Bücher mit dem Tag "ingrid noll"
8 Bücher
- Ingrid Noll
Tea Time
(91)Aktuelle Rezension von: TripleAIch habe das Buch bevor allem wegen des attraktiven Covers gekauft, der Klappentext war dazu noch sehr ansprechend.
Leider hat mich die Handlung nicht richtig abgeholt und die Protagonistinnen waren mit ihren Macken so massiv „bekloppt“, dass mir eine Identifikationsebene gefehlt hat. Die kriminalistische Story war langatmig und für mich an vielen Stellen unglaubwürdig. Der Fokus der Handlung lag eher in einer intensiven Ausleuchtung der Gedankenwelt der Hauptfiguren und deren Lebenssituation.
Ich bin froh, dass ich durch bin und würde das Buch nur sehr bedingt empfehlen.
- Ingrid Noll
Gruß aus der Küche
(49)Aktuelle Rezension von: LenasaurusEigentlich liebe ich, Ingrid Nolls Bücher. Sie kann mich mit ihrem Schreibstil fesseln und unterhalten, und ich habe alle ihre anderen Bücher lediglich verschlungen. Bei diesem Buch jedoch war es leider genau das Gegenteil. Als die 17 jährige Lucy mit ihrer viel zu überzogenen und nicht realistischen Jugendsprache ins Spiel kam, (es waren teilweise Jugendwörter aus 2009 mit Jugendwörtern aus den letzten Jahren vermischt) habe ich kurz überlegt, ob ich abbrechen soll. Ich gab dem Ganzen noch mal eine Chance. Es wurde aber leider nur immer schlimmer. Nicht nur, dass sehr viel sexistisches Gedankengut reproduziert wurde, es wurde als absolut normal dargestellt, dass ein ca. 34 jähriger eine Körperliche Beziehung mit einer 17 jährigen eingeht. Das ist absolut nicht normal!? Ganz ganz schlimm, dass das nicht eingeordnet wurde. Außerdem wurde auch des öfteren negativ auf Irmas Größe beziehungsweise Körpergewicht Angespielt. Bodyshaming auf höchsten niveau. Das muss 2024 einfach nicht mehr sein.
Dazu wiederholten sich einige Textstellen, wodurch das Buch eher lang gezogen wirkte. Das Ende, kam dann sehr abrupt, aber leider doch vorhersehbar.
Alles in allem ein Buch, mit dem man schnell durch ist, das mich persönlich aber mehr genervt als unterhalten hat. - Ingrid Noll
Hab und Gier
(99)Aktuelle Rezension von: AlexroseDurch Zufall bin ich letztens im Radio auf die Autorin gestoßen und einTeil dieses Hörbuches hat mich inspiriert, das ganze Buch zu lesen. Herrlich. Ich musste teilweise so lachen, weil es so skuril und schräg ist, aber es hat mir richtig gut gefallen.
Und die Begriffe "Gabelfrühstück" und noch viele mehr - bringen richtig Schwung in angestaubte Vorstellungen.
Ein bisschen Krimi, ein bisschen Komödie, aber auch Freundschaft, Wärme und Wandlung spielen hier eine große Rolle. Sehr empfehlenswert um den eigenen Blickwinkel wieder ein Stückchen zu erweitern. - Ingrid Noll
Die Häupter meiner Lieben
(288)Aktuelle Rezension von: sommerleseIm Diogenes Verlag erschien 1994 Ingrid Nolls Roman Die Häupter meiner Lieben.
Das Glück in Majas Kindheit endet als ihr Vater die Familie verlässt. Von ihrer lieblosen Mutter und ihrem älteren Bruder wird sie schikaniert, sie haben Geldsorgen und Maja läuft als graue Maus durchs Leben. Sie wird von ihren Mitschülern als Elefantin betitelt, ihr graues Cape ist ihr Markenzeichen. Das ändert sich als sie mit sechzehn Jahren Cora kennenlernt, gewiefte Tochter aus gutem Hause. Sie werden unzertrennlich, verbringen ihre Zeit miteinander und Maja nimmt Cora mit auf ihre Beutezüge, bei denen sie sich das beschafft/klaut, was ihr ihre Mutter nicht ermöglichen kann.
Als großer Fan von Ingrid Noll habe ich mir vorgenommen, alle ihre Bücher zu lesen und nach der Lektüre von "Die Häupter meiner Lieben", einem ihrer frühen Werke kann ich sagen, es ist einer ihrer besten Romane!
Die Freundinnen machen die ersten Männerbekanntschaften, müssen nach manchen Erfahrungen die Verehrer mit viel Einfallsreichtum in die Flucht schlagen und lange Zeit steht ihre Frauenfreundschaft über allem und jedem. Irgendwann nehmen die Probleme zu und sie müssen zu härteren Mitteln greifen. Die gemeinsamen Erlebnisse schweißen die Frauen zusammen. Als Maja eine Familie gründet, lebt Cora in Florenz bei einem reichen älteren Mann in seiner Villa. Maja hat schnell genug hat vom Einerlei mit Mann und Kind und reist Cora hinterher. Nun wird das Leben für beide wieder schön, es gibt aber noch einige Störenfriede wie der reiche Mann und Majas alkoholkranken Vater, der an ihrem Wohlstand teilhaben will.
Schon auf der ersten Seite musste ich laut lachen! Und dann entwickelt die Geschichte einen fesselnden Sog, dem ich mich vor lauter krimineller Energie nicht entziehen konnte, denn was die beiden jungen Frauen miteinander erleben und wie sie handeln, ist alles andere als harmlos.
Neben den atmosphärischen Beschreibungen des Lebens in der toskanischen Villa sorgen herrlich schräge Aktionen der Protagonistinnen für Abwechslung und Schreckmomente und durch den schwarzen Humor unterhält die Geschichte perfekt bis zur letzten Seite. Woher Ingrid Noll diese ganzen bösartigen Ideen nimmt, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Stets sind ihre Täterinnen vermeintlich harmlose Frauen, die sich ihrer kriminellen Schuld scheinbar gar nicht bewusst sind und ihre männlichen Opfer gehen reihenweise dem weiblichen Charme auf den Leim. Was aber am meisten verwundert, ist die kluge Art und Weise, wie hier Frauen morden und nicht einmal von der Polizei verdächtigt werden. Das perfekte Verbrechen ist für Ingrid Noll kein Problem!
Ein großartiges und herrlich amüsantes Lesevergnügen durch den bitterbösen Humor und für mich eines der besten Bücher der Autorin!
- Ingrid Noll
Goldschatz
(65)Aktuelle Rezension von: sommerleseIm Diogenes Verlag erscheint der Roman Goldschatz von Ingrid Noll.
Als Studentin Trixi das alte Bauernhaus ihrer Tante Emma erbt, will sie dort eine Studenten-WG gründen. Vorher muss allerdings renoviert werden, die neuen Mitbewohner sind gegen Wegwerfgesellschaft und allesamt Konsumgegner. Sie wollen das Haus erhalten und bei der Arbeit mit anpacken, aber für das nötige Material fehlen noch die finanziellen Mittel. Als in Emmas Trödel ein Säckchen mit Gold gefunden wird, scheint das die Lösung der Geldsorgen zu sein. Ein Fund dieser Größenordnung weckt allerdings Begehrlichkeiten und bringt manche Prinzipien ins Wanken.
Wie stets bei den Romanen von Ingrid Noll bin ich schnell in die Handlung eingetaucht und habe gespannt mitverfolgt, wie das Zusammenleben der WG-Bewoher funktioniert und welche Vor- und Nachteile so ein Schatz mit sich bringt.
Eine Prise Ironie, ein wenig schwarzer Humor und die Zuschaustellung von Konsumgegnern, die dann doch dem Glanz von Gütern der Kaufhäuser nicht widerstehen können. So gesehen war der Roman an Unterhaltung kaum zu überbieten. Es gehört einfach zu Ingrid Nolls Büchern, dass schon mal Todesfälle zu verzeichnen sind, bei denen es nicht ganz mit rechten Dingen zu geht.
In dieser Geschichte geht es um Studenten, junge Leute, die Second Hand lieben und denen es wichtig ist, keine Lebensmittel zu verschwenden.Die individuelle Charakterzeichnung der Figuren ist Ingrid Noll gut gelungen, sie bringt hier unterschiedliche Personen zusammen, da ist es selbstverständlich, dass nicht alles friedlich und harmonisch verläuft. Besonders der schrullige Nachbar ist für mich "die" Figur des Buches.
Die verwendete Sprache in den Dialogen wirkt auf mich nicht ganz wie von jungen Leuten, manche Phrasen erscheinen mir für diese Altersgruppe sogar recht gestelzt. Dafür hält die Entwicklung der Personen aber noch so manche Überraschung bereit, die man so nicht erwartet hat.
Dieser Roman ist eine perfekt aufgebaute Geschichte, die gut unterhält und zeigt, wie schnell beim Auftauchen eines Goldschatzes so manche Prinzipien von Konsumverweigerung über Bord geworfen werden.
- Ingrid Noll
Rabenbrüder
(104)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAlles beginnt mit einem ungewollt belauschten Telefongespräch und das bringt eine Katastrophe ins Rollen die nicht mehr aufzuhalten ist. Bitter Familiengeheimnisse kommen zu Tage und die Brüder kämpfen um das Erbe der Familie.
Ingrid Noll zieht wieder einmal alle Register und die Handlung ist einfach herrlich böse.
- Angela Esser
Stille Nacht, tödliche Nacht
(1)Aktuelle Rezension von: Aischa„Stille Nacht Tödliche Nacht“ versammelt elf weihnachtliche Kurzkrimis von bekannten Kriminalautor*innen – darunter Publikumslieblinge wie Ingrid Noll, Volker Klüpfel und Michael Kobr – und bietet damit ein vielseitiges, spannendes und amüsantes Lesevergnügen für die dunkle Jahreszeit.
Die Geschichten könnten unterschiedlicher kaum sein: mal voll schwarzem Humor, mal überraschend leise oder mit augenzwinkernder Wendung. Gerade diese Vielfalt macht den Reiz der Anthologie aus. Jede Erzählung ist für sich kurzweilig und unterhaltsam, perfekt geeignet für eine kleine Auszeit bei Plätzchen und Punsch. Lediglich die letzte Story fand ich nicht wirklich gelungen.
Der Band ist ein hübsches Weihnachtsgeschenk für Krimifans.
- Ingrid Noll
Tea Time
(11)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAnna König liest das neue Buch von Ingrid Noll richtig toll. Nina und Franziska sind irgendwie schon immer befreundet und sie leben in Weinheim im selben Wohnhaus. Jede hat ihren eigenen Tick und während Franziska die Fransen am Teppich kämen muss, so puppt sich Nina in ihre Bettdecke ganz eng ein. Vier andere Frauen haben auch einen Tick und die Freundinnen gründen ganz spontan den Klub der Spinnerinnen. Man tauscht sich aus und man redet und dann hat man eine spontane Idee und möchte Nachts in ein Haus eindringen, aber ist das nicht Einbruch? Die Nacht bricht herein und es wird alles anders werden... Ingrid Noll ist die Meisterin des schwarzen Humors und der besonderen, spannenden Bücher. Bei Tea Timer gibts natürlich viel davon, aber hier lässt sie auch manchmal etwas federn und mir fehlt manchmal der besondere Noll Biss. Aber im Großen und Ganzen wieder ein Vergnügen.







