Bücher mit dem Tag "indonesien"
54 Bücher
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
(5.952)Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue"Richtig war nicht unbedingt das, was richtig war, sondern das, was von der maßgeblichen Person für richtig erklärt wurde."
Die Geschichte fängt genauso an, wie der Titel es vorhersage. Der Hunderjährige Allan hat keine Lust seinen 100ten Geburtstag zu feiern und stieg aus dem Fenster des Altenheim und verschwand. Was dann passiert ist sowohl skurill und an manchen Stellen humorvoll. Weil ich mir einfach nicht das vorstellen konnte und kopfschüttelnd lachen musste um mir das was gerade passiert sein soll, vorstellen zu können.
Insgesamt war es aber mehr eine Erzählung über Allan, wie er aus dem Fenster stieg und was dann passiert, sowie Rückblicke was alles in seinem Leben passiert ist. Fand durch die Erzählung der Schreibstil sehr monoton und dadurch viel es mir schwer manchmal dran zu bleiben, weil es auch schnell langatmig wurde.
Eine solide und skurille Geschichte, die bestimmt mal was anderes ist!
- Elizabeth Gilbert
Eat, Pray, Love
(925)Aktuelle Rezension von: CoffeeToGoAls Elizabeth mit über dreißig Jahren noch einmal von vorne anfängt, macht sie sich auf die Suche nach drei Dingen: Freude, Hingabe und innere Balance. Diese Dinge versucht sie in Italien, Indien und auf Bali zu finden.
Ich habe das Buch bis zu Hälfte durchgehört und muss es abbrechen. Mir ist es zu langatmig und ich finde es einfach langweilig. Die Autorin verliert sich in Details, philosophiert bis ins unendliche und macht mir das lesen/hören damit schwer.
Für andere mag das Buch sicher was sein, aber mit gefallen solche Geschichten scheinbar nicht.
Beim Film bin ich wahrscheinlich besser aufgehoben. - Audrey Carlan
Calendar Girl - Begehrt (Calendar Girl Quartal 3)
(528)Aktuelle Rezension von: Wanda_OsbourneCalender girl Teil 3. Ich hatte mich wirklich drauf gefreut, da mir die ersten beiden Bücher Recht gut gefallen haben. Dieser Teil war meines Erachtens etwas drüber. Künstlerische Freiheit okay und das ich ohne Realismus dieses Genre lese ist klar, doch hier musste ich wirklich mit dem Kopf schütteln. Trotz allem, ist der Schreibstil angenehm zu lesen und die Neugier hat mich zwar ein paar Seiten Querlesen lassen, mich aber dennoch bis zum Ende kommen lassen. Mia hat wirklich eine Menge erlebt und auch viel negatives durchgemacht. Wie es weitergeht? Ich bin gespannt. Allerdings werde ich zunächst ein anderes Buch und nicht die Fortsetzung lesen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.
- Audrey Carlan
Calendar Girl - Ersehnt (Calendar Girl Quartal 4)
(505)Aktuelle Rezension von: Chrissi_liebtIn den Herbstmonaten Oktober, November und Dezember ist Mia nun frei. Keine Männer mehr - keine Aufträge. Doch ganz glücklich darf sie nicht in die Zukunft blicken. Die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen … wenn auch nicht unmittelbar bei ihrem Leben, so hat es doch Einfluss auf ihren Alltag.
auch im letzten Band war ich begeistert von der Erzählweise der Erzählerin und konnte das Buch nur schlecht zur Seite legen. Nun stehen alle vier Bänder in meinem Regal und ich bin etwas traurig, das neue Jahr ohne Mia zu starten. - Corina Bomann
Der Mondscheingarten
(298)Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1Da ich von Corina Boman gerade das Buch,Die Frauen vom Rosenhag gelesen hatte, nahm ich mir dieses Buch mit, das mir in der Bücherei in die Hände fiel.
Ich mochte den Schreibstil und fand auch dieses Buch sehr gut geschrieben.
Die Protagonistinnen Lilly in der Gegenwart und Rose in der Vergangenheit ,haben mir sehr gut gefallen. Zwei beeindruckende Frauen zu ihrer Zeit, auf wundersame Weise mit einander verbunden.
Lilly bekommt Besuch von einem alten Mann, der ihr eine schöne Geige bringt, die angeblich ihr gehört. Mit der Geige macht sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit und ans andere Ende der Welt.
In drei Zeitsträngen kann der Leser die Geschichte verfolgen, die zum Ende des 19. Jahrhunderts bei Rose beginnt.
Zwischendrin in den 1920 taucht eine Helen mit der Geige auf, die dann 2011 ihren Weg zu Lilly findet.
Dramatisch die Geschichten um Rose und Helen. Bezaubernd die Geschichte um Lilly.
Fantastisch deren zufällige Begegnungen, die von einer übernatürlichen Macht gelenkt zu scheinen.
Da ich so etwas selbst schon erlebt habe, bin ich sicher, das da jemand agiert hat, um gerade Lilly zu den Zeiten Hilfe zu schicken, wo sie sie am dringendsten brauchte.
Mich hat die Geschichte in ihren Bann gezogen und regelrecht hypnotisiert, so dass ich nicht aufhören konnte zu lesen und wissen wollte was Lilly Neues in Erfahrung brachte.
Die Zeitwechsel sind gut gelungen und der Schreibstil von Frau Boman hat mir auch hier wieder einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen lassen.
Es hat mich sehr gut unterhalten. - Christina Lauren
The Paradise Problem – Wenn das Herz den perfekten Plan durchkreuzt
(90)Aktuelle Rezension von: JennyChrisMeine Meinung
Das Cover ist sommerlich, tropisch und versetzt einen direkt in Urlaubsstimmung.
Der Schreibstil des Autorenduos ist leicht, flüssig und sehr humorvoll, sodass ich die Geschichte gelebt und gefühlt habe. Dabei wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Protagonisten Liam und Anna erzählt.
Anna ist eine lebensfrohe, kreative junge Frau, die ihren Vater über alles liebt und davon träumt, eines Tages allein von ihrer Kunst leben zu können. Doch noch läuft es finanziell nicht rund, und auch ihr Nebenjob bringt mehr Stress als Stabilität. Da kommt Liams Angebot – samt Erbe und dringend benötigtem Geld – genau im richtigen Moment. Liam hingegen ist ein loyaler, eher ruhiger Mann, der den Kontakt zu seinem Vater möglichst meidet. Doch zur Hochzeit seiner Schwester muss er erscheinen – und dafür braucht er eine Frau an seiner Seite. Ausgerechnet Anna soll diese Rolle übernehmen … und so beginnt ihr gemeinsames Abenteuer.
Fake Marriage trifft Tropical Island – gewürzt mit ganz viel Humor.
Ich habe diese Geschichte geliebt, mitgefühlt und wirklich jeden Moment gefeiert. Sie ist das perfekte Wohlfühlbuch für den Strandurlaub: leicht, sonnig und voller guter Laune. Die Charaktere sind charmant, witzig und wunderbar authentisch, sodass man mühelos in die Handlung eintaucht.
Das Setting ist traumhaft – eine Insel, auf die ich selbst sofort fliegen würde. Und natürlich kommen auch Liebe, Leidenschaft und ein Hauch Drama nicht zu kurz. Eine Story, die einfach glücklich macht.
Mein Fazit
The Paradise Problem ist eine herzerwärmende Fake‑Marriage‑Romance vor traumhafter Inselkulisse. Anna und Liam ergänzen sich perfekt und sorgen mit Humor, Gefühl und einem Hauch Drama für pures Lesevergnügen. Eine leichte, charmante Wohlfühlgeschichte, die sofort Urlaubsstimmung und gute Laune verbreitet. - Jussi Adler-Olsen
TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ...
(112)Aktuelle Rezension von: JosseleDas Original dieses Romans, der vor der Erfindung von Carl Mørck geschrieben wurde, erschien 2008 unter dem Titel „Og hun taggede guderne“, was übersetzt „Und sie dankte den Göttern“ und damit dem deutschen Untertitel entspricht. Dieses „Original“ scheint jedoch eine überarbeitete (?) Version der 2003 erschienenen Urfassung „Firmaknuseren“ („Firmenzerstörer“) zu sein. So jedenfalls deute ich die etwas rätselhaften Angaben zur Veröffentlichungsgeschichte im Buchinneren. Die Protagonisten der Geschichte sind der Geschäftsmann Peter de Boer, Gründer und Chef der Firma Christie N.V., spezialisiert darauf, erfolgreiche Unternehmen im Auftrag der Konkurrenz zu zerstören, und seine frisch eingestellte Trainee Marlene „Nicky“ Landsaat, die aus prekären Verhältnissen kommt, aber extrem ehrgeizig ist.
Bereits zu Beginn ein seltsamer Widerspruch: da kommt Peter de Boer zu einem Meeting eine Stunde zu spät und niemand sagt dazu ein Wort und nur einer wagt es, ihn anzusehen, obwohl doch ausweislich der Zeilen kurz vorher, weil sich alle lange kennen, „ein entsprechend legerer Umgangston“ herrscht.(dtv Tb, 3. Aufl. 2020, S. 20)
Leider ziehen sich diese logischen Fehler durch den gesamten Roman. Sie werden nur übertroffen von der Realitätsferne der Handlung. Besonders krass habe ich das erstmals empfunden bei der Einstellung von Nicky bei Christie, was, man muss es so hart sagen, nur der Auftakt zu einer Art Stakkato an Realitätsverweigerung war. Selbst wenn man bei einem Thriller keine allzu hohen Maßstäbe an Logik und Realitätsnähe anlegt, ist dieser Roman schwer zu ertragen, es sei denn, man ist Fantasy-Fan. Aber das ist eigentlich eine andere Literaturgattung. In der Gattung Fantasy ist es wahrscheinlich völlig normal, dass ein Mann seine Mutter nach 10 Jahren erstmals wieder besucht und dabei im Keller stante pede das Familiengeheimnis entdeckt. Alle diese Fauxpas aufzuzählen ist fast eine Lebensaufgabe, denn es folgt einer auf den anderen. Da fällt es schon fast nicht mehr, dass der Leiter der Finanzabteilung, Hans Blok (ebd., S. 26), binnen knapp 200 Seiten zum Vertriebschef (ebd., S. 191) und später wieder zurück mutiert. Ächz!!
Insofern muss man den Gestaltern des Umschlags einen großartigen Sinn für Humor attestieren, die sich nicht scheuten, darauf die Worte „Ein beängstigend realistisches Schreckensszenario“ zu drucken, denn das in dem Buch enthaltene Szenario ist ungefähr so realistisch wie die bevorstehende Übernahme der Weltherrschaft durch die Reptiloiden. Will sagen: man kann der Story beliebig viele Eigenschaften zuerkennen, aber eine in keinem Fall: realistisch zu sein!
Ich hätte die Lektüre der Romane des Autors mit dem letzten Teil der Carl Mørck Reihe beenden sollen. Diesen letzten mir noch unbekannten Roman Adler-Olsens auch noch zu lesen, war ein Fehler. Er ist schlicht schlecht! Ein Stern.
- Sabine Kuegler
Dschungelkind
(622)Aktuelle Rezension von: a_different_look_at_the_bookVor Jahren ist mal „Jägerin und Gejagte“ bei mir eingezogen und erst hinterher habe ich erfahren, dass es der 3. Band rund um Sabine Kuegler ist.
Ich kenne den Film zum vorliegenden Buch nicht, weshalb ich keine Vorstellung vom Inhalt hatte.
Meine Erwartungen hingegen waren hoch, da das Buch und der Film sehr gepusht worden sind.Anfangs war ich ziemlich angetan von den Erzählungen der Autorin.
Doch schon schnell merkte ich, dass sie hin und her sprang; dass sie Sachen anfing und dann nicht zu Ende erzählte; dass sie an der Oberfläche bleibt, um nicht erzählen zu müssen, was wirklich im Kessel brodelt.Über den Stamm der Fayu lernt man relativ wenig kennen. Wenn ich jedoch an die Geschichten denke, die hier niedergeschrieben sind, bekomme ich wirklich Bauchschmerzen.
Da kommt ein weißer Mann bzw. eine weiße Familie in den Dschungel West-Papuas. Schnell wird zwischen den Zeilen klar, was hier wirklich stattfinden soll: eine Missionierung.Als ich das erkannte, war meine Sicht auf das Buch eine ganz andere.
Sabine Kuegler beschreibt sehr romantisierend ihre Kindheitserinnerungen. Da gibt es kein kritisches Wort in die Richtung des Vaters; an seiner Arbeit, an seiner Einmischung in das Leben der indigenen Völker. Alles wird als toll und gewinnbringend für die Fayu dargestellt.Da die Autorin nicht chronologisch erzählt, kommt es hin und wieder zu Wiederholungen.
Für mich war es leider nicht das, was ich erwartet habe. Die Autorin bleibt zu sehr an der Oberfläche. Ihr fehlt der Weitblick, um wirklich alles überblicken zu können. Sie sieht nur das, was sie sehen möchte, setzt es in einen rosaroten Kontext und hofft, so eine vom Vater geschaffene heile Welt präsentieren zu können.
Eine echte Auseinandersetzung mit sich selbst findet nicht statt. Vor allem als es dann zum Kulturschock kommt. Lesende erfahren nichts Tiefgründiges.
Und immer wieder stelle ich mir die Frage: Wenn ihr Leben im Dschungel so viel toller und besser war, warum ist sie mit ihren eigenen Kindern nicht dorthin zurück gegangen?
©2025 adlatb
- Nicole C. Vosseler
Zeit der wilden Orchideen
(71)Aktuelle Rezension von: LicisbuecherweltGeorgina findet als junges Mädchen einen verletzten Jungen in ihrem Pavillon. Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, schleicht sich in ihr Herz. Doch plötzlich ist Raharjo weg und Georgina wird nach England geschickt.
Nach einigen Jahren kehrt sie wieder nach Singapur zurück und die Wege der beiden treibt das Schicksal immer wieder zusammen und doch darf ihre Liebe nicht sein. Wird das Schicksal die Zwei doch zusammenführen?
"Zeit der wilden Orchideen" von Nicole C. Vosseler war der erste Roman der Autorin, welcher ich gelesen habe. Die Geschichte ist sehr detailliert und bildlich beschrieben. Der Schreibstil ist sehr schön und die Liebe zum Detail ist faszinierend. Düfte, Gefühle und die wunderschöne Landschaft können die Leser beinahe wahrnehmen, so präzise ist die Autorin.
Die Geschichte ist gut, aber ein bisschen langfädig geschrieben. Am Anfang musste ich wirklich durchbeissen, doch gegen Mitte des Buches hat mich die Geschichte gepackt und bis am Schluss in die bunte Welt Singapurs hineingezogen.
- Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten
(98)Aktuelle Rezension von: MayaBBand 1 hatte ich einmal vor Jahren gelesen und fand es richtig gut, dann ein zweites Mal letztes Jahr, als es mir immer noch gefallen hat, und entsprechend hatte ich auch von Band 2 jetzt relativ großes Erwartet, was den Witz anging, und wurde nicht enttäuscht. Das Chaos, das Allan mit sich bringt, finde ich persönlich einfach immer wieder amüsant, und die ganzen Situationen, in die er hineingerät eindeutig auch.
Womit ich gar nicht so sehr gerechnet hatte, was mir aber auch gut gefallen hat, war außerdem der politische Ton des ganzen. War in Band 1 teils auch schon so, da sich das aber großteils auf die Vergangenheit bezog war es an vielen Stellen auch einfach sehr weit weg von mir, das war hier gar nicht der Fall. Es gab so einige Dinge, über die ich vom Schreibstil her durchaus hätte lachen können, vom Inhalt her kamen sie dann der Realität trotz aller Überzogenheit doch ein bisschen nah, sodass es manchmal fast schon düster wurde in den ganzen Anmerkungen.
Was nichts daran ändert, dass es mir gut gefallen hat. Wie der Ton gewechselt ist war vielleicht manchmal ein wenig schnell, ja, und nicht immer war ich darauf vorbereitet, sodass es teils wirklich etwas viel war, aber wie Jonasson es geschafft hat, sowohl politische und Gesellschaftskritik doch recht nah an der Realität einzubauen, und gleichzeitig diese absolut chaotische und überzogene Geschichte zu erschaffen, hat mir insgesamt dann doch echt gut gefallen, und ich war sowohl gut unterhalten, als auch konnte ich ein paar Dinge lernen, als ich ein paar erwähnte Fakten nachgeschaut habe.
Alles in allem also sowohl zum Nachdenken anregend, man kann minimal was lernen, und Spaß macht das ganze auch noch. In meinen Augen absolut empfehlenswert! - Trude Teige
Und Großvater atmete mit den Wellen
(185)Aktuelle Rezension von: itwt69Java kennt man im Allgemeinen als exotische Urlaubsinsel - aber Europäer in einem Gefangenenlager im 2.Weltkrieg? Diese Seite der unheilvollen Geschichte mit der anderen Nation mit Weltmachtsfantasien - Japan - kennt man so nicht. Ich jedenfalls hatte mich mit diesem Kapitel noch nicht beschäftigt. Sehr spannend und authentisch -> 4 Sterne
- Andrea Hirata
Die Regenbogentruppe
(62)Aktuelle Rezension von: EllekensIn meinem Lesekreis haben wir uns für Dez/Jan dieses Buch vorgenommen. Ich bin gespannt, ob meine Lesefreunde beim nächsten Treffen das Buch auch so gut fanden wie ich.
Der Autor, Andrea Hirata, erzählt in diesem Roman von seiner Kinder- und Schulzeit. Er wuchs in armen Verhältnissen auf der indonesischen Insel Belitung nahe Sumatra auf. Dank zwei sehr (!) engagierten Lehrkräften (einer Frau und einem Mann), die meine absolute Hochachtung haben, kann er mit neun anderen zur Schule gehen. Die Schule ist einsturzgefährdet, sie haben keine Materialien und die Toilette ist der nächste Baum. Aber trotz aller Widrigkeiten, lehrt sie die zwei Lehrkräfte zusammen zu halten und zu kämpfen bzw. auf Bildung zu pochen. Es ist ihre einzige Möglichkeit aus der Armut heraus zu kommen.
In seiner Schulzeit gibt Hirata seiner Lehrerin das Versprechen, wenn er groß ist, schreibt er ein Buch über die Schule und das Leben drum herum. Et Voila!
In Indonesien war das Buch ein Bestseller und dadurch Hirata der dort am meisten gelesene Autor. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt und 2008 in Indonesien verfilmt (leider gibt es ihn nicht in deutsch, aber auch im Original ist er nicht zu finden – gerne hätte ich ihn geschaut).
Ein warmherzige, anrührende, biografische Geschichte aus einem zerrissenen Land, die einen aber hoffnungsvoll zurück lässt.
Warum sich die Schüler aber „die Regenbogentruppe“ nannte, müsst ihr selbst lesen! … Oder habe ihr das Buch bereits gelesen?
- Ellen Berg
Von Spaß war nie die Rede
(59)Aktuelle Rezension von: juniaWie kam ich zu diesem Buch?
Durch Zufall wurde ich auf die Autorin aufmerksam. Es ist das dritte Buch von Ellen Berg, das ich gelesen habe. Nachdem dieses hier dann einige Zeit auf dem eBook-Reader vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal gegriffen.
Wie finde ich Cover und Titel?
Beides im typischen Ellen Berg-Stil, ich mag den Wiedererkennungswert.
Um was geht’s?
Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert in der Welt von Fee, die sich in der sogenannten Mitte des Lebens befindet. Die Story ist logisch und kann durchaus so passiert sein. Sie ist spannend aufgebaut, hatte einige für mich überraschende Wendungen, einige waren etwas vorhersehbar.
Wie ist es geschrieben?
Es handelt sich um einen Einzelroman, der also problemlos ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden kann. Der Schreibstil ist locker-flockig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist leicht zu verstehen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen. Ein herzerfrischender Humor rundet das Ganze ein wenig ab und trifft genau meinen Geschmack.
Wer spielt mit?
Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet und wirken lebensecht. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Fee wird von ihrem kompletten Umfeld für selbstverständlich gehalten, sie hat gefälligst zu funktionieren und die Wünsche anderer zu erfüllen. In Gedanken gibt sie schon lange Paroli, warum schluckt sie in echt alles runter?
Mein Fazit?
Die Geschichte unterhält außerordentlich gut, regt aber auch an, darüber nachzudenken, ob die eigenen Verhaltensweisen optimal sind und einen wirklich glücklich machen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, somit erhält es von mir 5 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lese.
- Anne-Gine Goemans
Honolulu King
(24)Aktuelle Rezension von: aba"Als Hardy Hardy schließlich sprach, wünschten alle aus tiefstem Herzen, er hätte den Mund gehalten."
Hardy Hardy (ja, so heißt er wirklich) betreibt einen kleinen Laden in Harlem. Eigentlich ist das ein "Toko", eine Art Kiosk mit Imbiss, wie es davon viele in Indonesien gibt. Denn Hardy ist ein sogenannter "Indo", ein Indonesier niederländischer Abstammung. In Indonesien und auch später in den Niederlanden Teil einer Minderheit.
Sein richtiges Zuhause war seine Ehefrau, mit der er viele glückliche Jahre verbrachte, und mit der er eine einzige Tochter hat, die sich aber für ihren Vater schämt, und eine Enkelin, die gern an seiner Seite ist.
Hardy beschäftigt sich auch mit hawaiianischer Musik, lange Zeit hat er in einer Band gespielt, die "Honolulu Kings", die mit einem "One-Hit-Wonder" zu einer flüchtigen Berühmtheit geworden sind. Aber da ist noch etwas, was Hardy beschäftigt: das Schicksal der Indonesier, die in den Niederlanden leben. Er fühlt sich dazu verpflichtet, zu sorgen, dass diese Menschen zu Wort kommen. Aber warum? Was treibt ihn dazu? Was hat er erlebt, was getan? Oder nicht getan?
Anne-Gine Goemans hat mit Hardy eine Figur geschaffen, die mir ans Herzen gewachsen ist.
Hardy leidet so viel. Er verliert allmählich sein Zuhause, er fühlt sich nicht mehr zu irgendwas dazu gehörig. Der Grund ist die Demenz, an der seine Frau leidet. Mit jedem Tag, der vergeht, entfernt sie sich mehr und mehr von ihm, sie lässt ihn allein, allein mit seinen Problemen, mit dem Toko, den sie zusammen aufgebaut und betrieben haben, mit der Musik.
Bis in die 40er Jahre war Indonesien eine niederländische Kolonie. Vieles, was in dieser Zeit passiert ist, ist den Meisten unbekannt. Zum Beispiel die Zeit, als Indonesien von den Japanern im Zweiten Weltkrieg okkupiert wurde. Sogar viele Niederländer sind sich nicht darüber bewusst, wie ihre Landsleute darunter gelitten haben. Hardy dokumentiert dieses Stück Geschichte, verleiht den Opfern eine Stimme und gibt den Tätern ein Gesicht.
Anne-Gine Goemans hat mich unterhalten und tief berührt. Hardy und seine Sehnsucht nach seiner Frau, seine alten Freunde, der Imbiss als letzte Bastion im Kampf gegen die Ungerechtigkeit der Japaner… Am Ende zieht die Autorin ein As aus dem Ärmel und sorgt auf diese Weise für eine unglaubliche und schockierende Wendung, die alles, was man vorher gelesen hat, in Frage stellt und mich wirklich überrascht und so lange beschäftigt hat, dass ich mit fast jedem, den ich kenne, darüber sprechen musste.
Tokos in den Niederlanden und auf niederländischen Inseln kenne ich zuhauf. Aber nach dem Lesen dieses Buches werde ich bei jedem Besuch eines Tokos etwas mehr Zeit darin verbringen und an Hardy denken. - Mochtar Lubis
Dämmerung in Jakarta
(2)Aktuelle Rezension von: GarudaMochtar Lubis war zweifelsohne eine der großen Gestalten in der literarischen Welt Indonesiens. In seinem 1963 erschienen Roman "Dämmerung in Jakarta" (im Original "Senja di Jakarta" bzw. "Twilight in Jakarta") beschreibt er das Leben und Überleben in Indonesiens Hauptstadt Jakarta aus der Sicht mehrerer Protagonisten, die aus allen gesellschaftlichen und politischen Schichten stammen, und zeichnet damit ein hautnahes und authentisches Bild Indonesiens in den 50er- und frühen 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts.
Obwohl Lubis in seinem Roman Einzelschicksale beleuchtet, stehen die Figuren doch exemplarisch für die verschiedenen politischen und intellektuellen Strömungen, die sich in der neu gegründeten Nation, die um Überleben und Anerkennung in der Staatengemeinschaft ringt, zu dieser Zeit in einem spannungsgeladenen Beziehungsgeflecht befinden.
Was ist das überhaupt, Indonesien? Welche Kultur hat dieser Vielvölkerstaat? Wie ist ein solches Land am besten zu regieren? Wie steht es um die schwierige Frage nach dem Einfluss der Religion, hier des Islam, in die Angelegenheiten des Staates? Zentrale Fragestellungen des modernen Indonesiens, die Lubis messerscharf analysiert und mit den Schicksalen seiner vielen Protagonisen verknüpft. Und zwischen all diesen großen Fragen steht der "kleine Mann", Mitarbeiter der Müllabfuhr, wie Saimun und Itam, die tagtäglich auf den Straßen dieses urbanen Molochs um ihr Überleben kämpfen, während Parteimitglieder das instabile politische System gnadenlos zur Selbstbereicherung ausnutzen. Und all diese Schicksale sind dennoch miteinander verbunden, was Lubis meisterhaft in die Konstruktion seiner Romanhandlung integriert.
Wer sich für das Schicksal Indonesiens in der turbulenten Zeit der 50er- und 60er-Jahre interessiert, kommt an Lubis' Roman nicht vorbei. Näher ans Geschehen als in "Dämmerung in Jakarta" gelangt man nicht. Nicht umsonst wurde Lubis' Werk erst Jahre nach seiner Erstveröffentlichung im Ausland (und dem Ende der "Sukarno-Ära") auch in Indonesien publiziert. - Alexandre Dumas
Historische Romane: Die schwarze Tulpe
(2)Aktuelle Rezension von: Martin_LerkesIch habe einen zerfledderten Sammelband auf einem Flohmarkt entdeckt. Zwei Dumas-Texte, "Die schwarze Tulpe" und "Doktor Basilius". Von beiden hatte ich noch nie gehört. Das Cover war vergilbt, aber irgendwas dran hat mich sofort gepackt. Vielleicht die Ahnung, dass in solchen alten Ausgaben Geschichten schlummern, die man heute kaum noch jemandem zutraut.
"Die schwarze Tulpe" war für mich die größere Offenbarung. Eine lebendige Mischung aus politischer Intrige, Rivalität und einer erstaunlich zarten Liebesgeschichte. Cornelius und Rosa, dieser unscheinbare Zuchterfolg als Lebensziel, die hinterhältigen Manöver des neidischen Nachbarn, alles liest sich heute noch mit Wärme. Dumas erzählt hier leichtfüßiger als in seinen großen Abenteuerzyklen. Die Figuren sind menschlich, verletzlich, man merkt beim Lesen, dass gute Storys einfach nicht altern.
Der "Basilius“ ist ganz anders. Düsterer, komprimierter, ein bisschen unheimlich. Eine kleine fast schon gothische Erzählung über Wissenschaft, moralische Grenzen, Faust & Frankenstein lassen grüßen. Gerade weil die Novelle kürzer ist, trifft sie direkter. Ich mochte diesen Ton, halb wissenschaftlich, halb warnende Parabel. Der Text ist weniger bekannt, wahrscheinlich zu Unrecht. Er hat etwas von einer literarischen Ampulle. Klein, aber wirkungsvoll.
Wir tun diesen alten Büchern Unrecht. Wir greifen zu Neuerscheinungen, Streams, Serien und vergessen, wie unglaublich zugänglich und zeitlos viele Klassiker eigentlich sind. Literaturgeschichte ist kein Museum! In Klassikern findet man Funken, die immer noch brennen.
- Laksmi Pamuntjak
Alle Farben Rot
(7)Aktuelle Rezension von: leseleaUnd ist es nicht so, dass alle Geschichten da sind, um neu geschrieben zu werden? (S.15)
Im indonesischen Nationalepos Mahabharata ist Amba die Frau, die von zwei Männern zurückgewiesen wird: von König Salwa, ihrem Verlobten, und Bishma, dem edlen Krieger, der Amba entführt und in den sie sich verliebt. Der erste will die entehrte Braut nicht zurück, der zweite stellt den Kampf vor sein Herz. Zugleich ist Amba die Frau, die alles beendet: Sie wird als Srikandi wiedergeboren, um den mächtigen Bishma zu besiegen und dem Land den ersehnten Frieden zu schenken,
In ihrem Roman Alle Farben Rot lehnt sich die Autorin Laksmi Pamuntjak eng und dezidiert an diesen historischen Stoff an: Auch hier gibt es eine Amba, die einem Salwa versprochen wird und in einem Bishma die wahre Liebe findet. Doch diese Amba weiß um die Bedeutung ihres Namens, um das Schicksal und die Bestimmung, die mit ihm verbunden ist – und setzt alles daran, ihm eine andere, eigene Geschichte einzuschreiben. Doch Amba ist ein Kind ihrer Zeit: Als Frau sind ihre Möglichkeiten in der indonesischen Gesellschaft der 1960er Jahre begrenzt. Und den politischen Widrigkeiten – die Spannung zwischen islamischen, nationalistischen und kommunistischen Strömungen, die schließlich im Putschversuch vom 30. September 1965 münden – kann eine einzelne Person nichts entgegensetzen…
Die Vorstellungen anderer dürfen keine Fessel sein. Du musst dich von ihnen lösen, und du selbst sollst deinem Namen eine Bedeutung geben. (S. 125)
Alle Farben Rot ist ein Roman, der eigentlich drei Geschichten erzählt: die Geschichte aus dem Mahabharata, die Geschichte Ambas und die Geschichte des Landes Indonesiens. Geschickt verbindet Laksmi Pamuntjak den Stoff des Nationalepos‘, das Schicksal Ambas inmitten der indonesischen Gesellschaft und die historische Entwicklung des Landes zu einer Erzählung über Liebe und Krieg, über Diktatur und Ausgrenzung und über eine Kultur reich an Mythen und Geschichten, aber auch Aberglauben und Ängsten. Dicht und teilweise überladen an Informationen kommt dieses fast 700 Seiten starke Werk daher und fordert insbesondere den westlichen Leser immer wieder dazu auf, eigenen Recherchen neben der Lektüre nachzugehen und die Andeutungen des Romans mit konkreten Bildern zu führen. Gleichzeitig führt die Autorin atmosphärisch und eindringlich durch ihr erzählerisches Gewebe und zeichnet so das Bild einer Nation, die immer noch zerrissen von der eigenen Geschichte jeden Tag darum ringen muss, ihrem Wahlspruch „Einheit in Vielfalt“ gerecht zu werden.
Es sind diese Punkte, die mich das Lesen von Alle Farben Rot nicht nur als sehr lehrreich, sondern auch als bereichernd empfunden haben lassen. Laksmi Pamuntjak streut nicht nur die wichtigsten Fakten, die in den 1950er und 1060er Jahren die schließlich folgenden blutigen Konflikte vorbereitet haben, in ihre Geschichte ein, sondern ordnet die Geschichte Indonesiens auch in den globalen Zusammenhang ein. Zugleich gibt sie einen tiefen Einblick in die indonesische Kultur, lässt den Alltag in diesem Land vor dem inneren Auge auferstehen und versucht so Nähe und Verständnis zu erzeugen.
Der Stil ist dabei – wie die Grundstory – sehr am alten Epos orientiert. Der Erzählung haftet durchgehend etwas Mystisches, Archaisches, Vergangenes an, ist reich an Hyperbeln und wiederholenden Äußerungen wie man es aus primär mündlich überlieferten Erzählungen gewöhnt ist (mich hat es häufig an die deutsche Literatur des Mittelalters erinnert). Das ist einerseits natürlich mehr als passend, anderseits erzeugt es eine unüberbrückbare Fremde und arbeitet so der Botschaft des Romans meiner Meinung nach entgegen. Nicht fassbar, wie aus der Zeit gefallen, distanziert wirken viele Szenen und machen ein tiefes Eintauchen in den Roman, eine Identifikation mit den Figuren, ein Miterleben der Ereignisse nicht immer möglich. Weiterhin erschwert auch eine nicht zu leugnende Langatmigkeit – vor allem in der Gestaltung der Beziehung Amba-Bishma – eine durchweg begeisternde Lektüre von Alle Farben Rot. So sehr der Roman mit den historischen Ereignissen fesseln kann, so sehr öden gleichzeitig die schwülstigen und belanglosen Liebesszenen, das ewige Warten in der Vergangenheit und die Suche ohne wirklich fassbares Ziel in der Gegenwart den Leser spätestens ab der Mitte des Buches an.
Ich schätze es sehr, wenn ich durch einen fiktiven Roman etwas über die Realität lerne – hier hat Alle Farben Rot sein Soll mehr als erfüllt. Aber von einem Roman erwarte ich mehr als nur das Aufbereiten von Informationen: Ich wünsche mir eine Geschichte, die mitreißt, mich packt und mich berührt, was mir bei der Lektüre dieses Buches leider sehr gefehlt hat. Daher trotz meiner Begeisterung für die Grundidee und das erhaltene Wissen nur 3,5 Sterne.
- Janet Clark
Black Memory
(98)Aktuelle Rezension von: WeimiraDie Geschichte fängt super spannend an. Der komplette Gedächtnisverlust, eingesperrt in einem Gefängnis und das allem noch in einem fremden Land, ist schon schlimm genug, weil Clare angeblich ein Mädchen entführt hat. Aber dann zu erfahren das es sich um ihre eigene Tochter handelt, setzt dem ganzen noch die Krone auf. Ihr Mann Paul kann sie aus dem Gefängnis herausholen und dann geht der Spaß erst richtig los. Schlimm , wenn man sich an nichts und niemanden erinnern kann. Clare weis nicht wer ist Freund, wer Feind. Sie gerät in einen Strudel von Lügen, Geheimnisse, Ungereimtheiten und wird komplett in die Geschichte hineingezogen. Sie tut alles um ihr Tochter zu finden. Das Buch zieht einem förmlich mit einem Tempo, dem man kaum stand halten kann von einer Situation in die nächste. Die Verwirrungen sind mir persönlich dann doch fast zu viel des Guten manches kann man schwer nachvollziehen. Trotzdem ist das Buch toll geschrieben und man leidet förmlich mit, auf dieser wilden Jagd. Ein Thema, das natürlich in die Mystery-Szene eintaucht ist vielleicht nicht so mein Ding, aber interessant was es auf jeden Fall. Den Schluss hätte ich mir dann doch noch etwas ausführlicher gewünscht. Ich gebe dieser Achterbahn der Gefühle 4 Sterne, weil die Spannung durchweg gehalten wurde und die Charaktere einfach alle für sich sprachen.
- Johannes Klaus
The Travel Episodes
(14)Aktuelle Rezension von: WanderingBookwormIronischerweise bekam ich dieses Buch geschenkt, als eine Reise für mich endete. Meine erste große Reise, die in mir das unauslöschliche Fernweh ausgelöst hat. Als ich Anfang 2020 mit gebrochenem Weltenbummler-Herzen von Corona wieder nach Hause geschickt wurde, habe ich dieses Buch bekommen. Auf der ersten Seite steht "Willkommen zurück", und ich begann, meine Reise zumindest auf dem Papier fortzusetzen. Es wurde zum ersten Buch, in dem ich besonders schöne Sätze farbig markierte. Sätze, die von Fernweh, Begegnungen, Abenteuern und manchmal auch von Heimweh erzählten. Ich habe es sehr genossen, durch die verschiedenen Geschichten hinweg mit den verschiedensten Menschen zu reisen. Jeder Autor und jede Autorin hatte eine ganz eigene Sicht auf die Dinge, hat neue Perspektiven aufgezeigt und auf Dinge hingewiesen, die ich mir für zukünftige Reisen merken werde, um ebenso offen für das Unbekannte zu werden, wie diese Menschen.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es bietet Inspiration für Reisende, ein kleines Fenster für die, die Reisen wollen, aber nicht können, und einen Schubs für die, die sich nicht trauen. Auch nach drei Jahren nach wie vor einer meiner Lieblinge im Regal.
- Johannes Klaus
The Travel Episodes
(5)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Mögen sie euch an ferne Orte entführen. Mögen sie euch Lebensweisen näherbringen, die ihr so nie für möglich gehalten hättet. Mögen sie euch inspirieren und zum Staunen bringen. Und Mut machen, euch selbst und die Welt kennenzulernen.‘ (Seite 15)
Bei ‚The Travel Episodes. Neue Reisegeschichten von allen Enden der Welt‘ handelt es sich um den dritten Teil der von Johannes Klaus herausgegebenen Reisegeschichten.
Der Leser wird auch diesmal an exotische sowie an ganz gewöhnliche Orte mitgenommen, an denen die Autoren ganz besondere Geschichten erlebt haben.
Gegliedert ist der dritte Band in ‚Das Glück des Fremdseins‘, wo der Leser unter anderem die Südsee, Russland und Syrien virtuell bereist, ‚Aus Angst wird Mut‘, wo einen die Autoren mit nach Wales, Kroatien, die Mecklenburgische Seenplatte, an die Elfenbeinküste etc. mitnehmen, sowie ‚Allein ist nicht einsam‘, wo man Geschichten aus und über Peru, Myanmar, Finnland u.v.a. folgen kann.
Ich kenne Band 1 und Band 2 der Travel Episodes und finde den dritten Band im Vergleich etwas schwächer. Einige der Autoren kannte ich zudem schon, so dass die Geschichten nicht wirklich neu für mich waren.
Viele der Geschichten schaffen es jedoch, den Leser vor Ort zu versetzen, lassen ihn beim Lesen träumen, Abenteuer vom heimischen Sofa aus erleben, besondere Fleckchen der Erde entdecken, exotische Speisen kosten und/oder aufatmen, weil der Autor seine aufregende Tour unbeschadet überstanden hat.
Manche der Geschichten sind einfach von Grund auf spannend (z.B. die Reise von Dominik Mohr nach Syrien vor dem Krieg), andere sind hervorragend, mit großer Spannung oder viel Witz erzählt (z.B. die Kreuzfahrt von Philipp Laage oder die Indien-Reise von Oleander Auffahrt), wieder andere fand ich persönlich kaum interessant (z.B. die Ruhrpott-Geschichte von Karin Lochner). Alles in allem ist aber für jeden etwas dabei, weil die Geschichten so heterogen geschrieben sind und vollkommen unterschiedliche Orte und Reisearten behandeln. - Anselm Oelze
Wallace
(44)Aktuelle Rezension von: EmiliDas Thema des Romans von Anselm Oelze klang vielversprechend. Es sollte doch das Leben des Naturforschers Alfred Russel Wallace dem Leser näherbringen. Als Zeitgenosse von Charles Darwin arbeitete er an der Erforschung der Arten. Im Buch werden zahlreich seine Reisen und die Suche nach verschiedenen Tierarten beleuchtet. Hier sei gesagt, wer die Beschreibungen der Natur mag, würde vermutlich auf seine Kosten kommen.
Auf Reisen verfasste Wallace seine Einsichten in Bezug auf die Entwicklung der Arten und sendete diesen Brief an Charles Darwin, der kurze Zeit darauf seine Erkenntnisse zu der Evolutionstheorie veröffentlichte.
So weit, so gut: Der Roman hätte unglaublich spannend werden können. Doch ich empfand es nicht so, ich finde, dass der Roman misslungen ist. Der sperrige Erzählstil fern von Emotionen und nennenswerten Höhepunkten hat mir nicht zugesagt. Unheimlich gestört hat mich auch, dass die Charaktere des Romans eindeutig blass blieben. Der Autor nennt den Naturforscher Wallace nicht einmal beim Namen: Der bleibt im Laufe der Geschichte - "der bärtige Engländer". Kleinigkeit, doch es hat mir nicht gefallen und ließ auch die Hauptfigur des Romans mir nicht näher kommen. So schuf der Autor im Verlauf des Romans immer eine gewisse Distanz zu den Protagonisten und der Handlung. Den Grund dafür war für mich nicht ersichtlich.
Ich bin von dem Roman enttäuscht, und blieb mit dem Gefühl zurück, dass man aus der Thematik viel mehr machen könnte.
Für dieses mittelprächtiges Vergnügen gibt es von mir 3 Sterne.
- Cornelia Funke
Drachenreiter 2. Die Feder eines Greifs
(218)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Auch dieser Teil ist wieder sehr gut gelungen. Einige neue Charaktere, viel Spannung, sogar ein paar weitere tolle Sprüche und Kabbeleien durch den Kobold und auch die alten Charaktere aus dem ersten Teil haben wieder sehr galant versucht, ein weiteres Abenteuer zu meistern. Den Professor lernte ich in diesem Band und auch am Ende des Letzten sehr zu schätzen durch seine hilfsbereite und soziale Art.
- Carina Herrmann
Meerblick statt Frühschicht
(22)Aktuelle Rezension von: FlufDiesen Glücksgriff machte ich auf einem Wühltisch in einer größeren Buchhandlung - angezogen vom Wort "Meerblick". Der Klappentext versprach einen spannenden Reisebericht einer Frau, die nicht nur einfach allein in den Urlaub fährt, sondern alles Hab und Gut loswurde, um auf Reisen zu gehen und zu sich selbst zu finden.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Von der ersten Seite an hat mich Carina Herrmann eingefangen und ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen. - Johannes Klaus
The Travel Episodes
(9)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Jeden Tag nach den eigenen Wünschen und Vorlieben leben? Die Freiheit, zu bleiben oder zu gehen, wie es einem beliebt? Im eigenen Tempo reisen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen? Diese Autorinnen und Autoren erzählen vom Reisen mit sich selbst und wie es die eigene Wahrnehmung verändert. Denn das Solo-Reisen öffnet verborgene Türen und fremde Herzen, es macht verwundbar, aber auch empfänglich für die Wunder der Ferne. Diese Geschichten zeugen von der Lust, einfach allein loszuziehen und doch nicht einsam zu sein. Für Alleinreisende und all jene, die es werden wollen.
》EIGENE MEINUNG:
„Es mag abgeschmackt klingen, aber alleine zu reisen hat mein Leben verändert - zum Guten. Und zwar insbesondere, weil es häufig wenig Spaß macht.“
Die Gestaltung dieses Buches hat bei mir gleich ein gewisses Fernweh ausgelöst: Das Titelbild macht Lust selbst an der Stelle zu stehen, die Beschriftung ist modern und schlicht, der Buchrücken in Sonnen-(National-Geographic)Gelb gehalten! Toll finde ich auch, die zu Beginn des Buches zweiseitig eingepflegte, Ansicht der Weltkarte – geteilt in Nördliche und Südliche Hemisphäre.
Der 4. Band der Travel Episodes-Reihe beschäftigt sich mit dem Thema Alleinreisen, was ich selbst nicht praktiziere. Mit Vorworten von Christoph Rehage und Johannes Klaus – besonders Ersteres fand ich mit den Worten zu Reisenden vs. Touristen besonders sympathisch – wird man in die Buchmaterie eingeführt. Im Anschluss folgen 19 Reiseberichte, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Sowohl der Stil, als auch Persönlichkeit und bereistes Land des Autoren. Naher Osten, Südkorea, Jamaika, Bolivien und viele weitere Orte konnten mich ebenso begeistern, wie die meisten der Geschichten. Weniger begeistert war ich immer dann, wenn es nicht um die eigenen Eindrücke oder Erfahrungen ging, sondern darum zu werten. Vor allem der erste Bericht ist mir hier eher negativ aufgefallen – vor allem im Vergleich zu den offenen Eingangsworten von Christoph Rehage. Auch nicht alle folgenden Berichte trafen meine Reisegeschmack oder Lebensstil, aber sie waren durchgehend spannend, interessant, lehrreich oder berührend! Ob Wüstentrip, Tage am Flughafen in Kuala Lumpur, Trekkingsreise, Erlebnisse in der Opiumhöhle, Selbsterkenntnis nach dem Jakobsweg oder Abschied in Kenia
Das titelgebende „Alleinreisen“ findet sich in den Erzählungen auf die unterschiedlichste Weisen wider. Manchmal ganz selbstbewusst, manchmal nachdenklich, bewusst, selbstreflektiert, traurig, einsam, gelangweilt, motivierend oder zur Bewältigung der eigenen Lebenssituation. Für mich aber stets authentisch und sehr gut beschrieben. Je nach Geschmack wecken sie Reiselust für das Land – manchmal überraschenderweise für eines welches man gar nicht auf dem Plan hatte, wie bei mir Südkorea.
Der Schreibstil war immer flüssig, der Text durch herausgestellte Passagen angenehm gegliedert und nie zu lang. Vor jedem Bericht finden sich Titel, Reiseort, Autorenname, kurze einleitende Worte und ein Schwarz-Weiß-Bild der Reise. Im Mittelteil des Buches gibt es ergänzend mehrere Seiten mit bunten Fotografien zur Ergänzung. Am Ende werden alle Autoren mit einem kurzen Absatz genauer vorgestellt; oft auch mit Hinweisen auf ihre weiteren Publikationswege, Blogs, etc.
"Diese Vollkommenheit des Augenblicks gehört nur mir. Deshalb reise ich allein. Nur alleine bin ich frei."
1 - Geschichten von Fernweh und Freiheit
2 - Neue Geschichten für Abenteurer, Glücksritter und Tagträumer
3 - Neue Reisegeschichten von allen Enden der Welt
4 - Über die Lust am Alleinreisen
》FAZIT:
Reiseberichte zum Thema Alleinreisen; sehr ausbalanciert, sowohl was Autoren, Beweggründe, Gefühlslagen, Philosophien und Orte betrifft.























