Bücher mit dem Tag "interpretation"

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140 Bücher

  1. Cover des Buches Die Ermordung des Commendatore Band 2 (ISBN: 9783832198923)
    Haruki Murakami

    Die Ermordung des Commendatore Band 2

     (311)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Der namenlose Maler hat mit dem portretieren der mutmaßlichen Tochtes seines neuen Freundes und Nachbarn Menshiki begonnen. Er genießt die Sitzungen mit Marie, nach und nach entsteht eine Vertrautheit zwischen den beiden. Mit ihr kehrt die Erinnerun an seine kleine Schwester zurück, deren Tod er nie ganz überwunden zu haben scheint und nach der er in jeder Frau seither gesucht hat. Von seiner Frau hat er mittlerweile die Scheidungspapiere erhalten, denn sie ist schwanger von einem anderen Mann. Die Tatsache seinen eigenen Malstil gefunden zu haben gibt ihm dennoch sein Selbstvertrauen zurück und hilft im über die Trennung hinweg. Als Marie dann eines verschwindet ist er fest davon überzeugt, dass dies etwas mit dem Gemälde "Die Ermordung des Commendatore" zu tun hat. So macht er sich auf den alten Meister in der Seniorenressidenz zu besuchen und findet dort den Weg, der, durch eine Luke im Boden, in eine andere Welt führt. Die Welt der Grube im Wald..

    Der Autor schafft es auch im zweiten Band eine ruhige, mystische Atmosphäre unter denren Oberfläche eine permanente Beklemmung/ Anspannung spürbar ist. Die Charaktere rund um den Ich- Erzähler bleiben unergründlich und somit schwer einschätzbar. Vor allem Marie wirkt für ihr Alter teilweise sehr abgeklärt und weise, fast schwingungsunfähig. Die Ereignisse rund um das Verschwinden verwischen die Grenzen zwischen Realtität und Fantasy. Die Symbolik der Idee, Metapher und dem Abstieg in die eigenen Abgründe lässt mich zwar letztendlich etwas ratlos zurück, dennoch eine Empfehlung.  

  2. Cover des Buches Der Kinderdieb (ISBN: 9783426506882)
    Brom

    Der Kinderdieb

     (611)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Peter schleicht durch New York, wo er verzweifelten Kindern und Jugendlichen auflauert. Er rettet sie aus ihrer Misere und bietet ihnen ein Zuhause an, wo niemand erwachsen wird. Aber Peter verschweigt, dass diese Zuflucht ihren Preis hat und sie in große Gefahr bringt.

    Peter lebt mit seinen Teufelsjungen in einer sterbenden Welt, die es zu retten gilt. Dafür benötigt er Unterstützung und weitere Kinder, die mit ihm als Soldaten in die Schlacht ziehen. 

    Peter Pan ist stürmisch, unüberlegt und es drängt ihn das sterbende Avalon zu retten. Obwohl der allseits bekannte Peter Pan im Mittelpunkt steht, darf der Leser dieses dunkle Abenteuer genauso mit dem Jugendlichen Nick erleben. Nick wird von Peter in sein Reich geholt und findet bald heraus, dass es gefährliche Schattenseiten gibt. Er lernt ihn als narzisstische, verschlagene Persönlichkeit kennen und beschließt, so bald wie möglich abzuhauen. 

    Der fantastische Rahmen orientiert sich an Barries Erzählung des klassischen Peter Pans und baut auf der altehrwürdigen Arthus-Sage mit Avalon, irischen Fabelwesen und einer heidnischen Götterwelt auf. Leider kenne ich die Sage kaum, deshalb habe ich mich hier nur schwer zurechtgefunden. Ich denke, dass Brom gut beschrieben und erklärt hat, mir hat es teilweise an Hintergrundwissen dazu gefehlt.

    Weil es schlüssig zu Peter Pan passt, stehen Kinder und ihre Schicksale, neben der rustikalen Sagenwelt, im Vordergrund. Brom zeigt, dass Jungen und Mädchen aus zerrütteten Verhältnissen vor einem Übel fliehen, nur schwierig Vertrauen fassen und sich für eine wenig schlimmere Alternative entscheiden, die im Endeffekt nicht besser ist. Ich denke, er spricht damit eine Abwärtsspirale an, aus der es ohne Hilfestellung meist kein Entkommen gibt. 

    Außerdem ist dieses Buch brutal. Es ist eine Mischung aus Fantasy und Horror und macht dem Genre alle Ehre. Es gibt keine quietschvergnügten Kinder, die freudestrahlend am Sternenhimmel entlang fliegen, sondern kleine blutbesudelte Krieger, die knallhart das Schwert schwingen und zum Äußersten bereit sind. Während des Lesens habe ich oftmals an Kindersoldaten gedacht, die manipuliert und auf Töten programmiert sind. Sie erhalten ein Zuhause, eine Gemeinschaft, ihren Platz in der Welt - und damit etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

    Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart geht es um Nick und um Peter und wie sie das aktuelle Geschehen erleben. In der Vergangenheit beleuchtet Brom Peters Werdegang, wie er vom schockierenden Wechselbalg einstiger Zeiten zum modernen, kinderstehlenden Märchenwesen wird.

    Damit ergänzen sich Spannung und Faszination gleichermaßen. Es ist faszinierend von alten Wesen und Göttern zu erfahren, das nebulöse Avalon zu erkunden und zu erleben, wie aus Peter Pan dieser verschlagene Kerl geworden ist. Actionreich ist dafür die Gegenwart, wo Nick und die Teufelsjungen für das Überleben von Avalon kämpfen, sich gegen Fleischfresser behaupten und dunklen Mächten entgegenstellen.

    "Beide Seiten waren vor Angst und vor Hass aufeinander so verblendet, dass sie nicht merkten, dass sie eigentlich alle das Gleiche wollten …" (S. 501)

    Mir ging es zu sehr in Richtung Fantasy. Ich mag es meistens nicht, wenn ein Horror-Roman von der Realität abweicht und in fremde Welten führt, weil ich lieber in der echten Welt haften bleibe und den Horror hier spüren will. Nichtsdestotrotz ist es ein großartiges Werk, eine düstere Schöpfung des dunklen Fantastischen und es war mir eine Ehre, an der Seite von Nick Peter Pans Version von Avalon kennengelernt zu haben.

  3. Cover des Buches Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep (ISBN: 9783453320680)
    H.G. Parry

    Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Hach was hatte ich mich auf dieses Buch gefreut. Auch wenn ich den Ansatz, mit dem Herauslesen von literarischen Figuren, schon mehr in Büchern fand, war ich gespannt ob die Autorin vielleicht trotzdem etwas völlig Neues schuf.


    Und ja, das schaffte sie. Dies begann schon damit das man gleich auf der ersten Seite mitten ins Abenteuer geworfen wurde. Zu meiner Überraschung aber nicht aus der Sicht von Charley Sutherland, sondern aus der seines Bruders Rob. Ein anfänglicher Clou, dachte ich, um auch andere Charaktere besser in die Geschichte zu integrieren. Aber weit gefehlt, denn den Großteil des Buches erlebten wir mit Rob. Und das war stellenweise wirklich eine äußerst zähe Geduldsprobe. Denn Rob liebt seinen Bruder, nörgelt aber stets an ihm herum. Wenn man dies ein paar Mal im Buch erfahren hätte ok, aber dieser Konflikt war omnipräsent und zog sich manchmal enorm in die Länge.


    Diese Gefühlsduselei sorgte schließlich auch dafür das ich nur langsam im Buch voran kam, da interessante und spannende Szenen, immer wieder mit den gleichen Diskussionen endeten. Leider traf dies ebenso auf seine Freundin Lydia zu, welche ich stellenweise verstand, aber des Öfteren auch einfach nur nervig fand. Sie wirkte oftmals wir das 5. Rad am Wagen und machte es mir dadurch nicht unbedingt leicht, sie mit in die Geschichte zu integrieren.


    Rob konnte mich somit als Charakter nicht wirklich packen. Da war ich regelrecht froh, das es eben auch noch andere Charaktere, wie die literarischen Figuren. Hier blühte ich deutlich mehr auf, auch wenn ich leider eine Vielzahl der Figuren nicht kannte. Dies lag aber auch allein daran, das ich von Charles Dickens noch kein einziges Buch bisher gelesen habe. Sollte man es vorher tun? Entweder das oder sich vorher wenigstens ein wenig über ihn und seine Bücher informieren. Ich klammerte mich daher an bekannte Figuren und war hier begeistert, wie gut durchdacht sie in das Buch integriert wurden. Der fesselndste Aspekt war für mich der, das die herausgelesenen Persönlichkeiten, die Eigenschaften hatten, mit welchen der Herausleser, sie gerne gesehen hätte. Oder kurz gesagt: es waren eigene Interpretationen. Dadurch wurde dieser Teil des Buches mächtig spannend, zumal man und wieder auch etwas aus der Sicht der Kinderbuchheldin Millie Radcliffe-Dix erleben durfte.


    Natürlich stand die Frage im Raum, wie die Familie mit der Gabe ihres Sohnes umging ebenfalls ganz vorne. Tja, über Rob sagte ich bereits genug, doch was war mit den Eltern? Diese waren erstaunlicherweise sehr viel umgänglicher. Sie versuchten ihrem Sohn die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen und halfen ihm dabei seine hervorgelesenen Figuren wieder wegzulesen.

     

    Mit über 600 Seiten hätte ich trotzdem etwas mehr erwartet, zumal nachdem interessanten Einstieg, eigentlich alles unglaublich in die Länge gezogen wurde und erst auf den letzten 100 Seiten ordentlich Schwung in die Handlung kam. Das fand ich mächtig schade, da man viele Elemente viel eher hätte einbauen können. So hinterließ das Buch bei mir zwar den Wunsch mal ein Buch von Dickens zu lesen, aber gerade Rob Sutherland ganz schnell wieder zu vergessen.


     Fazit:


    „Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep“ war für mich leider wirklich nur sehr schwer greifbar. Zum einen liebte ich die Ideen im Buch, konnte aber mit der langgezogenen Handlung samt der stets gleichen Diskussionen überhaupt nicht angefangen. Auch mit dem Hauptcharakter wurde ich nicht warm, was vor allem daran lag, das er es war, der die stets gleichen Diskussionen führte. Dafür schätzte ich die literarischen Figuren, auch wenn sie es nicht schafften, dieses Buch in ein Highlight zu verwandeln.

  4. Cover des Buches Emilia Galotti (ISBN: 9783518188446)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Emilia Galotti

     (878)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Der Prinz hat ein Auge auf die bürgerliche Emilia Galotti geworfen, ohne zu ahnen, dass diese bereits vergeben ist. Dies erfährt er erst, als es schon fast zu spät ist. Es ist der Tag der Hochzeit zwischen Emilia und dem ihr Angetrauten. Doch auf dem Weg zur Eheschließung fallen die beiden einem vom Prinzen inszenierten Komplott zum Opfer und Emilia Galottis Zukünftiger stirbt. Als Emilias Vater davon erfährt, beschließt er, den Prinzen zu ermorden, richtet letztendlich aber seine eigene Tochter, um deren Ehre zu schützen. 

    Von vorne herein sei gesagt, dass ich ein großer Fan des bürgerlichen Trauerspiels bin, auch wenn diese meist im 21. Jahrhundert ihre Aktualität verloren haben. Das merkt man auch sehr stark bei diesem Werk von Lessing. Rückwirkend mag "Emilia Galotti" in seiner Entstehungszeit, den 1770er Jahren als politisches Mittel im Kampf gegen die übermächtige Herrschaft der Fürsten und die damaligen Ständekonventionen gut funktioniert haben. Allerdings hat ein junges Mädchen, dass freiwillig den Tod wählt, damit ihre Jungfräulichkeit und ihre Ehre geschützt bleiben, nicht mehr viel mit der Realität zu tun. Trotzdem ist und bleibt das Trauerspiel spannend. Tragik und das Bewusstsein darüber, dass mindestens eine:r der Protagonist:innen am Ende den Freitod wählen wird, drängen dazu weiterzulesen. Auch kann mich Lessing mit seiner Sprache überzeugen. Die Dialoge wirken keineswegs angestaubt und veraltet und machen beim Lesen immer noch Spaß. Kritik muss ich allerdings auch an den Protagonist:innen, allen voran Emilia Galotti, üben. Diese sind in meinen Augen wahrlich keine Sympathieträger:innen. Emilia war mir zu naiv und obwohl sie klug und intelligent gewirkt hatte, konnte ich ihr Handeln nicht immer nachvollziehen. Im Übrigen muss ich sagen, dass mich das Werk von den Figuren und der Handlung sehr stark an "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller erinnert. Der Vater, der meint alles besser zu wissen, die naive Tochter und der böse Handlanger, der am Ende alle Schuld in die Schuhe geschoben bekommt. 

    Wie dem auch sei, habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann Lessings Werk von Herzen weiterempfehlen, da es einen anschaulichen Einblick in den Geist und das Denken des 18. Jahrhunderts gibt. 

  5. Cover des Buches Vom Ende einer Geschichte (ISBN: 9783442748747)
    Julian Barnes

    Vom Ende einer Geschichte

     (234)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Sterneauswahl für diesen Roman ist mir schwergefallen. Wahrscheinlich läge diese irgendwo zwischen 3 und 4 und zwar deshalb: Einerseits hat mir der intelligente und sprachgewandte Stil von Julian Barnes sehr gefallen, obwohl mir wenige Male die Wortwahl (z.B. priapeisch oder solipsistisch) etwas gekünstelt vorkam. Dies mag jedoch auf den lexikographischen Hintergrund des Autors zurückzuführen sein. Etwas irritiert hat mich, dass die zentrale Person, Tony Webster, den Leser mehrere Male in Du-Form direkt anspricht. Diese vertraute Anrede ist nicht stimmig mit der persönlichen Einstellung des Protagonisten. Er beschreibt an einer Stelle, warum ihm sein Anwalt unter anderem sympathisch ist, nämlich weil er ihn nicht mit seinem Vornamen anredet und er allzu grosse Vertraulichkeit nicht schätzt. Vielleicht hängt dieser Punkt mit der Übersetzung aus dem Englischen zusammen, in dem die Unterscheidung zwischen Du und Sie nicht gemacht wird. Wobei ich die Übersetzung ansonsten als gelungen bezeichnen würde.

    Ich habe das Buch zwar gerne gelesen, weniger wegen der eigentlichen Story als vielmehr in gespannter Erwartung, welche Wendung diese Geschichte nimmt und welche psychologischen und philosophischen Ansätze daraus abgeleitet werden. Vom Ende einer Geschichte kann aber nicht die Rede sein, da sie alles andere als zu Ende ist.

  6. Cover des Buches Der Sandmann (ISBN: 9783423026840)
    E. T. A. Hoffmann

    Der Sandmann

     (701)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    „Aber die gräßlichste Gestalt hätte mir nicht tieferes Entsetzen erregen können, als eben dieser Coppelius. – Denke Dir einen großen breitschultrigen Mann mit einem unförmlich dicken Kopf, erdgelbem Gesicht, buschigten grauen Augenbrauen, unter denen ein paar grünliche Katzenaugen stechend hervorfunkeln, großer, starker über die Oberlippe gezogener Nase. Das schiefe Maul verzieht sich oft zum hämischen Lachen; dann werden auf den Backen ein paar dunkelrote Flecken sichtbar und ein seltsam zischender Ton fährt durch die zusammengekniffenen Zähne.“

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Vor vielen Jahren schon hat dieses kleine Reclam-Büchlein seinen Weg zu mir gefunden und wurde nun endlich zu meinem Halloween-Lesenacht-Buch 2020. Verbunden habe ich damit zuvor Horror, Grusel und den Namen E. T. A. Hoffmann. Mehr wusste ich tatsächlich nicht und habe entsprechend auch nur den Text auf dem Buchrücken als Inhaltsangabe hier übernommen, um auch anderen Lesern nicht vorzugreifen. Einzig noch der Hinweis, dass es sich dabei um eine „Erzählung in der Tradition des Kunstmärchens der Schwarzen Romantik (häufig auch als Schauerroman bezeichnet)“ handelt.

    Das erste was sofort auffällt ist der Schreibstil dieser Geschichte – erstmals 1816 veröffentlicht (ohne bestimmte Autorenangabe in Berlin als erste Erzählung in dem Zyklus Nachtstücke). Die Sätze sind teils recht lang, die Wörter oft anders geschrieben als wir es heute gewohnt sind und einige waren mir sogar gänzlich unbekannt. Trotz dieser etwas erschwerenden Umstände konnte mich die Geschichte schnell gefangen nehmen. Sie ist auf ihre Art spannend und faszinierend.

    Einen großen Anteil daran hat der Beginn der Geschichte, der aus 3 Briefen besteht, in denen Nathaniel – der Hauptcharakter – engen Freunden seine (Grund-)Lage schildert. Schnell wird man so mit den Charakteren bekannt gemacht und ebenso wie Nathaniel mit dem Mythos des Sandmannes in Berührung kam, welcher sein Leben für immer verändern sollte. Im Anschluss wird der Fortgang der Geschichte von einem fiktiven Erzähler weiter dargelegt.

    Hier kann ich guten Gewissens und mit etwas Erleichterung sagen: Es ist ein schönes Buch für die Halloween-Nacht, ruhig einschlafen konnte ich im Nachgang trotzdem! Der Grusel und Horror dieses Buches liegt nicht in persönlichen Ängsten, sondern in der Frage nach Wahrheit, Täuschung und Wahnsinn. Nathaniel ist definitiv nicht als sympathische Hauptfigur angelegt, dennoch ist man gespannt, man rätselt mit und ist nah an seinen Erlebnissen.

    Nach den 43 Seiten Haupthandlung schließt sich ein größerer Anhang an. Dieser enthält eine Editorische Notiz, ausführliche Anmerkungen, Literaturhinweise, sowie ein Nachwort. Spannend war für mich durchaus Letzteres, das viele Interpretationen, Hinweise und Motive des Autors darlegt, z. B. Kritik an Rollenbildern dieser Zeit. Die Erzählung ist derart vieldeutig, wie es auf den ersten Blick nicht den Anschein macht. Sie ist durchaus abstrus, aber trotzdem wohldurchdacht in ihrem Aufbau oder beispielsweise mit dem wiederkehrenden Augenmotiv, der Projektion einer Schauergestalt auf die Realität oder Schlüsselmomente einem traumatischen Erlebnis der Kindheit.

     

    》FAZIT:

    Diese faszinierende Erzählung hat einen tollen Aufbau und bietet vielfache Interpretationsmöglichkeiten, die es verdienen sich genauer mit ihnen auseinander zu setzen. Trotzdem ist es auch eine kurze Lektüre, wenn man sich mal wieder an einen Klassiker wagen möchte. Vor schlaflosen Nächten muss man, meiner Meinung nach, hier keine Sorge haben!

  7. Cover des Buches Faust (ISBN: 9783520863010)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust

     (3.358)
    Aktuelle Rezension von: LeserLeserin

    Ein Buch, dass ich alle paar Jahre wieder in die Hand nehme. 

  8. Cover des Buches Die Verwandlung (ISBN: 9783899196412)
    Franz Kafka

    Die Verwandlung

     (1.721)
    Aktuelle Rezension von: AntonWdN

    Gregor Samsa wacht eines Morgens in seinem Bett auf und hat sich in einen übergroßen Käfer verwandelt. Dieses ungewöhnliche Ereignis verändert das Zusammenleben mit Eltern und Schwester schlagartig und bestimmt es für viele Monate, bis zum Tod des Käfers. 

    Von Franz Kafka kannte ich bis jetzt nur eine kleine Erzählung (über einen Hungerkünstler), die mir nicht als besonders bemerkenswert aus der Schulzeit in Erinnerung geblieben ist. Ganz anders diese längere Erzählung über die Verwandlung des Gregor Samsa, sie ist umwerfend gut.  Sie wirkt abgrundtief verstörend, aus einem ganz einfachen Grund: Sie beginnt als Alptraum, aber der Alptraum endet nicht, wird nicht aufgelöst, es gib kein Erwachen. Der Alptraum geht in die Realität über, als Gregor, der Käfer, tot ist und die Erleichterung der übrigen Familienmitglieder, ihre Rückkehr ins normale Leben, geschildert wird. 

    Für mich ist das die beeindruckendste Erzählung die ich bislang gelesen habe und auf jeden Fall ein Grund dafür, mehr von Kafka zu lesen. 

    Was diese Ausgabe des Fischer Verlags zusätzlich so besonders lesenswert macht, ist das fast 60-seitige Nachwort von Vladimir Nabokov aus dem Jahre 1954. Es enthält eine ausführliche Textanalyse und offenbart auch interessante Ansichten Nabokovs (u.a. verachtet er Sigmund Freunds Psychoanalyse offenbar zutiefst:  "müssen ... wir alle Mythen außer Acht lassen, die Sexualmythologen unter Anleitung des Medizinmanns aus Wien in Kafkas Werk hineinlesen") sowie eine klare Einschätzung zur Bedeutung des literarischen Werks Kafkas ("Er ist der bedeutendste deutschsprachige Schriftsteller unseres Zeitalters; im Vergleich zu ihm sind Lyriker wie Rilke und Romanciers wie Thomas Mann (nur) Zwerge oder Gipsheilige.") Das nenne ich mal ein paar große Worte, gelassen ausgesprochen!! Ich teile nicht alle Ansichten von Nabokovs Analyse (seine Ansichten über Gregors Eltern und Schwester sind erschreckend negativ, was ich so beim Lesen nicht empfunden habe), aber allein die präzise Arbeit an / mit Kafkas Text beeindruckt mich so sehr, dass ich mir vorgenommen habe, demnächst ein Werk von Nabokov zu lesen.     

  9. Cover des Buches Zum Teufel mit Vampiren (ISBN: 9783802584619)
    Mary Janice Davidson

    Zum Teufel mit Vampiren

     (111)
    Aktuelle Rezension von: °bluemoon°

    Der neunte Teil der Betsy Taylor-Reihe geht damit weiter, dass Betsy immer noch ein schlechtes Gewissen wegen dem Tod ihrer Freunde hat und nicht mit der Situation umgehen kann. Dann schafft sie es auch noch, einen großen Streit mit ihrem Mann zu haben. 

     Da alles besser zu sein scheint, als weiter unglücklich mit ihrem Leben zu sein, begleitet sie ihre Schwester Laura. Diese soll - als Tochter des Teufels - die Hölle kennenlernen, da sie ansonsten wahnsinnig werden könnte. Für Betsy scheint dieser Ausflug genau das Richtige zu sein, um selbst auf andere Gedanken zu kommen. 

     Was die beiden dann allerdings alles erleben, übersteigt ihre kühnsten Erwartungen! Wird ihr Leben jemals das gleiche sein? Oder hat sich nun alles verändert? 

    Denn die beiden durchlaufen die Vergangenheit von Eric und Betsy und scheinen mehrmals gezwungen einzugreifen. Ob das so klug war? 


    Das Buch ist ganz anders als die Vorgänger. Der Humor ist schon deutlicher weniger, was mir vorherige Bände ja meistens hat weniger gefallen lassen. 

    Dafür ist dieser Band viel anspruchsvoller, hat Zeitreisen und die Überlegungen bzgl dieser, auf die es niemals Antworten geben wird. Wir lernen Dinge, die ich so nicht erwartet hätte. Und wir sehen eine Zukunft, die so schlimm geschildert wird, dass sie nie eintreten soll. Ob Betsy das schafft? 

    Was auch sehr anders war - wir haben einen richtigen Cliffhanger zum nächsten Band (gab es so in dieser Reihe bisher nicht) und er ist richtig böse und lässt extrem viele Fragen offen, was ich sehr gelungen finde. Großes Lob, so eine Wandlung in so einer Reihe passend zu vollbringen. 


  10. Cover des Buches Der Prozeß (ISBN: 9783899195880)
    Franz Kafka

    Der Prozeß

     (997)
    Aktuelle Rezension von: lilr

    Ich habe selten ein Buch gelesen, was mich derart in den Bann gerissen hat, wie dieser Klassiker von Franz Kafka! Ab dem ersten Kapitel wird man in die Gefühlswelt des Protagonisten Josef K. gerissen und fühlt am eigenen Leib die Verzweiflung, die Angst und das Elend die von dem Prozess ausgehen. Zeitweise musste ich das Buch beiseitelegen weil mich das Schicksal und die Wirrungen derart mitgenommen haben. Aber genau das ist die Meisterleistung Kafkas! Jeder neue Handlungsstrang überrascht mit neuen grotesken Elementen, die das Buch absolut "kafkaesk" machen. Ich empfehle einen Lektüreschlüssel für alle diejenigen, die das Buch ganz erschließen möchten, denn sowohl philosophisch, politisch, religionskritisch als auch autobiografisch überließ Kafka nichts dem Zufall. Ein Muss für alle Literaturfans! 

  11. Cover des Buches Frauen, die lesen, sind gefährlich (ISBN: 9783938045060)
    Stefan Bollmann

    Frauen, die lesen, sind gefährlich

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Books_mytruepassion
    https://booksmytruepassion.blogspot.com/2019/08/rezension-zu-frauen-die-lesen-sind.html#more
    In "Frauen, die lesen, sind gefährlich" zeigt uns der Autor Stefan Bollmann verschiedene Gemälde und Fotografien aus der Geschichte, die Frauen beim Lesen zeigen. Künstler wie Rembrandt, Vermeer oder Vincent van Gogh sind ebenfalls in dem Buch vertreten. Die Gemälde zeigen, dass Frauen auch schon im 11. Jahrhundert, und wenn nicht sogar schon eher, auf Gemälden zu sehen sind wie sie in Büchern lesen. Da es früher als gefährlich galt einer Frau das lesen zu erlauben oder sie dabei zu erwischen, haben diese Bilder eine sehr wichtige Bedeutung für die Gleichberechtigung der Frauen. Es werden verschiedene Gemälde näher Vorgestellt und die Ideen der Künstler erläutert.
    Die Einleitung des Buches ist unglaublich inspirierend und bereitet einen auf den Inhalt des Buches sehr gut vor. Man bekommt richtig Lust mehr über die Intentionen der Künstler zu erfahren. Das Buch ist kurz gehalten, bzw. gibt es meiner Meinung nach manchmal zu wenig Informationen zu den Gemälden und deren Künstlern. Aber im Großen und Ganzen gibt das Buch einen guten Einblick in das Thema Frauen und Bücher, was ich unglaublich faszinierend finde.
    Einige der Gemälde sind unglaublich schön und die Geschichten und die Bedeutungen dazu haben mir auch wahnsinnig gut gefallen. Eines meiner absoluten Lieblingsgemälde in dem Buch ist "Rosengarten" von Peter Severin Kroyer, dass die Frau des Malers zeigt, die in einem Liegestuhl sitzt und liest, während ihr Mann, der Maler, genau dieses Bild zeichnet und sie auf ihn wartet.
    Der Schreibstil in dem Buch ist ist sehr leicht verständlich und es werden auch keine künstlerischen Fachwörter verwendet, was ich sehr gut fand, da man dadurch auch als nicht Kunstliebhaber alles verstehen konnte.
  12. Cover des Buches Das Schloß (ISBN: 9783746765839)
    Franz Kafka

    Das Schloß

     (303)
    Aktuelle Rezension von: Frau_J_von_T
    In Kafkas "Das Schloss" begleitet der Leser den angeblichen Landvermesser K., welcher in ein Dorf am Fuße eines Schlosses kommt um dort zu arbeiten. 
    Schnell merkt er, dass Fremde im Dorf nicht gern gesehen sind und dass man sich dem Willen des Schlosses zu fügen hat, egal wie langsam die Mühlen der Bürokratie auch mahlen.

    Mir hat das Romanfragment Kafkas sehr gut gefallen. Auch wenn es nicht immer ganz leicht und flüssig zu lesen und stellenweise wirklich langatmig war, so konnte ich mich der Sogwirkung des Romans nicht entziehen. Obwohl die Figuren eher oberflächlich bleiben und vor alles sehr surreal wirkt, so kann man sich doch auch selbst sehr gut in K. hineinversetzen. Das ewige Bemühen an sein Ziel zu gelangen und immer wieder Steine in den Weg gelegt zu bekommen... Sich ohne Erfolg abzustrampeln... jeder kennt es irgendwie. 

    "Das Schloss" ist ein Roman auf den man sich voll und ganz konzentrieren muss, um nicht darin unter zu gehen. Man liest es nicht einfach mal eben nebenbei. 
    In dieser Ausgabe des Manesse Verlags, die nicht nur super aussieht, befindet sich am Ende noch ein Nachwort von Norbert Gstrein welches ich sehr interessant fand.
  13. Cover des Buches Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (ISBN: 9783100483430)
    Thomas Sprecher

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

     (291)
    Aktuelle Rezension von: Nickmeh

    Es fängt spannend an, wie man es bei Romanen von Mann gewohnt ist. 

    Er erzählt die Geschichte eines Jungen namens Felix Krull, der schon früh für sich entdeckt, wie man durch Lügereien, im Leben etwas erreichen kann. Vor allem der Anfang (bis hin zur Mitte) ist interessant: Felix wird in wohlhabenden Verhältnisse groß, da sein Vater sich aber verspekuliert, todkrank wird und letztlich früh verstirbt, muss er mit seiner Mutter nach Frankfurt ziehen, die in der Nähe des hiesigen Bahnhofsviertels, eine kleine Pension eröffnet. Nach einer Weile wird Felix Hotelpage in einem renommierten Pariser Hotel. Er kommt mit seiner eleganten und redegewandten Art gut bei den Gästen an. Mich als Leser hat immer seine Sensibilität in Bezug auf Natur und Tierwelt imponiert, was vielleicht verwundert, wenn man bedenkt, wie lügnerisch, betrügerisch und kaltschnäuzig Felix zuweilen ist.


    Nach einer Zeit macht er dann eine Weltreise, unter einer falschen Identität. Ihm führt es zuerst nach Lissabon. Nur von dieser Station bekommen wir etwas mit. Der Roman endet abrupt wie zusammenhanglos. Vom Ende bin ich daher wirklich enttäuscht.

  14. Cover des Buches Asterix der Gallier (ISBN: 9783770430734)
    René Goscinny

    Asterix der Gallier

     (222)
    Aktuelle Rezension von: Almeri

    Im Band eins erfährt man, wer in dem Taschenbuch alles mitwirkt und warum die Römer es so schwer haben, ein kleines Dorf in Gallien, nicht einnehmen zu können. Ein spezieller Zaubertrank – gebraut vom ehrwürdigen Druiden Miraculix, verhilft dem Asterix, ein kleiner listiger Krieger und seinen Dorfbewohner zu starken Kräften. Mit wunderschönen Illustrationen und lustigen Sprechblasen. Ich bin wundervoll unterhalten worden.

  15. Cover des Buches Medea (ISBN: 9783518189108)
    Christa Wolf

    Medea

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Avalee

    "Die Medea der griechischen Tragödie, die Barbarin, Giftmischerin, die rachsüchtige Mörderin." Das bescheibt den eigentlichen Mythos der "Medea". Man könnte noch "Kindsmörderin" und "Verräterin" hinzufügen, die aus überschwänglicher und plötzlicher Liebe zu Jason handelt und dann bitter enttäuscht wird, ohne sich dabei das "Wilde" nehmen zu lassen. Eben eine dominante Frau, die es nicht unbedingt einfach hat. Aber, wie schon erwähnt, ist das der eigentliche Mythos.

     

    "Medea. Stimmen" erzählt die Geschichte etwas anders. Denn Christa Wolf schreibt nicht direkt den Mythos, sondern versucht darzustellen, wie sich der Mythos entwickelt haben könnte.

    Zum Titel selbst lässt sich sagen, dass "Medea." wohl der Teil ist, dem jedem zeigt, dass es um den Mythos geht. "Stimmen" wurde hinzugefügt, weil die Geschichte von 6 Stimmen erzählt wird. Nämlich aus den Sichten von

    • Medea: Kolcherin. Tochter des Königs Aietes und der Idya. Schwester der Chalkiope und des Absyrtos
    • Jason: Argonaut, Schiffsführer der "Argo"
    • Agameda: Kolcherin. Vormals Medeas Schülerin
    • Akamas: Korinther. Erster Astronom des Königs Kreon
    • Leukon: Korinther. Zweiter Astronom des Königs Kreon
    • Glauke: Korintherin. Tochter des Königs Kreon und der Merope

    Zum Inhalt: Auch in dieser Fassung von "Medea" ist Medea mit Jason verheiratet und hat zwei Kinder. Mit ihrer Entdeckung der Knöchelchen der Tochter (Iphinoe) des Königs (Kreon) von Korinth in einem geheimen Raum des Schlosses und die damit zusammenhängende Geschichte, beginnen diejenigen, die davon wissen, sich gegen sie zu stellen. Denn der schon Jahre zurückliegende Mord der Königstocher wird in Korinth vertuscht. Hier heißt es, sie wäre über Nacht mit einem ansehnlichen Mann durchgebrannt und würde nun andernorts ein glückliches Leben führen. In Wirklichkeit wurde das Mädchen aber geopfert, um die Machtstellung des Königs zu sichern. Dabei war Medea doch extra mit Jason aus ihrer Heimat Kolchis geflohen, weil dort ihr jüngerer Bruder geopfert worden war, um die Stellung ihres Vaters zu sichern und sie mit diesem Umstand und ihren Schuldgefühlen nicht mehr dort leben konnte. Nun, da sie hier in Korinth eine ganz ähnliche (wenn auch geheime) Story in Erfahrung bringt, beginnt ihr Unglück. Dass sie eine sehr selbstbewusste Frau ist, kann ihr dabei auch nicht helfen - außer es besser zu ertragen. Sie wird dem Schloss verwiesen, Gerüchte um den Mord an ihrem eigenen Bruder machen die Runde und sie wird zum Sündenbock für alle schlimmen Ereignisse. Nur ein Gutes findet sich kurzfristig: Sie verliebt sich in einen Künstler.

    Meiner Meinung nach ist dieser Roman eine gelungene Vorgeschichte des Mythos "Medea". Da ich auch die Fassungen des Mythos von Euripides und Grillparzer gelesen habe, ebenso wie eine etwas eigenwilligere Variante von Dea Loher, hatte ich bereits den Grundmythos im Kopf und wusste, was geschehen müsste. Mir hat sehr gefallen, dass diese Version ganz anders erzählt wird und doch in gewisser Weise am Mythos festhält. Hier wird deutlich, wie sehr die Historie durch Hörensagen und Weiterreichen verfälscht werden kann. Beispielsweise ist Medea in "Medea. Stimmen" einfach bewandert, was Heilmittel betrifft und schafft es, viele Leute erfolgreich zu behandeln. Da Medea aber der Sündenbock für alles wird, wird diese eigentlich gute Tatsache für die Korinther natürlich schlecht gemacht und sie wird (auch wegen eines weiteren gerüchtegeschwängerten Vorfalls gegen Ende) zur "Giftmischerin".
    Mir persönlich gefällt zudem die Form eines Romans auch besser als die eines Dramas. Natürlich hat das nichts mit der Geschichte an sich zu tun, denn Dramen können schließlich auch sehr gut sein - aber dennoch ist das ebenfalls ein Pluspunkt für mich.

    Von den mir bekannten für mich persönlich die beste "Medea"-Fassung.

  16. Cover des Buches Denglisch for Better Knowers: Zweisprachiges Wendebuch Deutsch/ Englisch (ISBN: 9783548375366)
    Adam Fletcher

    Denglisch for Better Knowers: Zweisprachiges Wendebuch Deutsch/ Englisch

     (31)
    Aktuelle Rezension von: eleisou
    Das Buch an sich hatte eine humorvolle Seite, ich denke aber nicht das es letztendlich etwas ist was man unbedingt haben muss. Es werden deutsche Begriffe ins Englische übersetzt und zwar "haargenau" und inkorrekt was humorvoll rüberkommt, das allerdings auch nicht immer. Das Buch ist ziemlich klein, mach hat es schnell durch, da jede Sprache etwa 120 Seiten umfasst. Die Skizzen ab und zu sind lustig und frischen das Buch auf. 
    Im Endeffekt ist es nicht etwas was ich unbedingt weiterempfehlen würde, ein witzige Idee das schon, zum Zeitvertreib mal schön und gut aber nichts atemberaubendes. Deswegen dieses mal nur 2 Sterne von mir.
  17. Cover des Buches Astrid Lindgren (ISBN: 9783650255266)
    Birgit Dankert

    Astrid Lindgren

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Wer kennt sie nicht, die Kinderbücher der Astrid Lindgren - Pippi Langstrumpf, Karlsson vom Dach, Kinder von Büllerbü usw.?

    Mit dieser Biografie hat die Autorin ein interessantes Zeitdokument vom Werk und der Person Astrid Lindgren geschaffen. Birgit Dankert geht es wissenschaftlich an. Schön, klar strukturiert reiht sich Kapitel um Kapitel aneinander. Unterstützt durch viel Zitate, die Lust auf die einzelnen Bücher machen (sollen) und Auszüge aus Briefen und Tagebücher, wird ein Bild von Lindgren gezeichnet, das vielleicht noch nicht so bekannt ist. Dass sie ihren eigenen Sohn zu Pflegeeltern geben musste, habe ich bislang nicht gewusst.

    Gut herausgearbeitet sind die Querverbindungen von Lindgrens Leben zu ihren Werken. Die eine oder andere traumatische Erfahrung hat sie in einem (Kinder)Buch verarbeitet, wohl wissend, dass es Menschen mit ähnlichen Schicksalen gibt.

    Dass dennoch ein paar Fragen offen geblieben sind, stört nicht weiters, da meiner Ansicht nach, nicht jede Person bis ins Kleinste öffentlich gemacht werden muss. Jeder hat ein Anrecht auf Wahrung seiner Persönlichkeit.

    Eine informative, sehr sachliche und übersichtliche Biografie, die es wert ist, gelesen zu werden.
  18. Cover des Buches Deutschland schafft sich ab (ISBN: 9783421045454)
    Thilo Sarrazin

    Deutschland schafft sich ab

     (140)
    Aktuelle Rezension von: HannaIcecream

    Dieses Buch ist sehr lesenwert und leicht zu lesen. 

  19. Cover des Buches Die Erzählungen (ISBN: 9783596903719)
    Franz Kafka

    Die Erzählungen

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Erinnye
    Dass Buch ist zusammengesetzt aus vielen verschiedenen Texten von Kafka. Dies reicht von kurzen, einseitigen Erzählungen bis hin zu mehrseitigen Geschichten. Dabei gelingt es Kafka thematisch zwar immer innerhalb eines gewissen Stils zu bleiben, jedoch wiederholt er sich nicht. Jede seiner Schriften hat für sich gesehen eine individuelle Daseinsberechtigung und sagt etwas Anderes aus. Diese Aussage zu verstehen ist bei Kafka natürlich immer so eine Sache. Es bleibt ein Rätsel, ob man die Erzählung so versteht, wie der Autor sie gedacht hatte - jedoch macht dies auch den Spaß an seinem Schreibstil aus. Vielfach interpretierbar, aber auch einfach nur genußvoll lesen und die Prosa bestaunen.. dies alles ist möglich bei diesem Autor. Die Geschichte, die mich persönlich am meisten beeindruckt hat, ist die, die von einem neurotischen Maulwurf erzählt, der um seinen Bau fürchtet, gleichzeitig aber auch davor zurückschreckt ihn wieder zu betreten, wenn er zwecks Vorratsbeschaffung nach draußen muss. Kafka gelingt es, über mehrere Seiten hinweg kein einziges Mal das Wort "Maulwurf" zu benutzen und lässt somit offen, ob es nicht doch eine Wühlmaus oder ein Hamster ist, das ist auch egal, stellt es doch eine hervorragende Metapher dafür dar, dass es bei Kafka nicht um festgesetzte Personen geht, sondern lediglich um die Aussage, die er mit seinem Text tätigen will. Natürlich waren auch so berühmte Geschichten wie "Die Verwandlung" und viele Andere vertreten. Um Kafka zu lesen sollte man eine gewisse Konzentration mitbringen, es ist aber auch dann sicher nicht etwas für jedermann. Man muss den kafkaesken Stil einfach mögen. Tut man dies, dann erscheint einem diese Sammlung von Erzählungen einfach als ein einmaliges Stück Literatur und seine poetischen Texte als wahre Kunst für sich. Immer wieder lesen, immer wieder neu interpretieren, immer wieder neu erleben.
  20. Cover des Buches Das Wetter vor 15 Jahren (ISBN: 9783423136853)
    Wolf Haas

    Das Wetter vor 15 Jahren

     (176)
    Aktuelle Rezension von: BeaMilana

    Sehr witzige, klug gebaute Liebesgeschichte, die im Dialog zwischen einer Literaturkritikerin und dem (fiktiven) Autor Wolf Haas erzählt wird. Während des Interviews offenbart der Erzähler nach und nach die Geschichte von Vittorio Kowalski und seiner Jugendliebe Anni, die er nach fünfzehn Jahren in einem österreichischen Alpendorf kurz vor der Hochzeit wiedertrifft. Dabei kommt man aus dem Schmunzeln nicht heraus, so scharfsinnig, lakonisch fein und vieldeutig sind die Anspielungen, bei denen der Autor mit manchen Begriffen spielt, sich selbst dabei nicht immer Ernst nimmt.

    Mich hat dieser ungewöhnliche Roman (sein Stil, seine verschiedenen Erzählebenen, der spritzige Dialog) begeistert und amüsiert.

     "Geht man vom äußeren Augenwinkel einen Zentimeter nach unten, kommt man zum Backenknochen. Und dann, in gerader Linie weiter, noch einen Zentimeter. Dort hat Anni mich hingeküsst."

    Für Das Wetter vor 15 Jahren erhielt Haas 2006 den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis.
  21. Cover des Buches Asterix 25 (ISBN: 9783841390257)
    Albert Uderzo

    Asterix 25

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Luise_Kenner

    Inhalt:

    Asterix und Obelix werden zur Hilfe gerufen, weil sich ein gallisches Dorf zerstritten hat und nun mit einem Graben in seiner Mitte leben muss. 

    Meinung:

    Ich habe Asterix und Obelix schon als Kind geliebt und lese sie auch als erwachsene immer wieder gerne. Ich finde es sehr spannend, wie es René Goscinny,  und Albert Uderzo schaffen, Themen so zu vermitteln, dass sie kindgerecht sind, für erwachsene aber noch mal eine ganz andere Ebene aufzeigen. Schließlich wird irgendwo auf der Welt ständig ein Graben ausgehoben, eine Mauer gebaut oder eine Grenze errichtet.

    In diesem Teil wir das Thema mit viel Witz und den gewohnten Asterix und Obelix Marotten verpackt, sodass groß und klein viel Spaß beim lesen haben werden.

    Fazit:

    Lese ich immer wieder gerne einfach wunderbar! 



  22. Cover des Buches Faust. Der Tragödie zweiter Teil (ISBN: 9783736400016)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust. Der Tragödie zweiter Teil

     (321)
    Aktuelle Rezension von: PhaedrusBold

    Der sehr anspruchsvolle Schreibstil Goethes machte mir das Verstehen des sowieso schon abstrusen Inhalts quasi unmöglich. 

    Sehr wahrscheinlich muss man sich schlichtweg intensiver mit dem Werk beschäftigen, als ich das getan habe. Jedoch hatte ich nach dem Lesen nicht den Drang mich mehr reinzuarbeiten.

    Trotzdem für mich ein 2-Sterne Werk, da mich der Stil von Goethe Stellenweise begeistern konnte.

    Insgesamt war ich sehr froh das Buch ad Acta legen zu können. Meiner Meinung nach sollte man sich mit dem ersten Teil zufrieden geben und um den zweiten einen Bogen machen.

  23. Cover des Buches Educating Rita (ISBN: 9783150090404)
    Willy Russell

    Educating Rita

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ursprünglich musste ich dieses Buch in der Oberstufe lesen, anfangs war ich durchaus misstrauisch, aber am Ende konnte ich dieses Buch definitiv ins Herz schließen. Ich liebe englische Bücher, ich habe Rita und Frank gemocht und auch den Handlungsverlauf empfand ich als sehr interessant.
  24. Cover des Buches Interpretationen: Dostojewskijs Romane (ISBN: 9783150175293)
    Birgit Harreß

    Interpretationen: Dostojewskijs Romane

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Es geht um die "großen Fünf". Außerordentlich gewinnbringende Werkdeutungen verschiedenster Intention. Ich kam nicht selten ins Staunen. Macht neugierig auf die Werke. Dieses Büchlein enthält mit Sicherheit viele Entscheidungsanregungen für jemanden, der sich für eines der Werke vorerst entscheiden möchte. mehr http://dostojewski.npage.de/

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