Bücher mit dem Tag "intrige"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "intrige" gekennzeichnet haben.

563 Bücher

  1. Cover des Buches Game of Thrones (ISBN: 9783734163968)
    George R. R. Martin

    Game of Thrones

    (5.521)
    Aktuelle Rezension von: KlaraWg

    „A Song of Ice and Fire“ Game of Thrones ist eine beeindruckende und zugleich anspruchsvollste Fantasy-Reihen der Gegenwart. Der Autor erschafft eine düstere, realistische Welt voller Machtkämpfe, Intrigen und moralisch ambivalenter Figuren, in der es keine strahlenden Helden und kaum eindeutige Wahrheiten gibt. Gerade die enorme Tiefe der Charaktere macht den besonderen Reiz aus: Jede Figur handelt aus nachvollziehbaren Motiven heraus, selbst dann, wenn diese grausam oder egoistisch erscheinen.

    Die Handlung ist geprägt von politischen Ränkespielen, überraschenden Wendungen und einer ständigen Bedrohung durch Gewalt und Verrat. Drachen, uralte Mächte und mythologische Elemente sind zwar vorhanden, stehen jedoch nie im Vordergrund, sondern fügen sich organisch in die komplexe Welt ein. Dadurch wirkt die Geschichte ungewöhnlich glaubwürdig, erwachsen und beklemmend.

    Der Einstieg fiel mir allerdings schwer. Die teilweise sehr derbe, rohe Ausdrucksweise sowie die explizite Darstellung von Gewalt haben mich zunächst abgeschreckt, so sehr, dass ich mehrfach neu beginnen musste. Den Stil war stellenweise vulgär, drastisch und mitunter repetitiv. Dabei hängt die Wortwahl stark von der jeweiligen Perspektivfigur ab, aus deren Sicht das Kapitel erzählt wird, was die Unterschiede im Ton erklärt, aber nicht unbedingt angenehmer macht.

    Im Vergleich zur Fernsehserie „Game of Thrones“ sind viele Szenen in den Büchern sogar noch deutlich direkter und expliziter formuliert, sowohl in Bezug auf Gewalt als auch auf Sexualität. Diese sprachliche Härte passt zwar zur gnadenlosen Welt der Geschichte, ist jedoch nicht für jeden leicht zu lesen. Auch der Schreibstil selbst ist nicht unbedingt überwältigend, sondern eher nüchtern und funktional. Seine Stärke liegt weniger in sprachlicher Schönheit als in der erzählerischen Wucht und Komplexität der Handlung.

    Hat man sich jedoch eingelesen, entfaltet die Reihe eine enorme Sogwirkung und belohnt mit außergewöhnlicher Spannung, vielschichtigen Figuren und einer epischen Geschichte, die lange nachwirkt. Für Leserinnen und Leser, die politische, düstere und anspruchsvolle Fantasy schätzen, gehört „A Song of Ice and Fire“ zweifellos zu den herausragendsten Werken des Genres.

  2. Cover des Buches Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen (ISBN: 9783423718493)
    Sarah J. Maas

    Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

    (3.723)
    Aktuelle Rezension von: Einhornprinzessin

    A Court of Thorns and Roses (ACOTAR) – ⭐⭐⭐☆☆ (2,5–3/5 Sterne)


    Ich weiß, dass ich mich mit dieser Rezension vermutlich ziemlich unbeliebt mache. Nachdem mir das Buch unzählige Male empfohlen wurde und ich meinen ersten Leseversuch sogar abgebrochen hatte, habe ich mich schließlich doch dazu durchgerungen, es komplett zu lesen.


    Das Positive zuerst: Sarah J. Maas hat eine wunderschöne Fantasywelt erschaffen. Das Worldbuilding ist für mich ganz klar die größte Stärke des Buches und letztlich auch der Hauptgrund gewesen, warum ich weitergelesen habe. Ich liebe Fantasy und Märchen seit meiner Kindheit, und die deutlichen Die Schöne und das Biest-Vibes haben mir sehr gut gefallen. Die Welt wirkt gleichzeitig faszinierend, magisch und grausam, und die Grundidee der Geschichte hat definitiv Potenzial.


    Mit der Protagonistin Feyre hatte ich allerdings so meine Schwierigkeiten. An vielen Stellen empfand ich sie als etwas anstrengend und recht eindimensional. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Häufig hatte ich das Gefühl, dass sie – bewusst oder unbewusst – gefährliche Situationen geradezu sucht. Ihr Verhalten wirkt oft impulsiv und teilweise sogar selbstschädigend. Positiv hervorheben möchte ich jedoch, dass die Autorin diesen Charakterzug durch Feyres Vergangenheit und ihre Familiensituation nachvollziehbar begründet. Dadurch konnte ich zumindest verstehen, warum sie sich immer wieder für Menschen aufopfert, die sie eigentlich kaum kennt.


    Auch sprachlich konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Satzbau und Ausdruck wirken insgesamt recht simpel, die Erzählweise ist stellenweise repetitiv, und viele Gefühle sowie Handlungen werden eher oberflächlich dargestellt. Für mich erinnerte der Schreibstil teilweise eher an Fan Fiction oder typische Young-Adult-Romane. Gleichzeitig finde ich die Geschichte inhaltlich für die klassische YA-Zielgruppe von 12 bis 14 Jahren aufgrund der Gewaltdarstellungen und des Spice-Anteils nicht wirklich geeignet.


    Da ich viel Young Adult und New Adult lese, komme ich nicht umhin, Vergleiche zu ziehen. Im direkten Vergleich mit Reihen wie Harry Potter oder den Werken von Kerstin Gier fällt für mich ein deutlicher Unterschied im sprachlichen Niveau auf. Während dort Sprache und Charakterentwicklung oft deutlich differenzierter wirken, bleibt ACOTAR in diesen Bereichen eher oberflächlich.


    Ab der zweiten Hälfte wurde die Handlung für mich deutlich spannender. Hier entwickelte sich endlich genug Dynamik, um mich bei der Stange zu halten, und ich wollte wissen, wie die Geschichte ausgeht. Dennoch konnte ich auch in diesem Abschnitt viele Entscheidungen der Protagonistin nicht nachvollziehen. Zudem empfand ich das zentrale Rätsel als recht einfach konstruiert. Die Lösung erschien mir früh offensichtlich, weshalb es auf mich etwas unglaubwürdig wirkte, dass Feyre erst im allerletzten Moment – unter größter Folter und praktisch im Sterben – darauf kommt. Gerade unter solchen Umständen erscheint mir ein klarer Gedankengang eher unwahrscheinlich.


    Insgesamt hat das Buch durchaus seine Stärken. Die Welt ist atmosphärisch, die Grundidee gefällt mir, und insbesondere im späteren Verlauf gewinnt die Geschichte an Spannung. Dennoch blieb für mich das Gefühl, dass viele Aspekte hätten besser umgesetzt werden können. Vielleicht waren meine Erwartungen durch den enormen Hype einfach zu hoch.


    Für zwischendurch war das Buch durchaus unterhaltsam, aber vermutlich gehöre ich schlicht nicht zur eigentlichen Zielgruppe. Wer romantische Fantasy mit märchenhaften Elementen, viel Atmosphäre und einer eher unkomplizierten Sprache sucht, wird vermutlich deutlich mehr Freude daran haben als ich.

  3. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

    (14.338)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Ein weiterer Reihenauftakt in meinem Bestreben herauszufinden, ob die älteren Jugendbücher in meinen Regalen noch etwas für mich sind. Und spoiler: dieses ist noch etwas für mich.

    Mir hat die Geschichte noch immer sehr gut gefallen! Das Buch hatte eine extreme Sogwirkung auf mich, auch dadurch, dass immer etwas passiert und ich immer wissen wollte, wie es weitergeht (obwohl ich das Buch eigentlich ja schon kenne).

    Klar fallen mir heute einige Dinge auf, die mir als Jugendliche nicht so ins Auge gesprungen sind, aber ich fand das Gesamtpaket noch immer klasse. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet und die Mischung die allein in Gwens Familie zu finden ist, hat mich begeistert.

    Das Theme mit den Zeitreisen hat dem Ganzen einen tollen Twist gegeben, denn durch die Reisen sind ja Dinge in der Gegenwart beeinflusst - von denen Gwen, und dadurch auch wir als Lesende, zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Ahnung hat.

    Ich habe übrigens die alte Ausgabe gelesen, das muss hierbei erwähnt werden, da ich gehört habe, dass es in der neuen Auflage einige Änderungen gegeben haben soll.

    So oder so hat mich das Buch nach all der Zeit noch immer begeistern können und so ist es kein Wunder, dass ich gleich weiterlesen musste.

  4. Cover des Buches Die rote Königin (ISBN: 9783551317780)
    Victoria Aveyard

    Die rote Königin

    (2.772)
    Aktuelle Rezension von: Aleyda

    Das Werk „Die rote Königin“ von Victoria Aveyard hatte für mich insgesamt einen netten Unterhaltungswert. Die Story ist gut durchdacht, allerdings fehlte es den Figuren meiner Meinung nach etwas an Tiefgang.  Auch der Plot-Twist war für mich teilweise vorhersehbar – nicht unbedingt in seiner genauen Ausführung, aber die Richtung ließ sich schon erahnen. 

    Was mir außerdem gefehlt hat, war der Funke zwischen den Protagonisten. Für mich wirkte das Ganze ein bisschen wie die Light-Version einer Carbonara – nicht schlecht, aber wenn man einmal das „Original“ hatte, fällt es schwer, sich damit zufriedenzugeben 😅  
    Positiv hervorheben möchte ich, dass die Geschichte ohne viel „Spice“ auskommt und der Schreibstil insgesamt angenehm und spannend ist.  

    Insgesamt vergebe ich drei von fünf Sternen. ⭐️⭐️⭐️

  5. Cover des Buches Das Lied der Krähen (ISBN: 9783426228012)
    Leigh Bardugo

    Das Lied der Krähen

    (1.713)
    Aktuelle Rezension von: Silke-Lu

    In der zwielichtigen Hafenstadt Ketterdam erhält der gerissene Dieb Kaz Brekker ein verlockendes Angebot: ein nahezu unmöglicher Coup, der ihm unermesslichen Reichtum bringen könnte. Gemeinsam mit fünf sehr unterschiedlichen Verbündeten macht er sich auf den Weg, um einen gefährlichen Magier aus einem streng bewachten Gefängnis zu befreien. Doch der Plan ist riskant und verlangt ihnen alles ab.

    Das Lied der Krähen hat mich einfach komplett überzeugt. Die Geschichte ist unglaublich spannend erzählt und dabei sehr atmosphärisch. Es ist eines dieser Bücher, zu denen man nicht viel schreiben muss, da es sich von Anfang bis Ende einfach gut angefühlt hat.

    Besonders hervorzuheben sind die Charaktere. Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte und Motivation mit, was die Dynamik innerhalb der Gruppe sehr interessant macht. Am meisten haben mich die Beziehungen zwischen Kaz und Inej sowie zwischen Nina und Matthias gefesselt. Wobei Jesper und Wylan auch sehr interessant sind, also eigentlich sind alle sechs spannend!

    Kaz’ Hintergrundgeschichte ist dabei besonders intensiv und emotional. Seine Vergangenheit ist hart und traurig, und man kann seine Beweggründe wirklich gut nachvollziehen. Die Geschichte, die hinter den Handschuhen steckt, da gruselt es mich schon wieder. Ähnlich ging es mir auch bei Inej, deren Geschichte auch unter die Haut geht.

    Nina mochte ich ebenfalls total gerne. Sie bringt mit ihrer selbstbewussten und humorvollen Art eine gewisse Leichtigkeit in die Handlung.

    Der eigentliche Coup ist dann das absolute Highlight: clever aufgebaut, spannend umgesetzt und voller unerwarteter Wendungen. Man fiebert die ganze Zeit mit und wird immer wieder überrascht.

    Für mich ist das Buch ein echtes Highlight und bekommt ganz klar 5 Sterne.

  6. Cover des Buches Save You: Special Edition (ISBN: 9783736324008)
    Mona Kasten

    Save You: Special Edition

    (2.501)
    Aktuelle Rezension von: TheReSa

    Nach dem Ende von Save Me war ich gespannt, wie es mit Ruby und James weitergeht. Der zweite Band setzt genau dort an und legt den Fokus deutlich stärker auf die Folgen der Ereignisse aus Band 1. Dabei stehen vor allem Vertrauen, Verletzungen und die Frage im Mittelpunkt, ob sich zerbrochene Beziehungen wieder reparieren lassen.

    Besonders gefallen hat mir, dass man diesmal mehr Einblicke in andere Figuren bekommt. Die zusätzlichen Perspektiven von Lydia und Ember haben die Geschichte erweitert und dafür gesorgt, dass die Nebencharaktere mehr Tiefe erhalten. Gerade Lydia fand ich in diesem Band sehr interessant.

    Wie schon im ersten Teil liest sich der Schreibstil angenehm und flüssig. Die Emotionen der Figuren kommen gut rüber und viele Szenen haben dafür gesorgt, dass ich mit ihnen mitgefühlt habe. Vor allem James' persönliche Entwicklung und sein Umgang mit den Ereignissen aus dem ersten Band standen für mich diesmal stärker im Vordergrund.

    Für die volle Punktzahl hat es bei mir allerdings nicht gereicht. Über weite Strecken dreht sich die Handlung sehr stark um das Hin und Her zwischen Ruby und James. Manche Konflikte wurden für meinen Geschmack etwas zu lange ausgedehnt, wodurch sich die Geschichte stellenweise gezogen hat. Erst im späteren Verlauf nimmt die Handlung wieder deutlich an Fahrt auf.

    Trotzdem ist Save You eine gelungene Fortsetzung, die den Figuren mehr Raum gibt und emotional einige starke Momente bietet. Und dann kommt dieses Ende, das natürlich dafür sorgt, dass man direkt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht.

  7. Cover des Buches Passagier 23 (ISBN: 9783949609008)
    Sebastian Fitzek

    Passagier 23

    (3.142)
    Aktuelle Rezension von: liceys_buecherwunderland

    [𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]

    𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Passagier 23
    𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Sebastian Fitzek
    𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Knaur Taschenbuch
    𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
    𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes

    𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Wart ihr schon einmal auf einer Kreuzfahrt?

    𝔻𝕣𝕖𝕚 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
    Spannend - Überraschend - Unterhaltsam

    𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
    Vor Jahren verschwanden Martins Frau und Sohn auf einem Kreuzfahrtschiff. Seitdem ist er am Ende und riskiert sein Leben mit gefährlichen Einsätzen als verdeckter Ermittler.
    Mitten in einem solchen Einsatz bekommt er einen Anruf, der ihn an Bord eines Kreuzfahrtschiffes bringt. Denn dort ist ein Passagier aufgetaucht, der vor längerer Zeit verschwunden ist. Martin wird schnell in die Geschehnisse an Bord gezogen und muss sich bald fragen, was wirklich auf Hoher See geschieht.

    𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
    Das war mal wieder ein richtig guter Thriller. 😊 Spannend, Stimmungsvoll und mit dem ein oder anderen Twist bekommt man hier eine richtig gute Geschichte geliefert.
    Ich bin richtig gut rein gekommen und anschließend durch die Seiten geflogen.
    Mich hat das Buch definitiv überzeugt. Viel mehr will ich gar nicht dazu sagen - außer vielleicht, dass ich mir definitiv gut überlegen mal auf eine Kreuzfahrt zu gehen. 😂

    𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
    Eine Leseempfehlung für alle die einen guten Thriller suchen.

    𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

  8. Cover des Buches Save Us: Special Edition (ISBN: 9783736325005)
    Mona Kasten

    Save Us: Special Edition

    (2.081)
    Aktuelle Rezension von: TheReSa

    Nach den Ereignissen aus den ersten beiden Bänden war ich gespannt, wie Ruby und James ihre Geschichte zu Ende bringen würden. Der dritte Band knüpft direkt an die vorherigen Geschehnisse an und zeigt vor allem, wie die Figuren mit den Folgen der vergangenen Entscheidungen umgehen.

    Besonders gefallen hat mir, wie sehr die Charaktere im Laufe der Reihe gewachsen sind. Gerade Ruby und James wirken inzwischen deutlich reifer und eingespielter als noch zu Beginn. Auch die Nebenfiguren bekommen wieder Raum und durch die verschiedenen Perspektiven erfährt man noch mehr über ihre Gedanken und Entwicklungen.

    Wie gewohnt liest sich das Buch sehr flüssig und angenehm. Man ist schnell wieder in der Welt von Maxton Hall angekommen und verfolgt gerne, wie sich die verschiedenen Handlungsstränge nach und nach zusammenfügen. Schön fand ich außerdem den starken Zusammenhalt zwischen den Figuren, der sich durch die gesamte Geschichte zieht.

    Für die volle Punktzahl hat mir allerdings etwas die Spannung gefehlt. Während die ersten beiden Bände mich emotional stärker mitgerissen haben, verläuft die Handlung hier über weite Strecken ruhiger. Einige Passagen zogen sich für meinen Geschmack etwas und manche Konflikte wurden letztlich recht unkompliziert aufgelöst.

    Trotzdem ist Save Us ein gelungener Abschluss, der die wichtigsten Geschichten zu Ende erzählt und den Figuren einen passenden Ausklang gibt. Es fiel mir am Ende durchaus schwer, Maxton Hall und seine Charaktere hinter mir zu lassen.

  9. Cover des Buches Verity (ISBN: 9783423437288)
    Colleen Hoover

    Verity

    (2.283)
    Aktuelle Rezension von: ElBo61

    Auf Colleen Hoover und ihre Bücher bin ich vor ca. 2 Jahren aufmerksam geworden. Nach langen Jahren ohne Bücher, habe ich durch ihre Bücher zum Lesen zurückgefunden. Ihr Schreibstil fasziniert mich immer wieder. Keines der Bücher ähnelt sich, aber man erkennt, dass es ein Colleen Hoover Buch ist. Die Echtheit und der Bezug zur Realität machen ihre Bücher authentisch. Zu Beginn war ich so hin und weg, dass ich mir innerhalb von einem Monat fünf Bücher von ihr gekauft und gelesen habe. Die Plottwists sind jedesmal ein Highlight. 

    Bisher habe ich Dramen von ihr gelesen. Bei Verity hatte ich bedenken. Der Klappentext war im Gegenzug zur Geschichte nicht so aussagekräftig. Doch im Lesen habe ich gemerkt, wie intensiv die Handlung ist. Der Aufbau des Buches war sehr gut. Es wurden vereinzelt Details genannt, bei denen ich mich gefragt habe: "Warum?". Es fesselt einen, sodass man die Antwort bekommt, die man sucht. 

    Verity ist eines meiner Lieblingsbücher und war definitiv mein Highlight in diesem Jahr. Ich freue mich schon auf die Verfilmung! 

  10. Cover des Buches Das verlorene Symbol (ISBN: 9783404160006)
    Dan Brown

    Das verlorene Symbol

    (2.049)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Mittelpunkt der Handlung steht erneut der Symbolologe Robert Langdon, der kurzfristig nach Washington D.C. zu einem Vortrag im Kapitol gerufen wird. Dort erfährt er, dass sein Mentor Peter Solomon entführt würde und der Entführer zwingt Langdon ein uraltes freimaurerisches Geheimnis zu entschlüsseln. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
    Bei den Protagonisten steht der clevere und analytische Robert Langdron im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten wie die Tochter des Entführten Katherine Solomon oder der fanatische Mal’akh bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
    Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Verschwörungstheorien, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und sehr stark auf Spannung ausgelegt.
    Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.

  11. Cover des Buches Percy Jackson - Diebe im Olymp (ISBN: 9783551319470)
    Rick Riordan

    Percy Jackson - Diebe im Olymp

    (3.278)
    Aktuelle Rezension von: Sibel_Susann_Teoman

    Was Percy so spannend macht, ist seine Dyslexie. Ich mag es, wenn Helden eine ernsthafte Schwäche haben, das macht sie nur umso sympathischer. Denn obwohl er nicht perfekt ist, entwickelt er sich zu einem guten Freund und vollbringt echte Heldentaten,  die nicht nur Kids begeistern. Das Buch ist sowohl spannend als auch witzig geschrieben und fesselt von der ersten Seite an. 

  12. Cover des Buches Clockwork Angel (ISBN: 9783442493227)
    Cassandra Clare

    Clockwork Angel

    (2.094)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Da ich mich gerade mittten im Schattenjäger Universum befinde, musste ich auch die Clockwork Reihe von Cassandra Clare lesen. Ich war positiv überrascht.

    Ich muss sagen, dass ich anfangs skeptisch war, da mich die Bücher von ihr bisher nicht umgehauen haben und dieses hier im viktorianischen Zeitalter spielt. Daher war ich nicht überzeugt, ob ich es mögen würde.

    Dennoch wurde ich eines besseren belehrt, die Story war sehr spannend und auch abwechslungsreich. Es war sehr schön zu lesen, besonders da es einige bekannte Gesichter gibt und es schön war von denen zu lesen. Es war erfrischend etwas mit Hintergrundwissen zu einigen Charakteren zu erhalten. Auch waren einige Vorfahren der Saga Teil von Band 1. 

    Ich bin auf jeden Fall neugierig, wie es weitergeht. Mir gefällt diese Reihe bisher besser als die Schattenjägerbücher aber es bleibt natürlich abzuwarten.

    Optisch habe ich hier die Bücherbüchsen Ausgabe mit dem Farbschnitt des Clockwork Angels was sehr gut zum thematischen Inhalt und Cover passt.

  13. Cover des Buches Das Paket (ISBN: 9783949609107)
    Sebastian Fitzek

    Das Paket

    (2.834)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    Das war mein erster Fitzek, der mir nicht ganz so gut gefallen hat. Die Handlung ist etwas verworren und die Hauptprotagonistin Emma ging mir mit ihrer Paranoia und den ständigen haltlosen Anschuldigungen irgendwann mächtig auf die Nerven. Der Plot (und der Mörder) waren wieder mal nicht voraussehbar, was ich gut fand. Das Ende war für mich ein einziges hin und her. Fazit: Nicht das beste Buch von Fitzek, aber ein solider Thriller.

  14. Cover des Buches Gone Girl - Das perfekte Opfer (ISBN: 9783596520725)
    Gillian Flynn

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    (1.738)
    Aktuelle Rezension von: Hari_T_


    Ich gebe es offen zu: Als ich zu Gone Girl von Gillian Flynn griff, erwartete ich zunächst einen eher klischeehaften „Frauenroman“ – viel Beziehung, viel Drama, aber wenig Tiefe. Doch was ich bekam, war das genaue Gegenteil.

    Schon nach den ersten Kapiteln wird klar, dass dieser Roman ein raffiniert konstruierter Psychothriller ist, der mit Erwartungen spielt und sie gezielt zerstört. Die Geschichte um das Verschwinden von Amy Dunne und die zunehmende Verdächtigung ihres Ehemanns Nick entwickelt sich zu einem intensiven Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nichts so ist, wie es scheint.

    Besonders beeindruckend ist die Erzählstruktur: Perspektivwechsel, Tagebucheinträge und gezielte Wendepunkte sorgen dafür, dass man als Leser ständig hinterfragt, wem man eigentlich glauben kann. Flynn versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und gleichzeitig tief in die Abgründe einer Beziehung einzutauchen.

    Was als vermeintlich „toxischer Beziehungsroman“ beginnt, entpuppt sich als kluge Analyse von Manipulation, Medienwirkung und Identität. Die Figuren sind alles andere als sympathisch – und genau das macht sie so faszinierend. Man liest nicht, weil man sie mag, sondern weil man wissen muss, wie weit sie noch gehen werden.

    Fazit: Gone Girl ist kein seichter Liebesroman, sondern ein düsteres, intelligentes und packendes Werk, das lange nachwirkt. Wer sich darauf einlässt, wird überrascht – und vielleicht auch ein wenig verstört.

  15. Cover des Buches Frostkuss (ISBN: 9783492280310)
    Jennifer Estep

    Frostkuss

    (2.709)
    Aktuelle Rezension von: Wauwuschel

    -- Reread nach über 10 Jahren --

    Gwen Frost ist das unscheinbare Gypsy-Mädchen mit einer seltsamen Gabe und keinen Freunden. Ganz neu auf der Mythos Academy muss sie sich erst einmal mit den Göttern, der Magie und den unterschiedlichen Gruppen auseinandersetzen. Als ein Mädchen ermordet wird, versucht sie schließlich als Einzige, den Fall aufzuklären.

    "Aber irgendwie würde ich Antworten auf meine Fragen finden. Schließlich war ich Gwen Frost, das Gypsymädchen, das Dinge sah. Das Mädchen, das man anheuerte, wenn man etwas verloren hatte." -Gwen

    Es ist schon mehr als 10 Jahre her, seitdem ich die Mythos-Academy-Reihe gelesen habe. Deswegen habe ich gedacht, dass es allmählich an der Zeit ist, einen Reread-Marathon zu starten, um zu schauen, ob die Bücher wirklich so gut sind, wie mein früheres (jugendliches) Ich gedacht hat und muss sagen: Ja, das sind sie auf jeden Fall. Sie waren früher schon ein voller Erfolg und sind es auch jetzt noch. Tatsächlich sind ohne Ausnahme alle Bücher von Jennifer Estep lesenswert und das schließt diese Reihe ohne Frage mit ein. Das neue wie das alte Cover sind schön und der Schreibstil liest sich wunderbar flüssig, auch wenn es auf den ersten Seiten gewöhnungsbedürftig war, nur aus einer Sichtweise zu lesen. Ich schließe Gwen ganz neu in mein Herz und habe das Buch in wenigen Stunden durchgelesen.

    Schon das Setting und die Idee des Buches sind hammermäßig. Wir befinden uns in einer Akademie, in der Schüler verschiedener Gruppen, zB. Amazonen, Walküren, Wikingern oder Spartanern, das Kämpfen lernen. Der Unterricht hat zum Teil normale Inhalte und zum anderen Teil werden die jungen Erwachsenen in ihren speziellen Kräften und Magien geschult. Dabei wurden Mythen aus aller Welt vereint, sodass wir nicht nur griechische und nordische Mythologie mit deren Göttern haben, sondern auch chinesische, indische und viele mehr. So bleibt es abwechslungsreich und es wird nie langweilig. Auch der Grundkonflikt mit den Schnittern Vs die Guten wurde gut aufgegriffen und wir haben somit einen roten Faden, der sich durch die ganze Reihe zieht. Wahrscheinlich hat mit diesem Buch meine Liebe zur Mythologie und Academy-Romanen begonnen.

    Jetzt könnte man meinen, dass dieses Buch an sich ziemlich klischeebehaftet ist, doch es bleibt in meinen Augen einzigartig und ist wie schon gesagt vor so vielen ähnlichen Romantasy-Romanen erschienen. Ja, unsere Protagonistin hat einzigartige Fähigkeiten; Ja, sie steht im Zentrum der Handlung; Ja, es entwickelt sich ganz langsam eine Liebesgeschichte (mehr dazu hoffentlich in den nächsten Bänden); Ja, Gwen ist besonders. Doch es wurde so schlau eingefädelt, dass das alles nichts ausmacht und man die Geschichte bis aufs Äußerste genießt. Es bleiben spannende und actiongeladene Szenen übrig, in denen man mitfiebert, egal ob die Protagonistin gerade ganz klischeehaft mit ihrem Schwarm beim Ball tanzt oder nicht.

    Hier bietet es sich gut an, etwas über die Personen zu sagen, die meiner Meinung nach charakterstark und vielfältig gestaltet wurden. Gwen ist ein eher ruhiges Mädchen, das irgendwie versucht in einer unbekannten Umgebung zu überleben. Sie hat Humor, ist teilweise selbstbewusst und im restlichen Abschnitt arbeitet sie an sich selbst und weiß, wann sie Hilfe von Außen braucht. Dabei ist sie sich nicht zu schade, sich retten zu lassen und gesteht sich ihre Gefühle offen ein. Die Protagonistin macht sogar den ersten Schritt und ist einfach authentisch und sympathisch mit großem Potenzial für eine Charakterentwicklung. 

    Was mir besonders gut gefallen hat war, dass sie in der ersten Hälfte des Buches sagt, keine Freunde zu haben und wirklich keine hat und somit alles im Alleingang startet. In anderen Büchern versucht die Protagonistin, wichtig zu sein, mit dem Satz: Ich habe keine Freunde. Und am Ende hat sie eigentlich eine BFF und die anderen sprechen mit ihr. Hier wird Gwen wirklich ignoriert und sie versucht den Todesfall im Alleingang zu lösen und über Seiten hinweg haben wir nur sie allein. Damit hat die Autorin uns Gwen ein Stück näher gebracht und das ist wundervoll. 

    Daphne wird erst später eingeführt und die beiden passen zusammen, aber hier werde ich mehr im zweiten Buch drauf eingehen. Auch der Love-Interest Logan kommt erst spät ins Spiel und es passiert auch nicht wirklich was. Mit den Charakteren und deren Beziehungen wird sich Zeit gelassen, sodass die Handlung langsam ins Rollen gerät. Wir haben praktisch ein paar Szenen, in denen er Gwen hilft und sie sich näher kommen, mehr nicht und diese natürliche Entwicklung ist sehr gut gelungen. Natürlich erwartet man hier in den Folgebänden mehr und es kann noch alles passieren. Auch andere Personen, wie das tote Mädchen, die Verdächtigen, Professoren und Mitschüler werden gut in die Geschichte integriert und es wurde eine gute Basis geschaffen.

    Zum Schluss gebe ich meine Meinung noch zum Inhalt dazu, denn dieser war ausschlaggebend dafür, dass ich weiter und immer weiter gelesen habe. Die Geschwindigkeit ist langsam und man kommt erst entspannt an der Akademie an, während anschließend der Mord und danach die Suche nach dem Mörder anstehen. Es gibt Pausen dazwischen, wo wir Gwen kennenlernen und Hintergründe sowie Intrigen im Dunklen herausfinden. Außerdem endet es in einem fesselnden Finale, wodurch man direkt weiterlesen möchte. Alles passt einfach so gut zusammen und greift schön ineinander, wodurch man eine einzigartige Erfahrung macht. Noch einmal hervorheben möchte ich Gwens Gabe der Psychometrie, die durch ihre Einmaligkeit überzeugt. Daraus kann sich noch viel entwickeln und wir haben den Kick, der ein Leseerlebnis erst richtig spannend macht.

    Insgesamt kann ich diese Reihe wirklich jedem ans Herz legen und selbst nach so vielen Jahren überzeugt sie ausnahmslos!

  16. Cover des Buches Selection (ISBN: 9783733510220)
    Kiera Cass

    Selection

    (5.404)
    Aktuelle Rezension von: cozyeveningreads

    35 Mädchen kämpfen um das Herz von Prinz Maxon und die Krone. America, ein Mädchen aus der Unterschicht hat eigentlich nur vor das gute Essen zu genießen und will den Prinzen zunächst ignorieren. Zwischen Konkurrenzkampf, luxuriösem Palastleben und gefährlichen Rebellenangriffen, die tödlich enden können gerät sie jedoch zunehmend in ein Gefühlschaos, denn was wenn Maxon gar nicht so langweilig ist wie gedacht und wäre da nicht auch noch ihre Jugendliebe Aspen, den sie immernoch nicht vergessen kann…

    Ehrlich ich hab geweint, hatte Herzklopfen, hab mitgezittert und ganz viel gelacht und vor Freude gequietscht. 

    Ich hab die Bücher schon mehrmals gelesen und die Geschichte um America, Maxon und Aspen hat mich jedes mal wieder komplett mitgenommen.

    Für immer eine meiner liebsten Reihen und absolut empfehlenswert!

  17. Cover des Buches Die Tore der Welt (ISBN: 9783404178117)
    Ken Follett

    Die Tore der Welt

    (1.349)
    Aktuelle Rezension von: Mikey

    „Die Tore der Welt“ ist die Fortsetzung von „Die Säulen der Erde“ und ca. 200 Jahre später am gleichen Ort, der Abtei und Stadt Kingsbridge, angesiedelt.

    Im Prinzip ist es auch fast ein neuer (wenn auch besserer) Aufguss der gleichen Geschichte, es geht wieder um Macht und Intrigen, Gewalt und Liebe. Auch begegnen uns die gleichen Charaktere (in anderen Personen). Es geht diesmal nicht um den Bau einer Kathetrale sondern einer Brücke, wir haben aber wieder den Verhinderer (hier der Prior Godwin), wir haben den von Ehrgeiz zerfressenen Gewaltmensch (Ralph, der Bruder des Baumeisters) und wir haben die vorerst unerfüllbare Liebesgeschichte zwischen Merthin (dem Baumeister) und Caris, einer für die Zeit wieder sehr eigenständigen und fortschrittlichen jungen Frau und späteren Mutter Oberin des Nonnenklosters.

    Diesmal haben wir aber auch einen (im Vorgänger - abgesehen vom Kathedralenbau - vermissten) roten Faden, der die Geschichte zusammenhält und erst am Schluss zur Auflösung kommt, nämlich ein Brief, den ein Ritter (Thomas) bei sich trug, als er von seinen Verfolgern bedrängt wurde, und den Merthin, der als Kind Zeuge wurde, vergraben hat. Ein Eid bindet ihn seitdem an Thomas, das Geheimnis zu wahren. Soviel zum Inhalt.

    Meine Kritik: Es ist unbestritten so, dass wir es mit einer der Gewalt zugeneigten Zeitepoche zu tun haben. Ich finde es darum auch in Ordnung, wenn Follett sich drastischer Schilderungen bedient. So möchte ich garnicht beanstanden, wie in anderen Rezensionen hier zu lesen, dass des öfteren bei der Schilderung von Sexszenen von deftigen Ausdrücken Gebrauch gemacht wird, auch Gewaltszenen dürfen durchaus dem Vorgang entsprechend geschildert werden, dass aber Follett es für notwendig erachtet, im Detail zu beschreiben, wie einem Menschen als Strafe bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wird, ging mir zu weit und ich habe diese Zeilen übersprungen.

    Kritisieren muss ich auch, dass die Geschichte anfangs meines Erachtens nach nicht recht in Gang kam. Spannung hat sich erst später eingestellt. Auch die wieder sehr plakativen Figuren mag man monieren. Positiv gegenüber dem Vorgänger ist aber hervorzuheben, dass es nicht so ein Hin und Her gab in der Handlung, sondern ein Gesamtkonzept in der Geschichte erkennbar ist. Auch der Schreibstil ist wieder angenehm zu lesen und animiert zum Weiterlesen. Besonders gut hier, dass Follet in diesem Teil offensichtlich nicht ab dem letzten Viertel keine Lust mehr hatte und nur noch zu einem Ende kommen wollte. Auch die letzten Kapitel sind richtig ausgearbeitet und der Ausgang des Romanes überzeugend, wenn auch etwas zu pilcherhaft.

    Insgesamt wieder ein spannendes Buch und ich kann diesmal auch gern 4 Sterne vergeben.

  18. Cover des Buches ONE OF US IS LYING (ISBN: 9783570311653)
    Karen M. McManus

    ONE OF US IS LYING

    (1.238)
    Aktuelle Rezension von: Lyjana

    Ähnlich wie so viele andere Bücher meines Stapels ungelesener Bücher, musste auch dieses hier eine ganze Weile warten, bis ich es in die Hand genommen habe. Im Gegensatz zum Großteil meiner Sammlung habe ich dieses nicht gekauft, sondern aus Neugierde in einem hiesigen Bücherschrank mitgenommen. Gerade dadurch, dass ich es schon so oft online irgendwo gesehen habe, wollte ich gerne wissen, ob an dem Hype was dran ist.

    Persönlich lese ich ja eigentlich eher Liebesromane oder Romantasy-Bücher, aber ich habe mir trotzdem viel hiervon versprochen. Für mich ist es kein schlechtes Buch, aber den Hype kann ich nicht so ganz nachvollziehen und für mich gab der Inhalt mehr Potenzial her als letztlich genutzt wurde.

    Zu Beginn hätte ich mir mehr Zeit gewünscht die einzelnen Protagonisten besser kennenzulernen, auch wenn ich es sehr mochte, dass man allen nicht so recht trauen konnte oder wollte. Doch so wie es jetzt ist, kam ich bei den ganzen Sichtwechseln ab und an durcheinander, wen ich gerade vor der Nase habe bzw. durch wessen Augen ich das Geschehen gerade verfolge. Zudem kommt, dass ich keinen richtigen Favoriten habe, mir sowohl die Emotionen als auch die Gedankengänge zu wenig facettenreich ausgearbeitet waren.

    Prinzipiell mochte ich die Idee total gerne. Gerade die unterschiedlichen Geheimnisse, die Lügen und Enthüllungen, aber ebenso die Verstrickungen der einzelnen Charaktere untereinander. Und doch vermisse ich einen deutlichen Spannungsbogen. Ja, die Geschichte schreitet immer weiter voran, Wahrheiten kommen ans Licht – mal mehr, mal weniger von mir vorausgeahnt -, aber so richtig spannend fand ich „One of us is lying“ leider nie. Gerade der entscheidende Aspekt, Simons Tod, lag für mich immer im Bereich des Möglichen und fühlte sich für mich am Ende eben nicht wie die größte Enthüllung der Geschichte an.


    Fazit

    Wahrscheinlich würde ich der Autorin in Zukunft durchaus nochmals eine Chance geben, aber dieses Buch wars letztlich einfach nicht für mich.

    Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

  19. Cover des Buches Tintenwelt 3. Tintentod (ISBN: 9783751300537)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 3. Tintentod

    (2.958)
    Aktuelle Rezension von: AnnikaS

    Die Tintenwelttrilogie findet mit Tintentod ihren Abschluss. In diesem Band gibt es ein erneutes Wiedersehen mit allen Charakteren, die wir im Laufe der Zeit so ins Herz- oder eben auch nicht! ;) - geschlossen haben. Obwohl das Lesen von Band 2 ein Jahr zurücklag, hatte ich nur wenig Mühe in Band 3 zurück in die Tintenwelt zu finden. Die Autorin fährt hier noch einmal alles auf, was die magische Welt zu bieten hat und sorgt für die ein oder andere Überraschung. Interessant fand ich den Ansatz der verwandelten Persönlichkeit Mos, das Verschmelzen mit der fiktiven Person des Eichlhähers- hier habe ich mir sogar noch weitergehende Entwicklung gewünscht. Es gibt viel Dramatik, Wendungen, Unwägbarkeiten und immer wieder kommt die Frage auf- wem kann man trauen? Das Ende kam dann doch recht schnell daher, nachdem sich Cornelia Funke soviel Zeit mit dem Aufbau des letzten Teils nahm. Dennoch wurden für mich alle Fragen geklärt und ich denke, dass die Trilogie einen würdigen Abschluss gefunden hat. Ich mochte auch, die Andeutung am Ende über die Gefühlswelt von Meggies Geschwisterchen- die so sehr Meggies ist, aber eben genau gegensätzlich. Wäre das Gegenstand von Band 4, fänd ich es, denk ich, ganz toll- aber nach allem was ich bisher zur Zusatzgeschichte gelesen habe, bin ich mir nicht sicher, ob es diese wirklich für mich braucht.. Bd 3 ist für mich eigentlich Abschluss genug ♡

  20. Cover des Buches Goldener Käfig (Die Farben des Blutes 3) (ISBN: 9783551320957)
    Victoria Aveyard

    Goldener Käfig (Die Farben des Blutes 3)

    (714)
    Aktuelle Rezension von: HazalReads

    Band 3 der Reihe (Goldener Käfig) von Victoria Aveyard hat mich emotional komplett zerstört – und zwar von der ersten bis zur letzten Seite.

    Die gesamte Reihe fühlt sich ohnehin wie ein Strudel aus Verzweiflung, Hoffnung und ständigem Kampf an, aber dieser Band hebt das nochmal auf ein ganz anderes Level. Es gibt kaum Momente zum Durchatmen. Selbst wenn sich etwas zum Guten wendet, wird diese Hoffnung gefühlt sofort wieder zerstört. Dieses ständige Auf und Ab macht das Buch unglaublich intensiv – aber auch emotional extrem belastend.

    Besonders stark fand ich die Darstellung der Gefangenschaft und des Ausgeliefertseins. Diese Passagen waren kaum zu ertragen, weil man nicht nur mitfiebert, sondern wirklich mitleidet. Es hat mich emotional sehr an die düsteren, schmerzhaften Momente aus Throne of Glass erinnert, wo Figuren an ihre absoluten Grenzen gebracht werden.

    Was die Charaktere angeht, hatte ich sehr gemischte Gefühle. Mare Barrow macht in diesem Band eine enorme Entwicklung durch. Ihre Reifung ist deutlich spürbar – auch wenn sie durch Trauma, Schmerz und Verlust geprägt ist. Ihre Entwicklung wirkt nachvollziehbar und stark, auch wenn sie emotional sehr schwer zu lesen ist.

    Ganz anders ging es mir mit Cal. Seine Entscheidungen haben mich oft frustriert und enttäuscht. Gerade im Vergleich zu Mares Entwicklung wirkt er unsicher, hin- und hergerissen und teilweise nicht konsequent genug. Diese Dynamik zwischen den beiden hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt.

    Was dieser Band besonders gut schafft, ist dieses Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Man wartet die ganze Zeit auf Erlösung – auf einen Moment, in dem sich alles zum Guten wendet. Aber dieser Moment kommt nicht. Und genau das macht die Geschichte so real und gleichzeitig so schmerzhaft.

    Am Ende bleibt vor allem eines: das Gefühl, dass noch ein langer, harter Weg vor den Figuren liegt. Ein klares Happy End ist noch lange nicht in Sicht – und genau das macht mich gleichzeitig neugierig und traurig.

    Dieser Band ist intensiv, düster und emotional extrem fordernd. Er hat mich zerrissen – und genau deshalb bleibt er so stark im Gedächtnis.

  21. Cover des Buches Goldene Flammen (ISBN: 9783426524442)
    Leigh Bardugo

    Goldene Flammen

    (1.486)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Zentrum der Handlung steht die unscheinbare Kartografin des Zaren von Revka Alina Starkov, die bei einem Angriff  herausfindet, dass sie eine Magierin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ist und daraufhin vom Dunklen zur Ausbildung in den Zarenpalast entsandt wird und dort auf dunkle Geheimnisse stößt. 

    Die ruhige Handlung entfaltet stetig ihre Spannung und politischen Intrigen. Das originelle Worldbuilding hat einen zaristischen Einschlag und wirkt atmosphärisch düster, kriegsgezeichnet und voller Magie.

    Bei den Protagonisten steht Alina klar im Mittelpunkt der Geschichte, die durch die Ich-Perspeltive eine gelungene emotionale Tiefe erhält. Aber auch interessante Nebenprotagonisten wie Mal, der Dunkle, Botkin oder Baghra bereichern die Erzählung.

    Wer Bücher mit originellem Worldbuilding und einer guten Balance zwischen Action, ruhigen Momenten und inneren Konflikten mag, wird hier fündig.

    Der Schreibstil ist eingänglich, atmosphärisch und untersützt den Lesefluss sehr gut.

    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. 

  22. Cover des Buches Flesh and Fire – Liebe kennt keine Grenzen (ISBN: 9783453321533)
    Jennifer L. Armentrout

    Flesh and Fire – Liebe kennt keine Grenzen

    (644)
    Aktuelle Rezension von: Candeexix

    Nachdem mich der erste Teil schon überzeugt hat, steht Band zwei dem in nichts nach – für mich war er sogar mindestens genauso gut!

    Besonders die Liebesgeschichte hat mich hier komplett abgeholt. Die Dynamik zwischen den beiden hat sich so toll entwickelt und war einfach nur fesselnd. Auch die Story hat für mich eine super spannende Wendung genommen und sich noch einmal richtig schön weiterentwickelt. Man merkt einfach, wie die Welt und die Charaktere an Tiefe gewinnen.

    Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und bin jetzt offiziell ein riesiger Fan der Reihe. Wer den ersten Band mochte, wird diesen hier lieben! Absolute Leseempfehlung! 😍📚


  23. Cover des Buches Achtsam morden (ISBN: 9783453428881)
    Karsten Dusse

    Achtsam morden

    (897)
    Aktuelle Rezension von: Featherstone

    Inhalt:

    Anwalt Björn hat ein riesengroßes Problem: Seinem Mandanten, dem Gangsterboss Dragan, ist ein „kleines Missgeschick“ unterlaufen, das sich nach genauerem Nachfragen als gewaltiges Desaster entpuppt. Vor den Augen gleich mehrere Zeugen hat Dragan jemanden umgebracht, indem er ihm wortwörtlich „Feuer unterm Hintern“ gemacht hat. Jetzt erwartet er von Björn, dass dieser die Situation rettet und bedroht ihn. Björn ist überfordert und furchtbar gestresst, aber zum Glück hatte ihn seine Frau kürzlich zu einem Achtsamkeitscoaching überredet, dass sich in dieser Situation unerwartet als äußerst nützlich erweist…

    Meine Meinung:

    Das ist endlich mal ein Buch, das tatsächlich lustig ist und bei dem das nicht bloß ein leeres Versprechen ist! Es gibt ja leider auch Bücher/Filme, die enttäuschen, weil die Witze zu flach, zu pubertär oder zu oft unter der Gürtellinie sind. Zum Glück ist das hier nicht der Fall. Gleichzeitig ist das Buch auch noch von Anfang bis Ende spannend und punktet mit überraschenden Wendungen.

    Die vielen lustigen Momente haben mich sehr für das Buch eingenommen. Es folgt eine lustige, skurrile und verrückte Szene auf die nächste. Es hat mir großen Spaß gemacht das Buch zu lesen. Obwohl man es darin u. a. mit Körperverletzung, Totschlag, Mord, Folter, Leichenzerstückelung, korrupten Polizisten und Explosionen zu tun bekommt haben viele dieser eigentlich heftigen Geschehnisse (z. B. die „Sauerei“ im Bootshaus und die Sache mit der Elster) überraschenderweise durchaus auch eine lustige Seite. Was das angeht hat mich das Buch ein wenig an einen Tarantino-Film erinnert. Die Kombination aus Humor und Action ist hier wirklich ein Volltreffer.

    Trotz dieser vielen lustigen Szenen ist es durchaus ein ernstzunehmender Thriller, der nie zu sehr in Albernheiten abdriftet. Die Handlung ist richtig spannend und das Buch überzeugt mit unerwarteten, außergewöhnlichen und äußerst unterhaltsamen Wendungen. Außerdem ist das Erzähltempo hoch. Björn gerät in einen immer größer, gefährlicher und verhängnisvoller werdenden Schlammassel und dabei sind ihm nicht nur skrupellose Verbrecher, sondern auch die Polizei dicht auf den Fersen. Man „fliegt“ durch die Seiten, weil man unbedingt wissen will wie er da wieder herauskommen will. Es ist höchst unterhaltsam zu sehen wie geschickt es Björn gelingt sich durchzuschlagen und auf welch unerwartete Weise ihm dabei Achtsamkeitsprinzipien helfen. Ganz besonders lustig fand ich z. B. um welche „Unternehmensparte“ Björn die Verbrecherorganisation eigenmächtig erweitert, weil ihm das bei einem seiner privaten Problemchen entgegenkommt.

    Man fiebert mit Björn mit und kann sich sehr gut in ihm hineinversetzen – und das obwohl er langsam aber sicher vom rechten Weg abkommt und zu immer skrupelloseren Methoden greift. Er tut das, weil sein Leben bedroht ist und weil er seine Familie beschützen will. Klar, es ist natürlich krass, etwas unheimlich und zutiefst unmoralisch wie Björn die sehr speziellen Probleme angeht, aber zumindest seine Beweggründe sind verständlich und lassen ihn nahbar wirken. Zudem merkt man, dass Björn die Ereignisse nicht völlig kaltlassen. Er hat mit einem schlechten Gewissen, jeder Menge Stress und Angst zu kämpfen. Trotzdem verwundert es aber nicht, dass Björn die Dinge auf äußert illegale und unkonventionelle Weise selbst in die Hand nimmt statt sich an die Polizei zu wenden, denn er verstrickt sich selbst derart schnell in kriminelle Handlungen, sodass es in dieser Hinsicht einfach kein Zurück mehr gibt. Da die Leute, die direkt bzw. indirekt durch Björn zu Tode kommen schlechte Menschen und gefährliche Kriminelle sind ist es ehrlicherweise auch nicht so, dass es einem um diese Verluste leidtut. Stattdessen ertappt man sich dabei, dass man es Björn wünscht, dass er mit seinen Taten davonkommt. Im Umgang mit seiner kleinen Tochter Emily ist Björn so süß und fürsorglich, dass er Sympathiepunkte sammelt. Außerdem muss man zugeben, dass Björn sehr intelligent, tatkräftig und kreativ ist. Die Sache mit dem Gipsabdruck und den Blankovollmachten, die Lösung des „Toni-Problems“, die neue „Unternehmensparte“ und die Inszenierung beim finalen Showdown sind schlau gemacht. Er ist ein Kämpfer.

    Auch die Nebencharaktere haben mich voll und ganz überzeugt und sie haben die Handlung bereichert. Allen voran Dragans Handlanger Sascha. Ihn habe ich überraschenderweise tatsächlich ein bisschen ins Herz geschlossen. Sascha ist nämlich trotz seiner Zugehörigkeit zu einer Verbrecherbande überraschend klug, empathisch und besonnen. Für Björn erweist er sich als loyaler und verlässlicher Verbündeter. Der Gangsterboss Dragan ist hingegen das komplette Gegenteil. Er ist gefährlich, gewalttätig, unberechenbar, jähzornig, verfügt über eine geringe Frustrationstoleranz und lässt sich zu unüberlegte Aktionen hinreißen, die sein Anwalt für ihn ausbügeln soll. Da ist es klar, dass er für nichts als Ärger sorgt und man hat großes Mitleid mit Björn, der sich mit diesem gefährlichen Verrückten herumplagen muss. Auch Dragans rechte Hand Toni ist eine wandelnde Katastrophe – schlecht für Björn, aber es garantiert unterhaltsame Lesestunden. Eine Nebenfigur tat mir ziemlich leid. Die arme Frau Bregenz hatte das mit ihrer Wohnung echt nicht verdient!

    Das Ende überzeugt mit einem spannenden Showdown, der Überraschungen bereithält. Man merkt zwar, dass die Geschichte rund um Björn noch nicht auserzählt ist, aber man wird nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurückgelassen.

    Übrigens erfährt man nebenbei unkompliziert und niederschwellig einige durchaus interessante Dinge über das Thema Achtsamkeit. Es gibt den einen oder anderen guten und brauchbaren Tipp (z. B. für den Umgang mit Stress) bei dem ich mir tatsächlich vorstellen könnte das eventuell mal auszuprobieren.

    Fazit:

    Das Buch überzeugt mit einer tollen Mischung aus Humor, Spannung und Action. Es ist eines der lustigsten Bücher, die ich bisher gelesen habe und hat mich von der ersten Seite an prima unterhalten.

    Zum Schluss noch ein paar der besten Zitate aus dem Buch:

    Aber alles, was ich getan habe, habe ich in bester Absicht getan. (S. 9)
    Aber es war nicht meine Aufgabe, anderen Menschen unser Rechtssystem zu erklären. Es war mein Job, dieses System nach allen Regeln der Kunst auszunutzen. Ich verdiente mein Geld, indem ich schlechten Menschen Gutes tat. Punkt. Und das beherrschte ich perfekt. Ich war ein hervorragender Strafverteidiger. (S. 12)
    [Dragan:] „Du bist der Anwalt. Also mach was, und regle die Scheiße.“ […] [Björn:] „Richtig. […] Ich bin Anwalt. Ich bin keine Klempner. Aber wenn die Scheiße derart massig kommt, stoße auch ich an meine Grenzen.“ [Dragan:] „Du spulst jetzt dein Anwaltsprogramm ab, oder du kannst die Scheiße fressen.“ (S. 83)
    Ich war am Ende. Als Ehemann, als Vater, als Anwalt. Aus und vorbei. Doch exakt in diesem Moment machte sich das zwölfwöchige Achtsamkeitstraining bezahlt. Wie in himmlisches Strahlen aus den schwarzen Wolken meiner Seele spürte ich in mir eine völlige Ruhe. (S. 87)
    [Polizist:] „Björn – dein Mandant steht im Mittelpunkt einer Mordermittlung. Und es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass er selbst Opfer eines Verbrechens geworden ist. Zu einem Zeitpunkt und an einem Ort, der sehr viel mit dir zu tun hat. Ich verstehe überhaupt nicht, wie dich das alles so kaltlassen kann.“ [Björn:] „Achtsamkeit.“ (S. 224)
  24. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783649640950)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

    (1.224)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Der Roman erzählt von Aufstieg, Sehnsucht und einer Gesellschaft, die stark von äußeren Bildern geprägt ist. Im Mittelpunkt steht Gatsby und die Frage, was hinter seinem Lebensstil wirklich steckt. Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick elegant und leicht, hat aber deutlich mehr Tiefe.


    Der Einstieg ist sprachlich besonders. Der Stil ist ruhig, teilweise distanziert und trotzdem sehr bildhaft. Ich brauchte etwas Zeit, um in den Rhythmus zu finden, aber danach entfaltet die Geschichte eine klare Wirkung.


    Die Figuren bleiben in gewisser Weise auf Abstand, was gut zur Grundstimmung passt. Gerade diese Distanz macht aber auch deutlich, wie wenig echte Nähe in dieser Welt existiert. Das hat für mich gut funktioniert, auch wenn ich emotional nicht immer komplett drin war.


    Am stärksten ist der Roman in seiner Atmosphäre. Er zeigt eine Welt voller Illusionen und unerfüllter Wünsche, ohne das ständig zu erklären. Einige Entwicklungen sind vorhersehbar, trotzdem bleibt die Gesamtwirkung sehr stimmig.


    Insgesamt ein sehr gelungener Klassiker, der mich vor allem durch seine Stimmung und Sprache überzeugt hat. Ich habe ihn gerne gelesen und viele Szenen bleiben im Kopf, auch wenn er mich nicht durchgehend gleich stark emotional erreicht hat.


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