersten 50 % nicht viel passierte. Außer dass ich den dauerhaften Drang widerstehen musste, meinen Kopf gegen die nächste Wand zu hämmern, da mich die Beziehung zwischen Tory und Darius so viele Nerven und so viel Kraft gekostet hat. Die Tension zwischen den beiden ist so unfassbar gut, aber sie macht einen auch komplett irre. Lance und Darcy haben die Situation diesmal auch nicht entschärfen können, da diese mich auch komplett im Stich gelassen haben. Ab der Hälfte wurde das Buch spürbar besser, da endlich wieder was passierte. Und gegen Ende hin konnte ich meinen Lesefluss einfach nicht mehr zügeln. Bis tief in die Nacht habe ich meinen kostbaren Schlaf geopfert, um am Ende mit einem völlig bodenlosen Cliffhanger zurückgelassen zu werden. Ich muss nun erstmal Kraft sammeln, um die 6. Runde zu überstehen. 

  16. Cover des Buches Illusion (ISBN: 9783401505091)
    Ana Alonso

    Illusion

    (51)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1309
    Puuuh.. Hab ich tatsächlich gesagt, dass ich den ersten Band verwirrend finde? Das ist leider gar nichts gegen Band 2! :( Nicht nur die vielen Namen verwirren mich immer noch, sondern auch die komplette Handlung des Buches Desweiteren habe ich gemerkt, dass den Figuren das wirklich Leben fehlt. Zwar sind die Äußerlichkeiten immer noch gut beschrieben und auch die Gefühle kommen weiterhin gut herüber, aber es fehlt einfach dieses letzte bisschen, um den Figuren zu 100% Leben einzuhauchen. Der Schreibstil, der im ersten Band meistens noch recht flüssig war, hat leider sehr unter den verwirrenden Stellen gelitten! In den Szenen, in denen die Spannung auf ihrem Höhepunkt angelangt war, glich es wieder dem ersten Band und ließ sich gut lesen. :) Leider kamen diese Stellen jedoch nicht sehr oft vor.. Gut gelungen fand ich die Spannungsbögen! ☺ Besonders gefallen hat mir da, dass man überhaupt nicht mit dem Ausgang gerechnet hat. Für mich war unvorhersehbar was passiert und dadurch war es sehr spannend. Auch wenn ich einiges, auch durch mehrfaches lesen, nicht verstanden hab. Zusammengefasst kann man das sagen: + guter Spannungsbogen + unvorhersehbare Handlung + Spannende Szenen ---> flüssiger Schreibstil - sehr sehr sehr verwirrend - Figuren fehlt das wirkliche Leben - meist nicht flüssiger Schreibstil
  17. Cover des Buches Projekt Orphan. Ein Orphan X Thriller von Gregg Hurwitz (ISBN: 9783989550292)
    Gregg Hurwitz

    Projekt Orphan. Ein Orphan X Thriller von Gregg Hurwitz

    (129)
    Aktuelle Rezension von: claida

    Bei dem Thriller "Projekt Orphan" von Gregg Hurwitz handelt es sich um die Fortsetzung von Orphan X. Als "Nowhere Man" ist Evan Smoak auch in diesem Teil am Start und hilft einer Jugendlichen von einem Menschenhändlerring zu entkommen. Allerdings wird er dabei gekidnappt und entführt.

    Es folgt eine harte Zeit für Evan in der er all sein können aufbringen muss um zu entkommen. Er stößt auf viel Widerstand, Gewalt und alte Bekannte. Wird er seinen Entführern entkommen und weiter Unschuldige beschützen?!

    Das Buch ist meiner Meinung nach noch spannender als der erste Teil. Ich mag den Schreibstil, die Handlung und natürlich Evan total gerne. Klar manche Szenen sind hart, aber für mich ist das voll in Ordnung. Zum Glück gibt es noch einige Folgebände die ich sicher mit Begeisterung lesen werde.

    Ich bin wirklich froh diese Reihe für mich entdeckt zu haben und kann sie nur empfehlen! Das Buch ist aber wirklich nichts für zart besaitete.

  18. Cover des Buches Im Schatten des Schwertes (ISBN: 9783453272064)
    Julie Kagawa

    Im Schatten des Schwertes

    (99)
    Aktuelle Rezension von: Drachenbuecherhort

    Mit „Im Schatten des Schwertes“ führt Julie Kagawa ihre Leser tiefer in eine Welt, die von alten Legenden, mächtigen Dämonen und gefährlichen Wünschen durchdrungen ist. Nach dem vielgelobten Auftakt „Im Schatten des Fuchses“ folgt nun ein Mittelband, der sich nicht mit Lückenfüller-Status zufriedengibt – sondern emotional und erzählerisch sogar noch eine Schippe drauflegt.

    Yumeko, halb Mensch, halb Kitsune, setzt ihre gefährliche Mission fort: das Fragment der Drachenschriftrolle sicher zum Tempel zu bringen, bevor es in die falschen Hände fällt. Mit jedem Schritt auf ihrer Reise wird klarer, wie viel auf dem Spiel steht – denn das uralte Pergament hat die Macht, den Himmelsdrachen zu beschwören und einen Wunsch von unermesslicher Tragweite zu erfüllen. Doch der Preis dieser Reise ist hoch. Ihr Begleiter Tatsumi – einst ein Krieger der Kage, diszipliniert und tödlich – ist nun unter Kontrolle des Dämons Hakaimono, den sein Schwert Kamigoroshi beherbergte. Yumeko glaubt, dass der echte Tatsumi noch irgendwo in ihm existiert. Doch die Realität ist düster: Hakaimono will nichts anderes als Rache und Zerstörung.

    Während Yumeko und ihre Gefährten weiterziehen – darunter der fluchende Ronin Okame, der edle Daisuke und die Schreinmaid Reika – entspinnt sich ein Wettlauf gegen die Zeit. Parallel dazu folgt der Leser Hakaimono, der in Tatsumis Körper seinen eigenen finsteren Plan verfolgt: das Bündnis mit einem der mächtigsten Blutmagier, um selbst nach der Schriftrolle zu greifen.

    Kagawa gelingt es im zweiten Band meisterhaft, die oberflächliche Schwarz-Weiß-Malerei vieler klassischer Fantasygeschichten hinter sich zu lassen und sich vielschichtig mit den Themen Selbstbeherrschung, Dualität und Vertrauen auseinanderzusetzen. Dabei geht es nicht nur um äußere Konflikte – Schwerter, Magie und Monster –, sondern vor allem um das, was sich im Innersten der Figuren abspielt: der stille, oft quälende Kampf zwischen Licht und Dunkel, zwischen Pflicht und Verlangen, zwischen dem, was man ist, und dem, was man sein möchte. Besonders eindrucksvoll ist dabei die Perspektive von Hakaimono, dem uralten Dämon, der sich in den Körper des Kriegers Tatsumi eingenistet hat. Kagawa gewährt dem Leser keinen distanzierten Blick auf das „Böse“ – sie lässt uns in seinen Geist eintauchen, zwingt uns, die Welt durch seine Augen zu sehen. Was wir dort finden, ist überraschend: keine eindimensionale Kreatur der Zerstörung, sondern ein Wesen, das Wut, Stolz, Schmerz und sogar eine Form von Ehre in sich trägt.

    Hakaimonos Gedankenwelt ist ein Sturm aus Verachtung und Macht, aber auch aus Erinnerung und verlorener Größe. Sein Hass ist alt, aber nicht ohne Ursprung. Seine Entscheidungen wirken grausam, doch sie folgen einem inneren Kodex – einer verdrehten, aber nachvollziehbaren Logik, die sich aus Jahrhunderten der Gefangenschaft speist. Das macht ihn nicht gut. Aber es macht ihn menschlich – oder zumindest tragisch. Und genau darin liegt die große Stärke dieses Charakters: Er fordert Empathie heraus, wo wir Abscheu erwarten. Er bringt uns zum Nachdenken über die Grenzen von Gut und Böse, über den Preis von Freiheit und darüber, ob jemand, der als Monster geboren wurde, dazu verdammt ist, ewig eines zu bleiben.

    Die Frage „Wer bin ich wirklich?“ durchzieht diesen zweiten Band wie ein feines, kaum sichtbares, aber unzerreißbares Band – sie ist das leise Echo, das in den Gedanken der Figuren nachhallt, während sie durch Tempelruinen, Schattenreiche und innere Abgründe wandern. Fast jede Hauptfigur sieht sich gezwungen, die Maske zu lüften, die sie bislang getragen hat – ob freiwillig oder durch äußere Umstände. Allen voran Yumeko, deren kitsunehafte Herkunft bisher etwas war, das sie lieber verborgen hielt – aus Angst, aus Vorsicht, vielleicht auch aus Scham. Doch im Verlauf der Geschichte beginnt sie, diese Seite nicht mehr nur zu akzeptieren, sondern als Teil ihrer Identität anzuerkennen. Was einst Spielerei oder Täuschung war, wird nun zur Waffe, zum Werkzeug – aber auch zum Ausdruck innerer Reife. Yumeko wächst, weil sie aufhört, zwischen „Füchsin“ und „Mensch“ zu unterscheiden, und beginnt, beides zu sein.

    Yumeko wird in diesem Band deutlich reifer. Ihre naive Neugier weicht einem stärkeren Verantwortungsbewusstsein – aber sie verliert nie ihren Humor oder ihre Herzlichkeit. Ihre kitsunetypische Art, mit Charme und kleinen Tricks das Gleichgewicht zu halten, wird hier nicht nur als lustig, sondern als Stärke inszeniert.

    Wer auf der Suche nach Mythologie, taktischen Duellen und zauberhafter Magie ist, wird in „Im Schatten des Schwertes“ reich belohnt. Julie Kagawa versteht es meisterhaft, Kampfszenen so zu inszenieren, dass sie nicht nur als bloßes Spektakel dienen, sondern den Herzschlag der Geschichte tragen. Ihre Kämpfe sind kunstvoll, dramatisch und oft atemberaubend choreografiert – aber sie sind nie leer. Sie haben Gewicht. Und sie haben eine Seele. Denn anders als noch im ersten Band geht es in diesen Auseinandersetzungen nicht allein um Sieg oder Niederlage, nicht bloß um das Überleben im Angesicht übermächtiger Feinde. Die wahre Schlacht wird in den Herzen der Figuren geschlagen. Jeder Schlag, jede Entscheidung im Gefecht trägt eine emotionale Last. Es sind Kämpfe gegen äußere Gegner – aber oft auch gegen die eigenen Zweifel, gegen Schuld, Angst oder Verzweiflung.

    Ein Duell kann hier gleichzeitig ein innerer Zusammenbruch sein, ein Akt der Selbstbehauptung oder ein verzweifelter Versuch, jemanden zu retten, den man fast verloren hat. Es geht darum, sich selbst treu zu bleiben – oder überhaupt erst herauszufinden, wer man im Angesicht der Dunkelheit ist. So werden die Kämpfe in „Im Schatten des Schwertes“ nicht nur zu Höhepunkten der Handlung, sondern zu Prüfsteinen der Charaktere – und zu Spiegeln der Konflikte, die in ihnen toben. Man gewinnt hier nicht bloß mit der Klinge – sondern mit dem Herzen.

  19. Cover des Buches Follower (ISBN: 9783499271717)
    Eugen Ruge

    Follower

    (11)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Eine düstere Zukunftsdystopie von Eugen Ruge, der hier auch Teile der Figuren aus seinem Erfolgsroman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ einbaut. Ich nehme es vorweg, ich hab mich extrem schwer getan, mehrmals erwogen abzubrechen. Ruge schreibt in 14 Kapiteln, die alle nur einen Satz enthalten, der sich aber wiederum über dutzende Seiten zieht. Das wirkt stakkatohaft, lässt die durchtechnisierte Zukunftswelt auch so kalt wirken, wie Ruge sie wirken lassen will, wirkt aber für mich auch extrem gezwungen und gekünstelt und hat es mir quasi unmöglich gemacht irgendwie emotional in die Geschichte einzutauchen. Einzig ein Kapitel, welches die Menschheitsgeschichte der Familie Umnitzer seit gefühlt den Dinosauriern aufzeichnet bricht aus diesem Stil heraus und war tatsächlich gut lesbar (dafür gibt’s den einen Punkt extra), der Rest – extrem schwere Kost.

  20. Cover des Buches Loki − Her Twisted Heart (ISBN: 9783499018008)
    Franka Neubauer

    Loki − Her Twisted Heart

    (147)
    Aktuelle Rezension von: Annika_85

    Ich wollte es so sehr mögen, wirklich! Aber es hat mich nicht richtig überzeugt.

    Und ich kann nicht mal sagen, warum es so ist, aber ich die Emotionen kamen bei mir nicht an. Ich habe keine richtige Verbindung zu Harlow & Loki aufbauen können und hab auch z.B. bei den traurigen Szenen nicht mitgefühlt, wie das bei anderen Büchern der Fall ist.

    Nur bei dem kleinen Wassergeist Kaia musste ich ab und zu schmunzeln, weil der wirklich doll niedlich war.

    Das Buch ist vom Cover und Farbschnitt schön gestaltet und ich fand den Schreibstil an sich auch gut. Aber: für mich hat das Vermischen von griechischer und nordischer Mythologie überhaupt nicht funktioniert. Und per se sind Zeus und Jupiter der gleiche Gott - Jupiter ist nur das römische Äquivalent zum griechischen Zeus. Stellen also den gleichen Gott dar.

    Für mich ist da wohlwollend nicht mehr als 2,5/5 ⭐️ drin. Und so leid es mir tut, aber den Folgeband werde ich nicht lesen.

  21. Cover des Buches Illusion – A Lie Worth Believing (ISBN: 9783426565858)
    Janine Ukena

    Illusion – A Lie Worth Believing

    (135)
    Aktuelle Rezension von: Im_Bann_der_Zeilen

    Was bedeuten zwei Sterne für mich? Es gab mehr Dinge, die mir nicht gefallen haben, als Dinge die mir gefallen haben.

    Ich wollte das Buch so gerne lieben und trotz vielversprechenden Anfang muss ich am Ende sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Der Schreibstil weist viele sprachliche Stilmittel, wie Metaphern auf. Was mir zu Beginn noch gut gefiel, wurde mir im Laufe des Buches zu viel und so erzielten die Formulierungen, die für sich stehend eigentlich sehr schön sind, irgendwann keinerlei Effekt mehr bei mir und lenkten mich tatsächlich etwas ab. Was ich auch leider anmerken muss ist, dass ich mir nur sehr schwer vorstellen kann, wie die Show, die eigentlich Kern und Angelpunkt dieser Geschichte ist, eigentlich aussehen soll. Mir war die Beschreibung hier viel zu schwammig.

    Die erste Hälfte der Handlung zog sich in meinem Empfinden wie Kaugummi. Nicht nur einmal habe ich mich gefragt, wann die "richtige" Handlung losgeht und die Einleitung vorbei ist. Erst zur zweiten Hälfte hatte ich das Gefühl, dass endlich etwas passierte und das Handlungstempo entsprach dann auch sehr meinen Geschmack. Dabei kam auch Spannung herein, sodass ich immer wissen wollte, was als nächstes passiert.

    Die Figuren fand ich okay bis vergesslich. Stella und Levin fand ich als Figuren nicht schlecht, aber als Protagonisten haben sie mich nicht komplett von sich überzeugen können. Auch ihre Liebesgeschichte konnte ich ihnen nur schwer abkaufen. Zu den Nebenfiguren kann ich gar nicht mal so viel sagen. Sie waren irgendwie da.

    Ich war kurz am Überlegen, ob ich hier nicht doch auf 1,5 Sterne runtergehe, da ich doch sehr viele Kritikpunkte habe. Dafür war die Handlung im zweiten Teil meiner Meinung nach dann aber doch zu gut gemacht.

  22. Cover des Buches Das große Experiment (ISBN: 9783499291791)
    Jeffrey Eugenides

    Das große Experiment

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Erzählungen von Jeffrey Eugenides unter dem Titel „Das große Experiment“.

    Bereits im Band „Air Mail“ veröffentlichte Eugenides einige der Erzählungen, die im Band „Das große Experiment“ enthalten sind. Das hat meiner Lektüre keinen Abbruch angetan, ganz im Gegenteil, es war eher ein freudiges Wiedersehen mit seinen Protagonisten.

    In „Air Mail“ erzählt Eugenides von Mitchell, der in einer Bambushütte auf einer Insel im indischen Ozean liegt und seine heftigen Durchfälle mit einer extremen Fastenkur zu behandeln versucht. In den wachen Momenten, die er nicht im spartanischen Klohäuschen der Wohnanlage verbringt, entflieht sein Verstand in erhabene Sphären, hypersensibillisiert schreibt er Briefe an seine Eltern und Freunde. Darin berichtet er über erleuchtende Wahrnehmungen, die ihn am Sinn seines bisherigen Daseins zweifeln lassen. Losgelöst von Zeit und Raum sendet Mitchell die Briefe allerdings nicht ab und driftet mehr und mehr ab.

    In „Die Bratenspritze“ lässt Eugenides Wally Mars von seiner unerwiderten Liebe zu Tomasina Genovese erzählen. Der Schauplatz ist die Upper Class New Yorks. Den Protagonisten zeigt sich, dass ein gut gefülltes Portemonnaie samt Rentenkonto nicht zwangsläufig eine gute Beziehung ermöglicht. Vor Jahren ging die Beziehung von Wally und Tomasina an einer ungewollten Schwangerschaft kaputt, heute lädt Tomasina Freunde und Bekannte zu einer „Ich-werde-schwanger-Party“ ein. Der Samenspender ist jedoch nicht Wally, der diesen Dienst nur allzugerne ausführen würde.

    „Timesharing“ erzählt die Geschichte eines Sohnes, der seine Eltern in Florida bei deren neuestem Erfolgsprojekt besucht. Eine heruntergekommene Wohnanlage soll zu einem schicken Wohnkomplex mit Swimmingpool und Penthouse-Wohnung für die Eltern umgebaut werden. Leider ist dies bereits eines von vielen Folgeprojekten mit großen Erfolgs- und Renditeaussichten, die sein Vater anstrebt.

    In „Das große Experiment“ wird Kendalls Geschichte erzählt. Kendall arbeitet beim kleinen Verlag „Great Experiment“ als Lektor und empfindet sich eher als kleines Licht im Gegensatz zu seinem Chef Jimmy Boyko, der sich keinem Luxus im Leben verschließt, jedoch für seine Angestellten keine Krankenversicherung bezahlen will. Sein Kollege Piasecki aus der Buchhaltung verführt Kendall dann tatsächlich dazu eine Scheinfirma zu gründen, die für den Verlag die Lagerung von Druckexemplaren vor der Auslieferung an die Buchhandlungen übernimmt. Kendall fühlt sich unwohl mit dem Betrug, auch wenn er sich und seine Familie von Jimmy schlecht abgesichert empfindet.

    Jeffrey Eugenides ist einer der großen Erzähler für mich, da es ihm, wie Carver oder Auster gelingt, Menschen und Situationen einzufangen, wie man sie überall tatsächlich erleben kann. Das sich Einfinden in die prekären Lebensphasen anderer hilft mir, meinen Alltag zu relativieren, blöde Begegnungen oder dumme Mitmenschen nicht zu verurteilen, sondern aus einer anderen Warte zu betrachten und abzuhaken. Love it, Jeffrey!

  23. Cover des Buches Hotel Illusio: Feurige Berührung (ISBN: B07ZJP4B94)
    Patricia Jane Castillo

    Hotel Illusio: Feurige Berührung

    (50)
    Aktuelle Rezension von: Luckysbook

    Ich bin so froh, dass ich auf dieses Buch gestoßen bin. Der Anfang der Geschichte ist sehr gelungen, gutgeschrieben und das Ende sehr ansprechend. Es fällt mir leicht, ein Kapitel nach dem anderen zu lesen und dranzubleiben, da dieses Buch sehr angenehm und schnell zu lesen ist. Ich liebe immer wieder neue Perspektiven zu bekommen. Ich kann es kaum erwarten die weiteren Bücher zu lesen, um meine Neugierde zu stillen. Das Buch ist echt empfehlenswert.

  24. Cover des Buches Du hättest gehen sollen (ISBN: 9783498035730)
    Daniel Kehlmann

    Du hättest gehen sollen

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Beim ersten Anlesen: Was soll das? Das ist doch kein typischer Kehlmann = Enttäuschung.
    Im weiteren Verlauf: Naja! Eine Ahnung stellt sich ein.
    Zum Ende hin die Frage (analog dem Buch von Paul Watzlawick: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?): Wo ist noch mal das Sicherheit gebende eigene Weltbild?

    Es ist eine irritierende Geschichte, eine Geschichte die verstört, die die Ratio herausfordert, ohne dass diese eine Chance hätte die Geschehnisse immer einzuordnen, man kann sich nur einlassen und den beim Lesen dieser Erzählung aufkommenden Gedanken folgen. In diesem Fall wird man von dem Buch profitieren können. Nicht weit weg ist allerdings auch ein anderer Weg: Ablehnung. Was soll dieses Sammelsurium von Landschaftsbeschreibungen, von abstrusen Geschehnissen, von Banalitäten und eigenwilligen Worthülsen, die oft in unvollständigen Sätzen enden?

     Unvollständigkeit könnte allerdings das Stilmittel des Autors sein, um den Gedanken der Leser den gewünschten Spielraum zu verschaffen. Insofern wäre es gelungen – und damit doch ein typischer Kehlmann.

    (19.12.2016)

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