Bücher mit dem Tag "imperatrix"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "imperatrix" gekennzeichnet haben.

10 Bücher

  1. Cover des Buches Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis (ISBN: 9783846600788)
    Sabaa Tahir

    Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis

     (163)
    Aktuelle Rezension von: weltentzueckt

    Diese Geschichte besticht mit ihren authentischen Charakteren, verzwickten zwischenmenschlichen Beziehungen, ungewöhnlichen fantastischen Elementen und einer durchdachten (und besorgniserregenden) dystopischen Gesellschaft.

    Sie wird erzählt aus den Perspektiven von Elias, Laia und Helena, ergänzt von zwei kleinen Kapiteln des Nachtbringers. In Band 3 werden die Beziehungen der Charaktere fokussiert, Hintergründe beleuchtet, Vergangenheiten aufgewirbelt. So erfährt man mehr zu Laias und Darins familiärem Hintergrund, zu Helenas innerem Zwiespalt, ausgelöst durch Loyalität dem Imperium gegenüber und der Liebe zu ihrer Schwester, zu des Nachtbringers uralter Geschichte, die es schwer macht, ihn abgrundtief zu hassen, und auch über Keris Veturia werden mehr und mehr Dinge entpuppt. Letztere stellt trotzdem noch ein großes Mysterium für mich dar, das vermutlich in Band 4 endgültig geknackt wird.
    Elias ist als Seelenfänger nun verantwortlich für die Zwischenstatt, dem Ort, an den die Geister gehen bevor sie ins Jenseits entlassen werden. Er interessiert sich allerdings mehr für die Probleme der Lebenden als die der Toten und erkennt zu spät, dass es bald keine Lebenden mehr gibt, wenn er seine Aufgabe nicht ernst nimmt.

    Wie man an Elias‘ Handlungsstrang schon unschwer erkennt, nehmen die fantastischen Elemente in Band 3 zu. Nachtbringer, Dschinn, Ifrit und Ghuls sowie Laias und Helenas ungewöhnliche Gaben begleiten den Leser durch die Geschichte. Das finde ich besonders spannend, weil diese Sorte Fabelwesen sehr selten in Büchern vorkommen. Leider bleiben sie mir stellenweise blass – ein paar mehr Erklärungen wären für mich sehr hilfreich gewesen.

    Am Anfang der Geschichte wären einige Rückblenden sinnvoll gewesen. Ich fand nicht in die Geschichte zurück und musste Band 2 nochmal lesen, bevor ich mich dann endgültig Band 3 widmen konnte. Und obwohl der Anfang des Buches sich im Vergleich zu dem rasanten Ende von Band 2 ein wenig zog, habe ich das Buch dann innerhalb weniger Tage verschlungen. Das liegt an dem hervorragenden spannenden Schreibstil und an den Kapitelcliffhangern. „Just one more chapter“ ist bei dieser Geschichte einfach nicht möglich. Am besten bricht man irgendwo innerhalb eines Kapitels ab, da wirklich jedes Kapitel so aufhört, dass man einfach weiterlesen MUSS.

    Die vielen schier ausweglosen Situationen verwandeln die Geschichte in einen wahren Pageturner.
    5 von 5 Sternen!

  2. Cover des Buches Das Spiel der Götter (1) (ISBN: 9783442269099)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (1)

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Leseglatze1974

    Das Buch war bisher sicher eines der besten im Bereich Fantasy, das ich je gelesen haben. Die tiefe der Welt und Geschichte lassen sich schon in diesem ersten Band erfühlen und mich konnte es nicht weglegen. Einfach ganz, ganz großes Kino. Ich habe im Anschluss direkt den nächsten Band gekauft und verschlungen und freue mich auf die nächsten, wenn man nicht immer so viele Bücher auf seinem SUB hätte!!!

    Der Erzählstil ist gewaltig, die Charaktere enorm gut ausgearbeitet. Dazu gibt es eine wirklich glaubwürdige Religion und eine Form von Magie, die ich so noch nie gesehen habe. 

  3. Cover des Buches Spiel der Ehre (ISBN: 9783551583895)
    Marie Rutkoski

    Spiel der Ehre

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Band 2 über Kestrel & Arin

    Die Geschichte beginnt spannend und interessant, Kestrel verfolgt ihren eigenen Plan und es hat spass gemacht zu schauen wie es weiter geht. Leider wird es ab Mittig uninteressant und langatmig zum Schluss kommt noch ein wenig Schuss ins Ganze, so dass man interessiert ist zu wissen wie die Geschichte der beiden und des ganzen Settings endet...

    Der Schreibstil ist trotz uninteressanter Handlung fliessend und man kommt gut durch das Buch. Die Charaktere wachsen einem direkt ans Herz und man würde ihnen andere Umstände gönnen, heisst die Liebesgeschichte war schön und traurig zu gleich. Bin gespannt wie es weiter geht.


    Für alle die ein Jugendbuch mit historischem Setting lesen möchten, enthält aber kein Fantasy...


  4. Cover des Buches Das Spiel der Götter (4) (ISBN: 9783442269907)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (4)

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Medienjournal
    Wenn der von Steven Erikson erdachte Kontinent Genabackis in Das Spiel der Götter 4: Die eisige Zeit mittlerweile vor übernatürlichen Wesenheiten nur so wimmelt, schmälert das in keiner Weise die Faszination seines Fantasy-Epos und er unterstreicht eindrucksvoll, dass die Geschichte scheinbar gerade erst begonnen hat, während man sich als Leser über ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern freuen darf. 
    Mehr gibt es unter: 

    http://medienjournal-blog.de/2014/07/review-das-spiel-der-goetter-4-die-eisige-zeit-steven-erikson-buch/
  5. Cover des Buches Das Spiel der Götter (2) (ISBN: 9783442269655)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (2)

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Leseglatze1974

    Nachdem ich Band I einfach in drei Tagen durchgelesen hatte, musste ich gleich Band II hinterherschieben und was soll ich sagen? Er ist noch besser. Man kann jetzt tief eintauchen in die Welt, die der Autor hier erschaffen hat. Alles wird noch tiefer, noch besser, noch echter. Großartig!

  6. Cover des Buches Das Spiel der Götter (3) (ISBN: 9783442269686)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (3)

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Medienjournal
    Mit Das Spiel der Götter 3: Im Bann der Wüste nimmt Steven Eriksons Geschichte noch einmal deutlich epischere Ausmaße an und es ist nicht weniger als ganzer Kontinent, den er zum Leben zu erwecken weiß und mit zahlreichen Figuren und weit mehr als nur einem Hauch Magie und göttlicher Einmischung anreichert. Dabei verzichtet er erneut auf Stereotypen und offeriert stattdessen, eine düstere, anspruchsvolle und mitreißende Form erwachsener Fantasy.
    Mehr gibt es unter:

    http://medienjournal-blog.de/2014/05/review-das-spiel-der-goetter-3-im-bann-der-wueste-steven-erikson-buch/
  7. Cover des Buches Das Spiel der Götter (7) (ISBN: 9783442264131)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (7)

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    +++Hinweis+++
    Diese Rezension bespricht sowohl „Der Krieg der Schwestern“ als auch „Das Haus der Ketten“. Im Original erschien der vierte Band unter dem Titel "House of Chains", für den deutschen Markt wurde dieser geteilt.

    Noch immer wütet im Reich der Sieben Städte die Rebellion des Wirbelwinds. Die Seherin Sha’ik versammelte ihre Rebellenarmee in der heiligen Raraku und erwartet den unausweichlichen Gegenschlag des malazanischen Imperiums. Sie weiß, wen die Imperatrix schicken wird, um das Land zurückzuerobern: Mandata Tavore. Als Tavore in Aren eintrifft, findet sie dort demoralisierte, verängstigte Soldaten vor. Das Schicksal der Kette der Hunde und der grausame Tod von Faust Coltaine hinterließen tiefe Wunden. Die von Verrat gebeutelte malazanische Armee muss auf unerfahrene Rekruten zurückgreifen, um ihre Reihen aufzustocken, kann allerdings auf die Unterstützung einiger Veteranen bauen. Unter ihnen ist Sergeant Saiten, der schon einmal durch die Raraku marschierte und ihre Magie am eigenen Leib erfuhr. Der Armee der Mandata steht eine lange Reise und ein blutiger Krieg bevor, dessen Ausgang völlig ungewiss ist. Obwohl das Lager der Rebellen von Intrigen verseucht ist, verfügt Sha’ik über Wissen, das ihr den entscheidenden Vorteil verschaffen könnte: sie kennt die Mandata. In einem anderen Leben, bevor die Göttin von ihr Besitz ergriff, war sie eine malazanische Adlige. Sie hieß Felisin und hatte eine Schwester – Tavore. Was die Schwestern jedoch nicht ahnen, ist, dass nicht nur die Göttin des Wirbelwinds die Macht der heiligen Wüste begehrt…

    Wer glaubte, Steven Erikson habe in den ersten drei Bänden seiner Reihe „Das Spiel der Götter“ bereits alle relevanten Figuren ausreichend etabliert, wird am Anfang des vierten Bandes unsanft eines Besseren belehrt. „Der Krieg der Schwestern“ beginnt mit der barbarischen, ungeheuerlichen Lebensgeschichte eines gewissen Karsa Orlong, der mir, ebenso wie sein Volk, die Teblor, völlig unbekannt war. Ich hatte das Gefühl, plötzlich in eine andere Geschichte katapultiert worden zu sein. 300 Seiten lang folgte ich Karsa auf seinem blutigen Pfad, ohne zu begreifen, warum Steven Erikson mir seine Geschichte erzählte. Doch auf den König der High Fantasy ist Verlass. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie begeistert und baff ich war, als er mich endlich herausfinden ließ, wer Karsa ist. Das Gefühl, als sich endlich alle Puzzleteile an ihren Platz schoben, war unvergleichlich. Die Erkenntnis beflügelte mich, ich hatte das Gefühl, etwas Großartiges geleistet zu haben, obwohl es in Wahrheit Erikson war, der abermals sein Können unter Beweis stellte. Er belohnte mich für meine Geduld und mein Vertrauen; es fiel mir wie Schuppen von den Augen, was diesen jungen Teblor mit der Rebellion des Wirbelwinds verbindet. Karsas Persönlichkeit ist wie geschaffen für den gewalttätigen Aufstand. Ich verstehe, dass er sich von der destruktiven Aura der Göttin angezogen fühlt. Sie sind verwandte Seelen. Allerdings offenbarte sich mir durch diese Erkenntnis auch die Aussichtslosigkeit der Revolte. Zerstörung um ihrer selbst willen kann nicht erfolgreich sein. Der Krieg mit den Malazanern kanalisiert lediglich den jahrhundertealten Hass und Zorn der Göttin; Empfindungen, die von machthungrigen Führungspersönlichkeiten der Rebellion instrumentalisiert werden, um egoistische Ziele zu verfolgen. Sie haben kein echtes Interesse daran, das Reich der Sieben Städte zu befreien und ich bezweifle mittlerweile, dass dies der richtige Weg ist. Besatzung hat den Beigeschmack von Unterdrückung, doch ich wüsste nicht, wann das malazanische Imperium die Situation eines Landes nicht verbessert und stabilisiert hätte. Die Göttin des Wirbelwinds verspricht weder Hoffnung noch Stabilität, im Gegenteil, sie mehrt das Elend und ihr bedauernswertestes Opfer ist Felisin. Sie benutzt Felisin, bedient sich ihres Körpers, ihres Geistes und ihrer Wut auf ihre große Schwester Tavore. Für mich bestand daher nie ein Zweifel daran, dass der Konflikt der beiden Schwestern in „Das Haus der Ketten“ tragisch enden und verbrannte Erde hinterlassen würde. Ich rechnete jedoch nicht mit einem dermaßen fulminanten Finale für den Erzählstrang der Rebellion. Zum Ende spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu, Erikson zieht Tempo und Spannungskurve scharf an und bringt wieder einmal überraschend viele Figuren zusammen. Er knüpft Querverbindungen zu Charakteren, die meilenweit entfernt sind und verleiht der Geschichte einen mystischen Hauch von Schicksal. Bis zum Schluss lässt er sich nicht in die Karten schauen, öffnet allerdings im richtigen Moment die Türen für zukünftige Entwicklungen, sodass ich zwar vermuten, aber niemals wissen kann, was mich in den nächsten Bänden erwartet. Mutmaßungen, Neugier, Unwissenheit, Sympathien, Überzeugungen und Vorfreude vereinen sich in mir zu einem explosiven Gemisch, das mir keine andere Wahl lässt, als weiterzulesen. Ich freue mich aufrichtig auf die Folgebände.

    Vier Bände von „Das Spiel der Götter“ habe ich nun gelesen. Erst jetzt traue ich mich, vorsichtig erste Annahmen zu formulieren, worum es in der Reihe geht. Möglicherweise habe ich den zugrundeliegenden Handlungsstrang freigelegt. Möglicherweise. Sicher bin ich nicht. Ich schmunzele über meine tapsigen Versuche, Steven Erikson zu durchschauen, weil es recht unwahrscheinlich ist, dass mir das gelingt. Er will nicht durchschaut werden. Er möchte, dass seine Geschichte unvorhersehbar bleibt und überrascht. Es ist ein eigenartiges Gefühl, auf jeder Seite bewiesen zu bekommen, dass der Autor cleverer ist als ich. Ich kann aber nicht behaupten, dass es mir missfallen würde. Ich genieße es, mich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen und die Kontrolle abzugeben. Ich muss während der Lektüre von „Das Spiel der Götter“ keine ernsthaften Vermutungen über den Verlauf der Handlung anstellen, weil ich sowieso danebenliege. Ich muss nicht nach Logiklöchern Ausschau halten, weil es keine gibt. Ich kann mich auf Steven Erikson verlassen, ihm vertrauen und einfach das tun, was ich am liebsten tue: lesen.

  8. Cover des Buches Das Spiel der Götter (6) (ISBN: 9783442264100)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (6)

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    +++Hinweis+++
    Diese Rezension bespricht sowohl „Der Krieg der Schwestern“ als auch „Das Haus der Ketten“. Im Original erschien der vierte Band unter dem Titel "House of Chains", für den deutschen Markt wurde dieser geteilt.

    Noch immer wütet im Reich der Sieben Städte die Rebellion des Wirbelwinds. Die Seherin Sha’ik versammelte ihre Rebellenarmee in der heiligen Raraku und erwartet den unausweichlichen Gegenschlag des malazanischen Imperiums. Sie weiß, wen die Imperatrix schicken wird, um das Land zurückzuerobern: Mandata Tavore. Als Tavore in Aren eintrifft, findet sie dort demoralisierte, verängstigte Soldaten vor. Das Schicksal der Kette der Hunde und der grausame Tod von Faust Coltaine hinterließen tiefe Wunden. Die von Verrat gebeutelte malazanische Armee muss auf unerfahrene Rekruten zurückgreifen, um ihre Reihen aufzustocken, kann allerdings auf die Unterstützung einiger Veteranen bauen. Unter ihnen ist Sergeant Saiten, der schon einmal durch die Raraku marschierte und ihre Magie am eigenen Leib erfuhr. Der Armee der Mandata steht eine lange Reise und ein blutiger Krieg bevor, dessen Ausgang völlig ungewiss ist. Obwohl das Lager der Rebellen von Intrigen verseucht ist, verfügt Sha’ik über Wissen, das ihr den entscheidenden Vorteil verschaffen könnte: sie kennt die Mandata. In einem anderen Leben, bevor die Göttin von ihr Besitz ergriff, war sie eine malazanische Adlige. Sie hieß Felisin und hatte eine Schwester – Tavore. Was die Schwestern jedoch nicht ahnen, ist, dass nicht nur die Göttin des Wirbelwinds die Macht der heiligen Wüste begehrt…

    Wer glaubte, Steven Erikson habe in den ersten drei Bänden seiner Reihe „Das Spiel der Götter“ bereits alle relevanten Figuren ausreichend etabliert, wird am Anfang des vierten Bandes unsanft eines Besseren belehrt. „Der Krieg der Schwestern“ beginnt mit der barbarischen, ungeheuerlichen Lebensgeschichte eines gewissen Karsa Orlong, der mir, ebenso wie sein Volk, die Teblor, völlig unbekannt war. Ich hatte das Gefühl, plötzlich in eine andere Geschichte katapultiert worden zu sein. 300 Seiten lang folgte ich Karsa auf seinem blutigen Pfad, ohne zu begreifen, warum Steven Erikson mir seine Geschichte erzählte. Doch auf den König der High Fantasy ist Verlass. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie begeistert und baff ich war, als er mich endlich herausfinden ließ, wer Karsa ist. Das Gefühl, als sich endlich alle Puzzleteile an ihren Platz schoben, war unvergleichlich. Die Erkenntnis beflügelte mich, ich hatte das Gefühl, etwas Großartiges geleistet zu haben, obwohl es in Wahrheit Erikson war, der abermals sein Können unter Beweis stellte. Er belohnte mich für meine Geduld und mein Vertrauen; es fiel mir wie Schuppen von den Augen, was diesen jungen Teblor mit der Rebellion des Wirbelwinds verbindet. Karsas Persönlichkeit ist wie geschaffen für den gewalttätigen Aufstand. Ich verstehe, dass er sich von der destruktiven Aura der Göttin angezogen fühlt. Sie sind verwandte Seelen. Allerdings offenbarte sich mir durch diese Erkenntnis auch die Aussichtslosigkeit der Revolte. Zerstörung um ihrer selbst willen kann nicht erfolgreich sein. Der Krieg mit den Malazanern kanalisiert lediglich den jahrhundertealten Hass und Zorn der Göttin; Empfindungen, die von machthungrigen Führungspersönlichkeiten der Rebellion instrumentalisiert werden, um egoistische Ziele zu verfolgen. Sie haben kein echtes Interesse daran, das Reich der Sieben Städte zu befreien und ich bezweifle mittlerweile, dass dies der richtige Weg ist. Besatzung hat den Beigeschmack von Unterdrückung, doch ich wüsste nicht, wann das malazanische Imperium die Situation eines Landes nicht verbessert und stabilisiert hätte. Die Göttin des Wirbelwinds verspricht weder Hoffnung noch Stabilität, im Gegenteil, sie mehrt das Elend und ihr bedauernswertestes Opfer ist Felisin. Sie benutzt Felisin, bedient sich ihres Körpers, ihres Geistes und ihrer Wut auf ihre große Schwester Tavore. Für mich bestand daher nie ein Zweifel daran, dass der Konflikt der beiden Schwestern in „Das Haus der Ketten“ tragisch enden und verbrannte Erde hinterlassen würde. Ich rechnete jedoch nicht mit einem dermaßen fulminanten Finale für den Erzählstrang der Rebellion. Zum Ende spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu, Erikson zieht Tempo und Spannungskurve scharf an und bringt wieder einmal überraschend viele Figuren zusammen. Er knüpft Querverbindungen zu Charakteren, die meilenweit entfernt sind und verleiht der Geschichte einen mystischen Hauch von Schicksal. Bis zum Schluss lässt er sich nicht in die Karten schauen, öffnet allerdings im richtigen Moment die Türen für zukünftige Entwicklungen, sodass ich zwar vermuten, aber niemals wissen kann, was mich in den nächsten Bänden erwartet. Mutmaßungen, Neugier, Unwissenheit, Sympathien, Überzeugungen und Vorfreude vereinen sich in mir zu einem explosiven Gemisch, das mir keine andere Wahl lässt, als weiterzulesen. Ich freue mich aufrichtig auf die Folgebände.

    Vier Bände von „Das Spiel der Götter“ habe ich nun gelesen. Erst jetzt traue ich mich, vorsichtig erste Annahmen zu formulieren, worum es in der Reihe geht. Möglicherweise habe ich den zugrundeliegenden Handlungsstrang freigelegt. Möglicherweise. Sicher bin ich nicht. Ich schmunzele über meine tapsigen Versuche, Steven Erikson zu durchschauen, weil es recht unwahrscheinlich ist, dass mir das gelingt. Er will nicht durchschaut werden. Er möchte, dass seine Geschichte unvorhersehbar bleibt und überrascht. Es ist ein eigenartiges Gefühl, auf jeder Seite bewiesen zu bekommen, dass der Autor cleverer ist als ich. Ich kann aber nicht behaupten, dass es mir missfallen würde. Ich genieße es, mich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen und die Kontrolle abzugeben. Ich muss während der Lektüre von „Das Spiel der Götter“ keine ernsthaften Vermutungen über den Verlauf der Handlung anstellen, weil ich sowieso danebenliege. Ich muss nicht nach Logiklöchern Ausschau halten, weil es keine gibt. Ich kann mich auf Steven Erikson verlassen, ihm vertrauen und einfach das tun, was ich am liebsten tue: lesen.

  9. Cover des Buches Das Spiel der Götter - Die Knochenjäger (ISBN: 9783734160493)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter - Die Knochenjäger

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie
    Hinweis: Diese Rezension bespricht sowohl „Die Feuer der Rebellion“ als auch „Die Knochenjäger“. Im Original erschien der sechste Band unter dem Titel „The Bonehunters , für den deutschen Markt wurde dieser geteilt.

    Imperatrix Laseen entsendete Mandata Tavore mit einem eindeutigen Auftrag ins Reich der Sieben Städte: sie sollte die Rebellion des Wirbelwinds samt ihren Wurzeln herausreißen und das Land erneut befrieden. Nach dem verhängnisvollen Blutbad im Sand der Raraku ist der Aufstand niedergeschlagen; Sha’ik ist tot und die Göttin wurde bezwungen. Doch eine kleine Schar ihrer Anhänger entkam. Angeführt von Sha’iks gefürchtetem Leibwächter Leoman von den Dreschflegeln fliehen die Überlebenden in die uralte Festungsstadt Y’Ghatan. Tavore hat keine andere Wahl, als sie mit der erschöpften 14. Armee zu verfolgen, obwohl sie weiß, dass Y’Ghatan für das malazanische Imperium in der Vergangenheit nichts als Kummer und Schmerz bereithielt. Hier starb Dassem Ultor, das Erste Schwert, der größte Held der Malazaner. Trotz dessen muss Tavore ihre Soldat_innen in den Kampf gegen die Feuer der Rebellion schicken. Scheitern ist keine Option, denn sie darf der Imperatrix keine Vorwände liefern. In den letzten Monaten wurden Laseens Pläne und Absichten stetig undurchschaubarer, sie selbst unberechenbarer. Würde sie sich aus Machthunger gegen ihr eigenes Volk wenden und sich im brodelnden Krieg der Götter auf ein gefährliches Spiel einlassen? Würde sie sich mit dem Verkrüppelten Gott verbünden?

    Ich liebe, liebe, LIEBE „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie großartig es ist, zu beobachten, wie sich all die Handlungsstränge Stück für Stück verdichten und langsam zuspitzen. Ich war mehr als nur ein wenig erleichtert, mich im zweigeteilten sechsten Band „Die Feuer der Rebellion“ und „Die Knochenjäger“ wieder in den gewohnten Bahnen der Geschichte zu bewegen und zu bekannten Figuren zurückzukehren. Nach dem Ausflug in das Reich der Tiste Edur und der Letherii hätte ich vor lauter Wiedersehensfreude Luftsprünge machen können. Trotz dessen verstehe ich nun, warum Erikson diesen extremen inhaltlichen Bruch wagte. Die Tiste Edur spielen eine bedeutende Rolle im Krieg der Götter und werden vom Verkrüppelten Gott skrupellos manipuliert. Ohne den tiefen Einblick in ihre Geschichte und Kultur hätte ich niemals begriffen, wieso sie für seine Einflüsterungen außergewöhnlich empfänglich sind. Sie sehnen sich so verzweifelt nach Identität und Bestimmung für ihr Volk, dass sie nicht erkennen, dass er sie hemmungslos belügt. Sie bemerken nicht, dass sie sich weiter und weiter vom Schattenreich und Kurald Emurlahn entfernen.
    Vermutlich ist ihre Distanz der einzige Grund, warum Ammanas und Cotillion das Gewirr der Schatten in Besitz nehmen konnten. Anders kann ich mir nicht erklären, wie ein Mensch – selbst ein Aufgestiegener – ein nicht-menschliches Gewirr für sich beanspruchen konnte. Allerdings glaube ich, dass die Eroberung der Schattensphäre nicht spurlos an Ammanas vorbeiging. Ich habe gewaltige Schwierigkeiten, seine Persönlichkeit als Herr des Hohen Hauses Schatten und seine Persönlichkeit als Imperator Kellanved miteinander in Verbindung zu bringen. Meiner Ansicht nach passen sie nicht zusammen. Ich denke, das Aufsteigen, die Transformation in Schattenthron, veränderte Kellanved stark. Als hätte die fremde Macht des Gewirrs seinen Verstand angegriffen.
    Ich bin Steven Erikson sehr dankbar, dass er endlich erklärt, wie das System des Aufsteigens funktioniert. Es gefiel mir hervorragend, dass Erikson Ganoes Paran diese zusätzlichen Fakten über das Universum erläutern lässt, denn meiner Ansicht nach ist Ganoes‘ Rolle die spannendste der gesamten Geschichte. Er ist der Herr der Drachenkarten, die, wenn sie ausgespielt werden, meinen Puls in die Höhe jagen und meinen Körper mit Gänsehaut überziehen. Als dieser steht er außerhalb des Konflikts der Götter, scheint aber nicht zu Neutralität verpflichtet zu sein. Seine oberste Priorität ist der Schutz der Sterblichen vor allzu radikalen Eingriffen der Götter. Folglich besitzt er eine gewisse Macht über sie, die er eindrucksvoll zum Einsatz bringt.
    Ganoes ist jedoch nicht der einzige Charakter, der sich aktiv in den Krieg einmischt. Mittlerweile ist die Situation erstaunlich vielen Figuren bewusst. Es bildet sich eine unerwartete Allianz gegen den Verkrüppelten Gott, die die Sterblichen unablässig in günstige Positionen schiebt. Interessanterweise betrifft das auch Icarium. Icarium erfüllt nur einen einzigen Daseinszweck: er ist eine Waffe. Eine furchterregende Waffe, die während eines Kampfes in blinde Raserei verfällt. Ich war schockiert. Wie vom Donner gerührt. Ich kannte die Legenden über ihn natürlich, aber niemals hätte ich erwartet, dass dieses witzige, sanftmütige, philosophisch bewanderte Halbblut zu einem Monster mutieren könnte. Kein Wunder, dass er seit Jahrhunderten einen Aufpasser hat. Wenn die Jaghut-Tyrannen so waren wie er, kann ich gut verstehen, dass sich die T’lan Imass auflehnten und schworen, alle Jaghut auszurotten.

    Wann immer ich eine Rezension zu einem Band von „Das Spiel der Götter“ schreibe, bin ich frustriert, nicht alle herausragenden Aspekte ansprechen zu können. Ich wünschte, ich könnte euch haargenau darlegen, wie tief mich die Loyalität und Kameradschaft der 14. Armee berührte, wie spannend und nervenaufreibend die Schlacht in Y’Ghatan war, wie faszinierend die philosophischen, theologischen Überlegungen Steven Eriksons sind und wie viel Misstrauen ich Imperatrix Laseen gegenüber empfinde. Ich könnte zu jedem Fragment der einzelnen Handlungsstränge ganze Abhandlungen schreiben. Die Geschichte der Reihe ist eigentlich viel zu komplex, um sich an Zeichenzahlen zu halten. Vielleicht werde ich in Zukunft alle selbstauferlegten Richtlinien in den Wind schießen und frei von der Leber weg drauf los schwärmen. Denn darum geht es hier ja schließlich: euch von der mit Abstand besten Reihe zu erzählen, die das Genre der High Fantasy zu bieten hat und die mein Herz ehrfurchtsvoll höherschlagen lässt.

  10. Cover des Buches Das Spiel der Götter (10) (ISBN: 9783734160486)
    Steven Erikson

    Das Spiel der Götter (10)

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie
    Hinweis: Diese Rezension bespricht sowohl „Die Feuer der Rebellion“ als auch „Die Knochenjäger“. Im Original erschien der sechste Band unter dem Titel „The Bonehunters , für den deutschen Markt wurde dieser geteilt.

    Imperatrix Laseen entsendete Mandata Tavore mit einem eindeutigen Auftrag ins Reich der Sieben Städte: sie sollte die Rebellion des Wirbelwinds samt ihren Wurzeln herausreißen und das Land erneut befrieden. Nach dem verhängnisvollen Blutbad im Sand der Raraku ist der Aufstand niedergeschlagen; Sha’ik ist tot und die Göttin wurde bezwungen. Doch eine kleine Schar ihrer Anhänger entkam. Angeführt von Sha’iks gefürchtetem Leibwächter Leoman von den Dreschflegeln fliehen die Überlebenden in die uralte Festungsstadt Y’Ghatan. Tavore hat keine andere Wahl, als sie mit der erschöpften 14. Armee zu verfolgen, obwohl sie weiß, dass Y’Ghatan für das malazanische Imperium in der Vergangenheit nichts als Kummer und Schmerz bereithielt. Hier starb Dassem Ultor, das Erste Schwert, der größte Held der Malazaner. Trotz dessen muss Tavore ihre Soldat_innen in den Kampf gegen die Feuer der Rebellion schicken. Scheitern ist keine Option, denn sie darf der Imperatrix keine Vorwände liefern. In den letzten Monaten wurden Laseens Pläne und Absichten stetig undurchschaubarer, sie selbst unberechenbarer. Würde sie sich aus Machthunger gegen ihr eigenes Volk wenden und sich im brodelnden Krieg der Götter auf ein gefährliches Spiel einlassen? Würde sie sich mit dem Verkrüppelten Gott verbünden?

    Ich liebe, liebe, LIEBE „Das Spiel der Götter“ von Steven Erikson! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie großartig es ist, zu beobachten, wie sich all die Handlungsstränge Stück für Stück verdichten und langsam zuspitzen. Ich war mehr als nur ein wenig erleichtert, mich im zweigeteilten sechsten Band „Die Feuer der Rebellion“ und „Die Knochenjäger“ wieder in den gewohnten Bahnen der Geschichte zu bewegen und zu bekannten Figuren zurückzukehren. Nach dem Ausflug in das Reich der Tiste Edur und der Letherii hätte ich vor lauter Wiedersehensfreude Luftsprünge machen können. Trotz dessen verstehe ich nun, warum Erikson diesen extremen inhaltlichen Bruch wagte. Die Tiste Edur spielen eine bedeutende Rolle im Krieg der Götter und werden vom Verkrüppelten Gott skrupellos manipuliert. Ohne den tiefen Einblick in ihre Geschichte und Kultur hätte ich niemals begriffen, wieso sie für seine Einflüsterungen außergewöhnlich empfänglich sind. Sie sehnen sich so verzweifelt nach Identität und Bestimmung für ihr Volk, dass sie nicht erkennen, dass er sie hemmungslos belügt. Sie bemerken nicht, dass sie sich weiter und weiter vom Schattenreich und Kurald Emurlahn entfernen.
    Vermutlich ist ihre Distanz der einzige Grund, warum Ammanas und Cotillion das Gewirr der Schatten in Besitz nehmen konnten. Anders kann ich mir nicht erklären, wie ein Mensch – selbst ein Aufgestiegener – ein nicht-menschliches Gewirr für sich beanspruchen konnte. Allerdings glaube ich, dass die Eroberung der Schattensphäre nicht spurlos an Ammanas vorbeiging. Ich habe gewaltige Schwierigkeiten, seine Persönlichkeit als Herr des Hohen Hauses Schatten und seine Persönlichkeit als Imperator Kellanved miteinander in Verbindung zu bringen. Meiner Ansicht nach passen sie nicht zusammen. Ich denke, das Aufsteigen, die Transformation in Schattenthron, veränderte Kellanved stark. Als hätte die fremde Macht des Gewirrs seinen Verstand angegriffen.
    Ich bin Steven Erikson sehr dankbar, dass er endlich erklärt, wie das System des Aufsteigens funktioniert. Es gefiel mir hervorragend, dass Erikson Ganoes Paran diese zusätzlichen Fakten über das Universum erläutern lässt, denn meiner Ansicht nach ist Ganoes‘ Rolle die spannendste der gesamten Geschichte. Er ist der Herr der Drachenkarten, die, wenn sie ausgespielt werden, meinen Puls in die Höhe jagen und meinen Körper mit Gänsehaut überziehen. Als dieser steht er außerhalb des Konflikts der Götter, scheint aber nicht zu Neutralität verpflichtet zu sein. Seine oberste Priorität ist der Schutz der Sterblichen vor allzu radikalen Eingriffen der Götter. Folglich besitzt er eine gewisse Macht über sie, die er eindrucksvoll zum Einsatz bringt.
    Ganoes ist jedoch nicht der einzige Charakter, der sich aktiv in den Krieg einmischt. Mittlerweile ist die Situation erstaunlich vielen Figuren bewusst. Es bildet sich eine unerwartete Allianz gegen den Verkrüppelten Gott, die die Sterblichen unablässig in günstige Positionen schiebt. Interessanterweise betrifft das auch Icarium. Icarium erfüllt nur einen einzigen Daseinszweck: er ist eine Waffe. Eine furchterregende Waffe, die während eines Kampfes in blinde Raserei verfällt. Ich war schockiert. Wie vom Donner gerührt. Ich kannte die Legenden über ihn natürlich, aber niemals hätte ich erwartet, dass dieses witzige, sanftmütige, philosophisch bewanderte Halbblut zu einem Monster mutieren könnte. Kein Wunder, dass er seit Jahrhunderten einen Aufpasser hat. Wenn die Jaghut-Tyrannen so waren wie er, kann ich gut verstehen, dass sich die T’lan Imass auflehnten und schworen, alle Jaghut auszurotten.

    Wann immer ich eine Rezension zu einem Band von „Das Spiel der Götter“ schreibe, bin ich frustriert, nicht alle herausragenden Aspekte ansprechen zu können. Ich wünschte, ich könnte euch haargenau darlegen, wie tief mich die Loyalität und Kameradschaft der 14. Armee berührte, wie spannend und nervenaufreibend die Schlacht in Y’Ghatan war, wie faszinierend die philosophischen, theologischen Überlegungen Steven Eriksons sind und wie viel Misstrauen ich Imperatrix Laseen gegenüber empfinde. Ich könnte zu jedem Fragment der einzelnen Handlungsstränge ganze Abhandlungen schreiben. Die Geschichte der Reihe ist eigentlich viel zu komplex, um sich an Zeichenzahlen zu halten. Vielleicht werde ich in Zukunft alle selbstauferlegten Richtlinien in den Wind schießen und frei von der Leber weg drauf los schwärmen. Denn darum geht es hier ja schließlich: euch von der mit Abstand besten Reihe zu erzählen, die das Genre der High Fantasy zu bieten hat und die mein Herz ehrfurchtsvoll höherschlagen lässt.

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