Bücher mit dem Tag "indien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "indien" gekennzeichnet haben.

501 Bücher

  1. Cover des Buches Das Orchideenhaus (ISBN: 9783442491940)
    Lucinda Riley

    Das Orchideenhaus

    (2.820)
    Aktuelle Rezension von: Renate1964

    Als Julia Forrester nach tragischen Schicksalsschläge das Haus ihrer Großeltern besucht,  lernt sie den Erben von  Wharton castle kennen und erhält das Tagebuch ihres Großvaters. Dessen  Geschichte im 2. Weltkrieg ist faszinierend und tiefgehend. Der Inhalt hat aber auch  Auswirkungen auf Julias Gegenwart. 

    Das Cover ist malerisch, der Schreibstil flüssig und schnell lesbar.  Vor allem  die Erlebnisse in der Vergangenheit sind gut beschrieben.  Die Verwicklungen im Jetzt fan ich etwas übertrieben und unrealistisch 

  2. Cover des Buches Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger 3D, 1 Blu-ray (ISBN: 4010232059383)
    Yann Martel

    Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger 3D, 1 Blu-ray

    (1.039)
    Aktuelle Rezension von: Fiona_Camars

    Eines der schönsten und ungewöhnlichen Bücher, die ich je gelesen habe. Das Setting ist merkwürdig, mit einem indischen Zoobesitzer Sohn. Die Geschichte mäandern erst hier hin und dorthin, bis plötzlich der (im Deutschen) namensgebende Schiffbruch passiert, bei dem sich der Junge auf einem kleinen Rettungsboot mit einer Handvoll bedauernswerten Tieren wiederfindet. Ungewohntes Ende. Tolle Geschichte!

  3. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783596523344)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

    (925)
    Aktuelle Rezension von: CoffeeToGo

    Als Elizabeth mit über dreißig Jahren noch einmal von vorne anfängt, macht sie sich auf die Suche nach drei Dingen: Freude, Hingabe und innere Balance. Diese Dinge versucht sie in Italien, Indien und auf Bali zu finden.

    Ich habe das Buch bis zu Hälfte durchgehört und muss es abbrechen. Mir ist es zu langatmig und ich finde es einfach langweilig. Die Autorin verliert sich in Details, philosophiert bis ins unendliche und macht mir das lesen/hören damit schwer.

    Für andere mag das Buch sicher was sein, aber mit gefallen solche Geschichten scheinbar nicht.
    Beim Film bin ich wahrscheinlich besser aufgehoben.

  4. Cover des Buches Reise um die Erde in 80 Tagen (ISBN: 9783401068688)
    Jules Verne

    Reise um die Erde in 80 Tagen

    (550)
    Aktuelle Rezension von: meineweltauspapier

    𝐈𝐧 𝟖𝟎 𝐓𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐮𝐦 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐞𝐥𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐉𝐮𝐥𝐞𝐬 𝐕𝐞𝐫𝐧𝐞


    Übersetzung: Gisela Geisler | Erschienen am: 27.08.2021 | Verlag: Reclam Verlag | Werbung, selbstgekauft 


    Eben erst hat Jean Passepartout seinen Dienst bei seinem extrentrischen Herrn angetreten, als dieser ihn mit einer waghalsigen Unternehmung überrumpelt.


    Im Reform Club hat Phileas Fogg bei einer leidenschaftlichen Partie Whist gewettet, er könne die Welt in 80 oder weniger Tagen umreisen. Der Wetteinsatz: 20.000 Pfund, das halbe Vermögen von Mister Fogg.


    Und so bricht der englische Gentleman mit seinem französischer Diener und den restlichen 20.000 Pfund im Gepäck von London aus in östliche Richtung auf in ein Rennen gegen die Zeit.


    ▶︎Am Anfang läuft alles noch nach Plan für die zwei Reisegefährten, kein Wunder bei einem Mann wie Fogg, der die Pünktlichkeit liebt. Nach und nach aber stolpern die Zwei von einem Abenteuer in das nächste und werden sogar heimlich von Mister Fix, von der englischen Polizei verfolgt.


    Die Charaktere sind mir während ihrer abenteuerlichen, temporeichen Geschichte ans Herz gewachsen. Wer vor Klassikern nicht zurückschreckt, sollte zupacken.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  5. Cover des Buches Über uns der Himmel, unter uns das Meer (ISBN: 9783499015557)
    Jojo Moyes

    Über uns der Himmel, unter uns das Meer

    (688)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    600 Frauen besteigen das Schiff Victoria, das sie von Australien nach England bringen soll. Sie alle haben englische Soldaten geheiratet und oft nur kurze Zeit mit ihnen verbracht, bevor der Krieg sie wieder trennte. Nun reisen sie in eine ungewisse Zukunft. Unter ihnen sind auch die Krankenschwester Frances, die schwangere Margaret, Avice aus reichem Hause und die erst 16-jährige Jean. Die vier teilen sich eine Kabine. Das Buch wird aus ihren unterscheiden Perspektiven erzählt, dazu noch aus Kapitän Highfields Sicht und aus der eines Marinesoldaten, der auf der Victoria dient und jede Nacht die vier Frauen bewacht. Während die Frauen mehr oder weniger zusammen wachsen und der ungewissen Zukunft entgegen blicken, nähern sich Frances und der Soldat an. Da bricht eine Katastrophe aus...

    Das Buch ist fiktiv, doch es basiert auf einer wahren Geschichte: auf dem Leben der Großmutter der Autorin. Jojo Moyes hat es wieder mal geschafft, mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Ihr Schreibstil ist wunderbar. Trotz ein paar Längen fliegt man nur so durch das Buch. Die Frau weiß einfach, wie man gute Bücher schreibt!

  6. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

    (950)
    Aktuelle Rezension von: Spowilein

    Siddhartha geht seinen Weg. Weg von den Eltern zu den Samanas, den Asketen. Dies gemeinsam mit seinem Freund Govinda. Sie suchen den Weg ins Nirwana. Es scheint nur logisch, dass sie nur Begleiter sind und sich ihre Wege irgendwann trennen. Govinda wird Mönch, während Siddhartha den scheinbar gegenteiligen Weg geht. Er liebt, handelt, häuft Geld an, verliert es wieder und vor allem leidet er. nichts stellt ihn zu Frieden. Sein Leiden geht soweit, dass er irgendwann aus der Stadt flieht und bereit ist sich selbst durch Suizid zu erlösen, doch in dem Moment vernimmt er das „Om“ des Flusses. Dies rettet ihn und bringt ihn zu seinem letzten und wichtigsten Lehrer: Vasudeva. Durch seine Führung findet Siddhartha, in hohem Alter, wonach er sein Leben lang suchte.

    Das Buch ist einzigartig und ich kann kaum in Worte fassen, was ich hier alles mitnehme. Treffender Weise steht im Buch selbst, dass Worte nicht im Stande sind wiederzugeben, was man meint. So ist es tatsächlich. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, spürte ich eine unheimliche Ruhe in mir. Es ist ok nicht zu suchen, zu optimieren, zu renne. Es ist ok ziellos zu sein, zu existieren und zu lieben.

    Gerade in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit, ist das Buch entschleunigend, beruhigend und ein Ratgeber, den Instagram nicht im Stande ist zu liefern mit ein paar POV… 

    Ich denke das Buch kann man gut und gern öfter lesen und die ein oder andere Erkenntnis wird sich noch mehr offenbaren.

    Ich kann es nur empfehlen!

  7. Cover des Buches Sherlock Holmes - Sämtliche Werke in drei Bänden (ISBN: 9783730601556)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Sämtliche Werke in drei Bänden

    (35)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    London, Ende des 18. Jahrhunderts: Es gibt nur einen, der noch helfen kann, wenn man in Schwierigkeiten steckt und dringend einen Ermittler braucht, aber die Polizei nicht ins Vertrauen ziehen kann oder will: Der brillante Detektiv Sherlock Holmes. Gemeinsam mit seinem Freund Dr. John Watson nimmt er sich vermeintlich hoffnungsloser Fällen an und begibt sich in London und Umgebung auf Verbrecherjagd und auf die Spur rätselhafter Vorkommnisse aller Art. Selbst die Polizei bittet Sherlock Holmes zuweilen um Rat, wenn sie bei besonders kniffligen Kriminalfällen an ihre Grenzen stößt...

    „Sicher würde niemand meinen Beruf ergreifen, den die Gefahr nicht reizt.“ (Die Erzählungen II, S. 732/733)
    „Ich bin zwar nicht das Gesetz, aber ich repräsentiere die Gerechtigkeit, soweit meine schwachen Kräfte ausreichen.“ (Die Erzählungen II, S. 733)

    Meine Meinung:

    Ich bin mit hohen Erwartungen an die Romane und Kurzgeschichten über Sherlock Holmes und Dr. John Watson herangegangen, weil ich die beiden Charaktere zuvor bereits durch diverse Film- und Serienadaptionen liebgewonnen hatte, die ich allesamt toll gefunden hatte (u.a. 1940er-Jahre-Filme mit Basil Rathbone, die 2000er-Jahre-Filme mit Robert Downey Jr. und die moderne Serienadaption aus den 2010er-Jahren mit Benedict Cumberbatch). Entsprechend gespannt war ich nun endlich die Originalgeschichten kennenlernen mit denen vor über 100 Jahren (!) alles seinen Anfang genommen hat. 

    Sowohl die Romane als auch die Kurzgeschichten haben mich begeistert und ich fand sie sehr mitreißend. Es wird eine richtig gelungene Mischung aus spannenden, lustigen, gefährlichen, traurigen, dramatischen und nachdenklich stimmenden Momenten geboten. Manche Fälle sind sehr bewegend und traurig, weil man erfährt welche persönlichen Tragödien und individuellen Leidensgeschichten dahinterstecken. Zudem überraschen viele Geschichten mit Auflösungen bzw. Wendungen, die man (ebenso wie Watson und die Polizei) nicht hatte kommen sehen. Es kam für mich zudem unerwartet, dass es auch mal vorgekommen ist, dass Sherlock Holmes zu spät kam um eine Person zu retten und er ihren Tod zu seinem großen Bedauern nicht mehr verhindern konnte. Außerdem gibt es auch Fälle in denen Sherlock Holmes den Täter absichtlich davonkommen lässt, weil er Verständnis für dessen Tat und sein Motiv aufbringen kann.

    Eine große Stärke der Sherlock-Holmes-Erzählungen ist das lebendige Bild, das vom London des 18. Jahrhunderts und dem damaligen Leben entworfen wird. Zudem werden die Schauplätze sehr atmosphärisch beschrieben. Manche Fälle führen Sherlock Holmes zu abgelegenen herrschaftlichen Anwesen mit Geheimgängen/-zimmern während er bei anderen Gelegenheiten die Armenviertel von London aufsuchen muss und es kommt auch mal vor, dass Watson seinen Freund Holmes in einer Opiumhöhle suchen muss. Die Bandbreite an Verbrechen, sonstigen Vergehen und Rätseln die Holmes und Watson versuchen aufzuklären ist groß und das sorgt für Abwechslung (u.a. Mord, Spionage, Körperverletzung, Betrug und Diebstahl). Neben diesen „klassischen“ Fällen bekommen die beiden es z.B. auch mit Heiratsschwindel zu tun und in einen besonders außergewöhnlichen Fall stellt sich heraus, dass das „Mordopfer“ in Wahrheit Selbstmord begangen hatte und es diesen aus Rache wie Mord hat aussehen lassen, damit eine bestimmte Person als Mörder im Gefängnis landet. In einem weiteren ungewöhnlichen Fall bekommen es Holmes und Watson mit einem vermeintlichen Vampir zu tun. Die Täter denen die beiden auf die Schliche kommen entstammen unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und ihre Motive sind äußerst verschieden. Mit manchen Tätern sympathisiert man ein Stück weit und kann deren Motiv nachvollziehen während man es bei anderen abstoßend und erschrecken findet welche niedrigen Beweggründe sie hatten bzw. dass sie aus reine Boshaftigkeit heraus gehandelt haben.

    Sherlock Holmes ist ein ungemein interessanter und vielschichtiger Protagonist mit Ecken und Kanten. Manchmal missfällt seinen Mitmenschen seine etwas exzentrische und direkte Art. Er ist alles andere als leicht zu durchschauen und nach außen hin wirkt er meist ziemlich unnahbar und abweisend. Umso schöner und interessanter sind daher die Momente, die einem hinter diese Fassade blicken lassen und die sein gutes Herz offenbaren. Diesbezüglich ist eine meiner liebsten Szenen der Moment in dem Sherlock Holmes bei einem ihrer Abenteuer zu seinem großen Erschrecken feststellt, dass Watson verletzt worden ist (siehe Erzählung „Die drei Garridebs“):

    „Sie sind doch nicht verletzt, Watson? Um Himmels willen, sagen Sie, dass Sie nicht verletzt sind!“ Es war eine Wunde wert – es war viele Wunden wert – die Tiefe der Loyalität und Liebe hinter jener kalten Maske kennenzulernen. Die klaren, harten Augen waren einen Moment lang getrübt, und die festen Lippe zitterten. Dieses einzige Mal erhaschte ich einen Blick auf ein großes Herz, ebenso groß wie der Verstand. (Die Erzählungen II, S. 680)

    Auch in der Erzählung „Die Mieterin hinter dem Schleier“ zeigt Holmes eine sensible Seite und es ist rührend wie er über seinen Schatten springt und sich bemüht eine Frau zu trösten, der das Schicksal wirklich übel mitgespielt hat:

    Dann streckte Holmes einen seiner langen Arme aus und tätschelte ihr in einer mitfühlenden Geste die Hand, wie ich es nur höchst selten bei ihm erlebt hatte. „Armes Mädchen!“, sagte er. „Sie armes Mädchen! Manchmal sind die Wendungen, die das Schicksal nimmt, schwer zu begreifen. Wenn es keinen Ausgleich für solche Qualen im Jenseits gibt, dann ist die Welt ein grausiger Scherz.“ (Die Erzählungen II, S. 821)

    Holmes Verhältnis zu Frauen ist etwas kompliziert. Er ist ein überzeugter Junggeselle und ist Frauen gegenüber ziemlich misstrauisch und voreingenommen. Ursprünglich meinte er einmal, dass ihm keine Frau intellektuell überlegen ist, aber bei den Ermittlungen zu einem seiner Fälle (siehe Erzählung „Eine Skandalgeschichte im Fürstentum O.“) macht er dann die Bekanntschaft von Irene Adler. Ihr gelingt es Holmes auszutricksen und ihn zu „besiegen“. Watson berichtet dem Leser, dass er Holmes nach diesem Vorfall nie wieder hat sagen hören, dass es keine Frau gibt, die es mit ihm aufnehmen kann.

    An Sherlock Holmes sind seine außergewöhnliche Beobachtungs-, Auffassungs- und Kombinationsgabe besonders bemerkenswert, aber das ist längst nicht alles. Was das Thema Spurensicherung und kriminaltechnische Untersuchungsmethoden anbelangt ist er seiner Zeit voraus. Er verfügt zudem über umfangreiche chemische Kenntnisse und kennt sich z.B. sehr gut mit exotischen Giften aus. Außerdem spricht er mehrere Sprachen (neben seiner Muttersprache Englisch versteht er auch Deutsch, Französisch, Italienisch und Latein). Entscheidend für seinen Ermittlungserfolg ist darüber hinaus seine hervorragende Menschenkenntnis und die Tatsache, dass er ein wahrer Verkleidungskünstler ist: Er versteht es meisterhaft nicht nur sein äußeres Erscheinungsbild komplett zu verändern, sondern auch seine Stimme, Mimik und Gestik zu verändern und er ist in der Lage die Umgangssprache einfacher Leute zu sprechen und mit Akzente zu sprechen. Auf diese Weise ist er in der Lage das Vertrauen unterschiedlichster Menschen zu gewinnen. Er verfügt auch über ein gutes Netzwerk aus Kontaktleuten und Informanten. Dazu zählt u.a. eine Bande von Straßenkindern, die er manchmal mit kleineren Aufgaben beauftragt. In gefährlichen Situationen und bei körperlichen Auseinandersetzung wird zudem deutlich, dass Holmes über gute Reflexe verfügt, ein guter Boxer ist und er generell sportlich ist.

    Zum Leidwesen von der Polizei und dem armen Watson weiht Holmes sie in der Regel erst ganz am Schluss in seine Gedankengänge und Schlussfolgerungen ein. Davor macht er ihnen gegenüber wenn überhaupt nur kryptische Andeutungen, die sie mit Fragezeichen zurücklassen und hält sich nicht mit Erklärungen auf. So gibt es z.B. eine Szene in der Holmes Watson fragt, ob er abends Zeit hätte und Watson das ablehnt. Holmes sagt ihm dann daraufhin schlicht er solle trotzdem abends bei ihm vorbeikommen und dann verschwindet er ohne Erklärung und lässt den armen Watson einfach stehen. Ein weites unterhaltsames Beispiel dafür ist die folgende Szene aus der Erzählung „Der illustre Klient“:

    „Ich stehe Ihnen zur Verfügung, Holmes.“ - „Gut, dann verbringen Sie die nächsten vierundzwanzig Stunden mit dem intensiven Studium chinesischer Keramik.“ Er gab keine Erklärungen und ich fragte auch nicht danach. Aus langjähriger Erfahrung hatte ich gelernt, dass es weise war, ihm zu gehorchen. (Die Erzählungen II, S. 705)

    Eins der ersten Dinge, die mich besonders für Sherlock Holmes eingenommen haben ist die Tatsache, dass es ihm bei seiner Ermittlungsarbeit nicht um Ruhm oder Geld geht. Er lässt sich nicht davon beeindrucken, wenn ein potentieller Auftraggeber einflussreich und mächtig ist. Vielmehr sind es besonders raffinierte Verbrechen, rätselhafte Vorkommnisse und scheinbar aussichtslose Fälle denen er seine Aufmerksamkeit schenkt, denn er liebt die Herausforderung. Er nimmt sich Fällen an, die in besonderem Maße seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten bedürfen. So kommt es, dass er nicht selten vermeintlich kleinen Fällen den Vorzug gibt, auch wenn ihm diese nur ein geringes bzw. gar kein Honorar einbringen. Dadurch dass Holmes kein Polizist ist, ist er auch nicht an Dienstvorschriften gebunden und kann zu recht unkonventionellen Ermittlungsmethoden greifen. Der Gute nimmt es mit den geltenden Gesetzen zuweilen nicht ganz so genau und bewegt sich auch gerne mal in gesetzlichen Graubereichen bzw. übertritt Gesetze einfach indem er z.B. heimlich eine illegale Hausdurchsuchung (oder sollte man Einbruch sagen?) durchführt um sich ein paar zusätzliche Beweise zu verschaffen. Das sorgt für spannende Momente und es ist dadurch weniger vorhersehbar was Holmes als nächstes vorhat. Interessant ist auch, dass es tatsächlich eine Handvoll Fälle gibt in denen Holmes den Täter davonkommen lässt, weil er dessen Verbrechen von einem moralischen Standpunkt aus gesehen nachvollziehen kann.

    Bei all den Lobreden auf Sherlock Holmes darf man keinesfalls seinen treuen Freund und Ermittlungskollegen Watson vergessen, den man sehr schnell ins Herz schließt. Watson hat es wahrlich nicht immer ganz leicht mit seinem Freund Holmes, der ihn nicht oftmals ohne Erklärung mit irgendeinem ominösen Vorhaben überrumpelt, das die beiden dann nicht selten in Schwierigkeiten bringt. Watson ist ein richtig liebenswerter, netter, besonnener, geduldiger und loyaler Mann. Auf ihn kann sich Holmes immer verlassen und das ist besonders insofern wichtig als dass Holmes zuweilen auch etwas einsam wirkt und ziemlich niedergeschlagen ist. Insbesondere wenn Holmes gerade keinen spannenden Fall hat, der ihn auf andere Gedanken bringt, ist er manchmal sehr melancholisch, zieht sich zurück, sucht Trost im Opiumkonsum und scheint dem Leben nicht viel Schönes abgewinnen zu können. Gerade in solchen Momenten braucht es einen Freund wie Watson und bei der Aufklärung seiner Fälle wäre Holmes ohne ihn durchaus das eine oder andere Mal ziemlich aufgeschmissen gewesen.

    Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass es auch unter den relativ unbekannten Romanen bzw. Erzählungen richtig tolle gibt, die es verdient haben weitaus bekannter zu sein und bei denen es sich lohnt sie zu lesen. So hat mich beispielsweise der Roman „Das Tal des Grauens“ sehr begeistert, der für mich dem weitaus bekannteren Roman „Der Hund der Baskervilles“ in nichts nachsteht und mir sogar fast noch ein bisschen besser gefallen hat. Ich finde auch nicht, dass die späteren Erzählungen schwächer geraten sind als die früheren Erzählungen. So hat es mir z.B. sehr gefallen, dass zwei der zuletzt erschienenen Kurzgeschichten aus der Sicht von Holmes erzählt werden und nicht wie sonst aus der Sicht von Watson.

    Fazit:

    Ich kann es absolut verstehen, dass die Romane und Erzählungen über Sherlock Holmes und Dr. John Watson auch über 100 Jahre nach ihrem erstmaligen Erscheinen noch immer so beliebt sind. Ich habe sie sehr gemocht und fand sie richtig spannend, atmosphärisch und mitreißend. Natürlich haben mir manche noch besser gefallen als andere, aber gern gelesen habe ich sie allesamt.

    Zudem kann ich Sherlock-Holmes-Fans auch das Buch „Das Geheimnis des weißen Bandes: Ein Sherlock-Holmes-Roman“ (von Anthony Horowitz) sehr empfehlen. Auch wenn es nicht von Arthur Conan Doyle geschrieben wurde macht es ihm alle Ehre und das Buch fühlt sich beim Lesen wie ein „echter“ Sherlock-Holmes-Roman an.

    Zum Schluss noch ein unterhaltsames Zitat von Sherlock Holmes über Frauen:

    „Das Herz und der Verstand einer Frau sind für einen Mann unlösbare Rätsel.“ (Die Erzählungen II, S. 691)
  8. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783103973518)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

    (881)
    Aktuelle Rezension von: majalina

    Drei Frauen, drei Leben. Unterschiedlicher können sie kaum sein- und doch verbindet Smita, Giulia und Sarah ein Detail aus ihrem Leben. 

    Es geht um Stärke, Mut und Entschlossenheit, etwas was jede der drei Frauen besitzt. Und so unwahrscheinlich es sich anhört und die drei Frsuen sich nie kennenlernen, verbindet alle drei Frauen ein Zopf! 

    Aufwühlend, packend, absolut zu empfehlen 

  9. Cover des Buches Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen (ISBN: 9783423716833)
    Libba Bray

    Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen

    (643)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah


    Dies ist der erste Band der Trilogie rund um Gemma und ihre Freundinnen. Es ist ein Buch aus dem Genre Mystery angedacht für jugendliche Leser/innen. Doch worum geht es: England, 1895: Die 16-jährige Gemma und 3 Freundinnen gründen im Internat einen geheimen Zirkel. Dazu treffen sie sich nachts zu »spiritistischen« Sitzungen. Bei einem dieser Treffen öffnet sich ein Tor in ein Reich in dem Träume wahr werden. Sie treten hindurch voller Hoffnungen, müssen aber bald erkennen, dass die Magie hier bedroht wird. Gemma ist eine sehr selbstbewusste Person. Man merkt, dass sie ihre ersten Lebensjahre „freier“ in Indien verbracht hat. Sie ist entgegen ihren Freundinnen unangepasster und nicht wirklich bereit sich einen passenden Ehemann zu suchen. Ihre Freundinnen waren so charakterisiert, wie man sich junge Mädchen aus besserem Haus zu jener Zeit vorstellt. Diese Gegensätzlichkeit fand ich sehr passend. Das Buch begann sehr vielversprechend und packend, nahm in der Mitte an Schwung leicht ab, um zum Schluss noch mal an Spannung zuzulegen. Libba Brays Schreibstil ist anschaulich und flüssig. Die Atmosphäre in Internat/magischem Reich konnte ich mir gut vorstellen. Ich bin durchaus gespannt, wie sich die Geschichte an sich und die Gemmas weiter entwickelt. 

    Fazit: Ein schönes Buch, zwar vornehmlich für Mädchen im Teenager-Alter gedacht, aber durchaus auch für „Junggebliebene“ lesbar. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.


  10. Cover des Buches Kuss des Tigers - Eine unsterbliche Liebe (ISBN: 9783453534360)
    Colleen Houck

    Kuss des Tigers - Eine unsterbliche Liebe

    (472)
    Aktuelle Rezension von: Leonie99

    Ich habe die Reihe als Jugendliche gelesen bzw. verschlungen und seither immer wieder gerne gelesen.

    Diese Reihe ist für Fantasy-Liebhaber ein Geheimtipp, der sich sowas von lohnen wird.


    Kelsey folgt einem Tiger in des entfernte Indien um seine Umsiedlung in ein Reservat zu begleiten, doch erfährt erst dann, dass dieser Tiger nicht das ist was sie denkt.

  11. Cover des Buches Der Weltensammler (ISBN: 9783446233560)
    Ilija Trojanow

    Der Weltensammler

    (169)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Der "Weltensammler" ist im Stil eines richtig schönen Abenteuerromans geschrieben und berichtet aus einer Zeit, in der es auf unserem Planeten tatsächlich noch auf dem Land richtig etwas zu entdecken gab. Natürlich haben diese Entdeckungsreisen auch einen, aus heutiger Sicht etwas komischen Beigeschmack, weil damit nicht selten auch der Anspruch auf Besitz und Kulturen verbunden war, der den Entdeckern so nicht zusteht. 

    Inhalt ist eine durch die Biografie des Entdeckers Richard Burtons inspirierten Reise nach Indien, Arabien und Afrika. Der entflieht dem Müßiggang eines Lebens in der englischen Kolonie indem er sich in die Sprachen und Kulturen der Länder vertieft, sich sogar verkleidet unter die Leute mischt, um ganz in den Kulturen aufzugehen. Er konvertiert zum Islam und reist als einer der ersten Europäer nach Mekka und Medina, sucht im östlichen Teil des afrikanischen Kontinents nach der Quelle des Nils, wobei er unglaubliche Strapazen auf sich nimmt. 

    Obwohl sein Charakter, der uns durch die Erzählungen seines Dieners beschrieben wird, sehr undurchsichtig bleibt und man sich dem Mysterium dieses Mannes weniger zu nähern vermag als man es vielleicht hofft, ist dieser Roman voller Impressionen zu den sinnlichen Eindrücken, religiösen und gesellschaftlichen Bräuchen und interessanten Figuren. Richard Burton bleibt auch nach soviel Seiten Lektüre undurchsichtig, finde ich, weil er auf seine Art sehr widersprüchlich bleibt. Die Prämisse und Leidenschaft, die sein Handeln bestimmten, scheinen Neugier zu sein. Und er scheint erstaunlich frei von gesellschaftlichen Konventionen zu handeln, bedenkt man, dass er ein Engländer des 19.Jahrhunderts ist. Dennoch ist das einer der Gründe, warum ich keine 5 Sterne geben kann. 

    Gut sind auch die kleinen Karten zu Beginn jedes Teils, die helfen, die Reiseroute und die Lage der Schauplätze besser nachzuvollziehen.

    So gut konstruiert und recherchiert der Roman mit Sicherheit ist, gibt es dennoch einige Punkte, die mir in Sachen Stil noch nie besonders gut gefallen haben, z.B. zu schnelle und lange Dialoge ohne einfassenden Text. Die Art der Darstellung der wörtlichen Rede wechselt etwa zur Mitte dann in einen Dramen-Stil. Sicherheit hat sich der Autor dabei etwas gedacht, aber leider verstehe ich es nicht wirklich und fand es irritierend. Einige Kapitel werden auch von jeweils einem ersten Satz in der Landessprache eingeleitet, bei dem ich die Übersetzung vermisst habe. Auch hier fehlt mir vielleicht etwas Bildung, ich habe es ignoriert, konnte es aber nicht überbrücken. Das irritiert mich auch ein wenig.

    Durch die kurzen Kapitel blieb der Roman alles in allem immer gut lesbar und hatte kaum Längen. Dennoch hatte ich immer wieder das Gefühl, dass ich ihn irgendwie nicht ganz verstehe (z.B. durch die bereits beschriebenen Punkte) und das nimmt ein wenig den Spaß.

  12. Cover des Buches HELIX - Sie werden uns ersetzen (ISBN: 9783734105579)
    Marc Elsberg

    HELIX - Sie werden uns ersetzen

    (419)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Es werden Gene in Erbgut von Pflanzen verändert, um eine größer Ernte zu haben . Gene von Menschen werden so verändert das Bad super mitgetanzt sind. Weihnachtlich ein spannendes Buch das aufzeigt was bald in der Gene Veränderung möglich ist. macht schon ein bis sich mulmiges Gefühl. Guter Page Turner.

  13. Cover des Buches Bridgerton - Francesca & Michael (ISBN: 9783365010808)
    Julia Quinn

    Bridgerton - Francesca & Michael

    (220)
    Aktuelle Rezension von: dunis-lesefutter

    Ich gebe zu, ich war schon ein bisschen enttäuscht, als ich in der Serie rund um Penelope und Colin mitbekommen habe, dass Francesca ebenfalls geheiratet hat. Bekommt sie etwa keine eigene Folge? Oder müssen wir uns ihre Liebesgeschichte mit John noch einmal komplett anschauen? Das Rätsel war dann gelöst, als ich diese Reihe bei mir einziehen ließ. Es gibt also einen Michael und wie er in Francescas Leben kam, wird im 5. Band erzählt.


    Die Countess von Killmartin ist ganz glücklich mit ihrem Mann. Doch er verstirbt plötzlich und unerwartet, und sie ist nicht nur Witwe, sondern theoretisch auch nicht mehr in Schottland zu Hause, denn sie hat keinen Erben. Michael Sterling, der Cousin ihres Mannes, ist nun der Earl. Er hat ein großes Geheimnis. Er liebt Francesca schon seit er sie kennt doch war sie bisher für ihn verboten. In seinem Bewusstsein ändert sich das auch nach dem Tod von John nicht. Die beiden sind seelenverwandt und so wundert es Francesca, dass Michael sich auf einmal von ihr abzuwenden scheint. Wird sie seinem Geheimnis auf die Spur kommen?

    Das müsst ihr nun selber lesen


    Wie immer ist Bridgerton, ein sehr kurzweiliges Vergnügen, dass mich gut ablenkt, das nebenher gelesen werden kann und belanglos, aber sehr unterhaltend ist. Hier habe ich tatsächlich etwas gebraucht, um mit der Geschichte warm zu werden. Michael schien mir provokant und so unentschlossen und später habe ich auch Francesca nicht so richtig verstanden. Manches Mal musste ich mit den Augenrollen, weil doch irgendwie klar war, dass sie zueinander kommen sollen und können, aber beide auf Basis irgendwelcher Konventionen, die keiner so richtig verstanden hat, erst mal davon Abstand nehmen. Zum Ende hin war ich allerdings doch sehr berührt. Und der Epilog hat mich diesmal nicht verärgert, sondern mir fast sogar Tränen der Rührung, in die Augen getrieben. 

    Interessant ist auf jeden Fall, dass wir es diesmal nicht mit einer Jungfrau zu tun haben, die erst in die Liebe eingeführt werden muss, sondern eine erfahrene Ehefrau. Das verleiht dem Spice zumindest ein bisschen einen anderen Charakter. Der Rest der Familie Bridgerton kam nur sehr selten und meist in Briefen vor. Das ist ein bisschen schade, denn ich mag diese Truppe doch sehr.


    In der Verfilmung ist für mich Francesca, neben Kate, die attraktivste der Bridgerton Frauen. Hannah Dodd hat die Rolle sehr graziös und anmutig verkörpert. Auf diese Staffel müssen wir wohl noch ein bisschen warten. Jetzt freue ich mich erst mal auf Januar und Benedict und Sophie.

  14. Cover des Buches Die satanischen Verse (ISBN: 9783328603047)
    Salman Rushdie

    Die satanischen Verse

    (114)
    Aktuelle Rezension von: BluevanMeer

    Salman Rushdie spielt mit verschiedenen Mythen, religiösen Ideen, religiösen Überlieferungen, Überzeugungen, Mysterien und verwebt in seine Geschichte die unterschiedlichsten Sagen und Erzählungen aus verschiedenen Religionen. Das ergibt einen unterhaltsamen und ausschweifenden Roman, der es wirklich in sich hat. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, aber ganz ehrlich: richtig nacherzählen worum es geht und Knotenpunkte aus diesem wilden und wunderbaren Roman herauszudestillieren, ist mir verdammt schwer gefallen. Daher nun in groben Zügen eine Beschreibung dieses Feuerwerks der Literatur.

    Die Hauptprotagonisten sind zwei muslimische Männer, Gibril Farishta und Saladin Chamcha, die 111 Tage lang (die 111 ist übrigens eine Zahl sein, die auf die Dreifaltigkeit verweist) in einem von islamistischen Terrorist*innen entführten Flugzeug verbringen, bis die Terrorist*innen das Flugzeug in die Luft sprengen und beide, aneinandergeklammert, durch die Luft fliegen und zum Glück überleben. Doch dann geschehen seltsame Dinge. Während Gibril sich nach und nach in den Erzengel Gabriel verwandelt, wachsen Saladin bald ein Pferdefuß und Teufelshörner. Der Kampf gut gegen böse, Engel gegen Teufel, ist damit eingeläutet. Erzählt wird die Geschichte von einer gesichtslosen und doch scheinbar göttlichen Instanz, die sich selbst als Teil der "höheren Mächte" sieht. 

    "Was konnten sie auch erwarten? Einfach aus dem Himmel zu fallen: dachten sie, so etwas hätte keine Nebenwirkungen? Sie hatten das Interesse höherer Mächte erweckt, das hätten sie eigentlich merken müssen, und diese Mächte (ich spreche natürlich von mir selbst), haben eine boshafte, ja fast schon gemeine Art, mit Sturzflügen umzugehen. Und noch etwas, lassen Sie mich das klarstellen: ein großer Fall verändert den Menschen." (180)

    Farishta und Chamcha stehen sich also als Erzfeinde gegenüber, vom Himmel gefallen sind beide, aber nur Gibril verwandelt sich in einen Engel, der nicht nur Wunder vollbringen kann, sondern dessen Heiligenschein auch die dunkelste Nacht erleuchtet. Kein Wunder, erinnert sein Name Gibril doch an den Erzengel Gabriel.

    Zudem hatte Gibril schon früh Kontakt zur Göttlichkeit, in verschiedenen Bollywoodfilmen verkörperte er immer wieder unterschiedliche hinduistische Götter. Er verliebt sich in Alleluja, eine jüdische Bergsteigerin, die in den höchsten Höhenmetern, wenn sie ganz nah am Allmächtigen zu sein scheint, zu religiöser Ekstase fähig ist. 

    Saladin Chamchawalla verdient sein Geld als Stimmenimitator, im Moment für  den synchronisiert er Ketchupflaschen und Knabbergebäck, und ist ebenfalls Schauspieler. In England lebt er seit seiner Jugend, seine muslimische Herkunft lehnt er ab, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass er ein sehr schwieriges Verhältnis zu seinem Vater hat.

    Während sich die beiden Abgestürzten zu einer alten Dame, Rosa Diamond, retten, entscheiden sich die Richtungen, in denen sich ihre Lebenswege entwickeln werden. Der Heilige in spe, Gibril,  nutzt seine Chancen und verrät den Mann mit Pferdefuß. Saladin wird deshalb von rassistischen Polizisten zusammengeschlagen und erlebt die ganze Palette an Polizeigewalt, die man sich vorstellen kann. Das ist so fies zu lesen, das man nur noch Mitleid mit dem Teufelshorn haben kann. Gibril hingegen, nutzt seine wundersamen Fähigkeiten und verhilft Rosa Diamond zu einer göttlichen erotischen Vision. Rosa Diamond hat es also noch gut getroffen, sie ist eine verschwiegene Figur, die verspricht, niemandem von Gibril zu erzählen. Übrigens sind in vielen Beichtstühlen Rosen eingraviert, denn "Sub Rosa" (unter der Rose) teilte man im Mittelalter den katholischen Priestern seine Beichte mit.

    Saladin erfährt, dass seine Frau eine Affäre mit seinem Freund Jumpy Joshi hat (immerhin war er fast ein Jahr verschwunden) und ist am Boden zerstört. Immerhin hat er den Flugzeugabsturz, die Polizei und das Krankenhaus überlebt (wo sich übrigens noch andere verwandelte Menschen aufhalten) - nur um dann in einem Zimmerchen von Bekannten untergebracht zu werden. Weil er immer mal wieder aus dem Fenster sieht, bildet sich bald im Viertel eine Art Teufelskult um den Mann mit den Hörnern, der das Viertel in Chaos und Verwüstung stürzt. Zudem erfährt Saladin, dass seine Frau von ihrem Geliebten ein Kind erwartet. Saladin hat nur noch ein Ziel: er will sich an Gibril rächen, den er für sein Unglück verantwortlich macht. Aber Gibril geht es auch nicht gerade rosig: er wird zu einem riesigen Macho und stresst Alleluja. Zudem kann Gibril bald nicht mehr entscheiden, wer er ist: ein Erzengel oder ein Mensch?

    Neben dem Hauptkonflikt der beiden Protagonist*innen, wird die Erzählung immer wieder durch Gibrils Träume unterbrochen, die ins Märchenhafte kippen. In seinen Träumen geht es um die Stadt Jahila, eine Stadt aus Sand, in der die Menschen 360 unterschiedliche Götter und Göttinnen verehren, bis der Prophet Mahound kommt, seines Zeichens ursprünglich Kaufmann, und den Menschen, wenn es um den richtigen Glauben geht, mal ein bisschen auf die Sprünge hilft. In Jahila lebt auch das Mädchen Aischa, das vom Erzengel Gabriel als Prophetin ausgewählt wurde. Als Symbol ihrer Göttlichkeit wird sie von einem Schwarm von Schmetterlingen begleitet. Ihr ganzes Dorf Titlipur folgt ihr (wie auf einer Pilgerreise) nach Mekka, denn Aischa hat den Menschen versprochen, dass sie das Meer für sie teilen wird. Die todkranke Mischa Sahil sucht Hoffnung und Heilung bei Aischa, ihr Mann glaubt nicht an Aischas Versprechungen und versucht die restlichen Pilger immer wieder zur Umkehr zu bewegen. Aischa hat noch einen extrem frauenfeindlichen und radikalen Gegenspieler, einen Imam, der um seinen eigenen Einfluss bei den Gläubigen fürchtet und natürlich den mächtigen Propheten Mahound, der passenderweise immer dann eine Vision bekommt, sobald seine Anhänger*innen ihn kritisieren. 

    "Tod der Kaiserin Aischa und ihrer Tyrannei, dem Kalender, den Vereinigten Staaten, der Zeit! Wir suchen die Ewigkeit, die Zeitlosigkeit Gottes. Seine stillen Wasser, nicht ihren strömenden Wein. Verbrennt die Bücher und vertraut dem BUCH, zerreißt die Papiere und hört das WORT, wie es der Engel Gibril dem Verkünder Mahound offenbart und wie es euer Deuter und Iman erläutert hat." (S.281)

    Es ist schon bezeichnend, dass Engelchen und Teufelchen in der Romankonstruktion eigentlich Schauspieler sind und Gibril wie ein Schlafwandler zwischen den Welten hin und hergeistert und in diesem ganzen Chaos irgendjemand - von ganz weit oben - die Puppen tanzen lässt. Die Menschen können nur reagieren. Das nennt man dann wohl Schicksal. Und wenn Gott einmal nicht nur als Erzählinstanz auftaucht, sondern als Figur im Text, dann sitzt er mit schütterem Haar auf Gibrils Bett und hat vor allen Dingen Schuppen. Solche Parodien muss man erst einmal in eine Romanform gießen. Hinzu kommt, dass alle Propheten und Ausgewählten in diesem Text an keiner Stelle halten, was sie versprechen. Während Mahound die Menschen offen betrügt, schickt Aischa ihre Anhänger letztlich ins Wasser, wo sie ertrinken. Denn natürlich gelingt es ihr nicht, das Meer zu teilen. Magischer Realismus mit einer gehörigen Portion Religionskritik, auch das steckt in diesem Buch. 

    Kurz nach Erscheinen des Romans, am 14. Februar 1989, rief Ajatollah Chomeini über Radio Teheran eine Fatwa gegen den Schriftsteller und all diejenigen aus, die den Text, der eine Beleidigung des Propheten darstelle, verbreiten und übersetzen. Rushdies japanische Übersetzer, Hitoshi Igarashi, wurde 1991 ermordet, sein italienischer Übersetzer Ettore Capriolo und sein norwegischer Verleger Wililam Nygaard wurden bei Anschlägen schwer verletzt. 

    Wie so oft, und das ist mir bei diesem Text besonders aufgefallen, fehlte mir das Wissen über die religiösen Anspielungen, die über das Christentum hinausgehen. Hinzu kommt, dass ich diesen Roman über einen Zeitraum von sechs Monaten gelesen habe. Ich konnte ihn nicht einfach weglesen - dafür war er zu komplex, zu kompliziert und gleichzeitig auch ein Stück Roman, das ich mir einfach aufsparen wollte. Weil ich gar nicht wollte, dass dieser Roman zu ende geht. Im Satanic Verses Pose Festum, einer Festschrift, die im Jahr 2000 erschienen ist, schreibt der syrische Philosoph Sadik Al-Azm, dass die Einzigartigkeit des Romans darin bestehe,  „den muslimischen Osten und den säkularen Westen zum allerersten Mal in eine religiöse, politische und literarische Kontroverse“ zu bringen und beide so auf einer höheren Ebene miteinander zu verbinden. Die satanischen Verse werden für ihn zum "transkulturellen, transnationalen und transkontinentalen Welt-Roman par excellence". Denn es geht nicht nur um Religionen. Ein Großteil der Handlung passt in jede typische Geschichte einer Großstadt, denn sie spielt in London, es geht um Migration, um Identitäten und natürlich auch um Liebe. Von den verschiedenen Liebesgeschichten, die erzählt werden, endet eine sogar glücklich.

    Hallelujah!

  15. Cover des Buches Shantaram (ISBN: 9783442473083)
    Gregory David Roberts

    Shantaram

    (223)
    Aktuelle Rezension von: gregorypuck

    Shantaram von Gregory David Roberts ist eines der beeindruckendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Mit einer meisterhaft erzählten Geschichte und einer Tiefe, die sowohl emotional als auch intellektuell berührt, nimmt dieses Buch seine Leser mit auf eine außergewöhnliche Reise ins Herz Indiens und ins Zentrum menschlicher Konflikte und Empfindungen.

    Die Hauptfigur Lin, ein entflohener australischer Gefangener, der in Mumbai eine neue Identität sucht, ist nicht nur ein faszinierender Charakter, sondern auch ein vielschichtiger Spiegel unserer Welt. Roberts beschreibt seine Abenteuer mit einer unglaublichen Detailverliebtheit, die Mumbai fast greifbar macht – die Farben, die Gerüche, die Hektik, die Wärme der Menschen. Man spürt, wie die Stadt zu einem lebendigen Charakter der Geschichte wird.

    Doch Shantaram ist mehr als nur eine spannende Abenteuergeschichte. Es ist eine philosophische Reise über Moral, Loyalität, Liebe und die Suche nach Erlösung. Roberts’ Sprache ist poetisch und kraftvoll, seine Dialoge voller Weisheit und Humor, und die Emotionen, die er vermittelt, hallen lange nach dem letzten Kapitel nach.

    Das Buch bietet alles: Action, Romantik, Drama und eine Prise Spiritualität. Es fordert dazu heraus, über die eigene Lebensrealität nachzudenken, und zeigt auf bewegende Weise, wie widerstandsfähig und komplex der menschliche Geist ist.

    Für mich ist Shantaram ein Meisterwerk, das ich jedem ans Herz lege, der nach einer Geschichte sucht, die gleichermaßen unterhält, berührt und inspiriert.

  16. Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)
    Rohinton Mistry

    Das Gleichgewicht der Welt

    (228)
    Aktuelle Rezension von: Reisebaeren

    Der Autor flechtet das Leben vierer Inder kunstvoll ineinander. Zum einen ist da Diana, eine mittellose Witwe, die sich aus der Unabhängigkeit ihres Bruders kämpft. Maneck, ein junger Student, der  lieber zu Diana zieht, als in einer unzumutbaren Studentenwohung zu hausen. Und Ishvar und sein Neffe, die ein trauriges Schicksal in die Stadt verschlägt. 

    Die vier beginnen eine Wohngeschmeinschaft, erst schlecht und aus der puren Not heraus. Doch Stück für Stück entwickelt sich wahre Freundschaft, Zuneigung und eine ungewohnte Hilfsbereitschaft zwischen den Bewohnern. 

    Die Geschichte spielt in Bombay im Jahr 1975 und die Ungerechtigkeit, die den Bewohnern in dieser Zeit passiert ist zwischendurch schwer auszuhalten. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und es ist absolut unmöglich den weiteren Verlauf oder gar das Ende zu erahnen. Nebenbei treten noch skurrile, mal mehr mal weniger sympathische, Mitstreiter auf.

    Es ist mein erster Roman von Rohinton Mistry und ich bin begeistert von seinem Schreibstiel und der Art, wie er die Personen zum Leben erwachen lässt. Die vier sind mir sehr ans Herz gewachsen und jeder ihrer Schicksalsschläge ist mir sehr nahe gegangen. Manche Passagen sind schwer auszuhalten. Die Ungerechtigkeit und Hilflosigkeit der Protagonisten tut fast schon am eigenen Leibe weh. So war ich dann doch froh, als ich das Buch durch hatte und mich einem "fröhlicheren" Roman widmen könnte. Ein wunderbares Buch, aber eben ein hartes Schicksal. 

  17. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328110859)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

    (256)
    Aktuelle Rezension von: schokobook

    Meike Winnemuth hatte 2010 bei Günther Jauch eine halbe Million Euro in der Sendung Wer wird Millionär gewonnen.

    Was macht man mit 500.000 Euro? Meike packt ihren Koffer . Nicht in die Luxushotels Europas, sondern sie reist, ein Jahr lang und jeden Monat ein anderes Land und  wohnt in airbnb. Alleine! Mit einem Koffer und nur das nötigste. Ihre Erlebnisse hält die Journalistin in einem Blog fest und per Mails an ihre Freunde und Bekannten. Am Ende stellt sie fest, dass sie das Geld nicht unbedingt brauchte, da sie ja weiter gearbeitet hatte, als Journalistin ist das sicher auch so machbar. Aber das Geld hat den Mut gegeben JETZT. Und ich finde das Buch ist inspirierend und das nochmals anders als Eat,Pray Love. Was sich für Möglichkeiten auf tun ist absolut interessant. Das Buch ist locker geschrieben. Hat immer mal wieder Bildmaterial und macht nachdenklich. 

  18. Cover des Buches Die Mitternachtsrose (ISBN: 9783442494293)
    Lucinda Riley

    Die Mitternachtsrose

    (625)
    Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregal

    Der Schreibstil ist toll und sehr angenehm. Der Start war für mich etwas holprig. Die Zeitsprünge haben mich zum Start etwas verwirrt. Aber nach einiger Zeit hatte ich den Durchblick.
    Die Protagonist:innen in beiden Zeiten waren mit Liebe zum Detail gestaltet. Ich kann tatsächlich auch nicht sagen, welche Zeitspanne mir mehr zusagt. Das Ende in der heutigen Zeitspanne war für mich tatsächlich etwas unerwartet und hat mich wirklich überrascht. Die Lebens- bzw. Familiengeschichte ist faszinierend und fesselnd umgesetzt. Ich mag die Verknüpfungen zwischen den Zeitspannen.
    Ich bin positiv von dem Buch überrascht.

    Von mir gibt es 4,5 von 5 Sterne.

  19. Cover des Buches Der geheime Garten (ISBN: 9783825176334)
    Frances Hodgson Burnett

    Der geheime Garten

    (544)
    Aktuelle Rezension von: Kaci

    Diese Ausgabe ist einfach ein Traum. Die MinaLima Edition von Der geheime Garten ist ein kleines Kunstwerk für sich – wunderschön illustriert, liebevoll gestaltet und voller Details, die beim Entdecken richtig Spaß machen. Jede Seite fühlt sich besonders an.

    Auch die Geschichte selbst hat mich wieder total verzaubert. Sie ist hoffnungsvoll, warm und zeitlos schön. Trotz ihres Alters lässt sie sich flüssig und angenehm lesen und transportiert eine wundervolle Botschaft über Freundschaft, Heilung und Neubeginn.

    Für mich eine perfekte Kombination aus einer großartigen Geschichte und einer außergewöhnlich schönen Buchgestaltung – ein Buch, das man nicht nur liest, sondern erlebt. 🌿✨

  20. Cover des Buches Zirkuskind (ISBN: 9783257601336)
    John Irving

    Zirkuskind

    (253)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Dr. Daruwalla ist ein in Bombay (Mumbai) geborener Orthopäde, der mit seiner Österreichischen Frau in Toronto lebt. Doch immer wieder kehrt er in sein Geburtsland zurück, vornehmlich um den chondrodystrophen Zirkuszwergen Blut abzunehmen. Eines seiner Hobbys ist neben dem Drehbuchschreiben, die Genetik. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gen zu finden, das verantwortlich ist für diese Art von Minderwuchs. Doch sein diesjähriger Aufenthalt wird überschattet von Morden, die in die Vergangenheit des Doktors zurückführen, dem Auftauchen eines Missionars und einer dildoschwingenden Amerikanerin.

    Wirklich lesenswert wird das Buch durch aberwitzige Situationskomik. Man Denke an Martin M. im WC im Club, die Verwechslungen von John D. und Martin M., die Geschichte mit dem Wunder an Dr. Daruwalla, die Szenen mit dem Dildo am Zoll und viele andere mehr. Diese Szenen sind für mich das Salz in der reichlichen Irving Suppe.

  21. Cover des Buches Der Mitternachtspalast (ISBN: 9783596520626)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Mitternachtspalast

    (237)
    Aktuelle Rezension von: RadikaleResignation

    Man kann sich seine Familie nicht aussuchen, darin liegt wohl das Dilemma eines Jeden. Die beiden lernen sich kennen, lernen sich lieben. Kalkutta als ferne Welt, bildgewaltig beschrieben. Die Geschichte geht gut aus, das Abenteuer ist mitreißend.

    Ich liebe die Sprache, die jede noch so kleine Situation zum Leben erweckt. Carlos Ruiz Zafon schafft mit seinen Büchern eine eigene Welt aus Gut und Böse, aus Angst und Freude. Natürlich muss das Gute siegen. Ist auch ein Teil der Märchenwelt, die hier aufgebaut wird!

  22. Cover des Buches Babel (English Edition) (ISBN: 9780063021426)
    Rebecca F. Kuang

    Babel (English Edition)

    (49)
    Aktuelle Rezension von: Gingerteabooks

    Dieses Buch ist eine wirklich sehr gute Kolonialismuskritik. Das Buch hat wunderbare Charaktere, besonders die vier Protagonist*innen. Die Geschichte ist unglaublich stark aber auch emotional und ich finde jeder, der (besonders weiße Menschen) sollte dieses Buch mal lesen. Trotzdem ist die erste Hälfte etwas anstrengend und zäh, da es dort viel um Sprachgeschichte und Wortursprünge geht und es länger Passagen gibt, die starken Fachbuch-Charakter haben.

  23. Cover des Buches MUH! (ISBN: 9783499256264)
    David Safier

    MUH!

    (450)
    Aktuelle Rezension von: ChrisChris

    Die Witze in diesem Roman können nicht nur als flach, sondern vielmehr als unterirdisch bezeichnet werden. Obwohl man als Leser eines derartigen Buches nicht von einer realistischen Handlung ausgeht, ist die Story, freundlich ausgedrückt, einfach nur absurd.

    Eine Kuh, die mit anderen Tieren im Wald lebt und (Vorsicht, hier kommt ein Witz) „Muhsicals“ performt? Kühe, die wie Automaten ständig Milch geben, obwohl sie noch nie ein Kalb geboren haben? Natürlich auch nicht fehlen darf ein italienischer Kater, der ständig „mit Akzente sprichte“, was an manchen Stellen durchaus lustig sein mag, aber im Allgemeinen den Lesefluss einfach nur stört.

    Um den Roman ansatzweise auf eine plausible Seitenzahl zu bringen, legt auch die kleine Kuhherde immer mal wieder eine Showeinlage ein. Vermutlich hat der Autor einmal zu oft an den verbotenen Pilzen auf der Kuhweide genascht, um die Texte für diese Songs zu schreiben. Ausgeschmückt wird die Geschichte noch mit Legenden der Götterkuh Naia und ihrem Samenspender Hurlo.

    Um der ganzen Angelegenheit auch noch philosophische Tiefe zu verleihen, folgt gelegentlich der dezente Wink mit dem Zaunpfahl „Fleisch essen ist Mord“ und die Flucht der Kühe erweist sich als eine Suche nach dem wahren Glück.

    Nachdem der Beginn der Reise nur bis ans Ende der Weide, gefühlt bereits eine Woche gedauert hat, ist die letzte Etappe des Weges (nach einem Flugzeugabsturz!) vom tief verschneiten Himalaya Gebirge nach Indien in wenigen Sätzen abgehandelt. Um diese Szene noch weiter auszuschmücken, hat wohl die Fantasie des Autors nicht gereicht oder die Pilze waren aus. Natürlich, wie könnte es auch anders sein, endet die Geschichte mit Gesang und Tanz….

    Viel mehr gibt es nicht zu sagen außer „Muh“ oder wohl eher „BUUUUH“! Mit Abstand das schlechteste Buch des Autors, das ich bisher gelesen habe.

  24. Cover des Buches Rupien! Rupien! (ISBN: 9783462304961)
    Vikas Swarup

    Rupien! Rupien!

    (313)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Vicky Rai wurde ermordet! Sein Vater ist der indische Innenminister und Vicky war durch seine arrogante und kaltblütige Art alles andere als beliebt. Er wurde wegen Mord angeklagt, aber wurde frei gesprochen. Auf der anschließenden Party wird er erschossen. Es gibt sechs Verdächtige und jeder hätte einen Grund gehabt ihn umzubringen. Mohan Kumar war einst Staatsminister und nach einem Besuch einer fragwürdigen Show, fühlt er sich als Gandhi und verurteilt Vicky Rais Art. Ein arbeitsloser Mann der sich durch Handydiebstähle über Wasser hält gelangt durch Zufall an viel Geld, dass Rai gehört, Eketi wird von seinem Stamm nach Indien geschickt um eines der größten Schätze seiner Kultur zurück zu holen und auch Rais Vater zählt zu den Verdächtigen. Der größte weibliche Filmstar Indiens wird mit der Ermordung in Verbindung gebracht und hat doch ganz andere Sorgen. Und dann gibt es noch einen Amerikaner, der nach Indien kommt um seine Brieffreundin zu heiraten und fest stellen muss, dass man ihn auf den Arm genommen hat. Swarup beschreibt diese sechs unterschiedlichen Charaktere wunderbar, großartig, spannend und mit einem oft bösen Blick auf korrupte Politiker und intrigante Machenschaften. Ein ganz großes Leseabenteuer!

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