Bücher mit dem Tag "imperator"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "imperator" gekennzeichnet haben.

46 Bücher

  1. Cover des Buches Wie Blut so rot (ISBN: 9783551582874)
    Marissa Meyer

    Wie Blut so rot

     (1.009)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Scarlets Grossmutter ist seit 2 Wochen verschwunden und die suche nach ihr wurde aufgegeben da man sie für verrückt hält, eines Tages trifft sie auf den mysteriösen Strassenkämpfer Wolf, dieser hilft ihr bei der suche.

    Band 2 der Luna Chroniken und diesmal mit der Märchenadaption um Rotkäppchen. 

    Herrliche Fortsetzung, dabei hatte ich keine grossen Erwartungen da mich band 1 nicht ganz überzeugen konnte. Die Charakteren des ersten Buches kommen auch hier weiter vor und zusätzlich begleitete man Scarlet und Wolf bis sich die beiden Geschichten vereinen, dies wurde sehr gut umgesetzt. Die Protagonisten waren sehr  wild und für mich einfach nur passend zur ganzen Geschichte auch die zarte Liebesgeschichte der beiden war süsst integriert, sowie das ganze Geheimnis um Wolfs Herkunft und seinen Fähigkeiten.  Die Ganze Geschichte hat mich total umgehauen, ich habe das Buch verschlungen, und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, bin gespannt wie Band 3 sein wird und hoffe diese Verstrickungen gegen weiter. 

    Für alle die ein Mix aus Sience-Fiction/Fantasy/ Märchenadaption mögen ;) habe zwar noch nie so ein Mix gehabt gefällt mir aber total :)

  2. Cover des Buches Wie Sterne so golden (ISBN: 9783551582881)
    Marissa Meyer

    Wie Sterne so golden

     (757)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Seit ihrer Geburt träumt Cress einmal auf die Erde zu kommen, denn sie ist seit Kindheit in einem Satelliten eingefangen, wird ihr Traumprinz sie endlich finden und retten?

    Band 3 um die Chroniken von Luna, diesmal mit einer Rapunzel-Adaption. Wieder eine gute Fortsetzung, die Geschichte doggt an den zweiten Band an und es geht direkt weiter, diesmal mit der Rettung von der Hackerin Cress die seit Kindheit in einem Satellit eingesperrt ist und von dort für die Königin Schiffe tarnt. Ich mag das Setting sowie die Truppe die sich zusammengetan hat, in der Mitte hat sich das Buch ein wenig gezogen, jedoch ist der Schreibstiel so fliessend, dass man zügig mit dem Buch durch ist, und zum Schluss kommt nochmals viel Spannung und Action auf . 

    Die Charaktere waren herrlich, der Captain (den man aus Band 2 bereits kennt) hat viel Humor und lockert die Geschichte etwas auf. Zusätzlich bekommt man viel von den vorherigen Protagonisten mit und fiebert irgendwie mit allen mit. Zumindest ich ;)  Ich bin sehr gespannt auf den vierten und finalen Band. 

    Für alle die wissen möchten wie es weiter geht, etwas schwächer als Band 2 dennoch eine gute Fortsetzung 

  3. Cover des Buches Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken (ISBN: 9783846600351)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

     (1.219)
    Aktuelle Rezension von: Jessica_Diana

    Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken ein Titel, welcher mir oft empfohlen wurde sei es per Werbung, von anderen Bloggern oder schlichtweg in der Buchhandlung hielt eines Tages bei mir Einzug. Voller Vorfreude stürzte ich mich auf dieses Werk, da jeder den ich kannte, von diesen Zeilen schwärmte. 

    Sabaa Tahir hat ihren ganz eigenen Stil. Ein Stil, den man mag oder eben nicht. Bei mir war leider letzteres der Fall. Ich wurde nicht warm mit ihren Schreibstil. Ich konnte keine Verbindung zur Handlung oder den Charakteren aufbauen, egal wie sehr ich es mir wünschte. Ernüchterung machte sich in mir breit und diese zog sich fast bis zum Ende des Titels. 

    Die letzten Kapitel jedoch waren anders - hier konnte ich fiebern, bangen, lachen und alles, was ich mir von Geschichten ersehnte. Hier war das Gefühl vorhanden ein Highlight in den Händen zu halten. Ging ich mit falschen Erwartungen an das Buch? Setzte ich zu hohe Maßstäbe aufgrund der Meinung von anderen? War es vllt. nicht der richtige Moment um die Story zu lesen?

    Ich weiß es nicht, aber eines ist sicher, meine Meinung ist nicht voller positiver Stimmen - aber es ist meine und was soll ich sagen, ob ich dem Title nochmal eine Chance geben wird steht in den Sternen.


    Fazit

    Eine solide Story, welche mich aber erst in den letzten Seiten gänzlich packen konnte.

  4. Cover des Buches Days of Blood and Starlight (ISBN: 9783841421371)
    Laini Taylor

    Days of Blood and Starlight

     (518)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Die ganz unterhaltsame Fortsetzung zu »Daughter of Smoke and Bone«, in der Karou sich den Chimären und vor allem deren neuen Anführer Thiago anschließt, um mit ihnen weiter Krieg gegen die Engel zu führen und so Rache für ihre tote Familie zu üben. Währenddessen feiert Akiva bei den Engeln den vermeintlichen Sieg, den diese über die Chimären errungen haben, doch langsam keimt auch in ihm der Gedanke an Rebellion auf, da der skrupellose Imperator der Engel keine Gnade kennt. Die Story ist  zwar ganz interessant, aber es dauert gut bis zum letzten Viertel des Buches, damit es endlich spannend wird und was größeres passiert. Zum Glück sind Setting und Geschichte an sich aber immer noch ziemlich originell, denn so wird einem wenigstens nicht langweilig, während man sich durch gut fünfhundert nicht soo mitreißende Seiten liest. Auch der Cliffhänger am Ende lässt sehr hoffen, dass der Abschlussband noch einiges bieten wird und man bleibt durchaus neugierig. Die Charaktere sind dabei wieder ganz sympathisch, wie im ersten Band, nur war es zum Teil leicht überraschend und auf den ersten Blick nicht so logisch, dass Karou - die man aus Band eins als taffes und starkes Mädel kennt - sich ohne richtigen Grund Thiago unterwirft und sich eine Zeit lang wie Dreck behandeln lässt. Natürlich war ihr Verhalten für den folgenden Story-Verlauf irgendwie sinnvoll und wenn man drüber nachdenkt, kann man dafür auch ein paar mutmaßliche Gründe finden, aber erstmal ist man doch etwas überrascht und skeptisch. Der Schreibstil hat sich aber auch wieder relativ flüssig gelesen und insgesamt war das Buch ganz gut und lohnt sich in Anbetracht das spannenden Endes schon irgendwie.  

  5. Cover des Buches Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis (ISBN: 9783846600788)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis

     (163)
    Aktuelle Rezension von: weltentzueckt

    Diese Geschichte besticht mit ihren authentischen Charakteren, verzwickten zwischenmenschlichen Beziehungen, ungewöhnlichen fantastischen Elementen und einer durchdachten (und besorgniserregenden) dystopischen Gesellschaft.

    Sie wird erzählt aus den Perspektiven von Elias, Laia und Helena, ergänzt von zwei kleinen Kapiteln des Nachtbringers. In Band 3 werden die Beziehungen der Charaktere fokussiert, Hintergründe beleuchtet, Vergangenheiten aufgewirbelt. So erfährt man mehr zu Laias und Darins familiärem Hintergrund, zu Helenas innerem Zwiespalt, ausgelöst durch Loyalität dem Imperium gegenüber und der Liebe zu ihrer Schwester, zu des Nachtbringers uralter Geschichte, die es schwer macht, ihn abgrundtief zu hassen, und auch über Keris Veturia werden mehr und mehr Dinge entpuppt. Letztere stellt trotzdem noch ein großes Mysterium für mich dar, das vermutlich in Band 4 endgültig geknackt wird.
    Elias ist als Seelenfänger nun verantwortlich für die Zwischenstatt, dem Ort, an den die Geister gehen bevor sie ins Jenseits entlassen werden. Er interessiert sich allerdings mehr für die Probleme der Lebenden als die der Toten und erkennt zu spät, dass es bald keine Lebenden mehr gibt, wenn er seine Aufgabe nicht ernst nimmt.

    Wie man an Elias‘ Handlungsstrang schon unschwer erkennt, nehmen die fantastischen Elemente in Band 3 zu. Nachtbringer, Dschinn, Ifrit und Ghuls sowie Laias und Helenas ungewöhnliche Gaben begleiten den Leser durch die Geschichte. Das finde ich besonders spannend, weil diese Sorte Fabelwesen sehr selten in Büchern vorkommen. Leider bleiben sie mir stellenweise blass – ein paar mehr Erklärungen wären für mich sehr hilfreich gewesen.

    Am Anfang der Geschichte wären einige Rückblenden sinnvoll gewesen. Ich fand nicht in die Geschichte zurück und musste Band 2 nochmal lesen, bevor ich mich dann endgültig Band 3 widmen konnte. Und obwohl der Anfang des Buches sich im Vergleich zu dem rasanten Ende von Band 2 ein wenig zog, habe ich das Buch dann innerhalb weniger Tage verschlungen. Das liegt an dem hervorragenden spannenden Schreibstil und an den Kapitelcliffhangern. „Just one more chapter“ ist bei dieser Geschichte einfach nicht möglich. Am besten bricht man irgendwo innerhalb eines Kapitels ab, da wirklich jedes Kapitel so aufhört, dass man einfach weiterlesen MUSS.

    Die vielen schier ausweglosen Situationen verwandeln die Geschichte in einen wahren Pageturner.
    5 von 5 Sternen!

  6. Cover des Buches Das Spiel der Götter (1) (ISBN: 9783442269099)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (1)

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Leseglatze1974

    Das Buch war bisher sicher eines der besten im Bereich Fantasy, das ich je gelesen haben. Die tiefe der Welt und Geschichte lassen sich schon in diesem ersten Band erfühlen und mich konnte es nicht weglegen. Einfach ganz, ganz großes Kino. Ich habe im Anschluss direkt den nächsten Band gekauft und verschlungen und freue mich auf die nächsten, wenn man nicht immer so viele Bücher auf seinem SUB hätte!!!

    Der Erzählstil ist gewaltig, die Charaktere enorm gut ausgearbeitet. Dazu gibt es eine wirklich glaubwürdige Religion und eine Form von Magie, die ich so noch nie gesehen habe. 

  7. Cover des Buches Spiel der Ehre (ISBN: 9783551583895)
    Marie Rutkoski

    Spiel der Ehre

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Band 2 über Kestrel & Arin

    Die Geschichte beginnt spannend und interessant, Kestrel verfolgt ihren eigenen Plan und es hat spass gemacht zu schauen wie es weiter geht. Leider wird es ab Mittig uninteressant und langatmig zum Schluss kommt noch ein wenig Schuss ins Ganze, so dass man interessiert ist zu wissen wie die Geschichte der beiden und des ganzen Settings endet...

    Der Schreibstil ist trotz uninteressanter Handlung fliessend und man kommt gut durch das Buch. Die Charaktere wachsen einem direkt ans Herz und man würde ihnen andere Umstände gönnen, heisst die Liebesgeschichte war schön und traurig zu gleich. Bin gespannt wie es weiter geht.


    Für alle die ein Jugendbuch mit historischem Setting lesen möchten, enthält aber kein Fantasy...


  8. Cover des Buches Imperator (ISBN: 9783426527177)
    Kai Meyer

    Imperator

     (52)
    Aktuelle Rezension von: KristallKind

    Rom. Ein paar Verrückte glauben, sie wären die Reinkarnation verschiedener römischer Kaiser. Doch sind diese Leute wirklich verrückt? Leider haben es alle zu großer Macht in vielen einflussreichen Bereichen geschafft und sich nun verschworen, eine von ihnen geglaubte Ordnung wieder herzustellen. Derweil möchte Anna in der Metropole den Mord an ihrer Mutter aufklären und  tarnt sich als Paparazzi. In diesem Kreis lernt sie Spartaco kennen, der viele Beziehungen hat und sich in der Stadt gut auskennt. Als sich plötzlich unglaubliche Vermutungen verdichten und mysteriöse, bedrohliche Dinge geschehen, scheint ein Zusammenhang mit dieser okkulten Gruppe nicht mehr unmöglich.

    Ich bin begeistert! Bisher kannte ich den Autor lediglich dem Namen nach und hatte noch kein Buch von ihm gelesen. Das wird sich nun ändern, denn Schreibstil und Ideen sind genau nach meinem Lesegeschmack.

    Der Klappentext hielt hier definitv, was er versprach. Dieser originelle Fantasy-Thriller glänzte für mich durch die Verbindung verschiedener Elemente. Der Schleier zwischen Realität und Fiktion schien hauchdünn zu sein und ließ Parallelwelten stückchenweise hindurch diffundieren. Hört sich seltsam an, fügte sich aber erstaunlich gut in diese spannende Geschichte. Zentrale Elemente erinnerten mich an den Film „Eyes Wide Shut“, die Paparazzi an den Tod von Prinzessin Di, die Behauptungen der Menschen eine Reinkarnation von Imperatoren zu sein an MK-Ultra-Programme, usw. Am Ende blieb dann doch die Frage, ob die betroffenen Figuren vielleicht einfach nur größenwahnsinnig oder Opfer einer Art Bewusstseinskontrolle wurden. Ich fand die Idee jedenfalls sehr spannend.

    Die Protagonisten zeigten sich meines Erachtens recht oberflächlich und wenig präsent. Ich wusste am Ende nicht wirklich viel über sie. Allerdings störte mich das überhaupt nicht, denn die Handlung präsentierte sich so rätselhaft, dass alle ausschweifenden oder tiefgehenden Schilderungen zu einzelnen Charakteren eher störend gewesen wären. Interessant fand ich, dass es verschiedene Handlungsstränge gab, die gleichwertig nebeneinander liefen, sich nur punktuell berührten und sich trotzdem im gleichen mysteriös-magischen Terrain befanden. Einzig die Erlebnisse des Detektivs waren mir dann doch zu verrückt, um im Rahmen dieser Geschichte ernst genommen zu werden.

    Leider konnten mir die meisten brisanten Situationen, die Anna und Spartaco bewältigen mussten, kein Gefühl von höchster Gefährlichkeit vermitteln. Ich fand diese Szenen von der Handlung her hochspannend, doch emotional konnte ich nur wenig mitfiebern.

    Insgesamt gesehen gebe ich aber eine klare Leseempfehlung. Ein rätselhafter Thriller, mit vielen offenen Fragen, die hoffentlich in einer Fortsetzung beantwortet werden. Ich bleibe auf jeden Fall dran. / 4,5 Sterne


  9. Cover des Buches Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken (ISBN: 9783785750810)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks
    Inhalt: " Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Während Elias in der berühmten Blackcliff-Militärschule dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als Sklavin getarnt, dringt si in das Innerste von Blackcilff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ..."

    Cover: Das Cover ist ein echter Hingucker. Ich finde es absolut gelungen und aufgrund dessen würde man es sich auf jeden Fall genauer anschauen. Es ist etwas mystisch/geheimnisvoll, harmonisch, ansprechend und passt zum zweiten Teil.

    Meinung: Ich habe gut in die Geschichte hinein gefunden. Sehr angenehm fand ich, dass die beiden Protagonisten von zwei verschiedenen Sprechern gesprochen wurde, so wusste man immer gleich, aus welcher Perspektive gerade erzählt wird und es hat die Geschichte etwas aufgelockert. Beide Hauptcharaktere waren mir von Anfang an sympathisch, weshalb ich sie beide gerne in dieser Geschichte begleitet habe. Der Aufbau und die Idee der Geschichte ist sehr interessant, weshalb ich das Hörbuch auch nahezu an einem Stück durchgehört habe. es war spannend und ich wollte wissen, wie es weiter- und ausgeht. Das Ende ist so gestaltet, dass es die Neugier auf den zweiten Teil weckt und dafür sorgt, dass man ihn unbedingt lesen möchte, damit man eben weiß, wie es weitergeht.
  10. Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)
    Frank Herbert

    Dune – Der Wüstenplanet

     (394)
    Aktuelle Rezension von: elisalways

    Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Arrakis-der Wüstenplanet-ist seit jeher ein Planet, den jeder besitzen möchte, aufgrund einer besonderen Droge, die es nur dort gibt. Paul Atreides und sein Vater brechen auf, um den Planeten in Besitz zu nehmen. Allerdings wird schon bald das Haus Atreides  Opfer ausgeklügelter Intrigen. Ebenfalls muss sich Paul seinem Schicksal stellen...

    Frank Herbert erschafft hier eine einzigartige Welt voller neuartiger Ideen. Ungewöhnlich ist sein Fokus auf Themen wie Religion und Ökologie, welche man eher selten im Science-Fiction-Genre sieht. Das ist sehr erfrischend. Der Wüstenplanet Arrakis wird sehr eindringlich beschrieben, ebenfalls wie die Kreaturen, die darauf leben. Die technischen Geräte, die wie gesagt keinen Fokus auf Computer o.Ä. legt, ist sehr spannend und ausgeklügelt. Die Charaktere, denen wir hier begegnen, sind zwar größtenteil eher in schwarz und weiß zu unterteilen, allerdings ist dies gar nicht schlimm, da die Welt schon sehr komplex ist. Ohne das Glossar hinten, wäre die Story wirklich sehr schwer zu verstehen. Ich hätte mir noch gewünscht, dass es noch ein kleines Personenverzeichnis gegeben hätte. So hätte man einen besseren Überblick gehabt.

    Der Grund, warum "Dune" für mich kein 5 Sterne Buch ist, ist der, dass es wirklich einige Längen gab, die das Leseerlebnis gedämpft haben. Zum Schluss wurde es dann zwar noch spannend, allerdings war es dann auch schon viel zu schnell vorbei.

    Trotz meiner Kritikpunkte ist es ein Buch, dass, wenn man sich darauf einlässt, einen wirklich unterhält und fesselt. Zudem kann ich mir vorstellen, dass man selbst nach mehrmaligen lesen noch Dinge findet, die man zuvor noch gar nicht bemerkt hat. Ich werde es auf jeden Fall nocheinmal irgendwann lesen. 

    Tipp: Für ein noch besseres Leseerlebnis empfehle ich die Playlist "DUNE *reading background"...sehr atmosphärisch!

  11. Cover des Buches Spiel der Liebe (Die Schatten von Valoria 3) (ISBN: 9783551583901)
    Marie Rutkoski

    Spiel der Liebe (Die Schatten von Valoria 3)

     (35)
    Aktuelle Rezension von: isolatet

    Meine Meinung

    »Spiel der Liebe« ist der finale Band der »Die Schatten von Valoria«-Reihe und auch der spannendste. Ich konnte das Buch fast zu keinem Zeitpunkt aus der Hand legen. Der Cliffhanger von Band 2 ist so gelungen, dass man direkt zu Band 3 greifen muss und auch hier geht es direkt spannend weiter. Besonders in diesem Band habe ich genossen, dass die Geschichte sowohl aus Kestrels als auch aus Arins Sicht geschrieben ist.


    Das Buch hat einige Überraschungen bereit gehalten, mit denen ich nicht gerechnet habe. Am Anfang habe ich unfassbar mit Kestrel mitgelitten, als sie im Arbeitslager war und auf den Moment hingefiebert, wenn sie und Arin sich wiedersehen, ohne zu wissen, wie lange ich darauf wohl warten muss. Gleichzeitig habe ich mit Arin gelitten, der Kestrel nach wie vor vermisst, obwohl er glaubt, dass sie längst mit dem Prinzen verheiratet ist und niemals in ihn verliebt war. Auf jeder einzelnen Seite habe ich gehofft, dass er bald rausbekommt, dass Kestrel seine Motte ist. Und dann muss er gleichzeitig noch die vielen Schlachten gegen das valorianische Imperium kämpfen. Die Spannung hat mich wirklich in Atem gehalten.


    Auch in diesem Teil des Buches geht die Autorin wieder ausführlich auf die Gedanken und Gefühlswelt der Charaktere ein, wodurch man sich in beide Parteien hineinversetzen kann. Der Schreibstil ist wie in Band 1 und 2 flüssig zu lesen, aber immer noch anspruchsvoller. Durch das viele Kampfgeschehen und die ethischen Aspekte vielleicht sogar für den ein oder anderen anspruchsvoller als in den ersten beiden Bänden.


    Generell hat mir die Beschreibungen der Kampfhandlungen in diesem Band sehr gefallen. In Band 2 gab es davon eher wenig, weil es da um die Strategien am Hofe ging, aber in Band 3 ist man mitten im Getümmel. Ich bewundere die Balance, die Marie Rutkoski hier hält. Sie macht durchaus deutlich, dass so ein Krieg auf beiden Seiten viele Opfer fordert (und ich habe gefühlt um jeden einzelnen getrauert, auch wenn es namenlose Gesichter waren) und geht doch nicht zu sehr ins Detail. Die Reihe ist schließlich immer noch eine Jugendbuch-Reihe. Das Kampfgeschehen wird so weit beschrieben, dass man es sich auch als Laie hervorragend vorstellen kann und ich dennoch nicht übertrieben blutig. Das hat mir sehr gefallen, weil Spannung nicht von möglichst vielen möglichst blutigen Sequenzen abhängt.


    Außerdem wird der Leser immer weitestgehend im Dunkeln gelassen, was die strategischen Züge der Protagonisten anbelangt. Er wird angeteasert, aber was sie wirklich planen, erfährt er erst, wenn sie es auch ausführen. Deshalb musste ich einfach Seite um Seite lesen, um zu erfahren, was sie denn geplant haben und ob es gelingen wird.


    Das Gleiche gilt für das Ende. Man merkt, dass Kestrel und Arin einen Plan haben, um den Krieg für sich zu entscheiden, aber worin der besteht, erfährt man bis zum Schluss nicht bzw. man wird sogar vorher noch aufs Glatteis geführt. Die letzten Seiten bergen noch einen Plottwist vom Feinsten.


    Und neben den ganzen Kampfhandlungen kommt auch die Romanze zwischen Kestrel und Arin nicht zu kurz, sodass man Romantiker-Herz regelmäßig höherschlagen durfte.


    Fazit

    Bei diesem Buch hat es mir an nichts gefehlt. Es war spannend von der ersten bis zur letzten Seite mit der richtigen Prise Liebesgeschichte. Die Autorin versteht es wie keine zweite, spannende Szenen mit der richtigen Menge an Emotionen und ethischen Gedanken zu spicken. Ich habe den Abschlussband der Reihe einfach nur geliebt. Mehr als die ersten beiden Bände zusammen. Absolute Leseempfehlung von mir.

  12. Cover des Buches Titan (ISBN: 9783453419360)
    Robert Harris

    Titan

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Nymphe

    Inhalt:

    Cicero hat es geschafft. Als Konsul bekleidet er das höchste Amt im römischen Reich. Doch seine Feinde lassen nicht locker und versuchen ihn immer wieder durch Intrigen zu Fall zu bringen.

    Bewertung:

    In diesem Buch wird das alte Rom wirklich wieder lebendig. Ich hatte das Gefühl, dass ich bei jeder Debatte im Senat, bei jeder Wahl auf dem Marsfeld und jeder Diskussion in Ciceros Bibliothek live dabei gewesen bin. So sollte Geschichte vermittelt werden. Dieses Buch besteht nicht aus trockenen Jahreszahlen und Fakten, sondern aus den Geschichten der Menschen damals. Robert Harris hat sich dabei soweit es möglich ist an die überlieferten Fakten gehalten und so wirkt jede Figur bis in die DNA glaubwürdig. Tolles Buch!

    Fazit:

    Ich brauche jetzt dringend den Nachfolger. ;)

  13. Cover des Buches Aposimz - Land der Puppen 1 (ISBN: 9783959817066)
    Tsutomu Nihei

    Aposimz - Land der Puppen 1

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista
    Die Menschen auf dem künstlichen Planeten Aspoimz müssen auf der eiskalten Oberfläche ums Überleben kämpfen. Vor 500 Jahren haben sie den Kampf gegen die Cyborgs verloren und wurden auf die Oberfläche verbannt.

    Esro ist einer dieser Menschen. Immer auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf muss die Truppe ständig auf der Hut vor den Cyborgs, die sogenannten Puppen sein.

    Und dann fällt mehr oder weniger ein Mädchen der Truppe vor die Füße. Doch das Mädchen ist kein Mädchen sondern ein besonderer Cyborg.

    Die Truppe nimmt das Mädchen mit und wird in ihrem Unterschlupf überfallen. Fast alle sterben bei dem Angriff. Doch Esro hilft dem Mädchen immer noch.

    „Aposimz 1“ ist der Auftakt einer Manga Serie aus der Feder des Autors Tsutomu Nihei.

    Das Cover ist sehr einfach gehalten. Doch die rote Farbe der Hand und der Zahl fällt direkt ins Auge. Der Zeichenstil ist dann auch sehr minimalistisch gehalten. Es gibt nur klare Linien und keine Ausschmückungen. Der Manga sieht fast aus, als wäre er noch nicht fertig gezeichnet und man hätte nur Risszeichnungen vor sich liegen. Ich fand den Stil eigentlich recht interessant und gelungen.

    Mit dem Inhalt hatte ich dann doch so meine Probleme. Zum einen fand ich manche Worte irgendwie fehl am Platz oder eben falsch übersetzt. Sie wie zum Beispiel das Wort „Plazenta“. Es wurde für einen Ausstoß benutzt und ich weiß nicht, was damit gemeint war.

    So ging es mir leider mit der gesamten Story. Man wird in ein Geschehen hinein geworfen, bekommt aber auch so gar keine Erklärungen gereicht. Es ist ja oft so bei einem Serienauftakt, trotzdem bekommt man dann im ersten Band schon die ein oder andere Erklärung. Hier fand ich die Erklärungen aber leider genauso minimalistisch wie der Zeichenstil.

    Am Ende des 1. Bandes wusste ich weder etwas über diesen Krieg, noch etwas Genaues über diese Puppen / Cyborgs, noch über diese Krankheit oder die Umwandlung von manchen Menschen. Es wird eigentlich wirklich gar nichts erklärt.

    Ich fand das etwas schade für diese Serie. Durch dieses verwirrte zurück bleiben hab ich eigentlich den Draht zum nächsten Band verloren. Auch das Ende dieses Bandes war für mich jetzt nicht so spannend gestaltet worden, dass ich auf den nächsten Band hibbeln würde.

    Ich werde den 2. Band einfach mal abwarten und mit einem Blick in den Manga entscheiden, ob ich die Serie weiter verfolgen mag oder nicht.

    Ich vergebe trotzdem 3 Sterne, weil mir die Optik des Mangas sehr gut gefallen hat und doch einige Szenen sehr gut waren. 
  14. Cover des Buches Star Wars™ Darth Plagueis (ISBN: 9783442380459)
    James Luceno

    Star Wars™ Darth Plagueis

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Super Buch mit Super viel Action und Galaktischer Politik
    Genau mein Ding
  15. Cover des Buches Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht (ISBN: 9783846601143)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

     (546)
    Aktuelle Rezension von: vib_very_important_books

    Aah, dieses Buch!

    Ich bin offiziell im Elias Veturius Fanclub, ich bin definitiv überzeugt von der Storyline (mehr als überzeugt!) und wünsche mir unglaublich gerade den 2. Band herbei ! 🙏🏻♥️✨

    Wo fange ich am besten an?

    Band 1 hatte mich nicht soo stark überzeugen können, deshalb habe ich mir von Band 2 auch nicht so viel erwartet. Aber ich wurde überrascht. Mehr als positiv!!

    Band 2 hat SO VIELE Plottwists auf Lager, dass man erst mal nicht mehr hinterher kommt mit dem verstaunt und beeindruckt sein!

     

    Dann die Charaktere. Oh, die Charaktere sind mir sooo ans Herz gewachsen - auch die Nebenchataktere! Aber Elias besonders... und Helena ! ♥️🙏🏻✨

     

    Ich fand den Schreibstil großartig, ich liebte das Setting! Wie viele Bücher liest man denn, die mitten in einer Wüste spielen? Gott, das war so neu und anders und toll! Ich habs geliebt !!! ♥️♥️🙏🏻✨

     

    Noch dazu konnte mich das Buch emotional völlig catchen! Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich habe mitgefiebert (die Spannung in dem Buch ist auch definitiv nicht mehr normal!♥️🙏🏻)

     

    Die Lovestory steht hier zwar überhaupt nicht im Vordergrund, aber das macht sie für mich irgendwie so besonders, zerbrechlich und auch echt. Ich liebe dieses Band zwischen Elias & Laia und ich shipppe die beiden unheimlich ♥️♥️


    Fazit:

    Mehr als gelungenes Setting, tolle Charaktere und unglaubliche Storyline! Ganz klare 5 Sterne 🙏🏻⭐♥️

  16. Cover des Buches Der Herr des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319547)
    Frank Herbert

    Der Herr des Wüstenplaneten

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Pachi10

    Paul "Muad' dib" Atreides ist der neue Imperator und diese Position bringt viele Feinde mit sich. Auch aus den eigenen Reihen droht Gefahr und Verschwörung von allen Seiten.


    Dieser Band spielt ca. 12 Jahre nach dem dem ersten Buch und hat nur in etwa ein Drittel der Seiten des ersten Bandes. War der erste Band ein grandioses Heldenepos, quält man sich hier durch endlose "Gespräche". Diskussionen, Selbstgespräche und Aneinanderreihungen von Gedanken.



    Im Grunde hat das Buch keinen Inhalt, außer dass man Paul, Alia und Chani nach dem Leben trachtet.






    Plötzlich taucht eine Sekte auf, von der man vorher noch nie gehört hat. Leider ist auch viel dabei das unlogisch ist. Plötzlich können Dinge die man davor mit Bene Gesserit Wissen sofort erkannt hat, nicht mehr erkannt werden und bleiben im Dunklen. Chanis Tod und die Geburt der Zwillinge geht völlig unter. Die Geschichte um Duncan Idaho bleibt völlig unlogisch und unerklärt. Und was nun mit Irulan geschieht kann man auch nicht klar erkennen. Im Grunde besteht das Buch aus 260 Seiten viel Bla-Bla ohne wirklichen Inhalt.



    Ausgenommen der Info: Je höher man steigt, desto tiefer kann der Fall sein.






    War die Lust weiterzulesen nach Band 1 sehr groß, interessiert mich die Fortsetzung nun in Band 3 absolut nicht mehr.


  17. Cover des Buches Spiel der Macht (Die Schatten von Valoria 1) (ISBN: 9783551319593)
    Marie Rutkoski

    Spiel der Macht (Die Schatten von Valoria 1)

     (226)
    Aktuelle Rezension von: isolatet

    Meine Meinung

    Ich liebe dystopische Jugendromane. Mal mit Sci-Fi-, mal mit historischen Elementen, deshalb hat »Spiel der Macht« von Marie Rutkoski genau meinen Geschmack getroffen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Kestrel und Arin erzählt. Beide Blickwickel werden in Form der dritten Person erzählt, weshalb ich anfänglich kurz Schwierigkeiten hatte, mich ganz auf die Charaktere einzulassen. Ich persönlich lese nämlich lieber Geschichten aus der Ich-Perspektive. Außerdem wechseln die Sichten hin und wieder sehr kurz hintereinander. Ein Absatz Kestrel, der nächste Arin und der darauf wieder aus Kestrels Perspektive. Auch davon bin ich nicht soo der Fan. Sichtwechsel an sich mag ich, aber eigentlich lieber von Kapitel zu Kapitel und dann auch mindestens ein bis zwei Seiten lang. Das ist eigentlich mein Minimum. Zum Glück gab es auch sehr viel längere Kapitel, weshalb »Spiel der Macht« mich auch völlig für sich einnehmen konnte.


    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und verständlich, aber man muss konzentriert lesen, weil er etwas anspruchsvoller ist. Ich fand das toll, weil es super zur Atmosphäre der Geschichte gepasst hat, die in mir konsequent ein mittelalterliches Feeling hervorgerufen hat. Gepflasterte Wege wie bei den Römern, kaum bis gar kein fließendes Wasser, kein Strom, keine Autos. Gereist wird in Kutschen und es gibt eine deutliche Hierarchie in der Gesellschaft. Sowohl das Land als auch die Königreiche sind fiktiv. Marie Rutkoski hat ihrer Fantasie da freien Lauf gelassen und ein tolles Setting kreiert, in das man sofort mit allen Sinnen abtaucht. Kein Sinn wird vergessen. Noch dazu gibt es in der Hardcover-Version vorne und hinten eine Karte der Königreiche. Und hätte das allein mich nicht schon überzeugt, hätte es spätestens die Handlung getan.


    Marie Rutkoski schmeißt einen mitten ins Geschehen hinein und man lernt die Welt langsam durch Erzählungen und Gedanken der Protagonistin kennen. Ich persönlich liebe diese Vorgehensweise sehr viel mehr als wenn vorher, zum Beispiel im Prolog, die gröbsten Eckdaten in einem Text zusammengefasst werden. Man lernt die Welt nach und nach kennen, was allein schon für Spannung sorgt, und setzt Stück für Stück ein Bild zusammen.


    Sobald man mit dem Lesen der Geschichte beginnt, merkt man schnell, in welche Richtung die Handlung steuern wird, was bei einer dystopischen Geschichte nicht weiter verwunderlich ist. Natürlich will die Sklavengesellschaft nicht länger Sklavengesellschaft bleiben und erhebt sich gegen den Adelsstand. Überraschend für mich war dann allerdings, wie schnell das Ganze passiert, sodass ich mich gefragt habe, worum sich der Rest von Band 1 wohl drehen wird. Aber auch da wurde ich nicht enttäuscht. Es bleibt spannend bis zum Schluss und Band 1 lässt einen mit einem meines Erachtens wirklich fiesen Cliffhanger zurück.


    So viel zur Handlung. Aber auch die Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen. Die Autorin hat sie mit sehr viel liebe zum Detail und tiefgründigen Gedanken ausgestattet. Kestrel wirkt am Anfang, ganz entsprechend ihres Standes, schon sehr abgehoben, aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto besser lernt man sie kennen und sieht, dass viel mehr hinter ihrer Fassade steckt. Sie ist klug, erfasst Zusammenhänge wahnsinnig schnell und weiß einfach, wie man pokert, was in dieser Gesellschaft absolut notwendig ist. Daher ist es nicht so leicht sie zu durchschauen. Gleiches gilt für Arin. Er ist ebenso scharfsinnig wie Kestrel, aber auch ihn kann man nicht so leicht durchschauen. Das ist sowieso etwas, was mir wahnsinnig gut an der gesamten Reihe gefallen hat.


    Weil die beiden so scharfsinnig sind und Zusammenhänge gut erfassen können, merken sie schnell, wenn der andere etwas verheimlicht oder wenn einem etwas falsch überbracht wurde. Es gibt kaum Missverständnisse und wenn, dann werden sie schnell aufgeklärt. Die Handlung lebt durch andere Spannung und nicht durch unnötige Missverständnisse. Man saß als Leser nicht da und hat sich 200 Seiten lang die Haare gerauft, weil die Charaktere es nicht checken. Das war wirklich toll.


    Und zusätzlich zu der ganzen Spannung kommt natürlich auch die Romantik nicht zu kurz. Sie überlagert die Handlung nicht, aber es gibt durchaus einige Gänsehautmomente zwischen den beiden, die mir wahnsinnig gut gefallen haben.


    Fazit

    Marie Rutkoskis Auftakt zur Die Schatten von Valoria-Reihe hat mich mich einer Menge Dinge überzeugt, sodass ich sofort weiterlesen musste. Erstens: Die Welt, in der sich alles abspielt, ist fantastisch. Wirklich ein gelungenes Worldbuilding. Zweitens bleibt die Spannung nie auf der Strecke, obwohl man schon relativ schnell weiß, wohin die Handlung führen wird. Und drittens gibt es neben der Spannung auch genau das richtige Maß an Romantik zwischen Arin und Kestrel, sodass man mit den beiden mitfiebern kann. Der Schreibstil ist flüssig, aber anspruchsvoll. Man muss sich beim Lesen also voll konzentrieren. Trotzdem hatte ich viel Spaß mit diesem Buch. Klare Leseempfehlung.

  18. Cover des Buches Das Spiel der Götter - Die Knochenjäger (ISBN: 9783734160493)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter - Die Knochenjäger

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie
    Hinweis: Diese Rezension bespricht sowohl „Die Feuer der Rebellion“ als auch „Die Knochenjäger“. Im Original erschien der sechste Band unter dem Titel „The Bonehunters , für den deutschen Markt wurde dieser geteilt.

    Imperatrix Laseen entsendete Mandata Tavore mit einem eindeutigen Auftrag ins Reich der Sieben Städte: sie sollte die Rebellion des Wirbelwinds samt ihren Wurzeln herausreißen und das Land erneut befrieden. Nach dem verhängnisvollen Blutbad im Sand der Raraku ist der Aufstand niedergeschlagen; Sha’ik ist tot und die Göttin wurde bezwungen. Doch eine kleine Schar ihrer Anhänger entkam. Angeführt von Sha’iks gefürchtetem Leibwächter Leoman von den Dreschflegeln fliehen die Überlebenden in die uralte Festungsstadt Y’Ghatan. Tavore hat keine andere Wahl, als sie mit der erschöpften 14. Armee zu verfolgen, obwohl sie weiß, dass Y’Ghatan für das malazanische Imperium in der Vergangenheit nichts als Kummer und Schmerz bereithielt. Hier starb Dassem Ultor, das Erste Schwert, der größte Held der Malazaner. Trotz dessen muss Tavore ihre Soldat_innen in den Kampf gegen die Feuer der Rebellion schicken. Scheitern ist keine Option, denn sie darf der Imperatrix keine Vorwände liefern. In den letzten Monaten wurden Laseens Pläne und Absichten stetig undurchschaubarer, sie selbst unberechenbarer. Würde sie sich aus Machthunger gegen ihr eigenes Volk wenden und sich im brodelnden Krieg der Götter auf ein gefährliches Spiel einlassen? Würde sie sich mit dem Verkrüppelten Gott verbünden?

    Ich liebe, liebe, LIEBE „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie großartig es ist, zu beobachten, wie sich all die Handlungsstränge Stück für Stück verdichten und langsam zuspitzen. Ich war mehr als nur ein wenig erleichtert, mich im zweigeteilten sechsten Band „Die Feuer der Rebellion“ und „Die Knochenjäger“ wieder in den gewohnten Bahnen der Geschichte zu bewegen und zu bekannten Figuren zurückzukehren. Nach dem Ausflug in das Reich der Tiste Edur und der Letherii hätte ich vor lauter Wiedersehensfreude Luftsprünge machen können. Trotz dessen verstehe ich nun, warum Erikson diesen extremen inhaltlichen Bruch wagte. Die Tiste Edur spielen eine bedeutende Rolle im Krieg der Götter und werden vom Verkrüppelten Gott skrupellos manipuliert. Ohne den tiefen Einblick in ihre Geschichte und Kultur hätte ich niemals begriffen, wieso sie für seine Einflüsterungen außergewöhnlich empfänglich sind. Sie sehnen sich so verzweifelt nach Identität und Bestimmung für ihr Volk, dass sie nicht erkennen, dass er sie hemmungslos belügt. Sie bemerken nicht, dass sie sich weiter und weiter vom Schattenreich und Kurald Emurlahn entfernen.
    Vermutlich ist ihre Distanz der einzige Grund, warum Ammanas und Cotillion das Gewirr der Schatten in Besitz nehmen konnten. Anders kann ich mir nicht erklären, wie ein Mensch – selbst ein Aufgestiegener – ein nicht-menschliches Gewirr für sich beanspruchen konnte. Allerdings glaube ich, dass die Eroberung der Schattensphäre nicht spurlos an Ammanas vorbeiging. Ich habe gewaltige Schwierigkeiten, seine Persönlichkeit als Herr des Hohen Hauses Schatten und seine Persönlichkeit als Imperator Kellanved miteinander in Verbindung zu bringen. Meiner Ansicht nach passen sie nicht zusammen. Ich denke, das Aufsteigen, die Transformation in Schattenthron, veränderte Kellanved stark. Als hätte die fremde Macht des Gewirrs seinen Verstand angegriffen.
    Ich bin Steven Erikson sehr dankbar, dass er endlich erklärt, wie das System des Aufsteigens funktioniert. Es gefiel mir hervorragend, dass Erikson Ganoes Paran diese zusätzlichen Fakten über das Universum erläutern lässt, denn meiner Ansicht nach ist Ganoes‘ Rolle die spannendste der gesamten Geschichte. Er ist der Herr der Drachenkarten, die, wenn sie ausgespielt werden, meinen Puls in die Höhe jagen und meinen Körper mit Gänsehaut überziehen. Als dieser steht er außerhalb des Konflikts der Götter, scheint aber nicht zu Neutralität verpflichtet zu sein. Seine oberste Priorität ist der Schutz der Sterblichen vor allzu radikalen Eingriffen der Götter. Folglich besitzt er eine gewisse Macht über sie, die er eindrucksvoll zum Einsatz bringt.
    Ganoes ist jedoch nicht der einzige Charakter, der sich aktiv in den Krieg einmischt. Mittlerweile ist die Situation erstaunlich vielen Figuren bewusst. Es bildet sich eine unerwartete Allianz gegen den Verkrüppelten Gott, die die Sterblichen unablässig in günstige Positionen schiebt. Interessanterweise betrifft das auch Icarium. Icarium erfüllt nur einen einzigen Daseinszweck: er ist eine Waffe. Eine furchterregende Waffe, die während eines Kampfes in blinde Raserei verfällt. Ich war schockiert. Wie vom Donner gerührt. Ich kannte die Legenden über ihn natürlich, aber niemals hätte ich erwartet, dass dieses witzige, sanftmütige, philosophisch bewanderte Halbblut zu einem Monster mutieren könnte. Kein Wunder, dass er seit Jahrhunderten einen Aufpasser hat. Wenn die Jaghut-Tyrannen so waren wie er, kann ich gut verstehen, dass sich die T’lan Imass auflehnten und schworen, alle Jaghut auszurotten.

    Wann immer ich eine Rezension zu einem Band von „Das Spiel der Götter“ schreibe, bin ich frustriert, nicht alle herausragenden Aspekte ansprechen zu können. Ich wünschte, ich könnte euch haargenau darlegen, wie tief mich die Loyalität und Kameradschaft der 14. Armee berührte, wie spannend und nervenaufreibend die Schlacht in Y’Ghatan war, wie faszinierend die philosophischen, theologischen Überlegungen Steven Eriksons sind und wie viel Misstrauen ich Imperatrix Laseen gegenüber empfinde. Ich könnte zu jedem Fragment der einzelnen Handlungsstränge ganze Abhandlungen schreiben. Die Geschichte der Reihe ist eigentlich viel zu komplex, um sich an Zeichenzahlen zu halten. Vielleicht werde ich in Zukunft alle selbstauferlegten Richtlinien in den Wind schießen und frei von der Leber weg drauf los schwärmen. Denn darum geht es hier ja schließlich: euch von der mit Abstand besten Reihe zu erzählen, die das Genre der High Fantasy zu bieten hat und die mein Herz ehrfurchtsvoll höherschlagen lässt.

  19. Cover des Buches Die Kinder des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319554)
    Frank Herbert

    Die Kinder des Wüstenplaneten

     (101)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Paul Atreides ist verschwunden, in die Wüste gegangen und hat sich somit seinem Schicksal entwunden, durch große Opfer zu einem neuen Gott zu wandeln. An seiner statt regiert nun seine Schwester Alia den Wüstenplaneten mit eiserner Hand und unter unheilvollem Einfluss. Das entgeht auch Pauls Zwillingsgeschwistern Ghanima und Leto nicht, die zwar das Wissen von Generationen in sich tragen, wegen ihres jungen Alters aber noch nicht als Regenten eingesetzt werden können…

    Mit seiner Sience Fiction-Reihe um den Wüstenplaneten Dune hat Frank Herbert einen Klassiker des Genres erschaffen, die aktuell in einer leicht angepassten Neuübersetzung erscheinen – aber inhaltlich natürlich keine wesentlichen Änderungen vollzogen wurden. Der dritte Band muss nun erstmals ohne Paul als dominante Hauptfigur im Fokus des Interesses auskommen und weitet die vielen verschiedenen Szenerien noch einmal deutlich aus – sehr deutlich. Neben einigen bekannten Baustellen werden auch neue Handlungsstränge aufgemacht, die oft parallel laufen und sich nur selten kreuzen, dazu gibt es einige Ausflüge zu Nebenschauplätzen, und das alles sorgsam erdacht, sodass wirklich jedem handelnden Charakter die Zeit gegeben wird, sich und seine Gedankenwelt vor dem Leser zu offenbaren. Klingt umfangreich? Ist es auch! Und das vielleicht schon zu detailverliebt, zu wuchtig in den Ausführungen, zu langsam in der Erzählweise. Die teils seitenlangen inneren Monologe drehen sich oft um die gleichen Gedankengänge, und so sehr wohl jeder von uns ein solches inneres Gedankenkarussell kennt: Das sorgt auch für einige langwierige Passagen. Davon abgesehen ist es auch gar nicht so einfach, alle Personen und Details parat zu haben, allein das Glossar umfasst unzählige Seiten, und nachschlagen musste ich darin des Öfteren.

    Warum „Die Kinder des Wüstenplaneten“ mir insgesamt dennoch gefallen hat? Das liegt vor allen an der ungemein atmosphärischen und dichten Erzählweise. Alles ist mit Sinn geschrieben und führt den Leser (wenn auch langsam) an sein Ziel, die Charaktere handeln aus nachvollziehbaren und glaubhaften Motiven, können mit ihrer Aura faszinieren. Zudem werden Gesellschaftsstruktur und viele weitere Details noch weiter aufgefächert und erlauben einen Blick auf das wuchtige, gelungene Konstrukt. Zudem gefällt mir der dystopische Ansatz mit einigen Parallelen zur heutigen Zeit sehr gut, ebenso wie die philosophische Herangehensweise an die vielen Themengebiete wieder sehr gelungen ist.

    Ein wenig mehr Tempo, mehr Handlung statt Statusbeschreibungen, eine Fokussierung auf die wesentlichen Schauplätze hätte dem Roman sicherlich zu mehr Spannung verholfen. Andererseits wäre dann auch der sehr intensive Blick auf die Vorgänge verwehrt geblieben, wäre die Welt von Dune etwas blasser geblieben, wären die Charaktere nicht so intensiv geraten. So richtig konnte mich der Roman zwar nicht fesseln, als Teil des Epos gehört er aber natürlich dennoch zum Zyklus und bringt wichtige neue Elemente mit ein.

  20. Cover des Buches Das Spiel der Götter (10) (ISBN: 9783734160486)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (10)

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie
    Hinweis: Diese Rezension bespricht sowohl „Die Feuer der Rebellion“ als auch „Die Knochenjäger“. Im Original erschien der sechste Band unter dem Titel „The Bonehunters , für den deutschen Markt wurde dieser geteilt.

    Imperatrix Laseen entsendete Mandata Tavore mit einem eindeutigen Auftrag ins Reich der Sieben Städte: sie sollte die Rebellion des Wirbelwinds samt ihren Wurzeln herausreißen und das Land erneut befrieden. Nach dem verhängnisvollen Blutbad im Sand der Raraku ist der Aufstand niedergeschlagen; Sha’ik ist tot und die Göttin wurde bezwungen. Doch eine kleine Schar ihrer Anhänger entkam. Angeführt von Sha’iks gefürchtetem Leibwächter Leoman von den Dreschflegeln fliehen die Überlebenden in die uralte Festungsstadt Y’Ghatan. Tavore hat keine andere Wahl, als sie mit der erschöpften 14. Armee zu verfolgen, obwohl sie weiß, dass Y’Ghatan für das malazanische Imperium in der Vergangenheit nichts als Kummer und Schmerz bereithielt. Hier starb Dassem Ultor, das Erste Schwert, der größte Held der Malazaner. Trotz dessen muss Tavore ihre Soldat_innen in den Kampf gegen die Feuer der Rebellion schicken. Scheitern ist keine Option, denn sie darf der Imperatrix keine Vorwände liefern. In den letzten Monaten wurden Laseens Pläne und Absichten stetig undurchschaubarer, sie selbst unberechenbarer. Würde sie sich aus Machthunger gegen ihr eigenes Volk wenden und sich im brodelnden Krieg der Götter auf ein gefährliches Spiel einlassen? Würde sie sich mit dem Verkrüppelten Gott verbünden?

    Ich liebe, liebe, LIEBE „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie großartig es ist, zu beobachten, wie sich all die Handlungsstränge Stück für Stück verdichten und langsam zuspitzen. Ich war mehr als nur ein wenig erleichtert, mich im zweigeteilten sechsten Band „Die Feuer der Rebellion“ und „Die Knochenjäger“ wieder in den gewohnten Bahnen der Geschichte zu bewegen und zu bekannten Figuren zurückzukehren. Nach dem Ausflug in das Reich der Tiste Edur und der Letherii hätte ich vor lauter Wiedersehensfreude Luftsprünge machen können. Trotz dessen verstehe ich nun, warum Erikson diesen extremen inhaltlichen Bruch wagte. Die Tiste Edur spielen eine bedeutende Rolle im Krieg der Götter und werden vom Verkrüppelten Gott skrupellos manipuliert. Ohne den tiefen Einblick in ihre Geschichte und Kultur hätte ich niemals begriffen, wieso sie für seine Einflüsterungen außergewöhnlich empfänglich sind. Sie sehnen sich so verzweifelt nach Identität und Bestimmung für ihr Volk, dass sie nicht erkennen, dass er sie hemmungslos belügt. Sie bemerken nicht, dass sie sich weiter und weiter vom Schattenreich und Kurald Emurlahn entfernen.
    Vermutlich ist ihre Distanz der einzige Grund, warum Ammanas und Cotillion das Gewirr der Schatten in Besitz nehmen konnten. Anders kann ich mir nicht erklären, wie ein Mensch – selbst ein Aufgestiegener – ein nicht-menschliches Gewirr für sich beanspruchen konnte. Allerdings glaube ich, dass die Eroberung der Schattensphäre nicht spurlos an Ammanas vorbeiging. Ich habe gewaltige Schwierigkeiten, seine Persönlichkeit als Herr des Hohen Hauses Schatten und seine Persönlichkeit als Imperator Kellanved miteinander in Verbindung zu bringen. Meiner Ansicht nach passen sie nicht zusammen. Ich denke, das Aufsteigen, die Transformation in Schattenthron, veränderte Kellanved stark. Als hätte die fremde Macht des Gewirrs seinen Verstand angegriffen.
    Ich bin Steven Erikson sehr dankbar, dass er endlich erklärt, wie das System des Aufsteigens funktioniert. Es gefiel mir hervorragend, dass Erikson Ganoes Paran diese zusätzlichen Fakten über das Universum erläutern lässt, denn meiner Ansicht nach ist Ganoes‘ Rolle die spannendste der gesamten Geschichte. Er ist der Herr der Drachenkarten, die, wenn sie ausgespielt werden, meinen Puls in die Höhe jagen und meinen Körper mit Gänsehaut überziehen. Als dieser steht er außerhalb des Konflikts der Götter, scheint aber nicht zu Neutralität verpflichtet zu sein. Seine oberste Priorität ist der Schutz der Sterblichen vor allzu radikalen Eingriffen der Götter. Folglich besitzt er eine gewisse Macht über sie, die er eindrucksvoll zum Einsatz bringt.
    Ganoes ist jedoch nicht der einzige Charakter, der sich aktiv in den Krieg einmischt. Mittlerweile ist die Situation erstaunlich vielen Figuren bewusst. Es bildet sich eine unerwartete Allianz gegen den Verkrüppelten Gott, die die Sterblichen unablässig in günstige Positionen schiebt. Interessanterweise betrifft das auch Icarium. Icarium erfüllt nur einen einzigen Daseinszweck: er ist eine Waffe. Eine furchterregende Waffe, die während eines Kampfes in blinde Raserei verfällt. Ich war schockiert. Wie vom Donner gerührt. Ich kannte die Legenden über ihn natürlich, aber niemals hätte ich erwartet, dass dieses witzige, sanftmütige, philosophisch bewanderte Halbblut zu einem Monster mutieren könnte. Kein Wunder, dass er seit Jahrhunderten einen Aufpasser hat. Wenn die Jaghut-Tyrannen so waren wie er, kann ich gut verstehen, dass sich die T’lan Imass auflehnten und schworen, alle Jaghut auszurotten.

    Wann immer ich eine Rezension zu einem Band von „Das Spiel der Götter“ schreibe, bin ich frustriert, nicht alle herausragenden Aspekte ansprechen zu können. Ich wünschte, ich könnte euch haargenau darlegen, wie tief mich die Loyalität und Kameradschaft der 14. Armee berührte, wie spannend und nervenaufreibend die Schlacht in Y’Ghatan war, wie faszinierend die philosophischen, theologischen Überlegungen Steven Eriksons sind und wie viel Misstrauen ich Imperatrix Laseen gegenüber empfinde. Ich könnte zu jedem Fragment der einzelnen Handlungsstränge ganze Abhandlungen schreiben. Die Geschichte der Reihe ist eigentlich viel zu komplex, um sich an Zeichenzahlen zu halten. Vielleicht werde ich in Zukunft alle selbstauferlegten Richtlinien in den Wind schießen und frei von der Leber weg drauf los schwärmen. Denn darum geht es hier ja schließlich: euch von der mit Abstand besten Reihe zu erzählen, die das Genre der High Fantasy zu bieten hat und die mein Herz ehrfurchtsvoll höherschlagen lässt.

  21. Cover des Buches De bello Gallico /Der Gallische Krieg (ISBN: 9783150099605)
    Caesar

    De bello Gallico /Der Gallische Krieg

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Minerva
    Latein übersetzen ist nicht jedermanns Sache - keine Frage! Aber ich habe Caesar geliebt - sein Satzbau ist einfach klasse & man kann beim übersetzen so gut wie nichts falsch machen!
  22. Cover des Buches Aufstieg - Der Große Bruderkrieg (ISBN: 9783453525351)
    Dan Abnett

    Aufstieg - Der Große Bruderkrieg

     (20)
    Aktuelle Rezension von: andheu

    https://andheu.com/2021/08/12/der-aufstieg-des-horus-dan-abnett/

  23. Cover des Buches Emperor of Thorns (ISBN: 9780007503988)
    Mark Lawrence

    Emperor of Thorns

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Mark Lawrence ist nicht nur Autor mehrerer erfolgreicher Fantasy-Romane aus der Grimdark-Ecke, er betätigt sich darüber hinaus als Dichter. Unerwartet, oder? Ich hätte ihm eine Ader für Gedichte nicht zugetraut. Während ich seine Werke auf seiner Website las, legte sich meine Überraschung. Diese Art der Lyrik passt wie die Faust aufs Auge. Melancholische Formulierungen, die in mir Assoziationen von Trauer und Depression wecken, ein düsterer Grundtenor, Naturthemen – Lawrence bleibt seinem grundlegenden Stil treu, obwohl seine Gedichte selbstverständlich keinerlei Gewaltdarstellungen enthalten, im Gegensatz zu seinen Romanen. „Emperor of Thorns“ ist das Finale der „The Broken Empire“ – Trilogie und schließt die Geschichte rund um den ehrgeizigen, fragwürdigen Protagonisten Jorg von Ancrath ab.


    Man könnte behaupten, der Thron des Zersplitterten Reiches sei verwaist. Jorg von Ancrath bevorzugt es, ihn als „frei“ zu betrachten – der Thron wartet nur darauf, von ihm in Besitz genommen zu werden. Leider kann die Würde des Imperators nicht erobert werden. Es handelt sich um ein gewähltes Amt. Wie unwillkommen. Um Imperator zu werden, muss Jorg genügend Stimmen für sich unter den Königen und Königinnen während des Kongresses in Vyene sammeln. Bereits Jahre zuvor schloss er unwahrscheinliche Allianzen, die seinen Sieg garantieren sollen. Als König von sieben Nationen stehen seine Chancen überraschend gut. Vorausgesetzt, er erreicht Vyene gesund und munter. Die lebenden Toten bedrängen die Ländereien des Reiches. Nekromantie breitet ihre giftigen Klauen aus. Der Einfluss des Toten Königs erstarkt. Niemand kennt seine Identität oder Ziele. Doch eines ist deutlich: sein rätselhaftes persönliches Interesse an Jorg…


    Die Lektüre des Finales eines Mehrteilers ist für mich normalerweise mit einer latenten Anspannung verbunden. Gelingt es dem Autor bzw. der Autorin, einen würdigen Abschluss zu konstruieren? Im Fall von „Emperor of Thorns“ empfand ich diese Anspannung nicht. Ich zweifelte nicht daran, dass Mark Lawrence diese Aufgabe zufriedenstellend meistern würde, obwohl ich mir nicht vorstellen konnte, in welche Richtung er Jorg schicken wollte. Ich behielt Recht. „Emperor of Thorns“ ist ein voll und ganz rundes, befriedigendes und überraschendes Finale, das in mir die Gier nach mehr schürte, wie von Lawrence beabsichtigt. Erstaunlicherweise erlitt ich trotz dessen keinerlei Abschiedsschmerz. Es fiel mir nicht schwer, Jorg gehen zu lassen, weil ich mich niemals mit ihm identifizieren konnte und – wenn überhaupt – lediglich eine sehr vorsichtige, komplizierte Form von Sympathie für ihn empfand, die sich hauptsächlich aus seiner brutalen Ehrlichkeit sich selbst gegenüber speiste. Meiner Meinung nach kann man Jorg nicht einfach mögen. Auch im letzten Band der „The Broken Empire“ – Trilogie erwischte mich seine grenzenlose Skrupellosigkeit kalt. Ich hätte nicht mehr verblüfft sein sollen, hätte wissen müssen, dass er niemals zögert, harte, bedenkliche Entscheidungen zu treffen, um seine Ziele zu erreichen – und doch war ich es. Vielleicht hegte ich noch immer einen Funken Hoffnung für ihn, den Lawrence durch die beeindruckende Entwicklung unterstützte, die er seinen Protagonisten durchleben ließ. Die Handlung ist erneut in Gegenwart und Vergangenheit unterteilt: in der Gegenwart beobachten die Leser_innen Jorgs Reise nach Vyene, in der Vergangenheit begleiten sie ihn auf einer erschöpfenden Solo-Expedition über die Grenzen des Zersplitterten Reiches hinaus, das als erschreckendes Spiegelbild und beklemmende Zukunftsvision unserer Realität fungiert. Diese Expedition veränderte ihn. Er reifte deutlich, fand zu einer gewissen inneren Balance und kann der gewalttätigen Abwärtsspirale seines Lebens doch nicht entfliehen. Jorg ist ein anschauliches, überzeugendes Beispiel dafür, dass Menschen dieselben Muster stetig zwanghaft wiederholen. Er wird vom Schlüsselmoment seiner persönlichen Vergangenheit, dem Mord an seinem kleinen Bruder, gnadenlos eingeholt. Paradoxerweise sind sein kaltblütiger Charakter und seine verkrüppelte Seele allerdings genau die Eigenschaften, die ihn als beste Chance der Welt im Kampf gegen den Toten König kennzeichnen. Sein einzigartiges Talent, ausweglose Situationen zu seinen Gunsten zu drehen, seine Bereitschaft, genau das zu tun, was diese Situationen seiner Ansicht nach von ihm verlangen, egal wie verrückt oder abstoßend die Anforderungen sein mögen, versetzen ihn in „Emperor of Thorns“ in die Position des Helden. Diese Verschiebung seines Status in der übergreifenden Geschichte ist Mark Lawrences brillanter Geniestreich. Natürlich ist Jorg die Verkörperung des ultimativen Antihelden, der eher versehentlich selbstlos und niemals ehrenhaft handelt – aber er rettet die Welt, daran gibt es nichts zu rütteln.


    „The Broken Empire“ ist eine ungemein figurenzentrierte Trilogie. Oh, selbstverständlich sind Worldbuilding und Handlungskonstruktion bemerkenswert, feinsinnig und intelligent. Doch all diese Elemente verblassen neben dem einnehmenden Protagonisten. Meiner Meinung nach ist Jorg von Ancrath mehr als die Hauptfigur der Romane, er ist ihr (schwarzes) Herz und Anker. Ich glaube, Mark Lawrence wollte Jorgs Geschichte erzählen, um gezielt dessen Entwicklung zu untersuchen. Er wollte sein Potential gemeinsam mit den Leser_innen erforschen, experimentieren und herausfinden, wie er auf die Herausforderungen seiner Welt reagiert. Betrachtet man die Trilogie aus dieser Perspektive, erschließt sich, dass es sich dabei um eine umfangreiche Charakterstudie handelt. Deshalb ist es kein Hindernis, dass Jorg kein Sympathieträger ist. Erst seine seelischen Abgründe eröffnen zahllose Möglichkeiten. Er faszinierte mich und brannte sich in mein Gedächtnis. So schnell werde ich Jorg nicht vergessen: Prinz, König, abschreckendes Beispiel und Held wider Willen.

  24. Cover des Buches King of Thorns (ISBN: 9780007439027)
    Mark Lawrence

    King of Thorns

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Habt ihr schon mal den Begriff Grimdark gehört und euch gefragt, was das nun wieder ist? Grimdark ist ein Subgenre der Fantasy: die Charaktere sind zwielichtiger, ihre Entscheidungen fragwürdiger, ihre Handlungen gewalttätiger. Alles ist etwas extremer, härter, blutiger, kompromissloser. So würde ich Grimdark erklären, denn bisher scheint es keine einheitliche Definition zu geben. Mein persönlicher Favorit ist die Beschreibung des Autors Adam Roberts, der Grimdark ganz simpel als „Anti-Tolkien“ bezeichnet – obwohl ich nicht glaube, dass dieses Subgenre zwangläufig eine Definition braucht. Ich halte es für eine intuitive Kategorie, die lediglich eine bestimmte Atmosphäre vermitteln und eine gewisse emotionale Resonanz erzeugen sollte.
    „King of Thorns“, der zweite Band der Trilogie „The Broken Empire“ von Mark Lawrence, qualifiziert sich nach meinen Maßstäben spielend als Grimdark.

    Als Jorg Ancrath schwor, er würde im Alter von 14 Jahren König sein, wurde er verspottet und belächelt. Er bewies, dass er niemals leere Reden schwingt, strafte seinen Onkel für den Verrat an seiner Mutter und seinem Bruder und entriss ihm sein Königreich. Heute ist Jorg 18 Jahre alt, herrscht seit vier Jahren über das Gebirgsland Renar und befindet sich in einer deprimierend aussichtslosen Lage. Vor den Toren seiner Burg versammelt sich eine gewaltige Streitmacht, die Jorgs Truppen zahlenmäßig weit überlegen ist. Der Prinz der Pfeile ist entschlossen, Renar zu erobern, denn er will zum Imperator ernannt werden, um den Krieg der Hundert ein für alle Mal zu beenden. Jorgs Chancen, ihm zu trotzen, sind gering. Jedenfalls in einem fairen Kampf. Vor vier Jahren entdeckte der junge König während einer Reise Artefakte der Erbauer von unsäglicher Macht. Niemand hat behauptet, Jorg würde fair kämpfen, richtig?

    Ich hatte vor der Lektüre keinen blassen Schimmer, was mich im zweiten Band der „The Broken Empire“ – Trilogie, „King of Thorns“, erwarten würden. Es ist unheimlich schwierig, vorauszusagen, wie Mark Lawrence seinen Protagonisten Jorg handeln lassen wird, weil Unberechenbarkeit ein dominanter Zug seiner Persönlichkeit ist. Ich schlug das Buch auf und wäre beinahe rückwärts vom Stuhl gekippt – über dem ersten Kapitel steht in dicken Lettern „Wedding Day“. Hochzeitstag? Wer heiratet? Jorg etwa? Nicht möglich! Oder doch? Seit „Prince of Thorns“ vergingen vier Jahre, vielleicht hat er sich ja tatsächlich weiterentwickelt, ist gereift und ruht nun in sich selbst? Klingt das in euren Ohren genauso lächerlich wie in meinen, verstehen wir uns. Nein, darüber hätte ich mir wirklich keine Gedanken machen müssen, Jorg ist noch immer derselbe, beängstigende, bis in den Kern verrottete, von Hass, Rache und giftigem Ehrgeiz getriebene junge Mann, der er schon mit 14 war. Selbstverständlich verrät Mark Lawrence seinen Leser_innen, was er in den letzten Jahren getrieben hat. Erneut unterteilt er die Handlung aus Jorgs Ich-Perspektive heraus in Vergangenheit und Gegenwart und veranschaulicht auf diese Weise geschickt, dass sich die aktuelle Situation bereits vor vier Jahren abzeichnete. Vor vier Jahren begegnete Jorg dem Prinzen der Pfeile das erste Mal. Seit dieser schicksalhaften Begegnung wusste er, dass der Konflikt zwischen ihnen eines Tages unvermeidlich eskalieren würde. Nun, Jorg wäre nicht Jorg, hätte er nicht sofort Gegenmaßnahmen ergriffen. Er bereitete sich auf eben diesen Angriff der Gegenwart vor, zeigt in der Hitze der unausweichlichen, mitreißenden Schlacht eine überraschend kühle, militärisch-strategische Gewandtheit und spuckt der Ausweglosigkeit der Umstände frech ins Gesicht. Er würde lieber brennen, als sich einem Rivalen zu unterwerfen. Aus seiner Sicht begehrt der Prinz der Pfeile, was rechtmäßig ihm zusteht: den Thron des Imperators. Er will diesen Titel, also hat er ein Anrecht darauf, basta. Diese Einstellung illustriert Jorgs verdorbenen Charakter haargenau und unmissverständlich. Wer noch Hoffnung für ihn hegte, wird schonungslos desillusioniert. Sein schwarzes Herz verfolgt ihn auch auf seiner Reise, immer wieder wird er mit seinen Sünden konfrontiert, weil die wahren Puppenspieler des Krieges der Hundert glauben, ihn so kontrollieren zu können. Ich fand es beeindruckend, wie ausgeklügelt Mark Lawrence permanent eine unterschwellige Spannung aufrechterhält, indem er die verborgenen Akteure seines brutalen Universums langsam und widerwillig identifiziert. Dadurch bleibt stets ein Gefühl der Neugier bestehen. Manchmal war diese Neugier das einzige, das mich zum Weiterlesen bewog, denn ich kann nicht leugnen, dass „King of Thorns“ hin und wieder reichlich zäh ist. Die Lektüre war anstrengend, weil Mark Lawrence viele bedeutsame Details lediglich andeutet. Dadurch erfordert das Buch ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Eine Sekunde nicht aufgepasst und schwupps – schon ging ein wichtiges Informationskrümelchen verloren.

    „King of Thorns“ ist eine würdige Fortsetzung der Trilogie „The Broken Empire“ und steht dem Auftakt „Prince of Thorns“ in nichts nach. Noch immer bin ich vollkommen fasziniert vom Protagonisten Jorg, sodass es mir teilweise sogar schwerfällt, mich auf die Handlung zu konzentrieren, obwohl diese äußerst feinsinnig und intelligent konstruiert ist. All die Fäden, die Mark Lawrence mit gewissenhafter Autorität spinnt, verknüpfen sich erst ganz am Ende des Buches, ergeben dann aber ein überzeugendes Gewebe. Für mich wiegt es nicht allzu schwer, dass Lawrence zur Geheimniskrämerei neigt, weil er dadurch das eine oder andere Ass im Ärmel behält, das wunderbares Material für überraschende Wendungen bietet. Die Unberechenbarkeit von Autor, Handlung und Protagonist, die schiere Ahnungslosigkeit, die ich beim Lesen empfand, vermischen sich mit der unbequemen, düsteren, gewaltgeschwängerten Atmosphäre zu einer besonderen Lektüre, für die es vermutlich tatsächlich nur eine passende Beschreibung gibt: Grimdark.

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