Bücher mit dem Tag "inselkrimi"
22 Bücher
- Arno Strobel
Die Flut
(372)Aktuelle Rezension von: RabeaAuf der Nordseeinsel Amrum geschehen grausame Morde – und schnell wird klar, dass ein hochintelligenter Täter am Werk ist, der ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei treibt. Einer der Ermittler erweist sich zusätzlich als äußerst unangenehmer Charakter, was die ohnehin angespannte Atmosphäre noch verstärkt.
„Die Flut“ ist definitiv nichts für zartbesaitete Leserinnen und Leser. Der Thriller ist düster, intensiv und emotional fordernd – genau das Richtige für Fans von harten Psychothrillern. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und wird immer wieder durch Kapitel aus der Perspektive des Täters gesteigert. Diese Einblicke werfen viele Fragen auf und halten das Rätsel bis zum Schluss aufrecht: Wer steckt hinter diesen Taten?
Gegen Ende wartet das Buch mit einem twistreichen Aha-Moment auf – einem dieser Enthüllungen, die einen kurz innehalten lassen und denken lassen: Darauf hätte ich kommen können.
- Kate Penrose
Nachts schweigt das Meer
(181)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteInspector Ben ist eigentlich nur zurück nach Hause, weil er den Kopf frei haben wollte. Er nimmt sich gerade eine "berufliche Auszeit" und will in seiner Heimat zur Ruhe kommen. Doch kurze Zeit nach seiner Ankunft, wird ein junges Mädchen tot gefunden. Für Ben ist klar, dass er die Ermittlungen leiten wird. Es gibt einige Verdächtige, doch alle haben ein Alibi. Es ist schwierig zu ermitteln in so einem kleinen Dorf, da jeder jeden kennt. Es scheint als habe der ein oder die anderen ein dunkles Geheimnis. Doch wer ist der Mörder? Kennt Ben ihn näher als ihm lieb ist?
Ich fand diesen Krimi von Anfang an super spannend. Der Schreibstil ist packend und sehr atmosphärisch. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzten und an manschen Stellen ist es etwas gruselig. Die Autorin schaffte es, mich bis zum Ende auf die falsche Fährte zu führen was den Mörder betrifft.
Ein sehr ambitionierter Krimi, ich freue mich auf weiter Fälle mit Ben.
- Katja Lund
Wattenmeermord
(57)Aktuelle Rezension von: MuschelWattenmeermord, der erste Band einer Reihe, hat mir richtig gut gefallen. Der Erzählstil ist schön und angenehm zu lesen, der Fall interessant, aber am meisten lebt dieses Buch von den Charakteren, die ich jetzt schon gern hab und froh bin, Band zwei schon zu Hause zu haben.
- Tim Erzberg
Sturmfeuer
(48)Aktuelle Rezension von: makamaBei der Kinderregatta verschwindet der kleine Nils, gerade mal 10 Jahre alt spurlos aus seinem Segelboot ..... lebt der Junge noch? Wenige Tage gibt es einen neuen mysteriösen Todesfall. Gehören die Fälle zusamen. Polizistin Anne Krüger, mit schwerer Migräne belastet, beginnt zu ermitteln, obwohl weder ihr Chef Paul noch das LKA keinen Grund dazu sehen. Schon bald stößt sie auf ein weit zurück liegendes Geheimnis --- bis ins Jahr 1945 mit seinen höllischen Bombennächten ... Was ist damals passiert?
Fazit Und Meinung:
Das Buch hat zwei Erzählstränge, zum einen Kriminalfall, beim dem Anna ermittelt und es geht um die Geschenisse im Jahr 1945 - kurz vor Kriegsende.... Wie hängen die Fälle zusammen? Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite und gerade die Protagonistin Anna Krüger, die unter schwerer Migräne leider ist sehr sympathisch. Auch die anderen haben mir gut gefallen, sie sind gut gezeichnet und authentisch. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und vergebe gute 4 Sterne für dieses Buch.
- Ingrid Schmitz
Spiekerooger Utkieker
(17)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeIch liebe Spiekeroog; es ist eine wunderschöne und urige kleine Insel. Daher hat mich dieses Buch auch sofort angesprochen, da der Krimi auf dieser schönen Insel spielt.
Es hat mir viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen; es ist ein guter, solider Krimi. Die Handlung ist spannend und ich konnte miträtseln. Die Charaktere sind mir dabei allerdings nicht so wirklich nahe gekommen, und dieses Teenager-Pärchen ist mir persönlich viel zu überspitzt dargestellt worden. Diese übertriebene Jugendsprache hier in diesem Buch hat für mich gar nicht gepasst.
Aber darüber kann man noch gut hinwegsehen; so oft kommt es nicht vor.
Ich weiß nicht, wie das Buch auf mich wirken würde, wenn ich keinen Bezug zu Spiekeroog und/oder Ostfriesland hätte. Das Setting ist für mich hier ein großer Pluspunkt.
Mir hat das Buch auf jeden Fall schöne Lesestunden geschenkt. - Ulrike Barow
Endstation Baltrum
(13)Aktuelle Rezension von: PerleKlappentext:
Nur noch vier Wochen bis Ostern - Birgit Ahlers, die mit ihrem Mann Henning auf der Nordseeinsel Baltrum das Hotel Sonnenstrand betreibt, bereitet sich auf den ersten Urlaubsansturm des Jahres vor. Dass die alte Nachbarin Grete überraschend Besuch von ihrem Sohn und der künftigen Schwiegertochter bekommt, ist eine willkommene Abwechslung.
Dass die zänkische Tante am nächsten Morgen blutend und bewusstlos in ihrem Haus liegt, ist aber zu viel der Aufregung.
Aluf Baltrum sind immer alle Türen offen und es gilt die Dewvise: "Wenn der Besuch merkt, dass keiner zu Hause ist, geht er eben wieder weg." Hat jemand das ausgenutzt? Bas beschauliche Inselleben gerät aus den Fugen.
Eigene Meinung;
Dieses Buch bestelle ich mir bei ebay für nur paar Euro, als ich durch Zufall auf dieses Autorin und ihre Inselkrimis stieß. Wegen meiner Namensvetterin musste ich den Krimi doch lesen!
Aber schon auf den ersten Seiten merkte ich, er ist nicht ganz mein Fall, die Schreibart hat mir nicht so besonders gefallen und die Seiten waren von oben bis unten voll geschrieben. Trotzdemn hatte ich das Buch in zwei Tagen durch, da es auch "nur" 188 Seiten enthält. Ein paar Seiten gefielen mir ganz gut, besonders auf Seite 18 das mit dem Pfund Butter und dem Nagel, da musste ich herzhaft lachen.
Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, es sogar abzubrechen, doch da es mein 1. Buch von Ulrike Barow ist, musste ich es zu Ende lesen. Ich hatte mir noch weitere Bücher bei ebay von ihr gekauft, weil sie sich interessant anhörten, die Überschriften oder auch die Cover ganz nett gestaltet sind. Was ich gut fand, war dass man das Buch durchgehend lesen konnte, ohne Absätze bzw. ohne Kapitel. Jetzt bin ich natürlich auf die nächsten Inselkrimis von ihr gespannt, ob die eventuiell besser sind als dieser oder genauso geschrieben sind. Ansonsten überlege ich mir dann, ob ich mir weitere von ihr zulege oder es sein lasse, trotz Namensvetterin. Also: Abwarten und Tee trinken!
Hierfür vergebe ich gerne, liebgemeinte 3 Sterne.
- Moa Graven
Bitterer Todesengel
(12)Aktuelle Rezension von: lotty1209"Eva Sturm - Bitterer Todesengel : Ostfrieslandkrimi (Eva Sturm ermittelt 3)" von Moa Graven
Meine Meinung:
Ich mag die Krimis von Moa Graven einfach.
Sie erzählt flüssig, spannend, schafft es immer wieder zu überraschen, hat Humor und auch Tiefgang in ihren Büchern.
Ich finde es auch immer wieder Klasse, wie sie es schafft ihre verschiedenen Ermittler miteinander bekannt zu machen und sie zusammen arbeiten zu lassen.
Eva ist eine besondere Persönlichkeit, ich mag sie, mit und Aufgrund ihrer Ecken und Kanten! Sie ist interessant, nicht alltäglich und doch aus dem Leben gegriffen, genauso wie Jürgen, der mir sehr sympathisch ist und ich es nur zu gut verstehen kann, das er, wenn er schon so nah dabei ist, mit ermitteln möchte.
Ich werde auch die weiteren Bände der Reihe lesen.
Zum Inhalt:
Auf der kleinen ostfriesischen Insel Langeoog steht Weihnachten vor der Tür. Und das bedeutet für die Ermittlerin Eva Sturm Stress. Denn Familienfeiern wurden ihr schon in der Kindheit vergrault. Und ausgerechnet in diesem Jahr hat sie Jürgen von der Touristinfo versprochen, mit ihm zu feiern. Doch bevor Eva sich lange über ihre Zusage ärgern kann, wird einige Wochen vor Heiligabend ein Toter am Strand entdeckt. Er sitzt erfroren in den Dünen. Es handelt sich um Heinrich Gerlach aus Ditzumerhammrich. Ausgerechnet den Mann, der in dem letzten Fall "Justitias Schwäche" als vermisst galt. Eva flüchtet sich sofort in die Ermittlungen und Jürgen gerät in Weihnachtsstress. Als Eva auf weitere ungeklärte Todesfälle ähnlicher Art stößt, nimmt sie schließlich Kontakt zu Jan Krömer und Lisa Berthold auf, dem Ermittlerteam in Aurich, denn es sieht verdammt nach einem Serientäter aus.
- Rieke Husmann
Inselwut
(5)Aktuelle Rezension von: gaby2707Der Vorstand der Heemann-Gruppe Philipp Heemann aus Bremen wird tot in seiner Suite im Hotel Selinger auf Juist gefunden. Schnell stellt sich heraus – er wurde ermordet. HK Hella Brandt von der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund wird als Leiterin einer SoKo eingesetzt. Zusammen mit dem aus Osnabrück versetzten Thomas Hinrichs, ihren beiden Kollegen Lars Mattes und Alina Becker, sowie 4 weiteren Beamten macht sie sich auf die Suche nach dem Täter. Auch Inselkollegin Imke Wessels wird bald zum unverzichtbaren Teil der Ermittlertruppe. Aber Hella hat nicht nur mit dem Fall alle Hände voll zu tun. Thomas Hinrichs vergreift sich oft im Ton, reagiert äußerst unhöflich, setzt Zeugen unter Druck – kurzum ein echter Kotzbrocken. Der sich aber auch zusammenreißen kann, wenn er will. Ich sehe Hella förmlich vor mir, wie sie immer wieder mit den Augen rollt. Und dann steht ja auch noch die Entscheidung aus, ob sie zusammen mit ihrem Mann Leon und Tochter Jella ein Jahr Auszeit nimmt.
Durch die bildhaften Beschreibungen bin ich schnell mit der Insel und den Bewohnern, die ich hier kennenlerne, warm geworden.
Der Fall hat es wirklich in sich. Und da die Reihe der Verdächtigen immer länger wird, es keine richtigen Spuren gibt, hatte ich Schwierigkeiten, mich in die Ermittlungen einzuklinken. Die Täter-Reihung auf meiner Verdächtigenliste hat sich dauernd geändert, was allerdings bei meinen Ermittlungen zu keinem Ergebnis geführt hat. Es ist mal wieder Kommissar Zufall bzw. der Geistesblitz von Hella Brandt, der den Täter endlich entlarvt.
Während ich lese, meine ich die Wolken über die Insel ziehen zu sehen, ich höre die Wellen rauschen und habe den Geschmack von Meersalz und Rührei mit Krabben auf der Zunge. Rieke Husmann versteht es, mich an die Geschichte zu fesseln und mir gleichzeitig die Insel schmackhaft zu machen.
Ich gönne Hella Brandt ihre Auszeit, würde mich aber auch sehr freuen, wenn sie dann weiter ihre 11. Fall an der Nordsee ermitteln würde.
- Volker Streiter
Mörderische Nachsaison
(8)Aktuelle Rezension von: archer2603Mörderische Nachsaison von Volker Streiter aus dem Prolibris Verlag
Nachsaison auf Amrum. Aktuell wird eine Tote Frau aufgefunden, welche sich später als bekannte Persönlichkeit herausstellt. Lange wird nach dem Täter gesucht. Parallel dazu gibt es einen ganz alten Fall, welcher sich um ein ermordetes Mädchen dreht. Gibt es zwischen beiden Fällen Zusammenhänge? Schliesslich konnte der Mörder des Mädchens nie gefasst werden.
Persönliche Meinung:
Da ich bereits auf Amrum war, kenne ich auch ein wenig die Gegebenheiten dort. Die Beschreibung war so gut, daß ich mich wieder völlig nach Amrum versetzt gefühlt habe. In Norddorf und am Schullandheim bin ich auch gewesen. So fühlte ich mich bei den Ermittlungen anwesend.
Volker Streiter beschreibt wunderbar in der Geschichte, wie der Mordfall aufgeklärt wird, da er selbst Polizeibeamter ist. Sehr realistisch. Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Sehr fesselnd und spannend gehalten bis zum Schluss.
Das Cover hat mir von Beginn an gefallen. Die Dünen und der Leuchtturm haben mir auf Amrum besonders gefallen. So sprach mich auch das Farbenfrohe und dennoch mystische Cover sofort an.
Von mir gibt es eine Kaufempfehlung und 5*****
- Christian Hardinghaus
Die Toten von Norderney: Ein nervenaufreibender Kriminalthriller an der Nordsee (Norderney-Krimi-Reihe 2)
(14)Aktuelle Rezension von: Greenie_AppleDie Urlaubsidylle auf Norderney wird jäh zerrissen, als ein brutaler Doppelmord am Haus eines prominenten Fußballspielers geschieht. Kurz darauf wird eine weitere Leiche gefunden – ein Stadtrat, tot in einer Hotelbadewanne. Schnell verdichten sich die Hinweise, dass auf der Insel ein Serienmörder sein Unwesen treibt, der bekannte, historische Verbrechen kopiert.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Kriminalhauptkommissar Carsten Kummer. Er leidet noch immer unter einer posttraumatischen Belastungsstörung aus seinem letzten Fall und kämpft darum, seine psychische Verfassung vor seinen Kollegen zu verbergen. Die Ermittlungen spitzen sich zu, als der mysteriöse Psychiater Dr. Karlsson in Kummers Arbeit eingreift, was den Kommissar mehr als nur seine geistige Gesundheit riskieren lässt.
Kommissar Carsten Kummer ringt mit seinen eigenen Dämonen aus dem ersten Band der Reihe. Sein Kampf gegen die Depression nimmt den Leser mit auf eine sehr emotionale Ebene. Die Geschichte ist aber auch gut zu verstehen, wenn man den Vorgängerband nicht gelesen hat. Auch die anderen Charaktere haben eine Tiefe, die mir gut gefallen hat.
Hardinghaus hat eine komplexe Handlung erschaffen, er spielt mit diversen Nebenschauplätzen und bietet vollkommen unerwartete Wendungen bis zur Auflösung. Der Roman beginnt sofort sehr spannend und zieht den Leser in seinen Bann. Die packende Atmosphäre der Nordseeinsel und die dunkle Thematik, wie Menschen mit Abgründen umgehen, sorgen für eine fesselnde und nachwirkende Lektüre.
- Andrea Klier
Ostfriesisches Erbe
(6)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerZu Beginn des Buches war ich stellenweise
etwas durcheinander. Weil der Leser zu Beginn
von einigen Protagonisten begrüßt wird, diese musste
ich erstmal sortieren ;-)
Nachdem ich das erfolgreich geschafft habe, war ich
ziemlich schnell in der Geschichte drin.
Ein wohlhabender Arzt wird mit
einer Harpune ermordet. Kein alltägliches Ereignis.
Doch weshalb musste er sein Leben lassen?
Gier? Geht es um das Erbe? Steckt ein Streit dahinter?
Rache?
Wird es noch weitere Opfer geben?
Und vor allem: Wer steckt dahinter?
Sehr verworren und definitiv ein Buch zum mitraten.
Ich kann diesen Krimi in jedem Fall nur empfehlen
5 Sterne - Rieke Husmann
Inselwahn (Hella Brandt 2)
(8)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerAuch im 2. Fall von Hauptkommissarin Hella Brandt und ihrem jungen Kollegen Lars Mattes geht es wieder um Mord. Die Spannung dieser Kriminalgeschichte baut sich auf mit jeder gelesenen Seite. Die Spannung und das Rätselraten um den oder die Mörder(in) bleibt bis zum Ende erhalten. Auch die norddeutschen Charaktere der Protagonisten ist sehr gut beschrieben und mit der Beschreibung der Landschaft wird man direkt auf die Insel Langeoog und Umgebung gebeamt. Ein unterhaltsamer nicht psychisch anstrengender Krimi. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.
- Eva Lirot
KÜSTENWIND: Ostsee Krimi - Insel Krimi (Die Kommissarin auf der Insel, Band 2)
(18)Aktuelle Rezension von: Kathrin_HermannEin Klassentreffen als Auslöser für ein Verbrechen. Was haben die Jugendlichen in ihrem Leichtsinn getan, wie tief müssen die seelischen Wunden sein.
Das Buch erzählt viel aus Tätersicht, diese Gedanken-, Gefühlswelt ist düster, traurig und schmerzhaft. Man fühlt diese Stimmung und leidet mit.
Die Dynamik nimmt mit jeder Seite zu. Es ist Winter. Das Wetter kalt, stürmisch und rau, die Ermittler müssen sich beeilen.
Frieda Lieken, die Hauptprotagonisten hat mir in diesen Teil sehr gut gefallen. Sie ist auf der Insel „angekommen“, liebt die frische Seeluft und die Zeit mit ihren Großeltern. Außerdem weiß sie nun, wie ihre Kollegen ticken und passt sich gut in das Team ein.
Auf dem Privatleben liegt diesmal nicht das Hauptaugenmerk. Es wir geschickt mit eingebaut und rundet die sonst sehr düstere Geschichte ab.
Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil mit Kommissarin Lieken, es kann aber unabhängig gelesen werden. - Jan Lucas
Cyrus Doyle und das letzte Vaterunser
(38)Aktuelle Rezension von: AnnafriedaDetektiv Chief Inspector Cyros Doyle kehrt nach 20 Jahre nach Guernsey zurück , um dort eine Stelle anzunehmen. Ihm zur Seite steht Pat, seine ehemalige Freundin. Eines Tages bittet ein Mann mit einem "Clameur de Haro" auf offener Straße um Hilfe. Sein Sohn sitzt wegen des Mordes an seiner Freundin in Haft, lt. Vater angeblich unschuldig. Doyle fühllt sich verpflichtet, den Fall erneut aufzurollen, obwohl seine Vorgesetzten es nicht gerne sehen. Nach einem Mord verdichten sich die Vermutungen, dass es tatsächlich einen Zusammenhang zum damaligen Mord zu geben scheint.
Ich hatte vorher noch kein Buch um Cyrus Doyle geslesen und es fiel mir nicht schwer, den Beschreibungen zu folgen. Es ist also keine Voraussetzung, den Vorgänger gelesen zu haben. Der Krimi steigert kontinuierlich sein Tempo, der Spannungsbogen ist verfekt geschlagen. Dazu bedarf es keiner blutigen Szenen, wie hier der Autor beweist. Die Charaktere sind rund, der eine mehr, der andere weniger sympathisch, wie im richtigen Leben. Auch das Zwischenmenschliche ist gut dargestellt, es macht Spaß, mit den Protagonisten mitzufiebern. der Plot selbst ist anschaulich dargestellt.
Besonders der Schreibstil hat mir hier besonders gut gefallen. Der Autor Jan Lucas versteht es, den Leser bei Laune zu halten, ihn mitfiebern zu lassen. Und die Beschreibungen von Guernsy hat mich auch mit auf die Reise genommen. Das hat einen großen Teil des Buches ausgemacht, passte hier wunderbar dazu.
Alles in allem ein toller Kriminalroman für alle, die auch in diesem Genre die leiseren Töne mögen.
Von mir Leseempfehlung mit voller Punktzahl.
Gerne wieder einen Cy Doyle! - Tim Herden
Schwarzer Peter
(3)Aktuelle Rezension von: AndreaKoesterDamp kam auf der Gegenseite mit dem Streifenwagen angefahren. Kein Blaulicht. Es konnte also nicht dringend sein. Damp hatte wieder die alte grüne Uniform an. Er ließ die Seitenscheibe herunter, winkte kurz Claasen zu, doch der erwiderte nicht seinen Gruß, sondern fuhr einfach los. Dann wandte sich Damp an Rieder: „Ein Toter liegt am Schwarzen Peter.“ (Auszug Seite 48)
Bei der Beerdigung des Unternehmers Werner Gilde in Kloster auf Hiddensee kommt es zum Streit zwischen Sohn und Witwe. Beide beschuldigen sich, für den Tod von Gilde verantwortlich zu sein. Die beiden Inselpolizisten Ole Damp und Stefan Rieder nehmen sich der Sache an und beginnen zu ermitteln. Dann kommt es zu einem weiteren Todesfall. Handelt es sich in beiden Fällen um Mord?
Rieder
Stefan Rieder ist vor einem Jahr von Berlin nach Hiddensee gekommen, um eine „Auszeit“ zu nehmen. In diesem Jahr ist schon ziemlich viel passiert: diverse Mordfälle wurden aufgeklärt, Rieder war in eine Undercover-Ermittlung involviert und hat einige Frauen kennen und lieben gelernt. Seine letzte Freundin, die ein Café in Neuendorf betrieben hat, ist vor kurzem nach Mallorca geflüchtet. Rieder wohnt in einem kleinen Kapitänshaus mit Außentoilette in Vitte.
Hiddenseer Künstlerinnenbund
„Schwarzer Peter“ von Tim Herden ist der fünfte Insel-Krimi um Damp und Rieder. Ich muss zugeben, dass ich mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut habe, da der letzte Teil („Harter Ort“) bereits vor zwei Jahren erschienen ist. Besonders gelungen finde ich die detaillierten und wahren Schauplätze der Ermittler, immer auch verbunden mit ein bisschen Wahrheit von der Insel. In diesem Buch geht es um die Gemälde des Hiddenseer Künstlerinnenbundes, also um die Werke von Frauen, die sich Anfang des 19. Jahrhunderts auf der Insel niedergelassen und gemalt haben.
Gegensätzliche Ermittler
Die Protagonisten Damp und Rieder sind ein sehr unterschiedliches Gespann. Ole Damp ist der große, übergewichtige Polizist, der die Arbeit nicht gerade erfunden hat und sich am meisten freut, wenn er ein Radfahrer ohne Licht oder mit Handy am Ohr mit einem Bußgeldbescheid ausstatten kann. Rieder ist das genaue Gegenteil: Er stürzt sich in die Arbeit, gerade bei Mordfällen, behält den Überblick und ist auf „Zack“. Rieder wird bei den Insulanern auch besser aufgenommen und akzeptiert, er bekommt schon mal ein Geheimnis aus den eher verschlossenen Bewohnern raus.
Wahre Schauplätze
Besonders toll an diesen Krimis finde ich, dass das Leben auf der Insel wirklich so beschrieben wird, wie es auch ist. Also abgesehen von den vielen Morden. Mein Mann und ich haben uns in einem Sommer auch schon mal den Spaß gemacht und sind mit dem Rad auf der Insel alle Schauplätze aus den Geschichten abgefahren und sind tatsächlich immer fündig geworden. J Die Ermittler gefallen mir, weil sie oft „frei Schnauze“ reden, also ziemlich locker und sich nicht so gewählt ausdrücken, und es oft auch witzig ist. Dieses Buch bekommt Spannung, weil immer wieder eine Spur verfolgt wird, die sich dann doch in Luft auflöst und die Recherchen von vorn beginnen müssen. Für den Fall wird eine SOKO gebildet und Rieder und Damp bekommen Unterstützung, allerdings geht eine Ermittlerin gern auch unkonventionelle Wege und bringt damit teilweise alle in Schwierigkeiten.
Letzter Teil?
Das Buch lässt die Vorfreude auf meinen Sommerurlaub auf Hiddensee ansteigen. Leider habe ich die Seiten verschlungen und hatte nur zwei Tage Lesevergnügen… Normalerweise habe ich mich sonst immer damit getröstet, dass es in zwei Jahren ein neues Buch gibt, aber das Cover lässt erahnen, dass das diesmal nicht der Fall sein wird. In einem Interview mit dem MDR hat der Autor auch sowas durchblicken lassen…
Tim Herden wurde 1965 in Halle (Saale) geboren, ist seit 1991 Fernsehredakteur beim Mitteldeutschen Rundfunk und Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin, er leitet seit 2016 das MDR-Fernsehstudio dort. 2010 veröffentlichte er seinen ersten Hiddensee-Krimi „Gellengold“.
- Sina Jorritsma
Friesenflirt. Ostfrieslandkrimi
(11)Aktuelle Rezension von: Moorteufel
gibt es einen Mord,oder war es Selbstmord?
Dieser Frage müssen nun die Komissare Mona Sander und ihr Kollege Enno Moll nachgehen.
Da bei der Obduktion rauskommt,das das Opfer voher noch intimen Kontakt mit zwei Herren hatte, beginnt die Suche nach den zwei Kandidaten.Aber es wird bei der Suche noch viel mehr aufgedeckt.
Mona Sander hat es nicht nur mit der Tätersuche zutun,nein auch mit ihrer Mutter ,die zu dieser Zeit mal auf die Insael zum Besuch kommt,und es liegt erstmal keine große Begeisterung bei Mona Sander vor das ihr Mama nun auf der Insel ist.
Mona Sander und ihr Kollege Enno Moll waren mir gleich symphatisch.Er mit seiner typischen Ostfriesischen Ruhe und Gemütlichkeit und sie mit ihren jungen Temperament und sportlichen Ambitionen.Denn Mona ist nun mal eine energische Frau die sich manchmal schwer im Zaum halten kann.Und so nicht nur auf Mördersuche sondern auch mal auf Taschendiebe aus ist,und sportlich deren Verfolgung aufnimmt.
Ein flotter Krimi mit vielen sportlichen Einlagen und für gute Unterhaltung wird auch hier gesorgt,und es weckt in einem mal auf die Insel zu reisen. - Ingrid Schmitz
Mordsreise
(16)Aktuelle Rezension von: dreamlady66(Inhalt, übernommen)
Gitti, Freundin der Privatermittlerin Mia Magaloff, hat eine Reise für zwei Personen gewonnen. Sie lädt Mia dazu ein. Beide freuen sich auf eine entspannte Auszeit. Schon im Bus begegnen sie schrägen Typen, mit denen sie lieber nichts zu tun haben möchten und bekommen lange Gesichter, als sie in einem Industriegebiet von Leer (Ostfriesland) halten. Die Fahrgäste schauen sich fragend an, werden aber vom Busfahrer bestimmend in die nächstgelegene Lagerhalle geführt. Ein sogenannter Veranstalter bedrängt sie, billige Kleidung zu Höchstpreisen zu kaufen. Offenbar sind sie einer betrügerischen Verkaufsveranstaltung aufgesessen. Mia fragt nach, warum das Kassenhäuschen mit einem polizeilichen Siegel verschlossen ist, und erfährt, dass der Hallenbesitzer vor Kurzem unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Mia platzt der Kragen. Das ist ihr alles zu unseriös. Sie schnappt sich ihre Freundin Gitti samt Einkaufstaschen und will nur weg von hier, am besten nach Spiekeroog, um wenigstens noch etwas von der Reise zu haben.
Doch als sie die Fähre auf Spiekeroog verlassen, werden sie gleich von mehreren Personen verfolgt. Mia wäre nicht Mia, wenn sie sich einschüchtern ließe …Zur Autorin:
Laut Überlieferung mochte Ingrid Schmitz schon als 4-jährige immer und überall schreiben. Später traktierte sie die mechanische Schreibmaschine ihres Vaters. Ihr Traum war es, in einem Büro zu arbeiten. Mit 10 Jahren verfasste sie kurze Theaterstücke, die im Kinderzimmer aufgeführt wurden. Als 14-jährige begann sie eine Lehre als Speditionskauffrau, arbeitete später bei einer kanadischen Reederei und im sowjetischen Außenhandel.
Es kam die Zeit, in der sie sich für ein Kind entschied, anstatt Karriere. Mit Schuleintritt der Tochter kam eine Rückkehr in ihren Beruf nicht mehr infrage. Sie absolvierte einen 3-jährigen Fernlehrgang in den Fächern Belletristik und Journalistisches Schreiben und bildete sich durch zusätzliche Fachbücher fort. Da sie sich für das Krimi-Genre entschieden hatte, wurde sie Mitglied in der Autorenvereinigung "Mörderische Schwestern" und veröffentlichte schon bald ihre erste Krimikurzgeschichte.
Es folgten weitere Veröffentlichungen von (kulinarischen) Krimikurzgeschichten (60), Anthologien (16), Fachartikel und Ratekrimis, bis sie ihren ersten Kriminalroman 2006 (Sündenfälle) schrieb. Das war die Geburtsstunde ihrer Serienfigur Mia Magaloff. Die private Ermittlerin löst ihre Fälle auf heiter-ironische Art.
Durch einen Verlagswechsel siedelte Ingrid Schmitz ihre "Mia Magaloff" in Ostfriesland an. Nach "Spiekerooger Utkieker" (eBook/TB/selbst eingelesenes Hörbuch) spielt auch "Mordsreise", der im Juli 2020 erscheint, wieder auf der Insel Spiekeroog, die zu ihrer zweiten Heimat geworden ist.
Auch ein Eifel-Krimi ist bei ihren Veröffentlichungen. In "Mord im Krimihotel" berichtet sie über das Leben einer Krimiautorin, die eine Wochenendlesung im real existierenden "Krimihotel" gibt und einen Mord aufklären muss.Gesamteindruck/Schreibstil/Fazit:
Danke an die Edition Oberkassel für dieses RezensionsExemplar, ich freute mich.Ich bin gut in die Geschichte gestartet.
Die mir bereits bekannte Autorin hat einen flüssigen und gut lesbaren Schreibstil.
Die Handlung beginnt spannend und hält auch bis zum Schluss.
Die Protagonisten sind teils verschrobene Typen.
Mia beginnt unabhängig von der Polizei zu ermitteln.
Es gibt verschiedene Wendungen, so dass man immer wieder verunsichert wird, wer denn der Mörder sein könnte...Trotz allem ist der Plot unterhaltsam, da er auch die ostfriesische Lebensart gut vermittelt und mich auch hin und wieder zum Schmunzeln brachte.
Ein angenehme (Ent)spannungsLektüre, hierfür gerne 5*!
- Birgit Böckli
Flammenküste
(15)Aktuelle Rezension von: pardenDER WERFE DEN ERSTEN STEIN...
Seit einiger Zeit kommt es auf Spiekeroog immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen und Vandalismus. Hat der Sohn einer neu zugezogenen Familie, der angeblich eine kriminelle Vergangenheit hat, etwas damit zu tun? Kommissar Berg aus Berlin, der auch nach Jahren auf der Insel noch um die Anerkennung der Bewohner kämpft, versucht zusammen mit seiner Kollegin Freda Althuis, die Puzzleteile zusammenzusetzen. Doch noch ehe ihnen das gelingt, wird die Insel von einem weiteren Verbrechen heimgesucht, und diesmal geht es um Leben und Tod.
Nachdem der erste Band der Reihe um Kommissar Berg und Freda Althuis auf Spiekeroog mir ganz gut gefallen hat ('Friesensturm'), war ich neugierig, wie es im zweiten Band weitergehen würde.
Zwei Jahre etwa sind seit dem letzten Fall vergangen, die Insel hat jetzt zwei Polizeibeamte, und doch ist in der Zwischenzeit kaum einmal etwas geschehen. Es geht stramm auf den Winter zu und die Touristen werden von Tag zu Tag weniger. Eigentlich eine ruhige Zeit, doch scheint sich da etwas Ungutes anzubahnen - Thomas Berg hat es irgendwie im Gefühl.
Es beginnt mit vermeintlich harmlosen Dummejungenstreichen: eine beschmierte Hauswand, ein Feuerwerkskörper in einem Briefkasten - da wundert es einen als Leser wirklich, dass sich damit die Polizei beschäftigen soll. Auf einer kleinen Insel mag das noch angehen, aber auf dem Festland, zumal in einer größeren Stadt, muss man sich doch freuen, nicht blöd angemacht zu werden, sollte man es wagen, wegen solch einer 'Bagatelle' tatsächlich bei der Polizei anzurufen. Dass man die dann auch noch zu Gesicht bekäme, ist in der Regel doch reines Wunschdenken.
Auf Spiekeroog gehen die Uhren aber wohl noch anders, und so nehmen Berg und seine Kollegin diese Taten pflichtbewusst zu Protokoll - ohne allerdings einen Anhaltspunkt dafür zu haben, wer hinter diesen Anzeichen von Vandalismus stecken könnte. Als ein Hühnerstall in Brand gerät und die Tochter eines verstorbenen Insulaners mit ihren beiden Kindern nach Spiekeroog zurückkehrt und dort die Kneipe ihres Vaters übernehmen will, verstärkt sich das ungute Gefühl des Hauptkommissars sehr schnell. Es ist offensichtlich, dass die anderen Bewohner der Insel etwas gegen die Rückkehrer haben - und die Polizei muss ein wachsames Auge darauf haben, dass die Situation nicht unversehens außer Kontrolle gerät...
Mehr als die erste Hälfte dieses Inselkrimis ist recht langatmig geraten, die Handlung kommt nicht voran, alles scheint sich im Kreis zu drehen ohne dass sich wirklich ein Anhaltspunkt für eine Zuspitzung der Ereignisse erahnen lässt. Das Geschehen plätschert vor sich hin, ein charismatischer Pastor der freien christlichen Gemeinde sowie der ein oder andere fanatische Anhänger dieses Glaubensführers lassen den Pegel auch selten über den der Langeweile ausschlagen. Die Ermittlungen schwanken zudem zwischen lustlos und stümperhaft, was kaum glauben lässt, dass Berg beispielsweise über jahrelange Erfahrungen bei der Polizei in Berlin verfügt.
Vermutlich war Birgit Böckli klar, dass sie mit diesen Komponenten keinen schlüssigen Krimi konstruieren konnte und rüstete irgendwann unversehens auf mit einem Schlagersänger, der inkognito auf der Insel Urlaub macht und der seine ganz eigenen Probleme hat. Probleme, die der Leser rasch durchschaut, bei denen Hauptkommissar Berg sowie seine Kollegin allerdings wieder einige Elefanten auf der Leitung stehen haben. Hochgezogene Augenbrauen, Kopfschütteln, Gähnen - alles Reaktionen auf diese Lektüre. Und selbst die dramatischeren Aktionen gegen Ende wirken derart lieblos zusammengeschustert, dass letztlich ein schaler Nachgeschmack zurückbleibt.
Ein Krimi, der tatsächlich keine Lust auf weitere Folgen macht. Schade...
© Parden - Birgit Böckli
Friesensturm
(32)Aktuelle Rezension von: pardenRASTLOS AUF SPIEKEROOG...
Auf Spiekeroog treibt ein Mörder sein Unwesen. Die Insulaner schließen von vornherein aus, dass der Täter einer von ihnen ist. Diese eingeschworene Haltung der Friesen erschwert die Ermittlungen der beiden Hauptstadtkommissare Thomas Berg und Freda Althuis erheblich. Und der Sturm, der sich vor der Insel zusammenbraut, wird bald alle Spuren verwischen.
Hauptkommissar Thomas Berg hat sich nach einem schweren Schicksalsschlag auf die Nordseeinsel Spiekeroog versetzen lassen. Auf dem ruhigen Eiland hofft er, den Geistern der Vergangenheit zu entkommen, doch statt der ersehnten Ruhe trifft er auf einen Vorgesetzten, der ihn nicht gerade willkommen heißt und ihm den beruflichen Alltag so schwer wie möglich macht. Da kommt die Nachricht von einem Mord fast schon wie gerufen, denn nun müssen endlich ernsthafte Ermittlungen erfolgen. Und dazu trifft mit Hauptkommissarin Freda Althuis Verstärkung vom Festland ein, was Bergs Vorgesetzten jedoch die Galle überlaufen lässt.
Für persönliche Befindlichkeiten bleibt allerdings keine Zeit, denn bald schon ereignet sich ein zweiter Mord. Zufall? Oder gibt es zwischen den beiden Mordfällen einen Zusammenhang, der sich nicht auf den ersten Blick erschließt? Rasch stellt sich heraus, dass der Dienststellenleiter nicht der einzige Insulaner ist, der Auswärtigen gegenüber wenig offen ist. Höflich aber wortkarg erschweren die Inselbewohner die Ermittlungen von Thomas Berg und Freda Althuis. Hinzu kommt, dass sich das Wetter zunehmend verschlechtert und den Sommer hinter dunklen Wolken verschwinden lässt.
Thomas Berg ist ein verschlossener Charakter, der gute Polizeiarbeit leistet, ansonsten aber Menschen eher meidet, wann immer es geht. Er hadert mit dem Schicksal sowie mit Schuldgefühlen, die sich vor allem nachts in seinen Träumen bahnbrechen. Entsprechend zerschlagen von schlaflosen Nächten, quält er sich durch die Tage der Ermittlungen, zusätzlich zermürbt durch eine hartnäckige Erkältung. Die ersehnte Sonne bleibt aus, Regen und Sturm machen die Lage immer ungemütlicher. Die Sorge, etwas zu übersehen, die ungelöste Frage nach dem Motiv, die bedrückenden Einblicke in die Geheimnisse hinter manchen Haustüren - Berg gewinnt zunehmend den Eindruck, auf einen Abgrund zuzusteuern...
Erzählt wird chronologisch mit Angaben von Datum und Zeit zu Beginn jeden Kapitels. Die Erzählung behält - bis auf den Prolog - stets den Fokus auf das Geschehen um Thomas Berg. Dadurch fehlen beispielsweise Einblendungen auf die Sicht und die Motivation des Täters, wodurch der Leser allerdings bis zum Schluss hinsichtlich des Mörders und der Hintergründe im Trüben stochert.
Der Schreibstil ist flüssig unter Verwendung wenig komplexer Satzstrukturen. In den ersten zwei Dritteln liegt der Schwerpunkt vor allem in der Beleuchtung der Ermittler und ihrer Tätigkeiten, ohne dass die Spannung sonderlich anzieht. Dies ändert sich im letzten Drittel deutlich, als die Ereignisse beginnen, sich zu überschlagen, und die Ermittler am besten überall gleichzeitig sein sollten. Die Ermittlungen selbst basieren in erster Linie auf Intuition und weniger auf logischen Schlüssen, was in der Summe für mich nicht ganz glaubwürdig war.
Insgesamt ein erster netter Krimi um die Hauptkommissare Thomas Berg und Freda Althuis, der ein wenig Inselflair verbreitet, ansonsten aber doch noch deutlich Luft nach oben hat...
© Parden - Ria Klug
Die Vollpfostenmasche
(7)Aktuelle Rezension von: Seidenpapier
Ich hatte die Möglichkeit mir das Hörbuch anzuhören und war mehr als begeistert. Hervorragend vorgelesen und die verschiedenen Stimmen und Betonungen waren echt klasse, selten etwas so gut vorgetragenes gehört. Dialekt mag ich zwar nicht so, doch hier hat das sehr gut gepasst (tolle Stimme übrigens).
Zur Geschichte selber - Hantsch findet einen Feuerlöscher der mit Koks gefüllt ist und wie es ihm ergeht um das Zeug loszuwerden und was die anderen Inselbewohner davon halten, das erfährt man hier, - und es ist zwar von auffälligen Unfällen und Zufällen gespickt, dennoch gut umgesetzt und nicht langweilig.Gelacht und geschmunzelt habe ich desöfteren, da mir einige Kommentare wie bspw "Rollbraten auf den Malediven" oder er treibt Sport mit dem Feuerlöscher oder der genervte Kommissar oder die Beschreibung von den beiden Hauptcharaktere, sehr gut gefallen habe und dazu noch in "platt" vorgetragen. Herrlich.
Ich hatte ein paar schöne Stunden und habe mich sehr gut amüsiert. Ich kann das Hörbuch weiterempfehlen und wer wissen will ob sie es geschafft haben und wo es geblieben ist, reinhören und sich überraschen lassen (m.M. es lohnt sich)
- Stefanie Rogge
Dunkelmeer. Ein Föhr-Krimi: Iwersen und Hansen ermitteln 1
(32)Aktuelle Rezension von: Elmar HuberSTORY
Am Nordseeufer von Wyk wird in einem Strandkorb die Leiche von Sarah Klasen gefunden – einer trockenen Alkoholikerin, deren Tod zunächst wie ein Rückfall wirkt. Doch schnell kommen Zweifel auf: Personen aus ihrem näheren Umfeld schließen das kategorisch aus. Als sich der Verdacht auf Mord erhärtet, übernimmt Kerrin Iwersen von der Mordkommission Flensburg die Ermittlungen. Für die gebürtige Föhrerin bedeutet das eine Rückkehr in die alte Heimat. Gemeinsam mit dem erfahrenen Inselpolizisten Hark Hansen beginnt sie, das Umfeld der Toten zu durchleuchten.
Noch während der Ermittlungen erschüttert eine Mordserie die Insel: Drei Männer, seit Schulzeiten eng befreundet, geraten ins Visier eines skrupellosen Täters. Sind Geheimnisse innerhalb des Freundeskreises der Grund für die Morde oder ist das Motiv in der gemeinsamen Jugendzeit der Männer begründet?MEINUNG
Mit „Dunkelmeer“ eröffnet Stefanie Rogge eine neue Krimireihe, die den Charme der Nordsee mit spannender Ermittlungsarbeit verbindet. Der Einstieg ist atmosphärisch dicht: Die Idylle der Insel kontrastiert mit dem Schock des ersten Todesfalls. Schon bald entwickelt sich die Handlung zu einem verzwickten Puzzle aus Widersprüchen, falschen Fährten und verborgenen Wahrheiten, durch das die Ermittler ihren Weg finden müssen.
Dabei verwebt Rogge von Beginn an – nahezu unbemerkt – feine Hinweise und Handlungsstränge, die sich zu einer stimmigen und unerwarteten Auflösung verdichten. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, ob der Tod von Sarah Klasen Teil der Mordserie ist – ein Spannungsmoment, das den Leser bis zum Schluss fesselt.Neben der Krimihandlung präsentiert die Autorin auch glaubwürdige Charakterentwicklungen, die den Boden für weitere Fälle von Kerrin Iwersen auf Föhr bereiten.
DAS HÖRBUCH
Profisprecher Kevin Kasper verleiht der Geschichte mit seiner jugendlichen, angenehm unaufgeregten Stimme genau das richtige Tempo. Seine lebendige Interpretation macht es leicht, in die Handlung einzutauchen und die Atmosphäre der Insel zu spüren.FAZIT
„Dunkelmeer“ ist ein gelungener Regionalkrimi, der Spannung und Lokalkolorit perfekt vereint. Ein vielversprechender Auftakt für eine neue Reihe und ein echtes Vergnügen für alle, die Krimis mit nordischem Flair lieben. - 8
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