Bücher mit dem Tag "interessan"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "interessan" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches Der Ruf des Kuckucks (ISBN: 9783442383214)
    Robert Galbraith

    Der Ruf des Kuckucks

     (694)
    Aktuelle Rezension von: Bookstar

    Cormoran Strike ist bestimmt keine gewöhnliche Erscheinung: Er ist der uneheliche Sohn eines Rockstars, hat bei einem Afghanistan-Einsatz sein Bein verloren, wurde gerade von seiner Verlobten rausgeworfen und ist nun Privatdetektiv, das allerdings ohne Geld und Aufträge. In diese Welt stolpert die junge Robin Ellacott, eigentlich nur als Aushilfe vorübergehend bei Strike angestellt ist. Die Zeit scheint recht ereignislos zu werden, bis Strike plötzlich den Auftrag erhält, den angeblichen Selbstmord des Topmodels Lula Landry nochmal unter die Lupe zu nehmen. Strike, der mental nicht in bester Verfassung ist, übernimmt den Fall und taucht tief ein in die Welt voll Models, Anwälten und anderen exzentrischen Prominenten...

    Eine große Stärke von J.K. Rowlings Krimidebüt unter dem Pseudonym Robert Galbraith ist, dass es zwischen ihrem Ermittler-Duo sofort passt. Ein holpriger Start zwischen dem Protagonisten-Team begegnet einem oft genug, aber bei Strike und Robin stimmt die Chemie sofort. Ob daraus auch eine romantische Komponente erblühen wird...wir werden sehen, wenn Robin ihren nervigen Verlobten los wird. 

    Generell sind die Personen die große Stärke des Buches, denn sie sind alle sehr spannend gezeichnet und vorallem nicht überkarikiert, trotz all ihrer Exzentrik. Man will mehr über sie erfahren, ob bei Verdächtigen oder Zeugen. 

    Was man bemängeln kann, abgesehen von Rowlings doch sehr störendem white guilt, ist, dass dem Buch ein paar hundert Seiten weniger gut getan hätten. Vorallem am Anfang des Buchs könnten manche Kapitel, die nur voller überflüssiger Tagesabläufe sind, einfach gestrichen werden, der Flow stellt sich erst später ein, aber manche Passagen wirken auch dann noch oft schlicht unnötig. 

    Alles in allem durchaus ein solider Auftakt für das Team Strike/Ellacott, zwar mit kleinen Schwächen, dafür aber mit solider Aufmachung und Auflösung. Auch wenn ich zwischen vier und drei Sternen in Sachen Bewertung schwanke...ein Fehler, dieses Buch zu lesen, war's nicht. 

  2. Cover des Buches Die Welle (ISBN: 9783473544042)
    Morton Rhue

    Die Welle

     (2.280)
    Aktuelle Rezension von: louisa_bck26

    Ich musste das Buch im Rahmen des Deutschunterrichtes lesen und es hat mir sogar echt gut gefallen. Ich habe nicht mal 24 Stunden gebraucht, um es durchzulesen, da es so schön geschrieben wurde. 

    Ich hatte mir etwas mehr vorgestellt, aber da es auf einer wahren Begebenheit beruht, wären hier die dramatischen, ausgedachten Details etwas unangebracht. 

  3. Cover des Buches Flammenwüste (ISBN: 9783404207565)
    Akram El-Bahay

    Flammenwüste

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Flaventus

    Eine Geschichte aus Tausend und einer Nacht gepaart mit einer klassischen High-Fantasy-Geschichte und Elementen eines Abenteuerromans – kann das funktionieren? Ja, sicherlich und Akram El-Bahay zeigt in seinem Fantasy-Debüt wie.

    Genremix

    Zuerst wähnt sich der Leser in einem klassischen orientalischen Abenteuer. Viel Wüste und Sand, ein bissschen Magie und viel orientalischer Flair. Die Beschreibungen der Umgebung haben mir tatsächlich sehr gefallen, obgleich die Entwicklung der Figuren darunter etwas gelitten hat, was bei solch einer Art von Geschichte weniger dramatisch ins Gewicht fällt.

    Mit den Drachen und noch mehr Magie gepaart mit ungewöhnlichen Wüstenvölkern erhalten klassische Fantasy-Elemente Einzug in das Geschehen, die sich gut in die Umgebung eingliedern. Man könnte jetzt böswillig den Roman auf die klassischen Elemente einer Fantasy-Geschichte reduzieren (Bildung einer Gruppe, Wanderung durch unwirtliches Terrain und ein mächtiger Bösewich), aber damit würde man diesem Roman unrecht tun. Denn der Roman bietet einiges an Abwechslung und sogar die ein oder andere Überraschung, so dass selbst gestandene Leser bei Laune gehalten werden.

    Ich habe die Bücher als E-Book gelesen. Im Impressum wurde ich stutzig, dass ein Illustrator genannt wurde. Nach einer weiteres Recherche bin ich drauf gekommen, dass im Print Karten und Illustrationen enthalten sind, die aus dem E-Book entfernt wurden. Leider gibt es auch keine Homepage des Autors, auf der diese Zeichnungen bzw. Karten zu sehen sind. Wer Wert darauf legt, muss zwingend zum Print greifen.

    Fazit

    Dieses Fantasy-Debüt hat mir sehr zugesagt. Der Mix verschiedener Stilelemente passte recht gut zum gewählten Setting. Das Abtauchen in die Geschichte funktionierte nahezu ohne Einschränkung. Die kleineren Kritikpunkte fallen dabei nicht wesentlich ins Gewicht, so dass ich diesen Auftakt allen Freunden des Genres empfehlen kann.

  4. Cover des Buches Wilde Magie (ISBN: 9783453534117)
    Christine Feehan

    Wilde Magie

     (103)
    Aktuelle Rezension von: TatjanaVB

    Klappentext

    Auf der Flucht vor einem Feind aus der Vergangenheit versteckt sich die schöne Rachael in der undurchdringlichen Wildnis des Dschungels von Borneo. Doch auch hier lauert so manche Gefahr auf die junge Frau: Schwer verletzt überlebt sie den Angriff eines Leoparden. Der Eingeborene Rio Santana pflegt sie hingebungsvoll gesund und schon bald erwacht ein unstillbares Verlangen zwischen ihnen. Noch ahnt Rachael nicht, dass Rio ein dunkles Geheimnis hütet – ein Geheimnis, das auch ihr eigenes Leben für immer verändern wird ...

    Inhalt

    Teil 1 (ca. 150 Seiten):

    Hier geht es und Maggie Odessa und Brandt Talbot. Außerdem wird man eingeführt in die Welt der Leopardenmenschen.

     

    Teil 2:

    Hier kommen wir zum hauptsächlichen Handlungsstrang. Es wird von Rachels Flucht in den Regenwald erzählt und wie sie dabei ihren wahren Gefährten trifft, der sie zunächst für eine Mörderin hält. Doch draußen lauern nicht nur Gefahren und Geheimnisse, sondern auch die Killer, die hinter ihr her sind.

     

    Fazit:

    Mit detaillierte und farbenfrohe Beschreibung, schafft die Autorin es uns mit in den Regenwald zu führen. Das war es aber schon, was mir positiv gefallen hat an diesen Roman. Dieses Buch zieht sich, gefüllt werden die Durststrecken mit Erotik und Wiederholungen. Den ersten Teil des Romans (s.o.) hätte man auch getrost weglassen können, da die beiden Protagonisten in der Hauptstory gar nicht mehr auftauchen. Der zweite Teil „Fieber“ ist etwas besser und es kommt hin und wieder vor, dass etwas Spannung aufgebaut wird, die jedoch schnell durch unpassende Erotikszenen und Wiederholungen kaputtgemacht wird. Meine Meinung hätte die ganze Geschichte auch getrost in 400 Seiten erzählt werden könnten statt mit ca. 600 Seiten. Da ich auf der Suche nach eine gute Gestaltwandler-Reihe war, gibt es von mir keine Leseempfehlung.

  5. Cover des Buches Anatomie des Verbrechens (ISBN: 9783813507225)
    Val McDermid

    Anatomie des Verbrechens

     (34)
    Aktuelle Rezension von: evafl

    In diesem Buch schildert Val McDermid, die sonst Krimiautorin ist, wie die Gerichtsmedizin vorgeht, d.h. welche Methoden wann wie angewandt werden bzw. wurden. Von der Spurensicherung an einem Brandort über die forensische Entomologie über die Toxikologie bis hin zu Blutspuren bzw. der DNA.

    Mit dem Thema Ermittlungen rund um einen Todesfall habe ich mich schon immer wieder mit unterschiedlichster Literatur beschäftigt, ich finde, dass dies ein sehr spannendes und interessantes Gebiet ist. Insofern war ich auf dieses Buch gespannt, wobei ich sagen muss, dass ich von der Autorin bis dato noch nichts gehört geschweige denn gelesen habe...

    Im Buch erläutert sie in einem angenehmen Schreibstil die verschiedensten Meilensteine der Forensiker - dies tut sie auf angenehme Art und Weise. Für mich war alles gut verständlich, natürlich tauchen hier immer wieder entsprechende Fachbegriffe bzw. Fremdwörter auf, aber diese kennt man meiner Ansicht nach dann auch, wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt.

    Inhaltlich ist alles soweit gut verständlich, teilweise hat mir der Schreibstil nicht ganz zugesagt, da ich manches als etwas umständlich beschrieben empfunden habe, so dass hier eine gewisse Langeweile mit der Zeit aufkommt. Für mich wurde das Interesse durch diesen „Umbruch“ ein bisschen eingedämmt. Natürlich ist es auch so, dass man hier die Entwicklung der Forensiker sieht, worauf man sich dann auch einlassen muss. (Einerseits ist das natürlich spannend, oftmals ist es aber auch ungewohnt etwas über frühere Ermittlungsmöglichkeiten zu lesen, einfach weil man aktuell natürlich viel weiter ist bzw. andere Methoden nutzt.)

    Sehr lustig fand ich die immer wieder auftauchende Eintagesfliege, die man auf den Buchseiten an immer wieder anderen Stellen abgedruckt findet.

    Für mich war dies eine spannende, informative und interessante Lektüre, bei der man zu den verschiedensten Methoden auch immer wieder Beispiele aufgeführt bekommt. Die Beispiele sind verständlich und interessant ausgewählt, für mich war das Buch inhaltlich jetzt aber nichts wirklich Neues mehr, da ich mich mit diesem Thema schon mehrfach beschäftigt habe, aber da kann ja das Buch nichts für. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und für Interessierte eine Empfehlung.

  6. Cover des Buches Das Todeskreuz (ISBN: 9783828990012)
    Andreas Franz

    Das Todeskreuz

     (217)
    Aktuelle Rezension von: Siko71
    Die Staatsanwältin Corinna Sittler wird ermordet aufgefunden. Ein Kreuz auf dem Rücken und ein Zettel im Mund mit lateinischer Schrift. Wenige Tage später werden zwei Richter ebenfalls mit Kreuz und Zettel gefunden. Julia Durant und ihre Kollegen stehen vor einem Rätsel, bis einem der Ermittler Akten von eine Fall von vor 10 Jahren zugespielt werden. Es handelt sich um zwei Mordfälle und drei Straftäter, die damals nicht veruteilt wurden. Die Ermittlungen laufen nun in diese Richtung...

    Ein spannender Krimi, wo bis zum Schluß der wahre Täter nicht zu erraten ist. Der Spannungsbogen bleibt immer erhalten und man fiebert mit, wer es war.
  7. Cover des Buches Das vernetzte Universum (ISBN: 9783864433849)
    Gerd Kramer

    Das vernetzte Universum

     (6)
    Aktuelle Rezension von: angel1843

    Sven Martens ist Student und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit dem Thema luzides Träumen. Eines Tages wird eine verbrecherische Organisation auf ihn aufmerksam und will mit Hilfe von Drogen herausfinden wie man das luzide Träumen beeinflussen kann. Sven wird schnell klar, dass er dieser Organisation mit allen Mitteln das Handwerk legen muss… Nebenher entdeckt Sven auch noch rotes Gras welches die Aufmerksamkeit einer Freundin von ihm weckt. Schnell wird klar das es sich hierbei um eine Metamorphose handelt und man diese Entdeckung Publik machen muss, sowie wieder umzukehren…

    Der Autor Gerd Kramer hat mit diesem Thriller etwas geschaffen, dass die Menschheit nicht nur in ihrem Glauben verstören könnte, sondern auch zeigt was passiert wenn bestimmt Einflüsse auf die Umwelt reagieren. Er schafft es Realität und Traum, sowie Existenz und Wissenschaft zu kombinieren, und zu zeigen dass es nur ein kleiner Schritt ist diesen zu überschreiten. Ebenso ist das einbringen einer Geheimorganisation die sich dieses Wissen aneignen will sehr realistisch dargestellt, da wir auch hier befürchten müssen das dies eines Tages Wirklichkeit werden kann, bzw. teils schon Wirklichkeit ist…

    Was aber leider ein wenig gefehlt hatte, waren die Beweggründe der Organisation und auch wie weit sie gegangen wären um das Ganze (Wissen) - über die luziden Träume - zu erhalten. Es gab diesbezüglich zu wenige Informationen über Vorgehen, Umsetzung und wieso gerade dies so wichtig für sie war. Einige Leser können sich das zwar Denken, was dahinter steckt, andere wiederum Rätseln… Dennoch war der Thriller gut aufgebaut, bis auf einige Kleinigkeiten die gefehlt haben und die man sich zusammenreimen kann. Ebenso blieb das Ende offen, was nun mit der Geheimorganisation ist und welches Wissen sie nun Sven und seinem Freund abgerungen haben.

    Fazit: Sehr spannender Thriller der aber auch an einigen Stellen Fragen offen lässt. Und hoffentlich auch vermuten lässt, dass es eine Fortsetzung geben wird; wo man mehr über die Geheimorganisation und ihre Beweggründe erfährt.

  8. Cover des Buches The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte (ISBN: 9783736304956)
    Leah Konen

    The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Endlich mal wieder ein sehr romantisches und durchaus lesenswertes Buch

    The Romantics von Leah Konen, handelt von Gael einem jungen 17 jährigen Mann, der Zeit seines Lebens immer an die große Romantik geglaubt hat. Bis eines Tages...

    Eines Tages bricht dieser Glaube an das Schöne einfach ein, ein Ereignis folgt dem Nächsten. Wer soll ihn und seinen Glauben in seinen jungen Jahren jetzt noch retten?
    Hier tritt die Erzählerin auf. Die Liebe, die zwischendrin ausversehen mit Absicht ihre zarten Hände in das Leben von Gael streckt und ihm ein wenig (mehr) hilft, die Eine zu finden.

    Dieser einzigartige Roman ist eine unendlich schöne Geschichte von Romantik, klassischen Filmen und einem armen Jungen, der durch diese fiesen Schicksalsschläge aus sich herauswächst. Ich finde diesen Roman einfach wunderschön. Er ist einfach zu lesen und ich muss zu geben...das ein oder andere Mal vergoss ich sogar eine Träne :) Der Schreibstil ist flüssig. Das Cover ist etwas kitschig (für meinen Geschmack), aber es passt einfach prima zum Roman und der Geschichte!

    Wer Spaß an etwas leichter Lektüre hat, viel Spaß mit The Romantics!
  9. Cover des Buches Digger Hamburg (ISBN: 9783768836708)
    Stephan Boden

    Digger Hamburg

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M
    Solche Sprüche wie der erste (ohne Fragezeichen) verraten gelegentlich mehr über ihre Erfinder als über das, was sie eigentlich aussagen sollen. Menschen, die wirklich groß leben, schreiben höchst selten darüber Bücher. Sie gehen damit nicht auf den Markt der Eitelkeiten, weil das eben nicht zu ihnen und ihrem Leben passt.

    Stephan Boden arbeitet in der Werbebranche. Nach einer gescheiterten Beziehung war er gezwungen, sich ziemlich radikal von seinem bisherigen Leben und vielem angesammelten Besitz zu trennen. Das wirkte befreiend und vereinfachte viel. Wenn man sich mit den Annehmlichkeiten und Besitztümern des modernen Lebens umgibt, dann stellt man zwischen sich und dem einfachen, ursprünglichen Leben eine Menge Zeug, das Lasten und Verpflichtungen mit sich bringt.

    Durch einen Zufall sah der Autor auf der Suche nach etwas ganz anderem eine Varianta 18 mit Kurzkiel, in die er sich sofort verliebte. Dieses recht kleine Segelboot mit einer Länge knapp unter sechs Metern und einer Verdrängung von fast 800 Kilogramm ist zwar seetauglich, aber eigentlich nur für nahe Küstengewässer und schönes Wetter. Doch Stephan Boden wollte mit neuer Freundin und Hund von Schleswig bis nach Schweden und eigentlich auch noch nach Oslo segeln. Kleines Boot, große Pläne und ein Sommer, in dem es fast nur stürmte und regnete. Aus der großen Tour wurde eine Reise entlang der dänischen Küste fast bis Skagen und zurück.

    Der Autor erzählt die Geschichte der Tour in diesem Buch. Viel Aufregendes passierte nicht, denn wegen des andauernden schlechten Wetters lagen die beiden Segler mehr in den Häfen, als dass sie ihr neues Boot ausprobieren konnten. Man kann es Optimismus nennen oder Mut oder eine andere Vokabel dafür benutzen - jedenfalls segelte Boden mit seiner völlig unerfahrenen Freundin auf einem kleinen Boot, das er noch nie vorher wirklich ernsthaft testen konnte, zunächst auf der Schlei von Schleswig bis Schleimünde, um dann bei heftigem Gegenwind und für dieses Boot recht hohen Wellen in die launische Ostsee zu driften.

    Sympathisch an Boden ist, dass er offen seine Panik beschreibt, die ihn dabei erfasste. Auch später folgen viele ehrliche Kommentare, die zeigen, dass auch relativ erfahrene Segler nicht vor merkwürdigen Entschlüssen und Manövern sicher sind. Auf diesem kleinen Boot spürt man die Kräfte, denen man sich bei schlechterem Wetter aussetzt, sehr direkt. Natürlich segelt man mit einem solchen Boot unter solchen Bedingungen unmittelbarer als auf einer großen Jacht. Man fühlt wieder das Wesentliche am Segeln. Und man muss sich nicht um alles Mögliche auf dem Schiff kümmern, weil es nicht alles Mögliche gibt. Alles ist auf ein Minimum reduziert. Und das wiederum führt dazu, dass man sich selbst wieder neu einstellen kann. Und genau das wollte Boden erreichen.

    Allerdings besitzt wohl auch diese Ursprünglichkeit einen Preis, zum Beispiel einen kaputten Rücken, weil sich die Kräfte der Natur eben doch etwas unmittelbarer auf den Skipper übertragen. Oder eine Knochenhautentzündung am Ellenbogen vom Halten der Pinne in stürmischer See.

    Das Buch liest sich gut, obwohl nicht wirklich viel passiert. Aber das immer wieder vorgetragene Mantra der Einfachheit und des Herunterkommens ist eine nützliche Botschaft. Nicht jeder muss und wird ihr folgen. Manchem helfen vielleicht erst einfache Umstände, um wieder zur Ursprünglichkeit zurückzufinden. Andere finden auch mit Annehmlichkeiten dahin, weil sie denen nicht so viel Wert beimessen, dafür aber hinterher nicht zum Arzt müssen.

    So ganz nehme ich dem Autor sein Mantra dann auch nicht ab, obwohl seine persönliche Erfahrung natürlich sympathisch und völlig authentisch ist. Aber er hadert mir zu oft mit den größeren Yachten, deren Eigner alle irgendwie daneben sind. Wozu diese Vergleiche? Weil er doch nicht den Längsten hat und sich dafür ständig rechtfertigen muss? Vielleicht wird das Leben erst so richtig einfach, wenn einem auch der Besitz und die Urteile der anderen völlig egal sind.

    Für Segler ist dies ein ganz interessantes Buch, auch wenn sie nicht viel wirklich Neues in ihm erfahren. Die anderen Leser werden gelegentlich mit ein paar Begriffen konfrontiert werden, die sie nicht verstehen, aber das stört nicht wesentlich.
  10. Cover des Buches Ketzerhaus (ISBN: 9783954627851)
    Ivonne Hübner

    Ketzerhaus

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Violet Baudelaire
    1517, Görlitz: die Magd Elsa lebt bei der Brauereifamilie Hinterthur als Luthers aufrührerische Thesen von Studenten in die Stadt gebracht werden. Einer dieser Studenten ist Andres Hinterthur, der eigendlich Prister werden wollte, sich aber durch die Lehre bei Luther gegen die römisch-katholische Kirche wenden. Zwischen beiden entsteht eine Freundschaft, die sich bald in Liebe entwickelt, doch Elsa soll, als Tochter eines verstorbenen Brauers, Andres Stiefbruder heiraten und Andres wird wegen Ketzerei gesucht. In den Wirren von Reformation, Inquisition und Pest versuchen beide ihren Weg zueinander zu finden.
    Mir gefiel vorallem die Entwicklung der Figur "Elsa", ihren Weg von der unsicheren jungen Frau zur reifen und selbstbewussten Erwachsenen.
    Durch Ivonne Hübner's Schreib- und Erzählstil liest sich dieses 500 Seiten-starke Werk sehr angenehm und ist dazu noch extrem spannend, so dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Einfach großartig!

  11. Cover des Buches Urs Meier (ISBN: 9783667104441)
    Urs Meier

    Urs Meier

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Leyia
    Inhalt: 

    In der Biographie „Urs Meier – Mein Leben auf Ballhöhe“ von Urs Meier und Jürgen Pander geht es um das gesamte Leben von Urs Meier, von seiner Jugend an bis in die Gegenwart. In seinen frühen Jahren spielte er Fußball in der dritten Liga der Schweiz. Als ihm klar wurde, dass er als Fußballer keine große Karriere zu erwarten hätte, wurde es stattdessen Schiedrichter. Seine lange Laufbahn als Schiedsrichter ist dann auch der Hauptaspekt des Buches. Später ist er auch Fußballexperte bei der WM 2006 und Chef der Schweizer Spitzenschiedsrichter. 

    Meine Meinung: 

    Das Cover ist thematisch passend und wird jedem Fußballfan im Buchladen auffallen. Auch sein Name, der groß zu lesen ist, wird Fußballfans etwas sagen. Der Schreibstil war eher umgangssprachlich, aber dadurch flüssig zu lesen. Ab und an hat man gemerkt, dass es ein Schweizer geschrieben hat. Für eine Biographie aber sehr passend, es fühlte sich beim Lesen an, als würde Urs Meier das Buch selber vorlesen. 
    Für einen Fußballfan ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen. Man erfährt einiges über die Abläufe hinter den Kulissen und über die Gedankengänge von Schiedsrichtern. Auch wird die Interaktion zwischen Schiedsrichtern und Spielern während eines Fußballspiels beschrieben, was man von außen so nicht mitbekommt. Ebenso das Ränkespiel innerhalb der Schiedsrichter. Das war sehr interessant zu lesen. Auch wusste ich nicht, dass die Schiedsrichter die Spieler teilweise vor dem Fußballspiel in der Kabine besuchen. Die Highlights der Karriere von Urs Meier und seine Sicht auf bekannte Situationen, die man damals selbst von außen miterlebt hat, waren ebenfalls sehr interessant. Seine Ausführungen zur Zukunft der Schiedsrichter und die Veränderungen, die er vorschlägt, haben mir gefallen. Ich fand es wichtig, dass dies erwähnt wurde. Besonders toll sind auch die Bilder im Buch, nur leider sind sie oft mitten im Text eingefügt und thematisch nicht immer an der richtigen Stelle. 
    Gestört hat mich dagegen seine Doppelmoral. Er hat sich einige Male über andere Schiedsrichter ausgelassen, die bei Spielen nicht fit waren aber trotzdem gepfiffen haben. Er selbst hat sich dagegen für einige Spiele „fit spritzen“ lassen, z.B. bei der WM 2002. Manche Abschnitte waren auch sehr speziell, zum Beispiel der über die Pfeifen. Das war für mich nicht so spannend. Auch hatte ich das Gefühl es gab ab und an Wiederholungen. 
    Als Fußballfan gebe ich dem Buch 4 Sterne, ohne mein persönliches Interesse am Fußball wären es vielleicht eher 3 Sterne geworden. Das Buch ist mit ca. 250 Seiten auch relativ kurz. Aber es spricht ja nun eine spezielle Zielgruppe an und für diese ist es klar zu empfehlen. 

    Fazit: 

    Eine interessante Biographie, die Einblicke hinter die Kulissen des Fußballs und in das Denken von Schiedsrichtern gibt. Für Fußballfans auf jeden Fall zu empfehlen. Manchmal hat mich seine Doppelmoral etwas gestört. 
  12. Zeige:
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