Bücher mit dem Tag "innsbruck"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "innsbruck" gekennzeichnet haben.

68 Bücher

  1. Cover des Buches Totenfrau (ISBN: 9783442749263)
    Bernhard Aichner

    Totenfrau

     (419)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Dieses Buch ist meine erste Begegnung mit dem Autor Bernhard Aichner und schon mal vornweg, es wird nicht die Letzte sein.

    Brünhilde Blum – die Blum – ist Bestatterin in Innsbruck, verheiratet mit dem Mann ihrer Träume und liebevolle Mutter zweier Kinder. Doch ihre Vergangenheit birgt ein dunkles Geheimnis. Ihr glückliches Leben zerbricht, als ihr Mann tödlich verunglückt – ein tragischer Unfall wie es scheint. Blum stößt im Nachlass ihres Mannes auf Tonbandaufzeichnungen, Gespräche mit einer Unbekannten die Unvorstellbares erlebt hat. Blum gräbt weiter, findet die Unbekannte und muss erkennen, dass ihr Mann ermordet wurde, weil er bei seinen Nachforschungen wohl zu erfolgreich war. Jetzt erwacht Blums dunkle Seite und die Jagd auf die Täter beginnt, unbarmherzig und brutal schlägt sie zu, räumt auf, rächt sich.

    Der Roman ist schnell, was vor allem am recht ungewöhnlichen Schreibstil von Aichner liegt, kurze Sätze, keine langen Monologe, immer nur vorwärts – dazwischen immer wieder Dialoge. Eine permanente Spannung und dann brutale Gewalt eiskalt wie in Berichtsform beschrieben. Ein absoluter Pageturner. Die Protagonisten sind gut charakterisiert, Blum ist trotz der Gewalt unheimlich sympathisch, wirkt einerseits warmherzig und verletzlich und ist dann wieder erbarmungslos, effizient und brutal.

    Ein Thriller der sich abhebt von der Masse – von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  2. Cover des Buches Grenzfall - Der Tod in ihren Augen (ISBN: 9783596700509)
    Anna Schneider

    Grenzfall - Der Tod in ihren Augen

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Erdbeerhase22

    „Grenzfall - Der Tod in ihren Augen“ von Anna Schneider

    Der Kriminalroman wurde am 1.Februar 2021 im Fischer Verlag veröffentlicht. Dieser ist der Auftakt einer Krimireihe um das Ermittlerduo Alexa Jahn und Bernhard Krammer. 

    Immer wieder stolperte ich auf Buchbeschreibungen über „Grenzfall“, so war schnell für mich klar, den „Grenzfall“ muss ich selbst lesen! Beim Aufschlagen des Buches entdeckte ich gleich, als Rückseite zum Cover, einen Landkartenausschnitt „Grenzregion Karwendel“ sowie die Vorstellung beider Ermittler. Diese ist zu Beginn eine prima Orientierung.


    Alexa Jahn tritt ihre neue Stelle als Kommissarin bei der Kripo Weilheim in Oberbayern an. Kaum dort angekommen wird sie, zusammen mit ihren neuen Kollegen, zu einem Einsatz gerufen. Ein einsamer Rucksack steht auf einem Wanderweg. Gemeinsam mit der Bergwacht suchen sie nach dem Besitzer des Rücksacks. Bald werden sie auch fündig. Was aussieht wie ein Kletterunfall, bietet den Ermittlern und dem Leser ein spannendes Bild. Der Oberkörper einer Frauenleiche an der Felswand hängend. Der untere Teil der Toten jedoch fehlt. Durch das weitere voranschreiten des Romans stößt man immer wieder auf Bernhard Krammer, einen österreichischen Kollegen. In dem österreichischen Teil des Berges, wurde der untere Teil einer Frauenleiche gefunden. Eine deutsch-österreichische Ermittlungsarbeit beginnt.

    Es wird hauptsächlich aus Alexa Jahns Sichtweise erzählt. In kurzen Kapiteln wird aber auch in die Tätersicht gewechselt. Das gibt zusätzlich Spannung.


    Der Schreibstil, ließ mich sofort in den Krimi eintauchen. Die Beschreibung der Protagonisten und der Umgebung war sehr detailreich, wirkte aber zu keinem Zeitpunkt langweilig. Dank der Beschreibungen konnte man der Geschichte sehr gut folgen. Ein Krimi, den es sich zu lesen lohnt.

    Ein weiterer Fall lässt nicht lange auf sich warten. Jahn und Krammer werden in „Grenzfall - Ihr Schrei in der Nacht“ in ihrem 2. Fall ermitteln. Ich freue mich schon drauf! Dieser erscheint voraussichtlich am 26.01.2022

  3. Cover des Buches Veilchens Winter (ISBN: 9783852189673)
    Joe Fischler

    Veilchens Winter

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Valerie „Veilchen“ Mauser kommt zurück nach Tirol. Sie wird in ihrer Heimat als LKA-Leiterin eingesetzt. Was einigen der neuen Kollegen so gar nicht gefällt. Gerade Herr Geyer ist nicht gerade der freundlichste Kollege, da er mit der Stelle fest gerechnet hatte. 

     

    Von oben bekommt Valerie direkt am ersten Tag einen geheimen Auftrag. Einem Oligarchen Paar, das einen Gasthof hat, wurde die Tochter entführt. Valerie soll das Kind finden und ohne Aufsehen den Fall lösen. 

     

    Valerie ist überrumpelt und sagt zu, ohne zu wissen, was die ganze Sache noch nach sich zieht. 

     

    So gestaltet sich ihr Auftrag, sowie die neue Arbeit nicht so einfach, wie zunächst gedacht. 

     

    „Veilchens Winter“ ist der erste Fall für Valerie Mauser aus der Feder des Autors Joe Fischler. 

     

    Der Schreibstil des Autors war flott und super zu lesen. Die Spannung hielt sich über den kompletten Fall hinaus. 

     

    Valerie ist in ihrer Art wirklich sympathisch. Über ihr Teufelchen und später auch das Engelchen auf der Schulter konnte man schon schmunzeln. Auch ist sie so von ihrer Art her richtig taff und liebenswert. Auch wenn sie ab und an schon einmal ziemlich chaotisch sein kann. Valerie hat mir als Figur sehr gut gefallen. 

     

    Auch die restlichen Figuren hatten alle etwas. Es hat keine genervt oder war unmöglich. 

     

    Es gibt eigentlich nicht viel zu sagen. Ich mochte den Alpenkrimi. Seine Handlung, die Figuren, es passte alles. Ein einfacher, nicht blutiger, ruhiger Krimi mit tollen Figuren, genau mein Ding!

     

  4. Cover des Buches Totenhaus (ISBN: 9783442714421)
    Bernhard Aichner

    Totenhaus

     (236)
    Aktuelle Rezension von: WDP

    Inhalt:
    Eine Mörderin auf der Flucht. Brünhilde Blum wacht eines Tages in einem Albtraum auf. Einer der fünf Menschen, die sie umbringen musste, taucht plötzlich wieder auf. Bei einer Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof werden in einem Sarg zwei Köpfe und vier Beine gefunden. Nur eine Person kommt als Täterin in Frage: die Bestatterin, die die Toten damals eingebettet hat. Blum muss fliehen, und sie muss ihre Kinder zurücklassen. In einem seit zwanzig Jahre leerstehenden Hotel findet sie Zuflucht, an einem Ort, den sie …

    Der Plot:
    Wie es der Zufall haben will. Nach dem ersten Teil, schien alles wieder im Lot zu sein. Doch ‚eine alltägliche Geschichte‘, die Blum eigentlich nicht betrifft, deckt ihre Vergangenheit auf. Bis hierher ist die Storyline in Ordnung. Was danach kommt, ist ein reines Fantasieprodukt. Der verlassene Ort, die morbide Kunst und dazwischen Blum mit ihrer Familie. Hat mir weniger gefallen.

    Die Charaktere:
    Die Charaktere, die Guten und die Bösen, die Zwielichtigen die Metamorphosen, alle erwachen vor dem geistigen Auge zu Leben. Eine Freude. 

    Die Sprache:
    Über Brnhard Aichner Sprachstil habe ich schon öfter geschrieben. Man liebt ihn, oder hasst ihn. Sehr polarisierend. Hat man sich aber eingelesen, dann ist er faszinierend. Ohne Schnörkel, in kurzen Sätzen. Einzig: Mich nervt die zwanghafte Abweichung von der gewohnten Schreibart. Bindestriche anstelle von Anführungszeichen am Beginn der direkten Rede ohne das Ende zu markieren. Punkteabzug! 

    Fazit:
    Eine spannende Lektüre, wenn man die Logik aus dem Kopf verdrängt. Das Setting ist gut, aber erscheint trotz allem ein wenig zu konstruiert, weshalb ständig ein schaler Nachgeschmack bleibt.

  5. Cover des Buches Veilchens Feuer (ISBN: 9783709978320)
    Joe Fischler

    Veilchens Feuer

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: Valerie Mauser wird in ihrem zweiten Fall mit dem Schutz eines Deutschrockers betraut. Wolf Rock ist für ein letztes Konzert in seine Heimat zurück gekehrt und löst mit seinem angekündigten Auftritt schon im Vorfeld Diskussionen und Proteste aus. Als ihm schließlich auch noch Rache für seine Schandtat angedroht wird, bekommt der Fall andere Dimensionen.... 

    Meine Meinung: Mit gewohnt gnadenlosen Humor, Innsbrucker Stadtflair, ein bisschen Spannung und Verbrechen fesselte Joe Fischler mich an seinen Krimi. Die Protagonistin Valerie ist mir sehr sympathisch, ebenso Stolwerk der auch hier wieder seinen verdienten Platz bekommt. Mein heimlicher Favorit ist allerdings Schmatz der mit seiner ungezwungenen Art viele Situationen auflockert. Der Krimi lebt von Fischlers Humor, den man allerdings mögen muss. Vor allem als Schmatz "bei Facebook anrufen sollte" habe ich herzlich gelacht. Richtig spannend wurde es erst zum Ende hin, mir fehlt vor allem anfangs die Krimihandlung. 

    Besonders gut an dieser Reihe gefallen mir die einheitlichen Cover, die für mich absoluter Blickfang waren. 

    Mein Fazit: Wieder ein toller Krimi - ich freue mich auf Band drei mit Veilchen Mauser. 

  6. Cover des Buches Veilchens Blut (ISBN: 9783709978412)
    Joe Fischler

    Veilchens Blut

     (54)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Valerie Mauser, Band 3: Beim letzten Einsatz wurde Oberstleutnant Valerie „Veilchen“ Mauser verletzt und musste auf Reha, um sich auszukurieren. Aber nicht mit Veilchen – als sie erfährt, dass ihre Tochter, die sie seinerzeit zur Adoption freigegeben hatte, sie sucht, gibt es kein Halten mehr: sie muss unbedingt zu ihr. Ihre Tochter ist mittlerweile erwachsen und hat jede Menge Schwierigkeiten; Veilchen hat die nun auch…

    Erster Eindruck: Eine Reihe mit Wiedererkennungswert durch die schwarzen Cover mit den Blumen – gefällt mir gut.

    Dies ist Band 3 einer Reihe und lässt sich ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen.

    Diese Rezension fällt mir nicht leicht, denn die Geschichte hat mich – wie schon der Titel verrät – leider gar nicht überzeugt. Aber wo fange ich an?
    Luna Brennsteiner, so der Name von Veilchens Tochter, wurde von einem Ehepaar adoptiert und hat noch eine Schwester, Sophia. Beide sind sehr im Tierschutz engagiert und fühlen sich nicht verpflichtet, Regeln einzuhalten. Dies und auch die Heroinabhängigkeit von Sophia haben die beiden in grosse Schwierigkeiten gebracht. Sophia war zuerst verschwunden und kam dann in ein Zeugenschutzprogramm. Luna will ihre Schwester rächen: Milan Knarr ist ihr Ziel; er führt eine Bande von Tierschmugglern an. Er lässt sowohl Tiere, als auch Menschen verschwinden…
    Veilchen überredet Schmatz, den jungen IT-Crack, sie zur Polizeistelle zu fahren, von der sie über das Auftauchen ihrer Tochter informiert wurde. Endlich kann sie ihre Tochter kennenlernen! Sie fahren also mit einem „frisierten“ Moped dahin – in ihrem Zustand keine gute Idee. Aber das wird nicht die letzte schlechte Idee von Veilchen und Co. bleiben. Veilchen verrät ihrem besten Freund Stolwerk nun endlich das Geheimnis ihres Lebens: ihre Tochter Luna. Als Veilchen ankommt, ist Luna bereits wieder weg – mit einem Boxer. Veilchen schwant Böses und sieht einen grossen Schlägertypen vor ihrem geistigen Auge, der ihr kleines, wehrloses Mädchen in seiner Gewalt hat (Luna hat mich mit ihrer rotzfrechen Art völlig genervt!). Aber der Boxer ist ein Hund.
    Zu viel erzählen will ich nicht, daher nur noch so viel: der Hund spielt eine wichtige Rolle, Veilchen erfährt, was ein Bitcoin Wallet ist, Schmatz benimmt sich wie ein Pubertierender. Es kommt zur Flucht auf unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln: einem Oldtimer-Traktor, einem Strauss und einem als Zebra angemalten Pferd. Wie bitte?

    Fazit: Für mich hatte es leider viel zu viel Slapstick. Wenn dies mein erstes Buch des Autors gewesen wäre, hätte ich gar nicht erst zu Ende gelesen und würde die Reihe auch nicht weiterverfolgen. Die Bände 1 und 2 haben mir sehr gut gefallen und jeweils 5 Sterne erhalten. Der vorliegende Band erhält leider nur 2 Sterne. Schade.
  7. Cover des Buches Sommer bei Nacht (ISBN: 9783869712086)
    Jan Costin Wagner

    Sommer bei Nacht

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Katha-mon

    Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch durch meine Arbeit in einem Literaturverein. Bei dem Cover gefällt mir, dass es schlicht und dunkel gehalten wurde. Den Schmetterling deute ich als ein Tabusymbol. Da sich das Thema um Pädophilie handelt, würde ein kleines Kind zusammen mit einem Erwachsenen besser eigenen. Aber das ist nur eine subjektive Empfindung.

    In Wagners Roman zeigt er zwei Personen auf, welche unter der pädophilen Neigung leiden. Dabei werden zwei signifikante Unterschiede aufgezeigt. Den einen, der diese Neigung auslebt und den anderen, der weiß, dass es falsch ist und diese Neigung nicht auslebt. Es wird bei dieser Person aufgezeigt, dass das Pädophil sein wie einen Fetischismus zu haben ist. Zum Beispiel gibt es Fußfetischisten, Menschen, die auf lange Haare stehen usw.

    An den Schreibstil hat es gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe. Für mich existieren zu viele Hypotaxen und zu viele alleinstehende Wörter. Mir fehlt das Prosahafte, aber das alles beruht auf meiner subjektiven Empfindung. Die Wortwahl ist einfach gehalten und leicht verständlich.

    Der Spannungsbogen zieht sich durch das Buch durch. Am Anfang war es etwas schleppend, weil ich mich noch mit den Erzählstil auseinandersetzen musste. Ist aber bis zum Schluss durchgehend spannend. Insgesamt ist es ein gelungener Roman.

  8. Cover des Buches DUNKELKAMMER: Ein Bronski Krimi (ISBN: B08MCC74XH)
    Bernhard Aichner

    DUNKELKAMMER: Ein Bronski Krimi

     (54)
    Aktuelle Rezension von: danislesestube

    Zwanzig Jahre blieb sie unentdeckt. Gefunden von einem Obdachlosen, der im kalten Innsbruck nach einer warmen Bleibe suchte. Ein Anruf bei seinem alten Kollegen David Bronski setzte mehrere Ereignisse in Gang. Letzterer ahnte nicht, dass ihn schon bald seine Vergangenheit frontal erwischen wird. 


    Natürlich gibt er sich seiner liebsten Tätigkeit nicht alleine hin. Begleitet von seiner Kollegin, soll er Hinweise sammeln. Wie kam es zu dem Mord? Wer ist dafür verantwortlich?


    Während der Handlung flechten sich die erhaltenen Informationen immer weiter zu einem Strick zusammen, der Bronski langsam zu erwürgen droht. Wie sehr der aktuelle Fall mit dem Tod seiner Frau, und der Entführung seiner Tochter zu tun hat kann er anfangs nur erahnen. 


    Sein Umfeld bestehend aus seiner Kollegin, seiner Schwester, der Familie der Toten, dem Obdachlosen, und die generelle Umgebung wurden vom Autor kurz und präzise beschrieben. Nur das aktuelle Sichtfeld der Charaktere hat etwas mehr Details spendiert bekommen. Dies ist dem knappen und relativ flotten Schreibstil geschuldet. 


    Seine eher ungewöhnliche “Liebe” zu toten Menschen, die er in Form von analoger Fotografie ausdrückt, wird mehrmals thematisiert und logisch beschrieben.


    Gleiches gilt für die Gespräche der Charaktere. Dieses wurden meist separat behandelt. So wirken die Dialoge als entstammen sie einem Drehbuch. Stimmungsänderungen finden sich daher direkt in diesen wieder. Klingt etwas gewöhnungsbedürftig. Ist es auch. Wobei ihr euch mit etwas Fantasie, und den genannten Eckpunkten eure eigene Umgebung zusammendenken könnt. Das Buch bietet dafür eine perfekte Basis.


    Zum Glück bieten Schlüsselszenen etwas mehr Tiefe um deren Intensität glaubwürdig rüber zu bringen. Das Spannungsniveau war aufgrund der Geschwindigkeit des Buches meistens konstant hoch. Hie und da hing diese etwas durch.


    Das Cover lässt mein Fotografen Herz höher schlagen. Fotografiere selber sehr gerne. Ich mag solche Details.


    Grundsolider Krimi. Dessen Handlung in meiner Heimatstadt spielt. Geschrieben von einem Autor aus meiner Heimatstadt. Gelesen mit meiner Buddyread Partnerin Tamara.



  9. Cover des Buches Laienspiel (ISBN: 9783492303033)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Laienspiel

     (409)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Schon wieder ein “Kluftinger“? Ja tatsächlich! aber irgendwie bin ich angefixt vom “Klufti“ umd seiner Art und Weise. Auf den ersten Blick erscheint unser Kommisar ein rechter Grantler zu sein. aber man merkt schnell, dass er sein Herz am rechten Fleck hat. er ist eben ein wascheckter Allgäuer. 

    zur Geschichte:

    :Lodenbacher, der Chef von Kommissar Kluftinger, tobt. Ausgerechnet bei ihnen im schönen Allgäu hat sich ein Unbekannter auf der Flucht vor der österreichischen Polizei erschossen. Verdacht: Er plante einen terroristischen Anschlag. Bloß wo? Nun muss Kluftinger nicht nur mit Spezialisten des BKA, sondern auch noch mit den Kollegen aus Österreich zusammenarbeiten. “Kruzifis“

    Wieder sind es die Schreibweise, die Art und Weise, ihren Hauptprotagonisten grantig aber dennoch liebenswert in Szene zu setzen, die mir hier gefällt und weniger der eigentliche Kriminalfall. die Dialoge zwischen Dr. Langhammer und Kluftinger sind wirklich erfrischend. Natürlich darf die “gute Seele“ im Leben des Kommissars, seine Frau Erika, nicht vergessen werden zu erwähnen. Leicht naiv dargestellt aber sehr fürsorglich und ohne sie wäre der Kommisar Kluftinger völlig aufgeschmissen. Auch wenn sich der Kommissar meistens wieder selbst im Wege steht und sich meistens selbst in hochpeinliche Situationen bringt, ist er der Sympathieträger in der Geschichte.

    Dieses Mal bekommt es das Team “Kluftinger“ mit Terroristen zu tun und das ausgerechnet im schönen aber vor allem im “beschaulichen Allgau“ zu tun. Und da dies nicht allein zu schaffen ist, eilt das BKA zu Hilfe, was unseren Kommissar in seiner Gemütlichkeit, seinem beschaulichen Allgäuer Alltag etwas aus der Bahn wirft. aber an Herausforderungen wächst man, auch der Kluftinger..

    Mein Fazit:

    ich mag den Schreibstil, die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird und ich finde die Geschichte ist bis zum Schluß spannend erzählt und endet in einem kleinen, atemberaubenden Showdown.

    Für mich ist es bisher der spannendsde “Kluftinger-Fall“.

  10. Cover des Buches Bis wir uns wiedersehen (ISBN: 9783806242188)
    Catherine Bailey

    Bis wir uns wiedersehen

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63

    Wie kann man solches Leid ertragen?

    Dieser Roman hat mich zutiefst berührt. Aber worum geht es hier? Es ist vor allem die persönliche Leidensgeschichte der Fey von Hassel, der Tochter des Botschafters Ulrich von Hassel, der in Rom stationiert war und der im Herbst 1944 von den Nazis wegen des Attentatsversuchs auf Hitler hingerichtet worden war. Im Weiteren werden die Angehörigen der Attentäter verhaftet. Sie wird von der Gestapo zunächst zu Befragungen aus ihrem Haus abgeholt. Dabei werden ihr die beiden kleinen Söhne Corrado und Roberto weggenommen und in ein ihr unbekanntes Kinderheim gebracht.

    Sehr akribisch und detailreich wird hier beschrieben, was sich in den nächsten Wochen und Monaten zugetragen hat. Von einem Gefängnis zum anderen wird sie mit weiteren sog. prominenten Häftlingen gebracht. Sie wird von Norditalien nach Österreich verbracht, von dort nach Norddeutschland ins KZ Stutthoff, dann zurück ins KZ Buchenwald und KZ Dachau. Schließlich werden sie und andere Gefangene in ein Berghotel gebracht.

    Es handelt sich vorliegend nicht um einen Roman. Vielmehr wird diese Geschichte durch zahlreiche Zitate und persönliche Anmerkungen der vielen Beteiligten  unterstützt. Dadurch erhält dieses Buch einen dokumentarischen Touch. Aber das ist so gut eingewebt, dass das einem beim Lesen gar nicht groß auffällt. Atemlos und mit größtem Erstaunen habe ich verfolgt, welche Torturen Fey von Hassel sowie ihre Mitgefangenen zu erleiden hatten. Man kann das hier gar nicht beschreiben. Die Gräueltaten der Nazis sind unbeschreibbar. Der Alltag in einem KZ wird geschildert, die Flucht aus den KZs vor den herannahenden russischen Truppen, die Pläne Heinrich Himmlers, sich selbst zu retten und die Gefangenen als Geisel in der Hinterhand zu halten, die unmenschlichen Verhörmethoden der Gestapo uvm.. Im KZ Stutthoff waren 1944 ca. 60.000 Menschen inhaftiert, 12 Mio russische Bürger wurden durch Deutsche im zweiten Weltkrieg ermordet, mehr als 2 Millionen Flüchtlinge aus Ostpreußen auf der Flucht vor den Russen, 13 Mio Kinder ohne Eltern in Europa, mehr als 1,5 Mio ermordete Kinder durch die Nazis, darunter 1 Mio jüdische Kinder.

    Dieser Roman ist sehr bewegend. Für alle Leser, die sich für das Thema interessieren, ein absolutes Muss.

  11. Cover des Buches DUNKELKAMMER (ISBN: 9783442757848)
    Bernhard Aichner

    DUNKELKAMMER

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: In einem Penthouse in Österreich findet ein Obdachloser bei einem Einbruch eine mumifizierte Leiche ohne Kopf. Schnell wird klar, um wen es sich da handelt: die Geschäftsfrau Zita Laufenberg. Der Pressefotograf David Bronski wird von seinem ehemaligen Kollegen und Freund Kurt angerufen, damit er ganz exklusiv die Fotos für die Zeitung machen kann. Kurt ist mittlerweile obdachlos und dort in die Wohnung eingebrochen. Als Bronski am Tatort eintrifft, findet er ein Foto seiner damals verschwundenen Tochter Judith in Zitas Portemonnaie. Wie kommt das Foto dort hin und was hatte Zita Laufenberg mit dem Verwinden zu tun? Immer tiefer gräbt Bronski sich mithilfe seiner Schwester Anna dort hinein und tappt dabei selbst in eine Falle…

    Meine Meinung: Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, weil ich ein großer Fan von Bernhard Aichner bin und ich muss sagen, dass diese voll erfüllt wurden! Das Buch hat wieder so eine starke Sogwirkung auf den Leser, dass man es wirklich nicht aus der Hand legen kann! Der Schreibstil von Aichner ist einfach unverwechselbar und magisch, ich liebe seine Bücher einfach! Diese kurzen Sätze, die Dialoge nicht in Anführungszeichen gesetzt und knappe Kapitel, das sind so typische Erkennungsmerkmale, die hier auch wieder auftauchen. 

    Man leidet mit Bronski mit, man kann ihn so gut verstehen, auch wenn seine Methoden nicht immer ganz konventionell sind. Stück für Stück wird hier seine Vergangenheit entblättert und aufgeklärt, dass es am Ende fast schmerzt. Ich mochte seinen Charakter gleich von Anfang an.

    Die Geschichte ist so gut und wendungsreich aufgebaut, dass man als Leser aus dem Staunen nicht mehr herauskommt! Hier geschieht viel Unrecht und ich bin so erleichtert über das Ende…

    Mein Fazit: Der Pressefotograf David Bronski in seinem ganz persönlichen Albtraum… von mir gibt es hierfür eine ganz klare Empfehlung: LESEN! Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil „Gegenlicht“, der ja bereits erschienen ist!

  12. Cover des Buches Bogners Abgang (ISBN: 9783552072046)
    Hans Platzgumer

    Bogners Abgang

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Antje_Waldschmidt

    Schuld oder Nichtschuld, das ist die zentrale Frage in dem Roman „Bogners Abgang“ des österreichischen Schriftstellers Hans Platzgumer. Dabei geht es nicht vorrangig um die rechtliche Schuld, sondern die moralische: Ist am Ende nur schuld, wer sich schuldig fühlt? 

    Ausgangspunkt von Platzgumers Drama, das in moderner Form an eine griechische Tragödie erinnert, ist ein nächtlicher Unfall in Innsbruck. Mit dem Resultat eines toten Fußgängers. Verwickelt in den Vorfall sind mindestens zwei Personen, darunter die junge Studentin Nicola, die angetrunken Auto gefahren ist, und der Künstler Bogner, der inmitten einer Sinnkrise steckt. 

    In sachlich-nüchternem Ton, eher berichtend als erzählend, zeichnet Platzgumer ein Psychogramm der beiden Protagonisten, wobei – in Anlehnung an den Titel, Bogner im Fokus steht. Der Künstler ist eine tragische Figur, die uns spannende Einblicke in die Kunstwelt und -Szene verschafft, zu der Bogner selbst gehören möchte und nach der er sich verzehrt. Leidenschaftlich verzehrt. Ein bisschen scheint es, als wenn die Kunst das einzige ist, das seinem Leben Sinn (und Feuer) gibt. Und dann kommt Kurt Niederer ins Spiel, ein Kunstkritiker, der wie bereits sein Name verspricht, sich Bogners Kunst auf eher niederträchtige Weise annimmt. 

    Die Tragödie nimmt ihren Lauf … Nicht umsonst startet das Werk mit einem Zitat des österreichischer Psychiaters Reinhard Haller: „Nichts beeinflusst Stimmung und Motivation, nichts Befindlichkeit und Lebensqualität, nichts unser Selbstwertgefühl so sehr wie manche Kränkung.“

    Wie bereits in seinem Vorgängerroman „Am Rand“ setzt sich Platzgumer in diesem literarischen Werk mit der Frage der Moral, dem richtigen Handeln auseinander, wobei hier (subjektiv) die Schuldfrage bzw. das eigene (vernichtende) Urteil im Fokus steht. Als wiederkehrendes Element treffen wir in „Bogners Abgang“ auch auf suizidale Gedanken und die Bergwelt. 

    „Bogners Abgang“ überzeugt durch seine Kompaktheit: Knapp und kurz auf ca. 140 Seiten zeichnet Platzgumer scharf und fein die Protagonisten seiner Tragödie, lässt eine Eigendynamik entstehen und führt uns spannungsgeladen zum Höhepunkt. Final bleibt man als LeserIn ganz sicher mit der quälenden Frage zurück, wer denn nun eigentlich die (meiste) Schuld trägt? Fazit: Kompakt. Spannend. Mit Nachhall. 

  13. Cover des Buches Die Ketzerbraut (ISBN: 9783426635230)
    Iny Lorentz

    Die Ketzerbraut

     (125)
    Aktuelle Rezension von: xAika

    Ich habe die Hauptcharaktere sehr geliebt . Veva und Ernst mochte ich sofort.  Am Ende mochte ich auch die Nebencharacktere wie Lina und Schwab.  Dieser Zusammenhalt war früher nicht selbstverständlich.  Ich kann das Buch sehr empfehlen.  Was mich nur gestört hat war , sehr viele sexuelle Gewalt.  Deshalb musste ich oft pausieren . 

  14. Cover des Buches Totenrausch (ISBN: 9783442716944)
    Bernhard Aichner

    Totenrausch

     (166)
    Aktuelle Rezension von: WDP

    Inhalt:
    Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. »Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder«, sagt sie. Und: »Wenn du mir hilfst, werde ich jemanden für dich töten.« Es wäre nicht das erste Mal ...
    Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie zur Ruhe kommen, einen Neuanfang wagen, und fast, so scheint es, gelingt es ihr auch …

    Der Plot:
    Das Finale der Totenfrau-Trilogie. Diesmal glaubwürdiger als der zweite Band. Wie immer: Brutal. Jede Menge Überraschungen und Wendungen. Realistischer als der Vorgänger. Aber was ist bei Aichner schon realistisch? Das Schicksal führt Regie: Und das kann brutal zuschlagen. Super konstruiert.

    Die Charaktere:
    Blum kennt man. Man weiß, wie sie tickt, was sie vom Leben erwartet. Neu ist ihr Gönner. In dessen Brust zwei Herzen schlagen. Anscheinend. Aichner hat ihn verdammt gut skizziert. 

    Die Sprache:
    Bernhard Aichner hat seinen eigenen Stil. Den muss man mögen. Die situationsabgepassten, Wiederholenden Beschreibungen nervten mich zwischendurch. Zu leicht verfällt man ins Querlesen.
    Außerdem nervte mich die zwanghafte Abweichung vom gewohnten Schreibstil: Bindestriche anstelle von Anführungszeichen am Beginn der direkten Rede und das Ende nur lediglich durch einen Absatz zu markieren. – Geschmacksache. Punkteabzug! 

    Fazit:
    Ein fesselnder Thriller. Ein Pageturner. Und wenn zuletzt die Gerechtigkeit über das Recht siegt, dann stellt man das Buch zufrieden ins Regal. Mich hat es in den Bann gezogen. (Wenn da nicht die Bindestriche wären.) 

  15. Cover des Buches Das fliehende Herz (ISBN: 9783709978085)
    Jeannine Meighörner

    Das fliehende Herz

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Historische Romane, die sich mit Elisabeth I. (1837-1898), Gemahlin von Kaiser Franz Joseph und damit Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, beschäftigen, gibt es wie Sand am Meer. Die Qualität ist unterschiedlich genauso wie die Perspektive. In vorliegendem Buch wird, wie man so schön sagt „dem Volk auf’s Maul geschaut“. Das heißt, wir erleben die vier Aufenthalte Elisabeths in Innsbruck vor allem aus der Sicht gewöhnlicher Leute.  

    Zentrale Rolle spielt Aloys Oberrauch, dessen erste Begegnung 1848 mit Elisabeth, sie ist erst elf Jahre und er ein aus dem revolutionären Wien geflohener Student, sich nachhaltig auf sein weiteres Leben auswirken wird. 

    Auch der Nachtwächter der Innsbrucker Burg, Sepp, und Pauline, ein Bedienstete aus Elisabeths Gefolge treten wiederholt auf. 

    Nach ihrem ersten Aufenthalt als Kind kommt Elisabeth noch zweimal nach Innsbruck und stößt die Menschen, die ihr einen rauschenden Empfang bereiten vor den Kopf. Oberrauch ist inzwischen Advokat und Präsident des Verschönerungsvereins und kann die Veränderung „seiner“ Elisabeth zur kapriziösen, unnahbaren Kaiserin hautnah erleben. Erst beim vierten Aufenthalt, nämlich bei der Überführung des Leichnams von Genf nach Wien, kommt Oberrauch der Kaiserin nahe und legt ihre jene Papierrose, die sie als Kind erhalten hat und die er als Andenken aufbewahrt hat, auf den Sarg. 

    Meine Meinung: 

    Zu Beginn war ich ein wenig skeptisch, da unwillkürlich die Bilder der verkitschten und zum Teil unwahren „Sissi-Trilogie“ aufsteigen, die kaum zu löschen sind. 

    Umso angenehmer war ich dann überrascht, dass hier dem einfachen Volk und seinen Gedanken viel Platz eingeräumt wurde. Den meisten Untertanen sind Kaiser und Kaiserin im fernen Wien ähnlich weit weg wie Figuren aus der Bibel, dennoch halten sie ihrem Herrscherpaar die Treue. Aloys verfolgt Elisabeths Leben aus der Ferne. Dabei erscheint sie ihm als unwirkliches Wesen.  

    „An diesem Wesen ist alles Anmut: Es geht nicht, es scheint zu schweben, es lacht nicht, es lächelt wie ein scheuer Engel mit geschlossenem Mund, es spricht nicht, es haucht Worte dahin.“ 

    Jeannine Meighörner ist bekannt für ihre differenzierte Sicht auf bekannte Frauen der Geschichte. Auf den Schreibstil muss man sich als Leser erst einlassen. Er ist geprägt von Hingabe an das Thema bzw. die Persönlichkeit, die hier eine Hauptrolle spielt, von beeindruckender Sachkenntnis und Recherche sowie von einer feinen Prise Humor. Ich bin immer wieder in Innsbruck und werde beim nächsten Mal auf den Spuren von Elisabeth wandeln. Das Buch macht Lust, die Spuren der Kaiserin zu verfolgen. 

    Fazit: 

    Dieser historische Roman bietet einen differenzierten Blick auf das Leben der rastlosen, oft unverstandenen Monarchin. Gerne gebe ich hier 4 Sterne. 

  16. Cover des Buches Die Knickerbocker-Bande: Rätsel um das Schneemonster (ISBN: 9783473471768)
    Thomas C. Brezina

    Die Knickerbocker-Bande: Rätsel um das Schneemonster

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Rätsel um das Schneemonster

    Thomas Brezina, 144 Seiten von Ravensburger

    Lilo, Axel, Dominik und Poppi haben bei einem Preisausschreiben gewonnen. Sie durften eine Knickerbokerhose gestallten. Die Gewinner haben Ferien in Kitzbühel plus ihre Knickerbocker Hose gewonnen. Die Jugendlichen sehen sich das erste mal und freuen sic auf Skiferien. Aber was ist den da los ihr Hotelzimmer wird durchwühlt und ein Schneemonster wird Gesichtet als dann auch noch Poppi Entführt wird. Haben die Knickerbocker ihren ersten Fall.

    Von mir 4 von 5 Sternen   

  17. Cover des Buches Lügenprinzessin (ISBN: 9783401068381)
    Nora Miedler

    Lügenprinzessin

     (45)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Ein ganz guter Jugend-Thriller über Mia, die in ihren Mitschüler Daniel verliebt ist. Auf Klassenfahrt rutscht ihr dann betrunken im Mädchenzelt die Lüge heraus, dass sie mit ihm geschlafen hat. Am nächsten Tag wacht sie mit dem Wort »Bitch« geschrieben auf der Stirn auf, was erst der Anfang einer schlimmen Folge von Hassattacken ist,die langsam eine tödliche Richtung annehmen. Die Story ist sehr kurzweilig und geht gut voran, weil immer was passiert und man gern miträtselt, wer wohl der Täter ist. Die Auflösung ist auch nicht so offensichtlich, so dass man mit dem Plot eigentlich ganz zufrieden ist. Die Charaktere sind dabei ganz in Ordnung und verständlich und der Schreibstil, der aus Mias Sicht erzählt, liest sich ganz gut. Insgesamt kann man das Buch also gern lesen, wenn man das Genre mag.

  18. Cover des Buches Schlafes Bruder (ISBN: 9783150205679)
    Herbert Willi

    Schlafes Bruder

     (681)
    Aktuelle Rezension von: DerufinDenthorHeller

    Robert Schneider zeigt in seinem Debütroman, dass eine bildgewaltige Sprache ein fantastisches stilistisches Mittel sein kann.

    Dieser Roman lebt von seiner Sprachgewalt und Erzählkraft und es zeigt, dass das Drama als literarische Gattung eine ganz eigene Wirkung erzielen kann.



  19. Cover des Buches Schäfers Qualen (ISBN: 9783709978283)
    Georg Haderer

    Schäfers Qualen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Christin87
    Major Johannes Schäfer wird zur Aufklärung eines Mordes in seine verhasste Heimatstadt Kitzbühel beordert. Aus einem Mord werden schnell drei und Schäfer stößt mit seiner unkonventionellen Art zu ermitteln nicht bei all seinen Kollegen auf offene Arme. Und dann ist da auch noch die Vergangenheit in Form seiner Exfreundin Marie und die Erinnerungen an seine wilden Zeiten, in einem vor Dekadenz strotzendem Ort, mit denen er konfrontiert wird.

    Eine dicke Portion Lokalkolorit und Humor sind die Essenz, von dem die Geschichte lebt. Die Figuren hingegen erfüllen die gängigen Klischees: der unangepasste, coole aber etwas kaputte Ermittler; eine handvoll kleingeistiger Kollegen; der spießige Chef im Wiener Büro usw. Trotzdem ist Schäfer ein recht sympathischer Zeitgenosse.
    Den Fall an sich fand ich trotz insgesamt 6 Morden und Ermittlungen, die weit in die Vergangenheit reichen, irgendwie nicht so recht mitreisend.
    Zwischenzeitlich habe ich mal zurückgeblättert, weil ich das Gefühl hatte etwas überlesen zu haben, denn das gesamte Konstrukt wurde irgendwann etwas unübersichtlich. Letztendlich war die Lösung eine, die ich nicht vorausgesehen hatte. Aber ob das nun an der Schreibkunst lag oder an meiner zwischenzeitlichen Verwirrtheit, weil es eben zu verschachtelt gestrickt wurde, da bin ich mir nicht so sicher. Insgesamt gibt es hierfür von mir leider nur drei Sterne.



  20. Cover des Buches Die Ketzerbraut (ISBN: 9783785744338)
    Iny Lorentz

    Die Ketzerbraut

     (11)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Nachdem ihr Bruder ermordet und Genoveva von Räubern entführt wurde, ist für sie nichts mehr wie vorher. Gegen ihren Willen wird Veva mit Ernst Rickinger, einem Draufgänger und Luther-Anhänger verheiratet. Doch als Frau eines Kaufmanns ist für sie die Gefahr noch nicht vorüber, denn die Attentäter von damals planen schon den nächsten Hinterhalt...

    Das Hörbuch, gelesen von Anuk Ens, ist schön gemacht. Die Sprecherin liest angenehm und deutlich, nur der schwäbische Dialekt gelingt ihr nicht. Allerdings konnte mich der Geschichte von Iny Lorentz nicht richtig überzeugen. Immer mal wieder lese ich die Bücher des Autorenpaars, nur diesmal fand ich die Geschichte wirklich misslungen. Die Figuren verharren im Oberflächlichen. Besonders die Wandlung von Ernst vom Heißsporn zum seriösen Geschäftsmann war zu schnell abgehandelt und nur schwer nachvollziehbar. Chancen der Beziehung von Ernst und Veva Kontur zu verleihen werden vergeben. Dafür folgen in rascher Folge Intrigen und Hinterhalte, die kaum im Zusammenhang miteinander stehen und Spannung vermissen lassen. Überhaupt werden Leser von Iny Lorentz viele Motive, Wendungen und Figuren-Konstellationen aus anderen Büchern wiedererkennen. Diese Ähnlichkeiten machten die gesamte Geschichte sehr vorhersehbar und fade.

    FAZIT: "Die Ketzerbraut" ist einer der schwächeren Romane von Iny Lorentz, weil er nichts wirklich Neues bietet. Spannung kommt kaum auf und die Geschichte und die Figuren wirken auch sehr lieblos dahingeworfen.

  21. Cover des Buches Graubart Boulevard (ISBN: 9783852185729)
    Christoph W. Bauer

    Graubart Boulevard

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset
    „Die Museumsstraße entlang und immer tiefer hinein in die Geschichte einer Familie, von der ich zunächst nichts anderes wusste als das Datum der Ermordung Richard Graubarts.“ (Zitat Seite 73)

    Inhalt
    1878 kommt der junge Simon Graubart nach Wien, ab 1880 hilft er seinem Onkel in Langen am Arlberg, den Arbeitern beim Tunnelbau Kleider und Schuhe zu verkaufen und 1888 eröffnet er sein erstes Schuhgeschäft in Innsbruck. Seine drei Söhne Siegfried, Alfred und Richard, der jüngste, kämpfen im ersten Weltkrieg für Österreich. Aus dem ersten Geschäft wird eine Kette von Schuhgeschäften.
    In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die Geschäfte sind längst arisiert, die Koffer sind bereits für die Abschiebung nach Wien gepackt, dringen Mitglieder der SS unter der Führung eines bekannten Innsbrucker Hotelierssohnes und Schilehrers auch in das Haus der Familie Graubart ein und Richard wird ermordet. Seine Tochter Vera ist gerade vier Jahre alt. Jahre später haben alle Beteiligten des SS Rollkommandos nur ihre Pflicht getan, Befehle befolgt, ohnedies helfen wollen und niemand übernimmt die Verantwortung für den Mord.

    Thema und Genre
    Dieser zeitgeschichtlich-biografische Roman spielt in Österreich, mit Schwerpunkt Tirol und Innsbruck. Am Beispiel der großen jüdischen Familie Graubart wird die Geschichte Österreichs ab 1888, der erste Weltkrieg, die politischen Unruhen der Zwischenkriegszeit und die NS-Zeit geschildert.

    Was mit einer Geschichte über die Ermordung Richard Graubarts begann, wird die Geschichte von mehreren Generationen einer Familie und dieser Jahre, über die viele nur von den großen Ereignissen, den Eckdaten wissen. Diese Geschichte einer Familie ist symbolisch für die Geschichte vieler Familien von Opfern, verbunden für immer mit den Tätern, die einst Nachbarn, Geschäftsfreunde waren.

    Der Roman erzählt die Vergangenheit chronologisch, unterbrochen durch die Berichte des Autors in „Ich-Form“ über die umfassende Recherchearbeit, von der Suche nach möglichen Spuren, um Licht in die Geschehnisse der Nacht des Novemberpogroms zu bringen, Morde, die nie aufgeklärt wurden. Geschildert wird, wie sich aus Berichten, Erzählungen, Gesprächen langsam ein Gesamtbild formt, immer noch mit vielen Lücken. Ein entscheidender Schritt ist die Kontaktaufnahme mit den Nachkommen. Denn möglich wurde dieses Buch wohl erst dadurch, dass Mitglieder der Familie Graubart bereit waren, ihre Familiengeschichte, soweit aus Erzählungen und alten Unterlagen noch bekannt, mit dem Autor zu teilen.

    Fazit
    Dieser Roman, eigentlich eine zeitgeschichtliche Dokumentation in Romansprache, ist auf eine leise Weise einprägsam, beklemmend und macht nachdenklich. Denn abseits der bekannten Namen zeigt er am Beispiel einer altösterreichischen Kaufmannsfamilie, wie Menschen von nebenan, Freunde, Nachbarn, plötzlich auf Grund ihrer Religion ihre Heimat, ihr Eigentum und auch ihr Leben verlieren. Was besonders beeindruckt, ist der Mut dieser Familie und die positive, offene Lebenshaltung. Ein großartiges Buch, das mich sehr beeindruckt hat und das man gelesen haben sollte.
  22. Cover des Buches Im Alphabet der Häuser (ISBN: 9783852185460)
    Christoph W. Bauer

    Im Alphabet der Häuser

     (2)
    Aktuelle Rezension von: leserin
    Ich finde dieses Buch total interessant und informativ. Keinesfalls trocken und langweilig.
  23. Cover des Buches Romeo oder Julia (ISBN: 9783492314121)
    Gerhard Falkner

    Romeo oder Julia

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Aus einer ominösen Begebenheit wird eine Reise durch drei verschiedene Kulturen, die von einer Bekanntschaft aus der Vergangenheit des Protagonisten überschattet wird.

    Kurt Prinzhorn, der Protagonist in „Romeo oder Julia“, wird zu einem Schriftstellertreffen nach Innsbruck eingeladen. Nach dem ersten Abend und einem Morgenspaziergang bemerkt er, dass in der Badewanne seines Hotelzimmers lange schwarze Haare mit Badeschaum befestigt worden sind. Ihm wird sofort klar, dass jemand in sein Hotelzimmer eingebrochen sein muss. Die Polizeibeamten und der Hoteldirektor lassen den Schriftsteller spüren, dass sie ihm die Geschichte nicht ganz abkaufen, denn zunächst scheinen keine Gegenstände verschwunden zu sein und Spuren eines Einbruchs können auch nicht gefunden werden. Erst später bemerkt der Protagonist, dass sein Schlüsselbund, an dem sich unglaubliche 30 Schlüssel befanden, fehlt.

    Bei seinem nächsten Reiseziel in Moskau werden alle Klischees, die man mit einem Besuch in der Hauptstadt Russlands in Verbindung bringt, bedient. „Die Zwiebeln der Basilius-Kathedrale rumorten im Fenster.“ Neben den feuchtfröhlichen Abenden, an denen massig Wodka getrunken wird und die Aussicht auf die Zwiebeltürme der Basilius-Kathedrale genossen werden, gibt es auch einen Besuch des historischen roten Platzes. Auch in Moskau verschwinden seine Notizbücher und er findet einen Zettel auf seinem Nachttisch, auf dem bizarre Wörter notiert sind.

    Erst am Ende seines Aufenthalts in Madrid, bei dem Prinzhorn den berühmten Prado, das Kulturzentrum Residencia de Estudiantes und andere Sehenswürdigkeiten besucht hat, offenbart sich die mysteriöse Unbekannte aus seiner Vergangenheit, die für die Kuriositäten verantwortlich ist. Doch wie auch schon der Titel verrät sterben nicht beide wie in Shakespeares „Romeo und Julia“, sondern nur einer. Daher stellt sich am Ende die Frage: Wer überlebt? – Romeo oder Julia?

    Schon wie in seinem ersten Roman nimmt Falkner auch in diesem Werk kein Blatt vor dem Mund und lässt den Ich-Erzähler offen und direkt über seine Gedankenwelt sprechen. Der Autor stellt teilweise überspitzt und ironisch das Leben eines heutigen Schriftstellers da. Bei der Betrachtung seiner Biographie sieht man viele Parallelen zwischen ihm selbst und dem Protagonisten. Auch das beide Lyriker sind, wird spätestens im Teil Moskau deutlich, in dem das Gedicht Bibliothek von Gerhard Falkner, welches dort in einem Katalog abgedruckt wurde, vorkommt.

  24. Cover des Buches Totenfrau (ISBN: 9783844514155)
    Bernhard Aichner

    Totenfrau

     (35)
    Aktuelle Rezension von: burro
    Ich finde das Hörbuch wirklich gut. Ich habe es mir nach "Bösland" vom gleichen Autor gekauft. Und Band 3 der Trilogie liegt auch schon hier. 

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