Bücher mit dem Tag "impressionisten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "impressionisten" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Ein Garten mit Elbblick (ISBN: 9783499257452)
    Petra Oelker

    Ein Garten mit Elbblick

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Günter-ChristianMöller
    1895 reist Henriette Winfield von Bristol nach Hamburg, weil ihr Vater dort gestorben ist. Doch dann erfährt sie von dem ermittelnden Kriminalbeamten Ekhoff, dass ihr englischer Ehemann Thomas sich unter falschem Namen in der Stadt aufhielt und ermordet worden ist – mit einem Wurfmesser. Die Nachforschungen über die Vermögensverhältnisse ergeben, dass Henriette, abgesehen von der Villa ihres Vaters, über nahezu keine Mittel mehr verfügt. Doch sie ist auch eng verwandt mit der sehr wohlhabenden Hamburger Kaufmannsfamilie der Groothmanns.

     

    Es gibt in dem Buch nur wenige Szenen, bei denen es wirklich gefährlich wird und wo man als Leser den Atem anhält. Ansonsten sind sehr viele melancholische Episoden eingefügt und die Autorin beschreibt sehr ausgefeilt und detaileiert die einzelnen Charaktere aus unterschiedlichen Schichten und deren Verhaltensweisen . Für den Leser ist das wichtig, weil er darauf achten muss, wer sich wieweit gegen die Sitten auflehnt und warum. Oder wer sie aus welchen Gründen auch immer wie ernsthaft verteidigt. Wer hier aufpasst, kann den Täterkreis etwas eindämmen oder auch ausdehnen. Oder auch dem Ermittler Ekhoff Ratschläge geben.
    Die zwielichtige Haushälterin des verstorbenen Vaters Sophus Mommsen hatte es mir besonders angetan. Gefangen in der Passivität ihrer sozialen Schicht und ihrer dunklen Vergangenheit gab es nur winzige Spielräume für sie Einfluß zu nehmen und doch tat sie es.
    Kleine Details zu erkennen und zu entdecken, ist in diesem Buch eine Kunst, für man Zeit mitbringen muss. Es ist kein Buch, das man verschlingen kann.
  2. Cover des Buches Sonntage im Licht (ISBN: 9783453352889)
    Susan Vreeland

    Sonntage im Licht

     (7)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus
    Ein Bild, besser, viel wunderschöner.
  3. Cover des Buches Die Tiefen des Ruhms (ISBN: 9783596282821)
    Irving Stone

    Die Tiefen des Ruhms

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  4. Cover des Buches Verflixtes Blau! (ISBN: B009K6L0LI)
    Christopher Moore

    Verflixtes Blau!

     (3)
    Aktuelle Rezension von: parden
    SACRE BLEU...

    Der Pariser Bäcker Lucien Lessard und Henri Toulouse-Lautrec haben eines gemeinsam: Beide sind erschüttert über den Tod ihres Freundes Vincent van Gogh. Wie kann es sein, dass sich ein so begnadeter Künstler plötzlich das Leben nimmt? Und warum hatte er vor seinem Tod auf einmal solche Angst vor der Farbe Blau? In Paris machen Gerüchte die Runde, dass es einen rätselhaften Farbenmann geben soll, der angeblich arglose Künstler verfolgt. Lucien und Henri wissen, was zu tun ist. Sie werden nicht eher ruhen, bis das blaue Mysterium aufgeklärt ist. Und wenn das auch bedeuten sollte, dass sie diese wunderschöne, geheimnisvolle Frau finden müssen, die sich in der Gesellschaft des Farbenmannes befindet. Kein Opfer ist ihnen zu groß, keine Frau zu schön und keine Farbe zu blau...

    'Sacre Bleu' ist der Originaltitel dieses Hörbuchs und damit um einiges treffender als die deutsche Titelwahl. Das mysteriöse Blau wird um 1890 von allen bekannten und unbekannten Malern auf dem Pariser Montmartre benutzt und sorgt für unheimliche Vorfälle.

    Als Vincent van Gogh unerwartet stirbt, sind der Pariser Bäcker Lucien Lessard - ein Möchtegern-Maler - und sein Freund Henri Toulouse-Lautrec nicht nur erschüttert über diese Nachricht. Ihnen will einfach auch nicht einleuchten, weshalb sich jemand erst selbst erschießen sollte und als das nicht sofort gelingt, kilomenterweit läuft, um einen Arzt aufzusuchen. Irgendetwas stimmt hier doch nicht! Als die beiden Freunde erfahren, dass van Gogh vor seinem Tod eine übersteigerte Angst vor der Farbe Blau gehabt hat, glauben sie zunächst an eine geistige Verwirrung des Malers. Doch die Anzeichen mehren sich, dass mehr dahinter stecken muss. Lucien und Toulouse-Lautrec versuchen, hinter das Geheimnis des mysteriösen Blau zu kommen...

    Christopher Moores Bücher haben einen gewissen Wiedererkennungswert. Ein sympathischer aber leicht trotteliger, zumindest aber recht naiver Hauptcharakter stolpert durch die Geschichte, an seiner Seite eine mysteriöse, wunderschöne, unwiderstehliche und intelligente Frau. Einige historische Mythen würzen das Ganze, gemixt mit einer ordentlichen Portion Anarchie sowie reichlich derbem und schwarzem Humor - et voilà: ein weiterer Roman aus der Feder Moores ist fertig. Als einfallslos würde ich das allerdings nicht bezeichnen, sondern als ein Niveau, auf das man sich einstellen und verlassen kann.

    Besonderen Spaß hat mir hier die Ausgestaltung der einzelnen Charaktere gemacht. Während die Frauen zwar meistens schön, zumindest aber durchsetzungsfähig sind, sonst aber recht farblos bleiben, gibt es hier einige männliche Figuren, die recht plastisch gezeichnet werden. Neben dem Bäcker Lucien und dem impressionistischen Maler Henri Touluse-Lautrec (ein elender Säufer und Schwerenöter, dabei aber von unvergleichlichem Charme) war es v.a. der mysteriöse Farbenmann, der mich begeistern konnte. Ein fieser kleiner Mann von abstoßender Hässlichkeit, alt, schrumpelig und dürr, aber eine Figur mit einem starken Charakter und einem unbezwingbaren Selbstbewusstsein. Wenn beispielsweise wieder einmal genervt festgestellt wurde, dass der Farbenmann ein Dienstmädchen verschreckt hatte, lautete seine lakonische Antwort: 'Ließ sich nicht vermeiden' - und, näher ausgeführt: 'Penis'. Das Kopfkino geriet unweigerlich komisch.

    Zu diesem Spaß trug wieder einmal der geniale Vortrag von Simon Jäger bei, der jedem Charakter eine sehr individuelle Note verleiht und Szenen dadurch richtig lebendig werden lässt. Das immerhin 12 h 21 min lange Hörbuch geriet so zu einem kurzweiligen Hörvergnügen.

    Insgesamt eine unterhaltsame Mischung aus phantastischem Märchen und einer Detektivgeschichte à la Sherlock Holmes - political incorrectness at its best.


    © Parden

  5. Cover des Buches Das private Leben der Impressionisten (ISBN: 9783869640501)
    Sue Roe

    Das private Leben der Impressionisten

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Masters of Impressionism (ISBN: 9783775720922)
    Andreas Blühm

    Masters of Impressionism

     (2)
    Aktuelle Rezension von: HeikeG
    "Alle Kunst ist der Freude gewidmet." Diese Worte Friedrich Schillers können als Leitmotiv über dem wunderschönen Bildband "Meister des Impressionismus" stehen, denn es ist fürwahr eine Freude, dieses prachtvolle Werk aus dem Hause Hatje Cantz anzuschauen und in den farbenfrohen Gemälden aus der Zeit des Impressionismus zu versinken. Auf 344 großformatigen Seiten mit 290 farbigen Abbildungen werden dem Leser und Betrachter die Türen des Kölner Wallraf-Richartz-Museums geöffnet, das wohl einzigartig in Deutschland (und weit darüber hinaus), die Geschichte dieser Malerei in Breite und Tiefe so gut erzählen kann. Einzigartig vor allem daher, da das ganze Panorama des Impressionismus vor dem Betrachter ausgebreitet werden kann, beginnend mit den Vorläufern, Hauptmeistern, Nachfolgern sowie deutschen und niederländischen Sonderwegen. Alle zweihundertsiebzig Gemälde, die im Bestand des Museums sind, werden in diesem Band vorgestellt. Ein Feuerwerk an Farben und Impressionen. Apropos Impressionen: Der Begriff Impressionismus leitet sich von dem lateinischen Wort impressio, -onis ab, was Eindruck, Sinnesempfindung bedeutet. Namensgeber war das Landschaftsbild "Impression, soleil levant" (1872) von Claude Monet (befindet sich heute im Musée Marmottan Monet in Paris). Das inzwischen berühmteste Gemälde des Impressionismus fiel allerdings in seiner ersten Ausstellung beim Publikum durch, für uns heute kaum vorstellbar. Ebenso wie die Bilder von Monet, Cézanne, Pissaro, Renoir, Degas und anderen "Impressionisten". Aufgrund ihrer Maltechnik bezeichnete man sie als "Intransigeants" ("Die Eigensinnigen") und sie ernteten nur Spott und Kritik. Im Jahre 1874 veranstalteten die Künstler auf eigene Initiative eine Kunstausstellung, wiederum mit einer katastrophalen Resonanz beim Publikum und den "Offiziellen". Der Kritiker Louis Leroy beschimpfte Claude Monet als "Impressionisten" (Künstler des "flüchtigen Augenblicks") und bezichtigte ihn der Oberflächlichkeit. Nach dieser Ausstellung sprach jeder nur noch von den "Impressionisten", was anfangs sehr abwertend gemeint war. "Ich will ganz Auge sein" (Édouard Manet) In Frankreich lag der Ursprung dieser Kunst, etwa ab dem Jahre 1870. "Die Epoche von der ersten Impressionisten-Ausstellung bis zum Tod Monets 1926 war dank der Franzosen eine Blütezeit der Malerei.", schreibt der Herausgeber und Direktor des Kölner Wallraf-Richartz-Museums Andreas Blühm in seinem Vorwort. Denn trotz der anfänglichen Häme und Misserfolge ließen sich die Maler nicht entmutigen und malten weiter. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts fanden sie dann endlich die ihnen gebührende Beachtung. Endlich wurde Hohn und Spott durch Anerkennung ersetzt und entwickelte sich zu einem internationalen Phänomen, zu dem in Deutschland Maler wie Max Liebermann, Max Slevogt und teilweise Lovis Corinth gezählt werden. Betrachtet man heute diese wunderschönen, meist mit wenigen, lockeren, groben und eher kurzen Pinselstrichen eingefangenen flüchtigen Augenblicke, die größtenteils bis zur Skizzenhaftigkeit, verschwommen dargestellten Objekte in zumeist hellen und kräftigen Farben, erfährt man geradezu einen Glücksrausch. Nicht mehr das erzählende Thema, sein Wesen oder gar das abstrakte Ding an sich stehen im Vordergrund, sondern die leuchtenden Farben und deren subjektive Wahrnehmungen: eine neue Art des Einfangens und Malens sensueller "Eindrücke", des Festhaltens von Sinneseindrücken auf der Leinwand. Aus der Entfernung verschwimmen die Farben und erzeugen mit Hilfe des Gehirns des Betrachters einen Eindruck über das Detail. Dadurch wird dessen Fantasie mit einbezogen, der Schauende nimmt aktiv an der Wirkung eines Bildes teil. Komposition, räumliche Wirkung und Linien treten zurück. Gegenstände und Licht und Schatten werden durch das Spiel von Licht und Farben auf der Oberfläche dargestellt. Treffend formulierte dies der französische Lyriker Jules Laforgue: "Das impressionistische Auge ist der menschlichen Entwicklung am weitesten voraus, es ist das Auge, das die kompliziertesten Verbindungen von Nuancen und Farbtönen erfasst und wiedergegeben hat... Die Impressionisten gaben die drei großen Illusionen auf, nach denen sich die akademischen Maler richteten - Linie, Perspektive und Atelierbeleuchtung. Wo der eine nur die Konturen der Objekte sieht, sieht der andere die wirklich lebendigen Linien, die sich nicht aus geometrischen Formen, sondern aus tausend unregelmäßigen Strichen zusammensetzen, die aus der Entfernung zum Leben erweckt werden. Wo der eine die Dinge auf Grund seiner theoretischen Komposition perspektivisch in regelmäßig gestaffelten Ebenen sieht, sieht der andere, wie die Perspektive aus tausend hingetupften Nuancen und Pinselstrichen und durch den sich wandelnden Zustand der Atmosphäre geboren wird." "Welche Freiheit. Welche Leichtigkeit in der Fraktur!" (Louis Leroy) Und zu ergötzenden Betrachtungen lädt dieser Bildband ein. Nach einem Vorwort und einer kurzen Einführung in die Geschichte des Impressionismus durch Eva-Maria Klother - beide zweisprachig (deutsch, englisch) -, werden die Türen der Museumsräume weit aufgestoßen und geben den Blick auf ihre bezaubernde Sammlung frei. Gegliedert in die einzelnen Abschnitte dieser Epoche wandert der Betrachter von den Vorläufern (u. a. Daubigny, de la Pena, Courbet oder Boudin), über die Anfänge, die Reifezeit, die Moderne bis zur jüngeren Generation dieser zauberhaften Malereiform auf einem imaginären Zeitenstrahl entlang. Tür um Tür öffnet sich und entfaltet seine Pracht. Namen wie Paul Gauguin, Camille Pissaro, Claude Monet, Edouard Manet, Auguste Renoir, Paul Cezanne oder Vincent van Gogh klingen in den Ohren. Aber auch weniger bekannte Künstler und Künstlerinnen werden dem Betrachter dargeboten und stehen keinesfalls im Schatten ihrer berühmten Vertreter. So zählten zweifelsohne die beinahe zu lebenden Landschaftsimpressionen von Gustave Caillebotte (z. B. "Die Ebene von Gennevilliers, gelbe Felder" [1884] oder "Nebenarm der Seine, Herbststimmung" [1890]), Henri Morets "Heidelandschaft von Saint-Guinolé bei Pont-Aven" [1900], Maxime Maufras "Winterlandschaft" [1890] oder die "Blühenden Apfelbäume" [ca. 1900] oder der grandiose "Sonnenuntergang bei Croisic, bretonische Landschaft" [1895] von Fernand Loyen du Puigaudeau zu den Favoriten der Rezensentin, obwohl es wahrlich schwer fiel, zu werten. Fazit: Ein wahres Feuerwerk an Farben strömt auf den Betrachter ein. Ein Bild schöner als das andere. Auf jeden Fall sind die Neugier und der unbedingte Wunsch geweckt, die Werke auch im Original zu betrachten.
  7. Cover des Buches Die Frauen von Skagen (ISBN: 9783499291883)
    Stina Lund

    Die Frauen von Skagen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: lesefreude_book

    Stina Lund gelingt es sehr schnell mich abzuholen und mit in das 19. Jahrhundert zu nehmen. Der Zauber entfaltet sich und ich fühlte mich in der Zeit zurückversetzt. Marie Triepke führt ein behütetes Leben. Eigentlich bräuchte sie nie arbeiten zu gehen, sondern lediglich gut situiert heiraten, Kinder bekommen und die Haushälterin und Angestellten einzuteilen. Doch Marie will selbstständig sein und sich der Malerei vollends hingeben.


    Diese zarten Schritte der Emanzipation waren spannend zu beobachten. Vielleicht wäre es Marie gelungen, wenn da nicht die Liebe dazwischengefunkt hätte. Und was für eine! Stina Lund bereitet das volle Maß dieser toxischen, brutalen und zerstörerischen Liebe vor uns. Nicht umsonst heißt es, dass Liebe und Hass die stärksten Gefühle sind.


    Besonders gut haben mir die Einblick in die Welt der Künstlerkolonie Skagen gefallen. Die Beschreibungen dieser Ortschaft sind wunderbar ausdrucksstark, so wie ich es von Stina Lund gewöhnt bin – insofern man beim zweiten Buch schon von Gewohnheit sprechen kann.


    Der zweite Erzählstrang rund um Vibeke zeigt, wie eine Frau in der heutigen Zeit versucht ihren eigenen Weg zu gehen und unabhängig von Konventionen ihrer Leidenschaft zu folgen. Vibeke besucht eine Malschule und wir bekommen kleine Einblick in die Technik, die hinter der Malerei steckt.


    Die Welt durch die Augen von Vibeke und der Malerei zu betrachten eröffnet völlig neue Blickwinkel. Durch Vibekes Augen die vielen Details und Besonderheiten in ganz alltäglichen Situationen zu sehen, schärft den eigenen Blick. Das Meer und den Himmel in allen seinen Facetten und jeden Tag in anderen Farben aufs neue zu entdecken, ist eine tolle Erfahrung.

  8. Cover des Buches Stars und Bars (ISBN: 9783833305634)
    William Boyd

    Stars und Bars

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Armillee
    Die Versuchung war immer wieder groß, das Buch einfach zuzuklappen. Henderson Dores rauschte von einer Katastrophe in die Nächste. Ausser ihm gab es KEINE andere Romanfigur, die auch nur annährend normal war. Ein Exzentriker jagte den Nächsten. Irgendwie alle bekloppt und ich-bezogen Sehr anstrengend zu lesen. Mich überkam öfters Unzufriedenheit. Neh, lieber Autor...so nicht...!
  9. Cover des Buches Französische Meisterwerke des 19. Jahrhunderts (ISBN: 9783894793814)
  10. Cover des Buches Diebe des Lichts (ISBN: 9783442436965)
    David Ramus

    Diebe des Lichts

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Die Frau im grünen Kleid (ISBN: 9783426307458)
    Stephanie Cowell

    Die Frau im grünen Kleid

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Dreamworx

    1857. Der 17-jährige Claude Monet möchte das Geschäft seines Vaters in Le Havre nicht übernehmen, sondern lieber Bilder auf Leinwände bannen, denn die Malerei ist seine Leidenschaft. Als seine Mutter verstirbt, kehrt er seiner Heimat den Rücken und zieht der Kunst wegen nach Paris, wo er sich mehr schlecht als recht durchschlägt, doch viele andere Künstler wie Pissaro, Renoir, Sisley, Bazille und Manet kennenlernt und mit ihnen eine Gemeinschaft bildet. Als er 1866 Camille Doncieux begegnet, verliebt er sich sofort in sie, doch diese ist bereits verlobt. Camille entstammt einer wohlhabenden Familie und die Beziehung zu Claude wäre nicht standesgemäß. Aber Camille hat ihr Herz ebenfalls an Claude verloren und bricht mit ihrer Familie für ein Leben an Monets Seite. Das Leben ist hart, denn sie leben an der Armutsgrenze. Claude lebt für seine Malerei und verweist Camille damit auf den zweiten Platz in seinem Herzen, wobei sie ihm als Modell und Muse zur Verfügung steht…

    Stephanie Cowell zeichnet mit „Die Frau im grünen Kleid“ auf wunderbare Weise das Leben des impressionistischen Malers Claude Monet nach und vermischt belegte historische Fakten mit Fiktion auf so geschickte Weise, dass man als Leser nicht nur dem künstlerischen Genie, sondern auch seine Persönlichkeit hautnah kennenlernen und seiner Leidenschaft nachspüren darf. Der flüssige, farbenprächtige und gefühlvolle Erzählstil lässt den Leser eine Reise in die Zeit Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts antreten und die harte Welt eines bildenden Künstlers miterleben, der sich in seinen Bildern offenbart und doch zu Lebzeiten nicht verstanden wurde, geschweige denn davon leben konnte. Der Leidenschaft und Exzentrik des Künstlers hatte sich alles unterzuordnen, das muss Camille am eigenen Leib erleben, denn es ist nie genug Geld für Essen, Wohnen und etwas Komfort da. Die Liebe Camilles zu Monet ist tief, aber auch von vielen Entbehrungen geprägt, denn sie kann mit der Malerei ihres Mannes nicht in Konkurrenz treten. Das gemeinsame Leben mit Camille und die Liebe zu ihr spiegeln sich in jedem seinen Bildern wieder, mal ist Camille die strahlende „Frau im grünen Kleid“, dann wiederum zeigt er seine Liebe zu ihr in den zarten Tönen seiner ausdrucksstarken Seerosenbilder oder dem eigenen Garten in Giverny. Auch wenn seine Kunst ihn völlig vereinnahmt und an Besessenheit grenzt, besitzt Monet auch eine große Leidenschaft für seine Frau Camille, die er ihr im realen Leben vielleicht nie so zeigen konnte und um die sie all die Jahre so gekämpft hat. Camille war seine Stütze, seine Inspiration und seine Seele – sie leuchtet aus jedem Farbpigment seiner Bilder.

    Die Charaktere wurden von der Autorin glaubwürdig zum Leben erweckt und geben dem Leser die Möglichkeit, sie zu begleiten und die Facetten ihres Wesens zu studieren. Monet ist ein leidenschaftlicher, egoistischer und besessener Mann, der sein ganzes Herz in seine Kunst legt und nie aufgibt, die Anerkennung als Maler zu erlangen, die ihm aber Zeit seines Lebens verweigert blieb. Camille ist eine liebende Frau, die mit allem bricht, was ihr wichtig war, nur um an der Seite ihres Mannes zu sein. Sie kämpft nicht nur verzweifelt um seine Liebe, sondern auch um die alltäglichen Schwierigkeiten, gegen Armut und vor allem gegen die eigene Zweitrangigkeit. Sie muss sich ihr Leben lang der Malerei ihres Mannes unterordnen, doch erträgt sie dieses Leben mit ihm bis zu ihrem Tod in einer tiefen Liebe.

    „Die Frau im grünen Kleid“ ist ein von Stephanie Cowell herrlich gezeichnetes Gemälde über das Leben von Camille und Claude Monet. Sie lässt den Leser ein Teil des Künstlerlebens mit all seinen Träumen, Visionen und Entbehrungen sein, wobei er die allumfassende Liebe des Ehepaars Monet nicht nur in jedem Bild des Malers entdecken darf. Wunderbar erzählt und absolut empfehlenswert!

  12. Cover des Buches Monet (ISBN: 9783822850213)
    Karin Sagner

    Monet

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
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