Bücher mit dem Tag "im"

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53 Bücher

  1. Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)
    J. D. Salinger

    Der Fänger im Roggen

     (1.502)
    Aktuelle Rezension von: JulieG

    "Der Fänger im Roggen" erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Holden Caulfield, der nach seiner Flucht aus dem ungeliebten Internat drei Tage lang durch New York irrt. 

    Ich hatte bereits im Vorfeld viel über das Buch gelesen - vor allem viel negative Meinungen und Bewertungen. Es sei sehr kompliziert zu lesen, der Protagonist sei unsympathisch und eine äußerst schreckliche Person. Lediglich mein Drang danach, soviele Klassiker wie möglich wirklich selbst zu lesen, hat mich dazu gebracht, diesen Roman zu lesen. Und ich habe mit dem schlimmsten gerechnet. 

    Allerdings bin ich nach der Lektüre sehr überrascht und berührt von dem Roman. Ja, Holden ist ein ziemlich komischer Typ. Und ja, er gibt einige unpassende Äußerungen von sich. Aber er ist auch einer, der die Welt um sich herum genau beobacht und versucht, sie zu verstehen. Und dabei merkt er, dass er sie in vielen Punkten einfach nicht verstehen kann. Der Roman zeigt uns also einen Protagonisten, der seinen Platz in der Gesellschaft, auch aufgrund seines Alters, noch nicht gefunden hat und seine Umwelt und die Menschen um sich herum stattdessen analyisert und hinterfragt. Es gab einige Stellen, an denen ich Holdens Gedanken sehr gut nachvollziehen konnte - sowohl aus heutiger Sicht, als auch aus der Sicht meines eigenen 16jährigen Ichs. 

    Gleichzeitig zeigt uns das Buch aus Holdens Sicht auch auf, wie oberflächlich, verwirrend und auch sinnlos manche Gewohnheiten, die wir als Gesellschaft haben, sind. Man wird auf unbequeme Art und Weise gezwungen, über sich, sein Leben und seine Wünsche und Ziele nachzudenken, eben weil man diesem ziellosen Protagonisten durch New York folgt. Genau das hat mir an dem Buch so gut gefallen. 

    Also traut euch und lest "Der Fänger im Roggen". Es ist besser, als ich vorher angenommen hatte!

  2. Cover des Buches A Game of Thrones (ISBN: 9780006479888)
    George R. R. Martin

    A Game of Thrones

     (423)
    Aktuelle Rezension von: happy_reading_life

    Ich lese Fantasy eigentlich nur ab und an mal, aber aufgrund des Hypes wollte ich mir GoT nicht entgehen lassen - und zum Glück. Denn es ist nicht so fern der Vorstellungskraft wie High Fantasy. Man kann sich sehr gut in die Szenen in Westeros und herum einfühlen. Ich weiß gar nicht, ob ich es wirklich als Fantasy bezeichnen würde, manchmal fühlt es sich für mich eher wie ein historisches Drama an.

    Die Kapitel sind immer aus Sicht eines Protagonisten geschrieben und damit wirkt das Buch sehr kurzweilig. Dies führt dazu, dass die verschiedenen Handlungsstränge - die auch immer an anderen Orten stattfinden und weitere Charaktere vorstellen - von verschiedenen Perspektiven erläutert werden und die Personen zum Teil selbst nicht wissen, was der Leser bereits aus anderen Kapiteln weiß. Außerdem gefällt es mir für den Lesefluss sehr gut, dass die einzelnen Kapitel nicht zu lang sind. Und häufig endet das Kapitel mit etwas Überraschenden oder einem Cliff Hanger, sodass man immer wissen will, wie es in dem jeweiligen Handlungsstrang weitergeht, aber dazwischen liegt nun mal ein anderer Protagonist. 

    Dieser Aufbau ist aber auch einer der wenigen Kritikpunkte, die ich an dem Buch habe. Denn durch diese Struktur wurde ich häufiger herausgerissen und habe die kurzen Kapitel dazu genutzt, dass Buch häufiger mal aus der Hand zu legen und nicht weiter zu lesen, weil ja nun eh ein anderer Handlungsstrang im nächsten Kapitel anstand. 

    Sicherlich ein besonders Highlight in Game of Thrones sind die Charaktere. Diese sind wirklich eindrucksvoll vorgestellt und durch kleine Sub-Texte und Dialoge werden immer wieder einige weitere Charakter-Eigenschaften offenbart.

    Ich weiß von einigen, dass sie die vielen Charaktere, gerade zu Beginn, sehr verwirrend fanden. Ich liebe allerdings Geschichten über Adelsgeschlechter ("Häuser") und ihre Verbindungen, sodass ich mich gut in diese Szenen rein versetzen konnte. Häufig musste ich schmunzeln, wenn innerhalb weniger Absätze die Hochzeiten und Verwandtschaftsbeziehungen der letzten Jahrzehnte, gar Jahrhunderte erläutert wurden. Am Ende des Buches gibt es aber für jedes Haus eine Art Stammbaum zum Nachlesen. 


  3. Cover des Buches Hummeln im Herzen (ISBN: 9783404175840)
    Petra Hülsmann

    Hummeln im Herzen

     (655)
    Aktuelle Rezension von: Estelle38

    Diese Rezi hier ist stellvertretend für viele ihrer Romane. Ich lese eigentlich jeden Roman von ihr, weil die Autorin auf dem Leben schreibt. Es geht um lustige und leicht verstrickte Begenungen von unterschiedlichen Menschen, die am Ende zusammenfinden.

    Hier gehte um Lea. Sie hat anfangs richtig Pech und braucht jemanden um wieder auf die Beine zu kommen.
    Wie es weitergeht, lest selbst. Ich bin mir sicher ihr werdet Spaß haben.

  4. Cover des Buches Schneewittchen muss sterben (ISBN: B004WSO6A6)
    Nele Neuhaus

    Schneewittchen muss sterben

     (1.779)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wow, was für ein spannendes Buch ! 

    Nach 10 Jahren Haft kehrt Tobias in sein Heimatdorf zurück. Ihm wurden damals die Morde an zwei Mädchen zur Last gelegt. Das Dorf versucht ihn zu vertreiben mit allen Mitteln. Als die Polizei wegen einer anderen Sache ermittelt, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens und ein massives Lügengeflecht. Was genau ist damals geschehen und wer lügt warum.

    Habe selten ein so packendes Buch gelesen, mit wirklich immer neuen überraschenden Wendungen, temporeich, authentischen Figuren und einer Handlung, bei der sich wahre Abgründe der menschlichen Seele auftun. Das Privatleben der Ermittler wurde auch nicht übermäßig ausgewalzt, sondern war OK. Ich hatte schon zwei Bücher der Autorin gelesen, die ich als eher zäh und langatmig empfand. Um so überraschter war ich von diesem Pageturner. Sogar, wenn ich arbeiten war, hat es mich nicht losgelassen und ich habe mich danach gesehnt, endlich weiterlesen zu können. Das habe ich selten bei einem Buch. Ein richtig spannender Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

  5. Cover des Buches Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht (ISBN: 9783846600740)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

     (517)
    Aktuelle Rezension von: blerta

    Nach dem Cliffhanger vom ersten Teil musste ich einfach direkt weiterlesen und habe mich wieder in Laia, Elias und Helenas Welt gestürzt!

    Um was geht es?
    Elias lässt Schwarzkliff und seine Maske hinter sich, um Laia dabei zu helfen, ihren Bruder aus dem Gefängnis in Kauf retten. Zusammen begeben sie sich auf die Flucht vor dem Imperium - Seite an Seite. Währenddessen ist der Blutgreif, Helena, ihnen auf der Spur und hat den klaren Auftrag vom neuen Imperator, sie zu töten.

    Meine Meinung
    Ich kam sehr schnell wieder in die Geschichte rein - es war ein toller und rasanter Einstieg, der auch direkt an den ersten Band anschloss.

    Was sehr überraschend kam, waren die Kapitel, die aus Helenas Sicht geschrieben worden sind. So hat man die Chance auch in Helenas Innenleben einen Einblick zu erhaschen und kommt hinter ihre Fassade, hinter der sich sehr viel Neues und Erschreckendes befindet. Diese Kapitel waren informativ, störten aber meinen Lesefluss, da ich sie nicht so spannend fand wie die aus Elias' und Laias Sicht. Ich hatte den Eindruck, sie dienten nur dazu, damit man als Leser mitbekam, was gerade im Imperium und mit Marcus passierte. Hier wäre ich lieber überrascht worden, anstatt die geheimen Pläne des Imperiums vorgesagt zu bekommen.

    Während ich beim ersten Band meine Probleme mit Laia hatte, haben sich diese ein wenig gelegt. Ich finde zwar nach wie vor Elias' Kapitel spannender und auch ihn als Charakter mag ich einfach lieber, aber das ist natürlich Geschmackssache.

    Laia hat eine wahnsinnige Entwicklung durchgemacht und ich bin richtig stolz, dass sie aus sich herausgekommen ist und sich nicht mehr so herumschieben lässt. Wirklich stark von ihr.
    Bei Elias hatte ich ja das Gefühl, nicht allzu viel über ihn zu wissen. Beim zweiten Band aber bekam ich einen tieferen Einblick in seine Gefühlswelt. Ich habe ihn besser kennengelernt. Seine guten, sowie schlechten Seiten, was mich sehr gefreut hat.

    Der Anfang der Geschichte war - wie oben erwähnt - sehr stark. Aber leider wurde ich nicht mitgerissen. Der Titel meiner Rezension deutet schon darauf hin (Auf der Flucht). Auf der Flucht befanden sie sich bis über die Hälfte des gesamten Buches. Und dabei ist auch nicht besonders viel geschehen, sei es zwischenmenschlich oder auf die Geschichte bezogen. Dementsprechend war es sehr langatmig und teils auch langweilig.

    Dafür muss ich sagen, dass ich den Schreibstil von Sabaa Tahir einfach liebe! Sie schreibt so schön - in einem Fluss, den man so gut lesen kann. Sie benutzt schöne Redewendungen und Vergleiche, die einen direkt ins Herz treffen. Einfach einzigartig!

    Die letzten paar Seiten haben dann noch einmal ordentlich reingehauen und Spannung für den nächsten Band aufgebaut, auf den ich wirklich sehr gespannt bin.

    Fazit
    In diesem Band bin ich den Charakteren näher gekommen und habe sie auch besser kennengelernt. Bis auf Helenas Kapitel, die mich manchmal etwas gelangweilt haben und die nicht endend wollende Flucht von Elias und Laia, ist es ein guter Band. Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und flüssig zu lesen.
    Ich werde sofort den nächsten Band lesen.

  6. Cover des Buches Zeit im Wind (ISBN: 9783453408715)
    Nicholas Sparks

    Zeit im Wind

     (1.060)
    Aktuelle Rezension von: Medeas_bookstore

    Das Cover hat etwas beruhigendes an sich. Dennoch sieht es altmodisch aus, was auch kein Wunder ist da das Buch 1999 geschrieben wurde. Der Titel ist auch nichts besonderes.
    "Zeit im Wind" ist mein erstes Buch von Nicholas Sparks gewesen. Davor habe ich nur den Film "Das Leuchten der Stille" gesehen. Somit wusste ich nicht recht was auf mich zukommen würde. Leider muss ich zugeben, dass mir die ersten Seiten gar nicht gefallen haben. Aber schon bald wurde es besser.Dadurch das Landon direkt zu uns Lesern spricht kann man sich gut in ihn und die Situation hinein versetzten. Weshalb man relativ schnell durch das Buch kommt. Dennoch hätte ich manche Kapitel etwas verkürzt. Auch die Taten von Jamie und Hegbert kann man gut nachvollzeihen. Aber Jamies Glauben kam mir etwas überspitzt rüber. Als 17-jährige hat man meiner Meinung nach trotzdem noch keine so übertrieben Reife Gedanken.
    Was ich auch noch sehr Schade fande war, dass mich das Buch kaum fesseln konnte. Teilweise war es auch einfach nur langweilig, vorallem der Anfang.
    Eigentlich lese ich solche Bücher nicht und auch nicht gerne. Es war also nicht so mein Fall, aber überraschenderweise konnte mich das Ende dann doch überzeugen. Feuchte Augen habe ich zwar nicht bekommen, aber es hat mich dennoch zum Nachdenken gebracht.
    Außerdem hätte ich mehr Poesie erwartet und erhofft. 

  7. Cover des Buches Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen (ISBN: 9783442460779)
    Mitch Albom

    Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen

     (327)
    Aktuelle Rezension von: AnnaEb

    Wie wichtig es doch ist, dass dir ein Buch zur richtigen Zeit im Leben begegnet! Ich habe den Roman schon mal Anfang 20 angefangen, damals kam mir der Protagonist unsympathisch vor, wie jemand dem man im Supermarkt begegnet und an dem man zweimal vorbeiläuft ohne sich das Gesicht zu merken. Nach 10 Seiten schlug ich das Buch zu.

    • 10 Jahre später im Krankenhaus, während ich wartete und bettete dass mein Sohn über den Berg kam, begegnete mir das Buch nochmals. Diesmal kam mir die Hauptfigur vor, wie ein alter Bekannter, der lange auf mich gewartet hat. Das Buch spendete mir auf merkwürdige Weise Trost, ohne zu sentimental zu werden. Der Gedanke, dass unsere Geschichten alle miteinander verbunden sind und das alles seinen Sinn hat und macht, beruhigt.  

      Es ist kein Motivationsbuch! Dir wird nicht erzählt, dass du deine Sachen packen und morgen dein Leben von Neuem beginnen sollst, Es wird vielmehr auf eine ruhige, nicht zu emotionale Weise erzählt, warum alles so kommen musste wie es neunmal ist. Kein Buch für die Sturm und Drang Phase unseres Lebens, sondern eins für danach.
  8. Cover des Buches Hadassa - Im Schatten Roms (ISBN: 9783865918901)
    Francine Rivers

    Hadassa - Im Schatten Roms

     (41)
    Aktuelle Rezension von: pallas
    Mit dem Roman "Hadassa - Im Schatten Roms" von Francine Rivers hat der Gerth Medienverlag einen der - in meinen Augen - schönsten Werke der letzten Jahre verlegt. Ich schreibe diese Zeilen unmittelbar nachdem ich das Buch beendet habe und bin immer noch schier überwältigt von der Schönheit, der Atmosphäre und der emotional zu tiefst bewegenden Geschehnisse. Es fällt mir sehr schwer meine Emotionen in den Griff zu bekommen, die sich nach der Lektüre des Buches immer noch kaum beruhigen lassen.

    Dieser Roman ist der erste Teil einer Trilogie, die bereits vor einiger Zeit publiziert, jedoch rasch vergriffen war. Mir ist jetzt auch völlig klar, warum das so ist. Umso mehr und herzlicher möchte ich mich beim Gerth Medien Verlag bedanken, diese wunderschönen Werke nochmals in der für den Verlag typischen soliden handwerklichen Arbeit, dem mehr als ansprechenden Umschlagbild und dem angenehmen Druckbild herausgebracht zu haben.

    Zum Inhalt ist zu sagen, dass das Geschehen des Romans um das Jahr 70 nach Christus einsetzt. Die junge Jüdin Hadassa ist die Tochter von Hananias, der als Kind starb und von Jesus Christus in einem Wunder wieder zum Leben erweckt wurde. Hananias lebte mit seiner Familie in Jerusalem, das zu dieser Zeit von der römischen Diktatur unfassbar brutal unterdrückt und in der immer wieder aufflackernde Aufstände der jüdischen Gemeinde blutig niedergeschlagen wurden. Hananias gehörte zu den Juden, die an Christus als Messias glaubten. Durch sein am eigenen Leib erfahrenes Wunder predigte Hananias in der jüdischen Gemeinde die Lehren Jesu und wurde deswegen letztendlich auch ermordet. Bei einem der jüdischen Aufstände gegen Rom verliert die junge Hadassa ihre gesamte Familie. Ihre Mutter, ihr Bruder und ihre kleine Schwester werden auf tragische Weise getötet, während Hadassa als Sklavin nach Rom verschleppt wird. In die ohnehin mehr als spannende und emotional tief bewegende Geschichte lässt die Autorin sehr viele präzise recherchierte historische Details einfließen, ohne aber auch nur im Ansatz langatmig zu werden. Es ist ihr besonderes schriftstellerisches Talent, wenn man nebenbei die Geschichte dieser Epoche, die Zeit der "Vier Kaiser" und das Ende der Regentschaft Octavians wie in einem packenden Kinoabenteuer miterleben kann. Die damals stattfindenden Gladiatorenkämpfe im Kolosseum weben in der Story bereits einen goldenen Faden zu einer weiteren zentralen Figur der Trilogie: Atretes - dem germanischen Stammesfürsten, der seinen Kampf gegen Rom in den dunklen Wäldern des barbarischen Germaniens nicht nur verlor, sondern dem nun auch noch seine stolze Persönlichkeit in den brutalen Ausbildungsstätten der Gladiatorenschule Roms zerbrochen werden soll, um dem nach blutiger Sensationslust dürstenden Menge als "Stargladiator" zu gefallen. Dieser Hauptstadt Roms wird nun Hadassa als Sklavin zugeführt. Wird sie - wie sehr viele ihrer versklavten Mitmenschen - als nicht verwertbarer Abfall in der Gladiatorenarena - als lebende Fackel, Beute von ausgehungerten Löwen - oder gar als Prostiturierte enden? Nur durch einen mehr als glücklichen Umstand entgeht sie knapp diesem Schicksal und wird von einer reichen Familie als Arbeitskraft und Spielzeug einer verwöhnten Tochter des Hauses gekauft. Die Demütigungen, welche die junge Jüdin erfahren muss rauben dem Leser schier den Atem. Auch hier kann man sich durch die sehr präzise Recherchearbeit der Autorin sicher sein, dass dies keineswegs Übertreibungen sind. Ganz im Gegenteil! Duch die einfühlsame Art und Weise der Autorin Francine Rivers erlebt der Leser mit, was es bedeutet ein Sklave Roms gewesen zu sein. Hadassa ist eine zu tiefst an Jesus Christus gläubige Jüdin. Ihre Gedanken, ihre Gebete und ihr Glauben sind wie Edelsteine, die dem Leser Kapitel für Kapitel geschenkt werden und sehr viel Nachdenkliches und Tröstliches für das eigene Leben bieten. Ihre Gedanken und ihre Einstellung zu Gott werden mich noch lange, wenn nicht sogar für immer begleiten. Sie lebt ihren christlichen Glauben wahrhaftig. Sie betet für die sie unterdrückenden und verachtenden Menschen. Es ist nicht möglich, diese Romanfigur nicht zu lieben. Ihre Aufrichtigkeit und Größe machen deutlich, dass sie nur scheinbar eine unfreie Sklavin ist. Ihr Glaube macht sie ultimativ frei. Und sie fühlt diese liebende Freiheit in Gott. In ihren schlimmsten Erfahrungen erfährt sich durch ihren Glauben an Gott Sicherheit, Geborgenheit und Hoffnung. Genau das ist es, was diesen Roman auch angesichts der menschenverachtenden Einstellung der römischen Herren und angesichts der gelebten Brutalitäten dieser Zeit so einzigartig schön macht: Der Leser selbst versteht, wie der Glauben in schweren Phasen des eigenen Lebens gelebt dann auch funktionieren kann. Dieser Glaube an Gott und Hadassas Einstellung zu ihrem bescheidenen Leben beeindruckt auch ihre römischen Besitzer. Sehr schnell wird Hadassa von dieser Familie geschätzt - wenn auch nur ihre Dienste als Sorgentröster oder zuverlässige Dienstkraft. Als gleich gestellter Mensch wird sie lange nicht gesehen. Sie ist die Sklavin, die zu folgen und zu dienen hat. In Markus, dem erfolgreichen Sohn des Hauses findet der Leser einen weiteren Charakter, der sich in der Trilogie weiter entfalten wird. In diesem Buch "Hadassa - im Schatten Roms" begegnet er der jungen Jüdin zunächst herablassend, merkt jedoch schnell, dass diese ein ganz besonderer Mensch ist. Was Markus nicht verstehen kann ist, dass er sich zu der Sklavin - diesem Menschen niederster Klasse - in einer ihm bislang nicht bekannten Tiefe hingezogen fühlt. Doch dann nimmt das Schicksal zur dieser Zeit der Christenverfolgung einen dramatischen und brutalen Verlauf, in dem Hadassas Leben und damit indirekt auch die Zukunft von Markus ausgerechnet von der Person in den Abgrund geschoben wird, die Hadassa mit ihrem Leben beschützte und beinahe für sie starb. Kann Hadassa überleben?

    Francine Rivers schreibt in einer schwungvollen, leicht verständlichen Sprache, die eine mühelose Lektüre ermöglicht. Die Autorin hat ganz offensichtlich sehr viel Mühe und Zeit in die präzise historische Recherche investiert. Es sind so viele hochinteressante Details aus dem Leben einer längst vergangenen Zeit zu erfahren, dass es nur eine Freude ist zu lesen. Diese Details sind so geschickt in die Story eingewoben, dass die Lektüre niemals, zu keinem Augenblick, auch nur ansatzweise langatmig oder gar langweilig wurde. Ganz im Gegenteil! Die spannende Handlung und die relativ kurzen Kapitel laden zum Weiterlesen ein. Ich mochte das Buch nie gerne aus der Hand geben. Es ist so angenehm zu lesen, dass man es nicht weglegen möchte. Das Umschlagbild passt ganz genau zum Inhalt des Werkes und die handwerkliche Ausstattung ist - wie immer bei Gerth Medien - hochwertig und liebevoll gestaltet. Das Format, die Buchstabengröße und das angenehme Papier sind einfach nur perfekt für ein Lesevergnügen der Extraklasse.

    Der Roman Hadassa - im Schatten Roms von Francine Rivers weist aber inhaltlich weit über einen einfachen historischen Roman hinaus. Er führt dem Leser plastisch und nachvollziebar vor Augen was es bedeutet, wenn eine Gesellschaft - wie die des antiken Roms - nach der Devise lebt "Gut ist, was Spaß macht - frei zu sein von der Kette der Moral" und wenn im Namen der Freiheit jede Verirrung und jeder Schmutz toleriert und gesellschaftlich befördert wird. "Tu was dir gefällt, wann es dir gefällt und so oft es dir gefällt" war das Motto schon in dieser Zeit Roms. Es kann einem bekannt vorkommen, auch heute. Wie Hadassa ihr Leben trotz aller Widrigkeiten über ihren Glauben dennoch glücklich leben kann ist beeindruckend und gibt für das eigene Leben wertvollste Impulse. Ich freue mich jetzt schon auf die beiden anderen Teile der Trilogie "Rapha -Die Tore von Ephesus" und "Atretes - Flucht nach Germanien".

    Einen großen und herzlichen Dank an den Gerth Medienverlag für die Wiederauflage dieses Werkes und der damit verbundenen Trilogie.

  9. Cover des Buches Das Jahr, in dem ich dich traf (ISBN: 9783596193349)
    Cecelia Ahern

    Das Jahr, in dem ich dich traf

     (363)
    Aktuelle Rezension von: daydreaming_in_Paris

    Dieses Buch ist etwas ganz besonderes! 

    Es steht schon lange in meinem Regal, aber es sind Jahre vergangen, bis ich es schließlich gelesen habe. Das ist nicht das erste Buch das ich von Cecilia Ahern lese und ich hatte somit gewisse Vorstellungen, aber dieses Buch hat mich überrascht. 

    Es ist so persönlich geschrieben, man hat das Gefühl Jasmine, die Protagonistin, spricht einen direkt an und lässt einen ungefiltert an all ihren Gefühlen teilhaben. Dabei adressiert sie immer ein "Du", und schon früh erfährt man, dass es sich dabei um ihren Nachbarn Matt handelt. Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass sich die Handlung in eine ganz andere Richtung entwickelt als ich urspünglich erwartet habe. Dabei vergeht, wie der Titel andeutet, ein volles Jahr und man begleitet Jasmine durch die vier Jahreszeiten, in die das Buch gegliedert ist. Den Anfang macht der Winter.

    Die Charaktere, die in dem Buch vorkommen, sind authentisch und ich konnte mich gut in einige von ihnen hineinversetzen. Sie sind alles andere als perfekt - vielleicht macht gerade diese Tatsache sie glaubwürdig.          Es werden viele Themen angesprochen, die zum Leben dazugehören, wie Familie, Beruf, Verlust und Krankheit. 

    Das ist kein Buch für Leser, die nach viel Action suchen. Es geht viel mehr um die innere Entwicklung. Wer sich darauf einlässt, kommt vielleicht auch selbst zum Denken - und Überdenken - der eigenen Verhaltensmuster. 

    "Die meisten Menschen in unserem Leben müssen nicht aktiv etwas tun, um uns zu verändern, sie müssen einfach nur da sein." (S.381)


  10. Cover des Buches Auf zerbrochenem Glas (ISBN: 9781503901155)
    Alexander Hartung

    Auf zerbrochenem Glas

     (91)
    Aktuelle Rezension von: steffis-und-heikes-Lesezauber

    Meinung:
    Der letzte Thriller rund um den ehemaligen Kripoermittler Nik Pohl hatte mir gut gefallen, weshalb ich auch auf den neuen Fall gespannt war.

    Dieses Mal rutscht Nik eher unfreiwillig in die ganze Geschichte, da ihm jemand einen Mord anhängen will. Natürlich kann Nik das nicht auf sich sitzen lassen und so nimmt die komplexe Handlung ihren Gang. Es gibt nämlich viele Hintergründe aufzudecken und auch viele besondere Figuren kennenzulernen. Denn auch die Nebenfiguren sind alle interessant gestaltet.

    So ist die Handlung von Beginn an ziemlich spannend und hat ein gutes Erzähltempo. Es gibt viel Action und Nik kommt sehr oft in Gefahr. Dabei muss er auch immer einiges einstecken, aber wenn er sich mal in einen Fall verbissen hat, dann will er ihn auch lösen. Manchmal war er etwas zu leichtgläubig, aber das hat mich nicht wirklich gestört.

    Schön fand ich auch wieder die tolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Nik, Jon und Balthasar. Vor allem Balthasar bringt mit seiner lebensfrohen und bunten Art gute Laune mit und auch Jon finde ich nach wie vor sehr interessant, auch wenn er bzw. seine Motive für mich immer noch etwas im dunkeln bleiben. Wahrscheinlich sollte ich dafür endlich mal den ersten Teil der Reihe lesen.

    Den Schreibstil finde ich sehr angenehm, man fliegt irgendwie ganz leicht durch die Seiten. Dazu tragen auch die kurzen Kapitel und auch die Perspektivenwechsel bei.

    Es gibt auch einige Wendungen, wovon ich manche überraschender fand, als andere, aber die meisten fand ich doch gut erarbeitet und solide erklärt. Auch das Ende war passend, auch wenn ich zu einem Motiv doch gerne noch ein paar Hintergründe mehr gehabt hätte.

    Fazit:
    Erneut ein interessanter und spannender Thriller rund um den ehemaligen Kripobeamten Nik Pohl. Die Figuren sind alle sehr interessant gestaltet, der Plot ist recht vielschichtig und wendungsreich und das Buch bietet einfach kurzweiligen Lesespaß, auch wenn Nik manchmal ein bisschen leichtgläubig ist und ich manche Wendungen doch etwas leicht durchschaut habe. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, weshalb ich solide 4 Sterne vergebe.

  11. Cover des Buches Anna im blutroten Kleid (ISBN: 9783453314191)
    Kendare Blake

    Anna im blutroten Kleid

     (175)
    Aktuelle Rezension von: -Coco-

    Meinung:

    Ich habe mir eine wirklich coole und gruselige Geistergeschichte erwartet und nun ja, sowas in der Art habe ich auch bekommen.

    Cas, unser Geisterjäger, der von Stadt zu Stadt reist und den wandelnden Geistern den Gar ausmacht, ist unser Protagonist und übernahm das Handwerk seines Vaters, nachdem dieser, Jahre zuvor, auf tragische Weise ums Leben kam. Seine Mutter, die auch eine Weiße Hexe ist, begleitet ihn und versucht Cas mit ihren Kräutern und Tränken so gut wie möglich zu schützen.

    Cas macht seinen Job gut, hat Sarkasmus und ist anders als seine Altersgenossen. Unter den vielen Angeboten an Geistern, hat er Anna im blutroten Kleid im Visier. Schon als er ihre Geschichte zum ersten Mal hörte war er gebannt, fast schon fasziniert von diesem Geist. Als er dann, das erste Mal auf Anna trifft, wird ein Mitschüler brutal getötet und er auf wundersamerweise verschont. Nach dieser Nacht, muss er Annas Geschichte auf die Spuren gehen. Ist sie wirklich so grausam wie man munkelt? Wieso hat sie ihn verschont? Was ist mit ihm los, nachdem er öfters mit Anna Zeit verbrachte?

    Er „befreundet“ sich, anfangs eher unfreiwillig, mit Mitschülern, die ihm dabei helfen wollen Anna zu besiegen (doch will Cas das noch?). Nachdem man ein bisschen mehr über Anna (denn sie ist anders als alle Geister), den Gefühlen zwischen Cas und Anna erfährt, kommt es zu einem großen Problem, das auf unsere "Ghostbusters", und dem friedlich-bösen Geist zukommt. Doch wie können sie dieses lösen oder besiegen?

    Den Schreibstil fand ich wirklich gut und die Charaktere waren auch ganz nett. Die Geschichte war einerseits sehr, sehr spannend, gruselig und aufregend aber manchmal verstand ich Cas und seine Gefühle nicht so ganz. Trotzdem fand ich auch die Entwicklung von Anna und Cas wirklich nett. Manchmal war es vielleicht etwas brutal, aber trotzdem war die Geschichte mit all ihren Facetten echt gut gelungen.

     

    Fazit:

    Nettes Buch für zwischendurch, das jetzt nicht das BESTE Buch war, aber trotzdem einen sehr gut Unterhält. Man konnte mitfiebern, sich ein wenig gruseln und wurde spannend durch die Seiten getragen.


  12. Cover des Buches Pfade im Nebel (ISBN: 9783802589072)
    Nalini Singh

    Pfade im Nebel

     (161)
    Aktuelle Rezension von: Shadow2709
    Ah ja was soll ich gross schreiben, ein toller 13ter Teil der Gestaltwandler Reihe. Viele Ereignisse überschlagen sich die Geschichte im gesamten wird gut vorangetrieben, etwas weniger Sexszenen was ich sehr begrüsst habe und auch schön von all den anderen Protagonisten zu lesen die man aus den vorherigen Bänden kennengelernt hat ;)
  13. Cover des Buches Im Feuer der Nacht (ISBN: 9783802582264)
    Nalini Singh

    Im Feuer der Nacht

     (426)
    Aktuelle Rezension von: BookW0nderland
     Ich hänge mit der Psy Changeling Reihe noch sehr hinterher, aber ich freue mich darauf, die ganzen Bücher nach und nach zu lesen.

    Eines Abends trifft Clay, der Wächter der Dark River Leoparden auf seine Jugendfreundin Talin, die eigentlich vor vielen Jahren gestorben sein soll. Damals kam sie nicht mit seiner tierischen, wilden Seite zurecht, doch jetzt braucht sie seine Hilfe. Immer mehr Kinder verschwinden und nur Clay und sein Rudel können helfen. Zwischen den beiden liegen zwanzig Jahre, die sie sich nicht gesehen haben und Clay weiß nicht, ob er ihr seine Lügen verzeihen kann.

    Clay kennt man aus den vorherigen Bändern und ich fand ihn als Charakter immer sehr interessant, da er seine animalische Seite sehr stark war. Leider konnte ich mich hier nicht so wirklich mit ihm anfreunden, da er schon sehr ungehobelt war. Auf der einen Seite lag das natürlich an der Wildheit in ihm und dass er sich fast in ihr verliert. Man hat auch einen Einblick in seine Vergangenheit bekommen und die Gründe erfahren. Leider konnte ich mich nicht in ihn hineinfühlen und er konnte mich auch nicht wirklich überzeugen.

    Das gleiche Problem hatte ich leider auch mit Talin. Sie war mir vom ersten Moment an unsympathisch und ich habe sie einfach nicht verstanden. Erst täuscht sie ihren Tod vor und nach zwanzig Jahren ist er plötzlich der einzige, der ihr helfen kann. Das war für mich nicht nachvollziehbar, da sie sich das letzte mal als Kinder gesehen hatten. Sie hat viel durchgemacht und dass das seine Spuren hinterlässt ist natürlich verständlich. Leider hatte ich das Gefühl, dass es oft nur um sie und ihre Ängste ging und weniger um das um sie herum.

    Dadurch dass ich die Liebesgeschichte fast schon störend fand, fand ich diesen Teil auch ziemlich langatmig. Wäre die Story an sich nicht so interessant gewesen, dann kann ich nicht sagen, ob ich die Geschichte wirklich zu Ende gelesen hätte. Aber die entführten Kinder und eine noch größere Einsicht in die Welt der Medialen und Gestaltwandler und deren Vergangenheit haben es doch sehr packend gemacht. Die Welt, die man im ersten Teil kennen gelernt hat, bricht immer mehr auseinander und ich denke, dass es in den weiteren Bändern noch sehr spannend werden kann.

    Insgesamt fand ich die Geschichte interessant, auch wenn mich die Protagonisten nicht überzeugen konnten. Es war aber schön, dass auch die vorherigen Charaktere eine Rolle gespielt haben, denn vorallem Sasha und Lucas finde ich wirklich klasse. Ich freue mich trotz dieser kleinen Enttäuschung auf den nächsten Band.
  14. Cover des Buches Black Dagger - Krieger im Schatten (ISBN: 9783453317703)
    J.R.Ward

    Black Dagger - Krieger im Schatten

     (105)
    Aktuelle Rezension von: rebell
    Inhaltsangabe:
    In der legendären Bruderschaft der BLACK DAGGER ist nichts, wie es einmal war. Um den Krieg gegen die Schatten zu verhindern, mussten alte Allianzen gelöst und neue geschlossen werden. Doch nun sind die Gegner der Vampire gefährlicher denn je. Während sich die BLACK DAGGER zum Kampf rüsten, ahnen sie nicht, dass ein Krieger aus ihrer Mitte mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat: Rhage. Und plötzlich ist seine leidenschaftliche und tiefe Liebe zu Mary in Gefahr …

    Das Cover ist im typischem Black Dagger-Styl gehalten. Flatternde Fledermäuse für Vampire, der Mann soll vermutlich für Rhage stehen. Die blaue Farbe gefllt mir sehr gut. Passt auch zu dem Motiv, das der Mann im Regen auf einer Straße kniet, man spürt förmlich wie verzweifelt er ist....
    Die Geschichte setzt direkt an den voherigen Band an und wird wieder aus mehreren Sichtweisen erzählt, allen voran Rhage und Mary. Auch hier werden wieder mehrere parallelverlaufende Handlungsstränge miteinander verknüpft und laufem am Ende zu einem großem ganzen zusammen.
    Jedoch merkt man wieder die deutsche Splittung der englischen Originale, ein wenig wirkt das Ende wie abgeschnitten, aber daran gewöhnt man sich; vor allem wenn man weiß wieso.
    J.R. Ward hat wiedermal ihren Mix aus tiefen Gefühlen, Erotik und Action ausgeschöpft um eine packende Geschichte zu erschaffen. Ich habe gelacht, geseufzt und mir stiegen Tränen in die Augen....Sehr ergreifende Schicksale und ich hoffe doch das ein Happy End kommt.
    Weiterhin wurden wieder auch sehr menschliche Züge in die Vampirgeschichte eingebaut, wie Drogensucht. Ein paar Themen die jeder von uns in irgendeiner Weise vielleicht schonmal selbst erlebt hat oder aber davon im Bekanntenkreis etc gehört hat. Auch wenn es eine Fantasie-Liebesgeschichte ist, verbirgt die Geschichte wesentlich tiefere Botschaften als man auf dem ersten Blick denkt.
    ich war wiedermal hin und weg von der Bruderschaft und hoffe das Band 28 genauso gut wird!
    Klare Leseempfehlung für Fantasiefans und Liebesabenteurern!
  15. Cover des Buches Im Spiegel ferner Tage (ISBN: 9783453417991)
    Kate Riordan

    Im Spiegel ferner Tage

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Als die junge Alice mit einem verheirateten Mann eine Affäre beginnt und auch noch von ihm schwanger wird, ist der Schreck ihrer Eltern groß. Im Jahr 1936 darf so etwas nicht passieren. Alice wird in ein entlegenes Tal zu einer alten Freundin ihrer Mutter verfrachtet. In dem alten, abgeschiedenen Herrenhaus kommt Alice einer mysteriösen Frau auf die Spur. Was ist mit Elizabeth Stanton und ihrer Tochter passiert?


    Zunächst dachte ich, dass Alice doch irgendwie mit Elizabeth Stanton verwandt wäre, wie es so oft in Büchern mit ähnlicher Handlung vorkommt. Es wurden auch Hinweise bezüglich einer Ähnlichkeit eingestreut und Alice bemerkt oft merkwürdige Vorgänge um sie herum, als würde es spuken. Doch letztlich kommt es zum Glück nicht zu dieser abgedroschenen Auflösung.

    „Im Spiegel ferner Tage“ ist angenehm zu lesen, die Handlung braucht aber etwas, um in Schwung zu kommen. Man erfährt immer abwechselnd etwas aus Alices und dann aus Elizabeths Perspektive. Mir schien es manchmal so, als ob in der einen Erzählperspektive schon etwas vorweggenommen wurde, so dass ich manche Andeutung zunächst nicht so verstanden habe. Am Schluss ist aber alles geklärt.

    Die Autorin Kate Riordan hat sich bemüht, etwas über die vermeintliche Hysterie/Geisteskrankheit bei Frauen, die man im viktorianischen Zeitalter schnell diagnostizierte, einzubauen und auch über postnatale Depression. Wer jetzt kranker war, Elizabeth oder ihr Mann, kann ich nicht genau sagen, mir waren die Aussagen zu oberflächlich und es war zu viel Spekulation im Spiel. Trotzdem fand ich es gut, dass dieses Thema vorkam.

    Fazit: ein eher durchschnittlicher historischer Roman mit interessantem Thema, das aber nicht gut genug ausgeschöpft wurde.
  16. Cover des Buches Im Bann der Sehnsucht (ISBN: 9783764531645)
    Jeaniene Frost

    Im Bann der Sehnsucht

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Blubb0butterfly
    Eckdaten
    Band 3
    Night Prince-Serie
    Penhaligon Verlag (Verlagsgruppe Random House)
    Roman
    Übersetzung: Sandra Müller
    ISBN: 978-3-641-13023-7
    2016
    265 Seiten
    eBook

    Cover
    Schade, dass es wieder nicht Leila ist – falsche Haarfarbe. Aber dennoch harmonisiert die Frau mit dem Hintergrund.

    Inhalt
    Leilas gemeinsame Jahre mit Vlad Tepesch – genannt Drakula – auf dessen Anwesen haben sie bereits einiges gelehrt. Doch nichts hat sie auf die wahren Konsequenzen vorbereitet, die es mit sich bringt, für immer mit dem berüchtigsten Vampir der Welt verheiratet zu sein. Denn während dieser ihre Begierde zwar ungebrochen und wie kein anderer entfacht, droht erneut Gefahr, als Vlads Erzfeind Szilagyi zurückkehrt: Dieser macht unerbittlich Jagd auf Vlads größte Schwäche: Leila. Und sie hätte nie erwartet, dass ausgerechnet Vlads beschützende Liebe zu ihr sich am Ende als tödliche Leidenschaft erweisen würde…

    Autorin
    Jeaniene Frost lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Florida. Obwohl sie selbst kein Vampir ist, legt sie Wert auf einen blassen Teint, trägt häufig schwarze Kleidung und geht sehr spät zu Bett. Und obwohl sie keine Geister sehen kann, mag sie es, auf alten Friedhöfen spazieren zu gehen. Jeaniene liebt außerdem Poesie und Tiere, aber sie hasst es zu kochen. Zurzeit arbeitet sie an ihrem nächsten Roman.

    Meinung
    Der zweite Band hat schon einen weiteren Band angedeutet, der hiermit erschienen ist. Ich bin gespannt, ob in diesem Band der Erzfeind nun endgültig besiegt oder uns noch eine Überraschung erwarten wird. Wir dürfen gespannt sein, denn bei der Autorin weiß man das nie. ^^
    Leila hat selbst als Vampirin noch ihre besonderen Fähigkeiten. Damit ist sie auf jeden Fall stärker als andere neugeborene Vampire und kann sich besser verteidigen. Für sie steht ihre Familie und ihre Lieben an erste Stelle, weshalb ihre Familie, bestehend aus ihren distanzierten Vater und ihrer zickigen, kleinen Schwester, bis auf Weiteres unter Schutzhaft genommen werden, bis der Erzfeind ausgelöscht wurde. Das passt denen überhaupt gar nicht, vor allem dann nicht, als sie erfahren, dass Leilas Mann ein Vampir ist und sie auch zu dieser Art gehört…
    Vlads Leben war kein leichtes und es werden immer mehr Details aus seiner Vergangenheit enthüllt. Vielleicht sollte sie versuchen, ihm mehr Verständnis entgegen zu bringen. Klar, sie sollte sich nicht alles von ihm gefallen lassen, vor allem dann nicht, wenn er sich wie ein Chauvinist verhält, aber viele Dinge sind für ihn zu schmerzhaft, weshalb er so überfürsorglich reagiert.
    Mit den beiden wird es echt nie langweilig. Sogar ihre Kabeleien und Auseinandersetzungen zeigen nur, wie sehr sie sich lieben.
    Das Ende war überraschend und deutet auf jeden Fall noch einen weiteren Band an. Auf den bin ich mehr als gespannt, denn ich hoffe auf ein Happy End für die beiden. :D

    ❤❤❤❤ von ❤❤❤❤❤
  17. Cover des Buches Im Sturm (ISBN: 9783453436725)
    Tom Clancy

    Im Sturm

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Eglfinger
    Inhalt:
    Auf ein sibirisches Ölfeld wird ein Attentat von arabischen Fundamentalisten verübt. Die Sowjetunion steht vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Um diesen Zusammenbruch zu vermeiden will Moskau an das Öl im Persischen Golf. Doch bevor sie in den Persischen Golf eindringen, in dem bereits die Amerikaner Fuß gefasst haben, will die Sowjetunion erst die Nato versuchen zu spalten. Mit einem fingierten Bombenattentat im Kreml beginnt die Sowjetunion einen Krieg in Europa. Der in der Schublade liegende Angriffsplan "Roter Sturm" läuft an...

    Meine Meinung:

    Clancy zeigt zu Beginn auf, wie schlecht die Sowjetunion Ende der 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts wirtschaftlich da steht. Dies trifft im Nachhinein auch im Großen und Ganzen zu. Clancy veranschaulicht in seinem Roman, wie der Zusammenbruch der Sowjetunion auch hätte laufen können und sich der Kalte Krieg in einen heißen Krieg verwandeln hätte können. Es beginnt ein mörderischer und materialverschlingender Panzerkrieg auf deutschem Boden. Schnell stellt sich heraus, dass die Nato auf Nachschub aus den USA angewiesen ist, um die sowjetische Offensive zu stoppen. Hierfür bleibt nur der Seeweg über den Atlantik, doch dieser birgt allerlei Gefahren, da die Sowjetunion bei ihrem Überraschungsangriff Island besetzt hat und somit ist der Weg für sowjetische U-Boote über die Barentssee frei. Die Nato kann den Vorstoß des Gegners nur stoppen, wenn sie genügend Material über den Atlantik nach Europa bringt und hierzu muss sie wieder die Oberhand auf dem Ozean bekommen. Während sie mit Seestreitkräften versucht, die isländische Insel wieder zurückzuerobern, kommt die sowjetische Offensive ins Stocken, weil ihnen die Reserven schneller ausgehen und der Widerstand der Nato größer ist als erwartet. Dies alles fand ich sehr interessant, weil es mir auch sehr realistisch vorkam. Das einzige was mich bis dahin gestört hat, war, dass Clancy die Politik fast vollständig außen vor gelassen hat. Auch wurde nie der Einsatz von Atomwaffen in Betracht gezogen. Doch dies klärte Clancy kurz vor Schluss auf. Als die Sowjetunion sieht, dass der Krieg so nicht zu gewinnen ist, wird der Einsatz von taktischen Atomwaffen in Betracht gezogen. Hierbei sagt der sowjetische General, der für die Offensive zuständig ist, zum Generalsekretär, dass Kernwaffen vor allem politische Waffen sind, die von der politischen Führung auf beiden Seiten kontrolliert werden. Damit klärt Clancy meiner Meinung nach ausreichend auf, warum er in diesem Roman diese Option außen vorlässt. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass Clancy auch die Politik in seinen Roman einbezieht.

    Mein Fazit:

    Ein erschreckend realistischer Thriller, der aufzeigt, wie der Kalte Krieg auch hätte enden können. Für militärische Technikfreaks ist auf jeden Fall genug vorhanden. Schade ist nur, dass der politische Inhalt fehlt. Daher vergebe ich nur ♥♥♥♡♡.


    Zum Beitrag in meinem Blog
  18. Cover des Buches Immer wieder Dezember (ISBN: 9783426781487)
    Susanne Schädlich

    Immer wieder Dezember

     (21)
    Aktuelle Rezension von: parden
    ZWISCHEN OST UND WEST: DER VERSUCH EINER NEUORIENTIERUNG...

    Alles sollte anders werden, als Susanne Schädlich im Dezember 1977 die DDR verließ, da ihr Vater, der Schriftsteller Hans Joachim Schädlich, dort schon lange nicht mehr ungehindert publizieren konnte. Doch die neue Heimat war fremder als gedacht, und der lange Arm der Stasi verfolgte die Familie bis in den Westen. Dreißig Jahre später stößt Susanne Schädlich in den Akten auf eine schlimme Wahrheit und erkennt: Geschichte vergeht nicht, sie holt einen immer wieder ein. Susanne Schädlich erzählt, wie es ist, in zwei Systemen groß zu werden und dennoch nicht dazuzugehören, von einer Generation zwischen Ost und West, die ihren Platz sucht. Und von der Erfahrung eines unglaublichen Verrats: war es doch der eigene Onkel, der im Auftrag der Stasi versuchte, ihre Familie zu zersetzen.

    Susanne Schädlich gehört demselben Geburtsjahrgang an wie ich - und doch gibt es vieles, was uns unterscheidet. Sie ist im Osten Deutschlands aufgewachsen zu einer Zeit, als die Mauer noch stand, als das Pionierhalstuch zur festen Kleiderordnung der Schülerinnen gehörte und die Schlangen beim Einkaufen das Alltagsbild prägten. Ich nicht. Die Autorin kannte als Kind keine Jeans und coolen Turnschuhe, auch nicht die im Westen allgegenwärtigen Stars, die Bands und die Fernsehserien - und mir fällt es schwer, mir eine Kindheit in solch eng gesetzten staatlichen und gesellschaftlichen Grenzen vorzustellen und kann deshalb nur darüber lesen.

    Susanne Schädlich ist das Kind zweier ehemaliger DDR-Bürger, die dem Regime nicht unkritisch gegenüberstanden. Spätestens seit der Vater, der Autor Hans Joachim Schädlich, eine Protestresolution gegen die Ausweisung Biermanns unterschrieben hatte, stand die Familie unter der strengen Beobachtung der Stasi und war zunehmend Anfeindungen ausgesetzt, die immer offener und kritischer wurden. Susanne Schädlichs Vater bemühte sich vergeblich, seine Werke in der DDR zu veröffentlichen, und auch sein Posten als Übersetzer wurde gestrichen. Nachdem er sein Manuskript von 'Versuchte Nähe' in den Westen schmuggeln konnte, wo es schließich im Rowohlt Verlag erschien, musste der Vater mit ernsten Repressalien rechnen - 'staatsfeindliche Hetze' konnte mit bis zu 10 Jahren Gefängnis bestraft werde. Einer Verhaftung entging der Vater zwar, da seine Kontakte u.a. mit Günter Grass und der dadurch bedingte Bekanntheitsgrad wohl Schlimmeres verhinderten, doch schließlich blieb ihm nichts anderes übrig, als für sich und seine Familie einen Ausreiseantrag zu stellen. Der wurde 1977 genehmigt.


    "Der Ausreiseantrag war eine Folge der Existenzentziehung, eine logische Konsequenz, damit die Familie weiterleben konnte. Man hatte keine Wahl, höchstens die Wahl des Zeitpunktes."


    Doch der Wechsel in den Westen geriet zum Kulturschock. Obwohl dieselbe Sprache gesprochen wurde, gelangte die Familie in eine vollkommen andere Welt. Die Neuorientierung fiel nicht leicht, nach vielem sehnte man sich zurück, das Gefühl von einem Zuhause wollte sich einfach nicht einstellen. Der Bruder des Vaters, der Onkel von Susanne Schädlich, blieb das Bindeglied zwischen den Welten, hatte stets ein offenes Ohr, bemühte sich um Treffen, tröstete, sprach Mut zu. Jeder in der Familie wandte sich an diesen Onkel, der so hilfsbereit Halt bot. Doch nach dem Mauerfall kam das böse Erwachen, als die Familie Einsicht in die Stasi-Akten verlangte: gerade dieser Onkel war die übelste Laus im Pelz - ausspioniert hat er die Familie über Jahre hinweg als inoffizieller aber freiwilliger Zuträger des Ministeriums für Staatssicherheit. Der Verrat des Vertrauens, so viele Fragen. Und der Onkel beließ es nicht dabei, die Familie aus der DDR zu vertreiben, sondern setzte auch später noch alles daran, die Familie zu zersetzen, was ihm schließlich auch gelang. Der Vater wurde depressiv, begab sich mehrfach in Behandlung und trennte sich schließlich von seiner Familie - die Lebenswege trafen sich nicht mehr.


    "Ich fühlte mich als Halbmensch. Die eine Hälfte war in der DDR, die andere in der Bundesrepublik. Darüber redete ich nicht. Niemand redete darüber. Es war ein Kampf gegen die Sehnsucht nach dem vertrauten Leben, nach dem Einfach-mal-rum-Kommen, nach dem Klingeln nur so an der Tür, nach dem Blick in den Kühlschrank, ob man aus Resten noch ein Essen kochen konnte, nach unangemeldeten Besuchen..."


    Entwurzelung und enttäuschtes Vertrauen - eine Erschütterung in den Grundfesten. Und Antworten blieben oft aus. Susanne Schädlich bemüht sich in der Aufarbeitung des Gewesenen um einen sehr distanzierten Schreibstil, der mich anfangs eher gestört hat, der letztlich aber nachvollziehbar war. Eigene Erinnerungen bilden die Grundlage des Erzählten, der Geschichte vor und nach der Aussiedlung der Familie aus der DDR. Aber auch die Erinnerungen von anderen fließen hier ein, da Susanne Schädlich ihnen Fragen zu einzelnen Geschehnissen gestellt hat: den Eltern, den Geschwistern, den Freunden der Eltern. Und letztlich werden hier immer wieder auch Ausschnitte der Stasi-Akten zitiert, die den Verrat noch untermauern und den Grad der Entwurzelung noch greifbarer werden lassen.


    "Es gibt Tage, an denen es leichter fällt, sich mit all diesen Dingen zu beschäftigen. Die Verfassung wechselt, je nachdem, inwieweit ich mich als Chronistin fühle oder inwieweit als Beteiligte. Beteiligt war ich, sollte es jetzt nicht sein, wenn ich schreibe, ich sollte abstrahieren, darüberstehen, kühl und sachlich. Das gelingt nicht immer."


    Susanne Schädlich sah dieses Buch nie als den Versuch einer Abrechnung oder einer Richtigstellung. Ihr ging es um eine Art Standortbeschreibung, um die Annäherung an die Frage, wo sie selbst eigentlich hingehört, was das alles mit ihr, mit ihrer Familie gemacht hat. Dabei war es nicht immer leicht, sich auf die Erinnerungen einzlassen - zuweilen machte sie der Prozess müde und mürbe. Und doch war ihr klar, dass diese Arbeit wichtig ist, nicht nur für sie selbst - unter diese Vergangenheit darf nicht einfach stillschweigend der Schlussstrich gezogen werden. Und gleichzeitig war es für sie selbst wichtig, nicht endlos in der Vergangenheit verhaftet zu bleiben, damit ein Voran überhaupt möglich war.


    "Ich blättere in den Akten (...) Es ist die Reduzierung der Personen auf die Sache, die mir zu schaffen macht. Als sei es nie um Schicksale gegangen, sondern um Dinge (...) Wenn das Fremde lesen, Jüngere, Unwissende, oder auch solche, die es nicht anders sehen wollen, hat es fast nichts Erschreckendes. Kein Wunder also, dass es immer wieder heißt, war doch alles halb so schlimm, den Leuten ging es gut, die DDR war doch eher eine 'kommode Diktatur', in der man sich einrichten konnte. Diejenigen aber, die das Wort in die Tat zurückübersetzen können, denen sitzt der Schrecken nochmals in den Gliedern."


    Susanne Schädlich wehrt sich gegen ein weichgezeichnetes Bild der DDR, gegen die Unterschlagung der zerstörten Leben und der Repressionen, von  denen auch Nichtbetroffene wussten, dass es sie gab. Sie positioniert sich ganz klar: 'Die DDR war eine Diktatur, und Diktaturen sind per se unmenschlich, sind Unrechtsstaaten.' Auch wenn als verharmlosender Vergleich gerne die deutsche Vergangenheit zwischen 1933 und 1945 herangezogen wird mit der Kriegstreiberei und dem Holocaust der Nationalsozialisten, wehrt sich die Autorin gegen solch zweierlei Maß. Hierzu zitiert sie Hubertus Knabe: 'Beim Umgang mit den Diktaturen verläuft die Grenzlinie nicht zwischen schlimmen und ganz schlimmen Regimen, sondern zwischen Diktatur und Demokratie.'

    Kein einfaches Buch, das Susanne Schädlich hier präsentiert - aber das hat sie auch nie behauptet. Schließlich war ihr Lebensweg durch die gezeichneten Umstände auch kein einfacher. Die Aufarbeitung iherer ganz persönlichen Vergangenheit gerät zur Aufarbeitung eines Stückes deutscher Geschichte, für das wir beginnen blind zu werden. Um dies zu verhindern, gebührt derlei Büchern großes Augenmerk. Bleibt noch, der Autorin zu wünschen, ihren Platz im Leben zu finden und wirklich anzukommen.

    Von mir gibt es hier ein klare Leseempfehlung.


    © Parden
  19. Cover des Buches Jack Flint und der Bann des Herzsteins (ISBN: 9783785563205)
    Joe Donnelly

    Jack Flint und der Bann des Herzsteins

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Shellan
    "Jack Flint und der Bann des Herzsteins" ist der Auftakt-Roman der Jack Flint-Reihe. Das Cover ist ziemlich düster und zeigt ein Herz - der Herzstein - welcher der Hauptbestandteil des Buches ist. Der Protagonist dieses Romanes ist - wie der Titel schon sagt - Jack Flint. Er ist mutig und stehts neugierig, versucht alles zu wissen und hakt nach. Er behält auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf. Jack versucht seinen Freunden immer zu helfen und zieht sich erst dann zurück, wenn es für ihn keinen Sinn mehr hat. Er geht seinen Weg, egal wie schwierig er ist. Er stellt viele Fragen und versucht alles in sich auf zu nehmen oder zu verstehen. Als Nebencharaktere würde ich hauptsächlich seine Wegbegleiter benennen. Das wäre dann zum einen Kerry. Er ist Jacks beste Freund. Er ist eher zurückhaltender und schüchterner. Kerry kann sehr gut Spuren lesen und würde für seinen Freund alles tun. Er verschwendet kaum Gedanken an Folgen oder Gefahren, und würde sich so das ein oder andere Mal mitten ins Getümmel stürzen. Dann ist da noch Corriwen. Sie ist sehr mutig und hat einen kämpferischen Geist. Sie tut alles für ihre Familie. Sie ist sehr klug und weiß genau was sie tut. Sie kämpft um das was ihr wichtig ist, egal um welchen Preis und riskiert auch wenn nötig ihr eigenes Leben. Dan wäre da noch der Major. Er ist quasi der Ziehvater von Jack. Jack bekommt von ihm das Herz und grobe Anweisungen. Doch grundsätzlich ist er eher zurückhaltend und der Leser erfährt nicht viel über ihn. Er ist eine mysteriöse Gestalt um den sich nicht nur Jack Gedanken macht und Fragen über ihn stellt. Joe Donnellys Schreibstil finde ich eher naiv. Er schreibt sehr sprunghaft, erklärt sehr "kindlich". Er schreibt zwar flüssig aber dennoch nicht sonderlich verständlich. Es gab leider mehrere Stellen im Buch wo ich mich irritiert am Kopf kratzen musste. Auch die Erzählperspektiven springen hier und da. Die Story konnte mich leider auch nicht wirklich vom Hocker hauen. Der Autor steigt direkt in die Story ein und man muss erst einmal verstehen worum es geht. Mit den Charakteren könnte ich das gesamte Buch über leider auch nicht wirklich warm werden, sie waren mir insgesamt einfach irgendwie zu, "kindisch". So streiten sich zum Beispiel Kerry und Jack wegen Corriwen, so wie das "kleine Jungs" nun einmal typischer Weise machen. Und auch die Story ist leider nicht so strukturiert. Die Charaktere springen von einem "Gefecht" ins nächste, so dass der Leser überhaupt nicht zum verschnaufen kommt. Es ist einfach zu viel des Guten. Mir fehlen ruhige Situationen und einfach mal eine kleine Auszeit. Ist das eine Abenteuer überstanden kommt direkt das nächste. Irgendwie konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln, weder von der Spannung, noch vom Inhalt oder durch die Charaktere - ich hab mich mehr "durchgequält" "Oh Shit, Jack. Ich dachte, das Ding hätte nach mir gegriffen." Kerry sank auf die Knie, obwohl auch ihn der Gestank zum Würgen brachte. Zitat S. 49 An diesem Zitat lässt sich unter anderem erkennen was mir an der Sprache und dem Schreibstil nicht so gut gefällt .. Ich finde auch das es zum Ende hin wieder sehr verwirrend wird, und ich kann den Sinn dahinter leider nicht so recht erkennen. Der Cliffhanger lässt alles offen. Er beendet war den Roman an dieser Stellen doch er lässt viele Fragen unbeantwortet. Fazit: Leider konnte mir das Buch überhaupt nicht zusagen. Weder Schreibstil, noch Story konnten mich überzeugen und mit den Charakteren konnte ich auch nicht wirklich warm werden.
  20. Cover des Buches Endgame (ISBN: 9783841504548)
    James Frey

    Endgame

     (218)
    Aktuelle Rezension von: R_Marie
    Ich fand „Die Hoffnung“ besser als „Die Auserwählten“. Am Schreibstil liegt das nicht – der ist nach wie vor abgehackt und durch eingebaute Rätsel entstellt.
    Es liegt daran, dass sich in Band 2 herausstellt, dass nicht alle Tribute, ääähh, Spieler herzlose Killermaschinen sind. Vor Endgame haben sie immens viel trainiert (und dabei fast alle auch schon Menschen getötet), doch jetzt, da es losgegangen ist, bekommen einige von ihnen menschliche Züge und haben Skrupel.
    Sarah hat mich sehr damit begeistert, dass sie nervlich mitunter ziemlich am Ende war. Ganz klar, wenn man bedenkt, dass Menschen, die ihr wichtig waren, gestorben sind, und sie selbst von einer Extremsituation zur nächsten rauscht und viele Morde begeht. Dazu kommt die Tatsache, dass sie in ein von einem Alien organisierten Spiel antritt, das über das Fortbestehen (eines Teils) der Menschheit entscheidet.

    Die Gewalt hat hingegen eher noch zugenommen. Noch brutaler, noch sinnloser und übertrieben dargestellt. Die Stärke der Spieler wurde noch weiter überzogen. Wenn man einsieht, dass dieser Teil der Geschichte übertrieben ist und die stumpfe Gewalt als Stilmittel annimmt, ist das Buch allerdings ganz gut.

    Wir lernen die neun verbliebenen Spielerinnen und Spieler besser kennen, als das in Teil 1 möglich war. Die Freundschaft zwischen Alice und Shari war schön, die Zusammenarbeit von Maccabbee und Baitsakhan war interessant, und An Liu wird zum unberechenbaren Wahnsinnigen (was mir persönlich nie gefällt).

    In dem Buch ist wirklich viel passiert! Hilal geht auf eigene Mission und ist nun zu meinem Liebling geworden. Hauptsächlich, weil seine Mentalität sich von der der Killer unterscheidet, er aber trotzdem stark ist – aber eben nicht unrealistisch stark. Er würde wahrscheinlich nicht mit hundert Marinesoldaten fertigwerden, wie es uns bei anderen verkauft wird. Zumindest nicht mit Gewalt, mit Worten schon. 

    Was sehr interessant hätte werden können, ist, dass in diesem Teil auf die Entstehungsgeschichte der Erde und von Endgame eingegangen wird. Anstatt allerdings Antworten zu erhalten, kommen noch mehr Fragen auf. Das Thema anzusprechen, erscheint mir für dieses Buch notwendig, aber es wird völlig unzureichend behandelt. Und wenn dann auf einmal Menschen um das Jahr 0 mit Smartphones rumlaufen, reicht es mir mit der Abänderung der Menschheitsgeschichte.
    Auch die Sache mit den keplers wurde nicht klarer. Wer sind sie? Woher kommen sie? Was wollen sie eigentlich? Es wird ein neuer kepler-ähnlicher Charakter eingeführt, aber ehrlich gesagt habe ich nicht verstanden, was es mit ihm und seinen Anhängern auf sich hat. Ich frage mich, ob sich der Autor über den Sinn überhaupt Gedanken gemacht hat, oder nur eine hintergründige Erklärung für seine zugegeben coolen Actionszenen gebraucht hat. 

    Ich muss zugeben, dass ich kein Fan von James Freys Herangehensweise an das Schreiben bin. Bücher sind für ihn Unterhaltungsprodukte (das haben zumindest meine Recherchen ergeben) und das merkt man einfach. Es fehlt das Herz in der Geschichte. Das wird allerdings mit Spannung wettgemacht. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.
  21. Cover des Buches Glückliche Menschen küssen auch im Regen (ISBN: 9783734103964)
    Agnès Martin-Lugand

    Glückliche Menschen küssen auch im Regen

     (81)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29
    Diane hat bei einem Autounfall ihre fünfjährige Tochter und ihren Mann verloren. Sie verkriecht sich in ihre Wohnung in Paris und gibt sich den Depressionen und dem Zigarettenkonsum hin.
    Sie besitzt eine Literaturcafé, welches sie mit ihrem besten Freund Felix zusammen führt. Sie hat das Glück, dass Felix dies in ihrer Abwesenheit weiter führt.
    Nach einem Jahr Trauerphase beschließt sie in ein irisches Dorf im Winter Urlaub zu machen.
    Dort trifft sie den Nachbarn Edward, der sie massiv ablehnt und sie starke Abneigung spürt. Peu à peu lernen sie sich kennen und spüren, dass da mehr als nur Abneigung ist.

    Der erste Teil des Romans ist ansprechend geschrieben. Obwohl man als Leser schon weiß wie es weiter geht liest sich der Roman leicht und flockig. Leider kommt es, wie so oft bei dieser Sparte, zu unwahrscheinlichen Verwicklungen wenn beide Liebespartner zusammen kommen. In diesem Fall ist es die Ex von diesem Mann. Die eine berechnende manipulierende überaus perfekte Frau ist. Da geht es um emotionales rumgezicke und sich gegenseitig Ausstecken. Was bei mir nur Augenrollen provoziert.
    Darüber hinaus empfand ich, dass die Protagonistin sich immer mehr lächerlich macht mit ihren emotionalen Ausrastern, was auch der Schicksalsschlag für mich keine Entschuldigung ist.

    Alles in allem leider noch am Ende ein Liebesroman nach Schema F mit rumgezicke und übermäßigem Drama.

  22. Cover des Buches KIRGISTAN (ISBN: 9783743962750)
    Katharina Füllenbach

    KIRGISTAN

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Ardennes
    Selbst erlebte und gelebte Reise spannend und fesselnd beschrieben. Toll gemacht.
  23. Cover des Buches die nachrichten (ISBN: 9783596152568)
    Alexander Osang

    die nachrichten

     (20)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Reisepostillen / TOGO (ISBN: 9783745010343)
    Katharina Füllenbach

    Reisepostillen / TOGO

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden

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