Bücher mit dem Tag "innsbruck"
26 Bücher
- Bernhard Aichner
Totenfrau
(463)Aktuelle Rezension von: knuddelbackeDer Klappentext war interessant zu lesen. Eine Frau deren Mann ums Leben kommt. Ein Unfall wie es scheint, doch tatsächlich steckt mehr dahinter. Ein Vergleich mit Lisbeth Salander wird geführt.
Woher dieser kommt, entzieht sich mir nach Lesen des Buches jeglicher Kenntnis. Der Thriller ist in großen Teilen doch recht interessant gewesen. Ich mochte die Kombination der Protagonistin Blum aus Mutter, Ehefrau und Bestatterin. Durchaus eine toughe Frau, aber kein Vergleich mit der erwähnten Lisbeth Salander.
Hinsichtlich der Sprache fiel mir auf, dass vor allem kurze, prägnante Sätze genutzt wurden. Nicht selten kam einem die Sprache abgehakt und ja, irgendwie kühl vor. Die Dialoge sind auch kurz und knapp gehalten. Wie in einem Drehbuch. Irgendwie passen sie damit aber auch zu der durchaus kalten, rücksichtslosen Figur der Blum.
Die Handlung ist nichts für schwache Nerven, nicht nur auf Grund des Bestattungshintergrundes. Es wird gefoltert, zerstückelt und gesägt…. Ohne allzu viel verraten zu wollen, es wird blutig. Manchmal war die Handlung so absurd, dass man glatt lachen wollte. Alles in allem fehlte mir aber die Tiefe und die Glaubwürdigkeit. Die Geschichte ist ziemlich bizarr und teilweise wirkt sie wie an den Haaren herbeigezogen. Auch fehlte mir die Originalität im Vergleich mit anderen Thrillern, und leider ist der Ausgang dann doch relativ vorhersehbar und nicht überraschend gewesen.
Schade. Die Serie werde ich mir sicher anschauen, einen weiteren Teil lesen? Eher nein.
- Bernhard Aichner
Totenhaus
(262)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: Die Geschichte mit Brünhilde Blum geht weiter. Da es Unklarheiten mit einem Grab gab und es geöffnet wurde, hat man bemerkt, dass dort mehr Leichenteile drin liegen als sein sollten. Also muss Blum fliehen. Was für ein Zufall, dass sie gerade die Familie ihrer bereits verstorbenen Zwillingsschwester kennengelernt hat und dort Unterschlupf findet. Doch sind sie dort alle ehrlich zu ihr? Sie weiß nicht, wem sie trauen kann und das wird ihr zum Verhängnis…
Meine Meinung: Nachdem ich den ersten Teil wirklich toll fand, war ich so gespannt auf die Fortsetzung. Leider wurde ich hier jäh enttäuscht. War Blum im ersten Teil noch eine starke Frau, die ihre Trauer in Wut umgewandelt und clever gehandelt hat, ist sie hier einfach nur nervig. Fehlende Impulskontrolle und ihre Wut, die mittlerweile eigentlich verraucht sein müsste, kosten sie beinahe das Leben. Mehrmals wollte ich ins Buch hineinspringen und sie schütteln. Was ist nur aus dieser Frau geworden, die ich im ersten Teil noch fast bewundert habe? Hier handelt sie völlig irrational und denkt auch nicht im kleinsten an die Folgen. Fast hätte sie ihre ganze Familie mit hineingezogen, nur, weil sie total egoistisch handelt.
Die Story ist eigentlich richtig gut. Denn sie erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hatte. Diese hat zu Lebzeiten bestimmt, dass ihr toter Körper durch den Künstler und Plastinator Leo Kuhn ausgestellt wird. Auch den Bruder ihrer Schwester Björk, Ingmar und dessen Vater lernt sie kennen. Sie leben seit dem Tod der Mutter und Schwester völlig zurückgezogen in einem großen, stillgelegten Hotelkomplex. Genau dort wird Blum die nächste Zeit verbringen, eingesperrt in einem goldenen Käfig. Mich hat nur ihr Verhalten geärgert, da ihr die Menschen ja nur helfen wollen und sie immer wieder alle gegen sich aufbringt.
Mein Fazit: Leider hat mir Blum hier in dem Buch gar nicht gefallen. Ich musste mich so oft über sie aufregen. Nun bin ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen auf den dritten Teil und hoffe, dass er mir wieder besser gefällt!
- Joe Fischler
Veilchens Rausch
(56)Aktuelle Rezension von: Anna_ResslerInhalt: Auf der Umbrüggler Alm wird gefeiert und geladen sind eine Menge illustre Gäste. Tags darauf wird eine Kellnerin ermordet aufgefunden und sogar der Landeshauptmann gerät unter Verdacht. Valerie Mauser und ihre Kollegen vom LKA nehmen sich des Falles an. Eine spannende Mörderjagd beginnt...
Meine Meinung: Joe Fischler brilliert ein weiteres mal mit dem ihm eignen Humor, Ortskenntnis und einem lockeren Schreibstil. Das Buch hatte zwar ein paar Längen im Mittelteil, ließ sich aber trotzdem hervorragend lesen. Die Protagonisten waren mir mittlerweile vertraut und es fühlte sich fast an wie ein Heimkommen nach Innsbruck. Ich verfolgte ihre Entwicklung ebenso gerne wie den Kriminalfall. Diese bewegte sich in der Immobilienbranche - was ich sehr spannend fand, dennoch wurde das Thema nie aufdringlich. Mit Valerie Mauser als eigensinnige Ermittlerin gabe es natürlich genügend Action und Drama. Die Spuren führen zu einer zufriedenstellenden Auflösung, die sehr rasant kam. Hier hätte man das Tempo ruhig ein wenig herausnehmen können. Für mich blieben keine Fragen offen und eine kleine "Ankündigung" weckt die Vorfreude auf den nächsten Band.
Mein Fazit: Um das Buch in vollen Zügen zu genießen mit Band 1 der Serie beginnen. Dann steht einem Eintauchen in die spannende Welt der Valerie "Veilchen" Mauser nichts im Weg.
- Catherine Bailey
Bis wir uns wiedersehen
(66)Aktuelle Rezension von: Pitty318
"Bis wir uns wiedersehen" von Catherine Bailey ist ein als Thriller geschriebenes Buch vor allem über die Odyssee der Sippenhäftlinge des 20. Juli 1944 von September 1944 bis Mai 1945.Gleichzeitig hat die Autorin die einzelnen Stationen der Gruppe mit vielfältigen Informationen von Angriffen, Frontlinien, gleichzeitigen Ereignissen im Hauptquartier und vor allem Aktionen von Heinrich Himmler, von dessen Entscheidungen das Überleben der Gruppenmitglieder abhing, in Szene gesetzt.
Als die Handlung zu Beginn in Oberitalien Mitte 1944 spielt, erfährt der Leser/die Leserin viel über den Widerstand in Italien, über Handlungen von Mussolini und der Unterstützung bzw. Besetzung der Deutschen in Italien. Als die Sippenhaft für Fey von Hassell beginnt und sie von ihren beiden Kindern getrennt wird, verlagert sich die Aufmerksamkeit auf das Geschehen in Deutschland auf ihre Aufenthalte in KZs und Vernichtungslagern. Jedesmal hat die Autorin umfangreiches Hintergrundmaterial eingeflochten.
Ich habe viele Namen der erwähnten Personen nachgeschlagen und weitere Infos erhalten. Aber auch ohne das, ist das Buch sehr, sehr lesenswert, wenn man sich für das Thema interessiert. (21.02.2025)
- Bernhard Aichner
DUNKELKAMMER
(99)Aktuelle Rezension von: martina400„Der Tag, an dem Judith verschwunden war, hatte ich begonnen, mich aufzulösen.“ S. 89
Inhalt:
Bronski kommt zu den Tatorten, um Fotos zu machen. Er hält die ganze Szenerie fest und entwickelt manche Bilder als Kunstwerke in seiner Dunkelkammer. Doch ein Auftrag holt die Vergangenheit in die Gegenwart und zieht Bronski den Boden unter den Füßen weg.
Cover:
Am Cover sieht man die Linse eines Fotoapparats und ist in schwarz gehalten, wodurch es gut zum Titel und der Geschichte passt.
Meine persönliche Meinung:
Mein erster Aichner Thriller lässt mich ein wenig enttäuscht zurück. Ich hatte mich so drauf gefreut und kam dann mit dem Schreibstil nicht ganz zurecht. Das Buch gliedert sich immer ein ein Kapitel und einen Dialog. Im Dialog erfährt man zwar, wer miteinander spricht, aber nur als wäre es ein Telefongespräch. Reaktionen und Umschreibungen muss man sich selbst ausmalen. Die Sätze sind kurz, deshalb liest sich das Buch schnell und die Geschichte wirkt rasant. Es ist mal ganz was anderes, aber ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass ich in näherer Zukunft ein Buch des Autors zur Hand nehme. Die Geschichte selbst war sehr spannend und es gab viele Wendungen. Manches war ein bisserl zu einfach und zu krass, aber gut, das sind ja so manche Thriller.
Fazit:
Ein Thriller, der sich schnell liest, aber insgesamt recht eigenwillig ist. - Anna Schneider
Grenzfall - Ihr Schrei in der Nacht
(150)Aktuelle Rezension von: theagri_liestDie deutsche Kommissarin Alexa Jahn und ihr österreichische Kollege Bernhard Krammer ermitteln im Fall von verschwunden jungen Frauen, wobei zunächst die Gemeinsamkeiten nicht erkennbar sind.
Das war sehr spannend und das Miträtseln hat Spaß gemacht. Das Ende zog sich dann für mich etwas. Da könnte ich mir vorstellen, es zu straffen, zumal es auch sehr brutal war.
Die langsame Weiterentwicklung von Anna ind Krammer ist gut erzählt, auch die privaten Dinge der beiden nehmen genau das richtige Maß ein, ohne die Story zu überfrachten.
Eine spannende Reihe, die ich gern weiterverfolgen möchte.
- Joe Fischler
Veilchens Show
(49)Aktuelle Rezension von: Lilli33Taschenbuch: 328 Seiten
Verlag: Haymon Verlag (6. August 2018)
ISBN-13: 978-3709979075
Preis: 9,95 €
auch als E-Book erhältlich
Unterhaltsamer Tirol-Krimi
Inhalt:
In der Fernseh-Show „Bauerlorette“, buhlen fünf Männer um eine Frau. Dem Sieger winken zusätzlich eine Million Euro. Kurz nach Drehbeginn der Liveshow sind zwei der Kandidaten tot. Aber die Show muss weitergehen, und die Zuschauerzahlen steigen durch die Unglücke sogar noch. Wird es noch ein drittes Opfer geben?
Meine Meinung:
„Veilchens Show“ ist zwar schon der 5. Band der Veilchen-Reihe, lässt sich aber problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Für mich war es der erste Veilchen-Krimi. Dagegen kenne ich alle drei bisher erschienen Bände der Arno-Bussi-Reihe. Wenn ich beide Reihen vergleichen soll, würde ich sagen, Veilchen wirkt eher wie ein konventioneller Regionalkrimi, allerdings mit einigem Humor. Dagegen verströmt Arno Bussi Humor am laufenden Band und nebenbei gibt es einen Krimi. Beides hat seinen Reiz, aber da Fischlers Humor genau auch der meine ist, kann er mich mit Arno Bussi noch mehr begeistern.
Nichtsdestotrotz ist auch „Veilchens Show“ sehr unterhaltsam. Das Gespann aus den Ermittlern Valerie „Veilchen“ Mauser und Manfred Stolwerk harmoniert perfekt. Der Schwiegersohn in spe Sven Schmatz ist das i-Tüpfelchen.
Der Krimi beginnt gemächlich, um die Spannung Richtung Schluss enorm zu steigern. Manches ist vorhersehbar, das meiste jedoch überraschend. Die Auflösung des Falles ist vollständig und logisch, sodass man das Buch am Ende zufrieden zuklappen kann.
Die Reihe:
1. Veilchens Winter
2. Veilchens Feuer
3. Veilchens Blut
4. Veilchens Rausch
5. Veilchens Show
★★★★☆
- Anna Schneider
Grenzfall – In den Tiefen der Schuld
(137)Aktuelle Rezension von: SuskaDer vierte Teil der Grenzfall Serie schließt sich nahtlos an den Vorgängerband an. Krammer macht sich auf die Suche nach seiner Kollegin Rosa Szabo, die am Ende des letzten Bandes verschwunden ist. Auf einem Überwachungsvideo sieht man sie aus dem Polizeigebäude stürmen. In ihrer Wohnung: eine Leiche, aber keine Spur von Szabo. Alexa und Huber, die noch in der Nähe sind, unterstützen Krammer bei der Suche. Es wird offensichtlich, dass Szabo etwas verheimlicht. Hat sie etwas mit dem toten Mann in ihrer Wohnung zu tun?
Das ist der erste Teil der Reihe, in dem Alexa und Krammer direkt zusammenarbeiten. Sonst liefen die Fälle eher nebeneinander her, doch jetzt sind sie gemeinsam auf einer Mission: Szabo finden und ihr Geheimnis lüften. Dass es dabei zu kleinen Rangeleien zwischen Vater und Tochter kommt bleibt nicht aus.
Auch diesen Teil fand ich wieder sehr spannend. Es kommen Details über Szabos Vergangenheit und ihr Leben im Allgemeinen ans Licht. Bisher hat man über Krammers Partnerin nicht viel erfahren, nun ändert sich das. Ich bin zufrieden und freue mich auf Teil 5.
- Bernhard Aichner
Totenfrau
(40)Aktuelle Rezension von: TWDFanSTInhalt
Seit dem Tod ihrer Adoptiveltern läuft Blums Leben perfekt. Mit Mark, einem Polizisten, ist sie glücklich verheiratet und hat zwei Töchter. Doch dann stirbt Mark bei einem Motorradunfall. Der Täter flüchtet. Bei der Durchsicht von Marks Sachen stößt Blum auf ein Tonband, das alles für sie ändert. Die Bestatterin wird zur Jägerin. Ihre Beute: ein Fotograf, ein Priester, ein Koch, ein Jäger und ein Clown...
Bewertung
"Totenfrau" von Bernhard Aichner war leider nicht mein Fall. Ich hatte mir wesentlich mehr erhofft und wurde letztendlich enttäuscht..Das liegt nicht an Sprecher Christian Berkel. Dieser macht seine Arbeit wirklich gut und hat viel damit zu tun, dass ich dem Hörbuch doch noch drei Sterne gegeben habe.
Mein Hauptproblem mit der Geschichte war zum einen die fehlende Spannung. Die Geschichte war mir zu vorhersehbar, es fügte sich alles so passend zusammen. Selbst den "großen" Plottwist am Ende ahnte ich schon vorher. Viel schlimmer als der fehlende Spannungsbogen war für mich aber, dass ich mit Blum absolut nicht warm wurde. Ich muss mit einer Person mitfiebern, damit eine Geschichte mich wirklich in den Bann zieht. Hier war mir die Protagonistin genauso egal wie die Antagonisten.
Schade, bei der Thematik wäre mehr drin gewesen...
- Jeannine Meighörner
Das fliehende Herz
(16)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisHistorische Romane, die sich mit Elisabeth I. (1837-1898), Gemahlin von Kaiser Franz Joseph und damit Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, beschäftigen, gibt es wie Sand am Meer. Die Qualität ist unterschiedlich genauso wie die Perspektive. In vorliegendem Buch wird, wie man so schön sagt „dem Volk auf’s Maul geschaut“. Das heißt, wir erleben die vier Aufenthalte Elisabeths in Innsbruck vor allem aus der Sicht gewöhnlicher Leute.
Zentrale Rolle spielt Aloys Oberrauch, dessen erste Begegnung 1848 mit Elisabeth, sie ist erst elf Jahre und er ein aus dem revolutionären Wien geflohener Student, sich nachhaltig auf sein weiteres Leben auswirken wird.
Auch der Nachtwächter der Innsbrucker Burg, Sepp, und Pauline, ein Bedienstete aus Elisabeths Gefolge treten wiederholt auf.
Nach ihrem ersten Aufenthalt als Kind kommt Elisabeth noch zweimal nach Innsbruck und stößt die Menschen, die ihr einen rauschenden Empfang bereiten vor den Kopf. Oberrauch ist inzwischen Advokat und Präsident des Verschönerungsvereins und kann die Veränderung „seiner“ Elisabeth zur kapriziösen, unnahbaren Kaiserin hautnah erleben. Erst beim vierten Aufenthalt, nämlich bei der Überführung des Leichnams von Genf nach Wien, kommt Oberrauch der Kaiserin nahe und legt ihre jene Papierrose, die sie als Kind erhalten hat und die er als Andenken aufbewahrt hat, auf den Sarg.
Meine Meinung:
Zu Beginn war ich ein wenig skeptisch, da unwillkürlich die Bilder der verkitschten und zum Teil unwahren „Sissi-Trilogie“ aufsteigen, die kaum zu löschen sind.
Umso angenehmer war ich dann überrascht, dass hier dem einfachen Volk und seinen Gedanken viel Platz eingeräumt wurde. Den meisten Untertanen sind Kaiser und Kaiserin im fernen Wien ähnlich weit weg wie Figuren aus der Bibel, dennoch halten sie ihrem Herrscherpaar die Treue. Aloys verfolgt Elisabeths Leben aus der Ferne. Dabei erscheint sie ihm als unwirkliches Wesen.
„An diesem Wesen ist alles Anmut: Es geht nicht, es scheint zu schweben, es lacht nicht, es lächelt wie ein scheuer Engel mit geschlossenem Mund, es spricht nicht, es haucht Worte dahin.“
Jeannine Meighörner ist bekannt für ihre differenzierte Sicht auf bekannte Frauen der Geschichte. Auf den Schreibstil muss man sich als Leser erst einlassen. Er ist geprägt von Hingabe an das Thema bzw. die Persönlichkeit, die hier eine Hauptrolle spielt, von beeindruckender Sachkenntnis und Recherche sowie von einer feinen Prise Humor. Ich bin immer wieder in Innsbruck und werde beim nächsten Mal auf den Spuren von Elisabeth wandeln. Das Buch macht Lust, die Spuren der Kaiserin zu verfolgen.
Fazit:
Dieser historische Roman bietet einen differenzierten Blick auf das Leben der rastlosen, oft unverstandenen Monarchin. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
- Lena Avanzini
Tod in Innsbruck
(8)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisVera erfährt, dass ihre jüngere Schwester Isa einen plötzlichen Herztod gestorben ist, der durch Magersucht und übertriebenen Sport ausgelöst worden sein soll.
Belastet mit Schuldgefühlen, weil sie sich zu wenig um die Sechzehnjährige gekümmert haben soll, beginnt sie im Umfeld der Innsbrucker Musikakademie, die Isa besucht hat, nachzuforschen.
Doch Isa wird nicht die einzige Tote bleiben. Während Vera im Musikermilieu recherchiert, gibt es weitere Mordopfer, die allesamt mit geheimnisvollen Tätowierungen „verziert“ sind. Außerdem sind alle in irgendeiner Weise mit Musik verbunden.
Je tiefer Vera in Isas Geheimnisse eindringt, desto mehr gerät sie in Gefahr.
Was geht in der Innsbrucker Musikakademie vor? Diese Frage stellt sich auch der knapp vor der Pension stehende Kripochef Heisenberg.
Meine Meinung:
Lena Avanzini gelingt es meisterhaft ihre Leser an der Nase herum zu führen. Kaum glaubt man, den Täter ausfindig gemacht zu haben, muss man erkennen, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Nach einigen Sackgassen gibt es eine überraschende Wendung in diesem komplexen Kriminalfall.
Lena Avanzinis Schreibstil ist angenehm zu lesen und als Kennerin von Innsbruck, kann ich mich gleich auf Spurensuche begeben. Spannend ist der mehrmalige Perspektivenwechsel. Es lohnt sich, das Buch abermals zu lesen, da, nachdem nun der Mörder entlarvt ist, die eine oder andere Stelle eine ganz andere Bedeutung erhält.
Einzelne Charaktere wie Vera sind manchmal spröde. Doch das macht gar nichts. Die Unangepassten sind die viel Interessanteren.
Fazit:
Ein spannender Kriminalroman, der mit einem überraschenden Ende aufwartet!
- Annemarie Albrecht
Tödliche Inschrift
(10)Aktuelle Rezension von: AdelheidSInnsbruck: Regierungssitz Maximilian I. im 15. Jahrhundert. Ein fanatischer Killer und eine Gesellschaft, die durch den Kaiser gefördert wurde und wieder auflebt. Professor Günter Lehner erhält den Posten im Stadtarchiv von Innsbruck. Kurz nachdem er seine neue Stellung angetreten hat, wird im goldenen Dachl, dem Wahrzeichen der Stadt eine grauenhaft verstümmelte Leiche entdeckt. Lehner ist zufällig in der Nähe des Schauplatzes. Schon bald wird Lehner bei den Ermittlungen hinzugezogen, da sich herausstellt, dass die Ursache des Mordes in der Vergangenheit liegen könnte. Während sich Lehner mit der Geschichte des Landes Tirol, mit der Stadt Innsbruck und Kaiser Maximilian I. auseinandersetzt, geschehen weitere Morde. Auf der Suche nach dem Killer tauchen die Kriminalisten, Lehner und die Theologiestudentin Alana Mengel immer mehr in die Geschichte Tirols und die Geschicke der Kaiserfamilie ein. Lehner zieht das dunkelste Geheimnis um den letzten Ritter, Maximilian I. ans Tageslicht und lässt Innsbruck in den Grundfesten seiner Geschichte erschüttern. Er und Alana laufen mit der Zeit um die Wette und dem Killer direkt in die unbarmherzigen Arme.
Hier wird man mit Geschichte bombardiert. Da muss doch was hängen geblieben sein. Die Morde in der Jetztzeit sind aus dem "Frust" eines Geschichtlichen Nachfahren entstanden und werden sehr blutrünstig ausgeführt. Man merkt, dass für den Roman vor Ort recherchiert wurde. Was mich etwas irritiert hat, ist das abrupte Ende. Dafür, dass das Buch von einer Einsteigerin in der Welt der Autoren ist, hat es mir sehr gut gefallen. Bin schon gespannt neues zu lesen von Orten, die ich auch kenne.
- Horst-Dieter Radke
Annegrets Auszeit (Die booksnacks Kurzgeschichten-Reihe 204)
(4)Aktuelle Rezension von: pardenSELBSTVERWIRKLICHUNG? SELBSTVERWIRKLICHUNG!
Sieben Zugstunden weit weg vom Alltag, vom ungeliebten Mann und den anstrengenden Kindern. Tun und lassen, was ich will, wo mich keiner kennt, denkt Annegret. Doch im Hotel wird Annegret zur Sklavin – ihrer selbst?
Annegret lebt seit vielen Jahren schon mit Arnold und ihren nun 17jährigen Zwillingen Achim und Annika zusammen. Ein Familienleben wie im Hamsterrad, von Liebe schon lange keine Spur mehr, Leere und Trostlosigkeit das Ergebnis der vorsichtigen Bestandsaufnahme ihres Lebens.
Das will sie ändern, indem sie einen heimlichen Urlaub für einige Tage nur für sie selbst als Auszeit bucht. Innsbruck soll es sein, ein Ort, wo sie schon immer einmal hinwollte, Hotel, kommen und gehen, wie man will, Freiheit. Eine zufällige Begegnung entpuppt sich als Abenteuer, reizvoll und gefährlich zugleich, und eine Entscheidung steht an...
Was hier harmlos beginnt entwickelt trotz der Kürze des Booksnacks bald seinen ganz eigenen Sog. Und das Ende kann überraschen. Für mich bisher eine der besten Kurzgeschichten aus der Reihe der Booksnacks, denn hier gab es definitiv Kürze mit Würze...
© Parden
- Joe Fischler
Veilchens Winter. Alpenkrimi: Valerie Mausers erster Fall
(2)Aktuelle Rezension von: WedmaVeilchens Winter kenne ich. Habe vor paar Jahren gelesen, als das Buch neu herauskam. Nun sah ich, dass es als Hörbuch gibt. Und um die Zeit bis zum „Der Tote im Schnitzelparadies“ zu überbrücken, hörte ich mir das an.
Ich muss sagen: Die Begeisterung hielt sich sehr in Grenzen. Mit der Darbietung der Vorleserin Lilly Staudigl konnte ich wenig anfangen. Sie machte auf mich einen semi-professionellen Eindruck. Und interpretierte selbst die lustigen Stellen so, dass ich bloß ein Kopfschütteln übrighatte. Die an sich lustige Szene so ziemlich zum Schluss, die Bussfahrt, die mit der Alten, daran konnte ich mich noch gut erinnern. Hier war sie so dröge vorgetragen, dass ich mich fragen musste, warum ich damals hier so gelacht habe.
Fazit: Lieber selbst lesen. Oft kann ich mich für Hörbücher mehr begeistern, hier ist es genau umgekehrt.
- Bernhard Aichner
Totenrausch
(192)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: Die Bestatterin Brünhilde Blum muss mit ihren beiden Töchtern das Land verlassen, weil sie wegen mehrfachen Mordes gesucht wird. Niemand ist da, um ihr zu helfen. Aber sie kann sich nicht ewig verkriechen und beschließt, nach Deutschland zurückzukehren. Sie denkt, dass sie in Hamburg ganz gut untertauchen könnte. Und ihr Plan scheint aufzugehen, sie findet in dem Zuhälter Egon Schiele jemanden, der ihr eine Bleibe, neue Pässe und ein neues Leben gibt. Doch nichts ist umsonst und so steht sie in seiner Schuld und sie kann ihrem alten Ich nicht entkommen…
Meine Meinung: Nachdem mir der zweite Teil der Trilogie so gar nicht zugesagt hat, weil ich mich gefragt hatte, wohin die starke Frau abgeblieben ist, die ich im ersten Band so geliebt habe, bin ich hier wieder voll auf meine Kosten gekommen! Denn natürlich ist Schiele nicht so ein Menschenfreund, dass er für seine Hilfe keine Gegenleistung fordert… Und hier kommt wieder die starke Frau zu Vorschein, die einfach nicht mehr da anknüpfen möchte, wo sie in Österreich aufgehört hat und Pläne entwickelt, wie sie Schiele täuschen kann. Das Spiel der beiden geht so weit, dass es am Ende darum geht, wer das Ding überleben wird! Denn Schiele packt Blum da, wo es ihr am meisten wehtut: bei ihren beiden Kindern… So stark wie Blum auch ist, war ich froh, dass sie am Ende noch unerwartete Hilfe bekommt!
Der Schreibstil ist wie gewohnt von Aichner: kurz und prägnant. Aber hier ist die Charakterzeichnung wieder sehr viel besser als im zweiten Teil. Blum trifft auf viele Menschen und muss überlegen, ob sie ihr gut- oder schlechtgesinnt sind und ob sie ihr helfen können. Eine starke Frau, die ich hier für ihre Raffinesse wieder einmal bewundert habe!
Mein Fazit: Mit diesem Band geht die Totenfrau-Trilogie zuende und ich muss sagen, dass sie mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen hat. Auch, wenn Band zwei für mich wirklich schwach war, holen die anderen Bände das wieder heraus! Alles in allem auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!
- Lotte Römer
Das verstoßene Mädchen
(38)Aktuelle Rezension von: bettinahertzDas verstoßende Mädchen ist der Auftaktband der historischen Reihe Die Töchter von Innsbruck von Lotte Römer.
Innsbruck 1881: Fannerl wächst als Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns in behüteten Verhältnissen auf und wird bald den jungen Johann heiraten. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters verändert sich ihr Leben jedoch grundlegend. Ihre Mutter möchte schnell wieder heiraten, doch der zukünftige Ehemann stellt die Bedingung, dass Fannerl das Haus verlassen muss, da er wegen ihres ungewöhnlich Aussehens glaubt, sie bringe Unglück. Die Mutter schickt Fannerl zur Wäscherin Franza ins Sellraintal. Dort beginnt für sie ein arbeitsreicher und harter Alltag. Sie muss die schmutzige Wäsche wohlhabender Innsbrucker Bürger waschen. Wird Fannerl sich an das entbehrungsreiche Leben gewöhnen? Wird das Sellraintql eine neue Heimat? Wird sie Johann wiedersehen?
Der Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass man mühelos in die Geschichte eintaucht. Besonders gelungen ist die bildhafte Ausdrucksweise, Schauplätze und Lebensumstände sind gut beschrieben. Der starke Gegensatz zwischen Fannerls früherem und ihrem neuen, entbehrungsreichen Alltag im Sellraintal wird sehr eindrucksvoll geschildert. Vor allem die harte Arbeit der Wäscherinnen werden lebendig und nachvollziehbar dargestellt.
Die Figuren wirken durchweg authentisch und liebevoll ausgearbeitet. Fannerl ist eine starke und mutige Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt. Auch die Nebenfiguren – darunter ihre Familie, Johann und sein Vater sowie Franza, Rosi und Peter aus dem Sellraintal – fügen sich stimmig in die Handlung ein und verleihen der Geschichte eine schöne Tiefe.
Besonders gefallen hat mir die eher ruhige und behutsam erzählte Liebesgeschichte zwischen Fannerl und Johann, die zunächst tragisch endet. Beide sind in den gesellschaftlichen Zwängen gefangen.
Fazit: Ein bewegender Auftakt mit einer starken Protagonistin und eindrucksvoll beschriebenen Schauplätzen. Wer historische Romane mit Gefühl, Spannung und authentischem Hintergrund mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Ich bin nun gespannt auf den 3. Band.
- Anna Schneider
Grenzfall – Der Tod in ihren Augen / Ihr Schrei in der Nacht / In der Stille des Waldes – Drei Krimis in einem Band
(206)Aktuelle Rezension von: nati51Alexa Jahn wechselt die Dienststelle von Aschaffenburg nach der Polizeiinspektion Weilheim. Kaum angekommen, beginnt schon die erste Ermittlung. Am Brauneck in Lenggries hängt an einer Felswand eine leblose Frau. Alles deutete auf ein Kletterunglück hin, doch als die Bergretter sie auf die Trage legten, war nur der Oberkörper vorhanden und ab der Taille befand sich eine mit Stroh ausgestopfte Hose. Alexa hatte nicht im Traum daran gedacht, dass ihr erster Arbeitstag bei der Weilheimer Kripo so verlaufen würde.
Während Alexa versucht, die Identität der Frau herauszufinden wird auf der österreichischen Seite am Achensee ein Müllbeutel mit Leichenteilen gefunden und Bernhard Krammer, vom LKA Tirol, übernimmt den Fall.
Der sechste Band um Oberkommissarin Alexa Jahn in der Grenzregion Karwendel und ihrem Vater Bernhard Krammer, der beim LKA Tirol arbeitet, hat mir so gut gefallen, deshalb habe ich nun mit dem ersten Band der Reihe begonnen. Anna Schneider hat einen flüssigen Erzählstil und baut in ihrem Kriminalroman schnell Spannung auf. Dieses liegt auch daran, dass die Handlung ständig zwischen den beiden Ermittlungsteams wechselt und zusätzlich gibt es noch kleine Einschübe, die vom Täter stammen. Dieses Element erhöht zusätzlich die Spannung. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten sind angenehm ohne aufdringlich zu wirken. Auch die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man am liebsten immer weiterlesen möchte und nicht aufhören mag. Für mich eine Neuentdeckung, die mir spannende Lesestunden bereitet.
- Brigitte Riebe
Die schöne Philippine Welserin
(60)Aktuelle Rezension von: Tine13Die Augsburger Patriziertochter Philippine Welser sieht auf ihr ereignisreiches Leben zurück. Die bürgerliche Kaufmannstochter trifft 1556 bei einem Aufenhalt in Böhmen auf den Kaisersohn Erzherzog Ferdinand II. von Habsburg. Die beiden jungen Leute verlieben sich und verbinden sich durch eine heimliche Trauung. Doch schon vor der Hochzeit gibt es einen heimtückischen Giftanschlag auf die Braut. Philippine wird von diesem Erlebnis geprägt und ihre Ängste werden nicht unbegründet sein, wie sie uns in ihrem Tagebuch mitteilt!
Die Autorin Brigitte Riebe erweckt in ihrem Buch „Die schöne Philippine Welserin“ eine sehr spannende und interessante Frauengestalt der Spätrenaissance zum Leben. Philippine genannt Pippa, hat geschafft was damals unvorstellbar war, als Bürgerliche hat sie einen hochgestellten Adeligen geheiratet, doch zu ihrem großen Unglück durfte davon niemand wissen! Diese Abmachung trägt einen großen Anteil an ihrem Seelenfrieden und der Konstellation ihres Familienlebens bei. Kurz vor ihrem Ende erzählt uns Pippa ihre ziemlich "Gift-getränkte Lebens- und Liebesgeschichte", teils natürlich auch fiktiv, aber immer spannend. Die Autorin beherrscht es den Leser zu faszinieren, die Zeit und ihre historische Fassade gekonnt darzustellen. Gelungen recherchiert und toll dargeboten ist auch die Heil- und Kräuterkundigkeit in Kombination mit den einzelnen Kapiteln.
Mein Fazit: Da ich die Darstellung interessanter historischer Personen sehr liebe, war das genau der richtige Roman für mich:) Gelungene Unterhaltung kombiniert mit Geschichtswissen! Liest sich großartig:)
- Joe Fischler
Veilchens Winter
(83)Aktuelle Rezension von: Dauerleserin„Veilchens Winter“ beginnt mit einer Entführung. Lizah, die Tochter des russischen Oligarchen Boris Marinov, wurde während ihres Skikurses entführt. Diskretion und diplomatisches Geschick sind angesagt. Und schnell gibt es eine erste Leiche.
Der erste Fall für Kommissarin Valerie Mauser (Spitzname: Veilchen). Und nicht alle sind begeistert, dass eine Wienerin die Ermittlungen leitet:
„Na, hier geht’s zu wie im Hühnerstall, seit die Leute wissen, dass eine Wienerin …“ (Kindle-Position 238)
Cover und Schreibstil:
Das Cover von „Veilchens Winter“ gefällt mir gut. Die Grundfarbe ist Schwarz, und im Vordergrund ist ein Veilchen zu sehen.
Joe Fischlers Schreibstil ist überzeugend. Der Autor schafft es, trotz der Krimihandlung, eine anheimelnde Atmosphäre zu kreieren, auch durch die Beschreibung der Tiroler Natur. Auch wenn die einzelnen Charaktere ausführlich vorgestellt werden, konnte ich beim Lesen keine unnötigen Längen wahrnehmen.
Besonders liebevoll wird Valerie Mauser vorgestellt, mit all ihren Spleens und Wutanfällen – und mit ihrem Herz am rechten Fleck. Man kann Valerie einfach nur gernhaben!
Fazit:
Valerie Mauser tritt eine neue Stelle als Kommissarin ins Innsbruck/ Tirol an. Die Ermittlungen sind nicht einfach. Wie gut, dass sie, wenn auch inoffiziell, ihren ehemaligen Kollegen Manfred Stolwerk hinzuziehen kann. Es geht um Geld und Macht. Um viel Geld und um viel Macht.
Nach und nach lichtet sich der Nebel, und am Ende überschlagen sich die Ereignisse in diesem erfrischenden Tirol-Krimi. Inzwischen gibt es übrigens drei weitere Fälle mit Valerie Mauser.
Leseempfehlung:
„Veilchens Winter“ ist das vielversprechende Debüt einer neuen Krimireihe und wartet mit einem erfrischenden Ermittlungsteam auf - das Richtige für alle Alpen-Krimi- bzw. Tirol-Krimi-Fans. 4 Sterne von mir.
„Alles zu seiner Zeit.“ (Kindle-Position 578)
Die Dauerleserin
- Jan Costin Wagner
Sommer bei Nacht
(64)Aktuelle Rezension von: CountofcountDer Grundgedanke, dass ein pädophil veranlagter Kommissar eine Kindesentführung lösen soll, ist ja schon mal heikel und kann literarisch viel Spannung bieten, allerdings fand ich sowohl den Schreibstil als auch die Anlage der Erzählung wenig ansprechend.
Die Gedankengänge sind sehr abgehackt, die Protagonisten wirken an vielen Stellen abwesend, die Erzählstränge dadurch eher zerfasert. Das macht‘s nicht so wirklich flüssig lesbar.
Dass die Lösung dann eher etwas zufällig angebahnt wird, macht‘s für mich dann endgültig enttäuschend, auch wenn „Kommissar Zufall“ ja häufig eine Rolle spielt. Aber das war mir dann doch etwas arg platt. Gerade, weil es ja schon eine andere Möglichkeit im Laufe des Buches gegeben hätte, auf die noch mal hätte angespielt werden können.
So war das leider für mich nicht so wirklich was, und ich überleg, ob ich von JCW noch weitere Bücher lesen kann und will.
Innsbruck: Der Bezirk in alten Ansichtskarten
(1)Aktuelle Rezension von: annluDie Stadt Innsbruck kann auf eine lange Geschichte zurück sehen. In diesem Buch wird sie und umliegende Gemeinden in alten Ansichtskarten gezeigt. Die Karten stammen aus den Jahren 1900 bis in die Neunzehndreißiger. Neben Straßen, Plätzen und Kirchen zeigen sie ausgewählte Gastronomiebetriebe, Bildungs-, Sport- und Kulturstätten sowie kurze Eindrücke der Katastralgemeinden.
Alte Ansichtskarten haben immer einen nostalgischen Hauch an sich. Die Auswahl hier besteht– auf Grund des Alters – aus schwarz-weiß Fotografien, die aber viele Details erkennen lassen. So sind die Eindrücke die man erhält sehr vielfältig. Während die Straßen- und Gebäudeansichten der Innenstadt eine hohe Ähnlichkeit mit dem heutigen Innsbruck aufweisen – und ich wirklich überrascht davon war, wie viel ich wieder erkennen konnte – waren andere noch sehr ländlich geprägt. Heutige Stadtviertel zeigen noch ihren Dorfcharakter und wichtige Gebäude, die heute in mitten der Stadt stehen, bilden ihren Stadtrand. Noch faszinierender fand ich allerdings die Menschen und besonders die Fahrzeuge, die auf den Bildern zu sehen sind. So wechslen sich Pferdefuhrwerke mit Kutschen, dampflokgezogene Straßenbahnen mit ersten Automobilen ab.
Fazit: Alte Ansichtskarten laden hier auf eine Reise in die Vergangenheit der Stadt Innsbruck ein, die mich faszinieren konnte.
- Joe Fischler
Veilchens Blut
(54)Aktuelle Rezension von: peedeeValerie Mauser, Band 3: Beim letzten Einsatz wurde Oberstleutnant Valerie „Veilchen“ Mauser verletzt und musste auf Reha, um sich auszukurieren. Aber nicht mit Veilchen – als sie erfährt, dass ihre Tochter, die sie seinerzeit zur Adoption freigegeben hatte, sie sucht, gibt es kein Halten mehr: sie muss unbedingt zu ihr. Ihre Tochter ist mittlerweile erwachsen und hat jede Menge Schwierigkeiten; Veilchen hat die nun auch…
Erster Eindruck: Eine Reihe mit Wiedererkennungswert durch die schwarzen Cover mit den Blumen – gefällt mir gut.
Dies ist Band 3 einer Reihe und lässt sich ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen.
Diese Rezension fällt mir nicht leicht, denn die Geschichte hat mich – wie schon der Titel verrät – leider gar nicht überzeugt. Aber wo fange ich an?
Luna Brennsteiner, so der Name von Veilchens Tochter, wurde von einem Ehepaar adoptiert und hat noch eine Schwester, Sophia. Beide sind sehr im Tierschutz engagiert und fühlen sich nicht verpflichtet, Regeln einzuhalten. Dies und auch die Heroinabhängigkeit von Sophia haben die beiden in grosse Schwierigkeiten gebracht. Sophia war zuerst verschwunden und kam dann in ein Zeugenschutzprogramm. Luna will ihre Schwester rächen: Milan Knarr ist ihr Ziel; er führt eine Bande von Tierschmugglern an. Er lässt sowohl Tiere, als auch Menschen verschwinden…
Veilchen überredet Schmatz, den jungen IT-Crack, sie zur Polizeistelle zu fahren, von der sie über das Auftauchen ihrer Tochter informiert wurde. Endlich kann sie ihre Tochter kennenlernen! Sie fahren also mit einem „frisierten“ Moped dahin – in ihrem Zustand keine gute Idee. Aber das wird nicht die letzte schlechte Idee von Veilchen und Co. bleiben. Veilchen verrät ihrem besten Freund Stolwerk nun endlich das Geheimnis ihres Lebens: ihre Tochter Luna. Als Veilchen ankommt, ist Luna bereits wieder weg – mit einem Boxer. Veilchen schwant Böses und sieht einen grossen Schlägertypen vor ihrem geistigen Auge, der ihr kleines, wehrloses Mädchen in seiner Gewalt hat (Luna hat mich mit ihrer rotzfrechen Art völlig genervt!). Aber der Boxer ist ein Hund.
Zu viel erzählen will ich nicht, daher nur noch so viel: der Hund spielt eine wichtige Rolle, Veilchen erfährt, was ein Bitcoin Wallet ist, Schmatz benimmt sich wie ein Pubertierender. Es kommt zur Flucht auf unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln: einem Oldtimer-Traktor, einem Strauss und einem als Zebra angemalten Pferd. Wie bitte?
Fazit: Für mich hatte es leider viel zu viel Slapstick. Wenn dies mein erstes Buch des Autors gewesen wäre, hätte ich gar nicht erst zu Ende gelesen und würde die Reihe auch nicht weiterverfolgen. Die Bände 1 und 2 haben mir sehr gut gefallen und jeweils 5 Sterne erhalten. Der vorliegende Band erhält leider nur 2 Sterne. Schade. - Joe Fischler
Veilchens Feuer
(84)Aktuelle Rezension von: Anna_ResslerInhalt: Valerie Mauser wird in ihrem zweiten Fall mit dem Schutz eines Deutschrockers betraut. Wolf Rock ist für ein letztes Konzert in seine Heimat zurück gekehrt und löst mit seinem angekündigten Auftritt schon im Vorfeld Diskussionen und Proteste aus. Als ihm schließlich auch noch Rache für seine Schandtat angedroht wird, bekommt der Fall andere Dimensionen....
Meine Meinung: Mit gewohnt gnadenlosen Humor, Innsbrucker Stadtflair, ein bisschen Spannung und Verbrechen fesselte Joe Fischler mich an seinen Krimi. Die Protagonistin Valerie ist mir sehr sympathisch, ebenso Stolwerk der auch hier wieder seinen verdienten Platz bekommt. Mein heimlicher Favorit ist allerdings Schmatz der mit seiner ungezwungenen Art viele Situationen auflockert. Der Krimi lebt von Fischlers Humor, den man allerdings mögen muss. Vor allem als Schmatz "bei Facebook anrufen sollte" habe ich herzlich gelacht. Richtig spannend wurde es erst zum Ende hin, mir fehlt vor allem anfangs die Krimihandlung.
Besonders gut an dieser Reihe gefallen mir die einheitlichen Cover, die für mich absoluter Blickfang waren.
Mein Fazit: Wieder ein toller Krimi - ich freue mich auf Band drei mit Veilchen Mauser.
- Christoph W. Bauer
Im Alphabet der Häuser
(2)Aktuelle Rezension von: leserinIch finde dieses Buch total interessant und informativ. Keinesfalls trocken und langweilig.























