Bücher mit dem Tag "interpretation"
10 Bücher
- Serena Valentino
Disney Villains 2: Das Biest in ihm
(420)Aktuelle Rezension von: JS__VesperaNach dem ersten Teil war ich richtig gespannt, wie Serena Valentino die Geschichte um das Biest aus Die Schöne und das Biest umsetzt. Auch hier schafft sie es wieder genial, dem bekannten Charakter eine ganz neue, tiefgründige Facette zu verleihen.
Man versteht plötzlich so viel besser, warum der Prinz so verbittert und arrogant geworden ist und wie die Magie der schrecklichen Schwestern im Hintergrund ihre Fäden zieht. Der Schreibstil ist gewohnt einnehmend, düster und lässt sich super flüssig lesen. Für Disney-Fans, die Lust auf die dunkleren Hintergründe ihrer Lieblingsmärchen haben, absolute Pflichtlektüre!
- H.G. Parry
Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep
(91)Aktuelle Rezension von: MadameBuchfeinDas Buch ist erstaunlicherweise aus der Sicht des Bruders, von Rob, geschrieben und nicht von Charles, der die Fähigkeit hat Figuren aus Büchern herauszulesen.
Diese Fähigkeit finde ich wirklich faszinierend, da die Figuren nicht einfach da sind, sondern sie nehmen mehr oder weniger die Erinnerungen usw. von Charles auf, was natürlich wiederum die Figuren beeinflusst. Auch kann er Ihnen Fähigkeiten andichten, wenn er etwa über Theorien brütet, mit denen er sich als Literaturprofessor beschäftigt. Dadurch kann es auch mal etwas gefährlicher werden..
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Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass die Figuren nicht 17, sondern erwachsen sind und mitten im Leben stehen, wobei das bei Charles wohl etwas weniger der Fall ist als bei Rob.
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Der Schreibstil ist sehr flüssig und hat mich gerade so durch die Geschichte fliegen lassen.
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Das erstaunliche an dem Buch ist.. es ist definitiv Fantasy - ich meine lebende Figuren aus Romanen? Es muss Fantasy sein! Aber es fühlt sich absolut real an, als ob z.B. die liebe Millie auch gleich bei mir vor der Tür stehen könnte um zum Kaffeetrinken zu kommen.
Mit den Charakteren habe ich mich so verbunden gefühlt und ich habe einfach dazu gehört.
Außerdem ist es mal eine ganz andere Art gewesen, die Welt aus Bücher zum Leben zu erwecken und sie zu erleben.
- Katerina Poladjan
Goldstrand
(57)Aktuelle Rezension von: Miamou"Goldstrand" ist kein Roman, den man einfach liest und wieder zuklappt. Er lässt viele Fragen offen – vor allem die, was von Elis Erzählungen tatsächlich Erinnerung ist und was vielleicht seiner Fantasie entspringt. Genau das hat mich während des Lesens öfter beschäftigt.
Eli, ein alternder Filmregisseur, erzählt seiner Therapeutin seine Familiengeschichte. Dabei hatte ich immer wieder gefragt, ob er Erinnerungen schildert oder sie als Szenen insziniert. Vielleicht sucht er unbewusst nach einer Geschichte für einen neuen Film – schließlich wird deutlich, wie sehr ihn beschäftigt, dass er seit langer Zeit keinen mehr gedreht hat. Der Roman wirkt dadurch stellenweise fast wie ein Filmskript: kurze Szenen, knappe Dialoge und Bilder, die mehr andeuten als erklären.
Besonders gefallen hat mir Poladjans Stil. Mit wenigen, prägnanten Sätzen schafft sie es, Figuren und Stimmungen entstehen zu lassen, ohne alles auszuerklären. Die kurzen Dialoge haben eine große Wirkung, weil oft gerade das Ungesagte am meisten erzählt. Ich mag Bücher, die ihren Leserinnen und Lesern zutrauen, zwischen den Zeilen zu lesen – und genau das tut "Goldstrand".
Eli selbst hat bei mir gemischte Gefühle ausgelöst. Einerseits tat er mir leid: Er wirkt einsam, orientierungslos und hängt seiner Vergangenheit nach. Andererseits hatte ich immer wieder das unterschwellige Gefühl, dass er die Verantwortung für sein Leben eher bei den Umständen und anderen Menschen sucht als bei sich selbst. Gerade diese Ambivalenz macht ihn als Figur interessant, aber auch ein wenig anstrengend.
Auch das offene Ende hat für mich gut zum Roman gepasst. Es gibt keine einfachen Antworten und keine endgültige Auflösung. Es bleibt eine melancholische Stimmung und die Frage, wie sehr wir unsere Erinnerungen eigentlich selbst erzählen und formen.
"Goldstrand" lebt weniger von seiner Handlung als von seiner Sprache und Atmosphäre. Wer einen klaren Plot mit eindeutigen Antworten sucht, wird vielleicht nicht ganz glücklich. Wer aber poetische, klug komponierte Romane mit viel Raum für eigene Gedanken mag, sollte diesem Buch eine Chance geben.
- Robert Gwisdek
Der unsichtbare Apfel
(71)Aktuelle Rezension von: ArtVandaleyDer junge Igor hatte eine schwere Kindheit, was zu Beginn des Buches ausführlich geschildert wird. Irgendwann beschließt er, 100 Tage im Dunkeln in einem Raum zu leben, was zu einer Reise zu sich selbst führen soll und in einer Art surreales Märchen, in der er viele Prüfungen und Abenteuer zu bestehen hat, mündet. Der Autor schreibt sprachgewandt und arbeitet mit zahlreichen Metaphern, wodurch man ständig den Drang verspürt, die Geschichte zu interpretieren. Mir ist das jedoch nicht gelungen und mir kam es zeitweise sehr langwierig vor, mich durch die Handlung zu arbeiten. Das ist schade, denn ein kreatives Werk ist das Buch allemal.
- Sophie Stein
Der neunte Kreis
(2)Aktuelle Rezension von: sarah83sbookshelfOnd ist straffällig geworden. Doch in der Zukunft geht man nicht mehr ins Gefängnis, sondern man wird therapiert. Eine Stunde. Dann ist man resozialisiert. So heißt es. Was Ond und Vasu danach blüht, gleicht einem Höllentrip, denn mit einer Stunde ist es nicht getan.
Erinnerungen, Bilder, Handlungen, alles ist überlagert. Alles ist verschwommen. Was ist real? Was ist die Hölle?
Das Buch in einem Beitrag zusammenzufassen ist äußerst schwer. Durch die verschiedenen Ebenen, die mal ernst, mal tragisch, aber auch mal lustig, dann aber auch unheimlich verstörend wirken, wird man als Leser wie bei einer Achterbahn immer wieder durchgeschüttelt. Glaubt man, den roten Faden gefunden zu haben, wechselt die Szenerie und man muss sich neu orientieren und das fällt zunehmend schwerer.
Erzählstränge wechseln sich mit Briefen und Tagebucheinträgen ab und der Vergleich mit Dantes "Göttlicher Komödie" wird immer verständlicher.
Ironie, Sarkasmus, Kritik und Zukunftsvisionen, das alles findet man auf gut dreihundert Seiten, wenn man nicht zu zart besaitet ist. Denn das Buch fordert, den Geist, das Verständnis und auch die Anpassungsfähigkeit beim Denken. Nie ist man sicher, nie ist der Weg gradlinig.
Die Autorin schüttelt den Geist des Lesers kräftig durch und regt ihn zum Denken an.
Wie kann die Zukunft aussehen?
Wie gehen wir damit um?
Was passiert mit Menschen, die anders denken?
Sie wirft sehr viele Fragen auf, auch wenn mir die Umsetzung an vielen Stellen zu heftig ist.
Aber vielleicht braucht es gerade intensive Bilder, um den Geist zu schärfen? Vielleicht braucht es den berühmten Finger auf der Wunde, um gehört zu werden.
Sicherlich ist es kein Buch, was man nebenbei liest und auch kein Buch für jeden. Doch wer sich mit Ideen auseinandersetzen will, sollte dieses Buch zur Hand nehmen, so verstörend es zuweilen auch ist.3,5 von 5 Kreisen
- David Constantine
Wie es ist und war
(5)Aktuelle Rezension von: Thomas_LawallStans Nachbarn haben einen alten Kirschbaum gefällt und ihm einen Teil davon überlassen. Seinem Freund Jack, der immer auf der Suche nach gutem Holz zum Schnitzen ist, bringt er ein schönes Stück mit. Dessen Frau Ev ist begeistert und hat sogleich einen Verwendungszweck anzumelden. Einen schönen Leuchtturm kann sie sich vorstellen. Mit einem Blinklicht und "unten herum ein paar Wellen". Schließlich soll es ja echt aussehen. Doch ihr Mann hat längst beschlossen und auch schon angefangen, ein völlig anderes Objekt zu schnitzen. Eine Meerjungfrau ...
Mr. Silverman hält Vorträge und ist erfolgreich in einem nicht näher beschriebenen Gewerbe tätig. Er kämpft mit seiner Distanz zu den Menschen und ist auf der Suche nach seiner Seele. Hat er etwa keine mehr? Und was ist mit seinen begeisterten Zuhörern? "War es wirklich niemandem aufgefallen?" Man hat den Eindruck, es könnte eskalieren ... was es am Ende schließlich tut.
Großartig auch die Geschichte rund um einen Mann namens Owen, der nachts eine seltene Pflanze bewacht und gerne ausgefallene Ausflüge unternimmt. Höchstes Glück und Erkenntnis findet er während Übernachtungen in Höhlen. Auch als seine Freundin und Bewunderin Lou ein solches Erlebnis mit ihm teilen darf. Hier zieht der Erzähler alle Register, indem er den archaischen Geräuschen grundsätzliche Bedeutung beimisst. "Aus fernen Zeiten und Räumen" scheint ein unsichtbarer Wasserfall zu erklingen. "Der Klang, den sie hörten, war der Nachhall, in dem noch der erinnerte Schrecken der Schöpfung mitschwang."
Dazu passt die Erkenntnis des Mannes auf jener "Insel", die er in einem Brief notiert. Er ist davon überzeugt und hat sogar Beweise dafür gefunden, "dass im Herzen des Lebens das Grauen lauert". Auch mit Beobachtungen wie dem "Raum hinter ihren Augen", dem "Phänomen des unzureichenden Grundes" oder der Erkenntnis, dass nach "uralten Gesetzen" alles wieder neu beginnt, sobald "das Versehen unserer Existenz korrigiert ist", kann der Autor faszinieren und erschrecken zugleich.
Man mag diese Erzählungen jeweils wie eine vordergründige Geschichte lesen, um zwischen den Zeilen weitere zu entdecken. Es sind jene unaussprechlichen Dinge wie Erinnerungen und Sehnsüchte, die sich mit zunehmendem Alter und der damit verbundenen, oder je nach Sichtweise erzwungenen, Lebenserfahrung mehr oder weniger summieren. Völlig unabhängig davon, ob man will oder nicht.
David Constantine legt feinste Empfindungen frei und nicht selten liegen die Nerven blank. Das, was man verloren geglaubt hat, ist es vielleicht gar nicht. Die erlebte Zeit ist vergangen, man hat sie gelebt. Und doch ist die Erinnerung präsent und lebt mitunter auf, wie jene "Katja im Eis", eine junge Liebe, welche die Zeit nicht überdauerte.
Allerdings gibt es auch Geschichten wie "Charis", die sich einem unmittelbaren Zugang verweigern. Wer keine Lust verspürt, den intellektuellen Rätseln Folge zu leisten, alles in Frage zu stellen oder zu zerreden, setzt halt einfach zum Sprung an. Überspringen darf man auch Ausrutscher wie "zerstäubte Pisse", die sich auf die allgegenwärtige Musik auf einem Flughafen bezieht.
Ein Hauch von Tragik liegt in der Luft, aber trotz allem Unbill schafft es der Autor mitunter, seine komplexen Erwägungen in einem, zumindest angedeuteten, hellen, hoffnungsvollen Licht erscheinen zu lassen. Der Weg zur Verzweiflung und zum Scheitern ist jedoch in aller Regel nicht weit. Die Ambivalenz der Dinge bleibt, trotz positiver Schwingungen. Selten als wegweisender Rettungsring. Eher öfter als Scheitern. Eben so wie es ist und war. - Michael Lammers
Interpretationshilfe Deutsch / THOMAS BRUSSIG: Am kürzeren Ende der Sonnenallee
(0)Noch keine Rezension vorhanden - Alexander Stroh
Mein erster Schützling
(11)Aktuelle Rezension von: buecherwuermchen_lauDieses Kinderbuch hat es mir tatsächlich nicht einfach gemacht. Nachdem ich es gelsen habe, musste ich erstmals alles überdenken. Irgendwie habe ich lange gebraucht um die richtigen Worte zu finden.
Vom Cover her hat es mich sehr neugierig gemacht und mein Interesse geweckt, da ich mir nicht vorstellen konnte welche zusammenhänge aufeinander treffen.
Es geht um einen kleinen Jungen, auf einer felsigen Insel, der auf dem Weg ist zur anderen Seite....zum Neuanfang! Er wird von seinem Begleiter behütet und beschützt, dass er ohnr Angst weiter geht.
Ich finde an sich, die Illustrationen schön erstellt, wobei der Begleiter mir schon etwas unheimlich vorkommt. Es gibt ja auch Kinder, die ängstlicher sind. Noch dazu ist diese Thematik Tod/Abschied und Neuanfang, ja doch ein sehr schwieriges Thema und ich selbst habe etwas gebraucht, um das Buch richtig aufzufassen. Ich denke schon das zu dem Band viel erklärt werden muss, damit die Botschaft richtig aufgefasst werden kann.
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