Bücher mit dem Tag "impressionismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "impressionismus" gekennzeichnet haben.

88 Bücher

  1. Cover des Buches Die Tochter des Malers (ISBN: 9783746631820)
    Gloria Goldreich

    Die Tochter des Malers

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Diiana

    Der Roman aus der Bücherserie "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe" handelt von dem Leben der Familie Chagall. Der berühmte Maler Marc Chagall, seine Frau Bella und seine Tochter Ida leben, nach der Flucht aus Russland, in einem sehr ansehnlichen Haus in Paris. Sehr behütet wächst Ida in diesem Haus auf. Als sie den Studenten Michel kennenlernt, verschlechtert sich die einst innige Beziehung zu ihrem Vater. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt und der Familie droht Gefahr. Sie fliehen in die Vereinigten Staaten und bauen sich dort ein neues Leben auf, das jedoch viel Veränderung und viele Probleme mit sich zieht. 

    Ich habe schon ein paar Bücher aus dieser Reihe gelesen und war ziemlich begeistert. Deshalb war ich sehr interessiert an diesem Buch, vorallem weil ich mit Marc Chagall zunächst nicht viel anfangen konnte. Das Buch hat ganz gut angefangen, als in der Familie noch alles ziemlich friedlich war. Doch mit der Zeit wurde es teilweise sehr langweilig und langatmig. Sätze waren zu detailliert, denn viele Informationen waren unwichtig. Vieles hat sich wiederholt, weshalb wenig spannendes hinzukam. Die Person Marc Chagall war teilweise sehr nervig, aber auch Ida und andere Figuren waren oft unsympathisch. 

    Deshalb hat mich dieser Roman leider nicht überzeugt.

  2. Cover des Buches Das Bild der Erinnerung (ISBN: 9783442478859)
    Micaela Jary

    Das Bild der Erinnerung

     (86)
    Aktuelle Rezension von: n_reads

    Dieser Spruch wird in diesem Roman wahr. Ein Bild so klar und intensiv gemalt, dass es die kühnste Gedanken hervorbringt. Gemalt zu einer Zeit, wo dies absolut als Skandalös galt. Es ist jedoch eine so beeindruckende Szene und macht es wertvoll. So bedeutend, dass alles versucht wird, dass dieses Bild im 2. Weltkrieg kein Schaden nimmt. Aber warum? Und wir das in der prekären Zeit möglich? Diesen und weiteren Fragen geht Anna Falkberg auf die Spur und ahnt nicht, was sie damit alles auslöst.

    Der Roman fesselt einen mit der Spannung um dieses Bild. Es wird zwischen Vergangenheit und Gegenwart fließend gewechselt, sodass der Faden nicht verloren geht auch dank des tollen Schreibstils. Romantisch würde ich das Buch nicht unbedingt beschreiben, denn hinter der intensiven Liebe, die in der Kriegszeit erwähnt wird, verbirgt sich leider einige Schattenseiten. 


  3. Cover des Buches Die Badende von Moritzburg (ISBN: 9783463406862)
    Ralf Günther

    Die Badende von Moritzburg

     (20)
    Aktuelle Rezension von: simone_richter

    Klappentext: 1910. Die junge Clara Schimmelpfenninck wird wegen hysterischer Atemnot ins Dresdner Lahmann-Sanatorium auf dem "Weißen Hirschen" geschickt. Nach sechs Wochen ist sie symptomfrei, aber zu Tode gelangweilt. Da wird sie zu einem Ausflug ins nahe Moritzburg eingeladen.
    Im Sommerkleid streift sie durch die herrliche Schilflandschaft. Prompt wird sie von einem Mann mit fein geschnittenem Gesicht und energischer Stimme angesprochen. Ob sie sich nicht zu ihm, Kirchner, und seinen Freunden gesellen möge. Die Männer und Frauen picknicken dort, trinken Wein und arbeiten an ihren Staffeleien – in einer Art und Weise, wie Clara es noch nie erlebt hat. Und so verbringt sie einen unvergesslichen Sommertag in der Künstlerkolonie "Die Brücke".

    Das Cover auf dem lilafarbenen Einband ziert tatsächlich die Abbildung Kirchners „Drei badende Frauen“  von 1911.  Der Expressionist war von 1905 bis 1911 in Dresden und hat die Sommer mit Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein und anderen an den Moritzburger Teichen gemalt.

    Diese Sommernovelle hier ist auch auf das Notwendige reduziert, so wie die wenigen Striche in grellen Farben von Kirchner. Dabei ist sie so liebevoll geschrieben, dass man sich wirklich in diese Zeit mit ihren strengen Sitten und medizinischen Maßnahmen wähnt. Aber es gab auch freiheitsliebende Taten, die dieses reizende Büchlein vor der Kulisse Moritzburgs miterlebt und man sofort gefangenen genommen ist und denkt man ist hoffnungsfroh dabei.

    Es liest sich leicht, wie der Sommerwind und man ist hautnah zugegen bei der sich entwickelnden Psychotherapie und der auflodernden sexuellen Selbstbestimmung.

    Das Bild zeigt Kunst als Befreiung und damit ein Lebensgefühl, welches wir nachvollziehen können, wenn wir dieses anschauen.

  4. Cover des Buches Wellen (ISBN: 9783150111567)
    Eduard von Keyserling

    Wellen

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich habe bei diesem Buch eine Erfahrung gemacht, die ich so noch nicht kannte.
    Ich begann voller Vorfreude dieses Buch zu lesen.
    Von Seite zu Seite wuchs meine Enttäuschung. Hatte ich wirklich den Keyserling in Händen, von dem alle so schwärmten? Ich schlug das Buch zu und las nochmals Titel und Name des Autors. Es bestand kein Zweifel. Es war das richtige Buch.

    Es half nichts, dachte ich, da musst du durch. Und so las ich unermüdlich weiter und ignorierte meine negativen Gedanken bis ich ungefähr bei Seite 22 ankam. Tja und da geschah etwas seltsames: Plötzlich schien ich ein anderes Buch zu lesen und jetzt wandelte sich meine Einstellung komplett - von Enttäuschung in die eben noch gesuchte Begeisterung.

    Wie kam das?

    Zu Beginn bis S. 22 schien mir der Schreibstil des Autors recht ungelenk. Es erinnerte mich in vielen Beschreibungen und Arten der Darstellung an Aufsätze von Kindern, die gerade gelernt haben, immer schön Adjektive zu benutzen um etwas deutlich und anschaulich mit Sprache zu gestalten. Auch an anfängliche Übungen des Kreativen Schreibens fühlte ich mich erinnert. Ferner fand ich die Dialoge zwischen den Personen recht dürftig, oberflächlich und sprachlich unausgereift wiedergegeben.

    Aber als dann ab S.22 eine längere Passage des Beschreibens kam, änderte sich meine Sichtweise. Plötzlich entfesselte sich der schon sooft angeklungene besondere Stil des Autors, sodass auch ich in den Bann dieses Buches geriet.
    Ich begann die Sonne, die Wärme und die gesamte Atmosphäre zu spüren. Ich hörte das Rauschen der Wellen und roch den besonderen Duft der See. Dieser Eindruck blieb bis zum Schluss erhalten. Nachdem ich das Buch beendet hatte, tat ich etwas, was ich bisher noch nie tat. Ich las die ersten 22 Seiten noch einmal, um herauszufinden, ob mich mein erster Eindruck täuschte oder ob ich diese Seiten jetzt mit anderen Augen lesen würde. Das Ergebnis war: Diese ersten Seiten empfand ich noch immer so, wie ich sie zu Beginn beschrieben habe.

    Irgendwie finde ich passen die ersten Seiten einerseits schon (beschreibende Elemente), aber andererseits auch nicht so recht (Dialoge und deren Wortwahl) zum weiteren Schreibstil.

    Meine "Lesewelt" hat es auf jeden Fall bereichert und ich werde mit Sicherheit noch weitere Bücher von Keyserling lesen.

    Übrigens folgenden Satz fand ich klasse. Er gibt der Hausarbeit einen ganz neuen Stellenwert:

    S.45 entgegnet Hans auf Doralices Frage, was sie denn den ganzen Vormittag allein zu Hause machen soll: "(...)Du hast eben deinen Wirkungskreis (...)du hast dein Hauswesen, dem du dein Gepräge gibst." 

    Hört sich das nicht besser an als: "Du kannst doch putzen, waschen, bügeln,... ?"
    Also werde auch ich dann mal unserem Hauswesen mein Gepräge geben.  


  5. Cover des Buches Abendliche Häuser (ISBN: 9783865218957)
    Eduard von Keyserling

    Abendliche Häuser

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Ferrante
    Wieder eines jener kleinen, stillen Meisterwerke von Keyserlings. Der Titel steht für die Welt des Adels, die hier als absterbend, überholt, sich dem Ende nähernd dargestellt wird. Die unglückliche Liebesgeschichte wie die Momentaufnahme aus dieser adeligen Welt sind geprägt vom impressionistischen Stil des Autors, der wie ein Maler immer wieder Landschafts- und Personenportraits vor einem aufbaut, die stark stimmungs- und von bestimmten eingefangenen Details geprägt sind. Typisch für Keyserling ist wieder die Hauptfigur der jungen Frau, die sich auflehnt, hier aber am Schluss ambivalent noch in der alten elterlichen Welt verharrt. Diese Ausgabe aus dem Steidl Verlag ist auch sehr schön aufgemacht. Lesen!
  6. Cover des Buches Traumnovelle (ISBN: 9783746767505)
    Arthur Schnitzler

    Traumnovelle

     (366)
    Aktuelle Rezension von: Harry_Robson

    Ich mag die alten Geschichten von Schnitzler. Er schreibt gefühlvoll aus einer Zeit, in der es weder Homeoffice noch Internet gab. Zu seiner Zeit wurde das Telefon erfunden und auch nur benutzt, wenn es wirklich nötig war.

  7. Cover des Buches Die Schwanendiebe (ISBN: 9783833307379)
    Elizabeth Kostova

    Die Schwanendiebe

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Arte-P_Buchladen
    Rezi von Hofnaerrin (Mitarbeiterin): Der Roman von Elizabeth Kostova entfaltet seine atmosphärische Dichte erst dann, wenn man beim Lesen kontinuierlich dran bleiben kann, was auf den ersten Blick bei einem so dicken Wälzer nicht allzu einfach scheint. Es ist stattdessen aber ein Leichtes das Buch in wenigen Tagen durchzulesen. Kostova schuf mit diesem Buch eine derart fesselnde Geschichte, dass vor allem Leser, die selbst einen Hang zur Kunst und/oder Malerei haben, ihre Freude daran haben werden. Sie schafft es mit ihren Worten Bilder entstehen zu lassen, die einen schnell in den Sog der Geschichte zu ziehen wissen. Ein geheimnisvoller, malerischer Roman!
  8. Cover des Buches Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Frankfurter Ausgabe (ISBN: 9783518743782)
    Marcel Proust

    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Frankfurter Ausgabe

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Clari
    Mit Proust auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Mit dem zweiten Band der monumentalen Ausgabe von Marcel Prousts „ Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ begann ich mich mit dem Werk Proust vertraut zu machen. Es ist der Band mit dem Titel „ Im Schatten junger Mädchenblüte.“ Fortan konnte ich von diesem meisterhaften Dichter der Sprache und der Reflexion nicht mehr lassen. Worum geht es? Der Icherzähler lebt zu Ende 19. Jahrhunderts in Paris und gehört zur gehobene Gesellschaftsschicht. Hier und bei seinem Landaufenthalten mit der Familie verkehrt er in den höheren Adelskreisen, erlebt seine erste große Liebe, die unglücklich endet, und lernt viele bedeutende Persönlichkeiten kennen, die in seinem weiteren Leben eine Rolle spielen werden. Immer wieder ist er bestrebt, als Schriftsteller tätig zu werden, woran ihn aber seine Faulheit hindert. In steter Reflexion übt er sich im Beobachten und wird erst zum Ende seines Lebens im Erinnern seine Fähigkeiten als Dichter unter Beweis stellen. Schon bei den ersten Sätzen des Romans ist man mitten im Pariser Gesellschaftsleben angekommen. Charakterisierungen von Menschen, gepflegte Konversation und auch Klatsch und Tratsch werden in einer sublimierten und differenzierten Weise zum Besten gegeben,der man sich sofort verbunden fühlt. Zum Inhalt lässt sich nicht adäquat berichten, denn allzu einmalig und neu waren die Gedanken und Gefühle, mit denen Proust über seine Beobachtungen und Wahrnehmungen im Erfassen der Welt berichtet. Sensibel und feinfühlig sind seine Impressionen, mit denen er uns an seinem tief innerlichen Seelenleben teilnehmen lässt. Eigene Gefühle werden beim Leser der eindrucksvollen und in ausgewählt differenzierter Sprache erlebten Erinnerungen angestoßen, so dass sich Gedanken und Empfindungen zur selbst erlebten Vergangenheit einstellen. Sich dem Fluss von Prousts Sprache zu überlassen bedeutet Hochgenuss und musische Reflexion von Vergangenem und Gegenwärtigem. Da werden Gerüche und symbolische Gegenstände der Kindheit neu entdeckt und Orte und Stimmungen gewinnen Wiederbelebung, die längst vergessen schienen. Man begibt sich selber auf die Suche nach der verlorenen Zeit und erlebt das Glück längst vergangener Seligkeiten. Mit Proust zu leben heißt, das Leben neu zu fühlen und sich dem Strom der Erkenntnisse zu überlassen, die durch seine feine und hoch empfindsame Sprache geweckt werden. Seine Suche nach der verlorenen Zeit ist das Glück der Stunde und die wache Reaktion auf Eindrücke, durch die auch wir die Welt neu entdecken können. Wer Proust noch nicht gelesen hat, sollte es mit dieser Ausgabe versuchen. Sie ist erschwinglich und in der Dünndruckausgabe ästhetisch verarbeitet.
  9. Cover des Buches Kleine Geschichte der deutschen Literatur (ISBN: 9783150176764)
  10. Cover des Buches Reigen / Liebelei (ISBN: 9783596270095)
    Arthur Schnitzler

    Reigen / Liebelei

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Arthur Schnitzler ist ja bekannt, dass er in dieser Richtung gerne provoziert. "Die Novelle" war mein erstes Stück von ihm und nun wollte ich mich seinem nächsten widmen und war durchaus gespannt, was er kreiert hat.

    Im Grunde begegnen sich 5 Paare; 5 Weiblein und 5 Männlein, die aufeinander treffen, ins Gespräch kommen und schliesslich übereinander herfallen. Eine Dirne trifft auf einen Soldaten, dieser geht zum Stubenmädchen und schlussendlich landet der Graf zur Dirne. Jedem von ihnen wird ein Akt gewidmet, wie sie miteinander reden, in welchem Verhältnis sie stehen und was der Grund ist, weshalb sie schlussendlich diesen Schritt tun. Jeder hat seinen eigenen Grund, warum er sich in die Arme einer/s anderen werden und jeder geht dementsprechend anders damit um. Bei jedem endet es gleich, und dennoch ist es nicht das selbe.

    Es war wirklich amüsant diese 10 Akte zu lesen. Die Charaktere sind oberflächlich beschrieben, im Mittelpunkt steht eher der Verhältnis zum anderen und die Erklärung, warum sie dem Rausch verfallen. Damals waren ja solche Liaisons nicht gerade gerne gesehen, umso spannender war es zu lesen, wie sie es schliesslich anstellten. Schnitzler hat allerlei Schichten aufeinander prallen lassen (Graf und die Dirne, Stubenmädchen und der junge Herr...) und gezeigt, dass es schlussendlich nicht drauf ankommt, sondern darauf, sich fallen lassen zu können. 

    Prickelnd, skandalös, amüsant, überraschend. Ein guter Klassiker, den man gelesen haben muss.

  11. Cover des Buches Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Frankfurter Ausgabe (ISBN: 9783518743645)
    Marcel Proust

    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Frankfurter Ausgabe

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
     Marcel Proust hat mit seinem siebenbändigen Zyklus "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" wohl das berühmteste literarische Großprojekt des 20. Jahrhunderts geschrieben. Das insgesamt 5300 Seiten starke Romanwerk wurde in unzähligen Artikeln und Analysen studiert und verarbeitet und ist in seinem erzählerischen Detailreichtum bis heute unerreicht.

    Der fiktive Ich-Erzähler (Proust orientierte sich an eigenen Lebenssituationen und vermischte sie mit Fiktion) erinnert sich an Kindertage und Jugendzeit, wobei Proust die Technik des sogenannten "Bewusstseinsstroms" angewendet hat, die auch James Joyce und Virginia Woolf seinerzeit benutzten. In absolut konsequenter Weise beschreibt der Erzähler extreme Details des damaligen täglichen Lebens, Eigenarten in der Familie und von Freunden; Landschaftsbeschreibungen nehmen stellenweise mehrere Seiten ein und das Eintauchen eines Stückes Sandkuchen in den Tee wird über mehrere ausgedehnte Absätze zelebriert.

    Das erfordert vom Leser extreme Geduld und ein Fallenlassen in die wunderschöne, sehr komplexe Sprache. "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ist kein Buch zum Schnelllesen. Spannung: Fehlanzeige. Action erübrigt sich sowieso. Ich habe sehr lange an dem Buch gelesen, da ich mit Absicht pro Tag lediglich exakt 10 Seiten genossen habe, nicht mehr und nicht weniger. Auf diese Weise bleibt man in der Handlung, aber wird von der schieren Textmasse nicht überfordert, denn Proust verwendete nicht wirklich kurze Sätze, sondern schrieb ab und an wahre Satzungetüme, die man ansonsten nur von Thomas Mann kennt.
    Nichtsdestotrotz wollte ich jederzeit wissen, wie es weitergeht, wollte den Erzähler durch seine täglichen Erlebnisse begleiten und neue Charaktere, neue Beschreibungen von Städten und Natur lesen. Ein Buch, das erarbeitet werden will, aber dafür mit wunderbarer Sprache belohnt, die heutzutage leider vollkommen ausgestorben ist.

    Jeder Literaturinteressierte sollte zumindest einen Blick in Band 1 hineinwerfen und sich nicht vom gewöhnungsbedürftigen Stil und dem quälend langsamen Beginn abschrecken lassen. Es lohnt sich!

    Fazit: Ein wunderschön geschriebenes, mit viel Ironie und absolut detailreichen Beschreibungen durchsetztes Jahrhundertwerk. Großartig!
  12. Cover des Buches Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Band 6) (ISBN: 9783868732634)
    Stéphane Heuet

    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Band 6)

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Natürlich hatte er in seinem Atelier fast nur hier in Balbec gemalte Seestücke. Ich konnte in ihnen jedoch erkennen, dass der Reiz eines jeden von ihnen in einer Art Metamorphose der dargestellten Dinge bestand, entsprechend derjenigen, die in der Poesie als Metapher bezeichnet wird.“ (Zitat Seite 15)

     

    Inhalt

    In diesem zweiten Teil beobachtet der junge, schwärmerische Marcel täglich aus der Ferne eine Gruppe von Mädchen und überlegt, wer sie wohl sein mögen und wie er ihre Bekanntschaft machen könnte. Beinahe hätte er deswegen auch die Einladung des Malers Elstir, ihn im Atelier zu besuchen, nicht angenommen, was nicht nur wegen der Gespräche mit dem Künstler schade gewesen wäre, denn dort trifft er völlig überraschend auf Albertine Simonet und macht endlich ihre Bekanntschaft. Dann lernt er auch alle ihre Freundinnen kennen und verbringt nun jeden Tag mit den Mädchen, bis mit Kälte und Nässe der Herbst beginnt und alle Gäste abreisen.

     

    Thema

    1998 begann der französische Autor und Zeichner Stéphane Heuet, fasziniert vom Originalwerk von Marcel Proust, an einer Comic-Adaption zu arbeiten. Inzwischen liegen acht Bücher auch in einer deutschen Ausgabe vor.

     

    Umsetzung

    Diese Graphic Novel orientiert sich an Band 2 „Im Schatten junger Mädchenblüte“ des Werkes „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust. Es ist das siebente bisher in deutscher Sprache erschienene Buch der Graphic Novel Serie und Stéphane Heuet entwirft in seiner malerischen Umsetzung der sorgfältig ausgewählten Szenen ein großartiges Bild dieser Zeit. Das Leben in den Seebädern, die vielfältigen gesellschaftlichen Vergnügungen, Sport, Spiele, Ausflüge werden in den Zeichnungen lebendig. Der Besuch im Atelier des Malers Elstir schildert die Entstehung bekannter Gemälde des Impressionismus. Auch die Textpassagen schwelgen poetisch wie das Originalwerk.

     

    Fazit

    Dieser achte Band der Graphic Novel nach „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust führt uns mit seinen Illustrationen und Textausschnitten direkt in den lebhaften, unbeschwerten Sommer des gesellschaftlichen Strandlebens am Meer, mit kulturellen Veranstaltungen, Einladungen, Ausflügen, und wir sehen den jungen, verliebten Marcel inmitten einer Gruppe von fröhlichen Mädchen.

  13. Cover des Buches Monet (ISBN: 0847827283)
    Federica Armiraglio

    Monet

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Claude Monet (ISBN: 9783822895160)
    Claude Monet

    Claude Monet

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Briefe der Weltliteratur. 19. Jahrhundert - Künstler. [C. D. Friedrich, Runge, Delacroix, Millet, Menzel, Manet, Feuerbach, Cézanne, Van Gogh] (ISBN: B0000BHXS8)
  16. Cover des Buches Aspekte der Kunst (ISBN: 9783875010602)
    Eva M. Kaifenheim

    Aspekte der Kunst

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Merithyn
    Für Kunstinteressierte die sich einen Überblick machen wollen oder aber auch ihr Kunstverständnis vertiefen wollen, ebenso für Schüler ein wunderbares Buch. Das Buch ist in drei Abschnitte zu teilen. Im ersten Teil werden wichtige Vorraussetzungen für das Kunstverständnis erörtert, wie die Kreativität, die Farbenlehre etc., außerdem ist er mit dem zweiten und dritten Teil ("Stilgeschichte der Malerei" und "Stilgeschichte der Architektur und Plastik") durch Querverweise verbunden. In den beiden stilgeschichtlichen Teilen übermittelt uns die Verfasserein in erster Linie ein vertieftes Kunstverständnis. Es geht hierbei nicht um die Vollständigkeit des Wissens, was das Buch sehr übersichtlich bleiben lässt. Hierbei kann es natürlich auch vorkommen, dass einige Künstler bestimmter Epochen nicht erwähnt oder erläutert werden. So vermisse ich persönlich Alfons Mucha als Vertreter des Jugendstils. Trotzdem ist das Buch sehr empfehlenswert, besonders für die Abiturvorbereitungen in Kunst. Zu weiteren Erklärungen von Kunstbegriffen befindet sich ein "erklärendes Fachwortverzeichnis" im Anschluss an den dritten Teil.
  17. Cover des Buches Camille Pissarro (ISBN: 9783779650522)
    Charles Kunstler

    Camille Pissarro

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Das private Leben der Impressionisten (ISBN: 9783869640501)
    Sue Roe

    Das private Leben der Impressionisten

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Monsieur Croche. Sämtliche Schriften und Interviews. (ISBN: 9783150077573)
    Claude Debussy

    Monsieur Croche. Sämtliche Schriften und Interviews.

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ninifee
    Beeindruckende Worte eines großen Meisters. In diesem Buch steht die Wahrheit über Musik.
  20. Cover des Buches Phantasus (ISBN: 9783150085493)
    Arno Holz

    Phantasus

     (6)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Arno Holz hat mit seinem Gedichtzyklus "Phantasus" die Lyrik auf die Sprache in ihrem natürlichen Rhythmus potenziert. Er verzichtete mit Absicht auf Metrum und Reim und gab seiner Lyrik damit nicht nur inhaltlich eine ganz und gar naturnahe Gestalt. Seine Symbole sind größtenteils Vögel, wie z.B. der Kuckuck, Schmetterlinge, Blumen, das Dasein an sich. Seine Beobachtungsgabe machte ihm diese reine Betrachtung der Situation möglich. Der verkleinerte Faksimiledruck der Originalausgabe liest sich auch optisch sehr wertig. Hier kommt wohl auch Holz' Anspruch auf ein Gesamtkunstwerk, also das Sehen und Hören der Lyrik, zum Tragen. Gut gefallen hat mir, wenn Holz seinen Phantasus phantasievoll schwelgen ließ, ihn in andere Sphären abheben ließ. Ganz besonders schön sind aber auch diese reinen Momente "Vor meinem Fenster singt ein Vogel. Still hör ich zu; mein Herz vergeht. Er singt, was ich als Kind besass und dann - vergessen."
  21. Cover des Buches Monet oder Der Triumph des Impressionismus (ISBN: 9783836523202)
  22. Cover des Buches Beate und Mareile (ISBN: 9783738788662)
    Eduard von Keyserling

    Beate und Mareile

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ferrante
    Dieses Frühwerk Keyserlings hat eine Dreickesgeschichte im Zentrum: Der Landadelige Günther ist mit Beate verheiratet, hat aber ein Verhältnis mit der aufstrebenden Inspektorentochter Mareile. Keyserlings psychologische Schattierung seiner Protagonisten ist hier sehr differenziert und tiefgründig und Keyserling macht sich auch unverholen über den überholten Landadel lustig. Die impressionistische Bildgewalt seiner Erzählungen stellt sich aber hier noch nicht so stark ein, und ich fand mich in diese Erzählung nicht so leicht ein wie z.B. in Abendliche Häuser, Wellen oder Harmonie. Diese Ausgabe hier wird von einem sehr guten Nachwort abgerundet, dass den Text gründlich und verständlich interpretiert.
  23. Cover des Buches Gustave Caillebotte. Ein Impressionist und die Fotografie (ISBN: 9783777454115)
  24. Cover des Buches Erinnerungen eines Kunsthändlers (ISBN: 9783257217490)

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks