Bücher mit dem Tag "indische literatur"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "indische literatur" gekennzeichnet haben.

38 Bücher

  1. Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)
    Rohinton Mistry

    Das Gleichgewicht der Welt

     (216)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Rohinton Mistry erzählt eine Geschichte, die in den 70er Jahren in Indien während des Ausnahmezustands spielt. Ohne Erbarmen, grausam, humorvoll und rührend erzählt und immer wenn man denkt, es geht nicht mehr schlimmer, setzt setzt der Autor noch einen nach.
    Am Ende steht eines fest: Die Welt ist nicht im Gleichgewicht!

    🐭🐭🐭🐭🐭/5

  2. Cover des Buches Mitternachtskinder (ISBN: 9783442746606)
    Salman Rushdie

    Mitternachtskinder

     (69)
    Aktuelle Rezension von: JacqueRoe

    Ein monumentales Werk und das nicht nur wegen seiner Seitenzahl sonder auch wegen der Zeitspanne von über 60 Jahren die es umfasst. Definitiv ein nicht ganz einfach zu lesendes Werk, in das viele Daten, Orte, Ereignisse und Namen hineingewebt sind, von denen ich noch nie gehört habe. Also sicher ein wissenserweiterndes Buch, doch sicher kein klassischer Geschichtsroman. (Mir musste immer wieder Wikipedia aushelfen, um dem Faden besser folgen zu können.) Die Geschichte ist bei aller Einbettung in reale Geschichte der Staaten Indien, Pakistan und Bangladesh sehr phantasievoll verwoben, bisweilen verwirrend. Aufgeben kam für mich an keiner Stelle in Frage, auch wenn es die Impulse dazu durchaus gab. Ich bin froh, es durchgezogen zu haben.

    Was bleibt ... ein Blick in ein fernes, fremdes Land, der bei mir kein Fernweh weckt. Diese fremde, so andere Welt, bleibt mir fern und fremd; sie darf es bleiben. Für mich kein Grund demnächst einen Flug nach Indien zu buchen, aber sehr wohl eine Erweiterung meines Horizonts. Dabei erzeugt das Buch extrem wenige Bilder in meinem Kopf, doch nicht, weil die Beschreibungen nicht tief und bunt wären, sondern weil in meinem Kopf die passenden Vorlagen fehlen. Ich bleibe ein wenig peinlich berührt zurück über mein Unwissen über diesen Teil der Welt und mit einer kleinen Neugier auf den Geschmack von indischen Pickles. 

  3. Cover des Buches Die satanischen Verse (ISBN: 9783442746590)
    Salman Rushdie

    Die satanischen Verse

     (107)
    Aktuelle Rezension von: BluevanMeer

    Salman Rushdie spielt mit verschiedenen Mythen, religiösen Ideen, religiösen Überlieferungen, Überzeugungen, Mysterien und verwebt in seine Geschichte die unterschiedlichsten Sagen und Erzählungen aus verschiedenen Religionen. Das ergibt einen unterhaltsamen und ausschweifenden Roman, der es wirklich in sich hat. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, aber ganz ehrlich: richtig nacherzählen worum es geht und Knotenpunkte aus diesem wilden und wunderbaren Roman herauszudestillieren, ist mir verdammt schwer gefallen. Daher nun in groben Zügen eine Beschreibung dieses Feuerwerks der Literatur.

    Die Hauptprotagonisten sind zwei muslimische Männer, Gibril Farishta und Saladin Chamcha, die 111 Tage lang (die 111 ist übrigens eine Zahl sein, die auf die Dreifaltigkeit verweist) in einem von islamistischen Terrorist*innen entführten Flugzeug verbringen, bis die Terrorist*innen das Flugzeug in die Luft sprengen und beide, aneinandergeklammert, durch die Luft fliegen und zum Glück überleben. Doch dann geschehen seltsame Dinge. Während Gibril sich nach und nach in den Erzengel Gabriel verwandelt, wachsen Saladin bald ein Pferdefuß und Teufelshörner. Der Kampf gut gegen böse, Engel gegen Teufel, ist damit eingeläutet. Erzählt wird die Geschichte von einer gesichtslosen und doch scheinbar göttlichen Instanz, die sich selbst als Teil der "höheren Mächte" sieht. 

    "Was konnten sie auch erwarten? Einfach aus dem Himmel zu fallen: dachten sie, so etwas hätte keine Nebenwirkungen? Sie hatten das Interesse höherer Mächte erweckt, das hätten sie eigentlich merken müssen, und diese Mächte (ich spreche natürlich von mir selbst), haben eine boshafte, ja fast schon gemeine Art, mit Sturzflügen umzugehen. Und noch etwas, lassen Sie mich das klarstellen: ein großer Fall verändert den Menschen." (180)

    Farishta und Chamcha stehen sich also als Erzfeinde gegenüber, vom Himmel gefallen sind beide, aber nur Gibril verwandelt sich in einen Engel, der nicht nur Wunder vollbringen kann, sondern dessen Heiligenschein auch die dunkelste Nacht erleuchtet. Kein Wunder, erinnert sein Name Gibril doch an den Erzengel Gabriel.

    Zudem hatte Gibril schon früh Kontakt zur Göttlichkeit, in verschiedenen Bollywoodfilmen verkörperte er immer wieder unterschiedliche hinduistische Götter. Er verliebt sich in Alleluja, eine jüdische Bergsteigerin, die in den höchsten Höhenmetern, wenn sie ganz nah am Allmächtigen zu sein scheint, zu religiöser Ekstase fähig ist. 

    Saladin Chamchawalla verdient sein Geld als Stimmenimitator, im Moment für  den synchronisiert er Ketchupflaschen und Knabbergebäck, und ist ebenfalls Schauspieler. In England lebt er seit seiner Jugend, seine muslimische Herkunft lehnt er ab, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass er ein sehr schwieriges Verhältnis zu seinem Vater hat.

    Während sich die beiden Abgestürzten zu einer alten Dame, Rosa Diamond, retten, entscheiden sich die Richtungen, in denen sich ihre Lebenswege entwickeln werden. Der Heilige in spe, Gibril,  nutzt seine Chancen und verrät den Mann mit Pferdefuß. Saladin wird deshalb von rassistischen Polizisten zusammengeschlagen und erlebt die ganze Palette an Polizeigewalt, die man sich vorstellen kann. Das ist so fies zu lesen, das man nur noch Mitleid mit dem Teufelshorn haben kann. Gibril hingegen, nutzt seine wundersamen Fähigkeiten und verhilft Rosa Diamond zu einer göttlichen erotischen Vision. Rosa Diamond hat es also noch gut getroffen, sie ist eine verschwiegene Figur, die verspricht, niemandem von Gibril zu erzählen. Übrigens sind in vielen Beichtstühlen Rosen eingraviert, denn "Sub Rosa" (unter der Rose) teilte man im Mittelalter den katholischen Priestern seine Beichte mit.

    Saladin erfährt, dass seine Frau eine Affäre mit seinem Freund Jumpy Joshi hat (immerhin war er fast ein Jahr verschwunden) und ist am Boden zerstört. Immerhin hat er den Flugzeugabsturz, die Polizei und das Krankenhaus überlebt (wo sich übrigens noch andere verwandelte Menschen aufhalten) - nur um dann in einem Zimmerchen von Bekannten untergebracht zu werden. Weil er immer mal wieder aus dem Fenster sieht, bildet sich bald im Viertel eine Art Teufelskult um den Mann mit den Hörnern, der das Viertel in Chaos und Verwüstung stürzt. Zudem erfährt Saladin, dass seine Frau von ihrem Geliebten ein Kind erwartet. Saladin hat nur noch ein Ziel: er will sich an Gibril rächen, den er für sein Unglück verantwortlich macht. Aber Gibril geht es auch nicht gerade rosig: er wird zu einem riesigen Macho und stresst Alleluja. Zudem kann Gibril bald nicht mehr entscheiden, wer er ist: ein Erzengel oder ein Mensch?

    Neben dem Hauptkonflikt der beiden Protagonist*innen, wird die Erzählung immer wieder durch Gibrils Träume unterbrochen, die ins Märchenhafte kippen. In seinen Träumen geht es um die Stadt Jahila, eine Stadt aus Sand, in der die Menschen 360 unterschiedliche Götter und Göttinnen verehren, bis der Prophet Mahound kommt, seines Zeichens ursprünglich Kaufmann, und den Menschen, wenn es um den richtigen Glauben geht, mal ein bisschen auf die Sprünge hilft. In Jahila lebt auch das Mädchen Aischa, das vom Erzengel Gabriel als Prophetin ausgewählt wurde. Als Symbol ihrer Göttlichkeit wird sie von einem Schwarm von Schmetterlingen begleitet. Ihr ganzes Dorf Titlipur folgt ihr (wie auf einer Pilgerreise) nach Mekka, denn Aischa hat den Menschen versprochen, dass sie das Meer für sie teilen wird. Die todkranke Mischa Sahil sucht Hoffnung und Heilung bei Aischa, ihr Mann glaubt nicht an Aischas Versprechungen und versucht die restlichen Pilger immer wieder zur Umkehr zu bewegen. Aischa hat noch einen extrem frauenfeindlichen und radikalen Gegenspieler, einen Imam, der um seinen eigenen Einfluss bei den Gläubigen fürchtet und natürlich den mächtigen Propheten Mahound, der passenderweise immer dann eine Vision bekommt, sobald seine Anhänger*innen ihn kritisieren. 

    "Tod der Kaiserin Aischa und ihrer Tyrannei, dem Kalender, den Vereinigten Staaten, der Zeit! Wir suchen die Ewigkeit, die Zeitlosigkeit Gottes. Seine stillen Wasser, nicht ihren strömenden Wein. Verbrennt die Bücher und vertraut dem BUCH, zerreißt die Papiere und hört das WORT, wie es der Engel Gibril dem Verkünder Mahound offenbart und wie es euer Deuter und Iman erläutert hat." (S.281)

    Es ist schon bezeichnend, dass Engelchen und Teufelchen in der Romankonstruktion eigentlich Schauspieler sind und Gibril wie ein Schlafwandler zwischen den Welten hin und hergeistert und in diesem ganzen Chaos irgendjemand - von ganz weit oben - die Puppen tanzen lässt. Die Menschen können nur reagieren. Das nennt man dann wohl Schicksal. Und wenn Gott einmal nicht nur als Erzählinstanz auftaucht, sondern als Figur im Text, dann sitzt er mit schütterem Haar auf Gibrils Bett und hat vor allen Dingen Schuppen. Solche Parodien muss man erst einmal in eine Romanform gießen. Hinzu kommt, dass alle Propheten und Ausgewählten in diesem Text an keiner Stelle halten, was sie versprechen. Während Mahound die Menschen offen betrügt, schickt Aischa ihre Anhänger letztlich ins Wasser, wo sie ertrinken. Denn natürlich gelingt es ihr nicht, das Meer zu teilen. Magischer Realismus mit einer gehörigen Portion Religionskritik, auch das steckt in diesem Buch. 

    Kurz nach Erscheinen des Romans, am 14. Februar 1989, rief Ajatollah Chomeini über Radio Teheran eine Fatwa gegen den Schriftsteller und all diejenigen aus, die den Text, der eine Beleidigung des Propheten darstelle, verbreiten und übersetzen. Rushdies japanische Übersetzer, Hitoshi Igarashi, wurde 1991 ermordet, sein italienischer Übersetzer Ettore Capriolo und sein norwegischer Verleger Wililam Nygaard wurden bei Anschlägen schwer verletzt. 

    Wie so oft, und das ist mir bei diesem Text besonders aufgefallen, fehlte mir das Wissen über die religiösen Anspielungen, die über das Christentum hinausgehen. Hinzu kommt, dass ich diesen Roman über einen Zeitraum von sechs Monaten gelesen habe. Ich konnte ihn nicht einfach weglesen - dafür war er zu komplex, zu kompliziert und gleichzeitig auch ein Stück Roman, das ich mir einfach aufsparen wollte. Weil ich gar nicht wollte, dass dieser Roman zu ende geht. Im Satanic Verses Pose Festum, einer Festschrift, die im Jahr 2000 erschienen ist, schreibt der syrische Philosoph Sadik Al-Azm, dass die Einzigartigkeit des Romans darin bestehe,  „den muslimischen Osten und den säkularen Westen zum allerersten Mal in eine religiöse, politische und literarische Kontroverse“ zu bringen und beide so auf einer höheren Ebene miteinander zu verbinden. Die satanischen Verse werden für ihn zum "transkulturellen, transnationalen und transkontinentalen Welt-Roman par excellence". Denn es geht nicht nur um Religionen. Ein Großteil der Handlung passt in jede typische Geschichte einer Großstadt, denn sie spielt in London, es geht um Migration, um Identitäten und natürlich auch um Liebe. Von den verschiedenen Liebesgeschichten, die erzählt werden, endet eine sogar glücklich.

    Hallelujah!

  4. Cover des Buches Letzter Mann im Turm (ISBN: 9783423142496)
    Aravind Adiga

    Letzter Mann im Turm

     (20)
    Aktuelle Rezension von: haberland86
    Ich habe dieses Buch vor einigen Jahren auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt und war vom interessanten Klappentext, sowie dem tollen Schreibstil der ersten Buchseiten total begeistert. Als ich „Letzter Mann im Turm“ nun vor einigen Wochen zu lesen begann, erwartete ich ein Indienepos, das mich sowohl inhaltlich als sprachlich begeistern würde. Außerdem hoffte ich, einen Einblick in den indischen Alltag zu bekommen und dieses exotische Land dadurch besser kennenzulernen.
    Vor allem im letzten Punkt wurden meine Erwartungen voll und ganz erfüllt.

    Aravind Adiga machte es mir mit seiner bildhaften Sprache (sowie den Übersichtskarten am Anfang und Ende des Buches) leicht, in dieses faszinierende und kontrastreiche Land einzutauchen. Ich konnte Mumbai mit seinen Farben, Gerüchen, dem Prunk und der bitteren Armut förmlich vor mir sehen.
    Die ersten 200 Seiten flogen nur so dahin, bis der erste Rausch nachließ und mich die großartige Sprache nicht mehr über die stagnierende Entwicklung der Geschichte hinweg trug.

    Die Ausgangslage ist sehr spannend – eine Hausgenossenschaft erhält ein großzügiges Angebot eines Immobilienhais, der das allmählich verfallende Gebäude der Vishram Society abreißen möchte, um dort moderne Luxusapartments zu bauen.
    Für die Bewohner ist das die einmalige Chance, der Unterschicht zu entfliehen und am Aufschwung ihres Heimatlandes zu partizipieren. Dafür müssen aber alle Bewohner dem Angebot innerhalb einer gesetzten Frist zustimmen. Da nicht alle Bewohner ihre Wohnung verlassen wollen, selbst wenn sie noch so viel Geld geboten bekämen, ergibt sich ein interessanter Konflikt, der durch die menschliche Gier sogar lebensgefährlich werden kann.
    Auch die Bewohner der Vishram Society bieten einen interessanten Querschnitt der indischen Gesellschaft. Hier wohnen Christen, Hindus und Moslems friedlich miteinander. Es gibt Pensionäre, Lehrer, Selbständige und solche, die ihr Geld mit zwielichtigen Geschäften verdienen. Solche die alleine wohnen, zu zweit  oder als Familie.

    Irgendwann hatte ich aber das Gefühl, dass der Autor die Geschichte, einem Bollywood-Film gleich, unnötig in die Länge zog. Weniger wäre, meiner Meinung nach, hier mehr gewesen.
    Irgendwie quälte ich mich durch 250 langatmige Seiten, bis es auf den letzten 50 Seiten für einen kurzen Moment noch einmal spannend wurde. Den vorhersehbaren Epilog hatte ich allerdings nicht gebraucht und wäre froh gewesen, das Buch ein paar Seiten eher beenden zu können.

    Da ich über Aravind Adiga und „Letzter Mann im Turm“ viel Positives gelesen und gehört hatte, blieb ich am Ende enttäuscht zurück und würde das Buch, trotz sprachlicher Stärke, kein zweites Mal lesen.

    Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.
  5. Cover des Buches Kamasutra im Management (ISBN: 9783593385150)
    Volker Zotz

    Kamasutra im Management

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Aicher
    Dieses Buch eines meiner großen Lieblingsautoren ist ein wunderbar leicht zu lesender und dabei immer tiefsinniger Überblick über das weite Feld der klassischen indischen Literatur unter dem Gesichtspunkt, was man als moderner Mensch hier und heute daraus lernen kann. Volker Zotz versteht es in seinen Büchern immer wieder neu, dass Jahrtausende alte Schriften lebendig werden und zu mir als Leser sprechen. Das Buch hätte gerne fünfmal so lang sein dürfen.
  6. Cover des Buches Shalimar der Narr (ISBN: 9783498057749)
    Salman Rushdie

    Shalimar der Narr

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Chrischan
    Eines Tages wird der ehemalige Botschafter Max Ophuls von seinem Chauffeur Shalimar ermordet. Die Tat scheint auf den ersten Blick willkürlich und grundlos, eben ein typischer Terrorakt. India, - die eigentlich Kashmira heißt - Tochter des ermordeten Botschafters, beginnt auf eigene Faust mit Nachforschung. Sie will verstehen, warum der bis dato so ruhige und unauffällige Shalimar ihren Vater tötete und anschließend keinerlei Gegenwehr bei seiner Verhaftung zeigte. Sie kommt recht schnell hinter das eigentliche Geheimnis dieses Mordes: Shalimar war dereinst der Ehemann und die große Liebe von Boonyi, Kashmiras Mutter und Geliebte von Max Ophuls. Während sie weiter forscht, kommt Shalimar dahinter, wer Kashmira ist und kennt nur noch einen Gedanken: auch sie muss sterben, damit die letzte Spur der Schande von Boonyi ausgelöscht wird. * Salman Rushdie ist ohne Zweifel einer der ganz großen Autoren des 20. Jahrhunderts. Er ist einer jener Schriftsteller, die ihre Meinung sagen und an ihrer Vorstellung einer besseren Welt und vernünftigen Menschheit festhalten, koste es, was es wolle. Der gebürtige Inder Rushdie wurde dafür mit der "Fatwa" belegt. In "Shalimar der Narr" widmet sich Salman Rushdie eindringlich und sehr poetisch der Harmonie zwischen unterschiedlichen Kulturen und der Zerstörung dieser Harmonie. So zeigen Shalimar (Muslim) und Boonyi (Hindu) am Beginn der Geschichte das friedliche Miteinander der beiden Religionen. Die Harmonie zerbricht und es bleibt nur noch Shalimars Hass. Eindrucksvoll beschreibt Rushdie den harten Weg zum islamischen Fundamentalisten, immer wieder durchbrochen von Zweifeln und der Sehnsucht nach der alten Liebe und dem Frieden, der damit einher ging. * Und so wie das Land Kashmir zwischen Pakistan und Indien zerrissen und aufgerieben wird, so wird auch Kashmira, genannt India, zwischen den Welten und Kulturen hin- und hergerissen. Rushdies wunderbare Allegorie auf die weltpolitischen Zustände seiner einstigen Heimat. Immer tiefer taucht man ein in die Geschichte des einst paradiesischen Kashmir am Fuße des Himalaya, lernt Kultur und Leben, Unbeschwertheit und Leichtigkeit kennen. Man erlebt den Zerfall dieses Paradieses beispielhaft an der Geschichte von Shalimar, Boonyi und Max Ophuls und hofft, dass es am Ende Kashmira ist, die alles zu einem versöhnlichen Ende bringt. Ein faszinierende sprachliche Tiefe, eine poetische Erhabenheit mit der Rushdie ein immer noch hochaktuelles Thema bearbeitet: Wohin unbändiger Hass führen kann und das offenbar nicht einmal die Liebe ihm gewachsen ist. ©Christian Hesse, September 2012
  7. Cover des Buches Luka und das Lebensfeuer (ISBN: 9783498057879)
    Salman Rushdie

    Luka und das Lebensfeuer

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Bei einem Spaziergang mit seinem Vater, dem Geschichtenerzähler Raschid, sieht Luka, wie ein Zirkusdirektor seine Tiere misshandelt und verwünscht ihn deswegen. Noch in derselben Nacht brennt der Zirkus und die Tiere können ausbrechen. Zwei von ihnen, ein Bär namens Hund und ein Hund, der Bär genannt wird, fliehen zu Luka und werden seine besten Freunde. Die Rache des Zirkusdirektors trifft Raschid, er wird krank und fällt ins Koma. Um seinen Vater zu retten muss Luka das Lebensfeuer finden. Mit Hund und Bär begibt er sich auf die gefahrvolle Suche in eine andere, geheimnisvolle und magische Welt … 

    Sir Salman Rushdie ist indisch-britischer Schriftsteller. Er wurde 1947 in Bombay geboren, kam im Alter von 14 Jahren nach England auf die Rugby School, studierte danach in Cambridge Geschichte und arbeitete anschließend als freier Journalist und Werbetexter. Ab 1975 begann er mit Schreiben und erreichte 1988 Weltruhm, als „Die satanischen Verse“ veröffentlicht wurde. Dies war für die iranische Regierung unter Staatschef Chomeini der Anlass, Rushdie 1989 mittels einer Fatwa zum Tode zu verurteilen. Er lebte daraufhin unter Decknamen und Polizeischutz an ständig wechselnden Orten. Das Todesurteil wurde auch nach dem Tode Chomeinis nicht aufgehoben und gilt bis heute, das Kopfgeld für seinen Tod wurde mittlerweile auf fast 4 Millionen Dollar erhöht. Ungeachtet dessen erhielt er inzwischen zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Werke, so den Booker Prize, den Aristeion-Literaturpreis der EU, wurde 1999 von der FU Berlin und der Universität Lüttich mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet und 2007 von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.  

    Erstaunlich, mit welch Phantasiereichtum der Autor ausgestattet ist und wie er es schafft, den Leser damit in seinen Bann zu ziehen. „Luka und das Lebensfeuer“ ist ein Märchen für Erwachsene in modernem Gewand, das der Autor für seinen Sohn geschrieben hat. Um das Lebensfeuer zu finden muss Luca, ähnlich wie in einem Computerspiel, Level um Level erreichen, ohne dabei alle seine Leben zu verlieren. Dabei stellen sich ihm ungeahnte Hindernisse in den Weg, die es durch List und mit Hilfe einiger ihm wohlgesonnener mystischer Wesen zu überwinden gilt. Der Schreibstil ist sehr ansprechend, angenehm flüssig und gut lesbar, wenn auch die Fülle der seltsamen Namen den Lesefluss etwas hemmt. Dennoch habe ich es sehr gerne gelesen und mich in eine magische Welt voller mythologischer Figuren entführen lassen.

    Fazit: Ein Lesevergnügen für alle, die sich auch noch als Erwachsene gerne ins Reich der Phantasie verführen lassen.  

  8. Cover des Buches The Satanic Verses (ISBN: 0670825379)
    Salman Rushdie

    The Satanic Verses

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Shame (ISBN: 0312270933)
    Salman Rushdie

    Shame

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Sieben mal sechs ist dreiundvierzig (ISBN: 9783596181940)
    Kiran Nagarkar

    Sieben mal sechs ist dreiundvierzig

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Wolkenatlas
    Die Verwirrungen des jungen Kushank Kiran Nagarkars Debütroman aus dem Jahre 1974 „Sieben mal sechs ist dreiundvierzig“ ist ein großartiges, wenngleich auch nicht ganz problemloses Buch. Der Ich-Erzähler Kushank lässt den Leser an wichtigen Momenten in seinem noch sehr jungen Leben teilhaben. Er erzählt von der ersten Liebe, der wichtigsten Frau im Leben, von der Ehe, vom Tod, von der Mutter, erinnert an die Studienzeit, sieht die Armut und erzählt von postpubertären Männlichkeitsausritten mit dem Frauenheld Ragha. Dabei springt die Erzählung unvorhersehbar und scheinbar systemlos zwischen den scheinbar zusammenhanglosen fragmentarisch erscheinenden Abschnitten hin und her, bis sich die Erzählung nach einiger Zeit einpendelt und das Lesen leichter und flüssiger wird. Auf gewisse Art und Weise ist „Sieben mal sechs ist dreiundvierzig“ auch ein bewusst auf der Stelle tretender Entwicklungsroman, bei dem das Hintergrundpanorama ebensolchen Metamorphosen unterworfen wird, wie der sich als Hauptprotagonist entwickelnde Kushank. Kiran Nagarkars stupendes und schlafwandlerisch sicheres Gespür für die Dramatik seines Romans fesselt trotz der fragmentarischen Struktur und den immer wieder auftretenden kleinen Hürden zunehmend den Leser. Kiran Nagarkars nie vordergründiger Humor hat so viele Schattierungen, wie Indien Facetten hat und reicht von dunkel-sarkastisch über trocken-ironisch bis wirklich heiter. Doch selbst in den heitersten Momenten, wie in einer Szene, in der Kushank als mit einer Steinschleuder bewaffneter Date-Sekundant vom durchdrehenden Bruder des Objekts der Begierde mit einer Schrotflinte im Allerwertesten erwischt wird, bleibt einem das Lachen meist im Halse stecken. Großartig hat das Übersetzerehepaar Ditta und Giovanni Bandini die am Ende sehr dankbare Aufgabe bewältigt, diesen faktisch in drei Sprachen geschriebenen Roman ins Deutsche zu übersetzen. Die angehängte Erklärung ist sehr hilfreich. Ein anregender, großartiger Roman, der unprätentiös und nachhaltig wirkt und viele neue Einblicke in die vielschichtige Welt Indiens wirft. Absolute Empfehlung, nicht nur für Fans von indischer Literatur oder von Indien.
  11. Cover des Buches Das Rätsel der Ankunft (ISBN: 9783548604176)
    V. S. Naipaul

    Das Rätsel der Ankunft

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Narcopolis (ISBN: 9783100800275)
    Jeet Thayil

    Narcopolis

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Nil
    Narcopolis hat mich nicht überzeugen können. Ein indischer Roman über die Opiumhöhlen in Bombay. Es gibt ausgewählte Protagonisten, die nur mit Drogen zurecht kommen.
    Leider etwas zu konfus. Auch kommen viele indische Begriffe, die mir leider nichts sagen, vor. Ich hätte mir bei ersterwähnung entweder eine Fußnote gewünscht oder am Ende des Romans ein Glossar.
    Nicht empfehlenswert.
  13. Cover des Buches Enchantress of Florence (ISBN: B002DO6RB2)
    Salman Rushdie

    Enchantress of Florence

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Wolkenatlas
    Salman Rushdie, unfortunately still seen by many as the scandal writer of "The Satanic Verses" only, has with his new book given us readers again a magnificent novel. "The Enchantress of Florence" is a beautiful and opulent reading feast. Considering that one of the books characters is Niccolo Machiavelli (1469-1527), the main time of this novel is the end of the 15th and beginning of the 16th century. A novel, which skilfully plays with the idea of "1001 Nights and Scheherazade", giving the story-telling role to a young european traveller, yellow haired, calling himself the "Mogor dell'Amore" and claiming to be the child of the lost Mughal princess Qara Koz. He tells his story to the feared Emperor Mughal Akbar, of course knowing that belief or disbelief will decide his fate. Salman Rushdie has written a (sometimes rather frivolous) fable, a wonderful book about love, trust, treachery, enchantment, the art of story-telling and the story of Lady Black Eyes. A tale of many voices, all perfectly united in one whole by Salman Rushdie, who has herewith delivered what I guess is maybe his best novel to date.
  14. Cover des Buches Indologie (ISBN: 9781159116835)
    Bucher Gruppe

    Indologie

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Aicher
    Ich gebe nur ein Herz, obwohl den eigentlichen Autoren dieses Buches sämtliche Herzen gebühren würden. ABER: Bei diesem seltsamen Werk über ein indisches Thema handelt es sich nicht um die originalen Ausführungen eines Autors, sondern um die bloße Zusammenstellung von Informationen, die aus verschiedenen Wikipedia-Artikeln stammen. Die Anschaffung des Buchs ist darum aus meiner Sicht eigentlich nicht nur im wirtschaftlichen Sinn völlig überflüssig, weil sich jeder die entsprechenden Inhalte ganz leicht selbst bei Wikipedia beschaffen kann. Ob man mit der Zusammenstellung und Kommerzialisierung eines solchen Buchs den vielen ehrenamtlichen Autoren bei Wikipedia einen Gefallen tut, wage ich zu bezweifeln. Aber was nutzt es dem Leser, wenn man Wikipedia-Artikel aneinanderreicht und verkauft?
  15. Cover des Buches Bollywood (ISBN: 9783518459331)
    Shashi Tharoor

    Bollywood

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Nee, das war so gar nicht meins. Ich bin sowieso kein Bollywood-Fan und habe keinen Bezug zu dieser indischen Filmfabrik. Es hat mir nicht völlig widerstrebt, den Roman zu lesen (wie das ja oft mit Schul- und Uniliteratur so ist), aber gepackt hat er mich auch nicht.

    Das Buch zeigt viele Elemente, die perfekt zum Filmgenre passen. So ist das Inhaltsverzeichnis zum Beispiel in Drehbuchform verfasst, es gibt Kolumnen einer Filmreporterin und Redewendungen, die man aus der Filmsprache kennt, wie „Du hast mich aus deinem Drehbuch gestrichen“ oder „hat dir jemand einen falschen Text gegeben“. Auch das Thema selbst – Ashoks Aufstieg zum Bollywood-Star – und seine Zeit am Filmset zeigen tolle Verknüpfungen von Literatur und Film.

    Darüber hinaus konnte ich dem Roman aber kaum etwas abgewinnen. Ashok ist ein selbstverliebter Mistkerl, der sich selbst als Hauptdarsteller seines Lebens sieht, in dem sich alles, aber auch wirklich alles um ihn drehen muss. Auch keiner der anderen Charaktere kann in irgendeiner Weise Sympathie erzeugen.

    Und die Erzählweise – Ashok erzählt in der Ich-Form, andere Figuren erzählen in der Du-Form an Ashok gewandt – mag kreativ sein. Ich konnte mich aber nicht damit anfreunden. Es ließ mich einfach vollkommen kalt, was passiert, und das ist immer ein sehr schlechtes Zeichen. Hinzu kommt eine Art von Tragikomik, der eher anstrengend als witzig ist.

    Kleiner Funfact am Rande: Shashi Tharoor, der zu Indiens bedeutendsten Autoren der Gegenwart zählt, ist genau wie sein Protagonist in die Politik gegangen. Allerdings ist der Inder auch vor seiner Schriftstellerkarriere als Jurist und Diplomat tätig gewesen.

  16. Cover des Buches The English Teacher (ISBN: 9780099282280)
    R. K. Narayan

    The English Teacher

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Vishnus Tod (ISBN: 9783442740369)
    Manil Suri

    Vishnus Tod

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Lax
    „Vishnus Tod“ ist ein fesselnder mystischer Roman über Glauben, Religionen und die Vielfalt der Menschen, alles aufzeigend in einem Mehrfamilienhaus. Ein alter Mann liegt sterbend auf dem Treppenabsatz in einem Mehrfamilienhaus in Indien. Seine Erinnerungen gehen zurück zu seiner Geliebten und der Mutter mit ihren Erzählungen aus der Indischen Mythologie. „Ich bin Vishnu, Hüter des Universums, Hüter der Sonne.“ Die Gedanken des Mannes lösen sich vom Körper und betreten eine andere philosophische Ebene. Die hinduistische Mythologie ist eines der zentralen Themen von Milan Suri in dem Buch „Vishnus Tod.“ Er erzählt über die vielfältigen Inkarnationen von Vishnu, die in heiligen Schriften des Hinduismus genannt werden. Zudem benutzt der Autor sehr viele Indische Begriffe – die im Anhang erklärt werden - und lässt somit den Leser in die farbenfrohe Welt von Indien eintauchen. Dafür dass die Erzählung nicht zu philosophisch wird, sorgen die Geschichten, die mit dem Tod des alten Mannes verknüpft werden. Den jeder Bewohner des Hauses, egal ob Moslem oder Hindu hat eine eigene Geschichte. Das Buch handelt von Menschen, die auf der Suche nach Liebe und dem Sinn des Lebens sind. Die Tat eines jeden hat Auswirkungen auf einzelne oder alle anderen. Eine junge Hindu-Frau soll verheiratet werden, doch sie liebt einen Muslim, aber noch mehr das Filmgeschäft; Ein alter Mann hat seine Frau verloren und somit seinen Lebenssinn; Eine einfache Botin versucht sich auf dem Gebiet der Physik; Ein rational denkender Mann versucht zu verstehen, was es bedeutet wahrhaft gläubig zu sein. „Was wenn der Glauben eine andere Dimension besaß?“ Auch das Kastensystem wird thematisiert. Ein jeder kämpft um seinen Platz, sei es auf einem Treppenabsatz, in der geteilten Küche oder in der Anerkennung durch die anderen Menschen. Nur der Gott Vishnu steht über ihnen. „Lächelte er über die Torheit der Sterblichen, die immer wieder den selben Fehler begingen und auf den Schein hereinfielen, deren Schicksal es war, nie zu begreifen, was sich dahinter verbarg?“ Es ist eine fesselnde Geschichte, die die Indische Welt mit ihren Gerüchen und den vielen Religionen und Schicksalen einfängt. Zwar kann es nicht schaden, sich mit dem Hinduismus ein wenig auszukennen, doch Suri erklärt sehr viel, das sehr unterhaltsam und zudem bewegend. Die Geschichte ist ein Abenteuer, in das man hineingesogen wird und das zum Nachdenken anregt. „...wenn man zu einem Abenteuer aufbrach, durfte man nicht erwarten, den Ausgang zu kennen.“ Manil Suri wurde 1959 in Mumbai, Indien geboren. Mit zwanzig Jahren wanderte er in die USA aus und studierte dort. Heute lebt er in Maryland. „Vishnus Tod“ ist sein erster Roman, der in über zwanzig Sprachen übersetzt wurde. Er sagt, dass der Roman in selber in die hinduistische Mythologie entführt hat und ihn den Wissenschaftler wieder verbunden hat, mit einer Seite an sich, die er glaubte verloren zu haben.
  18. Cover des Buches Herr und Sklave (ISBN: 9783548603162)
    V. S. Naipaul

    Herr und Sklave

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Das Kaleidoskop des Lebens (ISBN: 9783104028941)
    Rohinton Mistry

    Das Kaleidoskop des Lebens

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Bibliophil
    Rohinton Mistry wurde 1952 in Bombay, Indien, geboren und lebt nun in der Nähe von Toronto, Kanada. Seine mehrfach ausgezeichneten Romane wie zum Beispiel „Das Gleichgewicht der Welt“ handeln meist in der Metropole Bombay und erzählen viel vom Alltag der indischen Bevölkerung. Das ist auch in seiner Erzählung „Das Kaleidoskop des Lebens“ so. In diesem Buch stellt er uns einige Bewohner einer Wohnsiedlung am Firozsha-Platz in Bombay vor. Die Siedlung wird, bis auf eine Ausnahme – ein Muslim -, von Hindufamilien der unteren Mittelschicht bewohnt. Mistry erzählt uns unter anderem von Kersi, einem Jungen, der von einem Studium im Ausland träumt. Oder von Jaakalee, einer schon älteren Haushalthilfe, die von einem Geist verfolgt wird. Und da ist noch Najamai, eine in die Jahre gekommene Dame, die einen Kühlschrank besitzt, in dieser Siedlung eine Rarität. Grosszügig teilt Najamai ihren Kühlschrank mit zwei Mitbewohnern ihres Hauses, und bekommt so zwangsläufig einiges von deren Privatleben mit. Jedes Kapitel der Erzählung stellt uns einen Mitbewohner der Siedlung vor. Zu Beginn des Lesens dachte ich, dass es sich hier um Kurzgeschichten handelt. Aber der erste Eindruck täuscht. Immer wieder tauchen in den einzelnen Kapiteln Nachbarn vor, mit denen man bereits Bekanntschaft gemacht hat. Oder auch schon gelesene Ereignisse werden erwähnt. Und so lernt man beim Lesen die Mieter der Wohnungen der Firozsha-Siedlung immer besser kennen. Und es entsteht eben ein Kaleidoskop des indischen Lebens. Auch in diesem Buch erlebt man den indischen Alltag hautnah mit. Mistry hat das Talent so zu erzählen, dass man vergisst, dass man liest. Man lebt, leidet und freut sich zusammen mit Mistrys Figuren. Empfehlen würde ich diesen Roman aber nur Lesern, die mit Mistrys Werken schon vertraut sind. Sollte man noch nie ein Buch von Rohinton Mistry gelesen haben, da würde ich als Einstieg seine zwei Romane „Das Gleichgewicht der Welt“ und „Die Quadratur des Glücks“ ans Herz legen.
  20. Cover des Buches Der Shikari (ISBN: 9783596173914)
    Inderjit Badhwar

    Der Shikari

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches The Guide (ISBN: 0143039644)
    R. K. Narayan

    The Guide

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Swami and Friends (ISBN: 9788185986005)
    R. K. Narayan

    Swami and Friends

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Schattenlinien (ISBN: 9783442729982)
    Amitav Ghosh

    Schattenlinien

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches The Man-eater of Malgudi (ISBN: 0140185488)
    R. K. Narayan

    The Man-eater of Malgudi

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks